[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft Leuchten umfassend eine Leiterplatte, auf der
zumindest ein Leuchtmittel, vorzugsweise in Form eines LED-Packages, angeordnet ist,
sowie eine Linse, die über dem Leuchtmittel auf der genannten Leiterplatte vorgesehen
ist. Die Erfindung betrifft hierbei insbesondere die Befestigung des Linsenkorpus
an der das Leuchtmittel tragenden Leiterplatte, sowie ein Verfahren zur Herstellung
einer solchen Leuchte mit einer an einer Leiterplatte befestigten Linse.
[0002] Es sind Leuchten bekannt, bei denen Leuchtmittel wie beispielsweise LEDs oder andere
punktförmige Lichtquellen auf einer Leiterplatte bzw. Platine montiert werden, von
der her die Leuchtmittel mit Strom versorgt werden. Um die Lichtausbreitung bzw. Lichtverteilung
in der gewünschten Weise steuern zu können, werden hierbei den Leuchtmitteln oftmals
Linsen vorgeschaltet, die über den Leuchtmitteln sitzen und dementsprechend auf bzw.
vor der genannten Leiterplatte angeordnet sind. Um auch das seitlich von den Leuchtmitteln
abgestrahlte Licht einzufangen, können die Linsen auf ihrer der Leiterplatte zugewandten
Stirnseite eine Vertiefung bzw. Ausnehmung besitzen, mit der die Linsen zumindest
ein Stück weit über die Leuchtmittel gestülpt werden können, so dass die Linsen sehr
nahe an der Leiterplatte zu liegen kommen. Um die von den Linsen erreichte Lichtverteilung
exakt steuern zu können, ist eine maßgenaue und exakte Positionierung der Linsen relativ
zu den Leuchtmitteln wichtig, wobei einerseits eine exakte Position des Leuchtmittels
im Zentrum bzw. im gewünschten Lagepunkt relativ zur Linse angestrebt wird und andererseits
die Linse gegenüber der Leiterplatte nicht verkippt sein soll, da die Leiterplatte
die Orientierung der Leuchte bei der Montage und damit die Ausrichtung der Linsen
bestimmt.
[0003] Die Schrift
DE 10 2008 055 936 zeigt die Befestigung einer Linse an der Leiterplatte einer LED mittels Schnappverbindungen,
insbesondere mittels einer die Linse umgreifenden Drahtspange, die unter einen Vorsprung
der Leiterplatte einhakbar ist. Die Schrift
GB 23 91 702 zeigt honigwabenartig geformte Linsenhalter, mittels derer Linsen auf einer LED-Leiterplatte
fixiert werden können. Die Linsen sind dabei in die Linsenhalter einklipsbar, um wieder
lösbar zu sein, während die Verbindung des Linsenhalters mit der Leiterplatte durch
Einklipsen oder Vernieten von durch die Leiterplatte gesteckten Füßen erfolgen soll.
[0004] Die exakte Positionierung und Ausrichtung der Linsen bei solchen Leuchten mit Leiterplatte
ist jedoch nicht ohne weiteres in einfacher Weise zu erreichen, da die Linsenhalterung
einerseits die optische Funktion der Linse nicht beeinträchtigen sollte und andererseits
auf das Material der Linse abgestimmt sein muss. Insbesondere sollen die Lichteintritts-
und Lichtaustrittsflächen der Linse nicht von der Linsenhalterung verdeckt sein. Andererseits
bestehen Linsen üblicherweise aus Glas oder transparenten Hartkunststoffen oder Silikone,
die nicht ohne weiteres an der Leiterplatte selbst befestigbar sind. Insofern werden
bislang häufig Linsenhalter verwendet, die die Linsen umfangsseitig umschließen und
separat an Leuchtenträgerbauteilen montiert werden, die zusammen mit der Leiterplatte
an einem Leuchtengehäuse oder Trägerteil befestigt werden. Hierbei treten jedoch Probleme
bei der exakten Ausrichtung und Positionierung auf. Zum anderen werden durch eine
entsprechende Anzahl von Montageschritten die Fertigungszeiten beeinträchtigt.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Leuchte
sowie ein verbessertes Herstellverfahren jeweils der genannten Art zu schaffen, die
Nachteile des Standes der Technik vermeiden und Letzteren in vorteilhafter Weise weiterbilden.
Vorzugsweise soll bei kurzen Fertigungszeiten mit wenigen Montageschritten eine exakte
Positionierung und Ausrichtung der Linse relativ zum Leuchtmittel und der Leiterplatte
erreicht werden.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Leuchte nach Anspruch 1 sowie ein Verfahren
zur Herstellung einer Leuchte nach Anspruch 13 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Es wird also vorgeschlagen, die Linse an der Leiterplatte festzulöten. Um trotz an
sich ungeeigneten Materials der Linse ein solches Festlöten zu ermöglichen, wird an
der Linse ein lötfähiger Linsenhalter angebracht, der materialinhomogen zum Linsenmaterial
ist und an der Leiterplatte festgelötet werden kann. Erfindungsgemäß besitzen die
Befestigungsmittel zur Befestigung des Linsenkorpus an der Leiterplatte einen Linsenhalter
aus einem lötfähigen Material, der direkt an den Linsenkorpus angeformt und an der
Leiterplatte festlötbar ist. Der Halteabschnitt des Linsenhalters kann durch Eingießen
bzw. Umspritzen an den Linsenkorpus angeformt sein bzw. kann der Linsenkorpus an den
Linsenhalter angegossen bzw. angespritzt oder in anderer Weise stoffschlüssig an den
Linsenhalter angeformt werden. Hierdurch kann die Linse sehr nahe bzw. unmittelbar
an der Leiterplatte positioniert werden, so dass das Leuchtmittel von der Linse nahezu
vollständig umgriffen werden kann und auch seitlich abgestrahltes Licht vollständig
in die Linse geleitet werden kann. Gleichzeitig wird eine hohe Präzision bezüglich
Ausrichtung und Positionierung der Linse relativ zum Leuchtmittel und zur Leiterplatte
erzielt.
[0008] Insbesondere können das Leuchtmittel und die Linse vorteilhafterweise gemeinsam in
einem Vorbereitungsschritt an der Leiterplatte positioniert und zueinander ausgerichtet
werden und sodann, wenn das Leuchtmittel und die Linse an der Leiterplatte positioniert
und ausgerichtet sind, in einem gemeinsamen Fügeschritt an der Leiterplatte festgelötet
werden. Hierdurch entfallen zusätzliche Montageschritte wie Umspannen von Leiterplatte
und Linse, da in einem Aufspannschritt gearbeitet werden kann, und auf unterschiedliche
Befestigungsschritte bzw. Befestigungsvorrichtungen wie Lötvorrichtung einerseits
und Schweiß- oder Klebevorrichtung andererseits verzichtet werden kann.
[0009] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der Linsenhalter durch einen Urform-
oder Umformschritt an der Linse befestigt werden, wobei insbesondere die Befestigung
des Linsenhalters am Linsenkorpus während des Ur- und/oder Umformens der Linse, insbesondere
während des Gießens oder Spritzens der Linse erfolgen kann derart, dass der Linsenhalter
mit einem oder mehreren Halteabschnitten ein- oder mehrseitig an das Material des
Linsenkorpus angebunden und/oder allseitig vom Linsenmaterial umschlossen wird. Durch
Eingießen oder Angießen bzw. Umspritzen oder Anspritzen des Linsenhalters können nicht
nur zusätzliche Montageschritte zur Befestigung des Linsenhalters am Linsenkorpus
nach dessen Fertigung vermieden werden, sondern auch die beeinträchtigten bzw. verdeckten
Abschnitte der Linse minimiert und die optischen Eigenschaften beeinträchtigende Zusatzmaterialien
wie Klebstofffugen vermieden werden.
[0010] Beispielsweise kann der Linsenhalter mit seinem Halteabschnitt in eine Guss- bzw.
Spritzgussform eingelegt werden, beispielsweise derart, dass der Halteabschnitt einen
Teil der Wandung der Gussform bildet bzw. an dieser anliegt, so dass beim Einbringen
des Linsenmaterials der Halteabschnitt des Linsenhalters integral an den Linsenkorpus
angeformt bzw. in diesen eingeformt wird. Hierbei entsteht eine stoffschlüssige bzw.
stoffschlussähnliche Verbindung direkt zwischen dem Halteabschnitt und dem Material
des Linsenkorpus, beispielsweise durch atomare oder molekulare Bindungen zwischen
den Materialien und/oder auch durch Mikroformschluss im Sinne eines mikroskopischen
oder auch makroskopischen Verhakens des einfließenden Linsenmaterials an der bzw.
in die Oberflächenstruktur und dort eventuell vorhandenen Poren und Rauheiten, so
dass sich das Linsenmaterial beim Verfestigen am Halteabschnitt des Linsenhalters
anbindet. Ähnlich wie dies beim Zweikomponenten-Spritzgießen bekannt ist, kann der
Halteabschnitt des Linsenhalters unmittelbar am Material des Linsenkorpus angebunden
werden.
[0011] Das Anformen des Linsenhalters am Linsenkorpus kann dabei nicht nur unmittelbar beim
Urformen bzw. Umformen des Linsenkorpus erfolgen, sondern gegebenenfalls auch in einem
nachfolgenden Verarbeitungsschritt, beispielsweise dergestalt, dass das Linsenmaterial
zumindest partiell wieder aufgeschmolzen wird, beispielsweise mittels Laserstrahlung,
um den dann gegen das aufgeschmolzene Material des Linsenkorpus gedrückten Halteabschnitt
sozusagen am Linsenkorpus festzuschweißen. Das sich wiederverfestigende Linsenmaterial
bindet den Linsenhalter an sich. Auch hierdurch kann eine unmittelbare Anbindung des
Linsenhalters an den Linsenkorpus erfolgen, der eine präzise Positionierung ermöglicht.
[0012] Wird die Linse in anderer Weise gefertigt, beispielsweise durch Drücken, kann der
Linsenhalter vorteilhafterweise ebenfalls gleich bei der Formung bzw. Herstellung
der Linse in diese eingeformt bzw. integriert werden.
[0013] Der genannte Linsenhalter aus lötfähigem Material kann grundsätzlich aber auch in
anderer Art und Weise an dem Linsenkorpus befestigt werden. Beispielsweise kann der
genannte Linsenhalter, ggf. zusätzlich zum Anformen beispielsweise durch Anschweißen,
an dem Linsenkorpus verspannt bzw. verrastet werden, beispielsweise durch eine clipsartige
Formschlussverbindung, beispielsweise dergestalt, dass der Linsenkorpus Rastausnehmungen
und/oder -vorsprünge umfasst, in die ein elastisch ausgebildeter Linsenhalter beispielsweise
mit Rastzungen elastisch einschnappen kann. Alternativ oder zusätzlich wäre es auch
möglich, den genannten Linsenhalter an dem Linsenkorpus festzukleben und/oder bei
geeigneter Form des Linsenkorpus den Linsenhalter reibschlüssig am Linsenkorpus festzuspannen.
[0014] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der Linsenhalter zumindest einen
im Inneren des Linsenkorpus verankerten Ankerabschnitt sowie zumindest einen außerhalb
des Linsenkorpus befindlichen Lötabschnitt umfassen. Der genannte Ankerabschnitt kann
hierbei vorteilhafterweise in den Linsenkorpus eingegossen bzw. eingespritzt sein.
Alternativ oder zusätzlich kann der oder ein anderer Ankerabschnitt auch mit einem
Abschnitt des Linsenkorpus verrastet oder in anderer Weise form- und/oder reibschlüssig
verbunden sein.
[0015] Um eine hohe Festigkeit der Verbindung zwischen Linsenhalter und Linsenkorpus zu
erreichen, kann der genannte Ankerabschnitt in Zugrichtung betrachtet zumindest eine
Hinterschneidung im Inneren des Linsenkorpus aufweisen, vorzugsweise in Form eines
haken-, ösen- oder fensterförmigen Halteabschnitts mit einer Halteausnehmung, die
mit Material des Linsenkorpus befüllbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann der Ankerabschnitt
auch mit einer Mikrostruktur verstehen sein, die beispielsweise schuppenartig oder
kammförmig ausgebildet sein kann. Vorteilhafterweise kann der Linsenkorpus im Bereich
der genannten Hinterschneidung eine Materialbrücke bilden, die sich durch die genannte
Ausnehmung des Halteabschnitts hindurch erstreckt. Besitzt der Ankerabschnitt beispielsweise
zumindest einen fensterförmigen Durchbruch, kann beim Umspritzen das Material des
Linsenkorpus durch die genannte fensterförmige Ausnehmung hindurchtreten, wodurch
der Linsenhalter besonders robust verankert ist. Bindungsprobleme an den Grenzflächen
oder gar ein teilweises Ablösen der Grenzflächen beispielsweise infolge von Schrumpfprozessen
beim Erkalten des Linsenkorpusmaterials haben dementsprechend keine signifikanten
Einflüsse auf die Festigkeit bzw. Haltbarkeit der Verbindung, da die genannte Materialbrücke
und/oder die genannte Hinterschneidung den Ankerabschnitt trotzdem fest im Linsenkorpus
hält. Mit der vorgenannten Zugrichtung sind die Richtungen gemeint, in denen der genannte
Ankerabschnitt aus dem Linsenkorpus herausgezogen werden würde und/oder der Linsenhalter
näherungsweise senkrecht zur Oberfläche der Linse von dieser entfernt werden würde.
In dieser Zugrichtung besitzt der genannte Ankerabschnitt vorteilhafterweise die genannte
Hinterschneidung, die vorteilhafterweise im Inneren des Linsenkorpus eingebettet ist
und/oder an einem formschlüssig wirkenden Halteabschnitt des Linsenkorpus angreift.
[0016] Alternativ oder zusätzlich zu einem Eingießen eines Ankerabschnitts kann der Linsenhalter
mit einem Halteabschnitt aber auch nur oberflächlich an den Linsenkorpus angegossen
bzw. angespritzt oder in anderer Weise stoffschlüssig angeformt sein, beispielsweise
durch Anspritzen des Linsenkorpus an eine Oberfläche des Halteabschnitts des Linsenhalters.
Ein solches oberflächliches Anformen kann insbesondere dann ausreichend sein, wenn
die Linse aus einem Material geformt wird, welches hohe Bindungskräfte zu einem metallischen
Linsenhalter entwickeln kann. In Weiterbildung der Erfindung kann die Linse beispielsweise
aus Silikon oder einem Werkstoff auf Silikonbasis bzw. einem Silikon enthaltenden
Werkstoff geformt sein, welcher gleichermaßen hochwertige optische Eigenschaften als
auch gute Bindungskräfte zum metallischen Linsenhalter entwickeln kann. Je nach Ausbildung
des Linsenhalters bzw. den Anforderungen an die Linse kann diese jedoch auch aus anderen
geeigneten Werkstoffen gefertigt sein.
[0017] Besitzt der Linsenkorpus auf seiner Lichteintrittsseite eine vorzugsweise sackloch-
oder napfförmige Vertiefung zur Aufnahme zumindest eines Teils des Leuchtmittels,
kann der genannte Linsenhalter in Weiterbildung der Erfindung auf einen die Vertiefung
umgebenden Stirnseitenabschnitt des Linsenkorpus angeordnet werden, so dass der Linsenhalter
sich mit seinem außerhalb des Linsenkorpus befindlichen Abschnitt im Wesentlichen
zwischen dem Linsenkorpus und der Leiterplatte erstreckt. Entsprechend dieser Ausbildung
kann der Linsenhalter auf der Leiterplatte sitzen und der Linsenkorpus wiederum auf
dem Linsenhalter sitzen. Dies erlaubt einerseits eine exakte Positionierung der Linse
an der Leiterplatte. Andererseits ist die optische Behinderung der Strahlengänge in
der Linse minimiert.
[0018] Alternativ oder zusätzlich kann der Linsenhalter auch bündig in den Linsenkorpus
eingearbeitet sein, insbesondere derart, dass die der Leiterplatte zugewandten Oberflächen
des Linsenkorpus einerseits und des Linsenhalters andererseits näherungsweise auf
demselben Niveau bzw. bündig zueinander angeordnet sind. Bei dieser Ausbildung kann
sowohl der Linsenhalter als auch der Linsenkorpus selbst auf der Leiterplatte sitzen,
wobei die Lötverbindung im Bereich der freiliegenden Oberfläche des Linsenhalters
erfolgt. Ein solches bündiges Einarbeiten des Linsenhalters in den Linsenkorpus kann
grundsätzlich in verschiedener Art und Weise erfolgen, beispielsweise durch unmittelbares
Eingießen bzw. Angießen oder Anspritzen des Linsenkorpus an den Linsenhalter bei der
Linsenfertigung. Gegebenenfalls könnte in den Linsenkorpus zunächst auch eine entsprechende
Ausnehmung eingearbeitet werden, in die der Linsenhalter dann so versenkt wird, dass
er bündig mit der Oberfläche des Linsenkorpus positioniert wird, wobei der Linsenhalter
beispielsweise in der genannten Ausnehmung festgeschweißt oder -geklebt werden kann.
[0019] Vorteilhafterweise ist der Linsenhalter hierbei mit seinem zumindest einen Ankerabschnitt
in dem Rand- und/oder Umgebungsbereich des Linsenkorpus um die genannte Vertiefung
herum verankert.
[0020] Um die Festigkeit der Linsenhalterung zu erhöhen und Halte- bzw. Lagerkräfte möglichst
gleichmäßig in den Linsenkorpus einzuleiten, kann in vorteilhafter Weiterbildung der
Erfindung sich der Linsenhalter auf gegenüberliegenden Seiten der vorgenannten Vertiefung
erstrecken. Insbesondere kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung der genannte
Linsenhalter ringförmig ausgebildet sein bzw. mit seinem sich außerhalb des Linsenkorpus
befindlichen Abschnitt einen Ring, ggf. auch einen geschlitzten Ring bilden, der sich
um die genannte Linsenvertiefung auf der Lichteintrittsseite herum erstreckt.
[0021] Der Linsenhalter kann mit seinem sich außerhalb des Linsenkorpus befindlichen Abschnitt
eine vorzugsweise ebene Aufstandsfläche zum Aufsetzen der Linse auf die Leiterplatte
besitzen. Um auf der Leiterplatte befindliche Stromleiter nicht zu beeinträchtigen,
kann in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung vorgesehen sein, dass die genannte
Aufstandsfläche keinen geschlossenen Ring bildet, sondern aus mehreren, voneinander
beabstandeten Aufstandsflächenabschnitten gebildet wird, die vorteilhafterweise entlang
einer Ringkontur, insbesondere um den vorgenannten Vertiefungsabschnitt der Linse
herum angeordnet sein können.
[0022] Der Linsenhalter kann in Weiterbildung der Erfindung unmittelbar auf der der Linse
zugewandten Seite der Leiterplatte verlötet werden, beispielsweise mit dem vorgenannten
Ring- bzw. Aufstandsflächenabschnitt. Alternativ oder zusätzlich kann der Linsenhalter
auch auf der der Linse abgewandten, rückwärtigen Leiterplattenfläche verlötet sein.
Hierzu kann der Linsenhalter vorzugsweise stiftförmige Durchsteckvorsprünge umfassen,
die durch entsprechende Bohrungen bzw. Ausnehmungen in der Leiterplatte hindurchgesteckt
werden können, so dass auf der Rückseite vorstehende Abschnitte der genannten Durchsteckvorsprünge
auf der dortigen, rückwärtigen Leiterplattenseite verlötet werden können.
[0023] Der Lötabschnitt des Linsenhalters kann in vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung
aus Metall bzw. einer Metalllegierung bestehen, die mit einem metallischen Lot beispielsweise
in Form einer Zinnverbindung eine feste Verbindung eingeht. Beispielsweise kann der
Linsenhalter aus einem Kupferwerkstoff bzw. einer Kupferlegierung bestehen, wobei
jedoch auch andere metallische Werkstoffe möglich sind. Vorteilhafterweise besteht
der Linsenhalter aus einem Metallwerkstoff, dessen Schmelztemperatur deutlich über
der Schmelztemperatur des Lots liegt. Alternativ kann der Linsenhalter, insbesondere
dessen Lötabschnitt auch aus einem Metallwerkstoff bestehen, der selbst das Lot für
die Lötverbindung bildet, so dass ein entsprechender Lötabschnitt des Linsenhalters
beim Festlöten aufgeschmolzen und mit dem entsprechenden Abschnitt der Leiterplatte
verlötet wird. Bevorzugt ist jedoch die vorgenannte Verwendung eines Metallwerkstoffs,
der beim Löten selbst nicht schmilzt und unter Zugabe eines geeigneten Lots an der
Leiterplatte festgelötet wird.
[0024] Die Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen und zugehöriger
Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine Explosionsdarstellung einer Leuchte umfassend eine Leiterplatte mit einem darauf
angebrachten Leuchtmittel in Form einer LED sowie einer dem Leuchtmittel zugeordnete
Linse, die mittels eines ringförmigen Linsenhalters an der Leiterplatte festgelötet
wird, wobei die Komponenten der Leuchte in perspektivischer Darstellung gezeigt sind,
- Fig. 2:
- eine Seiten- und Schnittdarstellung der Leuchte aus Fig. 1, wobei die Teilansicht
(a) die Leuchte in Explosionsdarstellung in Seitenansicht, die Teilansicht (b) einen
Schnitt entlang der Linie A-A in der Teilansicht (a) und die Teilansicht (c) einen
Schnitt entlang der Linie B-B in der Teilansicht (a) der Fig. 2 zeigt,
- Fig. 3:
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Leucht ähnlich Fig. 1 nach einer
weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung, gemäß der der Linsenhalter zur Befestigung
der Linse an der Leiterplatte Durchsteckvorsprünge besitzt, die durch die Leiterplatte
hindurchsteckbar und auf der Rückseite verlötbar sind,
- Fig. 4:
- eine Seiten- und Schnittdarstellung der Leuchte aus Fig. 3 in Explosionsdarstellung,
wobei die Teilansicht (a) eine Seitenansicht der Leuchte zeigt, die Teilansicht (b)
einen Schnitt entlang der Linie E-E und die Teilansicht (c) einen Schnitt entlang
der Linie F-F aus der Teilansicht (a) zeigt,
- Fig. 5:
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Leuchte ähnlich Fig. 1 nach einer
weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung, gemäß der der Linsenhalter mehrteilig
ausgebildet ist und keine geschlossene, ringförmige Aufstandsfläche bildet, und
- Fig. 6:
- eine Seiten- und Schnittdarstellung der Leuchte aus Fig. 5, wobei die Teilansicht
(a) eine Seitenansicht der Leuchte in Explosionsdarstellung zeigt, die Teilansicht
(b) einen Schnitt entlang der Linie C-C und die Teilansicht (c) einen Schnitt entlang
der Linie D-D aus der Teilansicht (a) der Fig. 6 zeigt, und
- Fig. 7:
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Leuchte ähnlich Fig. 1 nach einer
weiteren vorteilhaften Ausführung der Erfindung, gemäß der ein ringförmiger Linsenhalter
an die Linse oberflächlich angeformt wird, und
- Fig. 8:
- eine Seiten- und Schnittdarstellung der Leuchte aus Fig. 7, wobei die Teilansicht
(a) eine Seitenansicht der Leuchte in Explosionsdarstellung und die Teilansicht (b)
einen Schnitt entlang der Linie H-H aus der Teilansicht (a) zeigt.
[0025] Wie die Figuren 1 und 2 zeigen, umfasst die Leuchte 1 eine Leiterplatte 2 oder Platine,
auf der ein Leuchtmittel 3 in Form einer LED montiert ist, die über die genannte Leiterplatte
2 mit Strom versorgt wird bzw. angesteuert wird. Weiterhin umfasst die Leuchte 1 eine
Linse 4, deren Form je nach gewünschter Lichtverteilung variieren kann und einen Linsenkorpus
5 aus Vollmaterial besitzt, der unmittelbar vor der Leiterplatte 2 sitzt bzw. über
das Leuchtmittel 3 gesetzt ist. Wie Fig. 1 zeigt, umfasst die Linse 2 hierbei gegenüberliegende
Stirnseiten, die einerseits eine Lichteintrittsseite und andererseits eine Lichtaustrittsseite
bzw. -fläche bilden, wobei die Lichteintrittsseite der Leiterplatte 2 zugewandt ist
und einen kleineren Durchmesser bzw. eine kleinere Fläche als die Lichtaustrittsseite
besitzen kann.
[0026] Insbesondere kann die Linse 4 auf ihrer der Leiterplatte 2 zugewandten Seite eine
sackloch- bzw. napfförmige Vertiefung 6 besitzen, vgl. Fig. 2, dort die Schnittansichten
(b) und (c), mit der die Linse 4 über das Leuchtmittel 3 gesetzt werden kann, so dass
das Leuchtmittel 3 zumindest teilweise in der Vertiefung 6 aufgenommen ist. Hierdurch
kann auch seitlich abgestrahltes Licht eingefangen werden und die Linse 4 unmittelbar
an der Leiterplatte 2 positioniert werden.
[0027] Zur Befestigung der Linse 4 an der Leiterplatte 2 ist an der Linse 4 ein Linsenhalter
7 befestigt, der an der leiterplattenseitigen Stirnseite der Linse 4 angeordnet und
befestigt ist. Der Linsenhalter 7 umfasst hierbei einen sich außerhalb der Linse 4
erstreckenden Lötabschnitt 8 sowie einen Halteabschnitt beispielsweise in Form von
zumindest sich innerhalb des Linsenkorpus 5 befindlichen Ankerabschnitten 9. Insbesondere
sitzt der genannte Linsenhalter 7 hierbei auf einem vorzugsweise stirnseitigen Randabschnitt
10 des Linsenkorpus 5, der die vorgenannte Vertiefung 6 umgibt. Die Ankerabschnitte
9 erstrecken sich im Inneren des Linsenkorpus 5 in einem Umgebungsabschnitt des Linsenkorpus
5, der die genannte Vertiefung 6 umgibt.
[0028] Die Ankerabschnitte 9 sind vorteilhafterweise gleichmäßig um den Umfang der Vertiefung
6 herum verteilt angeordnet und können sich - insbesondere bei zwei Ankerabschnitten
- auf gegenüberliegenden Seiten der Vertiefung 6 erstrecken. Sind beispielsweise drei
Ankerabschnitte 9 vorhanden, können diese unter einer gleichmäßigen Teilung von 2/3
π voneinander beabstandet angeordnet sein. Vorteilhafterweise sind hierbei die Ankerabschnitte
9 nur über einen begrenzten Umfangsabschnitt ausgebildet, um die optischen Eigenschaften
der Linse 4 möglichst wenig zu behindern. Wie Fig. 1 zeigt, können die Ankerabschnitte
9 zusammen mit ihrer Umfangserstreckung weniger als 1/2, vorzugsweise weniger als
1/3 der Umfangserstreckung des Linsenhalters 7 bzw. des Randabschnitts 10 einnehmen,
so dass die restlichen Abschnitte des Linsenkorpus 5 gänzlich unbeeinträchtigt hinsichtlich
ihrer optischen Eigenschaften bleiben. Die genannten Ankerabschnitte 9 erstrecken
sich hierbei auch in ihrer Tiefe nur begrenzt. In Weiterbildung der Erfindung ist
die Tiefe der Ankerabschnitte 9 kleiner als der Durchmesser der Vertiefung 6, vorteilhafterweise
kleiner als der halbe Durchmesser der genannten Vertiefung 6. Besitzt die Linse 4
keine Vertiefung 6 der genannten Art, sind die Ankerabschnitte 9 dennoch in ihrer
Umfangserstreckung und/oder Tiefe begrenzt, vorteilhafterweise derart, dass die Tiefe
weniger als 1/2, vorzugsweise weniger als 1/3 des Durchmessers der die Lichteintrittsseite
bildenden Linsenstirnseitenfläche.
[0029] Die genannten Ankerabschnitte 9 sind vorteilhafterweise in Richtung der Linsenlängs-
oder -symmetrieachse hinterschnitten ausgebildet, um die Festigkeit der Verbindung
zu erhöhen. Insbesondere können die genannten Ankerabschnitte 9 innerhalb des Linsenkorpus
5 angeordnete, vorzugsweise fensterförmige Ausnehmungen besitzen, die mit Material
des Linsenkorpus 5 verfüllt sind.
[0030] Vorteilhafterweise werden die genannten Ankerabschnitte 9 in den Linsenkorpus 5 eingeformt,
wenn der Linsenkorpus 5 hergestellt wird, insbesondere eingegossen bzw. eingespritzt,
wenn der Linsenkorpus 5 (spritz)gegossen wird. Je nach Material kann der Linsenkorpus
5 beispielsweise auch in Form gedrückt werden, wobei hier dann die Ankerabschnitte
9 beim Drücken in den Linsenkorpus 5 integriert werden können.
[0031] Wie Fig. 1 zeigt, kann der sich außerhalb des Linsenkorpus 5 erstreckende Lötabschnitt
8 des Linsenhalters 7 einen ringförmige Kontur besitzen und/oder eine ringförmige
Aufstandsfläche 11 bilden, mit der die Linse 4 auf der Leiterplatte 2 aufgesetzt werden
kann.
[0032] Zur Befestigung der Linse 4 an der Leiterplatte 2 werden zunächst sowohl das Leuchtmittel
3 als auch die Linse 4 auf der Leiterplatte 2 in der gewünschten Ausrichtung zueinander
positioniert, was beispielsweise dadurch erreicht werden kann, dass entsprechende
Positioniervorsprünge am Leuchtmittel 3 und/oder der Linse 4 in entsprechende Positionierausnehmungen
in der Leiterplatte eingesetzt werden. Sind die genannten Bausteine auf der Leiterplatte
2 positioniert, werden sie sodann festgelötet, wobei die Linse 4 mittels des Linsenhalters
7 festgelötet wird, der mit seinem vorgenannten Lötabschnitt 8 verlötet wird. Findet
die Verlötung sowohl des Leuchtmittels 3 als auch der Linse 4 auf der der Linse zugewandten
Leiterplattenseite statt, kann prinzipiell zunächst das Leuchtmittel 3 auf der Leiterplatte
2 positioniert und dort festgelötet. In einem sodann folgenden Montageschritt, für
den die Leiterplatte 2 in derselben Aufspannung gefahren werden kann, wird sodann
die Linse 4 auf der Leiterplatte 2 positioniert und sodann festgelötet. Vorteilhafterweise
jedoch werden die Linse 4 und das Leuchtmittel 3 auch dann gleichzeitig bzw. im selben
Schritt festgelötet, wenn dies auf der Linsenseite der Leiterplatte 2 erfolgt, beispielsweise
in einem SMD-Lötverfahren, bei dem die zu verlötenden Bauteile, d.h. Linse 4 und Leiterplatte
2, gemeinsam in Sollposition zueinander in einen Ofen einfahren können, um das zwischen
den zu verbindenden Bauteilen vorab vorgesehene Lot aufzuschmelzen bzw. zu erweichen,
um die Bauteile miteinander zu verlöten.
[0033] Auch wenn das Leuchtmittel 3 und/oder die Linse 4 auf der Rückseite der Leiterplatte
2 verlötet werden, können die Positionierschritte für beide Bauteile gemeinsam ausgeführt
und sodann, sobald die beiden Bauteile positioniert sind, in einem gemeinsamen Lötschritt
verlötet werden, beispielsweise im Tauchlötverfahren.
[0034] Für ein Verlöten der Linse 4 auf der der Linse 4 gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte
2 kann der Linsenhalter 7 Durchsteckvorsprünge besitzen, mit denen der Linsenhalter
7 durch entsprechende Ausnehmungen in der Leiterplatte hindurchgesteckt werden kann,
wie dies die Figuren 3 und 4 zeigen. Gemäß dieser Ausführungsform umfasst der Linsenhalter
7 ebenfalls einen Ankerabschnitt 9, der im Material des Linsenkorpus 5 eingebettet,
insbesondere eingegossen ist, wobei bei der in Fig. 3 gezeigten Ausführung der genannte
Ankerabschnitt 9 ringförmig ausgebildet ist, jedoch auch entsprechend der vorherigen
Ausführung aus verschiedenen Abschnitten zusammengesetzt sein könnte.
[0035] Der genannte Ankerabschnitt 9 ist mit mehrere Lötabschnitten 8 verbunden, die aus
der Linse 4 herausstehen und in der gezeichneten Ausführung stiftförmige Durchsteckvorsprünge
12 bilden, die durch Ausnehmungen 13 in der Leiterplatte 2 hindurchgesteckt werden
können, so dass die Durchsteckvorsprünge 12 auf der Rückseite der Leiterplatte 2 heraustreten
und dort verlötet werden können.
[0036] Wie die Figuren 5 und 6 zeigen, muss der Linsenhalter 7 keine geschlossene Ringform
besitzen, sondern kann auch aus mehreren Teilen bestehen. In der gezeichneten Ausführung
sind hierbei jeweils segmentförmige Linsenhalterteile vorgesehen, die jeweils einen
Ankerabschnitt 9 umfassen, der im Material des Linsenkorpus 5 eingebettet insbesondere
eingegossen oder eingespritzt ist und in der vorgenannten Weise Hinterschneidungen
bzw. umspritzbare, fensterförmige Ausnehmungen besitzen kann. Die genannten Linsenhalterteile
besitzen weiterhin ebenfalls außerhalb des Linsenkorpus 5 befindliche Lötabschnitte
8, die gemeinsam eine Aufstandsfläche zum Aufsetzen auf die Leiterplatte 2 bilden.
Mit den genannten Lötabschnitten 8 kann die Linse 4 auf der Vorderseite der Leiterplatte
2 auf vorzugsweise gegenüberliegenden Seiten des Leuchtmittels 3 festgelötet werden.
Durch die segmentierte Ausbildung des Linsenhalters 7 können auch Leiterplatten 2
verwendet werden, bei denen Leiter auf der der Linse 4 zugewandten Vorderseite verlaufen,
da diese durch die segmentierte Ausbildung bzw. die Lötabschnitte 8 nicht durchgängig
um das Leuchtmittel 3 herum kontaktiert werden.
[0037] Wie die Figuren 7 und 8 zeigen, muss der Linsenhalter 7 nicht zwangsweise in das
Material des Linsenkorpus 5 eingegossen werden, sondern kann daran auch nur angeformt
sein, insbesondere oberflächlich stoffschlüssig angebunden sein. Wie Fig. 7 zeigt,
kann der Linsenhalter 7 hierbei insgesamt in Form eines Rings ausgebildet sein, der
von seiner Dimensionierung und/oder Konturierung derart ausgebildet ist, dass er auf
den stirnseitigen Randabschnitt 10 des Linsenkorpus 5 passt bzw. daran aufsitzen kann.
[0038] Der Linsenkorpus 5 kann hierbei vorteilhafterweise an den genannten ringförmigen
Linsenhalter 7 angegossen werden, beispielsweise dergestalt, dass der stirnseitige
Randabschnitt 10 des Linsenkorpus 5 an einer Oberfläche, beispielsweise der Flachseite
des ringförmigen Linsenhalters 7 angeformt wird. Der ringförmige Linsenhalter 7 kann
beispielsweise in eine Guss- oder Spritzgussform zur Formung des Linsenkorpus 5 eingelegt
werden, so dass er an einer Wandung der Form anliegt bzw. einen Teil der Wandung bildet.
Beim Einbringen des verflüssigten Linsenmaterials wird der Linsenhalter 7 hierbei
an den sich bildenden Linsenkorpus angeformt. Die an den Linsenkorpus angeformte Oberfläche
bzw. die entsprechenden Oberflächen des Linsenhalters 7 bilden hierbei dessen Halteabschnitt
9. Die den Linsenkorpus 5 abgewandte Seite bzw. Oberfläche des Linsenhaltes 7 bildet
dessen Lötabschnitt 8, mit dem der Linsenhalter 7 an der Platine verlötbar ist.
1. Leuchte umfassend eine Leiterplatte (2), auf der zumindest ein Leuchtmittel (3) angeordnet
ist, sowie eine Linse (4) mit einem Linsenkorpus (5) aus transparentem Material, der
durch einen Linsenhalter (7) über dem Leuchtmittel (3) auf einer das Leuchtmittel
(3) tragenden Leiterplatte (2) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Linsenkorpus (5) mit einem der Leiterplatte (2) zugewandten Stirnseitenabschnitt
(10) an einen Halteabschnitt (9) des Linsenhalters (7) angegossen/angespritzt ist,
und der Linsenhalter (7) mit einem aus Metallwerkstoff bestehenden, außerhalb des
Linsenkorpus (5) befindlichen Lötabschnitt (8) an der Leiterplatte (2) festgelötet
ist.
2. Leuchte nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Linsenhalter (7) zumindest einen
im Inneren des Linsenkorpus (5) verankerten Ankerabschnitt (9) sowie zumindest einen
außerhalb des Linsenkorpus (5) befindlichen Lötabschnitt (8) umfasst.
3. Leuchte nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Ankerabschnitt (9) in Zugrichtung
betrachtet zumindest eine Hinterschneidung im Inneren des Linsenkorpus (5) aufweist,
vorzugsweise in Form eines haken-, ösen- oder fensterförmigen Halteabschnitts mit
einer Halteausnehmung, die mit Material des Linsenkorpus verfüllbar ist.
4. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Halteabschnitt (9) an die
Oberfläche des Linsenkorpus (5) angegossen oder angespritzt oder in anderer Weise
stoffschlüssig angeformt ist.
5. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Linsenkorpus (5) auf seiner
Lichteintrittsseite eine vorzugsweise sackloch- oder napfförmige Vertiefung (6) aufweist,
die über das auf der Leiterplatte (2) sitzende Leuchtmittel (3) setzbar ist, und der
Linsenhalter (7) auf einem die Vertiefung (6) umgebenden Stirnseitenabschnitt (10)
des Linsenkorpus (5) angeordnet ist, vorzugsweise näherungsweise gleichmäßig über
den Umfang der Vertiefung (6) verteilte Abschnitte aufweist.
6. Leuchte nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Linsenhalter (7) mit seinem Halteabschnitt
(9) in/an einem Rand-/Umgebungsbereich um die Vertiefung (6) herum verankert ist.
7. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Linsenhalter (7) eine vorzugsweise
ebene Aufstandsfläche (11) zum Aufsetzen der Linse (4) auf die Leiterplatte (2) besitzt.
8. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Linsenhalter (7) zumindest
einen vorzugsweise stiftförmigen Durchsteckvorsprung (12) zum Durchstecken durch die
Leiterplatte (2) und Verlöten auf einer der Linse (4) gegenüberliegenden Leiterplattenrückseite
umfasst.
9. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Linsenhalter (7) ringförmig
ausgebildet ist.
10. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Linsenhalter (7) segmentiert
ausgebildet ist und aus mehreren, separaten Linsenhalterteilen besteht.
11. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Linsenhalter (7) aus einem
Metallwerkstoff besteht, der mit einem metallischen Lot bindet oder selbst das Lot
für die Lötverbindung bildet.
12. Leuchte nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Linse (4) aus Silikon oder
einem Silikon enthaltenden Material besteht.
13. Verfahren zur Herstellung einer Leuchte gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche,
wobei die Linse (4) mit ihrem Linsenhalter (7) und das Leuchtmittel (3) oder ein das
Leuchtmittel (3) tragender Leuchtmittelhalter jeweils an der Leiterplatte festgelötet
werden.
14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Linse (4) und der Leuchtmittelhalter
in einem Vorbereitungsschritt an der Leiterplatte (2) positioniert und sodann, wenn
die Linse (4) und das Leuchtmittel (3) an der Leiterplatte (2) positioniert sind,
an der Leiterplatte (2) in einem gemeinsamen Lötschritt festgelötet werden.
15. Verfahren nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei der Linsenhalter (7)
beim Urformen der Linse (4) in/an das Material des Linsenkorpus (5) eingebettet/angeformt,
insbesondere ein-/angegossen oder angespritzt/umspritzt, wird.
1. A luminaire comprising a circuit board (2) on which at least one illuminant (3) is
arranged, as well as a lens (4) having a lens body (5) of transparent material which
is fastened to a circuit board (2) supporting the illuminant (3) by a lens holder
(7) above the illuminant (3), characterised in that an end face section (10) of the lens body (5) is cast/injected onto a holding section
(9) of the lens holder (7) facing the circuit board (2); and in that the lens holder (7) is soldered fast to the circuit board (2) at a solder section
(8) comprising a metal material and located outside the lens body (5).
2. A luminaire in accordance with the preceding claim, wherein the lens holder (7) comprises
at least one anchor section (9) anchored in the interior of the lens body (5) as well
as at least one solder section (8) located outside the lens body (5).
3. A luminaire in accordance with the preceding claim, wherein the anchor section (9)
has at least one undercut in the interior of the lens body (5), viewed in the direction
of tension, preferably in the form of a hook-shaped, eyelet-shaped or window-shaped
holding section having a holding cut-out which can be filled with material of the
lens body.
4. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the holding section
(9) is cast or injection moulded to the surface of the lens body (5) or is moulded
to it with material continuity in another manner.
5. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the lens body
(5) has a preferably blind hole-shaped or bowl-shaped recess (6) at its light inlet
side, the recess being able to be set over the illuminant (3) seated on the circuit
board (2); and wherein the lens holder (7) is arranged at an end face section (10)
of the lens body (5) surrounding the recess (6) and has sections preferably distributed
approximately uniformly over the periphery of the recess (6).
6. A luminaire in accordance with the preceding claim, wherein the holding section (9)
of the lens holder (7) is fastened in/at a marginal region/surrounding region about
the recess (6).
7. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the lens holder
(7) has a preferably planar contact area (11) for placing the lens (4) onto the circuit
board (2).
8. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the lens holder
(7) comprises at least one plug-through projection (12), preferably of pin shape,
for plugging through the circuit board (2) and for soldering on a rear side of the
circuit board disposed opposite the lens (4).
9. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the lens holder
(7) is of annular shape.
10. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the lens holder
(7) is segmented and comprises a plurality of separate lens holder parts.
11. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the lens holder
(7) comprises a metal material which binds with a metal solder or itself forms the
solder for the solder connection.
12. A luminaire in accordance with one of the preceding claims, wherein the lens (4) comprises
silicone or a material comprising silicone.
13. A method of manufacturing a luminaire in accordance with one of the preceding claims,
wherein the lens holder (7) of the lens (4) and the illuminant (3) or an illuminant
holder carrying the illuminant (3) are respectively soldered to the circuit board.
14. A method in accordance with the preceding claim, wherein the lens (4) and the illuminant
holder are positioned at the circuit board (2) in a preparation step and, when the
lens (4) and the illuminant (3) are positioned at the circuit board (2), are then
soldered fast to the circuit board (2) in a common soldering step.
15. A method in accordance with one of the two preceding claims, wherein the lens holder
(7) is embedded/moulded, in particular cast or injection moulded or insert moulded/overmoulded
into/onto the material of the lens body (5) on the primary moulding of the lens (4).
1. Luminaire comprenant une carte de circuit imprimé (2), sur laquelle au moins un moyen
d'éclairage (3) est disposé, ainsi qu'une lentille (4) dotée d'un corps de lentille
(5) en matériau transparent, qui est fixé au-dessus du moyen d'éclairage (3) sur une
carte de circuit imprimé (2) portant le moyen d'éclairage (3) par le biais d'un support
de lentille (7), caractérisé en ce que le corps de lentille (5) est coulé / moulé par injection avec une partie frontale
latérale (10) faisant face à la carte de circuit imprimé (2) sur une partie de retenue
(9) du support de lentille (7), et le support de lentille (7) est soudé à demeure
sur la carte de circuit imprimé (2) avec une partie de soudage (8) composée d'une
matière métallique se trouvant hors du corps de lentille (5).
2. Luminaire selon la revendication précédente, dans lequel le support de lentille (7)
comprend au moins une partie d'ancrage (9) ancrée à l'intérieur du corps de lentille
(5) ainsi qu'au moins une partie de soudage (8) située hors du corps de lentille (5).
3. Luminaire selon la revendication précédente, dans lequel la partie d'ancrage (9),
vue dans le sens de traction, comporte au moins une contre-dépouille à l'intérieur
du corps de lentille (5), de préférence sous la forme d'une partie de retenue en forme
de crochet, d'oeillet ou de fenêtre avec un évidement de retenue qui peut être rempli
avec du matériau du corps de lentille.
4. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la partie de retenue
(9) est coulée ou moulée par injection ou formée d'une autre manière par liaison de
matière sur la surface du corps de lentille (5).
5. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le corps de lentille
(5) comporte sur son côté entrée de lumière un creux (6) de préférence en forme de
trou borgne ou de cuvette, qui peut être placé au-dessus du moyen d'éclairage (3)
situé sur la carte de circuit imprimé (2), et le support de lentille (7) est disposé
sur une partie frontale latérale (10) du corps de lentille (5) entourant le creux
(6), comporte de préférence des parties réparties approximativement de manière uniforme
sur la circonférence du creux (6).
6. Luminaire selon la revendication précédente, dans lequel le support de lentille (7)
est ancré avec sa partie de retenue (9) dans/sur une zone de bord/circonférentielle
autour du creux (6).
7. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le support de lentille
(7) possède une surface de contact (11) de préférence plane pour poser la lentille
(4) sur la carte de circuit imprimé (2).
8. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le support de lentille
(7) comprend au moins une saillie de passage (12) de préférence en forme de tige destinée
au passage à travers la carte de circuit imprimé (2) et à la soudure sur une face
arrière de la carte de circuit imprimé opposée à la lentille (4).
9. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le support de lentille
(7) est réalisé de forme annulaire.
10. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le support de lentille
(7) est réalisé de manière segmentée et il est composé de plusieurs pièces de support
de lentille séparées.
11. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel le support de lentille
(7) est composé d'une matière métallique, qui se lie avec un alliage de soudure métallique
ou qui forme elle-même l'alliage de soudure pour la liaison soudée.
12. Luminaire selon l'une des revendications précédentes, dans lequel la lentille (4)
est composée de silicone ou d'un matériau contenant de la silicone.
13. Procédé de fabrication d'un luminaire selon l'une des revendications précédentes,
dans lequel la lentille (4) avec son support de lentille (7) et le moyen d'éclairage
(3) ou un support de moyen d'éclairage portant le moyen d'éclairage (3) sont respectivement
soudés à demeure sur la carte de circuit imprimé.
14. Procédé selon la revendication précédente, dans lequel la lentille (4) et le support
de moyen d'éclairage sont positionnés sur la carte de circuit imprimé (2) dans une
étape de préparation et sont ensuite, quand la lentille (4) et le moyen d'éclairage
(3) sont positionnés sur la carte de circuit imprimé (2), soudés à demeure sur la
carte de circuit imprimé (2) dans une étape de soudage commune.
15. Procédé selon l'une des deux revendications précédentes, dans lequel le support de
lentille (7) est incorporé/formé, en particulier coulé ou moulé par injection/surmoulé
dans/sur le matériau du corps de lentille (5), lors de la transformation primaire
de la lentille (4).