[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzplanke nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Eine derartige Schutzplanke ist aus
EP 1 722 037 B1 bekannt. Derartige Schutzplanken werden teilweise auch als Verkehrs-Leit-Einrichtungen
bezeichnet. Hierbei handelt es sich um identische Gegenstände. Der Profilstahlpfosten
weist dabei einen Flansch an seiner dem Schutzplankenholm zugewandten vorderen Seite
auf, wobei an dem Flansch vorne der Befestigungsbügel angeordnet ist. Wenn der Pfosten
beim Aufprall eines Fahrzeugs verbogen wird, besteht die Gefahr, dass der Befestigungsbügel
aus dem vorderen Flansch gerissen und damit das Zugglied wirkungslos wird.
[0003] Ferner ist aus
EP 1 816 263 B1, die den nächsten Stand der Technik bildet, eine einfache Distanzschutzplanke bekannt,
bei der an dem von dem Schutzplankenholm abgewandten hinteren Ende des Abstandshalters
eine Lasche zur Befestigung eines Abspanngurtes vorgesehen ist, wobei der Abspanngurt
durch miteinander verbundene Gewindestäbe ersetzt ist. Damit wird jedoch keine wesentliche
Verbesserung der Rückhaltefähigkeit der Schutzplanke erreicht.
[0004] Aus der
EP 2 050 876 A1 ist ein Fahrzeug-Rückhaltesystem bekannt, dessen Schutzplanke über Distanzhalter
von Pfosten getragen wird. Ein Spanngurt ist rückseitig an den Distanzhaltern befestigt.
Die Distanzhalter sind über U-förmige Verbindungsklauen an den Pfosten festgelegt.
Die Verbindungsklauen sind seitlich mit Schraubbolzen und -muttern an den Distanzhaltern
befestigt.
[0005] Die
EP 1 921 211 A1 offenbart eine Verkehrs-Leit-Einrichtung, die eine an Stützen befestigte Leitplanke
umfasst. Zur Stabilisierung der Stützen sind über der Leitplanke zwei Zug-Anker an
den Stützen angebracht. Bei den Zug-Ankern handelt es sich um Gewindestäbe.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schutzplanke hoher Schutzwirkung bereitzustellen,
welche insbesondere durch Nachrüsten bereits bestehender Schutzplanken geschaffen
werden kann.
[0007] Dies wird erfindungsgemäß durch die im Anspruch 1 gekennzeichnete Schutzplanke erreicht.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung wiedergegeben.
[0008] Nach der Erfindung weist der Profilstahlpfosten einen von dem Schutzplankenholm abgewandten,
äußeren oder hinteren Flansch auf. Der Befestigungsbügel weist einen mittleren Abschnitt
zur Aufnahme des Gewindestabs und beiderseits des mittleren Abschnitts je einen mit
dem äußeren Flansch des Pfostens verschraubbaren Endabschnitt auf.
[0009] Damit wird eine erhebliche Verbesserung der Schutzwirkung erreicht, da sich die Pfosten
mit ihrer Rückseite an den Gewindestäben bei einem Aufprall abstützen. Die Deformation
der Pfosten bei einem Aufprall ist damit wesentlich herabgesetzt, obgleich die Schutzplankenholme
stärker eingedrückt werden können. Da die Pfosten weniger deformiert und damit weniger
in Aufprallrichtung verbogen werden, hält di erfindungsgemäße Schutzplanke insgesamt
einem Aufprall viel besser Stand.
[0010] Zudem weist die erfindungsgemäße Schutzplanke standardmäßige Abstandshalter auf,
die zur Befestigung an dem Pfosten mit einem Schenkel versehen sind, der mit dem äußeren
Flansch des Pfostens verschraubbar ist.
[0011] Die Abstandshalter sind durch ihre Befestigung an dem Schutzplankenholm und ihre
Ausbildung so ausgelegt, dass bei einem Aufprall der Schutzplankenholm nach oben geschwenkt
wird, sodass auch größere Fahrzeuge entlang dem Holm gleiten können, bis sie zum Stehen
können.
