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(11) |
EP 1 937 910 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.2016 Patentblatt 2016/01 |
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Anmeldetag: 25.08.2006 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2006/008332 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2007/045299 (26.04.2007 Gazette 2007/17) |
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| (54) |
DACHSTEIN MIT WENIGSTENS EINEM DURCH ERHÖHUNGEN BEGRENZTEN WASSERLAUF
ROOF TILE WITH AT LEAST ONE WATER COURSE DEFINED BY PROJECTIONS
TUILE PRESENTANT AU MOINS UNE GOUTTIERE DELIMITEE PAR DES SAILLIES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC NL PL PT RO SE
SI SK TR |
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Priorität: |
20.10.2005 DE 102005050657
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.07.2008 Patentblatt 2008/27 |
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Patentinhaber: Monier Roofing GmbH |
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61440 Oberursel (DE) |
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Erfinder: |
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- FINK, Josef
A-3372 Blindenmarkt (AT)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Olbricht Buchhold Keulertz |
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Partnerschaft mbB
Bettinastraße 53-55 60325 Frankfurt am Main 60325 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 137 423 DE-A1- 2 508 551 DE-U- 1 838 431 GB-A- 1 174 992
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DE-A1- 1 812 456 DE-A1- 3 138 656 DE-U1- 8 903 375
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Dachstein nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Bei der Herstellung von Dachsteinen nach dem Strangpressverfahren wird auf einem
mit konstanter Geschwindigkeit geförderten Strang von aneinander stoßenden Unterformen
gleicher Länge eine Frischbetonschicht als endloses Band aufgebracht, das auf der
Oberseite durch Formwerkzeuge der für Dachsteine üblichen Oberflächenkontur entsprechend
geformt wird. Die kontinuierlich aufgebrachte Frischbetonschicht wird anschließend
in einer Schneidstation jeweils am Ende einer jeden Unterform mittels eines als Messer
ausgebildeten Schneidwerkzeugs zerschnitten, sodass jede Unterform einen einzelnen
Dachsteinrohling trägt. Der Dachsteinrohling härtet anschließend in einer Trockenkammer
auf seiner Unterform liegend aus und wird danach mit einer Oberflächenbeschichtung
versehen. Ein derartiges Verfahren zur Herstellung von Dachsteinen ist in der
DE 35 22 846 A1 beschrieben.
[0003] Um ein geneigtes Dach mit derartigen Dachsteinen schlagregendicht einzudecken, ist
es notwendig, dass die in einer First-Traufe-Linie benachbarten Dachsteine überlappend
verlegt werden. Die jeweilige Überlappungslänge ist dabei abhängig von der jeweiligen
Dachneigung, d. h. bei einer sehr starken Dachneigung kann die Überlappung geringer
gewählt werden als bei einer sehr geringen Dachneigung.
[0004] Man hat indessen auch konstruktive Maßnahmen ergriffen, bei denen der Dachstein auf
seiner Unterseite am fußseitigen Rand mit querverlaufenden Fußrippen versehen wird.
So sind die aus
DE 35 22 846 A1 bekannten Unterformen an ihren Querrändern mit Vertiefungen ausgestattet, sodass
der in diese Vertiefungen eingepresste Frischbeton am kopfseitigen Rand des Dachsteinrohlings
Aufhängenasen und am fußseitigen Rand quer verlaufende Fußrippen bildet. Auf diese
Weise kann derfirstseitige Dachstein bei der Verlegung mit seinen Aufhängenasen an
einer Dachlatte eingehängt und mit seinen Fußrippen auf der Oberfläche des in Traufrichtung
benachbarten Dachsteins aufgelegt werden. Aufgrund der Fußrippen entsteht dabei im
Überlappungsbereich der Dachsteine eine Art Labyrinth, das dem Eintrieb von Regenwasser
entgegenwirkt.
[0005] Die Verwendung dieser Dachsteine ist bei Dächern mit einer Neigung von weniger als
22° allerdings problematisch, denn aufgrund der geringen Dachneigung ist eine sehr
große Überlappungslänge der Dachsteine erforderlich. Folglich muss zwischen First
und Traufe eine sehr hohe Anzahl an parallelen Dachsteinreihen verlegt werden. Bedingt
durch den hohen Bedarf an Dachsteinen und die Erstellung einer an die Anzahl der Dachsteinreihen
angepassten Dachlattenkonstruktion erhöhen sich die Material- und Arbeitskosten erheblich.
Gebäude mit sehr geringen Dachneigungen werden daher häufig mit großformatigen, billigeren
und leichteren Bedachungsmaterialien, wie z. B. Metallblech oder Faserzementplatten
eingedeckt.
[0006] Man ist daher dazu übergegangen, die Dachsteine auf ihrer Oberseite im Bereich ihres
kopfseitigen Randes mit einer Wassersperre zu versehen, die den Eintrieb von Schlagregen
verhindert. Auf diese Weise kann die Überlappung der Dachsteine deutlich verringert
werden, sodass sich die Material- und Arbeitskosten reduzieren.
[0007] In
DE 18 12 456 A1 und
DE 25 08 551 A1 sind Verfahren beschrieben, die geeignet sind, um die auf ihren Unterformen aufliegenden
Dachsteinrohlinge mit einer Wassersperre zu versehen. Bei beiden Verfahren wird aus
einem separat bereitgestellten Frischbeton zuerst eine Wassersperre geformt, die dann
anschließend im Bereich des kopfseitigen Randes auf die Oberseite des Dachsteinrohlings
aufgepresst oder aufgeklebt wird. Die Wassersperre ist dabei relativ breit ausgeführt,
um einerseits eine ausreichende Formstabilität und anderseits eine großflächige, stoffschlüssige
Verbindung zu gewährleisten.
[0008] Die nach den oben genannten Verfahren mit einer Wassersperre ausgestatteten Dachsteine
weisen jedoch den Nachteil auf, dass aufgrund der Verwendung verschiedener Frischbetons
zwischen dem Dachstein und der Wassersperre eine schwächende Fügestelle entsteht,
die stoßempfindlich ist und zur Rissbildung neigt.
[0009] Um diesen Mangel zu beseitigen, ist man gemäß
GB 664010 dazu übergegangen, beim Zerschneiden des Frischbetonstranges in einzelne Dachsteinrohlinge
die Wassersperre am kopfseitigen Rand des Dachsteinrohlings anzuformen. Dachsteinrohling
und Wassersperre bestehen daher aus demselben Frischbeton. Auf diese Weise kann eine
gute Verbindung zwischen der Wassersperre und dem Dachstein erzielt werden.
[0010] Um die Stapel- und Verpackbarkeit der Dachsteine zu gewährleisten, müssen jedoch
die Aufhängenasen auf der Unterseite des im Stapel oben liegenden Dachsteins sehr
weit vom kopfseitigen Rand des Dachsteins entfernt angeordnet sein, damit genügend
Platz für die auf der Oberseite und direkt am kopfseitigen Rand angeordnete Wassersperre
des im Stapel darunter liegenden Dachsteins vorhanden ist.
[0011] Vergleicht man die gemäß
GB 664010 mit einer Wassersperre versehenen Dachsteine mit den in
DE 35 22 846, Fig. 6 und 7 dargestellten Dachsteinen, bei denen die Aufhängenasen in optimaler
Weise direkt am kopfseitigen Rand des Dachsteins angeordnet sind, dann wird deutlich,
dass die aus
GB 664010 bekannten Dachsteine aufgrund des großen Abstands der Aufhängenasen vom kopfseitigen
Rand des Dachsteins eine deutlich reduzierte Decklänge besitzen. Folglich ist immer
noch eine hohe Anzahl an parallelen Dachsteinreihen erforderlich.
[0012] Aus produktionstechnischer Sicht ist es zudem nachteilig, dass zur Herstellung von
Dachsteinen mit einer Wassersperre gemäß
GB 664010 ein gesonderter Satz von Unterformen erforderlich ist, weil die Position der Aufhängenasen
von der bei herkömmlichen Dachsteinen optimalen Position abweicht.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen mit einer Wassersperre versehenen Dachstein
zur Verfügung zu stellen, der auf herkömmlichen Unterformen herstellbar ist, der seine
volle Decklänge auch bei Dächern mit sehr geringer Dachneigung zur Geltung bringen
kann und der eine zuverlässige und dauerhafte Befestigung der Wassersperre gewährleistet.
[0014] Diese Aufgabe wird gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0015] Die Erfindung betrifft somit einen Dachstein, der beispielsweise eine mittlere Krempe
und zumindest einen seitlichen Deck- oder Wasserfalz mit einem dazwischen liegenden
Wasserlauf aufweist, in dessen Bereich eine Wassersperre angeordnet ist. Diese Wassersperre
ist mit ihren Kanten teilweise im Bereich des Wasserlaufs, der mittleren Krempe und
des seitlichen Falzes in das Material des Dachsteinrohlings eingepresst. Sie besteht
aus einem biegeelastischen dünnen Plättchen, und zwar aus einem Material, das nicht
mit dem Material des Dachsteins übereinstimmt.
[0016] Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht insbesondere darin, dass die Wassersperre
mechanisch von dem sie umgebenden ausgehärteten Beton gehalten wird. Auf diese Weise
wird eine Ablösung der Wassersperre vom Dachstein - wie sie bei den Wassersperren
gemäß
DE 18 12 456 A1 und
DE 25 08 551 A1 aufgrund der Fügestelle beim Verpacken und Verlegen der Dachsteine oftmals auftritt
- vermieden.
[0017] Da die Wassersperre zudem mit einem frei wählbaren Abstand zum kopfseitigen Rand
des Dachsteinrohlings in den Frischbeton eingepresst werden kann, können die Aufhängenasen
auf der Unterseite des Dachsteinrohlings weiterhin in ihrer optimalen Position direkt
am kopfseitigen Rand verbleiben, sodass die üblichen Unterformen verwendet werden
können. Gegenüber dem aus
GB 664010 bekannten Dachstein entfallen dadurch neben einer Reduzierung der Decklänge der Dachsteine
auch die hohen Investitionskosten für einen gesonderten Unterformensatz.
[0018] Der Abstand der Wassersperre zum kopfseitigen Rand des Dachsteinrohlings ist abhängig
vom Dachsteinmodell und der Aufhängenase. Damit die Wassersperre bei der Stapelung
der Dachsteine kein Hindernis darstellt, sollte der Abstand zumindest 10 mm, vorzugsweise
jedoch 25 mm betragen.
[0019] Gegenüber den aus Beton hergestellten relativ breiten Wassersperren gemäß
DE 18 12 456 A1 und
DE 25 08 551 A1 (dgl. auch
DE 17 59 427 A,
DE 1 838 431 U,
AT 27 842 E) ergibt sich ein Zugewinn an Decklänge, wenn die Wassersperre plättchenförmig ausgebildet
ist. Gleichzeitig wird dadurch das Einstecken der Wassersperre in den verdichteten
Frischbeton erleichtert. Um eine ausreichende Steifigkeit zu besitzen, sollte die
Materialstärke der Wassersperre zumindest 0,25 mm, vorzugsweise jedoch 1 mm betragen.
[0020] Für das Eindringen der Wassersperre in den Frischbeton kann es vorteilhaft sein,
wenn die Kanten der in den Frischbeton eindringenden Seiten der Wassersperre in Einsteckrichtung
keilförmig ausgebildet sind.
[0021] Um die Wassersperre im Bereich des Wasserlaufs, der seitlichen Falze und der mittleren
Krempe optimal einpassen zu können, ist die Geometrie der Wassersperre an das jeweilige
Querschnittsprofil des Dachsteinrohlings angepasst.
[0022] Für Dachsteine mit einem ebenen Wasserlauf ist die Wassersperre vorzugsweise gleichschenklig
trapezförmig ausgebildet, sodass die lange Seite (Basis des Trapezes) der eingesteckten
Wassersperre frei liegt, während die restlichen Seiten jeweils im Bereich des Wasserlaufs,
der mittleren Krempe und der seitlichen Falze in den Beton eingesteckt sind. Bei einer
trapezförmigen Wassersperre sollte der jeweils von der Basis und den Seiten eingeschlossene
Winkel im Bereich zwischen 40 und 70 Grad liegen. Vorzugsweise liegt der Winkel bei
57 Grad.
[0023] Für Dachsteine mit konkav geformten Wasserläufen eignen sich dagegen kreisabschnittförmig
oder sichelförmig ausgebildete Wassersperren.
[0024] Um im Bereich der seitlichen Falze und der mittleren Krempe ein Umgehen der Wassersperre
durch im Überlappungsbereich eingetriebenes Regenwasser zu verhindern, kann die Wassersperre
im Bereich ihrer dort angrenzenden Enden höher ausgeführt sein als im Bereich des
Wasserlaufes.
[0025] Das Umgehen der Wassersperre kann zusätzlich erschwert werden, wenn zumindest im
Bereich der mittleren Krempe eine der Wassersperre vorgelagerte Ablaufrinne vorgesehen
ist, die an der Wassersperre ausweichendes Regenwasser wieder in den Wasserlauf des
Dachsteins ableitet.
[0026] Um eine sichere Fixierung der Wassersperre zu erreichen, sollte diese im Bereich
des Wasserlaufes, der mittleren Krempe und der seitlichen Falze zumindest 0,5 mm,
vorzugsweise jedoch 3 mm tief in den Frischbeton eindringen.
[0027] Die Einbettung der Wassersperre in den Frischbeton kann verbessert werden, wenn die
Wassersperre an ihren in den Frischbeton eindringenden Kanten Verankerungselemente
aufweist.
[0028] Die Verankerungselemente können dabei horn- oder hakenförmig ausgebildet sein. Die
Verankerungselemente können im Vergleich zu den anderen Kanten der Wassersperre deutlich
tiefer in den Frischbeton hineinragen. So können die Verankerungselemente z. B. 5,5
mm tief eindringen, während die anderen Kanten der Wassersperre nur 3 mm tief eindringen.
[0029] Die Wassersperre ist aus korrosionsbeständigem oder zumindest korrosionsgeschütztem
Material hergestellt. Da das Material der Wassersperre auch Temperaturschwankungen
ausgesetzt ist, sollte sein thermischer Längen-Ausdehnungskoeffizient demjenigen von
Beton nahe kommen, um den umgebenden Beton nicht zu zerstören. Bevorzugte Materialien
für die Wassersperre sind Kunststoff, Aluminiumlegierungen, mit Zink beschichteter
Stahl oder nichtrostender Stahl.
[0030] Um den Dachstein dauerhaft gegen Schmutzanhaftungen und Algenwachstum zu schützen,
wird der mit einer Wassersperre versehene Dachstein mit einer Oberflächenbeschichtung
versehen, beispielsweise einer Polymerdispersionsfarbe. Hierbei werden nicht nur die
Wassersperre und der Dachstein einheitlich gefärbt, sodass Materialunterschiede nicht
mehr offensichtlich sind, sondern die Oberflächenbeschichtung dichtet gleichzeitig
eventuelle Spalte zwischen der Wassersperre und dem Dachstein ab.
[0031] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teilbereich eines erfindungsgemäßen Dachsteins;
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen Dachstein mit einer ersten Wassersperre;
Fig. 3 einen Querschnitt durch einen Dachstein mit einer zweiten Wassersperre;
Fig. 4 einen Querschnitt durch einen Dachstein mit einer dritten Wassersperre;
Fig. 5 einen Längsschnitt durch den Dachstein gemäß Fig. 2.
[0032] In der Fig. 1 ist ein Teil eines Dachsteins 1 in einer Draufsicht dargestellt. Dieser
Dachstein 1 weist einen seitlichen Wasserfalz 2 sowie eine mittlere Krempe 3 auf.
Zwischen dem Wasserfalz 2 und der Krempe 3 befindet sich ein Wasserlauf 4. In diesem
Wasserlauf 4 ist eine Wassersperre 5 angeordnet, die aus einem dünnen und elastischen
Metall- oder Kunststoffteil besteht. Diese Wassersperre 5 wird mit ihren Kanten teilweise
jeweils im Bereich des Wasserlaufs 4, der mittleren Krempe 3 und des seitlichen Falzes
2 in den verdichteten, aber noch frischen Beton des Dachsteins 1 eingepresst. Nachdem
der Dachstein 1 ausgehärtet ist, sitzt die Wassersperre 5 fest in dem Dachstein 1.
[0033] Die Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch den Dachstein 1, wobei nun auch der seitliche
Deckfalz 6 zu erkennen ist. Zwischen dem Deckfalz 6 und der mittleren Krempe 3 befindet
sich eine weitere Wassersperre 7, die ebenfalls als dünnes und elastisches Plättchen
ausgebildet ist.
[0034] Die Wassersperren 5 und 7 weisen die Form eines Trapezes auf, wobei die kleinen Seiten
der Trapeze in die Wasserläufe 4, 8 gedrückt sind. Die schrägen seitlichen Kanten
9, 10; 11, 12 der Wassersperren 5, 7 greifen in den Wasserfalz 2 bzw. den Deckfalz
6 und in die mittlere Krempe 3 ein. Die langen Seiten der Trapeze liegen im Wesentlichen
frei. Durch die trapezförmige Ausbildung der Wassersperren 5,7 wird deren Eindringen
in den Frischbeton erleichtert.
[0035] Es versteht sich, dass die Wassersperren an das jeweilige Profil der Dachsteinrohlinge
angepasst sind.
[0036] In der Fig. 3 sind zwei Wassersperren 13, 14 dargestellt, die sich von den Wassersperren
5, 7 der Fig. 2 dadurch unterscheiden, dass sie an den Eckpunkten des Trapezes Haken
15 bis 18 bzw. 19 bis 22 aufweisen. Diese Haken 15 bis 22 dienen als Verankerungen
im Frischbeton.
[0037] Die Fig. 4 zeigt eine weitere Variante einer Wassersperre 23, bei welcher die lange
Seite 24 des Trapezes an den Enden nach oben geführt ist. Hierdurch bilden sich zwei
erhöhte hakenförmige Verankerungen 25, 26.
[0038] Die Enden der unteren Seite 27 des Trapezes sind mit hornförmigen Verankerungselementen
28, 29 versehen. Der Dachstein 1 ist in der Fig. 4 nur mit seiner rechten Hälfte dargestellt.
[0039] Die Wassersperren sind vorzugsweise aus einem korrosionsbeständigen oder korrosionsgeschützten
Material hergestellt. Geeignete Materialien sind wetterfeste Kunststoffe oder Metalle,
z. B. Aluminium oder Kupfer.
[0040] In der Fig. 5 ist ein Längsschnitt A-A durch den Dachstein 1 gemäß Fig. 2 dargestellt.
Man erkennt hierbei die Wassersperre 5, die mittlere Krempe 3 und den Wasserlauf 4.
Die Wassersperre 5 ist dort wenigstens 10 mm von der Kante 30 des Dachsteins 1 entfernt.
Diese Kante 30 ist nach dem Verlegen des Dachsteins 1 in Richtung First angeordnet.
Die Kante 30 ist also Teil einer Aufhängenase.
[0041] Der in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Dachstein weist einen im Wesentlichen ebenen
Wasserlauf 4 auf. Für diesen Wasserlauf 4 sind trapezförmig ausgebildete Wassersperren
geeignet.
[0042] Ist der Wasserlauf dagegen konkav geformt, wird die Wassersperre vorzugsweise kreisabschnittförmig
oder sichelförmig ausgebildet.
1. Dachstein (1) mit wenigstens einem durch Erhöhungen (2, 3) begrenzten Wasserlauf (4),
in dessen Bereich eine Wassersperre (5, 7; 13,14; 23) angeordnet ist, wobei wenigstens
einige der Randbereiche der Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) in die Wandung des Wasserlaufs
(4) und in die Wandungen der Erhöhungen (2, 3) eingreifen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) aus einem biegeelastischen Plättchen besteht.
2. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) aus einem Metall oder einer Metall-Legierung
besteht.
3. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) aus einem Kunststoff besteht.
4. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeausdehnungskoeffizient der Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) dem Wärmeausdehnungskoeffizienten
des Dachsteins (1) nahe kommt.
5. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) eine Stärke von weniger als 3 mm aufweist.
6. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) eine Stärke von mehr als 0,25 mm aufweist.
7. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) eine Stärke von etwa 1 mm aufweist.
8. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) an ihren seitlichen Rändern keilförmig ausgebildet
ist.
9. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) trapezförmig ausgebildet ist.
10. Dachstein nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die kurze Seite des Trapezes und die seitlichen Seiten (9, 10) des Trapezes in den
Dachstein (1) eingedrückt sind, während die lange Seite des Trapezes im Wesentlichen
frei liegt.
11. Dachstein nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen der langen Seite des Trapezes und den seitlichen Seiten (9, 10)
zwischen 40 und 70 Grad liegt.
12. Dachstein nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen der langen Seite des Trapezes und den seitlichen Seiten etwa
57 Grad beträgt.
13. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) kreissegmentförmig ausgebildet ist.
14. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) sichelförmig ausgebildet ist.
15. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) Verankerungselemente (19 - 22) aufweist.
16. Dachstein nach Anspruch 10 und Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungselemente (19 - 22) an den Ecken des Trapezes vorgesehen sind.
17. Dachstein nach Anspruch 10 und Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Verankerungselemente (19 - 22) hakenförmig ausgebildet sind.
18. Dachstein nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die lange Seite (24) des Trapezes an ihren Enden höher liegt als in der Mitte.
19. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Erhöhungen, die den Wasserlauf (4) begrenzt, eine mittlere Krempe (3) ist.
20. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Erhöhungen, die den Wasserlauf (4) begrenzen, seitliche Deck- oder Wasserfalze
(2, 6) sind.
21. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) in einem Abstand von wenigstens 10 mm von der
firstseitigen Kante (30) des Dachsteins (1) angeordnet ist.
22. Dachstein nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) in einem Abstand von 25 mm von der firstseitigen
Kante (30) des Dachsteins (1) angeordnet ist.
23. Dachstein nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Krempe (3) eine der Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) vorgelagerte Ablaufrinne
aufweist.
24. Dachstein nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wassersperre (5, 7; 13, 14; 23) wenigstens 0,5 mm in den Dachstein (1) eindringt.
1. Roof tile (1) with at least one water channel (4) which is delimited by elevations
(2, 3) and within the area of which a water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is arranged,
wherein at least some of the marginal areas of the water barrier (5, 7; 13, 14; 23)
engage in the wall of the water channel (4) and in the walls of the elevations (2,
3), characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) comprises a flexible elastic plate.
2. Roof tile according to claim 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) comprises a metal or metal alloy.
3. Roof tile according to claim 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) comprises a plastic.
4. Roof tile according to claim 1 characterised in that the coefficient of thermal expansion of the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is close
to the coefficient of thermal expansion of the roof tile (1).
5. Roof tile according to claim 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) has a thickness of less than 3 mm.
6. Roof tile according to claims 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) has a thickness of more than 0.25 mm.
7. Roof tile according to claims 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) has a thickness of around 1 mm.
8. Roof tile according to claim 1 characterised in that at its marginal edges the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is wedge-shaped.
9. Roof tile according to claim 1 characterised in that at its marginal edges the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is trapezoidal.
10. Roof tile according to claim 9 characterised in that the short size of the trapezium and the lateral sides (9, 10) of the trapezium are
pressed into the roof tile (1), whereas the long side of the trapezium is essential
exposed.
11. Roof tile according to claim 9 characterised in that angle between the long side of the trapezium and the lateral sides (9, 10) is between
40 and 70 degrees.
12. Roof tile according to claim 9 characterised in that the angle between the long side of the trapezium and the lateral sides is around
57 degrees.
13. Roof tile according to claim 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is in the shape of circular segment.
14. Roof tile according to claim 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is sickle-shaped.
15. Roof tile according to claim 1 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) has anchoring elements (19 - 22).
16. Roof tile according to claim 10 and claim 15 characterised in that the anchoring elements (19 -22) are provided on the corners of the trapezium.
17. Roof tile according to claim 10 and claim 16 characterised in that the anchoring elements (19 - 22) are hook-shaped.
18. Roof tile according to claim 10 characterised in that the long side (24) of the trapezium is higher at its ends than in the middle.
19. Roof tile according to claim 1, characterised in that one of the elevations delimiting the water channel (4) is a central rib (3).
20. Roof tile according to claim 1 characterised in that further elevations that delimit the water channel (4) are lateral cover or water
groove sections (2, 6).
21. Roof tile according to claim 1 characterised in the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is arranged at a distance of at least 10 mm
from the ridge-side edge (30) the roof tile (1).
22. Roof tile according to claim 21 characterised in that the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) is arranged at a distance of 25 mm from the
ridge-side edge (30) of the roof tile (1).
23. Roof tile according to claim 19 characterised in that the middle rib (3) has a run-off channel upstream of the water barrier (5, 7; 13,
14; 23)
24. Roof tile according to claim 1 characterised in the water barrier (5, 7; 13, 14; 23) penetrates at least 0.5 mm into the roof tile
(1).
1. Tuile (1) avec au moins une gouttière (4) qui est délimitée par des saillies (2, 3)
et dans la zone de laquelle est agencé un dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7;
13, 14; 23), au moins certaines des zones marginales du dispositif faisant barrage
à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) pénétrant dans la paroi de la gouttière (4) et dans les
parois des saillies (2, 3), caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est constitué d'une plaquette
élastique en flexion.
2. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est en métal ou en alliage
métallique.
3. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est en plastique.
4. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le coefficient de dilatation thermique du dispositif faisant barrage à l'eau (5,
7; 13, 14; 23) est proche du coefficient de dilatation thermique de la tuile (1).
5. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) a une épaisseur de moins
de 3 mm.
6. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) a une épaisseur de plus
de 0,25 mm.
7. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) a une épaisseur de 1 mm
environ.
8. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est conçu en forme de coin
au niveau de ses bords latéraux.
9. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est conçu en forme de trapèze.
10. Tuile selon la revendication 9, caractérisée en ce que le côté court du trapèze et les côtés latéraux (9, 10) du trapèze sont enfoncés dans
la tuile (1) tandis que le côté long du trapèze est globalement libre.
11. Tuile selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'angle entre le côté long du trapèze et les côtés latéraux (9, 10) est compris entre
40 et 70°.
12. Tuile selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'angle entre le côté long du trapèze et les côtés latéraux est de 57° environ.
13. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est conçu en forme de segment
de cercle.
14. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est conçu en forme de faux.
15. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) comporte des éléments d'ancrage
(19-22).
16. Tuile selon la revendication 10 et la revendication 15, caractérisée en ce que les éléments d'ancrage (19-22) sont prévus aux coins du trapèze.
17. Tuile selon la revendication 10 et la revendication 16, caractérisée en ce que les éléments d'ancrage (19-22) sont conçus en forme de crochets.
18. Tuile selon la revendication 10, caractérisée en ce que le côté long (24) du trapèze est plus haut à ses extrémités qu'en son milieu.
19. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'une des saillies qui délimitent la gouttière (4) est une moulure médiane (3).
20. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que d'autres saillies qui délimitent la gouttière (4) sont des rainures latérales de
recouvrement ou d'eau (2, 6).
21. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est agencé à une distance
d'au moins 10 mm de l'arête de faîte (30) de la tuile (1).
22. Tuile selon la revendication 21, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) est agencé à une distance
de 25 mm de l'arête de faîte (30) de la tuile (1).
23. Tuile selon la revendication 19, caractérisée en ce que la moulure médiane (3) comporte un canal d'écoulement placé en amont du dispositif
faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23).
24. Tuile selon la revendication 1, caractérisée en ce que le dispositif faisant barrage à l'eau (5, 7; 13, 14; 23) pénètre d'au moins 0,5 mm
dans la tuile (1).


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