| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 481 131 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
18.06.2014 Patentblatt 2014/25 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.09.2010 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2010/063840 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2011/036132 (31.03.2011 Gazette 2011/13) |
|
| (54) |
KOMMUTATOR ZUR STROMÜBERTRAGUNG IN EINER ELEKTRISCHEN MASCHINE
COMMUTATOR FOR POWER TRANSMISSION IN AN ELECTRIC MACHINE
COLLECTEUR COMMUTATEUR POUR LA TRANSMISSION D'ÉNERGIE DANS UNE MACHINE ÉLECTRIQUE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.09.2009 DE 102009029687
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- GOEHLER, Jan
70199 Stuttgart (DE)
- BAYER, Michael
71636 Ludwigsburg (DE)
- WINKELMANN, Antje
64342 Seeheim-Jugenheim (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 501 787 EP-A2- 2 045 350
|
EP-A2- 1 086 937 JP-A- 60 039 338
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Kommutator zur Stromübertragung in einer elektrischen
Maschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Zur Stromübertragung auf den in einem Stator rotierend gelagerten Anker sowie zur
Stromwendung in kurzgeschlossenen Ankerspulen werden Kommutatoren eingesetzt, bestehend
aus einem ankerseitigen Kollektor und an dem Kollektor anliegenden Kohlebürsten. Die
gehäusefesten Kohlebürsten liegen an der Mantelfläche des rotierenden Kollektors an,
wobei die Materialbeschaffenheit der Kommutatorbestandteile einen wesentlichen Einfluss
auf die Stromübertragungsrate von der Kohlebürste auf den Kollektor sowie auf den
Verschleiß insbesondere der Kohlebürste hat.
[0003] Aus der
DE 40 25 367 C2 ist eine metallgefüllte Kohlebürste für einen Kleinmotor bekannt, die als Sinterbauteil
ausgeführt ist und aus einem gereinigten Graphitpulver besteht, das mit Metallpulver
vermengt, druckgeformt und anschließend gesintert wird.
[0004] Aus der
EP-A-0501787 ist ein Stromkollektor gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt
Offenbarung der Erfindung
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Kommutator in einer elektrischen
Maschine so auszubilden, dass zum einen eine hohe Stromübertragung und zum andern
eine hohe Lebensdauer gewährleistet ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die
Unteransprüche geben zweckmäßige Weiterbildungen an.
[0007] Der erfindungsgemäße Kommutator wird zur Stromübertragung und Stromwendung in elektrischen
Maschinen eingesetzt, insbesondere in Elektromotoren, wobei sowohl eine Verwendung
in Gleichstrommotoren als auch in Wechselstrommotoren in Betracht kommt. Beispielsweise
können derartige Kommutatoren in Gleichstrom-Startermotoren für Verbrennungsmotoren
eingesetzt werden, die entweder als elektrisch oder als permanenterregte Motoren ausgeführt
sind und sowohl für Ottomotoren als auch für Dieselmotoren eingesetzt werden können.
In Betracht kommen darüber hinaus beispielsweise Start-Stopp-Systeme für Verbrennungsmotoren
oder ein Einsatz als elektrische Maschine in Hybridfahrzeugen. Weitere Einsatzmöglichkeiten
sind elektrische Antriebe, insbesondere als Stellmotor in Fahrzeugen, beispielsweise
für die Motorkühlung, die Fahrzeugklimatisierung oder als Scheibenwischermotor. Darüber
hinaus ist auch ein Einsatz in Elektromotoren für Elektrowerkzeuge möglich. Auch eine
Verwendung in Schleifringläufer-Asynchronmotoren und Drehstromgeneratoren mit hoher
Robustheit und Lebensdauer ist denkbar.
