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(11) |
EP 2 377 805 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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29.07.2015 Patentblatt 2015/31 |
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Anmeldetag: 14.04.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Betreiben einer Wickeltrommel und Wickeltrommel
Method for operating a winding drum and winding drum
Procédé de fonctionnement d'un tambour d'enroulement et tambour d'enroulement
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
19.04.2010 DE 102010015624
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.10.2011 Patentblatt 2011/42 |
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Patentinhaber: Stemmann-Technik GmbH |
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48465 Schüttorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Bünker, Ludger
48488, Emsbüren (DE)
- Möbes, Mario
79541, Lörrach (DE)
- Sommerschuh, Stefan
09496, Pobershau (DE)
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Vertreter: Griepenstroh, Jörg |
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Bockermann Ksoll
Griepenstroh Osterhoff
Patentanwälte
Bergstrasse 159 44791 Bochum 44791 Bochum (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 092 279 DE-A1-102006 040 459
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DE-A1-102004 051 094 DE-C1- 4 419 199
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Wickeltrommel, insbesondere
bei Teleskopauslegern von Kranen gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 sowie ein
Wickeltrommelsystem insbesondere für Krane gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
7.
[0002] Die
EP 0 092 279 A2 offenbart ein Verfahren zum Betreiben einer Wickeltrommel, wobei ein die Wickeltrommel
antreibender Fluidmotor über einen Ventile enthaltenden Steuerblock angesteuert wird,
wobei die Ventile zwei Druckregelventile umfassen, die jeweils in einer Zuflussleitung
und einer Rückflussleitung des Motors angeordnet sind. Über die Druckregelventile
wird eine Druckdifferenz am Motor eingestellt, um ein bestimmtes Wickelmoment aufrecht
zu halten.
[0003] Die
DE 44 19 199 C1 betrifft eine hydraulische Steuereinrichtung für Seilwinden mit einem Hydraulikölbehälter
und einem Hydromotor für die Seilwinde.
[0004] Zum Stand der Technik ist die
DE 10 2004 051 094 A1 zu nennen. Es wird eine hydraulische Antriebsanordnung zum Antrieb einer Leitungstrommel
eines fahrbaren Verbrauchers, insbesondere eines Krans, mit einem hydraulischen Antriebsmotor
beschrieben, welcher antriebsmäßig mit einer Leitungstrommel gekoppelt ist, wobei
die Antriebsanordnung eine Hydraulikpumpe zur Bereitstellung von Hydraulikflüssigkeit
hohen Drucks sowie eine Stelleinrichtung zur Veränderung des Drucks der dem Antriebsmotor
von der Hydraulikpumpe zugeführten Hydraulik-pumpe zugeführten Hydraulikflüssigkeit
aufweist. Die Drehwinkelposition der Leitungstrommel soll durch einen Drehwinkelgeber
hierbei erfasst werden. Eine elektronische Steuerungs- und Regelungseinrichtung steuert
ein Proportionalventil in Abhängigkeit von den Signalen des Drehwinkelgebers in der
Weise, dass der Antriebsmotor bei abgewickelter Leitungstrommel mit einem niedrigen
Drehmoment und bei aufgewickeiter Leitungstrommel mit einem hohen Drehmoment beaufschlagt
wird.
[0005] Wickeltrommeln, insbesondere wie sie bei Mobilkranen zum Einsatz kommen, haben die
Aufgabe, Leitungen, insbesondere Hydraulikschlauchleitungen spiralig wickelnd aufzunehmen.
Mit zunehmender Baugröße der Mobilkrane hinsichtlich der Auslegerlänge stoßen Spiralfedern,
die bislang zur Erzeugung eines Drehmomentes an der Wickeltrommel zur Straffung der
Leitung bei der Auf- bzw. der Abwickelung verwendet wurden, aus konstruktiven Gründen
an ihre Grenzen. Spiralfedern lassen sich ab einer bestimmten Größe zudem schwer händeln
und stellen ein großes Gefahrenpotential für den Menschen dar. Grundsätzlich wäre
es denkbar, Elektromotoren für derartige Wickeltrommeln einzusetzen. Bei Mobilkränen
würden solche Elektromotoren jedoch zusätzliche Schaltschränke erforderlich machen,
die zusätzlichen Bauraum und zusätzliches Gewicht erzeugen und somit zu einer Verteuerung
beitragen.
