TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Versprühen einer unter Druck
stehenden Flüssigkeit, insbesondere von Wasser, mit der ein sehr guter Reinigungseffekt
trotz eines sehr geringen Volumenstroms erzielt werden kann. Eine solche Vorrichtung
kann insbesondere als Mundstück für sanitäre Auslaufarmaturen oder als Einsatz für
einen Duschkopf oder dergleichen ausgebildet sein.
STAND DER TECHNIK
[0002] In vielen Gebieten der Erde ist Wasser ein kostbares Gut, welches sparsam eingesetzt
werden muss. Vorrichtungen, die den Volumenstrom des durchlaufenden Wassers in Auslaufarmaturen,
Duschköpfen oder dergleichen begrenzen, können hier einen wichtigen Beitrag leisten.
Auch in Flugzeugen, Campingfahrzeugen usw. kann es wichtig sein, mit dem verfügbaren
Wasser haushälterisch umzugehen.
[0003] Heute werden an sanitären Auslaufarmaturen meistens Mundstücke eingesetzt, die dem
austretenden Wasser Luft beimischen. Hierdurch wird einerseits der ausfliessende Strahl
angenehm weich. Andererseits kann der Volumenstrom des Wassers wesentlich reduziert
werden. Typische Werte für den Volumenstrom (die Durchflussrate) liegen bei Waschtischen
im Haushalt heute bei ca. 12 l/min (Liter pro Minute). Mit sogenannten Spardüsen lässt
sich dieser Wert auf ca. 6-8 l/min reduzieren. Erwünscht sind aber noch wesentlich
geringere Volumenströme.
[0004] Im Stand der Technik wurde dazu vorgeschlagen, das Wasser in eine Wirbelkammer einzuleiten,
in der das Wasser in eine Wirbelbewegung versetzt wird. Durch anschliessende axiale
Beschleunigung durch eine Düsenöffnung hindurch wird ein fein zerteilter Strahl erzeugt,
der selbst bei einem geringen Volumenstrom eine gute Reinigungswirkung erzeugt.
[0005] Eine derartige Wirbelkammer ist z.B. in
RU 2 196 205 offenbart. Die dort dargestellte Wirbelkammer weist eine konische Form auf. Das Wasser
wird der Wirbelkammer im Bereich des grössten Querschnitts des Konus durch einen tangentialen
Einlaufkanal zugeführt und verlässt die Wirbelkammer durch einen axialen Auslasskanal.
[0006] Eine Wirbelkammer ist auch in
WO 2008/073062 offenbart. Dieses Dokument offenbart ein Mundstück für eine sanitäre Auslaufarmatur,
das zwischen einem Sparmodus und einem Normalmodus umschaltbar ist. Im Sparmodus wird
das eintretende Wasser durch zwei Kanäle von gegenüberliegenden Seiten her tangential
in eine kurze, zylindrische Wirbelkammer eingeleitet, aus der es axial durch eine
zentrale Auslassöffnung austritt. Im Normalmodus gelangt das Wasser dagegen unter
Umgehung der Wirbelkammer zur zentralen Auslassöffnung sowie ausserdem zu mehreren
weiteren, dezentral angeordneten Auslassöffnungen, so dass ein weitaus grösserer Volumenstrom
erreicht wird.
[0007] Während der Einsatz einer Wirbelkammer zu einer beträchtlichen Reduktion des Volumenstroms
beitragen kann, ist die damit erzielbare Reinigungswirkung noch verbesserungsfähig.
[0008] Ein völlig anderer Ansatz wurde in der
WO 2007/062536 verfolgt. Dort wurde unter anderem vorgeschlagen, zwei Wasserstrahlen unter hoher
Geschwindigkeit und einem relativ grossen Winkel aufeinanderprallen zu lassen, so
sich eine dünne Wasserscheibe bildet. Diese löst sich in einem bestimmten Abstand
vom Punkt des Zusammenpralls auf und bildet dabei feine Tröpfchen. An dieser Vorrichtung
ist nachteilig, dass das Wasser einen sehr hohen Druck benötigt, um eine genügende
Zerstäubung zu gewährleisten. Das Dokument erwähnt einen bevorzugten Druckbereich
von 15 bis 25 bar, während der normale Leitungsdruck lediglich ca. 2-5 bar beträgt.
Dies bedingt in der Regel den Einsatz einer separaten Pumpe. Der hohe Druck und die
resultierende extrem hohe Austrittsgeschwindigkeit der Wasserstrahlen erfordern ausserdem
spezielle Massnahmen, um zu verhindern, dass die Wasserstrahlen unmittelbar auf Haut
oder Augen des Benutzers auftreffen, ohne zuvor zerstäubt worden zu sein.
[0009] Aus der
US 5,358,179, die eine gattungsgemässige Vorrichtung offenbart, ist ein Sprühkopf zum Versprühen
von hochviskosen Flüssigkeiten bekannt, der in einer Ausführungsform Wirbelkammern
aufweist. Die aus den Wirbelkammern austretenden Flüssigkeitsstrahlen treffen anschliessend
aufeinander.
[0010] EP 1 277 516 und
WO 93/23174 offenbaren jeweils einen Sprühkopf mit zwei Düsen, die Wirbelkanäle aufweisen und
derart aufeinander gerichtet sind, dass sich die entstehenden Strahlen treffen.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0011] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum Versprühen einer
unter Druck stehenden Flüssigkeit anzugeben, die bei normalem Leitungsdruck von ca.
2-5 bar betreibbar ist und trotz eines geringen Volumenstroms eine verbesserte Reinigungswirkung
hervorbringt. Zudem soll die Vorrichtung einfach und kostengünstig in grossen Stückzahlen
herstellbar sein. Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0012] Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist also auf:
eine Mehrzahl von Wirbelkammern, wobei jede der Wirbelkammern mindestens einen Einlass
zur Zuführung der Flüssigkeit in die jeweilige Wirbelkammer sowie eine Auslassdüse
zum Austritt eines Flüssigkeitsstrahls aus der Wirbelkammer aufweist; sowie
eine Anordnung von Einlaufkanälen, um einen in die Vorrichtung eintretenden Flüssigkeitsstrom
auf die Einlässe der Wirbelkammern zu verteilen.
[0013] Dabei definiert jede der Auslassdüsen eine Düsenlängsachse (im Falle einer zumindest
abschnittsweise zylindrischen Austrittsdüse ist die Düsenlängsachse identisch mit
der Zylinderachse). Die Düsenlängsachsen sind derart zueinander geneigt, dass aus
den Auslassdüsen austretende Flüssigkeitsstrahlen in einem vorbestimmten Abstand von
den Auslassdüsen aufeinandertreffen. Dies wird dadurch erreicht, dass sich die Düsenlängsachsen
ausserhalb der Vorrichtung im Wesentlichen an einem Schnittpunkt schneiden, der den
erwähnten Abstand von den Auslassdüsen aufweist.
[0014] Auf diese Weise wird eine Vorrichtung geschaffen, die gegenüber einer einzigen Wirbelkammer
eine deutliche verbesserte Reinigungswirkung bei gleichzeitig geringem Volumenstrom
erzeugt. Wenn z.B. drei Wirbelkammern eingesetzt werden, ist es möglich, bei einem
normalen Leitungsdruck von ca. 3 bar und einem Volumenstrom von insgesamt lediglich
0.6 l/min eine ausgezeichnete Reinigungswirkung zum Händewaschen zu erzielen. Da die
Flüssigkeitsstrahlen die Auslassdüsen dank den Wirbelkammern schon in fein zerteilter
Form verlassen, ist es völlig unproblematisch, wenn diese Strahlen auf die Haut eines
Benutzers auftreffen, bevor die Strahlen sich untereinander treffen.
