[0001] Die Erfindung betrifft einen Absaugschwimmer zur Entfernung von flüssigen und/oder
schaumartigen Verunreinigungen an Oberflächen von Flüssigkeiten. Weiter betrifft die
Erfindung eine Sammelvorrichtung mit einem Absaugschwimmer sowie ein Sammelschiff.
[0002] Verunreinigungen an Oberflächen von Flüssigkeiten können flüssig oder schaumartig
sein. Beispiele von Verunreinigungen sind Stoffe wie Öl, Rohöl, gebundenes Öl, Schäume,
Chemikalien oder Verunreinigungen aller Art, sowie Müll, wobei die Verunreinigungen
auf der Flüssigkeit, beispielsweise Wasser oder dgl. in Maschinenarbeitsbecken, Wasserbehältern,
Absetzbehältern, Teichen, Seen, Flüssen oder Meeren, schwimmen oder treiben.
[0003] Meere, Seen oder Flüsse werden mit industriellen Rückständen, Ölen oder sonstigen
Abfällen verschmutzt und kontaminiert. Diese Verunreinigungen treiben an der Oberfläche
und müssen entfernt werden. Teiche werden beispielsweise von Blättern oder anderen
Pflanzenresten verunreinigt. Maschinenbecken können beispielsweise Kühlflüssigkeiten
enthalten, die während des Arbeitsprozesses mit Ölen oder dgl. kontaminiert werden.
[0004] Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Anordnungen bekannt, um Verunreinigungen
an Oberflächen von Flüssigkeiten zu entfernen.
[0005] Standardmittel zur Absaugung von Verunreinigungen an Oberflächen von Flüssigkeiten
sind beispielsweise Vakuumpumpen, die große Mengen an Flüssigkeit neben den eigentlichen
Verunreinigungen absaugen. Alternativ werden Absorptionsmittel, wie Bindemittel oder
Naturfasern wie Baumwolle angewandt, um die Verunreinigungen zu binden und später
in festerer gebundener Form abzufischen.
[0006] Zur weiteren Behandlung der abgesaugten Verunreinigungen und Flüssigkeiten sind beispielsweise
Ölabscheider oder auch Leichtflüssigkeits- bzw. Benzinabscheider bekannt, die in einer
entsprechenden anschließenden Behandlungsanlage die Verunreinigungen von der Flüssigkeit
abscheiden, um so die an Oberflächen von Flüssigkeiten befindlichen Verunreinigungen
zu entfernen.
[0007] Weiter sind zur Bekämpfung von Ölunfällen und Havarien von Bohrinseln oder Tankschiffen
auf Meeren und Gewässern sind unterschiedliche Anordnungen im Stand der Technik bekannt,
um Verunreinigungen von der Oberfläche vom Meer oder von Gewässern zu entfernen.
[0008] Auf der Wasseroberfläche schwimmendes Öl kann von Spezialschiffen, Klappschiffen,
konventionell konstruierten Schiffen mit Auslegern, Katamaranen oder gemischten Konstruktionen
mit Katamaran-Vorschiff aufgenommen werden. Hierzu ist beispielsweise im Stand der
Technik ein Doppelrumpfschiff "Thor" bekannt, das zur Ölaufnahme beide Schiffshälften
vom Bug her bis zu 65 Grad öffnet, wodurch ein offenes Dreieck gebildet wird, in dem
sich das Öl sammelt. Bei einer geringen Arbeitsgeschwindigkeit wird das Öl durch Wehröffnungen
in beide Schiffshälften gedrückt und durch Separatoren mit den Ladepumpen in die Ladetanks
befördert. Die eigentlichen Aufnahmevorrichtungen basieren auf dem Prinzip eines Wehres,
das von der Ölschicht überströmt wird oder auf öladsorbierenden umlaufenden Walzen
oder Bürsten mit Abstreifern, die die Verunreinigungen aufnehmen.
[0009] Im Anschluss an das Abschöpfen wird das immer noch wasserhaltige Öl mit Hilfe von
Separatoren weiter gereinigt, wobei das Wasser großteils abgetrennt wird. Für niedrige
und hohe Ölviskositäten kommen teilweise verschiedene Pumpsysteme zum Einsatz.
[0010] Weiter sind im Stand der Technik allgemein Skimmer bekannt. Ein Skimmer ist eine
Vorrichtung in künstlich angelegten Seen, Gartenteichen oder Schwimmbecken und sonstigen
Flüssigkeitsbehältern, die den Schmutz von der Wasseroberfläche absaugt. Staub, Blätter,
Öl oder sonstige Verschmutzungen führen dazu, dass das Teich-/Seewasser mit zu vielen
Nährstoffen von außen angereichert und somit veralgt und trübe wird. Ein Skimmer in
einem Teich oder See beugt diesem Prozess vor und lässt erst gar nicht zu, dass die
Oberflächenverunreinigung das Wasser eintrübt. In größer angelegten Gewässern wird
eine entsprechend größere Anzahl von Absaugstellen eingebaut. Skimmer können auch
benutzt werden, um zum Beispiel Kühlwasser zu reinigen. Skimmer weisen ein senkrecht
in die Flüssigkeit eingebautes Rohr mit einem großen Durchmesser auf, wobei zur Wasseroberfläche
der Durchmesser des Rohrs noch größer/weiter werdend ausgebildet ist. Über eine Rohrverbindung,
an die eine Saugpumpe angeschlossen ist und vor der ein Grobschmutzfilter oder ein
Sieb angebracht ist, erfolgt das Absaugen der Verunreinigungen von der Oberfläche
der Flüssigkeit.
[0011] Ein weiterer Einsatzbereich von entsprechenden Absaugvorrichtungen ist der Einsatz
in der Industrie. Um in der zerspanenden Industrie stabile Kühlschmierstoffe zu erhalten,
muss das dazu notwendige Konzentrat mit Wasser intensiv gemischt werden. Zur Abscheidung
von unerwünschten Ölen existieren Systeme, die die unerwünschten Öle und andere Verschmutzungen,
zum Beispiel aus Kühlschmierstoffen, schnell und effizient abscheiden, ohne die Basisflüssigkeit
zu verändern. Hierzu werden Absaugschwimmer oder Schnorchelschwimmer zur Absaugung
angewandt, die in einem Flüssigkeitsreservoir angeordnet sind.
[0012] Aus der Druckschrift
DE 3916026 A1 ist eine Vorrichtung zum Auffangen von Benzin, Öl und ähnlichen auf dem Wasser schwimmenden
Stoffen bekannt, wobei die Vorrichtung ein Wehr aufweist, welches aus Schwimmkörpern
zusammengesetzt ist und einen an einer Pumpe angeschlossenen Skimmer besitzt. Die
Vorrichtung weist als Schwimmkörper kastenartige Wandelemente auf, die im Wasser etwa
bis zur Hälfte ihrer Höhe schwimmend einsinken und eine langgestreckte Gestalt mit
im Querschnitt hochkant angeordneter Rechteckform aufweisen. Zur formstabilen Verbindung
der einzelnen Wandelemente sind beidendig Steckelemente vorgesehen.
[0013] Aus der Druckschrift
DE 2 407 409 ist eine Vorrichtung zur Beseitigung von schwimmenden Stoffen, wie Öl, Schaum und
dergleichen bekannt, wobei hierzu ein Absaugschwimmer an der Flüssigkeitsoberfläche
verwendet wird, um die Verunreinigungen durch ein Absaugrohr von der Flüssigkeitsoberfläche
abzusaugen. Dieses Dokument offenbart der Oberbegriff von Anspruch 1 und wird als
nächstkommenden Stand der Technik betrachtet.
[0014] Ferner ist aus der
DE 2 407 409 A eine Vorrichtung zur Beseitigung von schwimmenden Stoffen, wie Öl, Schaum und dergleichen
bekannt, wobei ein mit einem die schwimmenden Stoffe aufnehmenden Durchlasskanal versehener
Hauptschwimmkörper vorgesehen ist, weiter wenigstens ein schwimmfähiges Gefüge beziehungsweise
ein schwimmfähiger Aufbau vorgesehen ist, wobei das Gefüge beziehungsweise der Aufbau
relativ zum Hauptschwimmkörper nach oben und unten bewegbar ist. Mittels dieser Vorrichtung
können so beispielsweise Öl, Schaum und dergleichen, die auf dem Wasser von Flüssen,
Seen, dem Meerwasser, an Flüssigkeitsoberflächen in Absetzungsbehältern, Wasserbehältern
und dergleichen schwimmen, beseitigt werden.
[0015] Aus der Druckschrift
DE 43 36 963 A1 ist eine Vorrichtung zum Absorbieren von schwimmfähigen Flüssigkeiten, wie Öl, Benzin
oder dergleichen bekannt, wobei eine Ölabsaugstation mit einem zylindrischen Ölauffangbehälter
sowie einem auf der Wasseroberfläche aufliegendem Schwimmkörper in Zusammenwirkung
mit einer parabolförmigen Ansaugwanne mittels sich bildenden Einlaufspalten, die aufzufangenden
Verunreinigungen von der Flüssigkeitsoberfläche in einen Auffangbehälter fördert.
[0016] Weiter ist der Druckschrift
US 5,091,096 ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Abschöpfung von Öl oder marinem Schlick bekannt,
wobei das an der Wasseroberfläche schwimmende Öl über eine Auffangsammelvorrichtung
in Form einer oben offenen räumlichen Anordnung und eine Sauganordnung entfernt wird.
[0017] Probleme der bisher im Stand der Technik bekannten Absaugvorrichtungen:
Beim Einsatz von bekannten Hochseesystemen ist die Effizienz der derzeitigen Systeme
bereits bei rauer See ab 1 Meter Wellenhöhe stark eingeschränkt, ab 2 Meter ist ein
Einsatz nicht mehr sinnvoll. Dies bedeutet eine Einsetzbarkeit bis maximal Windstärke
4. Da jedoch auch bei stärkeren Windstärken die Verunreinigungen weiter abgetragen
werden müssen, bedarf es hier einer Verbesserung. Ebenso ist die Einsatzgeschwindigkeit
auf 1 bis 2 Knoten begrenzt. Die Auffangbreiten betragen bei den größeren Schiffen
bis ca. 40 Meter.
[0018] In weiteren Einsatzgebieten, wie Industrieanlagen oder andere Gewässern ist die Anpassbarkeit
an veränderte Flüssigkeitsstände nur relativ schwer möglich, so dass meistens ein
manuelles Nachstellen erforderlich ist.
[0019] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung aufzuzeigen,
die es ermöglicht, flüssige und/oder schaumartige Verunreinigungen an Oberflächen
von Flüssigkeiten zu entfernen, wobei eine automatische Selbstanpassung an sich verändernde
Flüssigkeitshöhen erfolgt. Diese sich verändernden Flüssigkeitshöhen können fallende
oder steigende Flüssigkeitsstände oder aber auch Wellengang sein. Beim Absaugen der
Verunreinigungen sollen nur geringe Mengen an Flüssigkeit abtransportiert werden,
da so der weitere Verarbeitungsprozess äußerst effizient ausgestaltet werden kann,
da nur geringe Mengen an Flüssigkeit enthalten sind, die abgetrennt werden müssen.
[0020] Gelöst wird diese Aufgabe mit einer Anordnung nach Anspruch 1, einer Sammelvorrichtung
nach Anspruch 7 sowie einem Sammelschiff nach Anspruch 9.
[0021] Ein Absaugschwimmer umfassend einen Absaugrohrabschnitt zum Transport von abgesaugter
Flüssigkeit, einen Schwimmkörper mit einer Ober- und einer Unterseite, einer ersten
Durchführung von der Oberseite zur Unterseite zur Durchführung des Absaugrohrabschnittes
und einer zweiten Durchführung von der Unterseite zur Oberseite, wobei der Absaugrohrabschnitt
nach der Durchführung durch die erste Durchführung auf der Unterseite des Schwimmkörpers
entlang geführt ist und in die zweite Durchführung eindringend ausgebildet ist, wobei
der Schwimmkörper entlang des Absaugrohrabschnittes bewegbar ist, ermöglicht das Entfernen
von flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen an Oberflächen von Flüssigkeiten.
[0022] Ein derartiger Absaugschwimmer ist in der Lage sich selbst an sich verändernde Flüssigkeitshöhen
anzupassen, da der Schwimmkörper sich an der Oberfläche, bevorzugt gerade mit dessen
Oberseite an der Flüssigkeitsoberfläche befindet.
[0023] Unter dem hier genannten Schwimmkörper ist nicht nur ein Hohlkörper mit einem entsprechenden
Auftrieb an sich zu verstehen, sondern auch Schwimmkörper mit einer anderen Füllung,
beispielsweise aus Kunststoff oder anderen Materialien, oder gar Körper aus nur einem
Material ohne Hohlraum. Der Körper muss derart ausgestaltet sein, dass dieser an der
Oberfläche einer Flüssigkeit schwimmt und hierfür einen entsprechenden Auftrieb aufweist.