[0006] Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Verfahren zum Betreiben
einer Wickeltrommel, das insbesondere geeignet für den Einsatz bei einem Mobilkran
ist, aufzuzeigen für spiralische Wickeltrommeln größerer Wickellängen und Wickeldurchmesser,
die nicht mehr mittels eines Spiralfederantriebs angetrieben werden können. Ferner
soll ein Wickeltrommelsystem zur Durchführung des Verfahrens aufgezeigt werden.
[0007] Der verfahrensmäßige Teil dieser Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst. Ein erfindungsgemäßes Wickeltrommelsystem ist Gegenstand
des Patentanspruchs 7.
[0008] Die jeweils abhängigen Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Wickeltrommel, insbesondere
für Ausleger von Kranen, insbesondere von Mobilkranen, wird eine auf- und abzuwickelnde
Leitung spiralförmig aufgewickelt. Bei der Leitung handelt es sich insbesondere um
eine Doppelschlauchleitung für Hydrauliköl.
[0010] Das Besondere bei der Erfindung ist, dass die definierte Straffung, die zum kontrollierten
Auf- und Abwickeln der Leitung erforderlich ist, nicht mittels eines E-Motors oder
einer mechanischen Spiralfeder erzeugt wird, sondern über eine spezielle Hydraulikschaltung
unter Verwendung eines Hydraulikmotors.
[0011] Der Hydraulikmotor, durch seine Konstruktion für den Reversierbetrieb geeignet, erzeugt
an der Welle der Wickeltrommel ein nahezu konstantes Drehmoment in Aufwickelrichtung.
Die Versorgung und die Ansteuerung des Hydraulikmotors erfolgt über einen Steuerblock,
der mehrere steuerungstechnische Mittel enthält. Jeweils in einer Zuflussleitung und
einer Rückflussleitung des Hydraulikmotors sind hydraulische Druckregelventile angeordnet.
Über diese beiden Druckregelventile wird eine definierte Druckdifferenz zwischen der
Zuflussleitung und der Rückflussleitung des Hydromotors, die proportional dem Drehmoment
an der Wickeltrommel ist, eingestellt. Es handelt sich also um ein eingespanntes System
aus Hoch- und Niederdruckseite, über welche die Aufwickelrichtung definiert wird.
Der Druck auf der Niederdruckseite sollte zwischen 5 und 10 bar liegen und dient lediglich
einer leichten ablaufseitigen Vorspannung für einen ruhigen Lauf des Hydromotores
beim Aufwickeln.
[0012] Diese Konfiguration macht auch ein schnelles Reversieren möglich. Die Druckdifferenz
wird so groß gewählt, dass sich in allen Betriebsfällen eine definierte Straffung
der auf- bzw. abzuwickelnden Leitung ergibt.
[0013] Der Hydromotor arbeitet in Aufwickelrichtung stets als Motor und erfährt eine Speisung
über den Steuerblock und die Druckleitung. In Abzugsrichtung wird der Hydromotor gegen
die Aufwickelrichtung bewegt. Er geht somit in den generatorischen Betrieb. Dabei
wird das Öl über den Steuerblock zurück in den Tank gedrückt.
[0014] Erfindungsgemäß ist die Wickeltrommel weiterhin mit mehreren sicherheitstechnischen
Mitteln ausgerüstet, die Havariesituationen vorbeugen.
[0015] Bei Ausfall des Arbeitsdruckes am Anschluß des Steuerblockes würde die Wickelfunktion
der Wickeltrommel nicht mehr gewährleistet sein. Um das unkontrollierte Abwickeln
der Schlauchleitung zu verhindern, ist der Hydromotor als Bremsmotor ausgeführt. In
Verbindung mit einem Druckschalter, welcher den Ausfall des Arbeitsdruckes sowie den
Zustand des Druckes in der Bremsleitung signalisiert, und einem elektromagnetischen
Wegeventil ist die hydraulisch steuerbare Bremse zuschaltbar. Außerdem ist mittels
Druckschalter die Teleskopierbewegung des Kranes steuerbar, d. h. im Havariefall wird
die Teleskopierbewegung sofort gestoppt.
