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EP 2 584 108 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.09.2015 Patentblatt 2015/36 |
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Anmeldetag: 19.10.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Abwasserhebeanlage
Waste water lifting plant
Installation de levage d'eaux usées
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.04.2013 Patentblatt 2013/17 |
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Patentinhaber: Grundfos Holding A/S |
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8850 Bjerringbro (DK) |
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Erfinder: |
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- Casalini, Luca
56025 Pontedera (PI) (IT)
- Iacoponi, Alessandro
San Lorenzo a Pagnatico (Cascina) Pisa (IT)
- Schomäcker, Ralf
33739 Bielefeld (DE)
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Vertreter: Patentanwälte Vollmann & Hemmer |
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Wallstraße 33a 23560 Lübeck 23560 Lübeck (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 1 679 407 DE-A1- 2 404 685 US-A1- 2006 085 900 US-A1- 2010 319 116
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EP-A2- 1 035 262 FR-A1- 2 833 979 US-A1- 2010 122 744
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Abwasserhebeanlage mit den im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Merkmalen.
[0002] Abwasserhebeanlagen finden Verwendung um Abwässer, welche unterhalb des Niveaus einer
Abwasserleitung oder einer Kanalisation anfallen, auf das Niveau einer höher gelegenen
Abwasserleitung bzw. Kanalisation zu heben bzw. zu pumpen. Dies ist beispielsweise
in Kellern der Fall, wenn Abflüsse von Sanitärobjekten unterhalb der Kanalisation
gelegen sind.
[0003] Dazu sind Abwasserhebeanlagen bekannt, welche einen Sammelbehälter aufweisen, in
welchen das zu hebende bzw. zu fördernde Abwasser einfließt. In oder an dem Sammelbehälter
ist ein Pumpenaggregat angeordnet, welches das Abwasser dann aus dem Sammelbehälter
in eine höher gelegene Abwasserleitung pumpt. Das Ein- und Ausschalten des Pumpenaggregates
erfolgt dabei in Abhängigkeit des Wasserstandes in dem Sammelbehälter, d. h. bei Erreichen
eines vorbestimmten maximalen Wasserstandes wird das Pumpenaggregat eingeschaltet
und beim Erreichen eines vorbestimmten minimalen Wasserstandes wieder ausgeschaltet.
[0004] Es sind solche Abwasserhebeanlagen bekannt, welche direkt an ein WC angeschlossen
werden können und dann in der Regel hinter dem WC aufgestellt werden. Bei dieser Aufstellung
ergibt sich das Problem, dass die Abwasserhebeanlage zu Wartungszwecken nur schwer
zugänglich ist. Das Pumpenaggregat ist üblicherweise an einer Flanschplatte befestigt,
welche eine Öffnung an der Oberseite des Sammelbehälters verschließt. Zu Wartungszwecken,
beispielsweise zur Reinigung, müssen diese Flanschplatte und das Pumpenaggregat von
dem Sammelbehälter abgenommen und gelöst werden. Hierzu sind mehrere Schrauben zu
lösen, wobei insbesondere im Mittelbereich der Abwasserhebeanlage gelegene Schrauben
bei der Anordnung hinter einem WC nur sehr schwer zugänglich sind.
[0005] DE 24 04 685 offenbart eine Abwasserhebeanlage für einen Abort, welcher einen Behälter aufweist,
in welchem ein Pumpenaggregat eingesetzt ist. Das Pumpenaggregat ist dabei an einer
Platte befestigt, welche wiederum mittels Schrauben mit der Behälterobenseite fest
verbunden ist. Zum Entfernen des Pumpenaggregates sind hier somit mehrere Schrauben
zu lösen.
[0006] FR 2 833 979 A1 offenbart eine Abwasserhebeanlage für eine Toilette mit einem Behälter sowie ein
in den Behälter eingesetztes Pumpenaggregat. Dieses Pumpenaggregat ist an einer Platte
gehalten, welche mit der Oberseite des Behälters über mehrere Schrauben verschraubt
ist. Auch bei dieser Ausgestaltung ist es somit zum Entfernen des Pumpenaggregates
erforderlich mehrere Schrauben zu lösen.
[0007] US 2010/0122744 A1 offenbart eine Abwasserhebeanlage mit einem Schacht, in welchem eine oder mehrere
Tauchpumpen angeordnet sind. Die Pumpen sind über Rohrleitungen fest in dem Schacht
integriert. Der Schacht weist zusätzlich an seiner Oberseite eine Abdeckplatte mit
einem verschwenkbaren Deckel auf, welcher eine Zugänglichkeit im Innenraum des Schachtes
gewährleistet. Die Entnahme der Pumpen aus dem Schacht ist aufgrund der festen Verrohrung
hierbei recht aufwendig.
[0008] Eine entsprechende Ausgestaltung einer Abwasserhebeanlage ist aus
EP 1 035 262 A2 bekannt.
[0009] US 2006/0085900 A1 offenbart einen Vakuumtank für eine Toilette, beispielsweise auf einem Boot. Bei
diesem ist ein geschlossener Tank vorgesehen, an dessen Oberseite eine Pumpe angeordnet
ist, wobei die Pumpe mit mehreren Schrauben an einem Deckel des Behälters angeschraubt
ist, welcher wiederum mit dem übrigen Teil des Tanks verschraubt ist. Auch hier ist
eine Demontage recht aufwändig.
[0010] US 2010/0319116 A1 offenbart eine Abwasserhebeanlage, bei welcher ein Pumpenaggregat im Inneren eines
Behälters angeordnet ist, wobei der Behälter oberhalb des Pumpenaggregates durch einen
verschraubten Deckel verschlossen ist. Auch hier ist die Demontage der Pumpe recht
schwierig.
[0011] Die im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannte Merkmale sind aus
DE 2 404 685 oder aus
FR 2 833 979 bekannt, Beide Dokumente können jeweils als nächstliegender Stand der Technik angesehen
werden.
[0012] Im Hinblick auf den Stand der Technik ist es Aufgabe der Erfindung, eine Abwasserhebeanlage
bereitzustellen, welche zu Wartungszwecken einfacher zu öffnen ist, insbesondere eine
vereinfachte Entnahme des Pumpenaggregates ermöglicht, auch wenn die Abwasserhebeanlage
schwer zugänglich platziert ist, insbesondere direkt hinter einem WC.
[0013] Diese Aufgabe wird durch eine Abwasserhebeanlage mit den in Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der nachfolgenden Beschreibung sowie den beigefügten Figuren.
[0014] Die erfindungsgemäße Abwasserhebeanlage weist wie bekannte Abwasserhebeanlagen einen
Sammelbehälter auf, in welchen durch zumindest einen Einlauf bzw. eine Einlauföffnung
Abwasser einfließen kann. An oder in dem Sammelbehälter ist ein Pumpenaggregat angeordnet,
welches Abwasser aus dem Sammelbehälter in eine Austrittsleitung und durch diese in
eine höher gelegene Abwasserleitung pumpen kann. Zum Ein- und Ausschalten des Pumpenaggregates
kann in dem Sammelbehälter in bekannter Weise zusätzlich ein Niveauschalter, beispielsweise
in Form eines Schwimmerschalters, angeordnet sein. Das Pumpenaggregat ist an einer
Flanschplatte befestigt, welche eine Öffnung an der Oberseite des Sammelbehälters
verschließt. D. h. die Flanschplatte ist auf die Öffnung an der Oberseite des Sammelbehälters
von oben aufgesetzt und vorzugsweise dichtend mit dem Rand der
[0015] Öffnung des Sammelbehälters in Anlage. Dazu kann an der Flanschplatte und / oder
am Rand der Öffnung am Sammelbehälter eine Dichtung angeordnet sein. Das Pumpenaggregat
ist bevorzugt so ausgebildet, dass ein elektrischer Antriebsmotor oberhalb der Flanschplatte
angeordnet ist und sich eine Welle von dem elektrischen Antriebsmotor durch eine Öffnung
der Flanschplatte hindurch in den Sammelbehälter hinein erstreckt. Im Sammelbehälter
ist die Welle mit zumindest einem Pumpenlaufrad einer dort angeordneten Pumpe verbunden.
An der Flanschplatte können darüber hinaus weitere Bauteile, insbesondere der vorangehend
beschriebene Niveauschalter, befestigt sein. Bevorzugt sind die erforderlichen elektrischen
Komponenten, Schalter, Anschlussklemmen und Steuer- bzw. Regelelemente vorzugsweise
ebenfalls an der Oberseite der Flanschplatte befestigt. So kann die Flanschplatte
mit dem Pumpenaggregat, einem Niveauschalter und den elektrischen Anschluss- oder
Steuerelementen eine Baugruppe bilden, welche vormontiert in die Öffnung des Sammelbehälters
eingesetzt werden kann, wobei die Flanschplatte am Rand der Öffnung zur Anlage kommt.
[0016] Die Flanschplatte ist an einer dem Mittelbereich der Abwasserhebeanlage zugewandten
ersten Seitenkante erfindungsgemäß mit einem einzigen Verriegelungselement an dem
Sammelbehälter lösbar fixiert. Der Mittelbereich der Abwasserhebeanlage ist derjenige
Bereich, welcher am schlechtesten zugänglich ist, insbesondere wenn die Abwasserhebeanlage
hinter einem WC aufgestellt ist. Daher ist es vorteilhaft, wenn in diesem Bereich
nur ein einziges Verriegelungselement angeordnet ist, welches zum Entfernen der Flanschplatte
gelöst werden muss. D. h. es müssen nicht mehrere schlecht zugängliche Schrauben an
dieser Seitenkante gelöst werden, vielmehr kann die Flanschplatte leicht durch Lösen
eines einzigen Verriegelungselementes an dieser Seitenkante von dem Sammelbehälter
gelöst werden.
[0017] An einer zweiten der ersten Seitenkante abgewandten Seitenkante ist die Flanschplatte
bevorzugt mittels zweier Schrauben an dem Sammelbehälter befestigt. Dies können herkömmliche
Schrauben sein. Die zweite Seitenkante ist vorzugsweise eine Seitenkante, welche in
der Nähe der Außenseite der Abwasserhebeanlage bzw. des Sammelbehälters gelegen ist
und auch bei Aufstellung der Abwasserhebeanlage hinter bzw. unterhalb eines WCs von
der Seite gut zugänglich ist. Insofern lassen sich in diesem Bereich auch herkömmliche
Schrauben leicht lösen und wieder befestigen. Die erste und die zweite Seitenkante
sind so an zwei voneinander abgewandten und vorzugsweise entgegengesetzten Seiten
der Flanschplatte angeordnet. Dabei ist die Öffnung, welche von der Flanschplatte
überdeckt wird, vorzugsweise in einer Hälfte der Abwasserhebeanlage gelegen, so dass
die erste Seitenkante im Mittelbereich der Abwasserhebeanlage gelegen ist und die
zweite Seitenkante an einer Seite der Abwasserhebeanlage gelegen ist, insbesondere
an einer Schmalseite der Abwasserhebeanlage gelegen ist. Der Einlauf in den Sammelbehälter
befindet sich bei dieser Anordnung vorzugsweise an einer die Schmalseiten der Abwasserhebeanlage
verbindenden Langseite, bevorzugt im Wesentlichen der Mitte dieser Langseite. D. h.
insgesamt weist die Abwasserhebeanlage von oben gesehen im Wesentlichen eine rechteckige
Form auf.
[0018] Wenn die erste Seitenkante im Wesentlichen im Mittelbereich der Abwasserhebeanlage
angeordnet ist, ist somit auch das eine Verriegelungselement an dieser Seitenkante
bevorzugt im Mittelbereich der Abwasserhebeanlage angeordnet. Wie beschrieben ist
dies in der Regel der am schlechtesten zugängliche Bereich der Abwasserhebeanlage,
so dass es vorteilhaft ist, dort nur ein leicht zu lösendes Verriegelungselement anzuordnen.
[0019] Das Verriegelungselement ist dabei bevorzugt benachbart zu einem zentralen Einlauf
des Sammelbehälters angeordnet. Wie beschrieben ist der Einlauf bevorzugt zu einer
Langseite des in Draufsicht im Wesentlichen rechteckförmigen Sammelbehälters geöffnet.
