[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befüllen eines flexiblen Transportbehälters
mit blattförmigen Wertscheinen, mit einer Zuführeinheit, die die blattförmigen Wertscheine
einzeln und nacheinander einem Flügelrad mit elastischen Flügeln zuführt, wonach jeder
Flügel einen einzelnen Wertschein in einer Drehbewegung weiterführt und der Wertschein
aufgrund seiner Schwerkraft in einen Sammelbereich fällt und dort hochkant auf einer
Bodenplatte aufliegt. Eine derartige Vorrichtung ist aus der
WO 2013/079717 derselben Anmelderin bekannt.
[0002] Zur Aufnahme von Wertscheinen, beispielsweise Banknoten in Geldautomaten, automatischen
Kassensystemen oder automatischen Tresorkassen werden dünnwandige, flexible Transportbehälter,
sogenannte Safebags, eingesetzt, in denen die Wertscheine ähnlich wie in einem Plastikbeutel
aufgenommen werden. Bevor die Wertscheine in den Transportbehälter transportiert werden,
müssen diese gestapelt werden, so dass das Befüllen des Transportbehälters stapelweise
erfolgt. Das Bilden der Stapel von Wertscheinen ist kritisch, denn einerseits muss
der Stapelvorgang relativ schnell erfolgen und andererseits muss die Zuführung von
Wertscheinen zu dem Stapel klar geordnet erfolgen, um ein Durcheinander der Wertscheine
zu vermeiden.
[0003] Gemäß der eingangs erwähnten
WO 2013/079717 wird zur Stapelbildung ein Flügelrad mit elastischen Flügeln verwendet, wobei der
geförderte Wertschein an einer Stapelwand anliegt. Wenn ein Wertscheinstapel gebildet
ist, so wird mit Hilfe einer Abführeinheit der Stapel zur Öffnung des Transportbehälters
gefördert und in ihm verstaut. Zwischen dem Transportbehälter und der Abführeinheit
ist eine Verschlusseinheit in Form einer Jalousievorrichtung angeordnet, die in geschlossenem
Zustand die Stapelwand bildet und im geöffneten Zustand die aufgestapelten Wertscheine
zum Transportbehälter durchlässt.
[0004] In der Praxis hat sich gezeigt, dass bei einer schnellen Zuführung von Wertscheinen
es geschehen kann, dass ein Wertschein verkantet oder nicht lagerichtig sich an den
vorherigen Wertschein bei der Stapelbildung anlegt. Außerdem können Wertscheine im
lockeren Verbund des Stapels bei der Transportbewegung zum Transportbehälter verkanten
oder Lageänderungen erfahren.
[0005] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Befüllen
eines dünnwandigen Transportbehälters mit Wertscheinen anzugeben, mit deren bzw. dessen
Hilfe ein schnelles Stapeln von Wertscheinen zuverlässig möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie
durch ein Verfahren mit den Merkmalen des unabhängigen Verfahrensanspruchs gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0007] Bei der Vorrichtung nach der Erfindung weist die Abführeinheit ein mit ihr verbundenes,
elastisches Führungselement auf, das den vom Flügel des Flügelrads zugeführten und
vertikal nach unten fallenden Wertschein nach unten zur Bodenplatte führt. Auf diese
Weise erfolgt einerseits eine Führung des dem Stapel zugeführten Wertscheins durch
den elastischen Flügel des Flügelrads im oberen Bereich des Wertscheins und zusätzlich
eine Führung durch das elastische Führungselement im unteren Bereich des Wertscheins.
Auf diese Weise ist eine Verlagerung oder ein Verkippen des zugeführten Wertscheins
infolge der verbesserten Führung nicht möglich. Das Stapeln von Wertscheinen wird
dadurch auch bei einer schnellen Zuführung von Wertscheinen zuverlässig und ordnungsgemäß
erledigt. Die Elastizität von Flügel und Führungselement ist so gewählt, dass die
auf den Wertschein wirkenden Reibungskräfte deutlich kleiner sind als die Gewichtskraft
des Wertscheins. Dadurch wird verhindert, dass beim Weiterdrehen des Flügelrads die
Hochkantlage des Wertscheins auf der Bodenplatte nicht verändert wird, auch dann nicht,
wenn der Flügel bei seiner Weiterdrehung den Wertschein gegen den bereits vorhandenen
Stapel drückt. In ähnlicher Weise verändert auch das elastische Führungselement an
der Abführeinheit die Lage des Wertscheins nicht, sondern bildet lediglich eine Führung
beim Herunterfallen des Wertscheins aufgrund seiner Schwerkraft. Auf diese Weise entsteht
im Sammelbereich ein geordneter Stapel von Wertscheinen, der von der Abführeinheit
in den Transportbehälter verschoben werden kann.
