[0001] Die nachfolgende Erfindung bezieht sich auf eine Klebstoffdispenservorrichtung, die
auf einem Klebstoffvorratsbehälter wie einem Container oder Fass angeordnet werden
kann, um Klebstoff auszugeben, der mittels eines Aktivatorgases aktiviert werden muss.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Dispenseranlage für solche Klebstoffe,
die die Dispenservorrichtung samt dem Klebstoffcontainer umfasst.
[0002] Wenn Klebstoffe wie Leim in größeren Mengen zum Einsatz kommen sollen, werden diese
oftmals in größeren Gebinden wie Fässern, auch "Container" genannt, zur Verfügung
gestellt.
[0003] Übliche Fässer, wie sie etwa verwendet werden, um Einkomponentenkleber wie Leim in
eine Vorrichtung zur Handauftragung zu fördern, fassen Mengen im Bereich von 50 bis
200 Litern. Diese werden auf Fasswagen gelagert um zum Einsatzort gebracht werden
zu können. Damit der Klebstoff oder Leim auf gewünschte Weise aus dem Fass fließt
und mit einem geeigneten Druck auf die zu klebende Fläche aufgebracht werden kann,
wird bekannter Maßen eine Pumpe, etwa eine Membranpumpe, an dem Faß bzw. an dem Wagen
angeordnet und einerseits mit dem Faß und andererseits mit einer Handauftragspistole,
jeweils über eine geeignete Schlauchverbindung verbunden. So kann die Membranpumpe
an ein Luftdrucknetz, das entsprechend zur Verfügung stehen muss, angeschlossen werden,
um den nötigen Druck zur Klebstoffförderung bereit zu stellen. Geeignete Steuerungs-
und - regelungsvorrichtungen sorgen für eine kontrollierte Luftdruckzuführung. Die
Anlage ist komplex, weist eine erhebliche Größe auf und erfordert, um sie betriebsfertig
zu machen, eine Vielzahl von Arbeitsschritten, insbesondere durch die Montage der
Pumpen und weiterer Hilfsmittel; die Schlauchverbindungen müssen dabei sorgfältig
hergestellt werden.
[0004] Ein bekanntes System, das der Ausgabe von Leim aus einem größeren Gebinde dient,
ist aus der
DE 1 975 044 U1 bekannt. Es offenbart eine Leimdruckpumpe, die eine gleichmäßige Leimzufuhr ermöglicht,
indem ein Leimauftraggerät an einen externen Druckbehälter angeschlossen wird. Auch
hier ist die Montage der Gesamtanordnung aufwändig und komplex. Diese Vorrichtung
ist zudem dazu gedacht, einen einfachen, fertigen Leim aus dem Fass zu fördern.
[0005] Moderne Leime oder Klebersysteme, die nicht mehr die bekannten wässerigen Lösungen
eines Klebstoffes sind, wie sie früher aus Knochen und/oder Haut oder anderen natürlichen
Rohstoffen gewonnen wurde, umfassen auch Klebstoffe für technisch anspruchsvolle Anwendungen.
Diese Klebstoffe können erfordern, dass sie erst unmittelbar vor der Anwendung aktiviert
werden, um die Adhäsivwirkung zu entfalten und folglich auszuhärten. Die Aktivierung
solcher Leime oder Kleber kann durch Lichtzufuhr bei UV-härtenden Verbindungen, aber
auch durch Wärmezufuhr (thermisch härtende Systeme) oder durch Zufuhr eines Gases
wie CO
2 erfolgen. Solche Klebstoffe sind beispielsweise Wasserglas-Klebestoffe, auch als
"reaktiver Leim" bezeichnet. Diese härten aus, indem mit zugeführtem CO
2 eine Polykondensationsreaktion abläuft. Ein aktivierbarer Klebstoff ist beispielsweise
Dispercoll® von Bayer. Insofern ist eine CO
2-freie Lagerung erforderlich, um unerwünschtes Aushärten zu verhindern. Solche Kleber
werden sinnvoll in kleineren Einheiten angeboten, so dass hinreichend Verarbeitungszeit
bleibt, um eine aktivierte Klebermenge vor Aushärten zu verarbeiten.
[0006] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zu Grunde, eine Klebstoff-Dispenservorrichtung zu schaffen, die möglichst wenig Montageaufwand
erfordert, um an einem Container, der gasaktivierbaren Klebstoff enthält, angeordnet
zu werden. Dabei soll die Dispenservorrichtung das geeignete Zudosieren eines Aktivierungsgases
in den Klebstoff ermöglichen und sie soll flexibel einsetzbar sein.
[0007] Diese Aufgabe wird durch die Klebstoff-Dispenservorrichtung mit den Merkmalen des
unabhängigen Anspruchs 1 gelöst.
[0008] Weiter ergibt sich die Aufgabe, eine Klebstoff-Dispenseranlage zu schaffen die es
erlaubt, eine Klebstoffausgabe- und Aktivierungsgaszuführung unter geringst möglichem
Zeit- und Montageaufwand mit einem Klebstoffcontainer zu verbinden, so dass dieser
unmittelbar einsatzbereit vorliegt und dabei leicht transportabel ist und wenig Arbeitsplatz
benötigt.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die Klebstoff-Dispenseranlage mit den Merkmalen des unabhängigen
Anspruchs 14 gelöst. Bevorzugte Ausführungsbeispiele werden durch die Unteransprüche
beschrieben.
[0010] In der vorliegenden Erfindung wird zunächst eine Klebstoff-Dispenservorrichtung für
CO
2-aktivierbare Klebstoffe offenbart, die dazu geeignet ist, an einem Klebstoffcontainer
angeordnet zu werden. Wie bekannte Dispenser- oder Ausgabevorrichtungen für Klebstoffe
oder Leime, weist die Dispenservorrichtung ein Steigrohr für den Klebstoff und eine
Fördergaszuführung auf, mit dessen Hilfe ein Druck in dem Container erzeugt wird,
um den Klebstoff durch das Steigrohr nach oben zu treiben. Die erfindungsgemäße Vorrichtung
umfasst vorteilhaft eine Haube, an deren Oberseite sich eine lösbar angeordnete Anschlussarmatur
befindet.
[0011] Bei Einmalanwendungen der Haube ist diese auf dem Klebstoffcontainer unlösbar angeordnet;
wenn die Haube für Mehrfachanwendungen ausgelegt ist, wird sie auf dem Klebstoffcontainer
lösbar befestigt.
[0012] Diese Haube weist ein Kanalgehäuse auf, das mit einem Verbindungsende in einer Öffnung
des Klebstoffcontainers angeordnet werden kann, wenn der Klebstoff, der in einem solchen
Container oder auch Fass gelagert ist, ausgegeben werden soll. Solche fassförmigen
Behältnisse können ohne Halterung abgestellt werden.
[0013] Durch die Anschlussarmatur der Haube erstreckt sich ein Klebstoffkanal durch das
Kanalgehäuse und das Steigrohr, das an dem Kanalgehäuse befestigt ist, so dass über
den Klebstoffkanal der Klebstoff durch das Steigrohr und das Kanalgehäuse aus dem
Container gefördert werden kann.
[0014] Ferner erstreckt sich ein Gaskanal von der Anschlussarmatur durch das Kanalgehäuse
hindurch, der so gestaltet ist, dass Fördergas in den Klebstoffcontainer gepumpt oder
gedrückt werden kann, wenn die Haube benutzungsbereit auf einem solchen Container
angeordnet ist.
[0015] Unter "Fördergas" wird dabei hierin ein Gas wie Stickstoff oder aber auch Luft verstanden,
das nicht oder nur wenig aktiviert. Das eigentliche Aktivierungsgas, das benötigt
wird, um den Klebstoff zu aktivieren, wird üblicherweise CO
2 sein, das durch eine Patrone zur Verfügung gestellt wird.
[0016] Nachfolgend wird stets auf CO
2 Bezug genommen, aber es wird hiermit explizit umfasst, dass auch andere Gase oder
Gasgemische als Aktivierungsgase in einer Patrone eingesetzt werden können. Entsprechend
kann die CO
2-Patrone dann eine geeignete andere Gas-Patrone sein.
[0017] Die Patrone ist in der Haube geneigt und mit dem Hals nach oben weisend angeordnet.
Sie kann von außerhalb der Haube betätigt werden, also in betriebsbereiten Zustand
versetzt werden und CO
2 ausgeben. Das ausgegebene CO
2 fließt durch einen CO
2-Kanal, der sich von der CO
2-Patrone durch ein Brückenelement, das eine Ventilanordnung umfasst, erstreckt, und
weiter in den Klebstoffcontainer, um zu einem gewünschten Zeitpunkt den Klebstoff
zu aktivieren.
[0018] Damit wird vorteilhaft eine handliche, kompakte und leicht auf einem Klebstoffcontainer
anordenbare Dispenservorrichtung zur Verfügung offenbart, die nach einem wenig aufwändigen
Reinigungsvorgang rasch zur weiteren Nutzung bereitsteht, wenn sie der Mehrfachnutzung
zugedacht ist. Auch Einweg-Dispenservorrichtungen sind erfindungsgemäß herstellbar.
Die kompakte Vorrichtung erfordert nur wenige Handgriffe, um ein bereitstehendes Klebestofffass,
das eine Containerform darstellt, in Betrieb zu nehmen und den Klebstoff in aktivierter
Form auszugeben.
[0019] Erfindungsgemäß kann die lösbar angeordnete Anschlussarmatur an ihrer in die Haube
zeigenden Seite ein Innengewinde aufweisen, das mittels eines Außengewindes, das an
der von dem Steigrohr abgewandten Seite des Kanalgehäuses vorliegt, durch Verschrauben
verbunden werden kann, so dass es in sicherem Eingriff steht. Auch Einstecken oder
auf andere Weise in Eingriff bringen ist möglich.
[0020] Die Dispenservorrichtung kann insbesondere eine Anschlussarmatur mit Innenteil und
Überwurfmutter aufweisen, so dass das Innenteil vertikal versetzt und nur die Mutter
angezogen werden kann. Dies ergibt sich insbesondere in Verbindung mit den nachstehend
beschriebenen Klebstoff- und Gaskanälen: Der Klebstoffkanalabschnitt des Klebstoffkanals,
der in dem Kanalgehäuse vorliegt, hat an seiner in Richtung der Anschlussarmatur weisenden
Seite Verschlussmittel wie etwa eine Verschlussmembran. Die Anschlussarmatur, vorzugsweise
deren Innenteil, weist daher einen Stutzen auf, der einen Teil des Klebstoffkanalabschnitts
bildet, der sich wiederum in den Klebstoffkanalabschnitt des Kanalgehäuses erstreckt.
Dieser Stutzen dient als Öffnungsmittel für die Verschlussmittel, respektive für die
Membran, was auf leichte Weise durch einfaches Anschrägen des Stutzens erreicht werden
kann. Damit bildet der Stutzen ein Durchstechmittel für die Verschlussmembran. Die
Haube kann damit bereits auf einem Klebstoffcontainer oder -fass montiert sein, so
dass die Betriebsbereitschaft lediglich das Eindrehen der Überwurfmutter und Einstecken
des Innenteils erfordert.
[0021] Wenn die Anschlussarmatur also mit dem Kanalgehäuse in Eingriff steht, sind die Verschlussmittel
geöffnet und der erste Stutzen erstreckt sich in den Klebstoffkanalabschnitt des Kanalgehäuses
hinein; der Klebstoff kann dann durch die Anschlussarmatur gefördert werden.
[0022] Die Gestaltung des Gaskanalabschnitts für das Fördergas kann vorteilhaft genauso
beschaffen sein: Der Gaskanalabschnitt, der durch das Kanalgehäuse umfasst ist, kann
ebenfalls an seiner zu der Anschlussarmatur weisenden Seite Verschlussmittel aufweisen,
insbesondere eine Verschlussmembran. Die Anschlussarmatur wird in diesem Fall einen
zweiten Stutzen aufweisen, der einen Teil des Fördergaskanalabschnitts bildet, der
sich in den Gaskanalabschnitt des Kanalgehäuses erstreckt. Als Öffnungsmittel für
die Verschlussmittel, respektive für die Membran in dem Gaskanalabschnitt, kann der
Stutzen ebenfalls angeschrägt sein, um die Verschlussmembran in dem Gaskanalabschnitt
ebenfalls zu durchstechen und somit einen durchgängigen Kanal für das Fördergas bereitzustellen.
Das Fördergas kann auf beliebige bekannte Weise mittels eines Aufsteckschlauchs in
das Fass zugeführt werden.
[0023] Dem Fachmann ist bekannt, wie er etwa Stickstoff oder Luft aus entsprechenden Druckgas-Hausleitungen
mit der Anschlussarmatur verbindet.
[0024] Um einen solchen Schlauch zur Gaszuführung auf geeignete Weise anzubringen, ist es
vorteilhaft, wenn die Anschlussarmatur an ihrer Oberseite einen Fördergaseinlassstutzen
aufweist, der entsprechend mit einem solchen Schlauch oder Rohr verbunden werden kann.
[0025] Ebenso ist es sinnvoll, einen Klebstoffauslassstutzen an der Anschlussarmaturoberseite
vorzusehen, der einen Auslass für den Klebstoff aus dem Klebstoffkanalabschnitt bildet
und der den Klebstoff durch einen zweiten Schlauch in ein entsprechend geeignetes
Auslassstück wie eine Klebstoffpistole fördert.
[0026] Ein CO
2-Fluidpfad, der von der CO
2-Patrone durch das Brückenelement verläuft, kann über die Ventilanordnung derselben
über den Zuführkanal entweder in den Gaskanalabschnitt des Kanalgehäuses münden, so
dass das CO
2 gemeinsam mit dem Fördergas in den Container überführt wird. Dann ist lediglich erforderlich,
einen Gaskanalabschnitt für beide Gase gemeinsam zu nutzen. Es ist alternativ jedoch
auch möglich, einen separaten CO
2-Kanal vorzusehen, der das CO
2 aus dem Zuführkanal über eine Mündung am Kanalgehäuse in den Container entlässt.
[0027] Für das Brückenelement, das die benötigten Kanäle und Ventilmittel zur Überführung
des CO
2-Gases aus der Patrone in den Klebstoffcontainer bereitstellt, wird im Wesentlichen
auf die
DE 10 2007 032 414 B4 von Grittmann und ferner auf die
DE 10 2009 041 115.1 A1, ebenfalls von Grittmann verwiesen. Der Inhalt dieser Schriften wird hiermit durch
Verweis, soweit es die Überführung von CO
2 aus einer in einer Haube geneigt liegend gelagerten Patrone über ein Brückenelement
in den Container betrifft, in dieses Dokument inkorporiert.
[0028] Wie es bereits in diesen Dokumenten beschrieben ist, kann die CO
2-Patrone durch eine Betätigungsvorrichtung gegen einen Dorn zur Eröffnung des CO
2-Fluidpfads verschiebbar angeordnet sein. Das Brückenelement erstreckt sich von der
Öffnung der CO
2-Patrone bis zu dem Zuführkanal und überbrückt insofern die Strecke von der Patrone
bis in den Kanal, aus dem das CO
2 in das Fass oder den Container mündet. Das Brückenelement umfasst eine Druck regelnde
Ventilanordnung. Wie dort bereits beschrieben ist, wird die CO
2-Patrone durch Vorschubmittel betätigt. Diese gehören zu einer Betätigungsvorrichtung,
der einen Drehmechanismus, wie etwa einen Drehhebel, bereitstellt.
[0029] Ein solcher Drehhebel kann einen ovalen Querschnitt oder auch einen kreisförmigen
Querschnitt aufweisen, von dem sich ein tangentialer Ausleger weg erstreckt. Der Drehhebel
schließt in einer Nichtgebrauchsstellung mit dem Haubenrand bündig ab. Er ist um eine
Drehachse drehbar so beschaffen, dass er eine Impuls gebende Bewegung gegen den Boden
der CO
2-Patrone ausführt. Er ist insbesondere um 180° im Gegenuhrzeigersinn drehbar und die
ausgeführte Bewegung ist als Exzenterbewegung geführt.
[0030] Das Kanalgehäuse der Klebstoff-Dispenservorrichtung ist an dem Verbindungsende, an
dem die Dispenservorrichtung mit einer entsprechenden Öffnung eines Klebstoffcontainers
verbindbar ist, vorteilhaft von einem Dichtring umgeben.
[0031] Weiter ist an dem Verbindungsende des Kanalgehäuses wenigstens ein Auslassstück angeordnet,
durch das sich der Kanal für das Fördergas oder, wenn lediglich ein gemeinsamer Zuführkanal
verwendet wird, für das Fördergas-CO
2-Gemisch erstreckt. Besonders geeignet ist es, wenn dieses Auslassstück ein Rückschlagventil
aufweist, um das Zurückziehen von CO
2, möglicherweise mit Klebstoff, in das Gaskanalsystem zu verhindern. Ist ein separater
CO
2-Kanal vorgesehen, so kann dieser ebenfalls ein entsprechendes Auslassstück aufweisen.
[0032] Das aus obigen inkorporierten Dokumenten bereits bekannte Brückenelement umfasst
den in einer Haltevorrichtung vorliegenden Dorn, zu dem benachbart sich eine Bohrung
durch die Haltevorrichtung entlang einer Längsachse C-C erstreckt. Die CO
2-Patrone ist gegen den Dorn axial verschiebbar. Weiter umfasst das Brückenelement
einen verschiebbar gelagerten Stempel, der in einer Ausnehmung liegt, sowie einen
Wipphebel, der ein erstes Ende aufweist, das an dem verschiebbar gelagerten Stempel
anliegt. Weiter umfasst das Brückenelement ein Brückenteil, das einen ersten Kanal
und einen mit einer Membran abgedeckten Raum aufweist. Der Kanal verläuft in einem
rechten Winkel zu der Längsachse der CO
2-Patrone. Der mit der Membran abgedeckte Raum ist in dem von der CO
2-Patrone weg weisenden Ende des Kanals mit einer Bohrung fluidisch verbindbar angeordnet.
Die Membran liegt gegen ein zweites Ende des in der Haube kippbar abgestützten Wipphebels
an, dabei stellt der durch den vorgeschobenen Stempel gekippte Wipphebel die fluidische
Verbindung von der CO
2-Patrone durch den ersten Kanal über den Raum in den Zuführkanal bereit.
[0033] Weiter ist in der Haube eine Struktur dazu ausgebildet, das Brückenelement und/oder
die Betätigungsmittel und auch die CO
2-Patrone zu positionieren und zu halten.
[0034] Zwischen dem Haubenrand und dem Wipphebel kann ferner eine Spiralfeder angeordnet
sein, um eine Rückstellvorrichtung zur Verfügung zu stellen. Dadurch kann zum einen
das Regelverhalten verbessert werden, zum anderen kann durch die Federstärke die Höhe
des Systemdrucks, respektive des im Container herrschenden Drucks beeinflusst werden.
[0035] Die Haube kann eine Ausnehmung aufweisen, die mit der Haubenoberseite und/oder dem
Haubenrand einen Tragegriff ausbildet. Dies bietet sich besonders dann an, wenn die
Klebstoffgebinde Kleingebinde mit 5 Litern, höchstenfalls mit 10 oder 15 Litern sind.
Für derartige Gebindegrößen bietet sich die Verwendung der erfindungsgemäßen Dispenservorrichtung
auch auf Grund der Handhabbarkeit mit gängigen CO
2-Patronen besonders an.
[0036] Ferner kann am Haubenrand, insbesondere an der Stelle, an der der Wipphebel kippbar
abgestützt ist, eine Versteifung, etwa in Form von Versteifungsrippen, vorgesehen
sein.
[0037] Schließlich könnte der Haubenrand Eingriffsmittel aufweisen, damit die Haube rasch
und auf bequeme Weise lösbar auf dem Klebstoffcontainer befestigt werden kann. Derartige
Eingriffsmittel, etwa ein Spannhebel, sind dem Fachmann bekannt. Es ist allerdings
bevorzugt avisiert, dass die Haube unlösbar mit dem Klebstoffcontainer verbunden ist.
[0038] Schließlich wird eine Klebstoff-Dispenseranlage beansprucht, die eine Klebstoff-Dispenservorrichtung
wie vorstehend beschrieben umfasst. Diese wird an dem Klebstoffcontainer angeordnet,
wobei das Verbindungsende des Kanalgehäuses der Haube, respektive der Dispenservorrichtung,
in einer Öffnung des Klebstoffcontainers so angeordnet wird, dass sich das Steigrohr
für den Klebstoff in den Klebstoffcontainer erstreckt.
[0039] Geeigneter Weise hat die Steigrohrlänge eine solche Dimension, dass sie sich bis
nahe an den Boden des Klebstoffcontainers erstreckt. Weiter ist die Vorrichtung so
angeordnet, dass sich wenigstens ein Gaskanal zur Zuführung von Fördergas und zur
Zuführung von CO
2 in den Klebstoffcontainer öffnet.
[0040] Diese und weitere Vorteile werden durch die nachfolgende Beschreibung unter Bezug
auf die begleitenden Figuren dargelegt. Der Bezug auf die Figuren in der Beschreibung
dient der Unterstützung der Beschreibung und dem erleichterten Verständnis des Gegenstands.
Gegenstände oder Teile von Gegenständen, die im Wesentlichen gleich oder ähnlich sind,
können mit denselben Bezugszeichen versehen sein. Die Figuren sind lediglich eine
schematische Darstellung von Ausführungsbeispielen der Erfindung und keineswegs beschränkend
zu verstehen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine Seitenschnittansicht der Dispenservorrichtung samt Steigrohr mit eingeschobener
Anschlussarmatur,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Dispenseranlage,
- Fig. 3
- eine Seitenschnittansicht der Dispenservorrichtung mit nicht eingeschobener Anschlussarmatur,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf die Dispenservorrichtung,
- Fig. 5
- eine Innenansicht von oben in die Dispenservorrichtung.
[0041] Fig. 1 zeigt eine Seitenschnittansicht einer erfindungsgemäßen Dispenservorrichtung 1, die
auf einem Klebstoffcontainer 100 für CO
2-aktivierbaren Klebstoff angeordnet werden kann. Die vollständige Anlage ist in
Fig. 2 zu sehen.
[0042] Die erfindungsgemäße Dispenservorrichtung 1 umfasst eine Haube 11, an deren Oberseite
11' sich eine Anschlussarmatur 12 befindet, die lösbar befestigt ist. Auch die Haube
11 selbst ist hier auf dem Klebstoffcontainer 100 fest angeordnet.
[0043] Die Haube 11 weist ein Kanalgehäuse 14 auf, siehe
Fig. 1 und 3, das mit seinem Verbindungsende in einer Öffnung 101 des Klebstoffcontainers 100,
siehe
Fig. 2, angeordnet werden kann. Ein Haubenrand 11" umfasst in diesem Fall den oberen Rand
des Containers, dort des Fasses 100, und steht mit diesem in sicherem und haltendem
Eingriff.
[0044] Es erstreckt sich ein Klebstoffkanal 2',20,22 von unten nach oben, also von dem Steigrohr
2, das den Klebstoffkanalabschnitt 2' umfasst, durch das Kanalgehäuse 14, in der der
Klebstoffkanalabschnitt 20 vorliegt, und durch die Anschlussarmatur 12, die den Klebstoffkanalabschnitt
22 umgibt. Durch den Klebstoffkanal 2',20,22 wird der Klebstoff, wenn Fördergas zugeführt
wurde und der Klebstoff aktiviert ist, aus dem Container gefördert.
[0045] Um den Container mit dem hierzu notwendigen Druck zu beaufschlagen und um Aktivierungsgas
zuzuführen, liegt einerseits ein Gaskanal 16,17 vor, der die Gaskanalabschnitte 17
in dem Kanalgehäuse 14 und 16 der Anschlussarmatur 12 umfasst. Durch diesen Gaskanal
16,17 kann das Fördergas, das vorzugweise ein billiges Gas wie Druckluft aus einer
Hausgasleitung ist, in den Klebstoffcontainer 100 zugeführt werden. Um die Zuführung
von Fördergas, etwa Luft oder Stickstoff, mittels eines Schlauches 5' vereinfacht
zu gestalten, liegt für die Anschlussarmatur 12 ein entsprechender Fördergas-Einlasstutzen
16' vor. Dieser umfasst einen oberen Abschnitt des Fördergaskanals 16.
[0046] Geeigneter Weise ist an der Armatur 12 zur Entnahme von Klebstoff ein Stutzen 22'
vorgesehen, auf den ebenfalls ein Schlauch 5 vorgesehen werden kann, der dort zur
Entnahme von Klebstoff dient. Der Schlauch 5 kann in eine Klebstoffpistole münden.
Die an der Anschlussarmatur 12 montierten Schläuche 5, 5' sind in
Fig. 2 zu sehen. Es ist vorgesehen, dass die CO
2-Patrone 3, siehe
Fig. 5, geneigt und mit dem Hals nach oben weisend in der Haube 11 angeordnet ist. Sie kann
von außerhalb der Haube 11 betätigt werden; hierzu dient die Betätigungsvorrichtung,
die den Drehhebel 9, zu sehen in
Fig. 2 und
Fig. 4, der um die Drehachse 9' drehbar ist,
Fig. 5, umfasst.
[0047] Wie aus den inkorporierten Dokumenten bekannt ist, kann die an einem Fußlager, siehe
Fig. 5, abgestützte Kohlendioxidpatrone 3 durch eine Hebelanordnung 9, die von der Außenseite
der Haube 11 zugänglich und betätigbar ist, gegen einen auf der Innenseite der Haube
11 angeordneten Dorn, nicht zu sehen, verschoben werden, so dass der Dorn die Patrone
3 öffnet. Der Dorn ist an einer Halterung angeordnet und kann eine axiale Längsbohrung
aufweisen; figurativ nicht gezeigt. Die Bohrung öffnet sich in einen Spalt, an den,
sich axial weiter erstreckend, ein Dichtelement angrenzt, das an einem Stempel angeordnet
ist.
[0048] Es ist aber auch ein Dorn ohne Bohrung verwendbar, wenn eine geeignete Austrittsbohrung
für das CO
2 im Kunststoff vorliegt. In dem Lager, das den Dorn hält, ist dann parallel zu diesem
eine Bohrung vorgesehen, durch die das Gas strömt, wenn durch den starken Gasdruck,
der durch das ausströmende Gas in dem Lagergehäuse aufgebaut wird, die Patrone zurückgeschoben
und der Dorn freigegeben wird. Der Druck kann um etwa 60 bar betragen. So wird der
Durchlass, der durch die parallel zum Dorn vorliegende Bohrung geschaffen wird, frei
gegeben und das Gas kann hindurch strömen. Der weitere Fluidpfad verläuft wie bei
dem durchbohrten Dorn.
[0049] Der Stempel ist in einem Lager 8 gelagert und ist gegen den Wipphebel 13' verschiebbar.
Ein Brückenteil 7 ist Teil des Brückenelements 13 und umfasst einen mit einer Membran
bespannten Raum. Eine Verbindung zwischen dem mit der Membran bespannten Raum und
dem Spalt, in den das Gas nach dem Anstechen der Patrone 3 bzw. deren Verschlussmittel
durch Vordrücken gegen den Anstechdorn austritt, wird durch einen in dem Brückenteil
vorliegenden Kanal, der in einem rechten Winkel zu der Längsachse (C-C) der Kohlendioxidpatrone
3 verläuft, gebildet.
[0050] Von der CO
2-Patrone 3 strömt nun Gas einmal zu einem Überdruckventil, das an einem hinter dem
Membran-Raum liegenden, abgewandten Ende des in dem Brückenteil 7 vorliegenden Kanals
angeordnet ist und steht dort an. Ein Kanalabzweig geht in den Hohlraum unter der
Membran. Ein weiterer Kanal 18, siehe
Fig. 1 und 3 geht als Zuführkanal 18 in den Gaskanalabschnitt 17 im Kanalgehäuse 14. Durch ansteigenden
Druck aus der CO
2-Patrone 3 wird die Membran im Brückenteil 7 nach oben gedrückt, wodurch wiederum
der Wipphebel 13' nach oben gedrückt wird: Der Wipphebel 13' liegt derart an der Innenseite
des Randes 11" der Haube an, die die einzelnen Komponenten der Dispenservorrichtung
1 unter sich vereinigt, dass der Hebel 13 kippen kann; er weist hierzu eine Ausrundung
auf, wie in
Fig. 5 zu sehen ist, die an einer Anlagefläche des Haubenrandes 11" abgestützt ist. Der
Haubenrand 11" ist daher an seiner Außenseite durch Längsrippen 26, wie in
Fig. 4 dargestellt, versteift.
[0051] Durch Kippen des Wipphebels 13' wird der Stempel nach unten gedrückt. Dieser Stempel
ist an der Unterseite mit der Dichtung versehen, die bei einem festgelegten Container-Innendruck
den Auslasskanal der Patrone 3 verschließt.
[0052] Der Wipphebel 13' ist vorteilhaft so angeordnet, dass das Gas, das aus dem durchstochenen
Patronenhals strömt, von seinem höher gelegenen Niveau unter Druckreduktion auf das
niedriger gelegene Niveau überführt wird, auf dem sich das Steigrohr 2 befindet und
das in dem Raum des Brückenteils 7 enthaltene CO
2 fließt über das Steigrohr 2 in den Klebstoffcontainer 100.
[0053] Wie
Fig. 1 und 3 zeigen, weist die lösbar angeordnete Anschlussarmatur 12 an ihrer in die Haube 11
weisenden Seite, genauer an der Innenseite der Überwurfmutter 12", ein Innengewinde
auf, das mittels eines Außengewindes, das an der von dem Steigrohr 2 abgewandten Seite
des Kanalgehäuses 14 vorliegt, in Eingriff bringbar ist. Das Innenteil 12' der Anschlussarmatur
12 kann damit vertikal verschiebbar angeordnet sein, es wird durch die Überwurfmutter
12" festgezogen.
[0054] Weiter ist zu sehen, siehe
Fig. 1 und 3, dass der Klebstoffkanalabschnitt 20, der in dem Kanalgehäuse 14 vorliegt, an seiner
zu der Anschlussarmatur 12 weisenden Seite eine Verschlussmembran 21 hat, die die
Dispenservorrichtung 1 vor dem Eindrehen der Anschlussarmatur 12 versiegelt, wie in
Fig. 3 zu sehen. Dies ist insbesondere dann erforderlich, wenn die Klebstoffdispenservorrichtung
1 bereits in einer Anlage in Verbindung mit dem Klebstoffcontainer betrieben oder
auch nur gelagert, aber noch nicht benutzungsbereit sein soll.
[0055] Soll der Klebstoff verwendet werden und die Anlage daher benutzungsbereit gemacht
werden, so kann, wie in
Fig. 1 dargestellt, der Stutzen 22", der an der Anschlussarmatur 12 vorliegt und der einen
Teil des Klebstoffkanals 22 bildet, durch Eindrehen der Überwurfmutter 12" als Durchstechmittel
verwendet werden, indem er mit seiner Anschrägung durch die Membran 21 geführt wird.
So wird ein durchgängiger Klebstoffförderkanal 2',20,22 gebildet.
[0056] Auch der Gaskanalabschnitt 17 weist in der in
Fig. 1 und 3 gezeigten Ausführungsform eine Verschlussmembran 21' auf, die auf ganz analoge Weise
durch den zweiten Stutzen 16" der Anschlussarmatur 12, der einen Teil des Fördergaskanalabschnitts
16 bildet, geöffnet werden kann. So wird ein durchgängiger Gaskanal 16,17 gebildet.
[0057] Der CO
2-Fluidpfad, der in
Fig. 5 in wesentlichen Teilen gezeigt ist, erstreckt sich von der CO
2-Patrone 3 über das Brückenteil 7 in den Zuführkanal 18, besonders deutlich in
Fig. 1 zu sehen, und weiter in den Gaskanalabschnitt 17, ebenfalls in
Fig. 1 zu sehen, so dass das CO
2 gleichzeitig mit dem Fördergas in den Klebstoffcontainer 100 überführt wird.
[0058] Denkbar ist es jedoch auch, dass ein von dem Fördergaskanal 16,17 separater CO
2-Kanal, in dem sich ein Teil des CO
2-Fluidpfades befindet, von dem Brückenteil 7 über einen eigenen Kanalabschnitt in
den Container 11 mündet.
[0059] Um zu verhindern, das CO
2, oder womöglich CO
2 und Klebstoff in das Kanalsystem der Haube zurückschlagen, ist die in
Fig. 1 und 3 gezeigte Dispenservorrichtung mit einem Rückschlagventil an einem Auslassstück 19
für das Gas zu sehen. Dieses Auslassstück 19 mit den Öffnungen 19' ist am Verbindungsende
des Kanalgehäuses 14 angeordnet und in den Gaskanal 17 aufgenommen.
[0060] Wie sich besonders aus
Fig. 5 weiter ergibt, ist die Haube 11 unterseitig mit einer Struktur zum Positionieren
und/oder Halten des Brückenelements 13, des hierzu gehörigen Brückenteils 7 samt Wipphebel
13', aber auch der Betätigungsmittel und der CO
2-Patrone 3, ausgestattet. Weiter ist zu sehen, dass zwischen dem Haubenrand 11" und
dem Wipphebel 13' eine Spiralfeder 27 als Rückstellvorrichtung vorgesehen ist. Weiter
sind, wie in
Fig. 4 zu sehen, am Haubenrand 11" an der Stelle, an der der Wipphebel 13' kippbar abgestützt
ist, Versteifungsrippen 26 zur Stabilisierung der Haube 11 vorgesehen. Schließlich
weist die Haube 11 an ihrer Oberseite 11' eine Ausnehmung 25 auf, die einen Tragegriff
24 bildet.
[0061] Die erfindungsgemäße Dispenservorrichtung 1 lässt sich mit einem Klebstoffcontainer
100, der CO
2 -aktivierbaren Klebstoff enthält, auf einfache Weise zu einer Dispenseranlage kombinieren,
vorausgesetzt, dass die Dimensionierung der Haube 11 sowie des Verbindungsendes des
Kanalgehäuses 14 entsprechend auf den Container 100 adaptiert sind. Das ist für den
Fachmann selbstverständlich. Mit einem Griff kann die Haube 11 mit all den davon umfassten
Vorrichtungen auf einen solchen Klebstoffcontainer 100 aufgesetzt werden, zur Inbetriebnahme
ist es dann lediglich erforderlich, die Anschlussarmatur 12 durch Eindrehen der Überwurfmutter
12" funktionsbereit zu machen. Dabei kann, falls vorhanden, das Durchstechen entsprechender
Siegelmittel vorgesehen sein. Diese müssen jedoch nicht zwingend vorliegen.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Dispenservorrichtung |
16 |
Gaskanalabschnitt |
| 2 |
Steigrohr |
16' |
Fördergaseinlassstutzen |
| 2' |
Klebstoffkanalabschnitt |
16" |
Zweiter Stutzen |
| 3 |
CO2-Patrone |
17 |
Gaskanalabschnitt |
| 5 |
Schlauch |
18 |
Zuführkanal |
| 5' |
Schlauch |
19 |
Auslassstück |
| 7 |
Brückenteil |
19' |
Auslassöffnung |
| 8 |
Lager |
20 |
Klebstoffkanalabschnitt |
| 9 |
Drehhebel |
21 |
Verschlussmembran |
| 9' |
Drehachse |
22 |
Klebstoffkanalabschnitt |
| 10 |
Dispenseranlage |
22' |
Erster Stutzen |
| 11 |
Haube |
22" |
Klebstoffauslassstutzen |
| 11' |
Haubenoberseite |
23 |
Dichtring |
| 11" |
Haubenrand |
24 |
Tragegriff |
| 12 |
Anschlussarmatur |
25 |
Ausnehmung |
| 12" |
Überwurfmutter |
26 |
Versteifungsrippen |
| 12' |
Innenteil |
27 |
Spiralfeder |
| 13 |
Brückenelement |
28 |
Längsrippen |
| 13' |
Wipphebel |
100 |
Klebstoffcontainer |
| 14 |
Kanalgehäuse |
101 |
Öffnung |
1. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) zur Anordnung an einem Klebstoffcontainer (100)
mit Aktiviergas-aktivierbarem Klebstoff, die ein Steigrohr (2) für den Klebstoff und
eine Fördergaszuführung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Vorrichtung eine Haube (11) mit einer oberseitig lösbar angeordneten Anschlussarmatur
(12) umfasst, wobei die Haube (11) auf dem Klebstoffcontainer (100) angeordnet ist
und ein Kanalgehäuse (14) aufweist, das mit einem Verbindungsende in einer Öffnung
eines Klebstoffcontainers (100) anordenbar ist, und sich
- ein Klebstoffkanal (22,20,2') durch die Anschlussarmatur (12), durch das Kanalgehäuse
(14) und das hieran angeordnete Steigrohr (2) erstreckt, der zum Fördern des Klebstoffs
aus dem Container (100) geeignet ist,
- ein Gaskanal (16,17) durch die Anschlussarmatur (12) und durch das Kanalgehäuse
(14) erstreckt, der die Fördergaszuführung in den Klebstoffcontainer (100) bereitstellt,
und wobei in der Haube (11)
- eine Aktiviergas-Patrone (3) geneigt und mit einem Hals nach oben weisend angeordnet
ist, die von außerhalb der Haube (11) betätigbar ist, von der aus sich ein Aktiviergas-Kanal
durch ein Brückenelement (13), das eine Ventilanordnung umfasst, in einen Zuführkanal
(18) erstreckt, durch den das Aktiviergas dem Container (100) zuführbar ist.
2. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Anschlussarmatur (12) an ihrer in die Haube (11) weisenden Seite ein Innengewinde
aufweist, das mittels eines Außengewindes, das an der von dem Steigrohr (2) abgewandten
Seite des Kanalgehäuses (14) vorliegt, in Eingriff bringbar ist und/oder dass die
Anschlussarmatur (12) eine Überwurfmutter (12") und ein Innenstück (12') umfasst.
3. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Klebstoffkanalabschnitt (20), der durch das Kanalgehäuse (14) umfasst ist, an
seiner zu der Anschlussarmatur (12) weisenden Seite Verschlussmittel aufweist, insbesondere
eine Verschlussmembran (21), und dass die Anschlussarmatur (12), insbesondere das
Innenstück (12'), einen ersten Stutzen (22") aufweist, der einen Teil des Klebstoff-kanalabschnitts
(22) bildet, der sich in den Klebstoffkanalabschnitt (20) des Kanalgehäuses (14) erstreckt,
und der unterenends als Öffnungsmittel für die Verschlussmittel in dem Klebstoffkanalabschnitt
(20), insbesondere durch eine Anschrägung für die Verschlussmembran (21) ausgebildet
ist, und
wobei in einem Benutzungszustand, in dem die Anschlussarmatur (12) mit dem Kanalgehäuse
(14) verschraubt ist, die Verschlussmittel geöffnet sind und sich der erste Stutzen
(22") in den Klebstoffkanalabschnitt (20) hinein erstreckt, und/oder dass
der Gaskanalabschnitt (17) des Fördergaskanals (16,17), der durch das Kanalgehäuse
(14) umfasst ist, an seiner zu der Anschlussarmatur (12) weisenden Seite Verschlussmittel
aufweist, insbesondere eine Verschlussmembran (21'), und dass die Anschlussarmatur
(12), insbesondere das Innenstück (12'), einen zweiten Stutzen (16") aufweist, der
einen Teil des Fördergaskanalabschnitts (16) bildet und sich in den Gaskanalabschnitt
(17) des Kanalgehäuses (14) erstreckt, und der unterenends als Öffnungsmittel für
die Verschlussmittel in dem Gaskanalabschnitt (17), insbesondere durch eine Anschrägung,
für die Verschlussmembran (21') ausgebildet ist, und
wobei in einem Benutzungszustand, in dem die Anschlussarmatur (12) mit dem Kanalgehäuse
(14) verschraubt ist, die Verschlussmittel geöffnet sind und sich der zweite Stutzen
(16") in den Gaskanalabschnitt (17) hinein erstreckt.
4. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die lösbar angeordnete Anschlussarmatur (12) an ihrer Oberseite, insbesondere an ihrem
Innenstück (12')
- einen Klebstoffauslassstutzen (22') aufweist, der einen Auslass für Klebstoff aus
dem Klebstoffkanalabschnitt (22) bildet, und/oder einen Fördergaseinlassstutzen (16')
aufweist, der einen Einlass für ein Fördergas in den Fördergaskanal (16) bildet.
5. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
- ein Aktiviergas-Fluidpfad über den Zuführkanal (18)
- mit dem Gaskanalabschnitt (17) fluidisch verbunden ist, oder
- mit einem Aktiviergas-Kanal des Kanalgehäuses (14) fluidisch verbunden ist, der
sich an dem Verbindungsende des Kanalgehäuses (14) in den Container (100) öffnet.
6. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Aktiviergas-Patrone (3), die insbesondere eine CO2-Patrone (3) ist, durch eine Betätigungsvorrichtung gegen einen Dorn zur Eröffnung
des Aktiviergas-Fluidpfades, der insbesondere ein CO2-Fluidpfad ist, verschiebbar angeordnet ist, und
- das Brückenelement (13) die Öffnung der Aktiviergas-Patrone (3) bis zu dem Zuführkanal
(18) überbrückt und die Ventilanordnung in einem Brückenteil (7) umfasst ist.
7. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Betätigungsvorrichtung der Aktiviergas-Patrone (3) durch Vorschubmittel, bevorzugt
einen Drehmechanismus, insbesondere einen Drehmechanismus mit Drehhebel (9), bereitgestellt
wird, der einen ovalen Querschnitt oder
einen kreisförmigen Querschnitt aufweist, von dem sich ein tangentialer Ausleger weg
erstreckt,
und der in einer Nichtgebrauchsstellung mit eine Haubenrand (11 ") bündig abschließt,
wobei der Drehhebel (9) um eine Drehachse (9') drehbar ist, um eine Impuls gebende
Bewegung, insbesondere eine Exzenterbewegung, gegen den Boden der Aktiviergas-Patrone
(3) auszuführen, und der insbesondere um 180° im Gegenuhrzeigersinn drehbar ist.
8. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
das Kanalgehäuse (14) an dem Verbindungsende von einem Dichtring (23) umgeben ist.
9. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
an dem Verbindungsende des Kanalgehäuses (14) zumindest ein Auslassstück (19) angeordnet
ist, durch das sich der Gaskanal (17) für das Fördergas oder ein Fördergas- Aktiviergas-Gemisch
oder der Aktiviergas-Kanal erstreckt, insbesondere ein Auslassstück (19), das ein
Rückschlagventil aufweist.
10. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Brückenelement (13) umfasst:
- den in einer Haltevorrichtung vorliegenden Dorn, zu dem benachbart eine sich durch
die Haltevorrichtung entlang einer Längsachse (C-C) erstreckende Bohrung erstreckt,
wobei die Aktiviergas-Patrone (3) gegen den Dorn axial verschiebbar ist, und
- einen verschiebbar gelagerten Stempel, der in einer Ausnehmung liegt,
- einen Wipphebel (13'), der ein erstes Ende aufweist, das an dem verschiebbar gelagerten
Stempel anliegt,
- das Brückenteil (7), das einen ersten Kanal und einen mit einer Membran abgedeckten
Raum aufweist, wobei der Kanal in einem rechten Winkel zu der Längsachse (C-C) der
Aktiviergas-Patrone (3) verläuft, und der mit der Membran abgedeckte Raum an dem von
der Aktiviergas-Patrone (3) weg weisenden Ende des ersten Kanals mit einer Bohrung
fluidisch verbindbar angeordnet ist, und wobei die Membran gegen ein zweites Ende
des in der Haube (11) kippbar abgestützten Wipphebels (13') anliegt, wobei der durch
den vorgeschobenen Stempel gekippte Wipphebel (13') die fluidische Verbindung von
der Aktiviergas-Patrone durch den ersten Kanal über den Raum in den Zuführkanal (18)
bereitstellt.
11. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der Haube (11) eine Struktur zum Positionieren und/oder Halten des Brückenelements
(13) und/oder der Betätigungsmittel und/oder der Aktiviergas-Patrone (3) ausgebildet
ist.
12. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 10 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine zwischen dem Haubenrand (11 ") und dem Wipphebel (13') angeordnete Spiralfeder
(27) eine Rückstellvorrichtung bereitstellt.
13. Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) nach zumindest einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Haube (11)
- zumindest eine Ausnehmung (25) aufweist, die mit der Haubenoberseite (11') und/oder
dem Haubenrand (11") einen Tragegriff (24) ausbildet und/oder
- an ihrem Haubenrand (11 "), insbesondere an einer Stelle, an der der Wipphebel (13')
kippbar abgestützt ist, Versteifungsrippen (26) aufweist, und/oder
- an ihrem Haubenrand (11") Eingriffsmittel zum lösbaren Befestigen der Haube auf
dem Klebestoffcontainer (100) aufweist.
14. Klebstoff-Dispenseranlage (10), umfassend einen Klebstoffcontainer (100) mit einem
Aktiviergas-aktivierbaren Klebstoff, einer Aktiviergas bereitstellenden Quelle und
einer Klebstoffausgabevorrichtung,
dadurch gekennzeichnet, dass
eine Klebstoff-Dispenservorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 an dem
Klebstoffcontainer (100) angeordnet ist und die Aktiviergas-Patrone als Aktiviergas-bereitstellende
Quelle und die Klebstoffausgabevorrichtung umfasst, wobei ein Verbindungsende des
Kanalgehäuses (14) in einer Öffnung (101) des Klebstoffcontainers (100) angeordnet
ist, so dass sich das Steigrohr (2) in den Klebstoffcontainer (100) erstreckt und
sich zumindest ein Gaskanal (17) zur Zuführung von Fördergas und zur Zuführung von
Aktiviergas in den Klebstoffcontainer (100) öffnet.
1. Adhesive dispensing device (1) for arrangement on an adhesive container (100) with
activation gas-activatable adhesive, said device having a riser (2) for the adhesive
and a conveying gas supply,
characterised in that
the device comprises a hood (11) having a connection fitting (12) arranged detachably
on the upper side, wherein the hood (11) is arranged on the adhesive container (100)
and has a channel housing (14) that is able to be arranged with a connection end in
an opening of an adhesive container (100), and
- an adhesive channel (22, 20, 2') extends through the connection fitting (12), through
the channel housing (14) and the riser (2) arranged thereon, which is suitable for
conveying the adhesive out of the container (100),
- a gas channel (16, 17) extends through the connection fitting (12) and through the
channel housing (14), which provides the conveying gas supply into the adhesive container
(100),
and wherein, in the hood (11),
- an activation gas cartridge (3) is arranged with inclination and with its neck pointing
upwards, said cartridge being able to be actuated from outside the hood (11), from
which an activation gas channel extends through a bridging element (13), which comprises
a valve arrangement, into a supply channel (18), through-which the activation gas
is able to be supplied to the container (100).
2. Adhesive dispensing device (1) according to claim 1,
characterised in that
the connection fitting (12) has, on its side pointing into the hood (11), an internal
thread which is able to be brought into engagement with an external thread which is
located on the side of the channel housing (14) facing away from the riser (2), and/or
the connection fitting (12) comprises a union nut (12") and an inner piece (12').
3. Adhesive dispensing device (1) according to claim 2,
characterised in that
the adhesive channel section (20) included within the channel housing (14) has, on
its side facing towards the connection fitting (12), sealing means, in particular
a sealing membrane (21), and the connection fitting (12), in particular the inner
part (12'), has a first nozzle (22") which forms one part of the adhesive channel
section (22), which extends into the adhesive channel section (20) of the channel
housing (14) and which is formed at the lower end as an opening means for the sealing
means in the adhesive channel section (20), in particular by a bevelling for the sealing
membrane (21), and wherein, in a state of use in which the connection fitting (12)
is screwed together with the channel housing (14), the sealing means are opened and
the first nozzle (22") extends into the adhesive channel section (20), and/or the
gas channel section (17) of the conveying gas channel (16, 17), which is included
within the channel housing (14), has, on its side facing towards the connection fitting
(12), a sealing means, in particular a sealing membrane (21'), and the connection
fitting (12), in particular the inner part (12'), has a second nozzle (16") which
forms one part of the conveying gas channel section (16) and extends into the gas
channel section (17) of the channel housing (14), and which is formed at the lower
end as an opening means for the sealing means in the gas channel section (17), in
particular by a bevelling, for the sealing membrane (21'), and wherein, in a state
of use in which the connection fitting (12) is screwed together with the channel housing
(14), the sealing means are opened and the second nozzle (16") extends into the gas
channel section (17).
4. Adhesive dispensing device (1) according to claim 2 or 3,
characterised in that
the detachably arranged connection fitting (12) has, on its upper side, in particular
on its inner part (12'),
- an adhesive outlet nozzle (22') which forms an outlet for adhesive from the adhesive
channel section (22), and/or
a conveying gas inlet nozzle (16') which forms an inlet for a conveying gas into the
conveying gas channel (16).
5. Adhesive dispensing device (1) according to one of claims 1 to 4,
characterised in that
- an activation gas liquid path is fluidically connected via the supply channel (18)
- to the gas channel section (17), or
- is fluidically connected to an activation gas channel of the channel housing (14),
said activation gas channel opening out into the container (100) at the connection
end of the channel housing (14).
6. Adhesive dispensing device (1) according to one of claims 1 to 5,
characterised in that
- the activation gas cartridge (3), which is in particular a CO2 cartridge (3), is displaceably arranged by an actuation device relative to a mandrel
for opening the activation gas liquid path, which is in particular a CO2 fluid path, and
- the bridging element (13) bridges the opening of the activation gas cartridge (3)
up to the supply channel (18) and the valve arrangement is included in a bridging
part (7).
7. Adhesive dispensing device (1) according to claim 6,
characterised in that
the actuation device of the activation gas cartridge (3) is provided by feeding means,
preferably a rotary mechanism, in particular a rotary mechanism having a rotary lever
(9), which has
an oval cross section or
a circular cross section, away from which a tangential cantilever extends, and which
closes flush with a hood edge (11 ") in a disuse position,
wherein the rotary lever (9) is able to rotate around an axis of rotation (9') in
order to execute a movement providing an impulse, in particular an eccentric movement,
against the base of the activation gas cartridge (3), and which is in particular able
to rotate 180° anti-clockwise.
8. Adhesive dispensing device (1) according to at least one of claims 1 to 7,
characterised in that
the channel housing (14) is enclosed on the connection end by a sealing ring (23).
9. Adhesive dispensing device (1) according to at least one of claims 5 to 8,
characterised in that
at least one outlet unit (19) is arranged on the connection end of the channel housing
(14), through which unit the gas channel (17) for the conveying gas or a conveying
gas-activation gas mixture or the activation gas channel extends, in particular an
outlet unit (19) which has a non-return valve.
10. Adhesive dispensing device (1) according to at least one of claims 6 to 9,
characterised in that
the bridging element (13) comprises:
- the mandrel present in a holding device, adjacent to which a bore hole extends through
the holding device along a longitudinal axis (C-C), wherein the activation gas cartridge
(3) is able to be displaced axially relative to the mandrel, and
- a displaceably mounted stamp that is located in a recess,
- a rocking lever (13') which has a first end adjoining the displaceably mounted stamp,
- the bridging part (7), which has a first channel and a space covered by a membrane,
wherein the channel runs at a right angle to the longitudinal axis (C-C) of the activation
gas cartridge (3), and the space covered by the membrane on the end of the first channel
pointing away from the activation gas cartridge (3) is arranged for fluidic connection
with a bore hole, and wherein the membrane rests against a second end of the rocking
lever (13') that is supported in the hood (11) in a tiltable manner, wherein the rocking
lever (13') that is tilted by the protruding stamp provides the fluidic connection
from the activation gas cartridge, through the first channel via the space, into the
supply channel (18).
11. Adhesive dispensing device (1) according to at least one of claims 1 to 10,
characterised in that
a structure for positioning and/or holding the bridging element (13) and/or the actuation
means and/or the activation gas cartridge (3) is formed in the hood (11).
12. Adhesive dispensing device (1) according to at least one of claims 10 to 11,
characterised in that
a spiral spring (27) arranged between the hood edge (11") and the rocking lever (13')
provides a resetting device.
13. Adhesive dispensing device (1) according to at least one of claims 10 to 12,
characterised in that
the hood (11)
- has at least one recess (25) which forms a handle (24) with the upper side of the
hood (11') and/or the hood edge (11 "), and/or
- has reinforcement ribs (26) on its hood edge (11 "), in particular at a point at
which the rocking lever (13') is tiltably supported, and/or
- has engagement means on its hood edge (11") for the detachable fastening of the
hood onto the adhesive container (100).
14. Adhesive dispensing system (10), comprising an adhesive container (100) with an activation
gas-activatable adhesive, an activation gas-providing source and an adhesive delivery
device,
characterised in that
an adhesive dispensing device (1) according to one of claims 1 to 13 is arranged on
the adhesive container (100) and comprises the activation gas cartridge as the activation
gas-providing source and the adhesive delivery device, wherein a connection end of
the channel housing (14) is arranged in an opening (101) of the adhesive container
(100), such that the riser (2) extends into the adhesive container (100) and at least
one gas channel (17) for supplying conveying gas and supplying activation gas opens
out into the adhesive container (100).
1. Dispositif de distribution d'adhésif (1) destiné à être agencé sur un conteneur d'adhésif
(100) avec un adhésif pouvant être activé par un gaz d'activation, qui présente un
tube de montée (2) pour l'adhésif et une alimentation en gaz de refoulement,
caractérisé en ce que
le dispositif comporte un capot (11) avec une armature de raccordement (12) agencée
amovible du côté supérieur, dans lequel le capot (11) est agencé sur le conteneur
d'adhésif (100) et présente un corps de canal (14) dont une extrémité de liaison peut
être agencée dans une ouverture d'un conteneur d'adhésif (100), et
- un canal d'adhésif (22, 20, 2') s'étend à travers l'armature de raccordement (12),
à travers le corps de canal (14) et le tube de montée (2) agencé au niveau de celui-ci,
lequel canal est approprié pour un refoulement de l'adhésif hors du conteneur (100),
- un canal à gaz (16, 17) s'étend à travers l'armature de raccordement (12) et à travers
le corps de canal (14), lequel canal assure l'alimentation en gaz de refoulement dans
le conteneur d'adhésif (100), et dans lequel, dans le capot (11),
- une cartouche de gaz d'activation (3) est agencée inclinée et avec un col orienté
vers le haut, qui peut être actionné de l'extérieur du capot (11), à partir duquel
un canal de gaz d'activation s'étend dans un canal d'alimentation (18) à travers un
élément formant pont (13) qui comprend un agencement de valve, le gaz d'activation
pouvant être alimenté vers le conteneur (100) à travers ledit canal d'alimentation
(18).
2. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'armature de raccordement (12) présente un filetage interne, sur son côté orienté
vers le capot (11), qui peut être mis en prise au moyen d'un filetage extérieur présent
sur le côté du corps de canal (14) qui n'est pas orienté vers le tube de montée (2)
et/ou l'armature de raccordement (12) comprend un écrou à chapeau (12") et une pièce
interne (12').
3. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
la section de canal d'adhésif (20) qui est comprise dans le corps de canal (14) présente
un moyen d'obturation sur son côté orienté vers l'armature de raccordement (12), en
particulier une membrane d'obturation (21), et l'armature de raccordement (12), en
particulier la pièce interne (12'), présente une première tubulure (22"), qui forme
une partie de la section de canal d'adhésif (22) qui s'étend dans la section de canal
d'adhésif (20) du corps de canal (14), et qui est réalisée au niveau de son extrémité
inférieure en tant que moyen d'ouverture pour le moyen d'obturation dans la section
de canal d'adhésif (20), en particulier grâce à une inclinaison de la membrane d'obturation
(21), et
dans lequel, dans un état d'utilisation dans lequel l'armature de raccordement (12)
est vissée avec le corps de canal (14), le moyen d'obturation est ouvert et la première
tubulure (22") s'étend dans la section de canal d'adhésif (20),
et/ou
la section de canal à gaz (17) du canal de gaz de refoulement (16, 17) qui est comprise
dans le corps de canal (14) présente un moyen d'obturation sur son côté orienté vers
l'armature de raccordement (12), en particulier une membrane d'obturation (21'), et
l'armature de raccordement (12), en particulier la pièce interne (12'), présente une
deuxième tubulure (16"), qui forme une partie de la section de canal de gaz de refoulement
(16) et s'étend dans la section de canal à gaz (17) du corps de canal (14), et qui
est réalisée au niveau de son extrémité inférieure en tant que moyen d'ouverture pour
le moyen d'obturation dans la section de canal à gaz (17), en particulier grâce à
une inclinaison de la membrane d'obturation (21'), et
dans lequel, dans un état d'utilisation dans lequel l'armature de raccordement (12)
est vissée avec le corps de canal (14), le moyen d'obturation est ouvert et la deuxième
tubulure (16") s'étend dans la section de canal à gaz (17).
4. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que
l'armature de raccordement (12) agencée amovible présente sur son côté supérieur,
en particulier sur sa pièce interne (12'),
- une tubulure de sortie d'adhésif (22'), qui forme une sortie pour l'adhésif hors
de la section de canal d'adhésif (22), et/ou
présente une tubulure d'entrée de gaz de refoulement (16'), qui forme une entrée pour
un gaz de refoulement dans le canal de gaz de refoulement (16).
5. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 4,
caractérisé en ce que
- un chemin de fluide pour gaz d'activation est relié de manière fluidique par l'intermédiaire
du canal d'alimentation (18)
- à la section de canal à gaz (17), ou
- à un canal de gaz d'activation du corps de canal (14), qui débouche au niveau de
l'extrémité de liaison du corps de canal (14) dans le conteneur (100).
6. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 5,
caractérisé en ce que
- la cartouche de gaz d'activation (3), qui est en particulier une cartouche de CO2 (3), est agencée déplaçable grâce à un dispositif d'actionnement contre une broche
en vue d'une ouverture du chemin de fluide pour gaz d'activation, qui est en particulier
un chemin de fluide pour CO2, et
- l'élément formant pont (13) dérive l'ouverture de la cartouche de gaz d'activation
(3) jusqu'au canal d'alimentation (18) et l'agencement de valve est compris dans une
partie de pont (7).
7. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
le dispositif d'actionnement de la cartouche de gaz d'activation (3) est fourni par
un moyen de déplacement, de manière préférée un mécanisme rotatif, en particulier
un mécanisme rotatif avec un levier tournant (9), qui présente une section transversale
ovale ou
une section transversale circulaire, à partir de laquelle s'étend une potence tangentielle,
et qui se termine, dans une position de non-utilisation, à ras d'un bord de capot
(11"),
dans lequel le levier tournant (9) peut être tourné autour d'un axe de rotation (9')
pour exécuter un mouvement donnant une impulsion, en particulier un mouvement excentrique,
à l'encontre du fond de la cartouche de gaz d'activation (3), et qui peut en particulier
être tourné à 180° dans le sens contraire des aiguilles d'une montre.
8. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisé en ce que
le corps de canal (14) est entouré par un anneau d'étanchéité (23) au niveau de l'extrémité
de liaison.
9. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
5 à 8, caractérisé en ce que
au moins une pièce d'échappement (19), à travers laquelle s'étend le canal à gaz (17)
pour le gaz de refoulement ou un mélange gaz de refoulement-gaz d'activation, ou le
canal de gaz d'activation, en particulier une pièce d'échappement (19) qui présente
une valve anti-retour, est agencée au niveau de l'extrémité de liaison du corps de
canal (14).
10. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
6 à 9,
caractérisé en ce que
l'élément formant pont (13) comprend :
- la broche présente dans un dispositif de retenue, vers laquelle s'étend de manière
contiguë un alésage s'étendant le long d'un axe longitudinal (C-C) à travers le dispositif
de retenue, la cartouche de gaz d'activation (3) pouvant être déplacée de manière
axiale à l'encontre de la broche, et
- un poinçon monté déplaçable, qui se trouve dans un évidement,
- un levier à bascule (13'), qui présente une première extrémité en contact avec le
poinçon monté déplaçable,
- la partie de pont (7), qui présente un premier canal et un espace recouvert d'une
membrane, dans lequel le canal fait un angle droit par rapport à l'axe longitudinal
(C-C) de la cartouche de gaz d'activation (3), et l'espace recouvert de la membrane
est agencé reliable de manière fluidique à un alésage au niveau de l'extrémité du
premier canal qui n'est pas orienté vers la cartouche de gaz d'activation (3), et
dans lequel la membrane est en contact contre une deuxième extrémité du levier à bascule
(13') soutenu basculant dans le capot (11), dans lequel le levier à bascule (13')
basculé grâce au poinçon déplacé fournit la liaison fluidique de la cartouche de gaz
d'activation à travers le premier canal par l'intermédiaire de l'espace dans le canal
d'alimentation (18).
11. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 10, caractérisé en ce que
une structure destinée à un positionnement et/ou un maintien de l'élément formant
pont (13) et/ou du moyen d'actionnement et/ou de la cartouche de gaz d'activation
(3) est réalisée dans le capot (11).
12. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon la revendication 10 ou 11,
caractérisé en ce que
un ressort hélicoïdal (27) agencé entre le bord de capot (11") et le levier à bascule
(13') fournit un dispositif de rappel.
13. Dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
10 à 12,
caractérisé en ce que
le capot (11) présente
- au moins un évidement (25), qui crée une poignée de portage (24) avec le côté supérieur
de capot (11') et/ou le bord de capot (11 "), et/ou
- des nervures de renforcement (26) au niveau de son bord de capot (11 "), en particulier
au niveau d'un emplacement sur lequel est soutenu basculant le levier à bascule (13'),
et/ou
- un moyen de mise en prise au niveau de son bord de capot (11") en vue d'une fixation
amovible du capot sur le conteneur d'adhésif (100).
14. Appareil de distribution d'adhésif (10) comprenant un conteneur d'adhésif (100) avec
un adhésif pouvant être activé par un gaz d'activation, une source fournissant un
gaz d'activation et un dispositif de délivrance d'adhésif,
caractérisé en ce que
un dispositif de distribution d'adhésif (1) selon l'une quelconque des revendications
1 à 13 est agencé sur le conteneur d'adhésif (100) et comprend la cartouche de gaz
d'activation en tant que source fournissant un gaz d'activation et le dispositif de
délivrance d'adhésif, dans lequel une extrémité de liaison du corps de canal (14)
est agencée dans une ouverture (101) du conteneur d'adhésif (100), de sorte que le
tube de montée (2) s'étend dans le conteneur d'adhésif (100) et au moins un canal
à gaz (17) destiné à l'alimentation en un gaz de refoulement et à l'alimentation en
un gaz d'activation débouche dans le conteneur d'adhésif (100).