[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine verstellbare Nockenwelle, mit mindestens einer
Welle, und mit mindestens einem Nockenpaket, welches mindestens zwei unterschiedliche
Nocken und/oder Nockenkonturen aufweist. Dabei weisen die Nocken und/oder die Nockenkonturen
des Nockenpakets unterschiedliche Breiten auf. Das Nockenpaket ist axial längs einer
Längsachse der Nockenwelle verschiebbar ausgestaltet, indem mindestens ein Verstellelement
vorgesehen ist, welches axial längs der Längsachse verschiebbar ausgestaltet ist,
und indem das Verstellelement über mindestens ein Kontaktelement mit dem Nockenpaket
mechanisch gekoppelt ist.
[0002] Eine Nockenwelle verfügt zumindest über ein Trägerelement, auch als Rohr oder Welle
bezeichnet, und mindestens einen Nocken. Bei der Anwendung in Motoren dienen Nockenwellen
als Teil des Ventiltriebes, wobei sich das Trägerelement um seine Längsachse dreht.
Die Nocken wandeln die Drehbewegung in Längsbewegungen um, wodurch die Ein- und Auslassventile
des Motors gesteuert werden. Um je nach Lastzustand den Motor optimal steuern zu können,
gibt es im Stand der Technik Verstellmöglichkeiten von Nockenwellen, z.B. welche unterschiedliche
Nocken in Wirkeingriff mit den Ventilen bringen oder die Einstellungen, z.B. die Winkel
der Nocken zueinander ändern. In der Offenlegungsschrift
WO 2010/040439 A1 wird eine Ventiltriebvorrichtung beschrieben, in welcher eine außerhalb der Nockenwelle
angebrachte Vorrichtung das Verschieben von einzelnen Nockenpaaren oder Gruppen von
Nockenpaaren erlaubt, so dass die unterschiedlichen Nockenkonturen der Nockenpaaren
der Ventilsteuerung dienen. Der dort beschriebene Aufbau erfordert einen großen Bauraum
um die eigentliche Nockenwelle herum. Weiterhin ist die Anzahl der verwendeten Bauteile
relativ hoch, was auch mit einer hohen Komplexität einhergeht.
[0003] Bei der Verstellung der Nockenwelle ist im Stand der Technik zumeist darauf zu achten,
dass die Nocken nur dann verstellt werden, wenn die zugehörigen Ventile auf dem Grundkreis
der Nocken laufen, d.h. wenn die Nocken die Ventile nicht betätigen. Daher müssen
die Nocken entweder einzeln verstellt werden oder es können nur Gruppen gebildet werden
von zumindest während einer Phase nicht im Eingriff mit den Ventilen stehenden Nocken.
Bei letzteren wird dann die Verstellung der Nocken vorgenommen.
[0004] Im Stand der Technik sind verschiedene Ausführungen bekannt, um Nockenwellen zu verstellen,
die sich in zwei Gruppen unterteilen (siehe auch die Offenlegungsschrift
DE 195 19 048 A1). In einer Variante werden mit Schaltkulissen einzelne Nockenpakete entlang der Nockenwelle
verschoben. Dies ist beispielsweise beschrieben in der Offenlegungsschrift
DE 10 2004 055 852 A1 oder der Patentschrift
US 4,794,893. Alternativ wird die gesamte Nockenwelle axial verschoben (siehe z. B. die Patentschriften
GB 186,369 und
US 5,129,407).
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verstellbare Nockenwelle vorzuschlagen,
die eine gegenüber dem Stand der Technik größere Möglichkeit an Zeitpunkten zum Verstellen
der Nockenwelle erlaubt und somit auch unterschiedliche Gruppierungen der Nocken von
unterschiedlichen Ventilen bzw. Zylindern ermöglicht.
[0006] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Welle axial längs der Längsachse
der Nockenwelle verschiebbar ausgestaltet ist, und dass mindestens ein Nockenpaket
vorgesehen ist, welches fest mit der Welle verbunden ist, so dass über das Verstellelement
und die Welle zumindest zwei unterschiedliche Nockenpakete unabhängig voneinander
verstellbar sind.
[0007] Ein entsprechend breiter Nocken bzw. eine ausreichend breite Nockenkontur kann dazu
dienen, dass ein Nockenpaket auch außerhalb des Grundkreises eines Nockens verschoben
werden kann. Somit lassen sich auch Nocken oder Nockenpakete gruppieren, die z.B.
gleichzeitig axial verschoben werden, auch dann, wenn ein Nocken gerade ein Ventil
betätigt.
[0008] Das Nockenpaket und das Verstellelement sind axial längs der Längsachse der Nockenwelle
verschiebbar, so dass eine Verschiebung des Verstellelements ein Verschieben des Nockenpakets
bewirkt, wodurch die unterschiedlichen Nocken oder Nockenkonturen des Nockenpakets
oder ggf. der Nockenpakete in Kontakt mit den Ventilen gelangen.
[0009] Da sowohl die Welle axial längs der Längsachse verschiebbar als auch ein axial verschiebbares
Verstellelement vorgesehen ist, lassen sich zumindest zwei unterschiedliche Gruppen
von Nockenpaketen bilden, welche unabhängig voneinander verstellt werden können. Das
Nockenpaket, das fest mit der Welle verbunden ist, kann dabei ebenfalls gleiche oder
unterschiedliche Breiten aufweisen.
[0010] In einer Ausgestaltung ist das Verstellelement innerhalb der Welle angeordnet. Eine
Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass mehrere Nockenpakete vorgesehen und axial
auf der Welle verschiebbar angeordnet sind, und dass mindestens zwei der Nockenpakete
mechanisch mit dem Verstellelement gekoppelt sind. Eine Ausgestaltung der Erfindung
beinhaltet, dass das Verstellelement radial um die Längsachse der Nockenwelle drehbar
ausgestaltet ist. Mit dieser Ausgestaltung lässt sich somit noch die Winkelstellung
und damit die Phase der Nocken zueinander einstellen. Eine Ausgestaltung der Erfindung
sieht vor, dass mindestens eine Axialverstelleinheit vorgesehen ist, welche mit dem
Verstellelement verbunden ist, und welche das Verstellelement zumindest abschnittsweise
axial verschiebt. Eine Ausgestaltung der Erfindung beinhaltet, dass mehrere Verstellelemente
vorgesehen sind, welche axial längs der Längsachse der Nockenwelle verschiebbar ausgestaltet
sind. Durch eine Vielzahl von Verstellelementen lassen sich auch entsprechend viele
Nockenpakete einzeln oder in Gruppen ansteuern und verschieben. Eine Ausgestaltung
der Erfindung sieht vor, dass das Verstellelement als Vollzylinder oder als Rohr oder
als Segment eines Zylinders oder als Segment eines Rohres oder als Blechteil ausgestaltet
ist.
[0011] Die Erfindung wird anhand einiger in den Figuren dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1: einen Schnitt durch eine schematische Nockenwelle zu einem ersten Zeitpunkt,
Fig. 2: die Nockenwelle der Fig. 1 zu einem zweiten Zeitpunkt,
Fig. 3: die Nockenwelle der Fig. 1 zu einem dritten Zeitpunkt,
Fig. 4: die Nockenwelle der Fig. 1 zu einem vierten Zeitpunkt,
Fig. 5: eine räumliche Darstellung eines Nockens,
Fign. 6 a) bis c): Draufsichten auf drei Varianten einer Nut in der Welle,
Fig. 7: eine abgewickelte Laufbahn einer Axialverstelleinheit,
Fign. 8 a) und b): Schnitte durch zwei Varianten der Verbindung zwischen Verstellelement
und Radialverdreheinheit,
Fign. 9 a), b) und c): drei Schnitte durch eine weitere Ausgestaltung der Nockenwelle,
Fig. 10: eine Draufsicht auf eine Welle mit zwei unterschiedlichen Nuten,
Fig. 11: einen Schnitt durch eine weitere Variante der Nockenwelle,
Fig. 12: einen Schnitt durch eine weitere Variante der Nockenwelle mit einer ersten
Art der Verbindung zwischen Welle und Gehäuse,
Fig. 13: einen Schnitt durch eine zur Variante der Fig. 12 alternativen Ausgestaltung
der Verbindung zwischen Welle und Gehäuse,
Fig. 14: einen Schnitt durch eine erfindungsgemäße Ausgestaltung der Nockenwelle,
Fign. 15 a) bis c): zwei Schnitte durch eine Ausgestaltung der Nockenwelle, sowie
Draufsichten auf Abschnitte der Verstellelemente der ergänzenden Ausgestaltung,
Fig. 16: schematische räumliche Darstellung einer weiteren Variante des Verstellelements,
und
Fign. 17 a) und b): zwei Schnitte durch mögliche Zustände für das radiale Verdrehen
des Verstellelements der Fig. 16.
[0012] In der Fig. 1 ist eine Nockenwelle 1 dargestellt, welche hier die Ventile von vier
Zylindern steuern soll. Anwenden lässt sich die Erfindung auch bei Motoren mit einer
anderen Anzahl an Zylindern. Jedem - hier nicht dargestellten - Zylinder sind dabei
zwei Ventile zugeordnet: die Ventile des ersten Zylinders 101, des zweiten Zylinders
102, des dritten Zylinders 103 und des vierten Zylinders 104. Jeweils einem - hier
jeweils links dargestellten - Ventil ist dabei ein Einzelnocken 8 auf der Nockenwelle
1 zugeordnet, welcher axial fest auf der Welle 3 aufgebracht ist. Für das jeweils
andere Ventil - hier jeweils rechts dargestellt - ist ein Nockenpaket 2 vorgesehen,
welches insbesondere eine Änderung des Ventilhubs ermöglicht. In einer weiteren -
hier nicht dargestellten - Variante lassen sich jeweils beide Ventile eines Zylinders
unterschiedlich durch eine Veränderung der Nocken ansteuern. Dargestellt ist hier
beispielweise die Nockenwelle 1 für die Einlassventile der Zylinder. Entsprechend
kann eine solche Nockenwelle 1 auch für die Auslassventile Anwendung finden. Die Nockenpakete
2 verfügen jeweils über einen Schlitten 20, welcher axial auf der Welle 3 entlang
der - hier strichpunktiert eingezeichneten - Längsachse verschiebbar ist. Auf dem
[0013] Schlitten 20 befinden sich in dieser Ausgestaltung ein erster Nocken 21 und ein zweiter
Nocken 22. Die Nocken 21, 22 unterscheiden sich hinsichtlich ihres Außenprofils, beispielsweise
in der Höhe der den Nocken bildenden Erhebung oder Nase, welche den Ventilhub bestimmt
(siehe in Fig. 5 das Beispiel für den ersten Nocken 21 mit Nase 21.1). Alternativ
oder ergänzend haben die Nocken 21, 22 einen unterschiedlichen Verlauf. In einer weiteren
Ausgestaltung ist mindestens ein Nocken ein einteiliger Bestandteil des Schlittens
20, d.h. der Schlitten 20 kann auch selbst eine solche Nockenkontur aufweisen. Damit
die unterschiedlichen Nocken 21, 22 der Nockenpakete 2 bzw. die damit einhergehenden
unterschiedlichen Ansteuerungsprofile in Eingriff mit den jeweiligen Ventilen gelangen,
ist der axial verschiebbare Schlitten 20 über ein Kontaktelement 5, bei welchem es
sich beispielsweise um einen Stift handelt, mit einem Verstellelement 4 in der hohl
ausgestalteten Welle 3 verbunden. Für die Kontaktelemente 5 sind jeweils Aussparungen
30, z.B. Nuten in der Welle 3 vorgesehen. In diesem Fall reichen die Kontaktelemente
5 vollständig durch das Verstellelement 4 bzw. die Welle 3 hindurch. Da das Verstellelement
4 selbst axial verschiebbar ausgestaltet ist, können die Nockenpakete 2 axial verschoben
werden, d.h. es kann eine Ventilansteuerung mit dem ersten Nocken 21 oder mit dem
zweiten Nocken 22 verursacht werden. Das Verstellelement 4 ist beispielsweise eine
Vollwelle, welche ggf. aus einem Kunststoff oder aus einem Verbundmaterial besteht.
Die Nockenwelle 1 wird z.B. von der- hier nicht dargestellten - Kurbelwelle angetrieben.
Das Drehmoment wird dabei - in dem hier gezeigten Beispiel - aufgeteilt und zum einen
über die außen liegende Welle 3 und den darauf fest angebrachten Einzelnocken 8 und
zum anderen über das Verstellelement 4 und die Kontaktelemente 5 übertragen. Für eine
koaxiale Anordnung des Verstellelements 4 in der Welle 3 ist beispielsweise eine entsprechende
Lagerung des Verstellelements 4 in der Welle 3 vorgesehen oder es findet eine entsprechende
Verstiftung statt. In der vorliegenden Abbildung Fig. 1 werden gleichzeitig die Nockenpakete
2 der Ventile des zweiten 102 und des vierten Zylinders 104 verschoben. In alternativen
Ausgestaltungen lassen sich auch weniger oder mehr Nockenpakete 2 entsprechend gruppieren.
Die Nocken 21, 22 der Nockenpakete 2 weisen unterschiedliche Breiten auf. Bei den
Nockenpaketen 2 für den zweiten und vierten Zylinder ist jeweils der erste Nocken
21 schmäler als der zweite Nocken 22. Umgekehrt ist bei den Nockenpaketen 2 des ersten
und dritten Zylinders der erste Nocken 21 breiter als der zweite Nocken 22. Durch
die größere Breite des ersten Nockens 21 kann somit beispielsweise für das Ventil
des ersten Zylinders 101 die Verstellung vorgenommen werden, auch wenn das Ventil
des ersten Zylinders 101 gerade außerhalb des Grundkreises läuft, d.h. wenn der Nocken
das Ventil z.B. über einen Schlepphebel gegen eine Feder drückt und somit die Öffnung
des Ventils verursacht. Erst wenn das Verstellelement 4 weiter verschoben wird, d.h.
über die Breite des Nockens hinaus, findet auch die Umstellung der Nocken für die
Ventile des ersten 101 und dritten Zylinders 103 statt. Die Umstellung eines Nockenpakets
vom einen zum anderen Nocken erfolgt jeweils auf dem Grundkreis, d.h. wenn die Nocken
des zugeordneten Nockenpakets nicht das zugehörige Ventil betätigen, jedoch während
der Zeit, in der ein Nocken eines anderen Nockenpakets ein Ventil betätigt, d.h. außerhalb
des Grundkreises für diese andere Nocken-Ventil-Kombination. Die Anordnung der breiteren
bzw. schmäleren Nocken bezieht sich hier nur auf den dargestellten Beispielfall und
kann entsprechend für die Bedürfnisse des Motors bzw. der Art der Ansteuerung der
Zylinder angepasst werden. Wird das Drehmoment beispielsweise - in einer hier nicht
dargestellten Realisierung - nur von der außen liegenden Welle 3 übertragen, so kann
über das Verstellelement 4 noch ein Verdrehen erfolgen, so dass auch eine Phasenänderung
möglich ist. Zur radialen Änderung - relativ zu Kurbelwelle und/oder relativ der Nocken
zueinander - ist eine Radialverdreheinheit 7 vorgesehen. Die axiale Verschiebung des
Verstellelements 4 wird - in diesem Beispiel - durch die Axialverstelleinheit 6 bewerkstelligt,
in welche zwei Aktoren 60 über passende Laufbahnen eingreifen, so dass eine lineare
Bewegung der Aktoren 60 senkrecht zur Längsachse des Verstellelements 4 eine axiale
Verschiebung des Verstellelements 4 in Richtung der Längsachse bewirkt. Der hier -
zeichnerisch - linke Aktor 60 erzeugt durch die Laufbahn eine Bewegung nach links
und der rechte Aktor 60 die Bewegung zurück. Durch die gestrichelte und vom Aktor
60 ausgehende Linie sei dabei in dieser und in den folgenden Abbildungen angedeutet,
an welcher Stelle der Laufbahn der Aktor 60 gerade angreift. Alternativ ist es auch
möglich, über die Radialverdreheinheit 7 eine radiale Verdrehung der Nockenpakete
2 zu den fest auf der Welle 3 angebrachten Einzelnocken 8 zu realisieren. Die Anordnung
und Ausgestaltung des Verstellelements 4 ist dabei unabhängig von den unterschiedlich
breiten Nocken 21, 22 der Nockenpakete 2. Entsprechend lassen sich auch die unterschiedlich
breiten Nocken 21, 22 und die damit einhergehende Möglichkeit der Verschiebung außerhalb
des Grundkreises mit anderen Realisierungen der Verstellung kombinieren. Dies gilt
auch für die folgenden Beispiele. Gleichwohl stellt die Kombination der hier besonders
ausgestalteten Nockenpakete mit der hier bereits gezeigten und den noch folgenden
Varianten der Verstellung eine Optimierung der Verstellung dar. In der Fig. 1 ist
der zeitliche Abschnitt dargestellt, wie - hier bei der einlassseitigen Nockenwelle
(entsprechendes lässt sich auch für andere Nockenwellen realisieren) - eine Ventilabschaltung
jeweils eines Ventils des zweiten und vierten Zylinders eingeleitet wird. Dabei wird
das Verstellelement 4 soweit axial verschoben, dass jeweils ein Ventil 102, 104 nicht
mehr mit dem ersten Nocken 21, sondern mit dem zweiten Nocken 22 in Kontakt kommt.
Der - hier zeichnerisch - linke Aktor 60 befindet sich dabei im hier gezeigten Beispiel
am Anfang der die axiale Verschiebung bewirkenden Bahn. Der zweite Nocken 22 ist für
die dargestellte Variante derartig ausgestaltet, dass er eine Abschaltung des zugehörigen
Ventils bewirkt, indem das Ventil nur noch auf dem Grundkreis des - nase- oder spitzelosen
- Nockens 22 läuft und somit nicht betätigt wird. Die Abbildung Fig. 2 zeigt den Zustand,
dass jeweils ein Ventil des zweiten 102 und der vierten Zylinders 104 abgeschaltet
ist - sie stehen jeweils in Verbindung mit dem zweiten Nocken 22 - und dass ebenfalls
je ein Ventil des ersten 101 und dritten Zylinders 103 abgeschaltet werden soll. Wie
zu sehen, haben sich die Welle 3 und das Verstellelement 4 um 90° gedreht, so dass
nun auch die Nuten 30 mit den Kontaktelementen 5 zu erkennen sind. Die Kontaktelemente
5 verfügen in den Nuten 30 über keinen radialen Freiraum, welcher ein Verdrehen um
die Längsachse der Nockenwelle 3 erlauben würde. Andere Ausgestaltungen der Nuten
30 werden im folgenden besprochen. Alternativ sind weiterhin auch andere Winkel außer
dem 90°-Winkel möglich. Dies ist abhängig von der Ansteuerung der Ventile bzw. der
erforderlichen Variante der Verstellung der Nockenwelle 1. Wie angedeutet, befindet
sich der Aktor 60 an einem anderen Bereich der Laufbahn in der Axialverstelleinheit
6. Von der Nockenwelle 1 werden in diesem Zustand die Ventile des dritten Zylinders
103 angesteuert, d.h. in diesem Moment findet noch keine Verstellung der Nocken für
die Ventile des ersten 101 und dritten Zylinders 103 statt. Dies wird dadurch realisiert,
dass nach dem Zustand der Fig. 1 das Verstellelement 4 während des hier dargestellten
Moments nicht axial verschoben wird. In der Fig. 3 haben sich Welle 3 und Verstellelement
4 weiter um 90° gedreht. Das Verstellelement 4 ist dabei noch auf der gleichen axialen
Position wie in der Fig. 2. Wie zu erkennen, werden jetzt die Ventile des vierten
Zylinders 104 von der Nockenwelle 1 angesteuert, wobei ein Ventil nicht betätigt wird.
Insbesondere betätigt der fest auf der Welle 3 angebrachte Einzelnocken 8 das - hier
zeichnerisch - linke Ventil des vierten Zylinders 104, wobei das rechte Ventil des
vierten Zylinders 104 über den zweiten Nocken 22 des Nockenpakets 2 auf dem Grundkreis
läuft und somit quasi durch einen Null-Hub gesteuert wird. In der Fig. 4 gab es relativ
zum in der Fig. 3 dargestellten Zustand eine weitere 90°-Drehung und das Verstellelement
4 ist axial soweit verschoben, dass die entsprechenden Ventile des ersten Zylinders
101 und des dritten Zylinders 103 in Kontakt mit dem schmäleren zweiten Nocken 22
des jeweilig zugeordneten Nockenpaketes 2 kommen. Dies bedeutet in diesem Beispiel,
dass auch die Ventile des ersten 101 und dritten Zylinders 103 bedingt durch die Außenkontur
des zweiten Nockens 22 der zugehörigen Nockenpakete 2 abgeschaltet sind, indem sie
auf dem Grundkreis, sozusagen mit einem Hub von Null laufen. Der Aktor 60 ist nun
auch am Ende der Laufbahn angekommen und ein weiteres axiales Verschieben des Verstellelements
4 findet nicht mehr statt.
[0014] In der Fig. 5 ist als Beispiel ein erster Nocken 21 dargestellt, wie er auf einen
Schlitten eines Nockenpakets aufgebracht wird. In einer alternativen - nicht dargestellten
- Ausgestaltung handelt es sich um einen hohlen Nocken, welcher im Wesentlichen nur
eine Außenkontur und eine Befestigungsfläche für den Schlitten aufweist. In einer
weiteren Ausgestaltung ist der Nocken ein Bestandteil des Schlittens selbst. Zu sehen
sind der Grundkreis und die Nase oder Spitze 21.1.
[0015] In der Fig. 6 sind drei Varianten a) bis c) für die Ausgestaltung einer Nut 30 in
der Welle 3 dargestellt. In der ersten Variante Fig. 6 a) kann das Drehmoment über
die Nut 30 oder über die Innenwelle übertragen werden. In der Ausgestaltung der Fig.
6 b) ist die Nut 30 schräg und das Kontaktelement wird in den Endpositionen fixiert.
Die S-förmige Ausgestaltung der Fig. 6 c) erlaubt ebenfalls eine Fixierung des Kontaktelements
an den Endpunkten der axialen Bewegung.
[0016] Die Fig. 7 verdeutlicht eine mögliche Laufbahn, über welche ein Aktor das Verstellelement
axial um eine Strecke X1 bzw. in umgekehrter Richtung um X2 verschiebt. Dargestellt
ist hier die abgewickelte 360°-Außenfläche z.B. eines Rades als Teil der Axialverstelleinheit.
Dabei finden im Wesentlichen zwei Verschiebungen statt, welche im obigen Beispiel
der Figuren 1 bis 4 zunächst eine Abschaltung der Ventile des zweiten und vierten
Zylinders und dann der Ventile des ersten und dritten Zylinders bewirken (Abschnitte
a). Zwischen diesen beiden Abschaltungen ist ein Abschnitt (in der Figur Abschnitt
b) vorgesehen, welcher keine axiale Verschiebung des Verstellelements bewirkt. Die
beiden dargestellten Laufbahnen sind hier passend zu der Anordnung der Aktoren der
Figuren Fig. 1 bis 4 spiegelsymmetrisch zueinander ausgestaltet, wobei eine Laufbahn
das Verschieben in die eine und die andere Laufbahn die Verschiebung zurück bewirkt.
Die spiegelsymmetrische Ausgestaltung resultiert hier daraus, dass die Aktoren nebeneinander
angeordnet sind. Die Form der Laufbahnen ist somit auch davon abhängig, wie die Axialverstelleinheit
ausgestaltet ist bzw. wie die Aktoren angeordnet sind und die Verschiebung einleiten.
Die insgesamt vier Abschnitte a, b entsprechen hier jeweils einem Winkelmaß von 90°,
entsprechend der Darstellung der Figuren 1 bis 4. Andere Winkel sind jedoch insbesondere
bei anderen Zylinderzahlen auch möglich. In einer Ausgestaltung sind dabei die beiden
Winkel für das Verschieben der Nocken - jeweils Abschnitte a - und die beiden Winkel,
während dessen keine Verschiebung stattfindet - bezeichnet mit b -, jeweils gleich
und unterschiedliche zueinander. Die Anzahl der Winkel und deren Größen hängt dabei
auch von der Anzahl der Verschiebungen, d.h. von der Anzahl der betroffenen Nockenpakete
ab.
[0017] In den Abbildungen Fig. 8 a) und b) sind zwei Varianten für die Ausgestaltung der
Radialverdreheinheit 7 dargestellt. Die Radialverdreheinheit 7 ist dabei mit dem Verstellelement
4 verbunden und erlaubt dessen Verdrehen gegenüber der äußeren Welle 3 und dadurch
die Änderung der Phase der Nocken. Die beiden Varianten unterscheiden sich hinsichtlich
der Umsetzung eines Längenausgleiches, welches durch das axiale Verschieben des Verstellelements
4 notwendig ist. In der Variante der Fig. 8 a) ist ein spezielles Element für diesen
Ausgleich vorgesehen, wohingegen in der Variante der Fig. 8 b) der Ausgleich über
eine Innen- und eine Außenverzahnung von zwei Teilelementen des Verstellelements 4
erfolgt. Alternativ können auch Kugeln verwendet werden, welche in Rillen zwischen
den ineinander befindlichen Abschnitten der Elemente laufen und entsprechend z.B.
einem Längenausgleichselement bei Gelenkwellen funktionieren.
[0018] In der Fig. 9 a) ist ein Teil einer Nockenwelle mit zwei benachbarten Nockenpaketen
2 dargestellt, welche beide eine Hub- (unterschiedliche Nockenkontur des ersten 21
und des zweiten Nockens 22) und eine Phasenänderung (Verdrehung um die Längsachse
der Welle 3) erlauben. In den Abbildungen Fig. 9 b) und Fig. 9 c) sind zwei Schnitte
durch die Welle 3 auf unterschiedlichen Positionen dargestellt. Die Ausgestaltungen
in der Welle 3 ermöglichen zum einen eine axiale Führung des Kontaktelements 5 und
gleichzeitig noch eine radiale Beweglichkeit und zum anderen nur eine axiale Führung,
d.h. radial fest. Die Fig. 10 zeigt einen Teil einer Nockenwelle, deren Welle 3 zwei
unterschiedliche Nuten 30 für die Kontaktelemente 5 aufweist. Bei der links dargestellten
Variante ist nur eine axiale Verschiebung möglich, und die - hier auf der Darstellung
- rechts befindliche Nut erlaubt zusätzlich ein radiales Verdrehen, da das Kontaktelement
5 seitlich Platz in der Nut 30 hat.
[0019] Die Nockenwelle 1 der Fig. 11 erlaubt das Schalten von drei unterschiedlichen Konturen,
indem jedes Nockenpaket 2 drei unterschiedliche Nocken aufweist: erster Nocken 21,
zweiter Nocken 22 und dritter Nocken 23. Somit lassen sich drei unterschiedliche Profile
für die Ansteuerung der Ventile anwenden. Die unterschiedlichen Ventilhübe sind hier
an den unterschiedlichen Höhen der Nocken des Nockenpakets 2 für das Ventil des ersten
Zylinders 101 zu erkennen. Um das Verschieben der drei unterschiedlichen Nocken 21,
22, 23 zu ermöglichen, weist die Axialverstelleinheit 6 hier auch schematisch jeweils
zwei Laufbahnen auf, so dass eine Verschiebung von der ersten 21 zur zweiten 22 und
von der zweiten 22 zur dritten Nocke 23 möglich ist. Für das Zurückschieben sind entsprechend
auch zwei - hier spiegelsymmetrisch ausgestaltete - Laufbahnen vorgesehen. Pro Ventil
können auch jeweils unterschiedliche Anzahlen von Nocken bzw. Nockenkonturen vorgesehen
sein.
[0020] Bei der Nockenwelle 1 der Fig. 12 bilden die Welle 3 und das Verstellelement 4 eine
Einheit, die axial verschiebbar ausgestaltet und angeordnet ist und welche auch der
Übertragung des Drehmomentes dient. In dieser Ausgestaltung sind daher die Nockenpakete
2' fest auf der Welle 3 bzw. auf dem Verstellelement 4 aufgebracht. Die Nockenpakete
2' treten in dieser Darstellung jeweils in Kontakt mit einem Rollenstößel, wobei für
jeden Zylinder zwei Rollenstößel für die jeweils zwei Ventile vorgesehen sind: die
Rollenstößel des ersten Zylinders 111, die Rollenstößel des zweiten Zylinders 112,
die Rollenstößel des dritten Zylinders 113 und die Rollenstößel des vierten Zylinders
114. Weiterhin sind die Lager 120 eingezeichnet, auf welchen die Nockenwelle 1 im
eingebauten Zustand ruht. Die Welle 3 bzw. das Verstellelement 4 wird über die Axialverstelleinheit
6 und die Aktoren 60 axial verschoben (angedeutet durch den Doppelpfeil). Da die Nockenpakete
2' fest auf der Welle 3 aufgebracht sind, kommen somit auch die Rollenstößel 111,
112, 113 und 114 in Kontakt mit den unterschiedlichen Nocken 20, 21 bzw. Nockenkonturen
der Pakete 2'. Die Nockenpakete 2' können dabei - wie hier dargestellt- aus einzelnen
Nocken 20, 21 bestehen, es kann sich aber auch um eine Einheit mit entsprechend unterschiedlichen
Nockenkonturen handeln. Zusätzlich ist eine Radialverdreheinheit 7 vorgesehen, um
die Welle 3 radial um ihre Längsachse für die Einstellung der Phase der Nocken zu
drehen. Für die Übertragung des Drehmomentes, welches beispielsweise im eingebauten
Zustand von der Kurbelwelle kommt, ist hier ein Gehäuse 131 vorgesehen, in welchem
z.B. über die Verzahnung axial beweglich ein Stopfen 130 angeordnet ist. Der Stopfen
130 selbst wiederum ist drehfest, z.B. über Übermaßpassung mit der Welle 3 verbunden.
Alternativ erfolgt die Axialverstellung zwischen Stopfen 130 und Gehäuse 131 in Folge
der axialen Verschiebung der Welle 3 durch eine entsprechende Innenverzahnung. Das
Gehäuse 131 ist dabei axial gelagert. Die Nockenwelle 1 der Fig. 13 unterscheidet
sich dadurch von der Variante der Fig. 12, dass die Welle 3 direkt mit dem Gehäuse
131 z.B. über eine entsprechende Verzahnung, welche die axiale Verschiebung erlaubt,
gekoppelt ist. Eine Axialverstellung ist hier ebenfalls möglich durch Kugeln, welche
sich in Laufbahnen zwischen der Welle 3 und dem Gehäuse 131 befinden.
[0021] Die Varianten der Nockenwelle 1 der Figuren Fig. 12 und Fig. 13 erlauben nur die
Verschiebung alle Nockenpakete 2' gleichzeitig, da alle Nockenpakete 2' fest mit der
Welle 3 bzw. mit dem mit der Welle 3 identischen Verstellelement 4 verbunden sind.
Das Verschieben während ein Nocken ein Ventil betätigt, d.h. außerhalb des Grundkreises,
ist dabei bedingt durch die unterschiedlich breiten Nocken 21, 22 möglich. Die Varianten
der Fig. 1 bis 4 und Fig. 11 erlauben es weiterhin durch das Verstellelement 4 in
Verbindung mit der Welle 3, dass nicht alle Nockenpakete verschoben werden, da die
Nockenpakete mit dem in diesen Ausgestaltungen von der Welle 3 unterschiedlichen Verstellelement
4 fest verbunden sind. Diese Möglichkeit, dass einzelne Nocken nicht verschoben werden,
erlaubt z.B. bei der Variante der Fig. 1 die Verwendung eines Einzelnockens 8, welcher
nicht verändert wird. Die Variante der Fig. 14 ermöglicht es, beide Ventile jedes
Zylinders mit unterschiedlichen Kombinationen von Nockenkonturen zu steuern. Hierfür
ist jeweils ein Nockenpaket 2' für ein Ventil mit der Welle 3 und ein Nockenpaket
2 über das Kontaktelement 5 durch die Nut 30 mit dem Verstellelement 4 verbunden.
Es werden somit zwei getrennte Systeme für das Verstellen der Nockenwelle 1 verwendet.
Das Verstellelement 4 wird dabei von der Axialverstelleinheit 6 und den Aktoren 60
axial verschoben und das Rohr 3 von der Zusatzaxialverstelleinheit 9 mit den ihr zugeordneten
Aktoren 90. Um weiterhin eine Radialverdreheinheit 7 am anderen Ende der Nockenwelle
1 und somit die radiale Verdrehung der Nocken zueinander zu ermöglichen, ist die Zusatzaxialverstelleinheit
9 hier in diesem dargestellten Beispiel seitlich angebracht. Auch in diesem Beispiel
möge - die hier nicht dargestellte - Kurbelwelle z.B. über eine - hier ebenfalls nicht
dargestellte - Kette die Nockenwelle 1 antreiben. Die Nockenpakete 2, welche mit dem
Verstellelement 4 verschoben werden, sind in dieser Ausgestaltung jeweils eine Einheit,
welche entsprechend zwei unterschiedliche Nockenkonturen aufweist. Das Verstellen
eines Nockens während der Betätigung des zugehörigen Ventils durch den Nocken wird
ebenfalls durch die passend breite Nockenkontur ermöglicht.
[0022] In der Fig. 15 a) ist ein Abschnitt einer weiteren Variante der Nockenwelle 1 dargestellt.
Hierbei ist es möglich, vier beispielsweise unterschiedlich große Gruppen an Nockenpaketen
2 zu bilden, welche jeweils gleichzeitig verstellt werden. In der Welle 3 befinden
sich für diesen Zweck vier Verstellelemente 4, welche jeweils über Kontaktelemente
5 mit den einzelnen Nockenpaketen 2 verbunden sind. Die einzelnen Verstellelemente
4 sind dabei z.B. in Form von übereinander angeordneten Trägerstreifen ausgestaltet,
wie z.B. in der Fig. 15b) gezeigt. Die Welle 3 weist dafür beispielsweise einen rechteckigen
freien Bereich in ihrem Inneren auf, an dessen Längsseiten sich jeweils mindestens
ein Schlitz oder allgemein eine Aussparung für die Kontaktelemente 5, welche auch
hier beispielsweise als Stifte ausgestaltet sind, anschließt. Alternativ befinden
sich in einer vollständig hohlen Welle 3 unterschiedliche Fixierelemente, welche die
beschriebene Innenkontur aufweisen oder sonst für eine Führung sorgen. Für das Verschieben
der Nockenpakete 2, die hier auf der Welle 3 axial verschiebbar angeordnet sind, weisen
die Verstellelemente 4 Nuten 40 auf. Für den Ausschnitt der Fig. 15 a) sind in der
Fig. 15 c) die einzelnen Verstellelemente 4 nebeneinander angeordnet. Für die dargestellten
zwei Nockenpakete 2 sind zwei Kontaktelemente 5 - hier auf dem obersten und dem untersten
Verschiebeelement 4 - vorgesehen, welche an unterschiedlichen axialen Positionen liegen.
Da die Kontaktelemente 5 vollständig durch die Welle 3 und somit durch alle Verstellelemente
4 hindurchragen, weisen die beiden anderen Verstellelemente 4 auf der Höhe der Kontaktelemente
5 jeweils Nuten 40 auf, welche das axiale Verschieben der anderen Elemente erlauben.
Somit können die einzelnen Verstellelemente 4 einzeln axial versetzt werden. Alternativ
lassen sich über die Nuten der Verstellelemente 40, d.h. über deren Ausgestaltung
und Anordnung, auch die axialen Bewegungen der einzelnen Verstellelemente 4 miteinander
koppeln. Da es in dieser Variante möglich ist, einzelne Nockenpakete 2 gezielt zu
verschieben, ist es z.B. auch nicht erforderlich, dass die einzelnen Nocken unterschiedliche
Breiten aufweisen, da die Verschiebung vorzugsweise auf dem Grundkreis vorgenommen
werden kann. Eine Kombination ist jedoch auch möglich, um ggf. besondere Anforderungen
für das Verstellen der Nockenwelle 1 zu erfüllen. Mit der hier gezeigten Variante
lassen sich vier Gruppen an Nockenpaketen bilden oder es lassen sich auch nur einzelne
Nockenpakete gesondert ansteuern. Eine andere Anzahl von Gruppen ist auch möglich,
wobei ggf. die Anzahl der einzelnen hier flach ausgestalteten Verstellelemente 4 zu
verringern oder zu erhöhen ist. Die Variante der Verstellelemente 4 der Fig. 15 lässt
sich passend auch mit den obigen Varianten kombinieren, wenn z.B. ein Ventil gesondert,
die anderen jedoch gruppenweise verschoben werden sollen. Alternativ oder ergänzend
zu den blech- oder streifenartigen Verstellelementen 4 können auch Rohre z.B. teleskopartig
ineinander angeordnet sein. Die Realisierung von mehreren Gruppen von gleichzeitig
betätigten Nockenpaketen erlaubt auch das Verstellelement 4 der Fig. 16. Innerhalb
der Welle 3 ist hier ein Verstellelement 4 vorgesehen, welches aus - in diesem Beispiel
- vier Segmenten besteht, welche einzeln axial verschiebbar sind.
[0023] Ein mögliches radiales Verdrehen der einzelnen Segmente und damit der jeweils damit
verbundenen Nockenpakete zeigen die Abbildungen Fig. 17 a) und b). Dabei lassen sich
- in der dargestellten Konfiguration - jeweils zwei einander gegenüberliegende Segmente
radial zueinander verstellen, indem zwischen den benachbarten Segmenten ein Freiraum
besteht, in welchen - in dieser Ausgestaltung - ein Fixierelement 10 eingebracht wird.
Die Anzahl der Segmente lässt sich entsprechend den Bedürfnissen bzw. der Anzahl der
Zylinder anpassen.
1. Verstellbare Nockenwelle (1),
mit mindestens einer Welle (3),
und
mit mindestens einem Nockenpaket (2), welches mindestens zwei unterschiedliche Nocken
(21, 22) und/oder Nockenkonturen aufweist,
wobei die Nocken (21, 22) und/oder die Nockenkonturen des Nockenpakets (2) unterschiedliche
Breiten aufweisen,
wobei das Nockenpaket (2) axial längs einer Längsachse der Nockenwelle (1) verschiebbar
ausgestaltet ist,
wobei mindestens ein Verstellelement (4) vorgesehen ist, welches axial längs der Längsachse
verschiebbar ausgestaltet ist,
und
wobei das Verstellelement (4) über mindestens ein Kontaktelement (5) mit dem Nockenpaket
(2) mechanisch gekoppelt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Welle (3) axial längs der Längsachse der Nockenwelle (1) verschiebbar ausgestaltet
ist,
und
dass mindestens ein Nockenpaket (2') vorgesehen ist, welches fest mit der Welle (3) verbunden
ist,
so dass über das Verstellelement (4) und die Welle (3) zumindest zwei unterschiedliche
Nockenpakete (2, 2') unabhängig voneinander verstellbar sind.
2. Nockenwelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Nockenpakete (2) vorgesehen und axial auf der Welle (3) verschiebbar angeordnet
sind,
und
dass mindestens zwei der Nockenpakete (2) mechanisch mit dem Verstellelement (4) gekoppelt
sind.
3. Nockenwelle (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstellelement (4) radial um die Längsachse der Nockenwelle (1) drehbar ausgestaltet
ist.
4. Nockenwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Axialverstelleinheit (6) vorgesehen ist, welche mit dem Verstellelement
(4) verbunden ist und welche das Verstellelement (4) zumindest abschnittsweise axial
verschiebt.
5. Nockenwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Verstellelemente (4) vorgesehen sind, welche axial längs der Längsachse der
Nockenwelle (1) verschiebbar ausgestaltet sind.
6. Nockenwelle (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verstellelement (4) als Vollzylinder oder als Rohr oder als Segment eines Zylinders
oder als Segment eines Rohres oder als Blechteil ausgestaltet ist.
1. Adjustable cam shaft (1),
with at least one shaft (3),
and
with at least one cam package (2), which has at least two
different cams (21, 22) and/or cam contours,
whereby the cams (21, 22) and/or the cam contours of the cam package have (2) different
widths,
whereby the cam package (2) is designed to be movable axially along one longitudinal
axis of the cam shaft (1),
whereby at least one adjustment element (4) which is designed to be movable axially
along the longitudinal axis is provided for,
and
whereby the adjustment element (4) is mechanically coupled with the cam package (2)
by at least one contact element (5),
characterised in
that the shaft (3) is designed to be movable axially along the
longitudinal axis of the cam shaft (1),
and
that at least one cam package (2') which is firmly connected to the shaft (3) is provided
for,
so that at least two different cam packages (2, 2') are adjustable independently of
one another
via the adjustment element (4) and the shaft (3).
2. Cam shaft in accordance with claim 1,
characterised in
that several cam packages (2) are provided for and arranged to be moved axially on the
shaft (3),
and that at least two of the cam packages (2) are mechanically coupled with the adjustment
element (4).
3. Cam shaft (1) in accordance with claim 1 or 2,
characterised in
that the adjustment element (4) is designed to be rotated radially around the longitudinal
axis of the cam shaft (1).
4. Cam shaft in accordance with one of the claims 1 to 3,
characterised in
that at least one axial adjustment unit (6) which is connected to the adjustment element
(4) is provided for, and which slides the adjustment element (4) axially at least
in sections.
5. Cam shaft in accordance with one of the claims 1 to 4,
characterised in
that several adjustment elements (4), which are designed to be movable axially along the
longitudinal axis of the cam shaft (1), are provided for.
6. Cam shaft (1) in accordance with one of the claims 1 to 5,
characterised in
that the adjustment element (4) is designed as a full cylinder or as a pipe or as a segment
of a cylinder or as a segment of a pipe or as a sheet metal part.
1. Arbre à cames réglable (1),
avec au moins un arbre (3),
et
avec au moins un ensemble de cames (2) qui présente au moins deux cames (21, 22) et/ou
contours de cames différents,
les cames (21, 22) et/ou les contours de cames de l'ensemble de cames (2) présentant
des largeurs différentes,
l'ensemble de cames (2) étant configuré mobile axialement le long d'un axe longitudinal
de l'arbre à cames (1),
un élément de réglage (4) au moins, qui est configuré mobile axialement le long de
l'axe longitudinal, étant prévu,
et
l'élément de réglage (4) étant accouplé mécaniquement à l'ensemble de cames (2) par
l'intermédiaire d'au moins un élément de contact (5),
caractérisé en ce
que l'arbre (3) est configuré mobile axialement le long de l'axe longitudinal de l'arbre
à cames (1),
et
qu'au moins un ensemble de cames (2'), qui est relié de façon fixe à l'arbre (3), est
prévu,
de sorte que, par l'intermédiaire de l'élément de réglage (4) et de l'arbre (3), au
moins deux ensembles de cames (2, 2') différents sont réglables indépendamment l'un
de l'autre.
2. Arbre à cames selon revendication 1,
caractérisé en ce
que plusieurs ensembles de cames (2) sont prévus et placés mobiles axialement sur l'arbre
(3),
et
qu'au moins deux des ensembles de cames (2) sont accouplés mécaniquement à l'élément
de réglage (4).
3. Arbre à cames (1) selon revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce
que l'élément de réglage (4) est configuré radialement rotatif autour de l'axe longitudinal
de l'arbre à cames (1).
4. Arbre à cames selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce
qu'au moins qu'une unité de réglage axiale (6), qui est reliée à l'élément de réglage
(4) et qui déplace l'élément de réglage (4) axialement par sections au moins,
est prévue
5. Arbre à cames selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce
que plusieurs éléments de réglage (4), qui sont configurés mobiles axialement le long
de l'axe longitudinal de l'arbre à cames (1), sont prévus.
6. Arbre à cames (1) selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce
que l'élément de réglage (4) est configuré en tant que cylindre massif ou en tant que
tube ou en tant que segment d'un cylindre ou en tant que segment d'un tube ou en tant
qu'élément en tôle.