Der Einlauf befindet sich dabei im Wesentlichen in der Mitte dieser Langseite und
somit im Mittelbereich der Abwasserhebeanlage. Die Öffnung, an welcher die Flanschplatte
angeordnet ist, liegt dabei vorzugsweise seitlich des Einlaufes in einer von dem Einlauf
begrenzten Hälfte des Sammelbehälters. Die andere Hälfte des Sammelbehälters ist vorzugsweise
durch ein Gehäuseteil verschlossen. Bei dieser Anordnung der Flanschplatte in einer
Hälfte der Abwasserhebeanlage ist das Verriegelungselement dann vorzugsweise benachbart
zu dem zentralen Einlauf gelegen und ist auch in dieser schlecht zugänglichen Lage
leicht zu lösen.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Verriegelungselement
an der Flanschplatte oder dem Sammelbehälter schwenk- oder drehbar gelagert. Dabei
ist das Verriegelungselement so ausgebildet, dass es durch Drehen oder Verschwenken
zwischen einer Verriegelungsposition, in welcher die Flanschplatte durch das Verriegelungselement
an dem Sammelbehälter fixiert ist, und einer gelösten Stellung, in welcher die Flanschplatte
an der ersten Seitenkante von dem Sammelbehälter gelöst ist, bewegbar ist.
[0021] Dabei ist das Verriegelungselement vorzugsweise zwischen einer Verriegelungsstellung
und einer gelösten Stellung um einen Winkel kleiner 360° und vorzugsweise kleiner
oder gleich 180° drehbar. D. h. es reicht eine relativ kleine Dreh- bzw. Schwenkbewegung
aus, um das Verriegelungselement zwischen der Verriegelungsstellung und der gelösten
Stellung zu bewegen. Das Verriegelungselement kann somit sehr viel leichter gelöst
und verriegelt werden als eine herkömmliche Schraube, welche mehrfach, d. h. um ein
Mehrfaches von 360° gedreht werden muss.
[0022] Daher ist es bevorzugt, dass das Verriegelungselement an seiner Oberseite ein mit
den Fingern ergreifbares Griffelement aufweist, mittels welchem das Verriegelungselement
bewegbar ist, d. h. insbesondere dreh- oder schwenkbar ist. Dies ermöglicht es, das
Verriegelungselement ohne spezielles Werkzeug einfach mit der Hand zwischen der Verriegelungsstellung
und der gelösten Stellung zu bewegen. So wird das Lösen und Verriegeln weiter erleichtert,
da in dem schwer zugänglichen Bereich nicht zusätzlich mit Werkzeugen, beispielsweise
einem Schraubendreher, hantiert werden muss. Alternativ ist es jedoch möglich, das
Verriegelungselement auch mit einem Eingriff für ein Werkzeug, insbesondere mit einem
Schlitz zur Aufnahme eines Schraubendrehers, zu versehen. Alternativ wäre eine Außenkontur,
welche mit einem Schraubenschlüssel ergriffen werden kann, wie z. B. ein Sechskant,
denkbar. Dabei könnten insbesondere spezielle gewinkelte Werkzeuge zum Einsatz kommen,
welche sich auch in einem schwer zugänglichen Bereich hinter oder unterhalb eines
WC an dem Verriegelungselement ansetzen und gemeinsam mit dem Verriegelungselement
bewegen lassen.
[0023] Zum Eingriff an dem Sammelbehälter weist das Verriegelungselement zweckmäßigerweise
ein erstes Eingriffselement auf, welches mit einem korrespondierenden zweiten Eingriffselement
in Eingriff bringbar ist. Dabei sind vorzugsweise das erste Eingriffselement an der
Flanschplatte und das zweite Eingriffselement am Sammelbehälter angeordnet. In der
verriegelten Stellung sind dabei das erste und das zweite Eingriffselement miteinander
in Eingriff, wodurch die Flanschplatte an dem Sammelbehälter fixiert ist. In der gelösten
Stellung ist das erste Eingriffselement von dem zweiten Eingriffselement außer Eingriff,
so dass die Flanschplatte im Bereich der ersten Seitenkante von dem Sammelbehälter
abgenommen werden kann. Durch die Bewegung des Verriegelungselementes kann das erste
Eingriffselement mit dem zweiten Eingriffselement in Eingriff und wieder außer Eingriff
gebracht werden. Diese Bewegung ist, wie oben beschrieben, vorzugsweise eine Dreh-
oder Schwenkbewegung.
[0024] Das erste Eingriffselement kann ein Eingriffsvorsprung sein, das zweite Eingriffselement
kann als Ausnehmung oder Hinterschneidung ausgebildet sein, mit welcher der Eingriffsvorsprung
in Eingriff bringbar ist. So kann der Eingriffsvorsprung beispielsweise als schwenkbarer
Riegel ausgebildet sein, welcher sich normal zu der Dreh- oder Schwenkachse des Verriegelungselementes
erstreckt. Ein solcher Riegel kann in eine Tasche eingreifen, welche das zweite Verriegelungselement
bildet. Dabei hintergreift der Riegel in der verriegelten Stellung eine Kante bzw.
Hinterschneidung des zweiten Eingriffselementes so, dass die Flanschplatte von dem
Sammelbehälter abgenommen werden kann. In der gelösten Stellung ist der Eingriffsvorsprung
von der Ausnehmung bzw. Tasche oder der Hinterschneidung außer Eingriff, so dass die
Flanschplatte mit der ersten Seitenkante von dem Sammelbehälter abgenommen werden
kann.
[0025] Das zweite Eingriffselement kann bevorzugt an oder in einem Einsatz ausgebildet sein,
welcher mit dem Sammelbehälter oder der Flanschplatte verbunden ist, vorzugsweise
verschraubt ist. Ein solcher Einsatz hat den Vorteil, dass eine Hinterschneidung bzw.
Tasche z. B. an dem Sammelbehälter leichter angeformt werden kann, da diese Elemente
nicht einstückig mit dem Sammelbehälter ausgebildet werden müssen, sondern durch ein
separates Bauteil geformt werden können. So wird die Fertigung vereinfacht. Darüber
hinaus lässt sich das Eingriffselement bei Beschädigung gegebenenfalls austauschen.
[0026] In einer besonderen Ausführungsform der Erfindung können das erste und das zweite
Eingriffselement korrespondierende Gewinde aufweisen, welche miteinander in Eingriff
bringbar sind. Dabei weisen die Gewinde bevorzugt eine solche Steigung auf, dass bereits
eine geringe Drehung des Verriegelungselementes reicht, um die Gewinde vom ersten
und zweiten Eingriffselement in und außer Eingriff zu bringen. Vorzugsweise ist in
diesem Fall das Verriegelungselement mit dem Gewinde mit einem Handgriff versehen,
so dass es leicht manuell verriegelt und gelöst werden kann.
[0027] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das erste Eingriffselement
als ein schwenkbarer Hebel und das zweite Eingriffselement als ein vorzugsweise an
der Flanschplatte ausgebildeter Verriegelungsvorsprung ausgebildet sein, wobei in
einer Verriegelungsstellung der Hebel den Verriegelungsvorsprung an seiner Oberseite
übergreift. In der gelösten Stellung gibt der Hebel den Verriegelungsvorsprung entsprechend
frei, so dass der Verriegelungsvorsprung mit der Flanschplatte nach oben von dem Sammelbehälter
abgenommen werden kann. D. h. der Hebel ist zur Verriegelung in dem Bereich oberhalb
des Verriegelungsvorsprunges verschwenkbar und zum Lösen aus diesem Bereich oberhalb
des Verriegelungsvorsprunges wegbewegbar. Der Hebel ist dazu schwenkbar an dem Sammelbehälter
befestigt.
[0028] Vorzugsweise ist der Hebel um eine sich horizontal erstreckende Schwenkachse bewegbar.
Ferner ist der Hebel bevorzugt derart ausgestaltet, dass er in der Verriegelungsstellung
kraft- und / oder formschlüssig lösbar fixiert ist. Dazu kann beispielsweise an dem
Sammelbehälter ein Rastelement, beispielsweise ein Rastvorsprung, vorgesehen sein,
mit welchem der Hebel in der Verriegelungsposition verrastet, um ein unbeabsichtigtes
Lösen des Hebels zu verhindern. Das Rastelement ist jedoch so ausgebildet, dass durch
manuelle Krafteinwirkung auf den Hebel die Rastverbindung gelöst werden kann und der
Hebel in die gelöste Stellung verschwenkbar ist. Anstatt eines Rastelementes kann
auch eine reine kraftschlüssige Fixierung durch ein Klemmelement vorgesehen sein.
[0029] Besonders bevorzugt ist der Hebel derart gekrümmt, dass er in der Verriegelungsstellung
an einer gekrümmten Außenfläche eines Einlaufs des Sammelbehälters anliegt. Der Einlauf
des Sammelbehälters ist vorzugsweise so geformt, dass er sich von einer vertikal angeordneten
Einlauföffnung um 90 ° krümmt und von oben in den Sammelbehälter mündet. An dem so
geformten Einlauf gibt es eine entsprechend gekrümmte Außenfläche des Einlaufes, an
welchem der korrespondierend gekrümmte Hebel in der Verriegelungsstellung zur Anlage
kommen kann. So beansprucht der Hebel wenig Raum.
[0030] Besonders bevorzugt sind die Flanschplatte und darauf angeordnete Bauelemente von
einem Gehäuseteil überdeckt, wobei das Verriegelungselement und das Gehäuseteil korrespondierend
zueinander so geformt sind, dass wenn sich das Verriegelungselement in einer gelösten
Stellung befindet, das Gehäuseteil nicht an der Flanschplatte anbringbar ist. D. h.
das Verriegelungselement ist so ausgebildet, dass es sich in der gelösten Stellung
in einen Bereich hinein erstreckt, welcher bei aufgesetztem Gehäuseteil von einem
Teil des Gehäuseteiles eingenommen wird. So wird das Aufsetzen des Gehäuseteils durch
das gelöste Verriegelungselement blockiert. Beispielsweise kann ein schwenkbarer Hebel
sich in der gelösten Stellung so erstrecken, dass er an einer Wandung des Gehäuseteils
anschlägt, bevor das Gehäuseteil ordnungsgemäß auf den Sammelbehälter aufgesetzt ist.
Durch diese Ausgestaltung wird erreicht, dass das Gehäuse der Abwasserhebeanlage nicht
geschlossen werden kann, bevor die Flanschplatte ordnungsgemäß mit dem Verriegelungselement
an dem Sammelbehälter befestigt ist. Auf diese Weise werden die dichte Anlage der
Flanschplatte im Randbereich der Öffnung hergestellt und Fehlfunktionen und insbesondere
Undichtigkeiten durch nicht ausreichende Befestigung der Flanschplatte vermieden.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung beispielhaft anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
In diesen zeigt:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Abwasserhebeanlage,
- Fig. 2
- eine Frontalansicht einer Abwasserhebeanlage gemäß einer ersten Ausführungsform der
Erfindung mit abgenommenem Gehäusedeckel,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Abwasserhebeanlage gemäß Fig. 2 im verriegelten Zustand,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Abwasserhebeanlage gemäß Fig. 2 im entriegelten Zustand,
- Fig. 5
- eine Ausschnittsvergrößerung des Querschnitts entlang Linie V - V in Fig. 3,
- Fig. 6
- eine Ausschnittsvergrößerung des Querschnitts entlang Linie VI - VI in Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf die Abwasserhebeanlage gemäß Fig. 2 - 4, wobei in der Darstellung
die Flanschplatte weggelassen wurde,
- Fig. 8
- eine Frontansicht einer Abwasserhebeanlage gemäß einer zweiten Ausführungsform der
Erfindung mit abgenommenem Gehäusedeckel,
- Fig. 9
- eine Draufsicht auf die Abwasserhebeanlage gemäß Fig. 8,
- Fig. 10
- eine Draufsicht gemäß Fig. 9 mit entnommener Flanschplatte,
- Fig. 11
- eine Ausschnittsvergrößerung des Querschnittes entlang Linie XI - XI in Fig. 9,
- Fig. 12
- eine Seitenansicht der aus der Abwasserhebeanlage entnommenen Flanschplatte mit daran
angeordneten Aggregaten,
- Fig. 13
- eine Draufsicht auf eine Abwasserhebeanlage gemäß einer dritten Ausführungsform der
Erfindung mit abgenommenem Gehäusedeckel,
- Fig. 14
- eine Schnittansicht entlang Linie XIV - XIV in Fig. 13,
- Fig. 15
- eine Draufsicht gemäß Fig. 13 im entriegelten Zustand und
- Fig. 16
- eine Schnittansicht entlang Linie XVI - XVI in Fig. 15.