[0016] Da das Bremssystem von Hydromotoren nicht für ein betriebsmäßiges Durchdrehen bei
eingefallener Bremse geeignet ist sowie das fest eingestellte Haltemoment der Bremse
meist viel höher liegt als das maximal eingestellte Betriebsmoment, ist die Trommel
an geeigneter Stelle mit einer Rutschkupplung ausgerüstet, die auf ein definiertes
Drehmoment etwas oberhalb des Betriebsmomentes (entsprechend Druckdifferenz) eingestellt
ist. Dies sichert den im praktischen Betrieb denkbaren Fall, dass bei ausgefallener
oder abgeschalteter Hydraulik (also keine Druckölversorgung am Steuerblock) oder aus
Havariegründen eingefallener Bremse austeleskopiert wird und verhindert somit einen
Abriß der Leitung. Beispielsweise wird die Rutschkupplung so eingestellt, dass sie
bei einem Drehmoment von 200 Nm durchrutscht, wobei im normalen Betrieb ein Drehmoment
von 80 Nm vom Hydromotor über die Rutschkupplung übertragen wird.
[0017] Die vorgesehenen Mittel zur Bremsung der Wickeltrommel ermöglichen Energieeinsparung,
indem die hydraulische Versorgung abschaltbar ist, wenn nicht teleskopiert wird. Um
die Straffung der Schlauchleitung trotz Ab- bzw. Zuschaltung des Arbeitsdruckes stets
zu gewährleisten, ist steuerungstechnisch am Kran Vorsorge zu treffen. So muß stets
vor dem Abschalten erst die Bremse wirken (Rückmeldung über Druckschalter) und vor
dem Zuschalten und dem Öffnen der Bremse der Arbeitsdruck anliegen. Es kann dann die
Freigabe zum Teleskopieren erfolgen, wenn der Druckschalter das Lösen der Bremse zurückgemeldet
hat.
[0018] Bei dem Hydraulikmotor handelt es sich insbesondere um einen Langsamläufer, der nach
dem Gerotor-Prinzip arbeitet und zusätzlich über ein Getriebe, insbesondere ein Kegelradgetriebe,
mit der Wickeltrommel bzw. deren Antriebsachse gekoppelt ist. Vorzugsweise befindet
sich zwischen dem Hydraulikmotor und dem Getriebe eine mechanische Rutschkupplung.
[0019] Die Drehzahl der Wickeltrommel hängt von der Teleskopiergeschwindigkeit sowie dem
Wickeldurchmesser der Schlauchleitung auf der Trommel ab.
[0020] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel soll die Teleskopiergeschwindigkeit 18 m/min
betragen und die maximal auftretende Motordrehzahl ca. 15 U/min.
[0021] Bei einer vorgegebenen erforderlichen Zugkraft zur Straffung der hydraulischen Doppelschlauchleitung,
die über das Motordrehmoment aufgebaut werden muss, kann eine solche Anordnung durch
einen Hydromotor mit einem Fördervolumen von 80 cm
3/U angetrieben werden. Der minimale Bremslösdruck solcher Hydromotore ist mit 21 bar
angegeben. Der maximale Betriebsdruck sollte mit Rücksicht auf die Druckbelastbarkeit
des Hydromotors inklusiv der Bremse nicht höher als 150 bar liegen. Stehen nur höhere
Drücke zur Verfügung, ist ein Druckminderventil vorzusehen.
[0022] Ein weiterer Verfahrensschritt ist, dass das elektromagnetisch betätigte Wegeventil
bei Einleitung eines Wickelvorgangs zeitlich nach der Druckbeaufschlagung des Hydraulikmotors
angeschaltet wird, um die Bremse zu lösen. Der zeitliche Abstand kann zum Beispiel
1 bis 3 Sek., insbesondere 2 Sek. betragen. Der Elektromagnet des Wegeventiles ist
zum Beispiel mit der Kransteuerung so zu koppeln, dass im Falle einer Teleskopierbewegung
am Kran und demzufolge die Leitung auf- oder abgewickelt werden muss, auch die Bremse
gelöst wird, allerdings mit einer geringen Zeitverzögerung, damit eine gleichbleibende
Straffung der auf- und abzuwickelnden Leitung gewährleistet ist.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigt:
- Figur 1
- eine Seitenansicht einer Wickeltrommel;
- Figur 2
- eine Seitenansicht einer weiteren Wickeltrommel und
- Figur 3
- einen Hydraulikplan für die Wickeltrommel der Figur 1 und Figur 2.
[0024] Die Wickeltrommel 1 in Figur 1 und Figur 2 ist für den Einsatz bei einem Mobilkran
gedacht und dient zur spiralförmigen Aufwicklung einer schlauchförmigen Leitung, die
in Figur 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht eingezeichnet wurde. Die Leitung
wird über eine Antriebseinheit umfassend einen Hydraulikmotor M und ein Getriebe 2
straffgehalten. Die Antriebseinheit stützt sich an einer Stütze 3 ab, so dass ein
entsprechendes Drehmoment in die Wickeltrommel 1 eingeleitet werden kann.
[0025] In Figur 2 ist zwischen Wickeltrommel 1 und Getriebe 2 eine mechanische Rutschkupplung
6 dargestellt, die ein weiteres wichtiges sicherheitstechnisches Mittel im Rahmen
der gesamten hydraulisch angetriebenen Wickeltrommel 1 darstellt. Sie ist auf ein
Drehmoment fest eingestellt, welches die rutschfreie Übertragung des erforderlichen
maximalen Betriebsmomentes absichert sowie noch weit unterhalb der für die Leitung
zulässigen Zugkraft liegt. Bei Ausfall der Kranhydraulik oder der Kransteuerung wird
damit ein Zerreißen der Hydraulikschlauchleitung verhindert.
[0026] Das Prinzip der Steuerung wird nachfolgend in Figur 3 erläutert.
[0027] Figur 3 zeigt eine Leitung 5, die mit einer definierten Straffung gehalten werden
soll, und zwar unabhängig davon, ob sich die Leitung im Bereich der Wickeltrommel
aufwickelt oder abwickelt. Die Wickelrichtungen sind durch Pfeile verdeutlicht. In
der unteren Bildhälfte des Hydraulikplans ist ein Steuerblock 4 zu erkennen, der als
steuerungstechnisches Mittel mehrere Hydraulikventile DR1,DR2, VW beinhaltet. Über
den Steuerblock 4 wird ein Motor M angesteuert. Die Motoranschlüsse für die Hydraulikleitungen
sind mit A und B gekennzeichnet entsprechend der Zuflussleitung A und der Rückflussleitung
B. Die Druckregelventile DR1, DR2, sind in der Zuflussleitung A bzw. der Rückflussleitung
B angeordnet. Über die Druckregelventile DR1, DR2 wird eine Druckdifferenz eingestellt.
Die Druckregelventile DR1, DR2 werden von einer Leitung P aus mit dem erforderlichen
Druckölstrom versorgt, in der ein Druck von maximal 160 bar und eine Ölstrom von ca.
5 l/min vorliegt. An der Niederdruckseite der Druckregelventile sind Messanschlüssen
MA, MB vorgesehen. Für Einstellarbeiten sind dort Manometer aufsetzbar.
[0028] Als weiteres Element im Steuerblock 4 ist ein Wegeventil VW vorgesehen, das über
einen Elektromagneten Y betätigbar ist. Das Wegeventil VW ist einer Bremse Z zugeordnet,
die im unbelasteten Zustand auf die Antriebswelle des Hydromotors M wirkt und diese
bzw. die Wickeltrommel 1 blockiert. Wird der Elektromagnet Y betätigt, dann liegt
ein Druck an der Bremse Z an. Die Bremse Z wird gelöst und die Antriebswelle kann
sich drehen.
[0029] Zusätzlich ist ein Druckschalter DS im Steuerblock 4 in der Leitung zwischen der
Bremse Z und dem Wegeventil VW integriert, welcher den Betriebsdruck überwacht, der
bei 10 bis 20 bar über dem an dem Druckregelventil DR1 liegenden Druck liegt sowie
Zustandssignale über die Bremse Z am Hydromotor M an die Kransteuerung ausgibt.
[0030] Der dargestellte Antrieb ist in die Hydraulik insbesondere eines Mobilkrans eingebunden.
Der Elektromagnet Y des Wegeventils VW und der Druckschalter DS sind in die Kransteuerung
zu integrieren.
[0031] Der kompakte und anschlussfertige und hydraulische Steuerblock ist an einer geeigneten
Stelle des Kranauslegers in der Nähe der Wickeltrommel 1 zu montieren und gemäß des
hier schematisch dargestellten Hydraulik-Funktionsschaltplans mit dem Hydromotor M
(Anschlüsse A, B, Z, L) bzw. der vorhandenen Kranhydraulik (Anschlüsse P, T, L) zu
verbinden.
[0032] Die Hydraulikventile im Steuerblock 4 können als Einschraubventile ausgeführt sein.
Für die Grundeinstellung bzw. die Überprüfung der Druckregelventile sind die Messanschlüsse
MA, MB vorgesehen.
[0033] Es sind folgende Steuerungsszenarien denkbar:
[0034] Bei Ausfall des Arbeitsdruckes in der Leitung P muss die Bremse Z des Motores M wirksam
werden. Das heißt, der Elektromagnet Y des Wegeventils VW wird stromlos geschaltet,
die Kranbewegung befindet sich im Stillstand.
[0035] Bei gezielter Stillsetzung des Krans wird vor Abschaltung der zentralen Kranhydraulik
ebenfalls die Motorbremse Z aktiviert. Das heißt, der Elektromagnet Y des Wegenventils
VW wird stromlos geschaltet.
[0036] Bei der Inbetriebsetzung des Krans wird nach Zuschaltung der Kranhydraulik mit einer
Zeitverzögerung von ca. 2 Sek. die Bremse M gelöst, das heißt der Elektromagnet Y
des Wegeventils VW wird angesteuert. Dies erfolgt über die Steuerspannung des Krans.
[0037] Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist es möglich, das erforderliche Drehmoment
an der Wickeltrommel mittels eines leichten und platzsparenden Hydromotors zu realisieren,
wobei durch die gezielte Einstellung der Druckregelventile DR1, DR2 ein die Straffung
der Leitung gewährleistendes Drehmoment an der Wickeltrommel 1 erzeugt wird. Die Einstellung
der Motorleitungsdrücke erfolgt bei stillstehender Wickeltrommel 1 mittels der Druckregelventile
DR1, DR2, wobei die Überprüfung der Drücke mittels der Messanschlüsse MA, MB erfolgt.
Grundsätzlich ist zuerst der Gegendruck für den Hydromotor an der Motorleitung B auf
ca. 5 bis 10 bar einzustellen. Anschließend wird der Arbeitsdruck an der Motorleitung
A mittels des Druckregelventils DR1 so hoch eingestellt, bis die erforderliche Straffung
der Schlauchleitung gerade gewährleistet ist.
1. Verfahren zum Betreiben einer Wickeltrommel, insbesondere von Kranen, für eine auf-
und abzuwickelnde Leitung, wobei ein die Wickeltrommel (1) antreibender Hydraulikmotor
(M) über einen Hydraulikventile (DR1, DR2, VW) enthaltenden Steuerblock (4) angesteuert
wird, wobei die Hydraulikventile (DR1, DR2, VW) zwei Druckregelventile (DR1, DR2)
umfassen, die jeweils in einer Zuflussleitung (A) und einer Rückflussleitung (B) des
Hydraulikmotors (M) angeordnet sind, wobei über die Druckregelventile (DR1, DR2) eine
Druckdifferenz am Hydraulikmotor (M) eingestellt wird, um eine definierte Straffung
der auf- und abzuwickelnden Leitung (5) aufrecht zu halten, wobei der Hydraulikmotor
(M) über eine mechanische Rutschkupplung (6) mit der Wickeltrommel (1) gekoppelt wird
und wobei der Steuerblock (4) ein Wegeventil (VW) enthält, über welches eine auf die
Wickeltrommel (1) wirkende Bremse (Z) gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickeltrommel (1) von einer Bremse (Z) in der Ruheposition gehalten ist und bei
Beginn des Wickelvorgangs zunächst ein entgegen der Wickelrichtung wirkender hydraulischer
Gegendruck aufgebaut wird, bevor der Hydraulikmotor (M) mit dem Arbeitsdruck beaufschlagt
wird, wobei der Arbeitsdruck gerade so groß gewählt wird, dass die erforderliche Straffung
der Leitung (5) gewährleistet ist
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gegendruck von 5 bis 10 bar eingestellt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Wegeventil (VW) und der Bremse (Z) ein Druckschalter (DS) angeordnet
ist, welcher auf einen Schaltpunkt eingestellt ist, der 10 bis 20 bar über dem am
Druckregelventil (DR1) für den Arbeitsdruck des Hydraulikmotors (M) liegenden Druck
liegt und bei abfallendem Druck schaltet.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikmotor(M) nach dem Gerotor-Prinzip arbeitet und über ein Getriebe (2)
mit der Wickeltrommel (1) gekoppelt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Wegeventil (VW) zur Betätigung einen Elektromagneten (Y) aufweist, welcher bei
Einleitung eines Wickelvorgangs zeitlich nach der Druckbeaufschlagung des Hydraulikmotors
(M) beaufschlagt wird, um die Bremse (Z) zu lösen.
