| (19) |
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(11) |
EP 2 394 286 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.11.2015 Patentblatt 2015/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 22.01.2010 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2010/000061 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2010/088875 (12.08.2010 Gazette 2010/32) |
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| (54) |
AUSLÖSEVORRICHTUNG, INSBESONDERE FÜR LEISTUNGSSCHALTER
TRIPPING APPARATUS, PARTICULARLY FOR CIRCUIT BREAKERS
DISPOSITIF DE DÉCLENCHEMENT, EN PARTICULIER POUR INTERRUPTEUR DE PUISSANCE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
05.02.2009 DE 102009007586
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.12.2011 Patentblatt 2011/50 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- KULKE, Matthias
01069 Dresden (DE)
- GASSMANN, Jörg
01237 Dresden (DE)
- MÜLLER, Thomas
01309 Dresden (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 331 586 JP-B- 2 719 436
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EP-A1- 0 813 219
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Auslösevorrichtung, insbesondere für Leistungsschalter,
die zumindest einen steuerbaren Auslösemagneten mit Anker, der in Wirkverbindung zu
einer nachgeordneten Auslöseklinke steht, welche mit einer auf den Leistungsschalter
wirkenden Auslösemechanik, die mit einer als Kraftverstärker dienenden vorgespannten
Feder gekoppelt ist, in Eingriff steht, aufweist. Eine Auslösevorrichtung, die die
Merkmale gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 aufweist, ist aus der japanischen
Schrift
JP 02 719 436 B bekannt.
[0002] Derartige Auslösevorrichtungen mit Kraftverstärkung finden Anwendung zur Betätigung
von Leistungsschaltern. Die für hohe Ströme ausgelegten Leistungsschalter können nicht
nur Betriebsströme und geringe Überlastströme schalten, sondern auch bei Fehlern hohe
Überlastströme und Kurzschlussströme einschalten, diese Fehlerströme eine vorgegebene
Zeit halten und wieder ausschalten. Der Überlaststrom bezieht sich auf das schwächste
Glied der, in Energieflussrichtung gesehen, dem Leistungsschalter nachgeordneten Anlage.
Um solche nachgeordneten Anlagen vor Schäden durch Überlast oder Kurzschluss zu schützen,
soll der Leistungsschalter diese Ströme in Verbindung mit den Einrichtungen des Netzschutzes
in einer definierten Zeit ausschalten.
[0003] Beim Einschalten des Leistungsschalters wird Energie in einem Speicher, z.B. einer
Feder, gespeichert. Um diese Energie im Fehlerfall schnell freisetzen und damit die
Kontakte des Schalters öffnen zu können, wird ein sehr schnell arbeitender Auslösemechanismus
benötigt.
[0004] Als Magnetauslöser mit Kraftverstärkung ist hierzu aus dem Stand der Technik ein
Mechanismus vorbekannt, der im Leistungsschalter SUSOL 250A (LS Industrial Systems)
eingesetzt wird. Zur Anwendung kommt hier das Basisprinzip Magnet-Klinke-Auslösewelle
mit Magnetrückstellung. Der Auslösemagnet bewegt beim Auslösen mit geringer Kraft
eine Auslöseklinke. Diese gibt einen Hebel bzw. Welle frei, die mit einer stärkeren,
als Kraftverstärker dienenden Feder vorgespannt ist. Die Welle beginnt sich zu drehen
und löst gleichzeitig alle zu realisierenden Stellvorgänge aus, nämlich das Schaltschloss
auslösen, den Hilfsschalter drücken und den Auslösemagnet zurückstellen. Da diese
Stellvorgänge gleichzeitig ablaufen, wird die Energie der Feder auf alle Zielfunktionen
verteilt. Bei jedem einzelnen Stellvorgang werden Massen beschleunigt sowie Reib-
und Gegenkräfte überwunden. Für jeden Stellvorgang steht also nur ein Teil der gerade
wirksamen Federkraft zur Verfügung. Die Stellvorgänge laufen deshalb relativ langsam
ab. Eine kurze Auslösezeit ist jedoch unabdingbar zum schnellen Schalten und zum Schutz
der Anlage vor zu großen Strömen.
[0005] Zur Erzielung einer kurzen Auslösezeit müssen die Federkräfte, respektive die der
Verstärkungsfeder und die der Magnetfeder, signifikant erhöht werden. Dies geht jedoch
mit einem Magneten mit höherem Leistungsbedarf einher, was die Herstellungskosten
eines derartigen Auslösemechanismus empfindlich erhöht. Zudem erfordern diese Maßnahmen
einen größeren Bauraum, der üblicherweise nicht zur Verfügung steht.
[0006] Mit den aus dem Stand der Technik vorbekannten Lösungen lassen sich die Schaltzeiten,
die bei zeitgemäßen Leistungsschaltern gefordert werden, teilweise nicht mehr erreichen.
