[0001] Die Erfindung betrifft einen Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch für die Wartung on Hausgeräten,
insbesondere Einbauhaushaltsgeräten, mit einem ersten Rahmen und mit einer Arbeitsplattform,
die mittels einer Hubeinrichtung, die eine Scherenkonstruktion umfasst, gegenüber
dem ersten Rahmen stufenlos höhenverstellbar ist. Der erste Rahmen ist einer Aufstandfläche
des Hausgeräte-Wartungs-Hubtischs näher angeordnet, als die Arbeitsplattform.
[0002] Einen derartigen Hubtisch zeigt die
US 6 431 319 B1. Er umfasst einen ersten Rahmen, an dem vier Räder schwenkbar angebracht sind. Ein
zweiter Rahmen trägt eine Arbeitsplatte, die gegenüber dem ersten Rahmen horizontal
verfahrbar ist. Zwischen dem ersten und dem zweiten Rahmen ist eine Doppelscherenkonstruktion
angeordnet, mit der der zweite Rahmen gegenüber dem ersten Rahmen stufenlos höhenverstellbar
ist. Sie ermöglicht außerdem ein Zusammenfalten des Hubtisches, so dass er bei Nichtgebrauch
leichter transportabel ist und weniger Platz einnimmt. Der Hubtisch bietet einen hohen
Bedienkomfort, der allerdings durch einen hohen konstruktiven Aufwand erkauft wird.
Der Hubtisch wird dadurch teuer und schwer.
[0003] Ein weiterer Hubtisch ist aus
US5588377 A bekannt.
[0004] Die Erfindung hat daher die Aufgabe, einen Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch, anzugeben,
der kostengünstig in der Herstellung und leicht zu handhaben ist.
[0005] Unter einem Hausgerät wird insbesondere ein Einbauhaushaltsgerät verstanden, das
zur Haushaltsführung eingesetzt wird, und das insbesondere in Umbaumöbel einer Küche
integriert ist. Das kann beispielsweise eine Geschirrspülmaschine, ein Gargerät, eine
Dunstabzugshaube, ein Kältegerät, ein Kaffeevollautomat oder auch eine Waschmaschine
oder ein Wäschetrockner sein.
[0006] Bei einem Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch, insbesondere für die Wartung von Einbauhaushaltsgeräten,
mit einem ersten Rahmen und Beinen,die von einer Erstreckungsebene des ersten Rahmens
abstehen, wobei der erste Rahmen auf einer den Beinen gegenüberligenden Seite eine
Hubeinrichtung trägt, die eine Scherenkonstruktion umfasst, auf der ein zweiter Rahmen
angebracht ist, der eine Arbeitsplattform trägt, wobei die Scherenkonstruktion durch
Drehen einer Kurbel oder durch Einsatz eines Bohrschraubers auseinander- und zusammenfahrbar
ist, so dass sich ein Abstand zwischen dem ersten Rahmen und dem zweiten Rahmen stufenlos
verstellen lässt, und wobei eine Arbeitsplatte, die an einer Stirnfläche der Arbeitsplattform
montiert ist, so dass sie sich in deren Ebene erstreckend unmittelbar an sie anschließt,
wird die oben genannte Aufgabe dadurch gelöst, dass an der Arbeitsplatte wenigstens
ein Stützfuß angeordnet ist, der die Arbeitsplatte an ihrer der Arbeitsplattform abgewandten
Seite abstützt.
[0007] Die Arbeitsplattform des Hubtischs befindet sich aus Stabilitätsgründen regelmäßig
im Wesentlichen senkrecht oberhalb des ersten Rahmens. Bei der Wartung von Hausgeräten
kann der Hubtisch damit nicht immer unmittelbar unter das Hausgerät gefahren werden,
um es auf den Hubtisch abzulassen. Dies ist vor allem bei der Montage oder Demontage
von Dunstabzugshauben über einer Kochmulde nicht möglich. Der Hubtisch verfügt daher
über eine Arbeitsplatte, die an einer Stirnfläche der Arbeitsplattform montierbar
ist, so dass sich die Arbeitsplatte in der Ebene der Arbeitsplattform erstreckend
unmittelbar an sie anschließt. Bei einer rechteckig ausgebildeten Arbeitsplattform
kann die Arbeitsplatte an eine der Stirnflächen der beiden Längsseiten oder der beiden
Schmalseiten der Arbeitsplattform montierbar sein. Durch die zusätzliche Arbeitsplatte
kann eine Arbeitsebene geschaffen werden, die die Arbeitsplattform nicht nur vergrößert.
Sie erleichtert auch die Wartung des Hausgeräts, weil es lediglich auf die Arbeitsplatte
abgelassen werden muss, ohne in horizontaler Richtung auf die Arbeitsplattform gehoben
zu werden. Vielmehr kann es mit weitaus geringerem Kraftaufwand von der Arbeitsplatte
auf die Arbeitsplattform geschoben bzw. gezogen werden. Auch dies stellt eine konstruktiv
deutlich einfachere und damit kostengünstigere und leichtere Konstruktion dar als
diejenige des Standes der Technik. Der Anschluss der Arbeitsplatte an der Arbeitsplattform
kann über nahezu jede Kopplungsvorrichtung erfolgen, bei der die Arbeitsplatte und
die Arbeitsplattform im Wesentlichen in derselben Ebene liegen. Er kann beispielsweise
durch Einhängen der Arbeitsplatte in Haken an der Plattform oder durch Einschieben
in eine Nut- und Feder-Verbindung erfolgen. Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung
der Erfindung kann der Hubtisch über eine biegesteife Verbindung zwischen der Arbeitsplattform
und der Arbeitsplatte verfügen. Sie verhindert ein Einknicken des Hubtischs an der
Verbindungsstelle und bietet damit eine hohe Stabilität des vergrößerten Hubtischs.
Eine biegesteife Verbindung verfügt über einen lotrecht zu den aneinander stoßenden
Stirnseiten der Arbeitsplattform und der Arbeitsplatte verlaufenden biegesteifen Riegel,
der in an sich bekannter Weise an der Plattform und/oder an der Platte gesichert wird.
[0008] Die auskragende Arbeitsplatte muss abgestützt werden, weil sie andernfalls bei Belastung
den Hubtisch kippen würde. Erfindungsgemäß verfügt der Hubtisch daher über wenigstens
einen Stützfuß an der Arbeitsplatte, die sie an ihrer der Arbeitsplattform abgewandten
Seite abstützt. Dies kann eine Stütze sein, die die gesamte Arbeitshöhe des Hubtisches
überbrückt und die Arbeitsplatte auf der Standfläche des Hubtisches abstützt. Regelmäßig
genügt jedoch die Abstützung der Arbeitsplatte auf einer Arbeitsebene im Bereich des
zu wartenden Hausgeräts, zum Beispiel einer Küchenarbeitsplatte. Der Stützfuß kann
daher kurz ausfallen und zum Beispiel aus einem nicht verwendeten Bein des Hubtisches
bestehen. Er kann daher in der gleichen Weise wie die Beine des Hubtisches, also in
einem Köcher ggf. mit einer Raste oder Rändelschraube als Sicherung, an der Arbeitsplatte
befestigt sein. Die gleichartige Befestigung der Beine einerseits und des Stützfußes
andererseits bietet nicht nur eine einfache und leichte Konstruktion, sondern auch
einen Bedienungsvorteil. Die Verwendbarkeit mindestens eines Beins des Hubtisches
als Stützfuß reduziert zudem die Anzahl erforderlicher Einzelteile des Hubtisches,
was wiederum seinem Gewicht und seinem Bedienkomfort zu Gute kommt. Der Stützfuß ist
insbesondere an seiner Auflagefläche mit einem Schutz, wie beispielsweise einer Filzauflage,
versehen, um Beschädigung bzw. Verkratzen der Küchenarbeitsplatte zu vermeiden.
[0009] Unterschiedliche Höhen der Arbeitsplatte können durch unterschiedlich lange und austauschbare
Stützfüße eingerichtet werden. Es können auch mehrere Stützfüße untereinander zusammensteckbar
sein, um zusammen einen weiteren Stützfuß addierter Länge zu ergeben. Die Stützfüße
können entweder selbst aneinandersteckbar sein oder ein Kupplungsteil erfordern, das
in beide Stützfüße eingeschoben und dort ggf. verriegelt werden kann. Damit können
die Stützfüße ohne nennenswerten Zusatzaufwand eine weitere Einstellmöglichkeit für
die Arbeitsplatte bieten. Nach einer dazu alternativen Ausgestaltungsform der Erfindung
kann der Stützfuß selbst längenverstellbar sein. Dazu kann er aus mehreren Segmenten
zusammensteckbar sein. Er kann alternativ dazu stufenlos längenverstellbar sein, indem
er beispielsweise zweiteilig ausgebildet ist und die zwei Teile des Fußes über ein
Gewinde gegeneinander verdrehbar sind. Er kann beispielsweise aus einem metallenen
Außenrohr und einem Innenteil aus Kunststoff bestehen, die jeweils über ein passendes
Gewinde verfügen. Durch gegenseitige Verdrehung des Außenrohrs und des Innenteils
kann er an weitgehend jede Arbeitshöhe der Arbeitsplattform angepasst werden. Damit
bietet er einen höheren Komfort gegenüber Stützfüßen mit unveränderbarer Länge, weil
sie nicht mehr die Höhe der Arbeitsplattform bestimmt.
[0010] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verfügt der Hubtisch
über einen Stoßschutz am Wagen. Er kann aus Gummipuffern bzw. Gummipolstern bestehen,
die zumindest an einer Frontseite des Hubtisches angebracht sind, die in der Gefahr
stehen, beispielsweise mit den Möbeln einer Kücheneinbauleiste in Kontakt zu kommen.
Der Stoßschutz verhindert, dass im Einsatz des Hubtisches die Möbel beschädigt werden,
in denen das zu wartende Einbaugerät verbaut ist.
[0011] Das Prinzip der Erfindung wird im Folgenden beispielshalber anhand einer Zeichnung
noch näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Figur 1:
- einen erfindungsgemäßen Hubtisch in einer Arbeitsposition mit einer angesteckten Arbeitsplatte,
- Figur 2:
- eine Detailansicht des Anschlusses der Arbeitsplatte an die Arbeitsplattform, und
- Figur 3:
- den Hubtisch über einer Kochmulde
[0012] Der erfinderische Hubtisch 1 besteht gemäß Figur 1 aus einem handgeführt verfahrbaren
Wagen 2 und einer Hubeinrichtung 3. Der Wagen 2 setzt sich aus einem im Wesentlichen
rechteckigen ersten, unteren Rahmen 10 und Beinen 18 zusammen, die von einer Erstreckungsebene
des ersten Rahmens 10 rechtwinklig abstehenden. Die Beine 18 haben einen quadratischen
oder rechteckigen Querschnitt und stehen auf einer Aufstandfläche 38 des Hubtischs
1 auf, auf der auch ein Möbelstück 36 steht, beispielsweise eine Küchenzeile.
[0013] Auf seiner den Beinen 18 gegenüberliegenden Seite trägt der Rahmen 10 die Hubeinrichtung
3. Sie umfasst eine Scherenkonstruktion 16, auf der ein zweiter, oberer Rahmen 14
angebracht ist. Er trägt eine Arbeitsplattform 12. Der zweite Rahmen 14 ist ebenfalls
rechteckig und entspricht in seinen Abmessungen im Wesentlichen denen des ersten Rahmens
10. Die Scherenkonstruktion 16 lässt sich durch Drehen einer Kurbel 26 in den Drehrichtungen
A in an sich bekannter Weise auseinander- und zusammenfahren, so dass sich der Abstand
zwischen dem ersten Rahmen 10 und dem zweiten Rahmen 14 stufenlos verstellen lässt.
Da sich der erste Rahmen 10 über die vier starren Beine 18 auf der Aufstandfläche
38 abstützt, verändert sich bei Betätigung der Kurbel 26 die Höhe der Arbeitsplattform
12 in den Hubrichtungen B. Anstelle der Kurbel 26 kann auch der Einsatz eines Bohrschraubers
zum automatisierten Verstellen der Höhe vorgesehen sein.
[0014] Die vier Beine 18 stecken in vier Köchern 22 am Rahmen 10. Sie haben einen quadratischen
oder rechteckigen Querschnitt, der dem Querschnitt der Beine 18 so weit entspricht,
dass sie in die Köcher 22 eingeschoben werden können. Zur Lagesicherung der Beine
18, das heißt insbesondere gegen Herausfallen, sichert sie jeweils eine Rändelschraube
24, die in einem Gewinde im Köcher 22 eingeschraubt ist. Sie verklemmt die Beine 18
innerhalb des Köchers, so dass sie vor allem nicht durch ihr Eigengewicht aus den
Köchern 22 herausgezogen werden können. Zusätzlich werden die Beine 18 jeweils gegen
Herausfallen aus ihren Köchern 22 durch einen Schnappmechanismus gesichert. Beim Einstecken
des Beines 18 in seinen Köcher 22 rastet eine in den Köcher 22 eingelassene federnde
Kugel in eine Aussparung ein, die sich im Bein 18 befindet. Ein versehentliches Herausfallen
des Beines 18 wird damit verhindert, falls die Rändelschraube 24 nicht ordnungsgemäß
angezogen wurde. Auf diese Weise sollen Beschädigungen von Möbeln bzw. Fußboden durch
ein aus seinem Köcher 22 herausfallendes Bein 18 vermieden werden.
[0015] Am gegenüberliegenden Ende der Beine 18 sind Rollen 20 angebracht, durch die der
Wagen 2 und mit ihm der Hubtisch 1 manövrierbar sind. Sie sind um eine Achse in Längsrichtung
der Beine 18 verschwenkbar, so dass der Wagen 2 auch bei beengten Platzverhältnissen
leicht in eine gewünschte Position gebracht werden kann. Ist dagegen ein zuverlässiger
unverrückbarer Stand des Hubtischs 1 gewünscht oder eine empfindliche Aufstandfläche
38 zu berücksichtigen, können die Rollen 20 abgenommen und an ihrer Stelle Aufstellfüße
183 eingesetzt werden. Sie bestehen aus einer Aufstellplatte 185, einer Gewindespindel
187 und einem Koppelungsblock 189. Die Aufstellplatte 185 verteilt die Last des Küchengeräts
und des Hubtischs 1 auf eine große Standfläche und reduziert damit die Flächenpressung
des Hubtischs 1 unter jedem seiner Beine 18 (bzw. 180, 182). Über die Spindel 187,
auf der der Koppelungsblock 189 aufgeschraubt ist, lässt sich durch Verdrehen eine
Feineinstellung der Länge des Beins 18 (bzw. 180, 182) vornehmen und Unebenheiten
der Aufstandfläche 38 ausgleichen. Der Koppelungsblock 189 schafft die lösbare Verbindung
zwischen dem Bein 18 (bzw. 180, 182) und dem Aufstellfuß 183 nach dem gleichen Befestigungsprinzip
wie dem der Beine 18, 180, 182 am Rahmen 10, indem er in das Bein 18 eingeschoben
und dort verriegelt wird.
[0016] An einer Stirnfläche 13 der beiden Schmalseiten oder der beiden Längsseiten der Arbeitsplattform
12 schließt eine Arbeitsplatte 30 an, die ebenfalls rechteckig ist und die gleiche
Breite wie die Arbeitsplattform 12 hat. Sie ist über einen Stützfuß 32 auf einer Oberseite
34 des Möbelstücks 36 abgestützt. Die Arbeitsplatte 30 erstreckt sich in derselben
Ebene wie die Arbeitsplattform 12 und vergrößert dadurch die zur Verfügung stehende
Arbeitsfläche auf dem Hubtisch 1.
[0017] Die Beine 18 sind bei Bedarf gegen andere vier Beine 180 bzw. 182 austauschbar, von
denen jeweils nur eins exemplarisch dargestellt ist. Sie unterscheiden sich untereinander
von den Beinen 18 lediglich durch ihre Länge. Es ist auch möglich, die Beine 18, 180,
182 derart auszubilden, dass Beine unterschiedlicher Sätze zusammensteckbar sind.
Insbesondere kann auch für das Zusammenstecken zweier Beine ein separates Verbindungsteil
zwischen den Beinen vorgesehen sein. Auf diese Weise kann durch Zusammenstecken der
Beine eines ersten Satzes mit den Beinen eines zweiten Satzes ein dritter Satz Beine
gebildet werden. Durch die Wahl der Beine 18, 180 bzw. 182 bzw. ihrer Kombinationen
lässt sich eine Grundarbeitshöhe des Hubtischs 1 auswählen, die durch das Höhenniveau
des ersten Rahmens 10 gebildet wird. Für die Wartung beispielsweise einer Herd-Ofen-Kombination
kann der Hubtisch 1 mit vier Beinen 182 ausgestattet werden, weil die Herd-Ofen-Kombination
in einer Höhe nur knapp über der Aufstandsfläche 38 montiert wird. Nach Lösen der
Herd-Ofen-Kombination aus ihren Verankerungen und Entnahme aus der Küchenzeile kann
sie dann auf dem Hubtisch 1 mit den kurzen Beinen 182 und bei zusammengefahrener Scherenkonstruktion
16 auf die Arbeitsplattform 12 gehoben und beispielsweise abtransportiert oder auf
eine bequeme Arbeitshöhe angehoben werden.
[0018] Für eine andere Wartungstätigkeit, beispielsweise die Wartung einer Dunstabzugshaube
über einer Kochmulde, können dagegen die langen Beine 18 erforderlich sein. Je nach
Einsatzfall wählt der Benutzer die entsprechenden Beine 18, 180 oder 182 bzw. bildet
durch Zusammenstecken eine passende Beinkombination und braucht die für den aktuellen
Einsatz nicht passenden Beine gar nicht erst mitzuführen.
[0019] Nach der Einstellung der Grundarbeitshöhe mittels Auswahl der entsprechenden Beine
18, 180, 182 kann die Höhe der Arbeitsplattform 12 mittels der Scherenkonstruktion
16 und durch Betätigung der Kurbel 26 stufenlos auf die erforderliche Höhe gebracht
werden. Für die Wartung einer Dunstabzugshaube beispielsweise dürfte sie in die dargestellte,
weit ausgefahrene Position zu bringen sein.
[0020] Da der Hubtisch 1 nicht unmittelbar unter die Dunstabzugshaube geschoben werden kann,
lässt sich die Arbeitsplattform 12 mittels der ansteckbaren Arbeitsplatte 30 verlängern.
Sie kann unter die Dunstabzugshaube geschoben und auf der Oberseite 34 der Küchenzeile
36 abgestützt werden. Nach Lösen der Dunstabzugshaube aus ihrer Befestigung kann sie
auf die Arbeitsplatte 30 abgesenkt und zur weiteren Wartung oder Reparatur auf die
Arbeitsplattform 12 gezogen bzw. geschoben werden. Dort ist sie für den Benutzer des
Hubtischs von allen Seiten bequem zugänglich, so dass sie optimal bearbeitet werden
kann.
[0021] Die Arbeitsplatte 30 ist zusätzlich auf ihrer Unterseite mit einer biegesteifen Verriegelung
als Verbindung 56 an der Arbeitsplattform 12 angeschlossen. Sie verhindert, dass die
Arbeitsplatte 30 bei einer Belastung durch ein Einbaugerät insbesondere in der Nähe
der Kopplungsstelle an der Stirnseite 13 kippt. Die Arbeitsplattform 12 und die Arbeitsplatte
30 bilden damit eine durchgehende, nahezu biegesteife Arbeitsebene.
[0022] Figur 2 zeigt die Verbindung zwischen der Arbeitsplattform 12 und der Arbeitsplatte
30 an der Stirnfläche 13. Sie muss einerseits von einem einzigen Benutzer möglichst
ohne Werkzeugeinsatz herstellbar sein und andererseits nahezu das gesamte Gewicht
eines Haushaltsgeräts von der Arbeitsplatte 30 auf die Arbeitsplattform 12 übertragen
können. Gemäß Figur 2 besteht sie aus zwei Scharnieren 40, deren erster Beschlag 41
am zweiten Rahmen 14 und deren zweiter Beschlag 42 an der Arbeitsplatte 30 montiert
ist. Der erste Beschlag 41 weist einen zylindrischen Durchbruch 48 mit einer geradlinigen
Nut 50 auf, die in der Mantelfläche des zylindrischen Durchbruchs 48 verläuft. Der
zweite Beschlag 42 umfasst einen zylindrischen Stift 44 mit in etwa dem gleichen Durchmesser
wie der Durchbruch 48. An seinem freien Ende trägt der zylindrische Stift 44 eine
Nase 46, deren radiale Abmessung der Nut 50 entspricht. In der dargestellten Position
erstreckt sich die Nase 46 radial waagrecht abstehend vom Stift 44. Die Nut 50 dagegen
erstreckt sich in einer Querschnittsansicht und ebenfalls radial, allerdings nicht
waagrecht, sondern gegenüber der Waagrechten um etwa 30° in Richtung der Senkrechten
verdreht.
[0023] Um die Arbeitsplatte 30 an der Arbeitsplattform 12 zu befestigen, wird der Stift
44 in den Durchbruch 48 eingeschoben. Aufgrund der Ausrichtungen der Nase 46 und der
Nut 50 muss die Arbeitsplatte 30 dazu in einem Winkel von ca. 30° gegenüber der Ebene
der Arbeitsplattform 12 angestellt werden. Erst dann greift die Nase 46 in die Nut
50 ein, so dass der Stift 44 in den zylindrischen Durchbruch 48 eingeschoben werden
kann. Ist er vollständig eingeschoben, kommt die Nase 46 aus der Nut 50 frei, so dass
die Arbeitsplatte 30 in die Ebene der Arbeitsplattform 12 abgesenkt werden kann. Dabei
verdreht sich der Stift 44 und mit ihr die Nase 46. Sie fluchtet nun nicht mehr mit
der Nut 50, so dass die Arbeitsplatte 30 und mit ihr der Stift 44 nicht mehr aus dem
ersten Beschlag 41 an der Arbeitsplattform 12 ausgekoppelt werden kann. Damit ist
die Verbindung zwischen der Arbeitsplatte 30 und der Arbeitsplattform 12 zuverlässig
gesichert.
[0024] Sowohl der Rahmen 14 als auch der Rahmen 10 tragen an ihren Ecken Gummipuffer 60,
die mittels Schrauben 62 an den Rahmen 10, 14 befestigt sind. Sie verhindern, dass
der Hubwagen bei einem Anstoßen die senkrechten Fronten 37 des Möbelstücks 36 (vgl.
Figur 1) beschädigen. Der Gummipuffer 60 ist daher so dimensioniert, dass er in Erstreckungsrichtung
der Arbeitsplattform 12 über den ersten Beschlag 41 an der Stirnseite 13 hinaussteht,
so dass auch dieser nicht in Kontakt mit der senkrechten Front 37 der Möbelstücks
36 treten kann.
[0025] Die Figur 3 zeigt eine Einsatzmöglichkeit des erfinderischen Hubtischs 1 zur Montage
oder Demontage einer Esse. In die Oberfläche 34 eines Küchenmöbelstücks 36 ist eine
Kochmulde 80 eingelassen. Sie besteht aus einem empfindlichen Keramikmaterial, auf
dem weder der Hubtisch 1 selbst noch die Arbeitsplatte 30 mit einem Stützfuß 32 abgestützt
werden kann. Daher überspannen zwei lange Beine 18 parallel nebeneinander liegend
die Kochmulde 80. Ihre Rollen 20 sind abgenommen, so dass sie die weitere Montage
der langen Beine 18 als Unterkonstruktion für den Hubtisch 1 nicht weiter stören.
[0026] Die einander entgegengesetzt liegenden Enden der langen Beine 18 liegen in Schuhen
70. Sie bestehen aus einer Standplatte 72 und einer darauf montierten Gabel 74. Die
Enden der Gabel 74 tragen Kappen 78, die Standplatte 72 liegt mit einer Sohle 76 auf
der Oberfläche 34 des Möbels 36 auf. Diese Sohle 76 ist aus Gummi und verhindert ein
Rutschen des Schuhs 70 auf der Oberfläche 34. Außerdem verhindert sie eine Beschädigung
durch Verkratzen und Eindellen der Oberfläche 34. Die Kappen 78 sind ebenfalls aus
Gummi und liegen bei eingesetzten Beinen 18 an dessen beiden senkrechten Mantelflächen
64 an. Damit verhindern sie ein horizontales Verrutschen des Beins 18 in der Gabel
74.
[0027] Die Schuhe 70 sind insgesamt so hoch, dass kein Bein 18 Kontakt zur Kochmulde 80
oder zu deren umlaufenden Rand 82 hat. Die Belastungen aus dem Hubtisch 1 werden daher
unmittelbar auf die Beine 18 und von dort über die Schuhe 70 auf die Oberfläche 34
des Küchenmöbels 36 übertragen. Die Kochmulde 80 bleibt damit vollkommen belastungsfrei.
[0028] Die Beine 18 sind parallel und in der gleichen Breite wie die des Rahmens 10 angeordnet.
Der Hubtisch 1 steht daher mit seinem Rahmen 10 bzw. seinen vier Köchern 22 auf den
Beinen 18 auf. Er lässt sich damit direkt und unmittelbar senkrecht unter einer Esse
platzieren, die damit bequem montiert, gewartet oder demontiert werden kann, ohne
dass die Kochmulde 80 der Gefahr einer Beschädigung ausgesetzt wäre.
[0029] Da es sich bei dem vorhergehenden, detailliert beschriebenen Hubtisch 1 um ein Ausführungsbeispiel
handelt, kann es in üblicher Weise vom Fachmann in einem weiten Umfang modifiziert
werden, ohne den Bereich der Erfindung zu verlassen. Insbesondere können die konkreten
Ausgestaltungen der Befestigung der Beine 18 oder ihre Lagesicherung in anderer Form
als in der hier beschriebenen erfolgen. Ebenso kann der Stützfuß 32 in einer anderen
Form ausgestaltet werden, wenn dies aus Platzgründen bzw. designerischen Gründen notwendig
ist. Weiterhin schließt die Verwendung der unbestimmten Artikel "ein" bzw. "eine"
nicht aus, dass die betreffenden Merkmale auch mehrfach vorhanden sein können.
Bezugszeichenliste
| 1 |
Hubtisch |
42 |
zweiter Beschlag |
| 2 |
Wagen |
44 |
zylindrischer Stift |
| 3 |
Hubeinrichtung |
46 |
Nase |
| 10 |
erster, unterer Rahmen |
48 |
Durchbruch |
| 12 |
Arbeitsplattform |
50 |
Nut |
| 13 |
Stirnfläche |
56 |
Verbindung |
| 14 |
zweiter, oberer Rahmen |
60 |
Gummipuffer |
| 16 |
Scherenkonstruktion |
62 |
Befestigungsschraube |
| 18 |
langes Bein |
64 |
Mantelfläche des Beins 18 |
| 180 |
mittellanges Bein |
70 |
Schuh |
| 182 |
kurzes Bein |
72 |
Standplatte |
| 20 |
Rolle |
74 |
Gabel |
| 22 |
Köcher |
76 |
Sohle |
| 24 |
Rändelschraube |
78 |
Kappe |
| 26 |
Kurbel |
80 |
Kochmulde |
| 30 |
Arbeitsplatte |
82 |
Rahmen |
| 32 |
Stützfuß |
183 |
Aufstellfuß |
| 34 |
Oberfläche |
185 |
Aufstellplatte |
| 36 |
Möbelstück |
187 |
Gewindespindel |
| 37 |
senkrechte Front |
189 |
Koppelungsblock |
| 38 |
Aufstandfläche |
|
|
| 40 |
Scharnier |
A |
Kurbeldrehrichtungen |
| 41 |
erster Beschlag |
B |
Hubrichtungen |
1. Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch (1), mit einem ersten Rahmen (10) und Beinen (18), die
von einer Erstreckungsebene des ersten Rahmens (10) abstehen, wobei der erste Rahmen
(10) auf einer den Beinen (18) gegenüberliegenden Seite eine Hubeinrichtung (3) trägt,
die eine Scherenkonstruktion (16) umfasst, auf der ein zweiter Rahmen (14) angebracht
ist, der eine Arbeitsplattform (12) trägt, wobei eine Arbeitsplatte (30) an einer
Stirnfläche (13) der Arbeitsplattform (12) montiert ist, so dass sie sich in deren
Ebene erstreckend unmittelbar an sie anschließt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Scherenkonstruktion (16) durch Drehen einer Kurbel (26) oder durch Einsatz eines
Bohrschraubers auseinander- und zusammenfahrbar ist, so dass sich ein Abstand zwischen
dem ersten Rahmen (10) und dem zweiten Rahmen (14) stufenlos verstellen lässt, wobei
an der Arbeitsplatte (30) wenigstens ein Stützfuß (32) angeordnet ist, der die Arbeitsplatte
(30) an ihrer der Arbeitsplattform (12) abgewandten Seite abstützt.
2. Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen auswechselbaren Stützfuß (32).
3. Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch nach einem der Ansprüche 1 oder 2, gekennzeichnet durch zusammensteckbare Stützfüße.
4. Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen längenverstellbaren Stützfuß.
5. Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine biegesteife Verbindung (56) zwischen der Arbeitsplattform (12) und der Arbeitsplatte
(30).
6. Hausgeräte-Wartungs-Hubtisch nach einem der obigen Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Stoßschutz (60).
1. Domestic appliance maintenance elevating table (1) having a first frame (10) and legs
(18) which stand away from an extension level of the first frame (10), wherein the
first frame (10) on a side opposing the legs (18) supports an elevating device (3),
which comprises a scissor structure (16), to which a second frame (14) is attached,
which supports a work platform (12), wherein a worktop (30) is mounted on an end surface
(13) of the work platform (12) such that it is attached directly to it, extending
in the level thereof,
characterised in that the scissor structure (16) can be moved apart and together by turning a crank (26)
or by using a cordless drill, such that a distance between the first frame (10) and
the second frame (14) can be adjusted steplessly, wherein disposed on the worktop
(30) there is at least one supporting foot (32) which supports the worktop (30) on
its side facing away from the work platform (12).
2. Domestic appliance maintenance elevating table according to claim 1, characterised by an exchangeable supporting foot (32).
3. Domestic appliance maintenance elevating table according to one of claims 1 or 2,
characterised by intermateable supporting feet.
4. Domestic appliance maintenance elevating table according to one of claims 1 to 3,
characterised by a supporting foot whose length can be adjusted.
5. Domestic appliance maintenance elevating table according to one of the preceding claims,
characterised by a bend-proof connection (56) between the work platform (12) and the worktop (30).
6. Domestic appliance maintenance elevating table according to one of the above claims,
characterised by an impact protector (60).
1. Table élévatrice de maintenance d'appareils électroménagers (1), avec un premier cadre
(10) et des pieds (18), qui font saillie à partir d'un plan d'extension du premier
cadre (10), dans laquelle le premier cadre (10) porte, sur un côté opposé aux pieds
(18), un appareil élévateur (3) qui comporte une construction en ciseaux (16), sur
laquelle est posé un second cadre (14) qui porte une plateforme du travail (12), une
plaque de travail (30) étant montée au niveau d'une surface avant (13) de la plateforme
de travail (12), de sorte qu'elle se raccorde directement à celle-ci en s'étendant
dans le même plan qu'elle,
caractérisée en ce que la construction en ciseaux (16) peut être déployée et repliée par rotation d'une
manivelle (26) ou par insertion d'une visseuse, de sorte qu'un écart entre le premier
cadre (10) et le second cadre (14) peut être réglé de manière progressive, au moins
un pied d'appui (32), qui étaie la plaque de travail (30) au niveau de son côté opposé
à la plateforme de travail (12), étant agencé au niveau de la plaque de travail (30).
2. Table élévatrice de maintenance d'appareils électroménagers selon la revendication
1, caractérisée par un pied d'appui interchangeable (32).
3. Table élévatrice de maintenance d'appareils électroménagers selon la revendication
1 ou 2, caractérisée par des pieds d'appui emboîtables.
4. Table élévatrice de maintenance d'appareils électroménagers selon l'une quelconque
des revendications 1 à 3, caractérisée par un pied d'appui ajustable en longueur.
5. Table élévatrice de maintenance d'appareils électroménagers selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée par une liaison (56) rigide à la flexion entre la plateforme de travail (12) et la plaque
de travail (30).
6. Table élévatrice de maintenance d'appareils électroménagers selon l'une quelconque
des revendications précédentes, caractérisée par une protection antichoc (60).