[0001] Die Erfindung betrifft ein Stahlbetonbauteil mit mindestens einer oberen und mindestens
einer unteren Längsbewehrungslage, und einer Querkraftbewehrung, wobei diese in ihrer
Ausdehnung über die oberste und unterste Längsbewehrung geführt ist, gemäß dem Oberbegriff
von Anspruch 1.
[0002] Bei Stahl- oder Spannbetonbauteilen ist im Bereich von Auflagerstellen, insbesondere
im Bereich von Stützenanschlüssen, zur Aufnahme der dort infolge der Stützenkräfte
auftretenden Querkräfte oft eine Schubbewehrung notwendig.
[0003] Derartige Schubbewehrungselemente sind weitestgehend bekannt in Form von S-Haken
oder Bügeln, Dübelleisten, Doppelkopfbolzen, Bügelmatten, Gitterträgern, Tobler Walm,
Geilinger Kragen sowie Riss-Stem.
[0004] Eine Schubbewehrung in Form von S-Haken oder Bügeln muss aus Gründen der schlechten
Verankerung eine meist vorhandene Biege-Längsbewehrung umschließen, um ein Ausreißen
der Schubbewehrung zu verhindern. Dieses zu verlegen ist sehr aufwendig und dadurch
auch kostenintensiv. Bei hohen Bewehrungsgraden der Biegezugbewehrung und hohem Schubbewehrungsanteil
gelten herkömmliche Bügel als nicht mehr einbaubar.
[0005] Bei der, aus der
DE 27 27 159 A1 bekannten Dübelleiste, sind die Dübel an ihrem Ende mit einem verbreiterten Dübelkopf
versehen. Dabei sind die Dübel mit ihrem anderen Ende mit einer Dübelhalteschiene
verschweißt. Eine Weiterentwicklung einer solchen Dübelleiste ist beispielsweise aus
der
DE 298 12 676 U1 bekannt. Diese Dübelleiste weist mehrere im Abstand zueinander angeordnete Dübel
auf, die an einem Ende ihres Dübelschafts einen tellerförmig verbreiterten Dübelkopf
aufweisen und die am anderen Ende an einer gemeinsamen Dübelhalteschiene befestigt
sind, wobei sich der jeweilige Dübelschaft durch eine Dübelbohrung der Dübelhalteschiene
erstreckt und mit einem Nietkopf versehen ist. Siehe auch
WO 2006/061461 A1.
[0006] Auch wenn derartige Dübelleisten seit langem vielfältig im Einsatz sind, hat sich
in der Praxis herausgestellt, dass diese Dübelleisten bei starken Schubkräften versagen,
da sich die Dübel dann verbiegen. Dadurch wird der Verbund zwischen Beton und Bewehrung
zudem gelockert, eine Dauerhaftigkeit des Stahlbetonbauteils ist nicht immer gegeben.
[0007] Doppelkopfbolzen bestehen aus einem zylindrischen Bolzen und einem gegenüber dem
Bolzen vergrößerten, darüber bzw. darunter liegenden Bolzenkopf, der jeweils in der
Regel etwa kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Mehrere solcher Bolzen sind über eine
am unteren oder oberen Bolzenkopf festgelegte Distanzleiste zu einem Schubbewehrungselement
verbunden, wobei die Distanzleiste für die richtige Orientierung sowie die korrekte
Höhenposition der Doppelkopfbolzen im Einbauzustand sorgt.
[0008] Ein Nachteil dieses Schubbewehrungselementes liegt darin, dass das Herstellen der
Doppelkopfbolzen recht aufwendig ausfällt und beispielsweise durch Stauchen der Bolzenenden
zur Herstellung der Bolzenköpfe oder durch Anschweißen der kegelstumpfförmigen Bolzenköpfe
an den Bolzen erfolgt.
[0009] Hinzu kommt, dass die Doppelkopfbolzen gewöhnlich von oben sternförmig zwischen die
obere und untere Lage der Längsbewehrung eingefädelt werden. Bei hohen Bewehrungsgraden
der Biegezugbewehrung sowie unterschiedlichen Maschenweiten der oberen und unteren
Bewehrungslage ist der Einbau dadurch sehr schwierig, manchmal sogar unmöglich.
[0010] Tobler Walm und Geilinger Kragen sind Stahleinbauteile, die aus zusammengeschweißten
Stahlprofilen bestehen und einzeln angefertigt werden. Das Versetzen der Einbauteile
muss wegen des hohen Eigengewichts mit Hebezeug erfolgen. Die Herstellung und der
Einbau sind aufwändig und kostenintensiv, da dieses Hebewerkzeug in der Zeit des Einbaus
nicht für andere Aufgaben auf der Baustelle zur Verfügung steht, bzw. extra vorgehalten
werden muss. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts können diese Lösungen nicht in
Fertigteilen verwendet werden, da ansonsten der Transport auf die Baustelle nicht
mehr wirtschaftlich wäre. Diese Bewehrungselemente können daher nur für Stahlbetonbauteile
verwendet werden, die in Ortbetonbauweise hergestellt werden.
[0011] Aufgabe der Erfindung ist es, diese und weitere Nachteile des Standes der Technik
zu überwinden und ein Stahlbetonbauteil zur Verfügung zu stellen mit dem auch große
Schubkräfte bzw. Querkräfte aufgenommen werden können. Das Stahl- oder Spannbetonteil
soll zudem kostengünstig herstellbar und leicht einbaubar sein. Idealerweise soll
es auch als Fertigteil herstellbar sein.
