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EP 1 452 666 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.07.2014 Patentblatt 2014/31 |
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Anmeldetag: 02.02.2004 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Beton-Schutzwand
Concrete protection wall
Mur de protection en béton
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.02.2003 DE 20303254 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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01.09.2004 Patentblatt 2004/36 |
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Patentinhaber: Wirtgen GmbH |
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53578 Windhagen (DE) |
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Erfinder: |
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- Smolders, Raymond
2200 Herentals (BE)
- Thieme, Holger
53560 Vettelschoss (DE)
- Zimmermann, Markus
53562 St. Katharinen (DE)
- Aeschlimann, Werner
2280 Grobbendonk (BE)
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Vertreter: Von Kreisler Selting Werner - Partnerschaft
von Patentanwälten und Rechtsanwälten mbB |
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Deichmannhaus am Dom
Bahnhofsvorplatz 1 50667 Köln 50667 Köln (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-85/05136 US-B1- 6 413 009
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CH-A5- 689 790 US-B1- 6 679 649
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Beton-Schutzwand nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Beton-Schutzwände sind starre Schutzeinrichtungen mit einer besonderen
Profilform, die in der Regel aus Beton hergestellt werden. Bevorzugt ist die Fertigung
mit einem Gleitschalungsfertiger.
[0003] Die Beton-Schutzwände können anstelle von Stahlschutzplanken eingesetzt werden. Bekannt
ist ein sogenanntes "New Jersey-Profil" (Fig. 8), bei dem der Betonkörper einen Sockelteil
mit senkrechten Seitenwänden und einer Höhe von ca. 80 mm aufweist, an den sich ein
Übergangsabschnitt mit einem Neigungswinkel zur Senkrechten von ca. 35 ° anschließt.
An diesen Übergangsabschnitt schließt sich ein Wandteil an, der sich konisch nach
oben unter einem Winkel von ca. 6° zur Senkrechten verjüngt. Die Gesamthöhe dieser
bekannten Beton-Schutzwand beträgt 800 mm. Zur Ermittlung der Schutzeigenschaften
existiert eine Norm zur Prüfung von Rückhaltesystemen an Straßen durch Anprallversuche
(DIN EN 1317). Die eingangs erwähnte bekannte Beton-Schutzwand erfüllt die Kriterien
der Aufhaltestufe H2.
[0004] Es ist ferner eine Step-Schutzwand (Fig. 9) bekannt, die etwas schmaler (540 mm)
und etwas höher (900 mm) als die New Jersey-Schutzwand ist, allerdings auch nur die
Aufhaltestufe H2 ermöglicht. Eine Abwandlung dieser Step-Schutzwand, die die Aufhaltestufe
H4b erreichen soll, sieht eine höhere Gesamthöhe bei gleichzeitiger Verbreiterung
des Sockelteils vor. Nachteilig ist bei diesem Stand der Technik, dass die Beton-Schutzwand
zu hoch ist und dadurch die Sicht stark behindert. Ein weiterer Nachteil dieser Höhe
ist, dass die Überquerung für Bedienstete der Straßenmeisterei oder von Rettungspersonal
unnötig erschwert wird, aber auch die Fluchtmöglichkeiten für Unfallopfer verschlechtert
werden.
[0005] Bedingt durch die große Höhe und die relativ schmale Basisbreite besteht die Gefahr,
dass Kippmomente nicht ausreichend abgefangen werden können. Außerdem ist diese Höhe
der Step-Schutzwand geeignet, einen Tunnel-Effekt bei einem Fahrzeugführer, insbesondere
bei beidseitiger Anordnung zu erzeugen, der die Unfallgefahr erhöht.
[0006] Die Querschnittsfläche des Profils weist eine zu große Fläche auf, so dass die Herstellungskosten
aufgrund des hohen Materialaufwandes sehr hoch sind. Diese bekannte Betonschutzwand
erreicht zwar die Aufhaltestufe H4b, nicht jedoch den in der gleichen Norm normierten
ASI-Wert (Acceleration Severity Index).
[0007] Aus der
US-A-6,679,649 ist eine Beton-Schutzwand bekannt, bei der Längsbewehrungen in dem Betonkörper vorgesehen
sind.
[0008] Diese Längsbewehrungen sind Bestandteil von Käfigkonstruktionen, die im Boden mit
Verankerungsmitteln verankert werden können, wobei die Beton-Schutzwand nach dem Erstellen
der Käfige in einem Gleitschalungsvorgang hergestellt wird.
[0009] Auch aus der
CH-A-689790 ist eine Beton-Schutzwand bekannt, auf die eine Lärmschutzwand aufgesetzt werden
kann.
[0010] Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, eine Beton-Schutzwand der eingangs
genannten Art zu schaffen, die bei einem verringertem Materialaufwand nicht nur die
Aufhaltestufe H4b, sondern auch einen ASI-Wert ≤ 1,4 gemäß DIN EN1317 erfüllt und
zugleich Bediensteten der Straßenmeisterei, Unfallopfern oder Rettungspersonal eine
höhere Sicherheit bietet.
[0011] Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Anspruchs 1.
[0012] Die Erfindung sieht in vorteilhafter Weise vor, dass die Gesamthöhe des Betonkörpers
950 bis 1050 mm, vorzugsweise 1000 mm beträgt, dass das Verhältnis der Aufstandsbreite
des Sockelteils zu der Gesamthöhe des Betonkörpers mehr als 0,6, vorzugsweise 0,7,
beträgt, wobei die Querschnittsfläche des Betonkörpers weniger als 0,4 m
2, vorzugsweise 0,33 bis 0,39 m
2, beträgt.
[0013] Die erfindungsgemäße Beton-Schutzwand erfüllt trotz der Verringerung der Höhe bei
gleichzeitiger geringfügiger Verbreiterung des Sockelteils und bei gleichzeitiger
Verringerung der Querschnittsfläche die hohen Anforderungen gemäß Aufhaltestufe H4b,
sowie einen ASI-Wert ≤ 1,4 bei gleichem Wirkungsbereich W gemäß DIN Norm DIN EN 1317.
[0014] Durch die verringerte Höhe wird erreicht, dass die Sichtbehinderung für PKW-Fahrer
erheblich reduziert wird, wobei gleichzeitig eine Überquerung der Beton-Schutzwand
in Notfällen oder für Wartungsdienste der Straßenmeisterei vereinfacht ist. Die Verringerung
der Querschnittsfläche führt zu einer Ersparnis von ca. 70 t Beton pro km.
[0015] Der Betonkörper kann vorzugsweise mehrere Längsbewehrungen aufweisen. Diese Längsbewehrungen
bestehen beispielsweise aus Metallstangen mit einem Durchmesser von 10 bis 15 mm.
[0016] Zwischen dem Sockelteil und der Straßenoberfläche kann eine Zwischenlage, vorzugsweise
eine Kunststofffolie, angeordnet sein. Diese Zwischenlage verhindert ein Verzahnen
oder Verhaken der Beton-Schutzwand mit dem Untergrund, so dass im wesentlichen die
Trägheit der Masse der Beton-Schutzwand den Aufprall eines Fahrzeuges dämpft und nicht
eine Verankerung des Betonkörpers mit der Straßenoberfläche. Dadurch wird die maximale
Verzögerung, die auf Insassen eines Unfallfahrzeuges einwirken verringert.
[0017] Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass im Bereich des Übergangsabschnittes
ein vorzugsweise im Querschnitt kreisförmiger, sich in Längsrichtung kontinuierlich
erstreckender Hohlraum angeordnet ist. Insbesondere die bevorzugte kreisförmige Querschnittsform
führt ohne Verringerung der erforderlichen Festigkeit zu einer Reduktion der Querschnittsfläche
des Betonkörpers. Auf diese Weise ergibt sich eine weitere erhebliche Materialeinsparung,
ohne die sicherheitsrelevanten Eigenschaften der Beton-Schutzwand zu beeinträchtigen.
[0018] Der Hohlraum weist im Querschnitt einen Durchmesser von 150 bis 250 mm, vorzugsweise
200 mm, auf. Dies führt zu einer zusätzlichen Materialersparnis von 70 t Beton pro
km.
[0019] In Längsrichtung des Betonkörpers können in einem vorbestimmten Abstand vertikal
verlaufende Trennfugen zur Verminderung der Steifigkeit in Längsrichtung angeordnet
sein.
[0020] Dabei sind die Trennfugen vorzugsweise mit einem elastischen Material ausgefüllt.
[0021] Im Sockelteil sind in vorgegebenen Abständen, quer zur Längsrichtung verlaufende,
nach unten offene Entwässerungsrinnen angeordnet, die ein Ablaufen des Wassers von
einer Fahrbahnseite auf die andere ermöglichen.
[0022] Der Betonkörper kann in vorgegebenen seitlichen Abständen vertikal übereinanderliegende
Stufen als Überstiegshilfen aufweist. Auf diese Weise wird ein Übersteigen der Beton-Schutzwand
in Notfällen oder für Tätigkeiten der Straßenmeisterei erleichtert.
[0023] Der Hohlraum im Übergangsabschnitt und/oder im Sockelteil kann von einem Rohrprofilteil
begrenzt sein. Dieses Rohrprofilteil kann zu einer erheblichen Erhöhung der Festigkeitswerte
der Beton-Schutzwand beitragen.
[0024] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Längsbewehrungen insbesondere im Bereich
des Wandteils aus Rohren bestehen.
[0025] Der Wandteil kann eine strukturierte, vorzugsweise gewellte Oberfläche aufweisen,
die beispielsweise aus 3 bis 5 Bögen bestehen kann. Die gewellte Oberfläche führt
ebenfalls zu einer Materialersparnis. Die größere Oberfläche des Wandteils führt zu
einer höheren Reibung im Falle eines Aufpralls eines Fahrzeugs und damit zu einem
erhöhten Energieabbau. Dabei kann sich die leicht deformierbare Front eines Fahrzeugs
an das Oberflächen-Querschnittsprofil des Wandteils anpassen und auf diese Weise das
Fahrzeug besser in die gewünschte Richtung entlang der Schutzwand leiten.
[0026] Insbesondere verringert die strukturierte, insbesondere gewellte Oberfläche die Gefahr
des Aufsteigens eines gegen die Betonschutzwand aufprallenden Fahrzeuges und verhindert
damit einen Überschlag des Fahrzeugs.
[0027] Der Sockelteil kann einen rechteckigen Querschnitt mit einer Höhe von mindestens
100 mm aufweisen. In Verbindung mit einer vergrößerten Aufstandsbreite des Sockelteils
erniedrigt ein derartiges Sockelteil die Schwerpunktlage des Betonkörpers und verringert
dadurch die Kippgefahr der Beton-Schutzwand.
[0028] Nach einer Alternative ist vorgesehen, dass der Betonkörper an seiner Unterseite
einen in Längsrichtung verlaufenden Kanal aufweist, der mit einem Vorsprung einer
Fundamentplatte im Eingriff ist. Eine derartige Beton-Schutzwand kann dort eingesetzt
werden, wo nur eine begrenzte Verlagerung der Betonschutzwand im Falle eines Aufpralls
zulässig ist.
[0029] Zwischen dem Kanal und dem Vorsprung kann ein Dämpfungsmaterial angeordnet sein,
das beispielsweise aus Styropor oder einem anderen Kunststoffmaterial bestehen kann.
[0030] Die Fundamentplatte kann in die Straßenoberfläche ganz oder teilweise eingelassen
sein.
[0031] Im folgenden werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf
die Zeichnungen erläutert.
[0032] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung,
- Fig. 2
- ein zweites Ausführungsbeispiel mit verringerter Querschnittsfläche,
- Fig. 3
- ein Ausführungsbeispiel mit Entwässerungsrinne, sowie mit rohrförmigen Bewehrungen,
- Fig.4
- ein Ausführungsbeispiel mit gewellter Oberfläche des Wandteils,
- Fig. 5
- ein alternatives Ausführungsbeispiel zum Aufsetzen auf eine Fundamentplatte,
- Fig. 6
- eine geteilte Beton-Schutzwand,
- Fig. 7
- ein alternatives Ausführungsbeispiel mit gewellter Oberfläche des Wandteils,
- Fig. 8
- die New Jersey-Schutzwand, und
- Fig. 9
- eine Step-Schutzwand.
[0033] Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine einstückige Beton-Schutzwand mit einem
Betonkörper 1, mit einem Sockelteil 4, einem Übergangsabschnitt 6 und einem sich konisch
nach oben verjüngenden Wandteil 8. Der Sockelteil 4 weist senkrechte Seitenwände 5
auf, wobei der Sockelteil 4 eine im Querschnitt rechteckige Profilform aufweist. Die
Aufstandsbreite des Sockelteils 4 beträgt mehr als ca. 600 mm, vorzugsweise ca. 700
mm bei einer Höhe des Sockelteils von ca. 100 mm. Bei der Herstellung der Beton-Schutzwand
mit Hilfe eines Gleitschalungsfertigers, kann die Höhe des Sockelteils bedingt durch
Unebenheiten der Straßenoberfläche 2 variieren.
[0034] Der sich an den Sockelteil 4 nach oben anschließende Übergangsabschnitt 6 weist einen
gerundeten Übergang mit einem Übergangsradius von beispielsweise 250 mm zum Wandteil
8 auf, wobei der Neigungswinkel der Oberfläche des Übergangsabschnitts 6 zur Senkrechten
ca. 35° beträgt. Der Neigungswinkel des Wandteils 8 beträgt zur Senkrechten ca. 6°.
Die Breite des Wandteils 8 am oberen Ende beträgt ca. 210 mm, wobei die Gesamthöhe
des Betonkörpers 1 maximal ca. 1000 mm beträgt. Die Querschnittsfläche des Betonkörpers
1 beträgt im Ausführungsbeispiel der Fig. 10,384 m
2. Diese Profilform führt demzufolge zu einer Materialersparnis trotz Einhaltung der
Aufhaltestufe H4b nach DIN EN 1317 bei gleichzeitiger Einhaltung eines ASI-Wertes
≤ 1.4.
[0035] Die Beton-Schutzwand kann direkt auf eine Straßenoberfläche 2 aufgesetzt werden.
Alternativ kann eine Zwischenlage 14 vorzugsweise aus Kunststoff zwischen dem Sockelteil
4 und der Straßenoberfläche 2 vorgesehen sein.
[0036] Das Ausführungsbeispiel der Fig. 2 zeigt die Anordnung eines sich in Längsrichtung
erstreckenden Hohlraums 18, der einen kreisförmigen Querschnitt hat. Mit Hilfe dieses
vorzugsweise im Übergangsabschnitt 6 angeordneten Hohlraums 18 ist eine weitere Reduzierung
der Querschnittsfläche des Betonkörpers 1 auf 0,352 m
2 möglich, ohne die Festigkeitseigenschaften der Beton-Schutzwand negativ zu beeinflussen.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich können in vorgegebenen Abständen in Längsrichtung Trennfugen
27 von einer Breite von beispielsweise 10 bis 30 mm vorgesehen sein, die vorzugsweise
mit einem elastischen Material 29 ausgefüllt sind. Diese Trennfugen 27 führen zu einer
Verminderung der Steifigkeit der Beton-Schutzwand in Längsrichtung. Der gegenseitige
Abstand der Trennfugen 27 in Längsrichtung kann an die örtlichen Erfordernisse angepasst
werden. Fig. 2 zeigt die Trennungsfugen 27 in der Schnittebene.
