[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verarbeiten von Gartengut, Erdgut und
dergleichen mit einem drehbar gelagerten trommelförmigen Sieb, das über eine Antriebswelle
antreibbar ist, wobei eine Antriebsvorrichtung zum Antrieb der Antriebswelle vorgesehen
ist und die Antriebswelle zudem ein Rotationselement einer Zerkleinerungsvorrichtung
antreibt.
[0002] Im Stand der Technik sind grundsätzlich Sortier-, Reinigungsund Mischvorrichtungen
zum Gebrauch in der Industrie, der Bauwirtschaft, im Gartenbau oder der Landwirtschaft,
zur Aufbereitung von Schütt- und Abfallgütern sowie Landprodukten bekannt. Diese Vorrichtungen
werden in, verschiedenen Anwendungsfällen entsprechend, unterschiedlichsten Ausführungsformen
angeboten.
[0003] Aus der Offenlegungsschrift
DE 34 37 709 A1 ist bereits eine Sortier-, Reinigungs-, Misch- oder Zerkleinerungsvorrichtung bekannt,
bei der über eine Handkurbel oder einen Motor eine Trommel in Drehung versetzt werden
kann, die aus einem an der Stirnwand befestigten, mit einem entsprechenden austauschbaren
Sieb bespannten, Trommelgestell oder aus einer ebenfalls an der Stirnwand befestigten
austauschbaren Lochblechtrommel besteht. Die Funktion der Zerkleinerung des Schüttguts
wird jedoch nur durch die natürlich, während der Trommeldrehung auftretenden, auf
das Schüttgut ausgeübten Reibungskräfte zwischen den Schüttgutteilen, sowie zwischen
Schüttgut und Trommelwand, sowie durch Schwerkraft erreicht.
[0004] Aus der
DE 20 2005 010 025 U1 ist ein Holzhäcksler mit einem Antriebsmotor und ein mit einem Ventilator versehener
Holzschnitzeltrockner sowie ein Auswurfgebläse bekannt. Als Antriebsmotor ist ein
Dieselmotor vorgesehen, der zudem ein dem Häcksler nachgeordnetes Trommelsieb und
ein nachgeordnetes Auswurfgebläse mit Energie versorgt. Die Abwärme und das Abgas
des Dieselmotors werden dem Trommelsieb zur Trocknung der Holzschnitzel zugeführt.
Der unter dem Trommelsieb anfallende Staub wird von einem Förderband aufgefangen und
zwecks späterer Entsorgung in einen Container geführt. Diese Vorrichtung ist jedoch
entsprechend groß und somit für den privaten Anwendungsbereich in Gärten ungeeignet.
[0005] Aus der
SU 534256 ist weiters eine Reinigungsbürste für ein Trommelsieb bekannt.
[0006] Die
DE 10 2005 013 693 A1 offenbart einen Scheiben- oder Trommelrefiner zum Mahlen und Reinigen eines agglomerierten
Mischkunststoffs der für die Herstellung eines Faserstoffes verwendet wird.
[0007] Somit sind grundsätzlich Garten-Häcksler zum Zerkleinern von Pflanzenresten bekannt,
die etwa bei Baum- und Heckenschnitt entstehen, sowie größere und leistungsfähigere
Ausführungen im industriellen Anwendungsbereich. Das anschließende Sortieren, Reinigungen
oder Mischen bzw. ein davon unabhängiges Filtern von Erdgut erfordert jedoch insbesondere
im Anwendungsbereich in Gärten, wo keine Vorrichtungen wie sie im Bereich der industriellen
Anwendung bekannt sind eingesetzt werden eine weitere bereitzustellende Vorrichtung.