[0024] Derartige Absaugschwimmer können für die in dieser Anmeldung genannten Einsatzgebiete
verwendet werden. Hierzu zählen unter anderem Emulsionsbehälter an Werkzeugmaschinen,
kleine Entfettungsanlagen, Modulkläranlagen, CNC-Metallbearbeitung, Oberflächentechnik,
Abwasseraufbereitung, Anlagenbau sowie auf Teichen, Teichanlagen, Gewässern, Hafenanlagen
oder dem Meer eingesetzt und verwendet werden. Selbstverständlich sind weitere Einsatzgebiete,
in denen von einer Oberfläche vorhandene Verunreinigungen entfernt werden müssen denkbar.
[0025] Die zu entfernenden flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen an der Oberfläche
der Flüssigkeit werden auf der Oberseite des Schwimmkörpers durch die zweite Durchführung
in den Absaugrohrabschnitt geleitet und dort abtransportiert. Hierzu ist beispielsweise
eine Pumpe angeordnet, die die Verunreinigungen absaugt.
[0026] Bei entsprechenden Veränderungen der Flüssigkeitshöhe bewegt sich der Schwimmkörper
automatisch immer mit dessen Oberfläche an der Oberfläche der Flüssigkeit entlang,
so dass immer nur minimale Mengen an Flüssigkeit abtransportiert werden. Hierdurch
ist ein besonders effizienter Abtransport von Verunreinigungen möglich, da im Nachgang
zum Abtransport die abgesaugten Verunreinigungen kaum Bestandteile der Flüssigkeit
beinhalten.
[0027] Durch das Führen des Absaugrohrabschnittes in der ersten und der zweiten Durchführung
ist eine Bewegung, nämlich ein Aufschwimmen des Schwimmkörpers entsprechend des Flüssigkeitsstandes
bzw. der -höhe ohne ein Verdrehen oder Verkanten des Schwimmkörpers möglich. Ein Wegdriften
des Schwimmkörpers wird so effizient verhindert.
[0028] Die Abschnitte des Absaugrohrabschnittes sind so zu wählen, dass bei einer maximalen
Aufschwimmbewegung des Schwimmkörpers entlang des Absaugrohrabschnittes der Absaugrohrabschnitt
nicht aus der zweiten Durchführung vollständig herausfährt, so dass das Ende des Absaugrohrabschnittes
zumindest immer in die zweite Durchführung eindringend ausgebildet ist.
[0029] Dadurch, dass der Außendurchmesser des Absaugrohrabschnittes kleiner oder gleich
dem Innendurchmesser der ersten und/oder zweiten Durchführung ist, ist eine reibungsarme
bis reibungsfreie ungestörte Bewegung durch das Aufschwimmen des Schwimmkörpers entlang
des Absaugrohrabschnittes möglich.
[0030] Wenn die Abdichtung zwischen der ersten und/oder der zweiten Durchführung und dem
Absaugrohrabschnitt als hydraulische Dichtung oder als Dichtring ausgebildet ist,
wird zum einen nur wenig Flüssigkeit von der Unterseite des Schwimmkörpers angesaugt
und zum anderen erfolgt keine Vermischung der Flüssigkeit mit den Verunreinigungen
durch ein Hindurchtreten während der laufenden Verstellung und Anpassung an die Flüssigkeitsstände
bzw. -höhe.
[0031] Zur Begrenzung der freien Bewegung des Schwimmkörpers ist ein Anschlag am Absaugrohrabschnitt
vorgesehen. Dieser kann je nach Anwendungsfall entsprechend hohe Hübe zulassen oder
aber ein zu hohes Aufschwimmen verhindern.
[0032] Dadurch, dass ein Prallblech am Absaugrohrabschnitt vorgesehen ist, das zumindest
teilweise schützend, bevorzugt in Arbeitsrichtung vor dem und/oder um den Schwimmkörper
angeordnet ist, wird bei zu starker Zuführung und bei hohen Relativgeschwindigkeiten
der Druck von dem Schwimmkörper genommen, so dass die Flüssigkeit das Prallblech umströmt
und erst im Anschluss indirekt auf den Schwimmkörper trifft. Das Prallblech verhindert
das Verkanten des Schwimmkörpers.
[0033] Das Prallblech kann hierzu sowohl unterhalb der Oberfläche der Flüssigkeit als auch
oberhalb der Oberfläche der Flüssigkeit oder aber ober- und unterhalb der Oberfläche
der Flüssigkeit angeordnet sein. Die Höhe ist entsprechend hoch zu wählen, dass nicht
zuviel Strömungswiderstand gegeben ist und dass ausreichend Schutz vor dem Druck der
Flüssigkeit gegeben ist.
[0034] Wenn die Oberseite des schwimmfähigen Körpers trichterförmig ausgebildet ist, können
die flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen zu der zweiten Durchführung
hingeleitet werden.
[0035] Zusätzlich oder alternativ ist an der Oberseite ein Rand angeordnet, der bevorzugt
Einschnitte und/oder Einkerbungen aufweist, so dass nur eine bestimmte Menge an Verunreinigungen
pro Zeit auf den Schwimmkörper gelangt. Die Sammelvorrichtung umfasst einen Absaugschwimmer
mit einem Absaugrohrabschnitt zum Transport von abgesaugter Flüssigkeit, einem Schwimmkörper
mit einer Ober- und einer Unterseite, einer ersten Durchführung von der Oberseite
zur Unterseite zur Durchführung des Absaugrohrabschnittes und einer zweiten Durchführung
von der Unterseite zur Oberseite, wobei der Absaugrohrabschnitt nach der Durchführung
durch die erste Durchführung auf der Unterseite des Schwimmkörpers entlang geführt
ist und in die zweite Durchführung eindringend ausgebildet ist, wobei der Schwimmkörper
entlang des Absaugrohrabschnittes bewegbar ist, eine Absaugrohrleitung zum Transport
von abgesaugten Verunreinigungen und/oder Flüssigkeiten, eine Halterung zur Befestigung,
und eine Absaugvorrichtung und/oder Abscheidevorrichtung, wobei die flüssigen und/oder
schaumartigen Verunreinigungen an der Oberfläche der Flüssigkeit über den Absaugschwimmer
durch die Absaugvorrichtung abgesaugt werden und/oder mit Hilfe der Abscheidevorrichtung
entsprechend abgeschieden werden, ermöglicht das Sammeln von flüssigen und/oder schaumartigen
Verunreinigungen an Oberflächen von Flüssigkeiten. Hierdurch wird eine effiziente
Sammelvorrichtung angegeben, um Verunreinigungen von einer Oberfläche zu entfernen
und besonders effizient von den Resten der Flüssigkeit zu trennen, so dass nur geringe
Flüssigkeitsreste in den Verunreinigungen vorhanden sind.
[0036] Abscheidevorrichtungen umfassen je nach Bedarf Siebe, Ölabscheider, Leichtflüssigkeitsabscheider
und dgl. Eine besonders geeignete Abscheidevorrichtung umfasst als letzte Stufe einen
Koaleszenzabscheider. Ein derartiger Koaleszenzabscheider besteht aus V-förmigen Blechen,
die wie Dächer übereinander angeordnet sind. Durch Löcher an der Knickkante der Bleche
akkumulieren kleinste in der Flüssigkeit verteilte Tröpfchen der Verunreinigung zu
großen Tröpfchen mit mehr Auftrieb und können so durch den Dichteunterschied an der
Oberfläche in einer letzten Stufe abgetrennt werden.
[0037] Dadurch, dass Zuführmittel zur Zuführung der flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen
auf der Oberfläche der Flüssigkeit zum Absaugschwimmer vorgesehen sind, bevorzugt
zwei die Oberfläche der Flüssigkeit durchziehende Leitbleche, ist eine effiziente
Zuführung gewährleistet. Mit Hilfe der die Oberfläche der Flüssigkeit durchziehenden
Leitbleche wird eine deutlich größere Oberfläche bearbeitet.
[0038] Diese Vergrößerung der Arbeitsoberfläche kann beispielsweise auf hoher See weiter
verbessert werden, wenn zusätzlich Schlepper mit entsprechenden aufblasbaren Sperren
vor einem Spezialschiff vorweg fahren, wobei die Sperren als Verlängerung der Leitbleche
ausgebildet sind.
[0039] Der Absaugschwimmer ist in der Sammelvorrichtung über die Absaugrohrleitung in der
Flüssigkeit gehalten. Diese Absaugrohrleitung ist über eine Halterung an einem Gefäß,
Rand, Schiff oder entsprechendem Gegenstand befestigt und gelagert. Als eine besondere
Ausgestaltung kann der Absaugschwimmer hochgeklappt werden und so in einer Transport-
und/oder Wartungsstellung gehalten werden. Dies erfolgt durch das Verschwenken der
Absaugrohrleitung, wobei diese entsprechend tragend ausgebildet oder verstärkt ist.
[0040] Mit Hilfe eines Sammelschiffes umfassend eine Sammelvorrichtung mit einem Absaugschwimmer
mit einem Absaugrohrabschnitt zum Transport von abgesaugter Flüssigkeit, einem Schwimmkörper
mit einer Ober- und einer Unterseite, einer ersten Durchführung von der Oberseite
zur Unterseite zur Durchführung des Absaugrohrabschnittes und einer zweiten Durchführung
von der Unterseite zur Oberseite, wobei der Absaugrohrabschnitt nach der Durchführung
durch die erste Durchführung auf der Unterseite des Schwimmkörpers entlang geführt
ist und in die zweite Durchführung eindringend ausgebildet ist, wobei der Schwimmkörper
entlang des Absaugrohrabschnittes bewegbar ist, eine Absaugrohrleitung zum Transport
von abgesaugten Verunreinigungen und/oder Flüssigkeiten, eine Halterung zur Befestigung,
und eine Absaugvorrichtung und/oder eine Abscheidevorrichtung, wobei die flüssigen
und/oder schaumartigen Verunreinigungen an der Oberfläche der Flüssigkeit über den
Absaugschwimmer durch die Absaugvorrichtung abgesaugt werden und/oder mit Hilfe der
Abscheidevorrichtung entsprechend abgeschieden werden, wobei der Absaugschwimmer an
dem Schiff bevorzugt über eine Befestigung und/oder Halterung am Schiffsdeck und/oder
am Schiffrumpf über die Absaugrohrleitung befestigt ist, ist es möglich, flüssige
und/oder schaumartige Verunreinigungen, wie beispielsweise Öl oder dgl., von der Meeres-
oder Gewässeroberfläche sehr effizient zu entfernen. Insbesondere ist dies auch bei
schwankenden Wasserständen und/oder Wellengang möglich.
[0041] Dadurch, dass zwei die Oberfläche der Flüssigkeit durchziehende Leitbleche, bevorzugt
über eine an den Schiffsrumpf befestigbare, anpassbare Haltevorrichtung, an am Schiff
in einem gemeinsamen Befestigungspunkt derart angeordnet sind, dass diese im Arbeitsmodus
einen zumindest annähernd V-förmigen Grundriss mit in Arbeitsrichtung öffnendem Winkel
bilden wobei der Absaugschwimmer in der Mitte der beiden Leitbleche angeordnet ist,
wobei bevorzugt ein Prallblech auf der vom gemeinsamen Befestigungspunkt abgewandten
Seite des Absaugschwimmers angeordnet ist, wird so die Effizienz bei stärkerer Wellentätigkeit
verbessert. Durch das Prallblech in entsprechender Dimensionierung direkt oder mit
leichtem Abstand zum Schwimmkörper erfolgt ein guter Schutz vor zu starkem Wasserdruck.
[0042] Weitere Ausgestaltungen bestehen in einer speziellen Kombination von Komponenten
zu Einheiten:
Eine erste Einheit stellt der Absaugschwimmer dar, der als Übergabepunkt den Übergang
von dem Absaugrohrabschnitt zu der Absaugrohrleitung aufweist. Diese erste Einheit
kann leicht gehandhabt und transportiert werden.
[0043] Eine zweite Einheit in diesem Zusammenhang stellt die Zusammenstellung aus Absaugrohrleitung
in Verbindung mit der Absaugvorrichtung und/oder der Abscheidevorrichtung, zumindest
einer ersten Abscheidevorrichtung, dar.
[0044] Eine dritte Einheit in diesem Zusammenhang stellt die Vorrichtung zum Vergrößern
der Arbeitsfläche mit den Leitblechen und einer entsprechenden Halterung für einen
Schiffsrumpf oder dgl. dar.
[0045] Diese drei Einheiten können, bevorzugt mit Hilfe von Seecontainer, entsprechend in
größerer Stückzahl vorgesehen und im Bedarfsfall an den Einsatzort transportiert werden.
Dort können Schiffe jeglicher Größe mit einer entsprechenden Sammelvorrichtung ausgestattet
werden und mit dem Entfernen von Verunreinigungen wie Öl oder dgl. beginnen. Dies
stellt eine Möglichkeit dar, schnell an die unterschiedlichsten Einsatzorte zu gelangen
und dort die vorhandenen Ressourcen, nämlich die Schiffe unterschiedlichster Ausgestaltung
vor Ort, für die Bekämpfung der Verunreinigungen zu nutzen, indem die entsprechenden
universellen und anpassbaren Halterungen, Adapter und Befestigungen sowie Haltevorrichtungen
an die gegebenen Schiffsformen angepasst werden.
