[0001] Die Erfindung betrifft ein System, aufweisend mindestens eine Druckeinheit einer
Druckmaschine und mindestens einen Transportwagen, gemäß dem Anspruch 1.
[0002] Durch die
US 2008/0110360 A1 ist ein System bekannt, welches mindestens eine Druckeinheit einer Druckmaschine
und mindestens eine Transporteinrichtung aufweist, wobei die mindestens eine Transporteinrichtung
mindestens eine Druckform der mindestens einen Druckeinheit zuführend oder von dort
abführend angeordnet ist, wobei mindestens eine Koppeleinrichtung vorgesehen ist,
mit welcher die betreffende Transporteinrichtung in ihrem an der betreffenden Druckeinheit
angeordneten Betriebszustand mit dieser Druckeinheit lösbar gekoppelt oder zumindest
koppelbar ist.
[0003] Durch die
DE 40 03 445 A1 ist ein Transportwagen zum Transport von mindestens einer einer Druckeinheit einer
Druckmaschine zuzuführenden oder von dort abzuführenden Druckform bekannt.
[0004] Durch die
US 4 727 807 A ist ein mobiles Transportmittel zum Transport von mindestens einer einer Druckeinheit
einer Druckmaschine zuzuführenden oder von dort abzuführenden Druckform bekannt, wobei
dieses Transportmittel mittels Gleitkufen auf im Boden verlegten Schienen entlang
einer Bedienseite der Druckeinheit bewegbar ist.
[0005] Durch die
US 5,535,898 A ist ein von Rädern getragener Transportwagen zum Transport von mindestens einer einer
Druckeinheit einer Druckmaschine zuzuführenden oder von dort abzuführenden Druckform
bekannt, wobei mindestens zwei Räder dieses Transportwagens bei dessen Geradeausfahrt
durch ihren rechtwinkligen Abstand eine Spurweite bestimmen, wobei eines dieser Räder
an einem ersten Endpunkt dieser Spurweite und das hinsichtlich dieser Spurweite zweite
Rad an einem zweiten Endpunkt dieser Spurweite angeordnet ist.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein System, aufweisend mindestens eine
Druckeinheit einer Druckmaschine und mindestens einen Transportwagen, zu schaffen,
welches mindestens eine Druckform an einem ausgewählten Einsatzort in der Druckmaschine
zur Verfügung stellt.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ein
mobiles Transportmittel zum Transport von mindestens einer einer Druckeinheit einer
Druckmaschine zuzuführenden oder von dort abzuführenden Druckform geschaffen wird,
welches diese mindestens eine Druckform an einem ausgewählten Einsatzort in der Druckmaschine
vorzugsweise seitenregisterhaltig zur Verfügung stellt. Die mindestens eine Druckform
gilt dann als seitenregisterhaltig zur Verfügung gestellt, wenn die in einer Druckerei
von dem mobilen Transportmittel transportierte Druckform an ihrem Einsatzort in der
Druckmaschine in Axialrichtung eines in dieser Druckmaschine angeordneten Formzylinders
in derjenigen Position bereitgestellt wird, in welcher diese Druckform auf dem betreffenden
in dieser Druckmaschine angeordneten Formzylinder anzuordnen ist.
[0009] Überdies ist es vorteilhaft, dass dieses mobile Transportmittel für einfach breite
Druckformen ebenso geeignet ist wie für mehrfach breite, z. B. im Panoramaformat ausgebildete
Druckformen. Die Verwendung dieses mobilen Transportmittels führt bei der Druckmaschine
zu einer Rüstzeit von sehr geringer Dauer; es stellt für die Druckmaschine auch eine
hohe Produktionssicherheit sicher, weil bei einer eventuellen Störung im Verfahrensablauf
in einfacher Weise auch ein Eingriff durch das Bedienpersonal der Druckmaschine möglich
ist. Dieses mobile Transportmittel ist insbesondere für jeweils mehrere Druckwerke
aufweisende Druckeinheiten geeignet.
[0010] Des Weiteren ist vorteilhaft, dass selbst zu unterschiedlichen Zeitpunkten zumindest
mit mindestens einem Druckbild versehene Druckformen zu hinsichtlich einer geplanten
Produktion bedarfsgerechten Sätzen zusammenfassbar und insbesondere in einer ununterbrochenen
Folge gemeinsam an der Druckmaschine bereitstellbar sind. Dies erspart einem Bediener,
der die Druckmaschine für eine anstehende Produktion einrichtet, Zeit, die er sonst
für ein Sortieren von in der Praxis, z. B. im Zeitungsdruck häufig in beliebiger Reihenfolge
angefertigten Druckformen und ein Komplettieren zu an einem bestimmten von mehreren
möglichen Einsatzorten, z. B. an einem bestimmten Formzylinder oder an einem bestimmten
Druckformmagazin der Druckmaschine, erforderlichen Satz von zusammengehörenden Druckformen
benötigte. Ergebnismäßig wird eine kürzere Rüstzeit erreicht, was die Wirtschaftlichkeit
der Druckmaschine verbessert. Nichtsdestoweniger bleibt die volle Flexibilität in
der Reihenfolge der anzufertigenden Druckformen erhalten, was gerade für den Zeitungsdruck
wichtig ist.
[0011] Zur Vorbereitung auf eine Abarbeitung eines Druckauftrages sind i. d. R. mehrere
Druckformen zur Verwendung in einer Druckmaschine anzufertigen. Insbesondere in einem
auf einer Offsetdruckmaschine als Druckprodukt eine Zeitung herstellenden Druckbetrieb
werden in kurzer Zeit eine Vielzahl von Druckformen zur Verwendung auf einem der Formzylinder
der Offsetdruckmaschine benötigt. Häufig werden zur Anfertigung der zu verwendenden
Druckformen plattenförmige Rohlinge in einer von der Offsetdruckmaschine getrennten
Plattenbelichtungseinrichtung zur Ausbildung von mindestens einem Druckbild unter
Verwendung einer entsprechenden, z. B. von einem Rechner einer Druckvorstufe vorzugsweise
elektronisch in Form einer Datei an der Plattenbelichtungseinrichtung bereitgestellten
Vorlage belichtet, wobei das auf den jeweiligen Rohling aufgebrachte Druckbild zu
dessen permanenter Ausbildung in einer Entwicklungseinrichtung z. B. fotochemisch
entwickelt wird. Anschließend werden die jeweils mit mindestens einem Druckbild versehenen
Druckformen in einer Abkanteinrichtung vorzugsweise an zwei gegenüberliegenden Enden
zur Ausbildung von Einhängeschenkeln abgekantet, wobei die jeweilige Druckform anhand
ihrer in mindestens einem am betreffenden Formzylinder ausgebildeten Kanal einführbaren
Einhängeschenkel auf der Mantelfläche des betreffenden Formzylinders befestigbar ist.
Als Hilfe für ihre positionsrichtige Ausrichtung an der Mantelfläche des betreffenden
Formzylinders kann die betreffende Druckform insbesondere vor der Abkantung von mindestens
einem ihrer Einhängeschenkel noch mit mindestens einer Registerstanzung oder mit einem
Einschnitt bzw. Beschnitt versehen worden sein. Nach dem Belichten, Entwickeln, Abkanten
und gegebenenfalls Stanzen und/oder Schneiden ist die jeweilige Druckform zur Verwendung
in einer Produktion der Offsetdruckmaschine einsatzfertig.
[0012] Eine im Zeitungsdruck verwendete Offsetdruckmaschine weist z. B. mehrere in Transportrichtung
des mit dem jeweiligen Druckbild der Druckformen zu bedruckenden Bedruckstoffes, z.
B. einer Materialbahn, insbesondere Papierbahn, einander nachfolgend angeordnete Druckwerke
mit jeweils zumindest einem Formzylinder und einem mit diesem Formzylinder zusammenwirkenden
Übertragungszylinder auf. Diese mehreren Druckwerke werden z. B. zur Ausführung eines
Mehrfarbendrucks, z. B. Vierfarbendrucks verwendet. Im Fall des vorzugsweise gleichzeitig
ausgeführten beidseitigen Bedruckens des Bedruckstoffes verdoppelt sich die Zahl der
in der Druckmaschine erforderlichen Druckwerke. Ein jeder Formzylinder der Druckwerke
ist zumindest in seiner jeweiligen Axialrichtung jeweils mit mehreren, z. B. vier
oder sechs Druckformen belegbar, wobei jede dieser Druckformen genau einer axialen
Montageposition auf der Mantelfläche dieses Formzylinders zugeordnet ist. Auch in
seiner jeweiligen Umfangsrichtung kann jeder dieser Formzylinder an bestimmten axialen
Positionen jeweils mit mehreren, z. B. zwei oder drei Druckformen belegbar sein, so
dass dieser Formzylinder in seiner Umfangsrichtung hintereinander mehrere Montagepositionen
jeweils für eine der Druckformen aufweist. Die Mantelfläche des Formzylinders weist
somit insgesamt z. B. acht, zwölf oder mehr Montagepositionen jeweils für eine Druckform
auf. In einer Offsetdruckmaschine mit z. B. acht Druckwerken, die z. B. jeweils genau
einen Formzylinder mit z. B. zwölf Montagepositionen jeweils für eine Druckform aufweisen,
sind demnach bei voller Nutzung aller Montagepositionen insgesamt 96 Druckformen anzuordnen.
Die Zahl von zur Ausführung eines bestimmten Druckauftrages erforderlichen Druckformen
erhöht sich aber zumeist schon deshalb, weil gerade im Zeitungsdruck nicht nur eine
einzige Druckeinheit mit z. B. acht Druckwerken zum Einsatz gebracht wird, sondern
mehrere derartige zu einer komplexen Druckanlage zusammengefügte Druckeinheiten, welche
jeweils z. B. acht Druckwerke aufweisen. Die im Wesentlichen sequentiell ausgeführte
Anfertigung einer derart hohen Zahl von für die beabsichtigte Produktion einsatzfertigen
Druckformen erfordert einen beträchtlichen zeitlichen Vorlauf, bis die betreffenden
Druckformen zu ihrer Anordnung auf der Mantelfläche der betreffenden Formzylinder
bereitstehen. Aus wirtschaftlichen Gründen ist es jedoch keine Lösung, einfach nur
die Zahl der z. B. parallel, d. h. gleichzeitig verwendbaren Plattenbelichtungseinrichtungen
usw. zu erhöhen.
[0013] Um eine Zuordnung der in der Plattenbelichtungseinrichtung usw. angefertigten Druckformen
zu ihrer jeweiligen Anordnung auf der Mantelfläche von einem der Formzylinder der
für eine bestimmte Produktion einzurichtenden Offsetdruckmaschine zu erleichtern,
werden die eine bestimmte Produktion betreffenden Druckformen z. B. bereits in der
Plattenbelichtungseinrichtung vorzugsweise jeweils mit einer Codierung versehen, wobei
diese Codierung vorzugsweise in einem nicht druckenden Bereich der betreffenden Druckform
ausgebildet wird. Beispielsweise wird die jeweilige Codierung an einem der an der
betreffenden Druckform auszubildenden Einhängeschenkel angeordnet. Die Codierung kann
z. B. in Form eines automatisiert lesbaren, insbesondere zweidimensionalen DataMatrix-Codes
(2D-Code) oder sowohl alternativ als auch zusätzlich in einem für Menschen lesbaren
Klartext ausgebildet sein. Der Informationsgehalt der Codierung gibt insbesondere
darüber Auskunft, in welchem Druckwerk der Offsetdruckmaschine auf welchem Formzylinder
an welcher Montageposition die betreffende Druckform zur Ausführung des anstehenden
Druckauftrages anzuordnen ist. Der Informationsgehalt der Codierung kann darüber hinaus
eine Angabe zum Druckprodukt selbst oder zu einer Seitenzahl hinsichtlich des betreffenden
Druckproduktes sowie weitere Informationen wie z. B. ein Herstellungsdatum hinsichtlich
der betreffenden Druckform aufweisen. Die Codierung wird z. B. in der Plattenbelichtungseinrichtung
in demselben Arbeitsschritt wie das Druckbild auf der betreffenden Druckform angebracht.
[0014] Die Anfertigung der eine bestimmte Produktion betreffenden Druckformen wird vorzugsweise
anhand von Daten gesteuert, die z. B. von einer Steuereinheit eines Produktionsplanungssystems
zur Verfügung gestellt werden, wobei die Steuereinheit des Produktionsplanungssystems
z. B. über ein elektronisches leitungsgebundenes oder drahtloses Kommunikationssystem
mit der Plattenbelichtungseinrichtung und vorzugsweise zumindest auch mit einem zu
der Offsetdruckmaschine gehörenden Leitstand zum Zwecke eines Datenaustausches verbunden
ist. Die von der Steuereinheit des Produktionsplanungssystems bereitgestellten Daten,
die auch als Produktionsdaten bezeichnet werden, kennzeichnen zum einen das herzustellende
Druckprodukt in zumindest einer, vorzugsweise in einigen seiner Eigenschaften wie
z. B. seiner Seitenzahl und geben zum anderen auch Auskunft über die Anzahl der in
einer bestimmten Produktion herzustellenden Exemplare dieses Druckproduktes. Die einer
bestimmten Produktion zugeordneten Produktionsdaten können auch eine Information über
den verwendeten Bedruckstoff, z. B. die Papiersorte und/oder dessen bzw. deren Grammatur
beinhalten sowie über die verwendete Druckmaschine, z. B. eine Angabe zum Durchmesser
der Formzylinder und/oder der Übertragungszylinder, zur Belegung der an der Ausführung
des anstehenden Druckauftrages beteiligten Formzylinder mit Druckformen, d. h. welche
Druckform an welcher Montageposition des betreffenden Formzylinders anzuordnen ist,
zu einer von der Druckmaschine auszuführenden Produktionsgeschwindigkeit, zum geplanten
Produktionsbeginn und/oder zur Produktionsart eines dem Druckprozess nachgeordneten
Falzapparates, ob dieser z. B. in einer Sammelproduktion oder in einer Doppelproduktion
eingesetzt wird. Anhand der der Plattenbelichtungseinrichtung zugeführten Produktionsdaten
werden die für eine bestimmte Produktion benötigten Druckformen termingerecht hergestellt
und unter Verwendung ihrer jeweiligen Codierung dem betreffenden Formzylinder zugeführt.
[0015] Die Zuführung von für eine bestimmte Produktion benötigten Druckformen zur Druckmaschine
erfolgt in einem mobilen Sammelbehälter, in welchem die an einem bestimmten Formzylinder
benötigten Druckformen vorzugsweise als ein Satz, d. h. als eine in sich geschlossene
Einheit von zusammengehörenden Druckformen für ihren gemeinsamen Transport zu dem
betreffenden Formzylinder gespeichert werden. In der Praxis stehen an der Herstelllinie
zur Anfertigung einsatzbereiter Druckformen mehrere zumindest gleichartige mobile
Sammelbehälter zur Verfügung. Alternativ können die satzweise gruppierten Druckformen
auch von Hand zu ihrem jeweiligen Einsatzort in der Druckmaschine transportiert werden.
Die vorzugsweise in einem der Sammelbehälter zu dem betreffenden Formzylinder transportierten
Druckformen werden an dem betreffenden Formzylinder händisch durch einen Bediener
oder vorzugsweise automatisiert mittels einer steuerbaren Fördereinrichtung ihrer
jeweiligen Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder zugeführt und dann dort
angeordnet.
[0016] Da es die Flexibilität in der Ausbildung der Vorlage zur Herstellung der Druckform
unangemessen einschränken würde, wenn die für einen bestimmten Formzylinder benötigten
Druckformen zwingend in einer ununterbrochenen Folge angefertigt werden müssten, um
sinnvoll ihrem jeweiligen Einsatzort in der Druckmaschine und letztlich auch ihrer
jeweiligen Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder zugeführt zu werden,
ist es vorteilhaft, die zur Anfertigung von einsatzfertigen Druckformen erforderliche
Vorrichtung, die z. B. mindestens eine Plattenbelichtungseinrichtung, mindestens eine
Entwicklungseinrichtung und mindestens eine Abkanteinrichtung aufweist, und z. B.
als eine Plattenstraße bezeichnet wird, um mindestens eine Speichereinrichtung zu
erweitern, in welcher jeweils mit mindestens einem Druckbild versehene Druckformen
solange zwischengespeichert werden, bis ein Satz von zusammengehörenden Druckformen
für ihren gemeinsamen Transport zu einem bestimmten der Formzylinder vollzählig angefertigt
worden ist. Eine Prüfung auf Vollzähligkeit der zu einem bestimmten Satz gehörenden
Druckformen erfolgt z. B. anhand der von der Steuereinheit des Produktionsplanungssystems
bereitgestellten Daten.
[0017] Die Speichereinrichtung ist in der Fertigungslinie der anzufertigenden Druckformen
der Plattenbelichtungseinrichtung nachgeordnet und z. B. vor der Abkanteinrichtung
angeordnet, da noch nicht abgekantete plane Druckformen Platz sparender speicherbar
sind und zudem die Gefahr einer gegenseitigen Beschädigung z. B. durch Zerkratzen
eines Druckbildes z. B. durch einen Einhängeschenkel vermieden wird. Alternativ kann
die Speichereinrichtung jedoch auch in der Fertigungslinie nach der Abkanteinrichtung
angeordnet sein, wenn insbesondere eine hohe Auslagerungsgeschwindigkeit erreicht
werden soll und eine durch Speicherung von nicht abgekanteten planen Druckformen erzielbare
Raumersparnis bei der Ausgestaltung der Speichereinrichtung eine geringere Priorität
hat als die angestrebte Auslagerungsgeschwindigkeit von in der Speichereinrichtung
gespeicherten Druckformen. Denn der von der Abkanteinrichtung ausgeführte Abkantvorgang
erfordert einen deutlich höheren Zeitwand als Vorgänge, insbesondere Transportvorgänge,
in Verbindung mit dem Auslagern von in der Speichereinrichtung gespeicherten Druckformen.
[0018] Die Speichereinrichtung ist überdies vorzugsweise derart ausgebildet, dass in ihr
Druckformen gleichzeitig eingelagert und ausgelagert werden können, d. h. in der Speichereinrichtung
ist mindestens eine der Druckformen einlagerbar und gleichzeitig eine andere der Druckformen
auslagerbar. Die Speichereinrichtung weist mindestens so viele Speicherplätze auf,
wie Druckformen zu einem selben Satz von Druckformen gehören. Die Zahl der zu demselben
Satz gehörenden Druckformen muss dabei nicht identisch mit der maximalen Anzahl von
Montagepositionen auf dem an der anstehenden Produktion beteiligten Formzylinder sein.
Vielmehr umfasst der betreffende Satz von Druckformen so viele Druckformen, wie auf
dem an der anstehenden Produktion beteiligten Formzylinder in demselben Arbeitsgang
auszutauschen und/oder anzubringen sind. Die Speichereinrichtung ist vorzugsweise
mit so vielen Speicherplätzen ausgestattet, dass sie mehrere Sätze von Druckformen
aufnehmen kann, z. B. alle an der betreffenden Druckmaschine einsetzbaren Sätze von
Druckformen. In einer bevorzugten Ausführung verfügt die Speichereinrichtung z. B.
über mehrere hundert, z. B. vierhundert oder mehr Speicherplätze für Druckformen.