[0008] Den bekannten Vorrichtungen ist somit gemeinsam, dass sie für ihren jeweiligen Anwendungsbereich
vorteilhaft ausgebildet sind, im praktischen Einsatz jedoch, wenn die Funktionen sowohl
des Zerkleinerns als auch des Siebens von beispielsweise Garten-, Erdgut und dergleichen
erforderlich sind, zwei getrennte Geräte nötig sind.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung die sich aus dem Stand der Technik ergebenden
Nachteile getrennter Zerkleinerungs- und Siebvorrichtungen zu vermeiden und eine kompakte
Vorrichtung zu schaffen, mit welcher im Bedarfsfall Garten- und Erdgut sowohl zerkleinert
als auch gesiebt werden kann.
[0010] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass das Sieb auf einem frei auskragenden Ende der
Antriebswelle aufsteckbar ist. Aufgrund der erfindungsgemäßen Kombination einer Zerkleinerungsvorrichtung
und einer Siebvorrichtung ist vorteilhafterweise somit nur eine einzige Antriebsvorrichtung
erforderlich, wodurch sich erhebliche Synergieeffekte ergeben. Insbesondere sind die
Herstellungskosten der erfindungsgemäßen Kombination aus Sieb- und Zerkleinerungsvorrichtung
deutlich geringer als für zwei gesonderte Vorrichtungen. Ferner wird im Vergleich
zu zwei getrennten Vorrichtungen der Bedarf an Lagerraum deutlich reduziert, ebenso
wie das Gewicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Für den Einsatz außerhalb des Lagerraumes
ist somit nur eine einzige Vorrichtung zu transportieren, wodurch sich der Benutzer
beim händischen Transport Zeit und Mühe erspart. Weiters ist es vorteilhafterweise
möglich, mit der Zerkleinerungsvorrichtung verarbeitetes Gartengut, z.B. Zweige, Blätter,
etc., anschließend über die trommelförmige Siebvorrichtung sogleich zu sortieren.
Dadurch, dass das trommelförmige Sieb auf einem frei auskragenden Ende der Antriebswelle
aufsteckbar ist, kann das trommelförmige Sieb auf einfache Weise mit der Antriebswelle
- ohne Zuhilfenahme von Werkzeugen - im Bedarfsfall verbunden werden. Die bedarfsweise
Entnahme des Siebes kann somit einfach und rasch erfolgen. Dies ist z.B. auch vorteilhaft,
wenn die Zerkleinerungsvorrichtung ohne das trommelförmige Sieb verwendet werden soll,
insbesondere um bei einem Transport aus einem Lagerraum oder in den Lagerraum das
Gewicht der Vorrichtung zu reduzieren. Darüber hinaus stellt diese Ausführungsform
ein einfaches Mittel dar, zwischen trommelförmigen Sieben unterschiedlicher Sieblochdurchmesser
wechseln zu können.
[0011] Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist als Antriebsvorrichtung für den Antrieb
der Antriebswelle ein Elektromotor oder eine Verbrennungskraftmaschine vorgesehen.
Ein Elektromotor bietet dem Benutzer der erfindungsgemäßen Vorrichtung den Vorteil
der einfachen, im Wesentlichen wartungsfreien Handhabung, ohne der Notwendigkeit Brennstoff
zuführen zu müssen, während eine Verbrennungskraftmaschine von der Verfügbarkeit elektrischen
Stromes unabhängig, und somit ortsunabhängig betrieben werden kann. Die Motorleistung
wird an die zu erbringende Leistung der beiden Teilvorrichtungen bestehend aus Zerkleinerungsvorrichtung
und trommelförmigem Sieb werksseitig angepasst. Durch Betätigung z.B. eines Einschaltknopfes
oder Hauptschalters kann die Vorrichtung in ihren Betriebszustand versetzt werden.
In einer weiteren Ausprägung der Erfindung kann der Motor mit einstellbarer Drehzahl
ausgeführt werden, wobei ein Bedienelement den Benutzer in die Lage versetzt die zu
erbringende Leistung bedarfsweise zu ändern.
