(19)
(11) EP 2 348 245 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
15.10.2014  Patentblatt  2014/42

(21) Anmeldenummer: 11152013.6

(22) Anmeldetag:  25.01.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
F21S 2/00(2006.01)
F21W 131/107(2006.01)
F21V 33/00(2006.01)

(54)

System und Leuchteneinheit zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer Fassadenstruktur

System and light unit for illuminating and lighting a facade structure

Système et unité de lampe pour l'éclaircissement ou l'éclairage d'une structure de façade


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 25.01.2010 DE 202010001365 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
27.07.2011  Patentblatt  2011/30

(73) Patentinhaber: Zumtobel Lighting GmbH
6850 Dornbirn (AT)

(72) Erfinder:
  • Clauss, Bernd
    6800, Feldkirchen (AT)
  • Skergeth, Sascha
    6890, Lustenau (AT)

(74) Vertreter: Thun, Clemens et al
Mitscherlich PartmbB Patent- und Rechtsanwälte Sonnenstraße 33
80331 München
80331 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 760 393
DE-A1- 3 214 596
GB-A- 579 885
US-B1- 6 435 697
EP-A2- 1 635 110
DE-U1- 8 314 870
US-A1- 2006 146 531
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer Fassadenstruktur. Die aufzuhellende bzw. zu beleuchtende Fassadenstruktur ist hierbei aus mehreren länglichen Profilelementen gebildet, welche zu einer gerüstartigen Struktur zusammengefügt und dazu ausgebildet sind, plattenartige Fassadenelemente, beispielsweise Glasscheiben zu halten.

    [0002] Es sind unterschiedlichste Wege bekannt, Außenfassaden von Gebäuden zu beleuchten. Sehr häufig werden beispielsweise in unmittelbarer Umgebung des Gehäuses im Boden angeordnete Strahler verwendet, deren Licht vertikal nach oben entlang der Fassade abgestrahlt wird. Es ergeben sich hierbei vertikale Lichtkegel, deren Intensität mit zunehmender Höhe abnimmt. Auch das unmittelbare Bestrahlen von Gebäudeaußenseiten durch Strahler ist bekannt.

    [0003] Die Erfindung betrifft nunmehr solche Fassadenstrukturen, bei denen mehrere Profilelemente zu einer gerüstartigen Struktur zusammengefügt sind. Dieses Gerüst dient dann dazu, plattenartige Fassadenelemente, beispielsweise Glasscheiben oder dergleichen zu halten. In diesem Fall ist gewünscht, insbesondere die Gerüststruktur einer derartigen Fassadenstruktur aufzuhellen. Es sollen also in erster Linie die Außenseiten der Profilelemente aufgehellt bzw. beleuchtet oder durch leuchtende Elemente nachgebildet werden, nicht jedoch die von diesen Profilelementen gehaltenen plattenförmigen Fassadenelemente.

    [0004] Der amerikanischen Patentanmeldung US2006/0146531 A1 und der europäischen Patentanmeldung EP1 635 110 A2 können Vorrichtungen entnommen werden, die sich zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer Fassadenstruktur eignen.

    [0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine weitere bzw. alternative Lösung zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer derartigen Fassadenstruktur anzugeben.

    [0006] Die Aufgabe wird durch ein System mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche 1 und 6 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

    [0007] Die erfindungsgemäße Lösung beruht darauf, zur Aufhellung bzw. Beleuchtung der Fassadenstruktur Leuchten-Einheiten zu verwenden, welche an den Fassaden-Profilelementen befestigt werden und derart ausgestaltet sind, dass sie gezielt die gerüstartige Struktur beleuchten bzw. die Struktur leuchtend nachbilden.

    [0008] Gemäß einer ersten Variante ist hierbei vorgesehen, dass das System mehrere längliche Leuchten-Einheiten aufweist, welche dazu ausgebildet sind, an der Außenseite der Fassaden-Profilelemente befestigt zu werden.

    [0009] Erfindungsgemäß wird dementsprechend ein System zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer Fassadenstruktur angegeben, das mehrere die Fassadenstruktur bildende längliche Profilelemente aufweist, welche zu einer gerüstartigen Struktur zusammengefügt und dazu ausgebildet sind, plattenartige Fassadenelemente, beispielsweise Glasscheiben zu halten, wobei das System außerdem mehrere längliche Leuchten-Einheiten aufweist, welche dazu ausgebildet sind, an der Außenseite der Fassaden-Profilelemente befestigt zu werden.

    [0010] Gemäß dieser ersten Variante ist also vorgesehen, dass die Leuchten-Einheiten unmittelbar die gerüstartige Struktur der Fassadenstruktur nachbilden und entsprechend Licht abgeben. Insgesamt wird dementsprechend eine netzartige Beleuchtungsanordnung gebildet, durch welche Licht abgegeben wird.

    [0011] Im Gegensatz hierzu ist bei einer zweiten erfindungsgemäßen Variante vorgesehen, dass die Fassaden-Profilelemente in ihrer Längsrichtung beleuchtet bzw. angestrahlt werden. Hierzu werden Leuchten-Einheiten eingesetzt, welche als Strahler ausgebildet und in entsprechender Weise ausgerichtet sind.

    [0012] Gemäß dieser zweiten Variante wird dementsprechend ein System zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer Fassadenstruktur angegeben, das mehrere die Fassadenstruktur bildende längliche Profilelemente aufweist, welche zu einer gerüstartigen Struktur zusammengefügt und dazu ausgebildet sind, plattenartige Fassadenelemente, beispielsweise Glasscheiben zu halten, wobei das System außerdem mehrere Leuchten-Einheiten aufweist, welche als Strahler ausgebildet und derart an den Fassaden-Profilelementen angeordnet sind, dass sie Licht in Längsrichtung des zugehörigen Fassaden-Profilelements abstrahlen. Dabei ist vorgesehen, dass die Leuchten-Einheiten an den jeweiligen Enden der Fassaden-Profilelemente an den Knotenpunkten der Fassadenstruktur angeordnet sind. Es ergibt sich hierbei ein optisch sehr ansprechender lichttechnischer Effekt, durch den die gerüstartige Struktur beleuchtet wird.

    [0013] Der bei dieser zweiten Variante erzielbare lichttechnische Effekt unterscheidet sich hinsichtlich der Beleuchtung der Fassadenstruktur nunmehr darin, dass von einzelnen Stellen aus die Profilelemente der Fassadenstruktur gezielt beleuchtet werden. Es ergeben sich dabei in unmittelbarer Nähe der Leuchten-Einheiten so genannte Hotspots, also Bereiche mit einer sehr hohen Helligkeit, wobei dann die Intensität mit zunehmender Entfernung von der Lichtquelle hin abfällt. Auch auf diesem Wege besteht allerdings die Möglichkeit, die gerüstartige Struktur der Fassade gezielt aufzuhellen.

    [0014] Bei der ersten Variante ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Leuchten-Einheiten jeweils dazu ausgebildet sind, Licht über im Wesentlichen die gesamte Länge einer Leuchten-Einheit hinweg in eine von den Fassaden-Profilelementen abgewandte Richtung abzustrahlen. Die Leuchten-Einheiten weisen hierzu vorzugsweise als Leuchtmittel mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordnete punktförmige Lichtquellen auf, wobei dann vorzugsweise optische Mittel zur Vergleichmäßigung der Lichtabgabe vorgesehen sein können. Soll hingegen die Fassadenstruktur in punktförmiger Weise nachgebildet werden, so könnte auf die entsprechenden optischen Mittel zur Vergleichmäßigung auch verzichtet werden. Bei diesen optischen Mitteln kann es sich beispielsweise um eine entsprechende Folie und/oder einen länglichen Diffusor handeln.

    [0015] Die Leuchten-Einheiten selbst können vorzugsweise längliche Profilelemente aufweisen, welche zur Halterung der Leuchtmittel genutzt werden. Es kann dann insbesondere vorgesehen sein, dass die Einheiten ferner längliche Abdeckplatten aufweisen, welche an den Profilelementen lösbar befestigt sind und in denen eine längliche Öffnung zur Lichtabgabe ausgebildet ist. Zumindest ein Teil der optischen Mittel zur Vergleichmäßigung der Lichtabgabe kann dann vorzugsweise innerhalb der länglichen Öffnung angeordnet sein. Im Verbindungsbereich zwischen den Profilelementen und den Abdeckplatten können ferner Dichtmittel vorgesehen sein, um die Leuchtmittel vor äußeren Einflüssen, insbesondere vor Staub und Feuchtigkeit zu schützen.

    [0016] Bei beiden Varianten weisen die Leuchten-Einheiten vorzugsweise LEDs als Lichtquellen auf. Hierbei kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass verschiedenfarbige LEDs eingesetzt werden, um ggf. über eine zentrale Steuerung eine Beeinflussung der Farbe und/oder Intensität des abgegebenen Lichts zu ermöglichen. Den Leuchten-Einheiten sind ferner Betriebsgeräte zugeordnet, wobei diese vorzugsweise im montierten Zustand des Systems getrennt von den Leuchten-Einheiten, insbesondere im Inneren des Gebäudes angeordnet sind. Hierdurch ist gewährleistet, dass die an der Außenfassade anzuordnenden Leuchten-Einheiten sehr kompakt, insbesondere sehr flach ausgestaltet werden können und dementsprechend das Erscheinungsbild der Fassade nicht bzw. nur unwesentlich beeinflussen. Die Leuchten-Einheiten sind hierbei vorzugsweise derart ausgebildet, dass sie werkzeuglos an den Fassaden-Profilelementen befestigt werden können. Insbesondere können die Einheiten auf die Fassadenprofilelemente aufgeschnappt oder mit diesen verrastet werden.

    [0017] Letztendlich wird bei beiden Varianten die Möglichkeit eröffnet, die gerüstartige Struktur einer Gebäudefassade gezielt aufzuhellen bzw. leuchtend nachzubilden.

    [0018] Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert werden. Es zeigen:
    Fig. 1
    die Struktur einer mit dem erfindungsgemäßen System zu beleuchtenden Fassade;
    Fig. 2
    den grundsätzlichen Aufbau eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems;
    Fig. 3 bis 5
    Ansichten einer Leuchten-Einheit des erfindungsgemäßen Systems;
    Fig. 6 und 7
    Schnittdarstellungen der Leuchten-Einheit;
    Fig. 8
    eine schematische Darstellung der Funktionsweise der optischen Mittel zur Vergleichmäßigung der Lichtabgabe;
    Fig. 9
    Ansichten eines als Leuchtmittel genutzten LED-Moduls;
    Fig. 10 und 11
    Ansichten einer Leuchten-Einheit in Explosionsdarstellung;
    Fig. 12
    eine weitere Ansicht einer Leuchten-Einheit;
    Fig. 13 und 14
    ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems; und
    Fig. 15 und 16
    Schnittdarstellungen des zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems.


    [0019] Figur 1 zeigt schematisch einen Ausschnitt einer Gebäudefassade 100, die mit dem erfindungsgemäßen System beleuchtet werden soll. Grundsätzlich weist die Fassade 100 eine gerüstartige Konstruktion auf, welche durch mehrere Profilelemente gebildet ist. Die Profilelemente 101 sind hierbei zu einer Wabenstruktur angeordnet, d.h. sie umschließen bzw. halten jeweils hexagonale Flächen, die durch Fassadenelemente 102 gebildet werden. Die Fassadenelemente 102 können beispielsweise durch Glasscheiben gebildet werden. Denkbar wäre allerdings auch, lichtundurchlässige Fassadenelemente zu verwenden.

    [0020] Das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem soll nunmehr dazu dienen, gezielt die Gerüststruktur aufzuhellen bzw. leuchtend nachzubilden. Die dargestellte Wabenstruktur, welche durch die Profilelemente 101 gebildet wird, soll dementsprechend leuchtend erscheinen. Nachfolgend werden zwei Varianten des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems beschrieben, durch welche dieses Ziel erreicht wird. Vorab ist allerdings darauf hinzuweisen, dass die Erfindung selbstverständlich nicht auf derartige Wabenstrukturen beschränkt ist. Grundsätzlich können mit dem erfindungsgemäßen System alle Arten von gerüstartigen Strukturen einer Fassadenstruktur aufgehellt werden.

    [0021] Die vorliegende Erfindung basiert darauf, dass Fassadenprofilkonstruktionen in der Regel immer in gleicher Weise aufgebaut sind. Sie bestehen aus einer tragenden Profilunterkonstruktion, auf welche ein Deckschalenprofil aufgeschnappt wird. Dieses Deckschalenprofil wird bei den erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen entweder komplett durch eine Leuchten-Einheit ersetzt oder partiell an bestimmten Positionen mit Strahlern bestückt, welche die gewünschte Aufhellung bewirken.

    [0022] Die Figuren 2 bis 12 zeigen nunmehr eine erste Variante, bei der die Deckschalenprofile der Gerüststruktur vollständig durch Leuchten-Einheiten ersetzt werden. Figur 2 zeigt hierbei drei Leuchten-Einheiten 10, welche werkzeuglos an den Profilelementen 110 der Fassadengerüstkonstruktion befestigt werden. Insbesondere ist vorgesehen, dass die Leuchten-Einheiten 10 werkzeuglos befestigt werden, beispielsweise auf die Profilelemente 110 aufgeschnappt werden. In diesem Fall wird also im Wesentlichen die komplette Oberseite der Gerüstkonstruktion durch die Leuchten-Einheiten 10 ersetzt.

    [0023] Der Aufbau der Leuchten-Einheiten 10 kann den verschiedenen Darstellungen, insbesondere jedoch den Schnittdarstellungen der Figuren 6 und 7 sowie der Explosionsdarstellung in Figur 10 entnommen werden. Erkennbar ist, dass die Leuchten-Einheiten 10 sehr flach ausgebildet sind. Sie werden durch Aluminium-Profilelemente 11 gebildet, welche auf die Fassadenkonstruktion aufgeschnappt werden. Innerhalb der Profilelemente 11 sind Leuchtmittel angeordnet, die im dargestellten Ausführungsbeispiel durch längliche LED-Module 12 gebildet werden, bei denen eine Vielzahl von LEDs in Längsrichtung hintereinander angeordnet ist. Die Profilelemente 11 der Leuchten-Einheiten 10 werden durch Abdeckplatten 13 verschlossen, welche jeweils eine längliche Lichtaustrittsöffnung 14 bilden, über welche das Licht der LEDs abgegeben wird.

    [0024] Vorzugsweise ist in der Lichtaustrittsöffnung 14 ein längliches Diffusor-Element 15 - z.B. aus PMMA - angeordnet. Gemeinsam mit einer in dem Profilelement 11 angeordneten optischen Folie 16 wird hierdurch das Licht der LEDs - wie in Fig. 8 gezeigt - derart gestreut bzw. beeinflusst, dass anstelle einzelner Lichtpunkte eine gleichmäßige Lichtabgabe über die Lichtaustrittsöffnung 14 hinweg erfolgt. Hierdurch werden über die gesamte Gerüstkonstruktion der Fassadenstruktur hinweg homogene Lichtstreifen gebildet, welche die Struktur des Gerüsts nachbilden. Falls gewünscht könnte auf eine derartige Vergleichmäßigung der Lichtabgabe allerdings auch verzichtet werden.

    [0025] Der Einsatz von LEDs als Lichtquellen bietet sich im vorliegenden Fall insofern an, als hierdurch eine sehr flache Bauweise für die Leuchten-Einheiten 10 erzielt werden kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass - im Falle der Verwendung verschiedenfarbiger LEDs - die Farbe des abgegebenen Lichts in einfacher Weise beeinflusst werden kann. Die Ansteuerung der Leuchtmittel erfolgt vorzugsweise über nicht dargestellte Betriebsgeräte, welche getrennt von den Leuchten-Einheiten 10 angeordnet sind. Insbesondere können diese Betriebsgeräte im Inneren des zu beleuchtenden Gebäudes angeordnet werden. Zwischen den Profilelementen 11 und den Abdeckplatten 12 sind ferner Dichtmittel vorgesehen, um die Lichtquellen vor äußeren Einflüssen, insbesondere vor Feuchtigkeit zu schützen.

    [0026] Die Montage des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems stellt sich als besonders einfach dar, da hierzu im Wesentlichen lediglich die bei der Fassadengerüstkonstruktion vorhandenen Deckschalenprofile entfernt und durch die Leuchten-Einheiten 10 ersetzt werden müssen. Dementsprechend ist auch ein Nachrüsten bereits vorhandener Fassaden ohne Weiteres möglich.

    [0027] Bei dem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Systems, welches in den Figuren 13 bis 16 dargestellt ist, bleiben die Deckschalenprofile 111 der Fassadenstruktur weitestgehend vorhanden. Stattdessen sind nunmehr an einzelnen Stellen der Fassadenstruktur Leuchten-Einheiten 30 vorgesehen, welche die Oberseite der Gerüstkonstruktion gezielt beleuchten. Bei diesen Leuchten-Einheiten 30 handelt es sich um Strahler, welchejeweils an den Endbereichen der Fassadenprofilelemente angeordnet sind. Es ergibt sich hierbei eine Anordnung der Leuchten-Einheiten 30 an den Knotenpunkten der Gerüstkonstruktion.

    [0028] Wie die Schnittdarstellungen der Figuren 15 und 16 zeigen, weisen die einzelnen Leuchten-Einheiten 30 jeweils ein Gehäuse 31 auf, welches auf den Endbereich eines Profilelements 110 aufgeschnappt wird. Innerhalb des Gehäuses 31 ist ein LED-Strahler 32 angeordnet, dessen Licht über ein Lichtabstrahlfenster 33 des Gehäuses 31 abgegeben wird. Mit Hilfe optischer Mittel 34 wird dann die Lichtabgabe gezielt auf die Oberseite der Deckschalenprofile 111 der Gerüstkonstruktion gerichtet. Hierbei ergibt sich im an die Leuchten-Einheit 30 angrenzenden Bereich eine höhere Helligkeit, ein so genannter Hotspot, wobei dann die Helligkeit mit zunehmender Entfernung von der Leuchten-Einheit 30 abnimmt. Da vorzugsweise an beiden Enden der Profilelemente 110 entsprechende Leuchten-Einheiten 30 angeordnet sind, ergibt sich ein Lichtabfall bis zur Mitte der Profilelemente 110 hin, wobei anschließend die Helligkeit wieder zunimmt.

    [0029] Erkennbar ist in den Figuren 15 und 16 auch, dass wiederum die LED-Strahler 32 über entsprechende Leitungen 35 mit separat angeordneten - nicht dargestellten - Betriebsgeräten verbunden sind. Auch bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel wäre es denkbar, verschiedenfarbige Lichtquellen zu verwenden, um ggf. im Laufe des Betriebs die Farbe und/oder Helligkeit, mit der die Fassadengerüstkonstruktion beleuchtet werden soll, in bestimmter Weise zu beeinflussen.


    Ansprüche

    1. System zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer Fassadenstruktur (100), aufweisend

    • mehrere die Fassadenstruktur (100) bildende längliche Profilelemente (101, 110), welche zu einer gerüstartigen Struktur zusammengefügt und dazu ausgebildet sind, plattenartige Fassadenelemente (102), beispielsweise Glasscheiben zu halten, und

    • mehrere längliche Leuchten-Einheiten (10), welche dazu ausgebildet sind, an der Aussenseite der Fassaden-Profilelemente (101, 110) befestigt zu werden.


     
    2. System nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchten-Einheiten (10) jeweils dazu ausgebildet sind, Licht über im Wesentlich die gesamte Länge einer Leuchten-Einheit (10) hinweg in eine von den Fassaden-Profilelementen (101, 110) abgewandte Richtung abzustrahlen.
     
    3. System nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchten-Einheiten (10) als Lichtmittel jeweils mehrere in Längsrichtung hintereinander angeordnete punktförmige Lichtquellen aufweisen, wobei den Lichtquellen optische Mittel zur Vergleichmäßigung der Lichtabgabe zugeordnet sind, und wobei die optischen Mittel vorzugsweise durch eine Folie (16) und/oder einen Diffusor (15) gebildet sind.
     
    4. System nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchten-Einheiten (10) längliche Profilelemente (11) zur Halterung der Leuchtmittel aufweisen.
     
    5. System nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchten-Einheiten (10) ferner längliche Abdeckplatten (13) aufweisen, welche an den Profilelementen (11) lösbar befestigt sind und in denen eine längliche Öffnung (14) zur Lichtabgabe ausgebildet ist, wobei vorzugsweise in der länglichen Öffnung (14) optische Mittel zur Vergleichmäßigung der Lichtabgabe angeordnet sind, und wobei vorzugsweise im Verbindungsbereich zwischen den Profilelementen (11) und den Abdeckplatten (13) Dichtmittel angeordnet sind.
     
    6. System zur Aufhellung bzw. Beleuchtung einer Fassadenstruktur (100), aufweisend

    • mehrere die Fassadenstruktur (100) bildende längliche Profilelemente (101, 110), welche zu einer gerüstartigen Struktur zusammengefügt und dazu ausgebildet sind, plattenartige Fassadenelemente (102), beispielsweise Glasscheiben, zu halten,

    • mehrere Leuchten-Einheiten (30), welche als Strahler ausgebildet und derart an den Fassaden-Profilelementen (101, 110) angeordnet sind, dass sie Licht in Längsrichtung das zugehörigen Fassaden-Profilelements (101, 110) abstrahlen, dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchten-Einheiten (30) an den jeweiligen Enden der Fassaden-Profilelemente (101, 110) an Knotenpunkten der Fassadenstruktur (100) angeordnet sind.


     
    7. System nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchten-Einheiten (10, 30) LEDs als Lichtquellen aufweisen.
     
    8. System nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass den Leuchten-Einheiten (10, 30) Betriebsgeräte zugeordnet sind, welche im montierten Zustand des Systems getrennt von den Leuchten- Einheiten (10, 30), insbesondere im Inneren eines Gebäudes angeordnet sind.
     
    9. System nach einem der vorherigen Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Leuchten-Einheiten (10, 30) dazu ausgebildet sind, werkzeuglos an den Fassaden-Profilelementen (110) befestigt, insbesondere auf diese aufgeschnappt oder mit diesen verrastet zu werden.
     


    Claims

    1. A system for lightening or illuminating a façade structure (100), having

    • a plurality of elongate profiled elements (101, 110) that constitute the façade structure (100) and are joined together to give a framework-like structure and are formed to hold plate-like façade elements (102), for example glass panes, and

    • a plurality of elongate luminaire units (10) which are formed so as to be secured to the outside of the profiled façade elements (101, 110).


     
    2. A system according to claim 1,
    characterised in that
    the luminaire units (10) are in each case formed so as to radiate light over substantially the whole length of a luminaire unit (10) in a direction away from the profiled façade elements (101, 110).
     
    3. A system according to claim 2,
    characterised in that
    the luminaire units (10) have as light means in each case a plurality of punctiform light sources that are arranged in a longitudinal direction one after the other, wherein associated with the light sources there are optical means to even out the light-emission, and wherein the optical means are preferably formed by a foil (16) and/or a diffuser (15).
     
    4. A system according to one of the previous claims,
    characterised in that
    the luminaire units (10) have elongate profiled elements (11) to hold the luminous means.
     
    5. A system according to claim 4,
    characterised in that
    the luminaire units (10) have, furthermore, elongate cover plates (13) which are detachably secured to the profiled elements (11) and in which an elongate opening (14) is formed for the light-emission, wherein optical means to even out the light-emission are arranged preferably in the elongate opening (14),
    and wherein sealing means are arranged preferably in the connecting region between the profiled elements (11) and the cover plates (13).
     
    6. A system for lightening or illuminating a façade structure (100), having

    • a plurality of elongate profiled elements (101, 110) that constitute the façade structure (100) and are joined together to give a framework-like structure and are formed to hold plate-like façade elements (102), for example glass panes,

    • a plurality of luminaire units (30) which are formed as spotlights and are arranged on the profiled façade elements (101, 110) in such a way that they radiate light in the longitudinal direction the associated profiled façade element (101, 110),
    characterised in that
    the luminaire units (30) are arranged at the respective ends of the profiled façade elements (101, 110) at the nodal points of the façade structure (100).


     
    7. A system according to one of the previous claims,
    characterised in that
    the luminaire units (10, 30) have LEDs as light sources.
     
    8. A system according to one of the previous claims,
    characterised in that
    associated with the luminaire units (10, 30) there are operating devices which, in the assembled state of the system, are arranged separately from the luminaire units (10, 30), in particular in the interior of a building.
     
    9. A system according to one of the previous claims,
    characterised in that
    the luminaire units (10, 30) are formed so as to be secured without tools on the profiled façade elements (110), in particular so as to be snapped onto these or latched with these.
     


    Revendications

    1. Système servant à illuminer ou à éclairer une structure de façade (100), présentant

    - plusieurs éléments profilés (101, 110) allongés formant la structure de façade (100), lesquels sont rassemblés pour former une structure de type ossature et sont réalisés pour maintenir des éléments de façade (102) de type plaques, tels que des vitres, et

    - plusieurs unités formant des lampes (10) allongées, qui sont réalisées pour être fixées au niveau du côté extérieur des éléments profilés (101, 110) de façade.


     
    2. Système selon la revendication 1,
    caractérisé en ce
    que les unités formant des lampes (10) sont respectivement réalisées pour émettre de la lumière, au-delà essentiellement de la longueur totale d'une unité formant une lampe (10), dans une direction opposée aux éléments profilés (101, 110) de façade.
     
    3. Système selon la revendication 2,
    caractérisé en ce
    que les unités formant des lampes (10) présentent, en tant que moyens lumineux, respectivement plusieurs sources de lumière ponctuelles disposées les unes derrière les autres dans la direction longitudinale, sachant que des moyens optiques servant à homogénéiser l'émission de lumière sont associés aux sources de lumière, et sachant que les moyens optiques sont formés de préférence par un film (16) et/ou un diffuseur (15).
     
    4. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que les unités formant lumière (10) présentent des éléments profilés (11) allongés servant à maintenir les moyens d'éclairage.
     
    5. Système selon la revendication 4,
    caractérisé en ce
    que les unités formant des lampes (10) présentent en outre des plaques de recouvrement (13) allongées, lesquelles sont fixées de manière amovible au niveau des éléments profilés (11) et dans lesquelles est réalisée une ouverture (14) allongée servant à émettre de la lumière, sachant que de préférence des moyens optiques servant à homogénéiser l'émission de lumière sont disposés dans l'ouverture (14) allongée,
    et sachant que de préférence des moyens d'étanchéité sont disposés dans la zone de jonction entre les éléments profilés (11) et les plaques de recouvrement (13).
     
    6. Système servant à illuminer ou à éclairer une structure de façade (100), présentant :

    - plusieurs éléments profilés (101, 110) allongés formant la structure de façade (100), lesquels sont rassemblés pour former une structure de type ossature et sont réalisés pour maintenir des éléments de façade (102) de type plaques, par exemple des vitres,

    - plusieurs unités formant des lampes (30), qui sont réalisées sous la forme de projecteurs et sont disposées au niveau des éléments profilés (101, 110) de façade de telle manière qu'ils émettent de la lumière dans la direction longitudinale de l'élément profilé (101, 110) de façade associé,
    caractérisé en ce
    que les unités formant des lampes (30) sont disposées au niveau des extrémités respectives des éléments profilés (101, 110) de façade au niveau de noeuds de la structure de façade (100).


     
    7. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que les unités formant des lampes (10, 30) présentent comme sources de lumière des LED.
     
    8. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que des appareils de service sont associés aux unités formant des lampes (10, 30), lesdits appareils de service étant disposés, lorsque le système est monté, en particulier à l'intérieur d'un bâtiment, de manière isolée des unités formant des lampes (10, 30).
     
    9. Système selon l'une quelconque des revendications précédentes,
    caractérisé en ce
    que les unités formant des lampes (10, 30) sont réalisées pour être fixées sans outil au niveau des éléments profilés (110) de façade, en particulier pour être verrouillées sur ces ceux-ci ou être encliquetés à ceux-ci.
     




    Zeichnung





























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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