[0001] Die Erfindung betrifft einen an Kleidung befestigbaren Halter für ein Beschriftungselement,
mit einem Rahmen, wobei der Rahmen an zwei gegenüberliegenden Seiten in Richtung aufeinander
zu kragende Halteleisten mit einer nach hinten weisenden Haltefläche aufweist, hinter
der sich eine Zugriffsöffnung befindet.
[0002] Halter für Beschriftungselemente sind Artikel, beispielsweise Namensschilder, die
für gewöhnlich in großen Mengen hergestellt werden. Die Beschriftungselemente sind
dabei in den Halter einsetzbare in der Regel kartenförmige Träger der Beschriftung,
z.B. mit der Beschriftung bedrucktes Papier oder Pappe, graviertes Metall oder geprägter
Kunststoff. Als Beschriftungstext wird häufig der Name der Person, die den Halter
mit dem Beschriftungselement trägt, deren Funktion oder der Name der durch sie vertretenen
Firma verwendet. Halter und Beschriftungselement zusammen werden auch als Namensschild
bezeichnet. Für die Wirtschaftlichkeit von Massenproduktionen ist der Stückpreis ein
besonders wichtiger Faktor. Halter für Beschriftungselemente, die sehr preisgünstig
in großen Mengen hergestellt werden können, sind beispielsweise in der
DE 89 01 912 U1 beschrieben. Diese werden durch zwei oder auch drei Biegevorgänge aus einem durchsichtigen
Hartfolienstreifen hergestellt und weisen an ihrer Rückwand ein Befestigungselement
auf. Diese Halter sind aufgrund der zu ihrer Herstellung verwendeten Technik an ihren
sich gegenüberliegenden Schmalseiten offen und bieten folglich keine absolute Gewähr
für einen sicheren Sitz des Beschriftungselements. Solche Halter für Beschriftungselemente
machen in der Regel einen minderwertigen Eindruck und werden daher häufig ausschließlich
als Wegwerfartikel verwendet.
[0003] Halter für Beschriftungselemente, die einen höhenwertigen Eindruck machen und für
eine längere oder häufigere Nutzung ausgelegt sind, sind beispielhaft in der
EP 0 608 043 B1 beschrieben. Solche Halter sind in der Regel aus mehreren Teilen gefertigt, oder
sind mit beweglichen Teilen ausgestattet, sowie z.B. der in der
DE 10 2005 046 468 AI beschriebene Halter. Die zwar einstückig gefertigten aber mit beweglichen Teilen,
wie z.B. Filmscharnieren ausgestatteten Halter, benötigen in der Herstellung in der
Regel viele Arbeitsschritte und besitzen eine begrenzte Lebensdauer, da beweglichen
Teile, wie z.B. Filmscharniere, die meistens aus Kunststoffen gebildet sind, nach
einigen Öffnungs- und Schließzyklen spröde werden und brechen.
[0004] In der
DE 86 26 932 U1 wird ein Träger für Namensschilder beschrieben, bei der eine Grundplatte an den beiden
seitlichen Kanten und an der unteren Längskante winkelförmige Halterungen aufweist,
wobei die Halterung mit nach hinten, zur Grundplatte hin weisenden Klemmstegen ausgestattet
sind. Das Namensschild wird von oben zwischen die seitlichen winkelförmigen Halterungen
eingeschoben und mit der Unterkante zwischen der Grundplatte und den an der Rückseite
der unteren winkelförmigen Halterung angeordneten Klemmstegen verklemmt.
[0005] Die
DE 10 2009 010 436 A1 beschreibt einen Kennzeichnungsträger mit einem Trägerteil und einem Kennzeichnungsteil,
wobei das Kennzeichnungsteil in den seitlichen Endbereichen Ausnehmungen aufweist,
in welche zur Befestigung des Kennzeichnungsteils am Trägerteil stabförmige Abschnitte
eingesteckt werden müssen, die an den Seiten des Trägerträgerteils angeordnet sind.
Das Kennzeichnungsteil ist dann über Höcker auf dem Trägerteil nach vorne gewölbt
und die stabförmigen Abschnitte ragen seitlich durch die. Oberfläche des Kennzeichnungsteils
heraus. Hierfür können nur spezielle Kennzeichnungsteile verwendet werden, die die
erforderlichen Ausnehmungen in den Endbereichen aufweisen.