[0012] Vorteilhafter Weise ist zwischen einer Abtriebswelle der Antriebsvorrichtung und
der Antriebswelle ein Getriebe vorgesehen, um die Drehzahl des Motors an eine für
die beiden Teilvorrichtungen zweckmäßige Drehzahl anzupassen. Da zum Sieben und Häckseln
vergleichsweise niedrige Drehzahlen zweckmäßig sind, ist es somit günstig, wenn zwischen
dem Motor und der Antriebswelle der beiden Teilvorrichtungen ein Untersetzungsgetriebe
vorgesehen ist. Der Einsatzbereich der Zerkleinerungsvorrichtung umfasst insbesondere
die Zufuhr von dünneren Ästen oder Stauden, sodass über die nach dem Getriebe angeordnete
Antriebswelle eine zweckmäßige Antriebskraft aufgebracht werden kann; eine hohe Drehzahl
hingegen ist keinesfalls erforderlich. Ebenso wird das trommelförmige Sieb mit geringen
Drehzahlen betrieben um eine effiziente Sortierung des zugeführten Garten- bzw. Erdgutes
zu erreichen. Mit Hilfe des Untersetzungsgetriebes können diese Voraussetzungen somit
auf einfache Weise erfüllt werden, indem die Drehzahl reduziert und das für die beiden
Teilvorrichtungen nötige Drehmoment erhöht wird.
[0013] In einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Untersetzungsgetriebe derart ausgebildet,
dass es die Drehzahl der Antriebsvorrichtung auf 20 bis 60 U/min untersetzt.
[0014] Vorteilhafter Weise ist die Zerkleinerungsvorrichtung zwischen dem Getriebe und dem
trommelförmigen Sieb angeordnet, wodurch die Zufuhr des Pflanzengutes in die Zerkleinerungsvorrichtung
von oben oder seitlich ermöglicht wird und die Befüllung des um die horizontal liegende
Antriebswelle rotierenden Siebes vorteilhafter Weise und für den Benutzer auf bequeme
Weise von dem, dem Motor entgegengesetzten Ende vorgenommen werden kann. Der Motor
treibt somit beide Teilvorrichtungen über eine gemeinsame, sich vom Motor in eine
einzige Richtung erstreckende Antriebswelle an. Gegenüber einer Anordnung des Motors
zwischen den beiden Teilvorrichtungen ist somit nur ein einziges Getriebe und eine
vereinfachte Wellenlagerung erforderlich.
[0015] Wenn das trommelförmige Sieb eine vorzugsweise vollflächig ausgebildete Bodenfläche
mit einer zentralen Durchgangsöffnung für die Aufnahme der Antriebswelle aufweist,
wobei die Verbindung zwischen der Antriebswelle und der Bodenfläche vorzugsweise über
eine Nut/Passfeder-Verbindung erfolgt, wird einerseits über die der offenen Seite
des trommelförmigen Siebes entgegengesetzten Seite ein ungewolltes Austreten des zu
siebenden Schüttguts verhindert und andererseits der rotierenden, befüllten Trommel
die nötige mechanische Stabilität verliehen. Die Antriebswelle weist vorzugsweise
eine Passfeder auf um die Rotationsbewegung auf einfache Weise auf die Trommel zu
übertragen. Alternativ hierzu kann die Trommel einen Zapfen für einen Eingriff eine
einer entsprechenden Aufnahme in der Antriebswelle aufweisen. Hiedurch können vorteilhafterweise
aus einem Gehäuse herausragende rotierende Elemente vermieden werden, sofern das Sieb
während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung abgenommen ist.
Mit beiden Alternativen wird eine einfache Montage oder Demontage des trommelförmigen
Siebes ermöglicht, indem der Benutzer das trommelförmige Sieb einfach unter Krafteinwirkung
parallel zu der Rotationsachse des trommelförmigen Siebes bzw. parallel zur Antriebsachse
auf- bzw. einsteckt oder abzieht um die formschlüssige Verbindung herzustellen oder
zu lösen, und der nötige Widerstand gegenüber den bei der Vorrichtung auftretenden
Drehmomenten geboten.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Rotationselement der Zerkleinerungsvorrichtung,
vorzugsweise eine Fräswalze, formschlüssig, vorzugsweise über eine Welle/Nabe-Verbindung
mit einer Passfeder, mit der Antriebswelle drehfest verbunden. Diese Art der formschlüssigen
Verbindung ermöglicht eine konstruktiv einfache, zuverlässige Drehmomentübertragung.
Es hat sich somit überraschenderweise gezeigt, dass beide Teilvorrichtungen mit der
selben Drehzahl betrieben werden können, und somit kein gesondertes Getriebe vorgesehen
werden muss, um die Drehzahl des Rotationselements der Zerkleinerungsvorrichtung gegenüber
der Drehzahl der Siebvorrichtung zu erhöhen oder zu erniedrigen.
[0017] Hinsichtlich einer ruhigen, zuverlässigen Rotation der Antriebswelle, ist es günstig,
wenn die Antriebswelle zwischen dem Getriebe und der Zerkleinerungsvorrichtung, sowie
zwischen der Zerkleinerungsvorrichtung und dem trommelförmigen Sieb gelagert ist.
Die erfindungsgemäße Lagerung der Antriebswelle an zwei Stellen gewährleistet zugleich
hohe mechanische Stabilität und ruhigen Lauf der Vorrichtung. Bedingt durch das Gewicht
des in das Sieb eingebrachten Schüttguts, welches im Betriebszustand der Vorrichtung
ungleichmäßig über den Umfang des Siebes verteilt sein kann wirken unter diesen ungünstigen
Bedingungen transversale Kräfte auf die Antriebswelle die von den Lagern aufgenommen
werden. Da erfindungsgemäß gleichzeitig zur Befüllung des trommelförmigen Siebes der
Zerkleinerungsvorrichtung Pflanzenmaterial zugeführt werden kann, entstehen bei der
Zerkleinerung von mechanisch festem Material, wie Ästen, zusätzliche auf die Antriebswelle
wirkende transversale Kräfte, die zu den durch das trommelförmige Sieb verursachten
transversalen Kräften unkorreliert sind. Die bevorzugte Lagerung verhindert eine rotationsbedingte
mechanische Verformung der Antriebswelle und erhöht somit die Lebensdauer der Vorrichtung
und die Wartungsintervalle der Lagerung.
[0018] Zur Lagerung des Siebes im Bereich der vorderen Aufnahmeöffnung für Schüttgut ist
es hierbei vorteilhaft, wenn zumindest zwei drehbar gelagerte Rollen vorgesehen sind.
Diese Rollen können in eine Rille entlang des Umfanges des trommelförmigen Siebes
möglichst nahe der Aufnahmeöffnung eingreifen und reduzieren das durch das Gewicht
des Schüttguts entstehende Moment auf das Verbindungselement zwischen Antriebswelle
und der zentralen Durchgangsöffnung des Siebbodens. Die mindestens zwei Rollen sind
um den Umfang des trommelförmigen Siebes vorzugsweise so angeordnet, dass sie die
durch das Gewicht des Siebes entstehenden vertikalen Kräfte in größerem Ausmaß als
die durch Rotation und ungleichmäßige Befüllung entstehenden horizontalen Kräfte aufnehmen.