[0012] Der an dem Pfosten angeschraubte Schenkel an dem Abstandshalter wird beim Aufprall
dann verbogen, wobei er die Schwenkachse für das Hochschwenken des Schutzplankenholms
bildet.
[0013] Die Verschraubung des Schenkels des Abstandshalters mit dem Pfosten wird erfindungsgemäß
genutzt, um mit dieser Schraube den Befestigungbügel mit dem einen Endabschnitt an
dem äußeren Flansch des Pfostens zu befestigen. Damit können erfindungsgemäß bereits
bestehende Schutzplanken in einfacher Weise nachgerüstet werden.
[0014] Der zweite, untere Endabschnitt des Befestigungsbügels wird vorzugsweise unter dem
Schenkel des Abstandshalters mit dem äußeren Flansch des Pfostens verschraubt. Er
ist also an der Außenseite des äußeren Flansches angeordnet.
[0015] Als Pfosten werden vorzugsweise Pfosten mit einem Sigma-Profil verwendet, die außer
dem von dem Schutzplankenholm abgewandten, äußeren Flansch einen zweiten, dem Schutzplankenholm
zugewandten, inneren oder vorderen Flansch besitzen.
[0016] Der zweite, untere Endabschnitt des Befestigungsbügels wird dabei mit einer Schraube
verschraubt, die sowohl den äußeren wie den inneren Flansch des Pfostens durchsetzt.
[0017] Diese Schraube kann darüber hinaus zur Versteifung des Pfostens genutzt werden, um
zu verhindern, dass der Pfosten bei einem Aufprall abgerissen wird. Dazu können beispielsweise
auf die Schraube zwei Muttern aufgeschraubt werden, die sich jeweils an der Innenseite
des äußeren Flansches und an der Innenseite des inneren Flansches des Pfostens abstützen.
Vorzugsweise durchragt die Schraube jedoch eine Distanzhülse, die sich zwischen der
Innenseite des äußeren Flansches und der Innenseite des inneren Flansches des Pfostens
erstreckt.
[0018] Der Schenkel an dem Abstandshalter, mit dem der eine Endabschnitt des Befestigungsbügels
verschraubt ist, wird vorzugsweise durch eine Klam mer gebildet, wie sie standardmäßig
zur Befestigung des Abstandshalters an den Profilpfosten, insbesondere den Sigma-Pfosten
einer Schutzplanke verwendet wird. Der zweite Schenkel dieser Klammer wird vorzugsweise
mit dem inneren Flansch des Profilpfostens verschraubt. Dabei ist die Verschraubung
so ausgelegt, dass sie beim Hochschwenken des Abstandshalters bei einem Aufprall ausreißt.
[0019] Die Wirksamkeit des aus den Gewindestäben gebildeten Zuggliedes wird durch das Ausreißen
dieser Verschraubung an der Aufprallstelle nicht beeinträchtigt und damit auch nicht
das Rückhaltevermögen der Schutzplanke.
[0020] Der Befestigungsbügel, der vorzugsweise aus Flachstahl besteht, übergreift vorzugsweise
mehrere Gewindegänge des Gewindestabs. Das heißt, der Bügel ist als Schelle ausgebildet
und weist beispielsweise eine Breite von 20 bis 70 mm auf. Der Befestigungsbügel besitzt
damit einen Versagungswiderstand, der deutlich höher ist als beispielsweise der eines
Bügels aus einem gebogenen Rundstab.
[0021] Der Befestigungsbügel weist beiderseits des bogenförmigen Abschnitts, der den Gewindestab
aufnimmt, jeweils einen Endabschnitt auf, die flächig aufliegen, und zwar der obere
Endabschnitt vorzugsweise an dem äußeren Schenkel der Klammer und der untere Endabschnitt
vorzugsweise darunter an der Außenseite des äußeren Flansches des Pfostens.
