[0001] Die Erfindung betrifft ein Gargerät mit einem Garraum, der durch Wände einer Muffel
begrenzt ist. Der Garraum ist frontseitig durch eine Tür verschließbar. Die Tür weist
einen Lüftungskanal auf, durch welchen Kühlluft leitbar und aus einer Abdeckungsöffnung
in einer oberen Türabdeckung ausleitbar ist. Die Muffel weist eine Muffeldecke auf,
über welcher ein Luftschacht ausgebildet ist. In diesem Luftschacht ist die aus der
Türabdeckung ausgeleitete Kühlluft über eine in einem Luftschachtboden ausgebildete
Einleitöffnung einleitbar und dann aus einem Gehäuse des Haushaltsgeräts ausleitbar.
[0002] Ein derartiges Gargerät ist aus dem Stand der Technik bekannt. So ist dies beispielsweise
in der
EP 2 278 227 A1 gezeigt. Darüber hinaus ist auch Entsprechendes aus der
EP 2 444 737 A1 offenbart.
[0003] Darüber hinaus ist auch ein Gargerät, wie es in Fig. 1 gezeigt ist, bekannt. Bei
der dort gezeigten schematischen Schnittdarstellung in einem oberen Bereich des Gargeräts
1 ist eine Tür 2 gezeigt. Die Tür 2 umfasst eine Türaußenscheibe 3 und zumindest eine
Türinnenscheibe 4, die einem Garraum 5 im geschlossenen Zustand der Tür 2 zugewandt
ist. Ein Griff 6 ist an einer Außenseite der Türaußenscheibe 3 angeordnet. Zwischen
den zumindest zwei Scheiben 3 und 4 ist ein Lüftungskanal 7 ausgebildet. Durch diesen
wird von unten nach oben eine Kühlluft 8 geleitet. Diese tritt im oberen Bereich der
Tür 2 aus einer oberen Türabdeckung 9, die üblicherweise auch als Topblende bezeichnet
wird, aus.
[0004] Wie in Fig. 1 zu erkennen ist, ist der Garraum 5 durch eine Muffel 10 begrenzt. Die
Muffel 10 umfasst eine Muffeldecke 11 und frontseitig und somit der Tür 2 zugewandt
einen Muffelflansch 12. Der Muffelflansch 12 ist insbesondere vollständig umlaufend
und somit rahmenartig ausgebildet. In vertikaler Richtung und somit in y-Richtung
über der Muffel 10 und somit auch der Muffeldecke 11 ist ein Luftschacht 13 ausgebildet.
Ein Gebläse 14 ist an einem hinteren Ende des Luftschachts 13 angeordnet. Mittels
des Gebläses 14 wird Luft 15 angesaugt und zu einer vorderen Austrittsöffnung 16 des
Luftschachts 13 geblasen. Der Luftschacht 13 ist so angeordnet, dass diese Austrittsöffnung
16 zwischen einer Oberkante der Tür 2 und einer Unterkante einer Bedienblende 17 angeordnet
ist.
[0005] Dieser Luftschacht 13 weist einen Luftschachtboden 18 auf. In diesem Luftschachtboden
18 ist benachbart zu einem frontseitigen Ende 18a, welches im Bereich des Muffelflansches
12 endet, benachbart dazu ein Luftschachtverjüngungselement 19 ausgebildet. Durch
die Gestalt dieses Luftschachtverjüngungselements 19, das rampenartig beziehungsweise
schanzenartig ausgebildet ist, wird ein Venturi-Prinzip erreicht. Dadurch wird stromabwärts
dieses Luftschachtverjüngungselements 19 die zwischen der Türabdeckung 9 und dem Muffelflansch
12 eingeleitete Kühlluft 8, die aus der Tür 2 austritt, automatisch eingesaugt beziehungsweise
angesaugt und mit dem Luftstrom 20, wie er durch das Gebläse 14 erzeugt wird, dann
aus der Öffnung 16 ausgeblasen. Eine derartige Ausgestaltung eines Luftkanals 13 wird
auch als Einfachluftschacht bezeichnet. Bei dieser Ausgestaltung wird somit funktionell
die Luft aus der Tür 2 und somit die Kühlluft 8 nicht im Luftschacht 13 zum Gebläse
14 hin gesaugt, sondern unmittelbar mit dem Eintritt in den Luftschacht 13 dem Gebläse
14 abgewandt ausgeblasen, ohne wesentlich in Richtung des Gebläses 14 strömen zu können.
Das Gebläse 14 wird bei diesem Einfachluftschachtprinzip als drückendes Gebläse betrieben.
[0006] In Fig. 2 ist eine weitere bekannte Ausführung eines Gargeräts 1 gezeigt. Auch hier
ist in einer schematischen Schnittdarstellung ein oberer Bereich des Gargeräts 1 gezeigt.
Im Unterschied zur Ausgestaltung gemäß Fig. 1 ist hier kein Luftschacht 13 gezeigt,
der als Einfachluftschacht ausgebildet ist, sondern ein Luftschacht 13 gezeigt, der
als sogenannter Doppelluftschacht ausgebildet ist. Bei dieser Ausführung wird durch
eine Öffnung 12a in dem Muffelflansch 12 die Kühlluft 8, die aus der Tür 2 ausströmt,
in einen ersten Luftkanalabschnitt 13a eingeleitet und durch die Anordnung und den
Betrieb des Gebläses 14 in Richtung des Gebläses 14 angesaugt. Der Luftkanalabschnitt
13a ist durch eine Trennwand 13b von einem zweiten Luftkanalabschnitt 13c separiert.
Der von dem Gebläse 14 von außen beziehungsweise extern angesaugte Luftstrom wird
über diesen zweiten Luftkanalabschnitt 13c zur Öffnung 16 geleitet. Durch die Anordnung
der Luftkanalabschnitte 13a und 13c sowie dem Gebläse 14 und insbesondere auch dessen
drückende Betriebsart wird die Kühlluft 8 von den ersten Luftkanalabschnitt 13a zum
Gebläse 14 gesaugt und dort dann automatisch durch den Luftstrom 20 aufgenommen und
weitergeleitet zur Öffnung 16.
[0007] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät zu schaffen, bei welchem
eine flexiblere und variablere Ausführung der aus der Tür abgeleiteten Luft erreicht
ist.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Gargerät, das die Merkmale nach Anspruch 1 aufweist,
gelöst.
[0009] Ein erfindungsgemäßes Gargerät umfasst einen Garraum, der durch Wände einer Muffel
begrenzt ist. Die Muffel weist frontseitig eine Beschickungsöffnung auf, welche durch
eine Tür verschließbar ist. Die Tür weist einen Lüftungskanal auf, durch welche Kühlluft
leitbar und aus einer Abdeckungsöffnung in einer oberen Türabdeckung ausleitbar ist.
Über einer Muffeldecke ist ein Luftschacht ausgebildet, in welchen die aus der Türabdeckung
ausgeleitete Kühlluft über eine in einem Luftschachtboden ausgebildete Einleitöffnung
einleitbar ist und aus einem Gehäuse des Haushaltsgeräts ausleitbar ist. Ein wesentlicher
Gedanke der Erfindung ist darin zu sehen, dass zwischen der Einleitöffnung und der
Abdecköffnung ein Zuleitkanal zum Zuleiten der Kühlluft aus der Tür in den Luftschacht
ausgebildet ist. Eine derartige Ausgestaltung des Luftschachts ermöglicht eine Verbesserung
der Luftabführung einer in der Tür geleiteten Kühlluft aus dem Gargerät heraus.
[0010] Insbesondere erstreckt sich der Zuleitkanal ausgehend von der Einleitöffnung schräg
nach unten und vorne zur Tür hin gerichtet. Dadurch wird die Luftabführung nochmals
begünstigt, da der Zuleitkanal geradlinig gestaltet ist und somit keine umfänglichen
Umlenkungen der Luft und somit Verwirbelungen gebildet werden. Des Weiteren lässt
sich dadurch eine sehr platzsparende und auch fertigungstechnisch bevorzugte Ausführung
realisieren.
[0011] Der Zuleitkanal kann jedoch auch nicht geradlinig ausgebildet sine, beispielsweise
gewinkelt sein, so dass beispielsweise ein erstes Teilstück senkrecht von der Einleitöffnung
nach unten steht, an welches dann ein horizontales Teilstück in Richtung der Abdecköffnung
abzweigt. Bei dieser Ausführung ist der Zuleitkanal dann insbesondere L-förmig.
[0012] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Einleitöffnung gegenüber einem der Tür zugewandten
vorderen Ende des Luftschachtbodens stromaufwärts der im Luftschacht strömenden Luft
zurückversetzt ausgebildet ist. Durch eine derartige Ausgestaltung und damit auch
erreichte Orientierung des Zuleitkanals wird die Ankopplung dieses spezifischen Luftschachts
an einen Muffelflansch der Muffel und/oder einer Türabdeckung verbessert. Dies insbesondere
dahingehend, dass auch bei diesem spezifischen Luftschachttyp und dessen spezifizierte
Ausgestaltung eine herkömmliche Ausgestaltung der Türabdeckung und/oder des Muffelflansches
nicht verändert werden muss. Dadurch kann die Bestückbarkeit des Gargeräts mit spezifischen
Luftschächten verbessert und somit insbesondere variabler und flexibler erfolgen.
Die Umkonstruktion von weiteren Komponenten des Gargeräts, insbesondere des Muffelflansches
und/oder der Türabdeckung, sind daher nicht mehr erforderlich.
[0013] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Zuleitkanal mit einer oberen Öffnung in Strömungsrichtung
der Luft betrachtet lückenlos in die Einleitöffnung mündet. Unerwünschte Strömungslecks
und daraus sich ergebende Nachteile am Wirkprinzip zum Ausleiten der Kühlluft aus
der Tür über den Luftschacht und von diesem aus dem Gehäuse heraus können dadurch
vermieden werden.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Zuleitkanal einstückig an dem Luftschachtboden
ausgebildet ist. Die oben genannten Vorteile werden dadurch nochmals bekräftigt und
darüber hinaus eine mechanisch stabile Ausgestaltung des Luftschachts mit dem Zuleitkanal
erreicht.
[0015] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Zuleitkanal mit einer der Einleitöffnung abgewandten
unteren Öffnung an eine in einem Muffelflansch ausgebildete Flanschöffnung mündet.
Die Flanschöffnung liegt im geschlossenen Zustand der Tür der Abdecköffnung fluchtend
gegenüber. Durch diese Ausgestaltung wird ein sehr geradliniger Weg von der Tür zum
Luftschacht erreicht, so dass auch hier die zugrunde gelegten Strömungsprinzipien
bestmöglich zum Tragen kommen.
[0016] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass in Strömungsrichtung der Kühlluft in dem Luftschacht
stromaufwärts der Einleitöffnung ein Luftschachtverjüngungselement ausgebildet ist.
Dies ist bei diesem spezifischen Luftschacht dahingehend vorteilhaft, dass dann ein
Venturi-Prinzip erzeugt werden kann, durch welches sich aufgrund einer Unterdruckzone
stromabwärts dieses Luftschachtverjüngungselements automatisch ein Ansaugen der Kühlluft
aus der Tür in den Zuleitkanal und von diesem in den Luftschacht ergibt.
[0017] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Luftschacht als Einfachluftschacht ausgebildet
ist und stromaufwärts des Luftschachtverjüngungselements ein Gebläse angeordnet ist.
Durch den durch das Gebläse in Richtung des Luftschachtverjüngungselements erzeugten
Luftstrom in den Luftschacht und das Luftschachtverjüngungselement ist im Bereich
der Einleitöffnung eine Unterdruckzone erzeugt, durch welche die Kühlluft aus der
Tür angesaugt und mit dem Luftstrom im Luftschacht auf einem dem Gebläse abgewandten
Ende des Luftschachts aus dem Gehäuse ausleitbar ist. Dieser Einfachluftschacht zeichnet
sich also dahingehend aus, dass der von der Tür kommende Kühlluftstrom in dem Luftschacht
selbst nicht in Richtung des Gebläses gesaugt wird, sondern nur in die Unterdruckzone
hinter dem Luftschachtverjüngungselement gelangt und dann in eine Richtung abgewandt
des Gebläses unverzüglich zur Öffnung des Luftschachts geleitet und dort aus dem Gebläse
ausgeleitet wird.