Vorzugsweise sind die am weitesten außen liegenden der mindestens zwei Rollen jeweils
in einem Winkel von höchstens 45° zu einer von einer gedachten Verlängerung der Antriebswelle
virtuellen vertikalen Linie angeordnet. Auf diese Weise wird der dem trommelförmigen
Sieb zusätzliche Stabilität verliehen. Zudem wird das Sieb über die Aufnahme der Rollen
in der umlaufenden Rille in axialer Richtung positioniert. Die Rollen sind vorzugsweise
aus Kunststoff oder Gummi gefertigt um im Vergleich zu metallischen Rädern die Geräuschentwicklung
gering zu halten.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist benachbart der zylindrischen
Oberfläche des trommelförmigen Siebes eine Reinigungsbürste vorgesehen, die sich mit
ihren Borsten zumindest teilweise durch die Öffnungen der Siebfläche in das Innere
des Siebes erstreckt. Die Borsten reinigen somit die Oberfläche des trommelförmigen
Siebes von gesiebtem an der Sieboberfläche haftendem Schüttgut und entfernen aus den
Löchern hervorstehendes oder die Löcher verklebendes Schüttgut zwecks Aufrechterhaltung
der Siebeigenschaft. Als Borstenmaterial kommt jedes natürliche oder künstliche Material
mit ausreichender Abriebfestigkeit und Biegesteifigkeit in Frage, welches vorzugsweise
trotz erfindungsgemäßer Bürstenfunktion die Oberfläche des trommelförmigen Siebes
nicht auf für den Benutzer erkennbare Weise zerkratzt. Die Reinigungsbürste soll mit
einfachen mechanischen Mitteln wie Klemm- oder Schnellspannvorrichtungen möglichst
ohne Verwendung von Werkzeugen montierbar und auswechselbar sein. Ferner können mehr
als eine Reinigungsbürste um die Oberfläche des zylindrischen Siebes mit gleichen
oder unterschiedlichen Bürsteigenschaften angeordnet sein. So können auch Bürsten
mit unterschiedlich langen oder biegefesten Borsten, oder alternativ vollflächige
Kunststoff- oder Gummistreifen bzw. -bänder zum Einsatz kommen.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Antriebsvorrichtung,
die Zerkleinerungsvorrichtung und das trommelförmige Sieb auf einem gemeinsamen, vorzugsweise
rahmenförmigen Gestell gelagert. Das gemeinsame Gestell ermöglicht die Montage und
den Betrieb der Teilvorrichtungen auf einer gemeinsamen Antriebswelle mit den hierfür
geforderten konstruktionsbedingten geometrischen Toleranzen. Für einfachen Transport
ist das Gestell gewichtsparend in Form eines metallischen Rahmens ausgeführt. Auf
dem Gestell sind weiters die Lager, die Rollen zum Eingriff in die Rille des trommelförmigen
Siebes und die Reinigungsbürste montiert.
[0021] Im folgenden wird die Erfindung anhand von nicht einschränkenden beispielhaften Ausführungen
der Vorrichtung, dargestellt in den beiliegenden Zeichnungen, beschrieben, in denen:
Fig. 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer perspektivischen Ansicht zeigt;
Fig. 2 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Seitenansicht zeigt;
Fig. 3 die erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Ansicht parallel zur Antriebswelle
von der offenen Seite des trommelförmigen Siebes zeigt;
Fig. 4 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung entlang der Schnittlinie
IV-IV in Figur 3 zeigt;
Fig. 4a eine schematische Darstellung der Vorrichtung mit den Komponenten Motor, Getriebe,
Wellenlagerungen, Zerkleinerungsvorrichtung, trommelförmiges Sieb inklusive Aufsteckvorrichtung
auf das frei auskragende Ende der Antriebswelle und Lagerung der Siebtrommel auf der
offenen Seite der Siebtrommel zeigt;
Fig. 5 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung entlang der Schnittlinie
V-V in Figur 2 zeigt;
Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung der zentralen Durchgangsöffnung der Bodenfläche
des trommelförmigen Siebes zur Aufnahme der Antriebswelle zeigt;
Fig. 7 eine Schnittansicht des trommelförmigen Siebes entlang der Schnittlinie VII-VII
in Figur 6 ist; und
Fig. 8 eine Detaildarstellung der Rille des trommelförmigen Siebes in vergrößertem
Maßstab zeigt.
[0022] In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 zum Verarbeiten von Garten- und Erdgut gezeigt,
die eine Zerkleinerungsvorrichtung 2 und ein trommelförmiges Sieb 3 aufweist. Die
Zerkleinerungsvorrichtung 2 ist gemeinsam mit dem trommelförmigen Sieb 3 auf einem
rahmenförmigen Gestell 4 angeordnet. In einem die Zerkleinerungsvorrichtung 2 aufnehmenden
Gehäuse 5 ist zudem eine Antriebsvorrichtung 6 (vgl. Fig. 4a) vorgesehen, über welche
sowohl die Zerkleinerungsvorrichtung 2 als auch das Sieb 3 angetrieben werden. Die
Bauhöhe des Gestells 4 erlaubt das Untersetzen von Behältern für die Aufnahme des
zerkleinerten Pflanzengutes sowie des gesiebten Schüttguts.
[0023] Die Zerkleinerungsvorrichtung 2 und das trommelförmige Sieb 3 sind, wie in den Figuren
2, 4, und 4a gezeigt, über eine gemeinsame Antriebswelle 7 miteinander verbunden.
Die Antriebswelle 7 ihrerseits wird über die Antriebsvorrichtung 6, die z.B. ein Elektromotor
oder Verbrennungsmotor sein kann, angetrieben. Zwischen einer Abtriebswelle 8, der
Antriebsvorrichtung 6 und der Antriebswelle 7 ist ein Getriebe 9 vorgesehen. Das Getriebe
9 ist ein Untersetzungsgetriebe und reduziert die vom Motor 6 vorgegebene Drehzahl
der Abtriebswelle 8 auf eine dem Anwendungsbereich der beiden Vorrichtungen 2 und
3 zweckmäßige Drehzahl von ca. 20 bis 60 U/min.
[0024] In der schematischen Darstellung gemäß Fig. 4a ist insbesondere ersichtlich, dass
die Zerkleinerungsvorrichtung 2, d.h. ein Häcksler, ein als Fräswalze ausgebildetes
Rotationselement 10 aufweist, das über eine Welle/Nabe-Verbindung 11 mit der Antriebswelle
7 über eine Passfeder drehfest verbunden ist. Das zu zerkleinernde Pflanzengut wird
durch eine Öffnung 2a (vgl. Fig. 1) zugeführt. Die Antriebswelle 7 ist mit einem Lager
12, zwischen dem Getriebe 9 und der Zerkleinerungsvorrichtung 2, sowie, zwischen letzterer
und dem trommelförmigen Sieb 3 mit einem Lager 13 gelagert. Am auskragenden Ende 14
der Antriebswelle 7 ist zur drehfesten Verbindung mit dem trommelförmigen Sieb 3 eine
Nut/Passfeder-Verbindung 15 vorgesehen.
[0025] Das trommelförmige Sieb 3 wird auf das Ende 14 der Antriebswelle 7 aufgesteckt und
über eine formschlüssige Verbindung an dieser gehalten. Eine beispielshafte Ausführungsform
des Querschnittes der zentralen Durchgangsöffnung 16 in der vorzugsweise vollflächig
ausgebildeten Bodenfläche des trommelförmigen Siebes 3 ist in Fig. 6 dargestellt.
Die Bodenfläche weist vorzugsweise vier Nuten 17a-d zur Aufnahme der entsprechenden
Passfedern (nicht dargestellt) auf. Das die Durchgangsöffnung 16 enthaltende, in vergrößertem
Maßstab dargestellte, Element 18 der Bodenfläche des trommelförmigen Siebes 3 ist
fest mit dem die Sieblöcher 19 enthaltenden Siebmantel verbunden.
[0026] Das Sieb 3 ist an seinem offenen Ende mit wenigstens zwei Rollen 20 und 20a gestützt.
Wie in Fig. 2 gezeigt greifen die Rollen 20, 20a in eine am offenen Ende des trommelförmigen
Siebes 3 umfangsseitig verlaufende Rille 21 ein. Die drehbar gelagerten Rollen sind
wie exemplarisch mit Rolle 20 dargestellt am Rahmen 4 befestigt und vorzugsweise einfach
ohne Benutzung von Werkzeugen montierbar.