[0022] Der als Schelle ausgebildete Befestigungsbügel macht die dynamische Bewegung des
Gewindestabs mit. Er baut die Kräfte bzw. Energie des Aufpralls sukzessive ab, weil
er flexibel und nicht starr ist. Damit hat der aus Flachstahl bestehende Befestigungsbügel
einen Art Federwirkung.
[0023] Der bogenförmige Abschnitt des Bügels ist mit einem dem Durchmesser des Gewindestabs
entsprechenden Kreisdurchmesser ausgebildet.
[0024] Weil erfindungsgemäß der Gewindestab frei, flexibel und dynamisch beweglich ist,
kann er die Energie und die Kräfte des Aufpralls aufnehmen und weiterleiten. Die Verformung
des Gewindestabs wird nicht eingeschränkt oder blockiert, vielmehr ist eine flexible
Bewegung je nach den einwirkenden Kräften, also eine dynamische Verformung und Weiterleitung
der Aufprallkräfte durch den Gewindestab möglich. Dadurch ist bei der erfindungsgemäßen
Schutzplanke die Deformation der Pfosten bei einem Aufprall wesentlich geringer, selbst
wenn der Schutzplankenholm stark eingedrückt worden ist. Da die Pfosten weniger deformiert
und damit weniger in Aufprallrichtung gebogen werden, hält die erfindungsgemäße Schutzplanke
insgesamt einem Aufprall wesentlich besser Stand.
[0025] Wie bei Distanzschutzplanken üblich, weist der Abstandshalter an seinem von dem Schutzplankenholm
abgewandten, hinteren Ende eine Lasche zur Befestigung eines Abspanngurtes auf. Damit
bleibt die Wirkung des Abspanngurtes neben der Wirkung des aus den Gewindestäben gebildeten
Zuggliedes in vollem Umfang erhalten.
[0026] Die Schutzplankenholme, die Abstandhalter und die Pfosten werden vorzugsweise aus
Stahlprofilen gebildet, insbesondere feuerverzinkten Stahlprofilen, und zwar insbesondere
aus einem W-Profil für die Holme und einem Profil mit vorzugsweise einem oberen und
einem unteren Flansch für die Abstandshalter, wie bei den heutzutage verbauten Distanzschutzplanken
üblich.
[0027] Dabei kann die Distanzschutzplanke als einfache Distanzschutzplanke mit in den Boden
gerammten Pfosten ausgebildet sein, als einfache Distanzschutzplanke auf Brücken und
anderen Ingenieurbauwerken, als doppelte Distanzschutzplanke mit in den Boden gerammten
Pfosten oder als doppelte Distanzschutzplanke auf Brücken und anderen Ingenieurbauwerken.
[0028] Die Pfosten können auf einer Bodenplatte befestigt sein, beispielsweise einem Betonfundament,
z. B. verschraubt oder in den Boden eingelassen, um sie am Boden zu befestigen und
abzustützten.
[0029] Als Gewindestäbe für das Zugglied werden vorzugsweise Gewindestäbe aus Stahl verwendet,
wie sie z. B. standardmäßig in der Bewehrungs- und Geotechnik zum Einsatz kommen.
Diese Gewindestäbe weisen ein Grobgewinde mit Abflachungen auf gegenüberliegenden
Seiten auf.
[0030] Der Durchmesser der Gewindestäbe kann beispielsweise 12 bis 40 mm betragen, die Höhe
der Gewinderippen beispielsweise 0,6 bis 4 mm und der Abstand der Gewinderippen voneinander
beispielsweise 0,5 bis 2,5 cm von Rippenmitte zu Rippenmitte. Dabei kann z. B. ein
im Handel erhältlicher Stahlgewindestab verwendet werden, der beispielsweise eine
Streckgrenze von 200 bis 800 N/mm2 und eine Zugfestigkeit von 300 bis 1200 N/mm2 aufweist.
[0031] Als Gewindestab kann auch ein Glattstab verwendet werden, der an den Endbereichen
mit einem Gewinde versehen ist.
[0032] Die Gewindestäbe werden vorzugsweise mit Schraubmuffen zu einem endlos schraubbaren
Zugglied verbunden. Die Schraubmuffe hält die zu verbindenden Gewindestäbe zusammen.
Durch Kontermuttern beiderseits jeder Schraubmuffe kann ein Herausziehen der Gewindestäbe
aus der Schraubmuffe verhindert werden. Die Kontermuttern reduzieren das Gewindespiel,
also die Bewegung der Gewindestäbe in der Schraubmuffe. Sie dienen als Lagesicherung.
[0033] Der Abstandshalter kann eine Länge von beispielsweise 20 bis 100 cm, insbesondere
30 bis 50 cm aufweisen. Die Pfosten können, wie üblich, in einem Abstand von 1 bis
4 Meter angeordnet sein.
[0034] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung beispielhafte näher
erläutert.
[0035] Darin zeigen, jeweils schematisch:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer herkömmlichen Schutzplanke, die erfindungsgemäß
nachgerüstet worden ist;
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht eines Teils der Schutzplanken nach Figur 1;
- Figur 3
- eine Seitenansicht des an dem Pfosten befestigten Befestigungsbügels; und
- Figur 4
- eine Draufsicht auf den Befestigungsbügel nach Figur 3.
[0037] Die Schutzplanke 1 ist am Fahrbahnrand 2 einer Fahrbahn 3 angebracht. An der der
Fahrbahn 3 zugewandten, vorderen Seite der Schutzplanke 1 sind die Schutzplankenholme
4 angeordnet, die mit Abstandshaltern 5 an Pfosten 6 befestigt sind, die in den Boden
am Fahrbahnrand 2 eingelassen sind, um sie abzustützen und zu befestigen. An ihrer
von der Fahrbahn 3 abgewandten Seite sind die Pfosten 6 durch Abspanngurte 7 miteinander
verbunden.
[0038] Der Abstandshalter 5 besteht aus einem gebogenen Stahlblechteil. Er weist an seinem
oberen Rand einen Steg 8 und an seinem unteren Rand einen Steg 9 und dazwischen einen
plattenförmigen Abschnitt 10 auf.
[0039] Der Schutzplankenholm 4 wird durch eine Standard-Leitplanke gebildet. Das heißt,
er weist eine zur Fahrbahn hin offene Längsnut 12 auf. An dem plattenförmigen Abschnitt
10 des Abstandshalters 5 ist eine Lasche 13 vorgesehen, um die Leitplanke im Bereich
des Bodens der Nut 12 mit einer Schraube 14 mit dem Abstandshalter 5 zu verbinden.
Die Stege 8, 9 liegen oberhalb bzw. unterhalb der Längsnut 12 an der Innenseite des
Schutzplankenholms 4 an.
[0040] Die Pfosten 6 bestehen aus Profilstahl, und zwar einem Sigma-Profil. Das heißt, sie
weisen einen von dem Schutzplankenholm 4 abgewandten, äußeren oder hinteren Flansch
15 und einen dem Schutzplankenholm 4 zugewandten inneren Flansch 16 auf.
[0041] Der Abstandshalter 5 ist mit einer Klammer 17 an dem Pfosten 6 befestigt. Wie insbesondere
aus Figur 2 ersichtlich, weist die Klammer 17 dazu einen äußeren Schenkel 18 auf,
der an der Außenseite des äußeren Flansches 15 des Pfostens 6 flächig anliegt, sowie
einen inneren Schenkel 19, der an der Außenseite des inneren Flansches 16 des Pfostens
6 flächig anliegt. Zwischen den beiden Schenkeln 18 und 19 weist die einteilige Klammer
17 einen plattenförmigen Zwischenabschnitt 20 auf, der an dem plattenförmigen Abschnitt
10 des Abstandshalters 5 flächig anliegt und mit diesem durch Schrauben 21 drehfest
verbunden ist. An dem oberen Ende der beiden Schenkel 18, 19 sind nach innen gebogene
Laschen 23, 24 vorgesehen, die die obere Kante des Flansches 15 bzw. 16 des Pfostens
6 übergreifen.
[0042] Der äußere Schenkel 18 der Klammer 17 ist mit einer Schraube 25 an dem äußeren Flansch
15 des Pfostens 6 befestigt und der innere Schenkel 19 mit einer Schraube 26 an dem
inneren Flansch 16.
[0043] Der Abspanngurt 7 ist an einer Lasche 27 des Abstandshalters 5 mit einer Schraube
28 befestigt.
[0044] Insoweit entspricht die Schutzplanke 1 im Wesentlichen einer Schutzplanke, wie sie
heutzutage an Straßen verbaut ist.
[0045] Gemäß Figur 1 weist die nachgerüstete Schutzplanke 1 ein Zugglied 29 aus mit Schraubmuffen
32 verbundenen Gewindestäben 30 auf, welche mit Befestigungsbügeln 33 an der Außenseite
der äußeren Flansche 15 der Pfosten 6 befestigt sind.
[0046] Der Befestigungsbügel 33 ist als einteilige Schelle ausgebildet. Das heißt, er besteht
aus Flachstahl und weist eine Breite b (Figur 4) von beispielsweise 20 bis 70 mm auf,
sodass er sich über mindestens zwei Gewindegänge des Gewindestabes 30 erstreckt. Die
Dicke d (Figur 3) des Flachstahls kann beispielsweise 2 bis 6 mm betragen.
[0047] Der Befestigungsbügel 33 besteht aus einem mittleren U-förmigen Abschnitt 34 und
zwei Endabschnitten 35, 36.
[0048] Der mittlere Abschnitt 34 setzt sich, wie insbesondere aus Figur 3 ersichtlich, aus
einem bogenförmigen Abschnitt 37 und zwei im Wesentlichen planparallelen Abschnitten
38, 39 zusammen, die den bogenförmigen Abschnitt 37 mit dem einen bzw. anderen Endabschnitt
35, 36 verbinden. Der bogenförmige Abschnitt 37, der einen Innendurchmesser D aufweist,
der dem Außendurchmesser des Gewindestabs 30 entspricht, erstreckt sich über einen
Winkel a von mehr als 180°C, also beispielsweise 210° um den Umfang des Gewindestabs
30.
[0049] Die Endabschnitte 35 und 36 des Befestigungsbügels 33 verlaufen im Wesentlichen senkrecht
zu den Abschnitten 38, 39 des U-förmigen Abschnitts 34. Dabei liegt der sich von dem
U-förmigen Abschnitt 34 nach oben erstreckende Endabschnitt 35 an der Außenseite des
äußeren Schenkels 18 der Klammer 17 flächig an, während sich der von dem U-förmigen
Abschnitt 34 nach unten erstreckende Endabschnitt 36 an der Außenseite des äußeren
Flansches 15 des Pfostens 6 flächig anliegt, wie insbesondere aus Figuren 2 und 3
ersichtlich.
[0050] Durch die parallelen Abschnitte 35 und 36 des U-förmigen Abschnitts 34 des Befestigungsbügels
33 ist der Gewindestab 30 von dem äußeren Schenkel 18 der Klammer 17 und dem äußeren
Flansch 15 des Pfostens 6 in einem Abstand angeordnet, der beispielsweise die Hälfte
des Außendurchmessers des Gewindestabs 30 oder mehr betragen kann.
[0051] Beide Endabschnitte 35, 36 des Befestigungsbügels 33 sind mit dem Pfosten 6 verschraubt.
Dazu ist der eine, obere Endabschnitt 35 des Befestigungsbügels 33, der an dem äußeren
Schenkel 18 der Klammer 17 anliegt, mit der Schraube 25 mit dem äußeren Flansch 15
des Pfostens 6 verschraubt, welche dazu den äußeren Schenkel 19 der Klammer 17 durchsetzt.