[0008] Der Kommutator umfasst einen ankerseitigen Kollektor, der fest mit dem Anker der
elektrischen Maschine gekoppelt ist, sowie mindestens eine am Kollektor anliegende,
gehäusefeste Bürste, über die der Strom auf den Kollektor zur Bestromung von Ankerspulen
übertragen wird. Mindestens ein stromübertragendes Bauteil des Kommutators ist als
ein poröser Keramikkörper mit infiltriertem Metall ausgeführt. Der poröse Keramikkörper
stellt einen Vorkörper (Preform) dar, der während des Herstellungsprozesses mit schmelzflüssigem
Metall infiltriert wird, beispielsweise mittels Gasdruckinfiltration oder mittels
Squeeze-Cast-Technologie. Das in dieser Weise ausgeführte stromübertragende Bauteil
des Kommutators besteht somit aus einem Metall-Keramik-Verbundwerkstoff, welcher als
Preform basierter Werkstoff (P-MMC) ausgeführt bzw. in dieser Weise hergestellt ist.
[0009] Der Keramikanteil in dem Verbundwerkstoff sorgt für eine hohe Verschleiß- und Korrosionsbeständigkeit,
außerdem wird eine hohe Temperaturbeständigkeit erreicht (bis zu 800 °C bei Verwendung
von Cu als metallische Komponente). Die Keramikkomponente verringert die Reibung während
der Relativbewegung zwischen Bürste und Kollektormantelfläche, so dass die Verschleißbeständigkeit
erhöht ist.
[0010] Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch größere Bauteile mit komplexen Geometrien
vollständig und rissfrei mit dem Metall infiltrierbar sind. Dadurch können sowohl
die Bürsten als auch der Kollektor mit der jeweils gewünschten Geometrie hergestellt
werden.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Kommutator ist zumindest ein Kommutatorbauteil - eine oder
mehrere Bürsten und/oder der Kollektor - aus dem Metall-Keramik-Verbundwerkstoff mit
dem porösen Keramikkörper mit infiltriertem Metall hergestellt. In Betracht kommen
sowohl Ausführungsvarianten, in denen nur die Bürsten oder nur der Kollektor oder
sowohl die Bürsten als auch der Kollektor aus dem Metall-Keramik-Verbundwerkstoff
hergestellt sind. Für den Fall, dass sowohl die Bürsten als auch der Kollektor aus
dem Verbundwerkstoff bestehen, können sowohl gleiche Verbundwerkstoffe als auch unterschiedliche
Verbundwerkstoffe für die Bürsten und den Kollektor eingesetzt werden bzw. gleiche
oder auch verschiedene Mischungsverhältnisse von Keramik- zu Metallanteil eingesetzt
werden.
[0012] Als Keramikkomponente kommen Oxide, Nitride oder Carbide in Betracht, beispielsweise
Al
2O
3, AIN, TiN, Si
3N
4, SiC oder siliziuminfiltriertes SiC. Als metallische Komponente werden bevorzugt
hochleitfähige Werkstoffe eingesetzt, insbesondere Kupfer oder Kupferlegierungen,
aber auch Silber, Gold, Aluminium, Eisen, Zinn sowie deren Legierungen. Darüber hinaus
können bedarfsweise Schmier- und Abrasivstoffe zugegeben werden.
[0013] Der als poröser Keramikkörper mit infiltriertem Metall ausgeführte Verbundwerkstoff
besitzt aufgrund seiner dreidimensionalen Netzwerkstruktur der Gefügebestandteile
neben der Verschleiß-, der Temperatur- und der Korrosionsbeständigkeit, die auf den
Keramikanteil zurückgeht, auch eine hohe elektrische und thermische Leitfähigkeit.
Durch Variation des Keramikanteils können spezifische elektrische Widerstände zwischen
etwa 0.05 µΩm und 10
15 Ωm erzeugt werden.
[0014] Es kann zweckmäßig sein, die Bürste mit mehreren Funktionsschichten herzustellen,
die jeweils als Metall-Keramik-Verbundwerkstoff hergestellt sind, jedoch einen unterschiedlichen
Metall- bzw. Keramikanteil aufweisen. Der Übergang zwischen diesen Funktionsschichten
kann wahlweise diskret oder kontinuierlich sein. Die Bürste wird beispielsweise mit
zwei Schichten mit unterschiedlichem Metallanteil ausgeführt, wobei die in Relativbewegungsrichtung
vorn liegende Schicht als Leistungsschicht einen höheren Metallanteil aufweist und
eine höhere Stromübertragungsrate aufweist als die in Relativbewegungsrichtung hinten
liegende Schicht, die eine Kommutierungsschicht bildet. Der vergleichsweise höhere
Keramikanteil in der Kommutierungsschicht ermöglicht durch einen hohen tangentialen
Widerstand die Kommutierung und reduziert die an der ablaufenden Kante der Bürste
entstehende Funkenbildung.
[0015] Für eine hohe Stromübertragungsrate ist es zweckmäßig, dass die Leistungsschicht,
die einen höheren Metallanteil aufweist, im Verhältnis zur Kommutierungsschicht einen
größeren Kontaktquerschnitt aufweist, insbesondere eine in Bewegungsrichtung gesehen
größere Dicke, gegebenenfalls auch eine größere Breite quer zur Bewegungsrichtung.
Die größere Kontaktfläche der Leistungsschicht erlaubt höhere Stromübertragungsraten.
[0016] Zweckmäßigerweise ist auch der Kollektor aus einem Verbundwerkstoff mit einem verhältnismäßig
hohen Metallanteil gefertigt, der eine hohe Stromübertragungsrate ermöglicht. Der
Verbundwerkstoff, aus dem der Kollektor gefertigt ist, kann zumindest annähernd gleich
aufgebaut sein wie der Verbundwerkstoff der Leistungsschicht in der Bürste, er weist
aber zweckmäßigerweise einen höheren Metallanteil auf als die Kommutierungsschicht.
[0017] Als weiteres Ausführungsmerkmal kann der Kern des Kollektors als dichter keramischer
Isolator dargestellt werden. Hierzu ist der keramische Vorkörper derart ausgeführt,
dass die späteren Laufflächen des Kollektors aus einer frei wählbaren Zusammensetzung
von Metall und Keramik bestehen. Dabei können axial entlang der Segmente des Kollektors
unterschiedliche Mischungsverhältnisse Keramik- zu Metallanteil eingesetzt werden,
um die elektrische Kontaktierung zur Ankerwicklung herzustellen.
[0018] Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, einen herstellungsbedingten Umguss an der Bürste
als Bürstenplatte zu verwenden, über die die elektrische Kontaktierung mithilfe eines
starren oder flexiblen elektrischen Leiters (z.B. Litze) erfolgt. Der Umguss stellt
eine die Oberfläche des Keramikkörpers zumindest teilweise bedeckende Schicht dar,
die als Fußplatte zur Halterung und Kontaktierung der Schichten in der Bürste verwendet
werden kann.
[0019] Weitere Vorteile und zweckmäßige Ausführungen sind den weiteren Ansprüchen, der Figurenbeschreibung
und den Zeichnungen zu entnehmen. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Kommutators in einer elektrischen Maschine,
bestehend aus einem ankerseitigen Kollektor und zwei diametral gegenüberliegenden,
die Kollektormantelfläche kontaktierenden Bürsten,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine Bürste, bestehend aus einer metallischen Bürstenplatte und
zwei Schichten, die jeweils aus einem Metall-Keramik-Verbundwerkstoff bestehen und
als poröser Keramikkörper mit infiltriertem Metall ausgeführt sind,
- Fig. 3
- ein Schnitt durch den Kollektor, dessen Segmente ebenfalls als poröser Keramikkörper
mit infiltriertem Metall ausgeführt sind.
[0020] Der in Fig. 1 dargestellte Kommutator 1 wird zur Stromübertragung und Stromwendung
in elektrischen Maschinen wie Elektromotoren bzw. Generatoren eingesetzt und umfasst
einen zylindrischen Kollektor 2, der drehfest mit dem Anker der elektrischen Maschine
verbunden ist, welcher drehbar in einem Stator gelagert ist, sowie Bürsten 3, die
an der radial außen liegenden Mantelfläche des zylindrischen Kollektors 2 oder an
der Scheibenlauffläche auf Kontakt anliegen und Strom auf den Kollektor 2 übertragen,
welcher über eine Litze 4 in die Bürsten 3 geleitet wird. Der Kollektor 2 kann gegebenenfalls
auch scheibenförmig ausgeführt sein. Andere Kontaktierungen, wie z.B. Metallbänder
oder Andruckfedern sind ebenso möglich. In Fig. 1 weist der Kommutator 1 zwei diametral
gegenüberliegende Bürsten 3 auf. Grundsätzlich in Betracht kommen aber auch Kommutatoren
mit einer größeren Bürstenanzahl, beispielsweise vier oder sechs Bürsten.
[0021] Der Kollektor 2 weist eine Vielzahl einzelner, in Umfangrichtung separierter Segmente
5 auf, die mit Ankerspulen elektrisch verbunden sind. Bei einer Drehbewegung des Ankers
bzw. des Kollektors 2 in Drehrichtung 6 gleitet die Mantelfläche des Kollektors an
der zugewandten Stirnfläche der Bürsten 3 entlang, zugleich erfolgt die Stromübertragung
von den Bürsten 3 auf die Segmente 5 des Kollektors 2.
[0022] In Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine Bürste 3 dargestellt. Die Stromzufuhr über die
Litze 4 oder eine vergleichbare Kontaktierung erfolgt gegebenenfalls in eine Bürstenplatte
7, die eine Fußplatte darstellt und mit zwei Schichten 8 und 9 der Bürste verbunden
ist, welche als Leistungsschicht 8 und Kommutierungsschicht 9 ausgebildet sind. Bezogen
auf die Relativbewegung zwischen dem Kollektor und der Bürste liegt die Leistungsschicht
8 vorne und die Kommutierungsschicht 9 hinten, entsprechend ist mit 8a die zulaufende
Kante (Vorderkante) der Bürste 3 und mit 9a die ablaufende Kante (Hinterkante) bezeichnet.
Bei der Relativbewegung zwischen Bürste und Kollektor gelangt die Leistungsschicht
8 vor der Kommutierungsschicht 9 in Kontakt mit dem jeweils nächsten Segment 5 auf
dem Kollektor 2. Die stirnseitige Kontaktfläche der Bürste 3, die auf Kontakt zur
Mantelfläche des Kollektors liegt, ist mit Bezugszeichen 10 versehen.
[0023] Beide Schichten 8 und 9 der Bürste 3 bestehen aus einem Metall-Keramik-Verbundwerkstoff
und sind als poröser Keramikkörper mit infiltriertem Metall ausgeführt (Preform-based
Metal-Matrix-Composite - P-MMC). Es handelt sich hierbei um einen porösen, keramischen
Vorkörper (Preform), der vorzugsweise druckunterstützt mittels Gasdruckinfiltration
oder mittels Squeeze-CastTechnologie mit schmelzflüssigem Metall infiltriert wird.
Zweckmäßigerweise besitzt die vorne liegende Leistungsschicht 8 einen größeren Kontaktquerschnitt
als die hinten liegende Kommutierungsschicht 9, so dass im Bereich der Kontaktfläche
10 die Leistungsschicht 8 über eine größere Fläche die Mantelfläche des Kollektors
berührt als die Kommutierungsschicht 9. Der größere Kontaktquerschnitt wird insbesondere
durch eine größere Breite bzw. Dicke der Leistungsschicht 8 erzielt, gemessen in Relativbewegungsrichtung.
Im Ausführungsbeispiel ist die Dicke der Leistungsschicht 8 etwa doppelt so groß wie
die Dicke der Kommutierungsschicht 9.
[0024] Die Bürstenplatte 7, über die die elektrische Kontaktierung mittels der Litze 4 oder
einer sonstigen Kontaktierung erfolgt, kann als Umguss ausgebildet sein, welcher während
des Gießprozesses beim Einbringen des schmelzflüssigen Metalls in den porösen, keramischen
Vorkörper entsteht. Der Umguss stellt eine Metallschicht auf der Keramikkörperaußenseite
dar und besteht aus dem gleichen Material wie das in den Keramikkörper eingebrachte
Metall. Als Keramikkomponente kommen Oxide, Nitride oder Carbide in Betracht, als
Metall wird bevorzugt Kupfer oder eine Kupferlegierung verwendet. In Betracht kommen
als metallische Komponente aber auch weitere hochleitfähige Metalle wie Silber, Gold,
Aluminium, Eisen, Zinn sowie Legierungen hieraus.