[0012] Hauptmerkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 und Anspruch
18 angegeben. Ausgestaltungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 17 sowie 19 und
20.
[0013] Bei einem Stahlbetonbauteil mit mindestens einer oberen und mindestens einer unteren
Längsbewehrungslage, und einer Querkraftbewehrung, wobei diese in ihrer Ausdehnung
über die oberste und unterste Längsbewehrung geführt ist, sieht die Erfindung vor,
dass die Querkraftbewehrung aus mindestens 20 L-förmigen Blechteilen aus Baustahl
und daran befestigten Bügeln gebildet ist. Die vorteilhafte erfindungsgemäße Ausgestaltung
der Querkraftbewehrung aus mindestens 20 L-förmigen Blechteilen und daran befestigten
Bügeln sorgt aufgrund der Vielzahl der Elemente für eine gute Verbundwirkung zwischen
dem Beton und der Bewehrung. Ein solches Stahlbetonbauteil ist günstig herzustellen
und sehr tragfähig. Die Verbundwirkung wird zudem über die L-Form des Blechteils sowie
einem daran befestigten Bügel noch verstärkt, da sich das Blechteil in Kombination
mit dem Bügel komplex im Beton verkeilt.
[0014] Die Kosten zur Herstellung des Stahlbetonbauteils sind durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung der Querkraftbewehrung äußerst gering, da handelsüblicher Baustahl verwendet
werden kann. Durch die einfache Geometrie der L-förmigen Blechteile können sie in
einer Serienfertigung als frei fallende Stanzteile gefertigt werden. Es sind dadurch
keine Schweißvorgänge, Schraubverbindungen oder Lötverbindungen notwendig. Die Herstellkosten
eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils werden durch diese Ausgestaltung deutlich
gesenkt, zumal die Bügel ebenfalls aus kostengünstigem Baustahl gefertigt sind. Die
Querkraftbewehrung eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils ist somit auf der Baustelle
schnell montiert, preiswert in der Herstellung sowie im Einbau, da keine besonderen
Fachkenntnisse oder Fertigkeiten notwendig sind.
[0015] Gleichzeitig wird neben der Querkrafttragfähigkeit des Stahlbetonbauteils zugleich
die Durchstanzfestigkeit gegenüber herkömmlichen Konstruktionen deutlich erhöht, da
Querkräfte und Momente besser aufgenommen und im Stahlbetonbauteil günstiger verteilt
werden. Somit bleiben auch durch Querkraft bedingte Risse klein und die Traglast des
Stahlbetonbauteils kann gegenüber herkömmlichen Lösungen signifikant gesteigert werden.
[0016] Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist, dass die Schubkraftübertragung in der Verbundfuge,
die bei Elementdecken nachzuweisen ist, ebenfalls durch die Bleche übernommen werden
kann.
[0017] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung bietet zudem den Vorteil, dass nur eine Blechgröße
vorgehalten werden muss. Selbst bei unterschiedlichen Deckendicken und der damit notwendigen
Anpassung der Querkraftbewehrung an den Deckenquerschnitt, können die gleichen Blechteile
verwendet werden. Es ist nur notwendig die Bügellängen anzupassen. Dadurch können
Vorhaltekosten minimiert werden, Baukosten werden deutlich gesenkt.
[0018] Bei der Elementdeckenfertigung im Fertigteilwerk können somit ebenfalls immer dieselben
Blechteile verwendet werden. Dazu wählt man eine Blechlänge, die noch aus der Fertigdecke
hinausragt. Erst auf der Baustelle wird die Querkraftbewehrung durch Einhängen der
Bügel fertig gestellt. Dadurch reduziert sich die Bauteilhöhe einer Elementdecke.
Es können daher mehr Elementdecken gleichzeitig transportiert werden, wodurch Transport-
und andere Logistikkosten reduziert werden.
[0019] Bevorzugt ist die Querkraftbewehrung aus mindestens 50 Blechteilen gebildet, besonders
bevorzugt aus mindestens 70 Blechteilen. Die Spannung im Stahlbetonbauteil kann durch
die Vielzahl der Blechteile sehr homogen verteilt werden, was die Tragfähigkeit nochmals
erhöht sowie für eine höhere Duktilität im Bauteil sorgt.
[0020] Um die Verbundwirkung der Querkraftbewehrung im erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteil
noch weiter zu verbessern, hat jedes Blechteil an einem Ende eine Abkantung. Die Abkantung
ist dabei bis zur untersten Längsbewehrung geführt. Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung
sorgt für eine bessere Spannungsverteilung innerhalb der Querkraft belasteten Zonen
des Stahlbetonbauteils, da der Verbund zwischen Blechteil sowie umgebenden Beton verbessert
wird. Der am Blechteil befestigte Bügel ragt dabei über die oberste Längsbewehrung,
sodass die Querkraftbewehrung, die aus dem L-förmigen frei fallenden Blechteil sowie
dem daran befestigten Bügel gebildet ist, sich über die oberste und unterste Längsbewehrung
erstreckt. Der Querkraftfluss kann somit über nahezu die gesamte Stahlbetonbauteildecke
verteilt werden.
[0021] Die Abkantung des Blechteils befindet sich bevorzugt an der bügelabgewandten Seite
und ist dabei bis zur untersten Längsbewehrung geführt. Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung
sorgt für eine bessere Spannungsverteilung. Das, im Querschnitt L-förmige, Blechteil
umgreift dabei mit der Abkantung die unteren Stäbe der Längsbewehrungslage, sodass
eine schlupfarme Verankerung der Durchstanzbewehrung in der Druckzone durch das Blechteil
erreicht wird. In der Betonzugzone wird dies durch den Bügel erreicht.
[0022] Besonders bevorzugt sind dabei zwei kreisförmige Ausnehmungen innerhalb der Abkantung
ausgebildet. Beton kann durch diese kreisförmigen Ausnehmungen dringen und somit für
eine Verzahnung des Blechteils mit dem Beton sorgen. Das Stahlbetonbauteil wird somit
äußerst belastbar. Ferner sind die Blechteile dadurch auch fest verankert und verschieben
sich nicht beim Eingießen des Betons.
[0023] Ein durch jede Ausnehmung geführter Längsbewehrungsstab der unteren Längsbewehrung
verbessert erfindungsgemäß die Tragfähigkeit des Stahlbetonbauteils, da schräg eingeleitete
Kräfte über die Verbundwirkung zwischen Blechteil und Längsbewehrungsstab in eine
Normalkraftkomponente sowie Querkraftkomponente aufgeteilt werden. Das Stahlbetonbauteil
besitzt dadurch eine weiter gesteigerte Duktilität.
[0024] Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung der Erfindung derart, dass die Abkantungen
mit zusätzlichen Aussparungen ausgebildet sind. Dadurch wird die Verbundwirkung zwischen
den Blechteilen sowie dem Beton im Stahlbetonbauteil nochmals weiter verbessert, die
Tragfähigkeit des Stahlbetonbauteils wird nochmals erhöht.
[0025] Vorteilhafterweise weist jedes Blechteil eine Dicke von 3 oder 5 mm auf. Aus Gründen
der Tragfähigkeit durchgeführte Versuche haben gezeigt, dass durch anders gewählte
Dicken nicht das optimale Verhältnis von Querkrafttragfähigkeit in Bezug auf die Verbundwirkung
erreicht wird. Zudem wirkt sich die Vorhaltung nur zweier Blechteile besonders günstig
auf die Materialkosten aus. Die Blechteile müssen nicht speziell angepasst werden.
Vielmehr können sie nach Bedarf hergestellt werden, wodurch Lager- und Vorhaltekosten
für unterschiedliche Blechteile vermieden werden.
[0026] Erfindungsgemäß sind in einer bevorzugten Ausführungsform die Blechteile samt damit
verbundenen Bügeln gleichmäßig um einen Bereich mit einer hohen Querkraftbelastung
angeordnet. Dadurch kann die Bemessung des Stahlbetonbauteils mit einfachen Mitteln
und bestehenden Möglichkeiten erfolgen. Eine umfangreiche Berechnung für jeden Einzelfall
kann somit vermieden werden. Erfindungsgemäß ist es zudem vorteilhaft, wenn die Blechteile
parallel zueinander angeordnet sind. Dadurch lassen sich einfache Geometrien, die
der Bemessung des Stahlbetonbauteils dienlich sind, verwirklichen. Die erfindungsgemäße
Konstruktion des Stahlbetonbauteils ist somit einfach herzustellen und kostengünstig.
[0027] Die Anordnung der Blechteile, die als Bewehrung dienen, konzentriert sich beim Einbau
in ein Stahlbetonbauteil in einem Kernbereich. Die dort angeordnete große, durch die
Blechteile ausgeführte, Bewehrungsmenge erhöht die Durchstanzfestigkeit des Betonbauteils
signifikant. Bei größerer Entfernung zum Kernbereich, der im Idealfall in der Zone
der stärksten Querkraftbelastung liegt, z. B. in einem Stützenbereich, kann die Anzahl
der Blechteile vorteilhaft verringert werden. Die Tangentialabstände der Bewehrungsbauteile
sind dann mit zunehmendem Abstand vom Kernbereich vergrößerbar.
[0028] Vorteilhafterweise sieht die Erfindung vor, dass der Bügel in einer Längsausnehmung
des Blechteils eingehängt ist. Die Längsausnehmung lässt sich einfach herstellen,
da die Blechteile - wie eingangs erwähnt - als frei fallende Stanzteile gefertigt
werden. Die Längsausnehmung kann somit einfach aus dem Blech herausgestanzt werden.
[0029] Weiterhin ist eine schnelle Verbindung auf der Baustelle möglich, da das Einhängen
die schnellste Verbindemethode darstellt. Zudem wird die Verbundwirkung des Bauteils
durch das Umgießen der aus Blechteil und Bügel bestehenden Querkraftbewehrung durch
diese Längsausnehmung noch erhöht, da Beton zwischen den verbleibenden Zwischenraum
der Längsausnehmung im Blechteil während des Betoniervorgangs fließt und nach Aushärten
des Betons diesen vollständig ausfüllt.
[0030] Zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils ist es vorteilhaft, wenn
die Längsausnehmungen im Blechteil eine Lagesicherung für den Bügel aufweist. Dadurch
wird vermieden, dass beim Betoniervorgang der Bügel in seiner Position relativ zum
Blechteil bewegt wird.
[0031] Besonders vorteilhaft ist die Lagesicherung dabei als Rastung ausgebildet, was zu
einer schnellen Montage und damit zur Einsparung von Arbeitszeiten führt. Die Baukosten
eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils werden dadurch verringert.
[0032] Besonders bevorzugt sind je Blechteil zwei Bügel an diesem befestigt. Dadurch können
höhere Querkraftbewehrungsgrade erreicht werden, ohne großen zusätzlichen Montageaufwand.
Vor dem Betonieren werden anstelle eines Bügels zwei Bügel in eine Längsausnehmung
eines Blechteils eingeführt.
[0033] Besonders vorteilhafterweise sieht die Erfindung vor, dass die Bügel aus Baustahl
mit einem Durchmesser von 6 mm gefertigt sind. Dieser mit einer Großzahl an Versuchen
erfindungsgemäß ermittelte Wert hat zugleich viele Vorteile. So können hohe Verbundfestigkeiten
erreicht werden. Gleichzeitig ist die Montage auf der Baustelle einfach, da sich Bewehrungsstäbe
dieser Dicke leicht um wenige Millimeter verformen lassen. Auch komplizierte Geometrien
sind damit leicht zu bewehren.
[0034] Besonders bevorzugt liegen die Bügel einfach auf der oberen Längsbewehrung auf und
erstrecken sich durch diese hindurch. Dadurch müssen die Bügel, als Teil der Querkraftbewehrung
nicht zwingend in ihrer Lage zusätzlich gesichert werden. Der Montageaufwand wird
weiterhin vermindert, was die Kosten für die Herstellung eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils
senkt.
[0035] Dabei ist besonders vorteilhaft, dass die Bügel in einer Winkellage zum jeweiligen
Blechteil bist zu 45° verschwenkt eingebaut sind. Dadurch wird erfindungsgemäß sichergestellt,
dass möglichst wenige Bügelgrößen vorgehalten werden müssen.
[0036] Somit können die gleichen Bügel für Stahlbetondecken mit Dicken von 18 cm oder z.B.
20 cm verwendet werden. Die Bevorratung auf der Baustelle kann dadurch verringert
werden, was zu einer weiteren Kostensenkung in der Herstellung des Stahlbetonbauteils
beiträgt.
[0037] Besonders bevorzugt ist das Stahlbetonbauteil wenn die Bügellänge (h
B), bei einer Bauteildicke (h) kleiner 24 cm, dem Wert der Gleichung h
B = (h-c
o -c
u -7,5)*1,06 entspricht. Ebenso vorteilhaft entspricht die Bügellänge (h
B), bei einer Bauteildicke (h) größer oder gleich 24 cm, dem Wert der Gleichung h
B =h - c
o -c
u -6,5. Dabei entspricht c
o der oberen Betonüberdeckung und c
u der unteren Betonüberdeckung.
[0038] So ausgebildete Stahlbetonbauteile verfügen immer über ein optimales Tragverhältnis,
da der Bügel immer in einem günstigen Winkel liegt und damit mit dem umgebenden Beton
einen guten Verbund eingeht und somit nicht aus dem Langloch des Blechs herausgezogen
wird.
[0039] Besonders vorteilhaft ist die Ausgestaltung der Erfindung derart, dass die Querkraftbewehrung
aus derart vielen L-förmigen Blechteilen aus Baustahl mit daran befestigten Bügeln
gebildet ist, dass die Gleichung

erfüllt ist.
[0040] Dabei sind:
ukrit der Umfang des kritischen Rundschnitts nach Abschnitt 10.5.2 von DIN 1045-1 unter
Berücksichtigung nachstehenden Angaben, wobei DIN 1045-1, Abschnitt 10.5.2(14) hier
keine Anwendung findet.
[0041] Der kritische Rundschnitt ist nach DIN 1045-1, Abschnitt 10.5.2 für Innenstützen
sowie Stützen in der Nähe von Öffnungen in der Platte zu führen. Stützen, die weniger
als 6 h von mindestens einem Plattenrand entfernt sind, gelten als Rand- bzw. Eckstützen.
Für diese ist der Rundschnitt in Anlehnung an DIN 1045-1, Bild 41 zu führen, wobei
als Randabstand 6 h zu setzen ist (anstatt 3 d nach Bild 41). Ergibt eine Rundschnittführung
nach DIN 1045-1, Bild 39 dadurch eine kleinere Rundschnittlänge, so ist diese maßgebend.
[0042] β Lasterhöhungsfaktor für horizontal unverschieblich gelagerte Deckensysteme nach
DIN 1045-1, Bild 44 oder nach Heft 525 des DAfStb, Abschnitt 10.5.3.
[0043] V
Ed die auf das Bauteil wirkenden Designwerte der Einwirkungen

wobei
α
Blech der Faktor zur Berücksichtigung der Tragfähigkeitserhöhung durch die Bleche ist.
| |
Blechdicke t [mm] |
Bewehrung ds |
Max. Anzahl der Bügel |
αBlech |
| GM-L5/12 |
5 |
12 |
2 |
2,0 |
| GM-L5/10 |
5 |
10 |
1 |
1,7 |
| GM-L3/12 |
3 |
12 |
1 |
1,7 |
| GM-L3/10 |
3 |
10 |
1 |
1,5 |
[0044] V
Rd,ct wird wie nachstehend für Innen-, Rand- und Eckstützen ermittelt:
Im kritischen Rundschnitt beträgt die Querkrafttragfähigkeit VRd,ct der Platte zur Ermittlung der maximalen Tragfähigkeit:

- κ
- der Maßstabsfaktor nach Gleichung (106) in DIN 1045-1,
- ρl
- mittlerer Längsbewehrungsgrad innerhalb des betrachteten Rundschnitts
- d
- statische Bauteilhöhe
[0045] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Querkraftbewehrung aus derart vielen L-förmigen
Blechteilen aus Baustahl mit daran befestigten Bügeln gebildet ist, dass die Gleichung
β · VEd ≤
VRd,sy,L erfüllt ist.
[0046] Dabei entspricht:
- β
- nach DIN 1045-1, Bild 44 oder nach DAfStb Heft 525, Abschnitt 10.5.3
V
Rd,sy,L dem Durchstanzwiderstand der L-Bleche
| k1 = 1,70 |
für den Rundschnitt im Abstand 0,5 d vom Stützenrand |
| k1 = 1,35 |
für den Rundschnitt im Abstand 1,25 d vom Stützenrand |
| k1 = 1,00 |
für Rundschnitte im Abstand ≥ 2,0 d vom Stützenrand |
| ui |
Umfang des Rundschnitts im betrachteten Nachweisschnitt |
n
Bügel Anzahl der Bügel je Stahlblech (1 oder 2)
k2 Verbundbeiwert
| k2 = 0,8 |
für t = 5 mm und 2 Ø 12 mm |
| k2 = 0,7 |
für t = 5 mm und 2 Ø 10 mm und für t = 3 mm und 2 Ø 12 mm |
| k2 = 0,5 |
für t = 3 mm und 2 Ø 10 mm |
- As,Bügel
- Querschnittsfläche eines Bügelschenkels
- fyd
- Bemessungswert der Bügelspannung
- nBleche
- Anzahl der Stahlbleche im betrachteten Rundschnitt
[0047] Ein so ausgestaltetes Stahlbetonbauteil weist ein stärkeres Durchstanzverhalten auf
als alle vergleichbaren bekannten Lösungen im Stand der Technik.
[0048] Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn die Abstände der Bleche in Richtung von der belasteten
Fläche (Stütze) ausgehenden Radien sr (radiale Richtung) folgende Werte nicht überschreiten:
- Der Abstand eines Blechs zum vorherigen oder nächsten Rundschnitt darf 0,75 d nicht
überschreiten.
- Der kleinste Abstand zweier Bleche darf 3 cm nicht unterschreiten.
[0049] Zudem sind die Abstände der Bleche untereinander in Richtung des Verlaufs der Rundschnitte
s
t (tangentiale Richtung) vorteilhaft innerhalb der folgenden Werte:
- i
- Nummer des Rundschnitts
- d
- statische Bauteilhöhe
[0050] So werden erfindungsgemäß die größten Tragfähigkeiten erreicht.
[0051] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines Stahlbetonbauteils, ist
vorgesehen, dass zuerst die L-förmigen Blechteile auf die unterste Lage der Längsbewertung
eingefädelt werden. Die Blechteile stehen anschließend nach oben, da sie die Ausnehmung
der Längsbewehrung formschlüssig umschließen und ein Umkippen verhindern. Dabei ragen
die Blechteile über die untere Längsbewehrungslage hinaus, berühren aber noch nicht
den Bereich der oberen Längsbewehrungslage. Anschließend werden die Bügel in die Längsausnehmung
der Blechteile eingehängt und liegen mit ihren Schultern auf der obersten Lage der
Längsbewehrung auf. Anschließend wird die Bewehrung in einer Charge mit Beton vergossen.
Nach dem Aushärten des Betons ist das Stahlbetonbauteil fertig und belastbar.
[0052] Besonders vorteilhaft ist das Vergießen in zwei Schritten. Dabei kann beispielsweise
nach Einfädeln der Blechteile auf die unterste Längsbewehrung die untere Längsbewehrung
mit den Blechteilen vergossen werden. Dies kann in einem Fertigteilwerk geschehen.
Nach dem Aushärten können diese so hergestellten Platten auf die Baustelle transportiert
werden. Hier erfolgt der Einbau der oberen Längsbewehrungslage sowie das Einhängen
der Bügel in die Ausnehmungen des Blechteils. Anschließend wird die obere Bewehrungslage
soweit verfüllt, bis die gewünschte Deckendicke erreicht ist. Nach dem Aushärten des
Betons ist das erfindungsgemäße Stahlbetonbauteil fertig.
[0053] Besonders vorteilhaft werden die Bügel in den Ausnehmungen vor dem vollständigen
Vergießen mit Beton verrastet, damit während des Betoniervorgangs keine Lageänderungen
der Bügel relativ zum Blechteil erfolgen kann.
[0054] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Wortlaut
der Ansprüche sowie aus der folgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand
der Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- Ausschnitt eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils
- Fig. 2a
- L-förmiges Blechteil in Seitenansicht
- Fig. 2b
- L-förmiges Blechteil in Aufsicht ohne eingesetzten Bügel
- Fig. 2c
- L-förmiges Blechteil mit eingesetztem Bügel in Frontansicht
- Fig. 3a
- L-förmiges Blechteil mit eingesetztem Bügel in Seitenansicht
- Fig. 3b
- L-förmiges Blechteil mit zwei eingesetzten Bügeln in Seitenansicht
- Fig. 4
- Bewehrungsanordnung eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils
[0055] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt eines Stahlbetonbauteils 10 mit mindestens einer oberen
Längsbewehrungslage Bo und mindestens einer unteren Längsbewehrungslage Bu, und einer
Querkraftbewehrung Q, wobei diese in ihrer Ausdehnung L über die oberste Längsbewehrung
Boo und die unterste Längsbewehrung Buu geführt ist, wobei die Querkraftbewehrung
Q aus freifallenden Blechteilen 20 mit daran befestigten Bügeln 30 gebildet ist. Dabei
weist jedes Blechteil 20 eine Abkantung 40 auf. Die Abkantung 40 ist dabei an der
bügelabgewandten Seite des Blechteils 20 angeordnet. Jedes Blechteil 20 weist bevorzugt
eine Dicke von 3 oder 5 mm auf. Die Stahlbetonbauteildicke h verläuft über den gesamten
Querschnitt. Die obere Betonüberdeckung c
o ist vom oberen Bauteilende bis zum Beginn des Bügels 30 ausgebildet, die untere Betonüberdeckung
c
u verläuft vom Ende des Blechs 20 bis zum unteren Bauteilende.
[0056] Zudem zeigt Figur 1, dass die Blechteile 20 parallel zueinander angeordnet sind.
Die Bügel 30 sind dabei in eine Längsausnehmung 22 des Blechteils 20 eingehängt. Das
Clipblechteil 24 sorgt für die sichere Befestigung des Bügels 30 in der Längsausnehmung
22 des Blechteils 20. Das Clipblechteil 24 fungiert dabei als Rastnase, die ein versehentliches
Herausrutschen des Bügels 30 aus der Längsausnehmung 22 des Blechteils 20 verhindert.
[0057] Die Bügel 30 liegen mit ihrer dem Blechteil 20 abgewandten Seite über eine annähernd
rechtwinklig ausgebildete Biegung auf der obersten Lage Boo der Längsbewegung Bo auf.
Erfindungsgemäß sind zudem die Bügel 30 annähernd T-förmig ausgebildet und werden
durch eine Biegetechnik hergestellt.
[0058] Figur 2a zeigt ein Blechteil 20 mit einer Längsausnehmung 22 sowie einem daran befestigten
Clipblechteil 24. Im unteren Bereich des Blechteils 20 ist eine Abkantung 40 ausgebildet.
An die Abkantung 40 schließen kreisförmige Ausnehmungen 50 an.
[0059] Figur 2b zeigt ein Blechteil 20, wo in der Abkantung 40 Aussparungen 52 angeordnet
sind, die den Verbund des Blechteils 20 im Beton deutlich erhöhen.
[0060] Figur 2c zeigt ein L-förmiges Blechteil 20 mit eingesetztem Bügel 30 in Frontansicht,
vor dem Vergießen mit Beton. Das Blechteil 20 ist dabei über die unterste Längsbewehrungslage
Buu geführt, wobei die Abkantung 40 den unteren Längsbewehrungsstab S umgreift. Je
zwei Längsbewehrungsstäbe S sind durch die Ausnehmungen 50 hindurchgeführt und sorgen
somit für sicheren Verbund zwischen Blechteil 20 und unterer Längsbewehrungslage Buu.
Das Clipblechteil 24 hält den Bügel 30 in der Längsausnehmung 22 des Blechteils 20.
Der Bügel 30 hat zwei Schultern 32, die auf der obersten Lage Boo der oberen Längsbewehrung
Bo aufliegen.
[0061] Figur 3a zeigt dieselbe Einbausituation wie Figur 2c, allerdings in der Seitenansicht.
Der Bügel 30 ist bezüglich eines Winkels α zur vertikalen Achse beliebig einbaubar.
Dadurch ist ein aufwendiges Ausrichten des Bügels 30 relativ zum Blechteil 20 unnötig.
[0062] Der Bügel 30 wird in der Längsausnehmung 22 durch das Clipblechteil 24 in einem Befestigungsbereich
BF gehalten. Zudem zeigt Figur 3a, dass die unterste Bewehrungslage Buu der Längsbewehrung
Bu durch die Ausnehmungen 50 geführt ist. Die Abkantung 40 ist vorteilhafterweise
nahe den Ausnehmungen 50 angeordnet. Das Blechteil 20 sowie der Bügel 30 bilden so
erfindungsgemäß die Querkraftbewehrung Q für ein erfindungsgemäßes Stahlbetonbauteil
10.
[0063] Figur 3b zeigt exemplarisch, dass auch zwei Bügel 30 je Blechteil 20 verwendet werden
können. Hier sind beide Bügel 30 in einem Befestigungsbereich BF durch das Clipblechteil
24 sicher in Position gehalten. Die jeweiligen Schultern 32 liegen auf der obersten
Längsbewehrungslage Boo auf. Die Bügel 30 bilden somit in Verbindung mit dem Blechteil
20 die Querkraftbewehrung Q.
[0064] Figur 4 zeigt eine Bewehrungsanordnung BA unter Verwendung mindestens 20 L-förmiger,
freifallend hergestellter Blechteile 20 aus Baustahl mit daran befestigten Bügeln
30. Man erkennt, dass die Blechteile 20 konzentrisch um einen Kernbereich K angeordnet
sind. Die Blechteile 20 stehen dabei mit ein oder zwei Bügeln 30 in Korrespondenz
und bilden somit in ihrer Gemeinsamkeit die Querkraftbewehrung Q.
[0065] Die Erfindung ist nicht auf eine der vorgeschriebenen Ausführungsformen beschränkt,
sondern in vielfältiger Weise abwandelbar.
[0066] Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale
und Vorteile, einschließlich konstruktiver Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und
Verfahrensschritten, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0067]
- BA
- Bewehrungsanordnung
- BF
- Befestigungsbereich
- K
- Kernbereich
- Bu
- untere Längsbewehrungslage
- Buu
- unterste Längsbewehrungslage
- Bo
- obere Längsbewehrungslage
- Boo
- oberste Längsbewehrungslage
- L
- Ausdehnung
- S
- Bewehrungsstab
- Q
- Querkraftbewehrungslage
- h
- Bauteildicke
- HB
- Bügellänge
- 10
- Stahlbetonbauteil
- 20
- Blechteile
- 22
- Längsausnehmung
- 24
- Clipblechteil
- 30
- Bügel
- 32
- Schulter
- 40
- Abkantung
- 50
- Ausnehmungen
- 52
- Aussparungen
1. Stahlbetonbauteil (10) mit mindestens einer oberen (Bo) und mindestens einer unteren
Längsbewehrungslage (Bu), und einer Querkraftbewehrung (Q), wobei diese in ihrer Ausdehnung
(L) über die oberste (Boo) und die unterste Längsbewehrung (Buu) geführt ist, wobei
die Querkraftbewehrung (Q) aus mindestens 20 L-förmigen Blechteilen (20) aus Baustahl
gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass an den L-förmigen Blechteilen (20) Bügel (30) befestigt sind, wobei jeder Bügel (30)
in eine einseitig offene Längsausnehmung (22) des L-förmigen Blechteils (20) eingehängt
ist, wobei jeder Bügel (30) aus einem Bewehrungsstab aus Baustahl mit rundem Querschnitt
ausgebildet ist, und wobei Schultern (32) der Bügel (30) auf der obersten Längsbewehrungslage
(Boo) aufliegen.
2. Stahlbetonbauteil (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Blechteil (20) eine Abkantung (40) aufweist.
3. Stahlbetonbauteil (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkantung (40) an der bügelabgewandten Seite des Blechteils (20) angeordnet ist.
4. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass je Blechteil (20) zwei kreisförmige Ausnehmungen (50) an der Abkantung (40) ausgebildet
sind.
5. Stahlbetonbauteil (10) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass durch jede Ausnehmung (50) ein Längsbewehrungsstab (S) geführt ist.
6. Stahlbetonbauteil (10) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abkantungen (40) mit zusätzlichen Aussparungen (52) ausgebildet sind.
7. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Blechteil (20) eine Dicke von 3 oder 5 mm aufweist.
8. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechteile (20) gleichmäßig um einen Bereich (BA) angeordnet sind.
9. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechteile (20) parallel zueinander angeordnet sind.
10. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsausnehmung (22) eine Lagesicherung für den Bügel (30) aufweist.
11. Stahlbetonbauteil (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagesicherung als Rastung ausgebildet ist.
12. Stahlbetonbauteil (10) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastung als Clipblechteil (24) ausgebildet ist.
13. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Bügel (30) je Blechteil (20) befestigt sind.
14. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügel (30) aus Baustahl mit 6 mm Durchmesser hergestellt sind.
15. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügel (30) in einem Winkel (α) relativ zum jeweiligen Blechteil (20) bis maximal
45 Grad verschwenkt eingebaut sind.
16. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügellänge (HB), bei einer Bauteildicke (h) kleiner 24 cm, dem Wert der Gleichung HB = (h - co - cu 7,5) * 1,06 beträgt.
17. Stahlbetonbauteil (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügellänge (HB), bei einer Bauteildicke (h) größer oder gleich 24 cm, dem Wert der Gleichung HB = h - co - cu - 6,5 beträgt.
18. Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Stahlbetonbauteils (10) gemäß Anspruch
1 umfassend die folgenden Schritte:
• Einfädeln der L-förmigen Blechteile (20) auf die unterste Lage der Längsbewehrung
(Buu)
• Einhängen der Bügel (30) in Ausnehmungen (22) der Blechteile (20) wobei die Schultern
(32) der Bügel (30) auf der obersten Lage der Längsbewehrung (Boo) liegen
• Vergießen mit Beton
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Bügel (30) in den Ausnehmungen (22) der Blechteile, vor dem vollständigen Vergießen
mit Beton, verrastet werden.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Vergießen mit dem Beton in zwei Schritten erfolgt.
1. Reinforced concrete component (10) comprising at least an upper (Bo) and at least
a lower (Bu) longitudinal reinforcement layer and a shear force reinforcement (Q),
wherein it is guided in its expansion (L) beyond the most upper (Boo) and the lowest
(Buu) longitudinal reinforcement, wherein the shear force reinforcement (Q) is manufactured
from at least 20 L-shaped sheet metal parts (20) of structural steel, characterized in that brackets (30) are attached on the L-shaped metal parts (20), wherein each bracket
(30) is mounted in a longitudinal recess (22) opened on one side of the L-shaped sheet
metal part (20), wherein each bracket (30) is formed from a reinforcing bar of structural
steel with round cross section, and wherein shoulders (32) of the brackets (30) are
placed on the most upper longitudinal reinforcement layer (Boo).
2. Reinforced concrete component (10) according to claim 1, characterized in that each sheet metal part (20) has an edge (40).
3. Reinforced concrete component (10) according to claim 2, characterised by the fact that the edge (40) is arranged on the averted side of the bracket of the sheet metal part
(20).
4. Reinforced concrete component (10) according to one of the claims of 2 or 3, characterised by the fact that two circular recesses (50) are formed on the edge (40) on each sheet metal part (20).
5. Reinforced concrete component (10) according to claim 4, characterized in that a longitudinal reinforcing bar (S) is guided through each recess (50).
6. Reinforced concrete component (10) according to claim 4 or 5, characterized in that the edges (40) are formed with additional notches (52).
7. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims, characterized in that each sheet metal part (20) has a thickness of 3 mm or 5 mm.
8. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the sheet metal parts (20) are evenly arranged around an area (BA).
9. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the sheet metal parts (20) are arranged parallel to each other.
10. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal recess (22) has a means for securing the position of the bracket
(30).
11. Reinforced concrete component (10) according to claim 10, characterized in that the means for securing the position is formed as detent.
12. Reinforced concrete component (10) according to claim 10, characterized in that the detent is formed as a clip sheet metal part (24).
13. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims, characterized in that two brackets (30) are mounted to each sheet metal part (20).
14. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the brackets (30) are made of structural steel with a diameter of 6 mm.
15. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the brackets (30) are mounted as pivoted in an angle (α) relatively to the respective
sheet metal part (20) up to a maximum of 45 degrees.
16. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the bracket length (H
B) at a component thickness (h) smaller than 24 cm amounts to the value of the equation
17. Reinforced concrete component (10) according to one of the preceding claims,
characterized in that the bracket length (H
B) at a component thickness (h) larger than or equal to 24 cm amounts to the value
of the equation
18. Method of making a reinforced concrete component (10) in accordance with the invention
of claim 1 comprising the following steps:
• Threading the L-shaped sheet metal parts (20) onto the lowest layer of the longitudinal
reinforcement (Buu)
• Mounting the brackets (30) into recesses (22) of the sheet metal parts (20), wherein
the shoulders (32) of the brackets (30) are placed on the most upper layer of the
longitudinal reinforcement (Boo)
• Sealing with concrete
19. Method according to claim 18, characterised by the fact that the brackets (30) are locked into the recesses (22) of the sheet metal parts before
the complete sealing with concrete.
20. Method according to claim 18 or 19, characterised by the fact that the sealing with concrete is made in two steps.
1. Élément de béton armé (10) possédant au moins une couche d'armature longitudinale
supérieure (Bo) et au moins une couche d'armature longitudinale inférieure (Bu), ainsi
qu'une armature transversale (Q), sachant que cette dernière est menée, dans son expansion
(L), par-dessus l'armature longitudinale supérieure (Boo) et l'armature longitudinale
inférieure (Buu), sachant que cette armature transversale (Q) est constituée d'au
moins 20 éléments de tôle en forme de L (20) en acier de construction, caractérisé par le fait que des étriers (30) sont fixés sur les éléments de tôle en forme de L (20), sachant
que chaque étrier (30) est accroché dans une réservation longitudinale (22) de l'élément
de tôle en forme de L (20) ouverte d'un côté, sachant que chaque étrier (30) est constitué
d'une tige d'armature en acier de construction avec une section ronde, et sachant
que les épaules (32) des étriers (30) reposent sur la couche d'armature longitudinale
supérieure.
2. Élément de béton armé (10) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que chaque élément de tôle (20) présente un chanfrein (40).
3. Élément de béton armé (10) selon la revendication 2, caractérisé par le fait que le chanfrein (40) est disposé sur le côté détourné de l'étrier de l'élément de tôle
(20).
4. Élément de béton armé (10) selon une des revendications 2 ou 3, caractérisé par le fait que chaque élément de tôle (20) est réalisé avec deux réservations en forme de cercle
(50) sur le chanfrein (40).
5. Élément de béton armé (10) selon la revendication 4, caractérisé par le fait qu'une tige d'armature longitudinale (S) est menée à travers chaque réservation (50).
6. Élément de béton armé (10) selon la revendication 4 ou 5, caractérisé par le fait que les chanfreins (41, 40) sont réalisés avec des réservations supplémentaires (52).
7. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que chaque élément de tôle (20) présente une épaisseur de 3 mm ou de 5 mm.
8. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les éléments de tôle (20) sont disposés régulièrement autour d'une zone (BA).
9. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les éléments de tôle (20) sont disposés parallèlement les uns aux autres.
10. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que la réservation longitudinale (22) présente une fixation de position pour l'étrier
(30).
11. Élément de béton armé (10) selon la revendication 10, caractérisé par le fait que la fixation de la position est réalisée sous la forme d'un cran.
12. Élément de béton armé (10) selon la revendication 11, caractérisé par le fait que le cran est constitué en tant qu'élément de tôle clip (24).
13. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que deux étriers (30) sont fixés par élément de tôle (20).
14. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les étriers (30) sont fabriqués en acier de construction avec 6 mm de diamètre.
15. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes, caractérisé par le fait que les étriers (30) sont incorporés basculés dans un angle (α) par rapport à chaque
élément de tôle (20) jusqu'à 45 degrés maximum.
16. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que la longueur des étriers (H
B), correspond, pour une épaisseur d'élément (h) inférieure à 24 cm, à la valeur de
l'équation
17. Élément de béton armé (10) selon une des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que la longueur des étriers (H
B), correspond, pour une épaisseur d'élément (h) supérieure ou égale à 24 cm, à la
valeur de l'équation
18. Procédé destiné à fabriquer un élément de béton armé (10) conformément à l'invention
selon la revendication 1, comprenant les étapes suivantes
• Enfilage des éléments de tôle (20) en forme de L sur la couche la plus inférieure
(Buu) de l'armature longitudinale
• Accrochage des étriers (30) dans des réservations (22) des pièces de tôle (20),
sachant que les épaules (32) des étriers (30) reposent sur la couche la plus supérieure
de l'armature longitudinale (Boo)
• Coulée avec du béton
19. Procédé selon la revendication 18, caractérisé par le fait que les étriers (30) dans les réservations (22) des pièces de tôle sont encrantés avant
d'être complètement coulés dans du béton.
20. Procédé selon la revendication 18 ou 19, caractérisé par le fait que la coulée avec le béton se fait en deux étapes.