[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogen-Brems-Vorrichtung zum Abbremsen von in einer Transportrichtung
transportierten Bögen, insbesondere von Wellpappe-Bögen. Ferner richtet sich die Erfindung
auf eine Anlage zum Bereitstellen von Bögen, insbesondere von Wellpappe-Bögen, mit
mindestens einer derartigen Bogen-Brems-Vorrichtung.
[0002] Aus der
DE 198 24 694 A1, die den nächsten Stand der Technik bildet,
JP H04-51459 U und
US 5,992,844 sowie durch offenkundige Vorbenutzung sind Bogen-Brems-Einrichtungen bekannt, die
beispielweise als Federbleche ausgeführt sind. Die Bremswirkung bzw. Bremskraft derartiger
Bogen-Brems-Einrichtungen ist oftmals nicht zufriedenstellend. Die Bogen-Brems-Einrichtungen
des Stands der Technik sind auch oftmals durch Bürsten gebildet, die Borsten haben.
Die Borsten sind derzeit im Allgemeinen Glasfaserborsten. Diese sind einem hohen Verschleiß
ausgesetzt.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bogen-Brems-Vorrichtung bereitzustellen,
die einerseits eine äußerst hohe Bremswirkung bzw. Bremskraft hat und andererseits
besonders verschleißfest ist. Eine Anlage mit mindestens einer entsprechenden Bogen-Brems-Vorrichtung
soll außerdem geschaffen werden. Ferner, jedoch von der Erfindung ausgeschlossen,
soll auch eine Bogen-Brems-Einrichtung geliefert werden, die äußerst verschleißfest
ist und eine hohe Bremswirkung bzw. Bremskraft aufweist.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die in den unabhängigen Anspruch 1 und in
den abhängigen Anspruch 12 angegebenen Merkmale gelöst. Der Kern der Erfindung liegt
darin, dass die mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung mindestens einen ersten Bogen-Bremskörper
und mindestens einen zweiten Bogen-Bremskörper umfasst, die beim Abbremsen des abzubremsenden
Bogens zusammen an in der Transportrichtung beabstandet zueinander angeordneten Bogenstellen
bzw. Bogenbereichen an dem abzubremsenden Bogen bremsend angreifen. Durch diesen vergrößerten
Bremsbereich im Vergleich zu herkömmlichen Bogen-Brems-Vorrichtungen ist ein stärkeres
Abbremsen der Bögen möglich. Der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und der mindestens
eine zweite Bogen-Bremskörper liegen in ihrem unwirksamen Zustand zumindest bereichsweise
aneinander an, was zu einer platzsparenden bzw. kompakten Anordnung führt.
[0005] Es ist von Vorteil, wenn mehrere, d. h. mehr als eine, Bogen-Brems-Einrichtungen
in der Transportrichtung hintereinander angeordnet sind.
[0006] Es ist zweckmäßig, wenn die mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung den abzubremsenden
Bogen gegen die Bogen-Führungseinheit drückt. Das Abbremsen erfolgt durch Reibung.
[0007] Es ist zweckmäßig, wenn die mindestens eine Bogen-Führungseinheit durch mindestens
einen Tisch, mindestens eine Rollenbahn, mindestens ein Band, mindestens einen Gurt
oder dergleichen gebildet ist.
[0008] Es ist von Vorteil, wenn bei der Bogen-Brems-Vorrichtung der Abstand zwischen dem
mindestens einen Halter und der mindestens einen Bogen-Führungseinheit verstellbar
ist, sodass beispielsweise die Bogen-Brems-Vorrichtung zum Abbremsen von Bögen mit
unterschiedlicher Dicke einsetzbar ist oder so die Bremskraft der mindestens einen
Bogen-Brems-Einrichtung leicht veränderbar ist. Es ist von Vorteil, wenn die mindestens
eine Bogen-Brems-Einrichtung zusätzlich oder alternativ zum Ändern der Bremskraft
verschiebbar oder verschwenkbar zu dem abzubremsenden Bogen an dem mindestens einen
Halter gelagert ist. Alternativ ist die mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung starr
an den mindestens einen Halter befestigt.
[0009] Es ist von Vorteil, wenn der Bremsbereich ein freier Endbereich des jeweiligen Bogen-Bremskörpers
ist.
[0010] Es ist zweckmäßig, wenn sich der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und/oder
der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper über mindestens 50 %, bevorzugter über
mindestens 70 %, bevorzugter um über 90 %, der Breite des abzubremsenden Bogens quer
zu der Transportrichtung erstreckt.
[0011] Es ist zweckmäßig, wenn die Breite des mindestens einen ersten Bogen-Bremskörpers
und des mindestens einen zweiten Bogen-Bremskörpers zumindest bei ihren Brems-Bereichen
zwischen 10 mm und 40 mm, bevorzugter zwischen 15 mm und 35 mm, liegt. Vorzugsweise
ist die Breite jeweils konstant und gleich. Alternativ ändert sich diese zumindest
bereichsweise.
[0012] Es ist bevorzugt, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und/oder der mindestens
eine zweite Bogen-Bremskörper aus einem metallischen Material, wie Stahl, gebildet
ist/sind.
[0013] Es ist möglich, dass die mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung neben dem mindestens
einen ersten Bogen-Bremskörper und dem mindestens einen zweiten Bogen-Bremskörper
noch mindestens einen weiteren, wie dritten, vierten, fünften usw., Bogen-Bremskörper
hat. Der mindestens eine weitere Bogen-Bremskörper hat vorzugsweise eine andere Länge
als der mindestens eine erste und zweite Bogen-Bremskörper. Er ist ansonsten entsprechend
dem mindestens einen ersten oder zweiten Bremskörper ausgebildet. Er greift in seinem
wirksamen Zustand an mindestens einer weiteren Bogenstelle an dem abzubremsenden Bogen
an, die in der Transportrichtung beabstandet zu den anderen Angriffsstellen der ersten
und zweiten Bogen-Bremskörper ist.
[0014] Vorzugsweise sind die durch die ersten bzw. zweiten Bogen-Bremskörper jeweils erzeugten
Angriffsstellen bzw. Bremsstellen an dem abzubremsenden Bogen linienförmig. Der mindestens
eine erste Bogen-Bremskörper bildet vorzugsweise eine erste linienförmige Angriffsstelle
bzw. Bremsstelle an dem abzubremsenden Bogen, während der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
günstigerweise eine zweite linienförmige Angriffsstelle bzw. Bremsstelle an dem abzubremsenden
Bogen bildet. Die mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung erzeugt somit mindestens
zwei in der Transportrichtung beabstandet zueinander angeordnete Angriffsstellen bzw.
Bremsstellen an dem abzubremsenden Bogen, die vorzugsweise linienförmig sind, vorzugsweise
parallel zueinander verlaufen und sich vorzugsweise quer zu der Transportrichtung
erstrecken.
[0015] Bei einer Anlage zum Bereitstellen von Bögen sind durch die mindestens eine Bogen-Brems-Vorrichtung
die Bögen besonders gut geschuppt transportierbar bzw. anordenbar, was ein besonders
gutes Stapeln der Bögen ermöglicht.
[0016] Die mindestens eine Querschneide-Einheit nach Anspruch 12 hat vorzugsweise mindestens
ein Messer. Eine berührungslos arbeitende Querschneide-Einheit ist alternativ einsetzbar.
[0017] Es ist zweckmäßig, wenn die mindestens eine Bogen-Stapel-Vorrichtung einen in der
Höhe verstellbaren Stapel-Tisch zur Aufnahme der zu stapelnden Bögen hat.
[0018] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2-13
angegeben.
[0019] Die Ausgestaltung gemäß dem Unteranspruch 2 führt zu einer Bogen-Brems-Einrichtung,
die besonders gut und einfach handhabbar ist. Die Bogen-Bremskörper sind so zu einer
Einheit bzw. einem Paket zusammengefasst. Es ist von Vorteil, wenn die mindestens
eine Bogen-Brems-Einrichtung über ihren Träger an dem mindestens einen Halter gehalten
bzw. gelagert ist.
[0020] Die in dem Unteranspruch 3 angegebene Ausgestaltung ermöglicht eine funktionssichere
Anlage der ersten und zweiten Bremsbereiche an dem abzubremsenden Bogen in Transportrichtung
beabstandet zueinander vorliegenden Bogenstellen bzw. Bogenbereichen. Die erste und
zweite Länge geht vorzugsweise jeweils von dem zugehörigen gemeinsamen Träger aus.
[0021] Es ist von Vorteil, wenn die Länge des mindestens einen ersten Bogen-Bremskörpers
zwischen 40 % und 80 %, bevorzugter zwischen 50 % und 70 %, der Länge des mindestens
einen zweiten Bogen-Bremskörpers beträgt.
[0022] Es ist von Vorteil, wenn der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper eine Länge
aufweist, die zwischen 200 mm und 700 mm, bevorzugter zwischen 280 mm und 500 mm,
liegt.
[0023] Die Anordnung gemäß dem Unteranspruch 4 ermöglicht ein besonders starkes Abbremsen
des abzubremsenden Bogens.
[0024] Die Bogen-Brems-Vorrichtung nach dem Unteranspruch 5 ist im unwirksamen Zustand bzw.
im Nicht-Brems-Zustand der Bogen-Bremskörper äußerst kompakt und platzsparend.
[0025] Gemäß dem Unteranspruch 6 ist/sind der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und/oder
der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper länglich ausgeführt. Bevorzugter ist/sind
der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und/oder der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
lamellenartig bzw. stegartig ausgeführt. Es ist von Vorteil, wenn sich der mindestens
eine erste Bogen-Bremskörper und/oder der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
jeweils länglich von dem gemeinsamen Träger zu dem abzubremsenden Bogen erstreckt/erstrecken.
Eine plattenartige Ausgestaltung ist alternativ möglich.
[0026] Gemäß dem Unteranspruch 7 ist/sind der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und/oder
der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper federnd ausgeführt, sodass eine Federwirkung
vorliegt bzw. Federkraft erzeugbar ist. Es ist bevorzugt, dass der mindestens eine
erste Bogen-Bremskörper und/oder der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper aus
Federstahl, gebildet ist.
[0027] Gemäß dem Unteranspruch 8 sind der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und der
mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper zumindest bereichsweise relativ zueinander
auslenkbar. Es ist von Vorteil, wenn beispielsweise das Maß der relativen Auslenkung
zueinander von der Anpresskraft der Bogen-Bremskörper gegen den abzubremsenden Bogen
abhängt. Günstigerweise ist das Maß der relativen Auslenkung auch von der jeweiligen
Längs-Erstreckung der Bogen-Bremskörper in Richtung auf den abzubremsenden Bogen abhängig.
Der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
sind vorzugsweise zwischen einer unwirksamen Nicht-Brems-Stellung und einer wirksamen
Brems-Stellung zueinander auslenkbar. Vorzugsweise ist die Nicht-Brems-Stellung eine
unausgelenkte Ruhe-Stellung, während in der Brems-Stellung der mindestens eine erste
und/oder zweite Bogen-Bremskörper gegenüber der Ruhe-Stellung ausgelenkt ist. Günstigerweise
haben der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und/oder der mindestens eine zweite
Bogen-Bremskörper das Bestreben in ihre Ruhe-Stellung zurückzukehren.
[0028] Der/die Bogen-Bremskörper gemäß dem Unteranspruch 9 ist/sind äußerst einfach fertigbar,
beispielsweise durch Stanzen.
[0029] Gemäß dem Unteranspruch 10 weisen der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper und
der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper unterschiedliche Flächenträgheitsmomente
und/oder Widerstandsmomente auf. Sie haben somit einen unterschiedlichen Widerstand
gegen Beanspruchung, insbesondere auf Biegung. Sie haben also eine unterschiedliche
Stabilität, insbesondere gegen Knicken bzw. Biegung. Alternativ haben der mindestens
eine erste Bogen-Bremskörper und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper identische
Flächenträgheitsmomente und/oder Widerstandsmomente.
[0030] Die Ausgestaltung gemäß dem Unteranspruch 11 führt zu einer Bogen-Brems-Vorrichtung,
die äußerst funktionssicher ist und eine besonders hohe Bremswirkung hat.
[0031] Es ist von Vorteil, wenn die ersten Bremsbereiche der ersten Bogen-Bremskörper benachbart,
aber seitlich beabstandet zueinander angeordnet sind. Ferner ist es zweckmäßig, wenn
die zweiten Bremsbereiche der zweiten Bogen-Bremskörper benachbart, aber seitlich
beabstandet zueinander angeordnet sind. Günstigerweise sind die ersten Bogen-Bremskörper
identisch zueinander ausgeführt. Es ist von Vorteil, wenn auch die zweiten Bogen-Bremskörper
identisch zueinander ausgebildet sind.
[0032] Es ist von Vorteil, wenn die ersten Bogen-Bremskörper unabhängig voneinander verformbar
bzw. auslenkbar sind. Günstigerweise sind auch die zweiten Bogen-Bremskörper unabhängig
voneinander verformbar bzw. auslenkbar.
[0033] Vorzugsweise sind mindestens fünf, bevorzugter mindestens zehn, erste Bogen-Bremskörper
vorhanden. Es ist zweckmäßig, wenn mindestens fünf, bevorzugter mindestens zehn, zweite
Bogen-Bremskörper vorgesehen sind.
[0034] Günstigerweise ist die Anzahl der ersten Bogen-Bremskörper identisch mit der Anzahl
der zweiten Bogen-Bremskörper.
[0035] Vorzugsweise sind die ersten Bogen-Bremskörper einzeln und unabhängig voneinander
in dem jeweiligen Träger befestigt. Vorzugsweise sind die zweiten Bogen-Bremskörper
einzeln und unabhängig voneinander in dem jeweiligen Träger befestigt. Alternativ
sind die ersten Bogen-Bremskörper in dem Träger über einen Quer-Steg miteinander verbunden,
der wiederum an dem Träger befestigt ist. Alternativ sind die zweiten Bogen-Bremskörper
in dem Träger über einen Quer-Steg miteinander verbunden, der wiederum an dem Träger
befestigt ist.
[0036] Günstigerweise bildet die erste Vielzahl erster Bogen-Bremskörper im Wesentlichen
eine erste linienförmige Angriffsstelle bzw. Bremsstelle an dem abzubremsenden Bogen,
während die zweite Vielzahl zweiter Bogen-Bremskörper im Wesentlichen eine zweite
linienförmige Angriffsstelle bzw. Bremsstelle an dem abzubremsenden Bogen bildet.
Die erste und zweite Angriffsstelle verlaufen parallel zueinander und erstrecken sich
quer zu der Transportrichtung.
[0037] Günstigerweise sind die in dem Unteranspruch 13 angegebenen Abgabe-Vorrichtungen
jeweils als Abroll-Vorrichtungen ausgeführt, die Bestandteil einer Spleiss-Anordnung
sein können. Die Vorrichtung zur Erzeugung einseitig kaschierter Wellpappe umfasst
vorzugsweise mindestens eine Riffelwalze zum Wellen einer der Materialbahnen und eine
VerbindungsEinrichtung zum Verbinden der gewellten Materialbahn mit der anderen, glatten
Materialbahn.
[0038] Es ist zweckmäßig, wenn die ersten und zweiten Materialbahrien Endlos-Materialbahnen
sind. Diese sind vorzugsweise aus einem Papier- bzw. Pappmaterial gebildet.
[0039] Die Unteransprüche 2 bis 11 können auch Gegenstand der abhängigen Ansprüche 12 und
13 sein.
[0040] Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung eine bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung beispielhaft beschrieben. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anlage zum Bereitstellen von
Bögen, die eine Bogen-Brems-Vorrichtung nach der Erfindung hat,
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht einer in Fig. 1 dargestellten Bogen-Brems-Einrichtung,
deren Bogen-Bremskörper bremsend an einen abzubremsenden Bogen angreifen,
- Fig. 3
- eine vereinfachte Seitenansicht einer in Fig. 1 und 2 dargestellten Bogen-Brems-Einrichtungen,
die sich in einem unwirksamen Nicht-Brems-Zustand befindet,
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der in Fig. 2 dargestellten Bogen-Brems-Einrichtung,
- Fig. 5
- eine Vorderansicht der in Fig. 3 dargestellten Bogen-Brems-Einrichtung, und
- Fig. 6
- eine rückseitige Ansicht der in den Fig. 3 und 5 dargestellten Bogen-Brems-Einrichtung.
[0041] Die in Fig. 1 dargestellte Anlage umfasst eine Querschneide-Einheit 1, eine der Querschneide-Einheit
1 in einer Transportrichtung 2 eines transportierten Bogens 3 nachgeordnete Bogen-Brems-Vorrichtung
4 und eine der Bogen-Brems-Vorrichtung 4 in der Transportrichtung 2 nachgeordnete
Bogen-Stapel-Vorrichtung 5. Die Bogen-Brems-Vorrichtung 4 ist also zwischen der Querschneide-Einheit
1 und der Bogen-Stapel-Vorrichtung 5 angeordnet. Die hier verwendeten Ausdrücke "stromaufwärts"
bzw. "stromabwärts" sind jeweils auf die Transportrichtung 2 bezogen.
[0042] Die Querschneide-Einheit 1 umfasst ein Querschneide-Walzenpaar 6, das eine um eine
Drehachse 7 drehantreibbare obere Querschneide-Walze 8 und eine um eine Drehachse
9 drehantreibbare untere Querschneide-Walze 10 umfasst. Die Drehachsen 7, 9 verlaufen
parallel zueinander und senkrecht zu der Transportrichtung 2. Zwischen der oberen
Querschneide-Walze 8 und der unteren Querschneide-Walze 10 liegt ein Walzenspalt 11
vor, durch den eine Wellpappe-Bahn 12 geführt bzw. führbar ist.
[0043] Jede Querschneide-Walze 8, 10 trägt ein sich radial nach außen erstreckendes und
senkrecht zu der Transportrichtung 2 verlaufendes Messer (nicht dargestellt). Die
Messer des Querschneide-Walzenpaars 6 wirken zur Quer-Durchtrennung der Wellpappe-Bahn
12 zusammen, wodurch die Bögen 3 aus der Wellpappe-Bahn 12 entstehen. Nach dem Querschneide-Walzenpaar
6 liegen geschnittene Bögen 3 vor.
[0044] Die obere Querschneide-Walze 8 und die untere Querschneide-Walze 10 sind in einem
Gestell 13 gelagert.
[0045] Die Querschneide-Einheit 1 hat außerdem stromaufwärts zu dem Querschneide-Walzenpaar
6 eine Einzugs-Walze 14, die um eine Drehachse 15 drehbar bzw. drehantreibbar in dem
Gestell 13 gelagert ist. Die Drehachse 15 verläuft parallel zu den Drehachsen 7, 9.
[0046] Außerdem hat die Querschneide-Einheit 1 einen Auszug 16, der stromabwärts zu dem
Querschneide-Walzenpaar 6 angeordnet ist. Der Auszug 16 ist hier durch zwei Transport-Walzenpaare
17 gebildet, die in der Transportrichtung 2 beabstandet zueinander angeordnet sind.
Jedes Transport-Walzenpaar 17 hat zwei Transport-Walzen 18, 19, deren Drehachsen 20
bzw. 21 parallel zueinander und parallel zu den Drehachsen 7, 9, 15 verlaufen. Zwischen
den Transport-Walzenpaaren 17 werden die Bögen 3 auf einem Tisch 22 verschiebbar geführt.
[0047] Die Bogen-Brems-Vorrichtung 4 hat eine Bogen-Führungseinheit 23 mit einer nach oben
gewandten Führungs-Tragfläche 24, die sich im Wesentlichen horizontal in der Transportrichtung
2 erstreckt. Die Bogen-Führungseinheit 23 ist tischartig ausgeführt.
[0048] Oberhalb der Bogen-Führungseinheit 23 erstreckt sich ein Halter 25 in der Transportrichtung
2. An dem Halter 25 sind zwei Bogen-Brems-Einrichtungen 26 angeordnet, die identisch
ausgeführt sind und in der Transportrichtung 2 beabstandet zueinander angeordnet sind.
Die Bogen-Brems-Einrichtungen 26 sind vorzugsweise schwenkbar an dem Halter 25 gelagert.
[0049] Wie auch aus den Fig. 2 bis 6 hervorgeht, hat jede Bogen-Brems-Einrichtung 26 einen
oberen Träger 27 und eine Vielzahl an dem Träger 27 befestigter erster und zweiter
Bogen-Bremskörper 28 bzw. 29. Der Träger 27 erstreckt sich senkrecht zu der Transportrichtung
2. Die ersten Bogen-Bremskörper 28 sind in dem Träger 27 beabstandet zueinander nebeneinander
angeordnet. Ferner sind die zweiten Bogen-Bremskörper 29 in dem Träger 27 beabstandet
zueinander nebeneinander angeordnet. Die ersten Bogen-Bremskörper 28 sind fingerartig
angeordnet. Auch die zweiten Bogen-Bremskörper 29 sind fingerartig angeordnet. Die
ersten und zweiten Bogen-Bremskörper 28 bzw. 29 erstrecken sich jeweils von dem Träger
27 senkrecht weg in Richtung auf den abzubremsenden Bogen 3.
[0050] Die ersten Bogen-Bremskörper 28 haben ausgehend von dem Träger 27 jeweils eine erste
identische Länge L1, während die zweiten Bogen-Bremskörper 29 jeweils eine zweite
identische Länge L2 haben. Die ersten Bogen-Bremskörper 28 sind kürzer als die zweiten
Bogen-Bremskörper 29. Die ersten Bogen-Bremskörper 28 haben jeweils ein freies erstes
Ende 30, während die zweiten Bogen-Bremskörper 29 jeweils ein freies zweites Ende
31 haben. Die ersten Enden 30 und gegebenenfalls benachbarte Abschnitte zu diesen
bilden jeweils einen ersten Bremsbereich 32, während die zweiten Enden 31 und gegebenenfalls
benachbarte Abschnitte zu diesen jeweils einen zweiten Bremsbereich 33 bilden.
[0051] Die ersten und zweiten Bogen-Bremskörper 28, 29 haben jeweils eine zu ihrer Längs-Erstreckung
senkrecht verlaufende Breite B, die über die Längs-Erstreckung gleichbleibend ist.
Die Breite B der ersten Bogen-Bremskörper 28 und der zweiten Bogen-Bremskörper 29
ist jeweils identisch. Die Breite B ist wesentlich kleiner als die Länge L1 bzw. L2.
[0052] Die ersten Bogen-Bremskörper 28 und die zweiten Bogen-Bremskörper 29 in einer Bogen-Brems-Einrichtung
26 haben jeweils einen identischen, gleichbleibenden Querschnitt, der vorzugsweise
ein sich senkrecht zu der Transportrichtung 2 längs erstreckender länglicher, rechteckförmiger
Querschnitt ist.
[0053] Die ersten Bogen-Bremskörper 28 und die zweiten Bogen-Bremskörper 29 sind einander
überdeckend bzw. überlappend angeordnet, wenn sich diese in ihrem unwirksamen Zustand
befinden. Sie sind also in der jeweiligen Bogen-Brems-Einrichtung 26 senkrecht zu
der Transportrichtung 2 unversetzt zueinander angeordnet.
[0054] In jeder Bogen-Brems-Einrichtung 26 sind die ersten Bogen-Bremskörper 28 stromaufwärts
zu den zweiten Bogen-Bremskörpern 29 angeordnet. Im unbelasteten bzw. unwirksamen
Zustand liegen die ersten Bogen-Bremskörper 28 an den benachbart angeordneten zweiten
Bogen-Bremskörpern 29 flächig über die gesamte erste Länge L1 an. Im unbelasteten
bzw. unwirksamen Zustand liegen die ersten Bogen-Bremskörper 28 in einer ersten Ebene,
während die zweiten Bogen-Bremskörper 29 dann in einer zweiten, zu der ersten Ebene
parallelen Ebene angeordnet sind.
[0055] Die Bogen-Brems-Einrichtungen 26 sind in ihrem wirksamen Zustand zu dem abzubremsenden
Bogen 3 geneigt, so dass die ersten und zweiten Bogen-Bremskörper 28 bzw. 29 jeweils
einen ersten Winkel w1 bzw. einen zweiten Winkel w2 mit dem abzubremsenden Bogen 3
einschließen. Der Winkel w1 ist größer als der Winkel w2. Der Winkel w1 liegt vorzugsweise
zwischen 40° und 60°, während der Winkel w2 vorzugsweise zwischen 20° und 40° liegt.
Die Bogen-Brems-Einrichtungen 26 erstrecken sich von den Trägern 27 in der Transportrichtung
2 nach schräg unten.
[0056] Zwischen den ersten Bogen-Bremskörpern 28 liegt jeweils ein erster Trenn-Spalt 34
vor, während zwischen den zweiten Bogen-Bremskörpern 29 jeweils ein zweiter Trenn-Spalt
35 vorhanden ist. Die ersten und zweiten Trenn-Spalte 34 bzw. 35 sind jeweils gleichbleibend
und identisch zueinander.
[0057] Die ersten Bogen-Bremskörper 28 sind unabhängig voneinander auslenkbar bzw. verformbar.
Auch die zweiten Bogen-Bremskörper 29 sind unabhängig voneinander auslenkbar bzw.
verformbar. Die ersten Bogen-Bremskörper 28 und die zweiten Bogen-Bremskörper 29 sind
auch unabhängig voneinander auslenkbar bzw. verformbar.
[0058] Stromaufwärts und stromabwärts zu den Bogen-Brems-Einrichtungen 26 ist jeweils eine
herkömmliche Bogen-Brems-Einrichtung an dem Halter 25 angeordnet, die verglichen mit
den Bogen-Brems-Einrichtungen 26 nur zweite Bogen-Bremskörper 29 jeweils hat.
[0059] Die Bogen-Stapel-Vorrichtung 5 hat ein Gestell 37, in dem eine ebene, höhenverstellbare
Bogen-Ablage (nicht dargestellt) angeordnet ist.
[0060] Nachfolgend wird die Funktionsweise der Anlage, insbesondere der Bogen-Brems-Vorrichtung
4, genauer beschrieben.
[0061] Von einer ersten Abroll-Vorrichtung wird eine erste Materialbahn abgerollt, während
von einer zweiten Abroll-Vorrichtung eine zweite Materialbahn abgerollt wird. Die
erste und die zweite Materialbahn werden in eine Vorrichtung zur Erzeugung einseitig
kaschierter Wellpappe geführt. Die erste Materialbahn wird zur Erzeugung einer Wellung
zwischen zwei benachbart zueinander angeordneten Riffelwalzen der Vorrichtung zur
Erzeugung einseitig kaschierter Wellpappe hindurchgeführt, sodass diese nach der Durchführung
als Wellbahn vorliegt.
[0063] Die entstandene, aus der ersten Materialbahn und der zweiten Materialbahn bestehende,
einseitig kaschierte Wellpappe-Bahn 12 wird dann in die Querschneide-Einheit 1 eingeführt.
Die Wellpappe-Bahn 12 wird durch den Walzenspalt 11 geführt, wo die Wellpappe-Bahn
12 durch die Messer der Querschneide-Walzen 8, 10 in die einzelnen Bögen 3 geschnitten
wird. Die Bögen 3 werden dann auf dem Tisch 22 durch die Transport-Walzen 18, 19 zu
der Bogen-Brems-Vorrichtung 4 geführt.
[0064] In der Bogen-Brems-Vorrichtung 4 werden die Bögen 3 abgebremst und verlangsamt geschuppt
gefördert. Ein in die Bogen-Brems-Vorrichtung 4 eintretender Bogen 3 gelangt zuerst
mit der stromaufwärts angeordneten Bogen-Brems-Einrichtung 26 und erst dann mit der
in der Transportrichtung 2 nachgeordneten Bogen-Brems-Einrichtung 26 in Kontakt. Der
Bogen 3 hat bereits beim Erreichen der stromabwärts angeordneten Bogen-Brems-Einrichtung
26 eine verminderte Geschwindigkeit.
[0065] Bei den Bogen-Brems-Einrichtungen 26 trifft der Bogen 3 jeweils zuerst auf die ersten
Bogen-Bremskörper 28 und dann auf die diesen nachgeordneten zweiten Bogen-Bremskörper
29. Die ersten und die zweiten Bogen-Bremskörper 28, 29 können jeweils unterschiedlich
gekrümmt sein, was auch von der Anpresskraft gegen den abzubremsenden Bogen 3 abhängig
ist. Wie aus Fig. 1 hervorgeht, sind die zweiten Bogen-Bremskörper 29 stärker gekrümmt
als die ersten Bogen-Bremskörper 28, die im Wesentlichen in einer Ebene verlaufen.
[0066] Die ersten und die zweiten Bremsbereiche 32 bzw. 33 drücken jeweils in der Transportrichtung
2 beabstandet zueinander von oben auf den abzubremsenden Bogen 3 und drücken diesen
so von oben gegen die Führungs-Tragfläche 24, wodurch der Bogen 3 durch Reibung abgebremst
wird.
[0067] Die geschuppt angeordneten Bögen 3 werden dann auf der Bogen-Auflage gestapelt gelagert.
[0068] Es ist von Vorteil, wenn der erste und zweite Bogen-Bremskörper 28, 29 der benachbart
zu der Querschneide-Einheit 1 bzw. zu dem Auszug 16 angeordneten Bogen-Brems-Einrichtung
26 jeweils kürzer als die Bogen-Bremskörper 28, 29 der zu dieser stromabwärtigen Bogen-Brems-Einrichtung/en
26 ist. Es ist besonders bevorzugt, wenn der erste Bogen-Bremskörper 28 der benachbart
zu der Querschneide-Einheit 1 bzw. zu dem Auszug 16 angeordneten Bogen-Brems-Einrichtung
26 kürzer als der erste Bogen-Bremskörper 28 der zu dieser stromabwärtigen Bogen-Brems-Einrichtung/en
26 ist. Es ist besonders bevorzugt, wenn der zweite Bogen-Bremskörper 29 der benachbart
zu der Querschneide-Einheit 1 bzw. zu dem Auszug 16 angeordneten Bogen-Brems-Einrichtung
26 kürzer als der zweite Bogen-Bremskörper 29 der zu dieser stromabwärtigen Bogen-Brems-Einrichtung/en
26 ist. Hierdurch ist eine gleichmäßige Bremskraft auf den abzubremsenden Bogen 3
aufbringbar.
1. Bogen-Brems-Vorrichtung (4) zum Abbremsen von in einer Transportrichtung (2) transportierten
Bögen (3), insbesondere von Wellpappe-Bögen, umfassend
a) mindestens einen Halter (25),
b) mindestens eine benachbarte zu dem mindestens einen Halter (25) angeordnete Bogen-Führungseinheit
(23) zum Führen der abzubremsenden, in der Transportrichtung (2) transportierten Bögen
(3), und
c) mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung (26),
i) die von dem mindestens einen Halter (25) gehalten ist,
ii) die benachbart zu der mindestens einen Bogen-Führungseinheit (23) angeordnet ist,
iii) die mindestens einen ersten Bogen-Bremskörper (28) umfasst,
- der einen ersten Bremsbereich (32) zum bremsenden Angreifen an den abzubremsenden,
in der Transportrichtung (2) transportierten Bogen (3) aufweist, und
iv) die mindestens einen zweiten Bogen-Bremskörper (29) umfasst,
- der einen zweiten Bremsbereich (33) zum bremsenden Angreifen an den abzubremsenden,
in der Transportrichtung (2) transportierten Bogen (3) aufweist,
v) wobei die mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung (26) derart ausgebildet ist,
dass der erste Bremsbereich (32) des mindestens einen ersten Bogen-Bremskörpers (28)
und der zweite Bremsbereich (33) des mindestens einen zweiten Bogen-Bremskörpers (29)
beim Abbremsen in der Transportrichtung (2) beabstandet zueinander an dem abzubremsenden,
in der Transportrichtung (2) transportierten Bogen (3) angreifen,
dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
(29) in ihrem unwirksamen Zustand in der Transportrichtung (2) zumindest bereichsweise
aneinander anliegen.
2. Bogen-Brems-Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
(29) von einem gemeinsamen Träger (27) getragen sind.
3. Bogen-Brems-Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) eine erste Länge (L1) und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper (29) eine zweite
Länge (L2) hat, die größer als die erste Länge (L1) ist.
4. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper (29) in der Transportrichtung (2) stromabwärts
zu dem mindestens einen ersten Bogen-Bremskörper (28) angeordnet ist.
5. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) in seinem unwirksamen Zustand in
einer ersten Ebene liegt und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper (29) in
seinem unwirksamen Zustand in einer zweiten Ebene liegt, wobei die zweite Ebene parallel
zu der ersten Ebene verläuft.
6. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) und/oder der mindestens eine zweite
Bogen-Bremskörper (29) länglich ausgeführt ist/sind.
7. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) federnd und/oder der mindestens
eine zweite Bogen-Bremskörper (29) federnd ausgeführt ist/sind.
8. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
(29) zumindest bereichsweise relativ zueinander auslenkbar sind.
9. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) zumindest in seinem ersten Bremsbereich
(32) einen rechteckigen Querschnitt hat und/oder der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
(29) zumindest in seinem zweiten Bremsbereich (33) einen rechteckigen Querschnitt
hat.
10. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine erste Bogen-Bremskörper (28) und der mindestens eine zweite Bogen-Bremskörper
(29) unterschiedliche Flächenträgheitsmomente und/oder Widerstandsmomente aufweisen.
11. Bogen-Brems-Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Bogen-Brems-Einrichtung (26) aufweist
a) eine erste Vielzahl erster Bogen-Bremskörper (28), die in einer sich senkrecht
oder schräg zu der Transportrichtung (2) erstreckenden ersten Reihe nebeneinander
angeordnet sind, und/oder
b) eine zweite Vielzahl zweiter Bogen-Bremskörper (29), die in einer sich senkrecht
oder schräg zu der Transportrichtung (2) erstreckenden zweiten Reihe nebeneinander
angeordnet sind.
12. Anlage zum Bereitstellen von Bögen, insbesondere von Wellpappe-Bögen, umfassend
a) mindestens eine Querschneide-Einheit (1) zum Erzeugen von Bögen (3) aus einer in
einer Transportrichtung (2) transportierten Bahn (12), insbesondere Wellpappe-Bahn,
und
b) mindestens eine der mindestens einen Querschneide-Einheit (1) in der Transportrichtung
(2) nachgeordnete Bogen-Brems-Vorrichtung (4) nach einem der vorherigen Ansprüche,
wobei vorzugsweise die mindestens eine Bogen-Brems-Vorrichtung (4) stromaufwärts zu
mindestens einer Bogen-Stapel-Vorrichtung (5) angeordnet ist.
13. Anlage nach Anspruch 12,
gekennzeichnet durch
a) eine erste Abgabe-Vorrichtung zur Abgabe einer ersten Materialbahn,
b) eine zweite Abgabe-Vorrichtung zur Abgabe einer zweiten Materialbahn, und
c) eine Vorrichtung zur Erzeugung einer einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn (12)
aus der ersten Materialbahn und der zweiten Materialbahn,
d) wobei die mindestens eine Bogen-Brems-Vorrichtung (4) stromabwärts zu der Vorrichtung
zur Erzeugung der einseitig kaschierten Wellpappe-Bahn (12) angeordnet ist.
1. Sheet braking device (4) for braking sheets (3), in particular sheets of corrugated
cardboard, transported in a transport direction (2), the sheet braking device comprising
a) at least one holder (25);
b) at least one sheet guide unit (23) arranged adjacent to the at least one holder
(25) for guiding the sheets (3) to be braked which are transported in the transport
direction (2); and
c) at least one sheet braking unit (26) which
i) is held by the at least one holder (25);
ii) is arranged adjacent to the at least one sheet guide unit (23);
iii) comprises at least one first sheet braking body (28)
- which has a first braking region (32) to exert a braking force on the sheet (3)
to be braked which is transported in the transport direction (2); and
iv) comprises at least one second sheet braking body (29)
- which has a second braking region to exert a braking force on the sheet (3) to be
braked which is transported in the transport direction (2),
v) wherein the at least one sheet braking unit (26) is configured in such a way that
when acting upon the sheet (3) to be braked which is transported in the transport
direction (2), the first braking region (32) of the at least one first sheet braking
body (28) and the second braking region (33) of the at least one second sheet braking
body (29) are spaced from each other in the transport direction (2) during braking,
characterized in that in their inactive states, the at least one first sheet braking body (28) and the at
least one second sheet braking body (29) abut against each other at least partly in
the transport direction (2).
2. Sheet braking device according to claim 1, characterized in that the at least one first sheet braking body (28) and the at least one second sheet
braking body (29) are carried by a common carrier (27).
3. Sheet braking device according to claim 1 or 2, characterized in that the at least one second sheet braking body (28) has a first length (L1), and the
at least one second sheet braking body (29) has a second length (L2) which is greater
than the first length (L1).
4. Sheet braking device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one second sheet braking body (29) is arranged downstream of the at least
one first sheet braking body (28) in the transport direction (2).
5. Sheet braking device according to one of the preceding claims, characterized in that in its inactive state, the at least one first sheet braking body (28) is disposed in
a first plane while the at least one second sheet braking body (29) is disposed in
a second plane in its inactive state, wherein the second plane is parallel to the
first plane.
6. Sheet braking device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one first sheet braking body (28) and/or the at least one second sheet
braking body (29) has/have an elongated design.
7. Sheet braking device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one first sheet braking body (28) and/or the at least one second sheet braking
body (29) is/are resilient.
8. Sheet braking device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one first sheet braking body (28) and the at least one second sheet
braking body (29) are at least partly deflectable relative to each other.
9. Sheet braking device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one first sheet braking body (28) has a rectangular cross-section at
least in its first braking region (32) and/or the at least one second sheet braking
body (29) has a rectangular cross-section at least in its second braking region (33).
10. Sheet braking device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one first sheet braking body (28) and the at least one second sheet
braking body (29) have different geometrical moments of inertia and/or section moduli.
11. Sheet braking device according to one of the preceding claims,
characterized in that the at least one sheet braking unit (26) is provided with
a) a first plurality of first sheet braking bodies (28) which are arranged adjacent
to each other in a first row extending perpendicularly or obliquely to the transport
direction (2), and/or
b) a second plurality of second sheet braking bodies (29) which are arranged adjacent
to each other in a second row extending perpendicularly or obliquely to the transport
direction (2).
12. Installation for providing sheets, in particular sheets of corrugated cardboard, the
installation comprising
a) at least one cross-cutting unit (1) for producing sheets (3) from a web (12), in
particular a web of corrugated cardboard, which is transported in a transport direction
(2), and
b) at least one sheet braking device (4) according to one of the preceding claims
which is arranged downstream of the at least one cross-cutting unit (1) in the transport
direction (2), wherein the at least one sheet braking device (4) is preferably arranged
upstream of at least one sheet stacking device (5).
13. Installation according to claim 12,
characterized by
a) a first supply device for supplying a first material web;
b) a second supply device for supplying a second material web;
c) a device for producing a single-face laminated web (12) of corrugated cardboard
from the first material web and the second material web,
d) wherein the at least one sheet braking device (4) is arranged downstream of the
device for producing the single-face laminated web (12) of corrugated cardboard.
1. Dispositif de freinage de feuilles (4) servant à ralentir des feuilles (3) transportées
dans une direction de transport (2), en particulier des feuilles de carton ondulé,
comprenant
a) au moins un support (25),
b) au moins une unité de guidage de feuilles (23) disposée de manière adjacente au
support (25) au moins au nombre de un, servant à guider les feuilles (3) à ralentir,
transportées dans la direction de transport (2), et
c) au moins un système de freinage de feuilles (26),
i) qui est maintenu par le support (25) au moins au nombre de un,
ii) qui est disposé de manière adjacente à l'unité de guidage de feuilles (23) au
moins au nombre de une,
iii) qui comprend au moins un premier corps de freinage de feuilles (28)
- qui présente une première zone de freinage (32) destinée à venir en contact avec
une action de freinage avec la feuille (3) à ralentir, transportée dans la direction
de transport (2), et
iv) qui comprend au moins un deuxième corps de freinage de feuilles (29),
- qui présente une deuxième zone de freinage (33) destinée à venir en contact avec
une action de freinage avec la feuille (3) à ralentir, transportée dans la direction
de transport (2),
v) sachant que le système de freinage de feuilles (26) au moins au nombre de un est
réalisé de telle manière que la première zone de freinage (32) du premier corps de
freinage de feuilles (28) au moins au nombre de une et la deuxième zone de freinage
(33) du deuxième corps de freinage (29) au moins au nombre de une, espacées l'une
de l'autre, viennent en contact, lors du ralentissement dans la direction de transport
(2), avec la feuille (3) à ralentir, transportée dans la direction de transport (2),
caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un et le deuxième
corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un reposent l'un contre l'autre
au moins par endroits dans leur état inactif dans la direction de transport (2).
2. Dispositif de freinage de feuilles selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un et le deuxième
corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un sont portés par un système
porteur (27) commun.
3. Dispositif de freinage de feuilles selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un a une première
longueur (L1) et le deuxième corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre
de un a une deuxième longueur (L2), qui est plus grande que la première longueur (L1).
4. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le deuxième corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un est disposé,
dans la direction de transport (2), en aval du premier corps de freinage de feuilles
(28) au moins au nombre de un.
5. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un se trouve,
dans son état inactif, dans un premier plan, et en ce que le deuxième corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un se trouve,
dans son état inactif, dans un deuxième plan, sachant que le deuxième plan s'étend
de manière parallèle par rapport au premier plan.
6. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un et/ou le deuxième
corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un est/sont réalisé/réalisés
de manière allongée.
7. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un est réalisé
sur ressorts, et/ou en ce que le deuxième corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un est réalisé
sur ressorts.
8. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un et le deuxième
corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un peuvent être déviés l'un
par rapport à l'autre au moins par endroits.
9. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un a, au moins
dans sa première zone de freinage (32), une section transversale rectangulaire, et/ou
en ce que le deuxième corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un a, au moins
dans sa deuxième zone de freinage (33), une section transversale rectangulaire.
10. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le premier corps de freinage de feuilles (28) au moins au nombre de un et le deuxième
corps de freinage de feuilles (29) au moins au nombre de un présentent des moments
d'inertie de surface et/ou des couples de résistance différents.
11. Dispositif de freinage de feuilles selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le système de freinage de feuilles (26) au moins au nombre de un présente
a) une première pluralité de premiers corps de freinage de feuilles (28), qui sont
disposés les uns à côté des autres dans une première rangée s'étendant de manière
perpendiculaire ou à l'oblique par rapport à la direction de transport (2), et/ou
b) une deuxième pluralité de deuxièmes corps de freinage de feuilles (29), qui sont
disposés les uns à côté des autres dans une deuxième rangée s'étendant de manière
perpendiculaire ou à l'oblique par rapport à la direction de transport (2).
12. Installation servant à fournir des feuilles, en particulier des feuilles en carton
ondulé, comprenant
a) au moins une unité de coupe transversale (1) servant à produire des feuilles (3)
à partir d'une bande (12), en particulier d'une bande de carton ondulé, transportée
dans une direction de transport (2), et
b) au moins un dispositif de freinage de feuilles (4) selon l'une quelconque des revendications
précédentes disposé dans la direction de transport (2) en aval de l'unité de coupe
transversale (1) au moins au nombre de une, sachant que de préférence le dispositif
de freinage de feuilles (4) au moins au nombre de un est disposé en amont d'au moins
un dispositif d'empilement de feuilles (5).
13. Installation selon la revendication 12,
caractérisée par
a) un premier dispositif de distribution servant à distribuer une première bande de
matériau,
b) un deuxième dispositif de distribution servant à distribuer une deuxième bande
de matériau, et
c) un dispositif servant à produire une bande de carton ondulé (12) contrecollée d'un
côté à partir de la première bande de matériau et de la deuxième bande de matériau,
d) sachant que le dispositif de freinage de feuilles (4) au moins au nombre de un
est disposé en aval du dispositif servant à produire la bande de carton ondulé (12)
contrecollée d'un côté.