[0001] Verfahren zur Einstellung von Betriebsparametern an einer Feuerungseinrichtung, insbesondere
an einem Gasbrenner mit Gebläse, wobei die von der Feuerungseinrichtung erzeugte Temperatur
(T
ist) von dem Wert der Luftzahl (λ) abhängt und bei dem Wert λ
1=1 ein Maximum (T
max) aufweist. Außerdem betrifft die Erfindung eine Feuerungseinrichtung, insbesondere
einen Gasbrenner, der zur Durchführung des Verfahrens angepasst ist.
[0002] Im Haushalt werden Gasbrenner beispielsweise als Durchlauferhitzer für die Bereitung
von Warmwasser in einem Kessel oder zur Bereitstellung von Heizwärme eingesetzt. In
den jeweiligen Betriebszuständen werden an das Gerät unterschiedliche Anforderungen
gestellt. Dies betrifft insbesondere die Leistungsabgabe des Brenners, üblicherweise
als Brennerbelastung bezeichnet, und die von der Brennerflamme erzeugte Temperatur.
[0003] Die Brennerbelastung wird im Wesentlichen durch die Einstellung der Menge von Verbrennungsluft
und des Mischungsverhältnisses zwischen Gas und Luft bestimmt. Die Einstellung des
Mischungsverhältnisses erfolgt, insbesondere bei im Haushalt eingesetzten Gasbrennern,
durch ein pneumatisches Gasregelventil (Prinzip des pneumatischen Verbunds). Bei der
pneumatischen Reglung werden Drücke oder Druckdifferenzen an Blenden, in Verengungen
oder in Venturidüsen gemessen. Diese Größen werden als Steuergrößen für das Gasregelventil
verwendet. Nachteilig an der pneumatischen Regelung ist jedoch insbesondere, dass
empfindliche mechanische Bauteile eingesetzt werden müssen, die auf Grund der Reibung
mit Hystereseeffekten behaftet sind. Besonders bei niedrigen Arbeitsdrücken kommt
es daher zu Ungennauigkeiten. Außerdem ist der Aufwand bei der Herstellung der mit
Membranen ausgestatteten pneumatischen Gasregelventile wegen der hohen Präzisionsanforderungen
beachtlich. Im pneumatischen Verbund kann zudem auf Änderungen der Gasart und -qualität
nicht flexibel reagiert werden. Um gewünschte Anpassungen der Gaszufuhr dennoch vornehmen
zu können, müssen zusätzliche Einrichtungen, z.B. Düsen und Blenden gasartenabhängig
bereitgestellt werden, was jedoch zusätzlichen Aufwand bedeutet.
[0004] Bei einer elektronischen Steuerung kann hingegen ein einfach steuerbares Gasregelventil,
etwa mit pulsweitenmodulierter Spule oder Schrittmotor, eingesetzt werden, um in Verbindung
mit einem drehzahlsteuerbaren Gebläse die gewünschte Luftmenge und das gewünschte
Gas-Luft-Mischungsverhältnis einzustellen (elektronischer Verbund). Dabei kann auf
Änderungen der Gasqualität flexibel reagiert werden.
[0005] Bei vorgegebener Luftmenge ist das Mischungsverhältnis zwischen Gas und Luft so einzustellen,
dass das Gas möglichst vollständig und sauber verbrennt. Zur Charakterisierung des
Mischungsverhältnisses zwischen Gas und Luft wird typischerweise die Luftzahl λ verwendet.
Sie ist definiert als das Verhältnis der tatsächlich zugeführten Luftmenge zu der
theoretisch für optimale stöchiometrische Verbrennung erforderlichen Luftmenge. Zu
einer Optimierung der Abgaswerte (CO, CO
2) werden Gasbrenner typischerweise mit Luftüberschuss betrieben. Der Sollwert für
die Luftzahl λ
s liegt für hygienisch optimale Verbrennung bei 1,3. Beim Betrieb eines Gasbrenners
mit elektronischem Verbund ist sicherzustellen, dass die Luftzahl λ bei den unterschiedlichen
Brennerbelastungen immer möglichst nahe am Sollwert λ
s liegt. Zusätzlich ist zu beachten, dass sich die Betriebsbedingungen nach der Inbetriebnahme
des Geräts ändern können und dann die Parameter der Verbrennungsregelung entsprechend
angepasst werden müssen.