[0015] Die Vorrichtung kann auf verschiedenste Weise eingesetzt werden. So kann die Vorrichtung
z.B. als Mundstück für eine sanitäre Auslaufarmatur für kaltes oder warmes Leitungswasser,
z.B. an einem Waschtisch oder Bidet, ausgebildet sein. Die Vorrichtung kann aber z.B.
auch als Sprühkopf eines Dusch-WCs, als Duschkopf einer normalen Duschbrause, als
auswechselbarer Einsatz eines solchen Duschkopfes, als Sprühkopf in einer Wellnessanlage
usw. eingesetzt werden. Auch ist ein Einsatz z.B. im Campingbereich möglich, beispielsweise
in einem Wohnmobil oder Caravan, oder an Waschtischen oder sogar Duschen in Flugzeugen.
Die zu versprühende Flüssigkeit muss nicht notwendigerweise Wasser sein, sondern kann
z.B. auch eine mit Detergenzien versehene Reinigungslösung sein. Letztlich kann die
Erfindung in allen Anwendungen vorteilhaft eingesetzt werden, in denen eine gute Reinigungsleistung
bei einem geringen Volumenstrom erwünscht ist.
[0016] Bevorzugt weist die Vorrichtung mindestens drei Wirbelkammern mit zugeordneten Auslassdüsen
auf, deren Flüssigkeitsstrahlen aufeinandertreffen. Dabei scheint eine sinnvolle Obergrenze
für die Zahl der Wirbelkammern bei ca. zehn zu liegen. Die Wirbelkammern und Auslassdüsen
sind bevorzugt ringförmig um eine zentrale Vorrichtungslängsachse herum angeordnet.
Dabei sind die Auslassdüsen vorzugsweise gleichmässig entlang der Umfangsrichtung
des Rings verteilt. Es können aber auch andere Anordnungen gewählt werden.
[0017] Der axiale Abstand von den Auslassdüsen, an dem die Flüssigkeitsstrahlen aufeinandertreffen,
beträgt bevorzugt zwischen 40 mm und 150 mm, kann aber je nach Anwendung auch noch
grössere Werte annehmen. Zur Anwendung in sanitären Auslaufarmaturen ist ein Abstand
von ca. 80 mm bevorzugt. Bei typischen Abmessungen von Mundstücken für sanitäre Auslaufarmaturen
und einer ringförmigen Anordnung der Auslassdüsen entspricht dieser Abstand einem
Neigungswinkel der Düsenlängsachsen relativ zur zentralen Vorrichtungslängsachse von
ca. 3°. Dieser Neigungswinkel kann aber je nach den Dimensionen der Vorrichtung und
der vorgesehenen Anwendung auch grösser oder kleiner sein und beträgt 1°-10°, bevorzugt
ca. 2°-5°
[0018] Unter einer Wirbelkammer wird in diesem Dokument eine Kammer verstanden, die durch
einen Einlass eintretendes Wasser aufgrund ihrer Geometrie in eine Wirbelbewegung
um eine Wirbelachse versetzt (also einen Vortex um die Wirbelachse erzeugt), und die
eine Auslassdüse derart aufweist, dass das Wasser im Wesentlichen axial zur Wirbelachse
austritt. Die Wirbelkammer ist bevorzugt wie folgt ausgebildet. Die Wirbelkammer definiert
eine Kammerlängsachse. Der Einlass der Wirbelkammer ist derart in einem Einlaufbereich
der Wirbelkammer ausgebildet, dass die Zuführung der Flüssigkeit in die Wirbelkammer
im Wesentlichen tangential bezüglich der Kammerlängsachse erfolgt. Die Auslassdüse
ist dagegen im Wesentlichen zentral bezüglich der Kammerlängsachse angeordnet. Die
Düsenlängsachse und die Kammerlängsachse verlaufen entweder koaxial oder schliessen
einen Winkel von höchstens 15° zueinander ein, bevorzugt höchstens 10°, besonders
bevorzugt höchstens 5°. In einer fertigungstechnisch besonders bevorzugten Ausführungsform
verlaufen die Kammerlängsachsen der Wirbelkammern im wesentlichen parallel zueinander,
und insbesondere parallel zu einer gemeinsamen Vorrichtungslängsachse, während die
Düsenlängsachsen zu den Kammerlängsachsen bzw. der Vorrichtungslängsachse geneigt
sind.
[0019] Vorzugsweise ist die Auslassdüse bezüglich der Kammerlängsachse axial beabstandet
vom Einlaufbereich angeordnet. Dabei verjüngt sich die Wirbelkammer vorzugsweise trichterartig
zwischen dem Einlaufbereich und der Auslassdüse. Jede der Wirbelkammern weist dazu
vorzugsweise einen im Wesentlichen konischen Bereich auf, in dem sich der Querschnitt
der Wirbelkammer entlang der Kammerlängsachse kontinuierlich bis zur Auslassdüse verjüngt.
Diesem konischen Bereich kann ein im Wesentlichen zylindrischer Bereich axial und
stromaufwärts vorgelagert sein, der zwischen dem Einlaufbereich und dem konischen
Bereich angeordnet ist. Dadurch tritt Flüssigkeit zunächst tangential in den Einlaufbereich
ein, beschreibt eine spiralförmige Bewegung durch den zylindrischen Bereich hindurch
und wird im konisch zulaufenden Bereich weiter beschleunigt, bevor der resultierende
Vortex in die Auslassdüse eintritt. Dies führt beim Verlassen der Auslassdüse zu einer
besonders effizienten Zerteilung des Flüssigkeitsstrahls. Als "im Wesentlichen zylindrisch"
sind dabei auch Formen zu betrachten, die in geringem Mass von einer rein zylindrischen
Form abweichen, ohne die Funktion dieses Bereichs wesentlich zu verändern, z.B. kegelstumpfförmige
Formen mit kleinem Öffnungswinkel, insbesondere wenn der Öffnungswinkel (Winkel zwischen
diametral gegenüberliegenden Mantelflächenbereichen) kleiner als 2 x 10° oder sogar
kleiner als 2 x 5 ° ist.
[0020] Um die Vortexbildung zu verbessern, kann in jeder der Wirbelkammern ein Nocken angeordnet
sein, der sich zentral entlang der Kammerlängsachse in den Einlaufbereich der Wirbelkammer
hinein erstreckt, so dass der Einlaufbereich der Wirbelkammer einen ringförmigen Hohlraum
bildet. Der Nocken ist dabei vorzugsweise von zylindrischer Form, kann aber z.B. auch
eine Kegelstumpfform annehmen.
[0021] Die Auslassdüsen sind bevorzugt durch zylindrische Bohrungen gebildet. Selbst wenn
die Auslassdüsen jedoch eine andere Form haben sollten, weist vorzugsweise jede Auslassdüse
an ihrem Ende einen zylindrischen Austrittsbereich auf, an den sich nach aussen hin
eine im Wesentlichen ebene Austrittsfläche anschliesst, die orthogonal zur Zylinderachse
verläuft. Insbesondere weitet sich die Auslassdüse an ihrem aussenseitigen Ende vorzugsweise
nicht nach aussen hin auf. Zwischen dem Austrittsbereich und der zugeordneten Austrittsfläche
ist bevorzugt eine scharfe Kante ausgebildet, um das Ablösen des Flüssigkeitsstrahls
von der Auslassdüse zu erleichtern. Insgesamt resultiert so ein sauberes Strahlbild.