[0008] Wenn die Abführeinheit den Stapel an Wertscheinen im geöffneten Zustand der Verschlusseinheit
zur Öffnung des Transportbehälters fördert, so drückt das an der Abführeinheit befestigte
Führungselement aufgrund seiner Elastizität sanft gegen den letzten Wertschein des
Stapels, so dass dieser Stapel aus einem lockeren Zustand in einen etwas dichteren
Zustand gelangt, in welchem er leichter verschiebbar ist und seine geometrische Form
beibehält. Auf diese Weise ist die Zuverlässigkeit beim Transport des Stapels weiter
verbessert.
[0009] Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst das Flügelrad in axialer Richtung gesehen
voneinander beabstandete Teilflügelräder, deren Flügel in axialer Richtung gesehen
miteinander fluchten. Die Aufteilung in Teilflügelräder ermöglicht eine weitere Verringerung
der auf den Wertschein ausgeübten Reibungskraft, ohne dass hierbei die Funktion der
Führung beeinträchtigt wird.
[0010] Vorteilhaft ist es, wenn das elastische Führungselement in axialer Richtung gesehen
Führungsfinger umfasst, die voneinander beabstandet sind und den Zwischenräumen zwischen
den Teilflügelrädern gegenüberliegend angeordnet sind. Durch das Aufteilen in Führungsfinger
wird die auf den Wertschein wirkende Reibungskraft weiter verringert, ohne dass die
Funktion der Führung beeinträchtigt wird. Aufgrund der Anordnung im Bereich zwischen
den Teilflügelrädern wird die Führung der Wertscheine entlang der Flügel und entlang
der Führungsfinger in einem kombinatorischen Führungseffekt verbessert.
[0011] Vorteilhaft ist es, wenn das Führungselement bzw. die Führungsfinger vom Wertscheinstapel
her gesehen konvex gebogen sind. Hierdurch werden die auf die Wertscheine wirkenden
Reibungskräfte weiter verringert, ohne die Führungsfunktion einzuschränken.
[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Verfahren zum Befüllen eines Transportbehälters
mit Wertscheinen angegeben. Bei diesem Verfahren werden die Wertscheine von einer
Zuführeinheit über ein Flügelrad zu einem Sammelbereich geführt und fallen dort aufgrund
ihrer Schwerkraft vertikal nach unten und liegen hochkant auf einer Bodenplatte auf.
Bei diesem Herunterfallen werden die Wertscheine entlang einem elastischen Führungselement
geführt, welches an der Abführeinheit befestigt ist. Diese Abführeinheit fördert einen
aus Wertscheinen gebildeten Stapel in geöffnetem Zustand der Verschlusseinheit zur
Öffnung des dünnwandigen, flexiblen Transportbehälters, wobei das elastische Führungselement
gegen den obersten Wertschein des Stapels drückt.
[0013] Gemäß diesem Verfahren erfolgt ein zuverlässiges und sicheres Stapeln von Wertscheinen
auch bei einer schnellen Zuführung von Wertscheinen. Außerdem wird eine kompakte Form
des Wertscheinstapels erreicht, was bei der Förderung des Stapels in den Transportbehälter
durch die Abführeinheit vorteilhaft ist.
[0014] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung,
die die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in Zusammenhang mit den beigefügten
Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum Zuführen von Wertscheinen zu einem
Transport-behälter,
- Figur 2
- eine perspektivische Ansicht des Flügelrades und der Abführeinheit,
- Figur 3
- eine schematische Darstellung der Vorrichtung nach Figur 1 in einem ersten Betriebszustand,
- Figur 4
- eine schematische Darstellung der Vorrichtung in einem zweiten Betriebszustand, bei
dem ein Stapel von Wertscheinen in den Transportbehälter transportiert wird, und
- Figur 5
- eine schematische Darstellung der Vorrichtung in einem dritten Betriebszustand, bei
dem die Abführeinheit zurückgezogen wird, um den ersten Betriebszustand zu erreichen.