[0006] In der
EP 770 824 B1 ist ein Verfahren beschrieben, bei dem mit Hilfe einer Ionisationselektrode ein Kalibrierzyklus
zum Nachzustellen des elektrischen Sollwerts der Ionisationselektrode durchlaufen
wird. Dadurch sollen Änderungen der thermischen Kopplung zwischen der Ionisationselektrode
und dem Gasbrenner, die beispielsweise auf Grund von Verschleiß, Verbiegen und auf
Grund von Verschmutzungen entstehen, ausgeglichen werden.
[0007] Mit diesem Verfahren, das alleine auf das Signal der Ionisationselektrode zurückgreift,
ist es zwar möglich das Ionisationssignal für λ = 1 genau zu bestimmen. Allerdings
kann der Sollwert für die Luftzahl anschließend nicht genau eingestellt werden, da
zum Beispiel die Anlagenkennlinie unberücksichtigt bleibt.
[0008] US 5971745 beschreibt ebenfalls ein Verfahren zur Einstellung von Betriebsparametern an einer
Feuerungseinrichtung mit Hilfe einer Ionisationselektrode.
[0009] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren anzugeben, mit dem die Parameter
der Verbrennung an geforderte Brennerbelastungen einfach und zuverlässig eingestellt
werden können. Auch ist es Aufgabe der Erfindung, eine entsprechende Vorrichtung zu
schaffen, mit der das Verfahren durchgeführt werden kann.
[0010] Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren gemäß Hauptanspruch sowie durch eine
Vorrichtung gemäß Anspruch 6.
[0011] Bei dem Verfahren zur Einstellung von Betriebsparametern an einer Feuerungseinrichtung,
insbesondere an einem Gasbrenner mit Gebläse, mit einer Luftmassenmessung, wobei die
von der Feuerungseinrichtung erzeugte Temperatur (T
ist) von dem Wert der Luftzahl (λ) abhängt und bei dem Wert λ
1=1 ein Maximum (T
max) aufweist, werden die folgende Schritte durchgeführt:
- Einsteuern eines vorgegebenen Luft-Massenstroms (mL);
- Ermitteln des für die Temperatur (Tmax) zugehörigen Gasmassenstroms (mGTmax).
- Festlegen eines Sollwerts der Luftzahl(λhy) für eine gewünschte hygienische Verbrennung;
- Einsteuern der gewünschten hygienischen Verbrennung durch Erhöhen des Luft-Massenstroms
(mL) um den Faktor (λhy) bei konstanter Zufuhr des Gasmassenstroms (mGTmax)·
[0012] Die sich dabei ergebende Ist-Temperatur wird registriert.
[0013] Ausgehend von einem zufällig oder zuletzt eingestellten Mischungsverhältnis zwischen
Luft und Brennstoff wird die pro Zeiteinheit zugeführte Brennstoffmenge bei konstanter
pro Zeiteinheit zugeführten Luftmenge kontinuierlich oder schrittweise verändert.
Durch Ermittlung und Erfassung der im Wirkungsbereich der Brennerflamme gemessenen
Temperatur wird die pro Zeiteinheit zugeführte Brennstoffmenge so eingestellt, dass
die gemessene Temperatur ein Maximum annimmt. Anschließend wird die pro Zeiteinheit
zugeführte Luftmenge unter Beibehaltung der vorher eingestellten Brennstoffmenge unter
Nutzung des Luftmassenstromsensors um den Faktor λ
hy erhöht. Auf diese Weise kann für jede gewünschte Brennerbelastung bei unterschiedlichen
Gasqualitäten, aber auch bei Veränderung von Einstellungen bzw. bei einer Änderung
der Charakteristika der am Gasbrenner angeordneten Sensoren, der Sollwert der Luftzahl
für hygienisch optimale Verbrennung genau, sicher und zuverlässig eingestellt werden.