[0046] Hierzu ist weiter ein Mutterschiff einzusetzen, auf dem eine Vielzahl von einzelnen
kleinen Schiffseinheiten mit entsprechender Ausgestaltung vorgesehen sind, die in
einem Katastrophengebiet mit der Beseitigung von Verunreinigungen beginnen. Hierzu
ist insbesondere in Küstennähe der Vorteil eines nur geringen Tiefgangs unter Nutzung
einer Sammelvorrichtung gemäß dieser Beschreibung von großem Vorteil, da so sehr schnell
eine ganze Küstenregion gereinigt werden kann, bevor die Verunreinigungen selbst die
Küste verschmutzen.
[0047] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen
detailliert beschrieben.
[0048] Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Absaugschwimmers;
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Absaugschwimmers bei der Verwendung in einem Behältnis;
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Absaugschwimmers bei der Verwendung an einem Schiff in einer Draufsicht;
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung des dritten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Absaugschwimmers bzw. der Sammelvorrichtung bei der Verwendung an einem Schiff in
einer Seitensicht und
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung des dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Sammelvorrichtung an einem Schiff in einer Draufsicht in einem Reisemodus.
[0049] In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines ersten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Absaugschwimmers 1 dargestellt.
[0050] Der Absaugschwimmer 1 umfasst einen Schwimmkörper 11 mit einer Unterseite 112 und
einer Oberseite 111. Den Schwimmkörper durchdringend sind eine erste 13 und eine zweite
Durchführung 14 jeweils von der Oberseite zur Unterseite ausgeführt.
[0051] Weiter umfasst der Absaugschwimmer 1 einer Absaugrohrabschnitt 12. Dieser Absaugrohrabschnitt
12 ist von der Oberseite 111 kommend durch die erste Durchführung 13 geführt und im
Anschluss an der Unterseite 112 entlang geführt. Anschließend ist der Absaugrohrabschnitt
12 in die zweite Durchführung 14 des Schwimmkörpers 11 von der Unterseite 112 eindringend
angeordnet.
[0052] Mit Hilfe des Absaugrohrabschnittes 12 erfolgt ein Abtransport von Flüssigkeiten
2 und/oder Verunreinigungen 22, die an der zweiten Durchführung 14 in den Absaugrohrabschnitt
12 einströmen und durch eine an das andere Ende des Absaugrohrabschnittes 12 angeschlossene
Absaugrohrleitung 3 weiter transportiert werden.
[0053] An dem Absaugrohrabschnitt 12 ist ein Anschlag 15 vorgesehen, der eine Bewegung in
Richtung X des Schwimmkörpers 11 begrenzt. An diesem Anschlag 15 ist ein Halter mit
einem Prallblech 16 angeordnet. Das Prallblech 16 ist zumindest teilweise vor oder
um den Schwimmkörper 11 angeordnet und dient dazu, den Druck durch auftreffende große
Menge an Flüssigkeit 2 vom Schwimmkörper 11 fern zuhalten. Das Prallblech 16 kann
auch am Schwimmkörpers 11 selbst angeordnet sein. Jedoch ist die Anordnung an einem
anderen Bauteil des Absaugschwimmers 1 vorzuziehen, da ein Gewichtsvorteil und ein
Schutz vor ungewollten Kräften für den Schwimmkörper 11 bewirkt wird. Das Prallblech
16 ist in der Höhe derart auszugestalten, dass ein Schutz über den gesamten Hub des
Schwimmkörpers möglich ist.
[0054] Der Anschlag 15 kann auch anders realisiert werden. Beispielsweise kann innerhalb
des Schwimmkörpers eine Begrenzung vorgesehen werden, die ein zu weites Bewegen des
Schwimmkörpers 11 über das Ende des Absaugrohrabschnittes 12 aus der zweiten Durchführung
14 hinaus verhindert.
[0055] An der Oberseite des Schwimmkörpers 11 ist ein Rand 113 vorgesehen, der mit Einschnitten
bzw. Einkerbungen 114 versehen ist.
[0056] Die erste 13 und zweite Durchführung 14 sind derart dimensioniert, dass diese den
Absaugrohrabschnitt 12 jeweils aufnehmen können. Hierzu kann der Absaugrohrabschnitt
12 besonders bevorzugt rund ausgebildet sein. Andere Formen sind jedoch auch möglich,
wobei die jeweiligen Querschnitte in Form und Dimensionierung übereinstimmen sollen.
[0057] Der Schwimmkörper 11 kann durch ein freies Bewegen entlang des Absaugrohrabschnittes
12 sich an unterschiedliche Flüssigkeitsstände anpassen, wobei die Bewegung in Richtung
X erfolgt.
[0058] Im Weiteren werden für gleiche Elemente die gleichen Bezugszeichen wie in Fig. 1
verwendet. Zu deren prinzipieller Funktion wird auf Fig. 1 verwiesen.
[0059] In Fig. 2 ist eine schematische Darstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Absaugschwimmers 1 bei der Verwendung in einem Behältnis dargestellt.
Das Behältnis ist exemplarisch für einen Behälter, ein Arbeitsgefäß, ein Becken, Teiche,
Seen, Flüsse, Meere oder dgl. zu sehen.
[0060] Der Absaugschwimmer 1 ist mit Hilfe der zumindest relativ ortsfesten Absaugrohrleitung
3 und dem daran angeschlossenen Absaugrohrabschnitt 12 in dem Behältnis frei angeordnet.
In dem Behältnis befindet sich eine Flüssigkeit 2 mit einer Oberfläche 21 an der sich
flüssige und/oder schaumartige Verunreinigungen 22 befinden.
[0061] Der Schwimmkörper 11 ist in dem derzeitigen Stand an seiner maximalen Auslenkung
nach oben durch den Anschlag 15 begrenzt. Dies stellt zugleich auch den maximalen
Flüssigkeitsstand in dem Behältnis dar. Für höhere Flüssigkeitsstände kann der Schwimmkörper
11 jedoch höher und/oder der Absaugrohrabschnitt 12, der in die zweite Durchführung
14 eindringt länger ausgebildet werden, um so einen größeren Hub des Schwimmkörpers
11 zu realisieren.
