(19)
(11) EP 2 682 545 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
02.09.2015  Patentblatt  2015/36

(21) Anmeldenummer: 12174793.5

(22) Anmeldetag:  03.07.2012
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E05B 17/00(2006.01)
E05C 1/00(2006.01)
E05B 65/08(2006.01)
E05C 9/02(2006.01)

(54)

Verschlussanordnung für eine Schiebetür oder ein Schiebefenster, und Schiebetür oder Schiebefenster

Closure assembly for a sliding door or sliding window, and sliding door or sliding window

Dispositif de fermeture pour une porte coulissante ou une fenêtre coulissante, et porte coulissante ou fenêtre coulissante


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
08.01.2014  Patentblatt  2014/02

(73) Patentinhaber: ROTO FRANK AG
70771 Leinfelden-Echterdingen (DE)

(72) Erfinder:
  • Peter, Markus
    72622 Nürtingen (DE)

(74) Vertreter: Kohler Schmid Möbus Patentanwälte 
Partnerschaftsgesellschaft mbB Ruppmannstraße 27
70565 Stuttgart
70565 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 1 580 362
FR-A- 353 804
GB-A- 2 180 586
DE-A1- 2 331 735
GB-A- 440 236
US-A- 5 290 077
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlussanordnung, insbesondere für eine Schiebetür oder ein Schiebefenster oder dergleichen, sowie eine Schiebetür oder ein Schiebefenster oder dergleichen.

    [0002] Um den Flügel einer Schiebetür oder eines Schiebefensters dicht schließen zu können, sollte ein Flügel senkrecht zu seiner Ebene gegen eine an einem Festfeld, einer festen Einfassung, insbesondere einem festen Rahmen, oder einem anderen Flügel vorgesehene, insbesondere umlaufende Dichtung gedrückt werden können. Die Verschlussanordnung muss in der Lage sein, für einen entsprechenden Anzug des Flügels an die Dichtung zu sorgen, damit beim Verriegeln des Flügels dieser gut an die umlaufende Dichtung angedrückt wird.

    [0003] Die US 5,290,077 A, DE 23 31 735 A1, GB 440 236 A und die EP 1 580 362 A1 offenbaren Vorrichtungen zum Verschluss von Schiebetüren oder Schiebefenstern. Die bekannten Vorrichtungen weisen ein Lagerelement und einen relativ zu dem Lagerelement bewegbaren Querschieber auf, der ein Steuerelement umfasst, das in montiertem Zustand mit einer Betätigungseinrichtung zusammenwirkt und ein Verschlusselement aufweist.

    [0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Verschlussanordnung für eine Schiebetür oder einen Schiebeflügel oder dergleichen zu schaffen, die einfach aufgebaut und in der Lage ist, einen Flügel sowohl senkrecht zu seiner Ebene zu verlagern als auch in Schieberichtung zu verriegeln.

    [0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Verschlussanordnung, insbesondere für eine Schiebetür oder ein Schiebefenster, mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Bei der Betätigungseinrichtung kann es sich beispielsweise um einen Treibstangenbeschlag handeln. Wenn demnach der Treibstangenbeschlag betätigt wird, kann dieser mit dem Steuerelement des Querschiebers zusammenwirken, so dass der Querschieber relativ zum Lagerelement und insbesondere senkrecht zur Hauptebene des Schiebefensters oder der Schiebetür verlagert werden kann. Somit wird auch das Verschlusselement, welches am Querschieber angeordnet ist, verlagert und kann einen Flügel, an dem die Verschlussanordnung montiert ist, beispielsweise gegen eine feste Einfassung ziehen. Die Verschlussanordnung sollte dabei an demjenigen Teil der Schiebetür oder des Schiebefensters angeordnet sein, das eine Betätigungseinrichtung aufweist. Grundsätzlich denkbar wäre es auch, eine Betätigungseinrichtung, insbesondere einen Treibstangenbeschlag, an einer festen Einfassung vorzusehen. In diesem Fall wäre es vorteilhaft, die Verschlussanordnung an der festen Einfassung anzuordnen. In der Regel wird jedoch die Verschlussanordnung am Schiebeflügel angeordnet werden, da dieser normalerweise einen Treibstangenbeschlag aufweist.

    [0006] Die Verschlussanordnung umfasst ein zweites Verschlusselement, wobei das erste Verschlusselement zum Verschließen der Schiebetür oder des Schiebefensters mit dem zweiten Verschlusselement zusammenwirkt. Das zweite Verschlusselement ist vorzugsweise an einem anderen Teil des Schiebefensters oder der Schiebetür angeordnet als das Lagerelement mit Querschieber. Das erste und zweite Verschlusselement können abschnittsweise ineinander greifen, sich insbesondere abschnittsweise hintergreifen. Wenn demnach das erste Verschlusselement senkrecht zur Hauptebene des Schiebefensters oder der Schiebetür verlagert wird, können die beiden Teile der Schiebetür oder des Schiebefensters aufeinander zu bewegt werden.

    [0007] Dies kann insbesondere dann passieren, wenn der Querschieber parallel zu einer Befestigungsebene des Lagerelements bewegbar ist. Die Befestigungsebene liegt dabei vorzugsweise parallel zu einer Falzebene des Schiebefensters oder der Schiebetür.

    [0008] Eine besonders einfache Ausgestaltung der Verschlussanordnung ergibt sich, wenn das Steuerelement des Querschiebers als Steuerkontur, insbesondere Kulisse oder Steuernut, ausgebildet ist. In diesem Fall kann beispielsweise ein Zapfen an der Betätigungseinrichtung, insbesondere an einem Treibstangenbeschlag, angeordnet werden, der sich bei einer Bewegung der Betätigungseinrichtung an der Steuerkontur entlang bewegt und somit eine Verlagerung des Querschiebers bewirkt. Beispielsweise kann der Zapfen der Betätigungseinrichtung als Rollzapfen ausgebildet sein, um dadurch die Verschlussanordnung besonders leichtgängig zu machen.

    [0009] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Steuerkontur gekrümmt ist. Insbesondere kann die Steuerkontur kurvenförmig ausgebildet sind. Dabei kann die Steuerkontur so geformt und angeordnet sein, dass sich das Übersetzungsverhältnis der Bewegung der Betätigungseinrichtung und der Bewegung des Querschiebers während des Verschließens der Schiebetür oder des Schiebefensters verändert. Beispielsweise kann die Steuerkontur so geformt sein, dass zu Beginn einer Verschlussbewegung, d.h. einer Bewegung der Betätigungseinrichtung, der Querschieber einen relativ großen Weg zurücklegt und anschließend bei einer weiteren gleich bleibenden Bewegung der Betätigungseinrichtung einen relativ geringen Weg zurücklegt. Somit kann bei gleichem Krafteintrag auf die Betätigungseinrichtung gegen Ende des Verschlussvorgangs der Flügel gegen den Widerstand einer Dichtung gegen eine feste Einfassung gedrückt werden. Die Steuerkontur kann also zumindest zwei Abschnitte unterschiedlicher Steigung oder Krümmung aufweisen.

    [0010] Das erste oder das zweite Verschlusselement ist als Riegelzapfen und das jeweils andere Verschlusselement als Schließstück ausgebildet. Beispielsweise kann der Riegelzapfen in den Querschieber eingeschraubt und dadurch mit diesem verbunden sein. Beim Zuziehen des Schiebeflügels kann der Riegelzapfen in das Schließstück einlaufen. In diesem Zustand kann der Riegelzapfen noch keine Berührung mit dem Schließstück haben. Insbesondere kann er frei im Schließstück laufen. Wird die Betätigungseinrichtung betätigt, wird der Querschieber horizontal verlagert. Dies führt zu einer horizontalen Verlagerung des Riegelzapfens, so dass dieser in Berührung mit dem Schließstück gelangt und dieses hintergreift. Bei einer weiteren Verlagerung des Querschiebers wird somit der Flügel an die Dichtung des jeweils anderen Schiebetür- oder Schiebefensterteils gepresst. Beim Öffnen bewegt sich der Riegelzapfen in umgekehrter Richtung, bis er im geöffneten Zustand wieder berührungslos im Schließstück angeordnet ist. Der Riegelzapfen weist einen Pilzkopf auf, um einen Hintergriff mit dem Schließstück herstellen zu können.

    [0011] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Riegelzapfen am Querschieber angeordnet ist. Grundsätzlich denkbar wäre es jedoch auch, das Schließstück am Querschieber anzuordnen und den Riegelzapfen an dem jeweils anderen Schiebetür- oder Schiebefensterteil vorzusehen.