[0014] Aus konstruktionsbedingten Gründen kann es möglich sein, dass mit der Erhöhung der
Luftmenge zwangsläufig auch eine Erhöhung der Gasmenge einhergeht. In einem solchen
Fall kann eine konstruktiv geeignet gestaltete Zumischungsgeometrie die Erhöhung der
Gasmenge auf einen vernachläßigbaren Wert reduzieren.
[0015] Durch Verwendung von Massenstromsensoren im Gasmassenstrom kann jedoch ohne konstruktive
Anpassung eine Steuereinrichtung den Gasmassenstrom durch eine entsprechende Beaufschlagung
des Gasventils auf den bei T
max gefundenen Wert m
Gtmax zurückstellen.
[0016] Schließlich ist es auch möglich, den erhöhten Gasmassenstrom rechnerisch zu ermitteln
und die Luftzahl λ
hy entsprechend höher einzustellen. Auch kann daran gedacht werden, die Gasmenge um
den errechneten Wert zu reduzieren, was jedoch ein höchst genaues Ventil erfordert.
[0017] Insbesondere bei Schwankungen der Qualität des Verbrennungsgases sollte eine Neueinstellung
der Luftzahl vorgenommen werden, um die hygienisch optimale Verbrennung sicherzustellen.
Ein Nachstellen der Luftzahl kann dabei beispielsweise in periodischen Zeitabständen,
bei einem Lastwechsel, beim Betriebsstart, oder bei einer Wartung des Geräts durchgeführt
werden.
[0018] Die erfindungsgemäße Feuerungseinrichtung, insbesondere ein Gasbrenner, ist zur Durchführung
eines der oben genannten Verfahren angepasst.
[0019] Insbesondere weist die Feuerungseinrichtung einen Temperatursensor im Wirkungsbereich
der Brennerflamme der Feuerungseinrichtung auf. Der Temperatursensor kann dabei im
Flammenkern, am Flammenfußpunkt, an der Flammenspitze, jedoch auch in einiger Entfernung
von der Flamme, beispielsweise am Brennerblech selbst, angeordnet sein.
[0020] Außerdem weist die Feuerungseinrichtung bevorzugt ein Gasventil mit einem Stellglied,
insbesondere mit einem Schrittmotor, einer pulsweitenmodulierten Spule oder mit einer
durch eine elektrische Größe gesteuerten Spule, auf. Da das Verfahren insbesondere
für den elektronischen Verbund geeignet ist, können die genannten Ventile, die einfach
und präzise betätigbar sind, eingesetzt werden.
[0021] Die Feuerungseinrichtung weist erfindungsgemäß einen Massenstromsensor zur Messung
der der Feuerungseinrichtung pro Zeiteinheit zugeführten Luftmenge auf.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung besonderer Ausführungsbeispiele der Erfindung.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Feuerungseinrichtung gemäß der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Kennlinie zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 3
- eine weitere Kennlinie zur Verdeutlichung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
[0024] Figur 1 zeigt einen Gasbrenner, bei dem ein Gemisch aus Luft L und Gas G vorgemischt
und verbrannt wird.
[0025] Der Gasbrenner weist einen Luftzufuhrabschnitt 1 auf, über den Verbrennungsluft L
von einem drehzahlregelbaren Gebläse 9 angesaugt wird. Ein Massenstromsensor 2 misst
den Massenstrom der angesaugten Luft L. Der Massenstromsensor 2 ist so angeordnet,
dass in seiner Umgebung eine möglichst laminare Strömung erzeugt wird, um Messfehler
zu vermeiden. Insbesondere könnte der Massenstromsensor in einem Bypass (nicht gezeigt)
und unter Verwendung eines Strömungsgleichrichters angeordnet werden. Mit Hilfe des
Massenstromsensors und des drehzahlregelbaren Gebläses 9 kann die Luftzufuhr in den
Mischbereich 8 genau gesteuert werden.