[0022] Die Wirbelkammern sind zumindest teilweise, zumindest aber die Auslassdüsen, sind
in einem gemeinsamen (bevorzugt einstückigen) Wirbelkammerelement ausgebildet. Es
ist fertigungstechnisch bevorzugt, wenn im Wirbelkammerelement aussenseitig im Bereich
jeder Auslassdüse eine flache, vorzugsweise kegelstumpfförmige Vertiefung ausgebildet
ist, deren Kegelachse mit der Düsenachse zusammenfällt und die die Austrittsfläche
bildet.
[0023] Zur Zufuhr der Flüssigkeit weist die Vorrichtung einen entlang einer Vorrichtungsachse
verlaufenden, zentralen Zuführungskanal für die Flüssigkeit auf, der sich optional
in axialer Richtung verjüngen kann, um eine erste Beschleunigung des eintretenden
Flüssigkeitsstroms zu erreichen. Die Wirbelkammern sind dann dezentral zur Vorrichtungsachse
angeordnet, z.B. ringförmig um die Vorrichtungsachse, und die Einlaufkanäle verbinden
den Zuführungskanal im Wesentlichen quer zur Vorrichtungsachse mit den Wirbelkammern.
Eine verbesserte Vortexbildung kann erreicht werden, wenn jeder der Einlaufkanäle
vom Zuführungskanal ausgehend einen Bogen mit einem Winkel von mindestens 90° beschreibt.
Es ist aber auch möglich, Einlaufkanäle einer anderen Form vorzusehen, z.B. gerade
oder fächerförmige Einlaufkanäle, wie sie nachfolgend noch näher beschrieben werden.
Um ein sauberes Strahlbild zu erreichen, ist es bevorzugt, wenn jeder der Einlaufkanäle
einen rechteckigen Querschnitt aufweist. Dabei ist es bevorzugt, wenn der Querschnitt
über die Länge des Einlaufkanals hinweg im Wesentlichen konstant ist.
[0024] Dabei ist zu beachten, dass die Querschnittsfläche der Einlaufkanäle einen wesentlichen
Einfluss auf den Volumenstrom bei einem gegebenen Betriebsdruck hat. Durch geeignete
Wahl der Querschnittsfläche des Einlaufkanäle kann somit bei gegebenem Betriebsdruck
der Volumenstrom eingestellt werden. Dadurch kann die Verwendung eines separaten Durchflussbegrenzers
entfallen.
[0025] Die Vorrichtung wird besonders einfach gefertigt, weil sie ein (vorzugsweise einstückiges)
Zuführungselement sowie ein (vorzugsweise ebenfalls einstückiges) Wirbelkammerelement
aufweist, die derart miteinander verbunden sind (insbesondere aufeinander aufliegen),
dass sie gemeinsam zumindest einen Bereich jedes Einlaufkanals begrenzen, wobei die
Wirbelkammern zumindest teilweise durch Vertiefungen (z.B. Bohrungen) im Wirbelkammerelement
gebildet sind. Dabei ist es bevorzugt, dass das Wirbelkammerelement und das Zuführungselement
bezüglich der Vorrichtungslängsachse stirnseitig aufeinander aufliegen, d.h. im Wesentlichen
entlang einer gemeinsamen Ebene, die senkrecht zur Vorrichtungslängsachse verläuft,
aufeinander aufliegen. Insbesondere ist es bevorzugt, wenn die Einlaufkanäle durch
Vertiefungen (z.B. Nuten) im Zuführungselement gebildet sind, während das Wirbelkammerelement
eine zum Zuführungselement weisende Stirnfläche aufweist, die im Bereich der Einlaufkanäle
im Wesentlichen eben ist, um so gemeinsam mit dem Zuführungselement die Einlaufkanäle
zu begrenzen. In dieser Ausführungsform kann die Vorrichtung insbesondere auch sehr
einfach an verschiedene Druckbereiche angepasst werden, indem lediglich das Zuführungselement
gegen ein anderes Zuführungselement mit einer anderen Querschnittsfläche der Einlaufkanäle
ausgetauscht wird, während das Wirbelkammerelement unabhängig vom Druckbereich unverändert
bleiben kann.
[0026] Um das Zuführungselement und das Wirbelkammerelement relativ zueinander korrekt zu
positionieren und gegenseitig gegen Verdrehen zu sichern, kann am Zuführungselement
oder Wirbelkammerelement mindestens ein dezentraler Positioniernocken ausgebildet
sein, der in eine komplementäre Positioniernut am anderen Element eingreift. Eine
solche Positionierung kann jedoch auch auf andere Weise erreicht werden, z.B. durch
das Vorsehen von seitlich durchbrochenen Hohlzapfen, die am Zuführungselement ausgebildet
sind und in einem den Einlaufbereich der Wirbelkammern umgebenden Bereich in Vertiefungen
des Wirbelkammerelements hineinragen.
[0027] Das Zuführungselement und das Wirbelkammerelement können gemeinsam derart in einer
Aufnahmehülse gehalten sein, dass das Zuführungselement, das Wirbelkammerelement und
die Aufnahmehülse gemeinsam eine austauschbare Einheit ("Service-Einheit") bilden.
Dazu kann das Wirbelkammerelement an einem innenseitigen axialen Anschlag der Aufnahmehülse
anliegen (ggfs. mit einer dazwischen angeordneten Dichtung), während das Zuführungselement
auf dem Wirbelkammerelement aufliegt und an der Aufnahmehülse gehalten ist, z.B. durch
eine Schnappverbindung. Zu diesem Zweck können am Zuführungselement ein oder mehrere
Schnapparme ausgebildet sein, die in entsprechende innenseitige Vertiefungen der Aufnahmehülse
eingreifen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0028] Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
beschrieben, die lediglich zur Erläuterung dienen und nicht einschränkend auszulegen
sind. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- ein Mundstück gemäss einer ersten Ausführungsform der Erfindung in einem zentralen
Längsschnitt;
- Fig. 2
- das Mundstück der Fig. 1 in einem Querschnitt in der Ebene A—A der Fig. 1 ;
- Fig. 3
- den Gehäuseeinsatz des Mundstücks der Fig. 1 in einer Ansicht von unten;
- Fig. 4
- eine Detaildarstellung des Gehäuseeinsatzes der Fig. 3 in einem Längsschnitt in der
Ebene B—B der Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Detaildarstellung des Gehäuseeinsatzes der Fig. 3 in einem Längsschnitt in der
Ebene C—C der Fig. 3;
- Fig. 6
- einen zentralen Längsschnitt des Gehäuseeinsatzes der Fig. 3 in der Ebene D—D der
Fig. 3;
- Fig. 7
- ein Mundstück gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung in einem zentralen
Längsschnitt;
- Fig. 8
- den Gehäuseeinsatz des Mundstücks der Fig. 7 in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig. 9
- ein Mundstück gemäss einer dritten Ausführungsform der Erfindung in einem zentralen
Längsschnitt;
- Fig. 10
- das Mundstück der Fig. 9 in einem Querschnitt in der Ebene E—E der Fig. 9;
- Fig. 11
- ein Mundstück gemäss einer vierten Ausführungsform der Erfindung in einem zentralen
Längsschnitt;
- Fig. 12
- eine Detaildarstellung eines Mundstücks gemäss einer fünften Ausführungsform der Erfindung
in einem Längsschnitt in der Ebene F—F der Fig. 2;
- Fig. 13
- eine Wirbelscheibe für ein Mundstück gemäss einer sechsten Ausführungsform der Erfindung
in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 14
- die Wirbelscheibe der Fig. 13 in einem zentralen Längsschnitt in der Ebene G—G der
Fig. 15; und
- Fig. 15
- die Wirbelscheibe der Fig. 13 im Querschnitt in der Ebene H—H der Fig. 14.
BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSFORMEN
[0029] In den Figuren 1 und 2 ist ein Mundstück 1 einer sanitären Auslaufarmatur gemäss
einer ersten Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Eine Aussenhülse 2 weist ein
Anschlussgewinde 3 auf, das in handelsübliche Waschtischarmaturen passt. In der Aussenhülse
sind eine Aufnahmehülse, die im Folgenden als Innenhülse 4 bezeichnet wird, ein Zuführungselement,
das im Folgenden als Gehäuseeinsatz 5 bezeichnet wird, und ein Wirbelkammerelement,
das im Folgenden als Wirbelscheibe 6 bezeichnet wird, aufgenommen. Diese Teile sind
vorzugsweise aus einem schmutz- und kalkabweisenden Material hergestellt. Insbesondere
können der Gehäuseeinsatz 5 und/oder die Wirbelscheibe 6 im Spritzgussverfahren aus
Kunststoff gefertigt sein. Der Gehäuseeinsatz 5 ist in den Figuren 3 bis 6 zusätzlich
in verschiedenen Ansichten alleine dargestellt. Ein im Gehäuseeinsatz 5 eingeschnappter
Partikelfilter 7 verhindert das Eindringen von Schmutz- oder Sandpartikeln in das
Mundstück. Eine Dichtung 8 in Form eines Dichtrings mit quadratischem oder rechteckigem
Querschnitt stellt eine Abdichtung zwischen der Auslaufarmatur und dem Inneren der
Innenhülse 4 her. Eine weitere Dichtung 9 in Form eines O-Rings stellt eine Abdichtung
zwischen der Innenhülse 4 und der Wirbelscheibe 6 her.
[0030] Im Gehäuseeinsatz 5 ist eine zentrale Bohrung 10 ausgebildet, die sich stufenweise
nach unten hin zu einem zylindrischen Zuführungskanal 11 verjüngt. Die Bohrung 10
definiert mit ihrer Zylinderachse eine zentrale Vorrichtungslängsachse 21.
[0031] Vom Zuführungskanal 11 aus erstrecken sich drei Einlaufkanäle 13 quer zur Vorrichtungslängsachse
21 zu drei dezentralen, ringförmig um die Vorrichtungslängsachse herum angeordneten
Wirbelkammern 14. Jeder der Einlaufkanäle 13 verläuft dabei zunächst in einem radialen
Abschnitt 12 im Wesentlichen radial nach aussen und beschreibt dann einen Bogen von
etwas mehr als 180°, bevor er tangential in die jeweilige Wirbelkammer 14 mündet.
Die Einlaufkanäle sind dabei als Vertiefungen mit rechteckigem Querschnitt in derjenigen
Stirnseite des Gehäuseeinsatzes 5 ausgebildet, die der Wirbelscheibe 6 gegenüberliegt.
Die gegenüberliegende Stirnseite der Wirbelscheibe 6 ist im Bereich der Einlaufkanäle
13 dagegen eben und glatt ausgebildet. Auf diese Weise begrenzen der Gehäuseeinsatz
5 und die Wirbelscheibe 6 gemeinsam die Einlaufkanäle 13. Jede der Wirbelkammern 14
weist einen Einlaufbereich 29 auf, in den hinein der zugehörige Einlaufkanal 13 im
Wesentlichen tangential mündet. Der Einlaufbereich 29 ist dabei im Gehäuseeinsatz
5 als ringförmiger Hohlraum mit rechteckigem Querschnitt ausgebildet. Im Zentrum des
Einlaufbereichs 29 ist ein zylindrischer Zapfen 27 angeordnet, der am Gehäuseeinsatz
5 ausgebildet ist und sich von oben her in den Einlaufbereich hinein erstreckt. Die
Länge des Zapfens entspricht dabei im Wesentlichen der Höhe der Einlaufkanäle, so
dass der Zapfen axial in der gemeinsamen Ebene, die den Gehäuseeinsatz 5 und die Wirbelscheibe
6 trennt, endet. An den Einlaufbereich 29 schliesst sich axial ein zylindrischer Bereich
15 (Übergangsbereich) in Form einer zylindrischen Bohrung in der Wirbelscheibe 6 an,
der wiederum von einem konisch zulaufenden Bereich 16 gefolgt ist. Der konisch zulaufende
Bereich 16 mündet in eine zentral angeordnete, axial verlaufende, zylindrische Auslassdüse
18. Die Auslassdüse 18 endet an einer rechtwinklig zur Zylinderachse der Düse verlaufenden
Austrittsfläche 17, wobei zwischen der zylindrischen Düsenbohrung und der Austrittsfläche
eine scharfe Kante ausgebildet ist. Die Austrittsfläche wird durch eine flache, kegelstumpfförmige
Vertiefung 19 in der aussenseitigen Stirnfläche der Wirbelscheibe 6 gebildet und weist
dadurch eine Ringform auf.
[0032] Die Zylinderachse jeder Wirbelkammer 14 definiert eine Kammerlängsachse 32. Ebenso
definiert die Zylinderachse der zugehörigen Auslassdüse 18 eine Düsenlängsachse 20.
Im vorliegenden Beispiel fallen die Kammerlängsachse 32 und die Düsenlängsachse 20
zusammen und sind gemeinsam um ca. 3° zur Vorrichtungslängsachse 21 hin geneigt. Dadurch
treffen sich die Düsenlängsachsen 20 in einem gemeinsamen Schnittpunkt in einem Abstand
von ca. 80 mm von den Austrittsflächen der Düsen. Die Kammerlängsachse und die Düsenlängsachse
können jedoch alternativ auch einen kleinen Winkel zueinander einnehmen. Dies wird
nachfolgend noch im Zusammenhang mit der Fig. 12 näher erläutert.
[0033] Am Gehäuseeinsatz 5 sind entlang seines äusseren Umfangs drei axial in Richtung der
Wirbelscheibe 6 vorstehende Nocken 22 ausgebildet, die in dazu komplementäre Nuten
auf der Aussenseite der Wirbelscheibe 6 eingreifen, um die Wirbelscheibe 6 und den
Gehäuseeinsatz 5 zueinander richtig zu positionieren und gegen Verdrehen zu sichern.
Der Gehäuseeinsatz 5 und die Wirbelscheibe 6 sind gemeinsam in der Innenhülse 4 gehalten.
Dazu ist an der Wirbelscheibe 6 eine nach innen versetzte, in Auslassrichtung weisende
Stufe ausgebildet, die auf der Dichtung 9 aufliegt; diese Dichtung liegt wiederum
auf einem nach innen weisenden Ringflansch am auslassseitigen Ende der Innenhülse
4 auf. Auf die Wirbelscheibe 6 ist der Gehäuseeinsatz 5 aufgeschoben. Dieser ist über
nachfolgend noch näher beschriebene Schnapparme 23, die in eine entsprechende Ausnehmung
auf der Innenseite der Innenhülse 4 eingreifen, an der Innenhülse 4 fixiert. Dadurch
bilden die Innenhülse 4, der Gehäuseeinsatz 5 und die Wirbelscheibe 6 zusammen mit
der Dichtung 9 und dem Partikelfilter 7 eine Service-Einheit 30, die leicht ausgewechselt
werden kann.
[0034] Im Betrieb tritt Wasser axial durch den Partikelfilter 7 (dessen Maschenweite geringer
ist als die kleinste Querschnittsdimension der Einlaufkanäle 13 und der Auslassdüsen
18) hindurch in die zentrale Bohrung 10 und von dort in den Zuführungskanal 11 ein.