[0032] Allen drei beschriebenen Ausführungsformen gemeinsam ist, dass die Abwasserhebeanlage
einen Sammelbehälter 2 aufweist. Der Sammelbehälter 2 weist von oben betrachtet eine
im Wesentlichen rechteckige Grundform auf. Zentral in Breitenrichtung ist an der vorderen
Langseite 4 eine Einlauföffnung 6 angeordnet. Die Einlauföffnung 6 erstreckt sich
in einer vertikalen Ebene und ist ausgehend von der vorderen Seite 4 nach vorne gerichtet.
Von der Einlauföffnung 6 erstreckt sich der Einlauf 8 in das Innere des Sammelbehälters
2. Dabei winkelt der Einlauf 8 um 90° ab und wird durch eine bogenförmige Wandung
10 an der Oberseite begrenzt. Der der Einlauföffnung 6 zugewandte Teil des Einlaufes
8 ist als elastische Dichtmanschette zur Anbindung an ein Abflussrohr eines WCs ausgebildet,
so dass die gezeigte Abwasserhebeanlage direkt rückseitig eines WCs aufgestellt und
angeschlossen werden kann. Der Sammelbehälter 2 weist an seiner Oberseite, wie in
Fig. 10 gezeigt ist, eine Öffnung 12 auf. Diese Ausgestaltung ist allen gezeigten
Ausführungsformen gemeinsam. Auf die Öffnung 12 ist eine Flanschplatte 14 aufgesetzt,
so dass die Flanschplatte 14 dichtend am Rand 16 der Öffnung 12 zur Anlage kommt.
Dabei kann am Rand 16 oder an der Flanschplatte 14 eine Dichtung angeordnet sein.
In Fig. 10 ist zu erkennen, dass sich die Öffnung 12 in der Draufsicht nur in einer
Hälfte des Sammelbehälters 2 befindet, wobei die Mitte durch die Einlauföffnung 6
und den Einlauf 8 definiert wird. Hier ist die Öffnung 12 links des Einlaufes 8 angeordnet.
Rechts ist der Sammelbehälter 2 geschlossen.
[0033] An der Flaschplatte 14 sind sämtliche zum Betrieb der Abwasserhebeanlage erforderlichen
elektrischen Aggregate angeordnet, wie insbesondere in Fig. 12 zu erkennen ist. Dabei
entspricht die Anordnung der Aggregate auch bei den anderen beiden Ausführungsformen
der in Fig. 12 gezeigten Anordnung. Unterhalb der Flanschplatte 14 ist eine Pumpe
18 angeordnet. Die Pumpe 18 fördert das in dem Sammelbehälter 2 befindliche Abwasser
über ihre Austrittsöffnung 20 und eine in dem Sammelbehälter 2 angeordnete Druckleitung
zu dem Austritt 22. An den Austritt 22 kann eine Ausgangsleitung, welche in eine höher
gelegene Abwasserleitung führt, angeschlossen werden. Oberhalb der Flanschplatte 14
ist ein Elektromotor 24 angeordnet, welcher über eine Welle, die sich durch eine Öffnung
in der Flanschplatte 14 hindurch erstreckt, die Pumpe 18 antreibt. An der Flanschplatte
14 ist darüber hinaus ein Niveauschalter 26 angeordnet, welcher sich in das Innere
des Sammelbehälters 2 hineinerstreckt. Das elektrische Schaltelement 28 des Niveauschalters
26 ist oberhalb der Flanschplatte 14 angeordnet. Ferner sind oberhalb der Flanschplatte
14 elektrische Anschlusselemente 30 angeordnet, so dass die Flanschplatte 14 alle
elektrisch betriebenen Bauteile der Abwasserhebeanlage trägt und so eine Baueinheit
bildet, welche komplett in die Öffnung 12 eingesetzt werden kann.
[0034] Zur Befestigung der Flanschplatte 14 an dem Sammelbehälter 2 werden nachfolgend drei
verschiedene Systeme beschrieben. Die Flanschplatte 14 ist bei allen diesen Systemen
mit zwei entgegengesetzten Seitenkanten an dem Sammelbehälter 2 lösbar befestigt.
Dabei liegt die erste Seitenkante 32 der Flanschplatte 14 im Mittelbereich direkt
angrenzend an den Einlauf 8, während die zweite Seitenkante 34 der Flanschplatte 14
entgegengesetzt an der Seite, d. h. einer Schmalseite des Sammelbehälters 2 gelegen
ist. An der zweiten Seitenkante 34 ist bei allen drei beschriebenen Ausführungsformen
die Flanschplatte 14 mittels zweier Schrauben 36 befestigt, welche in Löcher 38 an
dem Sammelbehälter 2 eingreifen. Die Löcher 38 sind in der Nähe des Randes 16 der
Öffnung 12 angeordnet. Da die zweite Seitenkante 34 der Flanschplatte 14 an der Seitenkante
des Sammelbehälters 2 gelegen ist, ist dieser Bereich auch dann gut zugänglich, wenn
die Abwasserhebeanlage hinter bzw. unterhalb eines WCs aufgestellt ist. So können
die Schrauben 36 herkömmlich ausgebildet sein und mit herkömmlichem Werkzeug, insbesondere
einem Schraubendreher, gelöst werden.
[0035] Die erste Seitenkante 32 ist jedoch in der Regel schlecht zugänglich, so dass hier
erfindungsgemäß eine abweichende Befestigung vorgesehen ist. Hier wird auf die normalen
Standardschrauben verzichtet. Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung, welche
anhand der Fig. 2 - 7 näher beschrieben wird, ist stattdessen ein Verriegelungselement
40 in Form eines schwenkbaren Riegels 40 vorgesehen. Dieses Verriegelungselement 40
ist an der Flanschplatte 14 angeordnet. Der schwenkbare Riegel 40 ist als radial auskragender
Verriegelungsvorsprung ausgebildet, der sich von einer um die Schwenkachse S drehbaren
Hülse 42 radial nach außen erstreckt. Die Oberseite der Hülse 42 ist durch einen geschlitzten
Stopfen 44 abgeschlossen, welcher drehfest mit der Hülse 42 verbunden ist. In den
Schlitz des Stopfens 44 kann ein Schraubenschlüssel 46 zur Drehung der Hülse 42 eingreifen.
