[0001] Die Erfindung betrifft einen Brandschutzbausatz mit einem Sturzschutz für einen in
eine Maueröffnung eingesetzten Rahmen, insbesondere Fenster- oder Türrahmen, nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 20 2006 004 425 U1 ist ein Brandschutzbausatz mit einem Sturzschutz bekannt, der über einen oberen Rahmenschenkel
eines in eine Maueröffnung eingesetzten Rahmens angeordnet ist und aus einem Material
besteht, dessen Oberfläche mit einer feuer- und brandausbreitungshemmenden Lösung
bedeckt ist, wobei der Sturzschutz sich in die anschließende Fassade erstreckt, der
Rahmen den Sturzschutz horizontal umschließt und an diesen Sturzschutz anschließt
und wobei der Sturzschutz und der Wärmedämmschutz gleiche Dicke aufweisen und eine
bis zum Rahmen reichende ebene Putzfläche bilden.
[0003] Aus der
DE 20 2008 018 236 U1 ist ein Brandschutzriegel bekannt, der aus einem feuer- bzw. brandresistenten Material
besteht. Nach der Erfindung ist der Brandschutzriegel aus miteinander zusammenhängenden
bzw. verbundenen expandierten Polystyrolgranulat-Teilchen bzw. -Perlen gebildet, wobei
die Polystyrolgranulat-Teilchen bzw. -Perlen zumindest über Teilbereiche ihrer Oberflächen
mit zumindest einem feuer- bzw. brandausbreitungshemmenden Material bzw. mit einem
derartigen Additiv versehen, beschichtet oder bedeckt sind.
[0004] Die
DE 20 2012 010 243 U1 zeigt ein Dämmelementsystem zum Anschluss eines Wärmedämmverbundsystems an ein eine
Gebäudeöffnung verschließendes Fenster-, Tür- oder dgl. Element. Dieses Dämmelementsystem
umfasst wenigstens ein Dämmelement mit einer zum Wärmedämmverbundsystem hinweisenden
Anschlussseite und einer dieser insbesondere gegenüberliegenden Innenseite, wobei
das Dämmelement des eine Zarge ausbildenden Dämmelementsystems auf einer Rückseite
eine der Innenseite folgende Ausnehmung, die insbesondere als Nut oder Nut-Feder-Kombination
ausgebildet ist, aufweist, die zur zumindest teilweisen Anordnung eines Winkelprofils
geeignet ist.
[0005] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen so weiterzuentwickeln, dass er
allseitig bündig in einen in die Maueröffnung eingesetzten Rahmen eingesetzt werden
kann und einen schlitzförmigen Übergang zur Fassade verhindert, so dass bei einem
Brand gerade an diesen Stellen eine Ausbreitung des Brands in die Fassade verhindert
ist.
[0006] Die gestellte Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Der verbesserte Brandschutz wird nach der Erfindung dadurch erreicht und eine Ausbreitung
des Brands in die Fassade dadurch verhindert, dass der Sturzschutz aus zwei T-förmigen
Teilen besteht, die im Bereich der oberen Ecken des Rahmens angeordnet sind, wobei
die horizontalen Rahmenschenkel der T-förmigen Teile sich an die vertikalen Rahmenschenkel
des Rahmens anschließen, dass der Sturzschutz durch einen horizontalen Sturzschutzabschnitt
und zwei vertikale Sturzschutzabschnitte ergänzt ist und den Rahmen dreiseitig umschließt,
dass sich an diesen dreiseitigen Sturzschutz als Brandschutz ringsum ein mit EPS-Dämmplatten
gebildeter Wärmeschutz anschließt, dass sich die vertikalen Sturzschutzabschnitte
über die Unterseite des unteren Rahmenschenkels des Rahmens hinaus erstrecken und
dass der Rahmen mit den umschließenden T-förmigen Teilen, dem horizontalen Sturzschutzabschnitt
und den zwei vertikalen Sturzschutzabschnitten bündig in die Wärmeschutz-EPS-Dämmplatten
eingelassen sind, wobei die EPS-Dämmplatten in horizontalen Reihen angeordnet und
in benachbarten Reihen horizontal gegeneinander versetzt sind.
[0008] Auf diese Weise bildet der Brandschutzbausatz eine allseitig bündig abschließende
Einheit, die ohne Risse oder Spalten in die anschließende Fassade eingesetzt werden
kann und so den Brandschutz im Bereich des in die Maueröffnung eingesetzten Rahmens
verbessert.
[0009] Vorteilhafte Weiterbildungen des Brandschutzbausatzes sind den Unteransprüchen zu
entnehmen.
[0010] So weist der Sturzschutz eine ähnliche Druckfestigkeit wie die EPS-Dämmplatten auf.
[0011] Das Material des Sturzschutzes besteht aus miteinander zusammenhängenden bzw. verbundenen
expandierten Polystyrolgranulat-Teilchen bzw. -Perlen, deren Oberflächen mit Silikat
bedeckt sind.
[0012] Die Dicke des Sturzschutzes und des Wärmeschutzes beträgt 10 bis 30 cm, und die Breite
des Sturzschutzes beträgt mindestens 10 cm.
[0013] Die Dichte der EPS-Dämmplatten beträgt 10 bis 30 kg/m
3.
[0014] Die Erfindung wird anhand eines in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0015] Die Zeichnung zeigt z. B. einen als Fensterrahmen ausgebildeten Rahmen 10 mit Glasscheibe
11, der in eine Maueröffnung eingesetzt ist. In gleicher Weise können mehrere Rahmen
10, die wahlweise als Fenster- oder Türrahmen ausgebildet sind, in die Außenwände
eines Gebäudes eingesetzt sein. Um den Rahmen 10 ist ein dreiseitiger Sturzschutz
auf der Mauer aufgebracht. Dieser Sturzschutz besteht aus zwei T-förmigen Teilen 20,
die an den oberen Ecken des Rahmens 10 angeordnet sind. Dabei überdeckt der horizontale
Schenkel 21 einen an die Ecke anschließenden Teil des oberen Rahmenschenkels 12 des
Rahmens 10. Zudem erstreckt sich der horizontale Schenkel 21 des T-förmigen Teils
20 in die anschließende Mauer. Der obere Rahmenschenkel 12 des Rahmens 10 wird durch
einen horizontalen Sturzschutzabschnitt 23 vollständig abgedeckt, der die gegeneinander
gerichteten horizontalen Schenkel 21 der T-förmigen Teile 20 miteinander verbindet.
Die vertikalen Schenkel 22 der T-förmigen Teile 20 schließen an die vertikalen Rahmenschenkel
13 des Rahmens 10 an, wobei anschließende vertikale Sturzschutzabschnitte 24 die Unterseite
des unteren Rahmenschenkels 14 geringfügig überragen. Der Rahmen 10 mit dem umschließenden
dreiseitigen Sturzschutz ist bündig in einen Wärmeschutz aus EPS-Dämmplatten 30 eingelassen.
Die Dicke des Sturzschutzes und die Dicke des Wärmeschutzes sind mit 10 bis 30 cm
gleich groß, so dass bis an den Rahmen 10 hin eine ebene Putzfläche für das Auftragen
einer Putzschicht entsteht. Die Breite des Sturzschutzes entspricht 10 cm.
[0016] Die EPS-Dämmplatten 30, die in horizontalen Reihen angeordnet sind, bilden einen
geschlossenen Wärmeschutz, wobei in benachbarten Reihen die EPS-Dämmplatten 30 horizontal
gegeneinander versetzt sind. Dabei kann der Versatz die Hälfte der horizontalen Abmessung
betragen.
[0017] Damit der Wärmeschutz ausreichend Stabilität für das Auftragen der Putzschicht aufweist,
können die EPS-Dämmplatten 30 eine Dichte von 10 bis 30 kg/m
3 aufweisen.
[0018] Wie die Zeichnung eindeutig erkennen lässt, stellt der neue Sturzschutz um den Rahmen
10 in der dreiseitigen Ausführung sicher, dass bei im Gebäude auftretendem Brand ein
Ausbreiten des Brandes auf die Fassade verhindert wird.
[0019] Es bleibt noch einmal zu erwähnen, dass in die Außenwände des Gebäudes mehrere Rahmen
in Maueröffnungen eingesetzt sein können, die alle mit einem Sturzschutz und einem
Wärmeschutz nach der Zeichnung versehen sind und einen vollständigen Schutz des Gebäudes
beim Auftreten eines Brandes sicherstellen.
1. Brandschutzbausatz mit einem Sturzschutz, der über einen oberen Rahmenschenkel (12)
eines in eine Maueröffnung eingesetzten Rahmens (10) angeordnet ist und aus einem
Material besteht, dessen Oberfläche mit einer feuer- und brandausbreitungshemmenden
Lösung bedeckt ist, wobei der Sturzschutz sich in die anschließende Fassade erstreckt,
der Rahmen (10) den Sturzschutz horizontal umschließt und an diesem Sturzschutz als
Brandschutz ein mit EPS-Dämmplatten (30) gebildeter Wärmedämmschutz anschließt und
wobei der Sturzschutz und der Wärmedämmschutz gleiche Dicke aufweisen und eine bis
zum Rahmen (10) reichende ebene Putzfläche bilden,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sturzschutz aus zwei T-förmigen Teilen (20) besteht, die im Bereich der oberen
Ecken des Rahmens (10) angeordnet sind, wobei die horizontalen Schenkel (21) den oberen
Rahmenschenkel (12) nur teilweise bedecken und die vertikalen Rahmenschenkel (22)
der T-förmigen Teile (20) sich an die vertikalen Rahmenschenkel (13) des Rahmens (10)
anschließen,
dass der Sturzschutz durch einen horizontalen Sturzschutzabschnitt (23) und zwei vertikale
Sturzschutzabschnitte (24) ergänzt ist und den Rahmen (10) dreiseitig umschließt,
dass sich an diesen dreiseitigen Sturzschutz als Brandschutz ringsum ein mit EPS-Dämmplatten
(30) gebildeter Wärmeschutz anschließt,
dass sich die vertikalen Sturzschutzabschnitte (24) über die Unterseite des unteren Rahmenschenkels
(14) des Rahmens (10) hinaus erstrecken und
dass der Rahmen (10) mit den umschließenden T-förmigen Teilen (20), dem horizontalen Sturzschutzabschnitt
(23) und den zwei vertikalen Sturzschutzabschnitten (24) bündig in die Wärmeschutz-EPS-Dämmplatten
(30) eingelassen sind, wobei die EPS-Dämmplatten (30) in horizontalen Reihen angeordnet
und in benachbarten Reihen horizontal gegeneinander versetzt sind.
2. Brandschutzbausatz nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sturzschutz (24) eine ähnliche Druckfestigkeit wie die EPS-Dämmplatten (30) des
Wärmeschutzes aufweist.
3. Brandschutzbausatz nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Material des Sturzschutzes (24) aus miteinander zusammenhängenden bzw. verbundenen
expandierten Polystyrolgranulat-Teilchen bzw. -Perlen besteht.
4. Brandschutzbausatz nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Oberflächen der Polystyrolgranulat-Teilchen bzw. -Perlen mit Silikat bedeckt
sind.
5. Brandschutzbausatz nach Anspruch 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dicke des Sturzschutzes (24) und des Wärmeschutzes 10 bis 30 cm und die Breite
des Sturzschutzes (24) mindestens 10 cm betragen.
6. Brandschutzbausatz nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichte der EPS-Dämmplatten (30) 10 bis 30 kg/m3 beträgt.