[0018] Durch die Spezifikation des Luftschachts mit dem Zuleitkanal kann also insbesondere
auch ein Einfachluftschacht bereitgestellt werden, der problemlos und kompatibel in
ein Gargerät eingesetzt werden kann, dessen Muffelflansch und/oder Türabdeckung und
somit auch die Tür selbst so konzipiert und ausgelegt sind, dass sie grundlegend zum
Einbau eines Doppelluftschachts ausgelegt sind. Es kann also dann bei den Komponenten
Tür und Muffelflansch jeweils ein Gleichbauteil verwendet werden, welches zur Kühlluftausförderung
sowohl mit einem Einfachluftschacht als auch mit einem Doppelluftschacht kompatibel
bestückt werden kann.
[0019] Insbesondere ist vorgesehen, dass in einem Muffelflansch eine Flanschöffnung ausgebildet
ist, die im geschlossenen Zustand der Tür der Abdecköffnung fluchtend gegenüberliegt.
Auch dies ist eine bevorzugte Ausführung, da somit die Unterdruckzone im Gerät selbst
ausgebildet ist. Strömungstechnische Nachteile, wie sie bei Ausgestaltungen im druckschriftlichen
oben eingangs genannten Stand der Technik auftreten, sind dadurch verhindert.
[0020] Insbesondere ist vorgesehen, dass der Muffelflansch mit seiner Flanschöffnung und
die Türabdeckung mit ihrer Abdecköffnung so ausgebildet sind, dass anstelle eines
als Einfachluftschacht ausgebildeten Luftschachts kompatibel ein als Doppelluftschacht
ausgebildeter Luftschacht einbaubar ist.
[0021] Insbesondere ist vorgesehen, dass der Doppelluftschacht als zumindest stromaufwärts
der Einleitöffnung luftschachtverjüngungselementloser Luftschacht ausgebildet ist.
[0022] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der
Figurenbeschreibung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen,
sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren
alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung
verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Es sind somit auch Ausführungen
von der Erfindung als umfasst und offenbart anzusehen, die in den Figuren nicht explizit
gezeigt und erläutert sind, jedoch durch separierte Merkmalskombinationen aus den
erläuterten Ausführungen hervorgehen und erzeugbar sind.
[0023] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine aus dem Stand der Technik bekannte Ausführung eines Gargeräts mit einem Einfachluftschacht;
- Fig. 2
- eine aus dem Stand der Technik bekannte Ausführung eines Gargeräts mit einem Doppelluftschacht;
- Fig. 3
- eine schematische Frontansicht auf ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Gargeräts; und
- Fig. 4
- eine schematische Schnittdarstellung eines oberen Bereichs des Gargeräts gemäß Fig.
3.
[0024] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0025] In Fig. 3 ist in einer Frontansicht ein Gargerät 1 mit einem Gehäuse 1a gezeigt,
welches einen Garraum 5, der durch Wände einer Muffel 10 begrenzt ist, aufweist. Frontseitig
ist die Muffel 10 in ihrer Beschickungsöffnung durch eine Tür 2 verschließbar. In
vertikaler Richtung ist oberhalb einer Muffeldecke 11 ein Luftschacht 13 ausgebildet.
Dieser weist frontseitig eine Öffnung 16 auf, die zwischen einer Türoberkante und
einer Unterkante einer Bedienblende 17 angeordnet ist und entsprechend mündet.
[0026] In Fig. 4 ist das Gargerät 1 gemäß Fig. 3 entlang der Schnittlinie IV-IV, jedoch
nur im oberen Bereich dargestellt.
[0027] Bezüglich der in Fig. 4 verwendeten Bezugszeichen wird auf die Erläuterungen zu Fig.
1 hingewiesen.
[0028] Darüber hinaus umfasst die Türabdeckung 9 eine der Frontscheibe 3 abgewandte Schrägwand
9a, die in eine im Wesentlichen horizontale Oberwand 9b übergeht. Die Schrägwand 9a
umfasst eine Abdecköffnung 9c, aus der der Kühlluftstrom 8 aus der Tür 2 austritt.
Er gelangt dann durch eine mit dieser Abdecköffnung 9c fluchtend ausgebildete Flanschöffnung
12b in einen Zuleitkanal 21, der eine obere Öffnung 21a und eine untere Öffnung 21
b aufweist.
[0029] Der Luftschachtboden 18 umfasst stromabwärts des Luftschachtverjüngungselements 19
eine Einleitöffnung 22, in die der Zuleitkanal 21 mündet. Insbesondere ist der Zuleitkanal
21 einstückig mit dem Luftschachtboden 18 ausgebildet, so dass die Öffnungen 21a und
22 die gleichen sind. Der Zuleitkanal 21 mündet somit vorzugsweise lückenlos in den
Luftschachtboden 18.
[0030] Insbesondere ist auch vorgesehen, dass der Zuleitkanal 21 lückenlos in den Muffelflansch
12 mündet.
[0031] Diese Lückenlosigkeit bezieht sich insbesondere in Richtung der Strömung des Kühlluftstroms
bzw. der Kühlluft 8 betrachtet.
[0032] Wie aus der Darstellung in Fig. 4 zu erkennen ist, ist der Zuleitkanal 21 ausgehend
von der Einleitöffnung 22 schräg nach unten und vorne zur Tür 2 hin gerichtet orientiert.
Dies bedeutet, dass in Richtung des Kühlluftstroms betrachtet dieser Zuleitkanal 21
schräg nach oben und in Tiefenrichtung des Gargeräts 1 und somit in negativer x-Richtung
betrachtet nach hinten orientiert ist. In x-Richtung betrachtet ist somit die untere
Öffnung 21 b weiter vorne positioniert als die obere Öffnung 21 a. Darüber hinaus
ist zu erkennen, dass die obere Öffnung 21 a unmittelbar benachbart, aber stromabwärts
des Luftstroms 20 im Luftschacht 13 zum Luftschachtverjüngungselement 19 ausgebildet
ist. Es bildet sich stromab dieses Luftschachtverjüngungselements 19 und insbesondere
im Bereich der Eintrittsöffnung beziehungsweise Einleitöffnung 22 eine Unterdruckzone
23, durch welche ein automatisches Ansaugen des Kühlluftstroms 8 aus der Tür 2 in
den Luftschacht 13 erreicht wird.
[0033] Insbesondere ist auch vorgesehen, dass anstelle dieses spezifischen Luftschachts
13, der einen Einfachluftschacht darstellt, das ansonsten gleiche Gargerät 1 kompatibel
beispielsweise auch mit dem Doppelluftschacht, wie er in Fig. 2 erläutert wurde, bestückt
werden kann. Insbesondere ist somit die Ausgestaltung der Tür 2 mit insbesondere der
Türabdeckung 9 und dem Muffelflansch 12 so gestaltet, dass sowohl der Einfachluftschacht
gemäß der Erläuterung in Fig. 4 als auch der Doppelluftschacht gemäß der Erläuterung
in Fig. 2 in das Gargerät 1 eingebaut werden können. Dazu ist dann nicht mehr erforderlich,
diese Türabdeckung 9 und den Muffelflansch 12 zu verändern.
[0034] Wie dazu auch aus der Darstellung in Fig. 2 zu erkennen ist, ist dieser als Doppelluftschacht
ausgebildete Luftschacht 13 ohne ein derartiges Luftschachtverjüngungselement 19 ausgebildet.
Dies, da bei dem Doppelluftschachtprinzip keine Unterdruckzone zur Realisierung eines
Venturi-Prinzips vorgesehen ist.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Gargerät
- 2
- Tür
- 3
- Türaußenscheibe
- 4
- Türinnenscheibe
- 5
- Garraum
- 6
- Griff
- 7
- Lüftungskanal
- 8
- Kühlluft
- 9
- Türabdeckung
- 9a
- Schrägwand
- 9b
- Oberwand
- 9c
- Abdecköffnung
- 10
- Muffel
- 11
- Muffeldecke
- 12
- Muffelflansch
- 12a
- Öffnung
- 12b
- Flanschöffnung
- 13
- Luftschacht
- 13a
- Erster Luftkanalabschnitt
- 13b
- Trennwand
- 13c
- Zweiter Luftkanalabschnitt
- 14
- Gebläse
- 15
- Luft
- 16
- Austrittsöffnung
- 17
- Bedienblende
- 18
- Luftschachtboden
- 18a
- Frontseitiges Ende
- 19
- Luftschachtverjüngungselement
- 20
- Luftstrom
- 21
- Zuleitkanal
- 21a
- Obere Öffnung
- 21b
- Untere Öffnung
- 22
- Einleitöffnung
- 23
- Unterdruckzone
1. Gargerät (1) mit einem Garraum (5), der durch Wände einer Muffel (10) begrenzt ist,
und frontseitig durch eine Tür (2) verschließbar ist, und die Tür (2) einen Lüftungskanal
(7) aufweist, durch welchen Kühlluft (8) leitbar und aus einer Abdeckungsöffnung in
einer oberen Türabdeckung (9) ausleitbar ist, wobei über einer Muffeldecke (11) ein
Luftschacht (13) ausgebildet ist, in welchen die aus der Türabdeckung (9) ausgeleitete
Kühlluft (8) über eine Einleitöffnung einleitbar ist und aus einem Gehäuse (1a) des
Haushaltsgeräts (1) ausleitbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen einer in einem Luftschachtboden (18) ausgebildeten Einleitöffnung (22) und
der Abdecköffnung (9c) ein Zuleitkanal (21) zum Zuleiten der Kühlluft (8) aus der
Tür (2) in den Luftschacht (13) ausgebildet ist.
2. Gargerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Zuleitkanal (21) ausgehend von der Einleitöffnung (22) schräg nach unten
und vorne zur Tür (2) hin gerichtet erstreckt.
3. Gargerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einleitöffnung (22) gegenüber einem der Tür (2) zugewandten vorderen Ende (18a)
des Luftschachtbodens (18) stromaufwärts zurück versetzt ausgebildet ist.
4. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuleitkanal (21) mit einer oberen Öffnung (21 a) lückenlos in die Einleitöffnung
(22) mündet.
5. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuleitkanal (21) einstückig an dem Luftschachtboden (18) ausgebildet ist.
6. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuleitkanal (21) mit einer der Einleitöffnung (22) abgewandten unteren Öffnung
(21 b) an eine in einem Muffelflansch (12) ausgebildete Flanschöffnung (12b) mündet,
wobei die Flanschöffnung (12b) im geschlossenen Zustand der Tür (2) der Abdecköffnung
(9c) fluchtend gegenüber liegt.
7. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Strömungsrichtung des Luftstroms (20) in dem Luftschacht (13) stromaufwärts der
Einleitöffnung (22) ein Luftschachtverjüngungselement (19) ausgebildet ist.
8. Gargerät (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftschacht (13) als Einfachluftschacht ausgebildet ist und stromaufwärts des
Luftschachtverjüngungselements (19) ein Gebläse (14) angeordnet ist, wobei durch den
durch das Gebläse (14) in Richtung des Luftschachtverjüngungselements (19) erzeugten
Luftstrom (20) und das Luftschachtverjüngungselement (19) im Bereich der Einleitöffnung
(22) eine Unterdruckzone (23) erzeugt ist, durch welche die Kühlluft (8) aus der Tür
(2) angesaugt und mit dem Luftstrom (20) im Luftschacht (13) auf einem dem Gebläse
(14) abgewandten Ende des Luftschachts (13) aus dem Gehäuse (1a) ausleitbar ist.
9. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Muffelflansch (12) eine Flanschöffnung (12b) ausgebildet ist, die im geschlossenen
Zustand der Tür (2) der Abdecköffnung (9c) fluchtend gegenüber liegt.
10. Gargerät (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Muffelflansch (12) mit seiner Flanschöffnung (12b) und die Türabdeckung (9) mit
ihrer Abdecköffnung (9c) so ausgebildet sind, dass anstelle eines als Einfachluftschachts
ausgebildeten Luftschachts (13) kompatibel ein als Doppelluftschacht ausgebildeter
Luftschacht (13) einbaubar ist.
11. Gargerät (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Doppelluftschacht als zumindest stromaufwärts der Einleitöffnung (22) luftschachtverjüngungselementloser
Luftschacht (13) ausgebildet ist.