[0027] Wie in Fig. 3 und 5 ersichtlich, ist entlang der Unterseite des trommelförmigen Siebes
3 eine Reinigungsbürste 22 für die Reinigung der Sieboberfläche angeordnet, wodurch
die Verstopfung der Löcher 19 verhindert wird. Die Borsten 23 der Reinigungsbürste
22 dringen hierzu während der Rotation des Siebes 3 in dessen Löcher 19 ein. Zur Säuberung
der gesamten Oberfläche des Siebes 3 erstreckt sich die Reinigungsbürste 22 im Wesentlichen
parallel zur Rotationsachse über die ganze Länge des Siebes. Zudem ist ein im Wesentlichen
parallel zur Rotationsachse des trommelförmigen Siebes 3 und in dessen Nähe angeordnetes
Leitblech 24 vorgesehen, sodass seitlich aus dem Sieb austretendes ausgesiebtes Schüttgut
unter das Sieb geleitet werden kann.
[0028] Das trommelförmige Sieb 3 wird über eine Aufnahmeöffnung 25 in Richtung des in Fig.
2 dargestellten Pfeiles A mit Schüttgut befüllt. Durch die Rotation des Siebes 3 wird
jener Teil des Schüttguts, der aufgrund seiner geometrischen Abmessungen die Löcher
19 passieren kann ausgesiebt, während der Rest des Schüttguts in der Trommel verbleibt
bis er vom Benutzer entnommen wird. Das ausgesiebte Schüttgut fällt zu Boden und kann
in einem unterhalb des Siebes 3 aufgestellten Behälter (nicht dargestellt) gesammelt
werden.
1. Vorrichtung (1) zum Verarbeiten von Gartengut, Erdgut und dergleichen mit einem drehbar
gelagerten trommelförmigen Sieb (3), das über eine Antriebswelle (7) antreibbar ist,
wobei eine Antriebsvorrichtung (6) zum Antrieb der Antriebswelle (7) vorgesehen ist
und die Antriebswelle (7) zudem ein Rotationselement (10) einer Zerkleinerungsvorrichtung
(2) antreibt, dadurch gekennzeichnet, dass das Sieb (3) auf einem frei auskragenden Ende (14) der Antriebswelle (7) aufsteckbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebsvorrichtung (6) ein Elektromotor oder eine Verbrennungskraftmaschine
vorgesehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer Abtriebswelle (8) der Antriebsvorrichtung (6) und der Antriebswelle
(7) ein Getriebe (9) vorgesehen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Getriebe (9) ein Untersetzungsgetriebe, das die Drehzahl der Antriebsvorrichtung
(6) auf 20 bis 60 U/min untersetzt, vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Getriebe (9) und dem Sieb (3) die Zerkleinerungsvorrichtung (2) angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorzugsweise vollflächig ausgebildete Bodenfläche des Siebes (3) eine zentrale
Durchgangsöffnung (16) zur Ausnahme der Antriebswelle (7), vorzugsweise über eine
Passfeder-Verbindung (15), aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotationselement (10), vorzugsweise eine Fräswalze, formschlüssig, vorzugsweise
über eine Welle/Nabe-Verbindung (11) mit einer Passfeder, mit der Antriebswelle (7)
drehfest verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (7) zwischen Getriebe (9) und Zerkleinerunsvorrichtung (2) sowie
Zerkleinerungsvorrichtung (2) und Sieb (3) gelagert ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei drehbar gelagerte Rollen (20, 20a) zur Lagerung des Siebes (3) im
Bereich einer vorderen Aufnahmeöffnung (25) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass benachbart einer zylindrischen Siebfläche des Siebes (3) eine sich mit ihren Borsten
(23) zumindest teilweise durch Öffnungen (19) in der zylindrischen Siebfläche ins
Innere erstreckende Reinigungsbürste (22) vorgesehen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung (6), die Zerkleinerungsvorrichtung (2) und das Sieb (3) auf
einem gemeinsamen, vorzugsweise rahmenförmigen, Gestell (4) gelagert sind.
1. A device (1) for processing garden items, soil items and the like having a rotatably
supported drum-shaped screen (3) which is drivable via a driving shaft (7), wherein
a driving device (6) for driving the driving shaft (7) is provided and the driving
shaft (7) also drives a rotation element (10) of a grinder (2), characterised in that the screen (3) may be fit onto a freely cantilevering end (14) of the driving shaft
(7).
2. The device according to claim 1, characterised in that an electric motor or a combustion engine is provided as the driving device (6).
3. The device according to claim 1 or 2, characterised in that a gear unit (9) is provided between an output shaft (8) of the driving device (6)
and the driving shaft (7).
4. The device according to claim 3, characterised in that a reduction gear unit which reduces the speed of the driving device (6) to 20 to
60 rpm is provided as the gear unit (9).
5. The device according to claim 3 or 4, characterised in that the grinder (2) is arranged between the gear unit (9) and the screen (3).
6. The device according to any one of claims 1 to 5, characterised in that a preferably full-faced bottom surface of the screen (3) has a central through hole
(16) for receiving the driving shaft (7), preferably via a keyed joint (15).
7. The device according to any one of claims 1 to 6, characterised in that the rotation element (10), preferably a milling drum, is connected to the driving
shaft (7) non-rotatably in a form-fit manner, preferably by means of a shaft-hub joint
(11) having a key.
8. The device according to any one of claims 3 to 7, characterised in that the driving shaft (7) is supported between the gear unit (9) and the grinder (2)
as well as between the grinder (2) and the screen (3).
9. The device according to any one of claims 1 to 8, characterised in that at least two rotatably supported rolls (20, 20a) for supporting the screen (3) are
provided in the region of a front receiving opening (25).
10. The device according to any one of claims 1 to 9, characterised in that adjacent to a cylindrical screen surface of the screen (3), a cleaning brush (22)
is provided, with its bristles (23) extending at least partially into the interior
through openings (19) in the cylindrical screen surface.
11. The device according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the driving device (6), the grinder (2) and the screen (3) are supported on a common,
preferably frame-shaped stand (4).
1. Dispositif (1) permettant le traitement des produits du jardin, de la terre et similaire,
comportant un crible (3) en forme de tambour monté rotatif et actionnable au moyen
d'un arbre d'entraînement (7), un dispositif d'entraînement (6) pour l'actionnement
de l'arbre d'entraînement (7) étant prévu et ledit arbre d'entraînement (7) actionnant,
en plus, un élément rotatif (10) d'un dispositif de broyage (2), caractérisé en ce que le crible (3) est propre à être enfiché sur une extrémité (14) en porte-à-faux de
l'arbre d'entraînement (7).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (6) est prévu sous la forme d'un moteur électrique ou
d'un moteur à combustion interne.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un engrenage (9) est prévu entre un arbre de sortie (8) du dispositif d'entraînement
(6) et l'arbre d'entraînement (7).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'engrenage (9) est prévu sous la forme d'un réducteur de vitesse qui diminue la
vitesse de rotation du dispositif d'entraînement (6) de 20 à 60 tr/min.
5. Dispositif selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le dispositif de broyage (2) est disposé entre l'engrenage (9) et le crible (3).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'un fond du crible (3), réalisé de préférence sur toute la surface, comporte une ouverture
de passage (16) centrale destinée à recevoir l'arbre d'entraînement (7), de préférence
par l'intermédiaire d'un assemblage à clavette (15).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'élément rotatif (10), de préférence un tambour de fraisage, est relié par conjugaison
de forme, de préférence par un assemblage arbre/moyeu (11) avec une clavette, de manière
solidaire en rotation à l'arbre d'entraînement (7).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement (7) est monté entre l'engrenage (9) et le dispositif de broyage
(2), ainsi qu'entre le dispositif de broyage (2) et le crible (3).
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins deux rouleaux (20, 20a) montés rotatifs pour le montage du crible
(3) dans la zone d'une ouverture de réception (25) avant.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'au voisinage d'une surface cylindrique de criblage du crible (3), il est prévu une
brosse de nettoyage (22) munie de poils de brosse (23) et s'étendant vers l'intérieur
au moins en partie à travers des orifices (19) dans la surface de criblage cylindrique.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement (6), le dispositif de broyage (2) et le crible (3) sont
montés sur un châssis (4) commun, de préférence en forme de cadre.