Aufgrund der sich verjüngenden Form der zentralen Bohrung 10 wird der Wasserstrom
dabei ein erstes Mal beschleunigt. Im Zuführungskanal 11 wird das Wasser auf die Einlaufkanäle
13 verteilt und dabei umgelenkt. Durch die Einlaufkanäle 13 wird das Wasser zu den
Wirbelkammern 14 geführt. Das Wasser tritt tangential in den Einlaufbereich 29 jeder
Wirbelkammer 14 ein und beginnt dort eine spiralförmige Bewegung zu beschreiben. Der
zentrale Nocken 27 im Einlaufbereich unterstützt dabei die Ausbildung einer Wirbelbewegung
zusätzlich. Der entstehende Vortex bewegt sich nun entlang des zylindrischen Bereichs
15 nach unten und wird im konisch zulaufenden Bereich 16 weiter beschleunigt, bevor
er in die Auslassdüse 18 eintritt. Das Wasser verlässt die Auslassdüse 18 mit hoher
Geschwindigkeit und wird dabei in feine Tröpfchen zerteilt. Dabei unterstützt die
scharfkantige Ausbildung des Übergangs zwischen der zylindrischen Düsenbohrung und
der Austrittsfläche 17 ein sauberes Ablösen des Wasserstrahls. Auf diese Weise entsteht
ein feinzerteilter, gerichteter Strahl ohne übermässige Ausbildung von ungerichtetem
Sprühnebel. Diese schon zuvor zerteilten Wasserstrahlen treffen ca. 80 mm unterhalb
der Austrittsfläche im Schnittpunkt der Düsenlängsachsen aufeinander und sorgen in
diesem Bereich für eine optimale Reinigungsleistung. So lassen sich z.B. die Hände
zum Waschen vollständig benetzen, und auch Seife oder andere Reinigungsmittel lassen
sich ohne weiteres wieder von den Händen abspülen.
[0035] Bei einem Mundstück für haushaltsübliche Verwendung an Waschtischen können die Abmessungen
des Mundstücks z.B. wie folgt gewählt werden: Aussendurchmesser des Mundstücks ca.
24 mm; Abstand der Düsenauslässe von der zentralen Vorrichtungslängsachse ca. 4.2
mm; Neigungswinkel der Düsenlängsachse und der Kammerlängsachse zur Vorrichtungslängsachse
ca. 3°; Querschnitt der Einlaufkanäle rechteckig, ca. 1 mm breit, 0.5 mm tief; resultierender
Volumenstrom bei einem Fliessdruck von 3 bar ist ca. 0.2 l/min je Auslassdüse (gesamter
Volumenstrom ca. 0.6 l/min). Selbstverständlich können diese Parameter aber in weiten
Bereichen variiert werden. Insbesondere lässt sich durch geeignete Wahl der Querschnittsfläche
der Einlaufkanäle ein grösserer oder kleinerer Volumenstrom bei vorgegebenem Fliessdruck
einstellen, bzw. das Mundstück lässt sich an unterschiedliche Druckverhältnisse bei
vorgegebenem Volumenstrom anpassen.
[0036] Ein Mundstück gemäss einer zweiten Ausführungsform der Erfindung ist in den Figuren
7 und 8 illustriert. Der Aufbau dieses Mundstücks entspricht weitgehend der ersten
Ausführungsform, und gleichwirkende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen wie
bei der ersten Ausführungsform versehen. Insbesondere sind aus der Fig. 8 die Schnapparme
23 am Gehäuseeinsatz 5 gut erkennbar, die zusammen mit der Innenhülse die schon erwähnte
Schnappverbindung eingehen.
[0037] Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten Ausführungsform vor allem
durch die Art und Weise, in der der Gehäuseeinsatz 5 und die Wirbelscheibe 6 relativ
zueinander gegen Verdrehung gesichert werden. Als Positionierhilfen dienen hier Hohlzapfen
25 am Gehäuseeinsatz 5, die über die Stirnfläche des Gehäuseeinsatzes 5 axial vorstehen
und die Einlaufbereiche der Wirbelkammern umgeben. Diese Hohlzapfen ragen in kurze
Sackbohrungen 26 hinein, die in der Wirbelscheibe 6 ausgebildet sind. Um die tangentiale
Einspeisung des Wassers in die Wirbelkammer zu ermöglichen, ist jeder Hohlzapfen 25
durch einen Durchbruch 31 unterbrochen. In dieser Ausführungsform entfällt ausserdem
der zentrale Zapfen 27, der in der ersten Ausführungsform axial in den Einlaufbereich
29 der Wirbelkammer 14 hineinragt.
[0038] Ein Mundstück gemäss einer dritten Ausführungsform ist in den Figuren 9 und 10 illustriert.
Wiederum sind gleichwirkende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen wie bei der
ersten Ausführungsform versehen. In dieser Ausführungsform weisen die Einlaufkanäle
13 eine andere Form als in den ersten beiden Ausführungsformen auf; zudem sind die
Einlaufkanäle nicht als Vertiefungen im Gehäuseeinsatz 5, sondern als Vertiefungen
in der Stirnseite der Wirbelscheibe 6 ausgebildet. Statt einer bogenförmigen Form
mit konstantem Querschnitt weisen die Einlaufkanäle hier eine fächerförmige Form mit
sich stark verjüngendem Querschnitt auf. Dadurch erfolgt hier auch in den Einlaufkanälen
eine Beschleunigung des Wasserstroms.
[0039] Ein Mundstück gemäss einer vierten Ausführungsform ist in der Figur 11 dargestellt.
Wiederum sind gleichwirkende Teile sind mit den gleichen Bezugszeichen wie bei der
ersten Ausführungsform versehen. Der Querschnitt der Einlaufkanäle 13 ist hier halbkreisförmig
statt rechteckig. In der zentralen Bohrung 10 ist zudem ein handelsüblicher Durchflussbegrenzer
28 eingesetzt. Dadurch kann das Mundstück auf sehr einfache Weise, ohne Änderungen
der Dimensionierung, an höhere Fliessdrücke angepasst werden.
[0040] Ein Mundstück gemäss einer fünften Ausführungsform der Erfindung ist in der Figur
12 illustriert. Der Aufbau dieses Mundstücks entspricht weitgehend der ersten Ausführungsform,
und gleichwirkende Teile sind wiederum mit den gleichen Bezugszeichen wie bei der
ersten Ausführungsform versehen. Diese Ausführungsform unterscheidet sich von der
ersten Ausführungsform dadurch, dass die Kammerlängsachse 32 jeder Wirbelkammer nicht
mit der Düsenlängsachse 20 der betreffenden Wirbelkammer zusammenfällt. Stattdessen
verlaufen hier die Kammerlängsachsen 32 parallel zur Vorrichtungslängsachse 21, während
nur die Düsenlängsachsen 20 um einen Winkel von ca. 3° zur Vorrichtungslängsachse
21 hin geneigt sind. Dies vereinfacht die Fertigung der Wirbelscheibe 6 erheblich:
Die Wirbelkammern 14 können von oben her parallel zur Vorrichtungslängsachse 21 bearbeitet
(bzw. bei Spritzgussfertigung von oben her parallel entformt) werden. Nur die Auslassdüsen
18 brauchen von unten her in einem Winkel zur Vorrichtungslängsachse 21 bearbeitet
bzw. entformt zu werden.
[0041] In den Figuren 13-15 ist eine weitere Ausführungsform einer Wirbelscheibe 6 illustriert.
