[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Bodenpflegegerät als Bürststaubsauger, bestehend
aus einem in dem Boden zugewandten Bürstvorsatz mit einer angetriebenen Bürstwalze
und einem Sauggebläse, wobei über ein verschwenkbares Verbindungselement ein Filtergehäuse
mit einer Handhabe verbunden ist, wobei ein elektrisches Sauggebläse die mit Schmutz
beladene Luft über eine Steigleitung in einen oberen Bereich des Filtergehäuses führt
und die Steigleitung mit einem starren Handsaugrohr für Nebensaugarbeiten lösbar am
Filtergehäuse angeordnet ist, wobei der Bürstvorsatz Laufrollen aufweist, und wobei
wenigstens eine Laufrolle zur Anpassung der Bürstwalze an die vorliegenden Arbeitsverhältnisse
zur Verstellung der Bürstwalze gegenüber dem Boden höhenverstellbar angeordnet ist.
[0002] Es ist bei Anordnungen dieser Art bekannt, eine Höhenverstellung für die Bürstwalze
in unterschiedlicher Weise vorzunehmen, um eine Anpassung der Bürstwalze an die vorliegenden
Arbeitsverhältnisse, wie Untergrund-beschaffenheit und Bürstenabnutzung, vorzunehmen.
Im Wesentlichen sind elektrische/elektronische Verstellvorrichtungen bekannt, um die
Verstellung der Bürstwalze vorzunehmen und gleichförmige Auflagekräfte der Bürstwalze
unabhängig vom Untergrund zu gewährleisten. Diese bekannten Ausbildungen sind relativ
aufwendig und empfindlich. Ferner ist es bekannt, durch manuelle Einstellungen einer
Laufrolle die Bürstwalze im Abstand zum Boden einzustellen. Hierbei hat sich gezeigt,
dass die Einstellung wegen der Handhabung in der Praxis nicht durchgeführt wird, da
die Zugänglichkeit nicht bedienerfreundlich ist bzw. die Bedienung nur am Boden durchführbar
ist. Druckschriftlicher Stand der Technik ist in der
US 2007 0 209 144 A1 und in der
US 2 734 217 A gezeigt.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Verbesserung von mechanischen Einstellvorrichtungen
für Bürstwalzen von gattungsgemäßen Bodenpflegegeräten zu schaffen, die eine bedienungsfreundliche
Höhenverstellung der Bürstwalze ermöglicht.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß dadurch, dass die höhenverstellbare
Laufrolle im Bürstvorsatz über einen Drucktaster als Betätigungselement im oben liegenden
Gehäusebereich des Bürstvorsatzes auf eine mehrstufig schaltbare Raste einer Weiterschaltmechanik
zur Höhenverstellung der Laufrolle über eine verstellbare Stellachse gekoppelt ist,
und dass das lösbare Handsaugrohr des Filtergehäuses als Betätigungselement einer
Steuerfläche des Drucktasters am Bürstvorsatz dient, wobei die Steuerfläche des Drucktasters
eine Aufnahme zur korrespondieren Aufnahme eines Randbereiches des Handsaugrohres
aufweist.
[0005] Hierdurch wird ermöglicht, dass durch den im oberen liegenden Gehäusebereich des
Bürstvorsatzes die Höheneinstellung durch das lösbare Handsaugrohr aus dem Stand des
Bedieners durchführbar ist.
[0006] Zur Verbesserung der Betätigung ist bei einem Ausführungsbeispiel vorgesehen, dass
die Steuerfläche des Drucktasters eine Fuge bzw. Vertiefung als Aufnahme zur korrespondieren
Aufnahme eines Randbereiches des Handsaugrohres aufweist. Durch die Fuge wird somit
eine seitliche Anlagefläche für das Handsaugrohr geschaffen, die eine sichere Wirkverbindung
zwischen dem Handsaugrohr und dem Druckschalter bei Druckbetätigung ermöglicht und
ein Wegrutschen des Handsaugrohrs bei Druckbetätigung verhindert.
[0007] Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Steuerfläche
des Drucktasters eine Erhebung als Aufnahme zur korrespondieren Aufnahme eines Randbereiches
des Handsaugrohres aufweist. Die Erhebung kann beispielsweise ein Steg, eine Rippe,
zumindest ein Stift bzw. Pin und dergleichen sein. Somit wird analog zur Vertiefung
durch die Erhebung eine seitliche Anlagefläche für das Handsaugrohr geschaffen, die
eine sichere Wirkverbindung zwischen dem Handsaugrohr und dem Druckschalter bei Druckbetätigung
ermöglicht und ein Wegrutschen des Handsaugrohrs bei Druckbetätigung verhindert.
[0008] Zudem kann die Steuerfläche einen Betätigungsabschnitt zur Fußbetätigung aufweisen
bzw. die Aufnahme derart ausgebildet sein, dass eine Fußbetätigung gewährleistet ist.
Durch die Fußbetätigung ist ebenfalls eine Höhenverstellung aus dem Stand des Bedieners
durchführbar.
[0009] Eine vorteilhafte Anordnung besteht darin, dass der Drucktaster im Randbereich des
Gehäuses des Bürstvorsatzes angeordnet ist.
[0010] Um die aktuelle Höheneinstellung zu dokumentieren, ist vorgesehen, dass die mehrstufige
schaltbare Raste mit einem rotierenden Element zur Stellungsanzeige verbunden ist,
die über ein Sichtfenster im Bürstvorsatz als eingestellte Höheneinstellung der Laufrolle
anzeigbar ist.
[0011] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt.
Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Bürststaubsauger mit einem Bürstvorsatz und einem aufgesetzten Filtergehäuse
mit einem lösbaren starren Handsaugrohr,
- Fig. 2
- einen Bürstvorsatz des Bürstenstaubsaugers,
- Fig. 3
- eine Prinzipdarstellung einer Weiterschaltungs-mechanik zur Höhenverstellung einer
Laufrolle,
- Fig. 4
- eine Zuordnung aufzusetzendem Handsaugrohr und Drucktaster und
- Fig. 5
- eine Seitenansicht entsprechend der Fig. 3.
[0012] Der dargestellte Bürststaubsauger besteht aus einem Bürstvorsatz 1 und einem aufsetzbaren
Filtergehäuse 2 mit einer Handhabe, wobei der Bürstvorsatz 1 in bekannter Weise einen
Motor 3 für ein nicht näher dargestelltes Sauggebläse und eine angedeutete Bürstwalze
4 aufweist. Die Verbindung zwischen Bürstvorsatz 1 und Filtergehäuse 2 erfolgt über
ein verschwenkbares Verbindungselement 5 mit Luftführungskanälen 6 als Anschlussstutzen.
Das Filtergehäuse 2 besitzt eine Steigleitung mit einem starren Handsaugrohr 21 für
Nebensaugarbeiten, das lösbar am Filtergehäuse 2 angeordnet ist.
[0013] Der Bürstvorsatz 1 ist über zwei hintere Laufrollen 7 und einer vorderen Laufrolle
8 im Abstand zum Boden angeordnet.
[0014] Die vordere Laufrolle 8 ist dabei zur Einstellung einer Arbeitshöhe der Bürstwalze
4 höheneinstellbar angeordnet. Die Höheneinstellung der Laufrolle 8 erfolgt über einen
Drucktaster 9 mit einer Druckfeder 10 zur Betätigung, der an der Oberseite im Randbereich
des Gehäuses 11 des Bürstvorsatzes 1 angeordnet ist. Der Drucktaster 9 wirkt dabei
über ein Betätigungselement 12 als Blattfeder mit einem Stift auf ein drehbares Stellrad
13 als Rasten 14 über entsprechende Rippen 15. Dabei wird über eine verbundene Schwinge
16 mit einer verstellbaren Stellachse 17 die Laufrolle 8 entsprechend den Anforderungen
in ihrer Höhe eingestellt. Durch eine Weiterschaltung wird die Laufrolle 8 auch in
ihrer Höheneinstellung wieder abgesenkt.
[0015] Für die Betätigung des Drucktasters 9 über das Handsaugrohr 6 ist vorgesehen, dass
die Steuerfläche eine Aufnahme zur korrespondierenden Aufnahme eines Randbereiches
des Handsaugrohres 6 aufweist. Die Aufnahme ist hier beispielsweise als eine Vertiefung
in Form einer Fuge für den Randbereich des Handsaugrohres 6 ausgebildet.
[0016] Das Stellrad 13 ist über einen Zahnkranz 22 mit einem rotierenden Element 19 zur
Stellungsanzeige verbunden, die über ein Sichtfenster 20 im Bürstvorsatz 1 eine eingestellte
Höheneinstellung der Laufrolle 8 anzeigt.
[0017] Offenbart ist ein Bodenpflegegerät mit einem höhenverstellbaren Bürstvorsatz, dessen
Drucktaster zur Höhenverstellung über ein Handsaugrohr des Bodenpflegegerätes betätigbar
ist, wobei der Drucktaster eine Aufnahme zur Aufnahme eines Randbereiches eines Handsaugrohres
und/oder zur Fußbetätigung aufweist.
1. Bodenpflegegerät als Bürststaubsauger, mit einem dem Boden zugewandten Bürstvorsatz
(1) mit einer angetriebenen Bürstwalze (4) und mit einem elektrischen Sauggebläse,
wobei über ein verschwenkbares Verbindungselement ein Filtergehäuse mit dem Bürstvorsatz
verbunden ist, das elektrisches Sauggebläse die mit Schmutz beladene Luft über eine
Steigleitung in einen oberen Bereich des Filtergehäuses führt, die mit einem starren
Handsaugrohr für Nebensaugarbeiten lösbar am Filtergehäuse angeordnet ist, wobei der
Bürstvorsatz (1) Laufrollen (7, 8) aufweist, von denen wenigstens eine zur Anpassung
der Bürstwalze (4) an die vorliegenden Arbeitsverhältnisse zur Verstellung der Bürstwalze
(4) gegenüber dem Boden höhenverstellbar angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die höhenverstellbare Laufrolle (8) im Bürstvorsatz (1) über einen Drucktaster (9)
als Betätigungselement im oben liegenden Gehäusebereich (11) des Bürstvorsatzes (1)
auf eine mehrstufig schaltbare Raste (13, 14, 15) einer Weiterschaltmechanik zur Höhenverstellung
der Laufrolle (8) über eine verstellbare Stellachse (17) gekoppelt ist, wobei das
lösbare Handsaugrohr (21) des Filtergehäuses (2) als Betätigungselement einer Steuerfläche
des Drucktasters (9) am Bürstvorsatz (1) dient, die hierzu eine korrespondieren Aufnahme
zur Aufnahme eines Randbereiches des Handsaugrohres (21) aufweist.
2. Bodenpflegegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche des Drucktasters (9) eine Fuge (18) als Aufnahme zur korrespondieren
Aufnahme eines Randbereiches des Handsaugrohres (21) aufweist.
3. Bodenpflegegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche des Drucktasters (9) eine Erhebung als Aufnahme zur korrespondieren
Aufnahme eines Randbereiches des Handsaugrohres (21) aufweist.
4. Bodenpflegegerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerfläche des Drucktasters (9) einen Betätigungsabschnitt zur Fußbetätigung
aufweist.
5. Bodenpflegegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drucktaster (9) im Randbereich des Gehäuses (11) des Bürstvorsatzes (1) angeordnet
ist.
6. Bodenpflegegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mehrstufige schaltbare Raste (13, 14, 15) mit einem rotierenden Element (19)
zur Stellungsanzeige verbunden ist, die über ein Sichtfenster (20) im Bürstvorsatz
(1) als eingestellte Höheneinstellung der Laufrolle (8) anzeigbar ist.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente