(19)
(11) EP 2 489 821 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
29.07.2015  Patentblatt  2015/31

(21) Anmeldenummer: 11190530.3

(22) Anmeldetag:  24.11.2011
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E06B 3/263(2006.01)

(54)

Fenster- und/oder Türflügelelement bestehend aus thermisch getrennten Aluminium-Hohlkammerprofilen mit eingefassten Glasscheiben

Window and/or door leaf element comprising thermally separate aluminium hollow chamber profiles with enclosed glass panes

Elément de battant de fenêtre et/ou de porte constitué de profils à chambre creuse en aluminium séparés thermiquement et doté de vitres encadrées


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 24.09.2010 DE 202010008622 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.08.2012  Patentblatt  2012/34

(73) Patentinhaber: heroal- Johann Henkenjohann GmbH & Co. KG
33415 Verl (DE)

(72) Erfinder:
  • Batzke, Daniel
    32657 Lemgo (DE)
  • Drücker, Joachim
    33334 Gütersloh/Spexard (DE)
  • Heidenfelder, Michael
    33397 Rietberg (DE)

(74) Vertreter: Cohausz & Florack 
Patent- & Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB Bleichstraße 14
40211 Düsseldorf
40211 Düsseldorf (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
WO-A1-03/014510
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein Fenster- und/oder Türflügelelement bestehend aus thermisch getrennten Aluminium-Hohlkammerprofilen mit eingefassten Glasscheiben, die einen aus Hohlkammerprofilen gebildeten ersten Flügelrahmen umfassen, der gegenüber einem ebenfalls aus Hohlkammerprofilen gebildeten zweiten äußeren Flügelrahmen verschiebbar angeordnet ist, und wobei im geschlossenen Zustand die beiden Flügelrahmen eine teilweise bündige Lage einnehmen, so dass der innere verschiebbare Flügelrahmen den äußeren zweiten Flügelrahmen teilweise bündig abdeckt, und wobei jeder Flügelrahmen an den vertikal angeordneten Hohlkammerprofilholmen Dichtprofile aufweist, die mit ihren nach innen weisenden Längsseitenwänden in der teilweise bündigen Schließlage des Fenster- und/oder Türflügelelements mit einer flexibel ausgebildeten Dichtung zusammenwirken.

    [0002] Derartige aus dem Stand der Technik bekannte Fenster - und/oder Türflügelelemente verfügen über am Gebäude eingefasste Flügelrahmen, wobei vorzugsweise zur Gebäudeinnenseite hin ein Flügelrahmen angeordnet ist, der gegenüber dem äußeren Fensterflügelrahmen verschiebbar angeordnet ist. Somit besteht nun die Möglichkeit, dass in der Schließstellung die beiden Flügelrahmen nebeneinander angeordnet sind, wobei der innen liegende Flügelrahmen in der verschobenen Offenstellung dann bündig auf dem Rahmen des äußeren Flügelrahmens zu liegen kommt. Befindet sich der innere Flügelrahmen in der geschlossenen Stellung, so bildet sich im Mittelbereich eine Deckung der Längsholme der beiden Flügelrahmen.

    [0003] Hierbei ergibt sich dann im geschlossenen Zustand des Fenster- und/oder Türflügelelementes insbesondere auf der nach außen liegenden Seite des äußeren Flügelrahmens eine Kältebrücke, da im Bereich zwischen der senkrechten Kammerprofilwand des nach außen weisenden Flügelrahmens anliegende Kälte durch das Hohlkammerprofile nach innen eindringen kann, weil insbesondere die als Halbschalen ausgebildeten Aluminium-Hohlkammerprofile hier eine Kältebrücke zur Innenseite in den Bereich zur Glasscheibe des außen liegenden Flügelrahmens zulassen. Dies stellt einen wesentlichen Nachteil dar, da in dem Bereich, wo die Glasscheibe eingefasst ist, sich Kondenswasser an der Innenseite bilden kann.

    [0004] Aus der WO 03/014510 A1 ist ein solches gattungsgemäßes Fenstersystem bekannt. Dieses Fenstersystem ist ein modulares System aus neun Alluminiumprofilen und vier Kunststoffpröfilen, aus denen unterschiedlichste Profilanordnungen modular zusammensetzbar sind. Eine zufriedenstellende thermische Isolation, insbesondere in Erstreckungsrichtung der Glasscheibe ist hier nicht verwirklicht.

    [0005] Der Erfindung stellt sich somit das Problem, insbesondere für den außen liegenden Flügelrahmen ein Hohlkammerprofil bereit zu stellen, welches die geschilderten Nachteile überwindet, wobei das Hohlkammerprofil insbesondere in der teilweise bündigen Schließstellung des Fenster- und/oder Türflügels wärmebrückenfrei ausgebildet sein soll.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Hauptanspruch gelöst; vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

    [0007] Die mit der Erfindung erreichten Vorteile bestehen nun darin, dass die Ausgestaltung des Hohlkammerprofils, und hier des nach außen weisenden Flügelrahmens, wärmebrückenfrei ausgebildet ist. Durch die Anordnung der thermischen Trennung quer zur Glasebene der Fensterfläche im Bereich des Rahmens wird ein Kälte- oder Wärmefluss zur Innenseite unterbunden.

    [0008] Erfindungsgemäß wird dies gelöst dadurch, dass der zur Außenseite weisende Flügelrahmen aus Hohlkammerprofilen besteht, welche ein die Außenwand des Hohlkammerprofils bildendes Aluminiumprofil sowie ein nach innen gerichtetes Kunststoffkammerprofil aufweisen, zum Tragen der statischen Last für den Flügelrahmen (6) und zur Bildung einer thermischen Trennung zwischen der glaseingefassten Seite und der zur Glasfläche des ersten Flügelrahmens quer verlaufenden nach außen weisenden Seite des zweiten Flügelrahmens. Aufgrund dieser Ausbildung wird erreicht, dass quasi ein Hohlkammerprofil bereit gestellt wird, welches nach außen hin insbesondere die Charakteristik eines Aluminiumprofils hat, also sich wie ein Verkleidungsprofil darstellt, wobei zur Innenseite des Verkleidungsprofils hin ein die thermische Trennung bildendes Kunststoffkammerprofil angeordnet ist, welches einerseits die thermische Trennung aber auch andererseits die statischen Voraussetzungen für den Flügelrahmen bereit stellt.

    [0009] In Weiterbildung der Erfindung besteht das Aluminiumprofil aus zueinander rechtwinklig angeordneten Schenkelprofilen, die quasi den Eckbereich von der Glasscheibe des äußeren zur Glasscheibe des inneren Fensterflügelrahmens überdecken und somit das Gesamtbild des Fensterflügelrahmens als Aluminiumprofil erscheinen lassen. Dabei ist an dem nach außen weisenden Schenkelprofil zur Innenseite ein Kastenprofil angeformt, welches an den Eckbereichen Rastleisten zur Festlegung des Kunststoffkammerprofils aufweisen. Somit ergibt sich zum inneren Aufbau des Hohlkammerprofils eine statisch wirkende Anbindung des thermisch trennenden Profils, wobei das Kunststoffkammerprofil dabei aus zwei Kammern besteht. An der nach außen weisenden Kammerwand der einen Kammer sind korrespondierende Rastleisten angeformt, die mit den Rastaufnahmen an dem Schenkelprofil zusammenwirken. An der zweiten Kammer, und hier an der nach innen weisenden Kammerwand, ist ein über die Kammerbreite sich erstreckender Steg angeformt. Dieser freie Steg ist insbesondere dazu bestimmt, dass er zur Festlegung sowie zur Stützung des innen gerichteten Schenkelprofils bestimmt ist, wobei seine zur Außenseite weisenden Fläche genutzt wird, um daran das Dichtprofil anzubringen bzw. zu befestigen.

    [0010] Um zur Glasscheibenseite das Verkleidungsprofil aus Aluminium zu vervollständigen, sind an der zum Glasrand der Glasscheibe weisenden Kammerwand des Kunststoffkammerprofils Raststege angeformt, um hier in den Eckbereich eine Stulpleiste sowie im Bereich der Glaskante eine Glaseinfassung anzubringen bzw. festzulegen.

    [0011] Nach einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht der innere Flügelrahmen aus zwei Aluminium-Halbschalen-Kammerprofilen, die mittels Stegverbindungen ebenfalls thermisch getrennt ausgebildet sind. Somit ergibt sich insbesondere bei bündiger Übereinanderlegung der beiden Hohlkammerprofile einmal eine thermische Trennung, die sich quer zur Glas- oder Fensterfläche erstreckt sowie eine thermische Trennung, die parallel zur Glas- oder Fensterfläche verläuft, so dass in bündiger Lage eine vertikale und eine horizontale thermische Trennung durch die Ausgestaltung der Hohlkammerprofile gegeben ist.

    [0012] Nach einer zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung ist an der nach außen weisenden Halbschale ebenfalls ein Dichtprofil angeordnet. Dabei ist zwischen den Dichtprofilen der beiden Flügelrahmen bevorzugt eine Labyrinthdichtung angeordnet, die insbesondere dann in dichtende Wirkverbindung tritt, wenn die Flügelrahmen sich in der geschlossenen Stellung befinden, wobei sich dann insbesondere an den längs verlaufenden Holmen der Flügelrahmen die Labyrinthdichtung zwischen die beiden Dichtprofile presst.

    [0013] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt:
    Fig. 1
    eine Frontansicht des Fenster- und /oder Türflügelelementes im geschlossenen Zustand, sowie Einzeldarstellungen des inneren und des äußeren Flügelrahmens;
    Fig. 2
    eine geschnittene Draufsicht gemäß der Schnittlinie II - II in Fig. 1 auf die beiden bündig liegenden Hohlkammerprofile von äußerem Flügelrahmen und innerem Flügelrahmen des Fenster-und/oder Türflügelelementes; und
    Fig. 3
    eine teilweise Darstellung des Hohlkammerprofils des äußeren Flügelrahmens.


    [0014] Fig. 1 zeigt eine Frontansicht eines Fenster- und/ oder Türflügelelementes 1 in der so genannten geschlossenen Stellung, wobei Fig. 2 in der geschnittenen Draufsicht die Situation ebenfalls in der geschlossenen Situation der beiden Flügelrahmen 5 und 6 darstellt. Das Fenster- und/oder Türflügelelement 1 besteht hierbei aus thermisch getrennten Aluminium-Hohlkammerprofilen 2 und 3 mit jeweils eingefassten Glasscheiben 4. Dabei wird das Fenster- und/oder Türflügelelement 1 aus einem, aus dem Hohlkammerprofil 2 gebildeten ersten innen liegenden Flügelrahmen 5 gebildet, der gegenüber einem, mit einem als Längsholm ausgebildeten Hohlkammerprofil 3 gebildeten zweiten äußeren Flügelrahmen 6 verschiebbar angeordnet ist. Wie aus der geschnittenen Teilansicht der Fig. 2, wo insbesondere der thermisch isolierte Längsholm zu erkennen ist, ist hierbei der nach innen weisende erste innere Flügelrahmen 5 verschiebbar gegenüber dem nach außen weisenden Flügelrahmen 6, gemäß der in der Zeichnung angedeuteten Pfeilrichtung, angeordnet. Dabei wird deutlich, dass, wie in der geschlossenen Darstellung zu erkennen ist, die beiden Flügelrahmen 5 und 6 eine bündige Lage mit den Hohlkammerprofilen 2 und 3 einnehmen, so dass der innere Flügelrahmen 5 den äußeren zweiten Rahmen 6 in diesem Bereich bündig abdeckt.

    [0015] Weiter zu erkennen ist, dass jeder Flügelrahmen 5 und 6 an den Hohlkammerprofilen 2 und 3 Dichtprofile 7 aufweist, die mit ihren nach innen weisenden Längsseiten 8 in der bündigen Schließstellung, wie dargestellt, des Fenster- und/oder Türflügelelementes 1 mit einer flexibel ausgebildeten Dichtung 9 zusammenwirken. Um insbesondere bei der Flügelrahmenkonstruktion der Hohlkammerprofile 2 und 3 eine von innen nach außen verlaufende thermische Trennung im benachbarten Bereich der Flügelrahmen 5 und 6 im geschlossenen Zustand zu erreichen, ist der zur Außenseite weisende zweite Flügelrahmen 6 mit einem senkrecht verlaufenden Hohlkammerprofil 3 bestückt, welches ein die Außenwand bildendes Aluminiumprofil 10 umfasst, sowie ein nach innen gerichtetes Kunststoffkammerprofil 11, zum Tragen der statischen Last für den Flügelrahmen (6) und zur Bildung einer thermischen Trennung zwischen der die Glasscheibe 4 eingefassten Seite 12 und der zur Glasfläche des ersten Flügelrahmens 5 quer verlaufenden nach außen weisenden Seite 13. Somit wird sichergestellt, dass der Zwickelbereich 14 zur Innenseite hin thermisch getrennt ausbildet ist, wobei sich in dem Zwickelbereich 14 zwischen der Glasleiste 15 und der Glasscheibe 4 kein Kondenswasser mehr bilden kann, da insbesondere die Richtung in Verlängerung der Glasscheibe 4 im Hohlkammerprofil 3 thermisch durch das Kunststoffhohlkammerprofil 11 getrennt wird.

    [0016] Wie aus Fig. 3 zu erkennen ist, besteht das Aluminiumprofil 10 aus zueinander rechtwinklig angeordneten Schenkelprofilen 16 und 17, wobei an dem nach außen weisenden Schenkelprofil 16 zur Innenseite ein Kastenprofil 18 angeformt ist, welches an den Eckbereichen Rastaufnahmen 19 und 20 zur Festlegung des Kunststoffkammerprofils 11 aufweisen.

    [0017] Wie in Fig. 3 dargestellt, besteht das Kunststoffkammerprofil 11 aus zwei Kammern 21 und 22, wobei an der oberen Kammer 21 mit den Rastaufnahmen 19 und 20 korrespondierende Rastleisten 23 und 24 angeformt sind. An der zweiten Kammer 22 ist an der nach innen weisenden Kammerwand 25 ein über die Kammerbreite sich erstreckender Steg 26 angeformt. Wie insbesondere aus Fig. 1 zu erkennen ist, wirkt hierbei der Steg 26 in der Einbindung in das als Verkleidungsprofil ausgebildete Aluminiumprofil 10 einerseits zur Stützung des nach innen gerichteten Schenkelprofils 17 sowie zur Festlegung des Dichtprofils 7.

    [0018] Wie insbesondere aus den Fig. 2 und 3 zu erkennen ist, sind an der zum Glasrand der Glasscheibe 4 weisenden Kammerwand 27 des Kunststoffhohlkammerprofils 11 Raststege 28 angeformt, die zur Anbringung der Glasleiste 15 sowie einer Glaseinfassung 29 bestimmt sind, wie dies wiederum näher in Fig. 1 zu erkennen ist. Aus Fig. 2 ist ersichtlich, dass der nach innere Flügelrahmen 5 aus zwei Aluminium-Halbschalen 30 und 31 besteht, die mittels Stegverbindungen 32 und 33 thermisch getrennt voneinander ausgebildet sind, so dass diese Stegverbindungen 32 und 33 insbesondere die thermische Trennung von innen nach außen herbeiführen. Dabei ist ebenfalls an der nach außen weisenden Halbschale 30 ein Dichtprofil 7 angeordnet, wobei zwischen den Dichtprofilen der beiden Flügelrahmen 5 und 6 die Labyrinthdichtung 9 angeordnet ist.

    [0019] Es versteht sich nun von selbst, dass, wenn der innere Flügelrahmen 5 gemäß der Pfeilrichtung nach rechts verschoben wird, eine Trennung an der Labyrinthdichtung 9 erfolgt, wobei in der Offenstellung dann die beiden Fensterflügelrahmen 5 und 6 in eine nebeneinander liegende Lage verbracht werden können, wobei dann die Glasscheiben 4 parallel zueinander stehen. Wird der innere Flügelrahmen 5 wieder nach links verschoben, so kommen insbesondere die im Mittelbereich des Fenster- und/oder Türflügelelementes laufenden Hohlkammerprofile 2 und 3 wieder in die bündige Lage, wobei dann die Labyrinthdichtung 9 wieder in Wirkverbindung tritt, und insbesondere die thermische Trennung zwischen den beiden Hohlkammerprofilen 2 und 3 gebildet wird.


    Ansprüche

    1. Fenster- und/oder Türflügelelement (1) bestehend aus thermisch getrennten Aluminium-Hohlkammerprofilen mit eingefassten Glasscheiben (4), die einen aus Hohlkammerprofilen gebildeten ersten Flügelrahmen (5) umfassen, der gegenüber einem ebenfalls aus Hohlkammerprofilen gebildeten zweiten äußeren Flügelrahmen (6) verschiebbar angeordnet ist, und wobei im geschlossenen Zustand die beiden Flügelrahmen (5 und 6) eine bündige Lage einnehmen, so dass der innere Flügelrahmen (5) den äußeren zweiten Flügelrahmen (6) bereichsweise bündig abdeckt, und wobei jeder Flügelrahmen an den vertikal angeordneten Hohlkammerprofilholmen Dichtprofile (7) aufweist, die mit ihren nach innen weisenden Längsseitenwänden in der bereichsweise bündigen Schließlage des Fenster- und/oder Türflügelelements (1) mittels einer flexibel ausgebildeten Dichtung (9) zusammenwirken,
    dadurch gekennzeichnet, dass der zur Außenseite weisende zweite Flügelrahmen (6) aus einem Hohlkammerprofil (3) besteht, welches ein die Außenwand des Hohlkammerprofils (3) bildendes Aluminiumprofil (10) sowie ein nach innen gerichtetes Kunststoffkammerprofil (11) aufweist, welches die statische Last für den Flügelrahmen (6) trägt und eine thermische Trennung zwischen der glaseingefassten Seite (12) und der zur Glasfläche des ersten Fensterflügelrahmens (5) quer verlaufenden, nach außen weisenden Seite (13) des zweiten Fensterflügelrahmens (6) bildet.
     
    2. Fenster- und/oder Türflügelelement nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Aluminiumprofil (10) aus zueinander rechtwinklig angeordneten Schenkelprofilen (16 und 17) besteht.
     
    3. Fenster- und /oder Türflügelelement nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet, dass an dem nach außen weisenden Schenkelprofil (16) ein Kastenprofil (18) angeformt ist, welches an den Eckbereichen Rastaufnahmen (19 und 20) zur Festlegung des Kunststoffkammerprofils (11) aufweist.
     
    4. Fenster- und/oder Türflügelelement nach Anspruch 3,
    dadurch gekennzeichnet, dass das Kunststoffkammerprofil (11) aus zwei Kammern (21) und (22) besteht, wobei an der nach außen weisenden oberen Kammerwand der einem Kammer (21) mit den Rastaufnahmen (19 und 20) korrespondierende Rastleisten (23 und 24) angeformt sind und wobei an der anderen Kammer (22) an der nach innen weisenden Kammerwand (25) ein über die Kammerbreite sich erstreckender Steg (26) angeformt ist.
     
    5. Fenster- und/oder Türflügelelement nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende des Steges (26) zur Festlegung sowie zur Stützung des nach innen gerichteten Schenkelprofils (17) sowie zur Festlegung des Dichtprofils (7) bestimmt ist.
     
    6. Fenster- und/oder Türflügelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
    dadurch gekennzeichnet, dass an der zum Glasrand der Glasscheibe (4) weisenden Kammerwand (27) des Kunststoffkammerprofils (11) Raststege (28) angeformt sind, zur Anbringung einer Glasleiste (15) sowie einer Glaseinfassung (29).
     
    7. Fenster- und/oder Türflügelelement nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet, dass der innere Flügelrahmen (5) aus zwei Aluminium-Halbschalen (30 und 31) besteht, die mittels Stegverbindungen (32 und 33) thermisch getrennt ausgebildet sind.
     
    8. Fenster- und/oder Türflügelelement nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet, dass an der nach außen weisenden Halbschale (30) ebenfalls ein Dichtprofil (7) angeordnet ist.
     
    9. Fenster- und/oder Türflügelelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
    dadurch gekennzeichnet, dass die zwischen den Dichtprofilen (7) der beiden Flügelrahmen (5 und 6) angeordnete Dichtung (9) eine Labyrinthdichtung ist.
     


    Claims

    1. Window and/or door leaf element (1) consisting of thermally insulated aluminium hollow-section profiles with framed glass panes (4), comprising a first leaf frame (5) formed of hollow-section profiles, slidably arranged with regard to a second outer leaf frame (6) also formed of hollow-section profiles, and whereby the two leaf frames (5 and 6) lie in a flush position when in the closed position so that the inner leaf frame (5) partially provides a flush covering for the second outer leaf frame (6), and whereby each leaf frame comprises a sealing profile (7) to the vertically arranged hollow-section profile supports, which interact with their inwardly facing longitudinal side walls in the partially flush closure area of the window and/or door leaf element (1) by means of a flexibly arranged seal (9),
    characterised in that
    the second outward-facing leaf frame (6) consists of a hollow-section profile (3), which comprises both an aluminium profile (10) which forms the outer wall of the hollow-section profile (3) as well as an inward facing plastic segment profile (11) for bearing the static load of the leaf frame (6) and for providing thermal insulation between the glass-framed side (12) and the outward facing side (13) of the second window leaf frame (6) which runs transversely to the glass pane of the first window leaf frame (5).
     
    2. Window and/or door leaf element according to claim 1,
    characterised in that
    the aluminium profile (10) consists of leg frames (16 and 17) arranged at right angles to each other.
     
    3. Window and/or door leaf element according to claim 2,
    characterised in that
    a box section (18) is formed on the outward-facing leg frame (16), which is provided with detent recesses (19 and 20) in its corner areas to secure the plastic segment profile (11).
     
    4. Window and/or door leaf element according to claim 3,
    characterised in that
    the plastic segment profile (11) consists of two segments (21 and 22), wherein detent bars (23 and 24) corresponding with the detent recesses (19 and 20) are integrally formed on the outward-facing upper segment wall of the one segment (21) and wherein a bridge (26) which extends across the width of the segment is integrally formed on the inward-facing segment wall (25) of the other segment (22).
     
    5. Window and/or door leaf element according to claim 4,
    characterised in that
    the free end of the bridge (26) is intended to secure and support the inward-facing leg frame (17) as well as to secure the sealing profile (7).
     
    6. Window and/or door leaf element according to any one of claims 1 to 5,
    characterised in that
    detent bars (28) are integrally formed on the segment wall (27) of the plastic segment profile (11) which occurs at the edges of the glass pane (4), for the attachment of a glazing bar (15) as well as of a glass surround (29).
     
    7. Window and/or door leaf element according to claim 1,
    characterised in that
    the inner leaf frame (5) consists of two aluminium half-shells (30 and 31), which are provided with a thermally insulated design by means of bridge connectors (32 and 33).
     
    8. Window and/or door leaf element according to claim 7,
    characterised in that
    a sealing profile (7) is also arranged on the outward-facing half-shell (30).
     
    9. Window and/or door leaf element according to any of claims 1 to 8,
    characterised in that
    the seal (9) arranged between the sealing profiles (7) of both leaf frames (5 and 6) is a labyrinth seal.
     


    Revendications

    1. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte (1) qui consiste en profilés à chambre creuse en aluminium, séparés thermiquement et dotés de vitres encastrées (4), qui comprennent un premier cadre de battant (5) composé de profilés à chambre creuse, qui peut être déplacé par rapport à un deuxième cadre de battant extérieur (6), également composé de profilés à chambre creuse, et sachant que les deux cadres de battant (5 et 6), à l'état fermé, prennent une position affleurée, de telle manière que le cadre de battant inférieur (5) soit, par sections, à fleur du deuxième cadre de battant extérieur (6), et sachant que chaque cadre de battant est doté, sur les montants en profilés à chambre creuse disposés verticalement, de profilés d'étanchéité (7) qui coopèrent, au moyen de leurs parois latérales, longitudinales, dirigées vers l'intérieur, dans la position de fermeture, affleurée par sections, de l'élément de battant de fenêtre et/ou de porte (1), au moyen d'un joint d'étanchéité de conception flexible (9),
    caractérisé en ce que
    le deuxième cadre de battant (6), dirigé vers l'extérieur, consiste en un profilé à chambre creuse (3) qui est doté d'un profilé en aluminium (10), lequel forme la paroi extérieure du profilé à chambre creuse (3), ainsi que d'un profilé à chambre en matière plastique (11), dirigé vers l'intérieur, qui porte la charge statique pour le cadre de battant (6) et forme une séparation thermique entre la face vitrée (12) et la face (13) du deuxième cadre de battant extérieur (6) dirigée vers l'extérieur, qui s'étend transversalement par rapport à la surface vitrée du premier cadre de battant (5).
     
    2. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le profilé en aluminium (10) est composé de profilés formant bras (16 et 17) qui sont disposés à angle droit l'un par rapport à l'autre.
     
    3. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que,
    à l'extrémité du profilé formant bras (16), dirigé vers l'extérieur, est formé un profilé en caisson (18) qui est doté, dans les zones d'angle, de logements de blocage (19 et 20) qui servent à la fixation du profilé à chambre en matière plastique (11).
     
    4. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon la revendication 3,
    caractérisé en ce que
    le profilé à chambre en matière plastique (11) est composé de deux chambres (21 et 22), sachant que des barrettes de blocage (23 et 24), qui correspondent aux logement de blocage (19 et 20), sont formées sur la paroi supérieure de l'une (21) des chambres, orientée vers l'extérieur, et sachant que, sur la paroi (25) de l'autre chambre (22), orientée vers l'intérieur, est formé une patte (26) qui s'étend sur la largeur de la chambre.
     
    5. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon la revendication 4,
    caractérisé en ce que
    l'extrémité libre de la patte (26) est destinée à la fixation ainsi qu'à l'appui du profilé formant bras (17) orienté vers l'intérieur, de même qu'à la fixation du profilé d'étanchéité (7).
     
    6. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon l'une des revendications 1 à 5,
    caractérisé en ce que,
    sur la paroi de chambre (27) du profilé en matière plastique (11), dirigée vers le bord de la vitre (4), sont formées des pattes de blocage (28) qui sont prévues pour la mise en place d'une parclose (15) ainsi que d'un encadrement (29) de vitre.
     
    7. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    le cadre de battant intérieur (5) est composé de deux demi-coques en aluminium (30 et 31), qui, thermiquement séparées, sont formées au moyen de raccordements d'âmes (32 et 33).
     
    8. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon la revendication 7,
    caractérisé en ce que,
    sur la demi-coque (30), dirigée vers l'extérieur, est également prévu un profilé d'étanchéité (7).
     
    9. Elément de battant de fenêtre et/ou de porte selon l'une des revendications 1 à 8,
    caractérisé en ce que
    le joint d'étanchéité (9), disposé entre les profilés d'étanchéité (7) des deux cadres de battant (5 et 6), est un joint d'étanchéité labyrinthe.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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