[0062] Die Verunreinigungen 22 werden von der Oberfläche 21 der Flüssigkeit 2 durch die
zweite Durchführung 14 von der Oberseite 111 des Schwimmkörpers 11 her abgesaugt und
durch den Absaugrohrabschnitt 12 entlang der Unterseite 112 des Schwimmkörpers 11
weitertransportiert und im Anschluss durch den Absaugrohrabschnitt 12 durch die erste
Durchführung 13 des Schwimmkörpers 11 und weiter durch die Absaugrohrleitung 3 forttransportiert.
Dies ist durch die Pfeile innerhalb des Absaugrohrabschnittes 12 bzw. der Absaugrohrleitung
3 dargestellt.
[0063] Da durch die an die Flüssigkeit 2 anpassbare Auftriebskraft des Schwimmkörpers 11
sich die Oberseite 111 des Schwimmkörpers 11 immer an der Oberfläche 21 der Flüssigkeit
2 befindet, wird fast ausschließlich nur die Verunreinigung 22 entfernt, was zu einer
sehr hohen Effizienz der Sammelvorrichtung insgesamt führt. Insbesondere bei sich
verändernden Flüssigkeitsständen erfolgt eine Selbstanpassung des Schwimmkörpers 11
in Richtung X.
[0064] Das Absaugen der Verunreinigungen 22 erfolgt erfindungsgemäß mit üblichen Pump- und/oder
Saugsystemen, wie diese im Stand der Technik bekannt sind. Die abgesaugten Verunreinigungen
22 sind fast frei von Flüssigkeit 2, so dass diese entsprechend einfach entsorgt oder
gelagert werden können.
[0065] In Fig. 3 ist eine schematische Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Absaugschwimmers 1 bei der Verwendung an einem Schiff 8 in einer
Draufsicht dargestellt.
[0066] Es ist der Schwimmkörper 11 in einer Draufsicht dargestellt. Es sind die erste 13
und die zweite Durchführung 14 gezeigt. Insgesamt kann auch die Anordnung der ersten
13 und zweiten Durchführung 14 vertauscht sein, so dass je nach Ausbildung und Durchführung,
betrachtet in Arbeitsrichtung A, ein geführter (Fig. 3) oder gezogener (13 und 14
vertauscht) Absaugschwimmer 1 realisiert ist. In der ersten Durchführung 13 ist die
entsprechende Befestigung des Absaugschwimmers 1 an dem Schiff 8 über den Absaugrohrabschnitt
12 und die Absaugrohrleitung 3 realisiert.
[0067] Weiter ist an dem Schiff 8, nämlich am Schiffsrumpf 82, eine Haltevorrichtung 61
angebracht, die entweder fest angebracht ist oder variabel anpassbar und abnehmbar
ausgestaltet ist. Wenn die Haltevorrichtung 61 variabel anpassbar und abnehmbar ausgestaltet
ist, kann die Haltevorrichtung 61 an unterschiedliche Schiffe 8 mit unterschiedlichen
Bugformen z.B. am Schiffrumpf oder am Schiffsrumpf und an Deck angeordnet werden.
Die Haltevorrichtung 61 dient der Aufnahme von Leitblechen 6. Die Leitbleche 6 deinen
der Vergrößerung der Arbeitsbreite und führen die Verunreinigungen 22 gezielt zu dem
Absaugschwimmer 1, damit diese 22 dort entfernt werden können.
[0068] In Arbeitsrichtung A ist vor dem Schwimmkörper 11 ein Prallblech vorgesehen, das
die Wellentätigkeit bzw. den durch den Fahrbetrieb des Schiffes 8 erzeugten Wasserdruck
von dem Schwimmkörper 11 fern hält, so dass dieser 11 sich in Richtung X frei bewegen
kann.
[0069] In Fig. 4 ist eine schematische Darstellung des dritten Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Absaugschwimmers 1 bzw. der Sammelvorrichtung bei der Verwendung
an einem Schiff 8 in einer Seitensicht dargestellt.
[0070] Es ist eine sich verändernde Wasserlinie gestrichelt dargestellt. Der Schwimmkörper
11 passt sich laufend an diese Wasserlinie an, so dass sich die Oberseite 111 des
Schwimmkörpers 11 immer an der Oberfläche 21 des Wassers 2 befindet. In der dargestellten
Momentaufnahme befindet sich der Schwimmkörper 11 etwa in der Mitte seines möglichen
Bewegungsraumes, so dass sich dieser noch weiter nach oben oder nach unten bewegen
kann. Das Schiff 8, an dem der Absaugschwimmer 1 angeordnet ist verhält sich in Relation
zu der sich verändernden Wasserlinie durchaus relativ ruhig und hält eine annähernd
konstante Relativposition ein.
[0071] An dieser Stelle wird für das grundsätzliche Arbeitsprinzip auf Fig. 1, 2 oder 3
verwiesen. Lediglich die Weiterverarbeitung bzw. -behandlung wird hier nochmals verdeutlicht,
nämlich eine Absaugvorrichtung 4 an Deck 81 oder auch im Rumpf 82 des Schiffes 8 sowie
eine Abscheidevorrichtung 5, hier im Rumpf 82 des Schiffes 8 angeordnet. Nach der
Abscheidevorrichtung 5 können noch Lagertanks, hier nicht weiter dargestellt, vorgesehen
werden, die mit den entfernten Verunreinigungen 22 gefüllt werden können und später
bedarfsweise beispielsweise an Land in Lagertanks, Transportfahrzeuge oder auf See
zu einem anderen Schiff umgepumpt werden können.
[0072] Die Leitbleche 6, die bevorzugt aus einem beständigen Material, wie verstärktem Kunststoff,
lackiertem Stahl oder Edelstahl, hergestellt sind, vergrößern die Arbeitsfläche. Hierzu
sind die Leitbleche 6 derart ausgebildet, dass deren Höhe den gesamten möglichen Arbeitsbereich
des Schwimmkörpers 11 umfasst.
[0073] Zur Übersichtlichkeit wurde auf die Darstellung der Verunreinigungen verzichtet.
Die Leitbleche 6 fangen die auf der Oberfläche befindlichen Verunreinigungen 22 ein
und leiten diese dem Absaugschwimmer 1 zu, wo diese entsprechend entfernt werden.
[0074] Der Schwimmkörper 11 weist in einer speziellen Ausgestaltung einen Rand 113 mit Einschnitten
bzw. Einkerbungen 114 auf. Diese steigern nochmals die Effizienz der Vortrennung und
Verbessern die Zuführung auf den Schwimmkörper 11.
[0075] In Fig. 5 ist eine schematische Darstellung des dritten Ausführungsbeispiels der
erfindungsgemäßen Sammelvorrichtung an einem Schiff 8 in einer Draufsicht in einem
Reisemodus dargestellt.
[0076] Neben dem Arbeitsmodus kann das Schiff 8 auch in einem Reisemodus betrieben werden.
Hierzu wird der Absaugschwimmer 1 beispielsweise nach oben geklappt und die Leitbleche
6 zu einem spitzen Dreieck zusammen gefahren, so dass ein vorgelagerter zweiter Bug
ausgebildet wird. Hierdurch kann das Schiff 8 mit normaler Reisegeschwindigkeit betrieben
werden, obwohl eine Sammelvorrichtung vorgesehen ist.
Bezugszeichenliste
[0077]
- 1
- Absaugschwimmer
- 11
- Schwimmkörper
- 111
- Oberseite
- 112
- Unterseite
- 113
- Rand
- 114
- Einschnitte / Einkerbungen
- 12
- Absaugrohrabschnitt
- 13
- erste Durchführung
- 14
- zweite Durchführung
- 15
- Anschlag
- 16
- Prallblech
- 2
- Flüssigkeit
- 21
- Oberfläche
- 22
- Verunreinigung
- 3
- Absaugrohrleitung
- 4
- Absaugvorrichtung
- 5
- Abscheidevorrichtung
- 6
- Leitbleche
- 61
- Haltevorrichtung
- 7
- Befestigung / Halterung
- 8
- Schiff
- 81
- Schiffsdeck
- 82
- Schiffsrumpf
- A
- Arbeitsrichtung
- X
- Bewegungsrichtung
1. Absaugschwimmer (1) zur Entfernung von flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen
(22) an Oberflächen (21) von Flüssigkeiten (2) umfassend einen Absaugrohrabschnitt
(12) zum Transport von abgesaugter Flüssigkeit (2) und/oder Verunreinigungen (22),
einen Schwimmkörper (11) mit einer Ober- (111) und einer Unterseite (112), einer ersten
Durchführung (13) von der Oberseite (111) zur Unterseite (112) zur Durchführung des
Absaugrohrabschnittes (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zweite Durchführung (14) von der Unterseite (112) zur Oberseite (111) vorgesehen
ist, wobei der Absaugrohrabschnitt (12) nach der Durchführung durch die erste Durchführung
(13) auf der Unterseite (112) des Schwimmkörpers (11) entlang geführt ist und in die
zweite Durchführung (14) eindringend ausgebildet ist, wobei der Schwimmkörper (11)
entlang des Absaugrohrabschnittes (12) bewegbar (X) ist.
2. Absaugschwimmer (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Außendurchmesser des Absaugrohrabschnittes (12) kleiner oder gleich dem Innendurchmesser
der ersten (13) und/oder zweiten Durchführung (14) ist.
3. Absaugschwimmer (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Abdichtung zwischen der ersten (13) und/oder der zweiten Durchführung (14) und
dem Absaugrohrabschnitt (12) als hydraulische Dichtung oder als Dichtring ausgebildet
ist.
4. Absaugschwimmer (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anschlag (15) am Absaugrohrabschnitt (12) zur Begrenzung der freien Bewegung
(X) des Schwimmkörpers (11) vorgesehen ist.
5. Absaugschwimmer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Prallblech (16) am Absaugrohrabschnitt (12) vorgesehen ist, das zumindest teilweise
schützend, bevorzugt in Arbeitsrichtung (A) vor dem und/oder um den Schwimmkörper
(11) angeordnet ist.
6. Absaugschwimmer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite (111) des Schwimmkörpers (11) trichterförmig ausgebildet ist und/oder
dass an der Oberseite (111) ein Rand (113) angeordnet ist, der bevorzugt Einschnitte
und/oder Einkerbungen (114) aufweist.
7. Sammelvorrichtung zum Sammeln von flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen
(22) an Oberflächen (21) von Flüssigkeiten (2) umfassend einen Absaugschwimmer (1)
nach einem der Ansprüche 1 bis 6, eine mit der Absaugrohrabschnitt (12) verbundene
Absaugrohrleitung (3) zum weiten Transport von abgesaugten Verunreinigungen (22) und/oder
Flüssigkeit (2), einer Halterung zur Befestigung der Sammelvorrichtung an oder auf
einem Objekt, und einer Absaugvorrichtung (4) und/oder einer Abscheidevorrichtung
(5), wobei die flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen (22) an der Oberfläche
(21) der Flüssigkeit (2) über den Absaugschwimmer (1) durch die Absaugvorrichtung
(5) abgesaugt werden und/oder mit Hilfe der Abscheidevorrichtung (5) entsprechend
abgeschieden werden.
8. Sammelvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Zuführmittel zur Zuführung der flüssigen und/oder schaumartigen Verunreinigungen
(22) auf der Oberfläche (21) der Flüssigkeit (2) zum Absaugschwimmer (1) vorgesehen
sind, bevorzugt zwei die Oberfläche (21) der Flüssigkeit durchziehende Leitbleche
(6).
9. Sammelschiff (8) umfassend eine Sammelvorrichtung nach Anspruch 7 , wobei der Absaugschwimmer
(1) an dem Schiff (8), bevorzugt über eine Befestigung und/oder Halterung (7) am Schiffsdeck
(81) und/oder am Schiffrumpf (82) über die Absaugrohrleitung (3) befestigt ist.
10. Sammelschiff nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwei die Oberfläche (21) der Flüssigkeit (2) durchziehende Leitbleche (6), bevorzugt
über eine an den Schiffsrumpf (82) befestigbare, anpassbare Haltevorrichtung (61),
am Schiff (8) in einem gemeinsamen Befestigungspunkt derart angeordnet sind, dass
diese im Arbeitsmodus einen zumindest annähernd V-förmigen Grundriss mit in Arbeitsrichtung
(A) öffnendem Winkel bilden, wobei der Absaugschwimmer (1) in der Mitte der beiden
Leitbleche (6) angeordnet ist,
1. A suction float (1) for removing liquid and/or foam-type impurities (22) from surfaces
(21) of liquids (2), comprising a suction tube portion (12) for transporting suction-removed
liquid (2) and/or impurities (22), a float body (11) having an upper side (111) and
a lower side (112), and a first passage (13) from the upper side (111) to the lower
side (112) for the suction tube portion (12) to be passed through,
characterised in that
a second passage (14) from the lower side (112) to the upper side (111) is provided,
wherein the suction tube portion (12), after it has been passed through the first
passage (13), is guided along on the underside of the float body (11) and constructed
such that it penetrates into the second passage (14), wherein the float body (11)
is movable (X) along the suction tube portion (12).
2. A suction float (1) according to Claim 1, characterised in that the external diameter of the suction tube portion (12) is smaller than or equal to
the internal diameter of the first (13) and/or the second (14) passage.
3. A suction float (1) according to Claim 1 or 2, characterised in that a seal between the first (13) and/or the second (14) passage and the suction tube
portion (12) takes the form of a hydraulic seal or a sealing ring.
4. A suction float (1) according to Claim 1, 2 or 3, characterised in that a stop piece (15) is provided on the suction tube portion (12) for delimiting the
free movement (X) of the float body (11).
5. A suction float (1) according to one of Claims 1 to 4, characterised in that an impact plate (16) is provided on the suction tube portion (12) and is arranged,
at least partially in protective manner, preferably in front of the float body (11),
as seen in the operating direction (A), and/or around the float body (11).
6. A suction float (1) according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the upper side (111) of the float body (11) is constructed in a funnel shape and/or
in that there is arranged on the upper side (111) an edge (113) which preferably has incisions
and/or notches (114).
7. A collecting device for collecting liquid and/or foam-type impurities (22) from surfaces
(21) of liquids (2), comprising a suction float (1) according to one of Claims 1 to
6, a suction tube line (3), which is connected to the suction tube portion (12), for
further transporting suction-removed impurities (22) and/or liquid (2), a mounting
for securing the collecting device to or on an object, and a suction removal device
(4) and/or a separation device (5), wherein the liquid and/or foam-type impurities
(22) on the surface (21) of the liquid (2) are removed by suction through the suction
removal device (4) by way of the suction float (1) and/or are separated off accordingly
with the aid of the separation device (5).
8. A collecting device according to Claim 7, characterised in that feed means for feeding the liquid and/or foam-type impurities (22) on the surface
(21) of the liquid (2) to the suction float (1) are provided, preferably two baffle
plates (6) that move through the surface (21) of the liquid.
9. A collection vessel (8) comprising a collecting device according to Claim 7, wherein
the suction float (1) is secured to the vessel (8), preferably by way of a securing
and/or mounting (7) on the deck (81) of the vessel and/or on the hull (82) of the
vessel, by way of the suction tube line (3).
10. A collection vessel according to Claim 9, characterised in that two baffle plates (6) that move through the surface (21) of the liquid (2), preferably
by way of an adjustable holding device (61) that is securable to the hull (82) of
the vessel, are arranged on the vessel (8) at a common securing point such that in
the operating mode they form an at least approximately V-shaped outline with an angle
opening in the operating direction (A), wherein the suction float (1) is arranged
in the centre of the two baffle plates (6).
1. Flotteur d'aspiration (1) pour éliminer des impuretés liquides et/ou mousseuses (22)
à la surface (21) de liquides (2), comprenant un tronçon de tuyau d'aspiration (12)
pour transporter le liquide aspiré (2) et/ou des impuretés (22), un corps flottant
(11) présentant une face supérieure (111) et une face inférieure (112), un premier
passage (13) qui s'étend depuis la face supérieure (111) jusqu'à la face inférieure
(112) pour laisser passer le tronçon de tuyau d'aspiration (12), caractérisé en ce qu'il est prévu un deuxième passage (14) s'étendant de la face inférieure (112) jusqu'à
la face supérieure (111), le tronçon de tuyau d'aspiration (12), après être passé
à travers le premier passage (13), étant conduit le long de la face inférieure (112)
du corps flottant (11) et est conçu pour pouvoir pénétrer dans le deuxième passage
(14), le corps flottant (11) pouvant être déplacé (X) le long du tronçon de tuyau
d'aspiration (12).
2. Flotteur d'aspiration (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le diamètre extérieur du tronçon de tuyau d'aspiration (12) est plus petit ou égal
au diamètre intérieur du premier (13) et/ou du deuxième passage (14).
3. Flotteur d'aspiration (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une étanchéité sous forme d'un joint hydraulique ou d'une bague d'étanchéité est formée
entre le premier (13) et/ou le deuxième passage (14) et le tronçon de tuyau d'aspiration
(12).
4. Flotteur d'aspiration (1) selon la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce qu'une butée (15) est prévue sur le tronçon de tuyau d'aspiration (12) pour limiter le
libre mouvement (X) du corps flottant (11).
5. Flotteur d'aspiration (1) selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'il est prévu sur le tronçon de tuyau d'aspiration (12) un déflecteur (16) qui est
disposé de préférence devant dans la direction de travail (A) et/ou autour du corps
flottant (11) de sorte à le protéger au moins en partie.
6. Flotteur d'aspiration (1) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la face supérieure (111) du corps flottant (11) est en forme d'entonnoir et/ou en ce qu'un bord (113) muni de préférence d'entailles ou d'encoches (114) est disposé sur la
face supérieure (111).
7. Dispositif de collecte pour récolter des impuretés liquides ou mousseuses (22) à la
surface (21) de liquides (2), comprenant un flotteur d'aspiration (1) selon l'une
des revendications 1 à 6, une conduite de tuyau d'aspiration (3) reliée au tronçon
de tuyau d'aspiration (12) pour le transfert d'impuretés aspirées (22) et/ou de liquides
(2), un élément support pour fixer le dispositif de collecte à ou sur un objet, et
un dispositif d'aspiration (4) et/ou un dispositif de séparation (5), les impuretés
liquides et/ou mousseuses (22) étant aspirées à la surface (21) du liquide (2) via
le flotteur d'aspiration (1) par le dispositif d'aspiration (5) et/ou étant séparées
à l'aide du dispositif de séparation (5).
8. Dispositif de collecte selon la revendication 7, caractérisé en ce que des moyens d'acheminement pour acheminer les impuretés liquides ou mousseuses (22)
sur la surface (21) du liquide en direction du flotteur d'aspiration (1), de préférence
deux tôles de guidage (6) qui sillonnent la surface (21) du liquide.
9. Bateau collecteur (8) comprenant un dispositif de collecte selon la revendication
7, le flotteur d'aspiration (1) étant fixé au bateau (8), de préférence au moyen d'un
élément de fixation et/ou d'un élément support (7) situés sur le pont du bateau (81)
et/ou sur la coque du bateau (82) au moyen de la conduite d'aspiration (3).
10. Bateau collecteur selon la revendication 9, caractérisé en ce que deux tôles de guidage sillonnant la surface (21) du liquide (2) sont disposées sur
le bateau (8) en un point de fixation commun, de préférence au moyen d'un dispositif
support (61) pouvant être fixé et adapté sur la coque du bateau (82), de telle sorte
que ces tôles en mode travail forment un contour au moins approximativement en V avec
un angle ouvert dans le sens de travail (A), le flotteur d'aspiration (1) étant disposé
au milieu des deux tôles de guidage (6).