    [0012] Das Schließstück weist eine Pilzkopfaufnahme auf, in die ein Pilzkopf eines Riegelzapfens durch eine Bewegung des Riegelzapfens parallel zu seiner Längsrichtung einbringbar ist und den Pilzkopf abschnittsweise umfangsmäßig umgibt. Somit wird der Pilzkopf formschlüssig durch die Pilzkopfaufnahme aufgenommen. Die Verschlussanordnung kann somit nicht nur dazu eingesetzt werden, den Flügel senkrecht zu seiner Ebene zu verlagern sondern auch, um den Flügel in Schieberichtung zu verriegeln.

    [0013] In den Rahmen der Erfindung fällt außerdem eine Schiebetür oder ein Schiebefenster oder dergleichen mit einem Schiebeflügel und einer festen Einfassung sowie einer erfindungsgemäßen Verschlussanordnung. Bei einer derartigen Schiebetür oder einem derartigen Schiebefenster ist es möglich, eine Dichtung zwischen dem Schiebeflügel und einer festen Einfassung oder einem Festfeld einzusetzen und diese gegeneinander abzudichten. Es können mehrere erfindungsgemäße Verschlussanordnungen zum Einsatz kommen, um den Schiebeflügel gleichmäßig an die Dichtung anpressen zu können.

    [0014] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Betätigungseinrichtung als in Falzumfangsrichtung bewegbarer, insbesondere umlaufender, Treibstangenbeschlag ausgebildet ist, der ein Steuerelement, insbesondere einen Zapfen, aufweist, das mit dem Steuerelement des Querschiebers zusammenwirkt. Insbesondere kann ein Zapfen des Treibstangenbeschlags in eine Steuernut des Querschiebers ragen. Bei einer Verlagerung der Treibstange des Treibstangenbeschlags führt dies automatisch zu einer Querverlagerung des Querschiebers, d.h. einer Verlagerung des Querschiebers horizontal und senkrecht zur Ebene des Flügels.

    [0015] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn das Verschlusselement des Querschiebers einen Flügel- oder Festrahmenholm durchragt. Somit kann die Verschlussanordnung zumindest teilweise verdeckt angeordnet werden.

    [0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigen, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung verwirklicht sein.

    [0017] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird nachfolgend mit Bezug zu den Figuren der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
    Fig. 1
    eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Verschlussanordnung;
    Fig. 2
    eine Ansicht schräg von unten eines Verschlusselements;
    Fig. 3
    ausschnittsweise eine perspektivische Darstellung einer Schiebetür, an der die Verschlussanordnung angeordnet ist;
    Fig. 4a
    ein Ausschnitt einer Schiebetür bei geöffnetem Flügel;
    Fig. 4b
    einen vergrößerten Ausschnitt der Figur 4a;
    Fig. 5a
    eine der Figur 4a entsprechender Darstellung bei verriegeltem Flügel;
    Fig. 5b
    eine vergrößerte Darstellung eines Teils der Figur 5a.


    [0018] Die Figur 1 zeigt eine Verschlussanordnung 1 für eine Schiebetür oder ein Schiebefenster. Die Verschlussanordnung 1 weist ein Lagerelement 2 auf, welches im gezeigten Ausführungsbeispiel insgesamt vier Befestigungsöffnungen 3-6 aufweist, über die das Lagerelement 2 beispielsweise mit einem Schiebeflügel verbunden werden kann, insbesondere mittels Schrauben, die die Befestigungsöffnungen 3-6 durchragen, angeschraubt werden kann.

    [0019] An dem Lagerelement 2 ist ein Querschieber 7 angeordnet. Der Querschieber 7 ist im Ausführungsbeispiel oben und unten durch Stege 8, 9 des Lagerelements 2 übergriffen, so dass der Querschieber 7 parallel zu einer durch die Befestigungsöffnungen 3-6 definierten Befestigungsebene des Lagerelements 2 verschiebbar ist. Der Querschieber 7 ist insbesondere in horizontaler Richtung verschiebbar am Lagerelement 2 angeordnet.

    [0020] Der Querschieber 7 weist ein Steuerelement 10 auf, welches im Ausführungsbeispiel als gekrümmte Steuernut ausgebildet ist. Hierbei ist zu erkennen, dass die Krümmung im oberen Bereich des Steuerelements stärker ist als im unteren Bereich. Anders ausgedrückt, weist das Steuerelement im oberen Bereich eine größere Steigung auf als im unteren Bereich. In dem Steuerelement 10 kann ein Steuerzapfen einer Betätigungseinrichtung, insbesondere eines Treibstangenbeschlags der Schiebetür oder des Schiebefensters, angeordnet sein. Wird somit ein Zapfen, der zunächst im oberen Bereich des Steuerelements 10 angeordnet ist, nach unten verlagert, so wird der Querschieber 7 nach links verlagert. Hierbei erfolgt aufgrund der unterschiedlichen Steigungen des Steuerelements 10 bei gleichem Verlagerungsweg der Betätigungseinrichtung bei einer Bewegung des Steuerelements der Betätigungseinrichtung im oberen Bereich des Steuerelements 10 ein Zurückziehen des Querschiebers 7 über einen größeren Weg als bei einer Bewegung eines Steuerelements der Betätigungseinrichtung im unteren Bereich des Steuerelements 10.

    [0021] An dem Querschieber 7 ist ein Verschlusselement 11 angeordnet, welches als Pilzkopfzapfen ausgebildet ist. Dieses Verschlusselement 11 kann mit einem Verschlusselement 12 zusammenwirken, welches als Schließstück ausgebildet ist. Das Schließelement 12 kann an einer festen Einfassung oder einem Gegenflügel fest verschraubt sein.

    [0022] Die Figur 2 zeigt eine Ansicht schräg von unten auf das Verschlusselement 12. Hier ist zu erkennen, dass das Verschlusselement 12 eine Pilzkopfaufnahme 13 zur Aufnahme des Pilzkopfes 14 des Verschlusselements 11 aufweist. Insbesondere kann bei einer Bewegung des Querschiebers 7 nach links, also in Längsrichtung des Verschlusselements 11 der Pilzkopf 14 in die Pilzkopfaufnahme 13 gelangen, so dass der Pilzkopf 14 zumindest abschnittsweise umfangsmäßig durch die Pilzkopfaufnahme 13 umgeben ist. Somit lässt sich eine Schiebetür oder ein Schiebefenster auch in Verschieberichtung verriegeln.

    [0023] Die Figur 3 zeigt einen Ausschnitt einer Schiebetür 20 mit einem Schiebeflügel 21, einer festen Einfassung 22 und einem Festfeld 23. Hierbei ist das Lagerelement 2 an einer Falzfläche des Schiebeflügels 21 verschraubt, während das Verschlusselement 12 auf einer dem Schiebeflügel 2 zugewandten Seite des vertikalen Holms 24 des Festfelds 23 verschraubt ist. Durch die erfindungsgemäße Verschlussanordnung 1 kann der Flügel 21 gegen den vertikalen Holm 24 gezogen werden. Dies wird anhand der folgenden Figuren noch näher erläutert.

    [0024] Die Figur 4a zeigt einen Ausschnitt der Schiebetür 20. Die Figur 4a zeigt insbesondere eine Stellung, in der der Schiebeflügel 21 geöffnet, d.h. die Verschlussanordnung 1 nicht verschlossen ist. Der Figur 4a und der vergrößerten Darstellung der Figur 4b ist zu entnehmen, dass der Schiebeflügel 21 einen umlaufenden Treibstangenbeschlag als Betätigungseinrichtung 30 aufweist. An der Betätigungseinrichtung 30 ist ein Steuerelement 31 angeordnet, welches als Zapfen ausgebildet ist und in das Steuerelement 10 des Querschiebers 7 ragt. In der gezeigten Stellung befindet sich das Steuerelement 31 ganz oben in dem Steuerelement 10. Der Querschieber 7 befindet sich daher in seiner rechten Extremstellung, Das Verschlusselement 11, welches den Flügel 21 durchragt, befindet sich in dem Verschlusselement 12, ohne dieses zu berühren.

