[0001] Die Erfindung betrifft eine Verschlussanordnung, insbesondere für eine Schiebetür
oder ein Schiebefenster oder dergleichen, sowie eine Schiebetür oder ein Schiebefenster
oder dergleichen.
[0002] Um den Flügel einer Schiebetür oder eines Schiebefensters dicht schließen zu können,
sollte ein Flügel senkrecht zu seiner Ebene gegen eine an einem Festfeld, einer festen
Einfassung, insbesondere einem festen Rahmen, oder einem anderen Flügel vorgesehene,
insbesondere umlaufende Dichtung gedrückt werden können. Die Verschlussanordnung muss
in der Lage sein, für einen entsprechenden Anzug des Flügels an die Dichtung zu sorgen,
damit beim Verriegeln des Flügels dieser gut an die umlaufende Dichtung angedrückt
wird.
[0003] Die
US 5,290,077 A,
DE 23 31 735 A1,
GB 440 236 A und die
EP 1 580 362 A1 offenbaren Vorrichtungen zum Verschluss von Schiebetüren oder Schiebefenstern. Die
bekannten Vorrichtungen weisen ein Lagerelement und einen relativ zu dem Lagerelement
bewegbaren Querschieber auf, der ein Steuerelement umfasst, das in montiertem Zustand
mit einer Betätigungseinrichtung zusammenwirkt und ein Verschlusselement aufweist.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Verschlussanordnung
für eine Schiebetür oder einen Schiebeflügel oder dergleichen zu schaffen, die einfach
aufgebaut und in der Lage ist, einen Flügel sowohl senkrecht zu seiner Ebene zu verlagern
als auch in Schieberichtung zu verriegeln.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine Verschlussanordnung, insbesondere
für eine Schiebetür oder ein Schiebefenster, mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1. Bei der Betätigungseinrichtung kann es sich beispielsweise um einen Treibstangenbeschlag
handeln. Wenn demnach der Treibstangenbeschlag betätigt wird, kann dieser mit dem
Steuerelement des Querschiebers zusammenwirken, so dass der Querschieber relativ zum
Lagerelement und insbesondere senkrecht zur Hauptebene des Schiebefensters oder der
Schiebetür verlagert werden kann. Somit wird auch das Verschlusselement, welches am
Querschieber angeordnet ist, verlagert und kann einen Flügel, an dem die Verschlussanordnung
montiert ist, beispielsweise gegen eine feste Einfassung ziehen. Die Verschlussanordnung
sollte dabei an demjenigen Teil der Schiebetür oder des Schiebefensters angeordnet
sein, das eine Betätigungseinrichtung aufweist. Grundsätzlich denkbar wäre es auch,
eine Betätigungseinrichtung, insbesondere einen Treibstangenbeschlag, an einer festen
Einfassung vorzusehen. In diesem Fall wäre es vorteilhaft, die Verschlussanordnung
an der festen Einfassung anzuordnen. In der Regel wird jedoch die Verschlussanordnung
am Schiebeflügel angeordnet werden, da dieser normalerweise einen Treibstangenbeschlag
aufweist.
[0006] Die Verschlussanordnung umfasst ein zweites Verschlusselement, wobei das erste Verschlusselement
zum Verschließen der Schiebetür oder des Schiebefensters mit dem zweiten Verschlusselement
zusammenwirkt. Das zweite Verschlusselement ist vorzugsweise an einem anderen Teil
des Schiebefensters oder der Schiebetür angeordnet als das Lagerelement mit Querschieber.
Das erste und zweite Verschlusselement können abschnittsweise ineinander greifen,
sich insbesondere abschnittsweise hintergreifen. Wenn demnach das erste Verschlusselement
senkrecht zur Hauptebene des Schiebefensters oder der Schiebetür verlagert wird, können
die beiden Teile der Schiebetür oder des Schiebefensters aufeinander zu bewegt werden.
[0007] Dies kann insbesondere dann passieren, wenn der Querschieber parallel zu einer Befestigungsebene
des Lagerelements bewegbar ist. Die Befestigungsebene liegt dabei vorzugsweise parallel
zu einer Falzebene des Schiebefensters oder der Schiebetür.