Gleichzeitig werden energiearme Aktoren zum Betätigen der Auslöseklinke gefordert,
wodurch auch die Federkräfte begrenzt sind.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung besteht nunmehr darin, eine Auslösevorrichtung, insbesondere
für Leistungsschalter vorzuschlagen, mit der die notwendigen Stellvorgänge bzw. Schaltfunktionen
mit nur geringen Kräften innerhalb der geforderten Schaltzeit realisiert werden können.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Auslösevorrichtung mit den Merkmalen
gemäß Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in
Unteransprüchen angegeben.
[0009] Als Stellvorgänge sind im Sinne der Erfindung im Wesentlichen der Stellvorgang des
Auslösens eines Schaltschlosses mittels dessen Schaltschlosshebels, das Betätigen
eines Hilfsschalters vorzugsweise unter Verwendung eines Hilfsschalterpins, die Rückstellbewegung
der Auslöseklinke und die Rückstellung des Ankers des Auslösemagneten vorgesehen,
wobei die zeitkritische Hauptfunktion, das Auslösen des Schaltschlosses, zuerst und
mit maximaler Geschwindigkeit abläuft. Zum Auslösen des Schaltschlosses steht damit
die volle Federkraft zur Verfügung, was höhere Schaltkräfte erlaubt und zu kürzeren
Schaltzeiten führt.
[0010] Die einzelnen Stellvorgänge, Schaltschloss auslösen, Hilfsschalter betätigen, Rückstellung
der Auslöseklinke und die Rückstellung des Ankers verlaufen vorzugsweise zeitlich
versetzt. Alle Stellvorgänge laufen bevorzugt zumindest partiell zeitlich nacheinander,
d. h. sequentiell, ab, wobei zwischen dem Ende eines Stellvorgangs und dem Beginn
eines darauf folgenden Stellvorgangs eine Sicherheitszeitspanne liegt. Dadurch konzentriert
sich die von der Feder auf die Nockenwelle übertragene Energie auf den/die zur entsprechenden
Zeit ausgeführten Stellvorgäng(e).
[0011] Der entscheidende Vorteil dieser Erfindung besteht also darin, dass die Auslösezeit
der Hauptfunktion, das Auslösen eines Schaltschlosses, gegenüber vorbekannten Lösungen
signifikant verkürzt werden kann. Die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung nutzt die
Energie des Federkraftspeichers besser aus und erfordert dadurch weniger elektrische
Auslöseenergie.
[0012] Die Betätigungsmittel können eine lineare oder rotatorische Stellbewegung ausführen.
Nach der Konzeption der Erfindung sind zumindest drei Betätigungsmittel vorgesehen,
von denen ein erstes Betätigungsmittel als Schaltschlosshebel eine rotatorische Stellbewegung,
ein zweites Betätigungsmittel als Hilfsschalterpin eine lineare Stellbewegung und
ein drittes Betätigungsmittel als Auslöseklinke eine rotatorische Stellbewegung ausführt.
[0013] Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das als Schaltschlosshebel
ausgebildete erste Betätigungsmittel eine Kurvenkontur auf, die derart ausgebildet
ist, dass nach Einnahme der Endposition des Schaltschlosshebels bei einer durch die
Federkraft bedingten weiteren Drehbewegung der Nockenwelle die dem Schaltschlosshebel
zugeordnete Nocke entlang der Kurvenkontur gleitet, wobei sich der Drehwinkel der
Nockenwelle deutlich erhöht ohne dass sich die Endposition des Schaltschlosshebels
verändert. Weil konstruktionsbedingt der Drehwinkel der Welle zum Auslösen des Schaltschlosses
über seinen Schaltschlosshebel definiert ist, muss der Drehwinkel der Welle erhöht
werden, um die anderen Funktionen danach ablaufen zu lassen.
[0014] Durch den erhöhten Drehwinkel der Nockenwelle wird der nutzbare Federweg der Feder
erhöht und die Energieausbeute bei gegebener Maximalkraft steigt stark an, beispielsweise
auf das Doppelte.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung erfolgen erst nach Einnahme der
Endposition des Schaltschlosshebels die Rückstellbewegung der Auslöseklinke und der
damit einhergehenden, jedoch zeitlich versetzten Rückstellbewegung des Ankers des
Auslösemagneten.
[0016] Um kürzere Schaltzeiten zu erzielen, hat das als Schaltschlosshebel ausgebildete
erste Betätigungsmittel seinen Stellvorgang zunächst vollständig abgeschlossen, bevor
weitere Stellvorgänge durch die Nocken der Nockenwelle ausgelöst werden.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird die Bewegung der Nockenwelle
unter Verwendung eines Koppelgetriebes zum Schaltschloss bzw. dessen Schaltschlosshebel
übertragen.
[0018] Der Winkel zwischen den beiden Federaufhängungen und dem Drehpunkt der Nockenwelle
ist erfindungsgemäß so gewählt, dass die Federarbeit bei gegebenem Drehwinkel der
Nockenwelle maximal wird.
[0019] Eine weitere praxisrelevante Lösung besteht ferner darin, dass zumindest zwei Auslösemechaniken
vorgesehen sind, die in Kraftwirkungsrichtung hintereinander, d. h. kaskadenartig,
angeordnet sind.
[0020] Erfindungswesentlich ist zudem, dass die Auslöseklinke und eine Sperrnocke jeweils
nach dem Prinzip der Stichpunktversetzung ausgebildeten Konturen aufweisen, wodurch
die Auslöseklinke mit reduziertem Kraftaufwand bewegt werden kann und die verklinkte
Nockenwelle schneller freigegeben wird.
[0021] Die signifikanten Vorteile und Merkmale der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik
sind im Wesentlichen:
▪ im Auslösefall laufen die den jeweiligen Betätigungsmitteln zugeordneten Stellvorgänge
zeitlich versetzt ab, so dass auf jedes dieser Betätigungsmittel zum Absolvieren des
zugehörigen Stellvorgangs jeweils die vollständige Federkraft über die Nockenwelle
übertragen wird,
▪ als Stellvorgänge sind das Auslösen des Schaltschlosses, das Betätigen des Hilfsschalters,
die Rückstellbewegung der Auslöseklinke und die Rückstellung des Ankers des Auslösemagneten
vorgesehen, wobei die zeitkritische Hauptfunktion, das Auslösen des Schaltschlosses,
zuerst und mit maximaler Geschwindigkeit abläuft,
▪ dadurch, dass das Auslösen des Schaltschlosses als zeitkritischster Stellvorgang
zuerst ausgeführt wird, kann die Auslösezeit gegenüber den aus dem Stand der Technik
vorbekannten Lösungen deutlich verkürzt werden,
▪ eine kürzere Auslösezeit ist ein entscheidender Vorteil bei der Schalterkonstruktion
und trägt zur Entwicklung kleinerer und preiswerter Leistungsschalter bei gleichen
Schaltströmen bei,
▪ der Schaltschlosshebel des Schaltschlosses weist eine Kurvenkontur auf, die derart
ausgebildet ist, dass nach Einnahme der Endposition des Schaltschlosshebels bei einer
durch die Federkraft bedingten weiteren Drehbewegung der Nockenwelle die dem Schaltschlosshebel
zugeordnete Nocke entlang der Kurvenkontur gleitet, wobei sich der Drehwinkel der
Nockenwelle und auch der Federweg der Feder deutlich erhöht, wodurch mehr Energie
aus der Feder gewonnen werden kann.
▪ die Drehwinkelerhöhung ermöglicht eine effizientere Nutzung der Federenergie und
ermöglicht den Einsatz von schwächeren, energieärmeren Auslösemagneten,
▪ die Stichpunktversetzung an der Auslöseklinke und an der Sperrnocke erlauben den
Einsatz schwächerer, energieärmerer Auslösemagnete und erhöhen zudem die Auslösegeschwindigkeit,
▪ durch die kleineren zu schaltenden Kräfte verringert sich die benötigte elektrische
Auslöseenergie, was besonders vorteilhaft für elektronische Auslöser ist, die ihren
Energiebedarf über die Stromwandler der Messelektronik abdecken,
▪ der Bauraum der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung wird durch die Nockenwelle
nur unwesentlich erhöht.
[0022] Die Ziele und Vorteile dieser Erfindung sind nach sorgfältigem Studium der nachfolgenden
ausführlichen Beschreibung der hier bevorzugten, nicht einschränkenden Beispielausgestaltungen
der Erfindung mit den zugehörigen Zeichnungen besser zu verstehen und zu bewerten,
von denen zeigen:
- Fig. 1:
- eine perspektivische Darstellung der Auslösevorrichtung in der Ausgangsposition,
- Fig. 2:
- eine perspektivische Darstellung der Auslösevorrichtung in der Zwischenposition,
- Fig. 3:
- eine perspektivische Darstellung der Auslösevorrichtung in der Endposition,
- Fig. 4:
- ein Diagramm zur Darstellung des Weges bzw. Drehwinkels in Abhängigkeit von der Zeit
aller Stellvorgänge beim Stand der Technik,
- Fig. 5:
- ein Diagramm zur Darstellung des Weges bzw. Drehwinkels in Abhängigkeit von der Zeit
aller Stellvorgänge bei der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung und
- Fig. 6
- eine vergleichende Diagrammdarstellung der genutzten Federenergie beim Stand der Technik
und bei der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung.
[0023] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine perspektivische Darstellung ein und derselben Auslösevorrichtung
1, insbesondere für Leistungsschalter, in der Ausgangsposition, in der Zwischenposition,
und in der Endposition. Die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung 1 umfasst einen steuerbaren
Auslösemagneten 2 mit Anker 2.1, der in Wirkverbindung zu einer nachgeordneten Auslöseklinke
6.3 steht, welche mit einer auf den Leistungsschalter wirkenden Auslösemechanik, die
mit einer als Kraftverstärker dienenden, vorgespannten Feder 4 gekoppelt ist, in Eingriff
steht. Als Auslösemechanik ist erfindungsgemäß eine Nockenwelle 5 mit mehreren Nocken
5.1, 5.2, 5.4 vorgesehen. Jeder auf der Nockenwelle 5 platzierten drehwinkelversetzten
Nocken 5.1, 5.2 und 5.4 ist jeweils ein Betätigungsmittel 6 zugeordnet, wobei im Auslösefall
zumindest zwei den jeweiligen Betätigungsmitteln 6.1, 6.2, 6.3 zugeordnete Stellvorgänge
zeitlich nacheinander ablaufen, so dass auf zumindest eines dieser Betätigungsmittel
6.1, 6.2, 6.3 zum Absolvieren des zugehörigen Stellvorgangs die vollständige Federkraft
über die Nockenwelle 5 übertragen wird. Im dargestellten Beispiel umfasst die Nockenwelle
5 drei Nocken 5.1, 5.2 und 5.4. Die erste Nocke 5.1 ist hierbei einem als Schaltschlosshebel
6.1 ausgebildeten ersten Betätigungsmittel 6 zugeordnet. Der drehbar gelagerte Schaltschlosshebel
6.1 weist erfindungsgemäß eine Kurvenkontur 3 auf, deren Funktion an späterer Stelle
noch ausführlich erläutert wird. Mittels des Schaltschlosshebels 6.1 wird das Schaltschloss
eines nicht dargestellten Leistungsschalters mechanisch betätigt bzw. ausgelöst. Die
Nockenwelle 5, die Auslöseklinke 6.3, der Hilfsschalterpin 6.2 und der Auslösemagnet
2 sind in einem nicht dargestellten Gehäuse gelagert. Die an der Nockenwelle 5 angreifende
und als Kraftverstärker dienende Feder 4 wird ebenfalls in diesem Gehäuse aufgehängt.
Diese Feder 4 ist im Ausgangszustand vorgespannt. Der Anker 2.1 des steuerbaren Auslösemagneten
2 steht in Wirkverbindung mit der Auslöseklinke 6.3, welche bei ausgefahrenem Anker
2.1 eine weitere an der Nockenwelle 5 angeordnete Sperrnocke 5.3 freigibt, sodass
die Feder 4 die Nockenwelle 5 in eine Drehbewegung versetzen kann.
[0024] Die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung 1 ist folgende: In der
Ausgangsposition gemäß Fig. 1 ist der Auslösemagnet 2 bzw. sind dessen Spulen unbestromt.
Der Anker 2.1 befindet sich vollständig innerhalb des Auslösemagneten 2. Die zwei
Schenkel umfassende Auslöseklinke 6.3 liegt mit einem ihrer beiden Schenkel an der
Stirnseite des Ankers 2.1 an. Ferner ist eine Mitnehmernocke 5.4 neben der Sperrnocke
5.3 angeordnet. Zur Einnahme der Zwischenposition gemäß Fig. 2 wird der Auslösemagnet
2 bestromt und der Anker 2.1 bewegt sich axial nach außen. Zu diesem Zeitpunkt verharren
sowohl die Auslöseklinke 6.3 als auch die Nockenwelle 5 noch in ihrer Ausgangsposition.
Unmittelbar danach wird die Auslöseklinke 6.3 in Rotation versetzt und gibt nach Drehung
um wenige Grad die Sperrnocke 5.3 der Nockenwelle 5 frei, sodass die Nockenwelle 5
durch die vorgespannte Feder 4 in Rotation versetzt wird. Im Anschluss daran erfolgt
die erste und wichtigste Stellbewegung der Auslösevorrichtung 1, indem die erste Nocke
5.1 den Schaltschlosshebel 6.1 in eine Drehbewegung versetzt. Weitere Stellbewegungen
werden zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeführt. Die gesamte zu diesem Zeitpunkt wirkende
Federkraft steht damit für diese erste Stellbewegung zur Verfügung. Der Schaltschlosshebel
6.1 wird bei fortlaufender Drehbewegung der Nockenwelle 5 in seine Endposition gebracht,
welche im dargestellten Beispiel durch Rechtsdrehung um einen definierten Winkel erreicht
wird. Beim weiteren Drehen der Nockenwelle 5 läuft die erste Nocke 5.1 entlang der
Kurvenkontur 3 des Schaltschlosshebels 6.1. Während dieser Phase erreicht die dem
Hilfsschalterpin 6.2 zugeordnete Nocke 5.2 der Nockenwelle 5 den Hilfsschalterpin
6.2, bewegt diesen und betätigt einen nicht dargestellten Hilfsschalter. Unmittelbar
nach dem Erreichen des Kulminationspunktes der Kurvenkontur 3 des Schaltschlosshebels
6.1 beginnt die Rückstellung der Auslöseklinke 6.3 und die damit einhergehende Rückstellung
des Ankers 2.1 des Auslösemagneten 2.
[0025] Die Diagramme der Figuren 4 und 5 zeigen den Weg bzw. den Drehwinkel der Stellglieder
in Abhängigkeit von der Zeit. Die Fig. 4 bildet die Stellvorgänge des Standes der
Technik ab; die Fig. 5 die entsprechenden Stellvorgänge bei der erfindungsgemäßen
Auslösevorrichtung 1. Wie ersichtlich, erhöht sich gemäß Fig. 4 bei der Ankerbewegung
und der Stellbewegung der Auslöseklinke 6.3 zunächst der Weg über der Zeit progressiv.
Mit Erreichen der Endposition der Auslöseklinke 6.3 starten bei der aus dem Stand
der Technik vorbekannten konventionellen Auslösemechanik die Stellvorgänge Auslösen
eines Schaltschlosses und Betätigen eines Hilfsschalters. Während dieser Phase erfolgt
auch die Rückstellung der Auslöseklinke 6.3 und die damit einhergehende Rückstellung
des Ankers 2.1 des Auslösemagneten 2. Alle drei bzw. vier Stellvorgänge enden nahezu
zum selben Zeitpunkt. Die zum Antrieb der Auslösemechanik vorgesehene Feder 4 gibt
während der Rotationsbewegung der Nockenwelle 5 ihre Federenergie ab und verteilt
diese gleichzeitig auf alle drei bzw. vier Stellvorgänge, verbunden mit den bereits
erwähnten Nachteilen.
[0026] Bei der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung gemäß den Figuren 1 bis 3 hingegen wird
die Federenergie zu unterschiedlichen Zeitpunkten auf die einzelnen Stellvorgänge
gemäß Fig. 5 wie folgt verteilt:
Zunächst wird der Auslösemagnet 2 bzw. dessen Spulen bestromt und der Anker 2.1 bewegt
sich in axialer Richtung der Auslöseklinke 6.3. Etwas bevor der Anker 2.1 und die
Auslöseklinke 6.3 ihre maximale Auslenkung erreicht haben, gibt die Klinke die Nockenwelle
5 frei. Diese beginnt sich zu drehen und treibt über ihre erste Nocke 5.1 ausschließlich
den Schaltschlosshebel 6.1 an. Für diesen Stellvorgang steht die volle Federkraft
zur Verfügung. Erst nach dem Erreichen des maximalen Drehwinkels, welcher der Endposition
des Schaltschlosshebels 6.1 entspricht, werden alle weiteren Stellvorgänge zeitversetzt
ausgelöst. Zunächst wird die Auslöseklinke 6.3 zurückgestellt, die gleichzeitig den
Anker 2.1 in die Ausgangsposition zurück bewegt. Zwischen dem zeitlichen Ende der
Bewegung des Schaltschlosshebels 6.1 und dem Beginn der kurz darauf startenden Stellbewegung
der zweiten Nocke 5.2 der Nockenwelle 5 zur Betätigung des Hilfsschalterpins 6.2 sowie
der Rückstellbewegung des Ankers 2.1 liegt eine Sicherheitszeitspanne. Alle vorgenannten
Stellvorgänge, bis auf die Stellbewegung des Schaltschlosshebels 6.1, enden jedoch
nahezu zum selben Zeitpunkt. In der Gesamtbetrachtung der Figuren 4 und 5 ist festzustellen,
dass bei der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung 1 gegenüber der Auslösemechanik
aus dem Stand der Technik ein signifikanter Zeitvorteil hinsichtlich der Einnahme
der Endposition des Schaltschlosses 6.1 zu verzeichnen ist. Mit anderen Worten, das
auf den Leistungsschalter wirkende Schaltschloss wird auf Grund der zeitversetzt startenden
Stellvorgänge schneller ausgelöst, da die gesamte Federkraft auf den zum jeweiligen
Zeitpunkt wichtigen Vorgang konzentriert wird.
[0027] Die Fig. 6 zeigt eine vergleichende Diagrammdarstellung der genutzten Federenergie
entsprechend dem Stand der Technik und der erfindungsgemäßen Auslösevorrichtung 1
bei gegebenen Randbedingungen. Im Diagramm ist die Federenergie über dem Drehwinkel
der Nockenwelle 5 aufgetragen. Bei den vom Stand der Technik vorbekannten Lösungen
ist der Drehwinkel der Auslösewelle kleiner als der Drehwinkel der erfindungsgemäßen
Nockenwelle 5. Damit einher geht die dem Drehwinkel zugeordnete, genutzte Federenergie,
die bei der Auslösewelle der bekannten Lösungen geringer als bei der Nockenwelle 5
der erfindungsgemäßen Lösung ist. Der erfinderische Mehrwert entspricht dem zur Verfügung
stehenden Delta ΔE der nutzbaren Federenergie. Die unterschiedlichen Drehwinkel der
erfindungsgemäßen Nockenwelle 5 gegenüber der herkömmlichen Auslösewelle führen dazu,
dass bei der Erfindung einerseits die vorhandene Federenergie effizienter genutzt
werden kann und andererseits dass der Stellvorgang des Auslösen des Schaltschlosses
6.1 sowohl zu einem früheren Zeitpunkt beginnt als auch schneller absolviert ist.
Die Auslösevorrichtung 1 wird jedoch erst zurückgestellt, nachdem der Schaltschlosshebel
6.1 seine Endposition eingenommen hat.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0028]
- 1
- Auslösevorrichtung
- 2
- Auslösemagnet
- 2.1
- Anker
- 3
- Kurvenkontur
- 4
- Feder
- 5
- Nockenwelle
- 5.1
- erste Nocke
- 5.2
- zweite Nocke
- 5.3
- Sperrnocke
- 5.4
- Mitnehmernocke
- 6
- Betätigungsmittel
- 6.1
- Schaltschlosshebel
- 6.2
- Hilfsschalterpin
- 6.3
- Auslöseklinke
1. Auslösevorrichtung (1), insbesondere für Leistungsschalter, zumindest aufweisend einen
steuerbaren Auslösemagneten (2) mit Anker (2.1), der in Wirkverbindung zu einer nachgeordneten
Auslöseklinke (6.3) steht, welche mit einer auf den Leistungsschalter wirkenden Auslösemechanik,
die mit einer als Kraftverstärker dienenden vorgespannten Feder (4) gekoppelt ist,
in Eingriff steht, wobei die Auslösemechanik eine Nockenwelle (5) mit mehreren Nocken
(5.1, 5.2, 5.4) umfasst, wobei jeder drehwinkelversetzten Nocke (5.1, 5.2, 5.4) jeweils
ein Betätigungsmittel (6) zugeordnet ist, und im Auslösefall zumindest zwei den jeweiligen
Betätigungsmitteln (6.1, 6.2, 6.3) zugeordnete Stellvorgänge zeitlich nacheinander
ablaufen, so dass auf zumindest eines dieser Betätigungsmittel (6.1, 6.2, 6.3) zum
Absolvieren des zugehörigen Stellvorgangs die vollständige Federkraft über die Nockenwelle
(5) übertragen wird, wobei die zeitkritische Hauptfunktion Auslösen eines Schaltschlosses
zuerst und mit maximaler Geschwindigkeit abläuft, dadurch gekennzeichnet, dass
als Stellvorgänge das Auslösen eines Schaltschlosses, das Betätigen eines Hilfsschalters,
die Rückstellbewegung der Auslöseklinke (6.3) und die Rückstellung des Ankers (2.1)
des Auslösemagneten (2) vorgesehen sind, und dass das als Schaltschlosshebel (6.1)
ausgebildete erste Betätigungsmittel (6) eine Kurvenkontur (3) aufweist, die derart
ausgebildet ist, dass nach Einnahme der Endposition des Schaltschlosshebels (6.1)
bei einer durch die Federkraft bedingten weiteren Drehbewegung der Nockenwelle (5)
die dem Schaltschlosshebel (6.1) zugeordnete Nocke (5.1) entlang der Kurvenkontur
(3) gleitet, wobei sich der Drehwinkel der Nockenwelle (5) deutlich erhöht, ohne dass
sich die Endposition des Schaltschlosshebels (6.1) verändert.
2. Auslösevorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest drei Betätigungsmittel (6) vorgesehen ist, von denen ein erstes Betätigungsmittel
(6) als Schaltschlosshebel (6.1) eines Schaltschlosses, ein zweites Betätigungsmittel
(6) als Hilfsschalterpin (6.2) eines Hilfsschalters und ein drittes Betätigungsmittel
(6) als Auslöseklinke (6.3) ausgebildet ist.
3. Auslösevorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweiligen Stellvorgänge zumindest partiell zeitlich nacheinander, d. h. sequentiell,
ablaufen, wobei zwischen dem Ende eines Stellvorgangs und dem Beginn eines darauf
folgenden Stellvorgangs eine Sicherheitszeitspanne liegt.
4. Auslösevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungsmittel (6.1, 6.2, 6.3) eine lineare oder rotatorische Stellbewegung
ausführen.
5. Auslösevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich durch den erhöhten Drehwinkel der Nockenwelle (5) der nutzbare Federweg erhöht
und die Energieausbeute bei gegebener Maximalkraft stark ansteigt, beispielsweise
auf das Doppelte.
6. Auslösevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass erst nach Einnahme der Endposition des Schaltschlosshebels (6.1) die Rückstellbewegung
der Auslöseklinke (6.3) und die damit einhergehende, jedoch zeitlich versetzte Rückstellbewegung
des Ankers (2.1) des Auslösemagneten (2) erfolgen.
7. Auslösevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Erzielung kürzester Schaltzeiten das als Schaltschlosshebel (6.1)
ausgebildete erste Betätigungsmittel (6) seinen Stellvorgang vollständig abgeschlossen
hat, bevor weitere Stellvorgänge durch die Nocken (5.2, 5.4) der Nockenwelle (5) ausgelöst
werden.
8. Auslösevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der Nockenwelle (5) unter Verwendung eines Koppelgetriebes zum Schaltschlosshebel
(6.1) übertragen wird.
9. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen den beiden Federaufhängungen und dem Drehpunkt der Nockenwelle
(5) so gewählt ist, das die Federarbeit bei gegebenem Drehwinkel der Nockenwelle (5)
maximal wird.
10. Auslösevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Auslösemechaniken vorgesehen sind, die in Kraftwirkungsrichtung hintereinander,
d. h. kaskadenartig angeordnet sind.
11. Auslösevorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Auslöseklinke (6.3) und die Sperrnocke (5.3) jeweils nach dem Prinzip der Stichpunktversetzung
ausgebildete Konturen aufweisen, wodurch die Auslöseklinke (6.3) mit reduziertem Kraftaufwand
bewegt werden kann und die verklinkte Nockenwelle (5) schneller freigegeben wird.
1. Tripping apparatus (1), particularly for circuit breakers, which comprises at least
a controllable tripping magnet (2) with an armature (2.1) which is operatively connected
to a downstream tripping catch (6.3), which engages in a tripping mechanism that acts
on the circuit breaker and is coupled to a preloaded spring (4) serving as a force
amplifier, wherein the tripping mechanism comprises a camshaft (5) having a plurality
of cam lobes (5.1, 5.2, 5.4), wherein an actuating means (6) is associated with each
cam lobe (5.1, 5.2 and 5.4), respectively arranged at an offset rotational angle,
and when tripped, at least two actuating processes associated with the respective
actuating means (6.1, 6.2, 6.3) take place consecutively, so that the full spring
force is transmitted by means of the camshaft (5) to at least one of said actuating
means (6.1, 6.2, 6.3) so as to perform the relevant actuating process, wherein the
time-critical main function, the tripping of a breaker mechanism, takes place first
and at maximum speed, characterised in that the actuating processes provided are the tripping of a breaker mechanism, the actuating
of an auxiliary switch, the reset movement of the tripping catch (6.3) and the resetting
of the armature (2.1) of the tripping magnet (2), and the first actuating means (6),
which is configured as a breaker mechanism lever (6.1), comprises a curve contour
(3) which is configured such that, after the breaker mechanism lever (6.1) reaches
the end position thereof, on a further rotational movement of the camshaft (5) caused
by the spring force, the cam lobe (5.1) associated with the breaker mechanism lever
(6.1) slides along the curve contour (3), wherein the rotational angle of the camshaft
(5) significantly increases without the end position of the breaker mechanism lever
(6.1) changing.
2. Tripping apparatus (1) according to claim 1, characterised in that at least three actuating means (6) are provided, of which a first actuating means
(6) is configured as a breaker mechanism lever (6.1) of a breaker mechanism, a second
actuating means (6) is configured as an auxiliary switch pin (6.2) of an auxiliary
switch and a third actuating means (6) is configured as a tripping catch (6.3).
3. Tripping apparatus (1) according to claim 1 or 2, characterised in that the respective actuating processes preferably take place at least partially one after
the other, i.e. sequentially, although between the end of one actuating process and
the start of a subsequent actuating process, there is a safety timespan.
4. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 3, characterised in that the actuating means (6.1, 6.2, 6.3) perform a linear or rotational actuating movement.
5. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 4, characterised in that, as a result of the increased rotational angle of the camshaft (5), the usable travel
of the spring is increased and the energy utilisation at a given maximum force increases
greatly, for example, doubles.
6. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 5, characterised in that the reset movement of the tripping catch (6.3) takes place only after the breaker
mechanism lever (6.1) reaches the end position thereof and after the associated, but
temporally offset, reset movement of the armature (2.1) of the tripping magnet (2).
7. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 6, characterised in that in order to obtain the shortest switching times, the first actuating means (6) configured
as a breaker mechanism lever (6.1) has fully completed the actuating process thereof
before further actuating processes are tripped by the cam lobes (5.2, 5.4) of the
camshaft (5).
8. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 7, characterised in that the movement of the camshaft (5) is transmitted to the breaker mechanism lever (6.1)
making use of a coupling mechanism.
9. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 8, characterised in that the angle between the two spring attachments and the rotation point of the camshaft
(5) is selected such that the spring work is at a maximum at a given rotational angle
of the camshaft (5).
10. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 9, characterised in that at least two tripping mechanisms are provided, arranged one after another in the
direction of action of the force, i.e. in cascaded manner.
11. Tripping apparatus (1) according to one of the claims 1 to 10, characterised in that the tripping catch (6.3) and the blocking cam (5.3) each have contours configured
according to the principle of point-of-action displacement, according to which the
tripping catch (6.3) can be moved with reduced force application and the latched camshaft
(5) is released quicker.
1. Dispositif de déclenchement (1), en particulier pour un interrupteur de puissance,
présentant au moins un aimant de déclenchement (2) pouvant être commandé et comprenant
une armature (2.1) qui est en liaison active avec un cliquet de déclenchement (6.3)
disposé en aval, cliquet de déclenchement qui vient en prise avec un mécanisme de
déclenchement agissant sur l'interrupteur de puissance, mécanisme de déclenchement
qui est couplé à un ressort précontraint (4) servant d'amplificateur de puissance,
où le mécanisme de déclenchement comprend un arbre à cames (5) comportant plusieurs
cames (5.1, 5.2, 5.4), où un moyen d'actionnement (6) est associé à chaque fois à
chaque came (5.1, 5.2, 5.4) décalée suivant un angle de rotation et, en cas de déclenchement,
il se produit successivement dans le temps, au moins deux processus de commande associés
aux moyens d'actionnement respectifs (6.1, 6.2, 6.3), de sorte que, sur au moins l'un
de ces moyens d'actionnement (6.1, 6.2, 6.3), la totalité de la force du ressort est
transmise par l'arbre à cames (5), pour l'achèvement du processus de commande associé,
où la fonction principale à temps critique, à savoir le déclenchement d'un verrou
de commutation, se déroule en premier et à vitesse maximale, caractérisé en ce qu'il est prévu, comme processus de commande, le déclenchement d'un verrou de commutation,
l'actionnement d'un interrupteur auxiliaire, le mouvement de rappel du cliquet de
déclenchement (6.3) et le retour à l'état initial de l'armature (2.1) de l'aimant
de déclenchement (2), et en ce que le premier moyen d'actionnement (6) conçu comme un levier de verrou de commutation
(6.1) présente un contour de courbe (3) qui est configuré de manière telle, que la
came (5.1) associée au levier de verrou de commutation (6.1) glisse le long du contour
de courbe (3) lors d'un autre mouvement de rotation de l'arbre à cames (5) dû à la
force du ressort, après que le levier de verrou de commutation (6.1) s'est placé dans
sa position de fin de course, où l'angle de rotation de l'arbre à cames (5) augmente
nettement, sans que la position de fin de course du levier de verrou de commutation
(6.1) se modifie.
2. Dispositif de déclenchement (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins trois moyens d'actionnement (6) dont un premier moyen d'actionnement
(6) est conçu comme un levier de verrou de commutation (6.1) d'un verrou de commutation,
un deuxième moyen d'actionnement (6) est conçu comme une broche d'interrupteur auxiliaire
(6.2) d'un interrupteur auxiliaire, et un troisième moyen d'actionnement (6) est conçu
comme un cliquet de déclenchement (6.3).
3. Dispositif de déclenchement (1) selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les processus de commande respectifs se déroulent au moins partiellement l'un après
l'autre dans le temps, c'est-à-dire de façon séquentielle, où un laps de temps de
sécurité est présent entre la fin d'un processus de commande et le début d'un processus
de commande qui lui succède.
4. Dispositif de déclenchement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les moyens d'actionnement (6.1, 6.2, 6.3) exécutent un mouvement de commande linéaire
ou rotatif.
5. Dispositif de déclenchement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la course utile du ressort augmente sous l'effet de l'angle de rotation augmenté
de l'arbre à cames (5) et, dans le cas d'une force maximale donnée, le rendement énergétique
augmente fortement, par exemple est doublé.
6. Dispositif de déclenchement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le mouvement de rappel du cliquet de déclenchement (6.3) et le mouvement de rappel
de l'armature (2.1) de l'aimant de déclenchement (2), intervenant avec lui mais en
étant décalé dans le temps, se produisent seulement après que le levier de verrou
de commutation (6.1) s'est placé dans sa position de fin de course.
7. Dispositif de déclenchement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que, dans le but d'obtenir les temps de commutation les plus courts, le premier moyen
d'actionnement (6) conçu comme un levier de verrou de commutation (6.1) a complètement
achevé son processus de commande, avant que d'autres processus de commande soient
déclenchés par les cames (5.2, 5.4) de l'arbre à cames (5).
8. Dispositif de déclenchement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le mouvement de l'arbre à cames (5) est transmis au levier de verrou de commutation
(6.1), grâce à l'utilisation d'un engrenage couplé.
9. Dispositif de déclenchement selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'angle formé entre les deux suspensions à ressort, et le point de rotation de l'arbre
à cames (5), est choisi de manière telle, que le travail du ressort soit maximal dans
le cas d'un angle de rotation donné de l'arbre à cames (5).
10. Dispositif de déclenchement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce qu'il est prévu au moins deux mécanismes de déclenchement qui sont disposés l'un derrière
l'autre, c'est-à-dire en cascade, dans la direction de l'effet dynamique.
11. Dispositif de déclenchement (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que le cliquet de déclenchement (6.3) et la came de blocage (5.3) présentent respectivement
des contours configurés selon le principe du décalage par points échantillons, grâce
à quoi le cliquet de déclenchement (6.3) peut être déplacé avec un déploiement de
force réduit, et l'arbre à cames encliqueté (5) est libéré plus rapidement.
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