Die Speicherplätze der Speichereinrichtung sind jeweils einzeln adressierbar und eine
Belegung von jedem einzelnen Speicherplatz jeweils mit einer Druckform wird jeweils
unter Verwendung mindestens eines Sensors registriert. Die Speichereinrichtung weist
daher vorzugsweise eine elektronische Steuereinheit auf, welche die Ein- und Auslagerungsvorgänge
sowie die Zuordnung von Druckformen zu den Speicherplätzen der Speichereinrichtung
überwacht bzw. verwaltet und eine Information über die Belegung der einzelnen Speicherplätzen
speichert. In der Speichereinrichtung eingelagerte, zu unterschiedlichen Sätzen gehörende
Druckformen werden vorzugsweise jeweils als ein Satz von zusammengehörenden Druckformen
in einer ununterbrochenen Folge ausgelagert, und zwar unabhängig davon, ob diese Druckformen
zuvor in der Speichereinrichtung zu zusammengehörenden Sätzen von Druckformen vorsortiert
wurden oder auf Speicherplätzen der Speichereinrichtung zunächst einmal in einer chaotischen,
d. h. beliebigen Anordnung gespeichert worden sind. Falls die Speichereinrichtung
eingelagerte Druckformen nicht von sich aus satzweise auslagert, ist z. B. unmittelbar
nach einer Ausgabe der Druckformen aus dieser Speichereinrichtung eine Druckformen
gemäß ihren benötigten Sätzen sortierende Sortierstation vorzusehen. Die z. B. karusselförmig
ausgebildete Sortierstation oder die Speichereinrichtung gruppieren ihr jeweils z.
B. automatisiert zugeführte Druckformen anhand der vorzugsweise an jeder dieser Druckformen
angebrachten Codierung zu zusammengehörenden Sätzen, welche ihrerseits in demselben
Arbeitsgang insbesondere mit einem mobilen Sammelbehälter dem betreffenden Formzylinder
zugeführt werden. Alternativ ist die Druckformen zu einsatzfähigen Sätzen sortierende
Sortierstation in der Fertigungslinie nach der Abkanteinrichtung angeordnet, wobei
diese Sortierstation entweder die zu einsatzfertigen Sätzen gruppierten Druckformen
z. B. an einen von mehreren an dieser Sortierstation bereitstehenden mobilen Sammelbehälter
abgibt oder durch Nutzung dieser mehreren an dieser Sortierstation bereitstehenden
mobilen Sammelbehälter in jeweils einsatzfertige Sätze von Druckformen sortiert. In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante ist die Speichereinrichtung und die
Sortierstation jeweils in dem mobilen Sammelbehälter integriert ausgebildet.
[0019] Als eine Hilfe z. B. zur bedarfsgerechten Belegung der an einer anstehenden Produktion
beteiligten Montagepositionen auf dem betreffenden Formzylinder kann z. B. eine Anzeigevorrichtung
vorgesehen sein, welche in einer die mehreren Montagepositionen gleichzeitig anzeigenden
Gesamtdarstellung z. B. optisch, insbesondere grafisch, vorzugsweise durch eine Verwendung
von mindestens einem Symbol zumindest anzeigt, an welchen dieser mehreren Montagepositionen
auf dem betreffenden Formzylinder oder an welchen von mehreren Speicherpositionen
eines Druckformen zu dem betreffenden Formzylinder fördernden Druckformmagazins jeweils
eine der z. B. aktuell angefertigten oder zumindest anzufertigenden Druckformen anzuordnen
ist.
[0020] Die Anzeigevorrichtung kann mit ihrer Anzeige insbesondere auch unterschiedliche
Zustände und/oder Eigenschaften hinsichtlich mindestens einer der aktuell angefertigten
oder zumindest anzufertigenden Druckformen anzeigen, so z. B. a) welcher Montageposition
auf dem betreffenden Formzylinder oder welcher Speicherposition des Druckformmagazins
eine bereits angefertigte, d. h. einsatzfertige Druckform zugeordnet ist, b) welcher
Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder oder welcher Speicherposition des
Druckformmagazins eine sich gerade in ihrem Herstellungsprozess, d. h. im Zulauf befindende
Druckform zugeordnet ist, c) an welcher Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder
oder an welcher Speicherposition des Druckformmagazins für die geplante neue Produktion
überhaupt eine Druckform anzubringen wird, d) welche Montageposition auf dem betreffenden
Formzylinder oder welche Speicherposition des Druckformmagazins bei der bevorstehenden
Produktion nicht mit einer Druckform belegt wird, weil bei der bevorstehenden Produktion
z. B. ein Bedruckstoff mit einer die volle Druckbreite des betreffenden Formzylinders
nicht nutzenden Bedruckstoffbreite verwendet wird, oder e) an welcher Montageposition
auf dem betreffenden Formzylinder oder an welcher Speicherposition des Druckformmagazins
eine nicht druckende Druckform, d. h. eine so genannte Blindplatte angeordnet wird.
Die Anzeigevorrichtung kann die für ihre jeweilige Anzeige erforderliche Information
z. B. den von der Steuereinheit des Produktionsplanungssystems bereitgestellten Daten
vorzugsweise im Abgleich mit denjenigen Daten entnehmen, die bei der Anfertigung der
für die bevorstehende Produktion vorbereiteten Druckformen anfallen. Die Anzeigevorrichtung
ist z. B. im Bereich derjenigen Stelle angeordnet, an der der mobile Sammelbehälter
die einen bestimmten Formzylinder betreffenden Druckformen vor deren Transport zu
dem betreffenden Formzylinder aufnimmt. Die Anzeigevorrichtung kann auch zur Anzeige
des aktuellen Status der für eine bestimmte Produktion herzustellenden Druckformen
verwendet werden, d. h. zur Anzeige, ob sich eine bestimmte Druckform aktuell z. B.
in der Plattenbelichtungseinrichtung, der Entwicklungseinrichtung, der Abkanteinrichtung
oder der Speichereinrichtung befindet, so dass durch die Anzeige der Anzeigevorrichtung
insbesondere für einen Bediener der Druckmaschine ersichtlich wird, ob ein für einen
bestimmten Formzylinder benötigter Satz von Druckformen bereits vollzählig ist oder
noch nicht. Die Anzeigevorrichtung kann auch anzeigen, für welche vorzugsweise mehrere
Formzylinder aufweisende Druckeinheit einer komplexen, d. h. mehrere Druckeinheiten
aufweisenden Druckanlage mindestens ein Satz von Druckformen bereits vollzählig ist
und/oder welcher der von mehreren in einer bestimmten der Druckeinheiten anzuordnenden
Sätze von Druckformen schon einsatzfertig angefertigt ist.
[0021] Als eine weitere Hilfe z. B. zur bedarfsgerechten Belegung der an einer anstehenden
Produktion beteiligten Montagepositionen des betreffenden mehrere Montagepositionen
jeweils für eine Druckform aufweisenden Formzylinders kann z. B. an mindestens einer,
vorzugsweise aber an mehreren, insbesondere an jeder der auf diesem betreffenden Formzylinder
anzuordnenden Druckformen ein Informationsfeld vorgesehen sein, welches eine Information
über die Belegung des betreffenden Formzylinders an mindestens einer zu ihrer eigenen
vorgesehenen Montageposition benachbarten Montageposition enthält. So kann das z.
B. von der Plattenbelichtungseinrichtung vorzugsweise in einem nicht druckenden Bereich,
insbesondere am Einhängeschenkel der betreffenden Druckform angebrachte Informationsfeld
anzeigen, a) an welcher Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder oder an
welcher Speicherposition des Druckformmagazins die dieses Informationsfeld aufweisende
Druckform anzuordnen ist, b) an welcher anderen Montageposition auf dem betreffenden
Formzylinder oder an welcher anderen Speicherposition des diese Druckform speichernden
Druckformmagazins eine weitere aktuell anzufertigende Druckform anzuordnen ist, c)
an welcher Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder oder an welcher Speicherposition
des diese Druckform speichernden Druckformmagazins aktuell, d. h. für die bevorstehende
Produktion keine neue Druckform angebracht wird, sondern die bereits vorhandene Druckform
verbleibt, d) welche Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder oder welche
Speicherposition des diese Druckform speichernden Druckformmagazins bei der bevorstehenden
Produktion überhaupt nicht mit einer Druckform belegt wird, weil bei der bevorstehenden
Produktion z. B. ein Bedruckstoff mit einer die volle Druckbreite des betreffenden
Formzylinders nicht nutzenden Bedruckstoffbreite verwendet wird, oder e) an welcher
Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder oder an welcher Speicherposition
des diese Druckform speichernden Druckformmagazins eine nicht druckende Druckform,
d. h. eine so genannte Blindplatte angeordnet wird. Die Information über die Belegung
auf dem betreffenden Formzylinder oder die betreffenden Speicherpositionen des Druckformmagazins
kann in dem Informationsfeld vorzugsweise grafisch z. B. durch eine Verwendung von
mindestens einem Symbol erfolgen. Die in dem jeweiligen Informationsfeld dargestellte
Information wird z. B. den von der Steuereinheit des Produktionsplanungssystems bereitgestellten
Daten entnommen. Alternativ oder zusätzlich kann die in dem jeweiligen Informationsfeld
dargestellte Information aus einem Abgleich mit denjenigen Daten resultieren, die
bei der Anfertigung der für die bevorstehende Produktion vorbereiteten Druckformen
anfallen.
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
nun im Folgenden näher beschrieben.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer Druckform;
- Fig. 2
- eine Druckeinheit einer Druckmaschine mit Druckformmagazinen;
- Fig. 3
- einen DataMatrix-Code;
- Fig. 4
- eine an einer Druckform applizierte Codierung;
- Fig. 5
- eine Draufsicht von mehreren nebeneinander angeordneten Druckformen mit ihnen paarweise
zugeordneten Codelesern;
- Fig. 6
- eine Anordnung von Druckformen mit jeweils mindestens einer an ihrem jeweiligen nachlaufenden
Einhängeschenkel angebrachten Codierung;
- Fig. 7
- ein Arbeitsschritte zur Anfertigung von Druckformen aufzeigendes Blockschaltbild;
- Fig. 8
- eine Weiterbildung der Druckeinheit gemäß Fig. 2;
- Fig. 9
- eine Anzeige einer Anzeigevorrichtung;
- Fig. 10
- ein an einer Druckform angebrachtes Informationsfeld;
- Fig. 11
- eine Prinzipskizze, welche ein Beladen eines mobilen Sammelbehälters mit in einer
Plattenstraße einsatzfertig angefertigten Druckformen verdeutlicht;
- Fig. 12
- in einer perspektivischen Ansicht den Sammelbehälter der Fig. 11;
- Fig. 13
- eine Seitenansicht des Sammelbehälters der Fig. 11;
- Fig. 14
- eine vereinfachte Prinzipskizze zur Beförderung von mindestens einem mobilen Sammelbehälter
zu einer Druckeinheit;
- Fig. 15
- eine perspektivische Ansicht eines Teils einer Druckeinheit mit an ihren beiden Bedienseiten
angebrachten höhenverstellbaren Galerien;
- Fig. 16
- eine Seitenansicht der in der Fig. 15 dargestellten Druckeinheit;
- Fig. 17
- eine Draufsicht eines Druckformmagazins im Zusammenwirken mit Fächern eines mobilen
Sammelbehälters;
- Fig. 18
- eine Druckeinheit mit einer Aufplatteinrichtung anstelle eines Druckformmagazins;
- Fig. 19
- in einer ersten perspektivischen Darstellung die Aufplatteinrichtung mit einem Auflagetisch
und einer Andrückeinrichtung;
- Fig. 20
- in einer zweiten perspektivischen Darstellung die Aufplatteinrichtung mit einem Auflagetisch
und einer Andrückeinrichtung;
- Fig. 21
- alternative Ausführung eines mobilen Sammelbehälters;
- Fig. 22
- einen Rahmen des Sammelbehälters der Fig. 21;
- Fig. 23
- eine mit dem Sammelbehälter zusammenwirkende Halteeinrichtung.
[0024] Eine Druckform 01 (Fig. 1), die z. B. aus einem metallischen Werkstoff plattenförmig
ausgestaltet ist, weist eine im Wesentlichen rechteckige Fläche mit einer Länge L
und einer Breite B auf, wobei die Länge L z. B. Messwerte zwischen 400 mm und 1300
mm und die Breite B z. B. Messwerte zwischen 280 mm und 1500 mm aufweisen kann. Bevorzugte
Messwerte liegen für die Länge L z. B. zwischen 360 mm und 600 mm und für die Breite
B z. B. zwischen 250 mm und 430 mm. Die Fläche besitzt eine Auflageseite, die so genannte
Auflagefläche 02, mit welcher die Druckform 01 im auf einer Mantelfläche eines Druckwerkszylinders
06, insbesondere Formzylinders 06 angeordneten Zustand aufliegt. Die Rückseite der
Auflagefläche 02 ist eine Arbeitsfläche der Druckform 01, wobei diese Arbeitsfläche
mit mindestens einem Druckbild versehen oder zumindest mit einem Druckbild versehbar
ist. Die Druckform 01 wird vorzugsweise an zwei sich gegenüberliegenden Enden 03;
04 jeweils mit einem abgewinkelten Einhängeschenkel 13; 14 versehen, wobei die Biegelinien
11; 12, an denen die Einhängeschenkel 13; 14 jeweils abgekantet sind, die Auflagefläche
02 begrenzen, wobei sich die Einhängeschenkel 13; 14 jeweils vorzugsweise ganz oder
zumindest teilweise über die Breite B der Druckform 01 erstrecken. Die Auflagefläche
02 der Druckform 01 ist zumindest entlang der Länge L biegsam und bei einer Anordnung
der Druckform 01 auf der Mantelfläche des Formzylinders 06 deren Krümmung anpassbar.
Wenn die Druckform 01 auf der Mantelfläche angeordnet ist, verläuft die Länge L der
Auflagefläche 02 somit in Richtung des Umfangs des Formzylinders 06, wohingegen sich
die Breite B der Auflagefläche 02 in axialer Richtung des Formzylinders 06 erstreckt.
Die Druckform 01 kann entweder für ein ein Feuchtmittel verwendendes Druckverfahren,
z. B. ein Nassoffsetdruckverfahren, oder für ein so genanntes wasserloses Druckverfahren,
z. B. ein Trockenoffsetdruckverfahren, geeignet sein.
[0025] Ein mit einer Produktionsrichtung des Formzylinders 06 gleichgerichtetes Ende 03
der Druckform 01 wird als deren vorlaufendes Ende 03 bezeichnet, wohingegen das gegenüberliegende
Ende 04 das nachlaufende Ende 04 der Druckform 01 ist. Zumindest die Enden 03; 04
der Druckform 01 mit den daran ausgebildeten Einhängeschenkeln 13; 14 bestehen aus
einem starren, z. B. metallischen Werkstoff, z. B. aus einer Aluminiumlegierung. Gerade
im Hinblick auf die Verwendung der Druckform 01 in einem Trockenoffsetdruckverfahren
kann die Druckform 01 auch aus einem Kunststoff oder sogar aus einem steifen Papier
gefertigt sein. Üblicherweise beträgt die Materialdicke D im Bereich der Arbeitsfläche
der Druckform 01, zumindest aber die Materialdicke D von den Einhängeschenkeln 13;
14 wenige zehntel Millimeter, z. B. zwischen 0,2 mm und 0,4 mm, vorzugsweise 0,3 mm.
Somit besteht die Druckform 01 im Ganzen oder zumindest an seinen Enden 03; 04 aus
einem formstabilen Material, so dass die Enden 03; 04 durch eine Biegung gegen einen
materialspezifischen Widerstand bleibend verformbar sind. Daher sind vorzugsweise
nach einer z. B. in einer Belichtungseinrichtung ausgeführten Bebilderung zumindest
der Arbeitsfläche mit mindestens einem Druckbild z. B. in einer Abkanteinrichtung
zumindest an einem Ende 03; 04 der Druckform 01, vorzugsweise jedoch an ihren beiden
Enden 03; 04, entlang der jeweiligen Biegelinie 11; 12 je ein abgekanteter Einhängeschenkel
13; 14 ausbildbar, wobei die derart hergestellten Einhängeschenkel 13; 14 in eine
schmale, insbesondere schlitzförmig ausgebildete Öffnung eines Kanals 68 des Formzylinders
06 einführbar (Fig. 20) und dort mittels einer Haltevorrichtung, z. B. einer Klemmvorrichtung
befestigbar sind.
[0026] Beispielsweise ist bezogen auf die Länge L der ungewölbten, ebenen Auflagefläche
02 der nicht montierten Druckform 01 an deren Ende 03 ein Einhängeschenkel 13 an der
Biegelinie 11 um einen Öffnungswinkel α bzw. an deren gegenüberliegenden Ende 04 ein
Einhängeschenkel 14 an der Biegelinie 12 um einen Öffnungswinkel β abgekantet (Fig.
1), wobei die Öffnungswinkel α; β i. d. R. zwischen 30° und 140° liegen. Wenn der
Öffnungswinkel α dem vorlaufenden Ende 03 der Druckform 01 zugeordnet ist, ist er
vorzugsweise spitzwinklig ausgeführt, insbesondere beträgt er 45°. Der öffnungswinkels
am nachlaufenden Ende 04 der Druckform 01 wird häufig vorzugsweise größer als 80°
oder stumpfwinklig ausgebildet, insbesondere beträgt er 85° oder 135°. Der abgekantete
Einhängeschenkel 13 am vorlaufenden Ende 03 weist eine Länge 113 auf, welche z. B.
im Bereich von 4 mm bis 30 mm liegt, insbesondere zwischen 4 mm und 15 mm. Der abgekantete
Einhängeschenkel 14 am nachlaufenden Ende 04 hat eine Länge 114, die z. B. 4 mm bis
30 mm beträgt, insbesondere zwischen 8 mm und 12 mm, wobei eher das kürzere Längenmaß
bevorzugt wird, um ein möglichst einfaches Herausnehmen der Einhängeschenkel 13; 14
aus der Öffnung des Kanals 68 zu gewährleisten.
[0027] Mehrere dieser Druckformen 01 kommen z. B. in einer in einem Nassoffsetdruckverfahren
oder in einem Trockenoffsetdruckverfahren arbeitenden Mehrfarben-Offsetdruckmaschine
zum Einsatz. In einer bevorzugten Ausführungsvariante ist mindestens eine Druckeinheit
44 der vorzugsweise mehrere Druckeinheiten 44 aufweisenden Druckmaschine mit Druckformmagazinen
09 ausgestattet, wie es beispielhaft in der Fig. 2 dargestellt ist, wobei jedem Formzylinder
06 jeweils genau ein Druckformmagazin 09 zugeordnet ist. Jedes der in der jeweiligen
Druckeinheit 44 jeweils vorzugsweise gestellfest angeordneten Druckformmagazine 09
weist mehrere, z. B. mindestens so viele Speicherpositionen auf, wie auf dem zugeordneten
Formzylinder 06 Montagepositionen vorgesehen sind. Im Druckformmagazin 09 sind z.
B. mehrere Speicherpositionen in Axialrichtung des zugeordneten Formzylinders 06 nebeneinander
angeordnet. Im Druckformmagazin 09 können in Zuordnung zu einer bestimmten axialen
Montageposition des Formzylinders 06 auch mehrere Speicherpositionen z. B. vertikal
übereinander angeordnet sein.
[0028] Jedes Druckformmagazin 09 fördert z. B. in Verbindung mit einer z. B. linear verschiebbaren
Fördereinrichtung 80 (Fig. 24) jeweils mindestens eine in dem betreffenden Druckformmagazin
09 gespeicherte Druckform 01 zu einem der Formzylinder 06 dieser Druckeinheit 44.
Die in der Fig. 2 dargestellte Druckeinheit 44 weist mehrere in mindestens einem Gestell
16 auf einem Fundament 17 angeordnete Druckwerke auf, die vorzugsweise in einer Brückenbauweise
oder in einer kompakten Achterbauweise, d. h. in einer in ihrer Bauhöhe niedrig bauenden
Anordnung mit acht Druckstellen, übereinander angeordnet sind. Jedes Druckwerk weist
zusätzlich zu seinem Formzylinder 06 und einem weiteren Druckwerkszylinder 07, insbesondere
einem mit diesem Formzylinder 06 zusammenwirkenden Übertragungszylinder 07 zumindest
noch ein Farbwerk 08 auf.
[0029] Ein Bedruckstoff 18, vorzugsweise eine Materialbahn 18, insbesondere eine Papierbahn
18, wird der Druckmaschine während deren Produktion fortlaufend zugeführt und in dem
in der Fig. 2 dargestellten Beispiel vertikal durch die Druckwerke geleitet. In der
Fig. 2 sind beispielhaft vier in Transportrichtung der Papierbahn 18 aufeinander folgende
Druckwerke dargestellt, die zur Rechten und Linken der Papierbahn 18 jeweils einen
der Übertragungszylinder 07 jeweils mit einem Formzylinder 06 aufweisen, wobei die
in einem Druckwerk an der Papierbahn 18 gegenüber stehenden Übertragungszylinder 07
aufeinander abrollen. Die Papierbahn 18 wird z. B. mittels einer vor dem ersten Druckwerk
angeordneten ersten Papierleitwalze 19 an das erste Druckwerk herangeführt und mittels
einer nach dem vierten Druckwerk angeordneten zweiten Papierleitwalze 21 vom vierten
Druckwerk abgeleitet. Jedem Formzylinder 06 ist zumindest ein Farbwerk 08 zugeordnet.
Jedem Formzylinder 06 ist ein Druckformmagazin 09 zugeordnet, das jeweils vorzugsweise
zwei Schächte aufweist, wobei jedes Druckformmagazin 09, zumindest aber dessen jeweilige
mindestens eine Speicherposition für mindestens eine darin zu speichernde Druckform
01, in seiner Arbeitsposition vorzugsweise im Wesentlichen horizontal oder nur mit
einer geringen Neigung von weniger als 15° zum Formzylinder 06 ausgerichtet ist. In
der Arbeitsposition des Druckformmagazins 09 ist zwischen dessen Schächten und dem
Formzylinder 06 jeweils mindestens eine Druckform 01 austauschbar, indem entweder
eine zur Ausführung eines Druckauftrags nicht mehr benötigte Druckform 01 vom betreffenden
Formzylinder 06 abgenommen und in den jeweiligen Schacht eingeführt oder eine zur
Ausführung des Druckauftrags neue Druckform 01 aus dem betreffenden Schacht herausgeführt
und auf dem Formzylinder 06 montiert wird. Es ist vorteilhaft, wenn die Durchführung,
insbesondere der Vollzug eines Druckformwechsels sensorisch überwacht wird. Gleichfalls
sind die Druckformmagazine 09 in Verbindung mit den Formzylindern 06 derart steuerbar,
dass vorzugsweise von einem der Druckmaschine zugeordneten Leitstand 42 (Fig. 7) aus
selektiv ein Druckformwechsel veranlasst werden kann. Weil die Druckformmagazine 09
während einer laufenden Produktion der Druckmaschine für einen Druckformwechsel und
damit auf eine nachfolgende neue Produktion vorbereitet werden können, reduziert sich
die einen Stillstand der Druckwerke erfordernde Rüstzeit auf einen äußerst kurzen
Zeitraum von z. B. weniger als zwei Minuten, vorzugsweise von weniger als neunzig
Sekunden, für einen kompletten Wechsel aller Druckformen 01 der in dieser Druckeinheit
44 angeordneten Druckwerke. Je nach Ausgestaltung der Druckwerke können in der beschriebenen
Druckeinheit 44 z. B. sechsundneunzig Druckformen 01 gleichzeitig im Einsatz sein.
Ein derart rascher Druckformwechsel selbst bei einer größeren Anzahl von Druckformen
01 erhöht die Wirtschaftlichkeit der Druckmaschine aufgrund ihrer äußerst kurzen Stillstandszeit
erheblich.
[0030] Zur Identifizierung der jeweiligen Druckformen 01 sind diese mit einer Codierung
versehen, wobei die Codierung vorzugsweise zusätzlich zu einem von Menschen lesbaren
Code z. B. als ein Barcode ausgebildet sein kann. Ein Barcode ist eine maschinenlesbare
Schrift aus verschieden breiten Strichen und Lücken. Die Codierung kann durch ein
Druckverfahren, z. B. ein Offsetdruckverfahren, ein Flexodruckverfahren, ein Tiefdruckverfahren,
ein Laserdruckverfahren, ein Thermodruckverfahren oder ein Tintenstrahldruckverfahren,
vorzugsweise auf einem nicht druckenden Bereich der Druckform 01, z. B. auf einem
der Einhängeschenkel 13; 14, appliziert werden. Besonders vorteilhaft ist es jedoch,
die Codierung in Verbindung mit der Belichtung der Druckform 01 auf selbiger aufzubringen,
weil dann kein zusätzlicher Arbeitsschritt erforderlich ist. In diesem Fall erfolgt
die Ausbildung und Anordnung der Codierung z. B. auf einem Einhängeschenkel 13; 14
der Druckform 01, bevor dieser Einhängeschenkel 13; 14 in einem in einer Abkanteinrichtung
38 ausgeführten Biegevorgang ausgebildet wird (Fig. 7).
[0031] Es gibt verschiedene Typen von Barcodes. Auch wenn Barcodes stets eine flächige Anordnung
von Zeichen bilden, so unterscheidet man eindimensionale (1-D-Codes), zweidimensionale
(2-D-Codes) und dreidimensionale (3-D-Codes) Barcodes, wobei bei letzteren Farbe die
dritte Dimension bildet. Barcodes sind zumeist in ihrer grafischen Darstellung wie
auch in ihrem Informationsgehalt genormt, z. B. in ISO/IEC 15415 (2-D-Codes), ISO/IEC
15416 (1-D-Codes), ISO/IEC 15418 (Datenstrukturen) oder ISO/IEC 15420. Bekannte 1-D-Codes
sind z. B. der alphanumerische Code39 nach ISO/IEC 16388, der Code128 nach ISO/IEC
15417 oder der rein numerische Code Interleaved 2/5 nach ISO/IEC 16390. Ein 2-D-Code,
der Information auch senkrecht zu seiner Hauptausrichtung verschlüsselt, ist z. B.
ein Matrix-Code, z. B. ein DataMatrix-Code, der nach ISO/IEC 16022 definiert ist.
Matrix-Codes können mit einem Kamerasystem, z. B. einer CCD-Kamera, omnidirektional
gelesen werden. Eine Reed-Solomon-Fehlerkorrektur verdoppelt die Daten, wodurch ca.
25% des Codes zerstört werden können, ohne die Dekodierung zu gefährden. Weitere Matrix-Codes
sind z. B. QR-Codes und Aztec-Codes.
[0032] Der DataMatrix-Code existiert in verschiedenen Versionen, z. B. in der Version DataMatrix-Code
ECC 200, wobei die Buchstaben ECC für den englischen Ausdruck "
Error
Checking and
Correction Algorithm" stehen und die diesen Buchstaben nachfolgende Zahl eine bestimmte
Entwicklungsstufe des DataMatrix-Codes angibt. Der DataMatrix-Code besteht aus einer
rechteckigen Fläche, deren Größe variabel ist. Diese Fläche weist quadratische Strukturelemente
auf, die jeweils eine binäre Wertigkeit haben; sie sind z. B. in Schwarz oder Weiß
ausgeführt. Ein Beispiel für einen DataMatrix-Code ist in der Fig. 3 dargestellt,
wobei nebeneinander z. B. zwei quadratische DataMatrix-Code-Flächen 22 mit jeweils
quadratischen Strukturelementen 23 angeordnet sind. Für manche Anwendungen können
noch weitere DataMatrix-Code-Flächen 22 zur Ausbildung der Codierung aneinandergefügt
werden, wobei die DataMatrix-Code-Flächen 22 sowohl nebeneinander als auch unter-
bzw. übereinander, z. B. in einer aus mehreren Zeilen und Spalten bestehenden Anordnung,
angeordnet sein können.
[0033] Bei einem 1-D-Code müssen in einer Zeichenebene verschiedene Strichdicken eindeutig
bestimmt werden. Beim DataMatrix-Code ist hingegen nur festzustellen, welche Wertigkeit
jedes in der Zeichenebene dargestellte quadratische Strukturelement 23 aufweist, ob
es z. B. in Schwarz oder Weiß ausgebildet ist. Ein DataMatrix-Code benötigt überdies
bei gleichem Informationsgehalt deutlich weniger Platz als ein 1-D-Code. Zur Erfassung
eines 2-D-Codes wird stets ein Kamerasystem benötigt, welches die Information zweidimensional
erfasst und das erfasste Bild z. B. mittels einer Mustererkennung z. B. durch Vergleich
des erfassten Codierungsmusters bzw. Markierungsmusters mit einem gespeicherten Erwartungsmuster
auswertet. Das Kamerasystem setzt demnach die erfassten Strukturelemente 23 des 2-D-Codes
in eine elektronische, vorzugsweise digitale Nutzinformation um. 2-D-Codes müssen
wegen des Einsatzes eines Kamerasystems mit einer mindestens eine Lichtquelle aufweisenden
Beleuchtungseinrichtung flächig beleuchtet werden. Das vom 2-D-Codes reflektierte
Licht wird dann auf einer Bildebene eines Bildsensors, z. B. eines CCD-Sensors oder
CMOS-Sensors, abgebildet, wobei der Bildsensor Bestandteil z. B. einer Zeilenkamera
oder einer Flächenkamera ist. Der DataMatrix-Code stellt insgesamt nur geringe Anforderungen
an Farbkontrast und Druckqualität. Das von der Lichtquelle der Beleuchtungseinrichtung
emittierte Licht sowie die spektrale Empfindlichkeit des Bildsensors sind auf die
optischen Eigenschaften der den 2-D-Code tragenden Druckform 01 abzustimmen, insbesondere
auf deren Reflexionsverhalten und Remissionsverhalten. Für das Erfassen eines auf
einer Druckform 01 durch deren Belichtung applizierten 2-D-Codes haben sich als Lichtquelle
der Beleuchtungseinrichtung eine Laserdiode oder eine Leuchtdiode mit einer Emission
von weißem, gelben oder grünen Licht als vorteilhaft erwiesen. Die Lichtquelle kann
z. B. in einem einen Bildsensor aufweisenden Codeleser 28 (Fig. 5) integriert angeordnet
sein. Die Ausbildung des Codelesers 28 mit einer parametrierbaren Belichtungsautomatik
ist vorteilhaft. Der Bildsensor und die Lichtquelle der Beleuchtungseinrichtung sind
mit ihrer jeweiligen Wirkrichtung in einem Neigungswinkel von mindestens 5° bezogen
auf ein auf der Zeichenebene respektive Code-Fläche 22 stehendes Lot anzuordnen, vorzugsweise
mit einem Neigungswinkel in einem Bereich zwischen 10° und 60°. Zum Schutz vor einem
in einem Druckwerk zumeist auftretenden Farbnebel und anderer Verschmutzungen sollte
der Codeleser 28 in einem Mindestabstand a28 von z. B. 10 mm von der Code-Fläche 22
montiert sein, wobei dessen Bildsensor und Lichtquelle z. B. durch eine Mineralglas-
oder Acrylglasscheibe vor einer Verschmutzung geschützt sind.
[0034] Der DataMatrix-Code weist folgende vier Hauptkomponenten auf: Eine feste Begrenzungslinie
24 dient zur Mustererkennung und wird für die Berechnung der Drehlage des DataMatrix-Codes
verwendet, so dass jeder Lesewinkel möglich ist. Eine der festen Begrenzungslinie
24 gegenüberliegende Begrenzungslinie 26, die eine nicht geschlossene Grenze bildet,
wird zur Identifizierung der Anzahl von Zeilen und Spalten benutzt, d. h. die so genannte
Matrixdichte. Beim ECC 200 ist das Element in der oberen rechten Ecke stets weiß.
Die Begrenzungslinien 24; 26 begrenzen und umschließen einen Speicherbereich 27, wobei
der Speicherbereich 27 die eigentliche binäre Information in codierter Form enthält.
Je nach Größe und/oder Anzahl der einzelnen Strukturelemente 23 definiert sich damit
auch die Anzahl der möglichen Informationen. Eine als Ruhezone bezeichnete leere Zone
umgibt den DataMatrix-Code. Sie enthält keinerlei Informationen und wird auch nicht
zur Lageorientierung verwendet. Die Breite der Ruhezone beträgt ein Feld bzw. eine
Zeile und wird zur Abgrenzung von anderen optischen Bildelementen benötigt.
[0035] Der Speicherbereich 27 der Codierung enthält z. B. eine Information, anhand der Druckformen
01 zum Zweck ihrer Identifizierung voneinander unterscheidbar sind und/oder anhand
der eine einzelne bestimmte Druckform 01 in ihrem Einsatz verfolgbar ist. Somit weisen
unterschiedliche Druckbildern tragende und/oder zu unterschiedlichen Farbauszügen
gehörende Druckformen 01 eine sich voneinander unterscheidende Codierung auf. Die
Codierung kann z. B. einen von einem Zähler generierten Index aufweisen, um z. B.
nacheinander verwendete oder zu verwendende Druckformen 01 fortlaufend durchzuzählen
und um diese Druckformen 01, besonders solche, die gleichartig sind und/oder nacheinander
an derselben Montageposition eines bestimmten Formzylinders 06 verwendet werden, in
ihrer jeweiligen Reihenfolge zu identifizieren. Die Codierung kann eine Information
über den jeweiligen Montageort der Druckform 01 in der Druckmaschine enthalten.
[0036] Eine Alternative zur Ausbildung der Codierung in Form eines Barcodes besteht in der
Verwendung eines Transpondersystems, insbesondere von Funketiketten, die gemäß ihrer
englischsprachigen Abkürzung als RFID bezeichnet werden. Funketiketten übertragen
ihre Information kontaktlos mittels eines elektromagnetischen Feldes. Eine weitere
Alternative zur Ausbildung der Codierung kann in Stanzmarkierungen, z. B. in Lochstanzungen,
bestehen.
[0037] Fig. 4 zeigt eine Druckform 01, an deren nachlaufendem Einhängeschenkel 14 zwei Codierungen
über die Breite B der Druckform 01 beabstandet voneinander angebracht sind (Fig. 1),
und zwar jeweils z. B. zwei entlang der Breite B der Druckform 01 aneinandergereihte
DataMatrix-Code-Flächen 22 jeweils im Seitenbereich des Einhängeschenkels 14. Alternativ
oder zusätzlich zu dieser Anordnung von Codierungen am nachlaufenden Einhängeschenkel
14 einer Druckform 01 kann insbesondere bei einer Druckform 01 im Panoramaformat eine
Codierung auch im Mittenbereich des Einhängeschenkels 14 dieser Druckform 01 angebracht
sein. Jede DataMatrix-Code-Fläche 22 kann nur eine bestimmte Menge an Informationen
darstellen. Je nach der Menge der in der Codierung darzustellenden Informationen werden
zwei oder mehr DataMatrix-Code-Flächen 22 benötigt und vorzugsweise am nachlaufenden
Einhängeschenkel 14 der Druckform 01 appliziert.
[0038] Durch die Verwendung von nur einem einzigen Codeleser 28 für mehrere gespeicherte
Druckformen 01, der die jeweilige Codierung von in unterschiedlichen Speicherpositionen
gespeicherten Druckformen 01 insbesondere gleichzeitig erfasst, können erhebliche
Kosten gespart werden. Die Fig. 5 und 6 zeigen dafür ein Beispiel mit einer Anordnung
von z. B. vier auf der Mantelfläche des Formzylinders 06 nebeneinander angeordneten
oder zumindest anordenbaren Druckformen 01 jeweils mit einer Länge L und einer Breite
B (Fig. 1), wobei jeweils zwei benachbart angeordneten Druckformen 01 ein gemeinsamer
Codeleser 28 zugeordnet ist. Jeder der Codeleser 28 ist z. B. als ein Kamerasystem
ausgebildet oder in ein solches eingebunden, wobei jedes dieser Kamerasysteme als
Bildsensor jeweils z. B. einen CCD-Sensor aufweist, wobei in einem Erfassungsbereich
29 eines jeden CCD-Sensors mindestens eine Druckform 01, vorzugsweise jedoch mindestens
zwei Druckformen 01 angeordnet sind, so dass der Codeleser 28 mindestens eine, vorzugsweise
jedoch alle in seinem Erfassungsbereich 29 angeordnete Codierungen gleichzeitig erfassen
kann, indem der Bildsensor die vom Erfassungsbereich 29 des Codelesers 28 erfasste
Codierung oder die erfassten Codierungen gleichzeitig in derselben Bildebene abbildet.
[0039] In dem in der Fig. 5 gezeigten Beispiel ist der jeweilige CCD-Sensor jeweils auf
den nachlaufenden Einhängeschenkel 14 der im jeweiligen Erfassungsbereich 29 angeordneten
Druckformen 01 gerichtet. Der Erfassungsbereich 29 eines jeden.CCD-Sensors kann durch
eine optische Einrichtung, z. B. durch ein Weitwinkelobjektiv, aufgeweitet sein und
insbesondere längs der Breite B der Druckformen 01 einen vorzugsweise stumpfen Öffnungswinkel
aufweisen, um mehrere Codierungen, insbesondere die jeweilige Codierung von mehreren
unterschiedlichen Druckformen 01, in demselben Erfassungsbereich 29 einzufangen und
damit gleichzeitig zu erfassen. Der CCD-Sensor der jeweiligen Kamerasysteme ist jeweils
in einem Abstand a28 von dem nachlaufenden Einhängeschenkel 14 der im jeweiligen Erfassungsbereich
29 angeordneten Druckformen 01 angeordnet, wobei dieser Abstand a28 z. B. mindestens
10 mm beträgt. Der Erfassungsbereich 29 des Bildsensors ist in der Fig. 6 jeweils
durch ein strichpunktiert umrandetes, z. B. rechteckiges Feld dargestellt, wobei dieses
Feld jeweils in derselben Ebene liegt wie die an dem nachlaufenden Einhängeschenkel
14 der Druckformen 01 angebrachten DataMatrix-Code-Flächen 22 und auch z. B. parallel
zu den jeweiligen Begrenzungslinien 24; 26 der DataMatrix-Code-Flächen 22 ausgerichtet
ist.
[0040] Die Fig. 6 zeigt eine Anordnung von z. B. in einem der Druckformmagazine 09 der in
der Fig. 2 dargestellten Druckeinheit 44 gespeicherten Druckformen 01, wobei am nachlaufenden
Einhängeschenkel 14 dieser Druckformen 01 jeweils mindestens eine Codierung angebracht
ist. Die Codierung ist jeweils z. B. in Form zweier längs zur Breite B der jeweiligen
Druckform 01 aneinandergereihten DataMatrix-Code-Flächen 22 ausgebildet, die jeweils
z. B. im jeweiligen Seitenbereich der jeweiligen Druckform 01 angeordnet sind (Fig.
4). In der Fig. 6 sind in Zuordnung zu einem mit Druckformen 01 zu belegenden Formzylinder
06 in dessen Axialrichtung beispielhaft vier nebeneinander angeordnete Schächte eines
Druckformmagazins 09 angedeutet (Fig. 2), wobei in den jeweiligen Schächten jeweils
z. B. zwei Druckformen 01 gespeichert sind, und zwar jeweils eine Druckform 01 in
zwei übereinander angeordneten Speicherpositionen. Vorzugsweise an der dem Formzylinder
06 gegenüberliegenden Stirnseite der Schächte sind z. B. jeweils als ein Kamerasystem
ausgebildete Codeleser 28 angeordnet, wobei der jeweilige Erfassungsbereich 29 eines
jeden zu einem der Kamerasysteme gehörenden Bildsensors die jeweilige Codierung von
vier jeweils benachbart angeordneten Druckformen 01 gemeinschaftlich und zu demselben
Zeitpunkt erfasst, und zwar jeweils von zwei in Axialrichtung des Formzylinders 06
benachbart nebeneinander in zwei unterschiedlichen Schächten angeordneten Druckformen
01 sowie von zwei in demselben Schacht übereinander angeordneten Druckformen 01. Der
jeweilige Erfassungsbereich 29 eines jeden zu einem der Kamerasysteme gehörenden Bildsensors
kann z. B. eine eckige, insbesondere rechteckige, vorzugsweise quadratische Querschnittsfläche
oder z. B. auch eine runde, vorzugsweise elliptische oder kreisförmige Querschnittsfläche
aufweisen, wobei alle im Erfassungsbereich 29 des Codelesers 28 erfassten Codierungen
auf der Bildebene seines Bildsensors abgebildet werden. Die Querschnittsfläche des
Erfassungsbereichs 29 des Codelesers 28 und die Bildebene des Bildsensors sind vorzugsweise
zueinander parallel angeordnet. Als eine Variante kann vorgesehen sein, dass die Bildebene
des Bildsensors in mehrere, vom jeweiligen Kamerasystem vorzugsweise selektiv aktivierbare
Betrachtungszonen 31 unterteilt ist, wobei jeder vom Erfassungsbereich 29 erfassten
Codierung von jeweils einer der Druckformen 01 genau eine der zu diesem Erfassungsbereich
29 gehörenden Betrachtungszonen 31 zugeordnet ist, d. h. jede dieser Betrachtungszonen
31 erfasst genau eine der vom Erfassungsbereich 29 erfassten Codierungen und bildet
damit auf der Bildebene des Bildsensors auch genau eine der vom Erfassungsbereich
29 erfassten Codierungen ab. In der Anordnung der Fig. 6 ist jede der Druckformen
01 vorzugsweise genau einer der Druckstellen auf dem Formzylinder 06 zugeordnet, so
dass der Formzylinder 06 in diesem Beispiel mit insgesamt acht Druckformen 01, nämlich
vier in seiner Axialrichtung und jeweils zwei in seiner Umfangsrichtung belegbar ist.
Diese Anordnung kann ohne weiteres mit zwei weiteren nebeneinander angeordneten Schächten
für einen 6/2-Formzylinder 06 ergänzt werden.
[0041] Wie in einem in der Fig. 7 dargestellten Blockschaltbild angedeutet, werden zur Anfertigung
der in einer anstehenden Produktion zu verwendenden Druckformen 01 ebene plattenförmige
Rohlinge 32 jeweils einzeln in einer von der Druckmaschine räumlich getrennten Plattenbelichtungseinrichtung
33 zur Ausbildung von mindestens einem Druckbild unter Verwendung einer entsprechenden,
z. B. von einem Rechner 34 einer Druckvorstufe vorzugsweise elektronisch in Form einer
z. B. RIP-Daten enthaltenen Datei an der Plattenbelichtungseinrichtung 33 bereitgestellten
Vorlage 37 belichtet, wobei das auf den jeweiligen Rohling 32 gemäß der jeweiligen
Vorlage 37 aufgebrachte Druckbild zu dessen permanenter Ausbildung in einer der Plattenbelichtungseinrichtung
33 z. B. nachgeordneten Entwicklungseinrichtung 36 z. B. fotochemisch entwickelt wird.
In einem späteren Arbeitsschritt zur Anfertigung von an der Druckmaschine einsatzfertigen
Druckformen 01 werden die betreffenden jeweils mit mindestens einem Druckbild versehenen
Druckformen 01 in einer Abkanteinrichtung 38 vorzugsweise an zwei gegenüberliegenden
Enden 03; 04 zur Ausbildung von Einhängeschenkeln 13; 14 abgekantet (Fig. 1). Als
Hilfe für ihre positionsrichtige Ausrichtung an der Mantelfläche des betreffenden
Formzylinders 06 kann die betreffende Druckform 01 insbesondere vor der Abkantung
von mindestens einem ihrer Einhängeschenkel 13; 14 noch mit mindestens einer Registerstanzung
oder mit einem Einschnitt bzw. Beschnitt versehen worden sein. Nach dem Belichten,
Entwickeln, Abkanten und gegebenenfalls Stanzen und/oder Schneiden ist die jeweilige
Druckform 01 zur Verwendung in einer Produktion der Druckmaschine einsatzfertig.
[0042] Die Anfertigung der eine bestimmte Produktion betreffenden Druckformen 01 wird vorzugsweise
anhand von Daten gesteuert, die z. B. von einer Steuereinheit 40 eines Produktionsplanungssystems
und/oder von einer Steuereinheit 39 eines Plattenlogistik-Management-Systems zur Verfügung
gestellt werden, wobei diese Steuereinheiten 39; 40 z. B. über ein elektronisches
leitungsgebundenes oder drahtloses Kommunikationssystem 41, z. B. einem Ethernet-basierten
Datennetzwerk, mit der Plattenbelichtungseinrichtung 33 und vorzugsweise zumindest
auch mit einem zu der Druckmaschine gehörenden Leitstand 42 zum Zwecke eines Datenaustausches
verbunden oder zumindest verbindbar sind. In der bevorzugten Ausführung können der
Rechner 34 der Druckvorstufe und die Steuereinheit 39 des Plattenlogistik-Management-Systems
und/oder die Steuereinheit 40 des Produktionsplanungssystems ihre jeweiligen Daten
über dasselbe Kommunikationssystem 41 an der Plattenbelichtungseinrichtung 33 bereitstellen,
was in der Fig. 7 alternativ zu der separaten Verbindung zwischen dem Rechner 34 der
Druckvorstufe und der Plattenbelichtungseinrichtung 33 durch eine strichlierte Verbindung
des Rechners 34 der Druckvorstufe mit dem Kommunikationssystem 41 angedeutet ist.
[0043] Die Zuführung der für eine bestimmte Produktion benötigten einsatzfertigen Druckformen
01 zu einer Druckeinheit 44 (Fig. 2) der Druckmaschine erfolgt z. B. in einem von
mehreren bereitstehenden mobilen Sammelbehältern 43, wobei diese Sammelbehälter 43
von einem Bediener der Druckmaschine von Hand oder vorzugsweise automatisiert bewegbar
und z. B. Bestandteil eines insbesondere fahrerlosen Transportsystems sind. In dem
jeweiligen Sammelbehälter 43 werden die an einem bestimmten Einsatzort in der Druckmaschine,
z. B. an einem bestimmten Formzylinder 06 benötigten Druckformen 01 vorzugsweise als
ein Satz, d. h. als eine in sich geschlossene Einheit von zusammengehörenden Druckformen
01 für ihren gemeinsamen Transport zu dem betreffenden Formzylinder 06 gespeichert.
Die von Hand oder z. B. in dem jeweiligen Sammelbehälter 43 zu dem betreffenden Einsatzort,
insbesondere Formzylinder 06 transportierten Druckformen 01 werden an dem betreffenden
Formzylinder 01 z. B. händisch durch einen Bediener oder vorzugsweise automatisiert
mittels einer z. B. vom Leitstand 42 aus steuerbaren, insbesondere in Verbindung mit
einem Druckformmagazin 09 ausgebildeten Fördereinrichtung 80 (Fig. 24) an ihrer jeweiligen
Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder 06 angeordnet.
[0044] Fig. 8 zeigt nochmals eine ähnliche Druckeinheit 44, wie bereits in Fig. 2 dargestellt,
so dass einander entsprechende Baugruppen und Elemente jeweils mit denselben Bezugszeichen
versehen sind. Die in Fig. 8 dargestellte Druckeinheit 44 ist insofern eine Weiterbildung,
als vorzugsweise an beiden Bedienseiten der Druckeinheit 44 jeweils eine Handhabungseinrichtung
46 angeordnet ist, welche vorzugsweise mehrere jeweils an mindestens einem Führungselement
48 angeordnete Plattformen 47 aufweist, mit denen einsatzfertige Druckformen 01 zu
den betreffenden Druckformmagazinen 09 transportierbar sind, wobei die betreffenden
Druckformen 01 automatisiert von der jeweiligen Plattform 47 an die betreffende Speicherposition
des jeweiligen Druckformmagazins 09 befördert werden. Die Handhabungseinrichtung 46
ist mit ihren Plattformen 47 z. B. als eine Hubeinrichtung ausgebildet, welche an
der betreffenden Bedienseite der Druckeinheit 44 eine vertikale Bewegung ausführt.
Die vom mobilen Sammelbehälter 43 an die betreffende Druckeinheit 44 transportierten
einsatzfertigen Druckformen 01 werden von den Plattformen 47 der Handhabungseinrichtung
46 vorzugsweise automatisiert übernommen und dann zu dem betreffenden Druckformmagazin
09 transportiert. In der Fig. 8 ist durch einen Doppelpfeil angedeutet, dass der mobile
Sammelbehälter 43 jeweils einen Satz von einsatzfertigen Druckformen 01 wahlweise
an eine der Bedienseiten der betreffenden Druckeinheit 44 transportiert. Die in Fig.
8 dargestellte Druckeinheit 44 ist damit gegenüber der in Fig. 2 dargestellten Druckeinheit
44 um ein Transportsystem ergänzt worden, wobei zu diesem Transportsystem z. B. ein
eine Handhabungseinrichtung 46 aufweisendes Verteilersystem und eine Beschickungsanlage
zur Beschickung der Druckformmagazine 09 mit einsatzfertigen Druckformen 01 gehört.
Die Druckeinheit 44 weist vorzugsweise an ihren beiden Bedienseiten jeweils z. B.
eine vorzugsweise durch einen steuerbaren Antrieb höhenverstellbare Galerie 49 auf,
welche dem Bedienpersonal einen Zugang zu den jeweiligen Druckwerken dieser Druckeinheit
44 erleichtert. Der die Galerie 49 in ihrer jeweiligen Höhe verstellende Antrieb arbeitet
z. B. mit einem hydraulischen, pneumatischen oder elektrischen Wirkprinzip. Die höhenverstellbare
Galerie 49 kann einen in unterschiedliche Höhenpositionen bringbaren Förderkorb aufweisen
oder als eine Hebebühne ausgebildet sein. Die jeweiligen Höhenpositionen sind vorzugsweise
relativ auf das Fundament 17 der Druckeinheit 44 bezogen.
[0045] Wie zuvor beschrieben, weist die zur Anfertigung von einsatzfertigen Druckformen
01 erforderliche, kurz als eine Plattenstraße bezeichnete Vorrichtung zumindest mindestens
eine Plattenbelichtungseinrichtung 33 und i. d. R. auch mindestens eine Entwicklungseinrichtung
36 sowie mindestens eine Abkanteinrichtung 38 auf. In der Praxis können die zu demselben
Satz gehörenden Druckformen 01 häufig jedoch nicht in einer lückenlosen Folge unmittelbar
hintereinander angefertigt werden, insbesondere werden sie z. B. aufgrund eines unterschiedlichen
Redaktionsschlusses hinsichtlich der Inhalte der zu druckenden Druckbilder in einer
eher zufälligen Reihenfolge in der Plattenbelichtungseinrichtung 33 belichtet, so
dass die Druckformen 01 nach ihrer jeweiligen Belichtung zu an ihrem jeweiligen in
der Druckmaschine befindlichen Einsatzort brauchbaren Sätzen gruppiert werden müssen,
um unnötige Transportwege zwischen der Vorrichtung zur Anfertigung von an der Druckmaschine
einsatzfertigen Druckformen 01 und dem jeweiligen Einsatzort in dieser Druckmaschine
zu vermeiden. Deshalb wird diese Vorrichtung zur Anfertigung von an einer Druckmaschine
einsatzfertigen Druckformen 01 um mindestens eine Speichereinrichtung 51 erweitert
(Fig. 7), in welcher jeweils mit mindestens einem Druckbild versehene Druckformen
01 solange zwischengespeichert werden, bis ein Satz von zusammengehörenden Druckformen
01 für ihren gemeinsamen Transport zu einem bestimmten der in einer Druckeinheit 44
angeordneten Formzylinder 06 oder Druckformmagazin 09 vollzählig angefertigt worden
ist. Die Speichereinrichtung 51 hat demnach in der Herstelllinie zur Anfertigung von
an einer Druckmaschine einsatzfertigen Druckformen 01 die Funktion eines Puffers.
Eine Prüfung auf Vollzähligkeit der zu einem bestimmten Satz gehörenden Druckformen
01 erfolgt z. B. durch oder zumindest in Verbindung mit dieser Speichereinrichtung
51 z. B. anhand der von der Steuereinheit 39 des Plattenlogistik-Management-Systems
bereitgestellten Daten.
[0046] Die Speichereinrichtung 51 ist in dem in der Fig. 7 anhand einer durchgezognen Pfeillinie
beispielhaft dargestellten Produktionsfluss, d. h. in der Herstelllinie der anzufertigenden
Druckformen 01 vorzugsweise nach der Entwicklungseinrichtung 36 und vor der Abkanteinrichtung
38 angeordnet, da noch nicht abgekantete plane Druckformen 01 Platz sparender speicherbar
sind und zudem die Gefahr einer gegenseitigen Beschädigung z. B. durch Zerkratzen
eines Druckbildes z. B. durch einen Einhängeschenkel 13; 14 vermieden wird. In der
Fig. 7 zeigen gestrichelte Pfeillinien alternative Transportwege innerhalb der Vorrichtung
zur Anfertigung von an der Druckmaschine einsatzfertigen Druckformen 01 an, insbesondere
eine Anordnung der Speichereinrichtung 51 in der Herstelllinie nach der Abkanteinrichtung
38.
[0047] Die Speichereinrichtung 51 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass in ihr Druckformen
01 gleichzeitig eingelagert und ausgelagert werden können. Die Speichereinrichtung
51 weist mindestens so viele Speicherplätze auf, wie Druckformen 01 zu einem selben
Satz von Druckformen 01 gehören. Die Zahl der zu demselben Satz gehörenden Druckformen
01 muss dabei nicht identisch mit der maximalen Anzahl von Montagepositionen auf dem
an der anstehenden Produktion beteiligten Formzylinder 06 oder der maximalen Anzahl
von Speicherpositionen des betreffenden Druckformmagazins 09 sein, für den oder das
die zu transportierenden Druckformen 01 bestimmt sind. Vielmehr umfasst der betreffende
Satz von Druckformen 01 so viele Druckformen 01, wie auf dem an der anstehenden Produktion
beteiligten Formzylinder 06 oder in dem betreffenden Druckformmagazin 09 in demselben
Arbeitsgang anzubringen und/oder auszutauschen sind. Die Speichereinrichtung 51 ist
vorzugsweise mit so vielen Speicherplätzen ausgestattet, dass sie mehrere Sätze von
Druckformen 01 aufnehmen kann, z. B. alle an der betreffenden Druckeinheit 44 einsetzbaren
Sätze von Druckformen 01.
[0048] Die Speichereinrichtung 51 weist mindestens eine erste Handhabungseinrichtung auf,
mit welcher der Speichereinrichtung 51 zugeführte Druckformen 01 auf Speicherplätzen
dieser Speichereinrichtung 51 eingelagert werden, wobei jedem der Speicherplätze vorzugsweise
jeweils genau eine der Druckformen 01 zugeordnet wird. Zur Auslagerung kann mindestens
eine weitere von der ersten verschiedene zweite Handhabungseinrichtung vorgesehen
sein, welche eine an einem der Speicherplätze eingelagerte Druckform 01 aufnimmt bzw.
ergreift und auslagert, wenn derjenige Satz von Druckformen 01, zu dem die betreffende
Druckform 01 gehört, für seinen Transport zur Druckeinheit 44 abgerufen wird. Die
erste und/oder zweite Handhabungseinrichtung führt relativ zu den ortsfest angeordneten
Speicherplätzen der Speichereinrichtung 51 in einer selben Ebene eine Bewegung z.
B. in zwei vorzugsweise orthogonal aufeinander stehenden Richtungen aus. Alternativ
kann vorgesehen sein, dass die jeweils mindestens eine der Druckformen 01 ein- bzw.
auslagernde Handhabungseinrichtung relativ zur Speichereinrichtung 51 ortsfest ist
und sich ein die jeweiligen Speicherplätze dieser Speichereinrichtung 51 aufweisendes
Magazin relativ zu der mindestens einen Handhabungseinrichtung oder zu den mehreren,
insbesondere zwei Handhabungseinrichtungen translatorisch und/oder rotativ bewegt.
Somit sind mit den Vorgängen zur Einlagerung und/oder Auslagerung von Druckformen
01 jeweils eine Relativbewegung zwischen den Speicherplätzen der Speichereinrichtung
51 und mindestens einer die jeweilige Einlagerung und/oder Auslagerung ausführenden
Einrichtung, z. B. der Handhabungseinrichtung verbunden.
[0049] Die Vorrichtung zur Anfertigung von an einer Druckmaschine einsatzfertigen Druckformen
01 weist somit zumindest mindestens eine Plattenbelichtungseinrichtung 33 auf, wobei
dieser Plattenbelichtungseinrichtung 33 nachgeordnet mindestens eine Speichereinrichtung
51 vorgesehen ist, wobei die Speichereinrichtung 51 mindestens einen Satz von hinsichtlich
eines bezüglich eines bestimmten Formzylinders 06 oder eines bestimmten Druckformmagazins
09 gemeinsamen Einsatzortes zusammengehörenden Druckformen 01 vor ihrem gemeinsamen
Transport zur Druckmaschine zwischengespeichert. Der Einsatzort der als Satz dorthin
zu transportierenden Druckformen 01 besteht somit an einem von mehreren in der Druckmaschine
angeordneten Formzylindern 06 oder Druckformmagazinen 09.
[0050] In der Speichereinrichtung 51 eingelagerte, zu unterschiedlichen Sätzen gehörende
Druckformen 01 werden vorzugsweise jeweils als ein Satz von zusammengehörenden Druckformen
01 in einer ununterbrochenen Folge ausgelagert, und zwar unabhängig davon, ob diese
Druckformen 01 zuvor in der Speichereinrichtung 51 zu zusammengehörenden Sätzen von
Druckformen 01 vorsortiert wurden oder auf Speicherplätzen der Speichereinrichtung
51 zunächst einmal in einer beliebigen, d. h. chaotischen Anordnung zwischengespeichert
worden sind. Zumindest für den Fall, dass die Speichereinrichtung 51 eingelagerte
Druckformen 01 nicht von sich aus satzweise auslagert, ist in Verbindung mit der Speichereinrichtung
51 z. B. ihr nachgeordnet, d. h. nach einer Ausgabe der Druckformen 01 aus dieser
Speichereinrichtung 51, eine Druckformen 01 sortierende Sortierstation 57 vorgesehen,
welche die Druckformen 01 zu an der jeweiligen Druckeinheit 44 benötigten Sätzen von
hinsichtlich ihres bezüglich eines bestimmten Formzylinders 06 oder eines bestimmten
Druckformmagazins 09 gemeinsamen Einsatzortes zusammengehörenden Druckformen 01 sortiert.
Die Sortierstation 57 kann in einer Ausführungsvariante in der Speichereinrichtung
51 integriert ausgebildet sein. In einer weiteren Ausführungsvariante kann vorgesehen
sein, dass die Sortierstation 57 zwischen der Abkanteinrichtung 38 und einem der mobilen
Sammelbehälter 43 angeordnet ist. Alternativ dazu ist die Sortierstation 57 in der
in der Fig. 7 durch gestrichelte Pfeillinien dargestellte Herstelllinie nach der Abkanteinrichtung
38 angeordnet, so dass in oder anhand der Sortierstation 57 bereits abgekantete Druckformen
01 zu einsatzfertigen Sätzen sortiert und z. B. an einen der mehreren mobilen Sammelbehälter
43 abgegeben werden, sofern der Transport der Druckformen 01 nicht per Hand zu dem
jeweiligen Einsatzort in der Druckeinheit 44 erfolgt. In der Fig. 7 sind andeutungsweise
mehrere, z. B. drei jeweils abwechselnd oder wählweise verwendbare mobile Sammelbehälter
43 dargestellt, welche vorzugsweise automatisiert jeweils einen Satz von Druckformen
01 zu ihrem jeweiligen Einsatzort in der Druckeinheit 44 transportieren. Alternativ
sind in der Fig. 7 durch gestrichelte Pfeillinien aus der Vorrichtung zur Anfertigung
von an der Druckmaschine einsatzfertigen Druckformen 01 herausführende Transportwege
dargestellt, welche jeweils an den mobilen Sammelbehältern 43 vorbeiführen und einen
von Hand ausgeführten Transport der Druckformen 01 zu der betreffenden Druckeinheit
44 andeuten. Die Sortierstation 57 oder die Speichereinrichtung 51 gruppieren ihnen
jeweils z. B. automatisiert zugeführte Druckformen 01 anhand der vorzugsweise an jeder
dieser Druckformen 01 angebrachten Codierung zu zusammengehörenden Sätzen, welche
ihrerseits in demselben Arbeitsgang insbesondere mit einem der mobilen Sammelbehälter
43 dem betreffenden Formzylinder 06 oder dem betreffenden Druckformmagazin 09 zuzuführen
sind. Diese Codierung ist z. B. als ein Datamatrix-Code 22 ausgebildet, wobei diese
Codierung vorzugsweise im nicht druckenden Bereich der betreffenden Druckform 01 angebracht
ist, z. B. an einem zum Zeitpunkt der Speicherung dieser Druckform 01 in der Speichereinrichtung
51 noch nicht abgekanteten Einhängeschenkel 13; 14 (Fig. 3, 4). U. a. zur Visualisierung
vorzugsweise sowohl des insbesondere sequentiell ablaufenden Prozesses zur Anfertigung
von an einer Druckmaschine einsatzfertigen Druckformen 01 als auch des Betriebsstatus
am Einsatzort dieser Druckformen 01 ist vorzugsweise in Verbindung mit der diesen
Prozess ausführenden Vorrichtung, wie sie z. B. in der Fig. 7 durch eine Strichumrandung
angedeutet ist, und/oder in Verbindung mit der Zwischenspeicherung und dem Transport
der einsatzfertig angefertigten Druckformen 01 eine Anzeigevorrichtung 52 mit einer
z. B. optischen, insbesondere grafischen, vorzugsweise mindestens ein Symbol verwendenden
Anzeige vorgesehen, wobei die Anzeige in einer mehrere Montagepositionen auf einem
die mehreren Montagepositionen aufweisenden Formzylinder 06 oder mehrere Speicherpositionen
eines die mehreren Speicherpositionen aufweisenden Druckformmagazins 09 gleichzeitig
anzeigenden Gesamtdarstellung anzeigt, an welchen dieser mehreren Montagepositionen
auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder an welchen dieser mehreren Speicherpositionen
des Druckformmagazins 09 jeweils eine Druckform 01 anzuordnen ist. Die Anzeigevorrichtung
52 weist somit eine vorzugsweise elektronisch z. B. als ein Monitor oder als eine
Bildschirmmaske ausgebildete Anzeige auf, die zumindest eine Verwendung einer Druckform
01 an ihrem Einsatzort in einer Druckmaschine anzeigt, wobei am Einsatzort der Druckform
01 mehrere voneinander verschiedene Positionen vorgesehen sind, wobei jede Position
an dem Einsatzort eine von mehreren Montagepositionen auf einem die mehreren Montagepositionen
aufweisenden Formzylinder 06 oder eine von mehreren Speicherpositionen eines die mehreren
Speicherpositionen aufweisenden Druckformmagazins 09 betrifft, wobei die Anzeigevorrichtung
52 in ihrer Anzeige gleichzeitig mehrere unterschiedliche Einsatzorte in der Druckmaschine
anzeigt, wobei die Anzeige anzeigt, an welchen der Positionen eines bestimmten jeweils
mehrere Positionen für jeweils eine dort anordenbare Druckform 01 aufweisenden Einsatzortes
jeweils eine Druckform 01 anzuordnen ist. Diese Anzeige ermöglicht einem Bediener
der Druckmaschine eine Übersicht und Kontrolle über den Zustand einer Umrüstung dieser
Druckmaschine für eine neue Produktion.
[0051] Die Anzeigevorrichtung 52 kann mit ihrer Anzeige insbesondere auch unterschiedliche
Zustände und/oder Eigenschaften hinsichtlich mindestens einer der aktuell angefertigten
oder zumindest anzufertigenden Druckformen 01 anzeigen, so z. B. a) welcher Montageposition
auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder welcher Speicherposition des Druckformmagazins
09 eine bereits angefertigte, d. h. einsatzfertige Druckform 01 zugeordnet ist, b)
welcher Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder welcher Speicherposition
des Druckformmagazins 09 eine sich gerade in ihrem Herstellungsprozess, d. h. im Zulauf
befindende Druckform 01 zugeordnet ist, c) an welcher Montageposition auf dem betreffenden
Formzylinder 06 oder an welcher Speicherposition des Druckformmagazins 09 für die
bevorstehende Produktion überhaupt eine Druckform angeordnet wird, d) welche Montageposition
auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder welche Speicherposition des Druckformmagazins
09 bei der bevorstehenden Produktion nicht mit einer Druckform 01 belegt wird, weil
bei der bevorstehenden Produktion z. B. ein Bedruckstoff 18 mit einer die volle Druckbreite
des betreffenden Formzylinders 06 nicht nutzenden Bedruckstoffbreite verwendet wird,
oder e) an welcher Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder an welcher
Speicherposition des Druckformmagazins 09 eine nicht druckende Druckform 01, d. h.
eine so genannte Blindplatte angeordnet wird.
[0052] Die Anzeigevorrichtung 52 kann die für ihre jeweilige Anzeige erforderliche Information
z. B. den von der Steuereinheit 39 des Plattenlogistik-Management-Systems und/oder
der Steuereinheit 40 des Produktionsplanungssystems bereitgestellten Daten vorzugsweise
im Abgleich mit denjenigen Daten entnehmen, die bei der Anfertigung der für die bevorstehende
Produktion vorbereiteten Druckformen 01 anfallen. Wie in der Fig. 7 dargestellt, ist
es daher vorteilhaft, die Anzeigevorrichtung 52 mit dem Kommunikationssystem 41, an
welchem auch z. B. der Plattenbelichtungseinrichtung 33, der Rechner 34 der Druckvorstufe,
die Steuereinheit 39 des Plattenlogistik-Management-Systems und/oder die Steuereinheit
40 des Produktionsplanungssystems und der zu der Druckmaschine gehörende Leitstand
42 angeschlossen sind, zu verbinden und über die so geschaffene Vernetzung einen Datenaustausch
zu ermöglichen.
[0053] Die Anzeigevorrichtung 52 ist räumlich z. B. im Bereich derjenigen Stelle angeordnet,
an der der mobile Sammelbehälter 43 die z. B. einen bestimmten Formzylinder 06 oder
ein bestimmtes Druckformmagazin 09 betreffenden Druckformen 01 vor deren Transport
zu dem betreffenden Formzylinder 06 oder dem betreffenden Druckformmagazin 09 aufnimmt.
Die Anzeigevorrichtung 52 kann auch zur Anzeige des aktuellen Status der für eine
bestimmte Produktion herzustellenden Druckformen 01 verwendet werden, d. h. zur Anzeige,
ob sich eine bestimmte Druckform 01 aktuell z. B. in der Plattenbelichtungseinrichtung
33, der Entwicklungseinrichtung 36, der Abkanteinrichtung 38 oder der Speichereinrichtung
51 befindet, so dass durch die Anzeige der Anzeigevorrichtung 52 insbesondere für
einen Bediener der Druckmaschine ersichtlich wird, ob ein für einen bestimmten Formzylinder
06 oder für ein bestimmtes Druckformmagazin 09 benötigter Satz von Druckformen 01
bereits vollzählig ist oder noch nicht. Die Anzeigevorrichtung 52 kann auch anzeigen,
für welche vorzugsweise mehrere Formzylinder 06 und/oder Druckformmagazine 09 aufweisende
Druckeinheit 44 einer komplexen, d. h. mehrere Druckeinheiten 44 aufweisenden Druckanlage
mindestens ein Satz von Druckformen 01 bereits vollzählig ist und/oder welcher der
von mehreren in einer bestimmten der Druckeinheiten 44 anzuordnenden Sätze von Druckformen
01 schon einsatzfertig angefertigt ist.
[0054] Fig. 9 zeigt beispielhaft die Anzeige der Anzeigevorrichtung 52 für eine mindestens
zwei Druckeinheiten 44.1; 44.2 aufweisenden Druckanlage, welche z. B. in Verbindung
mit weiteren, hier nicht dargestellten Aggregaten, z. B. einem Falzapparat, eine Sektion
einer Druckmaschine bilden. Die Darstellung in der oberen Hälfte der Fig. 9 betrifft
eine erste Produktion und die Darstellung in der unteren Hälfte der Fig. 9 eine von
der ersten verschiedene zweite Produktion. Für jede der beiden Druckeinheiten 44.1;
44.2 sind in der Fig. 9 in zwei zeilenförmig angeordneten Blöcken für beide Produktionen
jeweils die jeweiligen Einsatzorte für die einsatzfertig angefertigten Druckformen
01 angezeigt, wobei der Einsatzort dieser Druckformen 01 jeweils an einem von mehreren
in der Druckmaschine angeordneten Formzylindern 06 oder Druckformmagazinen 09 besteht,
wobei in jedem Block die an den jeweiligen Bedienseiten der jeweiligen Druckeinheit
44.1; 44.2 befindlichen Einsatzorte für diese Druckformen 01 in zwei zueinander parallelen
Spalten dargestellt sind. Jeder dieser einer der beiden Druckeinheiten 44.1; 44.2
zugeordneten Blöcke ist in der Fig. 9 durch eine gestrichelte Umrandung dargestellt.
An jeder Bedienseite der jeweiligen Druckeinheit 44.1; 44.2 sind entsprechend der
Anordnung der Druckwerke in der betreffenden Druckeinheit 44.1; 44.2 (Fig. 2, 8) z.
B. vertikal übereinander vier Einsatzorte für vier verschiedene Sätze von Druckformen
01 vorgesehen, wobei jeder Einsatzort in Axialrichtung des betreffenden Formzylinders
06 nebeneinander jeweils z. B. vier Montagepositionen oder Speicherpositionen jeweils
für eine Druckform 01 des betreffenden Satzes von Druckformen 01 aufweist und wobei
in Umfangsrichtung jedes betreffenden Formzylinders 06 hintereinander jeweils z. B.
zwei Montagepositionen oder Speicherpositionen jeweils für eine Druckform 01 des betreffenden
Satzes von Druckformen 01 vorgesehen sind. Für jeden Einsatzort von einem Satz von
Druckformen 01 ist in der Anzeige der Anzeigevorrichtung 52 ein Informationsfeld 53
gebildet, welches in dem in der Fig. 9 dargestellten Beispiel jeweils aus vier nebeneinander
angeordneten Positionen und zwei übereinander angeordneten Positionen für Druckformen
01 des betreffenden Satzes besteht. Jeder der beiden Druckeinheiten 44.1; 44.2 sind
somit jeweils insgesamt acht Informationsfelder 53 zugeordnet, welche den Zustand
einer anzufertigenden Druckform 01 und/oder die Belegung einer Montageposition oder
Speicherposition jeweils an acht verschiedenen Positionen anzeigen. Die Anzeige der
Anzeigevorrichtung 52 ist damit in der Lage, gleichzeitig mehrere unterschiedliche
in derselben Druckmaschine nacheinander auszuführende Produktionen mit mehreren diesen
Produktionen jeweils zugeordneten Einsatzorten der für die jeweilige Produktion erforderlichen
Druckformen 01 anzuzeigen.
[0055] Anhand einer Codierung können verschiedene Informationen in der Anzeige der Anzeigevorrichtung
52 angezeigt werden. In jedem Informationsfeld 53 ist an jeder Position eine spezifische
Information über den Zustand einer Druckform 01 und/oder die Belegung einer Montageposition
oder Speicherposition entnehmbar. Eine offen gelassene Position, wie in der Fig. 9
durch ein weißes Feld angezeigt, kann z. B. anzeigen, dass für die anstehende Produktion
in der betreffenden Druckeinheit 44.1; 44.2 an dieser Position keine Druckform 01
benötigt wird. Eine gefüllte Position kann bedeuten, dass sich an dieser Position
bereits eine Druckform 01 am betreffenden Einsatzort befindet, da z. B. die Druckform
01 einer vorangegangenen Produktion übernommen werden kann. Positionen, die jeweils
mit einem Symbol, z. B. mit einem "X" gezeichnet sind, können z. B. anzeigen, dass
für diese Positionen jeweils noch eine Druckform 01 anzufertigen ist. Mit einem anderen
Symbol, z. B. mit einem "Y" gezeichnete Positionen zeigen z. B. an, dass sich für
diese Position eine bereits zumindest belichtete Druckform 01 z. B. in der Speichereinrichtung
33 befindet. Mit einem weiteren Symbol, z. B. mit einem "Z" gezeichnete Positionen
zeigen z. B. an, dass an der betreffenden Position eine unbelichtete Druckform 01,
d. h. eine Blindplatte zum Einsatz kommt. Diejenigen Druckformen 01, die bei der geplanten
nächsten Produktion in den betreffenden Druckeinheiten 44.1; 44.2 an den mit einem
Symbol, z. B. mit einem "X", "Y" oder "Z" gekennzeichneten Positionen zum Einsatz
gebracht werden sollen, bilden jeweils den zu dem jeweiligen Einsatzort zu transportierenden
Satz von zusammengehörenden Druckformen 01. Die Anzeige der Anzeigevorrichtung 52
zeigt somit in einer mehrere Positionen, d. h. Montagepositionen oder Speicherpositionen
gleichzeitig anzeigenden Gesamtdarstellung außer der Information, an welchen dieser
Positionen jeweils überhaupt eine Druckform 01 anzuordnen ist, an, für welche dieser
Positionen jeweils eine Druckform 01 noch anzufertigen und/oder im Verbund mit weiteren
an demselben Einsatzort erforderlichen Druckformen 01 zu dem betreffenden Einsatzort
zu transportieren ist.
[0056] Als eine weitere Hilfe zur bedarfsgerechten Anordnung von z. B. an einer anstehenden
Produktion beteiligten Druckformen 01 an Positionen, wobei diese Positionen z. B.
entweder Montagepositionen eines mehrere Montagepositionen aufweisenden Formzylinders
06 oder Speicherpositionen eines mehrere Speicherpositionen aufweisenden Druckformmagazins
09 betreffen, kann z. B. an mindestens einer, vorzugsweise aber an mehreren, insbesondere
an jeder der auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder in dem betreffenden Druckformmagazin
09 anzuordnenden Druckformen 01 ebenfalls ein z. B. einem Informationsfeld 53 in der
Anzeige der Anzeigevorrichtung 52 entsprechendes Informationsfeld 54 vorgesehen sein,
welches eine Information zumindest über die Anordnung und/oder über eine Arbeitsanweisung
bezüglich einer weiteren Druckform 01 enthält, deren Position zu der das Informationsfeld
54 aufweisenden Druckform 01 benachbart ist. Dieses Informationsfeld 54 ist demnach
eine Hilfe bei der Verwendung, insbesondere Anordnung einer Druckform 01 an einer
von mehreren Positionen einer zu einem Druckwerk einer Druckeinheit 44; 44.1; 44.2
bzw. Druckmaschine gehörenden Baugruppe, wobei diese Baugruppe z. B. als ein Formzylinder
06 oder als ein Druckformmagazin 09 ausgebildet sein kann.
[0057] So kann das z. B. von der Plattenbelichtungseinrichtung 33 vorzugsweise in einem
nicht druckenden Bereich, insbesondere am Einhängeschenkel 13; 14 der betreffenden
Druckform 01 angebrachte Informationsfeld 54 z. B. anzeigen, a) an welcher Montageposition
auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder an welcher Speicherposition des Druckformmagazins
09 die dieses Informationsfeld 54 aufweisende Druckform 01 anzuordnen ist, b) an welcher
anderen Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder 06 oder an welcher anderen
Speicherposition des diese Druckform 01 speichernden Druckformmagazins 09 eine weitere
noch anzufertigende Druckform 01 anzuordnen ist, c) an welcher Montageposition auf
dem betreffenden Formzylinder 06 oder an welcher Speicherposition des diese Druckform
01 speichernden Druckformmagazins 09 aktuell, d. h. für die bevorstehende Produktion
keine neue Druckform 01 angebracht wird, sondern die aus einer vorangegangenen Produktion
vorhandene Druckform 01 verbleibt, d) welche Montageposition auf dem betreffenden
Formzylinder 06 oder welche Speicherposition des diese Druckform 01 speichernden Druckformmagazins
09 bei der bevorstehenden Produktion überhaupt nicht mit einer Druckform 01 belegt
wird, weil bei der bevorstehenden Produktion z. B. ein Bedruckstoff 18 mit einer die
volle Druckbreite des betreffenden Formzylinders 06 nicht nutzenden Bedruckstoffbreite
verwendet wird, oder e) an welcher Montageposition auf dem betreffenden Formzylinder
06 oder an welcher Speicherposition des diese Druckform 01 speichernden Druckformmagazins
09 eine nicht druckende Druckform 01, d. h. eine so genannte Blindplatte angeordnet
wird. Auf diese Weise kann das Informationsfeld 54 eine Information über eine Anordnung
und/oder über eine Arbeitsanweisung bezüglich auch mehrerer oder vorzugsweise aller
dieselbe Baugruppe betreffenden Positionen enthalten.
[0058] Die Information über die Anordnung von an einer anstehenden Produktion beteiligten
Druckformen 01 an den betreffenden Positionen kann in dem Informationsfeld 54 vorzugsweise
grafisch, z. B. durch eine Verwendung von mindestens einem Symbol erfolgen. Die in
dem jeweiligen Informationsfeld 54 dargestellte Information wird z. B. den von der
Steuereinheit 39 des Plattenlogistik-Management-Systems und/oder der Steuereinheit
40 des Produktionsplanungssystems bereitgestellten Daten entnommen. Alternativ oder
zusätzlich kann die in dem jeweiligen Informationsfeld 54 dargestellte Information
aus einem Abgleich mit denjenigen Daten resultieren, die bei der Anfertigung der für
die bevorstehende Produktion vorbereiteten Druckformen 01 anfallen. Das an der Druckform
01 angebrachte Informationsfeld 54 kann jeweils neben, d. h. zusätzlich zu einem DataMatrix-Code
z. B. am Einhängeschenkel 13; 14 der betreffenden Druckform 01 angebracht sein.
[0059] Fig. 10 zeigt ein derartiges, an zumindest einer der Druckformen 01 angebrachtes
Informationsfeld 54. Das Informationsfeld 54 besteht aus mehreren einzelnen Positionselementen
56, die entsprechend der Positionen der Baugruppe, d. h. der Montagepositionen auf
dem betreffenden Formzylinder 06 oder der Speicherpositionen in dem betreffenden Druckformmagazin
09, gruppiert sind, hier z. B. in zwei parallelen Zeilen mit jeweils vier Spalten.
Die Positionselemente 56 vermitteln eine Information über eine Anordnung und/oder
über eine Arbeitsanweisung bezüglich mindestens einer weiteren Druckform 01, deren
Position zu der das Informationsfeld 54 aufweisenden Druckform 01 benachbart ist,
durch eine geeignete Codierung. Ein offen gelassenes Positionselement 56 zeigt z.
B. an, dass an dieser Position überhaupt keine Druckform 01 anzuordnen ist, wohingegen
ein gefülltes Positionselement 56 z. B. anzeigt, dass die dieses Informationsfeld
54 aufweisende Druckform 01 genau an derjenigen Position in der Baugruppe anzuordnen
ist, die dem Positionselement 56 in dem Informationsfeld 54 entspricht. Entsprechend
oder zumindest ähnlich wie zuvor in Verbindung mit der Anzeige der Anzeigevorrichtung
52 erläutert, kann eine Position, die mit einem Symbol, z. B. mit einem "X" gekennzeichnet
ist, z. B. anzeigen, dass für diese Position eine Druckform 01 noch anzufertigen ist.
Eine mit einem anderen Symbol, z. B. mit einem "Y" gezeichnete Position zeigt z. B.
an, dass an der betreffenden Position eine unbelichtete Druckform 01, d. h. eine Blindplatte
zum Einsatz kommt. Ferner kann eine mit einem weiteren Symbol, z. B. mit einem "Z"
gezeichnete Position z. B. anzeigen, dass an dieser Position keine neue Druckform
01 anzuordnen ist, sondern die vorhandene Druckform 01 dort angeordnet bleibt.
[0060] Anhand der Fig. 11 bis 17 soll nun ein Verfahren zum vorzugsweise automatisierten
Wechseln von in der Druckmaschine verwendeten Druckformen 01 erläutert werden, welches
z. B. an den jeweils mit Druckformen 01 zu beschickenden Druckeinheiten 44; 44.1;
44.2 der Druckmaschine auf einfache Weise ausführbar ist. Dieses Verfahren ist insbesondere
für jeweils mehrere Druckwerke aufweisende Druckeinheiten 44; 44.1; 44.2 gemäß der
in der Fig. 2 gezeigten Ausführung geeignet, vorzugsweise an einer Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 gemäß dem Beispiel der Fig. 8, denn das Beispiel der Fig. 8 zeigt an jeder
Bedienseite der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 eine von einem Antrieb, z.
B. motorisch, höhenverstellbare Galerie 49.
[0061] Fig. 11 knüpft an die Fig. 7 an und zeigt exemplarisch die Plattenbelichtungseinrichtung
33, welcher Rohlinge 32 der jeweiligen Druckformen 01 zugeführt werden. Die Entwicklungseinrichtung
36 und die Abkanteinrichtung 38 sind in der Fig. 11 der Übersichtlichkeit halber nicht
dargestellt; ihr Vorhandensein wird aber als selbstverständlich vorausgesetzt. Fig.
11 geht davon aus, dass in der von der Druckmaschine räumlich getrennt angeordneten
Plattenstraße einsatzfertig angefertigte Druckformen 01 am Ausgang dieser Plattenstraße
entweder direkt einem mobilen Sammelbehälter 43 oder zunächst einer diese Druckformen
01 zwischenspeichernden Speichereinrichtung 51 und aus dieser Speichereinrichtung
51 heraus dann einem mobilen Sammelbehälter 43 zugeführt werden, was in der Fig. 11
durch die beiden jeweils mit Pfeilen angedeuteten Transportwege angedeutet ist. Die
Speichereinrichtung 51 kann mit einer Sortierstation 57 zusammenwirken. Die einsatzfertig
angefertigten Druckformen 01 werden nach ihren jeweils für sie vorgesehenen Montageorten
an einem der in der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten Formzylinder
06 vorsortiert in dem jeweiligen mobilen Sammelbehälter 43 gespeichert und in diesem
Sammelbehälter 43 gemeinsam von der Plattenstraße zu der jeweiligen Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 gebracht. Der mobile Sammelbehälter 43 ist z. B. auf Rollen, Rädern oder
mindestens einer Schiene (Fig. 18) bewegbar, insbesondere verfahrbar, vorzugsweise
auch automatisiert bewegbar.
[0062] Entsprechend den axialen Montagepositionen auf der Mantelfläche des betreffenden
Formzylinders 06 weist der betreffende mobile Sammelbehälter 43 entlang seiner Länge
143 mehrere, z. B. vier oder sechs aneinander gereihte jeweils vorzugsweise mit mehreren,
z. B. acht, zwölf oder mehr Fächern 58 ausgestattete Speicherspalten A43; B43; C43;
D43 auf, denen jeweils einsatzfertig angefertigte Druckformen 01 z. B. anhand ihrer
jeweiligen Codierung (Fig. 4) zugeordnet werden können. Die einzelnen einer bestimmten
Speicherspalte A43; B43; C43; D43 zugeordneten Fächer 58 sind in der Art eines Regalsystems
in mehreren Ebenen vertikal übereinander angeordnet und weisen in Längsrichtung des
betreffenden mobilen Sammelbehälters 43 vorzugsweise jeweils die Breite B der in dem
betreffenden Fach 58 zu speichernden Druckform 01 auf (Fig. 1). Fig. 12 zeigt in einer
perspektivischen Darstellung beispielhaft einen derartigen mobilen Sammelbehälter
43 mit vier aneinander gereiht angeordneten Speicherspalten A43; B43; C43; D43, in
denen jeweils mehrere einsatzfertig angefertigte Druckformen 01 gespeichert oder zumindest
speicherbar sind. Derselbe mobile Sammelbehälter 43 ist in der Fig. 13 nochmals in
seiner Seitenansicht dargestellt. Jedes einzelne Fach 58 dieser Vielzahl von in mehreren
Speicherspalten A43; B43; C43; D43 und in verschiedenen vertikal übereinander angeordneten
Ebenen angeordneten Fächer 58 ist einzeln mittels der jeweiligen Codierung der in
dem betreffenden mobilen Sammelbehälter 43 zu speichernden Druckformen 01 adressierbar.
Im Ergebnis werden einsatzfertig angefertigte Druckformen 01 im Hinblick auf ihren
jeweiligen Montageort an einem der Formzylinder 06 der Druckmaschine in den Fächern
58 des betreffenden mobilen Sammelbehälters 43 vorsortiert eingelagert.
[0063] Fig. 14 verdeutlicht in einer vereinfachten Prinzipskizze eine Beförderung von mindestens
einem der mobilen Sammelbehälter 43 zu derjenigen Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 der
vorzugsweise mehrere Druckeinheiten 44; 44.1; 44.2 aufweisenden Druckmaschine, deren
Formzylinder 06 mit in dem betreffenden mobilen Sammelbehälter 43 gespeicherten Druckformen
01 bestückt werden sollen, wobei der jeweilige Transportweg der mobilen Sammelbehälter
43 zu der jeweiligen Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 jeweils durch einen Doppelpfeil angedeutet
ist. Der Transport des mobilen Sammelbehälters 43 von der Plattenstraße zu der betreffenden
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 kann von Hand oder automatisiert, z. B. schienengebunden
erfolgen. Der betreffende mobile Sammelbehälter 43 wird an der Bedienseite der betreffenden
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 mit seiner schmalen Stirnseite 59 voran auf die jeweilige
höhenverstellbare Galerie 49 befördert, sodass der betreffende mobile Sammelbehälter
43 mit seiner Länge l43 parallel zur Rotationsachse der Formzylinder 06 ausgerichtet
angeordnet ist. Die Länge l43 des mobilen Sammelbehälters 43 entspricht vorzugsweise
der gesamten sich in Axialrichtung des Formzylinders 06 erstreckenden Breite der betreffenden
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2, sie kann jedoch auch nur einen Teil, z. B. die Hälfte
der Breite der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 betragen, sodass mehrere,
z. B. zwei derartige mobile Sammelbehälter 43 an ihren jeweiligen Stirnseiten 59 aneinander
gereiht z. B. auf derselben höhenverstellbaren Galerie 49 anordenbar sind. Der jeweilige
an der Bedienseite der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 auf der jeweiligen
höhenverstellbaren Galerie 49 angeordnete mobile Sammelbehälter 43 wird dort mit seiner
Länge l43 parallel zur Breite der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 ausgerichtet
und durch eine Betätigung z. B. einer Bremseinrichtung vorzugsweise arretiert oder
in seiner Ausrichtung fixiert, und zwar derart, dass die aneinandergereiht angeordneten
Speicherspalten A43; B43; C43; D43 dieses mobilen Sammelbehälters 43 den jeweiligen
axialen Montagepositionen auf der Mantelfläche des betreffenden Formzylinders 06 jeweils
gegenüber stehen. In der Fig. 14 ist eine der an der betreffenden Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 angebrachten, jeweils höhenverstellbaren Galerien 49 in zwei unterschiedlichen
Höhenpositionen dargestellt. Statt zwei zwischen zwei benachbart angeordneten Druckeinheiten
44; 44.1; 44.2 unabhängig voneinander betreibbarer Galerien 49 kann auch eine einzige
für diese beiden Druckeinheiten 44; 44.1; 44.2 gemeinsame Galerie 49 vorgesehen sein.
Sofern zumindest eine der beiden Hälften von zumindest einer der beiden benachbart
angeordneten Druckeinheiten 44; 44.1; 44.2, d. h. zumindest deren Gestelle 16, einzeln
horizontal verschiebbar ausgebildet ist (Fig. 20), kann vorgesehen sein, dass die
beiden Galerien 49 von diesen benachbart angeordneten Druckeinheiten 44; 44.1; 44.2
zur Vermeidung einer Kollision beim Auseinanderfahren der betreffenden Druckwerkshälften
z. B. übereinander oder untereinander schiebbar ausgebildet und damit in derselben
vertikalen Ebene anordenbar sind.
[0064] Die Fächer 58 des mobilen Sammelbehälters 43 können zumindest auf dessen Transportweg
von der Plattenstraße zu der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 z. B. durch
eine z. B. durch die Bewegung des mobilen Sammelbehälters 43 betätigte z. B. mechanische
oder pneumatische Einrichtung um eine parallel zur Länge l43 des mobilen Sammelbehälters
43 gerichtete Achse neigbar oder klappbar, d. h. schräg stellbar sein, um die in den
Fächern 58 gespeicherten Druckformen 01, welche eine größere Länge L (Fig. 1) als
eine Breite des mobilen Sammelbehälters 43 aufweisen können, zumindest auf dem Transportweg
von der Plattenstraße zu der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 z. B. vollständig
in das Innere des jeweiligen mobilen Sammelbehälters 43 aufzunehmen.
[0065] Fig. 15 zeigt in einer perspektivischen Ansicht einen Teil des Gestells 16 einer
vorzugsweise als ein Achterturm mit an jeder ihrer beiden Bedienseiten vier vertikal
übereinander angeordneten Formzylindern 06 ausgebildeten Druckeinheit 44; 44.1; 44.2
mit an ihren beiden Bedienseiten angebrachten höhenverstellbaren Galerien 49, wobei
die acht zwischen den Gestellwänden angeordneten Druckwerke der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellt sind. Auf jeder der beiden Galerien 49 dieser mit Bezug auf
die Transportebene des Bedruckstoffes 18 im Wesentlichen symmetrisch aufgebauten Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 ist jeweils einer der mobilen Sammelbehälter 43 platziert, wie dieser
beispielhaft in den Fig. 12 und 13 dargestellt ist. Jede dieser beiden Galerien 49
ist jeweils durch eine ihr jeweils zugeordnete, einen Antrieb aufweisende Hubeinrichtung
61 einzeln und unabhängig von der jeweils anderen Galerie 49 höhenverstellbar und
damit entlang der Höhe der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 auf unterschiedliche Höhenpositionen
einstellbar.
[0066] In den Fig. 15 und 16 sind die in diesem Beispiel eines Achterturms insgesamt acht
zwischen den paarweise gegenüber stehenden Wänden des Gestells 16 angeordneten, den
jeweiligen Formzylindern 06 zugeordneten Druckformmagazine 09 durch die Darstellung
von nur einem einzigen dieser Druckformmagazine 09 lediglich angedeutet (Fig. 2 und
8), wobei die Darstellung des dargestellten Druckformmagazins 09 zudem stark vereinfacht
ist. Die vier übereinander angeordneten Druckformmagazine 09 der linken Hälfte der
in den Fig. 15 und 16 dargestellten Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 sind ohnehin durch
eine im Bildvordergrund stehende Gestellwand verdeckt. Der auf der jeweiligen Galerie
49 angeordnete mobile Sammelbehälter 43 wird an der betreffenden Bedienseite der betreffenden
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 unter Verwendung der betreffenden Hubeinrichtung 61 auf
eine derartige Höhenposition gebracht, dass einer bestimmten Ebene zugeordnete Fächer
58 des mobilen Sammelbehälters 43 mit in einer bestimmten Höhenposition in Axialrichtung
der jeweiligen Formzylinder 06 nebeneinander angeordneten Druckformmagazinen 09 an
der betreffenden Bedienseite dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 zum Zweck eines automatisierten
Wechselns von Druckformen 01 in eine Wirkverbindung treten können. Die in dem mobilen
Sammelbehälter 43 in ihrem jeweiligen Höhenmaß positionsfest angeordneten Fächer 58
werden somit durch eine Hubbewegung der diesen mobilen Sammelbehälter 43 tragenden
Galerie 49 auf eine an der betreffenden Bedienseite der Druckmaschine wählbare Höhenposition
eingestellt. Dieser Sachverhalt ist in der Fig. 16 nochmals in einer Seitenansicht
von der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 mitsamt ihren beiden Galerien 49
dargestellt. Die Druckformmagazine 09 sind in der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1;
44.2 jeweils gestellfest, d. h. ortsfest angeordnet. Die Fächer 58 des jeweiligen
mobilen Sammelbehälters 43 werden auf eine zu dem betreffenden Druckformmagazin 09
passende Höhenposition eingestellt. Danach kann ein Wechsel mindestens einer Druckform
01 zwischen dem betreffenden mobilen Sammelbehälter 43 und dem durch die Höhenposition
gewählten Druckformmagazin 09 z. B. ausgelöst durch einen von Ferne, z. B. vom Leitstand
der Druckmaschine abgesetzten Steuerbefehl erfolgen.
[0067] Fig. 17 zeigt in einer Draufsicht ein Druckformmagazin 09, wie es in einer Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 z. B. gemäß einer der Fig. 2, 8, 15 oder 16 verbaut sein kann, im Zusammenwirken
mit Fächern 58 des an die betreffende Bedienseite der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2
herangeführten mobilen Sammelbehälters 43, wobei dieser mobile Sammelbehälter 43 mit
seinen Speicherspalten A43; B43; C43; D43 längs zu dem Druckformmagazin 09 derart
positioniert ist, dass diese Speicherspalten A43; B43; C43; D43 in Axialrichtung des
Formzylinders 06 nebeneinander angeordneten Speicherpositionen gegenüberstehen. Mindestens
eine dieser Speicherspalten A43; B43; C43; D43 wird mindestens einer der Speicherpositionen
des Druckformmagazins 09 in einer zumindest annähernd einander entsprechenden Höhenposition
in einem horizontalen Abstand a58 (Fig. 16) derart gegenübergestellt, dass zumindest
eine in einem Fach 58 von einer der Speicherspalten A43; B43; C43; D43 gespeicherte
Druckform 01 von dem betreffenden Fach 58 zu der diesem Fach 58 gegenüberstehenden
Speicherposition des Druckformmagazins 09 durch eine orthogonal auf die Bedienseite
der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 gerichtete, vorzugsweise lineare, insbesondere horizontale
Bewegung wechseln kann. Dieser Wechsel mindestens einer Druckform 01 aus einem der
Fächer 58 des mobilen Sammelbehälters 43 zu einer Speicherposition des Druckformmagazins
09 oder umgekehrt wird vorzugsweise durch eine Fernbetätigung, z. B. am Leitstand
der Druckmaschine ausgelöst. Der horizontale Abstand a58, in dem ein Fach 58 des mobilen
Sammelbehälters 43 einer entsprechenden Speicherposition des Druckformmagazins 09
gegenübergestellt wird, ist kürzer bemessen als die gestreckte Länge L (Fig. 1) der
auszutauschenden einsatzfertigen Druckform 01.
[0068] In einer bevorzugten Ausführung können mehrere oder sogar alle Druckformen 01, die
jeweils verschiedenen nebeneinander angeordneten Speicherpositionen des Druckformmagazins
09 zugeordnet sind, gleichzeitig mit den entsprechenden, in verschiedenen Speicherspalten
A43; B43; C43; D43 angeordneten Fächern 58 des mobilen Sammelbehälters 43 gewechselt,
d. h. ausgetauscht werden. In einer besonders bevorzugten Ausführung sind in verschiedenen
horizontalen Ebenen angeordnete Fächer 58 des mobilen Sammelbehälters 43 entlang einer
Höhe H dieses Sammelbehälters 43 derart jeweils paarweise in einem vertikalen Abstand
H1; H2 voneinander beabstandet (Fig. 13), dass ein Wechsel von in diesen jeweils im
vertikalen Abstand H1; H2 angeordneten Fächern 58 gespeicherten Druckformen 01 an
im Gestell 16 der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 im selben vertikalen Abstand
H1; H2 angeordneten Druckformmagazinen 09 (Fig. 2; 14) bzw. deren Speicherpositionen
gleichzeitig, d. h. synchronisiert ausgeführt werden kann. Der Abstand H1 entspricht
i. d. R. dem Abstand H2.
[0069] Fig. 17 zeigt den Betriebszustand einer vorzugsweise gleichzeitigen Übergabe von
mehreren Druckformen 01, die in derselben horizontalen Ebene in verschiedenen nebeneinander
angeordneten Fächern 58 des mobilen Sammelbehälters 43 gespeichert sind oder dort
gespeichert werden sollen, zu oder von mit diesen Fächern 58 korrespondierenden nebeneinander
angeordneten Speicherpositionen des Druckformmagazins 09. Zur Ausführung des Übergangs
dieser Druckformen 01 vom mobilen Sammelbehälter 43 zum Druckformmagazin 09 oder umgekehrt
sind vorzugsweise am Druckformmagazin 09 den jeweiligen Speicherpositionen dieses
Druckformmagazins 09 zugeordnete Greifeinrichtungen 62 vorgesehen, welche aufgrund
einer Fernbetätigung die in verschiedenen nebeneinander angeordneten Fächern 58 des
mobilen Sammelbehälters 43 gespeicherten Druckformen 01 vorzugsweise jeweils an deren
vorderem Ende 03 (Fig. 1) ergreifen und anschließend in die jeweilige Speicherposition
des Druckformmagazins 09 z. B. durch Ziehen bewegen oder bei umgekehrter Förderrichtung
aus der jeweiligen Speicherposition des Druckformmagazins 09 in das entsprechende
Fach 58 des mobilen Sammelbehälters 43 schieben. Die jeweilige Greifeinrichtung 62,
die die jeweilige Druckform 01 z. B. durch einen Formschluss oder einen Kraftschluss
ergreift, ist z. B. in einer Linearführung gelagert und zumindest über das Maß des
zwischen dem betreffenden Druckformmagazin 09 und dem vorderen Ende 03 der jeweiligen
Druckform 01 bestehenden Abstandes a58 ausfahrbar.
[0070] Die jeweilige Greifeinrichtung 62 ist z. B. in Verbindung mit einer Fördereinrichtung
ausgebildet, welche jeweils mindestens eine in dem betreffenden Druckformmagazin 09
gespeicherte Druckform 01 aus diesem Druckformmagazin 09 zu dem betreffenden Formzylinder
06 fördert.
[0071] In der bevorzugten Ausführung weist der mobile Sammelbehälter 43 selbst keinen eigenen
Antrieb auf, welcher die jeweilige Greifeinrichtung 62 antreiben und somit für ein
Befördern mindestens einer Druckform 01 vom mobilen Sammelbehälter 43 zum Druckformmagazin
09 oder umgekehrt benutzt werden könnte. Der mobile Sammelbehälter 43 wird am Ausgang
der Plattenstraße, insbesondere an der Speichereinrichtung 51, vorzugsweise automatisch
mit Druckformen 01, welche für die jeweiligen Montagepositionen an dem betreffenden
Formzylinder 06 anhand ihrer jeweiligen Codierung vorsortiert sind, beladen und anschließend
von Hand oder vorzugsweise automatisiert zur betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2
befördert. An der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 wird der mobile Sammelbehälter
43 dann vorzugsweise automatisiert entladen, wobei die in dem mobilen Sammelbehälter
43 vorsortiert gespeicherten Druckformen 01 positionsrichtig an die jeweiligen Speicherpositionen
des betreffenden Druckformmagazins 09 übergeben werden. Gegebenenfalls wird der mobile
Sammelbehälter 43 auch wieder mit Druckformen 01 aus Speicherpositionen des jeweiligen
Druckformmagazins 09 beladen, um z. B. im Druckprozess nicht mehr benötigte Druckformen
01 von der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 abzuführen und anschließend zu
entsorgen. Der mobile Sammelbehälter 43 wird vor einem Start bzw. einer Wiederaufnahme
der Produktion der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 von deren Galerie 49 vorzugsweise
entfernt. Der mobile Sammelbehälter 43 wird z. B. als ein Bestandteil eines fahrerlosen
Transportsystems an die betreffende Bedienseite der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 bewegt.
Es kann auch vorgesehen sein, dass die Bewegung des mobilen Sammelbehälters 43 von
einem zur Druckmaschine gehörenden Leitstand aus gesteuert wird.
[0072] Es ergibt sich mithin ein Verfahren zum vorzugsweise vollautomatisierten Wechseln
von in einer Druckmaschine verwendeten Druckformen 01, wobei Druckformen 01 an Montagepositionen
von an einer selben Bedienseite der Druckmaschine insbesondere in unterschiedlichen
Höhenpositionen angeordneten Formzylindern 06 vorzugsweise miteinander synchronisiert,
d. h. gleichzeitig gewechselt werden, wobei mehrere für einen von dieser Druckmaschine
auszuführenden Druckprozess einsatzfertig angefertigte Druckformen 01 am Ausgang einer
von der Druckmaschine räumlich getrennt angeordneten Plattenstraße in Abhängigkeit
von ihrer beabsichtigten Montageposition auf einem der Formzylinder 06 einzeln jeweils
in einem bestimmten Fach 58 eines selben mehrere Fächer 58 aufweisenden mobilen Sammelbehälters
43 gespeichert werden, wobei dieser mobile Sammelbehälter 43 an derselben Bedienseite
der Druckmaschine gemeinsam zu wechselnde Druckformen 01 in deren in den Fächern 58
vorgenommenen vorsortiertem Speicherzustand unverändert in ihrer Gesamtheit miteinander,
d. h. gemeinsam an die betreffende Bedienseite der Druckmaschine transportiert. Die
Druckformen 01 können auch an mehreren in Axialrichtung des betreffenden Formzylinders
06 nebeneinander angeordneten Montagepositionen gleichzeitig gewechselt werden.
[0073] Dabei wird die mindestens eine an einem der Formzylinder 06 zu wechselnde Druckform
01 in einer Speicherposition eines dem betreffenden Formzylinder 06 zugeordneten Druckformmagazins
09 gespeichert und aus diesem Druckformmagazin 09 heraus der betreffenden Montageposition
am Formzylinder 06 zugeführt. Mehrere der in dem mobilen Sammelbehälter 43 vorsortiert
gespeicherten Druckformen 01 werden gleichzeitig positionsrichtig an die jeweiligen
Speicherpositionen des mindestens einen betreffenden Druckformmagazins 09 übergeben.
Die in dem mobilen Sammelbehälter 43 vorsortiert gespeicherten Druckformen 01 werden
vorzugsweise jeweils durch eine am betreffenden Druckformmagazin 09 angeordnete Greifeinrichtung
62 der jeweiligen Speicherposition dieses Druckformmagazins 09 zugeführt.
[0074] Die Zuordnung der in einem der mobilen Sammelbehälter 43 zu speichernden Druckformen
01 zu bestimmten Fächern 58 des betreffenden mobilen Sammelbehälters 43 erfolgt über
die an diesen Druckformen 01 angebrachte Codierung letztlich auch in Abhängigkeit
von den von der Steuereinheit des Produktionsplanungssystems bereitgestellten Daten.
Z. B. zur Ausübung einer Kontrolle kann die positionsrichtige Speicherung der jeweiligen
Druckformen 01 in dem betreffenden mobilen Sammelbehälter 43 z. B. an der Anzeigevorrichtung
52 angezeigt werden (Fig. 9).
[0075] Bisher wurden mobile Sammelbehälter 43 beschrieben, wie sie vorzugsweise mit in der
jeweiligen Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 jeweils gestellfest angeordneten Druckformmagazinen
09 (Fig. 2, 8, 15, 16, 17) zum Einsatz gebracht werden. In einer alternativen Ausführung
kann in einer Druckeinheit 44; 44.1; 44.2, in welcher auf Druckformmagazine 09 und
damit auf eine Zwischenspeicherung von Druckformen 01 vor deren jeweiliger Montage
auf einem der in dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten Formzylinder 06 verzichtet
wird, vorteilhafterweise eine Aufplatteinrichtung angeordnet sein, mittels welcher
Druckformen 01 ihrem jeweiligen Montageort an einem der Aufplatteinrichtung zugeordneten
Formzylinder 06 registerhaltig zugeführt werden können. Eine derartige Aufplatteinrichtung
weist z. B. einen Auflagetisch 63 sowie eine Andrückeinrichtung 64 auf, wobei der
Auflagetisch 63 und die Andrückeinrichtung 64 dafür verwendet werden, dem betreffenden
Formzylinder 06 mindestens eine Druckform 01 zuzuführen und am jeweiligen Montageort
des Formzylinders 06 zu montieren, wobei eine Druckform 01 oder gleichzeitig mehrere
Druckformen 01, die auf dem betreffenden Formzylinder 06 zu montieren sind, auf den
Auflagetisch 63 von Hand aufgelegt und z. B. durch eine Fördereinrichtung vorzugsweise
automatisch eingezogen und auf den betreffenden Formzylinder 06 aufgezogen werden.
Der z. B. mehrgliedrig ausgebildete, d. h. mehrere in Zuführrichtung aneinander gereihte
Teilflächen aufweisende Auflagetisch 63 und die z. B. als eine Rollenleiste 64 ausgebildete
Andrückeinrichtung 64 sind in ihrem in der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 vorzugsweise
gestellfest angeordneten Betriebszustand in der Fig. 18 in einer Schnittzeichnung
beispielhaft dargestellt. Die übrigen der in der
[0076] Fig. 18 dargestellten Komponenten der dort ausschnittsweise dargestellten Druckeinheit
44; 44.1; 44.2, wie z. B. die Druckwerkszylinder 06; 07, das Farbwerk 08, das Gestell
16 oder die Papierleitwalze 19, und die durch die Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 geführte
Papierbahn 18 entsprechen vorzugsweise den in Verbindung mit den Fig. 2, 8 oder 14
bis 16 dargestellten Komponenten. Die in der Fig. 18 dargestellte Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 kann überdies ein Feuchtwerk 66 aufweisen, z. B. ein dreiwalziges Sprühfeuchtwerk.
[0077] Fig. 19 zeigt zumindest eine einem der Formzylinder 06 der Druckeinheit 44; 44.1;
44.2 zugeordnete Teilfläche des Auflagetisches 63 der Aufplatteinrichtung sowie eine
zugehörige Andrückeinrichtung 64, wobei der Auflagetisch 63 mehrere, z. B. vier nebeneinander
angeordnete Abschnitte A63; B63; C63; D63 aufweist (Fig. 20), wobei jeder dieser Abschnitte
A63; B63; C63; D63 jeweils mindestens der Breite B einer einzelnen einfachbreiten,
dem Formzylinder 06 zuzuführenden Druckform 01 (Fig. 1) entspricht, wobei die Andrückeinrichtung
64 in Zuordnung zu jedem dieser Abschnitte A63; B63; C63; D63 jeweils mindestens ein
steuerbares Andrückelement 67, z. B. eine von einer Steuereinheit an den Formzylinder
06 anstellbare oder von diesem abstellbare Rolle aufweist. Das mindestens eine Andrückelement
67 unterstützt die Montage der Druckform 01 an dem mit dem jeweiligen Abschnitt A63;
B63; C63; D63 korrespondierenden Montageort auf dem Formzylinder 06 dadurch, dass
das mindestens eine Andrückelement 67 bei seiner Anstellung an den Formzylinder 06
zumindest einen Einhängeschenkel 13; 14 der betreffenden Druckform 01 in den am Formzylinder
06 ausgebildeten Kanal 68 drückt. In dem in den Fig. 19 und 20 dargestellten Beispiel
sind in der achsparallel zum Formzylinder 06 angeordneten Rollenleiste in jedem der
Abschnitte A63; B63; C63; D63 jeweils mehrere, z. B. drei Rollen angeordnet.
[0078] An der Bedienseite der in der Fig. 18 dargestellten Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 ist
ein mobiler Sammelbehälter 43 angestellt, der sich in seiner Ausführung von den in
den Fig. 11 bis 17 dargestellten Ausführungsbeispielen unterscheidet und im Folgenden
anhand der Fig. 21 und 22 näher erläutert werden soll. Dabei zeigt Fig. 21 diesen
mobilen Sammelbehälter 43 in einer perspektivischen Darstellung. Dieser mobile Sammelbehälter
43 ist geeignet, mehrere, z. B. acht oder 32 Druckformen 01 gleichzeitig zu speichern
und zu transportieren, wobei diese Druckformen 01 während ihres Transports in diesem
mobilen Sammelbehälter 43 im Gegensatz zu der in den Fig. 11 bis 17 dargestellten
Ausführungsvariante hängend angeordnet sind.
[0079] Der in den Fig. 18 und 21 gezeigte mobile Sammelbehälter 43, der mindestens eine
Druckform 01 in einer Druckerei auf dem Transportweg von der Plattenstraße zu der
betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 transportiert, ist z. B. als ein im Bodenkontakt
verfahrbarer, von Rädern getragener mehrspuriger Transportwagen ausgebildet, welcher
an einem Rahmen 71 (Fig. 22) mehrere, z. B. vier Räder 72 aufweist, wobei dieser Rahmen
71 einen horizontalen und einen vertikalen Teil aufweist, wobei die Räder 72 in der
Verfahrebene des Transportwagens vorzugsweise jeweils um 360° drehbar sind, wodurch
der Transportwagen in eine beliebige Richtung lenkbar ist und eine gute Manövrierfähigkeit
insbesondere auch in Verbindung mit einer schmalen Hebebühne, d. h. einer an der Bedienseite
der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 ausgebildeten höhenverstellbaren Galerie 49 (Fig.
14 bis 16) aufweist, auf welche Galerie 49 der Transportwagen z. B. eingestellt wird,
um einen Wechsel mindestens einer Druckform 01 zwischen diesem Transportwagen und
der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 zu ermöglichen.
[0080] Der Transportwagen erstreckt sich über eine Länge l43 und weist eine Höhe h43 auf.
Seine Breite b43 ist geringer als dessen Höhe h43 und sehr viel kleiner als dessen
Länge l43. Z. B. beträgt die Breite b43 weniger als 25%, vorzugsweise weniger als
20% der Länge l43, und weniger als 50% der Höhe h43. Die Länge l43 des Transportwagens
erstreckt sich z. B. über die gesamte Breite der Bedienseite der Druckeinheit 44;
44.1; 44.2, insbesondere über die lichte Weite zwischen zwei Seitengestellwänden dieser
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2. In Längsrichtung des Transportwagens sind vorzugsweise
mehrere, z. B. vier oder sechs einfachbreite Druckformen 01 nebeneinander anordenbar.
Zu diesem Zweck ist der Transportwagen seiner Länge l43 nach in eine entsprechende
Anzahl von in einer Reihe angeordneten Speicherspalten A43; B43; C43; D43 untergeteilt,
z. B. in vier oder sechs jeweils vorzugsweise gleich breit ausgebildete Speicherspalten
A43; B43; C43; D43 (vgl. Fig. 11 oder 14). Diese Speicherspalten A43; B43; C43; D43
sind in ihrem jeweiligen Übergang untereinander vorzugsweise barrierefrei ausgebildet,
sodass vom Transportwagen in dessen Längsrichtung über mehrere Speicherspalten A43;
B43; C43; D43 hinweg auch mindestens eine doppeltbreite oder gar mehrfachbreite Druckform
01, z. B. eine Druckform 01 im Panoramaformat oder eine vierfachbreite Druckform 01,
aufgenommen werden kann. In den jeweiligen Speicherspalten A43; B43; C43; D43 ist
jeweils mindestens ein Halteelement 74 (Fig. 18) vorgesehen, an welchem jeweils mindestens
eine Druckform 01 befestigbar ist, vorzugsweise mit einem ihrer abgekanteten Einhängeschenkel
13; 14 (Fig. 1) eingehängt werden kann. Vorzugsweise sind in jeder Speicherspalte
A43; B43; C43; D43 jeweils mehrere derartige Halteelemente 74 vorgesehen, welche vorzugsweise
in unterschiedlichen Höhen angeordnet sind, sodass in der betreffenden Speicherspalte
A43; B43; C43; D43 mehrere Druckformen 01 in zumindest teilweiser Überlagerung ihrer
jeweiligen Arbeitsfläche 02 hängend speicherbar sind.
[0081] In der bevorzugten Ausführung ist an zumindest einer der beiden Stirnseiten 59 des
Transportwagens, vorzugsweise an beiden Stirnseiten 59 des Transportwagens, d. h.
am Anfang und Ende der Länge l43, jeweils eine insbesondere vertikale Anschlagsfläche
73 ausgebildet, mit deren Hilfe der Transportwagen relativ zur Druckeinheit 44; 44.1;
44.2, insbesondere zu deren beiden Seitengestellen, positionierbar und ausrichtbar
ist. Es ist mindestens eine vorzugsweise mehrteilige Koppeleinrichtung vorgesehen,
mit welcher dieser Transportwagen in seinem an der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten
Betriebszustand, d. h. an der Bedienseite dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 parallel
zur Rotationsachse von mindestens einem der Formzylinder 06 dieser Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 positionierten Betriebszustand, mit dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2
lösbar gekoppelt oder zumindest koppelbar ist. Die Kopplung erfolgt z. B. formschlüssig,
insbesondere mechanisch, oder kraftschlüssig, z. B. magnetisch. Mittels der Koppeleinrichtung
sind der Transportwagen und die betreffende Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 zeitweise
miteinander verbunden, durch welche Verbindung ein Zusammenwirken dieser Komponenten
ermöglicht wird, wobei dieses Zusammenwirken im vorliegenden Anwendungsfall insbesondere
in der vorzugsweise automatisiert betriebenen Durchführung eines Ortswechsels von
mindestens einer Druckform 01 von einer auf die jeweils andere dieser beiden Komponenten
besteht. Die Koppeleinrichtung weist z. B. mindestens ein Verbindungselement 77 auf,
mit welchem der Transportwagen in seinem an der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten
Betriebszustand mit dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 lösbar verbunden oder zumindest
verbindbar ist, wobei das vorzugsweise am Transportwagen angeordnete Verbindungselement
77 in eine an der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 ausgebildete Halteeinrichtung 78 eingekoppelt
oder zumindest einkoppelbar ist. Vorzugsweise ist an beiden Stirnseiten 59 des Transportwagens
jeweils mindestens ein Verbindungselement 77 ausgebildet, mit welchem dieser Transportwagen
in seinem an der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten Betriebszustand z. B. mit
dem Gestell 16 dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2, insbesondere mit ihren beiden Seitengestellen
lösbar verbunden oder zumindest verbindbar ist. Der Transportwagen kann seiner Länge
l43 nach an der Bedienseite der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 parallel zur Rotationsachse
von mindestens einem der Formzylinder 06 dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 z. B.
auf einer insbesondere höhenverstellbaren Galerie 49 der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2
(Fig. 14 bis 16) angeordnet sein. An der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2, z. B. an ihrem
Gestell 16, ist mindestens eine Halteeinrichtung 78 ausgebildet oder angeordnet, in
welche das mindestens eine Verbindungselement 77 des Transportwagens eingekoppelt,
z. B. eingehängt werden kann. Durch diese Kopplung ist der Transportwagen, insbesondere
unter Verwendung der mindestens einen vertikalen Anschlagsfläche 73, insbesondere
seiner Länge l43 nach zu der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2, insbesondere an deren Bedienseite,
ausgerichtet, wobei der Transportwagen relativ zu der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2
eine definierte Position einnimmt, wobei diese Position z. B. dadurch festgelegt ist,
dass eine der Stirnseiten 59 des Transportwagens z. B. mit einer Innenseite einer
Gestellwand der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 fluchtet. Der Transportwagen ist in seinem
mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 gekoppelten Betriebszustand
vorzugsweise zu demjenigen Formzylinder 06 dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 ausgerichtet,
welchem die mindestens eine auf dem Transportwagen transportierte Druckform 01 zuzuführen
ist, d. h. die Längsachse des Transportwagens und die Rotationsachse des betreffenden
Formzylinders 06 sind zueinander parallel ausgerichtet. In der bevorzugten Ausführung
ist die mindestens eine am Transportwagen angeordnete Druckform 01 in dessen mittels
der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 gekoppelten Betriebszustand
seitenregisterhaltig zu einem Formzylinder 06 dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 ausgerichtet.
[0082] Zur Einhängung des Verbindungselementes 77 des Transportwagens an der Halteeinrichtung
78 der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 wird der Transportwagen z. B. wenige Millimeter,
z. B. 5 mm bis 10 mm von seiner Aufstandsfläche angehoben. Zu diesem Zweck verfügt
der Transportwagen z. B. über Griffmulden, an denen dieser Transportwagen von einer
Bedienperson angehoben werden kann. Nach der Herstellung der Verbindung des Transportwagens
mit der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 hat der Transportwagen vorzugsweise keinen Berührungskontakt
mehr mit seiner früheren Aufstandsfläche.
[0083] Der Transportwagen ist somit zumindest für eine Dauer zur Überführung der mindestens
einen Druckform 01 von oder zur Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 mit dieser Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 lösbar verbunden, d. h. gekoppelt. Die jeweils zur Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 gehörende Halteeinrichtung 78 ist in der Fig. 21 an beiden Stirnseiten
59 des Transportwagens angedeutet, um das Zusammenwirken von dieser Halteeinrichtung
78 mit dem Verbindungselement 77 des Transportwagens zu verdeutlichen. Die Fig. 23
zeigt diese z. B. an einem Gestell 16, insbesondere an einer Seitengestellwand der
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 befestigbare, insbesondere anschraubbare Halteeinrichtung
78 als Einzelteil. Die Halteeinrichtung 78 weist eine z. B. hakenförmig ausgebildete
Aussparung 79 auf, in welche das betreffende Verbindungselement 77 des Transportwagens,
z. B. ein Bolzen, formschlüssig eingreifen kann. Darüber hinaus kann an der Halteeinrichtung
78 eine Anschlagfläche 81 angeformt oder ausgebildet sein, welche eine Gegenfläche
zu einer der am Transportwagen ausgebildeten Anschlagsflächen 73 bildet, wenn der
Transportwagen an der lichten Weite zwischen den beiden Seitengestellen der Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 zur Herstellung einer lösbaren Verbindung mit derselben eingesetzt
bzw. eingepasst wird. Die stirnseitig am Transportwagen ausgebildeten Anschlagsflächen
73 dienen damit insbesondere im Zusammenwirken mit der jeweiligen Anschlagfläche 81
an den Halteeinrichtungen 78 dazu, den Transportwagen zur betreffenden Druckeinheit
44; 44.1; 44.2, insbesondere zu einem ihrer Formzylinder 06, insbesondere seitenregisterhaltig
auszurichten.
[0084] Mit der Herstellung der Verbindung zwischen dem Transportwagen und der Druckeinheit
44; 44.1; 44.2, insbesondere mit der Herstellung der Verbindung zwischen dem Transportwagen
und der z. B. am Gestell 16 der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten Halteeinrichtung
78, kann eine Signaleingabe an eine Steuereinheit einhergehen. Insbesondere kann an
der Koppeleinrichtung, vorzugsweise an der Halteeinrichtung 78 ein Kontakt, z. B.
ein Schaltkontakt angebracht oder ausgebildet sein, mittels welchem z. B. beim Einhängen
des Transportwagens an der Halteeinrichtung 78 ein vorzugsweise elektrisches Signal
ausgelöst wird, welches die dieses Signal empfangende Steuereinheit veranlasst, durch
eine Ausgabe eines entsprechenden Steuersignals eine in oder an der Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 angeordnete Schutzeinrichtung zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dieses
Betätigen einer Schutzeinrichtung an der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 kann z. B. ein
Verschwenken einer Fingerschutzstange oder ein Festsetzen eines ansonsten bewegbaren
Bauteils an dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 betreffen. Beispielsweise kann durch
das mit der Herstellung der Verbindung zwischen dem Transportwagen und der Halteeinrichtung
78 ausgelöste Signal eine höhenverstellbare, diesen Transportwagen aktuell tragende
Galerie 49 der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 (Fig. 14 bis 16) in ihrer aktuellen Betriebsposition,
d. h. Höheneinstellung, arretiert werden. Mit der Herstellung der Verbindung zwischen
dem Transportwagen und der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 kann die dieses Signal empfangende
Steuereinheit auch veranlasst werden, an einer Ausgabeeinrichtung ein akustisches
Signal auszugeben.
[0085] Von den Rädern 72 des Transportwagens bilden zwei gleichgerichtete Räder 72 durch
einen Abstand zwischen ihren einander zugewandten rotierbaren scheibenförmigen oder
ringförmigen Flächen eine Spurweite s43 (Fig. 18) aus, wobei die Spurweite s43 alternativ
auch als der rechtwinklige Abstand definiert werden kann, der bei Geradeausfahrt durch
die Räder 72 bestimmt wird. In der bevorzugten Ausführung des Transportwagens ist
eines seiner Räder 72 an einem ersten Endpunkt dieser Spurweite s43 und das hinsichtlich
dieser Spurweite s43 zweite Rad 72 an einem zweiten Endpunkt dieser Spurweite s43
angeordnet. Ein Masseschwerpunkt des Rahmens 71 des Transportwagens ist in einer zur
Spurweite s43 lotrechten Ebene außermittig dieser Spurweite s43 angeordnet. Der Masseschwerpunkt
des Rahmens 71 ist insbesondere in einer solchen zur Spurweite s43 lotrechten Ebene
angeordnet, welche den einen Endpunkt der Spurweite s43 tangiert oder gar außerhalb
der Spurweite s43, d. h. außerhalb des durch die Spurweite s43 zwischen den betreffenden
Rädern 72 ausgebildeten Abstandes angeordnet ist. Der Transportwagen weist somit in
seiner bevorzugten Ausführungsvariante hinsichtlich einer die Mitte der Spurweite
s43 orthogonal durchlaufenden Ebene mit Bezug auf seine Längsrichtung eine unsymmetrische
Massenverteilung auf. Zum Ausgleich dieser für den Transportwagen durch die mit Bezug
auf die Spurweite s43 außermittige Anordnung des Rahmens 71 verursachten unsymmetrischen
Massenverteilung ist an dem anderen Endpunkt der von den zwei gleichgerichteten Rädern
72 ausgebildeten Spurweite s43 vorzugsweise bodennah, z. B. unterhalb von 20% der
Höhe h43 dieses Transportwagens, z. B. in Form eines massiven Klotzes ein Gegengewicht
82 (Fig. 18) zum Masseschwerpunkt des Rahmens 71 des Transportwagens und gegebenenfalls
auch zu dessen Ladung angeordnet, so dass eine lotrechte Projektion des Gesamtschwerpunktes
des sowohl unbeladenen als auch mit Druckformen 01 beladenen Transportwagens auf eine
durch die Aufstandpunkte der Räder 72 des Transportwagens auf der Verfahrebene aufgespannte
Grundfläche jeweils innerhalb dieser Grundfläche angeordnet ist.
[0086] Der in der Fig. 21 dargestellte Transportwagen weist auch mindestens ein sich vorzugsweise
über die Länge l43 erstreckendes Fach 76 auf, welches der Aufnahme mindestens einer
gebrauchter, in der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 nicht mehr benötigter Druckform 01
dient. Dieses Fach 76 ist vorzugsweise auf einer vom Gegengewicht 82 abgewandten Seite
des vertikal stehenden Teils des Rahmens 71 des Transportwagens angeordnet (Fig. 18).
[0087] Mit den zuvor beschriebenen Komponenten lässt sich ein System ausbilden, welches
mindestens eine Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 einer Druckmaschine und mindestens einen
z. B. automatisiert bewegbaren Transportwagen aufweist, wobei der mindestens eine
Transportwagen mindestens eine Druckform 01 der mindestens einen Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 zuführend oder von dort abführend angeordnet ist, wobei mindestens eine
Koppeleinrichtung vorgesehen ist, mit welcher der betreffende Transportwagen in seinem
an der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten Betriebszustand mit dieser
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 lösbar gekoppelt oder zumindest koppelbar ist, wobei der
Transportwagen mittels der mindestens einen Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 z. B. formschlüssig oder kraftschlüssig gekoppelt oder zumindest koppelbar
ist. Der Transportwagen ist in seinem mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 gekoppelten Betriebszustand hinsichtlich seiner Positionierung relativ
zu dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 vorzugsweise ausgerichtet. Insbesondere ist
eine der Stirnseiten 59 des Transportwagens in dem Betriebszustand, in welchem der
Transportwagen mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 gekoppelt
ist, mit einer Gestellwand der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 fluchtend angeordnet. Vorteilhafterweise
ist die mindestens eine am Transportwagen angeordnete Druckform 01 in dem Betriebszustand,
in welchem der Transportwagen mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit 44;
44.1; 44.2 gekoppelt ist, seitenregisterhaltig zu einem Formzylinder 06 dieser Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 ausgerichtet. In einer konkreten Ausbildung kann die Koppeleinrichtung
dadurch ausgebildet sein, dass der Transportwagen mindestens ein Verbindungselement
77 aufweist, mit welchem dieser Transportwagen in seinem an der Druckeinheit 44; 44.1;
44.2 angeordneten Betriebszustand mit dieser Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 lösbar verbunden
oder zumindest verbindbar ist, wobei das Verbindungselement 77 in eine an der Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 ausgebildete Halteeinrichtung 78 eingekoppelt oder zumindest einkoppelbar
ist.
[0088] Erfindungsgemäß ist eine Detektionseinrichtung vorgesehen, welche z. B. berührungslos
prüft, ob der Transportwagen an der Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordnet ist. Die
z. B. einen Codeleser 28 aufweisende Detektionseinrichtung kann zusätzlich eine Codierung
erfassen, wobei diese Codierung an der mindestens einen auf dem an der betreffenden
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordneten Transportwagen angeordneten Druckform 01
angeordnet ist. Die Detektionseinrichtung detektiert insbesondere denjenigen Betriebszustand,
wenn der Transportwagen mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit 44; 44.1;
44.2 gekoppelt ist, wobei die Detektionseinrichtung vorzugsweise ein Signal auslöst,
wenn der Transportwagen mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit 44; 44.1;
44.2 gekoppelt ist. Im Ergebnis kann die Detektionseinrichtung feststellen, ob der
Transportwagen am richtigen Ort mit der richtigen mindestens einen Druckform 01 vorhanden
ist, wobei die Koppeleinrichtung sicherstellt, dass der Transportwagen relativ zur
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 zur Ausführung eines Wechsels von mindestens einer Druckform
01 richtig angeordnet, d. h. richtig positioniert oder ausgerichtet ist. Von der genannten
Feststellung und/oder der genannten Positionierung können gerade in einem automatisiert
ablaufenden Prozess eine Fortsetzung dieses Prozesses oder zumindest eine Bereitstellung
für die Fortsetzung dieses Prozesses geeigneter Schutzvorkehrungen abhängig gemacht
werden. Daher ist die Detektionseinrichtung insbesondere mit einer den Prozess steuernden
Steuereinheit zumindest signaltechnisch verbunden. Eine Ausführungsvariante sieht
vor, dass die Koppeleinrichtung mindestens ein z. B. elektrisch betriebenes Kontaktelement
aufweist, wobei das mindestens eine Kontaktelement, z. B. ein Schalter, mit der Kopplung
des Transportwagens an die Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 ein Signal auslöst. Das ausgelöste
Signal veranlasst vorteilhafterweise die dieses Signal empfangende Steuereinheit,
durch eine Ausgabe eines entsprechenden Steuersignals entweder eine an der betreffenden
Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 angeordnete Schutzeinrichtung, z. B. eine an der Druckeinheit
44; 44.1; 44.2 ausgebildete Fingerschutzstange, in ihrer Schutzwirkung zu aktivieren
oder zu deaktivieren oder eine höhenverstellbare, den Transportwagen aktuell tragende
Galerie 49 der betreffenden Druckeinheit 44; 44.1; 44.2 in ihrer aktuellen Betriebsposition
zu arretieren.
Bezugszeichenliste
[0089]
- 01
- Druckform
- 02
- Auflagefläche
- 03
- Ende
- 04
- Ende
- 05
- -
- 06
- Druckwerkszylinder, Formzylinder
- 07
- Druckwerkszylinder, Übertragungszylinder
- 08
- Farbwerk
- 09
- Druckformmagazin
- 10
- -
- 11
- Biegelinie
- 12
- Biegelinie
- 13
- Einhängeschenkel
- 14
- Einhängeschenkel
- 15
- -
- 16
- Gestell
- 17
- Fundament
- 18
- Bedruckstoff, Materialbahn, Papierbahn
- 19
- Papierleitwalze
- 20
- -
- 21
- Papierleitwalze
- 22
- DataMatrix-Code
- 23
- Strukturelement
- 24
- Begrenzungslinie
- 25
- -
- 26
- Begrenzungslinie
- 27
- Speicherbereich
- 28
- Codeleser
- 29
- Erfassungsbereich
- 30
- -
- 31
- Betrachtungszone
- 32
- Rohling
- 33
- Plattenbelichtungseinrichtung
- 34
- Rechner (Vorstufe)
- 35
- -
- 36
- Entwicklungseinrichtung
- 37
- Vorlage
- 38
- Abkanteinrichtung
- 39
- Steuereinheit
- 40
- Steuereinheit
- 41
- Kommunikationssystem
- 42
- Leitstand
- 43
- Sammelbehälter
- 44
- Druckeinheit
- 44.1
- Druckeinheit
- 44.2
- Druckeinheit
- 45
- -
- 46
- Handhabungseinrichtung
- 47
- Plattform
- 48
- Führungselement
- 49
- Galerie
- 50
- -
- 51
- Speichereinrichtung
- 52
- Anzeigevorrichtung
- 53
- Informationsfeld
- 54
- Informationsfeld
- 55
- -
- 56
- Positionselement
- 57
- Sortierstation
- 58
- Fach
- 59
- Stirnseite
- 60
- -
- 61
- Hubeinrichtung
- 62
- Greifeinrichtung
- 63
- Auflagetisch
- 64
- Andrückeinrichtung, Rollenleiste
- 65
- -
- 66
- Feuchtwerk
- 67
- Andrückelement
- 68
- Kanal
- 69
- -
- 70
- -
- 71
- Rahmen
- 72
- Rad
- 73
- Anschlagsfläche
- 74
- Halteelement
- 75
- -
- 76
- Fach
- 77
- Verbindungselement
- 78
- Halteeinrichtung
- 79
- Aussparung
- 80
- -
- 81
- Anschlagfläche
- 82
- Gegengewicht
- B
- Breite
- D
- Materialdicke
- H
- Höhe
- L
- Länge
- X
- Position
- Y
- Position
- Z
- Position
- A43
- Speicherspalte
- B43
- Speicherspalte
- C43
- Speicherspalte
- D43
- Speicherspalte
- A63
- Abschnitt
- B63
- Abschnitt
- C63
- Abschnitt
- D63
- Abschnitt
- H1
- Abstand
- H2
- Abstand
- a28
- Abstand
- a58
- Abstand
- l13
- Länge
- l14
- Länge
- b43
- Breite
- h43
- Höhe
- l43
- Länge
- s43
- Spurweite
- α
- Öffnungswinkel
- β
- Öffnungswinkel.
1. System, aufweisend mindestens eine Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) einer Druckmaschine
und mindestens einen Transportwagen, wobei der mindestens eine Transportwagen mindestens
eine Druckform (01) der mindestens einen Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) zuführend oder
von dort abführend angeordnet ist, wobei mindestens eine Koppeleinrichtung vorgesehen
ist, mit welcher der betreffende Transportwagen in seinem an der betreffenden Druckeinheit
(44; 44.1; 44.2) angeordneten Betriebszustand mit dieser Druckeinheit (44; 44.1; 44.2)
lösbar gekoppelt oder zumindest koppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Detektionseinrichtung vorgesehen ist, welche prüft, ob der Transportwagen an
der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) angeordnet ist.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportwagen in seinem mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit (44;
44.1; 44.2) gekoppelten Betriebszustand zu dieser Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) ausgerichtet
ist.
3. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Stirnseiten (59) des Transportwagens in dem Betriebszustand, in welchem
der Transportwagen mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2)
gekoppelt ist, mit einer Gestellwand der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) fluchtend angeordnet
ist.
4. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine am Transportwagen angeordnete Druckform (01) in dem Betriebszustand,
in welchem der Transportwagen mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit (44;
44.1; 44.2) gekoppelt ist, seitenregisterhaltig zu einem Formzylinder (06) dieser
Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) ausgerichtet ist.
5. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportwagen mittels der mindestens einen Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit
(44; 44.1; 44.2) formschlüssig oder kraftschlüssig gekoppelt oder zumindest koppelbar
ist.
6. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung dadurch ausgebildet ist, dass der Transportwagen mindestens
ein Verbindungselement (77) aufweist, mit welchem dieser Transportwagen in seinem
an der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) angeordneten Betriebszustand mit dieser Druckeinheit
(44; 44.1; 44.2) lösbar verbunden oder zumindest verbindbar ist, wobei das Verbindungselement
(77) in eine an der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) ausgebildete Halteeinrichtung (78)
eingekoppelt oder zumindest einkoppelbar ist.
7. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionseinrichtung eine Codierung erfasst, wobei diese Codierung an der mindestens
einen auf dem an der betreffenden Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) angeordneten Transportwagen
angeordneten Druckform (01) angeordnet ist.
8. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionseinrichtung denjenigen Betriebszustand detektiert, wenn der Transportwagen
mittels der Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) gekoppelt ist.
9. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionseinrichtung ein Signal auslöst, wenn der Transportwagen mittels der
Koppeleinrichtung mit der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) gekoppelt ist.
10. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektionseinrichtung die Anordnung des Transportwagens an der Druckeinheit (44;
44.1; 44.2) berührungslos prüft.
11. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinrichtung mindestens ein Kontaktelement aufweist, wobei das mindestens
eine Kontaktelement mit der Kopplung des Transportwagens an die Druckeinheit (44;
44.1; 44.2) ein Signal auslöst.
12. System nach Anspruch 9 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das ausgelöste Signal eine dieses Signal empfangende Steuereinheit veranlasst, durch
eine Ausgabe eines entsprechenden Steuersignals eine an der betreffenden Druckeinheit
(44; 44.1; 44.2) angeordnete Schutzeinrichtung zu aktivieren oder zu deaktivieren.
13. System nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzeinrichtung an der Druckeinheit (44; 44.1; 44.2) als eine Fingerschutzstange
ausgebildet ist.
14. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportwagen als ein von Rädern (72) getragener Transportwagen ausgebildet
ist.
15. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportwagen automatisiert bewegbar ist.