Diese Wirbelscheibe ist an sich sehr ähnlich zu der Wirbelscheibe der ersten, vierten
oder fünften Ausführungsform ausgebildet. Sie unterscheidet sich davon jedoch in einigen
Aspekten, die im Folgenden erläutert werden.
[0042] So weist die Wirbelscheibe der Figuren 13-15 in den Wirbelkammern Übergangsbereiche
15' auf, die sich nach unten hin leicht konisch verjüngen (siehe Fig. 14). Jeder Übergangsbereich
15' bildet einen Übergang zwischen dem entsprechenden Einlaufbereich, der wie beim
ersten, vierten oder fünften Ausführungsbeispiel im Gehäuseeinsatz 5 ausgebildet ist,
und dem kegelförmigen Bereich 16, an den sich die Auslassdüse 18 anschliesst. Während
in den vorstehenden ersten bis fünften Ausführungsbeispielen die entsprechenden Übergangsbereiche
exakt zylindrisch sind, sind die Übergangsbereiche im vorliegenden Ausführungsbeispiel
leicht konisch ausgebildet, um bei einer Fertigung im Spritzgussverfahren die Entformbarkeit
zu erleichtern. Aufgrund des kleinen Öffnungswinkels des so gebildeten Kegelstumpfs
von weniger als 2 x 5° sind diese Übergangsbereiche ansonsten aber funktional äquivalent
zu rein zylindrischen Übergangsbereichen.
[0043] Weitere Unterschiede bestehen auf der Auslassseite der Wirbelscheibe. Während die
Wirbelscheibe in den vorstehenden Ausführungsbeispielen auf der Auslassseite weitgehend
massiv gefertigt ist, weist die Wirbelscheibe dieser Ausführungsform mehrere Vertiefungen
auf, insbesondere ein zentrales Sackloch 33 und drei Vertiefungen 34 zwischen den
Austrittsflächen 17. In Umfangsrichtung grenzen die Vertiefungen 34 direkt an die
Austrittsflächen 17 an, so dass die Austrittsflächen 17 selbst, anders als in den
vorstehenden Beispielen, nicht mehr durch kegelstumpfförmige Vertiefungen im umliegenden
Material gebildet sind. Das umliegende Material bildet vielmehr nun nur noch einen
inneren Ring 35 und einen äusseren Ring 36, die die Austrittsflächen in radialer Richtung
begrenzen. Diese Ausgestaltung mit Sackloch 33 und Vertiefungen 34 ist aus fertigungstechnischen
Gründen bevorzugt, da auf diese Weise die Materialdicke nirgends übermässig gross
wird, so dass die Wirbelscheibe bei einer Fertigung im Spritzgussverfahren gleichmässiger
abkühlt und aushärtet.
[0044] Schliesslich weist die Wirbelscheibe dieses Ausführungsbeispiels an ihrem äusseren
Umfang auch noch drei Positioniernocken 37 auf, die es ermöglichen, die Wirbelscheibe
6 unabhängig vom Gehäuseeinsatz 5 in einer festen Orientierung in der Innenhülse 4
zu halten, indem in der Innenhülse entsprechende Führungsnuten vorgesehen sind. Wenn
auch der Gehäuseeinsatz mit entsprechenden Nocken versehen ist, kann ein gegenseitiges
Eingreifen der Wirbelscheibe und des Gehäuseeinsatzes entfallen.
[0045] Aus der vorstehenden Beschreibung ist erkennbar, dass eine grosse Zahl von Abwandlungen
möglich ist, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. So ist es insbesondere möglich,
die Vorrichtung nicht nur als Mundstück einer Auslaufarmatur auszubilden, sondern
z.B. auch als Duschkopf oder als Einsatz für einen Duschkopf. Je nach Anwendungsbereich
und Abmessungen ist es möglich, mehr oder weniger als drei Wirbelkammern um die zentrale
Vorrichtungslängsachse herum anzuordnen. Bei einer grösseren Zahl von Wirbelkammern
kann es vorteilhaft sein, dass unterschiedliche Auslassdüsen eine unterschiedliche
Neigung zur Vorrichtungslängsachse aufweisen, um die austretenden Strahlen auf einen
grösseren Bereich zu verteilen. Dies kann z.B. bei Duschköpfen erwünscht sein. Die
Einlaufkanäle können auch in anderer Weise als oben dargestellt ausgebildet sein und
z.B. als gerade verlaufende Kanäle mit konstantem oder veränderlichem Querschnitt
ausgebildet sein.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Mundstück |
18 |
Auslassdüse |
| 2 |
Aussenhülse |
19 |
Vertiefung |
| 3 |
Anschlussgewinde |
20 |
Düsenlängsachse |
| 4 |
Innenhülse (Aufnahmehülse) |
21 |
Vorrichtungslängsachse |
| 5 |
Gehäuseeinsatz (Zuführungselement) |
22 |
Nocken |
| 23 |
Schnapparm |
| 6 |
Wirbelscheibe (Wirbelkammerelement) |
25 |
Hohlzapfen |
| 26 |
Bohrung |
| 7 |
Partikelfilter |
27 |
zentraler Nocken |
| 8 |
Dichtung |
28 |
Durchflussbegrenzer |
| 9 |
Dichtung |
29 |
Einlaufbereich |
| 10 |
zentrale Bohrung |
30 |
Service-Einheit |
| 11 |
Zuführungskanal |
31 |
Durchbruch |
| 12 |
radialer Abschnitt |
32 |
Kammerlängsachse |
| 13 |
Einlaufkanal |
33 |
Sackloch |
| 14 |
Wirbelkammer |
34 |
Vertiefung |
| 15, 15' |
zylindrischer Bereich |
35 |
innerer Ring |
| 16 |
kegelförmiger Bereich |
36 |
äusserer Ring |
| 17 |
Austrittsfläche |
37 |
Positioniernocken |
1. Vorrichtung zum Versprühen einer unter Druck stehenden Flüssigkeit, aufweisend:
einen entlang einer Vorrichtungsachse (21) verlaufenden, zentralen Zuführungskanal
(11) für die Flüssigkeit,
eine Mehrzahl von dezentral zur Vorrichtungsachse (21) angeordneten Wirbelkammern
(14), wobei jede der Wirbelkammern mindestens einen Einlass zur Zuführung der Flüssigkeit
in die jeweilige Wirbelkammer sowie eine Auslassdüse (18) zum Austritt eines Flüssigkeitsstrahls
aus der Wirbelkammer aufweist; sowie
eine Anordnung von Einlaufkanälen (13), die den Zuführungskanal (11) im Wesentlichen
quer zur Vorrichtungsachse (21) mit den Wirbelkammern (14) verbinden, um einen in
die Vorrichtung eintretenden Flüssigkeitsstrom auf die Einlässe der Wirbelkammern
(14) zu verteilen, wobei jede der Auslassdüsen (18) eine in einem Winkel von 1°-10°
zur Vorrichtungsachse verlaufende Düsenlängsachse (20) definiert, und wobei die Düsenlängsachsen
(20) derart zueinander geneigt sind, dass aus den Auslassdüsen austretende Flüssigkeitsstrahlen
in einem vorbestimmten Abstand von den Auslassdüsen (18) aufeinandertreffen,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung ein Zuführungselement (5) aufweist, in dem der Zuführungskanal (11)
ausgebildet ist,
dass die Vorrichtung ein Wirbelkammerelement (6) aufweist, wobei die Wirbelkammern (14)
zumindest teilweise durch Vertiefungen im Wirbelkammerelement (6) gebildet sind,
und dass das Zuführungselement (5) und das Wirbelkammerelement (6) derart miteinander verbunden
sind, dass sie gemeinsam zumindest einen Bereich jedes Einlaufkanals (13) begrenzen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Zuführungselement (5) auf dem Wirbelkammerelement
(6) aufliegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, welche ausserdem eine Aufnahmehülse (4) aufweist,
wobei das Zuführungselement (5) und das Wirbelkammerelement (6) gemeinsam derart in
der Aufnahmehülse (4) gehalten sind, dass das Zuführungselement (5), das Wirbelkammerelement
(6) und die Aufnahmehülse (4) gemeinsam eine austauschbare Einheit bilden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Wirbelkammerelement (6) unmittelbar oder über
eine Dichtung an einem innenseitigen axialen Anschlag der Aufnahmehülse (4) anliegt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Zuführungselement (5) auf dem Wirbelkammerelement
(6) aufliegt und an der Aufnahmehülse (4) gehalten ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, wobei zwischen dem Zuführungselement (5) und der Aufnahmehülse
(4) eine Schnappverbindung ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung als Mundstück
