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EP 2 026 145 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.07.2015 Patentblatt 2015/27 |
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Anmeldetag: 31.07.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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24-Stunden-Anzeige für eine Uhr mit Zeigern
24 hour display for a clock with hands
Affichage 24 heures pour une montre à aiguilles
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
14.08.2007 DE 102007038202
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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18.02.2009 Patentblatt 2009/08 |
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Patentinhaber: Theben AG |
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72401 Haigerloch (DE) |
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Erfinder: |
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- Ulrich, Gerd
72351 Geislingen (DE)
- Renner, Hans
72351 Geislingen (DE)
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Vertreter: Binner, Bernhard et al |
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Neymeyer Patentanwaltskanzlei
Haselweg 20 78052 Villingen-Schwenningen 78052 Villingen-Schwenningen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
CH-A5- 696 946
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DE-C- 513 661
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Uhr mit einem Zeigerwerk, sowie einem mit wenigstens
einem Anzeigefenster versehenen Ziffernblatt.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind viele Ausführungsformen von Uhren, insbesondere mechanischen
Uhren, bekannt, welche zur Anzeige der aktuellen Uhrzeit einen Stundenzeiger und einen
Minutenzeiger aufweisen, welche Bestandteil eines sogenannten Zeigerwerkes sind. Solche
mit einem solchen Zeigerwerk versehenen, auch als Analoguhren bezeichneten Uhren unterscheiden
sich gegenüber Digitaluhren u.a. dadurch, dass hier eine durchgehende 24-Stunden-Anzeige
in der Regel nicht vorgesehen ist. Bei normalen Analoguhren trägt das Zifferblatt
eine 12-Stunden-Einteilung, so dass der Stundenzeiger zur Anzeige der aktuellen Uhrzeit
während eines Tages zweimal umläuft. D.h., durch den Wechsel der Tag- und Nachtzeit
wird beispielsweise um 8 Uhr morgens und um 20 Uhr abends von diesem Stundenzeiger
und entsprechend auch vom Minutenzeiger die gleiche Stellung gegenüber dem Zifferblatt
eingenommen. Dieser Wechsel von Tag und Nacht stellt normalerweise für den Anwender
kein Problem dar, denn es ist in den meisten Fällen klar, ob es vor 12 Uhr mittags
oder nach 12 Uhr mittags ist. Die nachfolgend beschriebene Erfindung bezieht sich
zwar auf einen Spezialfall einer sogenannten 24-Stunden-Zeitschaltuhr, könnte jedoch
auch theoretisch in jeder anderen Uhr mit Zeigerwerk, also einer Analoguhr, Anwendung
finden.
[0003] Bei 24-Stunden-Zeitschaltuhren mit Zeigerwerken ergibt sich das Problem, mit Übereinstimmung
des Zeigerwerks, welches wie oben beschrieben pro Tag mit seinem Stundenzeiger zweimal
umläuft, dass je nach dem Zeitpunkt, zu welchem die Uhr und auch gewisse Schaltzeiten
einzustellen sind, der Bediener nicht stets genau weiß, ob er sich im Vormittags-
oder Nachmittagsmodus befindet. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere bei der Inbetriebnahme
solcher 24-Stunden-Zeitschaltuhren, bei welchen auf einem Trägerring im 24-Stunden-Rhythmus
umlaufende Schaltelemente angeordnet sind, häufig der Fehler gemacht wird, dass beispielsweise
das Zeigerwerk auf 10 Uhr vormittags eingestellt wird, während die Schaltscheibe selbst
mit ihren Schaltelementen auf 22 Uhr steht. Dieser Unterschied ist für den Bediener
häufig nicht gleich erkennbar, so dass es häufig zu diesen Fehleinstellungen der 24-Stunden-Zeitschaltuhr
kommt. Durch eine solche Fehleinstellung dieser 24-Stunden-Zeitschaltuhr werden jedoch
falsche Schaltzeiten eingestellt, so dass eine Zeitschaltuhr beispielsweise eben anstatt
10 Uhr vormittags um 22 Uhr abends einen Schaltvorgang ausgeführt.
[0004] D.h., dass durch eine solche falsche Einstellung der Uhr über deren Zeigerwerk die
Schaltzeitpunkte in nicht korrekterweise Weise um 12 Stunden versetzt eingestellt
sind und dementsprechend auch die Schaltfunktionen um 12 Stunden versetzt ausgeführt
werden. Der Bediener ist jedoch der Auffassung, dass das Zeigerwerk der Zeitschaltuhr
die vermeintlich richtige Uhrzeit anzeigt.
[0005] Aus der
DE 513 661 C ist eine Uhr mit einem Wechselzifferblatt bekannt. Das Wechselzifferblatt weist eine
feststehende Scheibe mit zwölf Ausschnitten auf, durch welche die Zahlen eines unter
der Scheibe beweglich angeordneten Ziffernblattes sichtbar sind. Das Ziffernblatt
ist in zwei unterschiedliche Winkelstellung verstellbar, wobei in der einen Stellung
die Zahlenreihe 1 bis 12 und in der zweiten Stellung die Zahlenreihe 13 bis 0 oder
24 durch die Ausschnitte erkennbar ist. Zur Verstellung des Zifferblattes ist eine
Blattfeder vorgesehen, welche mit dem Ziffernblatt in Eingriff steht. Die Blattfeder
wird dabei über eine Art Kulisse in die eine oder anderer Drehrichtung vorgespannt.
Zur Vorspannung der Blattfeder ist wiederum ein Malteserkreuz vorgesehen, welches
über zwei in Umfangsrichtung hintereinander liegende mit dem Stundenzeiger umlaufende
Zapfen bei jedem Umlauf um 180° gedreht wird. Diese Drehbewegung bewirkt eine Verstellung
der Kulisse, wodurch die Blattfeder vorgespannt wird. Um ein möglichst schlagartige
Drehbewebung des Ziffernblattes zu erreichen, wird diese Drehbewegung des Ziffernblattes
durch einen umlaufenden, mit einem Durchbruch versehenen Ringsteg in Zusammenwirken
mit einem am Ziffernblatt feststehenden Gleitklotz verhindert. Dieser Gleitklotz gleitet
entlang des umlaufenden Ringsteges, bis er in den Bereich des Durchbruches des Ringsteges
gelangt. Mit Erreichen des Durchbruches wird der Gleitklotz freigegeben und bewegt
sich von der Außenseite des Ringsteges nach innen oder bei umgekehrter Vorspannung
der Blattfeder von der Innenseite des Ringsstege nach außen. Auf Grund der Vorspannung
der Blattfeder wird somit mit der Freigabe des am Ziffernblatt feststehend angeordneten
Gleitklotzes auch die Drehung des Ziffernblattes aus seiner einen Winkelstellung in
seine zweite Winkelstellung ermöglicht. Diese bekannte Vorrichtung ist äußerst kompliziert
aufgebaut und unterliegt bei längerer Betriebsdauer einem erhöhten Verschleiß. Außerdem
sind durch die notwendige Vorspannung der Blattfeder auch relativ hohe Antriebskräfte
dieser "Verstellmechanik" notwendig.