[0037] Fig. 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem anstelle der Längsbewehrungen 10 Rohrprofile
24 als Längsbewehrungen eingesetzt sind. Sowohl die Längsbewehrungen 10 als auch die
Rohrprofile 24 bestehen vorzugsweise aus Metall, können aber auch aus einem anderen
Material, beispielsweise Kunststoff, insbesondere kohlefaserverstärktem Kunststoff
bestehen.
[0038] In ähnlicher Weise kann der Hohlraum 18 von einem dem Hohlraumquerschnitt angepassten
Rohrprofilteil 22 begrenzt sein. Auch dieses Rohrprofilteil 22 kann aus Metall oder
Kunststoff bestehen. Der Hohlraum 18 mit oder ohne Rohrprofilteil 22 kann auch für
Entwässerungsfunktionen oder für die Anordnung elektrischer Leitungen genutzt werden.
[0039] Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass der Hohlraum mit Schaumstoff ausgefüllt
ist.
[0040] Im Sockelteil 4 ist eine quer zur Beton-Schutzwand verlaufende Entwässerungsrinne
26 dargestellt, die einen Abfluss von Wasser von einer Seite der Beton-Schutzwand
auf die andere ermöglicht. Derartige Entwässerungsrinnen 26 können in einem frei wählbaren
Abstand entsprechend den örtlichen Anforderungen angeordnet sein.
[0041] Es versteht sich, dass der Hohlraum 18 mit oder ohne Rohrprofilteil 22 auch tiefer
bis in den Bereich des Sockelteils 4 oder auch höher bis in den Bereich des Wandteils
8 angeordnet sein kann.
[0042] In der Oberfläche des Übergangsabschnitts 6 und in dem Wandteil 8 können Stufen 25
als Überstiegshilfen eingelassen sein.
[0043] Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Beton-Schutzwand, deren Wandteil
8 eine gewellte Oberfläche aufweist. Die gewellte Oberfläche ist vorteilhaft, um im
Falle eines Aufpralls ein Aufsteigen eines Fahrzeugs und dessen möglichen Überschlag
zu verhindern. Die Querschnittsfläche beträgt ca. 0,361 m
2.
[0044] Fig. 5 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem die Beton-Schutzwand auf
einer in Längsrichtung kontinuierlich verlaufenden Fundamentplatte 28 aufliegt. Vorzugsweise
liegt die Unterkante des Betonkörpers 1 derart auf der Fundamentplatte 28 auf, dass
sie im wesentlichen bündig mit der Straßenoberfläche 2 bzw. mit der Zwischenlage 14
abschließt. In diesem Fall ist die Fundamentplatte 28 in die Fahrbahn versenkt eingelassen.
Die Fundamentplatte 28 weist einen Vorsprung 30 auf, der im Eingriff ist mit einem
in Längsrichtung verlaufenden Kanal 34 an der Unterseite des Betonkörpers 1. Zwischen
dem Vorsprung 30 und dem Kanal 34 kann ein Dämpfungsmaterial 32, z.B. Styropormaterial,
angeordnet sein. Die Querschnittsprofilform des Vorsprungs 30 ist der Querschnittsprofilform
des Kanals 34 angepasst.
[0045] Es versteht sich, dass die in den einzelnen Ausführungsbeispielen dargestellten Varianten
beispielsweise die unterschiedlichen Längsbewehrungen 10,24, die unterschiedlichen
Oberflächenprofilierung des Wandteils 8, die Anordnung eines Hohlraums 18 mit und
ohne Rohrprofilteil 22, sowie das Vorsehen von Stufen 25 oder Entwässerungsrinnen
26 auch bei den anderen gezeigten Ausführungsbeispielen sowie bei den bekannten New
Jersey-Schutzwänden oder Step-Schutzwänden gemäß Fign. 8 und 9 zur Anwendung kommen
können.