einer sanitären Auslaufarmatur ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder der Einlaufkanäle
(13) vom Zuführungskanal ausgehend zunächst im Wesentlichen radial nach aussen verläuft.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder der Einlaufkanäle
(13) vom Zuführungskanal (11) ausgehend einen Bogen mit einem Winkel von mindestens
90° beschreibt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, wobei der Bogen einen Winkel von mindestens 180° beschreibt.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung mindestens
drei Wirbelkammern (14) umfasst, deren Düsenlängsachsen zueinander geneigt sind.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Wirbelkammern (14) ringförmig um die zentrale
Vorrichtungsachse (21) herum angeordnet sind.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei jede der Wirbelkammern (14) eine Kammerlängsachse (32) definiert,
wobei der Einlass jeder der Wirbelkammern (14) derart in einem Einlaufbereich (29)
der Wirbelkammer (14) ausgebildet ist, dass die Zuführung der Flüssigkeit in die jeweilige
Wirbelkammer im Wesentlichen tangential bezüglich der Kammerlängsachse (32) erfolgt,
wobei die Auslassdüse (18) im Wesentlichen zentral bezüglich der Kammerlängsachse
(32) angeordnet ist, und
wobei die Düsenlängsachse (20) und die Kammerlängsachse (32) einen Winkel von 0° bis
15° zueinander einnehmen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, wobei die Kammerlängsachsen (32) der Wirbelkammern im
Wesentlichen parallel zueinander verlaufen, während die Düsenlängsachsen (20) zu den
Kammerlängsachsen (32) geneigt sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, wobei jede der Wirbelkammern einen im Wesentlichen
konischen Bereich (16) aufweist, in dem sich der Querschnitt der Wirbelkammer entlang
der Kammerlängsachse (32) kontinuierlich bis zur Auslassdüse (18) verjüngt.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, wobei jede Wirbelkammer einen im Wesentlichen zylindrischen
Bereich (15) aufweist, der zwischen dem Einlaufbereich (29) und dem konischen Bereich
(16) angeordnet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13-16, wobei in jeder der Wirbelkammern (14)
ein Nocken (27) angeordnet ist, der sich zentral in den Einlaufbereich (29) der Wirbelkammer
(14) hinein erstreckt, so dass der Einlaufbereich (29) der Wirbelkammer einen ringförmigen
Hohlraum bildet.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei jeder der Einlaufkanäle
(13) einen rechteckigen Querschnitt aufweist.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einlaufkanäle (13)
durch Vertiefungen im Zuführungselement (5) gebildet sind, während das Wirbelkammerelement
(6) eine zum Zuführungselement (5) weisende Stirnfläche aufweist, die im Bereich der
Einlaufkanäle (13) im Wesentlichen eben ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei am Zuführungselement (5)
oder Wirbelkammerelement (6) mindestens ein dezentraler Positioniernocken (22) ausgebildet
ist, der in eine komplementäre Positioniernut am anderen Element eingreift, um das
Zuführungselement (5) und das Wirbelkammerelement (6) relativ zueinander zu positionieren.
1. Device for spraying a pressurized liquid, comprising:
a central feed channel (11) for the liquid, the central feed channel extending along
a device axis (21),
a plurality of swirl chambers (14) arranged in a decentralized manner in relation
to the device axis (21), wherein each of the swirl chambers has at least one inlet
for feeding the liquid into the respective swirl chamber and an outlet nozzle (18)
in order for a liquid jet to exit from the swirl chamber; and
an arrangement of inflow channels (13), which connect the feed channel (11) to the
swirl chambers (14) essentially transversely with respect to the device axis (21)
in order to distribute a liquid flow entering into the device between the inlets of
the swirl chambers (14); wherein each of the outlet nozzles (18) defines a longitudinal
nozzle axis (20) extending at an angle of 1°-10° to the device axis, and wherein the
longitudinal nozzle axes (20) are inclined in relation to one another such that liquid
jets exiting from the outlet nozzles meet one another at a predetermined distance
from the outlet nozzles (18),
characterised in that
the device comprises a feed element (5) in which the feed channel (11) is formed,
the device comprises a swirl-chamber element (6), wherein the swirl chambers (14)
are formed, at least in part, by depressions in the swirl-chamber element (6),
and the feed element (5) and the swirl-chamber element (6) are connected to one another
such that together they define at least one region of each inflow channel (13).
2. Device as claimed in claim 1, wherein the feed element (5) rests on the swirl-chamber
element (6).
3. Device as claimed in claim 1 or 2, which further comprises an accommodating sleeve
(4), the feed element (5) and the swirl-chamber element (6) being retained together
in the accommodating sleeve (4) such that the feed element (5), the swirl-chamber
element (6) and the accommodating sleeve (4) together form an exchangeable unit.
4. Device as claimed in claim 3, wherein the swirl-chamber element (6) abuts against
an inner axial stop of the accommodating sleeve (4), directly or via a seal.
5. Device as claimed in claim 4, wherein the feed element (5) rests on the swirl-chamber
element (6) and is retained on the accommodating sleeve (4).
6. Device as claimed in claim 5, wherein a snap-fit connection is formed between the
feed element (5) and the accommodating sleeve (4).
7. Device as claimed in any one of the preceding claims, wherein the device is designed
as a mouthpiece of a sanitary outflow fitting.
8. Device as claimed in any one of the preceding claims, wherein each of the inflow channels
(13), starting from the feed channel, initially extends essentially radially outwards.
9. Device as claimed in any one of the preceding claims, wherein each of the inflow channels
(13), starting from the feed channel (11), describes an arc with an angle of at least
90°.
10. Device as claimed in claim 9, wherein the arc describes an angle of at least 180°.
11. Device as claimed in any one of the preceding claims, wherein the device comprises
at least three swirl chambers (14), the longitudinal nozzle axes of which are inclined
in relation to one another.
12. Device as claimed in claim 11, wherein the swirl chambers (14) are arranged in a ring
around the central device axis (21).
13. Device as claimed in any one of the preceding claims,
wherein each of the swirl chambers (14) defines a longitudinal chamber axis (32),
wherein the inlet of each of the swirl chambers (14) is formed in an inflow region
(29) of the swirl chamber (14) such that the liquid is fed into the respective swirl
chamber essentially tangentially in relation to the longitudinal chamber axis (32),
wherein the outlet nozzle (18) is arranged essentially centrally in relation to the
longitudinal chamber axis (32), and
wherein the longitudinal nozzle axis (20) and the longitudinal chamber axis (32) assume
an angle of 0° to 15° in relation to one another.
14. Device as claimed in claim 13, wherein the longitudinal chamber axes (32) of the swirl
chambers extend essentially in parallel with one another whereas the longitudinal
nozzle axes (20) are inclined in relation to the longitudinal chamber axes (32).
15. Device as claimed in claim 13 or 14, wherein each of the swirl chambers has an essentially
conical region (16) in which the cross section of the swirl chamber tapers continuously
along the longitudinal chamber axis (32) to the outlet nozzle (18).
16. Device as claimed in claim 15, wherein each swirl chamber has an essentially cylindrical
region (15) which is arranged between the inflow region (29) and the conical region
(16).
17. Device as claimed in any one of claims 13-16, wherein a protuberance (27) is arranged
in each of the swirl chambers (14) and extends centrally into the inflow region (29)
of the swirl chamber (14) such that the inflow region (29) of the swirl chamber forms
an annular cavity.
18. Device as claimed in any one of the preceding claims, wherein each of the inflow channels
(13) has a rectangular cross section.
19. Device as claimed in any one of the preceding claims, wherein the inflow channels
(13) are formed by depressions in the feed element (5) whereas the swirl-chamber element
(6) has an end surface which is oriented towards the feed element (5) and is essentially
planar in the region of the inflow channels (13).
20. Device as claimed in any one of the preceding claims, wherein at least one decentralized
positioning protuberance (22) is formed on the feed element (5) or swirl-chamber element
(6) and engages in a complementary positioning groove on the other element in order
to position the feed element (5) and the swirl-chamber element (6) relative to one
another.
1. Dispositif pour pulvériser un liquide sous pression, présentant un canal d'arrivée
central (11), courant le long d'un axe de dispositif (21), pour le liquide,
une multiplicité de chambres de turbulence (14) disposées de façon décentrée par rapport
à l'axe de dispositif (21), dans lequel chacune des chambres de turbulence présente
au moins une entrée pour l'arrivée de liquide dans la chambre de turbulence respective
ainsi qu'une buse de sortie (18) pour la sortie d'un jet de liquide hors de la chambre
de turbulence ; ainsi que
un agencement de canaux d'entrée (13), qui relient le canal d'arrivée (11) essentiellement
transversalement à l'axe de dispositif (21) aux chambres de turbulence (14), afin
de distribuer un courant de liquide pénétrant dans le dispositif sur les entrées des
chambres de turbulence (14), dans lequel chacune des buses de sortie (18) définit
un axe longitudinal de buse (20) s'étendant sous un angle compris entre 1° et 10°
par rapport à l'axe de dispositif, et dans lequel les axes longitudinaux de buses
(20) sont inclinés l'un vers l'autre de telle manière que des jets de liquide sortant
des buses de sortie se rejoignent à une distance prédéterminée des buses de sortie
(18),
caractérisé en ce que le dispositif présente un élément d'arrivée (5), dans lequel le canal d'arrivée (11)
est formé, en ce que le dispositif présente un élément de chambres de turbulence (6), dans lequel les
chambres de turbulence (14) sont formées au moins partiellement par des creux dans
l'élément de chambres de turbulence (6), et en ce que l'élément d'arrivée (5) et l'élément de chambres de turbulence (6) sont assemblés
l'un à l'autre de telle manière qu'ils limitent ensemble au moins une région de chaque
canal d'entrée (13).
2. Dispositif selon la revendication 1, dans lequel l'élément d'arrivée (5) repose sur
l'élément de chambres de turbulence (6).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, qui présente par ailleurs une douille de
réception (4), dans lequel l'élément d'arrivée (5) et l'élément de chambres de turbulence
(6) sont maintenus ensemble dans la douille de réception (4), de telle manière que
l'élément d'arrivée (5), l'élément de chambres de turbulence (6) et la douille de
réception (4) forment ensemble une unité échangeable.
4. Dispositif selon la revendication 3, dans lequel l'élément de chambres de turbulence
(6) repose directement ou par l'intermédiaire d'un joint sur une butée axiale interne
de la douille de réception (4).
5. Dispositif selon la revendication 4, dans lequel l'élément d'arrivée (5) repose sur
l'élément de chambres de turbulence (6) et est maintenu sur la douille de réception
(4).
6. Dispositif selon la revendication 5, dans lequel un assemblage à encliquetage est
formé entre l'élément d'arrivée (5) et la douille de réception (4).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
est configuré comme embout buccal pour une armature de sortie sanitaire.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel chacun
des canaux d'entrée (13) s'étend d'abord essentiellement radialement vers l'extérieur
à partir du canal d'arrivée.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel chacun
des canaux d'entrée (13) décrit, à partir du canal d'arrivée (11), un arc avec un
angle d'au moins 90°.
10. Dispositif selon la revendication 9, dans lequel l'arc décrit un angle d'au moins
180°.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel le dispositif
comprend au moins trois chambres de turbulence (14), dont les axes longitudinaux des
buses sont inclinés l'un vers l'autre.
12. Dispositif selon la revendication 11, dans lequel les chambres de turbulence (14)
sont disposées en anneau autour de l'axe central (21) du dispositif.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes,
dans lequel chacune des chambres de turbulence (14) définit un axe longitudinal de
chambre (32),
dans lequel l'entrée de chacune des chambres de turbulence (14) est réalisée dans
une région d'entrée (29) de la chambre de turbulence (14), de telle manière que l'arrivée
du liquide dans la chambre de turbulence respective se produise essentiellement tangentiellement
par rapport à l'axe longitudinal de chambre (32), dans lequel la buse de sortie (18)
est disposée essentiellement au centre par rapport à l'axe longitudinal de chambre
(32) et
dans lequel l'axe longitudinal de buse (20) et l'axe longitudinal de chambre (32)
forment un angle compris entre 0° et 15° l'un par rapport à l'autre.
14. Dispositif selon la revendication 13, dans lequel les axes longitudinaux de chambre
(32) des chambres de turbulence sont essentiellement parallèles l'un à l'autre, tandis
que les axes longitudinaux (20) des buses sont inclinés vers les axes longitudinaux
(32) des chambres.
15. Dispositif selon la revendication 13 ou 14, dans lequel chacune des chambres de turbulence
présente une région essentiellement conique (16), dans laquelle la section transversale
de la chambre de turbulence diminue de façon continue le long de l'axe longitudinal
de chambre (32 jusqu'à la buse de sortie (18).
16. Dispositif selon la revendication 15, dans lequel chaque chambre de turbulence présente
une région essentiellement cylindrique (15) qui est disposée entre la région d'entrée
(29) et la région conique (16).
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 13 à 16, dans lequel un ergot
(27) est disposé dans chacune des chambres de turbulence (14), lequel s'étend au centre
dans la région d'entrée (29) de la chambre de turbulence (14), de telle manière que
la région d'entrée (29) de la chambre de turbulence forme une cavité annulaire.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel chacun
des canaux d'entrée (13) présente une section transversale rectangulaire.
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel les
canaux d'entrée (13) sont formés par des creux dans l'élément d'arrivée (5), tandis
que l'élément de chambres de turbulence (6) présente une face frontale orientée vers
l'élément d'arrivée (5), qui est essentiellement plane dans la région des canaux d'entrée
(13).
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel au moins
un ergot de positionnement décentré (22) est formé sur l'élément d'arrivée (5) ou
l'élément de chambres de turbulence (6), lequel s'engage dans une rainure de positionnement
complémentaire sur l'autre élément, afin de positionner l'un par rapport à l'autre
l'élément d'arrivée (5) et l'élément de chambres de turbulence (6).