[0006] Dementsprechend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Uhr, insbesondere
eine 24-Stunden-Zeitschaltuhr mit Zeigerwerk, mit einer möglichst einfachen und verschleißarmen
mechanischen Wechselanzeige auszustatten, die es dem Benutzer ermöglicht, die korrekte
Vormittags- und Nachmittagsuhrzeit abzulesen.
[0007] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmalskombination des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der 24-Stunden-Zeitschaltuhr ist es möglich,
zumindest in einem Anzeigefenster einen Wechsel der Ziffernanzeige beispielsweise
in der "6-Uhr-Stellung" zwischen der Anzeige 6 und 18 herbeizuführen. Dabei können
auch mehr als nur ein Anzeigefenster vorgesehen sein, beispielsweise in der "3-Uhr-Position",
in der "6-Uhr-Position" sowie in der "9-Uhr-Position". Somit ist durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Zeitschaltuhr ein Anzeigewechsel in diesen Bereichen der Anzeigefenster
zwischen einer 3- und 15-Uhr-Anzeige, einer 6- und 18-Uhr-Anzeige sowie einer 9- und
21-Uhr-Anzeige möglich.
[0009] Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung erhält der Benutzer eine sogenannte AM/PM-Information,
so dass er bei der Einstellung stets Gewissheit hat, ob er eine Vormittagszeit oder
eine Nachmittagszeit einstellt. Damit ist eine Falscheinstellung bzw. eine Einstellung,
welche um 12 Stunden versetzt ist, nahezu ausgeschlossen. Anstatt einer solche Zahleninformation
kann im Anzeigefenster auch beispielsweise eine Buchstabeninformation wie AM, PM oder
NM (Nachmittag) oder VM (Vormittag) angezeigt werden.
[0010] Erfindungsgemäß weist somit die Uhr (Zeitschaltuhr) wenigstens ein Anzeigefenster
auf, unterhalb welchem eine drehbare Stellscheibe vorgesehen ist. Diese Stellscheibe
weist ihrerseits wiederum verschiedene Informationsbereiche auf, welche beispielsweise
mit den genannten Uhrzeiten beschriftet sein können. Diese Stellscheibe kann des Weiteren
auf diese verschiedenen Informationsbereiche eingestellt werden. Hierzu wird erfindungsgemäß
ein Malteserkreuz verwendet, welches durch einen oder mehrere umlaufende Stellzapfen
bei jedem Umlauf des jeweiligen Stellzapfens um jeweils 90° gedreht wird. Wird hier
nur ein Stellzapfen verwendet, so läuft dieser gleichmäßig bzw. gleichförmig mit dem
Stundenzeiger um, so dass ein Wechsel der Anzeige stets um 12 Uhr mittags und um 24
Uhr nachts erfolgt.
[0011] Dabei ist vorgesehen, dass das Malteserkreuz ein exzentrisch zu einer Drehachse angeordnetes
Stellglied antreibt, welches mit der Stellscheibe in Wirkverbindung steht. Die Stellscheibe
wird dabei durch das Stellglied um einen vorbestimmten Drehwinkel gedreht, welcher
der Umfangsbreite der nebeneinanderliegenden Informationsbereiche der Stellscheibe
angepasst ist. Aufgrund der exzentrischen Anordnung des Stellgliedes wird somit die
Stellscheibe zwischen zumindest zwei Positionen hin und her bewegt, so dass zwei nebeneinanderliegende
Informationsbereiche durch das Anzeigefenster nach außen sichtbar nacheinander darstellbar
sind.
[0012] Durch diesen mechanischen Antrieb der Stellscheibe über das Stellglied werden nur
geringe Stellkräfte benötigt, so dass auch nach längerer Betriebsdauer kein erhöhter
Verschleiß auftreten kann. Auch sind die Antriebskräfte für das Malteserkreuz und
die Stellscheibe äußerst gering.
[0013] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den weiteren Unteransprüchen
entnehmbar.
[0014] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachfolgend beispielhaft näher erläutert.
Dabei ist der Erfindungsgegenstand nicht auf die konkrete konstruktive Ausgestaltung
der dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern umfasst jegliche Möglichkeit,
die es einschließt, insbesondere bei drei vorgesehenen Ansichtsfenstern einen Anzeigewechsel
zwischen Vormittags-Uhrzeiten und Nachmittags-Uhrzeiten zu ermöglichen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Trägerplatte sowie einer Lagerscheibe
zusammen mit einem Malteserkreuz;
- Fig. 2
- eine Schaltwelle mit einem Stellglied zur Betätigung des Malteserkreuzes aus Fig.
1 sowie ein mit der Schaltwelle koppelbares Zeigerelement, welches eine als Stundenzeiger
dienende Pfeilmarkierung aufweist sowie eine Stellscheibe, welche mit einem Stellglied
des Malteserkreuzes aus Fig. 1 in Wirkverbindung bringbar ist;
- Fig. 3
- die Bauteile aus den Fig. 1 und 2 im montierten Zustand, wobei in Fig. 3 schematisch
das Zeigerwerk einer 24-Stunden-Zeitschaltuhr erkennbar ist;
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die 24-Stunden-Zeitschaltuhr aus Fig. 3 mit aufgesetzter Stellscheibe
in einer ersten Winkelposition der Stellscheibe;
- Fig. 5
- die Darstellung aus Fig. 4 mit einer um einen vorbestimmten Drehwinkel gedrehten Stellscheibe
bei um 90° gedrehtem Malteserkreuz;
- Fig. 6
- das Oberteil einer 24-Stunden-Zeitschaltuhr mit aufgesetztem Zifferblatt sowie angesetzten
Schaltelementen in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die 24-Stunden-Zeitschaltuhr aus Fig. 6;
- Fig. 8
- einen Vertikalschnitt durch die Schaltscheibe sowie einen Teil des Räderwerkes der
Zeitschaltuhr aus den vorangegangenen Figuren;
- Fig. 9
- eine prinzipielle Darstellung einer weiteren Antriebsmöglichkeit des Malteserkreuzes
aus den vorangegangenen Figuren mit zwei Stellzapfen;
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf ein Malteserkreuz und ein Stellglied, welche über ein Zahnradgetriebe
miteinander drehbar gekoppelt sind.
[0015] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Trägerplatte 1, welche
zur drehbaren Lagerung von Zeigerelementen einen inneren Führungszylinder 2 aufweist.
Dieser Führungszylinder 2 bildet eine zentrale Durchgangsbohrung 3, welche, wie dies
aus dem Stand der Technik bekannt ist, die beiden Antriebswellen bzw. Lagerwellen
sowohl des Stundenzeigers als auch eines Minutenzeigers drehbar aufnimmt.
[0016] Im Umgebungsbereich dieses Führungszylinders 2 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
ein nach oben vorstehender und in radialem Abstand zum Führungszylinder 2 angeordneter
Ringsteg 4 vorgesehen, welcher innenseitig mit mehreren Rastvertiefungen 5, 6 und
7 versehen ist. Des Weiteren weist dieser Ringsteg 4 einen axial vorstehenden Lagerzapfen
8 auf, welcher zur drehbaren Lagerung eines sogenannten Malteserkreuzes 9 dient. Beim
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist dieses Malteserkreuz 9 mit einer Lagerbohrung
10 versehen, über welche das Malteserkreuz 9 auf dem Lagerzapfen 8 drehbar aufsetzbar
ist. Diese Lagerbohrung 10 ist dabei symmetrisch zum Malteserkreuz 9 angeordnet.
[0017] Des Weiteren ist dieses Malteserkreuz 9 beim vorliegenden Ausführungsbeispiel mit
einem scheibenförmigen Stellglied 11 versehen, welches beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine kreisrunde Grundfläche aufweist und exzentrisch zur Lagerbohrung 10 feststehend
am Malteserkreuz 9 angeordnet ist. D.h., dass sich das Stellglied 11 bei Drehung des
Malteserkreuzes 9 in Richtung des Pfeiles 12 auf einer Kreisbahn 13 um die Lagerbohrung
10 des Malteserkreuzes 9 herum bewegt. Anstatt einer solchen scheibenförmigen Ausgestaltung
kann das Stellglied auch zapfenförmig ausgebildet sein.
[0018] Des Weiteren ist aus Fig. 1 ersichtlich, dass der Trägerplatte 1 mit ihrem Ringsteg
4 eine Lagerscheibe 14 zugeordnet ist, welche einen axial nach unten gerichteten,
umlaufenden Montagesteg 15 aufweist. Dieser Montagesteg 15 ist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
mit insgesamt drei Rastzungen 16, 17 und 18 versehen, welche im montierten Zustand
rastend in die Rastvertiefungen 5, 6 und 7 des Ringsteges 4 der Trägerplatte 1 eingreifen.
Des Weiteren bildet die Lagerscheibe 14 eine ringförmige, radial nach außen vorstehende
Lagerfläche 19, welche in ihrem äußeren Randbereich einen axial vorstehenden Lagersteg
20 aufweist.
[0019] Wie weiter aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist der Lagersteg 20 im linken hinteren Bereich
durch eine Aussparung 21 unterbrochen, welche im montierten Zustand im Bereich des
Lagerzapfens 8 bzw. des Malteserkreuzes 9 mit seinem Stellglied 11 angeordnet ist.
In diesem Bereich der Aussparung 21 weist die Lagerfläche 19 eine seitlich kreisbogenförmig
begrenzte Vertiefung 22 auf. Im Bereich dieser Vertiefung 22 wiederum ist die Lagerfläche
19 mit einer Ausnehmung 23 versehen, welche sich in einem Axialschlitz 24 des Montagesteges
15 axial fortsetzt. Im montierten Zustand der Lagerscheibe 14 am Ringsteg 4 nimmt
dieser Axialschlitz 24 mit der Ausnehmung 23 einen radial erweiterten Verstärkungsabschnitt
25 des Lagerzapfens 8 auf, welcher sich minimal axial über die Oberkante 26 des Ringsteges
4 erstreckt und teilweise radial nach innen am Ringsteg 4 vorsteht.
[0020] Fig. 2 zeigt weitere Bauteile, welche mit der Trägerplatte 1, der Lagerscheibe 14
sowie dem Malteserkreuz 9 zu einer Funktionseinheit zusammenfügbar sind.
[0021] So ist im unteren Bereich der Fig. 2 eine Stellwelle 27 erkennbar, deren unterer
Endbereich mit einer in der Zeichnung nicht näher dargestellten Außenverzahnung 28
versehen ist. Des Weiteren ist diese Stellwelle 27 als Hohlwelle ausgebildet und weist
dementsprechend eine zentrale Durchgangsbohrung 29 auf. An ihrem oberen Ende ist die
Stellwelle 27 mit einem radial erweiterten Lagerflansch 30 versehen, welcher abgesetzt
ausgebildet ist und eine radial verjüngt ausgebildete, axial vorstehende innere Führungsscheibe
31 bildet. Der radial vorstehende Lagerflansch 30 weist einen axial nach oben vorstehenden
Stellzapfen 32 auf, welcher im Betrieb mit dem Malteserkreuz 9 zusammenwirkt. Im Bereich
dieses Stellzapfens 32 weist die Führungsscheibe 31 eine bogenförmige Aussparung 33
auf, durch welche sich das Malteserkreuz 9 bei dessen Stellbewegung in Richtung des
Pfeiles 12 hindurch bewegt. Die restliche Außenkante der Führungsscheibe 31 dient
im Betrieb zur gleitenden Führung und Fixierung der jeweils eingestellten Lage des
Malteserkreuzes 9.
[0022] Des Weiteren ist aus Fig. 2 ersichtlich, dass die Durchgangsbohrung 29 eine innere
Radialnut 34 aufweist, welche zur drehfesten Aufnahme eines Zeigerelementes 35 dient.
Dieses Zeigerelement 35 weist einen axial nach unten gerichteten Montagezapfen 36
auf, welcher in die Durchgangsbohrung 29 der Stellwelle 27 einsteckbar ist. Für die
drehfeste Verbindung zwischen dem Zeigerelement 35 und der Stellwelle 27 ist am Montagezapfen
36 ein radial vorstehender Führungssteg 37 vorgesehen, welcher im montierten Zustand
formschlüssig in die Radialnut 34 der Durchgangsbohrung 29 der Stellwelle 27 eingreift.
Das Zeigerelement 35 ist in ihrem oberen Bereich mit einer Lagerscheibe 38 versehen,
welche wiederum einen radial erweiterten umlaufenden Lagersteg 39 aufweist. Dementsprechend
bildet diese Lagerscheibe 38 ebenfalls eine innere axial vorstehende Lagerscheibe
40. Das Zeigerelement 35 ist des Weiteren mit einer zentralen Durchgangsbohrung 41
versehen, welche beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zur drehbaren Aufnahme eines
Minutenzeigers bzw. dessen Antriebswelle dient. Weiter ist aus Fig. 2 ersichtlich,
dass diese Durchgangsbohrung 41 oberseitig von einem axial vorstehenden Ringsteg 42
begrenzt ist. Zur Stundenanzeige weist das Zeigerelement 35 oberseitig auf seiner
Lagerscheibe 40 eine Pfeilmarkierung auf, welche beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
den Stundenzeiger bildet.
[0023] Das Zeigerelement 35 dient mit seiner Lagerscheibe 38 zur Aufnahme einer Stellscheibe
45, welche oberseitig mehrere Informationsbereiche 46 bis 54 aufweist. Die Informationsbereiche
46, 47, 48 sind mit den Zahlen 3, 15, 3, die Informationsbereiche 49, 50, 51 mit den
Zahlen 6, 18, 6 und die Informationsbereiche 52, 53, 54 mit den Zahlen 9, 21, 9 beschriftet.
[0024] In ihrem dem den Informationsbereichen 49 bis 51 diametral gegenüberliegenden Bereich
bildet die Stellscheibe 45 eine abgestufte innere Aussparung 55, in dessen Kantenbereiche
zwei axial nach unten gerichtete Führungsstege 56 und 57 vorgesehen sind. Im Betrieb
stehen diese Führungsstege 56 und 57 mit dem Stellglied 11 des Malteserkreuzes 9 in
Wirkverbindung, so dass bei der Stellbewegung des Stellgliedes 11 auf seiner Kreisbahn
13 eine Drehbewegung in Richtung des Doppelpfeiles 58 der Stellscheibe 45 erfolgt.
Durch diese "Hin- und Herbewegung" werden somit gleichzeitig die Informationsbereiche
46 bis 54 mitgedreht, so dass diese durch ein oberhalb der Stellscheibe 45 angeordnete
Abdeckung, wie beispielsweise ein Zifferblatt durch entsprechend darin angeordnete
Anzeigefenster wechselweise sichtbar werden. Dies wird später noch näher erläutert.
[0025] Fig. 3 zeigt die Trägerplatte 1 zusammen mit der eingesetzten Stellwelle 27 sowie
dem auf den Lagerzapfen 8 aufgesetzten Malteserkreuz 9. Des Weiteren ist in die Stellwelle
27 eine Antriebswelle 60 eines Minutenzeigers 61 eingesetzt. In axialer Verlängerung
zum Minutenzeiger 61 weist die Antriebswelle 60 einen profilierten Stellzapfen 62
auf, welcher beispielsweise zum Stellen der Uhrzeit vorgesehen ist.
Des Weiteren ist aus Fig. 3 ersichtlich, dass unterhalb der Trägerplatte 1 ein Zeigerwerk
63 angeordnet ist, welches in der Regel bei derartigen 24-Stunden-Schaltuhren über
einen zeitsynchron laufenden Elektromotor angetrieben ist. Über dieses Zeigerwerk
63 wird einerseits die Stellwelle 27 und andererseits der Minutenzeiger 61 über dessen
Antriebswelle 60 drehend angetrieben. Da beim vorliegenden Ausführungsbeispiel das
Zeigerelement 35 (in Fig. 3 nicht dargestellt) drehfest mit der Stellwelle 27 im Betrieb
in Verbindung steht, läuft die Stellwelle 27 mit ihrem am Lagerflansch 30 feststehend
angeordneten Stellzapfen 32 während einer Zeitdauer von 24 Stunden zweimal um.
[0026] In Fig. 3 ist eine Position dieses Stellzapfens 32 dargestellt, in welcher dieser
unmittelbar vor seinem Eingriff mit dem Malteserkreuz 9 steht. Durch Drehung der Lagerscheibe
38 in Richtung des Pfeiles 64 gelangt nun der Stellzapfen 32 mit einem der Stellschlitze
65 (siehe auch Fig. 1) des Malteserkreuzes 9 in Eingriff. Bei einer entsprechenden
Weiterdrehung der Lagerscheibe 38 in Richtung des Pfeiles 64 wird nun, wie dies aus
dem Stand der Technik hinreichend bekannt ist, das Malteserkreuz 9 durch den Eingriff
des Stellzapfens 32 mit dem Stellschlitz 65 in Richtung des Pfeiles 12 um 90° gedreht.
Dadurch bewegt sich ebenfalls das Stellglied 11 in dieselbe Richtung um 90°.
[0027] Es ist leicht vorstellbar, dass durch diese Stellbewegung des Stellgliedes 11 in
Richtung des Pfeiles 12 die Stellscheibe 45 aus Fig. 2 entgegen der Pfeilrichtung
des Pfeiles 64 verstellt wird. Der Stellweg entspricht dabei im Wesentlichen der Exzentrizität
des Stellgliedes 11 zum Lagerzapfen 8.
[0028] Fig. 4 zeigt hierzu eine ausschnittsweise Draufsicht auf die Darstellung nach Fig.
3, wobei hier das Zeigerelement 35 an der Stellwelle 27 (in Fig. 4 nicht sichtbar)
montiert ist. Auf dem Lagersteg 39 ist die Stellscheibe 45 drehbar aufgesetzt. Desgleichen
ist auch in dieser Darstellung der Minutenzeiger 61 mit seinem Stellzapfen 62 erkennbar.
Das Malteserkreuz 9 sitzt mit seinem Stellglied 11 auf dem Lagerzapfen 8 und befindet
sich mit seinem Stellglied 11 in einer radial nach außen gerichteten Stellung.
[0029] Wird nun, wie zu Fig. 3 bereits erwähnt, das Malteserkreuz 9 zusammen mit dem Stellglied
11 in Richtung des Pfeiles 12 gedreht, so gelangt das Malteserkreuz 9 nach einer Drehung
um 90° in die in Fig. 5 dargestellte weitere Stellung. Es ist erkennbar, dass aufgrund
des Eingriffes der Stellscheibe 45 mit ihren Führungsstegen 56 und 57 mit dem Stellglied
11 die Stellscheibe 45 entgegen des Pfeiles 64 verstellt wird. Der Stellweg ist, wie
aus Fig. 5 ersichtlich ist, dabei durch die Exzentrizität
E der Stellscheibe 11 zum Lagerzapfen 8 bestimmt.
[0030] Der Vergleich aus Fig. 4 und 5 zeigt deutlich, dass aufgrund dieser Stellbewegung
die in Dreiergruppen zusammengefassten neun Informationsbereiche 46 bis 54 mitverstellt
werden. Befindet sich nun im Bereich der Mittelachsen 66 und 67 jeweils ein Anzeigefenster,
so wären in der Stellung gemäß der Fig. 4 die Zahlen 15, 18 und 21 durch ein solches
Anzeigefenster erkennbar. Im Falle der Winkelstellung der Stellscheibe 45 gemäß der
Fig. 5 wären durch solche Anzeigefenster die Zahlen 3, 6 und 9 erkennbar.
[0031] Da die Stellwelle 27 innerhalb von 24 Stunden zweimal umläuft, wird auch das Malteserkreuz
9 mit seinem Stellglied 11 zweimal pro Tag um jeweils 90° gedreht. Dabei gelangt ausgehend
von der Position in Fig. 5 das Malteserkreuz 9 mit seinem Stellglied 11 bei einer
Drehung in Richtung des Pfeiles 12 um weitere 90° in eine radial nach innen gerichtete
Stellung. D.h., dass dann das Stellglied 11 in einer der in Fig. 4 dargestellten Position
bezüglich des Lagerzapfens 8 diametral gegenüberliegenden Position angeordnet ist.
Dies wiederum führt zu einer Rückstellung der Stellscheibe 45 in die in Fig. 4 dargestellte
Position.
[0032] Beim Weiterdrehen der Stellwelle 27 mit ihrem Stellzapfen 32 und einem weiteren beispielsweise
"12-Uhr-Durchlauf" des Stellzapfens 32 wird das Malteserkreuz 9 um weitere 90° in
Richtung des Pfeiles 12 verstellt. D.h., dass das Malteserkreuz 9 dann mit seinem
Stellglied 11 in eine zur in Fig. 5 dargestellten Position diametral bezüglich des
Lagerzapfens 8 gegenüber liegende Position gelangt. Dabei erfolgt wiederum eine Verstellung
der Stellscheibe 45 in Richtung des Pfeiles 64 im Wesentlichen um die Umfangsbreite
eines in Fig. 4 nicht dargestellten Anzeigefensters. In dieser Stellung wären dann
die Zahlen 3, 6 und 9 der Informationsbereiche 46, 49 und 52 durch das jeweilige Ansichtsfenster
nach außen sichtbar.
[0033] Die Fig. 6 und 7 zeigen den Aufbau der Trägerplatte 1 zusammen mit aufgesetzten Stellelementen
70, wie dies grundsätzlich aus dem Stand der Technik bekannt ist.
[0034] Des Weiteren ist aus den Fig. 6 und 7 erkennbar, dass auf das Zeigerelement 35 bzw.
dessen Lagerscheibe 38 ein Ziffernblatt 71 aufgesetzt ist. Dieses Ziffernblatt 71
kann beispielsweise mit dem aus Fig. 1 ersichtlichen Lagersteg 20 der Lagerscheibe
14 feststehend und rastend in Eingriff gebracht werden. Um eine Relativverdrehung
des Zifferblattes 71 zu dieser feststehend mit der Trägerplatte 1 über den Ringsteg
4 verbundenen Lagerscheibe zu verhindern, ist im radial äußeren Bereich des Lagersteges
20 ein radial vorstehender Arretiersteg 75 (siehe auch Fig. 1) vorgesehen, wie dies
insbesondere auch aus Fig. 3 ersichtlich ist.
[0035] Des Weiteren erkennt man deutlich aus den Fig. 6 und 7, dass das Ziffernblatt 71
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel insgesamt drei Anzeigefenster 76, 77 und 78
aufweist, durch welche die Inhalte der Informationsbereiche 46, 47, 48 bzw. 49, 50,
51 bzw. 52, 53, 54 der Stellscheibe 45 aus den Fig. 4 und 5 in Abhängigkeit von der
Drehstellung der Stellscheibe 45 wahlweise erkennbar sind. Bei der beispielhaft dargestellten
Winkelstellung der Stellscheibe 45 sind folglich in den Fig. 6 und 7 die Zahlen 15,
18 und 21 erkennbar. Bei der Darstellung der Fig. 6 und 7 ist beispielhaft eine Winkellage
der Stellscheibe 45 aus Fig. 4 gezeigt. Es ist leicht vorstellbar, dass bei einer
Verstellung der Stellscheibe 45 aus der in Fig. 4 dargestellten Winkellage in die
in Fig. 5 dargestellte Winkellage durch diese Anzeigefenster 76, 77 und 78 die Zahlen
3, 6 und 9 nach außen erkennbar sind.
[0036] Fig. 8 zeigt einen Vertikalschnitt durch die Schaltscheibe sowie einen Teil des Räderwerkes
einer Zeitschaltuhr 80 ohne äußeres Gehäuse. Es ist in dieser Darstellung die Trägerplatte
1 erkennbar, auf welcher die Lagerscheibe 14 über den Ringsteg 4 sowie den Montagesteg
15 feststehend montiert ist. Auf der linken Seite ist der Lagerzapfen 8 erkennbar,
auf welchem das Malteserkreuz 9 mit seinem Stellglied 11 drehbar gelagert ist. Die
Stellelemente 70 sind schwenkbar an einer Lagerplatte 81 sowie einer aufgesetzten
Deckplatte 82 aufgenommen.
[0037] Des Weiteren ist aus Fig. 8 das Zeigerwerk 63 erkennbar, welches über einen nicht
näher dargestellten zeitsynchronen Antriebsmotor drehend angetrieben ist. Dabei steht
die Stellwelle 27 mit ihrer Außenverzahnung 28 mit einer Innenverzahnung 83 eines
entsprechenden Antriebszahnrades 84 drehfest in Verbindung. Die Antriebswelle 60 steht
wiederum drehfest mit einem Kupplungselement 85 in Verbindung, welches über ein mit
einer Rastverzahnung versehenen Antriebszahnrad 86 drehend antreibbar ist.
[0038] Wie aus dem Stand der Technik bekannt ist, sind die Drehgeschwindigkeiten des Antriebszahnrades
84 sowie des Kupplungselementes 85 derart gewählt, dass die Antriebswelle 60 des Minutenzeigers
während der Dauer einer Stunde um 360° umläuft, während das Zeigerelement 35 innerhalb
eines Zeitraumes von 12 Stunden um 360° umläuft. Dabei bewegt sich ebenfalls die Stellwelle
27 synchron mit dem Zeigerelement 35, so dass das Malteserkreuz 9 vorzugsweise im
Bereich von 12 Uhr mittags und 24 Uhr nachts geschaltet wird. Bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel wird somit die Stellscheibe 45 zweimal täglich verstellt, wobei
hier wechselweise die Informationsbereiche 46, 47 und 48 bzw. 49, 50 und 51 bzw. 52,
53 und 54 durch die in den Fig. 6 und 7 dargestellten Anzeigefenster 76 bzw. 77 bzw.
78 anzeigbar sind, von welchen in Fig. 8 lediglich das Anzeigefenster 77 erkennbar
ist.
[0039] Somit ist für den Benutzer bei der dargestellten Ausführungsform der Zeitschaltuhr
80 stets erkennbar, ob es sich bei der eingestellten Uhrzeit um eine Vormittagszeit
oder um eine Nachmittagszeit handelt.
[0040] Des Weiteren kann, wie dies in Fig. 9 beispielhaft dargestellt ist, das Malteserkreuz
9 mit seinem exzentrisch angeordneten Stellglied 11 auch durch zwei Stellzapfen 90
und 91 sowohl in Richtung des Pfeiles 12 als auch in entgegengesetzter Richtung verstellt
werden. Bei einer derartigen Ausgestaltung wird somit das Stellglied 11 beispielsweise
beim ersten Stellvorgang aus seiner in Fig. 4 dargestellten Position um den Lagerzapfen
8 um 90° in Richtung des Pfeiles 12 in die in Fig. 5 dargestellte Position verstellt.
Beim Durchlauf des radial außenliegenden Stellzapfens 90 wird bei einer Drehung der
Stellwelle 27 in Richtung des Pfeiles 64 eine Drehbewegung um 90° des Malteserkreuzes
9 mit seinem Stellglied 11 entgegen des Pfeiles 12 bewirkt, so dass das Malteserkreuz
9 mit seinem Stellglied wiederum aus der in Fig. 5 dargestellten Winkellage wieder
in die in Fig. 4 dargestellte Winkellage zurückgelangt. Für diesen Fall der Verstellung,
können die drei Informationsbereiche 46, 49 und 52 entfallen, da eine Drehung in diese
Bereiche bei der Antriebsanordnung gemäß der Fig. 9 entfallen kann. In Fig. 9 ist
dabei der Stellzapfen 91 in seiner unmittelbar vor dem Eingriff mit dem Malteserkreuz
9 liegenden Position dargestellt, in welcher der zweite Stellzapfen 90 auf der diametral
gegenüber liegenden Seite liegt. Weiter ist der Stellzapfen 90 in Phantomlinien bzw.
dünnen Linien in einer Position dargestellt, in welcher er gerade wieder mit dem Malteserkreuz
außer Eingriff gelangt ist. Durch diese Hin- und Herbewegung des Malteserkreuzes 9
sind für jedes Anzeigefenster 76, 77 bzw. 78 nur jeweils zwei in Umfangsrichtung nebeneinander
liegende Informationsbereiche notwendig, die bei jeder Stellbewegung des Malteserkreuzes
9 abwechselnd anzeigbar sind.
[0041] Es sind auch noch weitere Möglichkeiten zum Antrieb des Stellgliedes 11 vorstellbar.
So kann das Stellglied 11 Bestandteil eines separaten Bauteils sein, welches über
eine Zahnradverbindung getrieblich mit dem Malteserkreuz 9 in Verbindung steht.
[0042] So zeigt Fig. 10 beispielhaft ein Malteserkreuz 9, welches mit einem Antriebszahnrad
105 mit größerem Durchmesser versehen ist. Das Malteserkreuz 9 wird wie in der vorbeschriebenen
Art und Weise bei jedem Durchlauf eines Stellzapfens um jeweils 90° verstellt. Das
Stellglied 11 hingegen ist Bestandteil eines separaten Bauteils und separat auf einer
Drehachse 107 drehbar gelagert. Weiter steht das Stellglied in Fig. 10 mit einem weiteren,
im Durchmesser kleineren Antriebszahnrad 106 drehfest in Verbindung, das wiederum
mit dem Antriebszahnrad 105 des Malteserkreuzes 9 in Eingriff steht. Wird das Malteserkreuz
9 um 90° in Richtung des Pfeils 12 verstellt, so erfolgt bei dem dargestellten Übersetzungsverhältnis
der beiden Antriebszahnräder 105 und 106 eine Drehung des Stellgliedes 11 um die Drehachse
107 um 180° in Richtung des Pfeils 108. Durch diese Ausgestaltung ist eine Stellscheibe
45 ebenfalls in zwei "Anzeigestellungen" verstellbar.
[0043] Je nach Wahl der Übersetzung zwischen dem Malteserkreuz 9 und dem Stellglied 11 sind
somit weitere Winkelstellungen und damit auch Verstellungen der Stellscheibe 45 einstellbar.
Je nachdem, welche und wie viele unterschiedliche Informationen über die Informationsbereiche
nach außen sichtbar gemacht werden sollen, sind somit - in Abhängigkeit von der Exzentrizität
E des Stellgliedes 11 zu seiner Drehachse 107 - auch mehr als drei unterschiedliche
Winkelstellungen der Stellscheibe 45 einstellbar.
