[0001] Die Erfindung betrifft einen Roboter, insbesondere einen Handhabungsroboter zum Öffnen
und Schließen von Türen oder Hauben von Kraftfahrzeugkarosserien bei einem Lackiervorgang.
[0002] Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein entsprechendes Betriebsverfahren für einen
derartigen Roboter.
[0003] In modernen Lackieranlagen für Kraftfahrzeugkarosserien werden die zu lackierenden
Kraftfahrzeugkarosserien mit montierten Türen und Hauben durch die Lackieranlage transportiert
und von einem mehrachsigen Lackierroboter lackiert. Zur Innenlackierung der Kraftfahrzeugkarosserien
werden die Türen und Hauben von einem mehrachsigen Handhabungsroboter geöffnet und
nach der Beendigung der Innenlackierung wieder geschlossen. Hierzu weisen die Handhabungsroboter
Handhabungswerkzeuge in Form von Greifern auf, welche die zu öffnenden Türen bzw.
Hauben greifen können.
[0004] Problematisch hierbei ist, dass die Handhabungswerkzeuge (Greifer) der Handhabungsroboter
dem Sprühstrahl der Lackierroboter ausgesetzt sind und deshalb von dem applizierten
Lack verschmutzt werden.
[0005] Auch bei einem Lackierroboter erfolgt eine Verschmutzung des Lackierroboters durch
den applizierten Sprühnebel, da nicht vollständig verhindert werden kann, dass der
Lackierroboter durch den von ihm selbst oder von einem benachbarten Lackierroboter
applizierten Sprühstrahl hindurchfährt.
[0006] Zum einen kann diese Lackverschmutzung der Roboter dazu führen, dass Lack von den
verschmutzten Oberflächen der Roboter abtropft und im schlimmsten Fall auf die zu
lackierenden Bauteile tropft, was zu einer Beschädigung der zuvor aufgebrachten Lackschicht
führen würde. Diese Gefahr besteht auch bei getrocknetem, pulverförmigen Overspray,
das von dem Handhabungsroboter (z.B. Türöffner, Haubenöffner) auf die zu lackierende
Kraftfahrzeugkarosserie gelangen kann, was beispielsweise durch Kabinenluft, Roboterbewegungen
oder Vibrationen verursacht werden kann.
[0007] Zum anderen sollten die Lackanhaftungen an dem Roboter bei einem Farbwechsel entfernt
werden, um spätere Verunreinigungen durch die andersfarbigen Lackanhaftungen zu vermeiden.
Dies ist lediglich dann entbehrlich, wenn - wie derzeit üblich - die Handhabungswerkzeuge
(z.B. Greifer) an Flächen der Kraftfahrzeugkarosserie angreifen, die nicht zu lackieren
sind.
[0008] Bei den herkömmlichen Lackieranlagen für Kraftfahrzeugkarosserien wird der Lackierbetrieb
deshalb regelmäßig unterbrochen, damit der lackverschmutzte Roboter von Wartungspersonal
manuell gereinigt werden kann.
[0009] Nachteilig an dieser manuellen Reinigungsmethode ist zum einen die Tatsache, dass
der Lackierbetrieb zur Reinigung des Roboters unterbrochen werden muss, worunter die
Wirtschaftlichkeit der Lackieranlage leidet.
[0010] Zum anderen erfolgt bei jeder Reinigung des Roboters ein Staub- bzw. Schmutzeintrag
in die Lackierkabine durch das Wartungspersonal, das die Lackierkabine zur Reinigung
des Handhabungsroboters betreten muss und in der Kleidung und am Körper (z.B. an den
nicht durch die Schutzkleidung bedeckten Körperstellen wie z.B. Gesicht, Hals, Haare)
stets Staubreste mitführt. Dies führt bei den herkömmlichen Lackieranlagen dazu, dass
nach einer Reinigung des Handhabungsroboters vermehrt Lackierfehler auftreten, die
aufwändig ausgebessert werden müssen.
[0012] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen entsprechend verbesserten
Roboter zu schaffen und ein zugehöriges Betriebsverfahren anzugeben.
[0013] Diese Aufgabe wird durch einen erfindungsgemäßen Roboter und ein zugehöriges Betriebsverfahren
gemäß den Nebenansprüchen gelöst.
[0014] Die Erfindung umfasst die allgemeine technische Lehre, das Handhabungswerkzeug eines
Handhabungsroboters oder ein sonstiges, verschmutzungsanfälliges Roboterglied (z.B.
eine Handachse oder ein Roboterarm) des Roboters automatisch zu reinigen.
[0015] Zum einen bietet dies den Vorteil, dass zur Reinigung des Roboters keine oder eine
verkürzte Produktionsunterbrechungen der Lackieranlage erforderlich sind, wodurch
die Wirtschaftlichkeit der Lackieranlage verbessert wird.
[0016] Zum anderen bietet die erfindungsgemäße automatische Reinigung des Handhabungsroboters
den Vorteil, dass die Lackierkabine zu Reinigungszwecken nicht von dem Wartungspersonal
betreten werden muss, so dass im Rahmen der Reinigung auch kein Staubeintrag erfolgt,
wodurch die Anzahl der Lackfehler verringert und damit die Lackierqualität verbessert
wird.
[0017] Die Erfindung ist jedoch nicht auf Lackieranlagen beschränkt, bei denen im Rahmen
der Reinigung keine Produktionsunterbrechung erfolgt und die Lackierkabine von Wartungspersonal
nicht betreten wird. Vielmehr beansprucht die Erfindung unabhängig von der Realisierung
dieser technischen Vorteile Schutz für den Gedanken einer automatischen Reinigung
des Handhabungs- bzw. Lackierroboters.
[0018] Darüber hinaus können die Roboter auch im Rahmen der Erfindung teilweise und/oder
zeitweise manuell gereinigt werden, was beispielsweise bei abnehmbaren Halbschalen
erfolgt.
[0019] In einer Variante der Erfindung ist eine Reinigungseinrichtung vorgesehen, die das
Handhabungswerkzeug oder ein sonstiges, verschmutzungsanfälliges Roboterglied des
Handhabungs- bzw. Lackierroboters von dem Lack reinigt, der sich im Lackierbetrieb
abgelagert hat.
[0020] In einer anderen Variante der Erfindung verhindert die Reinigungseinrichtung dagegen
die Ablagerung von Lack an dem Handhabungswerkzeug bzw. an dem verschmutzungsanfälligen
sonstigen Roboterglied des Handhabungsroboters, wie noch detailliert beschrieben wird.
[0021] Die beiden vorstehend erwähnten Varianten der Erfindung können wahlweise einzeln
vorgesehen oder miteinander kombiniert werden. Es ist also im Rahmen der Erfindung
möglich, dass die Reinigungseinrichtung verhindert, dass sich Lack an dem Handhabungsroboter
ablagert und den Handhabungsroboter darüber hinaus von anhaftendem Lack reinigt.
[0022] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Reinigungseinrichtung
eine Einführöffnung auf, in die der Handhabungsroboter das zu reinigende Handhabungswerkzeug
einführt, wenn eine Reinigung erforderlich ist. Derartige Reinigungseinrichtungen
sind beispielsweise zur Reinigung von Zerstäubern aus
EP 0 333 040 A2 und
DE 102 40 073 A1 bekannt und lassen sich grundsätzlich auch zur Reinigung für Handhabungswerkzeugen
einsetzen, so dass der Inhalt dieser beiden Druckschriften der vorliegenden Beschreibung
hinsichtlich des Aufbaus und der Funktionsweise der Reinigungseinrichtung im vollen
Umfang zuzurechnen ist. Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich des Aufbaus und der
Funktionsweise der Reinigungseinrichtung nicht auf die herkömmlichen Reinigungsgeräte
für Zerstäuber beschränkt, sondern grundsätzlich auch mit anderen Typen von Reinigungsgeräten
realisierbar.
[0023] Beim Einführen des Handhabungswerkzeugs in die Einführöffnung der Reinigungseinrichtung
kann der Handhabungsroboter beispielsweise eine lineare Bewegung des Handhabungswerkzeugs
ausführen. Beispielsweise kann der Handhabungsroboter das Handhabungswerkzeug linear
von oben nach unten in die Einführöffnung der Reinigungseinrichtung einführen. Es
ist jedoch alternativ auch möglich, dass der Handhabungsroboter zum Einführen des
Handhabungswerkzeugs in die Einführöffnung der Reinigungseinrichtung eine kombinierte
Bewegung ausführt, die aus einer Drehbewegung und einer Linearbewegung besteht.
[0024] Darüber hinaus besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, dass der Handhabungsroboter
zum Einführen des Handhabungswerkzeugs in die Einführöffnung der Reinigungseinrichtung
eine Schwenkbewegung durchführt. Beispielsweise kann die Reinigungseinrichtung waagerecht
ausgerichtet sein, so dass das Handhabungswerkzeug in waagerechter Richtung in die
Einführöffnung der Reinigungseinrichtung eingeführt werden kann. Diese Bewegung lässt
sich dadurch realisieren, dass das Handhabungswerkzeug um eine waagerecht verlaufende
Drehachse geschwenkt wird.
[0025] Die Erfindung ist jedoch hinsichtlich der Einführung des Handhabungswerkzeugs in
die Einführöffnung der Reinigungseinrichtung nicht auf die vorstehend genannten Beispiele
beschränkt. Vielmehr ist auch eine andere Kinematik denkbar, die im Rahmen der Erfindung
die Einführung des Handhabungswerkzeugs in die Einführöffnung der Reinigungseinrichtung
ermöglicht.
[0026] Weiterhin besteht hierbei die Möglichkeit, dass die Reinigungseinrichtung mit der
Einführöffnung für das Handhabungswerkzeug außen an dem Handhabungsroboter angebracht
ist.
[0027] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass die Reinigungseinrichtung mit der Einführöffnung
für das Handhabungswerkzeug in dem Gehäuse des Handhabungsroboters angeordnet ist.
[0028] Ferner besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, dass die Reinigungseinrichtung
für das Handhabungswerkzeug baulich von dem Handhabungsroboter getrennt auf einem
Kabinenboden oder an einer Kabinenwand einer Lackierkabine stationär angebracht ist.
[0029] Es wurde bereits vorstehend erwähnt, dass Reinigungseinrichtungen für Zerstäuber
aus dem Stand der Technik bekannt sind. In einer Variante der Erfindung ist deshalb
vorgesehen, dass eine Reinigungseinrichtung sowohl zur Reinigung eines Zerstäubers
als auch zur Reinigung des Handhabungswerkzeugs dient. Dies bietet den Vorteil, dass
auf eine separate zusätzliche Reinigungseinrichtung für das Handhabungswerkzeug verzichtet
werden kann, indem die ohnehin vorhandene Reinigungseinrichtung für den Zerstäuber
benutzt wird.
[0030] In einer Variante der Erfindung weist die Reinigungseinrichtung eine Schutzabdeckung
auf, die das Handhabungswerkzeug oder das verschmutzungsanfällige Roboterglied mindestens
teilweise abdeckt und dadurch eine Verschmutzung des Handhabungswerkzeugs oder des
verschmutzungsanfälligen Roboterglieds mit dem applizierten Lack verhindert oder zumindest
erschwert. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Schutzabdeckung austauschbar ist,
um eine verschmutzte Schutzabdeckung durch eine saubere Schutzabdeckung austauschen
zu können.
[0031] Beispielsweise kann eine derartige Schutzabdeckung aus einer Schutzkappe oder einer
Schutzfolie bestehen, die eine Verschmutzung des Handhabungswerkzeugs verhindert.
[0032] Die Schutzabdeckung kann beispielsweise mit Unterdruck oder mit einer Verriegelungsmechanik
(z.B. Raste, Arretierungshebel oder dergleichen) automatisch von dem Handhabungsroboter
aufgenommen werden. Alternativ kann die Schutzabdeckung mittels eines Klettverschluss,
eines Klettbandes oder eines Magneten aufgenommen werden, die auch als Befestigungsmittel
dienen können.
[0033] Nach einer Verschmutzung kann die Schutzabdeckung dann automatisch abgeworfen werden,
was beispielsweise mit Druckluft oder mit einem mechanisch betätigten Auswurfzylinder
erfolgen kann.
[0034] Hierbei ist vorzugsweise ein Entsorgungsbehälter vorgesehen, wobei der Handhabungsroboter
die verschmutzten Schutzabdeckungen selbstständig in den Entsorgungsbehälter entsorgen
kann.
[0035] Darüber hinaus ist hierbei vorzugsweise ein Vorratsbehälter vorgesehen, der einen
Vorrat von sauberen Schutzabdeckungen enthält, wobei der Handhabungsroboter die sauberen
Schutzabdeckungen selbstständig aus dem Vorratsbehälter entnehmen kann.
[0036] Der erfindungsgemäße Handhabungsroboter weist deshalb vorzugsweise eine Drucklufteinrichtung
auf, um die Schutzabdeckung abzuwerfen bzw. anzusaugen.
[0037] Hierbei besteht wieder die Möglichkeit, dass der Entsorgungsbehälter bzw. der Vorratsbehälter
außen an dem Handhabungsroboter angebracht ist.
[0038] Alternativ besteht die Möglichkeit, dass der Entsorgungsbehälter bzw. der Vorratsbehälter
baulich von dem Handhabungsroboter getrennt auf dem Kabinenboden oder an der Kabinenwand
der Lackierkabine angebracht ist.
[0039] In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung besteht die Schutzabdeckung für den Handhabungsroboter
aus zwei Halbschalen, die im montierten Zustand das verschmutzungsanfällige Roboterglied
(z.B. eine Roboterhandachse) umgeben und durch ein Befestigungsmittel miteinander
verbunden sind, wodurch die Schutzabdeckung an den verschmutzungsanfälligen Roboterglieds
fixiert wird.
[0040] Beispielsweise kann es sich bei dem Befestigungsmittel zur Verbindung der beiden
Halbschalen um ein herkömmliches Klebeband handeln.
[0041] Alternativ besteht jedoch die Möglichkeit, dass als Befestigungsmittel zur Verbindung
der beiden Halbschalen der Schutzabdeckung ein Kabelbinder oder ein Klettverschluss
eingesetzt wird, wobei die Handhabung eines Klettverschlusses besonders einfach und
deshalb vorteilhaft ist.
[0042] Weiterhin kann die Reinigung des Handhabungswerkzeugs dadurch realisiert werden,
dass das Handhabungswerkzeug durch eine Schnellwechselkupplung mit dem restlichen
Handhabungsroboter verbunden ist, um einen schnellen Austausch des verschmutzten Handhabungswerkzeugs
durch ein sauberes Handhabungswerkzeug zu ermöglichen. Das abgetrennte Handhabungswerkzeug
kann dann direkt in ein Reinigungsgerät abgelegt werden, so dass während des Lackiervorgangs
die Reinigung des zuvor ausgewechselten und abgelegten Handhabungswerkzeugs erfolgt.
[0043] Weiterhin ist in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass der zur
Führung des Handhabungswerkzeugs dienende distale Roboterarm durch eine Schnellwechselkupplung
mit dem restlichen Handhabungsroboter verbunden ist, um einen schnellen Austausch
des verschmutzten Roboterarms mit dem daran befestigten Handhabungswerkzeug zu ermöglichen.
[0044] Erfindunsgemäß wird die Verschmutzung des Handhabungsroboters dadurch minimiert,
dass der zur Führung des Handhabungswerkzeugs dienende distale Roboterarm spitzwinklig
oder sogar parallel zu dem Sprühstrahl des Lacks ausgerichtet ist, um dem Sprühstrahl
möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, und der zur Führung des Handhabungswerkzeugs
dienende Roboterarm eine Abtropfstelle aufweist, an welcher der Lack von dem Roboterarm
abtropft. Die Abtropfstelle kann beispielsweise durch eine Sicke in dem Roboterarm
gebildet werden. Durch diese konstruktive Maßnahme kann die Abtropfstelle gezielt
beeinflusst werden, wodurch unerwünschte Abtropfungen an störender Stelle über den
zu lackierenden Bauteiloberflächen oder auf den Handhabungsroboter selbst verhindert
werden.
[0045] Ferner besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, dass der zur Führung des
Handhabungswerkzeugs dienende Roboterarm und/oder das Handhabungswerkzeug selbst einen
saugfähigen Überzug aufweist, der den auftreffenden Lack aufsaugt und dadurch ein
Abtropfen des Lacks verhindert bzw. die Zeit bis zur nächsten notwendigen Reinigung
verlängert.
[0046] Ferner besteht im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit, dass der zur Führung
des Handhabungswerkzeugs dienende Roboterarm und/oder das zu reinigende Handhabungswerkzeug
in seiner Außenwand Reinigungsdüsen aufweist, über die Reinigungsmittel (z.B. Lösungsmittel,
Druckluft) abgegeben werden kann, um Lackanhaftungen zu vermeiden. Beispielsweise
kann der Roboterarm auch porös sein, so dass durch die einzelnen Poren des Roboterarms
das Reinigungsmittel großflächig austreten kann. Die Poren können auch dazu genutzt
werden, ständig oder in beliebigen Zeitabschnitten unterschiedliche Mengen an Luft
austreten zu lassen, die die Verschmutzung verhindern (Freihalteluft).
[0047] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Handhabungsroboter in
einer Lackierkabine mit einer Kabinenwand angeordnet, wobei die Kabinenwand die Lackierkabine
räumlich begrenzt. Hierbei ist in der Kabinenwand eine Reinigungsöffnung angeordnet,
durch die hindurch das Handhabungswerkzeug von der Innenseite der Kabinenwand auf
die Außenseite der Kabinenwand gesteckt werden kann, um das Handhabungswerkzeug außerhalb
der Lackierkabine zu reinigen oder zu tauschen, was in diesem Ausführungsbeispiel
wahlweise automatisch oder manuell erfolgen kann.
[0048] Ferner ist noch zu erwähnen, dass der Handhabungsroboter im Rahmen der Erfindung
vorzugsweise ein SCARA-Roboter (SCARA:
Selective
Compliants
Assembly
Robot
Arm) ist, der senkrecht ausgerichtete rotatorische Bewegungsachsen aufweist und deshalb
auch aus horizontaler Gelenkarmroboter bezeichnet wird, da im Wesentlichen nur Drehbewegungen
in horizontaler Richtung möglich sind. Derartige SCARA-Roboter sind beispielsweise
beschrieben in
SPONG/HUTCHINSON/VIDYASAGAR: "Robot Modeling and Control", Seite 15-16, John Wiley
& Sons (2006), so dass der Inhalt dieses Fachbuchs der vorliegenden Beschreibung hinsichtlich
des Aufbaus und der Funktionsweise eine SCARA-Roboters zuzurechnen ist.
[0049] Ferner ist die Erfindung nicht auf einen Handhabungsroboter (z.B. Türöffner, Haubenöffner)
beschränkt. Vielmehr ist die Erfindung auch bei einem Lackierroboter oder einem sonstigen
Roboter realisierbar, der ebenfalls verschmutzungsanfällig ist. Vorzugsweise stellt
der im Rahmen der Erfindung verwendete Begriff eines Roboters jedoch auf einem mehrachsigen
Roboter mit beispielsweise 5, 6 oder 7 Achsen ab, wovon sogenannte Seitenmaschinen
und Dachmaschinen zu unterscheiden sind.
[0050] Weiterhin ist zu erwähnen, dass die Erfindung nicht nur den vorstehend beschriebenen
erfindungsgemäßen Handhabungsroboter umfasst, sondern auch eine komplette Lackieranlage
mit einem derartigen Handhabungsroboter.
[0051] Aus der vorstehenden Beschreibung ist bereits ersichtlich, dass die Erfindung nicht
nur auf einen Handhabungsroboter bzw. eine Lackieranlage gerichtet ist, sondern auch
ein entsprechendes Betriebsverfahren betrifft, bei dem die Reinigung bzw. Reinhaltung
des Handhabungsroboters automatisch erfolgt.
[0052] Hierzu ist noch zu erwähnen, dass im Rahmen der Erfindung auch die Möglichkeit besteht,
dass der Handhabungsroboter durch einen benachbarten Lackierroboter gereinigt wird.
Hierzu kann der Lackierroboter Lösungsmittel (z.B. Spülmittel, Reinigungsmittel) oder
Druckluft auf die zu reinigenden Bereiche des Handhabungsroboters applizieren, wobei
auch eine abwechselnde Applikation von Lösungsmittel und Druckluft möglich ist, um
die Reinigungswirkung zu verbessern. Die Applikation des Lösungsmittels bzw. der Druckluft
durch den benachbarten Lackierroboter kann hierbei wahlweise durch den ohnehin vorhandenen
Zerstäuber erfolgen oder durch eine separate Reinigungsdüse, die an dem Lackierroboter
vorgesehen sein kann.
[0053] Vorzugsweise erfolgt die Reinigung des Handhabungsroboters im Rahmen der Erfindung
während einer ohnehin stattfindenden Farbwechselzeit, in welcher der zu applizierende
Lack gewechselt wird. Dies ist vorteilhaft, weil die Reinigung des Handhabungsroboters
dann keine Produktionsunterbrechung erforderlich macht.
[0054] Darüber hinaus weisen Lackieranlagen regelmäßig Produktionsunterbrechungen auf, beispielsweise
am Wochenende oder bei einem Schichtwechsel, wobei diese ohnehin stattfindenden Produktionsunterbrechungen
dann vorteilhaft für eine Reinigung des Handhabungsroboters genutzt werden können.
[0055] Es besteht jedoch alternativ auch die Möglichkeit, dass der Lackierbetrieb für eine
Reinigung des Handhabungsroboters unterbrochen wird. Dies bietet die Möglichkeit,
dass beispielsweise nach jeder Bauteillackierung oder nach einer bestimmten Anzahl
von Bauteillackierungen eine Reinigung des Handhabungsroboters erfolgen kann, wodurch
die Lackierqualität verbessert wird.
[0056] Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet
oder werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
der Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Seitenansicht eines als Handhabungsroboter eingesetzten SCARA-Roboters
mit einer Reinigungseinrichtung, wobei die Reinigungseinrichtung außen an dem Handhabungsroboter
angebracht ist,
- Figur 2
- eine Abwandlung des Handhabungsroboters aus Figur 1, wobei die Reinigungseinrichtung
in das Gehäuse des Handhabungsroboters integriert ist,
- Figur 3
- eine Abwandlung des Handhabungsroboters aus Figur 1, wobei die Reinigungseinrichtung
baulich von dem Handhabungsroboter getrennt in der Lackierkabine angeordnet ist,
- Figur 4
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handhabungsroboters, der
einen Vorratsbehälter und einen Entsorgungsbehälter für Schutzabdeckungen aufweist,
die eine Verschmutzung des Handhabungswerkzeugs verhindern und selbstständig gewechselt
werden können,
- Figur 5
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handhabungsroboters, bei
dem der das Handhabungswerkzeug führende Roboterarm dem Sprühstrahl nur eine minimale
Angriffsfläche bietet,
- Figur 6
- ein Ausführungsbeispiel eines Handhabungsroboters mit einer definierten Abtropfstelle,
- Figur 7
- ein Ausführungsbeispiel eines Handhabungsroboters mit einer saugfähigen Beschichtung
des Roboterarms,
- Figur 8
- ein Ausführungsbeispiel eines Handhabungsroboters mit Reinigungsdüsen zur Verhinderung
einer Lackablagerung,
- Figur 9
- ein Ausführungsbeispiel eines Handhabungsroboters, bei dem das Handhabungswerkzeug
durch einen Rotationszerstäuber gereinigt wird sowie
- Figur 10
- eine vereinfachte Querschnittsdarstellung eines Roboterarms eines Handhabungsroboters
mit einer Schutzabdeckung zur Verhinderung von Lackanhaftungen.
[0057] Figur 1 zeigt einen Handhabungsroboter 1, der auf einem Kabinenboden 2 einer Lackierkabine
in einer Lackieranlage montiert ist und die Aufgabe hat, bei Kraftfahrzeugkarosserien
mit vormontierten Türen die Türen für eine Innenlackierung zu öffnen und anschließend
wieder zu schließen, was an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist, so dass der
Handhabungsroboter 1 auch als Türöffner bezeichnet wird.
[0058] In diesem Ausführungsbeispiel ist der Handhabungsroboter 1 als SCARA-Roboter (SCARA:
Selective
Compliants
Assembly
Robort
Arm) ausgebildet und weist neben einer feststehenden Roboterbasis 3 zwei Roboterarme
4, 5 auf, die um senkrecht verlaufende Rotationsachsen A1, A2 drehbar sind.
[0059] An dem distalen Ende des Roboterarms 5 ist ein Ausleger 6 angebracht, der an seiner
Oberseite ein Handhabungswerkzeug 7 trägt, wobei das Handhabungswerkzeug 7 relativ
zu dem Ausleger 6 in senkrechter Richtung entlang einer Bewegungsachse A3 verschiebbar
und darüber hinaus um eine senkrechte Rotationsachse entlang einer Bewegungsachse
A4 drehbar ist.
[0060] Der Handhabungsroboter 1 weist also in diesem Ausführungsbeispiel vier Bewegungsachsen
A1-A4 auf.
[0061] An dem Ausleger 6 ist weiterhin eine Reinigungseinrichtung 8 angebracht, die eine
Reinigung des Handhabungswerkzeugs 7 ermöglicht. Hierzu wird das Reinigungswerkzeug
7 in eine Einführöffnung der Reinigungseinrichtung 8 eingeführt und dann in der Reinigungseinrichtung
8 gereinigt. Beispielsweise kann die Reinigungseinrichtung 8 wie eine herkömmliche
Reinigungseinrichtung für Zerstäuber aufgebaut sein, wie Sie beispielsweise in
EP 0 333 040 B1 beschrieben sind, jedoch sind auch andere Bauweisen der Reinigungseinrichtung 8 möglich.
[0062] Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 stimmt weitgehend mit den vorstehend Beschriebenen
und in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel überein, so dass zur Vermeidung von
Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird, wobei für entsprechende
Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0063] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die Reinigungseinrichtung
8 in dem Gehäuse des Auslegers 6 angeordnet ist.
[0064] Eine weitere Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die Reinigungseinrichtung
8 hierbei horizontal ausgerichtet ist, so dass das Handhabungswerkzeug 7 in waagerechter
Richtung in die Einführöffnung der Reinigungseinrichtung 8 eingeführt werden muss.
[0065] Bei der Bewegungsachse A4 handelt es sich deshalb zwar ebenfalls um eine rotatorische
Bewegungsachse, jedoch ist die Drehachse hierbei rechtwinklig zur Zeichenebene ausgerichtet.
Dies bedeutet, dass das Handhabungswerkzeug 7 von der mit durchgezogenen Linien dargestellten
Stellung nach unten in die gestrichelt dargestellte Stellung und dann weiter in die
Reinigungseinrichtung 8 geschwenkt werden kann.
[0066] Figur 3 zeigt ebenfalls ein Ausführungsbeispiel, das weitgehend mit den vorstehend
beschriebenen und in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispielen übereinstimmt,
so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen
wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0067] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass die Reinigungseinrichtung
8 baulich von dem Handhabungsroboter 1 getrennt und auf einem Ständer 9 auf dem Kabinenboden
2 montiert ist.
[0068] Figur 4 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handhabungsroboters
1, der teilweise mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen übereinstimmt,
so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen
wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0069] Während des Lackierbetriebs ist das Handhabungswerkzeug 7 hierbei von einer nur schematisch
dargestellten Schutzabdeckung 10 abgedeckt, um eine Verschmutzung des Handhabungswerkzeugs
7 zu vermeiden.
[0070] Zu Reinigungszwecken wird dann die verschmutzte Schutzabdeckung 10 durch eine saubere
Schutzabdeckung ersetzt.
[0071] Hierzu weist der Handhabungsroboter 1 in diesem Ausführungsbeispiel ein Magazin 11
auf, in dem verschmutzte Schutzabdeckungen 10 abgelegt und aus dem neue, saubere Schutzabdeckungen
12 entnommen werden können. Die benutzten Schutzabdeckungen werden hierbei durch Druckluft
von dem Handhabungswerkzeug 7 abgeworfen und die neuen, sauberen Schutzabdeckungen
12 werden entsprechend durch Unterdruck aus dem Magazin 11 entnommen.
[0072] Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handhabungsroboters,
das weitgehend mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen übereinstimmt,
so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen
wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0073] Zusätzlich zu dem Handhabungsroboter 1 sind hierbei ein Rotationszerstäuber 3 und
eine zu lackierende Kraftfahrzeugtür 14 dargestellt, in die das Handhabungswerkzeug
7 eingreift, um die Kraftfahrzeugtür 14 zu öffnen.
[0074] Aus dieser Darstellung ist ersichtlich, dass das Handhabungswerkzeug 7 dem Sprühstrahl
des Rotationszerstäubers 13 ausgesetzt ist.
[0075] Allerdings ist das Handhabungswerkzeug 7 hierbei an einem distalen Roboterarm 15
angebracht, der spitzwinklig zu dem Sprühstrahl des Rotationszerstäubers 13 ausgerichtet
ist und deshalb nur eine geringe Angriffsfläche für den Sprühstrahl bildet, wodurch
die Lackablagerungen an dem Roboterarm 15 minimiert werden.
[0076] Figur 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handhabungsroboters
1, das ebenfalls weitgehend mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen
übereinstimmt, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung
verwiesen wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet
werden.
[0077] Zur Reinigung des Handhabungsroboters 1 von anhaftenden Lackresten weist der Roboterarm
15 hierbei eine Sicke 16 auf, die eine Abtropfstelle bildet, so dass die von oben
an dem Roboterarm 15 herunterlaufenden Lackreste an der Sicke 16 nach unten abtropfen
und deshalb nur den oberen Teil des Roboterarms 15 oberhalb der Sicke 16 nennenswert
verunreinigen.
[0078] Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handhabungsroboters,
das wiederum weitgehend den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen übereinstimmt,
so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen
wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0079] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass der Roboterarm
15 mit einer saugfähigen Beschichtung 17 beschichtet ist, welche den abgelagerten
Lack aufsaugt und dadurch ein störendes Abtropfen des Lacks verhindert.
[0080] Figur 8 zeigt wiederum ein ähnliches Ausführungsbeispiel des Handhabungsroboters
1, so dass zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen
wird, wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0081] Das Handhabungswerkzeug 7 und der Roboterarm 15 weisen hierbei eine poröse Außenwand
auf, durch die Druckluft austreten kann, die über eine Druckluftleitung 18 zugeführt
wird. Die aus den Poren austretende Druckluft verhindert hierbei in effektiver Weise
die Ablagerung von Lack an der Oberfläche des Handhabungswerkzeugs 7 und des Roboterarms
15.
[0082] Figur 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, das teilweise mit den vorstehend
Beschriebenen und in Figur 6 dargestellten Ausführungsbeispiel übereinstimmt, so dass
zur Vermeidung von Wiederholungen auf die vorstehende Beschreibung verwiesen wird,
wobei für entsprechende Einzelheiten dieselben Bezugszeichen verwendet werden.
[0083] Eine Besonderheit dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, dass das Handhabungswerkzeug
7 hierbei durch zwei Rotationszerstäuber 19, 20 gereinigt wird, die in der Lackierkabine
ohnehin vorhanden sind und zu Reinigungszwecken umfunktioniert werden. Hierzu applizieren
die Rotationszerstäuber 19, 20 abwechselnd Druckluft und Lösungsmittel auf das Handhabungswerkzeug
7, um anhaftende Lackreste zu entfernen.
[0084] Schließlich zeigt Figur 10 eine vereinfachte Querschnittsdarstellung einer Roboterhandachse
21 eines erfindungsgemäßen Handhabungsroboters, wobei die Roboterhandachse 21 von
zwei Halbschalen 22, 23 umgeben ist, die durch Klettverschlüsse 24, 25 miteinander
verbunden sind. Die beiden Halbschalen 22, 23 verhindern hierbei in effektiver Weise,
dass sich während des Lackiervorgangs Lack an der Roboterhandachse 21 des Handhabungsroboters
ablagern kann.
[0085] Zu Reinigungszwecken können dann die Halbschalen 22, 23 einfach ausgewechselt werden,
da die Klettverschlüsse 24, 25 eine schnelle und einfache Trennung ermöglichen.
[0086] Die Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele
beschränkt. Vielmehr ist eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in den Schutzbereich
fallen.
Bezugszeichenliste:
[0087]
- 1
- Handhabungsroboter
- 2
- Kabinenboden
- 3
- Roboterbasis
- 4
- Roboterarm
- 5
- Roboterarm
- 6
- Ausleger
- 7
- Handhabungswerkzeug
- 8
- Reinigungseinrichtung
- 9
- Ständer
- 10
- Schutzabdeckung
- 11
- Magazin
- 12
- Schutzabdeckung
- 13
- Rotationszerstäuber
- 14
- Kraftfahrzeugtür
- 15
- Roboterarm
- 16
- Sicke
- 17
- Beschichtung
- 18
- Druckluftleitung
- 19
- Rotationszerstäuber
- 20
- Rotationszerstäuber
- 21
- Roboterhandachse
- 22
- Halbschale
- 23
- Halbschale
- 24
- Klettverschluss
- 25
- Klettverschluss
- A1
- Rotationsachse
- A2
- Rotationsachse
- A3
- Bewegungsachse
- A4
- Rotationsachse
1. Roboter (1), insbesondere Handhabungsroboter (1) für eine Lackieranlage mit
a) einem Handhabungswerkzeug (7) zur Handhabung von zu lackierenden Bauteilen in der
Lackieranlage, insbesondere zum Öffnen und Schließen von Türen (14) oder Hauben von
Kraftfahrzeugkarosserien, und/oder mit einem verschmutzungsanfälligen Roboterglied
(15), wobei das Handhabungswerkzeug (7) und/oder das verschmutzungsanfällige Roboterglied
(15) des Roboters (1) im Lackierbetrieb einem Sprühstrahl eines Lacks ausgesetzt ist,
der auf die zu lackierenden Bauteile appliziert wird,
und b) einer Reinigungseinrichtung (8; 10, 12; 22-25) zur Reinigung oder Reinhaltung
des Handhabungswerkzeugs (7) und/oder des verschmutzungsanfälligen Roboterglieds (15)
des Roboters (1) von dem Lack, der im Lackierbetrieb mit dem Sprühstrahl appliziert
wird,
c) wobei das Handhabungswerkzeug (7) am distalen Ende eines Roboterarms (15) des Roboters
(1) angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet,
d) dass der zur Führung des Handhabungswerkzeugs (7) dienende Roboterarm (15) spitzwinklig
oder parallel zu dem Sprühstrahl des Lacks ausgerichtet ist, um dem Sprühstrahl möglichst
wenig Angriffsfläche zu bieten, und
e) dass der zur Führung des Handhabungswerkzeugs (7) dienende Roboterarm eine Abtropfstelle
(16) aufweist, an welcher der Lack von dem Roboterarm abtropft.
2. Roboter (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Reinigungseinrichtung (8) das Handhabungswerkzeug (7) oder das verschmutzungsanfällige
Roboterglied (15) einer Reinigungsbehandlung unterzieht, um den anhaftenden Lack zu
entfernen, und/oder
b) dass die Reinigungseinrichtung (10, 12; 22-25) die Anhaftung des Lacks an dem Handhabungswerkzeug
(7) oder an dem verschmutzungsanfälligen Roboterglied (15) verhindert oder zumindest
erschwert.
3. Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Reinigungseinrichtung (8) eine Einführöffnung aufweist, in die das Handhabungswerkzeug
(7) von dem Handhabungsroboter (1) zur Reinigung eingeführt wird, und
b) dass der Handhabungsroboter (1) eine lineare Bewegungsachse (A3) und/oder eine rotatorische
Bewegungsachse (A4) aufweist, um das Handhabungswerkzeug (7) zur Reinigung in die
Reinigungseinrichtung (8) einzuführen.
4. Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass die Reinigungseinrichtung (8) außen an dem Roboter (1) angebracht ist, oder in einem
Gehäuse des Roboters (1) angeordnet ist, oder baulich von dem Roboter (1) getrennt
auf einem Kabinenboden oder an einer Kabinenwand einer Lackierkabine angebracht ist,
und/oder
b) dass die Reinigungseinrichtung (8) für das Handhabungswerkzeug (7) ein Zerstäuberreinigungsgerät
ist, das sowohl zur Reinigung eines Zerstäubers als auch zur Reinigung des Handhabungswerkzeugs
(7) dient.
5. Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) dass die Reinigungseinrichtung (10, 12; 22-25) eine Schutzabdeckung aufweist, die
das Handhabungswerkzeug (7) oder das verschmutzungsanfällige Roboterglied (15) mindestens
teilweise abdeckt und dadurch eine Verschmutzung des Handhabungswerkzeugs (7) oder
des verschmutzungsanfälligen Roboterglieds (15) mit dem applizierten Lack verhindert
oder zumindest erschwert, und
b) dass die Schutzabdeckung austauschbar ist, um eine verschmutzte Schutzabdeckung
durch eine saubere Schutzabdeckung auszutauschen.
6. Roboter (1) nach Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
a) einen Entsorgungsbehälter (11) zur Entsorgung der mit dem Lack verschmutzten gebrauchten
Schutzabdeckungen (10), wobei der Roboter (1) die verschmutzten Schutzabdeckungen
(10) selbständig in dem Entsorgungsbehälter (11) entsorgen kann, und/oder
b) einen Vorratsbehälter (11) mit einem Vorrat von sauberen Schutzabdeckungen (12),
wobei der Roboter (1) die sauberen Schutzabdeckungen (12) selbständig aus dem Vorratsbehälter
(11) entnehmen kann, und/oder
c) wobei der Entsorgungsbehälter (11) und/oder der Vorratsbehälter (11) außen an dem
Roboter (1) angebracht ist, oder baulich von dem Roboter (1) getrennt auf einem Kabinenboden
(2) oder an einer Kabinenwand einer Lackierkabine angebracht ist, und/oder
d) dass die Schutzabdeckung aus zwei Halbschalen (22, 23) besteht, die im montierten
Zustand das verschmutzungsanfällige Roboterglied (15) umgeben und durch ein Befestigungsmittel (24, 25) miteinander verbunden sind, und/oder
e) dass das Befestigungsmittel zur Verbindung der beiden Halbschalen (22, 23) ein
Klettverschluss (24, 25), eine Klebeband oderein Kabelbinder ist.
7. Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass das Handhabungswerkzeug (7) durch eine Schnellwechselkupplung mit dem restlichen
Handhabungsroboter (1) verbunden ist, um einen schnellen Austausch des verschmutzten
Handhabungswerkzeugs (7) durch ein sauberes Handhabungswerkzeug (7) zu ermöglichen,
oder
b) dass der zur Führung des Handhabungswerkzeugs (7) dienende Roboterarm durch eine Schnellwechselkupplung
mit dem restlichen Handhabungsroboter (1) verbunden ist, um einen schnellen Austausch
des verschmutzten Roboterarms durch einen sauberen Roboterarm zu ermöglichen.
8. Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der zur Führung des Handhabungswerkzeugs (7) dienende Roboterarm einen saugfähigen
Überzug (17) aufweist, der den auftreffenden Lack aufsaugt und dadurch ein Abtropfen
verhindert, und/oder
b) dass der zur Führung des Handhabungswerkzeugs (7) dienende Roboterarm und/oder das Handhabungswerkzeug
(7) in seiner Außenwand Reinigungsdüsen aufweist, über die Reinigungsmittel abgegeben
werden kann.
9. Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der Roboter (1) in einer Lackierkabine mit einer Kabinenwand angeordnet ist, wobei
die Kabinenwand die Lackierkabine räumlich begrenzt, und
b) dass in der Kabinenwand eine Reinigungsöffnung angeordnet ist, durch die hindurch das
Handhabungswerkzeug (7) von der Innenseite der Kabinenwand auf die Außenseite der
Kabinenwand gesteckt werden kann, um das Handhabungswerkzeug (7) außerhalb der Lackierkabine
zu reinigen.
10. Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass der Roboter (1) ein SCARA-Roboter ist, der mehrere parallele rotatorische Bewegungsachsen
aufweist, und/oder
b) dass das Handhabungswerkzeug (7) ein Türöffner oder ein Haubenöffner ist.
11. Lackieranlage mit einem Roboter (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
12. Betriebsverfahren für eine Lackieranlage mit den folgenden Schritten:
a) Applikation eines Sprühstrahls eines Lacks auf ein zu beschichtendes Bauteil, insbesondere
auf ein Kraftfahrzeugkarosseriebauteil, mittels eines Lackierroboters,
b) Handhabung des Kraftfahrzeugkarosseriebauteils durch ein Handhabungswerkzeug (7)
eines Handhabungsroboters (1), insbesondere Öffnen und Schließen einer Tür oder einer
Haube des Kraftfahrzeugkarosseriebauteils, wobei das Handhabungswerkzeug (7) oder
ein verschmutzungsanfälliges Roboterglied (15) des Handhabungsroboters (1) oder des
Lackierroboters dem Sprühstrahl ausgesetzt ist, wobei das Handhabungswerkzeug (7)
am distalen Ende eines Roboterarms (15) des Handhabungsroboters (1) angebracht ist,
c) Automatische Reinigung oder Reinhaltung des Handhabungswerkzeugs (7) oder des verschmutzungsanfälligen
Roboterglieds (15) des Handhabungsroboters (1) und/oder des Lackierroboters von dem
applizierten Lack,
dadurch gekennzeichnet,
d) dass der zur Führung des Handhabungswerkzeugs (7) dienende Roboterarm (15) spitzwinklig
oder parallel zu dem Sprühstrahl des Lacks ausgerichtet wird, um dem Sprühstrahl möglichst
wenig Angriffsfläche zu bieten, und
e) dass Lack von einer an dem zur Führung des Handhabungswerkzeugs (7) dienenden Roboterarm
vorgesehenen Abtropfstelle (16) abtropft.
13. Betriebsverfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass das Handhabungswerkzeug (7) oder das verschmutzungsanfällige Roboterglied (15) einer
Reinigungsbehandlung unterzogen wird, um den anhaftenden Lack zu entfernen, und/oder
b) dass eine Anhaftung des applizierten Lacks an dem Handhabungswerkzeug (7) oder an dem
verschmutzungsanfälligen Roboterglied (15) verhindert oder zumindest erschwert wird,
und/oder
c) dass das Handhabungswerkzeug (7) von dem Handhabungsroboter (1) zur Reinigung in eine
Reinigungseinrichtung (8) eingeführt wird.
14. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass zur Reinigung eine Schutzabdeckung an dem Handhabungswerkzeug (7) oder an dem verschmutzungsanfälligen
Roboterglied (15) des Handhabungsroboters (1) und/oder des Lackierroboters ausgewechselt
wird, oder
b) dass zur Reinigung das verschmutzte Handhabungswerkzeug (7) durch ein sauberes Handhabungswerkzeug
(7) ersetzt wird, oder
c) dass zur Reinigung das verschmutzte Roboterglied (15) mit dem verschmutzten Handhabungswerkzeug
(7) durch ein sauberes Roboterglied (15) mit einem sauberen Handhabungswerkzeug (7)
ersetzt wird, oder
d) dass das Handhabungswerkzeug (7) zur Reinigung durch eine Reinigungsöffnung in einer Kabinenwand
einer Lackierkabine hindurch gesteckt und außerhalb der Lackierkabine gereinigt wird.
15. Betriebsverfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
a) dass das Handhabungswerkzeug (7) oder das verschmutzungsanfällige Roboterglied (15) des
Handhabungsroboters (1) von einem Lackierroboter gereinigt wird, wobei der Lackierroboter
zu Reinigungszwecken Lösungsmittel oder Luft auf das zu reinigende Handhabungswerkzeug
(7) oder auf das verschmutzungsanfällige Roboterglied (15) abgibt, und/oder
b) dass der Lackierroboter das Lösungsmittel oder die Luft bei der Reinigung über einen Zerstäuber
oder über eine separate Reinigungsdüse abgibt, und/oder
c) dass die Reinigung des Handhabungswerkzeug (7) oder des verschmutzungsanfälligen Roboterglieds
(15) des Handhabungsroboters (1) und/oder des Lackierroboters erfolgt
- in einer Farbwechselzeit, in welcher der zu applizierende Lacks gewechselt wird,
oder
- in einer Produktionsunterbrechung, die unabhängig von der Reinigung stattfindet,
oder
- in einer Reinigungsunterbrechung der Lackieranlage, und/oder
- nach jeder Bauteillackierung oder nach einer bestimmten Anzahl von Bauteillackierungen.
1. Robot (1), in particular a handling robot (1), for a painting plant, comprising
a) a handling tool (7) for handling components to be painted in the painting plant,
particularly for opening and closing doors (14) or bonnets of motor vehicle bodies,
and/or with a robotic limb susceptible to soiling (15), where the handling tool (7)
and/or the robotic limb susceptible to soiling (15) of the robot (1) are/is exposed
to a spray jet applied to the component to be painted in the painting operation, and
b) a cleaning device (8; 10, 12; 22-25) for cleaning or keeping clean the handling
tool (7) and/or the robotic limb of the robot (1) susceptible to soiling (15) of the
paint applied with the spray jet in the painting operation,
c) wherein the handling tool (7) is attached at the distal end of a robotic arm (15)
of the handling robot (1),
characterised in that
d) the robotic arm (15) serving to guide the handling tool (7) is aligned at an acute
angle to or parallel to the spray jet of the paint, in order to offer the spray jet
the smallest contact surface possible, and
e) the robotic arm serving to guide the handling tool (7) comprises a drip area (16)
at which the paint drips from the robotic arm.
2. Robot (1) in accordance with Claim 1,
characterised in that
a) the cleaning device (8) subjects the handling tool (7) or the robotic limb susceptible
to soiling (15) to a cleaning treatment, in order to remove the adhering paint, and/or
b) the cleaning device (10, 12; 22-25) prevents the adhesion of paint on the handling
tool (7) or on the robotic limb susceptible to soiling (15) or makes it more difficult
at least.
3. Robot (1) in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that
a) the cleaning device (8) comprises an insertion opening into which the handling
tool (7) is inserted by the handling robot (1) for cleaning, and
b) the handling robot (1) comprises a linear axis of motion (A3) and/or a rotary axis
of motion (A4), to insert the handling tool (7) into the cleaning device (8) for cleaning.
4. Robot (1) in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that the cleaning device (8)
a) is attached outside on the robot (1) or is arranged in a casing of the robot (1),
or is attached on a booth floor or wall of a painting booth, separated from the robot
(1) structurally, and/or
b) the cleaning device (8) for the handling tool (7) is an atomizer cleaning device
serving to clean both an atomizer and the handling tool (7).
5. Robot (1) in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that
a) the cleaning device (10, 12; 22-25) comprises a protective covering that covers
the handling tool (7) or the robotic limb susceptible to soiling (15) at least partly
and prevents a soiling of the handling tool (7) or of the robotic limb susceptible
to soiling (15) with the applied paint or makes it more difficult at least through
this, and
b) the protective covering can be replaced, in order to replace a soiled protective
covering by a clean protective covering.
6. Robot (1) in accordance with Claim 5,
characterised by
a) a disposal container (11) to dispose of the used protective coverings (10) soiled
with paint, where the robot (1) can dispose of the soiled protective coverings (10)
in the disposal container (11) independently, and/or
b) a supply container (11) with a supply of clean protective coverings (12), where
the robot (1) can take clean protective coverings (12) from the supply container (11)
independently, and/or
c) wherein the disposal container (11) and/or the supply container (11) is attached
on the outside of the robot (1) or is attached on a booth floor (2) or wall of a painting
booth, separated from the robot (1) structurally, and/or
d) wherein the protective covering consists of two half-casings (22, 23) that enclose
the robotic limb susceptible to soiling (15) when they are installed and are connected
by an attachment means (24, 25), and/or
e) wherein the attachment means to connect the two half-casings (22, 23) is a Velcro
fastening (24, 25), an adhesive tape or a cable binder.
7. Robot (1) in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that
a) the handling tool (7) is connected to the rest of the handling robot (1) by a quick
change coupling, in order to enable a fast replacement of the soiled handling tool
(7) by a clean handling tool (7), or
b) the robotic arm serving to guide the handling tool (7) is connected to the rest
of the handling robot (1) by a quick change coupling, in order to enable the fast
replacement of a soiled robotic arm by a clean robotic arm.
8. Robot (1) in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that
a) the robotic arm serving to guide the handling tool (7) comprises an absorbent coating
(17) that absorbs paint hitting it and prevents dripping because of this, and/or
b) the robotic arm serving to guide the handling tool (7) and/or the handling tool
(7) comprise(s) cleaning nozzles in their/its outer wall(s), through which the cleaning
substance can be discharged.
9. Robot (1) in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that
a) the robot (1) is arranged in a painting booth with a wall, where the wall restricts
the painting booth spatially, and
b) a cleaning opening, through which the handling tool (7) can be pushed from the
inside to the outside of the booth wall, is arranged in the booth wall, in order to
clean the handling tool (7) outside the painting booth.
10. Robot (1) in accordance with one of the previous Claims,
characterised in that
a) the robot (1) is a SCARA robot that comprises several parallel rotary axes of motion,
and/or
b) the handling tool (7) is a door opener or a bonnet opener.
11. Painting plant with a robot (1) in accordance with one of the previous Claims.
12. Operating method for a painting plant with the following steps:
a) application of a spray jet of paint to a component to be coated, particularly a
motor vehicle body component, by means of a painting robot,
b) handling of the motor vehicle body component by a handling tool (7) of a handling
robot (1), in particular the opening and closing of a door or a bonnet of the motor
vehicle body component, where the handling tool (7), or a robotic limb susceptible
to soiling (15) of the handling robot (1) or of the painting robot is exposed to the
spray jet, wherein the handling tool (7) is attached at the distal end of a robotic
arm (15) of the handling robot (1),
c) Automatic cleaning of the handling tool (7) or of the robotic limb susceptible
to soiling (15) of the handling robot (1) and/or of the painting robot of the applied
paint or keeping them clean,
characterised in that
d) the robotic arm (15) serving to guide the handling tool (7) is aligned at an acute
angle to or parallel to the spray jet of the paint, in order to offer the spray jet
the smallest contact surface possible, and
e) the robotic arm serving to guide the handling tool (7) comprises a drip area (16)
at which the paint drips from the robotic arm.
13. Operating process in accordance with Claim 12
characterised in that
a) the handling tool (7) or the robotic limb susceptible to soiling (15) is subjected
to a cleaning treatment to remove adhering paint, and/or
b) an adhesion of the applied paint on the handling tool (7) or on the robotic limb
susceptible to soiling (15) is prevented or is made more difficult at least, and/or
c) the handling tool (7) is inserted by the handling robot (1) into a cleaning device
(8) for cleaning.
14. Operating process in accordance with one of the Claims 12 to 13,
characterised in that
a) a protective covering on the handling tool (7) or on the robotic limb susceptible
to soiling (15) of the handling robot (1) and/or of the painting robot is replaced
for cleaning, or
b) the soiled handling tool (7) is replaced by a clean handling tool (7) for cleaning,
or
c) the soiled robotic limb (15) with the soiled handling tool (7) is replaced by a
clean robotic limb (15) with a clean handling tool (7) for cleaning, or
d) the handling tool (7) is pushed through a cleaning opening in a wall of a painting
booth for cleaning and is cleaned outside the painting booth.
15. Operating method in accordance with one of Claims 12 to 14,
characterised in that
a) the handling tool (7) or the robotic limb susceptible to soiling (15) of the handling
robot (1) is cleaned by a painting robot, where the painting robot discharges solvent
or air onto the handling tool to be cleaned (7) or the robotic limb susceptible to
soiling (15) to clean it, and/or
b) the painting robot discharges the solvent or the air through an atomizer or a separate
cleaning nozzle during the cleaning, and/or
c) the cleaning of the handling tool (7) or of the robotic limb susceptible to soiling
(15) of the handling robot (1) and/or of the painting robot takes place
- in a colour change period, in which the paint to be applied is changed, or
- in an interruption to production that is independent of cleaning, or
- in an interruption of the painting plant for cleaning, and/or
- after each individual component painting operation or after painting a certain number
of components.
1. Robot (1), en particulier robot de manutention (1) pour une installation de peinture,
comportant
a) un outil de manutention (7) pour la manutention des pièces à revêtir dans l'installation
de peinture, en particulier pour ouvrir et fermer des portes (14) ou des capots dans
des carrosseries d'automobiles, et/ou comportant un élément de robot (15) sensible
à l'encrassement, l'outil de manutention (7) et/ou l'élément de robot (15) sensible
à l'encrassement du robot (1) étant exposés en cours de service à un jet de pulvérisation
d'une peinture à appliquer sur les pièces à revêtir, et
b) un dispositif de nettoyage (8 ; 10, 12 ; 22-25) pour nettoyer l'outil de manutention
(7) et/ou l'élément sensible à l'encrassement (15) du robot (1) ou le maintenir propre
de toute trace de peinture appliquée en cours de service par le jet de pulvérisation,
c) l'outil de manutention (7) étant disposé au niveau de l'extrémité distale d'un
bras (15) du robot (1),
caractérisé
d) en ce que le bras (15) du robot, destiné au guidage de l'outil de manutention (7), est orienté
selon un angle aigu ou parallèlement au jet de pulvérisation de la peinture, afin
de présenter au jet de pulvérisation le moins de surfaces d'attaques possibles, et
e) en ce que le bras du robot destiné au guidage de l'outil de manutention (7) comporte une zone
d'égouttage (16), au niveau de laquelle la peinture s'écoule goutte à goutte du bras
du robot.
2. Robot (1) selon la revendication 1,
caractérisé
a) en ce que le dispositif de nettoyage (8) soumet l'outil de manutention (7) ou l'élément de
robot (15) sensible à l'encrassement à un traitement de nettoyage pour éliminer la
peinture qui y adhère, et/ou
b) en ce que le dispositif de nettoyage (10, 12 ; 22-25) empêche ou du moins rend difficile l'adhérence
de la peinture sur l'outil de manutention (7) ou l'élément de robot (15) sensible
à l'encrassement.
3. Robot (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé
a) en ce que le dispositif de nettoyage (8) comporte une ouverture d'introduction, dans laquelle
l'outil de manutention (7), en vue de son nettoyage, est introduite par le robot de
manutention (1), et
b) en ce que le robot de manutention (1) comporte un axe de déplacement linéaire (A3) et/ou un
axe de déplacement rotatif (A4) pour introduire l'outil de manutention (7), en vue
de son nettoyage, dans le dispositif de nettoyage (8).
4. Robot (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé
a) en ce que le dispositif de nettoyage (8) est attaché au robot (1) à l'extérieur, ou est disposé
dans un carter du robot (1) ou est séparé physiquement du robot (1) sur le sol ou
une paroi d'une cabine de peinture, et/ou
b) en ce que le dispositif de nettoyage (8) pour l'outil de manutention (7) est un dispositif
de nettoyage pour pulvérisateur, qui est destiné au nettoyage d'un pulvérisateur,
de même qu'au nettoyage de l'outil de manutention (7).
5. Robot (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé
a) en ce que le dispositif de nettoyage (10, 12 ; 22-25) comporte un écran de protection qui recouvre
au moins en partie l'outil de manutention (7) ou l'élément de robot (15) sensible
à l'encrassement et, de ce fait, empêche ou du moins rend difficile un encrassement
de l'outil de manutention (7) ou de l'élément de robot (15), sensible à l'encrassement,
par la peinture appliquée, et
b) en ce que l'écran de protection est amovible afin de remplacer un écran de protection encrassé
par un écran de protection propre.
6. Robot (1) selon la revendication 5,
caractérisé par
a) un conteneur d'évacuation (11) pour évacuer les écrans de protection (10) usagés
encrassés par la peinture, le robot (1) pouvant évacuer lui-même les écrans de protection
(10) encrassés dans le conteneur d'évacuation (11), et/ou
b) un conteneur de stockage (11) avec un stock d'écrans de protection (12) propres,
le robot (1) pouvant prélever lui-même les écrans de protection (12) propres hors
du conteneur de stockage (11), et/ou
c) le conteneur d'évacuation (11) et/ou le conteneur de stockage (11) étant attachés
au robot (1) à l'extérieur ou étant séparés physiquement du robot (1) sur le sol (2)
ou une paroi d'une cabine de peinture, et/ou
d) en ce que l'écran de protection est constitué de deux demi-coques (22, 23) qui,
dans la position montée, entourent l'élément de robot (15) sensible à l'encrassement
et sont reliées l'une à l'autre par un moyen de fixation (24, 25), et/ou
e) en ce que le moyen de fixation pour relier les deux demi-coques (22, 23) est une
fermeture auto-agrippante (24, 25), une bande adhésive ou un attache-câbles.
7. Robot (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé
a) en ce que l'outil de manutention (7) est assemblé au reste du robot de manutention (1) au moyen
d'un accouplement rapide, afin de permettre un remplacement rapide de l'outil de manutention
(7) encrassé par un outil de manutention (7) propre, ou
b) en ce que le bras de robot destiné au guidage de l'outil de manutention (7) est assemblé au
reste du robot de manutention (1) au moyen d'un accouplement rapide, afin de permettre
un remplacement rapide du bras de robot encrassé par un bras de robot propre.
8. Robot (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé
a) en ce que le bras de robot destiné au guidage de l'outil de manutention (7) comporte un revêtement
(17) absorbant, qui absorbe la peinture projetée et, de ce fait, empêche la peinture
de s'écouler goutte à goutte, et/ou
b) en ce que le bras de robot destiné au guidage de l'outil de manutention (7) et/ou l'outil de
manutention (7) comportent, dans leur paroi extérieure, des buses de nettoyage qui
permettent de projeter le produit de nettoyage.
9. Robot (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé
a) en ce que le robot (1) est disposé dans une cabine de peinture comportant une paroi, ladite
paroi délimitant physiquement la cabine de peinture, et
b) en ce que dans la paroi de cabine est disposée une ouverture de nettoyage qui permet le passage
de l'outil de manutention (7) depuis le côté intérieur de la paroi de cabine vers
le côté extérieur de la paroi de cabine, afin de nettoyer l'outil de manutention (7)
à l'extérieur de la cabine de peinture.
10. Robot (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé
a) en ce que le robot (1) est un robot de type SCARA, qui comporte plusieurs axes de déplacement
rotatifs parallèles, et/ou
b) en ce que l'outil de manutention (7) est un ouvreur de porte ou un ouvreur de capot.
11. Installation de peinture comportant un robot (1) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
12. Procédé de fonctionnement pour une installation de peinture, comportant les étapes
suivantes :
a) application d'un jet de peinture sur une pièce à revêtir, en particulier sur une
pièce d'une carrosserie d'automobile, au moyen d'un robot de peinture,
b) manutention de la pièce de carrosserie d'automobile par un outil de manutention
(7) d'un robot de manutention (1), en particulier ouverture et fermeture d'une porte
ou d'un capot de
ladite pièce de carrosserie, l'outil de manutention (7) ou un élément sensible à l'encrassement
(15) du robot de manutention (1) ou du robot de peinture étant exposés à un jet de
pulvérisation, l'outil de manutention (7) étant disposé au niveau de l'extrémité distale
d'un bras (15) du robot de manutention (1),
c) nettoyage ou préservation automatique de toute trace de peinture appliquée sur
l'outil de manutention (7) ou sur l'élément sensible à l'encrassement (15) du robot
de manutention (1) et/ou du robot de peinture,
caractérisé en ce que
d) en ce que le bras de robot (15), destiné au guidage de l'outil de manutention (7), est orienté
selon un angle aigu ou parallèlement au jet de pulvérisation de la peinture, afin
de présenter au jet de pulvérisation le moins de surfaces d'attaques possibles, et
e) en ce que la peinture s'écoule goutte à goutte à partir d'une zone d'égouttage (16) prévue
sur le bras de robot destiné au guidage de l'outil de manutention (7).
13. Procédé de fonctionnement selon la revendication 12,
caractérisé
a) en ce que l'outil de manutention (7) ou l'élément de robot (15) sensible à l'encrassement sont
soumis à un traitement de nettoyage pour éliminer la peinture qui y adhère, et/ ou
b) en ce que l'adhérence de la peinture sur l'outil de manutention (7) ou l'élément de robot (15)
sensible à l'encrassement est empêchée ou du moins rendue difficile, et/ou
c) en ce que l'outil de manutention (7), en vue de son nettoyage, est introduit par le robot de
manutention (1) dans un dispositif de nettoyage (8).
14. Procédé de fonctionnement selon l'une quelconque des revendications 12 à 13,
caractérisé
a) en ce que, pour le nettoyage, un écran de protection sur l'outil de manutention (7) ou sur
l'élément de robot (15) sensible à l'encrassement du robot de manutention (1) et/ou
du robot de peinture, est remplacé, ou
b) en ce que, pour le nettoyage, l'outil de manutention (7) est remplacé par un outil de manutention
(7) propre, ou
c) en ce que, pour le nettoyage, l'élément de robot (15) encrassé muni de l'outil de manutention
(7) encrassé est remplacé par un élément de robot (15) propre muni d'un outil de manutention
(7) propre, ou
d) en ce que pour le nettoyage de l'outil de manutention (7), celui-ci est passé à travers une
ouverture de nettoyage dans une paroi d'une cabine de peinture et est nettoyé à l'extérieur
de la cabine de peinture.
15. Procédé de fonctionnement selon l'une quelconque des revendications 12 à 14,
caractérisé
a) en ce que l'outil de manutention (7) ou l'élément de robot (15) sensible à l'encrassement du
robot de manutention (1) d'un robot de peinture est nettoyé, le robot de peinture
projetant à des fins de nettoyage un solvant ou de l'air sur l'outil de manutention
(7) à nettoyer ou sur l'élément de robot (15) sensible à l'encrassement, et/ou
b) en ce que, pendant le nettoyage, le robot de peinture projette le solvant ou l'air par l'intermédiaire
d'un pulvérisateur ou d'une buse de nettoyage séparée, et/ou
c) en ce que le nettoyage de l'outil de manutention (7) ou de l'élément de robot (15) sensible
à l'encrassement du robot de manutention (1) et/ou du robot de peinture est effectué
- pendant un intervalle de changement de peinture, pendant lequel on change la peinture
à appliquer, ou
- pendant une période d'interruption de la production qui se produit indépendamment
du nettoyage, ou
- pendant une interruption du nettoyage de l'installation de peinture, et/ou
- après chaque revêtement d'une pièce ou après un nombre déterminé de revêtements
d'une pièce.