7. Wickeltrommelsystem, insbesondere eines Krans, für eine auf- und abzuwickelnde Leitung,
wobei ein die Wickeltrommel (1) antreibender Hydraulikmotor (M) über einen Hydraulikventile
(DR1, DR2, VW) enthaltenden Steuerblock (4) ansteuerbar ist, wobei die Hydraulikventile
zwei Druckregelventile (DR1, DR2) umfassen, die jeweils in einer Zuflussleitung (A)
und einer Rückflussleitung (B) des Hydraulikmotors (M) angeordnet sind, wobei über
die Druckregelventile (DR1, DR2) eine Druckdifferenz am Hydraulikmotor (M) einstellbar
ist, um eine definierte Straffung der auf- und abzuwickelnden Leitung (5) aufrecht
zu halten, und wobei ein Wegeventil (VW) zur Steuerung einer auf die Wickeltrommel
(1) wirkende Bremse (Z) vorgesehen ist und wobei der Hydraulikmotor (M) über eine
mechanische Rutschkupplung (6) mit der Wickeltrommel (1) gekoppelt ist.
8. Wickeltrommel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikmotor (M) von dem Druckversorgungssystem eines Krans gespeist wird.
1. Method for operating a winding drum, in particular of cranes, for a line to be wound
up and unwound, wherein a hydraulic motor (M) driving the winding drum (1) is controlled
via a control block (4) containing hydraulic valves (DR1, DR2, VW), wherein the hydraulic
valves (DR1, DR2, VW) comprise two pressure control valves (DR1, DR2) which are arranged
in an inflow line (A) and a return flow line (B) respectively of the hydraulic motor
(M), wherein a pressure differential is set on the hydraulic motor (M) via the pressure
control valves (DR1, DR2) in order to maintain a defined tautness of the line (5)
to be wound up and unwound, wherein the hydraulic motor (M) is coupled to the winding
drum (1) via a mechanical slip clutch (6), and wherein the control block (4) contains
a directional valve (VW), via which a brake (Z) acting on the winding drum (1) is
controlled.
2. Method according to claim 1, characterised in that the winding drum (1) is held in the idle position by a brake (Z), and, when starting
the winding operation, a hydraulic resistance pressure acting in opposition to the
winding direction is firstly built up before the hydraulic motor (M) is supplied with
the operating pressure which is selected to be of a magnitude which is sufficient
to ensure the required tautness of the line (5).
3. Method according to claim 2, characterised in that a resistance pressure is set in a range of from 5 to 10 bar.
4. Method according to any of claims1 to 3, characterised in that a pressure switch (DS) is arranged between the directional valve (VW) and the brake
(Z), which pressure switch is set to a switching point which is from 10 to 20 bar
above the pressure at the pressure control valve (DR1) for the operating pressure
of the hydraulic motor (M) and switches when the pressure drops.
5. Method according to any of claims 1 to 4, characterised in that the hydraulic motor (M) operates according to the Gerotor principle, and is coupled
to the winding drum (1) via a gear mechanism (2).
6. Method according to either claim 4 or claim 5, characterised in that, the directional valve (VW) comprises an electromagnet (Y) for actuating the valve
which is loaded when a winding operation is initiated and after pressure is applied
to the hydraulic motor (M) in order to release the brake (Z).
7. Winding drum system, in particular of a crane, for a line to be wound up and unwound,
wherein a hydraulic motor (M) driving the winding drum (1) can be controlled via a
control block (4) containing hydraulic valves (DR1, DR2, VW), wherein the hydraulic
valves comprise two pressure control valves (DR1, DR2) which are arranged in an inflow
line (A) and a return flow line (B) respectively of the hydraulic motor (M), wherein
a pressure differential can be set on the hydraulic motor (M) via the pressure control
valves (DR1, DR2) in order to maintain a defined tautness of the line (5) to be wound
up and unwound, and wherein a directional valve (VW) is provided to control a brake
(Z) acting on the winding drum (1), and wherein the hydraulic motor (M) is coupled
to the winding drum (1) via a mechanical slip clutch (6).
8. Winding drum according to claim 7, characterised in that the hydraulic motor (M) is supplied by the pressure supply system of a crane.
1. Procédé de fonctionnement d'un tambour d'enroulement, en particulier de grues, pour
une conduite à enrouler et à dérouler, dans lequel un moteur hydraulique (M) commandant
le tambour d'enroulement (1) est commandé via un bloc de commande (4) contenant des
vannes hydrauliques (DR1, DR2, VW), dans lequel les vannes hydrauliques (DR1, DR2,
VW) comprennent deux vannes de régulation de pression (DR1, DR2), qui sont aménagées
respectivement dans une conduite d'arrivée (A) et une conduite de retour (B) du moteur
hydraulique (M), dans lequel on règle une différence de pression dans le moteur hydraulique
(M) via les vannes de régulation de pression (DR1, DR2) pour maintenir une fermeté
définie de la conduite à enrouler et à dérouler (5), dans lequel le moteur hydraulique
(M) est couplé via un accouplement à friction mécanique (6) au tambour d'enroulement
(1) et dans lequel le bloc de commande (4) contient un tiroir de distribution (VW),
par lequel est commandé un frein (Z) opérant sur le tambour d'enroulement (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le tambour d'enroulement (1) est maintenu en position de repos par un frein (Z) et,
au début de l'opération d'enroulement, il s'instaure tout d'abord une contre-pression
hydraulique opérant à l'encontre du sens d'enroulement avant que le moteur hydraulique
(M) ne soit alimenté par la pression de travail, dans lequel la pression de travail
est choisie juste assez importante pour que la fermeté requise de la conduite (5)
soit garantie.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une contre-pression de 5 à 10 bars est réglée.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'on aménage entre le tiroir de distribution (VW) et le frein (Z) un interrupteur
à pression (DS), qui est réglé à un point de commutation qui se situe 10 à 20 bars
au-dessus de la pression appliquée à la vanne de régulation de pression (DR1) pour
la pression de travail du moteur hydraulique (M) et se commute lorsque la pression
tombe.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le moteur hydraulique (M) travaille selon le principe du gérotor et est couplé au
tambour d'enroulement (1) via une transmission (2).
6. Procédé selon la revendication 4 ou la revendication 5, caractérisé en ce que le tiroir de distribution (VW) présente pour la commande un électro-aimant (Y) qui
est alimenté lors de la mise en route d'une opération d'enroulement temporairement
après l'alimentation en pression du moteur hydraulique (M) pour libérer le frein (Z).
7. Système de tambour d'enroulement, en particulier d'une grue, pour une conduite à enrouler
et à dérouler, dans lequel un moteur hydraulique (M) commandant le tambour d'enroulement
(1) peut être commandé via un bloc de commande (4) contenant des vannes hydrauliques
(DR1, DR2, VW), dans lequel les vannes hydrauliques comprennent deux vannes de régulation
de pression (DR1, DR2), qui sont aménagées respectivement dans une conduite d'arrivée
(A) et une conduite de retour (B) du moteur hydraulique (M), dans lequel on peut régler
via les vannes de régulation de pression (DR1, DR2) une différence de pression sur
le moteur hydraulique (M) afin de maintenir une fermeté définie de la conduite à enrouler
et à dérouler (5) et dans lequel un tiroir de distribution (VW) est prévu pour commander
un frein (Z) opérant sur le tambour d'enroulement (1) et dans lequel le moteur hydraulique
(M) est couplé au tambour d'enroulement (1) via un couplage à friction mécanique (6).
8. Tambour d'enroulement selon la revendication 7, caractérisé en ce que le moteur hydraulique (M) est alimenté par le système d'alimentation en pression
d'une grue.


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