[0008] Eine besonders einfache Ausgestaltung der Verschlussanordnung ergibt sich, wenn das
Steuerelement des Querschiebers als Steuerkontur, insbesondere Kulisse oder Steuernut,
ausgebildet ist. In diesem Fall kann beispielsweise ein Zapfen an der Betätigungseinrichtung,
insbesondere an einem Treibstangenbeschlag, angeordnet werden, der sich bei einer
Bewegung der Betätigungseinrichtung an der Steuerkontur entlang bewegt und somit eine
Verlagerung des Querschiebers bewirkt. Beispielsweise kann der Zapfen der Betätigungseinrichtung
als Rollzapfen ausgebildet sein, um dadurch die Verschlussanordnung besonders leichtgängig
zu machen.
[0009] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn die Steuerkontur gekrümmt ist. Insbesondere kann
die Steuerkontur kurvenförmig ausgebildet sind. Dabei kann die Steuerkontur so geformt
und angeordnet sein, dass sich das Übersetzungsverhältnis der Bewegung der Betätigungseinrichtung
und der Bewegung des Querschiebers während des Verschließens der Schiebetür oder des
Schiebefensters verändert. Beispielsweise kann die Steuerkontur so geformt sein, dass
zu Beginn einer Verschlussbewegung, d.h. einer Bewegung der Betätigungseinrichtung,
der Querschieber einen relativ großen Weg zurücklegt und anschließend bei einer weiteren
gleich bleibenden Bewegung der Betätigungseinrichtung einen relativ geringen Weg zurücklegt.
Somit kann bei gleichem Krafteintrag auf die Betätigungseinrichtung gegen Ende des
Verschlussvorgangs der Flügel gegen den Widerstand einer Dichtung gegen eine feste
Einfassung gedrückt werden. Die Steuerkontur kann also zumindest zwei Abschnitte unterschiedlicher
Steigung oder Krümmung aufweisen.
[0010] Das erste oder das zweite Verschlusselement ist als Riegelzapfen und das jeweils
andere Verschlusselement als Schließstück ausgebildet. Beispielsweise kann der Riegelzapfen
in den Querschieber eingeschraubt und dadurch mit diesem verbunden sein. Beim Zuziehen
des Schiebeflügels kann der Riegelzapfen in das Schließstück einlaufen. In diesem
Zustand kann der Riegelzapfen noch keine Berührung mit dem Schließstück haben. Insbesondere
kann er frei im Schließstück laufen. Wird die Betätigungseinrichtung betätigt, wird
der Querschieber horizontal verlagert. Dies führt zu einer horizontalen Verlagerung
des Riegelzapfens, so dass dieser in Berührung mit dem Schließstück gelangt und dieses
hintergreift. Bei einer weiteren Verlagerung des Querschiebers wird somit der Flügel
an die Dichtung des jeweils anderen Schiebetür- oder Schiebefensterteils gepresst.
Beim Öffnen bewegt sich der Riegelzapfen in umgekehrter Richtung, bis er im geöffneten
Zustand wieder berührungslos im Schließstück angeordnet ist. Der Riegelzapfen weist
einen Pilzkopf auf, um einen Hintergriff mit dem Schließstück herstellen zu können.
[0011] Besonders bevorzugt ist es, wenn der Riegelzapfen am Querschieber angeordnet ist.
Grundsätzlich denkbar wäre es jedoch auch, das Schließstück am Querschieber anzuordnen
und den Riegelzapfen an dem jeweils anderen Schiebetür- oder Schiebefensterteil vorzusehen.
[0012] Das Schließstück weist eine Pilzkopfaufnahme auf, in die ein Pilzkopf eines Riegelzapfens
durch eine Bewegung des Riegelzapfens parallel zu seiner Längsrichtung einbringbar
ist und den Pilzkopf abschnittsweise umfangsmäßig umgibt. Somit wird der Pilzkopf
formschlüssig durch die Pilzkopfaufnahme aufgenommen. Die Verschlussanordnung kann
somit nicht nur dazu eingesetzt werden, den Flügel senkrecht zu seiner Ebene zu verlagern
sondern auch, um den Flügel in Schieberichtung zu verriegeln.
[0013] In den Rahmen der Erfindung fällt außerdem eine Schiebetür oder ein Schiebefenster
oder dergleichen mit einem Schiebeflügel und einer festen Einfassung sowie einer erfindungsgemäßen
Verschlussanordnung. Bei einer derartigen Schiebetür oder einem derartigen Schiebefenster
ist es möglich, eine Dichtung zwischen dem Schiebeflügel und einer festen Einfassung
oder einem Festfeld einzusetzen und diese gegeneinander abzudichten. Es können mehrere
erfindungsgemäße Verschlussanordnungen zum Einsatz kommen, um den Schiebeflügel gleichmäßig
an die Dichtung anpressen zu können.
[0014] Besonders bevorzugt ist es, wenn die Betätigungseinrichtung als in Falzumfangsrichtung
bewegbarer, insbesondere umlaufender, Treibstangenbeschlag ausgebildet ist, der ein
Steuerelement, insbesondere einen Zapfen, aufweist, das mit dem Steuerelement des
Querschiebers zusammenwirkt. Insbesondere kann ein Zapfen des Treibstangenbeschlags
in eine Steuernut des Querschiebers ragen. Bei einer Verlagerung der Treibstange des
Treibstangenbeschlags führt dies automatisch zu einer Querverlagerung des Querschiebers,
d.h. einer Verlagerung des Querschiebers horizontal und senkrecht zur Ebene des Flügels.
[0015] Weitere Vorteile ergeben sich, wenn das Verschlusselement des Querschiebers einen
Flügel- oder Festrahmenholm durchragt. Somit kann die Verschlussanordnung zumindest
teilweise verdeckt angeordnet werden.
[0016] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispiels der Erfindung, anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche
Einzelheiten zeigen, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen Merkmale können je einzeln
für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination bei einer Variante der Erfindung
verwirklicht sein.
[0017] Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch
dargestellt und wird nachfolgend mit Bezug zu den Figuren der Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Verschlussanordnung;
- Fig. 2
- eine Ansicht schräg von unten eines Verschlusselements;
- Fig. 3
- ausschnittsweise eine perspektivische Darstellung einer Schiebetür, an der die Verschlussanordnung
angeordnet ist;
- Fig. 4a
- ein Ausschnitt einer Schiebetür bei geöffnetem Flügel;
- Fig. 4b
- einen vergrößerten Ausschnitt der Figur 4a;
- Fig. 5a
- eine der Figur 4a entsprechender Darstellung bei verriegeltem Flügel;
- Fig. 5b
- eine vergrößerte Darstellung eines Teils der Figur 5a.
[0018] Die Figur 1 zeigt eine Verschlussanordnung 1 für eine Schiebetür oder ein Schiebefenster.
Die Verschlussanordnung 1 weist ein Lagerelement 2 auf, welches im gezeigten Ausführungsbeispiel
insgesamt vier Befestigungsöffnungen 3-6 aufweist, über die das Lagerelement 2 beispielsweise
mit einem Schiebeflügel verbunden werden kann, insbesondere mittels Schrauben, die
die Befestigungsöffnungen 3-6 durchragen, angeschraubt werden kann.
[0019] An dem Lagerelement 2 ist ein Querschieber 7 angeordnet. Der Querschieber 7 ist im
Ausführungsbeispiel oben und unten durch Stege 8, 9 des Lagerelements 2 übergriffen,
so dass der Querschieber 7 parallel zu einer durch die Befestigungsöffnungen 3-6 definierten
Befestigungsebene des Lagerelements 2 verschiebbar ist. Der Querschieber 7 ist insbesondere
in horizontaler Richtung verschiebbar am Lagerelement 2 angeordnet.
[0020] Der Querschieber 7 weist ein Steuerelement 10 auf, welches im Ausführungsbeispiel
als gekrümmte Steuernut ausgebildet ist. Hierbei ist zu erkennen, dass die Krümmung
im oberen Bereich des Steuerelements stärker ist als im unteren Bereich. Anders ausgedrückt,
weist das Steuerelement im oberen Bereich eine größere Steigung auf als im unteren
Bereich. In dem Steuerelement 10 kann ein Steuerzapfen einer Betätigungseinrichtung,
insbesondere eines Treibstangenbeschlags der Schiebetür oder des Schiebefensters,
angeordnet sein. Wird somit ein Zapfen, der zunächst im oberen Bereich des Steuerelements
10 angeordnet ist, nach unten verlagert, so wird der Querschieber 7 nach links verlagert.