[0052] Demgegenüber ist der zweite, nach unten ragende Endabschnitt 36 des Befestigungsbügels
33, der an dem äußeren Flansch 15 des Pfostens 6 flächig anliegt, mit einer Schraube
41 mit dem Pfosten 6 verschraubt, die sowohl den äußeren Flansch 15 wie den inneren
Flansch 16 des Pfostens 6 durchsetzt.
[0053] Dabei durchragt die Schraube 41 eine sich zwischen der Innenseite des äuβeren und
des inneren Flansches 15, 16 erstreckende Distanzhülse 42 beispielsweise aus Stahl.
[0054] Gemäß Figur 3 sind die Schrauben 25 und 41 mit Kontermuttern 43, 44 fixiert. Auch
sind beiderseits jeder Schraubmuffe 32 auf dem einen bzw. anderen der damit verbundenen
Gewindestäbe 30 nicht dargestellte Kontermuttern aufgeschraubt.
[0055] Beim Aufprall eines Fahrzeuges wird der Schutzplankenholm 4 entsprechend dem Pfeil
P nach oben geschwenkt, wobei die Schwenkachse, die sich in Längsrichtung der Schutzplanke
1 erstreckt, im Bereich des Schenkels 18 der Klammer 17 liegt. Die Verbindung des
inneren Schenkels 19 der Klammer 17 mit dem inneren Flansch 16 des Pfostens 6 durch
die Schraube 26 kann dabei reißen. Die Verbindung des äußeren Flansches 15 des Pfostens
6 mit dem äußeren Schenkel 18 der Klammer 17 durch die Schraube 25 bleibt aufgrund
der Unterstützung durch den Gewindestab 30 erhalten. Auch ist ein Abreißen des Pfostens
6 aufgrund der Versteifung des Pfostens 6 durch die Distanzhülse 42 verhindert. Damit
kann auch ein großes Fahrzeug, wie ein Bus oder Lastwagen, bei einem Aufprall entlang
dem Schutzplankenholm 4 gleiten, bis er zum Stehen kommt.
[0056] Zur Befestigung des Befestigungsbügels 33, der als Spannschelle ausgebildet ist,
an dem Pfosten 6 mit der Distanzhülse 42 ist die Schraube 41 als Zylinderschraube
mit Innensechskant oder allgemein Innenmehrkant und Federring und Sechskantmutter
als Kontermutter ausgebildet, ebenso die Schrauben 25, 26 und 28, um den beengten
Platzverhältnissen Rechnung zu tragen.
1. Schutzplanke zur Anbringung am Fahrbahnrand (2),
a. mit einem der Fahrbahn (3) zugewandten Schutzplankenholm (4), der mit Abstandshaltern
(5) an sich am Boden abstützenden Pfosten (6) befestigt ist,
i. wobei der Pfosten (6) einen von dem Schutzplankenholm (4) abgewandten, äußeren
Flansch (15) und der Abstandshalter (5) einen Schenkel (18) aufweist, der an dem äußeren
Flansch (15) des Pfostens (6) befestigt ist, und
b. mit einem sich entlang der Schutzplanke (1) erstreckenden Zugglied (29),
i. wobei das Zugglied (29) aus miteinander verbundenen Gewindestäben (30) ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
c. die Gewindestäbe (30) mit Befestigungsbügeln (33) an den Pfosten (6) befestigt
sind,
d. der Befestigungsbügel (33) einen mittleren Abschnitt (34) zur Aufnahme des Gewindestabs
(30) und beiderseits des mittleren Abschnitts (34) je einen mit dem Pfosten (6) verschraubten
ersten bzw. zweiten Endabschnitt (35, 36) aufweist, und
e. der zweite Endabschnitt (36) des Befestigungsbügels (33) mit einer Schraube (41)
verschraubt ist, die den äußeren und einen inneren Flansch (15, 16) des Pfostens (6)
durchsetzt.
2. Schutzplanke gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pfosten (6) aus Profilstahl sind.
3. Schutzplanke gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endabschnitt (35) des Befestigungsbügels (33) mit einer Schraube (25) verschraubt
ist, die den Schenkel (18) an dem Abstandshalter (5) durchsetzt.
