| (19) |
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(11) |
EP 2 445 665 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.12.2014 Patentblatt 2014/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.06.2010 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2010/003715 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/149321 (29.12.2010 Gazette 2010/52) |
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| (54) |
STRANGGIESSANLAGE
CONTINUOUS CASTING INSTALLATION
SYSTÈME DE COULÉE CONTINUE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
23.06.2009 DE 102009029890
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.2012 Patentblatt 2012/18 |
| (73) |
Patentinhaber: SMS Siemag Aktiengesellschaft |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- AUSTERMANN, Dirk
40547 Düsseldorf (DE)
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| (74) |
Vertreter: Klüppel, Walter et al |
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Hemmerich & Kollegen
Patentanwälte
Hammerstraße 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 117 404 DE-A1- 2 021 780 JP-A- 7 185 758 US-A- 5 915 460
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EP-A2- 1 754 556 DE-A1- 2 903 540 JP-A- 8 168 858
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stranggießanlage mit einer Strangführung, die mindestens
einen Grundrahmen und eine Anzahl am Grundrahmen lösbar befestigte Strangführungssegmente
umfasst, wobei Befestigungsmittel vorhanden sind, mit denen ein Strangführungssegment
am Grundrahmen befestigt werden kann, wobei die Befestigungsmittel mindestens einen
stiftförmigen Fortsatz umfassen, dessen einer Endbereich mit einem Verbindungselement
verbindbar ist, so dass die Verbindung zwischen dem Grundrahmen und dem Strangführungssegment
herstellbar ist, wobei der stiftförmige Fortsatz über mindestens ein Federmittel in
seine Achsrichtung elastisch beweglich und/oder vorspannbar im Strangführungssegment
befestigt ist und wobei das Verbindungselement zwischen dem Grundrahmen und dem Strangführungssegment
einen Riegel umfasst, der eine Öffnung im stiftförmigen Fortsatz durchsetzt.
[0002] Eine Stranggießanlage dieser Art ist beispielsweise aus der
EP 0 117 404 A1 bekannt. Eine ähnliche Lösung zeigt die
US 5 915 460 A und die
DE 29 03 540 C2. Hier wird eine Vorrichtung zur Befestigung der die Führungsrollen einer Bogenstranggießanlage
enthaltenden Strangführungssegmente mit dem Grundrahmen der Stranggießanlage mittels
Befestigungsbolzen beschrieben. Die Befestigungsbolzen bestehen aus im Grundrahmen
längsbeweglich geführten Zugstangen, deren Zugstangenköpfe mittels Riegelbolzen mit
stegförmigen Teilen eines Strangführungssegmentes verriegelbar sind.
[0004] Bei den vorbekannten Lösungen zur Segmentbefestigung ist - sofern eine Bolzen/Keil-Befestigung
vorgesehen ist - die Bolzen-Keil-Verbindung zur Fixierung eines Segments am Grundrahmen
im Segmentträger angeordnet. Dabei kann eine hydraulische Spannmutter in das Verbindungselement
integriert sein, um eine Spannkraft zu erzeugen. Möglich ist auch der Einsatz einer
Klemmvorrichtung mit Federpaket zur Erzeugung der Spannkraft. Eine andere Lösung stellt
auf den Einsatz von Schwenkschrauben ab.
[0005] Durch die Lage in den Segmentträgern ist bei den vorbekannten Lösungen eine relativ
starke Verschmutzung der Befestigungselemente für das Segment am Grundrahmen durch
Sinter, durch aggressives Spritzkühlwasser und ähnliche Umgebungsbedingungen zu beobachten.
Dies führt häufig zu schnellerer Abnutzung und damit zu einem Funktionsausfall. Die
Wartung kann nur bei Maschinenstillstand durchgeführt werden. Die erhöhte Wechselzeit
eines Segments, die auftritt, wenn es zu Störungen kommt, bzw. längere Maschinenstillstandszeiten
im Falle von Reparaturen verringern unmittelbar die Verfügbarkeit der Anlage. Demgemäß
sind der erforderliche hohe Wartungsaufwand und die verringerte Anlagenverfügbarkeit
nachteilig. Auch bei ggf. zum Einsatz kommenden Hydraulikmuttern gilt das Vorgesagte
in gleicher Weise. Zusätzlich können hier Probleme durch Ölleckagen auftreten, da
zur Erzeugung der Klemmkraft das System ständig unter Druck steht.
[0006] Nachteilig ist ferner, dass die Nachrüstbarkeit oftmals nicht gegeben ist, weil sie
nur im Rahmen größerer Umbauarbeiten mit entsprechend langen Umbauzeiten realisierbar
ist. Der damit verbundene höhere Produktionsausfall führt zu entsprechenden wirtschaftlichen
Nachteilen.
[0007] Schließlich ist auch die Lasteinleitung beim Einsatz von Schwenkschrauben-Verbindungen
im Auflagepunkt nicht optimal. Die dadurch entstehenden Momente müssen durch verstärkte
Rahmen-Konstruktionen abgefangen werden. Um die Momente nicht zu groß werden zu lassen,
wurde die Lage der Segmentauflage von unterhalb der Rollenlager in die Seitenrahmen
verlegt. Dies hat allerdings zur Folge, dass die Segmente breiter bauen.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Stranggießanlage der eingangs
genannten Art so fortzubilden, dass ein verbessertes System zum Lösen der Befestigungen
von Strangführungssegmenten entsteht, welches sowohl die Nachrüstbarkeit ermöglicht,
was bislang nicht mit vertretbarem Aufwand möglich ist, als auch den Wartungsaufwand
vermindert und die Anlagenverfügbarkeit erhöht. Schließlich soll ein verbesserter
Schutz der Befestigungsmittel, mit denen die Strangführungssegmente am Grundrahmen
befestigt sind, erreicht werden, namentlich ein besserer Schutz vor den aggressiven
Umgebungsbedingungen in der Stranggießanlage.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass der
Riegel eine unter einem Winkel zur Längsachse des stiftförmigen Fortsatzes verlaufende
Anlagefläche umfasst, die an einer korrespondierenden Anlagefläche in der Öffnung
im stiftförmigen Fortsatz anliegt, wobei der Winkel zwischen der Anlagefläche und
der Längsachse zwischen 70° und 88° beträgt.
[0010] Demnach ist vorgesehen, dass das stiftförmige Element, an dessen einem Ende die Verbindung
zum Grundrahmen hergestellt ist, im Strangführungssegment angeordnet ist, und zwar
so, dass es in Richtung seiner Längsachse (zumindest in eine Richtung) elastisch vorgespannt
werden kann. Diese Vorspannkraft kann genutzt werden, um das Strangführungssegment
mit dem Grundrahmen zu verspannen.
[0011] Eine Fortbildung sieht vor, dass die elastische Beweglichkeit und/oder Vorspannbarkeit
in nur einer Achsrichtung des stiftförmigen Fortsatzes ausgebildet ist.
[0012] Das Federmittel umfasst bevorzugt eine Anzahl im Paket angeordneter Tellerfedern.
[0013] Der Riegel kann ferner im Querschnitt eine rechteckige Form aufweisen. Er kann die
Öffnung im stiftförmigen Fortsatz senkrecht zur Längsachse des stiftförmigen Elements
durchsetzen.
[0014] Eine alternative Ausgestaltung sieht vor, dass das Verbindungselement zwischen dem
Grundrahmen und dem Strangführungssegment eine Mutter umfasst, die auf einen Gewindeabschnitt
am Ende des stiftförmigen Fortsatzes aufgeschraubt ist, wobei die Mutter am Grundrahmen
eine Anlagefläche hat.
[0015] Der stiftförmige Fortsatz kann an seinem dem Verbindungselement zugewandten Ende
einen größeren Durchmesser aufweisen als im restlichen Bereich.
[0016] Zwecks stabiler Befestigung des Strangführungssegments am Grundrahmen ist vorgesehen,
dass bevorzugt jedes Strangführungssegment mit vier stiftförmigen Fortsätzen am Grundrahmen
befestigt ist.
[0017] Eine besonders bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass im Strangführungssegment
Bewegungsmittel angeordnet sind, mit denen auf ein axiales Ende des stiftförmigen
Fortsatzes eine gegen die Federmittel wirkende Kraft ausgeübt werden kann. Diese Bewegungsmittel
sind bevorzugt als Hydraulikzylinder ausgeführt und umfassen einen Kolben, der auf
eine axial endseitige Anlagefläche des stiftförmigen Fortsatzes drücken kann. Damit
kann erreicht werden, dass zum Spannen der Befestigungsmittel die Federmittel mittels
der Bewegungsmittel gespannt werden, bis der Befestigungsriegel eingesetzt ist. Nach
dem Entlasten der Bewegungsmittel entsteht die Vorspannkraft im Federelement.
[0018] Bevorzugt ist die Ausführung der Befestigungsmittel in der Ausführung mit Bolzen
und Keil (Riegel). Es sind aber auch andere Befestigungskonzepte möglich, wie z. B.
- wie erwähnt - Bolzen mit Gewinde und Mutter (die Mutter wird dabei bei aktivierten
Bewegungsmitteln handfest angezogen und dann durch Kraftabbau der Bewegungsmittel
die Spannkraft der Federmittel aufgebaut).
[0019] In vorteilhafter Weise kann das Befestigungssystem für das Strangführungssegment
am Grundrahmen wesentlich verbessert werden, wobei insbesondere eine verbesserte Bedienerfreundlichkeit
und eine verkürzte Segmentwechselzeit erreicht werden. Ferner reduziert sich der Wartungsaufwand,
und die Maschinenverfügbarkeit erhöht sich entsprechend.
[0020] Die Wartung der vorgeschlagenen Vorrichtung kann durch den Einbauort im Segment hauptzeitparallel
(also ohne Verringerung der Maschinenverfügbarkeit) durchgeführt werden.
[0021] Der Wartungsaufwand für die vorgeschlagenen Befestigungsmittel ist geringer, weil
diese Mittel in einem geschützten Einbauraum untergebracht werden können. Die Verschmutzungen
der Umgebung können daher die Befestigungsmittel nicht so leicht erreichen. Des weiteren
ist die Wartung der Befestigungsmittel in der Segmentwerkstatt möglich und damit sehr
viel einfacher als an der Anlage.
[0022] Die Nachrüstbarkeit einer Stranggießanlage, insbesondere beim Einsatz von Bolzen/Keil-Verbindungen,
ist durch die vorgeschlagene Ausgestaltung mit viel geringerem Aufwand durchführbar,
als dies bei den vorbekannten Lösungen der Fall ist. Daher sind entsprechend geringere
Maschinenstillstandszeiten erreichbar, was den Produktionsausfall reduziert. Beim
Umbau von Stranggießanlagen werden die Strangführungssegmente häufig erneuert, weil
z. B. die Rollen von ungeteilter auf geteilte Bauart umgebaut werden oder weil die
Segmentlebensdauer überschritten ist. Der Einbau der erfindungsgemäß vorgeschlagenen
Elemente in die neuen Segmente ist ohne zusätzlichen Montageaufwand und dadurch innerhalb
kurzer Umbauzeit realisierbar. Der Einbau der vorbekannten Lösungen ist dem gegenüber
sehr aufwändig. Die Segmentträger müssen demontiert und maschinell bearbeitet werden.
Abgesehen von dem Aufwand, der dafür erforderlich ist, erhöht sich die Maschinenstillstandszeit
während des Umbaus beträchtlich. Die Kosten für den damit verbundenen höheren Produktionsausfall
stehen dazu in keinem Verhältnis.
[0023] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Teil des Gießbogens einer Stranggießanlage, bei dem an einem Grundrahmen ein
Strangführungssegment mittels Befestigungsmitteln befestigt ist, und
- Fig. 2
- das Befestigungsmittel der Anordnung gemäß Fig. 1 in der Ansicht A gemäß Fig. 1.
[0024] In Fig. 1 ist ein Teil einer Stranggießanlage zu sehen, und zwar ein Teil des Gießbogens,
durch den der stranggegossene Metallstrang von der Vertikalen in die Horizontale umgelenkt
wird. Dabei ist ein nur schematisch angedeuteter Grundrahmen 1 vorhanden, an dem eine
Anzahl Strangführungssegmente 2 befestigt sind, von denen in Fig. 1 nur eines zu sehen
ist. Die Gießrichtung des Strangs ist mit F angegeben.
[0025] Die Strangführungssegmente 2 sind am Grundrahmen 1 lösbar angeordnet. Hierfür sind
Befestigungsmittel 3 vorgesehen. Diese legen (im festgelegten Zustand des Strangführungssegments
2 am Grundrahmen 1) das Segment am Grundrahmen fest. Hierbei wird das Strangführungssegment
2 an einer Segmentauflage 14 (s. Fig. 2) des Grundrahmens 1 angepresst, wie sich aus
den nachfolgenden Ausführungen ergibt.
[0026] Wie die Befestigungsmittel 3 ausgebildet sind, geht am besten aus Fig. 2 hervor.
Die Befestigungsmittel 3 weisen einen stiftförmigen Fortsatz 4 auf, der eine Längsachse
L hat. Der eine Endbereich des stiftförmigen Fortsatzes 4 in Form eines zylindrischen
Wellenabschnitts ist mit einem Verbindungselement 5 in Form eines Riegels 7 verbindbar.
Damit ist es möglich, die Verbindung zwischen dem Grundrahmen 1 und dem Strangführungssegment
2 herzustellen.
[0027] Wie in der Zusammenschau der Figuren 1 und 2 gesehen werden kann, ist der Verbund
zwischen Grundrahmen 1 und Strangführungssegment 2 gegeben, wenn der Riegel 7 quer
zur Längsachse L des stiftförmigen Fortsatzes 4 durch eine schlitzförmige Öffnung
8 im stiftförmigen Fortsatz 4 geschoben wird. Die Öffnung 8 hat an der unteren Seite
eine Anlagefläche 10, die unter einem Winkel α zur Längsachse L angeordnet ist, der
im Ausführungsbeispiel im Bereich von ca. 83° liegt, bevorzugt in einem Bereich zwischen
80° und 86°.
[0028] Der Riegel 7 hat eine Anlagefläche 9, die zur Anlagefläche 10 in der Öffnung 8 korrespondiert,
d. h. es liegt eine Keilpaarung zwischen dem stiftförmigen Fortsatz 4 und dem Riegel
7 vor.
[0029] Wesentlich ist, dass der stiftförmige Fortsatz 4 über ein Federmittel 6 in seine
Achsrichtung L elastisch beweglich und/oder vorspannbar im Strangführungssegment 2
befestigt ist. Das Strangführungssegment 2 kann damit in vereinfachter Weise montiert
bzw. demontiert und gewartet werden, wobei sich ferner die oben erläuterten Vorteile
ergeben.
[0030] Dabei besteht das Federmittel 6 aus Tellerfedern 6', 6", 6"', ... die im Paket angeordnet
sind, um in bekannter Weise eine gewünschte Federkonstante zu realisieren.
[0031] Wie in Fig. 1 gesehen werden kann, ist oberhalb des stiftförmigen Fortsatzes 4 ein
Bewegungsmittel 11 in Form eines Hydraulikzylinders angeordnet. Das Bewegungsmittel
11 weist im Ausführungsbeispiel einen Kolben 12 auf, der relativ zum stiftförmigen
Fortsatz 4 so angeordnet ist, dass er bei der Beaufschlagung des Bewegungsmittels
11 mit Hydraulikfluid auf eine axial endseitige Anlagefläche 13 des stiftförmigen
Fortsatzes 4 presst.
[0032] Hierdurch kann der stiftförmige Fortsatz 4 in Richtung seiner Längsachse L gegen
die Federmittel 6 - in Fig. 1 nach unten - gedrückt werden. In dieser beaufschlagten
Position kann in einfacher Weise und ohne Aufbringung großer Montagekräfte der Riegel
7 in die Öffnung 8 des stiftförmigen Fortsatzes 4 eingeschoben werden, bis die in
Fig. 2 skizzierte Relativposition zwischen stiftförmigem Fortsatz 4 und Riegel 7 vorliegt.
Der Riegel 7 liegt dann mit seiner Oberseite am Grundrahmen 1 an (s. Fig. 2).
[0033] Dann wird der Hydraulikzylinder 11 druckentlastet, so dass der Kolben 12 in die in
Fig. 1 skizierte Position zurückkehrt, d. h. er hat dann keinen Kontakt mehr mit dem
stiftförmigen Fortsatz 4. Demgemäß wirkt nunmehr das Tellerfederpaket 6', 6", 6"',
... in Richtung der Längsachse L und spannt den stiftförmigen Fortsatz 4 so vor, dass
das Strangführungssegment 2 durch die Federkraft des Federmittels 6 auf den Grundrahmen
1 gepresst wird.
[0034] Zu Wechsel des Strangführungssegments 2 wird Druckfluid den Bewegungsmitteln 11 aufgegeben,
so dass die stiftförmigen Fortsätze 4 in Richtung ihrer Längsachse L gegen die Kraft
der Federmittel 6 verfahren, so dass die Riegel 7 praktisch kraftfrei entnommen werden
können.
[0035] Der stiftförmige Fortsatz 4 hat im unteren Bereich, der mit dem Riegel 7 zusammenwirkt,
einen größeren Durchmesser D als im oberen Bereich, in dem das Federmittel 6 angeordnet
ist. Hier liegt der Durchmesser bei einem geringeren Wert d.
Bezugszeichenliste:
[0036]
- 1
- Grundrahmen
- 2
- Strangführungssegment
- 3
- Befestigungsmittel
- 4
- stiftförmiger Fortsatz
- 5
- Verbindungselement
- 6
- Federmittel
- 6'
- Tellerfeder
- 6"
- Tellerfeder
- 6'"
- Tellerfeder
- 7
- Riegel
- 8
- Öffnung
- 9
- Anlagefläche
- 10
- Anlagefläche
- 11
- Bewegungsmittel (Hydraulikzylinder)
- 12
- Kolben
- 13
- Anlagefläche
- 14
- Segmentauflage
- L
- Längsachse
- α
- Winkel
- D
- Durchmesser
- d
- Durchmesser
- F
- Gießrichtung
1. Stranggießanlage mit einer Strangführung, die mindestens einen Grundrahmen (1) und
eine Anzahl am Grundrahmen (1) lösbar befestigte Strangführungssegmente (2) umfasst,
wobei Befestigungsmittel (3) vorhanden sind, mit denen ein Strangführungssegment (2)
am Grundrahmen (1) befestigt werden kann, wobei die Befestigungsmittel (3) mindestens
einen stiftförmigen Fortsatz (4) umfassen, dessen einer Endbereich mit einem Verbindungselement
(5) verbindbar ist, so dass die Verbindung zwischen dem Grundrahmen (1) und dem Strangführungssegment
(2) herstellbar ist, wobei der stiftförmige Fortsatz (4) über mindestens ein Federmittel
(6) in seine Achsrichtung (L) elastisch beweglich und/oder vorspannbar im Strangführungssegment
(2) befestigt ist und wobei das Verbindungselement (5) zwischen dem Grundrahmen (1)
und dem Strangführungssegment (2) einen Riegel (7) umfasst, der eine Öffnung (8) im
stiftförmigen Fortsatz (4) durchsetzt,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riegel (7) eine unter einem Winkel (α) zur Längsachse (L) des stiftförmigen Fortsatzes
(4) verlaufende Anlagefläche (9) umfasst, die an einer korrespondierenden Anlagefläche
(10) in der Öffnung (8) im stiftförmigen Fortsatz (4) anliegt, wobei der Winkel (α)
zwischen der Anlagefläche (9) und der Längsachse (L) zwischen 70° und 88° beträgt.
2. Stranggießanlage nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die elastische Beweglichkeit und/oder Vorspannbarkeit in nur einer Achsrichtung (L)
des stiftförmigen Fortsatzes (4) ausgebildet ist.
3. Stranggießanlage nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federmittel (6) eine Anzahl im Paket angeordneter Tellerfedern (6', 6", 6"')
umfasst.
4. Stranggießanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riegel (7) im Querschnitt eine rechteckige Form aufweist.
5. Walzvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Riegel (7) die Öffnung (8) im stiftförmigen Fortsatz (4) senkrecht zur Längsachse
(L) des stiftförmigen Elements (4) durchsetzt.
6. Stranggießanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der stiftförmige Fortsatz (4) an seinem dem Verbindungselement (5) zugewandten Ende
einen größeren Durchmesser (D) aufweist als im restlichen Bereich (d).
7. Stranggießanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass jedes Strangführungssegment (2) mit vier stiftförmigen Fortsätzen (4) am Grundrahmen
(1) befestigt ist.
8. Stranggießanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Strangführungssegment (2) Bewegungsmittel (11) angeordnet sind, mit denen auf
ein axiales Ende des stiftförmigen Fortsatzes (4) eine gegen die Federmittel (6) wirkende
Kraft ausgeübt werden kann.
9. Stranggießanlage nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bewegungsmittel (11) als Hydraulikzylinder ausgeführt sind und einen Kolben (12)
umfassen, der auf eine axial endseitige Anlagefläche (13) des stiftförmigen Fortsatzes
(4) drücken kann.
1. Continuous casting plant with a strip guide, which comprises at least one base frame
(1) and a plurality of strip guide segments (2) detachably fastened to the base frame
(1), wherein fastening means (3) by which a strip guide segment (2) can be fastened
to the base frame (1) are present, wherein the fastening means (3) comprise at least
one pin-shaped projection (4), one end region of which is connectible with a connecting
element (5) so that the connection between the base frame (1) and the strip guide
segment (2) is producible, wherein the pin-shaped projection (4) is fastened in the
strip guide segment (2) by way of at least one spring means (6) to be resiliently
movable in its axial direction (L) and/or to be able to be biased and wherein the
connecting element (5) comprises a locking bar (7), which penetrates an opening (8)
in the pin-shaped projection (4), between the base frame (1) and the strip guide segment
(2),
characterised in that
the locking bar (7) has a support surface (9), which extends at an angle (α) to the
longitudinal axis (L) of the pin-shaped projection (4) and which bears against a corresponding
support surface (10) in the opening (8) in the pin-shaped projection (4), wherein
the angle (α) between the support surface (9) and the longitudinal axis (L) is between
70° and 88°.
2. Continuous casting plant according to claim 1, characterised in that the resilient movability and/or capability of biasing is formed in only one axial
direction (L) of the pin-shaped projection (4).
3. Continuous casting plant according to claim 1 or 2, characterised in that the spring means (6) comprises a plurality of plate springs (6', 6", 6"') in packet
arrangement.
4. Continuous casting plant according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the locking bar (7) has a rectangular shape in cross-section.
5. Rolling device according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the locking bar (7) penetrates the opening (8) in the pin-shaped projection (4) perpendicularly
to the longitudinal axis (L) of the pin-shaped element (4).
6. Continuous casting plant according to any one of claims 1 to 5, characterised in that the pin-shaped projection (4) has at its end facing the connecting element (5) a
greater diameter (D) than in the remaining region (d).
7. Continuous casting plant according to any one of claims 1 to 6, characterised in that each strip guide segment (2) is fastened to the base frame (1) by four pin-shaped
projections (4).
8. Continuous casting plant according to any one of claims 1 to 7, characterised in that movement means (11) by which a force opposing the spring means (6) can be exerted
upon an axial end of the pin-shaped projection (4) are arranged in the strip guide
segment (2).
9. Continuous casting plant according to claim 8, characterised in that the movement means (11) are constructed as hydraulic cylinders and comprise a piston
(12) which can press on an axial end-face contact surface (13) of the pin-shaped projection
(4).
1. Installation de coulée continue comprenant un guidage pour la barre de coulée continue,
qui comprend au moins un cadre de base (1) et plusieurs segments de guidage (2) pour
la barre de coulée continue, fixés de manière amovible au cadre de base (1), des moyens
de fixation (3) étant présents, avec lesquels un segment de guidage (2) pour la barre
de coulée continue peut être fixé au cadre de base (1), les moyens de fixation (3)
comprenant au moins un prolongement (4) en forme de broche, dont une zone terminale
peut être reliée à un élément de liaison (5), si bien que l'on peut obtenir la liaison
entre le cadre de base (1) et le segment de guidage (2) pour la barre de coulée continue,
dans laquelle le prolongement (4) en forme de broche est fixé dans le segment de guidage
(2) pour la barre de coulée continue, d'une manière telle qu'il peut être mis en état
de précontrainte et/ou il peut se déplacer élastiquement dans sa direction axiale
(L) via au moins un moyen faisant ressort (6), et dans laquelle l'élément de liaison
(5) comprend, entre le cadre de base (1) et le segment de guidage (2) pour la barre
de coulée continue, un verrou (7) qui traverse une ouverture (8) pratiquée dans le
prolongement (4) en forme de broche, caractérisée en ce que le verrou (7) comprend une surface d'appui (9) s'étendant en formant un angle (α)
par rapport à l'axe longitudinal (L) du prolongement (4) en forme de broche, qui vient
se disposer contre une surface d'appui correspondante (10) dans l'ouverture (8) pratiquée
dans le prolongement (4) en forme de broche, l'angle (α) formé entre la surface d'appui
(9) et l'axe longitudinal (L) s'élevant entre 70° et 88°.
2. Installation de coulée continue selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'on obtient la mobilité élastique et/ou la capacité de mise en état de précontrainte
uniquement dans une direction axiale (L) du prolongement (4) en forme de broche.
3. Installation de coulée continue selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le moyen faisant ressort (6) comprend plusieurs ressorts à disques disposés en un
paquet (6', 6", 6"').
4. Installation de coulée continue selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que le verrou (7) présente en section transversale, une forme rectangulaire.
5. Installation de coulée continue selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que le verrou (7) traverse l'ouverture (8) pratiquée dans le prolongement (4) en forme
de broche perpendiculairement par rapport à l'axe longitudinal (L) de l'élément (4)
en forme de broche.
6. Installation de coulée continue selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le prolongement (4) en forme de broche présente, à son extrémité tournée vers l'élément
de liaison (5), un diamètre (D) supérieur à celui de la zone restante (d).
7. Installation de coulée continue selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que chaque segment de guidage (2) pour la barre de coulée continue est fixé au cadre
de base (1) avec quatre prolongements (4) en forme de broche.
8. Installation de coulée continue selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que des moyens de mise en mouvement (11) sont disposés dans le segment de guidage (2)
pour la barre de coulée continue, avec lesquels on peut exercer, sur une extrémité
axiale du prolongement (4) en forme de broche, une force qui agit à l'encontre du
moyen faisant ressort (6).
9. Installation de coulée continue selon la revendication 8, caractérisée en ce que les moyens de mise en mouvement (11) sont réalisés sous la forme de cylindres hydrauliques
et comprennent un piston (12) qui peut exercer une pression sur une surface d'appui
terminale axiale (13) du prolongement (4) en forme de broche.


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