Hierbei erfolgt aufgrund der unterschiedlichen Steigungen des Steuerelements 10 bei
gleichem Verlagerungsweg der Betätigungseinrichtung bei einer Bewegung des Steuerelements
der Betätigungseinrichtung im oberen Bereich des Steuerelements 10 ein Zurückziehen
des Querschiebers 7 über einen größeren Weg als bei einer Bewegung eines Steuerelements
der Betätigungseinrichtung im unteren Bereich des Steuerelements 10.
[0021] An dem Querschieber 7 ist ein Verschlusselement 11 angeordnet, welches als Pilzkopfzapfen
ausgebildet ist. Dieses Verschlusselement 11 kann mit einem Verschlusselement 12 zusammenwirken,
welches als Schließstück ausgebildet ist. Das Schließelement 12 kann an einer festen
Einfassung oder einem Gegenflügel fest verschraubt sein.
[0022] Die Figur 2 zeigt eine Ansicht schräg von unten auf das Verschlusselement 12. Hier
ist zu erkennen, dass das Verschlusselement 12 eine Pilzkopfaufnahme 13 zur Aufnahme
des Pilzkopfes 14 des Verschlusselements 11 aufweist. Insbesondere kann bei einer
Bewegung des Querschiebers 7 nach links, also in Längsrichtung des Verschlusselements
11 der Pilzkopf 14 in die Pilzkopfaufnahme 13 gelangen, so dass der Pilzkopf 14 zumindest
abschnittsweise umfangsmäßig durch die Pilzkopfaufnahme 13 umgeben ist. Somit lässt
sich eine Schiebetür oder ein Schiebefenster auch in Verschieberichtung verriegeln.
[0023] Die Figur 3 zeigt einen Ausschnitt einer Schiebetür 20 mit einem Schiebeflügel 21,
einer festen Einfassung 22 und einem Festfeld 23. Hierbei ist das Lagerelement 2 an
einer Falzfläche des Schiebeflügels 21 verschraubt, während das Verschlusselement
12 auf einer dem Schiebeflügel 2 zugewandten Seite des vertikalen Holms 24 des Festfelds
23 verschraubt ist. Durch die erfindungsgemäße Verschlussanordnung 1 kann der Flügel
21 gegen den vertikalen Holm 24 gezogen werden. Dies wird anhand der folgenden Figuren
noch näher erläutert.
[0024] Die Figur 4a zeigt einen Ausschnitt der Schiebetür 20. Die Figur 4a zeigt insbesondere
eine Stellung, in der der Schiebeflügel 21 geöffnet, d.h. die Verschlussanordnung
1 nicht verschlossen ist. Der Figur 4a und der vergrößerten Darstellung der Figur
4b ist zu entnehmen, dass der Schiebeflügel 21 einen umlaufenden Treibstangenbeschlag
als Betätigungseinrichtung 30 aufweist. An der Betätigungseinrichtung 30 ist ein Steuerelement
31 angeordnet, welches als Zapfen ausgebildet ist und in das Steuerelement 10 des
Querschiebers 7 ragt. In der gezeigten Stellung befindet sich das Steuerelement 31
ganz oben in dem Steuerelement 10. Der Querschieber 7 befindet sich daher in seiner
rechten Extremstellung, Das Verschlusselement 11, welches den Flügel 21 durchragt,
befindet sich in dem Verschlusselement 12, ohne dieses zu berühren.
[0025] Wird nun die Betätigungseinrichtung 30 betätigt und somit das Steuerelement 31 nach
unten bewegt, führt dies dazu, dass der Querschieber 7 nach links bewegt wird, wie
dies der Figur 5a und der vergrößerten Darstellung der Figur 5b zu entnehmen ist.
Dies hat zur Folge, dass der Pilzkopf 14 durch das Verschlusselement 12 hintergriffen
wird und der Flügel 21 gegen den vertikalen Holm 24 bewegt wird. Eine am Holm 24 zwischen
diesem und dem Schiebeflügel 21 angeordnete Dichtung gelangt somit in Anlage an den
Schiebeflügel 21. Insbesondere befindet sich der Pilzkopfzapfen 14 in der in der Figur
5b gezeigten Stellung in der Pilzkopfaufnahme 13, so dass keine Bewegung des Schiebeflügels
21 in Verschieberichtung des Schiebeflügels 21 mehr möglich ist. Es wird somit zusätzlich
zum Anziehen des Schiebeflügels 21 an das Festfeld 23 eine Verriegelung des Schiebeflügels
21 in Schieberichtung erreicht. Zum Öffnen der Schiebetür wird die Betätigungseinrichtung
30 in entgegengesetzter Richtung bewegt, so dass das Steuerelement 31 wieder nach
oben bewegt wird und sich der Querschieber 7 nach rechts bewegt. Anschließend kann
der Flügel 21 wieder verschoben werden.
[0026] Zu erkennen ist noch, dass das Steuerelement 31 einen Exzenter aufweist. Dadurch
kann eine Einstellung und Feinjustierung der Verschlussanordnung 1 erfolgen.
[0027] Zusammenfassend stellt sich die Erfindung wie folgt dar:
Die Verschlussanordnung 1 kann zur Verriegelung des Mittelbruchs von Schiebelementen,
wie Schiebeflügeln, dienen, die mit einem umlaufenden Treibstangenbeschlag verschlossen
werden. Die Verschlussanordnung 1 umfasst ein fest mit einem Schiebeflügel 21 verschraubbares
Lagerelement 2, einen darauf horizontal verschiebbar gelagerten Querschieber 7 mit
einem Steuerelement 10, einem mit dem Querschieber 7 verbundenen Verschlusselement
11 und einem zweiten als Schließstück ausgebildeten Verschlusselement 12, das beispielsweise
am Mittelpfosten oder an einem Gegenflügel fest montierbar ist.
[0028] Das Verschlusselement 11 ragt durch eine Bohrung über die Flügelebene des Schiebeflügels
21 hinaus. Beim Zuziehen des Schiebeflügels 21 läuft dieses Verschlusselement 11 in
das Verschlusselement 12, hat jedoch im geschlossenen aber noch nicht verriegelten
Zustand keine Berührung mit dem Verschlusselement 12, d.h. das Verschlusselement 11
läuft frei in das Verschlusselement 12.
[0029] Die Verschlussanordnung 1 wird so auf dem Schiebeflügel 21 montiert, dass ein Beschlagszapfen
(Steuerelement 31) des umlaufenden Treibstangenbeschlags in dem Steuerelement 10 liegt.
Bei geöffnetem Schiebeflügel 21 befindet sich der Beschlagszapfen am oberen Ende des
Steuerelements 10, bei verriegeltem Flügel am unteren Ende. Wenn der Treibstangenbeschlag
betätigt wird, verschiebt sich der Beschlagszapfen innerhalb des Steuerelements 10.
Der Querschieber 7 wird entsprechend der Betätigungsrichtung des Treibstangenbeschlags
horizontal verschoben. Beim Schließen des Schiebeflügels 21 wird der Querschieber
7 so verschoben, dass sich das daran befestigte Verschlusselement 11 senkrecht zur
Flügelebene bewegt und über das Verschlusselement 12 somit den Schiebeflügel 21 an
die Dichtung des Mittelbruchs (des vertikalen Holms 24) presst. Beim Öffnen bewegt
sich das Verschlusselement 11 in umgekehrter Richtung, bis es im geöffneten Zustand
berührungslos in das Verschlusselement 12 ragt.
[0030] Als zusätzliche Funktion kann eine Verriegelung des Schiebeflügels 21 in Schieberichtung
verwirklicht werden. Dazu kann das Verschlusselement 12 eine Vertiefung, insbesondere
eine Pilzkopfaufnahme 13 an der Stelle aufweisen, an der sich das Verschlusselement
11 bei Verschlussstellung des Schiebeflügels 21 befindet. Beim Verriegeln fährt das
Verschlusselement 11 in diese Vertiefung und verriegelt so den Schiebeflügel 21 formschlüssig
in Schieberichtung.
1. Verschlussanordnung (1), für eine Schiebetür (20) oder ein Schiebefenster oder dergleichen,
mit einem Lagerelement (2), welches an einem Schiebeflügel (21), einer festen Einfassung
(22) oder einem Festfeld der Schiebetür (20) oder des Schiebefensters oder dergleichen
befestigbar ist, und einem am Lagerelement (2) relativ zu diesem bewegbar angeordneten
Querschieber (7), wobei der Querschieber (7) ein Steuerelement (10), welches in montiertem
Zustand der Verschlussanordnung (1) mit einer Betätigungseinrichtung (30) der Schiebetür
(20) oder des Schiebefensters zusammenwirkt, und ein erstes
Verschlusselement (11) aufweist und die Verschlussanordnung (1) ein zweites Verschlusselement
(12) umfasst, wobei das erste Verschlusselement (11) zum Verschließen der Schiebetür
(20) oder des Schiebefensters mit dem zweiten Verschlusselement (12) zusammenwirkt,
wobei das erste oder das zweite
Verschlusselement (11, 12) als Riegelzapfen und das jeweils andere Verschlusselement
(11, 12) als Schließstück ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließstück eine Pilzkopfaufnahme (13) aufweist, in die ein Pilzkopf (14) des
Riegelzapfens durch eine Bewegung des Riegelzapfens parallel zu seiner Längsrichtung
formschlüssig einbringbar ist und den Pilzkopf (14) abschnittsweise umfangsmäßig umgibt,
um den Schiebeflügel (21) sowohl senkrecht zu seiner Ebene zu verlagern als auch in
Schieberichtung zu verriegeln.
2. Verschlussanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschieber (7) parallel zu einer Befestigungsebene des Lagerelements (2) bewegbar
ist.
3. Verschlussanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerelement (10) des Querschiebers (7) als Steuerkontur, insbesondere Kulisse
oder Steuernut, ausgebildet ist.
4. Verschlussanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkontur gekrümmt ausgebildet ist.
5. Verschlussanordnung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerkontur zumindest zwei Abschnitte unterschiedlicher Steigung oder Krümmung
aufweist.
6. Schiebetür (20) oder Schiebefenster mit einem Schiebeflügel (21) und einer festen
Einfassung (22) sowie mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
7. Schiebetür oder Schiebefenster nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (30) als in Falzumfangsrichtung bewegbarer Treibstangenbeschlag
ausgebildet ist, der ein Steuerelement (31), insbesondere einen Zapfen, aufweist,
das mit dem Steuerelement (10) des Querschiebers (7) zusammenwirkt.
8. Schiebetür oder Schiebefenster nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschieber (7) senkrecht zur Ebene des Schiebeflügels (21) bewegbar ist.
9. Schiebetür oder Schiebefenster nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (11) des Querschiebers (7) einen Flügel- oder Festrahmenholm
durchragt.
1. Closure arrangement (1) for a sliding door (20) or a sliding window or the like, having
a bearing element (2) which can be secured to a sliding leaf (21), a fixed surround
(22) or a fixed field of the sliding door (20) or the sliding window or the like,
and having a transverse sliding member (7) which is arranged on the bearing element
(2) so as to be movable relative thereto, the transverse sliding member (7) having
a control element (10) which, in the assembled state of the closure arrangement (1),
cooperates with an actuation device (30) of the sliding door (20) or the sliding window,
and a first closure element (11), and the closure arrangement (1) comprising a second
closure element (12), the first closure element (11) cooperating with the second closure
element (12) in order to close the sliding door (20) or the sliding window, the first
or the second closure element (11, 12) being constructed as a locking pin and the
other closure element (11, 12) in each case being constructed as a closure piece,
characterised in that the closure piece has a receiving member (13) for a mushroom head in which a mushroom
head (14) of the locking pin can be introduced by movement of the locking pin parallel
with the longitudinal direction thereof in a positive-locking manner and partially
surrounds the mushroom head (14) in a peripheral manner in order both to displace
the sliding leaf (21) perpendicularly to the plane thereof and to lock it in the sliding
direction.
2. Closure arrangement according to claim 1, characterised in that the transverse sliding member (7) can be moved parallel with a securing plane of
the bearing element (2).
3. Closure arrangement according to either of the preceding claims, characterised in that the control element (10) of the transverse sliding member (7) is constructed as a
control contour, in particular a slotted member or control groove.
4. Closure arrangement according to claim 3, characterised in that the control contour is constructed in a curved manner.
5. Closure arrangement according to claim 3 or 4, characterised in that the control contour has at least two portions having a different gradient or curvature.
6. Sliding door (20) or sliding window having a sliding leaf (21) and a fixed surround
(22) and having a closure arrangement (1) according to any one of the preceding claims.
7. Sliding door or sliding window according to claim 6, characterised in that the actuation device (30) is constructed as a drive rod fitting which can be moved
in the peripheral direction of the rebate and which has a control element (31), in
particular a pin, which cooperates with the control element (10) of the transverse
sliding member (7).
8. Sliding door or sliding window according to either claim 6 or claim 7, characterised in that the transverse sliding member (7) can be moved perpendicularly to the plane of the
sliding leaf (21).
9. Sliding door or sliding window according to any one of claims 6 to 8, characterised in that the closure element (11) of the transverse sliding member (7) protrudes through a
leaf strut or a fixed frame strut.
1. Dispositif de fermeture (1) pour une porte coulissante (20) ou une fenêtre coulissante
ou analogue, pourvu d'un élément de support (2) qui peut être fixé à un ouvrant coulissant
(21), à un châssis fixe (22) ou à une partie fixe de la porte coulissante (20) ou
de la fenêtre coulissante ou analogue, et d'un coulisseau transversal (7) disposé
sur l'élément de support (2) de manière mobile par rapport à celui-ci, le coulisseau
transversal (7) présentant un élément de commande (10) qui coopère, à l'état monté
du dispositif de fermeture (1), avec un moyen de manoeuvre (30) de la porte coulissante
(20) ou de la fenêtre coulissante, et un premier élément de fermeture (11), le dispositif
de fermeture (1) comprenant un deuxième élément de fermeture (12), le premier élément
de fermeture (11) coopérant avec le deuxième élément de fermeture (12) pour fermer
la porte coulissante (20) ou la fenêtre coulissante, le premier ou le deuxième élément
de fermeture (11, 12) étant réalisé sous la forme d'un tenon de verrouillage et l'autre
élément de fermeture (11, 12) respectif sous la forme d'une gâche, caractérisé en ce que la gâche présente un logement de tête champignon (13) dans lequel une tête champignon
(14) du tenon de verrouillage peut être introduite par complémentarité de forme par
un mouvement du tenon de verrouillage parallèle à sa direction longitudinale et qui
entoure la tête champignon (14) périphériquement sur une certaine partie, pour pouvoir
aussi bien déplacer l'ouvrant coulissant (21) perpendiculairement à son plan que le
verrouiller dans la direction de coulissement.
2. Dispositif de fermeture selon la revendication 1, caractérisé en ce que le coulisseau transversal (7) est mobile parallèlement à un plan de fixation de l'élément
de support (2).
3. Dispositif de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de commande (10) du coulisseau transversal (7) est réalisé sous la forme
d'un contour de commande, en particulier d'une coulisse ou d'une rainure de commande.
4. Dispositif de fermeture selon la revendication 3, caractérisé en ce que le contour de commande est de forme courbe.
5. Dispositif de fermeture selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le contour de commande présente au moins deux parties de pente ou de courbure différente.
6. Porte coulissante (20) ou fenêtre coulissante comportant un ouvrant coulissant (21)
et un châssis fixe (22) ainsi qu'un dispositif de fermeture (1) selon l'une des revendications
précédentes.
7. Porte coulissante ou fenêtre coulissante selon la revendication 6, caractérisé(e)
en ce que le moyen de manoeuvre (30) est réalisé sous la forme d'une crémone mobile
dans la direction périphérique de la feuillure, qui présente un élément de commande
(31), en particulier un tenon, qui coopère avec l'élément de commande (10) du coulisseau
transversal (7).
8. Porte coulissante ou fenêtre coulissante selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisé(e)
en ce que le coulisseau transversal (7) est mobile perpendiculairement au plan de
l'ouvrant coulissant (21).
9. Porte coulissante ou fenêtre coulissante selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé(e)
en ce que l'élément de fermeture (11) du coulisseau transversal (7) traverse un montant
d'ouvrant ou de dormant.