[0026] Für die Gaszufuhr ist ein Gaszufuhrabschnitt 4 vorgesehen, der an eine Gaszuleitung
angeschlossen ist. Der Gaszufuhrabschnitt kann mit einem Massenstromsensor geeigneter
Bauart versehen sein. Mittels eines Ventils 6, beispielsweise eines pulsweitenmodulierten
oder elektronisch gesteuerten Ventils, das z.B. mit einem Stellglied mit Schrittmotor
ausgestattet ist, wird der Zufluss von Gas durch eine Leitung 7 in den Mischungsbereich
8 gesteuert. Im Mischungsbereich 8 findet eine Vermischung des Gases G mit der Luft
L statt. Der Ventilator des Gebläses 9 wird mit einer einstellbaren Drehzahl angetrieben,
um sowohl die Luft L als auch das Gas G anzusaugen.
[0027] Bei vogegebenem Luftmassenstrom wird das Ventil 6 so weit geöffnet, dass das Luft-Gas-Gemisch
mit dem gewünschten Mischungsverhältnis in den Mischbereich 8 gelangt. Dabei wird
die Luftzahl λ so eingestellt, dass eine hygienisch optimale Verbrennung stattfindet.
[0028] Über eine Leitung 10 strömt das Luft-Gasgemisch vom Gebläse 9 zum Brennerteil 11.
Dort tritt es aus und speist die Brennerflamme 13, die eine vorgegebene Wärmeleistung
abgeben soll.
[0029] Am Brennerteil 11 ist eine Temperatursensor 12, beispielsweise ein Thermoelement,
angeordnet. Mit Hilfe dieses Thermoelements wird eine Ist-Temperatur gemessen, die
bei der Durchführung des nachfolgend beschriebenen Verfahrens zur Einstellung des
Sollwertes λ
h der Luftzahl verwendet wird. Im vorliegenden Beispiel ist der Temperatursensor 12
an einer Oberfläche des Brennerteils 11 angeordnet. Es ist jedoch auch denkbar, den
Sensor an anderer Stelle im Wirkungsbereich der Flamme 13 anzuordnen. Die Referenztemperatur
des Thermoelements wird an einer Stelle außerhalb des Wirkungsbereichs der Flamme
13, beispielsweise in der Luftzufuhrleitung 1, gemessen.
[0030] Eine nicht dargestellte Einrichtung zur Steuerung bzw. zur Regelung des Luft- und/oder
Gasstroms erhält Eingangsdaten vom Temperatursensor 12 und vom Massenstromsensor 2
und gibt Steuersignale an das Ventil 6 sowie an den Antrieb des Gebläses 9 ab. Die
Öffnung des Ventils 6 und die Drehzahl des Ventilators des Gebläses 9 werden so eingestellt,
dass sich die gewünschte Luft- und Gaszufuhr ergibt.
[0031] Die Steuerung erfolgt dabei durch Durchführung des nachfolgend beschriebenen Verfahrens.
Insbesondere weist die Steuereinrichtung einen Speicher zum Abspeichern von Kennlinien
bzw. von Sollwerten sowie eine entsprechende Datenverarbeitungseinheit auf, die zur
Durchführung des Verfahrens eingerichtet ist.
[0032] Anhand der in der Figur 2 dargestellten Kennlinie soll das erfindungsgemäße Verfahren
beschrieben werden. In dieser Figur ist die gemessene Temperatur in Abhängigkeit von
der Luftzahl λ dargestellt
[0033] Zu Beginn des Verfahrens ist durch die Drehzahl des Gebläses und die Öffnung des
Gasventils eine bestimmte Luftzahl λ
0 eingestellt, die beispielsweise dem zuletzt eingestellten Wert entspricht. Im vorliegenden
Fall liegt λ
0 oberhalb des Wertes λ
1, bei dem sich das Temperaturmaximum T
max ergibt. Durch Erhöhung des zugeführten Massenstroms an Brenngas bei konstantem Luftmassenstrom
m
L1 wird λ reduziert Die Veränderung des Gasmassenstroms kann dabei beispielsweise schrittweise
unter Variation der Schritte des Schrittmotors des Gasventils durchgeführt werden.
Bei jedem Schritt wird mit dem Temperatursensor 12, der im Bereich der Brennerflamme
angeordnet ist, die Ist-Temperatur T
ist bestimmt. Mit geeigneten Iterationsverfahren wird die Öffnung des Gasventils dann
solange variiert, bis sich das Temperaturmaximum T
max einstellt.
[0034] Im zweiten Verfahrensschritt wird unter Beibehaltung der Öffnung des Gasventils der
Luftmassenstrom m
L1 um den Sollwert λ
hy der Luftzahl erhöht. Es ergibt sich der neue Luftmassenstrom m
hy =λ
hy m
L1. Die Luftzahl ist damit genau auf den gewünschten Sollwert λ
hy eingestellt, und die Verbrennung erfolgt hygienisch optimal. Nach Einstellung der
gewünschten Luftzahl λ
hy wird die zugehörige Temperatur T
soll gemessen.
[0035] Bei einem Lastwechsel, das heißt bei einer erforderlichen Änderung der Brennerbelastung,
wird das Verfahren in der Regel erneut durchgeführt. Das Verfahren kann auch nach
dem Einschalten des Gasbrenners durchgeführt oder in periodischen Abständen wiederholt
werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Gasbrenner stets in einem optimalen
Bereich betrieben wird.
[0036] Um zu verhindern, dass das Verfahren bei jedem Lastwechsel erneut durchgeführt werden
muss, kann eine zweite Kennlinie, wie in Figur 3 gezeigt, ermittelt werden. In Figur
3 ist die Solltemperatur T
soll, die wie in Figur 2 beschrieben ermittelt wurde, in Abhängigkeit vom Luftmassenstrom
m
L1, der direkt zur Brennerbelastung proportional ist, dargestellt. Der Sollwert der
Luftzahl λ
hy stellt sich bei einer bestimmten Brennerbelastung genau dann ein, wenn die im Wirkungsbereich
der Brennerflamme gemessene Temperatur T
ist der aus der Figur 3 ausgelesenen Solltemperatur T
soll entspricht. Eine Regelung der Ist-Temperatur T
ist auf den vorgegebenen Sollwert T
soll führt automatisch zu einer Einstellung des optimalen Luftzahl bei vorgegebener Brennerbelastung.
[0037] Durch die Verwendung der zweiten in Figur 3 dargestellten Kennlinie kann über einen
bestimmten Zeitraum, in dem sich vorzugsweise die Randbedingungen nicht entscheidend
ändern, die Anlage ohne erneute Durchführung des Verfahrens bei sich verändernden
Brennerbelastungen, also in verschiedenen Betriebszuständen, betrieben werden. Allerdings
sollte auch hier in periodischen Abständen oder zu bestimmten Anlässen, beispielsweise
bei einer Wartung des Geräts, die Kennlinie erneut bestimmt werden, um eine Anpassung
an die verfügbare Gasqualität oder an Instabilitäten im System zu erreichen.
[0038] In Figur 3 ist die Sölltemperatur T
soll in Abhängigkeit vom Massenstrom der Luft m
L, der einer bestimmten Brennerbelastung entspricht, dargestellt. Wird die Belastung
von einem Betriebszustand 1 in einen Betriebszustand 2, entsprechend den Luftmassenströmen
m
L1 bzw. m
L2, umgestellt, so wird die Temperatur des Gasbrenners so geregelt, dass sich die Temperatur
T
soll2 einstellt. Dazu wird das Luft-Gasgemisches durch Verstellung des Gasventils 6 abgemagert
oder angefettet.