1. Uhr (80, 80/1) mit einem Zeigerwerk (63), sowie einem mit wenigstens einem Anzeigefenster
(76, 77, 78) versehenen Ziffernblatt (71), wobei unterhalb des Anzeigefensters (76,
77, 78) eine drehbare Stellscheibe (45) vorgesehen ist, welche verschiedene Informationsbereiche
(46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54) aufweist, welche durch Drehen der Stellscheibe
(45) wahlweise durch das Anzeigefenster (76, 77, 78) sichtbar sind und, wobei ein
Malteserkreuz (9) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Malteserkreuz (9) mit der Stellscheibe (45) über ein Stellglied (11) in Wirkverbindung
steht, welches exzentrisch zur Drehachse (8, 107) des Stellgliedes (11) drehbar ist
und, dass das Malteserkreuz (9) durch wenigstens einen mit dem Stundenzeiger (35)
proportional umlaufenden Stellzapfen (32, 90, 91) schrittweise um jeweils 90° drehbar
ist, wodurch eine Drehung der Stellscheibe (45) durch das Stellglied (11) um einen
vorbestimmten, dem Umfangsabstand der Informationsbereiche (46 bis 54) entsprechenden
Drehwinkel bewirkt wird.
2. Uhr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Malteserkreuz (9) im Umfangsbereich eines kreisförmigen Lagerflansches (30) angeordnet
ist, an welchem der Stellzapfen (32, 90, 91) feststehend angeordnet ist und,
dass der Lagerflansch (30) Teil einer mit dem Stundenzeiger (35) umlaufenden Stellwelle
(27) ist.
3. Uhr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass lediglich ein mit dem Stundenzeiger (35) umlaufender Stellzapfen (32) vorgesehen
ist, durch welchen eine Drehung des Malteserkreuzes (9) um 90° je Umlauf bewirkt wird.
4. Uhr nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass insgesamt drei einem Anzeigefenster (76; 77; 78) zugeordnete Informationsbereiche
vorgesehen sind, welche wechselweise insbesondere mit den Zahlen 3, 15, 3 oder 6,
18, 6 oder 9, 21, 9 bzw. 15, 3, 15 oder 18, 6, 18 oder 21, 9, 21 versehen sind, welche
abwechselnd durch schrittweises Hin- und Herdrehen (58) der Stellscheibe (45) durch
das jeweilige Anzeigefenster (76; 77; 78) sichtbar sind.
5. Uhr nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stundenzeiger als Zeigerelement (35) ausgebildet ist, welches zur Stundenanzeige
mit einer umlaufenden Zeigermarkierung (43) versehen ist und,
dass das Zeigerelement (35) mit der Stellwelle (27) drehfest in Eingriff steht.
6. Uhr nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zeigerelement (35) einen Lagersteg (39) mit einer axial nach oben vorstehenden
Lagerscheibe (40) aufweist, auf welcher die Stellscheibe (45) drehbar gelagert aufgenommen
ist.
7. Uhr nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellscheibe (45) eine innere Aussparung (55) mit zwei randseitig angeordneten
Führungsstegen (56, 57) aufweist und,
dass das Stellglied (11) scheibenförmig ausgebildet ist und zumindest mit den beiden
Führungsstegen (56, 57) mit geringem Spiel in Eingriff steht.
8. Uhr nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Uhr als Zeitschaltuhr (80, 80/1) ausgebildet ist, welche an ihrem Außenumfang
mit mehreren ein Schaltelement betätigende Schaltelemente (70) aufweist, welche innerhalb
eines Zeitraumes von 24 Stunden um 360° umlaufen.
9. Uhr nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zum schrittweisen Antrieb des Malteserkreuzes (9) zwei Stellzapfen (90, 91) vorgesehen
sind, welche auf unterschiedlichen Kreisbahnen sich diametral gegenüberliegend umlaufen
und,
dass das Malteserkreuz (9) bei jedem Umlauf von einem der Stellzapfen (91) in eine
Drehrichtung (12) um 90° verstellt wird und, dass das Malteserkreuz (9) vom anderen
Stellzapfen (90) in die entgegengesetzte Drehrichtung um 90° zurückgestellt wird.
10. Uhr nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellglied (11) einstückiger Bestandteil des Malteserkreuzes (9) ist und auf
einer exzentrisch zum Drehzapfen (8) des Malteserkreuzes (9) angeordneten Kreisbahn
(13) mit dem Malteserkreuz (9) umläuft.
11. Uhr nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Malteserkreuz (9) und das Stellglied (11) als separate Bauteile ausgebildet sind
und über ein Getriebe (105, 106) miteinander verbunden sind und,
dass das Stellglied (11) bei der Drehung des Malteserkreuzes (9) um 90° einen anderen
vorbestimmten Drehwinkel, insbesondere von 180° ausführt.
1. Timepiece (80, 80/1) having a dial train (63) and having a dial (71) provided with
at least one display window (76, 77, 78), wherein the display window (76, 77, 78)
has provided beneath it a rotatable setting disc (45) which has various information
regions (46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54) which can be seen alternately through
the display window (76, 77, 78) by virtue of the setting disc (45) being rotated,
and wherein a Maltese cross (9) is provided,
characterized
in that the Maltese cross (9) is in operative connection with the setting disc (45) via a
setting member (11) which can be rotated eccentrically in relation to the axis of
rotation (8, 107) of the setting member (11), and in that the Maltese cross (9) can
be rotated by steps of 90° in each case by at least one setting pin (32, 90, 91),
which revolves in proportion with the hour hand (35), this resulting in rotation of
the setting disc (45) by way of the setting member (11) through a predetermined angle
of rotation corresponding to the circumferential intervals between the information
regions (46 to 54).
2. Timepiece according to Claim. 1, characterized in that the Maltese cross (9) is arranged in the circumferential region of a circular bearing
flange (30), on which the setting pin (32, 90, 91) is arranged in a fixed manner,
and in that the bearing flange (30) is part of a setting stem (27), which revolves with the hour
hand (35).
3. Timepiece according to Claim 1 or 2, characterized by the provision of just one setting pin (32), which revolves with the hour hand (35)
and causes the Maltese cross (9) to rotate through 90° per revolution.
4. Timepiece according to Claim 1, 2 or 3, characterized by the provision of a total of three information regions, which are assigned to a display
window (76; 77; 78) and are provided alternately in particular with the numerals 3,
15, 3 or 6, 18, 6 or 9, 21, 9 or else 15, 3, 15 or 18, 6, 18 or 21, 9, 21, it being
possible for these numerals to be seen through the respective display window (76;
77; 78) in alternating fashion as a result of the setting disc (45) being rotated
back and forth (58) in a stepwise manner.
5. Timepiece according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the hour hand is designed in the form of an indicator element (35) which is provided
with a revolving indicator marking (43) to display the hour, and in that the indicator element (35) is in rotationally fixed engagement with the setting stem
(27).
6. Timepiece according to Claim 5, characterized in that the indicator element (35) has a bearing crosspiece (39) with an axially upwardly
projecting bearing disc (40), on which the setting disc (45) is accommodated in a
rotatably mounted manner.
7. Timepiece according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the setting disc (45) has an inner cutout (55) with two peripherally arranged guide
crosspieces (56, 57), and in that the setting member (11) is of disc-form design and is in engagement, with a small
amount of play, at least with the two guide crosspieces (56, 57).
8. Timepiece according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the timepiece is designed in the form of a timer (80, 80/1) which, on its outer circumference,
has a plurality of switching elements (70), which actuate one switching element and
revolve through 360° within a time period of 24 hours.
9. Timepiece according to one of Claims 1, 2 or 4 to 8, characterized in that two setting pins (90, 91) are provided for driving the Maltese cross (9) in a stepwise
manner, said setting pins revolving diametrically opposite one another on different
circular paths, and in that the Maltese cross (9), during each revolution, is adjusted through 90° in a direction
of rotation (12) by one of the setting pins (91), and in that the Maltese cross (9) is returned through 90° in the opposite direction of rotation
by the other setting pin (90).
10. Timepiece according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the setting member (11) is a single-piece constituent part of the Maltese cross (9)
and revolves, with the Maltese cross (9), on a circular path (13) arranged eccentrically
in relation to the rotary pin (8) of the Maltese cross (9).
11. Timepiece according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the Maltese cross (9) and the setting member (11) are designed in the form of separate
components and are connected to one another via a gear mechanism (105, 106) and in that the setting member (11), during rotation of the Maltese cross (9) through 90°, executes
a different predetermined angle of rotation, in particular of 180°.
1. Montre (80, 80/1) avec un mécanisme à aiguilles (63), ainsi qu'avec un cadran chiffré
(71) muni d'au moins une fenêtre d'affichage (76, 77, 78), dans laquelle il est prévu
en dessous de la fenêtre d'affichage (76, 77, 78) un disque de réglage rotatif (45),
qui présente différentes zones d'information (46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54),
qui sont visibles au choix à travers la fenêtre d'affichage (76, 77, 78) par rotation
du disque de réglage (45), et dans laquelle il est prévu une croix de Malte (9), caractérisée en ce que la croix de Malte (9) est en liaison active avec le disque de réglage (45) au moyen
d'un organe de réglage (11), qui peut tourner de façon excentrique à l'axe de rotation
(8, 107) de l'organe de réglage (11) et en ce que la croix de Malte (9) peut tourner pas à pas chaque fois de 90° au moyen d'au moins
un tourillon de réglage (32, 90, 91) tournant proportionnellement à l'aiguille des
heures (35), ce qui entraîne une rotation du disque de réglage (45) au moyen de l'organe
de réglage (11) d'un angle de rotation prédéterminé correspondant à la distance périphérique
des zones d'information (46 à 54).
2. Montre selon la revendication 1, caractérisée en ce que la croix de Malte (9) est disposée dans la région périphérique d'une bride d'appui
circulaire (30), sur laquelle le tourillon de réglage (32, 90, 91) est disposé de
façon stationnaire, et en ce que la bride d'appui (30) fait partie d'un arbre de réglage (27) tournant avec l'aiguille
des heures (35).
3. Montre selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'il n'est prévu qu'un tourillon de réglage (32) tournant avec l'aiguille des heures
(35), par lequel une rotation de la croix de Malte (9) de 90° est provoquée à chaque
tour.
4. Montre selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisée en ce qu'il est prévu au total trois zones d'information associées à une fenêtre d'affichage
(76, 77, 78), qui sont munies alternativement en particulier des chiffres 3, 15, 3
ou 6, 18, 6 ou 9, 21, 9 ou 15, 3, 15 ou 18, 6, 18 ou 21, 9, 21, qui sont visibles
en alternance à travers la fenêtre d'affichage respective (76, 77, 78) par une rotation
pas à pas directe et inverse (58) du disque de réglage (45).
5. Montre selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisée en ce que l'aiguille des heures est réalisée sous la forme d'un élément d'aiguille (35), qui
est muni d'un marquage d'aiguille tournant (43) pour l'affichage des heures, et en ce que l'élément d'aiguille (35) est en prise calée en rotation avec l'arbre de réglage
(27).
6. Montre selon la revendication 5, caractérisée en ce que l'élément d'aiguille (35) présente une nervure d'appui (39) avec un disque d'appui
(40) saillant axialement vers le haut, sur lequel le disque de réglage (45) est posé
de façon rotative.
7. Montre selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le disque de réglage (45) présente une découpe intérieure (55) avec deux nervures
de guidage (56, 57) disposées sur les bords, et en ce que l'organe de réglage (11) est réalisé en forme de disque et est en prise au moins
avec les deux nervures de guidage (56, 57) avec un faible jeu.
8. Montre selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la montre est réalisée sous la forme d'une minuterie (80, 80/1), qui présente à sa
périphérie extérieure plusieurs éléments de commutation (70) actionnant un élément
de commutation, qui tournent de 360° en un laps de temps de 24 heures.
9. Montre selon l'une quelconque des revendications 1, 2 ou 4 à 8, caractérisée en ce qu'il est prévu, pour l'entraînement pas à pas de la croix de Malte (9), deux tourillons
de réglage (90, 91), qui tournent en position diamétralement opposée sur des trajectoires
circulaires différentes, et en ce que la croix de Malte (9) est déplacée de 90° à chaque tour par un des tourillons de
réglage (91) dans un sens de rotation et en ce que la croix de Malte (9) est ramenée en arrière de 90° dans le sens de rotation opposé
par l'autre tourillon de réglage (90).
10. Montre selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que l'organe de réglage (11) est un composant en une seule pièce de la croix de Malte
(9) et tourne avec la croix de Malte (9) sur une trajectoire circulaire (13) disposée
de façon excentrique par rapport au tourillon de rotation (8) de la croix de Malte
(9).
11. Montre selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la croix de Malte (9) et l'organe de réglage (11) sont réalisés comme des composants
séparés et sont reliés l'un à l'autre par un engrenage (105, 106), et en ce que l'organe de réglage (11) décrit un autre angle de rotation prédéterminé, en particulier
de 180°, lors de la rotation de 90° de la croix de Malte (9).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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