    [0025] Wird nun die Betätigungseinrichtung 30 betätigt und somit das Steuerelement 31 nach unten bewegt, führt dies dazu, dass der Querschieber 7 nach links bewegt wird, wie dies der Figur 5a und der vergrößerten Darstellung der Figur 5b zu entnehmen ist. Dies hat zur Folge, dass der Pilzkopf 14 durch das Verschlusselement 12 hintergriffen wird und der Flügel 21 gegen den vertikalen Holm 24 bewegt wird. Eine am Holm 24 zwischen diesem und dem Schiebeflügel 21 angeordnete Dichtung gelangt somit in Anlage an den Schiebeflügel 21. Insbesondere befindet sich der Pilzkopfzapfen 14 in der in der Figur 5b gezeigten Stellung in der Pilzkopfaufnahme 13, so dass keine Bewegung des Schiebeflügels 21 in Verschieberichtung des Schiebeflügels 21 mehr möglich ist. Es wird somit zusätzlich zum Anziehen des Schiebeflügels 21 an das Festfeld 23 eine Verriegelung des Schiebeflügels 21 in Schieberichtung erreicht. Zum Öffnen der Schiebetür wird die Betätigungseinrichtung 30 in entgegengesetzter Richtung bewegt, so dass das Steuerelement 31 wieder nach oben bewegt wird und sich der Querschieber 7 nach rechts bewegt. Anschließend kann der Flügel 21 wieder verschoben werden.

    [0026] Zu erkennen ist noch, dass das Steuerelement 31 einen Exzenter aufweist. Dadurch kann eine Einstellung und Feinjustierung der Verschlussanordnung 1 erfolgen.

    [0027] Zusammenfassend stellt sich die Erfindung wie folgt dar:

    Die Verschlussanordnung 1 kann zur Verriegelung des Mittelbruchs von Schiebelementen, wie Schiebeflügeln, dienen, die mit einem umlaufenden Treibstangenbeschlag verschlossen werden. Die Verschlussanordnung 1 umfasst ein fest mit einem Schiebeflügel 21 verschraubbares Lagerelement 2, einen darauf horizontal verschiebbar gelagerten Querschieber 7 mit einem Steuerelement 10, einem mit dem Querschieber 7 verbundenen Verschlusselement 11 und einem zweiten als Schließstück ausgebildeten Verschlusselement 12, das beispielsweise am Mittelpfosten oder an einem Gegenflügel fest montierbar ist.



    [0028] Das Verschlusselement 11 ragt durch eine Bohrung über die Flügelebene des Schiebeflügels 21 hinaus. Beim Zuziehen des Schiebeflügels 21 läuft dieses Verschlusselement 11 in das Verschlusselement 12, hat jedoch im geschlossenen aber noch nicht verriegelten Zustand keine Berührung mit dem Verschlusselement 12, d.h. das Verschlusselement 11 läuft frei in das Verschlusselement 12.

    [0029] Die Verschlussanordnung 1 wird so auf dem Schiebeflügel 21 montiert, dass ein Beschlagszapfen (Steuerelement 31) des umlaufenden Treibstangenbeschlags in dem Steuerelement 10 liegt. Bei geöffnetem Schiebeflügel 21 befindet sich der Beschlagszapfen am oberen Ende des Steuerelements 10, bei verriegeltem Flügel am unteren Ende. Wenn der Treibstangenbeschlag betätigt wird, verschiebt sich der Beschlagszapfen innerhalb des Steuerelements 10. Der Querschieber 7 wird entsprechend der Betätigungsrichtung des Treibstangenbeschlags horizontal verschoben. Beim Schließen des Schiebeflügels 21 wird der Querschieber 7 so verschoben, dass sich das daran befestigte Verschlusselement 11 senkrecht zur Flügelebene bewegt und über das Verschlusselement 12 somit den Schiebeflügel 21 an die Dichtung des Mittelbruchs (des vertikalen Holms 24) presst. Beim Öffnen bewegt sich das Verschlusselement 11 in umgekehrter Richtung, bis es im geöffneten Zustand berührungslos in das Verschlusselement 12 ragt.

    [0030] Als zusätzliche Funktion kann eine Verriegelung des Schiebeflügels 21 in Schieberichtung verwirklicht werden. Dazu kann das Verschlusselement 12 eine Vertiefung, insbesondere eine Pilzkopfaufnahme 13 an der Stelle aufweisen, an der sich das Verschlusselement 11 bei Verschlussstellung des Schiebeflügels 21 befindet. Beim Verriegeln fährt das Verschlusselement 11 in diese Vertiefung und verriegelt so den Schiebeflügel 21 formschlüssig in Schieberichtung.


    Ansprüche

    1. Verschlussanordnung (1), für eine Schiebetür (20) oder ein Schiebefenster oder dergleichen, mit einem Lagerelement (2), welches an einem Schiebeflügel (21), einer festen Einfassung (22) oder einem Festfeld der Schiebetür (20) oder des Schiebefensters oder dergleichen befestigbar ist, und einem am Lagerelement (2) relativ zu diesem bewegbar angeordneten Querschieber (7), wobei der Querschieber (7) ein Steuerelement (10), welches in montiertem Zustand der Verschlussanordnung (1) mit einer Betätigungseinrichtung (30) der Schiebetür (20) oder des Schiebefensters zusammenwirkt, und ein erstes
    Verschlusselement (11) aufweist und die Verschlussanordnung (1) ein zweites Verschlusselement (12) umfasst, wobei das erste Verschlusselement (11) zum Verschließen der Schiebetür (20) oder des Schiebefensters mit dem zweiten Verschlusselement (12) zusammenwirkt, wobei das erste oder das zweite
    Verschlusselement (11, 12) als Riegelzapfen und das jeweils andere Verschlusselement (11, 12) als Schließstück ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließstück eine Pilzkopfaufnahme (13) aufweist, in die ein Pilzkopf (14) des Riegelzapfens durch eine Bewegung des Riegelzapfens parallel zu seiner Längsrichtung formschlüssig einbringbar ist und den Pilzkopf (14) abschnittsweise umfangsmäßig umgibt, um den Schiebeflügel (21) sowohl senkrecht zu seiner Ebene zu verlagern als auch in Schieberichtung zu verriegeln.
     
    2. Verschlussanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschieber (7) parallel zu einer Befestigungsebene des Lagerelements (2) bewegbar ist.
     
    3. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (10) des Querschiebers (7) als Steuerkontur, insbesondere Kulisse oder Steuernut, ausgebildet ist.
     
    4. Verschlussanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkontur gekrümmt ausgebildet ist.
     
    5. Verschlussanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkontur zumindest zwei Abschnitte unterschiedlicher Steigung oder Krümmung aufweist.
     
    6. Schiebetür (20) oder Schiebefenster mit einem Schiebeflügel (21) und einer festen Einfassung (22) sowie mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
     
    7. Schiebetür oder Schiebefenster nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (30) als in Falzumfangsrichtung bewegbarer Treibstangenbeschlag ausgebildet ist, der ein Steuerelement (31), insbesondere einen Zapfen, aufweist, das mit dem Steuerelement (10) des Querschiebers (7) zusammenwirkt.
     
    8. Schiebetür oder Schiebefenster nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschieber (7) senkrecht zur Ebene des Schiebeflügels (21) bewegbar ist.
     
    9. Schiebetür oder Schiebefenster nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (11) des Querschiebers (7) einen Flügel- oder Festrahmenholm durchragt.
     


    Claims

    1. Closure arrangement (1) for a sliding door (20) or a sliding window or the like, having a bearing element (2) which can be secured to a sliding leaf (21), a fixed surround (22) or a fixed field of the sliding door (20) or the sliding window or the like, and having a transverse sliding member (7) which is arranged on the bearing element (2) so as to be movable relative thereto, the transverse sliding member (7) having a control element (10) which, in the assembled state of the closure arrangement (1), cooperates with an actuation device (30) of the sliding door (20) or the sliding window, and a first closure element (11), and the closure arrangement (1) comprising a second closure element (12), the first closure element (11) cooperating with the second closure element (12) in order to close the sliding door (20) or the sliding window, the first or the second closure element (11, 12) being constructed as a locking pin and the other closure element (11, 12) in each case being constructed as a closure piece, characterised in that the closure piece has a receiving member (13) for a mushroom head in which a mushroom head (14) of the locking pin can be introduced by movement of the locking pin parallel with the longitudinal direction thereof in a positive-locking manner and partially surrounds the mushroom head (14) in a peripheral manner in order both to displace the sliding leaf (21) perpendicularly to the plane thereof and to lock it in the sliding direction.
     
    2. Closure arrangement according to claim 1, characterised in that the transverse sliding member (7) can be moved parallel with a securing plane of the bearing element (2).
     