[0046] Fig. 6 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Profil des Betonkörpers 1 in seiner
vertikalen Symmetrieachse geteilt ist. Auf diese Weise ist es möglich, die beiden
Hälften des Betonkörpers 1a, 1b mit Abstand voneinander anzuordnen und den Zwischenraum
offen zu lassen, oder beispielsweise mit Erdreich 38 aufzufüllen, um eine Begrünung
40 an der Oberkante der Beton-Schutzwand vorzusehen. Bei diesem Ausführungsbeispiel
sind die Bewehrungen 10 in jedem Betonkörper 1a, 1b vorgesehen.
[0047] Alternativ kann der Zwischenraum zwischen den Hälften des Betonkörpers 1a,1b auch
mit einem Dämpfungsmaterial zur Energieaufnahme, beispielsweise einem Tongranulat
verfüllt sein.
[0048] Fig. 7 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit gewellter Oberfläche des Wandteils. Aufgrund
der Profilkontur am oberen Ende des Wandteils 8 (wie auch bei dem Ausführungsbeispiel
der Fig. 4) besteht die Möglichkeit, Schilder, Baken oder Lichtblenden 42 mit einer
beispielsweise formschlüssigen aufsteckbaren Klemmverbindung 44 auf die Betonschutzwand
aufzusetzen.
1. Beton-Schutzwand aus einem einstückigen, von einem Gleitschalungsfertiger hergestellten
Betonkörper (1,1a,1b) zum Aufstellen auf eine Straßenoberfläche (2), mit
- einem auf der Straßenoberfläche (2) aufliegenden Sockelteil (4),
- einem sich nach oben anschließenden Übergangsabschnitt (6), und
- einem sich an den Übergangsabschnitt (6) anschließenden nach oben konisch verjüngten
Wandteil (8),
dadurch gekennzeichnet,
- dass die Gesamthöhe des Betonkörpers (1) zwischen 950 und 1050 mm, vorzugsweise 1000 mm,
beträgt,
- dass das Verhältnis der Aufstandsbreite des Sockelteils (4) zu der Gesamthöhe des Betonkörpers
(1) mehr als 0,6, vorzugsweise 0,7, beträgt,
- wobei die Querschnittsfläche des Betonkörpers (1) weniger als 0,4 m2, vorzugsweise zwischen 0,33 und 0,39 m2, beträgt.
2. Beton-Schutzwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Sockelteil (4) und der Straßenoberfläche (2) eine Zwischenlage (14),
vorzugsweise eine Kunststofffolie angeordnet ist.
3. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Übergangsabschnitt (6) ein vorzugsweise im Querschnitt kreisförmiger, sich in
Längsrichtung kontinuierlich erstreckender Hohlraum (18) angeordnet ist.
4. Beton-Schutzwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (18) im Querschnitt einen Durchmesser zwischen 150 und 250 mm, vorzugsweise
200 mm, aufweist.
5. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Betonkörper (1) vorzugsweise mehrere Längsbewehrungen (10) aufweist.
6. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Betonkörper (1) in Längsrichtung in einem vorbestimmten Abstand vertikal verlaufende
Trennfugen (27) zur Verminderung der Steifigkeit in Längsrichtung aufweist.
7. Beton-Schutzwand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfugen (27) mit einem elastischen Material (29) ausgefüllt sind.
8. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Sockelteil (4) in vorgegebenen Abständen quer zur Längsrichtung verlaufende nach
unten offene Entwässerungsrinnen (26) angeordnet sind.
9. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Betonkörper (1) in vorgegebenen Abständen Stufen (25) als Überstiegshilfen aufweist.
10. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum (18) von einem Rohrprofilteil (22) begrenzt ist.
11. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsbewehrungen (10) aus Rohrprofilen (24) bestehen.
12. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandteil (8) eine strukturierte, vorzugsweise gewellte Oberfläche, aufweist.
13. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sockelteil (4) einen rechteckigen Querschnitt mit einer Höhe von mindestens 100
mm aufweist.
14. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Betonkörper (1) an seiner Unterseite einen in Längsrichtung verlaufenden Kanal
(34) aufweist, der mit einem Vorsprung (30) einer Fundamentplatte (28) im Eingriff
ist.
15. Beton-Schutzwand nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kanal (34) und dem Vorsprung (30) ein Dämpfungsmaterial (32) angeordnet
ist.
16. Beton-Schutzwand nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Fundamentplatte (28) in die Straßenoberfläche (2) ganz oder teilweise versenkbar
ist.
17. Beton-Schutzwand nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Breite des Wandteils (8) am oberen Ende zu der Gesamthöhe des
Betonkörpers (1) 0,18 bis 0,22, vorzugsweise 0,21, beträgt.
1. A concrete protection wall consisting of a one-pieced concrete body (1, 1a,1b) produced
by a slip-form paver, for placement on a road surface (2), comprising
- a base portion (4) resting on the road surface (2),
- a transition portion (6) adjoining the base portion in upward direction, and
- a wall portion (8) adjoining the transition portion (6) and conically tapering in
upward direction,
characterized in
- that the total height of the concrete body (1) is in the range from 950 to 1050 mm and
preferably is 1000 mm,
- that the ratio of the contact width of the base portion (4) relative to the total height
of the concrete body (1) is above 0.6 and preferably is 0.7,
- the cross-sectional area of the concrete body (1) being less than 0.4 m2 and preferably being in the range from 0.33 to 0.39 m2.
2. The concrete protection wall according to claim 1, characterized in that, between the base portion (4) and the road surface (2), an intermediate layer (14),
preferably a plastic film, is arranged.
3. The concrete protection wall according to claim 1 or 2, characterized in that a hollow space (18) of preferably circular cross section and continuously extending
in the longitudinal direction, is arranged in the transition portion (6).
4. The concrete protection wall according to claim 3, characterized in that the hollow space (18) has a cross-sectional diameter in the range from 150 to 250
mm, preferably a diameter of 200 mm.
5. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 4, characterized in that the concrete body (1) preferably comprises a plurality of longitudinal reinforcements
(10).
6. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the concrete body (1) comprises vertically extending split lines (27), arranged at
predetermined intervals in the longitudinal direction, for reducing the stiffness
in the longitudinal direction.
7. The concrete protection wall according to claim 6, characterized in that the split lines (27) are filled by an elastic material (29).
8. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 7, characterized in that downwardly open drainage grooves (26), arranged at predetermined intervals and transversely
to the longitudinal direction, are arranged in the base portion (4).
9. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 8, characterized in that the concrete body (1) comprises steps (25) as climb-over aids at predetermined distances.
10. The concrete protection wall according to any one of claims 4 to 9, characterized in that the hollow space (18) is delimited by a tubular profiled member (22).
11. The concrete protection wall according to any one of claims 2 to 10, characterized in that the longitudinal reinforcements (10) consist of tubular profiles (24).
12. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 11, characterized in that the wall portion (8) comprises a structured, preferably corrugated surface.
13. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the base portion (4) has a rectangular cross section with a height of at least 100
mm.
14. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 12, characterized in that the concrete body (1) on its bottom side comprises a channel (34) extending in the
longitudinal direction and engaging a projection (30) of a foundation plate (28).
15. The concrete protection wall according to claim 14, characterized in that a damping material (32) is arranged between the channel (34) and the projection (30).
16. The concrete protection wall according to claim 14 or 15, characterized in that the foundation plate (28) can be entirely or partially sunk into the road surface
(2).
17. The concrete protection wall according to any one of claims 1 to 16, characterized in that the ratio of the width of the wall portion (8) at the upper end relative to the total
height of the concrete body (1) is in the range of 0.18 to 0.22 and preferably is
0.21.
1. Paroi de protection en béton composée d'un corps en béton (1, 1a, 1b) d'une seule
pièce fabriqué par une machine à coffrage glissant, destinée à être mise en place
sur une surface de route (2), avec
- une partie de socle (4) reposant sur la surface de route (2),
- un tronçon de transition (6) se raccordant vers le haut, et
- une partie de paroi (8) se raccordant au tronçon de transition (6) et se rétrécissant
vers le haut en forme de cône,
caractérisée en ce que
- la hauteur totale du corps en béton (1) est comprise entre 950 et 1 050 mm, et est
de préférence égale à 1 000 mm,
- le rapport de la largeur d'appui de la partie de socle (4) à la hauteur totale du
corps en béton (1) est supérieur à 0,6, de préférence égal à 0,7,
- la surface de section transversale du corps en béton (1) est inférieure à 0,4 m2, de préférence comprise entre 0,33 et 0,39 m2.
2. Paroi de protection en béton selon la revendication 1, caractérisée en ce que, entre la partie de socle (4) et la surface de route (2), il est disposé une couche
intermédiaire (14), de préférence un feuillet en matière plastique.
3. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que, dans le tronçon de transition (6), il est disposé une cavité (18), de préférence
de section transversale circulaire, s'étendant de façon continue dans la direction
longitudinale.
4. Paroi de protection en béton selon la revendication 3, caractérisée en ce que la cavité (18) présente, dans la section transversale, un diamètre compris entre
150 et 250 mm, de préférence égal à 200 mm.
5. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le corps en béton (1) présente de préférence plusieurs armatures longitudinales (10).
6. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le corps en béton (1) présente, dans la direction longitudinale, des joints de séparation
(27) qui sont placés verticalement à un intervalle prédéfini et qui sont destinés
à réduire la rigidité dans la direction longitudinale.
7. Paroi de protection en béton selon la revendication 6, caractérisée en ce que les joints de séparation (27) sont remplis avec un matériau élastique (29).
8. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que, dans la partie de socle (4), il est disposé des rigoles de drainage (26) ouvertes
vers le bas placées à des intervalles prescrits transversalement à la direction longitudinale.
9. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que le corps en béton (1) présente, à des intervalles prescrits, des marches (25) en
tant qu'aides au franchissement.
10. Paroi de protection en béton selon une des revendications 4 à 9, caractérisée en ce que la cavité (18) est limitée par une partie de profilé tubulaire (22).
11. Paroi de protection en béton selon une des revendications 2 à 10, caractérisée en ce que les armatures longitudinales (10) sont composées de profilés tubulaires (24).
12. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que la partie de paroi (8) présente une surface structurée, de préférence ondulée.
13. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que la partie de socle (4) présente une section transversale rectangulaire d'une hauteur
d'au moins 100 mm.
14. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le corps en béton (1) présente sur son côté inférieur un canal (34) placé dans la
direction longitudinale qui est en prise avec une saillie (30) d'une plaque de fondation
(28).
15. Paroi de protection en béton selon la revendication 14, caractérisée en ce qu'un matériau d'amortissement (32) est disposé entre le canal (34) et la saillie (30).
16. Paroi de protection en béton selon la revendication 14 ou 15, caractérisée en ce que la plaque de fondation (28) peut être enfoncée totalement ou partiellement dans la
surface de route (2).
17. Paroi de protection en béton selon une des revendications 1 à 16, caractérisée en ce que le rapport de la largeur de la partie de paroi (8) au niveau de l'extrémité supérieure
à la hauteur totale du corps en béton (1) est de 0,18 à 0,22, de préférence égal à
0,21.
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