[0006] Die Bestückung der bekannten Halter mit den Beschriftungselementen ist häufig umständlich
und/oder birgt die Gefahr, dass das Beschriftungselement bei der Bestückung beschädigt
wird.
[0007] Es ist also die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Vorteile beider Arten von
Haltern zu verbinden, ohne dabei die jeweiligen Nachteile in Kauf zu nehmen und einen
Halter für ein Beschriftungselement bereitzustellen, der einfach und kostengünstig
herstellbar ist, ein Beschriftungselement sicher festhalten kann und außerdem komfortabel
mit dem Beschriftungselement bestückbar ist.
[0008] Diese Aufgabe wird für einen Halter für ein Beschriftungselement der eingangs genannten
Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zwischen den beiden Seiten wenigstens ein
Stützelement über die beiden Halteflächen hinaus nach vorne ragt und dass Rahmen und
Stützelement einstückig aus dem Halter gebildet sind.
[0009] Ein Beschriftungselement kann formschlüssig zwischen dem Stützelement und den Halteleisten
eingesetzt sein, dabei liegt es mit seiner Vorderseite an den Halteflächen und mit
seiner Rückseite an dem Stützelement an. Da das Stützelement über die beiden Halteflächen
nach vorne ragt, wird das Beschriftungselement nach außen gewölbt und übt durch diese
Verformung eine Kraft in Richtung der Halteflächen aus. Dadurch wird das Beschriftungselement
zusätzlich kraftschlüssig im Halter fixiert.
[0010] Da der Halter mit dem Rahmen und dem wenigstens einen Stützelement aus einem Stück
gebildet ist, z.B. durch Spritzgussverfahren, kann der Halter sehr günstig hergestellt
werden. Der Halter weist keine beweglichen Elemente auf, wodurch eine lange Lebensdauer,
auch bei häufigem Wechsel des Beschriftungselements, gewährleistet ist. Der Halter
macht zudem einen hochwertigen Eindruck, da von vorne keine Klemmleisten, Scharniere
oder sonstige Halteelemente für das Beschriftungselement zu sehen sind. Der Halter
kann bevorzugt aus Kunststoff oder einem Leichtmetall gefertigt sein.
[0011] Die erfindungsgemäße Lösung kann durch die folgenden weiteren Maßnahmen, die jeweils
unabhängig für sich betrachtet von Vorteil sind und unabhängig miteinander kombiniert
werden können, weiter entwickelt werden.
[0012] So kann gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Rahmen quer zu den Halteleisten
zwei Randleisten aufweisen, die sich von der einen Halteleiste zu der anderen Halteleiste
durchgängig gekrümmt erstrecken und auf Höhe der Halteflächen eine senkrecht dazu
verlaufende, nach innen weisende Führungswand bilden. Die Randleisten verhindern ein
Verrutschen des Beschriftungselements in einer Richtung parallel zu den Halteleisten.
Die gekrümmten Randleisten folgen der Form des Halters von dem wenigstens einen Stützelement
zu den Halteleisten, wodurch Material eingespart wird.
[0013] Ein besonders sicherer Sitz des Beschriftungselements im Halter kann erreicht werden,
indem das wenigstens eine Stützelement in Richtung zu den beiden Seiten gekrümmt nach
hinten verläuft. Wenn das Stützelement eine Krümmung aufweist, die im Wesentlichen
der Wölbung des eingesetzten Beschriftungselements entspricht, so übt das wenigstens
eine Stützelement über einen Großteil der Fläche eine Kraft auf das Beschriftungselement
aus, wodurch dieses sicher und gleichmäßig gehalten wird.
[0014] Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann das wenigstens eine Stützelement
als eine von einer Rückwand des Halters nach vorne ragende Rippe ausgestaltet sein.
Die Ausgestaltung als Rippe ermöglicht eine Herstellung mit geringem Materialaufwand.
Dadurch ist der Halter schnell und kostengünstig herzustellen und weist ein geringes
Gewicht und dadurch einen höheren Tragekomfort auf. Im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Halter bedeutet "vorne" die Richtung, in welche die Beschriftung des Beschriftungselements
weist, "hinten" gibt eine zu "vorne" entgegengesetzte Richtung an.
[0015] Ein besonders leichtes Einschieben eines Beschriftungselements kann dadurch ermöglicht
werden, wenn das wenigstens eine Stützelement wenigstens abschnittsweise stärker gekrümmt
als die Randleisten ist.
[0016] Ferner kann das Einschieben eines Beschriftungselements dadurch erleichtert werden,
dass die Zugriffsöffnung wenigstens einen Teil, vorzugsweise die gesamte Halteleiste
von hinten freigibt.
[0017] Zur Erleichterung der Bestückung mit einem Beschriftungselement und der Entnahme
eines eingesetzten Beschriftungselements ist es von Vorteil, wenn wenigstens eine
der Zugriffsöffnungen durch eine wenigstens fingerbreite Bedienungsöffnung zur anderen
Seite erweitert ist. Die Erweiterung sorgt auch dafür, dass ein aus einem festen Material,
wie beispielsweise Aluminium gefertigtes Beschriftungselement während des Einführvorgangs
nicht kraftaufwändig gebogen werden muss.
[0018] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann die Zugriffsöffnung zwischen
der Rückwand und der die Halteleiste aufweisenden Seite einen sich von der Rückwand
zur Vorderseite, vorzugsweise geradlinig, durch den Halter erstreckenden Einführkanal
ausbilden. Der Einführkanal ermöglicht ein schnelles und leichtgängiges Einschieben
eines Beschriftungselements. Dies ist besonders vorteilhaft, da so besonders schnell
und dadurch preisgünstig viele Halter mit Beschriftungselementen versehen werden können
und die Beschriftungselemente beim Einschieben in den Halter nicht durch Kanten beschädigt
werden.
[0019] Zur sicheren Befestigung an Kleidung kann der Halter wenigstens ein rückseitiges
Befestigungselement, insbesondere Nadel, Klemme oder Magnet, oder eine Kombination
aus wenigstens zwei dieser Befestigungselemente aufweisen.
[0020] Das Beschriftungselement kann aus Papier, Kunststoff oder Metall, insbesondere aus
Aluminium, gefertigt sein. Beschriftungselemente aus Papier lassen sich schnell und
kostengünstig herstellen. Beschriftungselemente aus Kunststoff oder Metall sind besonders
langlebig. Der Halter ist daher universell für Beschriftungselemente aus gängigen
Materialien verwendbar.
[0021] Für einen Schutz der Oberfläche des Beschriftungselements kann das Beschriftungselement
mit einem Durchsichtelement, insbesondere einem Klarsichtfenster, belegt sein. Das
Durchsichtelement kann zusammen mit dem Beschriftungselement in den Halter eingesetzt
sein.
[0022] Eine besonders vorteilhafte Sichtbarkeit kann dadurch erreicht werden, dass die die
Halteleisten aufweisenden Seiten und die Randleisten ein durchgängiges Sichtfenster
ausbilden.
[0023] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung kann der Halter eine Beschriftungselementenhülle
aufweisen. Die Beschriftungselementenhülle kann aus einem transparenten Material ausgebildet
sein, mit einer Hüllenvorderseite und einer Hüllenrückseite, zwischen denen das Beschriftungselement
platzierbar ist, wobei die Hüllenvorderseite und die Hüllenrückseite einstückig gebildet
sind und über eine Falz verbunden sind. Wenigstens eine der Seiten und/oder eine Falz
kann eine Grifflasche aufweisen, und die Beschriftungselementenhülle kann mit der
Falz voran in den Halter einschiebbar sein. Ein Beschriftungselement, z.B. aus Papier,
kann also zwischen Hüllenvorderseite und Hüllenrückseite in der Beschriftungselementenhülle
eingelegt leichtgängig und gegen Beschädigungen geschützt in den Halter eingeschoben
werden.
[0024] Im Folgenden ist die Erfindung beispielhaft anhand einer Ausführungsform mit Bezug
auf die Zeichnungen näher erläutert. Die bei der Ausführungsform beispielhaft dargestellte
Merkmalskombination kann nach Maßgabe der obigen Ausführungen entsprechend der für
eine bestimmte Anwendung notwendigen Eigenschaften des erfindungsgemäßen Halters durch
weitere Merkmale ergänzt werden. Auch können, ebenfalls nach Maßgabe der obigen Ausführungen,
einzelne Merkmale bei der beschriebenen Ausführungsform weggelassen werden, wenn es
auf die Wirkung dieses Merkmals in einem konkreten Anwendungsfall nicht ankommt.
[0025] In den Zeichnungen werden für Elemente gleicher Funktion und/oder gleichen Aufbau
stets dieselben Bezugszeichen verwendet.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1a
- eine Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Halters mit einem Beschriftungselement
in einer schematischen Darstellung;
- Fig. 1b
- einen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Halter mit einem Beschriftungselement
entlang einer in Fig. 1a gezeigten Schnittebene;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des Halters von vorne beim Einsetzen eines Beschriftungselements
in den Halter;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines erfindungsgemäßen Halters von hinten mit einer
erfindungsgemäßen Beschriftungselementenhülle.
[0027] Zunächst wird der Aufbau eines erfindungsgemäßen Halters 1 für ein Beschriftungselement
3 anhand der Figuren 1a und 1b beschrieben. Dabei ist der Halter 1 exemplarisch mit
einem eingesetzten Beschriftungselement 3 beschrieben.
[0028] Fig. 1a zeigt den Halter 1 von vorne. Der Rahmen 5 ist gebildet aus den Halteleisten
7 und den Randleisten 11. Durch den Rahmen 5 ist ein Sichtfenster 32 auf das Beschriftungselement
3 gebildet. Das Beschriftungselement 3 ist von den Randleisten 11 eingerahmt. Die
Seiten 6 verdecken teilweise die Ränder der Kurzseiten 30 des rechtwinkligen Beschriftungselements
3. Es sind keine Scharniere oder andere Befestigungselemente zu sehen.
[0029] Fig. 1b zeigt den erfindungsgemäßen Halter 1 geschnitten in der Ebene A-A, die in
Fig. 1a gezeigt ist.
[0030] Der Rahmen 5 weist an zwei gegenüberliegenden Seiten 6 jeweils eine Halteleiste 7
auf. Die sich gegenüberliegenden Halteleisten 7 weisen aufeinander zu. Die Halteleisten
7 besitzen nach hinten weisende Halteflächen 8. Zwischen den beiden Seiten 6 erstrecken
sich Stützelemente 9. Die Stützelemente 9 ragen über die beiden Halteflächen 8 hinaus
nach vorne. Rahmen 5 und Stützelemente 9 sind einstückig aus dem Halter 1 gebildet.
Zwischen den Stützelementen 9 und den zwei Halteflächen 8 erstrecken sich in der gezeigten
Ausführungsform zwei Zugriffsöffnungen 19. Die Zugriffsöffnungen 19 sind bevorzugt
rechteckig.
[0031] Die Stützelemente 9 sind durch mehrere, parallel und mit jeweils gleichem Abstand
zueinander verlaufende Rippen 27 gebildet, die von der Rückwand 15 des Halters 1 nach
vorne ragen.
[0032] Zwischen den beiden Seiten 6 erstreckt sich das eingesetzte Beschriftungselement
3. Das Beschriftungselement 3 kann zusammen mit einem Durchsichtelement 31 in den
Halter 1 eingesetzt sein. Das Durchsichtelement 31 befindet sich dann zwischen dem
Beschriftungselement 3 und den Halteflächen 8. Das Beschriftungselement 3 ist bevorzugt
formschlüssig zwischen den Seiten 6 gehalten. Es ist außerdem form- und kraftschlüssig
zwischen dem Stützelement 9 und den Halteflächen 8 gehalten. Das Beschriftungselement
3 ist zudem formschlüssig zwischen den beiden Randleisten 11 gehalten. Die Randleisten
11 sind so gekrümmt, dass sie der Krümmung eines eingesetzten Beschriftungselements
3 im Wesentlichen folgen.
[0033] Da das Stützelement 9 über die beiden Halteflächen 8 nach vorne ragt, ist das eingesetzte
Beschriftungselement 3 nach vorne gewölbt und weist eine Krümmung 17b auf. Das Stützelement
9 ist mit der Krümmung 17a gewölbt. Die Krümmung 17a des Stützelements 9 ist stärker
als die Krümmung 17b des Beschriftungselements 3. Das Beschriftungselement 3 wird
durch die Krümmung 17a des Stützelements 9 gleichmäßig nach vorne gedrückt. Dadurch
entsteht eine große Andrückfläche zwischen Stützelement 9 und Beschriftungselement
3.
[0034] Die Seiten 6 weisen Ausnehmungen 24 auf, so dass zwischen den Seiten 6 und dem abgerundeten
Stützelement 9 je ein Einführkanal 25 entsteht. Durch jeden dieser Einführkanäle 25
kann das Beschriftungselement 3 in den Halter 1 eingeschoben werden, ohne dass es
sich an Kanten verhakt oder beschädigt wird. Durch die Einführkanäle 25 ist eine bevorzugte
Einschiebrichtung 26 vorgegeben.
[0035] An seiner Rückwand 15 weist der Halter 1 ein Befestigungselement 29 auf. Dieses ist
im Ausführungsbeispiel, das in den Figuren dargestellt ist, ein Magnet.
[0036] Fig. 2 zeigt schematisch die Funktion eines erfindungsgemäßen Halters 1.
[0037] In Fig. 2 ist das Einschieben eines Beschriftungselements 3 in einen erfindungsgemäßen
Halter 1 dargestellt. Das Beschriftungselement 3 ist teilweise durch die Zugriffsöffnung
19 geschoben und erstreckt sich entlang der Einschiebrichtung 26 ein Stück weit von
dem Halter 1 weg.
[0038] Das Beschriftungselement 3 befindet sich im Einführkanal 25. An seinen Längsseiten
28 wird es durch die Führungswände 13 geführt.
[0039] Zum Einsetzen des Beschriftungselements 3 in den Halter 1 wird nun ein leichter Druck
entlang der Druckrichtung 43, die im Wesentlichen von der Vorderseite 16 in Richtung
Rückwand 15 verläuft, auf das Beschriftungselement 3 ausgeübt. Das Beschriftungselement
3 wölbt sich dann entlang der Stützelemente 9, die in der gezeigten Ausführungsform
als Rippen 27 ausgebildet sind. Bleibt der Druck entlang der Druckrichtung 43 auf
das Beschriftungselement 3 bestehen, und wird dieses weiter entlang der Einschiebrichtung
26 geschoben, so gelangen beide Kurzseiten 30 des Beschriftungselements 3 hinter die
Halteleisten 7 und werden von den Stützelementen 9 gegen die Halteflächen 8 gepresst.
Ein vollständig in einen Halter 1 eingesetztes Beschriftungselement 3 ist in den Fig.
1a und 1b gezeigt.
[0040] Fig. 3 zeigt ein teilweise in einen Halter 1 eingesetztes Beschriftungselement 3
in einer Beschriftungselementenhülle 33.
[0041] Die Beschriftungselementenhülle 33 ist aus einer Hüllenvorderseite 35 und einer Hüllenrückseite
37 gebildet. Die Beschriftungselementenhülle 33 ist aus einem transparenten Material
gebildet, so dass die Hüllenvorderseite 35 gleichzeitig ein Durchsichtelement 31 darstellt.
[0042] Die Beschriftungselementenhülle 33 ist aus einem Stück gefertigt und weist eine Falz
auf, die im Bild von der Rückwand 15 des Halters 1 verdeckt ist. Die Beschriftungselementenhülle
33 weist an ihrer Hüllenvorderseite 35 eine Grifflasche 41 auf, mit der sich die Beschriftungselementenhülle
33 und damit das Beschriftungselement 3 leicht aus dem Halter 1 entfernen lassen,
wenn beide zusammen in den Halter 1 eingesetzt sind.
[0043] Eine der Zugriffsöffnungen 19 im Ausführungsbeispiel ist durch eine Bedienungsöffnung
23 erweitert. Die Bedienungsöffnung 23 ist wenigstens fingerbreit und erleichtert
den Griff des Beschriftungselements 3 oder des in einer Beschriftungselementenhülle
33 befindlichen Beschriftungselements 3 zur Entnahme aus dem Halter 1. Die Bedienungsöffnung
23 ist gewölbt. Die Wölbung weist von der Zugriffsöffnung 19 aus auf die gegenüberliegende
Seite des Halters 1 und ragt wenigstens teilweise in die Rückwand 15 hinein. Die Zugriffsöffnungen
19 geben die genannten Halteleisten 7 von hinten frei.
[0044] Die Grifflasche 41 der Beschriftungselementenhülle 33 kann, wenn Beschriftungselementenhülle
33 und Beschriftungselement 3 in den Halter 1 eingesetzt sind, zwischen die Hüllenrückseite
37 und die Rückwand 15 des Halters 1 eingeschoben werden. Die Bedienungsöffnung 23
erleichtert dann zunächst ein Herausziehen der eingeschobenen Grifflasche 41, an der
dann die Beschriftungselementenhülle 33 mit dem Beschriftungselement 3 herausgezogen
werden kann.
Bezugszeichenliste
[0045]
- 1
- Halter
- 3
- Beschriftungselement
- 5
- Rahmen
- 6
- Seiten
- 7
- Halteleisten
- 8
- Halteflächen
- 9
- Stützelement
- 11
- Randleisten
- 13
- Führungswand
- 15
- Rückwand
- 16
- Vorderseite
- 17a,b
- Krümmung
- 19
- Zugriffsöffnung
- 23
- Bedienungsöffnung
- 24
- Ausnehmung
- 25
- Einführkanal
- 26
- Einschiebrichtung
- 27
- Rippe
- 28
- Längsseiten
- 29
- Befestigungselement
- 30
- Kurzseiten
- 31
- Durchsichtelement
- 32
- Sichtfenster
- 33
- Beschriftungselementenhülle
- 35
- Hüllenvorderseite
- 37
- Hüllenrückseite
- 41
- Grifflasche
- 43
- Druckrichtung
- A-A
- Schnittgerade
1. An Kleidung befestigbarer Halter (1) für ein Beschriftungselement (3), mit einem Rahmen
(5), wobei der Rahmen (5) an zwei gegenüberliegenden Seiten (6) in Richtung aufeinander
zu vorkragende Halteleisten (7) mit einer nach hinten weisenden Haltefläche (8) aufweist,
hinter der sich eine Zugriffsöffnung (19) befindet, und mit einer an der Rückseite
befindlichen Rückwand (15), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Seiten (6) wenigstens ein Stützelement (9) über die beiden Halteflächen
(8) hinaus nach vorne ragt und dass Rahmen (5) und Stützelement (9) einstückig aus
dem Halter (1) gebildet sind.
2. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (5) quer zu den Halteleisten (7) zwei Randleisten (11) aufweist, die sich
von Halteleiste (7) zu Halteleiste (7) durchgängig gekrümmt erstrecken und auf Höhe
der Halteflächen (8) eine senkrecht dazu verlaufende, nach innen weisende Führungswand
(13) bilden.
3. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Stützelement (9) in Richtung zu den beiden Seiten (6) gekrümmt
nach hinten verläuft.
4. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Stützelement (9) als eine von einer Rückwand (15) des Halters
(1) nach vorne ragende Rippe (27) ausgestaltet ist.
5. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 2 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Stützelement (9) stärker gekrümmt als die Randleisten (11) ist.
6. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugriffsöffnung (19) die gesamte Halteleiste (7) von hinten freigibt.
7. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, wenigstens eine der Zugriffsöffnungen (19) durch eine wenigstens fingerbreite Bedienungsöffnung
(23) zur anderen Seite erweitert ist.
8. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugriffsöffnung (19) zwischen der Rückwand (15) und der die Halteleiste (7) aufweisenden
Seite (6) einen sich von der Rückwand (15) zu einer Vorderseite (16), vorzugsweise
geradlinig, durch den Halter (1) erstreckenden Einführkanal (25) ausbildet.
9. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (1) wenigstens ein rückseitiges Befestigungselement (29), insbesondere
Nadel, Klemme oder Magnet, oder eine Kombination aus wenigstens zwei Befestigungselementen
(29) aufweist.
10. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschriftungselement (3) aus Papier, Kunststoff oder Metall, insbesondere Aluminium,
gefertigt ist.
11. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschriftungselement (3) mit einem Durchsichtelement (31), insbesondere einem
Klarsichtfenster belegt ist.
12. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die Halteleisten (7) aufweisenden Seiten (6) und die Randleisten (11) ein durchgängiges
Sichtfenster (32) ausbilden.
13. Halter (1) für ein Beschriftungselement (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, gekennzeichnet durch eine Beschriftungselementenhülle (33) aus einem transparenten Material, mit einer
Hüllenvorderseite (35) und einer Hüllenrückseite (37), zwischen denen das Beschriftungselement
(3) platzierbar ist, wobei die Hüllenvorderseite (35) und die Hüllenrückseite (37)
einstückig gebildet sind und über eine Falz verbunden sind, wenigstens eine der Seiten
(35, 36) eine Grifflasche (41) aufweist, und die Beschriftungselementenhülle (33)
mit der Falz voran in den Halter (1) einschiebbar ist.