[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Sicherheitselement gemäss dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Solche Sicherheitselemente bestehen aus einem dünnen Schichtverbund aus Kunststoff,
wobei in den Schichtverbund wenigstens Reliefstrukturen aus der Gruppe Beugungsstrukturen,
Licht streuende Strukturen und ebene Spiegelflächen eingebettet sind. Die aus dem
dünnen Schichtverbund geschnittenen Sicherheitselemente werden auf Gegenstände geklebt
zum Beglaubigen der Echtheit der Gegenstände.
[0003] Der Aufbau des dünnen Schichtverbunds und die dazu verwendbaren Materialien sind
beispielsweise in der
US 4,856,857 beschrieben. Aus der
GB 2 129 739 A ist zudem bekannt, den dünnen Schichtverbund mit Hilfe einer Trägerfolie auf den
Gegenstand aufzubringen.
[0004] Eine Anordnung der eingangs genannten Art ist aus der
EP 0 429 782 B1 bekannt. Das auf ein Dokument aufgeklebte Sicherheitselement weist ein z.B. aus der
EP 0 105 099 A1 bekanntes, optisch variables Flächenmuster aus mosaikartig angeordneten Flächenteilen
mit bekannten Beugungsstrukturen auf. Damit ein gefälschtes Dokument zum Vortäuschen
einer scheinbaren Echtheit nicht ohne deutliche Spuren mit einem nachgemachten, aus
einem echten Dokument ausgeschnittenen oder von einem echten Dokument abgelösten Sicherheitselement
versehen werden kann, werden in das Sicherheitselement und in angrenzende Teile des
Dokuments Sicherheitsprofile eingeprägt. Das echte Dokument unterscheidet sich durch
die sich nahtlos vom Sicherheitselement in angrenzende Teile des Dokuments erstreckenden
Sicherheitsprofile. Das Einprägen der Sicherheitsprofile stört das Erkennen des optisch
variablen Flächenmusters. Insbesondere variiert die Position des Prägestempels auf
dem Sicherheitselement von Exemplar zu Exemplar des Dokuments.
[0005] Es ist auch bekannt, die Sicherheitselemente mit Merkmalen auszurüsten, die ein Nachmachen
bzw. ein Kopieren mit üblichen holographischen Mitteln erschweren oder gar verunmöglichen.
Beispielsweise sind aus der
EP 0 360 969 A1 und
WO 99/38038 Anordnungen von asymmetrischen optischen Gittern beschrieben. Die Flächenelemente
weisen Gitter auf, die, unter verschiedenen Azimutwinkeln eingesetzt, ein in der Helligkeit
moduliertes Muster im Flächenmuster des Sicherheitselements bilden. In einer holographischen
Kopie wird das in der Helligkeit modulierte Muster nicht wiedergegeben. Sind, wie
in der
WO 98/26373 beschrieben, die Strukturen der Gitter kleiner als die Wellenlänge des zum Kopieren
eingesetzten Lichts, werden solche submikroskopische Strukturen nicht mehr erfasst
und somit in der Kopie nicht in der gleichen Art wiedergegeben.
[0006] Die
WO 01/80175 A1 beschreibt ein diffraktives Flächenmuster, das als ein aus Flächenteilen zusammengesetztes
sichtbares Mosaik in einem Laminat aus Kunststoff ausgebildet ist. Wenigstens in einem
Flächenteil ist eine "zero order microstructure" mit einem modulierten Gitterprofil
abgeformt, dessen Spatialfrequenz f multipliziert mit einer vorbestimmten Grenzwellenlänge
des sichtbaren Spektrums ein Produkt grösser oder gleich eins ergibt.
[0007] Die in den beispielhaft genannten Dokumenten
EP 0 360 969 A1,
WO 98/26373 und
WO 99/38038 beschriebene Schutzvorrichtung gegen das holographische Kopieren wird mit produktionstechnischen
Schwierigkeiten erkauft.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein kostengünstiges, neuartiges Sicherheitselement
zu schaffen, das eine hohe Resistenz gegen Fälschungsversuche, z.B. mittels eines
holographischen Kopierverfahrens aufweisen soll.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Sicherheitselement nach Anspruch 1 gelöst.
[0010] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Sicherheitselement im Querschnitt,
- Figur 2
- das Sicherheitselement in Draufsicht,
- Figur 3
- Reflexion und Beugung an einem Gitter,
- Figur 4
- Beleuchtung und Beobachtung des Sicherheitselements,
- Figur 5
- Reflexion und Beugung an einer Beugungsstruktur,
- Figuren 6
- das Sicherheitsmerkmal unter verschiedenen Kippwinkeln,
- Figur 7
- eine Überlagerungsfunktion und die Beugungsstruktur im Querschnitt,
- Figuren 8
- das Ausrichten des Sicherheitselements mittels Kennmarken,
- Figur 9
- einen lokalen Neigungswinkel der Überlagerungsfunktion,
- Figuren 10
- das Ausrichten des Sicherheitselements mittels Farbkontrast im Sicherheitsmerkmal,
- Figur 11
- die Beugungsstruktur mit symmetrischer Überlagerungsfunktion,
- Figuren 12
- das Sicherheitsmerkmal mit Farbumschlag und
- Figur 13
- eine asymmetrische Überlagerungsfunktion.
[0012] In der Figur 1 bedeutet 1 einen Schichtverbund, 2 ein Sicherheitselement, 3 ein Substrat,
4 eine Deckschicht, 5 eine Abformschicht, 6 eine Schutzschicht, 7 eine Kleberschicht,
8 eine reflektierende Grenzfläche, 9 eine optisch wirksame Struktur und 10 eine transparente
Stelle in der reflektierenden Grenzfläche 8. Der Schichtverbund 1 besteht aus mehreren
Lagen von verschiedenen, nacheinander auf eine hier nicht gezeigte Trägerfolie aufgebrachten
Kunststoffschichten und umfasst in der angegebenen Reihenfolge typisch die Deckschicht
4, die Abformschicht 5, die Schutzschicht 6 und die Kleberschicht 7. Die Deckschicht
4 und die Abformschicht 5 sind für einfallendes Licht 11 transparent. Falls auch die
Schutzschicht 6 und die Kleberschicht 7 transparent sind, werden hier nicht gezeigte,
auf der Oberfläche des Substrats 3 angebrachte Indicia durch die transparente Stelle
10 erkennbar. Als Trägerfolie dient in einer Ausführung die Deckschicht 4 selbst,
in einer anderen Ausführung dient eine Trägerfolie zum Applizieren des dünnen Schichtverbunds
1 auf das Substrat 3 und wird danach vom Schichtverbund 1 entfernt, wie dies z.B.
in der eingangs erwähnten
GB 2 129 739 A beschrieben ist.
[0013] Die gemeinsame Berührungsfläche zwischen der Abformschicht 5 und der Schutzschicht
6 ist die Grenzfläche 8. In die Abformschicht 5 sind die optisch wirksamen Strukturen
9 mit einer Strukturhöhe H
St eines optisch variablen Musters abgeformt. Da die Schutzschicht 6 die Täler der optisch
wirksamen Strukturen 9 verfüllt, weist die Grenzfläche 8 die Form der optisch wirksamen
Strukturen 9 auf. Um eine hohe Wirksamkeit der optisch wirksamen Strukturen 9 zu erhalten,
ist die Grenzfläche 8 mit einem Metallbelag versehen, vorzugsweise aus den Elementen
der Tabelle 5 der eingangs erwähnten
US 4,856,857, insbesondere Aluminium, Silber, Gold, Kupfer, Chrom, Tantal usw., der als Reflexionsschicht
die Abformschicht 5 und die Schutzschicht 6 trennt. Die elektrische Leitfähigkeit
des Metallbelags bewirkt ein hohes Reflektionsvermögen für sichtbares einfallendes
Licht 11 an der Grenzfläche 8. Jedoch eignen sich anstelle des Metallbelags auch eine
oder mehrere Schichten eines der bekannten, transparenten, anorganischen Dielektrika,
die z.B. in der Tabellen 1 und 4 der eingangs erwähnten
US 4,856,857 aufgeführt sind, oder die Reflexionsschicht weist eine mehrschichtige Interferenzschicht
auf, wie z.B. eine zweischichtige Metall- Dielektrikum-Kombination oder eine Metall-
Dielektrikum- Metall- Kombination. Die Reflexionsschicht ist in einer Ausführung strukturiert,
d.h. sie bedeckt die Grenzfläche 8 nur teilweise und in vorbestimmten Zonen der Grenzfläche
8.
[0014] Der Schichtverbund 1 wird als Kunststofflaminat in Form einer langen Folienbahn mit
einer Vielzahl von nebeneinander angeordneten Kopien des optisch variablen Musters
hergestellt. Aus der Folienbahn werden die Sicherheitselemente 2 beispielsweise ausgeschnitten
und mittels der Kleberschicht 7 mit einem Substrat 3 verbunden. Das Substrat 3, meist
in Form eines Dokuments, einer Banknote, einer Bankkarte, eines Ausweises oder eines
anderen wichtigen bzw. wertvollen Gegenstandes, wird mit dem Sicherheitselement 2
versehen, um die Echtheit des Gegenstandes zu beglaubigen.
[0015] Die Figur 2 zeigt einen Ausschnitt des Substrats 3 mit dem Sicherheitselement 2.
Durch die Deckschicht 4 (Fig. 1) und die Abformschicht 5 (Fig. 1) hindurch ist ein
Flächenmuster 12 sichtbar. Das Flächenmuster 12 liegt in einer von den Koordinatenachsen
x, y aufgespannten Ebene und enthält ein Sicherheitsmerkmal 16 aus wenigstens einem
mit dem blossen Auge in der Kontur gut erkennbaren Flächenteil 13, 14, 15, d.h. die
Abmessungen des Flächenteils sind zumindest in einer Richtung grösser als 0.4 mm.
Das Sicherheitsmerkmal 16 ist in der Zeichnung der Figur 2 aus darstellerischen Gründen
doppelt umrahmt. In einer anderen Ausführung ist das Sicherheitsmerkmal 16 von einem
Mosaik aus Flächenelementen 17 bis 19 des in der eingangs erwähnten
EP 0 105 099 A1 beschriebenen Mosaiks umgeben. In den Flächenteilen 13 bis 15 und gegebenenfalls
in den Flächenelementen 17 bis 19 sind die optisch wirksamen Strukturen 9 (Fig. 1),
wie mikroskopisch feine diffraktive Gitter, mikroskopisch feine, lichtstreuende Reliefstrukturen
oder ebene Spiegelflächen in die Grenzfläche 8 (Fig. 1) abgeformt.
[0016] Anhand der Figur 3 wird beschrieben, wie das auf die Grenzfläche 8 (Fig. 1) einfallende
Licht 11 durch die optisch wirksame Struktur 9 reflektiert und vorbestimmt abgelenkt
wird. Das einfallende Licht 11 fällt in der Beugungsebene 20, die senkrecht auf der
Oberfläche des Schichtverbunds 1 mit dem Sicherheitselement 2 (Fig. 1) steht und eine
Flächennormale 21 enthält, auf die optisch wirksame Struktur 9 im Schichtverbund 1
ein. Das einfallende Licht 11 ist ein paralleles Bündel von Lichtstrahlen und schliesst
mit der Flächennormalen 21 den Einfallswinkel α ein. Ist die optisch wirksame Struktur
9 eine ebene Spiegelfläche parallel zur Oberfläche des Schichtverbunds 1, bilden die
Flächennormale 21 und die Richtung des reflektierten Lichts 22 die Schenkel des Reflexionswinkels
β, wobei β = -α. Falls die optisch wirksame Struktur 9 eines der bekannten Gitter
ist, lenkt das Gitter das einfallende Licht 11 in verschiedene, durch die Spatialfrequenz
f des Gitters bestimmte Beugungsordnungen 23 bis 25 ab, wobei vorausgesetzt ist, dass
der das Gitter beschreibende Gittervektor in der Beugungsebene 20 liegt. Die im einfallenden
Licht 11 enthaltenen Wellenlängen λ werden unter den vorbestimmten Winkeln in die
verschiedenen Beugungsordnungen 23 bis 25 abgelenkt. Beispielsweise lenkt das Gitter
violettes Licht (λ = 380 nm) gleichzeitig als Strahl 26 in die plus 1. Beugungsordnung
23 als Strahl 27, in die minus 1. Beugungsordnung 24 und als Strahl 28 in die minus
2. Beugungsordnung 25 ab. Lichtanteile mit längeren Wellenlängen λ des einfallenden
Lichts 11 werden in Richtungen mit grösseren Beugungswinkeln zur Flächennormalen 21
austreten, beispielsweise rotes Licht (λ = 700 nm) in die mit den Pfeilen 29, 30,
31 bezeichneten Richtungen. Das polychromatische einfallende Licht 11 wird infolge
der Beugung am Gitter in die Lichtstrahlen der verschiedenen Wellenlängen λ des einfallenden
Lichts 11 aufgefächert, d.h. der sichtbare Teil des Spektrums erstreckt sich im Bereich
zwischen dem violetten Lichtstrahl (Pfeil 26 bzw. 27 bzw. 28) und dem roten Lichtstrahl
(Pfeil 29 bzw. 30 bzw. 31) in jeder Beugungsordnung 23 bzw. 24 bzw. 25. Das in die
nullte Beugungsordnung gebeugte Licht ist das unter dem Ausfallwinkel β reflektierte
Licht 22.
[0017] Die Figur 4 zeigt ein in den Flächenelementen 17 (Fig. 2) bis 19 (Fig. 2) abgeformtes
Beugungsgitter 32, dessen mikroskopisch feines Reliefprofil R(x, y) beispielsweise
einen sinusförmigen, periodischen Profilquerschnitt von konstanter Profilhöhe h und
mit der Spatialfrequenz f aufweist. Das ausgemittelte Relief des Beugungsgitters 32
legt eine parallel zur Deckschicht 4 angeordnete Mittelfläche 33 fest. Das parallel
einfallende Licht 11 durchdringt die Deckschicht 4 und die Abformschicht 5 und wird
an der optisch wirksamen Struktur 9 (Fig. 1) des Beugungsgitters 32 abgelenkt. Die
parallelen gebeugten Lichtstrahlen 34 der Wellenlänge λ verlassen das Sicherheitselement
2 in die Blickrichtung eines Beobachters 35, der bei der Beleuchtung des Flächenmusters
12 (Fig. 2) mit dem parallel einfallenden Licht 11 die farbigen, hell erstrahlenden
Flächenelemente 17, 18, 19 erblickt.
[0018] In der Figur 5 liegt die Beugungsebene 20 in der Zeichnungsebene. In wenigstens einem
der Flächenteile 13 (Fig. 2) bis 15 (Fig. 2) des Sicherheitsmerkmals 16 (Fig. 2) ist
eine Beugungsstruktur S(x, y) abgeformt, deren Mittelfläche 33 gewölbt oder lokal
zur Oberfläche des Schichtverbunds 1 geneigt ist. Die Beugungsstruktur S(x, y) ist
eine Funktion der Koordinaten x und y in der zur Oberfläche des Schichtverbunds 1
parallelen Ebene des Flächenmusters 12 (Fig. 2), in der die Flächenteile 13, 14 (Fig.
2), 15 liegen. In jedem Punkt P(x, y) bestimmt die Beugungsstruktur S(x, y) einen
zur Flächennormalen 21 parallelen Abstand z zur Ebene des Flächenmusters 12. Allgemeiner
beschrieben, ist die Beugungsstruktur S(x, y) die Summe aus dem Reliefprofil R(x,
y) (Fig. 4) des Beugungsgitters 32 (Fig. 4) und einer eindeutig definierten Überlagerungsfunktion
M(x, y), der Mittelfläche 33, wobei S(x, y) = R(x, y) + M(x, y). Beispielsweise erzeugt
das Reliefprofil R(x, y) das periodische Beugungsgitter 32 mit dem Profil einer der
bekannten sinusförmigen, asymmetrisch bzw. symmetrisch sägezahnförmigen oder rechteckförmigen
Formen.
[0019] In einer anderen Ausführung ist das mikroskopisch feine Reliefprofil R(x, y) der
Beugungsstruktur S(x, y) eine Mattstruktur anstelle des periodischen Beugungsgitters
32. Die Mattstruktur ist eine mikroskopisch feine, stochastische Struktur mit einer
vorbestimmten Streucharakteristik für das einfallende Licht 11, wobei bei einer anisotropen
Mattstruktur anstelle des Gittervektors eine Vorzugsrichtung tritt. Die Mattstrukturen
streuen das senkrecht einfallende Licht in einen Streukegel mit einem durch das Streuvermögen
der Mattstruktur vorbestimmten Öffnungswinkel und mit der Richtung des reflektierten
Lichts 22 als Kegelachse. Die Intensität des Streulichts ist z.B. auf der Kegelachse
am grössten und nimmt mit zunehmendem Abstand zur Kegelachse ab, wobei das in Richtung
der Mantellinien des Streukegels abgelenkte Licht für einen Beobachter gerade noch
erkennbar ist. Der Querschnitt des Streukegels senkrecht zur Kegelachse ist rotationssymmetrisch
bei einer hier "isotrop" genannten Mattstruktur. Ist der Querschnitt in der Vorzugsrichtung
hingegen gestaucht d.h. elliptisch verformt mit der kurzen Hauptachse der Ellipse
parallel zur Vorzugsrichtung, wird die Mattstruktur hier mit "anisotrop" bezeichnet.
[0020] Wegen der additiven bzw. subtraktiven Überlagerung wird die Profilhöhe h (Fig. 4)
des Reliefprofils R(x, y) im Bereich der Überlagerungsfunktion M(x, y) nicht verändert,
d.h. das Reliefprofil R(x; y) folgt der Überlagerungsfunktion M(x, y). Die eindeutig
definierte Überlagerungsfunktion M(x, y) ist wenigstens stückweise differenzierbar
und wenigstens in Teilbereichen gekrümmt, d.h. ΔM(x, y) ≠ 0, periodisch oder aperiodisch
und ist keine periodische Dreieck- oder Rechteckfunktion. Die periodischen Überlagerungsfunktionen
M(x, y) weisen eine Raumfrequenz F von höchstens 20 Linien/mm auf. Für eine gute Sichtbarkeit
sind Verbindungsstrecken zwischen zwei benachbarten Extremwerten der Überlagerungsfunktionen
M(x, y) wenigstens 0.025 mm lang. Die Vorzugswerte für die Raumfrequenz F sind auf
höchstens 10 Linien/mm begrenzt und die Vorzugswerte für den Abstand benachbarter
Extremwerte betragen wenigstens 0.05 mm. Die Überlagerungsfunktion M(x, y) variiert
somit als makroskopische Funktion im stetigen Bereich langsam im Vergleich zum Reliefprofil
R(x, y).
[0021] Eine auf die Ebene des Flächenmusters 12 (Fig. 2) projizierte Schnittlinie der Beugungsebene
20 mit der Mittelebene 33 legt eine Spur 36 (Fig. 2) fest. Die Überlagerungsfunktion
M(x, y) weist in jedem Punkt P(x, y) auf den parallel zur Spur 36 liegenden Verbindungsstrecken
mit stetigen Abschnitten einen Gradienten 38, grad(M(x, y)), auf. Allgemein ist mit
dem Gradient 38 die Komponente des grad(M(x, y)) in der Beugungsebene 20 gemeint,
da der Beobachter 35 die optisch wirksame Beugungsebene 20 festlegt. Das Beugungsgitter
32 weist in jedem Punkt des Flächenteils 13, 14, 15 eine durch den Gradienten 38 der
Überlagerungsfunktion M(x, y) vorbestimmte Neigung γ auf.
[0022] Die Deformation der Mittelfläche 33 bewirkt eine neue, vorteilhafte optische Wirkung.
Diese Wirkung wird anhand des Beugungsverhaltens in Durchstosspunkten A, B, C der
Flächennormale 21 und Normalen 21', 21" auf die Mittelfläche 33, z.B. längs der Spur
36, erklärt. Die Brechung des einfallenden Lichts 11, des reflektieren Lichts 22 und
der gebeugten Lichtstrahlen 34 an den Grenzflächen des Schichtverbunds 1 ist der Einfachheit
halber in der Zeichnung der Figur 5 nicht dargestellt und in den nachfolgenden Rechnungen
nicht berücksichtigt. In jedem Durchstosspunkt A, B, C ist die Neigung γ durch den
Gradienten 38 bestimmt. Die Normalen 21' und 21", der Gittervektor des Beugungsgitters
32 (Fig. 4) und eine Betrachtungsrichtung 39 des Beobachters 35 liegen in der Beugungsebene
20. Entsprechend dem Neigungswinkel γ ändert sich der Einfallswinkel α (Fig. 3), den
die gestrichelt gezeichneten Normalen 21, 21', 21" und das weisse, parallel einfallende
Licht 11 einschliessen. Damit ändert sich auch die Wellenlänge λ der in einer vorbestimmten
Betrachtungsrichtung 39 zum Beobachter 35 abgelenkten gebeugten Lichtstrahlen 34.
Ist die Normale 21' vom Betrachter 35 weggeneigt, ist die Wellenlänge λ der gebeugten
Lichtstrahlen 34 grösser, als wenn sich die Normale 21" zum Beobachter 35 hinneigt.
In dem zur Illustration gezeigten Beispiel weisen für den Betrachter 35 die im Bereich
des Durchstosspunktes A gebeugten Lichtstrahlen 34 eine rote Farbe (λ = 700 nm) auf.
Die im Bereich des Durchstosspunktes B gebeugten Lichtstrahlen 34 sind von gelbgrüner
Farbe (λ = 550 nm) und die im Bereich des Durchstosspunktes C gebeugten Lichtstrahlen
34 haben eine blaue Farbe (λ = 400 nm). Da sich im gezeigten Beispiel die Neigung
γ kontinuierlich über die Wölbung der Mittelfläche 33 ändert, ist für den Beobachter
35 längs der Spur 36 das ganze sichtbare Spektrum auf dem Flächenteil 13, 14, 15 sichtbar,
wobei sich Farbbänder des Spektrums auf dem Flächenteil 13, 14, 15 senkrecht zur Spur
36 erstrecken. Damit die Farbbänder des Spektrums für den Beobachter 35 in 30 cm Entfernung
erkennbar sind, ist für den Abstand zwischen den Durchstosspunkten A und C wenigstens
2 mm Länge oder mehr zu wählen. Ausserhalb des sichtbaren Spektrums, weist die Oberfläche
des Flächenteils 13, 14, 15 ein lichtschwaches Grau auf. Beim Kippen des Schichtverbunds
1 um eine Kippachse 41 senkrecht zur Zeichenebene der Figur 5 verändert sich der Einfallswinkel
α. Die sichtbaren Farbbänder der Spektren verschieben sich im Bereich der Überlagerungsfunktion
M(x, y) kontinuierlich längs der Spur 36. Bei einem Kippen, z.B. im Uhrzeigersinn
um die Kippachse 41, des Schichtverbunds 1 ändert sich die Farbe des gebeugten Lichtstrahls
34 im Durchstosspunkt A ins Gelbgrüne, die Farbe des gebeugten Lichtstrahls 34 im
Durchstosspunkt B ins Blaue und die Farbe des gebeugten Lichtstrahls 34 im Durchstosspunkt
C ins Violette. Die Veränderung der Farben des gebeugten Lichts 34 empfindet der Beobachter
35 als Wandern der Farbbänder in kontinuierlichen Weise über den Flächenteil 13, 14,
15.
[0023] Diese Überlegung ist für jede Beugungsordnung zutreffend. Wie viele Farbbänder von
wie vielen Beugungsordnungen der Beobachter auf dem Flächenteil 13, 14, 15 gleichzeitig
erblickt, hängt von der Spatialfrequenz des Beugungsgitters 32 und der Anzahl Perioden
und der Amplitude der Überlagerungsfunktion M(x, y) innerhalb des Flächenteils 13,
14, 15 ab.
[0024] In einer anderen Ausführung, bei der eine der Mattstrukturen anstelle des Beugungsgitters
32 eingesetzt ist, erblickt der Beobachter 35 in der Richtung des reflektierten Lichts
22 nur ein helles, weissgraues Band anstelle der Farbbänder. Das helle, weissgraue
Band wandert beim Kippen wie die Farbbänder kontinuierlich über die Fläche des Flächenteils
13, 14, 15. Im Gegensatz zu den Farbbänder ist das helle, weissgraue Band für den
Beobachter 35 in Abhängigkeit vom Streuvermögen der Mattstruktur auch dann sichtbar,
wenn seine Betrachtungsrichtung 39 schief zur Beugungsebene 20 ist. Nachstehend ist
daher mit "Streifen 40" (Fig. 6a) sowohl die Farbbänder einer Beugungsordnung 23,
24, 25 als auch das durch die Mattstruktur erzeugte helle weissgraue Band gemeint.
[0025] In der Fig. 6a ist die Verschiebung des Streifens vom Beobachter 35 (Fig. 5) leichter
erkennbar, wenn eine Referenz auf dem Sicherheitsmerkmal 16 vorhanden ist. Als Referenz
dienen auf dem Flächenteil 13, 14, 15, beispielsweise auf dem mittleren Flächenteil
14, angeordnete Kennmarken 37 (Fig. 2) und/oder eine vorbestimmte Begrenzungsform
des Flächenteils 13, 14, 15. Mit Vorteil legt die Referenz eine vorbestimmte Betrachtungsbedingung
fest, die mittels Kippen des Schichtverbunds 1 (Fig. 1) so einstellbar ist, dass der
Streifen 40 vorbestimmt gegenüber der Referenz positioniert ist. Im Bereich der Kennmarken
37 ist die optisch wirksame Struktur 9 (Fig. 1) der Grenzfläche 8 (Fig. 1) mit Vorteil
als eine optisch wirksame Struktur 9, eine diffraktive Struktur, Spiegelfläche oder
lichtstreuende Reliefstruktur, ausgeführt, die beim Replizieren des Flächenmusters
12 im Register zu den Flächenteilen 13, 14, 15 abgeformt wird. Aber auch ein lichtabsorbierender
Aufdruck auf das Sicherheitsmerkmal 16 ist als Referenz für die Bewegung des Streifens
40 verwendbar oder die Kennmarke 37 ist mittels der strukturierten Reflexionsschicht
erzeugt.
[0026] In einer weiteren Ausführung des Sicherheitsmerkmals 16 nach den Figuren 6 dienen
die beiderseits an das mittlere Flächenteil 14 anschliessenden, benachbarten Flächenteile
13 und 15 als gegenseitige Referenz. Die benachbarten Flächenteile 13 und 15 weisen
beide eine Beugungsstruktur S*(x, y) auf. Die Beugungsstruktur S*(x, y) ist im Gegensatz
zur Beugungsstruktur S(x, y) die Differenz R-M aus der Relieffunktion R(x, y) und
der Überlagerungsfunktion M(x, y), also S*(x, y) = R(x, y) - M(x, y). Die durch die
Beugungsstruktur S*(x, y) erzeugten Farbbänder weisen einen umgekehrten Farbverlauf
gegenüber den Farbbändern der Beugungsstruktur S(x, y) auf, wie dies in der Zeichnung
der Figur 6a mittels einer fetten Längsberandung des Streifens 40 angedeutet ist.
Für eine gute Sichtbarkeit der optischen Wirkung ohne Hilfsmittel weist das Sicherheitsmerkmal
16 längs der Koordinatenachse y bzw. der Spur 36 eine Abmessung von wenigstens 5 mm,
vorzugsweise mehr als 10 mm auf. Die Abmessungen längs der Koordinatenachse x betragen
mehr als 0.25 mm, vorzugsweise aber wenigstens 1 mm.
[0027] In der Ausführung des Sicherheitsmerkmals 16 gemäss den Figuren 6a bis 6c weist das
ovale Flächenteil 14 die nur von der Koordinate y abhängige Beugungsstruktur S(y)
auf, während sich die Flächenteile 13 und 15 mit der nur von der Koordinate y abhängigen
Beugungsstruktur S*(y) auf beiden Seiten des ovalen Flächenteils 14 längs der Koordinate
y erstrecken. Die Überlagerungsfunktion ist M(y) = 0.5•y
2•K, wobei K die Krümmung der Mittelfläche 33 ist. Der Gradient 38 (Fig. 5) und der
Gittervektor des Beugungsgitters 32 (Fig. 4) bzw. die Vorzugsrichtung der "anisotropen"
Mattstruktur sind im wesentlichen parallel bzw. antiparallel auf die Richtung der
Koordinate y ausgerichtet.
[0028] Im allgemeinen ist der Azimut ϕ des Gittervektors bzw. der Vorzugsrichtung der Mattstruktur
auf eine Gradientenebene bezogen, die durch den Gradienten 38 und die Flächennormale
21 bestimmt ist. Die Vorzugswerte des Azimuts ϕ sind 0° und 90°. Dabei sind Abweichungen
im Azimutwinkel des Gittervektors bzw. der Vorzugsrichtung von δϕ = ±20° auf den Vorzugswert
zulässig, um in diesem Bereich den Gittervektor bzw. die Vorzugsrichtung als im wesentlichen
parallel bzw. senkrecht zur Gradientenebene zu betrachten. An sich ist der Azimut
ϕ nicht auf die genannten Vorzugswerte beschränkt.
[0029] Je kleiner die Krümmung K ist, desto höher ist die Geschwindigkeit der Bewegung der
Streifen 40 in Richtung der in der Zeichnung der Figuren 6 a und 6c nicht bezeichneten
Pfeile pro Winkeleinheit der Drehung um die Kippachse 41. Der Streifen 40 ist in der
Zeichnung der Figuren 6a bis 6c schmal gezeichnet, um den Bewegungseffekt deutlich
darzustellen. Die Breite der Streifen 40 in Richtung der nicht bezeichneten Pfeile
ist von der Beugungsstruktur S(y) abhängig. Insbesondere bei den Farbbändern erstreckt
sich der spektrale Farbverlauf über einen grösseren Teil des Flächenteils 13, 14,
15, so dass die Bewegung der Streifen 40 anhand des Wanderns eines Ausschnitts im
sichtbaren Spektrum, z.B. des Farbbands Rot, zu beobachten ist.
[0030] Die Figur 6b zeigt das Sicherheitsmerkmal 16 nach einer Drehung um die Kippachse
41 in einen vorbestimmten Kippwinkel, unter dem die Streifen 40 der beiden äusseren
Flächenteilen 13, 15 und des mittleren Flächenteils 14 auf einer Linie parallel zur
Kippachse 41 liegen. Dieser vorbestimmte Kippwinkel ist durch die Wahl der Überlagerungsstruktur
M(x, y) bestimmt. In einer Ausführung des Sicherheitselements 2 (Fig. 2) ist auf dem
Flächenmuster 12 (Fig. 2) ein vorbestimmtes Muster nur zu sehen, wenn im Sicherheitsmerkmal
16 der oder die Streifen 40 eine vorbestimmte Lage einnehmen, d.h. wenn der Beobachter
35 das Sicherheitselement 2 unter den durch den vorbestimmten Kippwinkel bestimmten
Betrachtungsbedingungen betrachtet.
[0031] In der Figur 6c sind nach einer weiteren Drehung um die Kippachse 41 die Streifen
40 auf dem Sicherheitsmerkmal 16 wieder auseinandergewandert, wie dies die nicht bezeichneten
Pfeile in der Figur 6c andeuten.
[0032] Selbstverständlich reichen für das Sicherheitsmerkmal 16 in einer anderen Ausführung
eine benachbarte Anordnung aus dem mittleren Flächenteil 14 und einem der beiden Flächenteile
13, 15 aus.
[0033] Die Figur 7 zeigt einen Querschnitt längs der Spur 36 (Fig. 2) durch den Schichtverbund
1 z.B. im Bereich des Flächenteils 14 (Fig. 2). Damit der Schichtverbund 1 nicht zu
dick und damit schlecht herstellbar bzw. verwendbar wird, ist die Strukturhöhe H
St (Fig. 1) der Beugungsstruktur S(x; y) beschränkt. In der nicht massstäblichen Zeichnung
der Figur 7 ist beispielhaft die Überlagerungsfunktion M(y) = 0.5•y
2•K links von der Koordinatenachse z, in der sich die Höhe des Schichtverbunds 1 ausdehnt,
im Schnitt allein dargestellt. In jedem Punkt P(x, y) des Flächenteils 14 ist der
Wert z = M(x, y) auf einen vorbestimmten Hub H = z
1 - z
0 begrenzt. Sobald die Überlagerungsfunktion M(y) an einem der Punkte P
1, P
2, ..., P
n den Wert z
1 = M(P
j) für j = 1, 2, ..., n erreicht hat, tritt in der Überlagerungsfunktion M(y) eine
Unstetigkeitsstelle auf, an der auf der vom Punkt P
0 abgewandten Seite der Wert der Überlagerungsfunktion M(y) jeweils um den Wert H auf
die Höhe z
0 reduziert ist, d.h. der in der Beugungsstruktur S(x; y) eingesetzte Wert der Überlagerungsfunktion
M(x; y) ist der Funktionswert

[0034] Die Funktion C(x; y) ist dabei betragsmässig auf einen Wertebereich beschränkt, beispielsweise
auf den halben Wert der Strukturhöhe H
ST. Die aus technischen Gründen erzeugten Unstetigkeitsstellen der Funktion {M(x; y)
+ C(x; y)} modulo Hub H - C(x; y) sind nicht als Extremwerte der Überlagerungsfunktion
M(x; y) zu zählen. Ebenso können in bestimmten Ausführungen die Werte für den Hub
H lokal kleiner sein. In einer Ausführung der Beugungsstruktur S(x; y) ist der lokal
variierende Hub H dadurch bestimmt, dass der Abstand zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Unstetigkeitsstellen P
n einen vorbestimmten Wert aus dem Bereich von 40 µm bis 300 µm nicht überschreitet.
[0035] In den Flächenteilen 13 (Fig. 2), 14, 15 (Fig. 2) erstreckt sich die Beugungsstruktur
S(x, y) auf beiden Seiten der Koordinatenachse z und nicht nur, wie in der Zeichnung
der Figur 7 gezeigt ist, rechts von der Koordinatenachse z. Wegen der Überlagerung
ist die Strukturhöhe H
St die Summe aus dem Hub H und der Profilhöhe h (Fig. 4) und gleich dem Wert der Beugungsstruktur
S(x, y) im Punkt P(x; y). Die Strukturhöhe H
St ist mit Vorteil kleiner als 40 µm, wobei bevorzugte Werte der Strukturhöhe H
St < 5 µm sind. Der Hub H der Überlagerungsfunktion M(x, y) beschränkt sich auf weniger
als 30 µm und liegt vorzugsweise im Bereich H = 0.5 µm bis H = 4 µm. Die Mattstrukturen
besitzen im mikroskopischen Massstab feine Reliefstrukturelemente, die das Streuvermögen
bestimmen und nur mit statistischen Kenngrössen beschrieben werden können, wie z.B.
Mittenrauhwert R
a, Korrelationslänge I
c usw., wobei die Werte für den Mittenrauhwert R
a im Bereich 200 nm bis 5 µm liegen mit Vorzugswerten von R
a = 150 nm bis R
a = 1,5 µm, während die Korrelationslängen I
c zumindest in einer Richtung im Bereich von 300 nm bis 300 µm liegen, vorzugsweise
zwischen I
c = 500 nm bis I
c = 100 µm. Bei den "isotropen" Mattstrukturen sind die statistischen Kenngrössen unabhängig
von einer Vorzugsrichtung, während bei den "anisotropen" Mattstrukturen Reliefelemente
mit der Korrelationslänge I
c senkrecht zur Vorzugsrichtung ausgerichtet sind. Die Profilhöhe h des Beugungsgitters
32 (Fig. 4) weist einen Wert aus dem Bereich h = 0,05 µm bis h = 5 µm auf, wobei die
Vorzugswerte im engeren Bereich von h = 0,6 ± 0,5 µm liegen. Die Spatialfrequenz f
des Beugungsgitters 32 ist aus dem Bereich f = 300 Linien/mm bis 3300 Linien/mm gewählt.
Ab etwa F = 2400 Linien/mm ist das gebeugte Licht 34 (Fig. 5) nur noch in der nullten
Beugungsordnung, d.h. in Richtung des reflektierten Lichts 22 (Fig. 5), beobachtbar.
[0036] Weitere Beispiele der Überlagerungsfunktion M(x, y) sind:

[0037] M(x, y) = a•x
1,5 + b•x, M(x, y) = a•{1 + sin(2πF
y•y)}, wobei F
x bzw. F
y die Raumfrequenz F der Überlagerungsfunktion M(x, y) in Richtung der Koordinatenachse
x bzw. y ist. In einer anderen Ausführung des Sicherheitsmerkmals 16 ist die Überlagerungsfunktionen
M(x, y) aus einem vorbestimmten Ausschnitt einer anderen Funktion periodisch zusammengesetzt
und weist eine oder mehrere Perioden längs der Spur 36 auf.
[0038] In der Figur 8a bilden die Überlagerungsfunktion M(x, y) = 0,5•(x
2 +y
2)•K, d.h. eine Kugelkalotte, und die Reliefstruktur R(x, y), d.h. eine "isotrope"
Mattstruktur, die Beugungsstruktur S(x, y) (Fig. 7) im z.B. kreisförmig berandeten
Flächenteil 14. Der Beobachter 35 (Fig. 5) erkennt bei Tageslicht entsprechend der
Betrachtungsrichtung 39 (Fig. 5) einen hellen, weissgrauen Fleck 42 vor einem dunkelgrauen
Hintergrund 43, wobei die Position des Flecks 42 im Flächenteil 14 in Bezug auf die
Kennmarke 37 und der Kontrast zwischen Fleck 42 und Hintergrund 43 von der Betrachtungsrichtung
39 abhängig sind. Die Ausdehnung des Flecks 42 wird durch das Streuvermögen der Mattstruktur
und der Krümmung der Überlagerungsfunktion M(x, y) bestimmt. Das Sicherheitselement
2 (Fig. 2) ist beispielsweise durch Kippen um die Kippachse 41 (Fig. 5) und/oder Drehen
um die Flächennormale 21 (Fig. 5) des Schichtverbunds 1 (Fig. 5) wie in der Figur
8b derart auf die vorbestimmte Betrachtungsrichtung 39 auszurichten, dass sich der
Fleck 42 innerhalb der Kennmarke 37 befindet, die beispielsweise in der Mitte des
kreisförmig berandeten Flächenteils 14 angeordnet ist.
[0039] Die Figur 9 zeigt die lichtbeugende Wirkung der Beugungsstruktur S(x, y) (Fig. 7)
in der Beugungsebene 20. Die Reliefstruktur R(x, y) (Fig. 4) ist das Beugungsgitter
32 (Fig. 4) mit einem z.B. sinusförmigen Profil und mit einer Spatialfrequenz f kleiner
als 2400 Linien/mm. Der Gittervektor der Reliefstruktur R(x, y) liegt in der Beugungsebene
20. Die Überlagerungsfunktion M(x, y) im Flächenteil 13 (Fig. 2), 14 (Fig. 2), 15
(Fig. 2) des Sicherheitsmerkmals 16 ist durch die Wirkung der Beugungsstruktur S(x,
y) bestimmt, wobei das senkrecht auf den Schichtverbund 1 einfallende Licht 11 unter
einem vorbestimmten Betrachtungswinkel +ϑ bzw. - ϑ in die positive Beugungsordnung
23 (Fig. 3) bzw. in die negative Beugungsordnung 24 (Fig. 3) abgelenkt wird. In der
Beugungsebene 20 schliessen erste Strahlen 44 mit der Wellenlänge λ
1 mit dem einfallenden Licht 11 den Betrachtungswinkel ϑ ein und zweite Strahlen 45
mit der Wellenlänge λ
2 den Betrachtungswinkel -ϑ. Der Beobachter 35 (Fig. 5) erblickt das Flächenteil 13,
14, 15 unter dem Betrachtungswinkel ϑ in der Farbe mit der Wellenlänge λ
1. Nach einer Drehung des Schichtverbunds 1 in seiner Ebene um 180° erscheint dem Beobachter
35 das Flächenteil 13, 14, 15 unter dem Betrachtungswinkel -ϑ in der Farbe der Wellenlänge
λ
2. Wenn die Mittelfläche 33 die lokale Neigung γ = 0° aufweist, unterscheiden sich
die Wellenlängen λ
1 und λ
2 nicht. Für andere Werte der lokalen Neigung γ unterscheiden sich die Wellenlängen
λ
1 und λ
2. Die gepunktet gezeichnete Normale 21' auf die geneigte Mittelfläche 33 schliesst
mit dem einfallenden Strahl 11 den Winkel α ein, wobei α = -β = γ. Die ersten Strahlen
44 und die Normale 21' schliessen den Beugungswinkel ξ
1 ein, die zweiten Strahlen 45 und die Normale 21' den Beugungswinkel ξ
2.
[0040] Wegen ξ
k = asin(sinα + m
k•λ
k•f) und α = γ ergibt sich für die beiden ersten Beugungsordnungen 23, 24, d.h. für
m
k = ±1, die Beziehung

woraus folgt, dass für vorbestimmte Werte des Betrachtungswinkels ϑ und der Spatialfrequenz
f die Summe der beiden Wellenlängen λ
1, λ
2 der Strahlen 44, 45 proportional zum Kosinus des lokalen Neigungswinkels γ ist. Die
Gleichung (1) ist für andere Ordnungszahlen m leicht herzuleiten. Die Ordnungszahlen
m und der Betrachtungswinkel ϑ für eine bestimmte, beobachtbare Farbe sind durch die
Spatialfrequenz f bestimmt.
[0041] In den Figuren 10a und 10b ist als Beispiel eine Ausführung des Sicherheitsmerkmals
16 dargestellt, wobei in der Figur 10a das Sicherheitselement 2 gegenüber dem Sicherheitselement
2 in der Figur 10b in seiner Ebene um 180° gedreht ist. Die Beugungsebene 20 (Fig.
9) ist mit ihrer Spur 36 dargestellt. In den Figuren 10a und 10b umfasst das Sicherheitsmerkmal
16 die drei Flächenteile 13, 14, 15 mit der Beugungsstruktur S(x, y) = R(x, y) + M(x,
y), wobei sich in den drei Flächenteilen 13, 14, 15 die Beugungsstrukturen S(x, y)
durch die mit Hilfe der Gleichung (1) bestimmten Werte der lokalen Neigungen γ der
Überlagerungsfunktion M(x, y) und der Spatialfrequenz f der Reliefprofile R(x, y)
unterscheiden. Ein Hintergrundfeld 46 grenzt an wenigstens ein Flächenteil 13, 14,
15 und weist das Beugungsgitter 32 (Fig. 4) mit dem gleichen Reliefprofil R(x, y)
und der dem Hintergrundfeld 46 eigenen Spatialfrequenz f auf. Der Gittervektor des
Reliefprofils R(x, y) ist in den Flächenteilen 13, 14, 15 und im Hintergrundfeld 46
parallel zur Spur 36 ausgerichtet. Bei senkrechter Beleuchtung des Sicherheitselements
2 mit weissem Licht 11 (Fig. 9) erstrahlen im Sicherheitsmerkmal 16 in der Ausrichtung
der Figur 10a unter dem Betrachtungswinkel +ϑ die Flächenteile 13, 14, 15 und das
Hintergrundfeld 46 in der gleichen Farbe, und dem Beobachter 35 (Fig. 5) scheint das
Sicherheitsmerkmal 16 ohne Kontrast in einer einheitlichen Farbe zu leuchten, beispielsweise
weisen die abgelenkten ersten Strahlen 44 (Fig. 9) die Wellenlänge λ
1, z.B. 680 nm (rot), auf. In der in der Figur 10b gezeigten Ausrichtung wird das ganze
Sicherheitsmerkmal 16 unter dem Betrachtungswinkel -ϑ beobachtet. Beispielsweise leuchtet
das erste Flächenteil 13 in den zweiten Strahlen 45 (Fig. 9) der Wellenlänge λ
2, z.B. λ
2 = 570 nm (gelb), das zweite Flächenteil 14 in den zweiten Strahlen 45 der Wellenlänge
λ
3, z.B. λ
3 = 510 nm (grün) und das dritte Flächenteil 15 in den zweiten Strahlen 45 der Wellenlänge
λ
4, z.B. λ
4 = 400 nm (blau). Im Hintergrundfeld 46, in dem die Mittelfläche 33 (Fig. 9) des Beugungsgitters
32 (Fig. 4) die Neigung γ (Fig. 9) mit dem Wert γ = 0 aufweist, sind aus Symmetriegründen
auch die zweiten Strahlen 45 von der Wellenlänge λ
1, d.h. die Hintergrundfläche 46 erstrahlt wiederum in der roten Farbe. Der Vorteil
dieser Ausführung ist das auffällige optische Verhalten des Sicherheitsmerkmals 16,
nämlich der unter einer einzigen vorbestimmten Orientierung des Sicherheitselements
2 sichtbare Farbkontrast der nach einer 180°- Drehung des Sicherheitselements 2 um
die Flächennormale 21 (Fig. 3) sich ändert bzw. verschwindet. Das Sicherheitsmerkmal
16 dient somit zum Festlegen einer vorbestimmten Orientierung des Sicherheitselements
2 mit dem nicht holographisch kopierbaren Sicherheitsmerkmal 16.
[0042] Nur der Einfachheit halber ist in jedem Flächenteil 13, 14, 15 eine einheitliche
Farbe, d.h. eine konstante Neigung γ, als Beispiel angenommen worden. Im allgemeinen
weist das Flächenteil 13, 14, 15 einen Ausschnitt aus der Überlagerungsfunktion M(x,
y) auf, so dass sich die Neigung γ im Flächenteil 13, 14, 15 in einer vorbestimmten
Richtung kontinuierlich ändert und die Wellenlängen der zweiten Strahlen 45 aus einem
Bereich beiderseits der Wellenlänge λ
k stammen. Anstelle der gleichartig begrenzten Flächenteile 13, 14, 15 bilden eine
Vielzahl der auf dem Hintergrundfeld 46 angeordneten Flächenteile 13, 14, 15 ein Logo,
einen Schriftzug usw.
[0043] In der Figur 11 ist die Beugungsstruktur S(x, y) komplizierter aufgebaut. Die Überlagerungsfunktion
M(x, y) ist eine symmetrische, stückweise stetige, periodische Funktion, deren Wert
längs der Koordinatenachse x gemäss z = M(x, y) variiert, während M(x, y) längs der
Koordinatenachse y einen konstanten Wert z aufweist. Das z.B. rechteckige Flächenteil
13, 14 (Fig. 10), 15 (Fig. 10) ist mit seiner Längsseite parallel zur Koordinate x
ausgerichtet und in schmale Teilflächen 47 von der Breite b unterteilt, deren Längsseiten
parallel zur Koordinatenachse y ausgerichtet sind. Jede Periode 1/F
x der Überlagerungsstruktur M(x; y) erstreckt sich über eine Anzahl t der Teilflächen
47, z.B. ist die Anzahl t im Wertebereich von 5 bis 10. Die Breite b soll 10 µm nicht
unterschreiten, da sonst die Beugungsstruktur S(x, y) auf der Teilfläche 47 zuwenig
definiert ist.
[0044] Die Beugungsstrukturen S(x, y) der benachbarten Teilflächen 47 unterscheiden sich
in den Summanden, dem Reliefprofil R(x, y) und dem der Teilfläche 47 zugeordneten
Ausschnitt der Überlagerungsfunktion M(x, y). Das Reliefprofil R
i(x, y) der i-ten Teilfläche 47 unterscheidet sich von den beiden Reliefprofilen R
i+1(x, y) und R
i-1(x, y) der benachbarten Teilflächen 47 um wenigstens einen Gitterparameter, wie Azimut,
Spatialfrequenz, Profilhöhe h (Fig. 4) usw. Beträgt die Raumfrequenz F
x bzw. F
y höchstens 10 Linien/mm aber nicht weniger als 2,5 Linien/mm, kann der Beobachter
35 (Fig. 5) auf dem Flächenteil 13, 14, 15 mit dem blossen Auge keine Unterteilung
durch die Perioden der Überlagerungsfunktion M(x, y) mehr erkennen. Die Unterteilung
und die Belegung der Teilflächen 47 mit der Beugungsstruktur S(x, y) wiederholt sich
in jeder Periode der Überlagerungsfunktion M(x, y). In einer anderen Ausführung des
Sicherheitsmerkmals 16 verändert sich das Reliefprofil R(x, y) kontinuierlich als
Funktion des Phasenwinkels der periodischen Überlagerungsfunktion M(x, y).
[0045] Die in der Figur 11 dargestellten Beugungsstrukturen S(x, y) sind in der Ausführung
des in den Figuren 12 dargestellten Sicherheitsmerkmals 16 eingesetzt, das eine neuartige,
optische Wirkung bei der Beleuchtung mit weissem Licht 11 entfaltet, wenn das Sicherheitsmerkmal
16 um die zur Koordinatenachse y parallele Kippachse 41 gekippt wird. Das Sicherheitsmerkmal
16 umfasst das dreieckförmige erste Flächenteil 14, das im rechteckigen zweiten Flächenteil
13 angeordnet ist. Im ersten Flächenteil 14 zeichnet sich die Beugungsstruktur S(x,
y) dadurch aus, dass sich die Spatialfrequenz f des Reliefprofils R(x, y) in Richtung
der Koordinatenachse x innerhalb jeder Periode der Überlagerungsfunktion M(x, y) schrittweise
oder kontinuierlich in einem vorbestimmten Spatialfrequenz- Bereich δf verändert,
wobei die Spatialfrequenz f
i in der i-ten Teilfläche 47 (Fig. 7) grösser ist als die Spatialfrequenz f
i-1 in der vorhergehenden (i-1)-ten Teilfläche 47. In jeder Periode weist somit die erste
Teilfläche 47 die Spatialfrequenz f mit dem Wert f
A auf. Für die Teilfläche 47 im Minimum der Periode ist die Spatialfrequenz f = f
M und für die am Ende der Periode gelegenen Teilfläche 47 ist der Wert der Spatialfrequenz
f = f
E, wobei f
A < f
M < f
E, wobei δf = f
E - f
A. Im zweiten Flächenteil 13 zeichnet sich die Beugungsstruktur S(x, y) dadurch aus,
dass sich die Spatialfrequenz f des Reliefprofils R(x, y) in Richtung der Koordinatenachse
x innerhalb einer Periode der Überlagerungsfunktion M(x, y) von der einen Teilfläche
47 zur nächsten schrittweise oder kontinuierlich verkleinert. In einer Ausführung
ist als Beispiel die Beugungsstruktur S**(x, y) = R(-x, y) + M(-x, y) des zweiten
Flächenteils 13 die an der von den Koordinatenachsen y, z aufgespannten Ebene gespiegelte
Beugungsstruktur S(x, y) des ersten Flächenteils 14. Die Gittervektoren und die Spur
36 (Fig. 11) der Beugungsebene 20 (Fig. 9) sind in beiden Flächenteilen 13, 14 im
wesentlichen parallel zur Kippachse 41 ausgerichtet. Der Gradient 38 liegt im wesentlichen
parallel zu der von den Koordinatenachsen x und z aufgespannten Ebene.
[0046] In der Figur 12a liegt das Sicherheitsmerkmal 16 in der von den Koordinatenachsen
x und y aufgespannten x - y - Ebene, wobei die Betrachtungsrichtung 39 (Fig. 5) mit
der Koordinatenachse x einen rechten Winkel bildet. Bei senkrecht einfallendem weissen
Licht 11 (Fig. 1) werden die Teilflächen 47 im Bereich der Minima der Überlagerungsfunktion
M(x, y) beleuchtet. Da diese Teilflächen 47 bei beiden Beugungsstrukturen S(x, y),
S**(x, y) das gleiche Reliefprofil R(x, y) und dieselbe Neigung γ ≈ 0° aufweisen,
stammen die an den beiden Flächenteilen 13, 14 in die Betrachtungsrichtung 39 gebeugten
Lichtstrahlen 34 (Fig. 5) aus dem gleichen Bereich des sichtbaren Spektrums, z.B.
grün, so dass der Farbkontrast auf dem Sicherheitsmerkmal 16 zwischen dem ersten Flächenteil
14 und dem zweiten Flächenteil 13 verschwindet. Beim Kippen des Sicherheitsmerkmals
16 um die Kippachse 41 tritt der Farbkontrast mit zunehmendem Kippwinkel deutlicher
hervor, wie dies in der Figur 12b gezeigt ist. Beim Kippen nach links verschiebt sich
die Farbe des ersten Flächenteils 14 in Richtung Rot, da die Teilflächen 47 (Fig.
11) mit den Reliefprofilen R(x, y) wirksam werden, bei denen die Spatialfrequenz f
kleiner als f
M ist. Die Farbe des zweiten Flächenteils 13 verschiebt sich in Richtung Blau, da die
Teilflächen 47 wirksam werden, bei denen die Spatialfrequenz f des Reliefprofils R(x,
y) grösser als f
M ist. In der Figur 12c ist das Sicherheitsmerkmal 1 von der in der Figur 12a gezeigten
Lage um die Kippachse 41 nach rechts gekippt. Auch beim Kippen nach rechts tritt der
Farbkontrast deutlich hervor, jedoch mit vertauschten Farben. Die Farbe des ersten
Flächenteils 14 verschiebt sich in Richtung Blau, da die Teilflächen 47 wirksam werden,
bei denen die Spatialfrequenz f des Reliefprofils R(x, y) grösser als der Wert f
M ist, während sich die Farbe des zweiten Flächenteils 13 in Richtung Rot verschiebt,
da die Teilflächen 47 (Fig. 11) wirksam werden, bei denen die Spatialfrequenz f des
Reliefprofils R(x, y) der Beugungsstruktur S**(x, y) gegenüber dem Wert f
M abnimmt.
[0047] In einer anderen Ausführung der Beugungsstruktur S(x, y) der Figur 11 weist das Reliefprofil
R(x, y) in den Teilflächen 47 jeder Periode 1/F
x dieselbe Spatialfrequenz f auf, jedoch unterscheidet sich das Reliefprofil R(x, y)
von Teilfläche 47 zu Teilfläche 47 durch seinen Azimutwinkel ϕ des Gittervektors relativ
zur Koordinatenachse y. Innerhalb einer Periode 1/F
x ändert sich der Azimutwinkel ϕ beispielsweise im Bereich δϕ = ±40° mit ϕ ≈ 0° im
Minimum jeder Periode schrittweise oder kontinuierlich. Der Azimutwinkel ϕ ist in
Abhängigkeit von der lokalen Neigung γ (Fig. 5) der Mittelfläche 33 (Fig. 5) so aus
dem Bereich δϕ gewählt, dass einerseits die Beugungsstruktur S(x, y) des ersten Flächenteils
14 (Fig. 12a) bei allen Kippwinkeln um die Kippachse 41 (Fig. 12b, c) gebeugte Lichtstrahlen
34 (Fig. 5) des mittels der Spatialfrequenz f vorbestimmten Farbbereichs, z.B. aus
dem Grün - Bereich, in die Betrachtungsrichtung 39 (Fig. 5) aussendet und andererseits
der zweite Flächenteil 13 (12a), in dem die gespiegelte Beugungsstruktur S**(x, y)
abgeformt ist, nur unter einem einzigen vorbestimmten Kippwinkel in der vorbestimmten
Farbe, z.B. in einer aus dem Grün - Bereich erzeugten Mischfarbe, aufleuchtet. Bei
anderen Kippwinkeln ist das zweite Flächenteil 13 dunkelgrau. Für den hier beispielhaft
angeführten Azimutwinkelbereich δϕ = ±20° erstreckt sich der Grün - Bereich von der
Wellenlänge λ = 530 nm (ϕ ≈ 0°) bis zur Wellenlänge λ = 564 nm.
[0048] In der Figur 13 ist die in der Beugungsstruktur S(x, y) eingesetzte Überlagerungsfunktion
M(x, y) eine asymmetrische Funktion in Richtung der Koordinatenachse x. Die Überlagerungsfunktion
M(x, y) steigt innerhalb der Periode 1/Fx aperiodisch von einem Minimalwert bis zu
einem Maximalwert an, z.B. wie die Funktion y = const•x
1,5. Die Raumfrequenz F
x bzw. F
y liegt im Bereich von 2,5 Linien/mm bis und mit 10 Linien/mm. Nicht gezeigt sind die
Unstetigkeitsstellen, die durch die Operation Modulo Hub H (Fig. 7) entstehen. Die
oben beschriebene "anisotrope" Mattstruktur mit der Vorzugsrichtung im wesentlichen
parallel zur Koordinatenachse x ist als Reliefprofil R(x, y) eingesetzt. Das einfallende
Licht 11 (Fig. 5) wird daher hauptsächlich parallel zur Koordinatenachse y aufgefächert
gestreut. Im ersten Flächenteil 14 (Fig. 12a) ist die Beugungsstruktur S(x, y) = R(x,
y) + M(x, y) und im zweiten Flächenteil 13 (Fig. 12a) ist die Beugungsstruktur S**(x,
y) = R(-x, y) + M(-x, y) abgeformt. Anhand der Figur 12a ist die optische Wirkung
des Sicherheitsmerkmals 16 bei senkrecht auf die x - y - Ebene einfallendem Licht
11 (Fig. 9) erklärt. Liegt das Sicherheitsmerkmal 16 in der x - y - Ebene, wird das
einfallende Licht 11 mit grosser Intensität von der Mattstruktur im Bereich der Minima
der Überlagerungsfunktion M(x, y) gestreut, die Streuwirkung der übrigen Flächenteile
47 der Beugungsstrukturen S(x, y), S**(x, y) ist zu vernachlässigen. Das von den Flächenteilen
13, 14 rückgestreute Licht weist die Farbe des einfallenden Lichts 11 (Fig. 5) auf
und hat in beiden Flächenteilen 13, 14 die gleiche Flächenhelligkeit, so dass kein
Kontrast zwischen den beiden Flächenteilen 13, 14 erkennbar ist. In der Figur 12b
trifft das einfallende Licht 11 (Fig. 5) unter einem Einfallswinkel α auf das Sicherheitsmerkmal
16, das nach links um die Kippachse 41 gekippt ist. Nur noch im zweiten Flächenteil
13 wird das einfallende Licht 11 (Fig. 5) gestreut. Bei dieser Beleuchtungsbedingung
ist die Flächenhelligkeit des ersten Flächenteils 14 um Grössenordnungen kleiner als
beim zweiten Flächenteil 13, so dass sich das erste Flächenteil 14 als dunkle Fläche
gegen das helle zweite Flächenteil 13 abhebt. In der Figur 12c ist das Sicherheitsmerkmal
16 nach rechts weggekippt, wobei nun die Flächenhelligkeiten der beiden Flächenteile
13, 14 vertauscht sind.
[0049] In den Figuren 12a bis 12c könnten anstelle eines einzigen dreieckförmigen ersten
Flächenteils 14 auf dem zweiten Flächenteil 13 eine Vielzahl der ersten Flächenteile
14 angeordnet sein, die ein Logo, einen Schriftzug usw. bilden.
[0050] In einer weiteren Ausführung finden anstelle der einfachen mathematischen Funktionen
auch Reliefbilder, wie sie auf Münzen und Medaillen verwendet werden, als wenigstens
stückweise stetige Überlagerungsfunktion M(x, y) in der Beugungsstruktur S(x, y) Verwendung,
wobei mit Vorteil das Reliefprofil R(x, y) eine "isotrope" Mattstruktur ist. Der Beobachter
des Sicherheitselements 2 in dieser Ausführung erhält den Eindruck eines dreidimensionalen
Bildes mit einer charakteristischen Oberflächenstruktur. Beim Drehen und Kippen des
Sicherheitselements 2 verändert sich die Helligkeitsverteilung im Bild entsprechend
der Erwartung bei einem echten Reliefbild, jedoch werfen vorragende Elemente keinen
Schatten.
[0051] Ohne von der Idee der Erfindung abzuweichen, sind alle Beugungsstrukturen S in ihrer
Strukturhöhe auf den Wert H
St (Fig. 1) beschränkt, wie dies anhand der Figur 7 erläutert wurde. Die in den oben
beschriebenen, speziellen Ausführungen verwendeten Reliefprofile R(x, y) und Überlagerungsfunktionen
M(x, y) sind beliebig zu anderen Beugungsstrukturen S(x, y) kombinierbar.
[0052] Die Verwendung der oben beschriebenen Sicherheitsmerkmale 16 im Sicherheitselement
2 weist den Vorteil auf, dass das Sicherheitsmerkmal 16 eine wirksame Barriere gegen
Versuche bildet, das Sicherheitselement 2 holographisch zu kopieren. In einer holographischen
Kopie sind die Lageverschiebungen bzw. Farbverschiebungen auf der Fläche des Sicherheitsmerkmals
16 nur in veränderter Form zu erkennen.
1. Sicherheitselement (2) aus einem Schichtverbund (1) mit zwischen transparenten Schichten
(4,5; 6) des Schichtverbunds (1) eingebetteten, mikroskopisch feinen optisch wirksamen
Strukturen (9) eines Flächenmusters (12), wobei die optisch wirksamen Strukturen (9)
in Flächenteilen (13; 14; 15; 46) eines Sicherheitsmerkmals (16) in einer von Koordinatenachsen
(x; y) aufgespannten Ebene des Flächenmusters (12) in eine reflektierende Grenzfläche
(8) zwischen den Schichten (5; 6) abgeformt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Flächenteil (13; 14; 15) mit Abmessungen grösser als 0,4 mm eine durch
additive bzw. subtraktive Überlagerung einer eine makroskopische Struktur beschreibenden
Überlagerungsfunktion (M) mit einem mikroskopisch feinen Reliefprofil (R) gebildete
Beugungsstruktur (S; S*; S**) aufweiset, wobei die Überlagerungsfunktion (M), das
Reliefprofil (R) und die Beugungsstruktur (S, S*; S**) Funktionen der Koordinaten
(x; y) sind und das Reliefprofil (R) eine lichtstreuende optisch wirksame Struktur
(9) beschreibt, die der Überlagerungsfunktion (M) folgend das vorbestimmte Reliefprofil
(R) beibehält,
und dass eine durch die wenigstens stückweise stetige Überlagerungsfunktion (M) definierte
Mittelfläche (33) wenigstens in Teilbereichen gekrümmt ist und in jedem Punkt einen
durch den Gradienten der Überlagerungsfunktion (M) vorbestimmten lokalen Neigungswinkel
(γ) aufweist, keine periodische Dreieck- oder Rechteckfunktion ist und sich im Vergleich
zum Reliefprofil (R) langsam ändert.
2. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überlagerungsfunktion (M) eine stückweise stetige, periodische Funktion mit einer
Raumfrequenz (F) von höchstens 20 Linien/mm ist.
3. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überlagerungsfunktion (M) eine asymmetrische, stückweise stetige, periodische
Funktion mit einer Raumfrequenz (F) im Bereich 2,5 Linien/mm bis 10 Linien/mm ist.
4. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass im Flächenteil (13, 14, 15) benachbarte Extremwerte der Überlagerungsfunktion (M)
um wenigstens 0.025 mm von einander entfernt sind.
5. Sicherheitselement (2) nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Reliefprofil (R) eine anisotrope Mattstruktur ist, die eine Vorzugsrichtung mit
einem Azimutwinkel (ϕ) aufweist.
6. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sicherheitsmerkmal (16; 16') wenigstens zwei benachbarte Flächenteile (13; 14;
15) aufweist, und dass im ersten Flächenteil (14) die erste Beugungsstruktur (S) und
im zweiten Flächenteil (13; 15) die sich von der ersten Beugungsstruktur (S) unterscheidende
zweite Beugungsstruktur (S*; S**) abgeformt sind, wobei die Vorzugsrichtung des ersten
Reliefprofils (R) im ersten Flächenteil (14) und die Vorzugsrichtung des zweiten Reliefprofils
(R) im zweiten Flächenteil (13; 15) im wesentlichen parallel gerichtet sind.
7. Sicherheitselement (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Beugungsstruktur (S; S*; S**) die Vorzugsrichtung des Reliefprofils (R) im
wesentlichen parallel zu einer Gradientenebene liegt, die durch den Gradienten (38)
der Überlagerungsfunktion (M) und einer senkrecht auf der Oberfläche des Schichtverbunds
(1) stehenden Flächennormale (21) bestimmt ist.
8. Sicherheitselement (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einem ersten Flächenteil (14) die erste Beugungsstruktur (S) abgeformt ist, die
als Summe aus dem Reliefprofil (R) und der Überlagerungsfunktion (M) gebildet ist,
und dass in einem zweiten Flächenteil (13; 15) die zweite Beugungsstruktur (S*) abgeformt
ist, die als Differenz (R - M) aus dem gleichen Reliefprofil (R) und der gleichen
Überlagerungsfunktion (M) gebildet ist.
9. Sicherheitselement (2) nach einem der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Beugungsstruktur (S; S*; S**) die Vorzugsrichtung des Reliefprofils (R) im
wesentlichen senkrecht zu einer Gradientenebene liegt, die durch den Gradienten (38)
der Überlagerungsfunktion (M) und einer senkrecht auf der Oberfläche des Schichtverbunds
1 stehenden Flächennormale (21) bestimmt ist.
10. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass im ersten Flächenteil (14) die erste Beugungsstruktur (S) aus der Summe aus dem Reliefprofil
(R) und der Überlagerungsfunktion (M) gebildet ist, und dass im zweiten Flächenteil
(13; 15) die Beugungsstruktur (S**) die an der Ebene des Flächenmusters (12) gespiegelte
erste Beugungsstruktur (S) ist.
11. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Reliefprofil (R) eine isotrope Mattstruktur ist.
12. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überlagerungsfunktion (M) ein Reliefbild beschreibt.
13. Sicherheitselement (2) nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Überlagerungsfunktion (M) eine Kugelkalotte beschreibt.
14. Sicherheitselement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass weitere Flächenelemente (17; 18; 19) mit den optisch wirksamen Strukturen (9) Teile
des Flächenmusters (12) sind und dass wenigstens eines der Flächenelemente (17; 18;
19) an das Sicherheitsmerkmal (16) angrenzt.
15. Sicherheitselement (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf wenigstens einem der Flächenteile (13; 14; 15) wenigstens eine Kennmarke (37)
mit einer der sich von der Beugungsstruktur (S; S*; S**)
unterscheidenden optisch wirksamen Struktur (9) angeordnet ist und dass die als Referenz
zum Ausrichten des Schichtverbunds (1) verwendbare Kennmarke (37)
eine der optisch wirksamen Strukturen (9) aus der Gruppe der diffraktiven oder lichtstreuenden
Reliefstrukturen oder eine Spiegelfläche aufweist.
1. Security element (2) from a layer composite (1) with microscopically fine, optically
active structures (9) of an area pattern (12) which are embedded between transparent
layers (4; 5; 6) of the layer composite (1), wherein the optically active structures
(9) are moulded in subareas (13; 14; 15; 46) of a security feature (16) in a reflective
boundary layer (8) between the layers (5; 6) on a plane of the area pattern (12) that
is spanned by coordinate axes (x; y), characterized in that at least one subarea (13; 14; 15) with dimensions of greater than 0.4 mm has a diffraction
structure (S; S*; S**) which is formed by additive or subtractive superposition of
a superposition function (M), which describes a macroscopic structure, with a microscopically
fine relief profile (R), with the superposition function (M), the relief profile (R)
and the diffraction structure (S; S**; S**) being functions of the coordinates (x;
y) and the relief profile (R) describing a light-diffusing optically active structure
(9) which retains the predetermined relief profile (R) following the superposition
function (M), and in that a middle surface (33), which is defined by the at least partially continuous superposition
function (M), is curved at least in partial regions and has in each point a local
inclination angle (γ), which is predetermined by the gradient of the superposition
function (M), is not a periodic triangular or rectangular function and changes gradually
in comparison with the relief profile (R).
2. Security element (2) according to Claim 1, characterized in that the superposition function (M) is a partially continuous, periodic function with
a spatial frequency (F) of at most 20 lines/mm.
3. Security element (2) according to Claim 1, characterized in that the superposition function (M) is an asymmetric, partially continuous, periodic function
with a spatial frequency (F) in the range of 2.5 lines/mm to 10 lines/mm.
4. Security element (2) according to Claim 1, characterized in that, in the subarea (13; 14; 15), neighbouring extreme values of the superposition function
(M) are spaced apart from each other by at least 0.025 mm.
5. Security element (2) according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the relief profile (R) is an anisotropic matt structure having a preferential direction
with an azimuth angle (ϕ).
6. Security element (2) according to Claim 5, characterized in that the security feature (16; 16') has at least two neighbouring subareas (13; 14; 15),
and in that the first diffraction structure (S) is moulded in the first subarea (14) and the
second diffraction structure (S*, S**), which differs from the first diffraction structure
(S), is moulded in the second subarea (13; 15), wherein the preferential direction
of the first relief profile (R) in the first subarea (14) and the preferential direction
of the second relief profile (R) in the second subarea (13; 15) are aligned substantially
parallel.
7. Security element (2) according to one of Claims 5 to 6, characterized in that, in the diffraction structure (S; S*; S**), the preferential direction of the relief
profile (R) is substantially parallel to a gradient plane that is determined by the
gradient (38) of the superposition function (M) and a surface normal (21) which is
perpendicular to the surface of the layer composite (1).
8. Security element (2) according to one of Claims 5 to 7, characterized in that the first diffraction structure (S) is moulded in a first subarea (14), which first
diffraction structure (S) is formed as a sum from the relief profile (R) and the superposition
function (M), and in that the second diffraction structure (S*) is moulded in a second subarea (13; 15), which
second diffraction structure is formed as a difference (R - M) from the same relief
profile (R) and the same superposition function (M).
9. Security element (2) according to one of Claims 5 to 8, characterized in that, in the diffraction structure (S; S*; S**), the preferential direction of the relief
profile (R) is substantially perpendicular to a gradient plane which is determined
by the gradient (38) of the superposition function (M) and a surface normal (21) which
is perpendicular to the surface of the layer composite (1).
10. Security element (2) according to Claim 5, characterized in that, in the first subarea (14), the first diffraction structure (S) is formed from the
sum from the relief profile (R) and the superposition function (M), and in that, in the second subarea (13; 15), the diffraction structure (S**) is the first diffraction
structure (S) which is mirrored at the plane of the area pattern (12
11. Security element (2) according to Claim 1, characterized in that the relief profile (R) is an isotropic matt structure.
12. Security element (2) according to Claim 11, characterized in that the superposition function (M) describes a relief image.
13. Security element (2) according to Claim 11, characterized in that the superposition function (M) describes a spherical cap.
14. Security element (2) according to one of Claims 1 to 13, characterized in that further area elements (17; 18; 19) with the optically active structures (9) are parts
of the area pattern (12) and in that at least one of the area elements (17; 18; 19) adjoins the security feature (16).
15. Security element (2) according to one of Claims 1 to 14, characterized in that at least one identifying mark (37) with an optically active structure (9) that differs
from the diffraction structure (S; S*; S**) is arranged on at least one of the subareas
(13; 14; 15) and in that the identifying mark (37), which can be used as a reference for aligning the layer
composite (1), has one of the optically active structures (9) from the group of the
diffractive or diffusing relief structures or a mirror surface.
1. Elément de sécurité (2) d'un assemblage de couches (1) avec des structures (9) actives
optiquement, fines au niveau microscopique, insérées entre des couches (4, 5 ; 6)
transparentes de l'assemblage de couches (1) d'un modèle de surface (12), les structures
(9) actives optiquement étant formées dans des parties de surface (13 ; 14 ; 15 ;
46) d'une caractéristique de sécurité (16) dans un plan défini par des axes de coordonnées
(x ; y) du modèle de surface (12) dans une surface limite (8) réfléchissante entre
les couches (5 ; 6),
caractérisé en ce
qu'au moins une partie de surface (13 ; 14 ; 15) dont les dimensions sont supérieures
à 0,4 mm présente une structure de diffraction (S ; S*, S**) formée par le recouvrement
additif ou soustractif d'une fonction de recouvrement (M) décrivant une structure
macroscopique avec un profilé en relief (R) fin au niveau microscopique, la fonction
de recouvrement (M), le profilé en relief (R) et la structure de diffraction (S ;
S* ; S**) étant des fonctions des coordonnées (x, ; y) et le profilé en relief (R)
décrivant une structure (9) active optiquement diffusant la lumière qui conserve le
profilé en relief (R) prédéterminé suivant la fonction de recouvrement (M) et en ce
qu'une surface médiane (33) définie par la fonction de recouvrement (M) continue au
moins par segments est courbée au moins dans des zones partielles et présente dans
chaque point un angle d'inclinaison (γ) local prédéterminé par le gradient de la fonction
de recouvrement (M), n'est pas une fonction rectangulaire ou triangulaire périodique
et se modifie lentement par rapport au profilé en relief (R).
2. Elément de sécurité (2) selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que la fonction de recouvrement (M) est une fonction périodique, continue par segments
avec une fréquence spatiale (F) de 20 lignes/mm au maximum.
3. Elément de sécurité (2) selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que la fonction de recouvrement (M) est une fonction périodique, continue par segments,
asymétrique avec une fréquence spatiale (F) dans la plage de 2,5 à 10 lignes/mm.
4. Elément de sécurité (2) selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que des valeurs extrêmes contigües dans la partie de surface (13, 14, 15) de la fonction
de recouvrement (M) sont éloignées d'au moins 0,025 mm les unes des autres.
5. Elément de sécurité (2) selon l'une quelconque des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce
que le profilé en relief (R) est une structure mate anisotrope qui présente une orientation
préférentielle avec un angle azimutal (ϕ).
6. Elément de sécurité (2) selon la revendication 5,
caractérisé en ce
que la caractéristique de sécurité (16 ; 16') présente au moins deux parties de surface
(13 ; 14 ; 15) contiguës et en ce que dans la première partie de surface (14) sont
formées la première structure de diffraction (S) et dans la seconde partie de surface
(13 ; 15) la seconde structure de diffraction (S* ; S**) se distinguant de la première
structure de diffraction (S), l'orientation préférentielle du premier profilé en relief
(R) étant dirigé essentiellement parallèlement dans la première partie de surface
(14) et l'orientation préférentielle du second profilé en relief (R) étant dirigé
essentiellement parallèlement dans la seconde partie de surface (13 ; 15).
7. Elément de sécurité (2) selon l'une quelconque des revendications 5 à 6,
caractérisé en ce
que dans la structure de diffraction (S ; S* ; S**), l'orientation préférentielle du
profilé en relief (R) se trouve essentiellement parallèle à un plan de gradient qui
est déterminé par le gradient (38) de la fonction de recouvrement (M) et une normale
à la surface (21) se trouvant perpendiculaire à la surface de l'assemblage de couches
(1).
8. Elément de sécurité (2) selon l'une quelconque des revendications 5 à 7,
caractérisé en ce
que dans une première partie de surface (14) est formée la première structure de diffraction
(S) qui est constituée en fonction d'une somme du profilé en relief (R) et la fonction
de recouvrement (M) et en ce que dans une seconde partie de surface (13 ; 15) est
formée la seconde structure de diffraction (S*) qui est constituée sous la forme d'une
différence (R-M) entre le même profilé en relief (R) et la même fonction de recouvrement
(M).
9. Elément de sécurité (2) selon l'une quelconque des revendications 5 à 8,
caractérisé en ce
que dans la structure de diffraction (S ; S* ; S**), l'orientation préférentielle du
profilé en relief (R) se trouve essentiellement perpendiculaire à un plan de gradient
qui est déterminé par le gradient (38) de la fonction de recouvrement (M) et une normale
à la surface (21) se trouvant perpendiculaire à la surface de l'assemblage de couches
1.
10. Elément de sécurité (2) selon la revendication 5,
caractérisé en ce
que dans la première partie de surface (14), la première structure de diffraction (S)
est constituée en fonction de la somme du profilé en relief (R) et de la fonction
de recouvrement (M) et en ce que dans la seconde partie de surface (13 ; 15), la structure
de diffraction (S**) est la première structure de diffraction (S) réfléchie sur le
plan du modèle de surface (12).
11. Elément de sécurité (2) selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que le profilé en relief (R) est une structure mate isotrope.
12. Elément de sécurité (2) selon la revendication 11,
caractérisé en ce
que la fonction de recouvrement (M) décrit une image en relief.
13. Elément de sécurité (2) selon la revendication 11,
caractérisé en ce
que la fonction de recouvrement (M) décrit une calotte sphérique.
14. Elément de sécurité (2) selon l'une quelconque des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce
que d'autres éléments de surface (18 ; 18 ; 19) avec les structures actives optiquement
(9) sont des parties du modèle de surface (12) et en ce qu'au moins l'un des éléments
de surface (17 ; 18 ; 19) est contigu à la caractéristique de sécurité (16).
15. Elément de sécurité (2) selon l'une quelconque des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce
que sur au moins l'une des parties de surface (13 ; 14 ; 15) est disposée au moins une
marque distinctive (37) avec une structure (9) active optiquement se distinguant de
la structure de diffraction (S ; S* ; S**) et en ce que la marque distinctive (37)
utilisable en référence pour l'orientation de l'assemblage à couches (1) présente
l'une des structures (9) actives optiquement du groupe des structures en relief diffractives
ou diffusant la lumière ou une surface réfléchissante.