[0025] Die Leistungsschicht 8 und die Kommutierungsschicht 9 unterscheiden sich hinsichtlich
ihres Keramik- bzw. Metallanteils. Die Leistungsschicht 8 weist einen höheren Metallanteil
auf als die Kommutierungsschicht 9, was die elektrische Leitfähigkeit des Leistungsschicht
8 verbessert. Zugleich ist die Kommutierungsschicht 9 aufgrund des höheren Keramikanteils
sehr verschleiß- und temperaturbeständig. Zudem ist die Funkenbildung im Bereich der
ablaufenden Kante 9a aufgrund des höheren Keramikanteils reduziert.
[0026] In Fig. 3 ist der Kollektor 2 im Schnitt dargestellt. Die Segmente 5 auf der Außenseite
des Kollektors 2, die in Umfangsrichtung jeweils voneinander separiert sind, sind
ebenfalls aus einem Metall-Keramik-Verbundwerkstoff in Form eines porösen Keramikkörpers
mit infiltriertem Metall (P-MMC) gefertigt.
1. Kommutator zur Stromübertragung in einer elektrischen Maschine, mit einem ankerseitigen
Kollektor (2) und mindestens einer am Kollektor (2) anliegenden Bürste (3), dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein stromübertragendes Bauteil (2. 3) des Kommutators (1) als ein poröser
Keramikkörper mit infiltriertem Metall ausgebildet ist.
2. Kommutator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste (3) aus dem Keramikkörper mit infiltriertem Metall gefertigt ist.
3. Kommutator nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bürstenplatte (7) der Bürste (3) von einem Umguss gebildet ist, der beim Gießprozess
des Metalls in den Keramikkörper entsteht.
4. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kollektor (2) zumindest teilweise als Keramikkörper mit infiltriertem Metall
ausgebildet ist.
5. Kommutator nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (11) des Kollektors (2) als keramischer Isolator ausgeführt ist, der Träger
von Segmenten (5) ist, welche als Keramikkörper mit infiltriertem Metall ausgebildet
sind.
6. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein stromübertragendes Bauteil (2, 3) des Kommutators (1) zumindest zwei Schichten
(8, 9) mit einem sich unterscheidenden Metall-/Keramikanteil im Metall-Keramik-Verbundwerkstoff
aufweist.
7. Kommutator nach Anspruch 2 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Bürste (3) zwei Schichten (8, 9) mit unterschiedlichem Metallanteil aufweist
und die vorne liegende Schicht - bezogen auf die Relativbewegung zwischen Kollektor
(2) und Bürste (3) - als Leistungsschicht (8) einen höheren Metallanteil aufweist
als die hinten liegende Schicht, die eine Kommutierungsschicht (9) bildet.
8. Kommutator nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsschicht (8) einen größeren Kontaktquerschnitt, mit dem die Bürste (3)
auf Kontakt zum Kollektor (2) liegt, als die Kommutierungsschicht (9) aufweist.
9. Kommutator nach Anspruch 2, 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallanteil im Kollektor (2) zumindest annähernd den gleichen Metallanteil aufweist
wie die Leistungsschicht (8) in der Bürste (3).
10. Kommutator nach Anspruch 2, 4 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallanteil im Kollektor (2) höher ist als der Metallanteil aufweist in der
Kommutierungsschicht (9) in der Bürste (3).
11. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Keramikkomponente aus Oxiden, Nitriden oder Carbiden besteht.
12. Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallkomponente aus Kupfer bzw. einer Kupferlegierung besteht.
13. Elektrische Maschine mit einem Kommutator nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
1. Commutator for power transmission in an electric machine, comprising an armature-side
collector (2) and at least one brush (3) bearing against the collector (2), characterized in that at least one power-transmitting component (2, 3) of the commutator (1) is embodied
as a porous ceramic body with infiltrated metal preform-based metal-matrix composite.
2. Commutator according to Claim 1, characterized in that the brush (3) is fabricated from the ceramic body with infiltrated metal.
3. Commutator according to Claim 2, characterized in that a brush plate (7) of the brush (3) is formed by an encapsulation, which encapsulation
is produced during the process of casting the metal into the ceramic body.
4. Commutator according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the collector (2) is embodied at least partially as a ceramic body with infiltrated
metal.
5. Commutator according to Claim 4, characterized in that the core (11) of the collector (2) is embodied as a ceramic insulator, which is the
carrier of segments (5) which are formed as a ceramic body with infiltrated metal.
6. Commutator according to one of Claims 1 to 5, characterized in that a power-transmitting component (2, 3) of the commutator (1) has at least two layers
(8, 9) with a differing metal-ceramic component in the metal-ceramic composite material.
7. Commutator according to Claims 2 and 6, characterized in that the brush (3) has two layers (8, 9) with a different proportion of metal, and the
layer which is at the front - with respect to the relative movement between the collector
(2) and brush (3) - has, as a power layer (8), a larger proportion of metal than the
layer lying at the rear, which layer forms a commutation layer (9).
8. Commutator according to Claim 7, characterized in that the power layer (8) has a larger contact cross section, with which the brush (3)
is in contact with the collector (2), than the commutation layer (9).
9. Commutator according to Claims 2, 4 and 7, characterized in that the proportion of metal in the collector (2) has at least approximately the same
proportion of metal as the power layer (8) in the brush (3).
10. Commutator according to Claims 2, 4 and 7, characterized in that the proportion of metal in the collector (2) is higher than the proportion of metal
in the commutation layer (9) in the brush (3).
11. Commutator according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the ceramic component is composed of oxides, nitrides or carbides.
12. Commutator according to one of Claims 1 to 11, characterized in that the metal component is composed of copper and/or a copper alloy.
13. Electric machine having a commutator according to one of Claims 1 to 12.
1. Collecteur de courant pour la transmission du courant dans une machine électrique,
comprenant un collecteur (2) côté induit et au moins un balai (3) appliqué sur le
collecteur (2), caractérisé en ce qu'au moins un composant de transmission de courant (2, 3) du collecteur de courant (1)
est réalisé sous la forme d'un corps en céramique poreux dans lequel est infiltré
un métal composite à matrice métallique à base d'ébauche.
2. Collecteur de courant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le balai (3) est fabriqué à partir du corps en céramique dans lequel est infiltré
un métal.
3. Collecteur de courant selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une plaque de balai (7) du balai (3) est formée par un enrobage qui est produit lors
du processus de coulée du métal dans le corps en céramique.
4. Collecteur de courant selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que le collecteur (2) est réalisé au moins partiellement sous la forme d'un corps en
céramique dans lequel est infiltré un métal.
5. Collecteur de courant selon la revendication 4, caractérisé en ce que le noyau (11) du collecteur (2) est réalisé sous la forme d'un isolateur en céramique,
lequel est le support de segments (5) qui sont réalisés sous la forme de corps en
céramique dans lequel est infiltré un métal.
6. Collecteur de courant selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un composant de transmission de courant (2, 3) du collecteur de courant (1) présente
au moins deux couches (8, 9) avec une part métal/céramique qui est différente dans
le matériau composite métal-céramique.
7. Collecteur de courant selon les revendications 2 et 6, caractérisé en ce que le balai (3) présente deux couches (8, 9) ayant des parts métalliques différentes
et la couche qui se trouve à l'avant, par rapport au mouvement relatif entre le collecteur
(2) et le balai (3), présente, en tant que couche de puissance (8), une part métallique
plus élevée que la couche qui se trouve à l'arrière, laquelle forme une couche de
collecte de courant (9).
8. Collecteur de courant selon la revendication 7, caractérisé en ce que la couche de puissance (8) présente une section transversale de contact, avec laquelle
le balai (3) se trouve en contact avec le collecteur (2), plus grande que la couche
de collecte de courant (9).
9. Collecteur de courant selon les revendications 2, 4 et 7, caractérisé en ce que la part métallique dans le collecteur (2) présente au moins approximativement la
même part métallique que la couche de puissance (8) dans le balai (3).
10. Collecteur de courant selon les revendications 2, 4 et 7, caractérisé en ce que la part métallique dans le collecteur (2) est supérieure à la part métallique dans
la couche de collecte de courant (9) dans le balai (3).
11. Collecteur de courant selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la composante en céramique se compose d'oxydes, de nitrures ou de carbures.
12. Collecteur de courant selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce que la composante métallique se compose de cuivre ou d'un alliage de cuivre.
13. Machine électrique équipée d'un collecteur de courant selon l'une des revendications
1 à 12.

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente