[0001] Die Erfindung betrifft eine Fassadenkonstruktion zur Wärmedämmung und Verkleidung
von Gebäudeaußenwänden mit einer auf der Gebäudeaußenwand anzuordnenden Wärmedämmschicht,
einer wasserdichten Schicht und wenigstens einer Verkleidungsplatte. Die Erfindung
betrifft weiters ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Fassadenkonstruktion.
[0002] Um Energieverluste durch über Gebäudeaußenwände abgegebene Wärme zu reduzieren, werden
auf der Innen- bzw. Außenseite der Wände bekannterweise Wärmedämmschichten aufgebracht.
Die Wärmedämmschichten werden hierbei mit der Gebäudeaußenwand verklebt oder an dieser
mit Dübeln befestigt und beispielsweise mit einer Armierung und einer mineralischen
Außenschicht versehen. Es ist weiters bekannt Wärmedämmschichten durch Aufkleben oder
beabstandetes Anordnen von Außenplatten vor mechanischer Beschädigung und Witterungseinflüssen
zu schützen.
[0003] Die
DE 40 07 268 A1 betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer mit einem wasserdichten Überzug versehenen
Wärmedämmschicht für ein Bauwerk, das eine zweischalige Außenwand bestehend aus einer
Innenschale und einer hierzu beabstandeten Außenschale aufweist. Die Wärmedämmschicht
ist auf der Außenseite der Innenschale angeordnet. Die Außenschale ist jedoch nicht
mit der Wärmedämmschicht verklebt, sondern an der Innenschale mit Ankern befestigt,
welche die Wärmedämmschicht durchdringen. Der wasserdichte Überzug wird auf die Dämmschicht
in Form einer haftenden Flüssigkeit beispielsweise durch Aufspritzen, Anstreichen
oder Aufspachteln etwa mit einer Schichtdicke von 1 bis 1,5 mm aufgetragen. Der wasserdichte
Überzug besteht aus flüssigem Kunststoff, beispielsweise einem organischen Polymerisat,
oder aus einer in Wasser dispergierenden, halbflüssigen Latexmischung. Die Dämmschicht
ist beispielsweise eine Mineralfaserplatte. Als Außenschale werden Fassadenplatten
aus Kunststoff oder Naturstein erwähnt.
[0004] Die
WO 98/05604 A1 bezieht sich auf anorganische bzw. organische Dämmstoffe, bespielsweise Phenolharz-,
Polystyrol-, oder Polyurethan-Hartschäume zum Dämmen gegen Temperatur-, Schall- bzw.
Feuchtigkeitseinflüsse. Auf mindestens einer Seite der Dämmschicht ist eine wasserdichte,
wasserdampfdurchlässige Funktionsschicht angeordnet. Hierfür wird auf die Dämmschicht
eine Dispersion bzw. eine Lösung mit Polymeren auf Polyestergrundlage, vorzugsweise
Copolyetherestergrundlage, Polyurethangrundlage, bzw. Polyetheramidgrundlage, vorzugsweise
Copolyetheramidgrundlage, aufgetragen. Das Auftragen kann unter anderem mittels Aufsprühen,
Aufpinseln, Aufwalzen, Eintauchen, Streichen oder Lackieren erfolgen. Diese Druckschrift
bezieht sich somit auf eine wasserdichte Beschichtung von Wärmedämmstoffen, beschreibt
jedoch keinen detaillierten Aufbau einer Gebäudefassade.
[0005] Die
EP 1 455 027 A1 offenbart ein Wärmedämmelement für Gebäude, wobei das Wärmedämmelement eine Dämmplatte
mit auf deren Oberfläche angeordneter Kaschierung aufweist. Das Wärmedämmelement wird
beispielsweise mit einer Kellerwand verklebt oder an dieser mit Dübeln befestigt.
Die Kaschierung ist vorzugsweise eine auf das Wärmedämmelement aufgeklebte Faserzementplatte
oder Kunststoffplatte, um das Wärmedämmelement vor mechanischer Beschädigung zu schützen
und nachfolgende Verputzarbeit einzusparen.
[0006] In der Beschreibungseinleitung der
DE 100 07 775 A1 wird allgemein auf das Aufkleben von Aluminiumblechen, Kunststoffplatten oder Holzplatten
auf EPS/XPS-Wärmedämmplatten für spezielle Einsatzzwecke hingewiesen. Die
DE 100 07 775 A1 selbst bezieht sich auf eine EPS/XPS-Platte die auf der zu beschichtenden Plattenoberfläche
mit Vertiefungen bzw. einem Klebstoff versehen ist. Auf die EPS/XPS-Platte wird eine
mineralische Außenschicht, nötigenfalls mit einer Armierung, aufgebracht.
[0007] Die
AT 409 986 B betrifft eine mehrschichtige Vorsatzschale zur Schall- bzw. Wärmedämmung eines Gebäudes.
Die Vorsatzschale weist eine aus miteinander verbundenen Schaumstoffflocken gebildete
Schaumstoffschicht auf, die mit der Gebäudewand verklebt wird. An der der Gebäudewand
abgewandten Oberfläche der Schaumstoffschicht ist eine Deckschicht, beispielsweise
eine Gipskartonplatte oder eine Faserplatte, mittels eines Klebstoffes befestigt.
[0008] Der Abstract der
CN 201128969 Y bezieht sich auf eine Polyurethan Dämmplatte, die auf einer Seitenfläche eine wasserdichte
Klebeschicht, eine weitere Klebeschicht und eine wasserdichte Schicht aufweisen kann.
[0009] Die
US 4,351,873 A offenbart eine Dämmplatte für die Verkleidung von Dächern und Gebäudewänden mit einem
festen geschlossen-zelligen Polyurethanschaumkern, der an einer seiner Oberflächen
kontinuierlich mit einer wasserdichten Beschichtung versehen ist, auf welche eine
weitere Beschichtung mit geringer Wasseraufnahmefähigkeit unter Ausbildung eines Zwischenraumes
geklebt ist. Die Dämmplatte wird mit heißem Bitumen beschichtet, in welches Verkleidungsplatten
eingelegt werden. Der Aufbau der Dämmplatte und die Befestigung der Verkleidungsplatten
daran ist dementsprechend aufwändig.
[0010] Aus der
FR 2 359 942 A1 geht eine auf einer Gebäudeaußenwand angeordnete Wärmedämmschicht hervor, die im
Inneren eine wasserdichte Schicht enthält. Auf die Wärmedämmschicht sind mehrere im
Abstand zueinander angeordnete Verkleidungsplatten geklebt.
[0011] Die
US 2003/0041544 A1 betrifft eine strukturell verstärkte, auf einen Rahmen einer Gebäudewand zu verklebende
Dämmverkleidung mit einer Dämmschicht, auf deren eine Seite eine Verstärkungsschicht
und auf deren andere Seite optional eine Verkleidungsschicht geklebt ist.
[0012] Die vorstehend genannten Druckschriften beschreiben somit einerseits die Beschichtung
einer Wärmedämmschicht mit einem wasserdichten Überzug und andererseits das Aufkleben
von Platten, beispielsweise Kunststoff- oder Faserzementplatten, auf eine Wärmedämmschicht.
[0013] Die Anordnung einer vorgesetzten Fassade an einer wärmegedämmten Gebäudeaußenwand
erfüllt zwar die Anforderungen an den Schutz der Wärmedämmung, ist jedoch auch arbeits-
und somit kostenintensiv. Zudem wird die Dicke der Gebäudefassade in oft unerwünschtem
Ausmaß erhöht. Die im Stand der Technik beschriebene direkte Verklebung von Außenplatten
auf die Wärmedämmschicht erfolgt hingegen ohne weitgehende Maßnahmen zum Schutz der
Wärmedämmschicht vor Feuchtigkeit, wodurch insbesondere bei Anordnungen im Außenbereich
auch Schäden durch Frost entstehen können. Die offenbarten Konstruktionen schränken
zudem die oftmals gewünschte Flexibilität in der Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes
der Fassade ein.
[0014] Es ist somit eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die sich aus dem Stand der
Technik ergebenden Nachteile zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren und eine Fassade
zu konstruieren, die mit möglichst geringem Zeitaufwand, auf einfache Weise und somit
kostengünstig herstellbar ist. Zudem soll die Fassadenkonstruktion langlebig sein
und langfristig Schäden an der Bausubstanz, beispielsweise durch in die Wärmedämmschicht
eindringende Feuchtigkeit aufgrund von Schlagregen oder anderen Umwelteinflüssen,
vermieden werden. Insbesondere soll die Fassadenkonstruktion die für die Erzielung
der Verkehrssicherheit nötige mechanische Stabilität aufweisen und zugleich ein optisch
möglichst ansprechendes äußeres Erscheinungsbild und vergrößerten gestalterischen
Spielraum ermöglichen.
[0015] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Verkleidungsplatte über zumindest einen
Klebeabschnitt direkt mit der wasserdichten Schicht verklebt ist und die wasserdichte
Schicht eine auf der Wärmedämmschicht angeordnete wasserdichte Armierung und/oder
eine wasserdichte Beschichtung der/einer auf der Wärmedämmschicht angeordneten Armierung
aufweist und der Klebeabschnitt zumindest einen doppelseitigen Klebestreifen und zumindest
eine Klebeschicht aus Polyurethanklebstoff oder Polyurethanschaum aufweist. Die Wärmedämmschicht
wird in dem Fachmann bekannter Weise mit der zu dämmenden Seite der Gebäudeaußenwand
verklebt und/oder mit Dübeln befestigt. Als Klebemittel kann beispielsweise ein mineralischer
Pulverkleber auf Zementbasis Anwendung finden. Sowohl die Wärmedämmschicht als auch
die Klebeschicht können hierbei, um Feuchtigkeitstransport zu ermöglichen, diffusionsoffen
oder dampfbremsend ausgebildet bzw. angeordnet sein. Die auf der der Gebäudeaußenwand
abgewandten Seite der Wärmedämmschicht angeordnete Armierung umfasst eine Schicht
aus Armierungsmörtel, in die ein Armierungsgewebe eingelegt ist. Das Armierungsgewebe
kann entweder auf eine erste Teilschicht des Armierungsmörtels aufgedrückt werden,
um anschließend mit einer zweiten Teilschicht von Armierungsmörtel bedeckt zu werden,
oder das Armierungsgewebe wird in eine weitgehend fertige Schicht aus Armierungsmörtel
hinein gedrückt. Aufgabe des Armierungsgewebes ist es, die Bildung von Spannungsrissen,
die beispielsweise auf wechselnde Temperatureinflüsse zurückzuführen sind, innerhalb
der Schicht aus Armierungsmörtel weitgehend zu verhindern. Als Armierungsgewebe können,
wie aus dem Stand der Technik bekannt ist, netz- oder gitterartige Strukturen oder
Gewebe sowie beispielsweise Gewirke, Gelege oder Vlies verwendet werden. Zur Herstellung
einer Armierung kann beispielsweise ein alkalibeständiges Glasfasergewebe in eine
aus einem mineralischen Pulververkleber auf Zementbasis hergestellte Spachtelmasse
eingebettet werden.
[0016] Die wasserdichte Schicht verhindert ein Eindringen von Feuchtigkeit in die Wärmedämmschicht
und somit Schäden an dieser. In der kalten Jahreszeit könnte die Feuchtigkeit zudem
Frostschäden verursachen, deren Behebung mit entsprechendem finanziellen Aufwand verbunden
ist. Wird die wasserdichte Schicht mittels einer wasserdichten Armierung gebildet,
die auf die Wärmedämmschicht in an sich bekannter Weise aufgebracht wird, so kann
beispielsweise eine weitere Beschichtung zum Schutz vor eindringender Feuchtigkeit
entfallen. Eine wasserdichte Armierung wird beispielsweise mittels eines Sand, Leichtmineralzuschläge,
Weißzement und Weißkalk aufweisenden Mörtels erzielt. Ebenso könnte in einen an sich
nicht wasserdichten Armierungsmörtel ein wasserdichtes, gegebenenfalls diffusionsoffenes,
Armierungsgewebe eingebettet werden.
[0017] Die Armierung kann jedoch auch nicht wasserdicht ausgebildet sein. In diesem Fall
ist auf die Armierung eine wasserdichte, haftende Beschichtung, vorzugsweise eine
Dispersion bzw. eine Lösung mit Polymeren, aufgebracht, um eine wasserdichte Schicht
zu erhalten. Vorzugsweise, wenn auch nicht notwendiger Weise, ist die wasserdichte
Schicht diffusionsoffen oder zumindest dampfbremsend ausgebildet. Dies ermöglicht
die Abgabe von in der Armierung oder in der Wärmedämmschicht vorhandener Feuchtigkeit.
[0018] Um mit der wasserdichten Schicht eine noch zuverlässigere Abdichtung gegenüber Feuchtigkeit
zu erzielen, kann auch eine wasserdichte Armierung zusätzlich mit einer wasserdichten
Beschichtung versehen werden.
[0019] Wesentlich ist zudem, dass die wasserdichte Schicht zumindest in dem vor Feuchtigkeit
zu schützenden Bereich der Fassade im Wesentlichen unterbrechungsfrei angeordnet ist
und eine dauerhaft stabile Verbindung mit der Wärmedämmschicht bildet. Um die Wärmedämmschicht
und die wasserdichte Schicht vor schädigenden Umwelteinflüssen oder allgemein mechanischer
Beschädigung zu schützen sowie aus Gründen der ästhetischen Fassadengestaltung, ist
zumindest eine, im Allgemeinen jedoch eine Vielzahl von Verkleidungsplatten auf der
wasserdichten Schicht befestigt. Die Befestigung erfolgt gemäß der Erfindung mittels
einer Klebeverbindung. Eine derartige kraftschlüssige Verbindung bietet gegenüber
formschlüssigen Verbindungen den Vorteil, dass keine arbeitsintensiven Montageschritte
zum Vorsehen von Verankerungen an der Gebäudeaußenwand erforderlich sind. Zudem werden
durch allfällige Verankerungen oder Verschraubungen verursachte Kältebrücken und der
hierfür erforderliche Materialaufwand vermieden. Die Verkleidungsplatten können somit
mit geringem Zeitaufwand an der wasserdichten Schicht befestigt werden. Es wird jedoch
darauf hingewiesen, dass, auch wenn eine formschlüssige Befestigung der Verkleidungsplatten
an der Gebäudeaußenwand bzw. der wasserdichten Schicht nicht erforderlich ist, eine
solche zusätzliche Befestigung im Rahmen der Erfindung keinesfalls ausgeschlossen
ist. Die Verkleidungsplatte kann grundsätzlich jede für den Außenbereich geeignete
Platte, die beispielsweise Holz, Kunststoff, Metall, Keramik, Stein oder Kombinationen
hiervon aufweist, sein. Das für die Befestigung der Verkleidungsplatten verwendete
Klebematerial ist wasserdicht und weist über die zu erwartende Lebensdauer einer Gebäudefassade
die hierfür erforderliche Klebekraft auf. Insbesondere ist polymergebundener Klebstoff
als Klebematerial geeignet. Die Verkleidungsplatten werden über zumindest einen Klebeabschnitt
mit der wasserdichten Schicht verklebt. Dieser Klebeabschnitt kann vollflächig auf
der Innenseite der Verkleidungsplatte angeordnet sein, oder auch nur in einem Teilbereich
hiervon. Durch die Verklebung über nur einen Teilbereich der Verkleidungsplatte kann
der Zeitaufwand für die hierfür erforderliche Beschichtung der Verkleidungsplatte
mit dem Klebematerial verkürzt und zudem der Materialaufwand reduziert werden.
[0020] Der Klebeabschnitt weist zumindest einen doppelseitigen Klebestreifen und zumindest
eine Klebeschicht aus Polyurethanklebstoff oder Polyurethanschaum auf. Die Verklebung
der Verkleidungsplatten mittels eines doppelseitigen Klebemittels, insbesondere Klebestreifens,
bietet den Vorteil einer sofortigen Haftung der Verkleidungsplatte auf der wasserdichten
Schicht. Die Anzahl der Klebestreifen ist im Rahmen der Erfindung nicht eingeschränkt
und hängt vorzugsweise vom Gewicht und der Größe der verwendeten Verkleidungsplatte
ab. Durch Vorsehen einer geeigneten Anzahl von Klebestreifen sind somit zusätzliche
Befestigungsmittel nicht erforderlich. Die doppelseitigen Klebemittel, welche vorzugsweise
Streifenform aufweisen, hierauf jedoch nicht beschränkt sind, können bereits an der
Herstellungsstätte der Verkleidungsplatte einseitig mit dieser verklebt werden, so
dass an der Baustelle zur Verklebung der Verkleidungsplatte mit der wasserdichten
Schicht beispielsweise nur mehr ein Schutzstreifen von dem Klebestreifen abgezogen
werden muss. Zusätzlich zu einem doppelseitigen Klebestreifen ist eine Klebeschicht
aus auf der Innenseite der Verkleidungsplatte aufgebrachtem Polyurethanklebstoff oder
Polyurethanschaum angeordnet. Hierdurch wird die Verkleidungsplatte sowohl mit einem
doppelseitigen Klebestreifen als auch mit einer Klebeschicht aus Polyurethanklebstoff
oder Polyurethanschaum mit der wasserdichten Schicht verklebt. Die Klebeschicht wird
hierbei in dem von dem Klebestreifen nicht abgedeckten Bereich angeordnet, wobei die
Menge des aufgebrachten Klebematerials abhängig von dem Gewicht und der Fläche der
verwendeten Verkleidungsplatte gewählt wird. Der Vorteil dieser Kombination aus doppelseitigen
Klebestreifen und zumindest einer Klebeschicht ist insbesondere, dass der doppelseitige
Klebestreifen zu einer sofortigen Verklebung mit der wasserdichten Schicht führt,
welche die Verkleidungsplatte in der gewünschten Position hält, während die zusätzliche
Klebeschicht nach und nach ihre endgültige Klebekraft annimmt. Die Verwendung von
Polyurethanschaum bietet insbesondere den Vorteil, dass dieser sich zwischen der Verkleidungsplatte
und der wasserdichten Schicht ausdehnt und somit mit geringem Materialaufwand eine
entsprechend große Klebefläche erzielt wird. Zudem weist Polyurethanschaum gegenüber
Polyurethanklebstoff den Vorteil geringerer Materialkosten auf. Der durch die Höhe
des doppelseitigen Klebestreifens verursachte Abstand zwischen der Verkleidungsplatte
und der wasserdichten Schicht ist im Rahmen der Erfindung nicht eingeschränkt, beträgt
jedoch vorzugsweise einige Millimeter.
[0021] Wird der doppelseitige Klebestreifen im Wesentlichen vertikal angeordnet, ist die
Verkleidungsplatte im Vergleich zu einer horizontalen Anordnung des doppelseitigen
Klebestreifens besonders gut gegen ein vor allem durch Schwerkraft bedingtes Verrutschen
in vertikaler Richtung und ein Ablösen der Verkleidungsplatte von der wasserdichten
Schicht aufgrund der nun fehlenden Verbindung zu dem horizontal angeordneten Klebestreifen
gesichert. Die Anordnung des doppelseitigen Klebestreifens auf der wasserdichten Schicht
muss jedoch keinesfalls exakt vertikal erfolgen. Wesentlich ist, wie vorstehend beschrieben,
dass der doppelseitige Klebestreifen eine stabile Befestigung der Verkleidungsplatte
gewährleistet. Eine im Wesentlichen vertikale Anordnung des Klebestreifens bietet
zudem den Vorteil, dass sich eindringende Feuchtigkeit, beispielsweise durch Schlagregen,
nicht an der langen Oberkante eines sich horizontal erstreckenden Klebestreifens ansammeln
kann, wodurch insbesondere in der kalten Jahreszeit Frostschäden und somit Schäden
an der Fassadenkonstruktion durch Einfrieren der angesammelten Wassermassen verhindert
werden können.
[0022] Es ist weiters besonders vorteilhaft, wenn der Umfang zumindest einer Klebeschicht
im Wesentlichen kreis- bzw. ringförmig ist und der zumindest eine doppelseitige Klebestreifen
zur Klebeschicht beabstandet ist. Obwohl grundsätzlich die Klebeschicht beliebige
Form aufweisen kann, sollte diese vertikal gerichtete Vertiefungen, in denen sich
eindringende Feuchtigkeit bzw. Wasser ansammeln kann, vermeiden. Die Anordnung der
Klebeschicht in Kreis- bzw. Ringform ermöglicht das Abfließen eindringender Feuchtigkeit
an den Rändern dieser Klebeschicht, wenn die Ränder die doppelseitigen Klebestreifen
nicht kontaktieren. Das Aufbringen der Klebeschicht in Kreis- bzw. Ringform kann zudem
besonders zeitsparend erfolgen, da dies ohne mehrfaches Absetzen des das Klebemittel
enthaltenden Behälters möglich ist. Zudem weist der Klebebereich vorteilhafterweise
in horizontaler und vertikaler Richtung entsprechend große Erstreckungen auf. Abweichend
von einer Kreis- bzw. Ringform kann die Klebeschicht selbstverständlich auch Kreis-
bzw. Ring-ähnlich, wie beispielsweise elliptisch, aufgetragen werden.
[0023] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist zumindest eine
Klebeschicht punktweise oder streifenweise, vorzugsweise im Wesentlichen vertikal,
angeordnet. Sowohl mittels einer punktweisen als auch streifenweisen Anordnung der
Klebeschicht kann in materialsparender Weise eine vorzugsweise weitgehend gleichmäßige
Verteilung der Klebeschicht zwischen der Verkleidungsplatte und der wasserdichten
Schicht erzielt werden. Aufgrund einer im Allgemeinen durch das Andrücken der Verkleidungsplatte
bewirkten Verbreiterung der punktweise oder streifenweise aufgebrachten Klebeschicht
ist der Abstand zwischen den einzelnen Punkten bzw. Streifen derart gewählt, dass
keine zusammenhängenden, sich über die Breite der Verkleidungsplatte erstreckenden
Klebeschichten entstehen, an deren Oberseite sich eindringende Feuchtigkeit bzw. Regenwasser
sammeln könnte. Aus diesem Grund ist es auch bevorzugt, streifenweise Klebeschichten
im Wesentlichen vertikal anzuordnen, damit eingedrungenes Wasser zwischen der Verkleidungsplatte
und der wasserdichten Schicht möglichst ungehindert abfließen kann. Selbstverständlich
kann die Klebeschicht zur Verklebung einer Verkleidungsplatte sowohl punktweise als
auch streifenweise Abschnitte aufweisen.
[0024] In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind mehrere Verkleidungsplatten
mit Abstand zueinander angeordnet. Die Verkleidungsplatten können hierbei sowohl vertikal
als auch horizontal voneinander beabstandet sein. Da die Verkleidungsplatten nicht
notwendigerweise aneinander angrenzen müssen und insbesondere keine wasserdichte Verbindung
miteinander aufweisen müssen, kann die Fassade grundsätzlich ästhetischen Anforderungen
genügend ausgebildet werden. Beispielsweise wäre es möglich, die Verkleidungsplatten
streifenweise horizontal oder vertikal mit Abstand zu den jeweils benachbarten Streifen
anzuordnen. Um den optischen Eindruck der Fassadenkonstruktion weiter zu verbessern,
kann die Farbe der wasserdichten Schicht mit jener der Verkleidungsplatten abgestimmt
sein. Die aufgrund von Umwelteinflüssen zwischen benachbarten und beabstandeten Verkleidungsplatten
eindringende Feuchtigkeit wird entweder im Falle einer vollflächigen Verklebung der
Verkleidungsplatte nicht zwischen diese und die wasserdichte Schicht eindringen können
und somit ungehindert über die Vorderseite oder den Rand der Verkleidungsplatte abfließen
oder im Falle einer nicht vollflächigen Verklebung über Zwischenräume zwischen der
Verkleidungsplatte, der wasserdichten Beschichtung und der Klebeschicht abfließen
können.
[0025] Wenn wenigstens eine Verkleidungsplatte zumindest ein Photovoltaik-Element aufweist,
kann die Fassadenkonstrukton auch für die Energieerzeugung genutzt werden. Die Art
des Photovoltaik-Elements ist grundsätzlich hierbei nicht eingeschränkt und umfasst
beispielsweise Photovoltaik-Platten, Photovoltaik-Folien und Photovoltaik-Anstriche.
Die Photovoltaik-Elemente können die Größe der Verkleidungsplatte aufweisen oder kleiner
ausgebildet sein. Auch die Form der Photovoltaik-Elemente ist nicht eingeschränkt.
Zudem können auch mehrere gleiche oder unterschiedliche Photovoltaik-Elemente an der
Verkleidungsplatte angeordnet sein. Die Befestigung gesonderter Photovoltaik-Elemente
an der Verkleidungsplatte erfolgt auf bekannte Weise und kann an der Baustelle oder
bereits an der Herstellungsstätte der Verkleidungsplatte durchgeführt werden. Das
Photovoltaik-Element kann auch Teil der Verkleidungsplatte selbst sein.
[0026] Die Erfindung betrifft weiters ein Verfahren zur Herstellung einer Fassadenkonstruktion,
wobei eine Wärmedämmschicht auf einer Gebäudeaußenwand befestigt und mit einer Armierung
versehen wird, wobei die Armierung wasserdicht ist und/oder auf die Armierung eine
wasserdichte Beschichtung aufgebracht wird und zumindest eine Verkleidungsplatte über
zumindest einen Klebeabschnitt direkt mit der wasserdichten Armierung oder der wasserdichten
Beschichtung verklebt wird, wobei auf die Verkleidungsplatte zumindest eine Klebeschicht
aus Polyurethanklebstoff oder Polyurethanschaum und zumindest ein zusätzlicher doppelseitiger
Klebestreifen aufgebracht wird. Das Aufbringen der Wärmedämmschicht auf die Gebäudeaußenwand
erfolgt hierbei in an sich bekannter Weise durch Verkleben, gegebenenfalls unter Verwendung
zusätzlicher Befestigungselemente wie beispielsweise Dübel. Die Wärmedämmschicht wird
mit einer Armierung versehen, die zum Schutz der Wärmedämmschicht vor eindringender
Feuchtigkeit wasserdicht ausgeführt ist oder wasserdicht beschichtet wird oder sowohl
wasserdicht ist als auch wasserdicht beschichtet wird. Zum Schutz der Wärmedämmschicht
vor eindringender Feuchtigkeit wird zumindest in dem vor Feuchtigkeit zu schützenden
Bereich der Gebäudeaußenwand die allfällige wasserdichte Beschichtung unterbrechungsfrei
auf die Armierung aufgetragen. Das Auftragen kann hierbei mit den dem Fachmann bekannten
Mitteln, beispielsweise durch Streichen, Sprühen, Rollen oder sonstige Verfahren,
erfolgen. Die wasserdichte Ausbildung einer Armierung bzw. die wasserdichte Beschichtung
einer Armierung, die auch selbst wasserdicht ausgeführt sein kann, hat insbesondere
den Vorteil, dass wegen des Armierungsgewebes temperaturbedingte oder sonstige umweltbedingte
Risse in der wasserdichten Schicht vermieden werden. Die wasserdichte Armierung bzw.
die wasserdichte Beschichtung kann zudem, wie aus dem Stand der Technik bekannt ist,
diffusionsoffen oder dampfbremsend ausgebildet sein. Die zumindest eine Verkleidungsplatte
wird zumindest über einen Klebeabschnitt mit der wasserdichten Schicht verklebt. Dies
umfasst sowohl eine vollflächige Verklebung als auch eine Anordnung des Klebemittels
auf Teilbereichen der Innenseite der Verkleidungsplatte. Eine vollflächige Verklebung
bietet hierbei insbesondere den Vorteil, dass zwischen die Verkleidungsplatte und
die wasserdichte Schicht keine Feuchtigkeit eindringen kann.
[0027] Auf die Verkleidungsplatte wird zumindest eine Klebeschicht aus Polyurethanklebstoff
oder Polyurethanschaum und zumindest ein zusätzlicher doppelseitiger Klebestreifen
aufgebracht. Der zumindest eine doppelseitige Klebestreifen kann sowohl im Werk vor
Anlieferung an die Baustelle auf die Verkleidungsplatte aufgebracht werden als auch
an der Baustelle selbst, indem die Verkleidungsplatte und der zumindest eine doppelseitige
Klebestreifen getrennt angeliefert werden. Durch Abziehen einer Schutzfolie von einer
Seite des doppelseitigen Klebestreifens kann dieser beispielsweise mit der Verkleidungsplatte
verklebt werden. Die Anordnung des doppelseitigen Klebestreifens in vorzugsweise senkrechter
Richtung auf der wasserdichten Schicht bietet im Vergleich zu einer horizontalen Anordnung
den Vorteil einer verbesserten Sicherung der Verkleidungsplatte gegenüber Abrutschen.
Zudem ermöglicht diese Anordnung in senkrechter Richtung ein leichteres Abfließen
von zwischen Verkleidungsplatte und wasserdichter Schicht eindringender Feuchtigkeit.
Auf die mit dem doppelseitigen Klebestreifen versehene Verkleidungsplatte wird zudem
eine Klebeschicht aus Polyurethanklebstoff oder Polyurethanschaum aufgebracht, um
eine noch bessere Verklebung der Verkleidungsplatte mit der wasserdichten Schicht
zu erreichen. Für die Verklebung wird die Verkleidungsplatte auf die wasserdichte
Schicht in der gewünschten Position angepresst, wobei der doppelseitige Klebestreifen
eine sofortige Klebeverbindung bewirkt. Die Verkleidungsplatte könnte jedoch auch
ohne einen doppelseitigen Klebestreifen und nur unter Verwendung der vorstehend genannten
Klebeschicht mit der wasserdichten Schicht verklebt werden.
[0028] Besonders vorteilhaft ist es, wenn zumindest eine Klebeschicht punktweise oder streifenförmig
in im verklebten Zustand im Wesentlichen vertikaler Richtung auf die Verkleidungsplatte
aufgetragen wird. Die Klebeschicht wird hierbei am Ort der Baustelle aufgebracht,
wobei eine gegebenenfalls streifenförmig aufgebrachte Klebeschicht, wenn die Verkleidungsplatte
mit der wasserdichten Schicht verklebt ist, im Wesentlichen in vertikaler Richtung
orientiert ist. Die Klebeschichten werden zudem derart aufgetragen, dass diese möglichst
keine Randbereiche, in denen sich eingedrungenes Wasser sammeln könnte, ausbilden
und somit ungehindertes Abfließen von Wasser ermöglichen. Insbesondere werden durch
die punktweise bzw. streifenförmig aufgebrachte Klebeschicht sich horizontal erstreckende,
in vertikaler Richtung gewölbte Randbereiche aufweisende Klebeschichten, in denen
sich Wasser ansammeln könnte, vermieden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Klebeschichten
weitgehend gleichmäßig zwischen der Verkleidungsplatte und der wasserdichten Schicht
angeordnet werden.
[0029] Besonders vorteilhaft wird zumindest eine Klebeschicht im Wesentlichen kreis- bzw.
ringförmig sowie beabstandet von dem zumindest einen doppelseitigen Klebestreifen
auf die Verkleidungsplatte aufgetragen. Die Kreis- bzw. Ringform ermöglicht ein besonders
zeitsparendes Auftragen, wobei die Verklebung zudem über einen großen Flächenbereich
stattfindet. Die Erfindung ist jedoch keinesfalls auf die genaue Ausbildung der Klebeschicht
in Kreis- bzw. Ringform beschränkt, es ist jedoch wesentlich, dass die Ausbildung
des Randbereichs der Klebeschicht eine Ansammlung von Wasser unterbindet und ungehindertes
Abfließen desselben ermöglicht. Hierbei ist es auch wesentlich, dass zwischen der
kreis- bzw. ringförmigen Klebeschicht und dem doppelseitigen Klebestreifen ein ausreichend
großer Abstand vorgesehen ist, so dass eine durch Andrücken der Verkleidungsplatte
auf die wasserdichte Schicht bedingte Verbreiterung der Klebeschicht nicht zur Berührung
von deren Randbereich mit dem doppelseitigen Klebestreifen führt, da sich in dem Bereich
zwischen dem doppelseitigen Klebestreifen und dem Randbereich der Klebeschicht Wasser
ansammeln könnte.
[0030] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten, nicht einschränkenden Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung noch weiter erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 einen Abschnitt einer Fassadenkonstruktion im Grundriss;
Fig. 2 die mit zwei doppelseitigen Klebestreifen und mehreren zusätzlichen Klebeschichten
versehene Innenseite einer Verkleidungsplatte;
Fig. 3 eine nicht gemäß der Erfindung angeordnete Klebeschicht zwischen zwei doppelseitigen
Klebestreifen;
Fig. 4 eine andere Anordnung von doppelseitigen Klebestreifen und mehreren Klebeschichten
auf der Innenseite einer Verkleidungsplatte; und
Fig. 5 eine Anordnung mehrerer benachbarter, voneinander beanstandeter Verkleidungsplatten.
[0031] Fig. 1 zeigt eine Fassadenkonstruktion in einer Ansicht von oben mit einer Gebäudeaußenwand
1, einer Wärmedämmschicht 2, einer Armierung 3, einer auf die Armierung 3 aufgebrachten
wasserdichten Beschichtung 4, zwei doppelseitigen Klebestreifen 5 und einer Verkleidungsplatte
6. Die Gebäudeaußenwand 1 kann aus Ziegel, beispielsweise Hochlochziegeln, Beton,
insbesondere auch Stahlbeton oder Porenbeton, Kalksandstein oder sonstigen zur Beschichtung
mit Wärmedämmelementen geeigneten Materialien bestehen. Die Wärmedämmschicht 2 kann
vorzugsweise, ohne hierauf beschränkt zu sein, aus Polystyrol-Hartschaumplatten, insbesondere
EPS- oder XPS-Platten oder Mineralfaserplatten gebildet sein und in aus dem Stand
der Technik bekannter Weise an der Gebäudeaußenwand 1 befestigt werden. Die Dicke
der Wärmedämmschicht 2 wird vorzugsweise im Bereich 12 bis 20 cm gewählt, jedenfalls
aber in einem Maß, dass der Taupunkt in der Wärmedämmschicht 2 und nicht in der Gebäudeaußenwand
1 liegt. Hierdurch wird durch Temperaturschwankungen bedingte Feuchtigkeit in der
Gebäudeaußenwand 1 vermieden. Allfällige in der Wärmedämmschicht 2 temperaturbedingt
entstehende Feuchtigkeit kann über die Armierung 3, die allfällige wasserdichte Beschichtung
4, den Klebeabschnitt und die Verkleidungsplatten 6 in die Umgebung abgeführt werden,
wenn vorteilhafter Weise diese Komponenten diffusionsoffen oder dampfbremsend, jedoch
nicht dampfsperrend ausgebildet sind. Die Wärmedämmschicht 2 ist an ihrer von der
Gebäudeaußenwand 1 abgewandten Seite mit einer Armierung 3, beispielsweise einem mineralischen
Armierungsspachtel mit einer Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl µ=20, versehen,
wobei diese Armierung 3, um die Wärmedämmschicht 2 vor eindringender Feuchtigkeit
zu schützen, mit einer wasserdichten Beschichtung 4 versehen ist. Ein in die Armierungsschicht
3 eingebettetes Armierungsgewebe ist aus Gründen der Übersichtlichkeit der Darstellungen
nicht eingezeichnet. Die Armierung 3 ist vorzugsweise mit einer Schichtdicke von 5
bis 6 cm ausgebildet. Das Armierungsgewebe ist vorzugsweise im äußeren Drittel oder
zumindest in der äußeren Hälfte der Armierungsschicht 3 angeordnet. Die Armierung
3 könnte jedoch auch wasserdicht ausgeführt sein, wobei in diesem Fall die wasserdichte
Beschichtung 4 entfallen oder, um die Sicherheit gegenüber eindringender Feuchtigkeit
zu erhöhen, zusätzlich angeordnet sein kann. Die Dicke einer allfällig aufgebrachten
Beschichtung 4 liegt vorzugsweise im Bereich von höchstens 1 mm. Dies ermöglicht gegenüber
größeren Schichtdicken eine materialsparende Beschichtung und begünstigt den Durchtritt
von Wasserdampf durch die wasserdichte Beschichtung. Die Verkleidungsplatte 6 ist
gemäß dem Beispiel in Fig. 1 lediglich über zwei doppelseitige Klebestreifen 5 unter
Ausbildung eines Luftspalts 7, der ungehindertes Abfließen von eindringendem Regenwasser
ermöglicht, mit der wasserdichten Beschichtung 4 verklebt. Fig.1 zeigt zudem ein an
der Außenseite der Verkleidungsplatte 6 angeordnetes Photovoltaik-Element 14.
[0032] Fig. 2 zeigt in Richtung der Pfeile A in Fig. 1 betrachtet die Innenseite einer Verkleidungsplatte
6 mit zwei entlang deren senkrechten Seiten angeordneten doppelseitigen Klebestreifen
5, drei kreisförmigen Klebeschichten 8 und einer ringförmigen Klebeschicht 9. Die
Klebeschichten 8 und 9 sind vorteilhafterweise im Wesentlichen gleichmäßig auf der
Innenseite der Verkleidungsplatte 6 verteilt angeordnet. Die Form der Klebeschichten
8 und 9 ermöglicht ungehindertes Abfließen von eindringender Feuchtigkeit bzw. Regenwasser.
[0033] Fig. 3 zeigt die Innenseite einer Verkleidungsplatte 6 mit zwei senkrecht angeordneten
doppelseitigen Klebestreifen 5 und einer ringförmigen Klebeschicht 9, die in zu geringem
Abstand zu den doppelseitigen Klebestreifen 5 angeordnet wurde, so dass deren durch
das Andrücken der Verkleidungsplatte 6 an die wasserdichte Beschichtung 4 verursachte
Verbreiterung zu einer Berührung mit den doppelseitigen Klebestreifen 5 führt. Zwischen
die Verkleidungsplatte 6 und die wasserdichte Schicht 4 eindringende Feuchtigkeit
bzw. Regenwasser 10 ist in diesem Fall am Abfließen gehindert und könnte insbesondere
im Falle des Gefrierens zu Beschädigungen an der Fassadenkonstruktion führen.
[0034] Fig. 4 zeigt eine Anordnung von punktweise aufgebrachten Klebeschichten 11 und im
Wesentlichen vertikal aufgebrachten Klebeschichten 12 zwischen zwei doppelseitigen
Klebestreifen 5 in mit der wasserdichten Beschichtung 4 verklebtem Zustand der Verkleidungsplatte
6.
[0035] Fig. 5 zeigt einen vier Verkleidungsplatten 6 umfassenden Fassadenabschnitt 13, wobei
die Verkleidungsplatten 6 in horizontaler Richtung mit einer Distanz d
1 und in vertikaler Richtung mit einer Distanz d
2 zueinander angeordnet sind. Die Verkleidungsplatten können jedoch auch ohne Beabstandung
zu einander angeordnet sein, so dass insbesondere auch eine gegenseitige Anlage der
Verkleidungsplatten 6 möglich ist. Obwohl grundsätzlich auch beliebig große Werte
der Distanzen d
1 und d
2 im Rahmen der Erfindung möglich sind, werden die Distanzwerte vorzugsweise so gewählt,
dass die Verkleidungsplatten 6 je nach Bedarf den nötigen Schutz vor Umwelteinflüssen
bzw. allgemein mechanischen Beschädigungen bzw. an die ästhetische Gestaltung der
Fassade erfüllen. Vorzugsweise weisen, sofern die Verkleidungsplatten 6 mit Abstand
zueinander angeordnet sein sollen, die Distanzen d
1 und d
2 einen Wert von etwa 3 bis 4 mm auf. Wie zudem aus Fig. 5 ersichtlich ist, können
verschiedene Verkleidungsplatten 6 mit unterschiedlich angeordneten Klebeschichten
8, 9, 11, 12 versehen sein. Auch wenn in den Fig. 2-5 die Verkleidungsplatten 6 mit
jeweils zwei senkrecht angeordneten doppelseitigen Klebestreifen 5 dargestellt sind,
wäre es ebenso möglich, nur einen einzigen oder mehr als zwei doppelseitige Klebestreifen
5 auf der Innenseite der Verkleidungsplatten 6 anzuordnen.
[0036] Weitere Abwandlungen und Modifikationen sind möglich, ohne vom Umfang der Erfindung
abzuweichen. So können die Klebeschichten 8, 9, 11, 12 zu den beispielhaften Ausführungsformen
unterschiedliche Form aufweisen, solange gewährleistet ist, dass eindringende Feuchtigkeit
10 entlang deren Rand ungehindert abfließen kann. Ebenso ist es nicht zwingend notwendig,
die doppelseitigen Klebestreifen 5 gemäß der Darstellungen rechteckig auszubilden,
beispielsweise könnten diese auch eine langgezogene elliptische Form aufweisen oder
durch eine Mehrzahl von im Wesentlichen streifenförmig angeordneten einzelnen Klebepunkten
bzw. Klebeflächen ersetzt werden. Wenngleich gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform
der Erfindung die Klebeschichten 5, 8, 9, 11, 12 auf der Innnenseite der Verkleidungsplatte
6 aufgetragen werden, ist es selbstverständlich ebenso möglich, diese Klebeschichten
5, 8, 9, 11, 12 an den jeweiligen der Verkleidungsplatte 6 gegenüberliegenden Stellen
auf der wasserdichten Schicht 4 anzuordnen.
1. Fassadenkonstruktion zur Wärmedämmung und Verkleidung von Gebäudeaußenwänden mit einer
auf der Gebäudeaußenwand (1) anzuordnenden Wärmedämmschicht (2), einer wasserdichten
Schicht und wenigstens einer Verkleidungsplatte (6), dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidungsplatte (6) über zumindest einen Klebeabschnitt direkt mit der wasserdichten
Schicht verklebt ist und die wasserdichte Schicht eine auf der Wärmedämmschicht (2)
angeordnete wasserdichte Armierung (3) und/oder eine wasserdichte Beschichtung (4)
der/einer auf der Wärmedämmschicht (2) angeordneten Armierung (3) aufweist und der
Klebeabschnitt zumindest einen doppelseitigen Klebestreifen (5) und zumindest eine
Klebeschicht aus Polyurethanklebstoff oder Polyurethanschaum aufweist.
2. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der doppelseitige Klebestreifen (5) im Wesentlichen vertikal angeordnet ist.
3. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang zumindest einer Klebeschicht (8, 9) im Wesentlichen kreis- bzw. ringförmig
ist und der zumindest eine doppelseitige Klebestreifen (5) zur Klebeschicht (8, 9)
beabstandet ist.
4. Fassadenkonstruktion nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Klebeschicht (11, 12) punktweise oder streifenweise, vorzugsweise
im Wesentlichen vertikal, angeordnet ist.
5. Fassadenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Verkleidungsplatten (6) mit Abstand (d1, d2) zueinander angeordnet sind.
6. Fassadenkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Verkleidungsplatte (6) zumindest ein Photovoltaik-Element (14) aufweist.
7. Verfahren zur Herstellung einer Fassadenkonstruktion gemäß einem der Ansprüche 1 bis
6, wobei eine Wärmedämmschicht (2) auf einer Gebäudeaußenwand (1) befestigt und mit
einer Armierung (3) versehen wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Armierung (3) wasserdicht ist und oder auf die Armierung (3) eine wasserdichte
Beschichtung (4) aufgebracht wird und zumindest eine Verkleidungsplatte (6) über zumindest
einen Klebeabschnitt (5) direkt mit der wasserdichten Armierung (3) oder der wasserdichten
Beschichtung (4) verklebt wird wobei auf die Verkleidungsplatte (6) zumindest eine
Klebeschicht aus Polyurethanklebstoff oder Polyurethanschaum und zumindest ein zusätzlicher
doppelseitiger Klebestreifen (5) aufgebracht wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Klebeschicht (11, 12) punktweise oder streifenförmig in im verklebten
Zustand im Wesentlichen vertikaler Richtung, auf die Verkleidungsplatte (6) aufgetragen
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Klebeschicht (8, 9)im Wesentlichen kreis- bzw. ringförmig sowie beabstandet
von dem zumindest einen doppelseitigen Klebestreifen (5) auf die Verkleidungsplatte
(6) aufgetragen wird.
1. A facade structure for thermal insulation and cladding of external walls of buildings
with the following structures to be arranged on the building's exterior wall (1):
a thermal barrier coating (2), a waterproof layer and at least one trim panel (6),
characterized in that the trim panel (6) is directly bonded to the waterproof layer via at least one adhesive
section and the waterproof layer comprises a waterproof reinforcement (3), arranged
on the thermal barrier coating (2), and/or a waterproof coating (2) of the reinforcement
(3), arranged on the thermal barrier coating (2), and the adhesive portion comprises
at least one double-sided adhesive tape (5) and at least one adhesive layer made of
polyurethane adhesive or polyurethane foam.
2. The facade structure of claim 1, characterized in that the double-sided adhesive tape (5) is arranged substantially vertically.
3. The facade structure of claim 1 or 2, characterized in that the circumference of at least one adhesive layer (8, 9) is substantially circular
or annular and the at least one double-sided adhesive tape (5) is spaced apart to
the adhesive layer (8, 9).
4. The facade structure of claim 1 or 2, characterized in that at least one adhesive layer (11, 12) is disposed, pointwise or stripwise, substantially
vertically.
5. The facade structure of any one of claims 1 to 4, characterized in that a plurality of trim panels (6) are arranged at a distance (d1, d2) to each other.
6. The facade structure of any one of claims 1 to 5, characterized in that at least one trim panel (6) comprises at least one photovoltaic element (14).
7. A method of producing a facade structure according to any one of claims 1 to 6, wherein
a thermal barrier layer (2) is mounted on an building's exterior wall (1) and is provided
with a reinforcement (3), characterized in that the reinforcement (3) is watertight and/or a waterproof coating (4) is applied to
the reinforcement (3) and at least one trim panel (6) is directly glued to the waterproof
reinforcement (3) or the waterproof coating (4) via at least one adhesive section
(5), wherein at least one adhesive layer of polyurethane adhesive or polyurethane
foam and at least one additional double-sided adhesive tape (5) is applied onto the
trim panel (6).
8. The method of claim 7, characterized in that at least one adhesive layer (11, 12) is disposed, pointwise or stripwise, on the
trim panel (6) in a substantially vertical direction in the bonded state.
9. The method of claim 7, characterized in that at least one adhesive layer (8, 9) is applied substantially circularly and annularly
and spaced apart from the at least one double-sided adhesive tape (5) to the trim
plate (6).
1. Construction de façade pour l'isolation thermique et l'habillage de parois extérieures
de bâtiments avec une couche d'isolation thermique (2) à disposer sur la paroi extérieure
de bâtiment (1), une couche imperméable à l'eau et au moins une plaque d'habillage
(6), caractérisée en ce que la plaque d'habillage (6) est directement collée à la couche imperméable à l'eau
au moyen d'au moins une section de collage, et la couche imperméable à l'eau comporte
une armature (3) imperméable à l'eau disposée sur la couche d'isolation thermique
(2) et/ou un revêtement (4) imperméable à l'eau de ladite armature/d'une armature
(3) disposé sur la couche d'isolation thermique (2), et la section de collage comporte
au moins une bande adhésive à double face (5) et au moins une couche adhésive composée
de colle polyuréthane ou de mousse polyuréthane.
2. Construction de façade selon la revendication 1, caractérisée en ce que la bande adhésive à double face (5) est disposée sensiblement verticalement.
3. Construction de façade selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la périphérie d'au moins une couche adhésive (8, 9) a une forme sensiblement circulaire
ou annulaire, et l'au moins une bande adhésive à double face (5) est espacée de la
couche adhésive (8, 9).
4. Construction de façade selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce qu'au moins une couche adhésive (11, 12) est appliquée par points ou par bandes, de préférence
sensiblement verticalement.
5. Construction de façade selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que plusieurs plaques d'habillage (6) sont disposées avec un espacement (d1, d2) entre
elles.
6. Construction de façade selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'au moins une plaque d'habillage (6) est pourvue d'au moins un élément photovoltaïque
(14).
7. Procédé de fabrication d'une construction de façade selon l'une des revendications
1 à 6, dans lequel une couche d'isolation thermique (2) est fixée sur une paroi extérieure
de bâtiment (1) et dotée d'une armature (3), caractérisé en ce que l'armature (3) est imperméable à l'eau et/ou en ce qu'un revêtement (4) imperméable à l'eau est appliqué sur l'armature (3) et au moins
une plaque d'habillage (6) est directement collée à l'armature (3) imperméable à l'eau
ou au revêtement (4) imperméable à l'eau au moyen d'au moins une section de collage
(5), au moins une couche adhésive composée de colle polyuréthane ou de mousse polyuréthane
et au moins une bande adhésive à double face (5) complémentaire étant appliquées sur
la plaque d'habillage (6).
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'au moins une couche adhésive (11, 12) est appliquée sur la plaque d'habillage (6)
par points ou par bandes de préférence dans une direction sensiblement verticale en
état de collage.
9. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'au moins une couche adhésive (8, 9) à forme sensiblement circulaire ou annulaire et
espacée de l'au moins une bande adhésive à double face (5) est appliquée sur la plaque
d'habillage (6).