[0015] Figur 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung 10 zum Zuführen von
Wertscheinen 12 zu einem dünnwandigen, flexiblen Transportbehälter 14. Bei diesem
nur skizzierten Transportbehälter 14 handelt es sich zum Beispiel um eine dünne Plastiktüte,
in der die Wertscheine 12 für den späteren Weitertransport aufgenommen werden. Eine
solche Plastiktüte zur Aufnahme von Wertscheinen 12 wird häufig auch als Safebag bezeichnet.
[0016] Die Wertscheine 12 werden in Richtung P1 über eine Zuführeinheit 16 entlang Förderschienen
18, 20 durch Transport-Rollenpaare 22, 24, 26 gefördert. Ein Flügelrad 28 mit mehreren
Flügeln 30 (in diesem Beispiel zwei Flügel 30) fördern die am Ende der Förderschienen
18, 20 ankommenden Wertscheine 12 bei ihrer Drehbewegung in Richtung P3 weiter. Wenn
ein so geförderter Wertschein 12 in den Freiraumbereich 32 gefördert ist, so fällt
er aufgrund seiner Schwerkraft vertikal nach unten, um in einem Sammelbereich 34 gesammelt
zu werden. Der Wertschein 12 liegt in diesem Sammelbereich 34 hochkant auf einer Bodenplatte
36 auf. Der erste Wertschein 12 liegt an einer Stapelwand 38 an, die durch eine Jalousie
der Verschlusseinheit 40 gebildet wird. Die Stapelwand 38 hat einen kleinen Winkel
zur Vertikalen, so dass der Wertschein 12 leicht angelehnt ist. Bei der Weiterdrehung
des Flügelrads 28 führt der Flügel 30 den zugeführten Wertschein dem sich bildenden
Stapel 31 zu und drückt den jeweiligen Wertschein 12 leicht gegen den Stapel 31.
[0017] Eine entlang dem Doppelpfeil P2 bewegbare Abführeinheit 42 hat eine Frontplatte 44,
welches in seinem oberen Bereich ein elastisches und biegsames Führungselement 46
trägt. Dieses Führungselement 46 ist aus Sicht des Stapels 31 konvex gewölbt. Wenn
der Wertschein 12 aufgrund seiner Schwerkraft nach unten zur Bodenplatte 36 fällt,
so wird er durch das Führungselement 46 geführt, so dass sich der Wertschein 12 lagerichtig
an die Stapelwand 38 bzw. an den letzten gestapelten Wertschein 12 anlegt. Somit wird
der Wertschein 12 bei seinem Herunterfallen einerseits durch den Flügel 30 und andererseits
durch das Führungselement 46 geführt.
[0018] Wenn der Stapel 31 von Wertscheinen 12 einen ausreichenden Umfang hat, z.B. 30 Wertscheine,
so fährt die Stapelwand 38 nach dem Prinzip einer Jalousie nach oben, wobei eine Jalousierolle
41 nach oben fährt und eine flexible Bahn, beispielsweise eine Stoffbahn, mit sanftem
Abrollen am ersten Wertschein des Stapels 31 aufrollt. Damit wird eine Öffnung zum
Transportbehälter 14 freigegeben und die Abführeinheit 42 bewegt sich in Figur 1 nach
rechts, um den gebildeten Stapel von Wertscheinen 12 in diesen Transportbehälter 14
zu befördern. Bei dieser Transportbewegung erfüllt das an der Frontplatte 44 befestigte
elastische Führungselement 46 eine weitere Funktion. Die Wertscheine 12 im Stapel
31 sind locker geschichtet; bei der Bewegung der Abführeinheit 42 nach rechts drückt
zunächst das elastische Führungselement 46 gegen diesen Stapel 31 und verdichtet diesen.
Auf diese Weise wird der Stapel 31 in seiner Form stabiler und er wird durch die Frontplatte
44 bei der Weiterbewegung der Abführeinheit 42 zuverlässig dem Transportbehälter 14
zugeführt, ohne dass sich Wertscheine 12 verlagern. Nach dem Verstauen des Stapels
31 in den Transportbehälter 14 wird die Abführeinheit 42 gemäß dem Doppelpfeil P2
nach links in Figur 1 bewegt und es erfolgt eine weitere Bildung von Wertscheinen
12 zu einem weiteren Stapel.
[0019] In den nachfolgenden Figuren werden gleiche Elemente gleich bezeichnet.
[0020] Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Darstellung das Flügelrad 28 mit 5 voneinander
beabstandeten Teilflügelrädern, deren Flügel 30a bis 30e in axialer Richtung gesehen
miteinander fluchten. Sie wirken mit Führungsfingern 46a, 46b, 46c zusammen, die das
elastische Führungselement 46 bilden. In Draufsicht von oben gesehen sind diese Führungsfinger
46a bis 46c so angeordnet, dass sie den Zwischenräumen zwischen den Flügeln 30a bis
30e gegenüber liegen. Auf diese Weise wird durch die Führungsfinger 46a bis 46c und
die Flügel 30a bis 30e verringerte Reibungskraft auf den jeweiligen Wertschein 12
ausgeübt. Die Führungsfinger 46a bis 46c und die Flügel 30a bis 30e sind aus elastischem
Kunststoff, z.B. aus einem Elastomer.
[0021] Die Figuren 3 bis 5 zeigen in einer Prinzipdarstellung das Stapeln der Wertscheine
12 und deren Transport in den Transportbehälter 14. Zum Befüllen mit Wertscheinen
12 wird der Transportbehälter 14, z.B. eine Art Plastiktüte, auf links gedreht, so
dass, solange noch keine Wertscheine 12 in ihm aufgenommen sind, seine Innenseite
nach außen gekehrt und seine Außenseite nach innen gerichtet ist. Der Transportbehälter
14 ist über einen Verschlussrahmen 50 gestülpt, durch den eine Öffnung ausgebildet
wird, durch die die Wertscheine 12 dem Transportbehälter 14 zugeführt werden. Nachdem
der Transportbehälter 14 vollständig mit Wertscheinen 12 befüllt ist, werden gegenüberliegende
Elemente des Verschlussrahmens 50 aufeinander zu bewegt, wodurch die Öffnung des Transportbehälters
14 irreversibel verschlossen wird. Insbesondere sind Rastelemente vorgesehen, die
zum Verschließen des Transportbehälters 14 so ineinander einrasten, dass sie nicht
wieder zerstörungsfrei lösbar sind.
[0022] Wie im Zusammenhang mit Figur 1 bereits erläutert worden ist, werden Wertscheine
12 entlang Führungsschienen 18, 20 dem Flügelrad 28 zugeführt, dessen Flügel die Wertscheine
12 weiterleiten, so dass sie hochkant auf der Bodenplatte 36 aufliegen. Der erste
Wertschein 12 des sich bildenden Stapels 31 liegt an der Jalousie der Verschlusseinheit
40 an, die sich in einer geschlossenen Position befindet. Die Abführeinheit 42 unterstützt
mit ihrem Führungselement 46 die Bildung des Stapels 31. Bei der Stapelbildung drücken
die Flügel den zuletzt zugeführten Wertschein gegen die bereits vorhandenen Wertscheine
12, so dass sich der Stapel 31 im oberen Bereich verdichtet. Im unteren Bereich des
Wertscheins 12 bewirkt die Federkraft des Führungselements 46 eine geordnete Zuführung
des Wertscheins 12 zum sich bildenden Stapel 31 (in der Praxis ist das Führungselement
in der Figur weiter rechts zum Stapel 31 hin angeordnet, was in der schematischen
Zeichnung aus Gründen der besseren Übersicht nicht gezeichnet ist). Die Verschlusseinheit
40 ist in der in Figur 3 gezeigten geschlossenen Position so angeordnet, dass sie
den Stapel 31 in Richtung des Transportbehälters 14 verschließt. Die zugehörige Jalousie
bildet die Stapelwand, an welcher sich der erste Wertschein 12 des Stapels 31 anlehnt.
Wie erwähnt ist die Verschlusseinheit 40 als Jalousie-Vorrichtung ausgebildet, wobei
in der geschlossenen Position die Jalousie weitgehend voll ausgerollt ist.
[0023] Figur 4 zeigt einen zweiten Betriebszustand, bei dem die Jalousie der Verschlusseinheit
40 nach oben aufgerollt ist und somit eine Öffnung im Verschlussrahmen 50 freigibt.
Die Abführeinheit 42 wird in Figur 4 nach rechts bewegt und schiebt dabei, unterstützt
durch das federnde Führungselement 46, den Stapel 31 durch die gebildete Öffnung hindurch
in die Transporteinheit 14, wobei der Stapel 31 gegen die nach außen gestülpte Innenseite
des Transportbehälters 14 drückt und somit diesen schrittweise umstülpt, wobei dessen
Innenseite nach innen zeigt und die Wertscheine 12 kontaktiert.
[0024] Figur 5 zeigt einen dritten Betriebszustand, bei dem die Abführeinheit 42 in Richtung
des angegebenen Pfeils zurückbewegt wird. Beim Umkehren der Bewegungsrichtung der
Abführeinheit 42 federt das Führungselement 48 den durch das Antreiben der Abführeinheit
entstehenden Umkehrdruck ab, so dass der Stapel 31 zuverlässig und lagerichtig im
Transportbehälter verbleibt. In diesem Zustand wird die Jalousie der Verschlusseinheit
40 teilweise abgewickelt, so dass sie sich in einer Rückhalteposition befindet. In
dieser Position wird die Öffnung für die Transportbehälter 14 teilweise verschlossen,
und zwar so weit, dass die Abführeinheit 42 sich in ihre Ausgangsposition zurückziehen
kann. Die in dem Transportbehälter 14 abgelegten Wertscheine 12 werden in dieser Rückhalteposition
zurückgehalten, wodurch eine sichere Ablage der Wertscheine 12 im Transportbehälter
14 möglich ist. Die Abführeinheit 42 bewegt sich weiter zurück, bis sie die Position
gemäß Figur 3 erreicht hat, in der erneut Wertscheine 12 über die Führungsschienen
18, 20 zugeführt und gestapelt werden. Hierzu wird die Jalousie der Verschlusseinheit
40 wieder voll nach unten gelassen, um eine Stapelwand für den zu bildenden Stapel
31 zu bilden.
[0025] Die Vereinzelung der Wertscheine 12, die Zuführung über die Zuführeinheit 16, sowie
der Antrieb des Flügelrads 28, der Abführeinheit 42, der Verschlusseinheit 40 und
des Verschlussrahmens 50 erfolgt mit Hilfe einer Steuerung (nicht dargestellt), die
auch die verschiedenen mechanischen Bewegungen synchronisiert. Ein Beispiel für eine
solche Steuerung sowie weitere Details für die Verschlusseinheit 40 sind in der bereits
erwähnten
WO 2013/079717 A2 beschrieben, deren Offenbarungsgehalt in die vorliegende Patentanmeldung einbezogen
wird.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 10
- Vorrichtung zum Zuführen von Wertscheinen
- 12
- Wertschein
- 14
- Transportbehälter
- P1
- Richtungspfeil
- 16
- Zuführeinheit
- 18, 20
- Förderschienen
- 22, 24, 26
- Transport-Rollenpaare
- 28
- Flügelrad
- 30
- Flügel
- P3
- Richtungspfeil
- 31
- Stapel
- 32
- Freiraumbereich
- 34
- Sammelbereich
- 36
- Bodenplatte
- 38
- Stapelwand
- 40
- Verschlusseinheit
- P2
- Richtungspfeil
- 41
- Jalousierolle
- 42
- Abführeinheit
- 44
- Frontplatte
- 46
- Führungselement
- 46a - 46c
- Führungsfinger
- 50
- Verschlussrahmen
1. Vorrichtung zum Befüllen eines Transportbehälters (14) mit blattförmigen Wertscheinen
(12),
mit einer Zuführeinheit (16), die die blattförmigen Wertscheine (12) einzeln und nacheinander
einem Flügelrad (28) mit elastischen Flügeln (30) zuführt, wobei jeder Flügel (30)
einen Wertschein (12) in einer Drehbewegung weiterführt und der Wertschein (12) aufgrund
seiner Schwerkraft in einen Sammelbereich (34) fällt und dort hochkant auf einer Bodenplatte
(36) aufliegt,
bei der Weiterdrehung des Flügelrads (28) der Flügel (30) den hochkant aufliegenden
Wertschein (12) in Richtung einer Stapelwand (38) führt,
mit einer Verschlusseinheit (40), die in einer geschlossenen Position die Stapelwand
(38) bildet und in einer geöffneten Position aufgestapelte Wertscheine (12) in horizontaler
Richtung zu einer Öffnung des dünnwandigen, flexiblen Transportbehälters (14) durchlässt,
und mit einer Abführeinheit (42), die den Stapel (31) an Wertscheinen (12) im geöffneten
Zustand der Verschlusseinheit (40) zur Öffnung des Transportbehälters (14) fördert,
dadurch gekennzeichnet, dass die Abführeinheit (42) ein an ihr angebrachtes, elastisches Führungselement (46)
aufweist, das die Bewegung des vom Flügel (30) des Flügelrads (28) zugeführten und
vertikal nach unten fallenden Wertscheins (12) begrenzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelrad (28) in axialer Richtung gesehen voneinander beabstandete Teilflügelräder
umfasst, deren Flügel (30a - 30e) in axialer Richtung gesehen miteinander fluchten.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Führungselement (46) in axialer Richtung gesehen Führungsfinger (46a,
46b, 46c) umfasst, die in Draufsicht von oben gesehen den Zwischenräumen zwischen
den Teilflügelrädern gegenüberliegend angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungselement (46) bzw. die Führungsfinger (46a, 46b, 46c) konvex gebogen sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Enden der Flügel (30; 30a - 30e) und der Begrenzung des Führungselements
(46) bzw. der Führungsfinger (46a, 46b, 46c) ein Freiraum (32) besteht, der es gestattet,
dass der geförderte Wertschein (12) aus eigener Schwerkraft nach unten auf die Bodenplatte
(36) fällt.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelrad (28) so angeordnet ist, dass die Enden des jeweiligen Flügels (30;
30a - 30e) den jeweiligen Wertschein (12) in seinem oberen Bereich bei der Weiterdrehung
des Flügelrads (28) gegen die Stapelwand (38) oder gegen den Stapel (31) zugeführten
Wertschein (12) drückt.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Führungselement (46) aus federndem Kunststoff besteht.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flügel (30; 30a - 30e) des Flügelrads (28) aus elastischem Kunststoff bestehen.
9. Verfahren zum Befüllen eines Transportbehälters (14) mit blattförmigen Wertscheinen
(12),
bei dem eine Zuführeinheit (16) die blattförmigen Wertscheine (12) einzeln und nacheinander
einem Flügelrad (28) mit elastischen Flügeln (30) zuführt, wobei jeder Flügel (30)
einen Wertschein (12) in einer Drehbewegung weiterführt und der Wertschein (12) aufgrund
seiner Schwerkraft in einen Sammelbereich (34) fällt und dort hochkant auf einer Bodenplatte
(36) aufliegt,
bei der Weiterdrehung des Flügelrads (28) der Flügel (30) den hochkant aufliegenden
Wertschein (12) in Richtung einer Stapelwand (38) führt,
eine Verschlusseinheit (40), die in einer geschlossenen Position die Stapelwand (38)
bildet, in einer geöffneten Position aufgestapelte Wertscheine (12) in horizontaler
Richtung zu einer Öffnung des dünnwandigen, flexiblen Transportbehälters (14) durchlässt,
eine Abführeinheit (42) den Stapel (31) an Wertscheinen (12) im geöffneten Zustand
der Verschlusseinheit (40) zur Öffnung des Transportbehälters (14) fördert, und bei
dem die Abführeinheit (42) ein an ihr angebrachtes, elastisches Führungselement (46)
aufweist, das die Bewegung des vom Flügel (30) des Flügelrads (28) zugeführten und
vertikal nach unten fallenden Wertscheins (12) begrenzt.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Flügelrad (28) so angeordnet ist, dass die Enden des jeweiligen Flügels (30;
30a - 30e) den jeweiligen Wertschein (12) in seinem oberen Bereich bei der Weiterdrehung
des Flügelrads (28) gegen die Stapelwand (38) oder gegen den Stapel (31) zugeführten
Wertschein (12) drückt.