[0039] Statt einer völligen Neubestimmung der zweiten Kennlinie gemäß Figur 3 können bei
Bedarf auch einzelne Werte bei bestimmten Leistungen erfasst werden und die bisher
in der Kennkurve enthaltenen entsprechenden Werte ersetzen. Es ist auch denkbar, die
Kennlinie entsprechend einem aktuell gemessenen Wert bei bestimmter Belastung insgesamt
zu verschieben.
[0040] Die Durchführung des Verfahrens führt zu einem Betriebsmodus, bei dem eine hygienisch
optimale Verbrennung erreicht wird.
1. Verfahren zur Einstellung von Betriebsparametern an einer Feuerungseinrichtung, insbesondere
an einem Gasbrenner mit Gebläse, mit einer Luftmassenmessung, wobei die von der Feuerungseinrichtung
erzeugte Temperatur (T
ist) von dem Wert der Luftzahl (A) abhängt und bei dem Wert λ
1=1 ein Maximum (T
max) aufweist, umfassend die Schritte:
• Einsteuern eines vorgegebenen Luft-Massenstroms (mL);
• Ermitteln des für die Temperatur (Tmax) zugehörigen Gasmassenstroms (mGTmax);
• Festlegen eines Sollwerts der Luftzahl (λhy) für eine gewünschte hygienische Verbrennung;
• Einsteuern der gewünschten hygienischen Verbrennung durch Erhöhen des Luft-Massenstroms
(mL) um den Faktor (λhy) bei konstanter Zufuhr des Gasmassenstroms (mGTmax).
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der dem hygienischen Sollwert (λhy) für die Luftzahl entsprechende Luft-Massenstrom (mLhy) durch Veränderung der Ventilatordrehzahl des Gebläses eingesteuert wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Luft-Massenstrom (mL) und der Gas-Massenstrom (mG) jeweils durch einen Massenstromsensor gemessen werden.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Temperaturmaximum (Tmax) entsprechende Gas-Massenstrom (mGTmax) durch eine iterative Annäherung des Werts des Gasmassenstroms (mG) an den dem Temperaturmaximum entsprechenden Wert (mGTmax) ermittelt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sollwert (λhy) für die Luftzahl ca. 1,3 ist.
6. Feuerungseinrichtung, insbesondere Gasbrenner, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuerungseinrichtung einen Temperatursensor (12) im Wirkungsbereich der Brennerflamme
(13) der Feuerungseinrichtung und wenigstens einen Massenstromsensor (2, 5) zur Messung
der der Feuerungseinrichtung pro Zeiteinheit zugeführten Luftmenge aufweist, so dass
die Feuerungseinrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche angepasst ist.
7. Feuerungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuerungseinrichtung ein Ventil (6) mit einem Stellglied zur Einstellung des
Gas-Massenstroms (mG), insbesondere mit einem Schrittmotor, einer pulsweitenmodulierten oder eine durch
eine elektrische Größe gesteuerten Spule, aufweist.
8. Feuerungseinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 6 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuerungseinrichtung wenigstens einen Massenstromsensor (2, 5) zur Messung der
der Feuerungseinrichtung pro Zeiteinheit zugeführten Menge an Gas und/oder der Menge
des zugeführten Gemisches aus Luft und Gas aufweist.
1. A method for setting operating parameters on a firing device, in particular on a gas
burner with a fan, with a air mass measurement, wherein the temperature (T
actual) produced by the firing device being dependent upon the value of the air ratio (λ)
and having a maximum (T
max) at the value A
1=1, comprising the steps:
· controlling a pre-determined air mass flow (mL);
· establishing the gas mass flow (mGTmax) corresponding to the temperature (Tmax);
· defining a desired value for the air ratio (λhy) for a desired hygienic combustion;
· controlling the desired hygienic combustion by increasing the air mass flow (mL) by the factor (λhy) with a constant supply of gas mass flow (mGTmax).
2. The method according to Claim 1, characterised in that the air mass flow (mLhy) corresponding to the hygienic desired value (λhy) for the air ratio is controlled by changing the ventilator speed of the fan.
3. The method according to either of the preceding claims, characterised in that the air mass flow (mL) and the gas mass flow (mG) are measured respectively by a mass flow sensor.
4. The method according to any of the preceding claims, characterised in that the gas mass flow (mGTmax) corresponding to the temperature maximum (Tmax) is established by iterative approximation of the value of the gas mass flow (mG) to the value (mGTmax) corresponding to the temperature maximum.
5. The method according to any of the preceding claims, characterised in that the desired value (λhy) for the air ratio is approximately 1.3.
6. A firing device, in particular a gas burner, characterised in that the firing device has a temperature sensor (12) in the effective region of the burner
flame (13) of the firing device and at least one mass flow sensor (2, 5) for measuring
the quantity of air supplied to the firing device per unit of time, so that the firing
device is adapted to implement said method according to any of the preceding claims.
7. The firing device according to claim 6, characterised in that the firing device has a valve (6) with a correcting element for setting the gas mass
flow (mG), in particular with a stepper motor, a pulse width modulated coil or a coil controlled
by an electrical value.
8. The firing device according to any of the preceding Claims 6 to 7, characterised in that the firing device has at least one mass flow sensor (2, 5) for measuring the quantity
of gas supplied per unit of time and/or the quantity of mixture of air and gas supplied.
1. Procédé pour le réglage des paramètres de fonctionnement sur un dispositif de mise
à feu, en particulier sur un brûleur à gaz avec un ventilateur, avec une mesure pour
la masse d'air, dans lequel la température (T
actual) produit par le dispositif de mise à feu étant dépendante de la valeur du rapport
d'air (λ) et ayant une valeur maximale (T
max) à la valeur λ
1 = 1, comprenant les étapes consistant à:
- commander un débit massique d'air prédéfini (mL);
- établir le débit massique de gaz (mGTmax) correspondant à la tempérture (Tmax);
- la définition d'une valeur nominale pour le rapport d'air (λhy) pour un combustion hygiénique souhaitée ;
- le contrôle de la combustion hygiénique souhaitée en augmentant le débit massique
d'air (mL) par le facteur (λhy) avec une alimentation constante du débit massique de gaz (mGTmax).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le débit massique d'air (mLhy) correspondant à la valeur hygiénique souhaitée (λhy) pour le rapport d'air est commandé en changeant la vitesse du ventilateur du ventilateur.
3. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le débit massique d'air (mL) et le débit de masse de gaz (mG) sont mesurés respectivement par un capteur de débit massique.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le débit massique de gaz (mGTmax) correspondant à la température maximale (Tmax) est établie par approximation itérative
de la valeur du débit-masse de gaz (mG) de la valeur (mGTmax) correspondant à la température maximale.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que la valeur de consigne (λhy) pour le rapport d'air est d'environ 1,3.
6. Dispositif de mise à feu, en particulier un brûleur à gaz, caractérisé en ce que le dispositif de mise à feu comprenant un capteur de température (12) dans la zone
d'action de la flamme du brûleur (13) du dispositif de mise à feu et au moins un capteur
de débit massique (2, 5) destiné à mesurer la quantité d'air fournie au dispositif
de mise à feu par unité de temps, de sorte que le dispositif de mise à feu est adapté
pour exécuter ledit procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes.
7. Dispositif de mise à feu selon la revendication 6, caractérisé en ce que le dispositif de mise à feu comporte une vanne (6) avec un organe de réglage pour
le réglage du débit massique de gaz (mG), en particulier avec un moteur pas à pas, une bobine électrique de sorte d'une modulation
d'impulsions en largeur ou par une grandeur électrique.
8. Dispositif de mise à feu selon l'une quelconque des revendications précédentes 6 à
7, caractérisé en ce que le dispositif de mise à feu comporte au moins un capteur de début massique (2, 5)
pour mesurer la quantité de gaz fourni par unité de temps et / ou la quantité de mélange
d'air et de gaz fourni.