4. Schutzplanke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Endabschnitt (36) des Befestigungsbügels (33) unter dem Schenkel (18)
an dem Abstandshalter (5) an dem äußeren Flansch (15) des Pfostens (6) befestigt ist.
5. Schutzplanke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Flansch (16) dem Schutzplankenholm (4) zugewandt ist.
6. Schutzplanke nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (41), die den äußeren und den inneren Flansch (15, 16) des Pfostens
(6) durchsetzt, eine sich zwischen der Innenseite des äußeren und des inneren Flansches
(15, 16) des Pfostens (6) erstreckende Distanzhülse (42) durchragt.
7. Schutzplanke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schenkel (18) an dem Abstandshalter (5) durch eine an dem Abstandshalter (5)
befestigte Klammer (17) gebildet wird, deren anderer Schenkel (19) mit dem inneren
Flansch (16) des Pfostens (6) verbunden ist.
8. Schutzplanke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Pfosten (6) ein Sigma-Profil aufweist.
9. Schutzplanke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsbügel (33) eine solche Breite (b) aufweist, dass er mehrere Gewindegänge
des Gewindestabs (30) übergreift.
10. Schutzplanke nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem von dem Schutzplankenholm (4) abgewandten, hinteren Ende des Abstandshalters
(5) eine Lasche (27) zur Befestigung eines Abspanngurtes (7) vorgesehen ist.
11. Schutzplanke nach einem der Ansprüche 1, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (41), mit der der zweite Endabschnitt (36) des Befestigungsbügels (33)
verschraubt ist und die den äußeren Flansch (15) und den inneren Flansch (16) des
Pfostens (6) durchsetzt, als Zylinderschraube mit Innenmehrkant ausgebildet ist.
1. Safety barrier for installing at the edge (2) of a carriageway,
a. with a safety barrier rail (4) facing the carriageway (3), which is fastened by
spacers (5) on posts (6) supported on the ground,
i. wherein the post (6) has an outer flange (15) remote from the safety barrier rail
(4) and the spacer (5) has a leg (18), which is fastened to the outer flange (15)
of the post (6), and
b. with a tension member (29) extending along the safety barrier (1),
i. wherein the tension member is made of threaded rods (30) connected to one another,
characterized in that
c. the threaded rods (30) are fastened by fastening clamps (33) to the posts (6),
d. the fastening clamp (33) has a central portion (34) to receive the threaded rod
(30) and a respective first and second end portion (35, 36), respectively, screwed
to the post (6) on both sides of the central portion (34), and
e. the second end portion (36) of the fastening clamp (33) is screwed by a screw (41),
which passes through the outer and the inner flange (15, 16) of the post (6).
2. Safety barrier according to claim 1, characterized in that the posts (6) are made of profiled steel.
3. Safety barrier according to claim 1 or 2, characterized in that the first end portion (35) of the fastening clamp (33) is screwed by a screw (25),
which passes through the leg (18) on the spacer (5).
4. Safety barrier according to claim 3, characterized in that the second end portion (36) of the fastening clamp (33) is fastened under the leg
(18) on the spacer (5) on the outer flange (15) of the post (6).
5. Safety barrier according to any one of the preceding claims, characterized in that the inner flange (16) faces the safety barrier rail (4).
6. Safety barrier according to one of claims 1, 3 or 4, characterized in that the screw (41), which passes through the outer and the inner flange (15, 16) of the
post (6), projects through a spacer sleeve (42) extending between the inside of the
outer and the inner flange (15, 16) of the post (6).
7. Safety barrier according to any one of the preceding claims, characterized in that the leg (18) on the spacer (5) is formed by a clip (17) fastened to the spacer (5),
the other leg (19) of which is connected to the inner flange (16) of the post (6).
8. Safety barrier according to any one of the preceding claims, characterized in that the post (6) has a sigma profile.
9. Safety barrier according to any one of the preceding claims, characterized in that the fastening clamp (33) has a width (b) such that it engages over a plurality of
thread turns of the threaded rod (30).
10. Safety barrier according to any one of the preceding claims, characterized in that a lug (27) is provided on the rear end of the spacer (5) remote from the safety barrier
rail (4) to fasten a tension belt (7).
11. Safety barrier according to one of claims 1, 3 or 4 characterized in that the screw (41), with which the second end portion (36) of the fastening clamp (33)
is screwed and which passes through the outer flange (15) and the inner flange (16)
of the post (6), is configured as a cylinder screw with a polygon socket.
1. Glissière de sécurité destinée à une implantation sur la bordure (2) d'une piste cyclable,
a. comprenant un longeron (4) de glissière de sécurité orienté vers la piste cyclable
(3), qui est fixé à des poteaux (6) s'appuyant au sol avec des éléments d'écartement
(5),
i. le poteau (6) présentant un flanc (15) externe orienté à l'opposé du longeron (4)
de la glissière de sécurité et l'élément d'écartement (5) présentant une patte (18),
qui est fixée au flanc (15) externe du poteau (6), et
b. comprenant un organe de traction (29) s'étendant le long de la glissière (1) de
sécurité,
i. l'organe de traction (29) étant constitué de barres filetées (30) reliées entre
elles,
caractérisée en ce que
c. les barres filetées (30) sont fixées sur les poteaux (6) avec des étriers (33)
de fixation,
d. l'étrier (33) de fixation présente une section centrale (34), destinée à l'admission
de la barre filetée (30), et, de part et d'autre de la section centrale (34), une
première, respectivement, une seconde, section (35, 36) vissée, chacune, avec le poteau
(6), et
e. la seconde section (36) de l'étrier (33) de fixation est vissée avec une vis (41)
qui traverse le flanc externe et un flanc interne (15, 16) du poteau (6).
2. Glissière de sécurité selon la revendication 1, caractérisée en ce que les poteaux (6) sont en acier profilé.
3. Glissière de sécurité selon les revendications 1 ou 2, caractérisée en ce que la première section (35) d'extrémité de l'étrier (33) de fixation est vissée à l'aide
d'une vis (25), qui traverse la patte (18) au niveau de l'élément d'écartement (5).
4. Glissière de sécurité selon la revendication 3, caractérisée en ce que la seconde section (36) d'extrémité de l'étrier (33) de fixation est fixée en dessous
de la patte (18) sur l'élément d'écartement (5) au niveau du flanc (15) externe du
poteau (6).
5. Glissière de sécurité selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le flanc (16) interne est orienté vers le longeron (4) de la glissière de sécurité.
6. Glissière de sécurité selon l'une des revendications 1, 3 ou 4, caractérisée en ce que la vis (41) qui traverse les flancs (15, 16) externe et interne du poteau (6) dépasse
d'une douille entretoise (42) s'étendant entre la face interne des flancs (15, 16)
externe et interne du poteau (6).
7. Glissière de sécurité selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la patte (18) est formée par une agrafe (17) fixée sur l'élément d'écartement (5),
agrafe dont l'autre patte (19) est reliée avec le flanc (16) interne du poteau (6).
8. Glissière de sécurité selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le poteau (6) présente un profil en sigma.
9. Glissière de sécurité selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'étrier (33) de fixation présente une largeur (b) telle qu'il recouvre plusieurs
pas de filetage de la barre filetée (30).
10. Glissière de sécurité selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'à l'extrémité arrière de l'élément d'écartement (5), opposée par rapport au longeron
(4) de la glissière de sécurité, une languette (27) est prévue pour la fixation d'une
sangle (7) de tension.
11. Glissière de sécurité selon l'une des revendication 1, 3 ou 4, caractérisée en ce que la vis (4), avec laquelle la seconde section (36) d'extrémité de l'étrier (33) de
fixation est vissée, et qui traverse le flanc (15) externe et le flanc (16) interne
du poteau (6), est conçue sous la forme d'une vis à tête cylindrique à multipans intérieurs.