    3. Closure arrangement according to either of the preceding claims, characterised in that the control element (10) of the transverse sliding member (7) is constructed as a control contour, in particular a slotted member or control groove.
     
    4. Closure arrangement according to claim 3, characterised in that the control contour is constructed in a curved manner.
     
    5. Closure arrangement according to claim 3 or 4, characterised in that the control contour has at least two portions having a different gradient or curvature.
     
    6. Sliding door (20) or sliding window having a sliding leaf (21) and a fixed surround (22) and having a closure arrangement (1) according to any one of the preceding claims.
     
    7. Sliding door or sliding window according to claim 6, characterised in that the actuation device (30) is constructed as a drive rod fitting which can be moved in the peripheral direction of the rebate and which has a control element (31), in particular a pin, which cooperates with the control element (10) of the transverse sliding member (7).
     
    8. Sliding door or sliding window according to either claim 6 or claim 7, characterised in that the transverse sliding member (7) can be moved perpendicularly to the plane of the sliding leaf (21).
     
    9. Sliding door or sliding window according to any one of claims 6 to 8, characterised in that the closure element (11) of the transverse sliding member (7) protrudes through a leaf strut or a fixed frame strut.
     


    Revendications

    1. Dispositif de fermeture (1) pour une porte coulissante (20) ou une fenêtre coulissante ou analogue, pourvu d'un élément de support (2) qui peut être fixé à un ouvrant coulissant (21), à un châssis fixe (22) ou à une partie fixe de la porte coulissante (20) ou de la fenêtre coulissante ou analogue, et d'un coulisseau transversal (7) disposé sur l'élément de support (2) de manière mobile par rapport à celui-ci, le coulisseau transversal (7) présentant un élément de commande (10) qui coopère, à l'état monté du dispositif de fermeture (1), avec un moyen de manoeuvre (30) de la porte coulissante (20) ou de la fenêtre coulissante, et un premier élément de fermeture (11), le dispositif de fermeture (1) comprenant un deuxième élément de fermeture (12), le premier élément de fermeture (11) coopérant avec le deuxième élément de fermeture (12) pour fermer la porte coulissante (20) ou la fenêtre coulissante, le premier ou le deuxième élément de fermeture (11, 12) étant réalisé sous la forme d'un tenon de verrouillage et l'autre élément de fermeture (11, 12) respectif sous la forme d'une gâche, caractérisé en ce que la gâche présente un logement de tête champignon (13) dans lequel une tête champignon (14) du tenon de verrouillage peut être introduite par complémentarité de forme par un mouvement du tenon de verrouillage parallèle à sa direction longitudinale et qui entoure la tête champignon (14) périphériquement sur une certaine partie, pour pouvoir aussi bien déplacer l'ouvrant coulissant (21) perpendiculairement à son plan que le verrouiller dans la direction de coulissement.
     
    2. Dispositif de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coulisseau transversal (7) est mobile parallèlement à un plan de fixation de l'élément de support (2).
     
    3. Dispositif de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de commande (10) du coulisseau transversal (7) est réalisé sous la forme d'un contour de commande, en particulier d'une coulisse ou d'une rainure de commande.
     
    4. Dispositif de fermeture selon la revendication 3, caractérisé en ce que le contour de commande est de forme courbe.
     
    5. Dispositif de fermeture selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le contour de commande présente au moins deux parties de pente ou de courbure différente.
     
    6. Porte coulissante (20) ou fenêtre coulissante comportant un ouvrant coulissant (21) et un châssis fixe (22) ainsi qu'un dispositif de fermeture (1) selon l'une des revendications précédentes.
     
    7. Porte coulissante ou fenêtre coulissante selon la revendication 6, caractérisé(e) en ce que le moyen de manoeuvre (30) est réalisé sous la forme d'une crémone mobile dans la direction périphérique de la feuillure, qui présente un élément de commande (31), en particulier un tenon, qui coopère avec l'élément de commande (10) du coulisseau transversal (7).
     
    8. Porte coulissante ou fenêtre coulissante selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé(e) en ce que le coulisseau transversal (7) est mobile perpendiculairement au plan de l'ouvrant coulissant (21).
     
    9. Porte coulissante ou fenêtre coulissante selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé(e) en ce que l'élément de fermeture (11) du coulisseau transversal (7) traverse un montant d'ouvrant ou de dormant.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente