| (19) |
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(11) |
EP 1 963 659 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.12.2015 Patentblatt 2015/52 |
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Anmeldetag: 16.10.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/067428 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/068518 (21.06.2007 Gazette 2007/25) |
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| (54) |
KRAFTSTOFFINJEKTOR MIT DIREKT BETÄTIGBAREM EINSPRITZVENTILGLIED
FUEL INJECTOR HAVING A DIRECTLY ACTUABLE INJECTION VALVE ELEMENT
INJECTEUR DE CARBURANT DOTE D'UN ORGANE DE SOUPAPE D'INJECTION A ACTIONNEMENT DIRECT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
12.12.2005 DE 102005059169
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.09.2008 Patentblatt 2008/36 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- STOECKLEIN, Wolfgang
70176 Stuttgart (DE)
- PAUER, Thomas
71691 Freiberg (DE)
- KUHNERT, Christian
71665 Vaihingen/Enz (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 621 759 DE-A1-102004 005 452
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EP-A2- 1 079 095
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor für Brennkraftmaschinen nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Stand der Technik
[0002] Ein derartiger Kraftstoffinjektor ist aus
EP 1 079 095 A2 bekannt, bei dem ein in einem Injektorkörper angeordneter Aktor mit einem aktorseitigen
Kopplerkolben verbunden ist, der einen Kopplerraum druckentlastet oder mit Druck beaufschlagt,
und bei dem eine Düsennadel einem Steuerraum ausgesetzt ist. Zwischen dem Kopplerraum
und dem Steuerraum ist eine Zwischenscheibe angeordnet, in der ein Drosselkanal ausgebildet
ist, über den der Kopplerraum und der Steuerraum hydraulisch verbunden sind. Der Drosselkanal
weist einen in den Kopplerraum führenden ersten kegelförmigen Abschnitt und einen
in den Steuerraum führenden zweiten kegelförmigen Abschnitt auf. Zwischen den beiden
kegelförmigen Abschnitten, die einen unterschiedlichen Strömungsquerschnitt aufweisen,
ist ein im Wesentlichen zylindrischer dritte Abschnitt ausgebildet.
[0003] Aus der nachveröffentlichten
EP 1 621 759 A1 ist ein Kraftstoffinjektor mit direkt angesteuerter Düsennadel bekannt, bei dem ein
Kopplerraum und ein Steuerraum ebenfalls mit einem Drosselkanal hydraulisch verbunden
sind. Der Drosselkanal weist hierbei vier verschiedene Abschnitte auf, wobei die in
den Kopplerraum und in den Steuerraum weisenden Abschnitte unterschiedliche Strömungquerschnitt
aufweisen.
[0004] Ein weiterer Kraftstoffinjektor mit direkt betätigbarem Einspritzventilglied und
mit einer einstufigen Übersetzung des Aktorhubs mit einem ziehenden Aktor zum Öffnen
der Düsennadel wird in
DE 10 2004 005 452 A1 beschrieben. Dabei wirkt ein mittels eines Aktors betätigter aktorseitige Koppierkolben
auf einen Kopplerraum und ein mit einer Düsennadel verbundener Kopplerkolben auf einen
Steuerraum ein. Der Kopplerraum und der Steuerraum sind über einen Kanal mit gleichmäßigem
Durchmesser hydraulisch verbunden. Der Kanal ist dabei in eine Zwischenscheibe eingebracht,
die zwischen einem Injektorkörper und einem Düsenkörper angeordnet ist.
[0005] Bei Betätigung des Aktors kommt es zu hohen Beschleunigungen und am Endhub des Aktors
zu entsprechenden Schwingungen des Aktors, die über die hydraulischen Räume auf die
Düsennadel übertragen werden, wodurch die Düsennadel mitschwingt. Diese Schwingungen
führen zu Einspritzmengenschwankungen, da sich der Drosselquerschnitt der Düsennadel
am Düsennadeldichtsitz verändert.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen kompakt aufgebauten Kraftstoffinjektor
zu schaffen, bei dem die Übertragung der Schwingungen des Aktorhubs auf die Düsennadel
unterdrückt werden und trotzdem ein schnelles Öffnen und Schließen der Düsennadel
erhalten bleibt.
Offenbarung der Erfindung
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird mit einem Kraftstoffinjektor mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Die zwischen dem Kopplerraum des Aktors und dem
Steuerraum der Düsennadel angeordnete hydraulische Drossel bewirkt, dass die Schwingungen
des Aktors bei der Übersetzung des Aktorhubs auf den Düsennadelhub unterdrückt bzw.
schnell gedämpft werden. Dies wird erreicht, indem dem ersten Abschnitt zum Kopplerraum
hin ein dritter Abschnitt und dem zweiten Abschnitt zum Steuerraum hin ein vierter
Abschnitt vorgelagert ist, und indem diese beiden Abschnitte im Wesentlichen den gleichen
Strömungsquerschnitt besitzen, der wiederum größer ist als der größere Strömungsquerschnitt
des zweiten Abschnitts.
[0008] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind durch die Maßnahmen der Unteransprüche
möglich.
[0009] Vorteilhaft ist, wenn der Kanal außermittig bezogen auf die Mittelachse des Steuerraums
in der Zwischenscheibe angeordnet ist. Eine besonders wirkungsvolle Dämpfung und eine
schnelle hydraulische Übertragung zwischen Kopplerraum und Steuerraum wird erzielt,
wenn das Verhältnis des kleineren Strömungsquerschnitts des ersten Abschnitts der
Drossel zur Querschnittsfläche des Steuerraums zwischen 0,05 und 0,1, vorzugsweise
zwischen 0,075 bis 0,08 liegt. Vorteilhaft ist außerdem, wenn die Zwischenscheibe
mindestens einen Verbindungskanal aufweist, der einen mit dem Hochdruckanschluss verbundenen
Hochdruckraum mit dem Düsennadelraum hydraulische verbindet, wobei in der Zwischenscheibe
mehrere um die Mittelachse des Steuerraums kreisförmig angeordnete Verbindungskanäle
vorgesehen sind.
Ausführungsbeispiel
[0010] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der
nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Schnittdarstellung eines brennraumseitigen Teiles eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors,
- Figur 2
- einen Schnittdurchstellung einer Zwischenplatte und
- Figur 3
- einen vergrößerten Ausschnitt X der Zwischenplatte in Figur 2.
[0012] Der in Figur 1 dargestellte Kraftstoffinjektor weist ein Injektorgehäuse 10 mit einem
Einspritzventilglied auf, das mit einem Düsenkörper 12 in einen Brennraum einer Brennkraftmaschine
ragt. Im Düsenkörper 12 ist eine Düsennadel 13 axial verschiebbar geführt. Am Düsenkörper
12 ist an der Spitze der Düsennadel 1 ein Düsennadeldichtsitz 14 ausgebildet, dem
in Einspritzrichtung im Düsenkörper 12 ausgebildete und in den Brennraum hinein ragende
Einspritzdüsen 15 nachgeordnet sind. Dem Düsennadeldichtsitz 14 ist im Einspritzventilglied
in Einspritzrichtung ein Düsennadeldruckraum 16, vorgelagert, dem ein an der Düsennadel
13 ausgebildete düsennadelseitige Druckschulter 17 ausgesetzt ist.
[0013] Das Injektorgehäuse 10 weist einen Druckraum 18 auf, der mit einem Anschluss 19 an
ein nicht dargestelltes Hochdrucksystem, beispielsweise an ein Common-Rail-System
einer Dieseleinspritzeinrichtung angeschlossen ist. Im Hochdruckraum 18 ist ein Piezo-Aktor
20 angeordnet, der mit einem aktorseitigen Kopplerkolben 21 fest verbunden ist. Der
aktorseitigen Kopplerkolben 21 weist einen Führungsabschnitt 22 und einen ringförmigen
Bund 23 auf. Am Führungsabschnitt 22 ist eine erste Schieberhülse 30 axial verschiebbar
geführt, an der eine Druckfeder 25 angreift, die sich am Bund 23 des aktorseitigen
Kopplerkolbens 21 abstützt. Damit der relativ lange Piezo-Aktor 20 bei seiner Längenänderung
den Kopplerkolben 21 im Hochdruckraum 18 nicht verkantet, ist beispielsweise die Schieberhülse
30 zusätzlich mit nicht dargestellten Führungsflächen an einer Führungsbohrung 26
in axialer Richtung innerhalb des Injektorkörper 10 beführt.
[0014] Zwischen dem Injektorkörper 10 und dem Düsenkörper 12 ist eine Zwischenplatte 40
angeordnet, die mittels einer Spannmutter 41 hydraulisch dicht verspannt ist. Die
Zwischenplatte 40 weist beispielsweise mindestens zwei Verbindungskanäle 42 auf, über
die der Hochdruckraum 18 mit dem Düsennadeldruckraum 16 hydraulisch verbunden ist.
Die erste Schieberhülse 30 drückt mit einer Dichtkante 31 gegen eine an der Drosselplatte
40 ausgebildete aktorseitige Stirnfläche 43. Dadurch bildet sich innerhalb der ersten
Schieberhülse 30 ein Kopplerraum 32 aus, dem der aktorseitige Kopplerkolben 21 mit
einer Druckfläche 27 ausgesetzt ist.
[0015] An der Düsennadel 13 ist ein düsennadelseitiger Kopplerkolben 34 ausgebildet, an
dem eine weitere Schieberhülse 36 axial verschiebbar beführt ist. Die weitere Schiebehülse
36 drückt mit einer weiteren Dichtkante 37 gegen eine düsennadelseitige Stirnfläche
44 der Zwischenplatte 40. Die Druckkraft für die weitere Dichtkante 37 wird dabei
mittels einer weiteren Druckfeder 28 aufgebracht.
[0016] Innerhalb der weiteren Schieberhülse 36 bildet sich ein Steuerraum 38 aus, dem der
düsennadelseitige Kopplerkolben 34 mit einer Druckfläche 39 ausgesetzt ist. Um eine
Hubübersetzung vom aktorseitigen Kopplerkolben 21 auf den düsennadelseitigen Kopplerkolben
34 von größer eins (>1) zu realisieren, ist es notwendig, dass der Durchmesser des
aktorseitigen Kopplerkolbens 21 bzw. der Druckfläche 27 größer ist als der Durchmesser
des düsennadelseitigen Kopplerkolbens 34 bzw. der weiteren Druckfläche 39.
[0017] Durch die Drosselplatte 40 führt eine Kanal 50, der den Kopplerraum 32 mit dem Steuerraum
38 hydraulisch verbindet. Der Kanal 50, der außermittig von der Mittelachse 49 des
Steuerraums 38 in der Zwischenplatte 40 angeordnet ist, weist eine hydraulische Drossel
51 auf (Figur 2).
[0018] Der Kopplerraum 32 und der Steuerraum 38 wirken als Übersetzungsräume, indem der
Hub des aktorseitigen Kopplerkolben 21 aufgrund der größeren Druckfläche 27 gegenüber
der kleineren Druckfläche 39 des düsennadelseitigen Kopplerkolbens 34 höher übersetzt
wird. Der zur Übersetzung dienende Kraftstoff als hydraulisches Medium wird dabei
über den Kanal 50 mit der Drossel 51 übertragen. Um sowohl eine schnelle als auch
dämpfende Übertragung des Kraftstoffes zu gewährleisten, weist gemäß Figur 3 die Drossel
51 einen ersten Abschnitt 52 mit einem kleinen Strömungsquerschnitt und einen zweiten
Abschnitt 53 mit einem größeren Strömungsquerschnitt auf, wobei der erste Abschnitt
52 mit dem kleinen Strömungsquerschnitt dem Kopplerraum 32 und der zweite Abschnitt
53 mit dem größeren Strömungsquerschnitt dem Steuerraum 38 zugewandt ist. Außerdem
ist dem ersten Abschnitt 52 zum Kopplerraum 32 hin ein dritter Abschnitt 54 und dem
zweiten Abschnitt 53 zum Steuerraum 38 hin ein vierter Abschnitt 55 vorgelagert. Die
Abschnitt 54 und 55 besitzen dabei im Wesentlichen den gleichen Strömungsquerschnitt,
der wiederum größer ist als der größere Strömungsquerschnitt des zweiten Abschnitts
53. Ferner ist zwischen dem dem Steuerraum 38 zugeordneten Abschnitt 55 und dem zweiten
Abschnitt 53 der Drossel 51 ein zum zweiten Abschnitt 53 hin sich verjüngender, konisch
verlaufender Übergang 56 ausgebildet.
[0019] Entscheiden für eine wirkungsvolle Schwingungsdämpfung ist ferner das Verhältnis
des Durchmessers bzw. der Querschnittfläche der Drossel 51 und der Durchmesser bzw.
die Querschnittsfläche des Steuerraums 38. Es wurde gefunden, dass die Schwingung
der Düsennadel 13 aufgrund der Übersetzung des Aktorhubs wirkungsvoll unterdrückt
wird, wenn das Verhältnis der Fläche AD des kleineren Strömungsquerschnitts des ersten
Abschnitts 52 der Drossel 51 zur Querschnittsfläche AK des Steuerraums 38 zwischen
0,05 und 0,1, vorzugsweise bei 0,075 bis 0,08 liegt.
[0020] Die Einspritzung mit dem Kraftstoffinjektor wird mit einem ziehenden Piezo-Aktor
20 eingeleitet. Dazu liegt im geschlossenen Zustand der Einspritzdüsen 15 am Piezo-Aktor
20 eine Spannung an. Zum Einleiten der Einspritzung wird die Spannung reduziert oder
auf Null geschaltet, sodass sich der Piezo-Aktor 20 verkürzt und dadurch ein ziehender
Hub mit dem aktorseitigen Kopplerkolben 21 eingeleitet wird. Diese Art der Ansteuerung
bei Kraftstoffinjektoren wird auch als inverse Ansteuerung des Piezo-Aktors 20 bezeichnet.
[0021] Der vom aktorseitigen Kopplerkolben 21 realisierte ziehende Hub fühlt zu einer Vergrößerung
des Kopplerraums 32, wodurch der Druck im Kopplerraum 32 unterhalb des Rail-Drucks
bzw. Systemdrucks abfällt. Der abfallende Druck im Kopplerraum 32 wird über den Kanal
50 mit der Drossel 51 auf den Steuerraum 38 übertragen, wodurch der im Düsennadeldruckraum
16 auf die Druckschalter 17 wirkende Rail-Druck höher ist als der auf die Druckfläche
39 wirkende Druck im Steuerraum 38. Dadurch, dass die Druckfläche 39 kleiner ist als
die Druckfläche 27 wird die Düsennadel 13 mit einem größeren Hub als der Hub des Piezo-Aktors
20 vom Düsennadeldichtsitz 14 abgehoben. Durch das Abheben der Düsennadel 13 vom Düsennadeldichtsitz
14 werden die Einspritzdüsen 15 freigegeben, sodass über die Einspritzdüsen 15 der
Kraftstoff mit dem im Düsennadeldruckraum 16 anliegenden Rail-Druck bzw. Systemdruck
eingespritzt wird.
[0022] Zum Schließen des Dichtsitzes 14 wird der Piezo-Aktor 20 mit einer Spannung beaufschlagt,
die eine Längenausdehnung des Piezo-Aktors 20 bewirkt, wodurch der aktorseitige Kopplerkolben
21 in den Kopplerraum 32 drückt und dort den Druck erhöht. Die Druckerhöhung wird
über den Kanal 50 und die Drossel 51 in den Steuerraum 38 übertragen, der dort auf
die weitere Druckfläche 39 des düsennadelseitigen Kopplerkolbens 35 wirkt. Dadurch
wird die Düsennadel 13 unterstützt durch die Druckfeder 28 wieder in den Düsennadeldichtsitz
14 gestellt.
1. Kraftstoffinjektor für eine Brennkraftmaschine mit einem Einspritzventilglied, welches
eine in einem Düsenkörper (12) axial beweglich geführte Düsennadel (13) aufweist,
die mit einem düsennadelseitigen Kopplerkolben (34) verbunden ist, der auf einen Steuerraum
(38) einwirkt, und mit einem in einem Injektorkörper (10) angeordneten Aktor (20),
der mit einem aktorseitigen Kopplerkolben (21) verbunden ist, der einen Kopplerraum
(32) druckentlastet oder druckbeaufschlagt, wobei zwischen Injektorkörper (10) und
Düsenkörper (12) eine Zwischenscheibe (40) angeordnet ist, die ein Kanal (50) aufweist,
mit dem der Kopplerraum (32) und der Steuerraum (38) hydraulisch verbunden sind, und
wobei in Abhängigkeit vom Druck im Steuerraum (38) die Düsennadel (13) von einem Düsennadeldichtsitz
(14) angehoben wird und dadurch der in einem Düsennadeldruckraum (16) anliegende und
mit Systemdruck beaufschlagte Kraftstoff eingespritzt wird, wobei der Kanal (40) eine
hydraulische Drossel (51) enthält, die mindestens zwei Abschnitte (52, 53) mit unterschiedlichen
Strömungsquerschnitten aufweist, und wobei der erste Abschnitt (52) mit dem kleineren
Strömungsquerschnitt dem Kopplerraum (32) und der zweite Abschnitt (53) mit dem größeren
Strömungsquerschnitt dem Steuerraum (38) zugewandt ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten Abschnitt (52) zum Kopplerraum (32) hin ein dritter Abschnitt (54) und
dem zweiten Abschnitt (53) zum Steuerraum (38) hin ein vierter Abschnitt (55) vorgelagert
ist, und dass der dritte Abschnitt (54) und der vierte Abschnitt (55) im Wesentlichen
den gleichen Strömungsquerschnitt besitzen, der wiederum größer ist als der größere
Strömungsquerschnitt des zweiten Abschnitts (53).
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem dem Steuerraum (38) zugeordneten vierten Abschnitt (55) und dem zweiten
Abschnitt (53) der Drossel (51) ein zum zweiten Abschnitt (53) hin sich verjüngender,
konisch verlaufender Übergang (56) ausgebildet ist.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (40) außermittig bezogen auf die Mittelachse des Steuerraums (38) in der
Zwischenscheibe (40) angeordnet ist.
4. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekenntzeichnet, dass der kleinere Strömungsquerschnitt
des Abschnitts (52) eine Fläche AD und der Steuerraum (38) ein Querschnittsfläche
AS aufweist und dass das Verhältnis von Fläche AD zur Querschnittsfläche AS zwischen
0,05 und 0,1 vorzugsweise bei 0,075 bis 0,08 liegt.
5. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenscheibe (40) mindestens einen Verbindungskanal (45) aufweist, der einen
Hochdruckraum (17) mit dem Düsennadelraum (16) hydraulische verbindet.
6. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Zwischenscheibe (40) mehrere um die Mittelachse des Steuerraums (38) kreisförmig
angeordnet Verbindungskanäle (45) vorgesehen sind.
1. Fuel injector for an internal combustion engine having an injection valve member which
has a nozzle needle (13) which is guided axially movably in a nozzle body (12) and
is connected to a nozzle needle-side coupler piston (34) which acts on a control space
(38), and having an actuator (20) which is arranged in an injector body (10) and is
connected to an actuator-side coupler piston (21) which relieves or pressurizes a
coupler space (32), an intermediate disc (40) being arranged between the injector
body (10) and the nozzle body (12), which intermediate disc (40) has a channel (50),
to which the coupler space (32) and the control space (38) are connected hydraulically,
and the nozzle needle (13) being raised up from a nozzle needle sealing seat (14)
depending on the pressure in the control space (38) and, as a result, the fuel which
prevails in a nozzle needle pressure space (16) and is loaded with system pressure
being injected, the channel (40) containing a hydraulic throttle (51) which has at
least two sections (52, 53) with different flow cross sections, and the first section
(52) with the smaller flow cross section facing the coupler space (32) and the second
section (53) with the larger flow cross section facing the control space (38), characterized in that a third section (54) is positioned upstream of the first section (52) towards the
coupler space (32), and a fourth section (55) is positioned upstream of the second
section (53) towards the control space (38), and in that the third section (54) and the fourth section (55) have substantially the same flow
cross section which is in turn larger than the larger flow cross section of the second
section (53).
2. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that a conically running transition (56) which tapers towards the second section (53)
is configured between the fourth section (55) which is assigned to the control space
(38) and the second section (53) of the throttle (51).
3. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the channel (40) is arranged eccentrically in the intermediate disc (40) in relation
to the centre axis of the control space (38).
4. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the smaller flow cross section of the section (52) has an area AD and the control
space (38) has a cross-sectional area AS, and in that the ratio of the surface AD to the cross-sectional area AS lies between 0.05 and
0.1, preferably at from 0.075 to 0.08.
5. Fuel injector according to Claim 1, characterized in that the intermediate disc (40) has at least one connecting channel (45) which connects
a high pressure space (17) to the nozzle needle space (16) hydraulically.
6. Fuel injector according to Claim 5, characterized in that a plurality of connecting channels (45) which are arranged circularly around the
centre axis of the control space (38) are provided in the intermediate disc (40).
1. Injecteur de carburant pour un moteur à combustion interne doté d'un organe de soupape
d'injection comportant une aiguille de buse (13) guidée de façon mobile dans le plan
axial dans un corps de buse (12) et reliée à un piston de coupleur (34) du côté d'aiguille
de buse agissant sur une chambre de commande (38) et avec un actionneur (20) disposé
dans un corps d'injecteur (10) et relié à un piston de coupleur (21) du côté d'actionneur
alimentant en pression ou déchargeant en pression une chambre de coupleur (32), un
disque intermédiaire (40) étant disposé entre le corps d'injecteur (10) et le corps
de buse (12) et comportant un canal (50) avec lequel la chambre de coupleur (32) et
la chambre de commande (38) sont reliées de façon hydraulique et l'aiguille de buse
(13) étant soulevée par un siège de joint d'aiguille de buse (14) en fonction de la
pression régnant dans la chambre de commande (38), provoquant l'injection du carburant
reposant dans une chambre de pression d'aiguille de buse (16) et alimenté en pression
du système, le canal (40) contenant un étranglement (51) hydraulique comportant au
moins deux sections (52, 53) avec différentes sections transversales d'écoulement
et la première section (52) avec la plus petite section transversale d'écoulement
étant orientée vers la chambre de coupleur (32) et la deuxième section (53) avec la
plus grande section transversale d'écoulement étant orientée vers la chambre de commande
(38), caractérisé en ce qu'une troisième section (54) est placée en amont de la première section (52) par rapport
à la chambre de coupleur (32) et qu'une quatrième section (55) est placée en amont
de la deuxième section (53) par rapport à la chambre de commande (38) et que la troisième
section (54) et la quatrième section (55) possèdent pour l'essentiel la même section
transversale d'écoulement à leur tour supérieure à la plus grande section transversale
d'écoulement de la deuxième section (53).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'une transition (56) s'étendant de façon conique et se rétrécissant en direction de
la deuxième section (53) est réalisée entre la quatrième section (55) associée à la
chambre de commande (38) et la deuxième section (53) de l'étranglement (51).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal (40) est disposé de façon excentrée par rapport à l'axe central de la chambre
de commande (38) dans le disque intermédiaire (40).
4. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que la plus petite section transversale d'écoulement de la section (52) comporte une
surface AD et que la chambre de commande (38) comporte une surface de section transversale
AS et que le rapport de la surface AD sur la surface de section r transversale AS
est compris entre 0,05 et 0,1, de préférence de 0,075 à 0,08.
5. Injecteur de carburant selon la revendication 1, caractérisé en ce que le disque intermédiaire (40) comporte au moins un canal de liaison (45) reliant sur
le plan hydraulique une chambre sous haute pression (17) à la chambre d'aiguille de
buse (16).
6. Injecteur de carburant selon l'une quelconque des revendications 5, caractérisé en ce que plusieurs canaux de liaison (45) en forme de cercle disposés autour de l'axe central
de la chambre de commande (38) sont prévus dans le disque intermédiaire (40).


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