[0001] Die Erfindung betrifft eine Tür, insbesondere Haustür, mit einem Türrahmen und einer
Türfüllung, wobei der Türrahmen mehrere Türrahmenprofile umfasst, die miteinander
verbunden sind, wobei weiter die Türfüllung ein erstes und ein zweites plattenförmiges
Sichtelement aufweist, die zumindest teilweise eine äußere Oberfläche der Türfüllung
bilden, sowie mit zumindest einem Versteifungselement.
[0002] Haustüren haben vielfach einen Türrahmen aus Kunststoffprofilen, der eine Türfüllung
hält. Die Türfüllung erfüllt dabei einerseits die Aufgabe der optischen Gestaltung
der Tür, indem die Türfüllung außen entsprechende Sichtplatten aufweist. Andererseits
wird mit der Türfüllung versucht, das Gewicht der Haustür zu reduzieren, indem entsprechende
leichte Werkstoffe oder Bauelemente, wie Wabenplatten, etc. verwendet werden. Häufig
ist die Türfüllung auch mit einem Schaumstoffkern versehen, um eine entsprechende
Wärmedämmung zu erreichen. Um der Tür eine höhere Stabilität gegen Verwindungen, etc.,
zu verleihen, werden im Türrahmen Versteifungselemente eingesetzt.
[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Stabilität einer Tür,
insbesondere eine Haustür, zu verbessern.
[0004] Diese Aufgabe wird mit der eingangs genannten Tür gelöst, bei der das zumindest eine
Versteifungselement durch ein Glaselement gebildet ist, das zwischen dem ersten und
dem zweiten plattenförmigen Sichtelement angeordnet ist.
[0005] Von Vorteil ist dabei, dass Glas einerseits eine sehr gute Aussteifung der Tür bewirkt
und damit die Stabilität der Tür erhöht. Andererseits kann über das Glas auch die
Anbindung der Sichtelemente bzw. weiterer Elemente der Türfüllung verbessert werden,
da die Glasoberfläche eine einfach und gute Herstellung von Klebeverbindungen ermöglicht.
Darüber hinaus ist Glas relativ kostengünstig in der Herstellung. Durch den Einsatz
der Glasversteifung kann auf eine besondere Eckfestigkeit des Türrahmens verzichtet
werden, sodass die Herstellung des Türrahmens vereinfacht wird. Von Vorteil ist weiter,
dass durch den Einsatz von Sicherheitsgläsern, wie z.B. VSG-Gläsern, die Einbruchsicherheit
der Tür verbessert werden kann.
[0006] Nach einer Ausführungsvariante der Tür ist vorgesehen, dass das Versteifungselement
durch ein Mehrscheiben-Isolierglaselement mit zumindest zwei voneinander beabstandeten
Glasscheiben gebildet ist. Es wird damit neben der Versteifung der Tür gleichzeitig
eine Verbesserung der Wärmedämmung erreicht.
[0007] Es ist weiter möglich, dass das erste und das zweite plattenförmige Sichtelement
jeweils zumindest eine Ausnehmung aufweisen, die die Durchsicht durch das Türblatt
ermöglichen. Es kann damit gleichzeitig mit der Glasversteifung auch ein Sichtfenster
in der Tür realisiert werden, sodass keine zusätzlichen Vorkehrungen für das Einsetzen
von Glasscheiben in die Türfüllung getroffen werden müssen.
[0008] Vorzugsweise ist das Versteifungselement mit dem Türrahmen verklebt, da Glas, wie
bereits ausgeführt, eine gute Möglichkeit zur Verklebung bietet. Durch das Verkleben
kann der Querschnitt der Türrahmenprofile des Türrahmens vereinfacht werden, indem
auf entsprechende Nuten zum Einsetzen des Glaselementes verzichtet werden kann, bzw.
diese einfacher ausgestaltet werden können. Es ist damit auch auf einfache weise möglich,
dass der Türrahmen vor dem Einsetzen des Versteifungselementes fertig gestellt wird
und danach das Versteifungselement nur mehr mit dem Rahmen verklebt werden muss.
[0009] Nach einer anderen Ausführungsvariante der Tür ist vorgesehen, dass die beiden Glasscheiben
des Mehrscheiben-Isolierglaselementes unterschiedlich groß sind. Es ist damit möglich,
die Profilierung der Türrahmenprofile des Türrahmens zumindest im Bereich der Aufnahme
des Glaselementes stufenförmig auszubilden, sodass das Versteifungselement von einer
Seite des Türrahmens und damit einfacher in diesen eingesetzt werden kann.
[0010] Es ist auch möglich, dass zwei Versteifungselemente angeordnet sind, die jeweils
durch ein Mehrscheiben-Isolierglaselement mit zumindest zwei voneinander beabstandeten
Glasscheiben gebildet sind. Es werden damit die Wärmedämmung und die Stabilität der
Tür weiter verbessert. Insbesondere von Vorteil ist diese Ausführungsvariante wenn
die Türfüllung eine höhere Schichtdicke aufweist, da der Abstand zwischen zwei Glasscheiben
eines Mehrscheiben-Isolierglaselementes gering gehalten werden kann und damit das
Volumen zwischen den beiden Glasscheiben ebenfalls kleiner sein kann. Hierdurch wird
wiederum erreicht, dass Wärmedehnungen der Gasfüllung in diesem Volumen aufgrund von
Temperaturschwankungen einen geringeren Einfluss auf das Ausbauchen der Glasscheiben
des Mehrscheiben-Isolierglaselementes haben, d.h. dass das Mehrscheiben-Isolierglaselement
formstabiler ist.
[0011] Von Vorteil ist weiter, wenn das zumindest eine Versteifungselement bündig mit dem
Türrahmen angeordnet ist, da in diesem Fall auch der Türrahmen zumindest teilweise
von den Sichtelementen ohne großen Aufwand abgedeckt werden kann. Sofern die Sichtelemente
mit dem Türrahmen verbunden werden, kann damit die Gesamtstabilität der Tür aufgrund
dieser Überlappung verbessert werden.
[0012] Dabei ist von Vorteil, wenn das erste und das zweite Sichtelement mit dem Versteifungselement
verklebt sind, da damit ein entsprechender Kraftfluss über die gesamte Türfüllung
bzw. die gesamte Tür erreicht wird.
[0013] Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren
näher erläutert.
[0014] Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:
- Fig. 1
- eine Haustür in Ansicht von vorne;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch eine Haustür;
- Fig. 3
- einen Schnitt durch eine Ausführungsvariante der Haustür.
[0015] Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen
werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß
auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen
werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben,
unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen
und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.
[0016] In Fig. 1 ist eine Haustür 1 in Ansicht von vorne und ohne Blendrahmen gezeigt. Mit
Ansicht von vorne ist dabei die Ansicht von außen gemeint, wenn die Haustür normal
eingebaut ist.
[0017] Die Haustür 1 umfasst bzw. besteht aus einem Türrahmen 2 und einer Türfüllung 3,
die das Türblatt bildet.
[0018] Der Türrahmen 2 umfasst bzw. besteht aus miteinander verbundenen Türrahmenprofilen
4. Im gegenständlichen Ausführungsbeispiel umfasst die Haustür 1 vier Türrahmenprofile
4, nämlich ein unteres horizontales Profil 5, ein oberes horizontales Profil 6, ein
rechtes vertikales Profil 7 und ein linkes vertikales Profil 8. Der Türrahmen 2 kann
aber auch mehr als vier Türrahmenprofile 4 aufweisen, beispielsweise indem die vertikalen
Profile 7, 8 zweigeteilt ausgeführt sind oder in dem zwischen den horizontalen Profilen
ein weiteres horizontales Profil eingesetzt ist, etc.
[0019] Die Türrahmenprofile 4 können auf Gehrung geschnitten oder stumpf aneinander anstoßend
miteinander verbunden sein. Für den Fall, dass die Türrahmenprofile 4 aus einem Kunststoff
bestehen, sind sie vorzugsweise miteinander verschweißt.
[0020] Anstelle von Kunststoff kann für die Türrahmenprofile 4 aber auch ein anderer Werkstoff
verwendet werden, wie z.B. Holz, Metall, Holzwerkstoffe, etc. In der bevorzugten Ausführungsvariante
bestehen die Türrahmenprofile 4 jedoch aus Kunststoff, da bei Verwendung dieses Werkstoffes
die Erfindung besonders zur Geltung kommt.
[0021] Weiter weist die Haustür 1 die üblichen Beschläge 9 zur drehbaren Befestigung der
Haustür am Blendrahmen bzw. dem Gebäude, einen Türgriff 10, ein Schloss 11, etc. auf,
auf die hier jedoch nicht näher eingegangen wird. Es sei dazu auf den einschlägigen
Stand der Technik verwiesen.
[0022] In Fig. 2 ist eine erste Ausführungsvariante der Haustür 1 im Schnitt dargestellt.
[0023] Die Haustür 1 weist ein erstes plattenförmiges Sichtelement 12 auf, das zumindest
teilweise die äußere Oberfläche der Haustür 1 an der Außenseite, d.h. der raumabgekehrten
Seite in Einbaulage der Haustür 1, bildet. Somit ist das erste plattenförmige Sichtelement
auch in Fig. 1 ersichtlich.
[0024] Weiter weist die Haustür 1 ein zweites plattenförmiges Sichtelement 13 auf, das zumindest
teilweise die äußere Oberfläche der Haustür 1 an der Innenseite, d.h. raumseitig in
Einbaulage der Haustür 1, bildet.
[0025] Das erste plattenförmige Element 12 und das zweite plattenförmige Element 13 können
dabei den Türrahmen 2 zumindest teilweise, insbesondere auch zur Gänze, überdecken,
wie dies aus Fig. 2 dargestellt ist. Dabei kann die Überdeckung sowohl an dem unteren
horizontalen Profil 5 (Fig. 1), dem oberen horizontalen Profil 6 (Fig. 1), dem rechten
vertikalen Profil 7 und dem linken vertikalen Profil 8 des Türrahmes 2 ausgebildet
sein. Es ist aber auch möglich, dass nur die beiden horizontalen Profile 5, 6 oder
nur die beiden vertikalen Profile 7, 8 überdeckt werden, bzw. sind auch Mischvarianten
dazu möglich.
[0026] Im überdeckten Bereich sind das erste plattenförmige Element 12 und das zweite plattenförmige
Element 13 bevorzugt mit dem Türrahmen 2 verklebt. Das erste plattenförmige Element
12 und das zweite plattenförmige Element 13 können aber auch anders mit dem Türrahmen
verbunden werden, beispielsweise durch Schrauben, etc.
[0027] Das erste plattenförmige Element 12 und das zweite plattenförmige Element 13 können
neben der Anordnung und insbesondere Verbindung mit einer inneren Oberfläche 14 bzw.
einer äußeren Oberfläche 15 des Türrahmens 2 auch bündig mit dem Türrahmen 2 abschließen,
sodass in diesem Fall das erste plattenförmige Element 12 und das zweite plattenförmige
Element 13 an Stirnflächen 16 bzw. 17 der Profile 5 bis 8 des Türrahmens 2 anschließen.
[0028] In der bevorzugten Ausführungsvariante der Haustür 1 sind das erste plattenförmige
Element 12 und das zweite plattenförmige Element 13 jeweils einstückig ausgebildet.
Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, diese mehrteilig auszubilden, sodass also
nicht die gesamte Sichtfläche der Türfüllung 3 von jeweils einem der Sichtelemente
12, 13 abgedeckt wird. Beispielsweise können das erste plattenförmige Element 12 und/oder
das zweite plattenförmige Element 13 aus zwei, drei, vier, etc., plattenförmigen Teilelementen
bestehen.
[0029] Das erste plattenförmige Element 12 und das zweite plattenförmige Element 13 können
aus einem Holzwerkstoff bzw. aus Holz bestehen. Es sind aber auch andere Werkstoffe
für das erste plattenförmige Element 12 und das zweite plattenförmige Element 13 verwendbar,
beispielsweise ein Kunststoff, oder ein Metall, oder ein Stein, wobei auch Materialmischungen
daraus möglich sind, d.h. dass zumindest ein Teil des ersten plattenförmigen Elementes
12 und/oder des zweiten plattenförmigen Elementes 13 durch einen ersten Werkstoff
und zumindest ein weiterer Teil durch einen weiteren Werkstoff gebildet ist, beispielsweise
das erste plattenförmige Element 12 eine Steineinlage aufweist. Die Gestaltung der
äußeren, sichtbaren Oberflächen der Sichtelemente 12, 13 richtet sich im Wesentlichen
nach dem jeweiligen Designwunsch für das Aussehen der Haustür 1.
[0030] Zwischen dem ersten plattenförmigen Element 12 und dem zweiten plattenförmigen Element
13 ist ein Versteifungselement 18 vorgesehen. Das Versteifungselement 18 wird also
zumindest teilweise von dem plattenförmigen Sichtelementen 12, 13 abgedeckt, wie dies
aus Fig. 2 ersichtlich ist.
[0031] Das Versteifungselement 18 ist durch ein Glaselement, insbesondere durch eine Glasscheibe,
gebildet. Es wird dafür vorzugsweise ein bruchhemmendes bzw. bruchsicheres Glas, wie
z.B. ein ESG-Glas oder ein VSG-Glas, verwendet.
[0032] Das Versteifungselement 18 ist bevorzugt mit dem Türrahmen 2 verbunden, insbesondere
verklebt. Zudem kann vorgesehen sein, dass das Versteifungselement 18 von einer Nut
19 in den Türrahmenprofilen 4 aufgenommen ist.
[0033] Obwohl das Versteifungselement 18 in Fig. 2 - in der Darstellung von unten nach oben
betrachtet - zumindest annähernd mittig zwischen den beiden Sichtelementen 12, 13
angeordnet ist, kann dieses auch außermittig in die Türfüllung 3 eingebaut werden.
[0034] In der bevorzugten Ausführungsvariante der Haustür 1 ist das Versteifungselement
18 einstückig ausgebildet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, dieses mehrteilig
auszubilden. Beispielsweise kann das Versteifungselement 18 aus zwei, drei, vier,
etc., plattenförmigen Teilelementen bestehen.
[0035] Vorzugsweise erstreckt sich das Versteifungselement 18 über die gesamte Fläche zwischen
den Profilen 5 bis 8 (Fig.1) des Türrahmens 2. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit,
dass sich das Versteifungselement 18 nur über einen Teil dieser Fläche erstreckt,
wobei sich das Versteifungselement 18 auch in diesem Fall zumindest über die gesamte
Distanz zwischen den beiden vertikalen Profilen 5 und 6 oder den beiden horizontalen
Profilen 7 und 8 erstreckt. Das Versteifungselement 18 erstreckt sich also in jedem
Fall über die gesamte Distanz zwischen zwei einander gegenüberliegenden Türrahmenprofilen
4 des Türrahmens 2.
[0036] Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die Türrahmenprofile 4 am
äußeren Umfang der Haustür 1 angeordnet sind.
[0037] Das Versteifungselement 18 ist vorzugsweise mit dem Türrahmen 2 verbunden, insbesondere
verklebt. Im Beispiel der Haustür 1 nach Fig. 2 kann das Versteifungselement 18 in
die Nut 19 eingeklebt sein.
[0038] Für den Fall, dass das Versteifungselement 18 aus mehreren Teilen gebildet wird,
können diese aneinander anschließend oder zueinander beabstandet eingebaut werden.
[0039] Bei der Ausführungsvariante der Haustür nach Fig. 2 ist zwischen den Sichtelementen
12, 13 und dem Versteifungselement 18 jeweils ein Zwischenraum 20 ausgebildet. Diese
Zwischenräume 20 können beispielsweise mit einem Dämmstoff, z.B. einem Kunststoffschaum,
gefüllt sein.
[0040] In der Fig. 3 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform
der Haustür 1 im Schnitt gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen
bzw. Bauteilbezeichnungen wie in den vorangegangenen Fig. 1 und 2 verwendet werden.
Um unnötige Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die detaillierte Beschreibung in
den vorangegangenen Fig. 1 und 2 hingewiesen bzw. Bezug genommen.
[0041] Die wesentlichen Unterschiede zur Ausführungsvariante der Haustür nach Fig. 2 sind,
dass einerseits zwei Versteifungselemente 18 angeordnet sind und dass diese andererseits
als Mehrscheiben-Isolierglaselement mit zumindest zwei voneinander beabstandeten Glasscheiben
21, 22 gebildet sind.
[0042] Es sei darauf hingewiesen, dass auch bei der Ausführungsvariante nach Fig. 2 mehr
als ein Versteifungselement 18 angeordnet sein kann, beispielsweise zwei oder drei
hintereinanderliegend angeordnete (bezogen auf die Richtung von dem ersten plattenförmigen
Sichtelement 12 auf das zweite plattenförmige Sichtelement 13) Versteifungselemente
18, und/oder dass das Versteifungselement 18 als Mehrscheiben-Isolierglaselement ausgeführt
ist.
[0043] Des Weiteren sei darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Erfindung als Versteifungselemente
auch zumindest eine Einfachglasscheibe wie bei der Ausführungsvariante der Haustür
nach Fig. 2 mit zumindest einem Mehrscheiben-Isolierglaselement wie bei der Ausführungsvariante
der Haustür nach Fig. 3 kombiniert werden kann.
[0044] Vorzugsweise erstrecken sich die Versteifungselemente 18 wiederum zumindest über
die gesamte Fläche, die zwischen den Profilen 5 bis 8 (Fig. 1) des Türrahmens ausgebildet
ist. Zumindest eines der Versteifungselemente 18 kann sich allerdings auch nur über
einen Teilbereich dieser Fläche erstrecken. Es sei dazu auf voranstehende Ausführungen
verwiesen.
[0045] Die Mehrscheiben-Isolierglaselemente können dem Stand der Technik hierfür, wie dieser
aus der Fensterindustrie bekannt ist, ausgebildet sein. Demnach sind die beiden Glasscheiben
21, 22 voneinander beabstandet angeordnet, wobei dazwischen ein Abstandhalter angeordnet
ist. Ein Zwischenraum 23 zwischen den beiden Glasscheiben 21, 22 kann mit einem Gas,
insbesondere einem Edelgas, wie z.B. Helium oder Argon, oder einer Mischung aus einem
Edelgas und Luft, gefüllt sein. Um die Gasdichtheit des Mehrscheiben-Isolierglaselementes
zu gewährleisten, ist an seinem Umfang ein so genannter Randverbund ausgebildet.
[0046] Da diese Einzelheiten zum Stand der Technik gehören sei dazu auf die einschlägige
Literatur verwiesen.
[0047] Anstelle eines Gases ist es aber auch möglich, insbesondere in jenen Teilen, in denen
das oder die Versteifungselement(e) 20 nicht sichtbar sind, den Zwischenraum 23 mit
einem Gel, insbesondere einem Aerogel, zumindest teilweise, insbesondere zur Gänze,
zu befüllen. Auch andere Füllungen, wie z.B. Kunststoffschaume, beispielsweise Polyurethanschäume,
sind einsetzbar.
[0048] Generell kann also der Zwischenraum 23 mit einem wärmedämmenden nicht transparenten
oder semitransparenten Material zumindest teilweise gefüllt werden.
[0049] Es sei darauf hingewiesen, dass das Mehrscheiben-Isolierglaselement auch mehr als
zwei Glasscheiben 21, 22 aufweisen kann, beispielsweise drei oder vier, etc.
[0050] In Fig. 3 sind die beiden Mehrscheiben-Isolierglaselement unter Ausbildung eines
Zwischenraums 24 voneinander beabstandet im Türrahmen 2 der Haustür 1 angeordnet.
Dieser Zwischenraum 24 kann beispielsweise mit einem Dämmstoff, z.B. einem Kunststoffschaum,
gefüllt sein.
[0051] Weiter ist aus Fig. 3 ersichtlich, dass die Mehrscheiben-Isolierglaselemente jeweils
bündig mit den Oberflächen 14 bzw. 15 der Türrahmenprofile 4, d.h. der Profile 5 bis
8 (Fig. 1) angeordnet sind. Dazu können die Profile 5 bis 8 einen in Richtung auf
die Türfüllung 3 ragenden Steg 25 aufweisen, an dessen Oberfläche die Mehrscheiben-Isolierglaselemente
anliegen und insbesondere damit verbunden, vorzugsweise verklebt, sind.
[0052] Selbstverständlich kann aber die Anordnung der Mehrscheiben-Isolierglaselemente auch
in Nuten der Türrahmenprofile 4, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist, erfolgen.
[0053] An den beiden äußeren Oberflächen der Mehrscheiben-Isolierglaselemente sind wiederum
das erste plattenförmige Sichtelement 12 bzw. das zweite plattenförmige Sichtelement
13 angeordnet. Insbesondere sind diese Sichtelemente 12, 13 zumindest bereichsweise
mit dem jeweiligen Mehrscheiben-Isolierglaselement, d.h. dem jeweiligen Versteifungselement
18, verbunden, vorzugsweise verklebt.
[0054] Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsvariante der Haustür 1 wird der Türrahmen
sowohl durch das erste plattenförmige Sichtelement 12 als auch durch das zweite plattenförmige
Sichtelement 13 an der jeweiligen Seite zur Gänze abgedeckt, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich
ist. Es besteht aber auch die Möglichkeit der nur teilweisen Abdeckung bzw. Überdeckung,
wie dies zu Fig. 2 beschrieben und in dieser Fig. 2 gezeigt ist.
[0055] Nach einer anderen Ausführungsvariante der Haustüre kann vorgesehen sein, dass das
erste plattenförmige Sichtelement 12 und das zweite plattenförmige Sichtelement 13
jeweils eine Ausnehmung 26 bzw. einen Durchbruch aufweisen, die die Durchsicht durch
das Türblatt bzw. die Türfüllung 3 ermöglichen, wie dies in Fig. 1 strichliert dargestellt
ist. Die beiden Ausnehmungen 26 sind dabei vorzugsweise gleich groß und befinden sich
auf gleicher Höhe.
[0056] In Fig. 3 sind die beiden Glasscheiben 21, 22 des jeweiligen Mehrscheiben-Isolierglaselementes
gleich groß. Es ist jedoch auch möglich, dass die beiden Glasscheiben des Mehrscheiben-Isolierglaselementes
unterschiedlich groß sind. Weiter können die beiden Mehrscheiben-Isolierglaselemente
der Haustür 1 nach Fig. 3 an sich unterschiedlich groß sein.
[0057] Die Profile 5 bis 8 des Türrahmens 2 sind vorzugsweise als Hohlkammerprofile ausgebildet.
[0058] Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten der Haustür, wobei
an dieser Stelle bemerkt sei, dass auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten
untereinander möglich sind.
[0059] Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis
des Aufbaus der Haustür diese bzw. deren Bestandteile teilweise unmaßstäblich und/oder
vergrößert und/oder verkleinert dargestellt wurden.
Bezugszeichenaufstellung
[0060]
- 1
- Haustür
- 2
- Türrahmen
- 3
- Türfüllung
- 4
- Türrahmenprofil
- 5
- Profil
- 6
- Profil
- 7
- Profil
- 8
- Profil
- 9
- Beschlag
- 10
- Türgriff
- 11
- Schloss
- 12
- Sichtelement
- 13
- Sichtelement
- 14
- Oberfläche
- 15
- Oberfläche
- 16
- Stirnfläche
- 17
- Stirnfläche
- 18
- Versteifungselement
- 19
- Nut
- 20
- Zwischenraum
- 21
- Glasscheibe
- 22
- Glasscheibe
- 23
- Zwischenraum
- 24
- Zwischenraum
- 25
- Steg
- 26
- Ausnehmung
1. Tür, insbesondere Haustür (1), mit einem Türrahmen (2) und einer Türfüllung (3), wobei
der Türrahmen (2) mehrere Türrahmenprofile (4) umfasst, die miteinander verbunden
sind, wobei weiter die Türfüllung (3) ein erstes und ein zweites plattenförmiges Sichtelement
(12, 13) aufweist, die zumindest teilweise eine äußere Oberfläche der Türfüllung (3)
bilden, sowie mit zumindest einem Versteifungselement (18), dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Versteifungselement (18) durch ein Glaselement gebildet ist, das
zwischen dem ersten und dem zweiten plattenförmigen Sichtelement (12, 13) angeordnet
ist.
2. Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement (18) durch ein Mehrscheiben-Isolierglaselement mit zumindest
zwei voneinander beabstandeten Glasscheiben (21, 22) gebildet ist.
3. Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite plattenförmige Sichtelement (12, 13) jeweils zumindest eine
Ausnehmung (26) aufweisen, die die Durchsicht durch die Türfüllung (3) ermöglichen.
4. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement (18) mit dem Türrahmen (2) verklebt ist.
5. Tür nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Glasscheiben (21, 22) des Mehrscheiben-Isolierglaselementes unterschiedlich
groß sind.
6. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Versteifungselemente (18) angeordnet sind, die jeweils durch ein Mehrscheiben-Isolierglaselement
mit zumindest zwei voneinander beabstandeten Glasscheiben (21, 22) gebildet sind.
7. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Versteifungselement (18) bündig mit dem Türrahmen (2) angeordnet
ist.
8. Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Sichtelement (12, 13) mit dem Versteifungselement (18) verklebt
sind.