Dabei ist der Schraubenschlüssel 46 gewinkelt ausgebildet, so dass er auch dann, wenn
wenig Freiraum oberhalb der Abwasserhebeanlage zur Verfügung steht, eingesetzt und
gedreht werden kann.
[0036] Der Riegel 40 bewegt sich in der Verriegelungsposition unter eine Anschlagplatte
48, welche als Einsatz an dem Sammelbehälter 2 mittels zweier Schrauben befestigt
ist. Die Anschlagplatte 48 bildet somit eine Hinterschneidung, welche von dem Riegel
40 in einer Verriegelungsstellung untergriffen wird, so dass die Flanschplatte 14
nicht nach oben abgehoben werden kann, da der Riegel 40 an der Unterseite der Anschlagplatte
48 zur Anlage kommt. In der gelösten Stellung, welche in den Fig. 6 und 7 gezeigt
ist, liegt der Riegel 40 neben der Anschlagplatte 48, so dass er nach oben an dieser
vorbeibewegt werden kann. Um von der verriegelten Stellung, welche in den Fig. 3 und
5 gezeigt ist, in die gelöste bzw. entriegelte Stellung, welche in den Fig. 4, 6 und
7 gezeigt ist, bewegt zu werden, muss die Hülse 42 mit dem Riegel 40 nur um einen
kleinen Winkel von etwa 45° gedreht werden, so dass ein sehr einfaches Lösen und Verriegeln
möglich ist, deutlich einfacher als mit einer herkömmlichen Schraube, welche mehrfach
um ihre eigene Achse gedreht werden müsste.
[0037] Ein zweites Ausführungsbeispiel zeigen die Figuren 8 - 12. Dort ist das Verriegelungselement
an der ersten Seitenkante 32 der Flanschplatte 14 als Schraubelement 50 ausgebildet
und an der Flanschplatte 14 drehbar befestigt. Das Schraubelement 50 weist an seiner
Oberseite ein Griffelement 52 auf, an welchem es leicht mit den Fingern bzw. der Hand
ergriffen werden kann, so dass es ohne Werkzeug um die Drehachse D gedreht werden
kann. An seinem unteren Ende weist das Schraubelement 50 ein Gewinde auf, mit welchem
eine Öffnung 54 an dem Sammelbehälter 2 eingreift, wobei die Öffnung 54 mit einem
korrespondierenden Gewinde versehen ist. Ein einzelnes großes Schraubelement 50 kann
sehr viel leichter mit der Hand ergriffen und betätigt werden, als herkömmliche kleine
Schrauben, wie die Schrauben 36, so dass hier an der ersten Seitenkante 32 eine leichtere
Ver- und Entriegelung zwischen Flanschplatte 14 und Sammelbehälter 2 erreicht wird.
Vorzugsweise weist auch das Gewinde des Schraubenelementes 50 und korrespondierende
Öffnung 54 eine größere Steigung mit nur einem oder wenigen Gewindegängen auf, so
dass ein kleiner Drehwinkel oder nur wenige Drehungen des Schraubelementes 50 um die
Drehachse D ausreichen, um das Schraubelement 50 in der Öffnung 54 zu ver- oder entriegeln.
[0038] Die Öffnung 54 ist hier in einem Einsatz 56 ausgebildet, welcher mittels zweier Schrauben
an dem Sammelbehälter 2 angeschraubt ist.
[0039] Eine dritte Ausführungsform der Erfindung wird anhand der Fig. 13 - 16 erläutert.
In dieser Ausführungsform weist die Flanschplatte 14 einen Verriegelungsvorsprung
58 auf, welcher sich zur Mitte der Abwasserhebeanlage hin über die erste Seitenkante
32 in horizontaler Richtung nach außen erstreckt. An dem Sammelbehälter 2 ist ein
schwenkbarer Hebel 60 angeordnet, welcher um eine sich horizontal erstreckende Schwenkachse
A schwenkbar ist. In der verriegelten Stellung ist der Hebel 60 nach unten gedrückt
und übergreift den Verriegelungsvorsprung 58 an seiner Oberseite, so dass der Verriegelungsvorsprung
58 mit der Flanschplatte 14 nicht nach oben bewegt werden können. In der entriegelten
Stellung ist der Hebel 60 so verschwenkt, dass der Raum oberhalb des Verriegelungsvorsprunges
58 freigegeben ist und der Verriegelungsvorsprung 58 mit der Flanschplatte 14 nach
oben abgenommen werden kann. Der Hebel 60 ist derart gekrümmt, dass er sich in der
verriegelten Stellung an der Außenseite der bogenförmigen Wandung 10 anlegt bzw. anschmiegt.
Dabei ist, wie Fig. 14 zu sehen ist, der Hebel 60 zwischen der Schwenkachse A und
der bogenförmigen Wandung 10 so breit, dass der Hebel 60 die bogenförmige Wandung
10 nur unter einer geringen elastischen Verformung passieren kann. So kommt es zu
einer Klemmung bzw. lösbaren Fixierung des Hebels 60 in der verriegelten Stellung,
welche in den Fig. 13 und 14 gezeigt ist.
[0040] Wenn sich der Hebel 60 in der entriegelten Stellung befindet, welche in den Fig.
15 und 16 gezeigt ist, ragt der Hebel 60 so weit nach oben, dass ein Gehäuseteil bzw.
Gehäusedeckel 62 (s. Fig. 1) nicht über der Flanschplatte 14 und den oberhalb dieser
angeordneten Bauteilen befestigt werden kann. Der Hebel 60 stößt an der Innenseite
des Gehäusedeckels 62 an, bevor dieser richtig auf den Sammelbehälter 2 aufgesetzt
ist. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Gehäusedeckel 62 nur dann aufgesetzt
werden kann, wenn sich der Hebel 60 in der verriegelten Stellung befindet.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 2
- - Sammelbehälter
- 4
- - vordere Seite
- 6
- - Einlauföffnung
- 8
- - Einlauf
- 10
- - bogenförmige Wandung
- 12
- - Öffnung
- 14
- - Flanschplatte
- 16
- - Rand
- 18
- - Pumpe
- 20
- - Austrittsöffnung
- 22
- - Austritt
- 24
- - Elektromotor
- 26
- - Niveauschalter
- 28
- - elektrisches Schaltelement
- 30
- elektrische Anschlusselemente
- 32
- erste Seitenkante
- 34
- zweite Seitenkante
- 36
- Schrauben
- 38
- Löcher
- 40
- Riegel
- 42
- Hülse
- 44
- Stopfen
- 46
- Schraubenschlüssel
- 48
- Anschlagplatte
- 50
- Schraubelement
- 52
- Griffelement
- 54
- Öffnung
- 56
- Einsatz
- 58
- Verriegelungsvorsprung
- 60
- Hebel
- 62
- Gehäusedeckel
- S, A
- Schwenkachsen
- D
- Drehachse
1. Abwasserhebeanlage mit einem Sammelbehälter (2) und einem Pumpenaggregat (18, 24),
wobei das Pumpenaggregat (18, 24) an einer Flanschplatte (14) befestigt ist, welche
eine Öffnung (16) an der Oberseite des Sammelbehälters (2) verschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanschplatte (14) an einer dem Mittelbereich der Abwasserhebeanlage zugewandten
ersten Seitenkante (32) mit einem einzigen Verriegelungselement (40; 50; 60) an dem
Sammelbehälter (2) lösbar fixiert ist.
2. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanschplatte (14) an einer zweiten, der ersten Seitenkante abgewandten Seitenkante
(34) mittels zweier Schrauben (36) an dem Sammelbehälter (2) befestigt ist.
3. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (40; 50; 60) im Mittelbereich der Abwasserhebeanlage angeordnet
ist.
4. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (40: 50; 60) benachbart zu einem zentralen Einlauf (8) des
Sammelbehälters (2) angeordnet ist.
5. Abwasserhebeanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (40; 50; 60) an der Flanschplatte (14) oder dem Sammelbehälter
(2) schwenk- oder drehbar gelagert ist.
6. Abwasserhebeanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (40; 50; 60) zwischen einer Verriegelungsstellung und einer
gelösten Stellung um einem Winkel kleiner 360° und vorzugsweise kleiner oder gleich
180° drehbar ist.
7. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungselement (50) an seiner Oberseite ein mit den Fingern ergreifbares
Griffelement (52) aufweist, mittels welchem das Verriegelungselement (50) bewegbar
ist.
8. Abwasserhebeanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungselement (40; 50; 60) ein erstes Eingriffselement (40, 50, 60) aufweist,
welches mit einem korrespondierenden zweiten Eingriffselement (48, 54, 58), welches
bevorzugt an dem Sammelbehälter (2) angeordnet ist, in Eingriff bringbar ist.
9. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Eingriffselement (48, 54) an einem Einsatz ausgebildet ist, welcher mit
dem Sammelbehälter (2) oder der Flanschplatte (14) verbunden, vorzugsweise verschraubt,
ist.
10. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Eingriffselement (40) ein Eingriffsvorsprung ist und das zweite Eingriffselement
(48) als Ausnehmung oder Hinterschneidung ausgebildet ist, mit welcher der Eingriffsvorsprung
(40) in Eingriff bringbar ist.
11. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste (50) und das zweite Eingriffselement (54) korrespondierende Gewinde aufweisen,
welche miteinander in Eingriff bringbar sind.
12. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Eingriffselement ein schwenkbarer Hebel (60) und das zweite Eingriffselement
ein an der Flanschplatte (14) ausgebildeter Verriegelungsvorsprung (58) ist, wobei
in einer Verriegelungsstellung der Hebel (60) den Verriegelungsvorsprung (58) an seiner
Oberseite übergreift.
13. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (60) um eine sich horizontal erstreckende Schwenkachse (A) schwenkbar ist.
14. Abwasserhebeanlage nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (60) derart ausgestaltet ist, dass er in der Verriegelungsstellung kraft-
und / oder formschlüssig lösbar fixiert ist.
15. Abwasserhebeanlage nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (60) derart gekrümmt ist, dass er in der Verriegelungsstellung an einer
gekrümmten Außenfläche (10) eines Einlaufs (8) des Sammelbehälters (2) anliegt.
16. Abwasserhebeanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flanschplatte (14) und darauf angeordnet Bauelemente von einem Gehäuseteil (62)
überdeckt werden, wobei das Verriegelungselement (60) und das Gehäuseteil (62) korrespondierend
zueinander so geformt sind, dass, wenn sich das Verriegelungselement (60) in einer
gelösten Stellung befindet, das Gehäuseteil (62) nicht an der Flanschplatte (14) anbringbar
ist.
1. A waste water lifting installation with a collection container (2) and with a pump
assembly (18, 24), wherein the pump assembly (18, 24) is fastened on a flange plate
(14) which closes an opening (16) on the upper side of the collection container (2),
characterised in that the flange plate (14), on a first side edge (32) which faces the middle region of
the waste water lifting installation, is releasably fixed on the collection container
(2) with a single locking element (40; 50; 60).
2. A waste water lifting installation according to claim 1, characterised in that the flange plate (14), on a second side edge (34) which is away from the first side
edge, is fastened on the collection container (2) by way of two screws (36).
3. A waste water lifting installation according to claim 1 or 2, characterised in that the locking element (40; 50; 60) is arranged in the middle region of the waste water
lifting installation.
4. A waste water lifting installation according to claim 3, characterised in that the locking element (40; 50; 60) is arranged adjacent to a central run-in (8) of
the collection container (2).
5. A waste water lifting installation according to one of the preceding claims, characterised in that the locking element (40; 50; 60) is pivotably or rotatably mounted on the flange
plate (14) or on the collection container (2).
6. A waste water lifting installation according to one of the preceding claims, characterised in that the locking element (40; 50; 60) is rotatable about an angle of smaller than 360°
and preferably smaller or equal to 180°, between a locking position and a released
position.
7. A waste water lifting installation according to claim 5 or 6, characterised in that the locking element (50) on its upper side comprises a grip element (52) which may
be gripped with the fingers and by way of which the locking element (50) may be moved.
8. A waste water lifting installation according to one of the preceding claims, characterised in that the locking element (40; 50; 60) comprises a first engagement element (40, 50, 60)
which may be brought into engagement with a corresponding second engagement element
(48, 54, 58) which is preferably arranged on the collection container (2).
9. A waste water lifting installation according to claim 8, characterised in that the second engagement element (48, 54) is formed on an insert which is connected,
preferably screwed, to the collection container (2) or the flange plate (14).
10. A waste water lifting installation according to claim 8 or 9, characterised in that the first engagement element (40) is an engagement projection and the second engagement
element (48) is designed as a recess or an undercut, with which the engagement projection
(40) may be brought into engagement.
11. A waste water lifting installation according to claim 8 or 9, characterised in that the first (50) and the second engagement element (54) comprise corresponding threads
which may be brought to mesh with one another.
12. A waste water lifting installation according to claim 8 or 9, characterised in that the first engagement element is a pivotable lever (60) and the second engagement
element is a locking projection (58) which is formed on the flange plate (14), wherein
in a locking position, the lever (60) engages over the locking projection (58) on
its upper side.
13. A waste water lifting installation according to claim 12, characterised in that the lever (60) is pivotable about a horizontally extending pivot axis (A).
14. A waste water lifting installation according to claim 12 or 13, characterised in that the lever (60) is designed in a manner such that it is releasably fixed with a non-positive
fit and/or positive fit, in the locking position.
15. A waste water lifting installation according to one of the claims 12 to 14, characterised in that the lever (60) is curved in a manner such that in the locking position, it bears
on a curved outer surface (10) of a run-in (8) of the collection container (2).
16. A waste water lifting installation according to one of the preceding claims, characterised in that the flange plate (14) and components arranged thereon are covered by a housing part
(62), wherein the locking element (60) and the housing part (62) are formed corresponding
to one another in a manner such that when the locking element (60) is located in a
released position, the housing part (62) may not be attached to the flange plate (14).
1. Installation de relevage d'eaux usées comprenant un récipient collecteur (2) et un
groupe motopompe (18, 24), dans laquelle le groupe motopompe (18, 24) est fixé à une
plaque à bride (14) qui ferme une ouverture (16) au niveau du côté supérieur du récipient
collecteur (2), caractérisée en ce que la plaque à bride (14) est fixée au récipient collecteur (2) de façon amovible, au
niveau d'une première arête latérale (32) dirigée vers la région médiane de l'installation
de relevage d'eaux usées, au moyen d'un unique élément de verrouillage (40; 50; 60).
2. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 1, caractérisée en ce que la plaque à bride (14) est fixée au récipient collecteur (2) au niveau d'une seconde
arête latérale (34) éloignée de la première arête latérale, au moyen de deux vis (36).
3. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'élément de verrouillage (40; 50; 60) est disposé dans la région médiane de l'installation
de relevage d'eaux usées.
4. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'élément de verrouillage (40; 50; 60) est disposé dans le voisinage d'une admission
centrale (8) du récipient collecteur (2).
5. Installation de relevage d'eaux usées selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de verrouillage (40; 50; 60) est monté de façon pivotante ou rotative sur
la plaque à bride (14) ou sur le récipient collecteur (2).
6. Installation de relevage d'eaux usées selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de verrouillage (40; 50; 60) peut pivoter d'un angle inférieur à 360°,
et de préférence inférieur ou égal à 180°, entre une position de verrouillage et une
position débloquée.
7. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 5 ou 6, caractérisée en ce que l'élément de verrouillage (50) présente au niveau de son côté supérieur un élément
de prise (52) que l'on peut saisir avec les doigts et au moyen duquel il est possible
de manipuler l'élément de verrouillage (50).
8. Installation de relevage d'eaux usées selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de verrouillage (40; 50; 60) présente un premier élément de prise (40;
50; 60) qui peut être mis en prise avec un second élément de prise correspondant (48,
54, 58) qui est de préférence disposé au niveau du récipient collecteur (2).
9. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 8, caractérisée en ce que le second élément de prise (48, 54) est formé sur un élément rapporté qui est relié,
de préférence vissé, au récipient collecteur (2) ou à la plaque à bride (14).
10. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que le premier élément de prise (40) est une saillie de mise en prise et en ce que le second élément de prise (48) est constitué par un évidement ou une contre-dépouille
avec lequel ou laquelle la saillie de mise en prise (40) peut être mise en prise.
11. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que les premier (50) et second éléments de prise (54) présentent des filetages correspondants
qui peuvent être mis en prise l'un avec l'autre.
12. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que le premier élément de prise est un levier pivotant (60) et en ce que le second élément de prise est une saillie de verrouillage (58) formée sur la plaque
à bride (14), le levier (60) recouvrant la saillie de verrouillage (58) au niveau
de son côté supérieur dans une position de verrouillage.
13. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 12, caractérisée en ce que le levier (60) peut pivoter autour d'un axe de pivotement (A) qui s'étend horizontalement.
14. Installation de relevage d'eaux usées selon la revendication 12 ou 13, caractérisée en ce que le levier (60) est d'une conformation telle qu'il est fixé de façon amovible dans
la position de verrouillage par adhérence et/ou par engagement mécanique.
15. Installation de relevage d'eaux usées selon l'une des revendications 12 à 14, caractérisée en ce que le levier (60) est incurvé de telle sorte que, dans la position de verrouillage,
il repose contre une surface extérieure incurvée (10) d'une admission (8) du récipient
collecteur (2).
16. Installation de relevage d'eaux usées selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la plaque à bride (14) et des éléments montés sur cette plaque sont recouverts par
une partie de carter (62), l'élément de verrouillage (60) et la partie de carter (62)
ayant des formes qui se correspondent de telle sorte que, lorsque l'élément de verrouillage
(60) se trouve dans une position débloquée, la partie de carter (62) ne peut pas être
mise en contact avec la plaque à bride (14).
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