| (19) |
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(11) |
EP 2 727 868 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.01.2016 Patentblatt 2016/01 |
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Anmeldetag: 25.10.2013 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung und Verfahren zum Falzen von Druckbogen
Device and method for folding printed sheets
Dispositif et procédé destinés à plier des feuilles imprimées
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.10.2012 CH 21792012
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.05.2014 Patentblatt 2014/19 |
| (73) |
Patentinhaber: Müller Martini Holding AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Braschoss, Peter
4800 Zofingen (CH)
- Duss, Hanspeter
5033 Buchs (CH)
- Gysin, Christoph
4466 Ormalingen (CH)
- Thurnherr, Martin
6244 Nebikon (CH)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
CN-A- 102 815 574 GB-A- 190 912 124
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DE-A1- 10 238 502
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Falzen von Druckbogen
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. nach dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
[0002] Zur Weiterverarbeitung von bedruckten Papierbogen, sogenannten Druckbogen, die zwei
oder mehrere Druckseiten aufweisen, werden diese Druckbogen mindestens einmal an einer
durch Perforieren oder Rillieren vorbereiteten oder auch an einer nicht vorbereiteten
Falzlinie entsprechend eines vorgegebenen Falzschemas unter Druckeinwirkung scharfkantig
umgebogen, d.h. auf das Format des späteren Druckprodukts gefalzt. Bezogen auf die
Zuführrichtung der Druckbogen kommen dazu sowohl Quer- als auch Längsfalzvorrichtungen
zum Einsatz, welche einfach, mehrfach und auch miteinander kombiniert in einer Falzmaschine
angeordnet sein können. Das Falzen erfolgt dabei mittels eines sogenannten Taschen-
und/oder Schwertfalzprinzips. Unabhängig von der Art der verwendeten Vorrichtung und
dem entsprechenden Verfahren ist dabei die Genauigkeit jedes einzelnen Falzes entscheidend
für die Qualität des herzustellenden Druckprodukts.
[0003] Aus der
DE3544495 A1 ist eine nach dem Schwertfalzprinzip arbeitende Falzvorrichtung zum Querfalzen bekannt,
bei welcher jeweils ein Druckbogen mittels Zuführrollen in Zuführrichtung auf einen
Falztisch und dort gegen einen Anschlag gefördert wird. Der Falztisch weist eine quer
zur Zuführrichtung ausgebildete Ausnehmung auf, über welcher ein mechanisch angetriebenes
Falzschwert angeordnet ist. Unterhalb des Falztisches sind im Bereich der Ausnehmung
zwei parallel zu dieser ausgerichtete Falzwalzen angeordnet. Sobald die in Zuführrichtung
vordere Kante des zu falzenden Druckbogens an einem den Falztisch nach oben überragenden
Anschlag anstösst, wird das Herabsenken des Falzschwertes auf den auf dem Falztisch
befindlichen Druckbogen ausgelöst. Das Falzschwert drückt gegen die Falzlinie, d.h.
gegen eine gedachte Gerade des Druckbogens, an welcher dieser gefalzt werden soll,
und führt den Druckbogen damit durch die Ausnehmung des Falztisches hindurch zu den
Falzrollen. Daraufhin wird der Druckbogen von den Falzrollen erfasst und in den zwischen
diesen ausgebildeten Falzspalt hineingezogen, dabei an der Falzlinie umgebogen sowie
abgepresst. Der somit gefalzte Druckbogen wird anschliessend mittels der Falzrollen
nach unten abtransportiert. Es sind auch Falzmaschinen mit einem unterhalb des Falztisches
angeordneten Falzschwert und mit oberhalb des Falztisches angeordneten Falzwalzen
bekannt, bei denen der gefalzte Druckbogen jeweils nach oben abgeführt wird.
[0004] Unabhängig von seiner konkreten Anordnung erfordert ein solches mechanisches Falzschwert
sehr präzise und aufwändige geometrische Einstellungen. Ebenso ist die Länge des Falzschwertes
zwecks Anpassung an das Format der Druckbogen nur mit grossem Aufwand variabel konstruierbar.
Zudem benötigt ein mechanisches Falzschwert einen relativ grossen Bauraum und weist
dennoch eine schlechte Zugänglichkeit auf. Aufgrund der erforderlichen hohen Falzleistung
muss das Falzschwert möglichst schnell bewegt werden und trifft daher mit relativ
grosser Geschwindigkeit auf den Druckbogen auf. Um nicht in Kontakt mit den Falzrollen
zu gelangen und den Platz auf dem Falztisch möglichst schnell für die Zufuhr des nächsten
Druckbogens freizugeben, muss das Falzschwert bereits rechtzeitig vor Erreichen der
Falzrollen eine dem vorherigen Absenken entgegengesetzte Bewegung ausführen. Daher
befindet sich der zu falzende Druckbogen kurz vor der Übernahme durch die Falzrollen
in einer undefinierten Bewegung. Der Druckbogen kann somit von der vorgesehenen Bewegungsbahn
abweichen und ggf. nicht von den Falzwalzen erfasst werden. Daher besteht eine permanente
Staugefahr aufeinander folgend zugeführter Druckbogen. Zudem können gegenüber ihrer
Falzposition verschobene Druckbogen nur mit grösserem technischen Aufwand an der vorgesehenen
Falzlinie gefalzt werden. Schliesslich ist das Ausbilden von sogenannten Eselsohren,
d.h. das Umschlagen der Enden des Druckbogens bei hohen Geschwindigkeiten kaum beherrschbar,
weil entsprechende Führungselemente aufgrund des Platzbedarfs des mechanischen Schwerts
nur beschränkt verwendbar sind. Demnach kann bei Verwendung eines mechanischen Schwerts
die Gefahr einer Beeinträchtigung der Qualität des späteren Druckprodukts zwar mit
einem hohen technischen Aufwand vermindert aber nicht eliminiert werden.
[0005] Mit einem ebenfalls bekannten, für hohe Falzleistungen geeigneten, rotierenden Falzschwert
kann der Falzzeitpunkt wegen der Masseträgheit der Vorrichtung kaum variiert werden.
[0006] Die
DE10238502 A1 offenbart ein zum Quer- oder Längsfalzen jeweils eines Druckbogens geeignetes Verfahren
und eine Vorrichtung, wobei statt eines mechanischen ein pneumatisches Schwert, d.h.
eine Drucklufteinrichtung bestehend aus einem Rohr mit vorzugsweise nach unten gerichteten
Austrittsöffnungen Verwendung findet. Der Druckbogen wird dieser Vorrichtung in einer
Führungsebene zugeführt und dabei in einer Falzposition bereitgestellt, in der sich
dessen vorgesehenen Falzlinie unterhalb der Austrittsöffnungen der Drucklufteinrichtung
befindet. In diesem Moment erhält die Drucklufteinrichtung über eine Steuereinheit
einen Auslöseimpuls für einen auf die Falzlinie des Druckbogens gerichteten, kräftigen
Druckluftstoss von beispielsweise einigen hundert bar. Durch Einwirkung dieses Druckluftstosses
wird der Druckbogen an seiner Falzlinie in den zwischen den Falzrollen befindlichen
Falzspalt geführt. Da auf diese Weise eine undefinierte Bewegungsbahn der Druckbogen
ausgeschlossen ist, kann die Gefahr einer Beeinträchtigung der Qualität des späteren
Druckprodukts gegenüber einer Lösung mit einem mechanischen Schwert verringert werden.
[0007] Aufgrund der Anordnung und Ausbildung der Drucklufteinrichtung und des damit erzeugten,
kräftigen Druckluftstroms erlaubt diese Lösung jedoch keine Anpassung an veränderte
Eigenschaften nacheinander zu falzender Druckbogen. Solche veränderten Eigenschaften
der Druckbogen können beispielsweise deren Format, die Anzahl der Druckseiten pro
Druckbogen sowie die Grammatur (Gramm pro Quadratmeter) des für den jeweiligen Druckbogen
verwendeten Materials sein. Beispielsweise könnte der kräftige Druckluftstoss relativ
leichte Druckbogen, d.h. Druckbogen mit einem kleinem Format und/oder aus dünnem Papier,
zerknüllt in die Falzwalzen blasen. Dagegen könnte der Druckluftstoss bei relativ
schweren Druckbogen nicht ausreichen, um diese ausreichend schnell zu den Falzwalzen
zu transportieren.
[0008] Wird unmittelbar vor einem Längsfalz auch noch ein Querfalz erzeugt, entsteht durch
das Querfalzen sowohl bei mechanischen als auch beim pneumatischen Schwert eine Lücke
zwischen den gefalzten Druckbogen, welche der Länge des jeweiligen Druckbogens entspricht.
Bei variablem Format, d.h. variabler Länge der nacheinander zu falzenden Druckbogen
kann die relativ stabile Falzkante des Querfalzes nicht in eine zur Übergabe an die
Folgemaschine vorteilhafte definierte Fixposition verbracht werden, weil sich die
Falzkante eines nachfolgenden, kürzeren Druckbogens ansonsten bereits im Falzbereich
des Schwertes befinden und damit das alleinige Falzen des vorherigen Druckbogens verunmöglichen
würde. Demzufolge ist ein aufwändiger, verstellbarer Anschlag erforderlich. Zudem
behindert sowohl das abgesenkte mechanische Schwert als auch der aus der Drucklufteinrichtung
auf das zu falzende Druckprodukt gerichtete Druckluftstrom des pneumatischen Schwerts
eine umgehende Zuführung des nächsten Druckbogens und damit eine schnellere Fertigung.
[0009] Gerade bei der Weiterverarbeitung von mittels Digitaldruckmaschinen sequenziell bedruckten
Druckbogen, mit denen Druckbogen in der vorgegebenen Reihenfolge des fertigen Druckprodukts
bedruckt und dabei in relativ kleinen Stückzahlen bis hin zu einem Exemplar hergestellt
werden, kommt es im Vergleich zu herkömmlichen Druckverfahren, wie beispielsweise
dem Offsetdruck, jedoch sehr häufig zu aufeinander folgenden Druckbogen mit unterschiedlichen
Eigenschaften. Dies betrifft u.a. das Format, die Anzahl der Druckseiten pro Druckbogen,
die Grammatur und die Prorosität des verwendeten Materials, die Reibwerte der Materialoberfläche,
die Restfeuchte mit oder ohne vorgeschalteten Trockner und/oder Befeuchter, die Gewichts-
und Reibwertverteilung des Druckbogens bezüglich seiner Falzlinie, Farbbelegungswerte,
elektrostatische Aufladung sowie Temperatur- und Feuchte des Materials. Die Eigenschaften
der weiterzuverarbeitenden Druckbogen werden natürlich auch von sich ändernden Verfahrens-
und/oder Umgebungsbedingungen beeinflusst, wie beispielsweise vom jeweils verwendeten
Druckverfahren, von der Verwendung vorgeschalteter Trockner und/oder Befeuchter oder
von der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit des Produktionsraums. Sowohl die Eigenschaften
der Druckbogen als auch die Verfahrens- und Umgebungsbedingungen können entweder im
Weiterverarbeitungsprozess erfasst oder einer von einem übergeordneten System bereitgestellten
Datenbank entnommen werden.
[0010] Schliesslich bedrucken Digitaldruckmaschinen, bei denen das Druckbild ohne Verwendung
statischer Druckformen direkt von einem Computer in die Druckmaschine übertragen wird,
heutzutage pro Zeiteinheit immer grössere Mengen an Bedruckstoff, was sowohl an die
Qualität als auch an die Leistung der zur Weiterverarbeitung eingesetzten Vorrichtungen,
wie beispielsweise der Falzvorrichtungen, deutlich höhere Anforderungen als bisher
stellt.
[0011] Aufgabe der Erfindung war es daher, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Falzen
von Druckbogen zu schaffen, welche bei hoher Falzqualität und -leistung eine einfache
und kostengünstige Anpassung an veränderte Eigenschaften aufeinander folgender Druckbogen
erlauben und daher auch zur Weiterverarbeitung von mittels Digitaldruckmaschinen sequenziell
bedruckten Druckbogen geeignet sind.
[0012] Die Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils
des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils
des Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den jeweiligen Unteransprüchen
angegeben.
[0013] Die erfindungsgemässe Vorrichtung weist dazu mit der Druckluftquelle und der Steuereinheit
verbundene Steuerelemente zum Verändern einer Zeitdauer der Belaufschlagung der mindestens
einen Austrittsöffnung der Drucklufteinrichtung mit Druckluft und/oder zum Verändern
einer Querschnittsfläche dieser Austrittsöffnung und/oder zum Verändern eines Druckes
der dieser Austrittsöffnung zuführbaren Druckluft auf. Dabei sind die Steuerelemente
über die Steuereinheit derart ansteuerbar, dass die Zeitdauer der Beaufschlagung der
mindestens einen Austrittsöffnung mit Druckluft und/oder die Querschnittsfläche dieser
Austrittsöffnung und/oder der Druck der dieser Austrittsöffnung zuführbaren Druckluft
an die Eigenschaften des bereitgestellten Druckbogens anpassbar sind. Dementsprechend
wird beim erfindungsgemässen Verfahren eine Zeitdauer der Beaufschlagung der mindestens
einen Austrittsöffnung der Drucklufteinrichtung mit Druckluft und/oder eine Querschnittsfläche
dieser Austrittsöffnung und/oder ein Druck der dieser Austrittsöffnung zugeführten
Druckluft an die Eigenschaften des bereitgestellten Druckbogens angepasst und dazu
mittels der Steuereinheit verändert.
[0014] Durch entsprechendes Beaufschlagen mindestens eines der Steuerelemente kann der Druckluftstoss
der Drucklufteinrichtung einfach und schnell entsprechend der bereits oben angegebenen
Eigenschaften, wie Grammatur, Format, Reibwert, Porosität, Farbbelegung usw., eines
in der Falzposition bereitgestellten, aktuell zu falzenden Druckbogens dosiert und
über das gesamte Spektrum zu falzender Druckbogen sowohl eine gute Falzqualität als
auch eine hohe Falzleistung erzielt werden.
[0015] In einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung weist die Drucklufteinrichtung
mindestens zwei erste Austrittsöffnungen mit gleich grossen Querschnittsflächen und
mindestens zwei zweite Austrittsöffnungen mit gleich grossen Querschnittsflächen auf,
wobei die Querschnittsflächen der ersten Austrittsöffnungen vorzugsweise eine unterschiedliche
Grösse zu den Querschnittsflächen der zweiten Austrittsöffnungen besitzen. Weiterhin
besitzt die Vorrichtung mindestens ein Steuerelement und mindestens ein anderes Steuerelement
zum Verändern der Zeitdauer der Beaufschlagung der Austrittsöffnungen mit Druckluft
und zum Verändern der Querschnittsflächen der Austrittsöffnungen, wobei die ersten
Austrittsöffnungen mit dem einen Steuerelement und die zweiten Austrittsöffnungen
mit dem anderen Streuerelement verbunden sind. Zusätzlich zu diesen Steuerelementen
weist die Vorrichtung mindestens ein mit den Austrittsöffnungen verbundenes, weiteres
Steuerelement zum Verändern eines Druckes der den Austrittsöffnungen zuführbaren Druckluft
auf.
[0016] Die Zeitdauer der Beaufschlagung der ersten und zweiten Austrittsöffnungen mit Druckluft
und die Querschnittsflächen dieser Austrittsöffnungen werden jeweils dadurch verändert,
dass die ersten Austrittsöffnungen durch das eine Steuerelement und die zweiten Austrittsöffnungen
durch das andere Steuerelement entsprechend den Eigenschaften des bereitgestellten,
zu falzenden Druckbogens beaufschlagt werden, wobei zudem wahlweise ein Druck der
den Austrittsöffnungen zuführbaren Druckluft durch Beaufschlagen des mindestens einen,
mit den Austrittsöffnungen verbundenen, weiteren Steuerelements verändert wird.
[0017] Mit dieser Vorrichtung bzw. mit dem entsprechenden Verfahren können sowohl die Querschnittsflächen
der Austrittsöffnungen der Drucklufteinrichtung als auch die Zeitdauer der Druckluftbeaufschlagung
dieser Austrittsöffnungen besonders einfach, schnell und präzise verändert werden,
wodurch sowohl die Falzqualität als auch die Falzleistung auf eine kostengünstige
Weise weiter verbessert werden können.
[0018] In weiteren Ausführungsformen der Vorrichtung weist diese zum Bereitstellen des Druckbogens
entweder eine im Wesentlichen rechtwinklig oder eine im Wesentlichen parallel zu den
Drehachsen der Falzwalzen verlaufende, erste oder zweite Zuführrichtung auf. Damit
können die Druckbogen vorteilhaft entweder im Wesentlichen parallel oder im Wesentlichen
rechtwinklig zu den Drehachsen der Falzwalzen bereitgestellt und dementsprechend entweder
quer- oder längsgefalzt werden.
[0019] In einer weiteren Ausführungsform der Vorrichtung besitzt die Drucklufteinrichtung
mindestens zwei in der ersten Zuführrichtung nebeneinander oder in der zweiten Zuführrichtung
hintereinander angeordnete, jeweils mindestens eine mit einer Querschnittsfläche versehene
Austrittsöffnung aufweisende Segmente, wobei jedes Segment mit der Druckluftquelle
sowie der Steuereinheit verbunden ist, mindestens ein Steuerelement aufweist und separat
mit Druckluft ansteuerbar ausgebildet ist. Die Segmente weisen jeweils mindestens
ein erstes Steuerelement zum Verändern der Zeitdauer der Beaufschlagung der mindestens
einen Austrittsöffnung mit Druckluft und/oder mindestens ein zweites Steuerelement
zum Verändern der Querschnittsfläche dieser Austrittsöffnung und/oder mindestens ein
drittes Steuerelement zum Verändern eines Druckes der dieser Austrittsöffnung zuführbaren
Druckluft auf. Beim Betrieb der Vorrichtung wird jedes Segment separat mit Druckluft
angesteuert und die Steuereinheit löst einen entsprechend den Eigenschaften des bereitgestellten
Druckbogens modifizierten Druckluftstoss aus der mindestens einen Austrittsöffnung
mindestens eines der Segmente der Drucklufteinrichtung auf den bereitgestellten Druckbogen
aus.
[0020] Durch die Segmentierung der Drucklufteinrichtung können vorteilhaft mindestens zwei
in Zuführrichtung nebeneinander oder hintereinander angeordnete Bereiche der Vorrichtung
individuell mit Druckluft beaufschlagt werden, so dass innerhalb der Vorrichtung mindestens
zwei aufeinanderfolgend bereitgestellte Druckbogen entsprechend ihrer Eigenschaften
vorteilhaft sowohl gleich als auch unterschiedlich behandelt werden können. Bei entsprechender
Beaufschlagung mindestens eines der Steuerelemente mindestens eines Segments kann
der Druckluftstoss dieses mindestens eine Segments, mehrerer Segmente oder der gesamten
Drucklufteinrichtung einfach und schnell entsprechend den Eigenschaften des in der
jeweiligen Falzposition bereitgestellten Druckbogens dosiert und über das gesamte
Spektrum zu falzender Druckbogen sowohl eine gute Falzqualität als auch eine hohe
Falzleistung erzielt werden.
[0021] In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist im Wesentlichen
in der Führungsebene mindestens ein erstes Führungselement für den Druckbogen angeordnet.
Zudem ist mindestens ein zweites Führungselement für den Druckbogen ausgebildet, welches
zwischen dem mindestens einen, ersten Führungselement und der Drucklufteinrichtung
angeordnet ist und bis unmittelbar in den Bereich der Austrittsöffnungen der Drucklufteinrichtung
reicht. Dadurch können auch die beiden nachlaufenden Enden eines in den Falzspalt
zwischen die Falzwalzen geförderten Druckbogens definiert geführt werden.
[0022] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in
der zweiten Zuführrichtung hintereinander mindestens eine erste und eine zweite in
der Führungsebene angeordnete Falzpositionen ausgebildet und beabstandet voneinander
angeordnet. Stromab der Falzwalzen sind mindestens zwei Abtransportstrecken für Druckbogen
angeordnet. Dabei ist die erste Abtransportstrecke mindestens einen in der ersten
Falzpositionen bereitgestellten Druckbogen und die zweite Abtransportstrecke mindestens
einen in der zweiten Falzpositionen bereitgestellten Druckbogen aufnehmbar ausgebildet.
Dementsprechend wird der Druckbogen in einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen
Verfahrens in einer von mindestens zwei in der zweiten Zuführrichtung hintereinander
vorgesehenen Falzpositionen bereitgestellt. Die jeweilige Falzposition wird entsprechend
eines vorgegebenen Fertigungsauftrags ausgewählt und der Druckluftstoss erfolgt lediglich
auf den in der in Falzposition bereitgestellten Druckbogen. Dabei wird der Druckbogen
nach dem Falzen von einer von mindestens zwei Abtransportstrecken aufgenommen.
[0023] Schliesslich werden in einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens
mindestens zwei aufeinander folgende Druckbogen jeweils in einer anderen der mindestens
zwei vorgesehenen Falzpositionen bereitgestellt und nach dem Falzen von jeweils einer
anderen der mindestens zwei Abtransportstrecken aufgenommen.
[0024] Aufgrund der Ausbildung der Vorrichtung mit mindestens zwei Falzpositionen und mit
mindestens zwei mit den Falzpositionen zusammenwirkenden Abtransportstrecken sowie
aufgrund der segmentweisen Beaufschlagung der Drucklufteinrichtung kann ein nachfolgender
Druckbogen vorteilhaft bereits dann in die Vorrichtung transportiert werden, wenn
ein vorlaufender Druckbogen seine Falzposition noch nicht erreicht hat. Damit ist
eine deutliche Leistungssteigung des erfindungsgemässen Verfahrens möglich. Zudem
können die Druckbogen mit dieser Lösung besonders einfach auf mindestens zwei Produktströme
aufgeteilt werden, wodurch eine entsprechende Weichenfunktion einer vor- oder nachgelagerten
Vorrichtung eingespart werden kann. Ebenso ist beispielsweise mittels der zweiten
Falzposition und der mit dieser zusammenwirkenden Abtransportstrecke ein Ausschleusen
nicht den Qualitätsanforderungen entsprechender Druckbogen möglich, während parallel
dazu die Produktion über die erste Falzposition und die mit dieser zusammenwirkenden
Abtransportstrecke weiterläuft.
[0025] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung sind in
der Führungsebene, in der zweiten Zuführrichtung hintereinander, mindestens eine erste
und eine zweite Falzposition ausgebildet und einander überlappend angeordnet. Dabei
ist stromab der Falzwalzen eine gemeinsame Abtransportstrecke angeordnet, welche mindestens
einen in der ersten Falzposition bereitgestellten Druckbogen und mindestens einen
in der zweiten Falzposition bereitgestellten Druckbogen einander in der zweiten Zuführrichtung
überlappend aufnehmbar ausgebildet ist. Beim Betrieb dieser Vorrichtung werden mindestens
zwei aufeinander folgende Druckbogen jeweils in einer anderen von mindestens zwei
in der zweiten Zuführrichtung hintereinander vorgesehenen Falzpositionen einander
überlappend bereitgestellt. Dazu wird die jeweilige Falzposition entsprechend eines
vorgegebenen Fertigungsauftrags ausgewählt. Der Druckluftstoss erfolgt jeweils lediglich
auf in der Falzposition befindliche Druckbogen. Die Druckbogen werden schliesslich
nach dem Falzen von einer gemeinsamen Abtransportstrecke einander überlappend aufgenommen.
Dadurch können vorteilhaft mindestens zwei einander überlappende Produktströme gefalzter
Druckbogen gebildet, gemeinsam transportiert und gemeinsam oder getrennt weiterverarbeitet
werden.
[0026] In einer weiteren Ausgestaltungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung weist diese
mindestens einen ersten und mindestens einen zweiten, jeweils in der Führungsebene
angeordneten Anschlag auf, wobei der zweite Anschlag in der zweiten Zuführrichtung
stromauf des ersten Anschlags angeordnet ist, Beide Anschläge sind über die Führungsebene
anhebbar und/oder unter die Führungsebene absenkbar ausgebildet. Diese optionalen
Anschläge dienen zur Unterstützung der Bereitstellung des Druckbogens in der jeweiligen
Falzposition.
[0027] Gemäss einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung weist die
Drucklufteinrichtung eine parallel und beabstandet zur Führungsebene verlaufende Ausrichtebene
auf und ist in dieser Ausrichtebene verschiebbar und/oder schwenkbar angeordnet. Dadurch
kann die Drucklufteinrichtung parallel zur Führungsebene verschoben und/oder geschwenkt
und ein verdreht zugeführter bzw. positionierter Druckbogen mittels eines aus entsprechend
ausgerichteten Austrittsöffnungen erfolgenden Druckluftstosses dennoch optimal zu
den Falzwalzen gefördert werden.
[0028] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens erfolgt nach
dem Druckluftstoss mindestens ein zweiter auf den gleichen Druckbogen gerichteter
Druckluftstoss, wobei der Druck und/oder die Zeitdauer des zweiten Druckluftstosses
gegenüber dem ersten Druckluftstoss vorzugsweise unterschiedlich gewählt wird. Damit
kann die Falzqualität des Druckbogens weiter verbessert werden. Insbesondere bei Druckbogen
mit asymmetrischer Geometrie, d.h. bei Druckbogen mit ungleicher Seitenanzahl, kann
das Entstehen von Eselsohren an den nachlaufenden Enden des gefalzten Druckbogens
durch mindestens einen solchen, weiteren Druckluftstoss vermieden werden.
[0029] In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird der Druckluftstoss
auf einen bereitgestellten Druckbogen unterdrückt und dieser Druckbogen in der Führungsebene
ausgeschleust. Auf diese Weise kann das Ausschleusen von nicht den Qualitätsanforderungen
entsprechenden Druckbogen vorteilhaft ohne eine zusätzliche Vorrichtung, d.h. einfach
und kostengünstig realisiert werden.
[0030] Nachstehend wird die Erfindung anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- schematische Vorderansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, für quer zur Zuführrichtung zu falzende Druckbogen,
- Fig. 2
- schematische Vorderansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, für längs zur Zuführrichtung zu falzende Druckbogen,
- Fig. 3
- eine vergrösserte, schematische Darstellung eines Schnitts durch eine Vorrichtung
gemäss Fig. 2, mit einer mit mehreren in einer Reihe angeordneten Austrittsöffnungen
ausgestatteten Drucklufteinrichtung,
- Fig. 4
- eine auszugsweise, schematische Seitenansicht der Vorrichtung aus Figur 2, jedoch
in einem weiteren Ausführungsbeispiel mit drei Segmenten der Drucklufteinrichtung
und mit einer Falzposition für die Druckbogen,
- Fig. 5
- eine vergrösserte, schematische Darstellung eines Schnitts durch eines der in Fig.
4 dargestellten Segmente der Drucklufteinrichtung, mit mehreren in einer Reihe angeordneten
Austrittsöffnungen,
- Fig. 6a
- eine auszugsweise, schematische Seitenansicht der Vorrichtung in ähnlicher Darstellung
wie in Fig. 4, jedoch in einem weiteren Ausführungsbeispiel, ausgestattet mit sechs
Segmenten der Drucklufteinrichtung und mit zwei voneinander beabstandeten Falzpositionen
für die Druckbogen, in einem ersten Verfahrensschritt,
- Fig. 6b
- eine Ansicht entsprechend Fig. 6a, jedoch in einem zweiten Verfahrensschritt,
- Fig. 6c
- eine Ansicht entsprechend Fig. 6a, jedoch in einem weiteren Ausführungsbeispiel mit
zwei einander überlappenden Falzpositionen für die Druckbogen,
- Fig. 6d
- eine Ansicht entsprechend Fig. 6c, jedoch in einem zweiten Verfahrensschritt und zusätzlicher
Darstellung von in einer ersten Zuführrichtung überlappend abtransportierten Druckprodukten,
- Fig. 7
- eine von unten betrachtete Ansicht der Drucklufteinrichtung gemäss Fig. 4, mit in
einer Reihe angeordneten Austrittsöffnungen und einem verdreht zugeführten, zu falzenden
Druckbogen,
- Fig. 8
- Eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels funktionell ähnlich der Fig. 7, jedoch
mit in drei Reihen angeordneten Austrittsöffnungen der Drucklufteinrichtung und einem
verdreht zugeführten, zu falzenden Druckbogen.
[0031] Gemäss dem in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel, weist eine zum Querfalzen
von jeweils mindestens zwei Druckseiten aufweisenden Druckbogen 1 ausgebildete, erfindungsgemässe
Vorrichtung 2 eine Führungsebene 3 auf, in der jeweils ein Druckbogen 1 zugeführt
sowie zum Falzen bereitgestellt und von der aus der Druckbogen 1 zum Falzen weitergeleitet
wird. Die hier horizontal verlaufend dargestellte Führungsebene 3 kann natürlich auch
vertikal oder in einem beliebigen Winkel im Raum angeordnet sein, was je nach den
konkreten Einsatzbedingungen eine Vielzahl baulicher Optionen ermöglicht. Obwohl hier
und auch nachfolgend aus Vereinfachungsgründen jeweils nur ein einziger Druckbogen
1 beschrieben und in den Figuren auch jeweils nur ein einziger Druckbogen 1 gezeigt
wird, handelt es sich dabei jeweils um mindestens einen Druckbogen 1, d.h. entweder
tatsächlich um einen einzigen oder um mehrere übereinander liegende Druckbogen 1.
[0032] Auf einer ersten Seite 4 der Führungsebene 3, welche im in ersten Ausführungsbeispiel
aus zeichnerischen Gründen unterhalb der Führungsebene 3 dargestellt ist, sind zwei
Falzwalzen 5 angeordnet. Diese weisen jeweils einen Drehachse 6 auf und bilden zwischen
sich einen Falzspalt 7 für den an einer vorbereiteten oder auch an einer nicht vorbereiteten
Falzlinie 8 zu falzenden Druckbogen 1 aus. Die Drehachsen 6 der Falzwalzen 5 sind
sowohl parallel zueinander als auch parallel zur Führungsebene 3 ausgerichtet. Auf
einer der ersten Seite 4 der Führungsebene 3 gegenüberliegenden, zweiten Seite 9 der
Führungsebene 3, welche in dem in Fig. 1 gezeigten ersten Ausführungsbeispiel oberhalb
der Führungsebene 3 dargestellt ist, ist im Bereich des Falzspalts 7 eine Drucklufteinrichtung
10 angeordnet. Die Drucklufteinrichtung 10 weist mindestens eine, vorzugsweise jedoch
mehrere auf den Falzspalt 7 gerichtete Austrittsöffnungen 11 für Druckluft 12 auf
und ist über eine Druckluftleitung 13 mit einer Druckluftquelle 14 und diese ihrerseits
über eine Steuerleitung 15 mit einer Steuereinheit 16 der Vorrichtung 2 verbunden.
Zudem besitzt die Drucklufteinrichtung 10 ein beispielsweise als Magnetventil ausgebildetes,
erstes Steuerelement 17 zum Verändern der Zeitdauer der Beaufschlagung der mindestens
einen Austrittsöffnung 11 mit Druckluft 12, ein hier beispielsweise als Schieber ausgebildetes,
zweites Steuerelement 18 zum Verändern einer Querschnittsfläche 19 dieser Austrittsöffnung
11 und ein beispielsweise als Druckminderventil ausgebildetes, in der Druckluftleitung
13 angeordnetes, drittes Steuerelement 20 zum Verändern eines Druckes der dieser Austrittsöffnung
11 zuführbaren Druckluft 12. Die Steuerelemente 17, 18, 20 sind über jeweils eine
Steuerleitung 15 mit der Steuereinheit 16 verbunden.
[0033] Im Wesentlichen in der Führungsebene 3 der Vorrichtung 2 ist ein erstes Führungselement
21 für den auf diesem während des Bereitstellens aufliegenden Druckbogen 1 angeordnet
und mit einer im Bereich des Falzspalts 7 ausgebildeten Ausnehmung 22 für den Druckbogen
1 und für die aus den Austrittsöffnungen 11 jeweils in Form eines Druckluftstosses
12' ausgestossene Druckluft 12 versehen. Zusätzlich zum ersten Führungselement 21
ist ein zweites Führungselement 23 für den Druckbogen 1 vorgesehen, welches zwischen
dem ersten Führungselement 21 sowie der Drucklufteinrichtung 10 angeordnet ist und
ggf. mit dem ersten Führungselement 21 zusammenwirkt.
[0034] Als erstes Führungselement 21 kann beispielsweise ein Führungstisch verwendet werden.
Natürlich können statt eines einzigen Führungstischs auch mehrere schmale Führungselemente
beabstandet zueinander, d.h. neben- und/oder hintereinander angeordnet sein. Wie in
Fig. 1 dargestellt, kann das erste Führungselement 21 im Bereich seiner Ausnehmung
22 aus der Führüngsebene 3 bis nahe an den Bereich der Falzwalzen 5 verlängert sein,
um eine bessere Führung des Druckbogens 1 zu den Falzwalzen 5 zu gewährleisten. Als
zweites Führungselement 23 kann ebenfalls ein feststehendes Element, wie beispielsweise
ein Führungsblech, Verwendung finden. Das zweite Führungselement 23 reicht bis unmittelbar
in den Bereich der Austrittsöffnungen 11 der Drucklufteinrichtung 10, so dass vorteilhaft
auch die beiden nachlaufenden Enden des in den Falzspalt 7 zwischen die Falzwalzen
5 geförderten Druckbogens 1 durch das zweite Führungselement 23 definiert geführt
werden können. Natürlich kann auch das zweite Führungselement 23 mehrere schmale Einzelelemente
aufweisen, die beabstandet zueinander, neben- und/oder hintereinander angeordnet sind.
Wie die Führungsebene 3 der Vorrichtung 2, können auch das erste und das zweite Führungselement
21, 23 je nach den konkreten Einsatzbedingungen horizontal, vertikal oder in einem
beliebigen Winkel im Raum angeordnet sein. Schliesslich weist die Vorrichtung 2 eine
Transporteinheit 24, bestehend aus einem oberen Transportband 25 sowie zwei umlaufenden
unteren Transportbändern 25', 25" auf, mit der die Druckbogen 1 in einer im Wesentlichen
rechtwinklig zu den Drehachsen 6 der Falzwalzen 5 verlaufenden, ersten Zuführrichtung
26 bereitgestellt werden. Damit kann die Vorrichtung 2 zum Querfalzen von Druckbogen
1 eingesetzt werden.
[0035] Entsprechend eines in Fig. 2 dargestellten, zweiten Ausführungsbeispiels, weist eine
zum Längsfalzen von jeweils mindestens zwei Druckseiten aufweisenden Druckbogen 1
ausgebildete, erfindungsgemässe Vorrichtung 2' eine parallel zu den Drehachsen 6 der
Falzwalzen 5 verlaufende, zweite Zuführrichtung 26' für den Druckbogen 1 und dementsprechend
eine ebenfalls parallel zu den Drehachsen 6 der Falzwalzen 5 verlaufende, zweite Transporteinheit
24' mit oberen und unteren Transportbändern 27, 27' auf. Die weiteren Bauteile der
Vorrichtung 2' entsprechen im Wesentlichen der zum ersten Ausführungsbeispiel beschriebenen
Vorrichtung 2.
[0036] Beim Betrieb der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Vorrichtungen 2, 2' erhält die
Drucklufteinrichtung 10 über die Steuereinheit 16 einen Auslöseimpuls für einen auf
die Falzlinie 8 des jeweiligen Druckbogens 1 gerichteten Druckluftstoss 12' durch
die mindestens eine Austrittsöffnung 11. Dabei wird eine Zeitdauer der Beaufschlagung
der mindestens einen Austrittsöffnung 11 der Drucklufteinrichtung 10 mit Druckluft
12 und/oder eine Querschnittsfläche 19 dieser Austrittsöffnung 11 und/oder ein Druck
der dieser Austrittsöffnung 11 zugeführten Druckluft 12 an die Eigenschaften des bereitgestellten
Druckbogens 1 angepasst und dazu mittels der Steuereinheit 16 verändert. Die Eigenschaften
der zugeführten Druckbogen 1 sind der Steuereinheit 16 im Voraus bekannt, welche bei
sich ändernden Eigenschaften der zu falzenden Druckbogen 1 das erste Steuerelement
17 und/oder das zweite Steuerelement 18 und/oder das dritte Steuerelement 20 aktiviert.
Dabei wird die Zeitdauer der Beaufschlagung der mindestens einen Austrittsöffnung
11 der Drucklufteinrichtung 10 mit Druckluft 12 durch Aktivieren des ersten Steuerelements
17 verändert. Die Querschnittsfläche 19 dieser Austrittsöffnung 11 wird durch Aktivieren
des zweiten Steuerelements 18 verändert. Das Verändern eines Druckes der dieser Austrittsöffnung
11 zuführbaren Druckluft 12 erfolgt durch Aktivieren des dritten Steuerelements 20.
[0037] Dabei kann der Druckluftstoss 12' entsprechend der der Steuereinheit 16 jeweils bekannten
Zuführgeschwindigkeit eines Druckbogens 1 ausgelöst werden, wobei die Zeitdauer bis
zum Auftreffen der Druckluft 12 auf die Falzlinie 8 dieses Druckbogens 1 einzubeziehen
ist. Natürlich kann der Druckluftstoss 12' auch aufgrund einer beispielsweise mittels
eines nicht dargestellten Sensors detektierten Ist-Position des Druckbogens 1 ausgelöst
werden. Zusätzlich dazu kann der Auslösezeitpunkt des Druckluftstosses 12' auch variiert
werden. Auf diese Weise können aufeinanderfolgende Druckbogen 1 in unterschiedlichen
Falzpositionen bereitgestellt werden, so dass die gefalzten Druckbogen 1 einander
in der ersten oder in der zweiten Zuführrichtung 26, 26' überlappen und zur Weiterverarbeitung
bei Bedarf an den Überlappungsstellen getrennt werden können.
[0038] Unter Wirkung des erfolgten Druckluftstosses 12' wird der Druckbogen 1 an seiner
Falzlinie 8 in den zwischen den Falzwalzen 5 befindlichen Falzspalt 7 geführt und
dort entweder quergefalzt (Fig. 1) oder längsgefalzt (Fig. 2). Die Falzwalzen 5 transportieren
den gefalzten Druckbogen 1 anschliessend zu einer nicht näher dargestellten Abtransportstrecke
28.
[0039] Stromab der Falzwalzen 5 kann ein nicht dargestellter Sensor angeordnet sein, welcher
Eselsohren, Verfalzungen usw. erkennt und entsprechende Signale an die mit ihm verbunden
Steuereinheit 16 weiterleitet. Nach automatischer Auswertung dieser Informationen
kann die Drucklufteinrichtung 10 bzw. der Druckluftstoss 12' entsprechend angesteuert
werden, um derartige Qualitätsmängel zukünftig zu vermeiden. Somit ist die Drucklufteinrichtung
10 und damit die gesamte Vorrichtung 2, 2' selbstlernend ausgebildet.
[0040] Wird in der Vorrichtung 2, 2' ein den Qualitätsanforderungen nicht entsprechender
Druckbogen 1 bereitgestellt und dieser beispielsweise mittels eines nicht dargestellten
Sensors detektiert, kann die Steuereinheit 16 den Auslöseimpuls für einen Druckluftstoss
12' unterdrücken, so dass dieser Druckbogen 1 mittels der jeweiligen Transporteinheit
24, 24' in der Führungsebene 3 zu einer nicht näher dargestellten Ausschleusstrecke
29 (Fig. 1) weitertransportiert und damit aus der Vorrichtung 2, 2' ausgeschleust
wird. Daher kann vorteilhaft eine entsprechende Weichenfunktion einer vor- oder nachgelagerten
Vorrichtung eingespart werden.
[0041] Die Fig. 3 zeigt in einer schematischen Darstellung einen Schnitt durch die Drucklufteinrichtung
10, welche in dieser zusätzlichen Variante zu den in den Fig. 1 und 2 dargestellten
Ausführungsbeispielen über zwei separate, mit der Druckluftquelle 14 verbundene und
jeweils mittels eines ebenfalls als Magnetventil ausgebildeten Steuerelements 17',
17" sowohl zum Verändern der Zeitdauer der Beaufschlagung von Austrittsöffnungen 11',
11" der Drucklufteinrichtung 10 mit Druckluft 12 als auch zum Verändern von Querschnittsflächen
19', 19" der Austrittsöffnungen 11', 11" versehene Druckluftleitungen 13', 13" verfügt.
Zudem weist die Drucklufteinrichtung 10 jeweils eine an die Druckluftleitungen 13',
13" anschliessende, im Inneren der Drucklufteinrichtung 10 angeordnete Verteilleitung
30', 30" für jeweils vier erste bzw. zweite Austrittsöffnungen 11', 11" auf, wobei
die ersten Austrittsöffnungen 11' mit dem einen Steuerelement 17' und die zweiten
Austrittsöffnungen 11" mit dem anderen Steuerelement 17" verbunden sind. Statt der
hier dargestellten jeweils vier Austrittsöffnungen 11', 11" können natürlich auch
jeweils zwei, drei oder mehr als vier Austrittsöffnungen mit der Verteilleitung 30'
bzw. mit der Verteilleitung 30" verbunden sein. Die Querschnittsflächen 19', 19" der
zur gleichen Verteilleitung 30', 30" gehörenden Austrittsöffnungen 11', 11" sind jeweils
gleiche gross ausgebildet, wobei sich deren Grösse von der Grösse der vier zur jeweils
anderen Verteilleitung 30', 30" gehörenden Austrittsöffnungen 11", 11' derart unterscheidet,
dass die vier ersten Austrittsöffnungen 11' jeweils mit einer grösseren Querschnittsfläche
19' und die vier zweiten Austrittsöffnungen 11" jeweils mit einer kleineren Querschnittsfläche
19" ausgebildet sind.
[0042] Diese Variante erlaubt eine relativ einfache Dosierung des Druckluftstosses 12' der
Drucklufteinrichtung 10. Werden beispielsweise die beiden Steuerelemente 17', 17"
geöffnet, resultiert daraus ein hoher Druck der in der Drucklufteinrichtung 10 verfügbaren
Druckluft 12, d.h. ein relativ starker Druckluftstoss 12'. Sind die beiden Steuerelemente
17', 17" dagegen geschlossen, ist die Drucklufteinrichtung 10 inaktiv. Wird nur das
mit den jeweils mit einer kleine Querschnittsfläche 19" ausgestatteten Austrittsöffnungen
11" verbundene Steuerelement 17" geöffnet, ergibt sich ein schwacher Druckluftstoss
12', während ein mittelstarker Druckluftstoss 12' dann erzeugt wird, wenn lediglich
das mit den jeweils mit einer grösseren Querschnittsfläche 19' ausgestatteten Austrittsöffnungen
11' verbundene Steuerelement 17' geöffnet ist. Durch Öffnen oder Schliessen beider
Steuerelemente 17', 17" wird zudem die Zeitdauer der Beaufschlagung der Drucklufteinrichtung
10 mit Druckluft 12 verändert. Zusätzlich oder auch alternativ dazu kann die Zufuhr
der Druckluft 12 zu den Austrittsöffnungen 11', 11" der Drucklufteinrichtung 10 mit
unterschiedlichem Druck erfolgen, indem ein in der zur Druckluftquelle 14 führenden
Druckluftleitung 13 angeordnetes, beispielsweise als Druckminderventil ausgebildetes,
weiteres Steuerelement 20' von der hier nicht dargestellten Steuereinheit 16 entsprechend
beaufschlagt wird. In Fig. 3 ist mit strichpunktierten Linien angedeutet, dass dazu
die beiden Druckluftleitungen 13', 13" zur Druckluftleitung 13 zusammengeführt sind.
Natürlich können auch alle Querschnittsflächen der Austrittsöffnungen der Drucklufteinrichtung
10 gleich gross ausgebildet sein, wobei dann jedoch lediglich eine geringere Abstufung
der Dosierung eines Druckluftstosses 12' erreicht wird, als mit den beschriebenen
unterschiedlich grossen Querschnittsflächen 19', 19".
[0043] Wie in Fig. 3 und in Fig. 7 dargestellt, sind die Austrittsöffnungen 11, 11', 11"
der Drucklufteinrichtung 10 in einer Reihe 31 angeordnet, welche in einer nicht dargestellten,
im Wesentlichen senkrecht durch die Führungsebene 3 verlaufenden Ebene ausgebildet
ist. Dadurch kann ein in der Vorrichtung 2, 2' in der ersten bzw. der zweiten Zuführrichtung
26, 26' korrekt bereitgestellter Druckbogen 1 mittels des erzeugten Druckluftstosses
12' passgenau sowie sicher zu den Falzwalzen 5 gefördert und dort in hoher Qualität
gefalzt werden.
[0044] Sowohl die Drucklufteinrichtung 10 als auch die Falzwalzen 5 besitzen jeweils eine
Längserstreckung a, b, welche im Wesentlichen gleich gross ausgebildet sind, aber
natürlich auch unterschiedlich gross ausgebildet sein können. In dem in Fig. 4 gezeigten
weiteren Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 2' ist die Drucklufteinrichtung 10 segmentiert
ausgebildet und weist drei Segmente 32 auf, welche in der zweiten Zuführrichtung 26'
der Vorrichtung 2' hintereinander angeordnet sind. Natürlich können auch Drucklufteinrichtungen
10 mit lediglich zwei oder mit mehr als drei Segmenten 32 verwendet werden. Jedes
Segment 32 der Drucklufteinrichtung 10 ist separat mit Druckluft 12 ansteuerbar ausgebildet
und weist eine Austrittsöffnung 11 für die Druckluft 12 auf. Natürlich können pro
Segment 32 auch mehrere Austrittsöffnungen 11 verwendet und in mindestens einer Reihe
31 angeordnet werden.
[0045] Wie in Fig. 4 dargestellt, sind die Segmente 32 beispielsweise jeweils über ein eigenes,
ebenfalls als Magnetventil ausgebildetes, erstes Steuerelement 17 sowie über jeweils
eine Druckluftleitung 13 mit der Druckluftquelle 14 verbunden. Zudem weisen die Segmente
32 jeweils ein zweites, beispielsweise als Schieber ausgebildetes Steuerelement 18
und jeweils ein drittes, als Druckminderventil ausgebildetes Steuerelement 20 auf.
Aus Übersichtlichkeitsgründen sind hier lediglich die Steuerleitungen 15 von der Steuereinheit
16 zu den ersten Steuerelementen 17 und zur Druckluftquelle 14 gezeigt, während auf
die Darstellung der Steuerleitungen 15 zu den zweiten und zu den dritten Steuerelementen
18, 20 verzichtet worden ist. Natürlich kann statt jeweils einer Druckluftleitung
13 pro Segment 32 auch lediglich eine einzige Druckluftleitung 13 für alle Segmente
32 angeordnet sein, oder die Segmente 32 können gruppiert und mehrere Segmente 32
über eine gemeinsame Druckluftleitung 13 versorgt werden. In diesem Fall sorgen entsprechend
angeordnete, hier nicht dargestellte Steuerelemente für die erforderliche Beaufschlagung
der Segmente 32 bzw. deren Austrittsöffnungen 11 mit Druckluft 12.
[0046] Die Austrittsöffnungen 11 der Segmente 32 weisen jeweils eine Querschnittsfläche
19 auf, wobei die Grösse der Querschnittsflächen 19 beispielsweise durch Verwendung
entsprechend verstellbarer, hier nicht gezeigter, durch das zweite Steuerelement 18
angesteuerter Blenden verändert werden kann. Die Form der Querschnittsflächen 19 ist
frei wählbar, d.h. es können beispielsweise runde, halbrunde oder elliptische, aber
auch rechteckige, dreieckige oder spaltförmige Querschnittsflächen 19 verwendet werden.
Alternativ zur Veränderung der Grösse der Querschnittsflächen 19 oder auch zusätzlich
kann die Druckluft 12 den Austrittsöffnungen 11 jeweils durch ein entsprechendes,
über die Steuereinheit 16 erfolgendes Ansteuern des dritten Steuerelements 20 mit
unterschiedlichem Druck zugeführt werden. Ebenfalls alternativ oder zusätzlich kann
schliesslich mittels der ersten Steuerelemente 17 auch die Zeitdauer der Beaufschlagung
der Segmente 32 und damit deren Austrittsöffnungen 11 mit Druckluft 12 verändert werden.
[0047] Soll mit der in Fig. 4 dargestellten Vorrichtung 2' ein Längsfalz in einem Druckbogen
1 erzeugt werden, wird der jeweilige Druckbogen 1 demnach in der zweiten Zuführrichtung
26' mittig und parallel zu den Drehachsen 6 der Falzwalzen 5 und damit auch parallel
zur Drucklufteinrichtung 10 getaktet zugeführt und in einer Falzposition 33 zum Falzen
bereitgestellt. Dementsprechend löst die Steuereinheit 16 über mit den ersten Steuerelementen
17 verbundene Steuerleitungen 15 einen Druckluftstoss 12' durch die Austrittsöffnungen
11 der Segmente 32 der Drucklufteinrichtung 10 aus, sobald der jeweilige Druckbogen
1 die Falzposition 33 erreicht hat. In Abhängigkeit von den der Steuereinheit 16 bekannten
Eigenschaften des Druckbogens 1, wie beispielsweise dem Format, der Grammatur und
der Geschwindigkeit, ermittelt die Steuereinheit 16 den erforderlichen Druck des zu
erzeugenden Druckluftstosses 12' und stellt diesen mittels des dritten Steuerelements
20 entsprechend ein oder verstellt diesen bei Bedarf. Zudem oder alternativ dazu können
mittels der Steuereinheit 16 und über das zweite Steuerelement 18 die Querschnittsflächen
19 der Austrittsöffnungen 11 und/oder über die erste Steuerelemente 17 auch die Zeitdauer
der Beaufschlagung des jeweiligen Segments 32 und damit die Dauer des Druckluftstosses
12' eingestellt werden. Dabei beträgt die durchschnittliche Dauer eines Druckluftstosses
12' etwa 5 bis 10 Millisekunden (ms) und der verwendete Druck liegt im Bereich von
etwa 300 bis 800 kPA (3 bis 8 bar). Durch die Kraft des Druckluftstosses 12' wird
der zumeist mehrlagige Druckbogen 1 aus der Führungsebene 3 heraus zu den rotierenden
Falzwalzen 5 transportiert, d.h. nahezu flächig an die Falzwalzen 5 gedrückt. Dabei
wird der Druckbogen 1 zunächst im Bereich seiner durch den Aufprall der Druckluft
12 führenden Falzlinie 8 und schliesslich komplett zwischen die Falzwalzen 5, d.h.
in deren Falzspalt 7 gezogen, dort an der Falzlinie 8 abgepresst und schliesslich
nach unten zur nicht näher dargestellten Abtransportstrecke 28 weitergeleitet.
[0048] Aufgrund der Veränderbarkeit der Grösse der Querschnittsflächen 19 und der zusätzlichen
oder auch alternativen, mit unterschiedlichem Druck und/oder Zeitdauer erfolgenden
Zuführung der Druckluft 12 zu den Austrittsöffnungen 11 kann die Vorrichtung 2' relativ
einfach und schnell entsprechend den Eigenschaften des jeweiligen Druckbogens 1 sowie
gemäss den Anforderungen eines aktuellen Fertigungsauftrags eingestellt bzw. verstellt
werden.
[0049] Die Fig. 5 zeigt in einer schematischen, im Wesentlichen analogen Darstellung zur
Fig. 3 einen Schnitt durch ein in Fig. 4 dargestelltes Segment 32 der Drucklufteinrichtung
10. In dieser zusätzlichen Variante verfügt das Segment 32 über zwei separate, mit
der hier nicht dargestellten Druckluftquelle 14 verbundene und jeweils mittels beines
ebenfalls als Magnetventil ausgebildeten Steuerelements 17', 17" sowohl zum Verändern
der Zeitdauer der Beaufschlagung der Austrittsöffnungen 11', 11" mit Druckluft 12
als auch zum Verändern der Querschnittsflächen 19', 19" der Austrittsöffnungen 11',
11" versehene Druckluftleitungen 13', 13". Zudem weist das Segment 32 jeweils eine
an die Druckluftleitungen 13', 13" anschliessende, im Inneren des Segments 32 angeordnete
Verteilleitung 30', 30" für jeweils vier erste bzw. zweite Austrittsöffnungen 11',
11" auf, wobei die ersten Austrittsöffnungen 11' mit dem einen Steuerelement 17' und
die zweiten Austrittsöffnungen 11" mit dem anderen Steuerelement 17" verbunden sind.
Statt den hier dargestellten jeweils vier Austrittsöffnungen 11', 11" können natürlich
auch jeweils zwei, drei oder mehr als vier Austrittsöffnungen mit der Verteilleitung
30' bzw. mit der Verteilleitung 30" verbunden sein. Die Querschnittsflächen 19', 19"
der zur gleichen Verteilleitung 30', 30" gehörenden Austrittsöffnungen 11', 11" sind
jeweils gleiche gross ausgebildet, wobei sich deren Grösse von der Grösse der vier
zur jeweils anderen Verteilleitung 30', 30" gehörenden Austrittsöffnungen 11 ", 11'
derart unterscheiden, dass die vier ersten Austrittsöffnungen 11' mit jeweils einer
grösseren Querschnittsfläche 19' und die vier zweiten Austrittsöffnungen 11" mit jeweils
einer kleineren Querschnittsfläche 19" ausgebildet sind.
[0050] Diese Variante erlaubt eine relativ einfache Dosierung des Druckluftstosses 12' des
Segments 32. Werden beispielsweise beide Steuerelemente 17', 17" geöffnet, resultiert
daraus ein hoher Druck der im Segment 32 verfügbaren Druckluft 12, d.h. ein relativ
starker Druckluftstoss 12'. Sind die beiden Steuerelemente 17', 17" dagegen geschlossen,
ist das Segment 32 inaktiv. Wird nur das mit den jeweils mit einer kleine Querschnittsfläche
19" ausgestatteten Austrittsöffnungen 11" verbundene Steuerelement 17" geöffnet, ergibt
sich ein schwacher Druckluftstoss 12', während ein mittelstarker Druckluftstoss 12'
dann erzeugt wird, wenn lediglich das mit den jeweils mit einer grösseren Querschnittsfläche
19' ausgestatteten Austrittsöffnungen 11' verbundene Steuerelement 17' geöffnet ist.
Durch Öffnen oder Schliessen beider Steuerelemente 17', 17" wird zudem die Zeitdauer
der Beaufschlagung des Segments 32 mit Druckluft 12 verändert. Zusätzlich dazu kann
die Zufuhr der Druckluft 12 zu den Austrittsöffnungen 11', 11" des Segments 32 mit
unterschiedlichem Druck erfolgen, indem ein in der zur Druckluftquelle 14 führenden
Druckluftleitung 13 angeordnetes, beispielsweise als Druckminderventil ausgebildetes,
weiteres Steuerelement 20' (hier nicht dargestellt) von der hier ebenfalls nicht dargestellten
Steuereinheit 16 entsprechend beaufschlagt wird.
[0051] Beim Betrieb der Vorrichtung 2' werden somit mehrere, jeweils mit dem gleichen Steuerelement
17', 17" verbundene Austrittsöffnungen 11', 11" eines Segments 32 gemeinsam mit Druckluft
12 angesteuert. Durch entsprechendes Beaufschlagen der Steuerelemente 17', 17", 20'
kann der Druckluftstoss 12' eines Segments 32, mehrerer oder aller Segmente 32 einfach
und schnell entsprechend den Eigenschaften des in der Falzposition 33 bereitgestellten
Druckbogens 1 dosiert werden.
[0052] Natürlich können die Querschnittsflächen 19', 19" der ersten und zweiten Austrittsöffnungen
11', 11" des Segments 32 der Drucklufteinrichtung 10 auch gleich gross ausgebildet
sein, wobei dann jedoch lediglich eine geringere Abstufung der Dosierung eines Druckluftstosses
12' erreicht wird, als mit den zuvor beschriebenen, unterschiedlich grossen Querschnittsflächen
19', 19". Ebenso können die Querschnittsflächen 19, 19', 19" der Austrittsöffnungen
11, 11', 11" unterschiedlicher Segmente 32 unterschiedlich gross ausgebildet und/oder
Druckluft 12 zu den Austrittsöffnungen 11, 11', 11" unterschiedlicher Segmente 32
mit unterschiedlichem Druck zugeführt und/oder die Zeitdauer der Beaufschlagung unterschiedlicher
Segmente 32 mit Druckluft 12 unterschiedlich gewählt werden.
[0053] Durch Ergreifen zumindest einer dieser Massnahmen können die Segmente 32 vorteilhaft
jeweils gleiche oder unterschiedliche Druckluftstösse 12' auslösen. Dadurch kann der
Falzprozess optimal auf die bereits oben angegebenen Eigenschaften eines aktuell zu
falzenden Druckbogens 1, wie Grammatur, Format, Reibwert, Porosität, Farbbelegung
usw. abgestimmt und somit eine konstant gute Falzqualität erzielt werden. Zudem kann
eine Abweichung zur Falzposition 33 des bereitgestellten Druckbogens 1 durch Einsatz
zumindest einer dieser Massnahmen mindestens teilweise korrigiert werden. Beim Querfalzen
können asymmetrisch gefalzte Druckbogen 1, welche beispielsweise unterschiedliche
über den Druckbogen 1 verteilte Seitenanzahlen aufweisen, mit entsprechend unterschiedlichen
Druckluftstössen 12' beaufschlagt werden, d.h. an Stellen mit einer kleineren Bogendicke
erfolgen Druckluftstösse 12' aus der mindestens einen Austrittsöffnung 11" mit einer
kleineren Querschnittsfläche 19" und/oder mit einem geringeren Druck und/oder über
eine geringere Zeitdauer als an Stellen mit grösserer Bogendicke.
[0054] Die Fig. 6a und 6b zeigen in einem weiteren Ausführungsbeispiel jeweils eine schematische
Seitenansicht einer Vorrichtung 2" zum Längsfalzen von Druckbogen 1', 1", wobei aus
Übersichtlichkeitsgründen die bereits in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Steuerelemente
weggelassen worden sind. Die Drucklufteinrichtung 10 dieser Vorrichtung 2" ist mit
drei stromabwärtigen Segmenten 32' sowie mit drei stromaufwärtigen Segmenten 32" ausgestattet
und weist zwei in der zweiten Zuführrichtung 26' hintereinander angeordnete Falzpositionen
33', 33" auf, in welche Druckbogen 1', 1" mit der hier nur angedeuteten, zweiten Transporteinheit
24' und auf dem ersten Führungselement 21 bereitgestellt werden. Zur Unterstützung
der Bereitstellung eines Druckbogens 1' in der ersten Falzposition 33' ist die Vorrichtung
2" mit einem ersten, in der Führungsebene 3 und an einem stromabwärtigen Ende 34 der
Vorrichtung 2" angeordneten Anschlag 35' ausgestattet. Zur Unterstützung der Bereitstellung
eines Druckbogens 1" in der zweiten Falzposition 33" ist stromauf des mindestens einen
ersten Anschlags 35' mindestens ein weiterer Anschlag 35" angeordnet, und um einen
überformatigen Wert vom ersten Anschlag 35' beabstandet. Beide Anschläge 35', 35"
sind über die Führungsebene 3 anhebbar und/oder unter die Führungsebene 3 absenkbar
ausgebildet. Gegenüber den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Vorrichtungen 2, 2' weist
die Vorrichtung 2" zwei Abtransportstrecken 28', 28" für gefalzten Druckbogen 1',
1" auf.
[0055] Analog der Vorrichtung 2' wird der Vorrichtung 2" ein erster Druckbogen 1' in der
zweiten Zuführrichtung 26' mittig und parallel zu den Drehachsen 6 der Falzwalzen
5 getaktet zugeführt, d.h. zum Falzen bereitgestellt. Die Bereitstellung erfolgt hier
jedoch in einer von mindestens zwei in Zuführrichtung 26' hintereinander vorgesehenen
Falzpositionen 33', 33". Die jeweilige Falzposition 33', 33" wird entsprechend eines
vorgegebenen Fertigungsauftrags ausgewählt und der Druckluftstoss 12' erfolgt jeweils
lediglich auf in der Falzposition 33', 33". befindliche Druckbogen 1', 1". Dementsprechend
löst die Steuereinheit 16 über das erste Steuerelement 17 einen Druckluftstoss 12'
durch die Austrittsöffnungen 11 der Segmente 32' der Drucklufteinrichtung 10 aus,
sobald der Druckbogen 1' die gewünschte Falzposition 33' erreicht hat. Wie bei den
Vorrichtungen 2, 2' kann auch bei dieser Lösung ein den Qualitätsanforderungen nicht
entsprechender Druckbogen 1', 1" mittels der Transporteinheit 24' in der Führungsebene
3 zur Ausschleusstrecke 29 weitertransportiert und damit aus der Vorrichtung 2" ausgeschleust
werden. Dazu wird der ersten Anschlag 35' entweder über die Führungsebene 3 angehoben
oder unter diese abgesenkt. Daher kann auch bei diesem Ausführungsbeispiel eine entsprechende
Weichenfunktion einer vor- oder nachgelagerten Vorrichtung eingespart werden.
[0056] In Fig. 6a ist die Vorrichtung 2" in einem ersten Verfahrensschritt gezeigt, bei
dem zunächst der erste, in der Führungsebene 3 zugeführte Druckbogen 1' in der ersten
Falzposition 33' am ersten Anschlag 35' bereitgestellt worden ist. Der zweite, nachfolgende
Druckbogen 1" ist zu diesem Zeitpunkt ebenfalls bereits teilweise in die Vorrichtung
2" eingeführt worden. Zum Auslösen eines Druckluftstosses 12' und damit zum Zuführen
des ersten Druckbogens 1' zu den Falzwalzen 5 werden durch entsprechende Betätigung
ihrer ersten Steuerelemente 17 lediglich die drei in Zuführrichtung 26' stromabwärtigen
Segmente 32' der Drucklufteinrichtung 10 mit Druckluft 12 beaufschlagt, während die
drei stromaufwärtigen Segmente 32" abgestellt sind. Der gefalzte erste Druckbogen
1' wird sodann durch die Falzwalzen 5 zur ersten Abtransportstrecke 28' weitergeleitet.
[0057] Aufgrund der Ausbildung der Vorrichtung 2 mit zwei Falzpositionen 33', 33" und zwei
Abtransportstrecken 28', 28" sowie aufgrund der segmentweisen Beaufschlagung der Drucklufteinrichtung
10 kann der nachfolgender Druckbogen 1" vorteilhaft bereits dann in die Vorrichtung
2" transportiert werden, wenn der vorlaufende Druckbogen 1' seine Falzposition 33'
noch nicht erreicht hat.
[0058] Der nachfolgende Druckbogen 1" kann dann entweder bis zur gleichen Falzposition 33'
am ersten Anschlag 35' gefördert oder wie in Fig. 6b als zweiter Verfahrensschritt
gezeigt, in der weiter stromauf befindlichen, zweiten Falzposition 33" bereitgestellt
werden, nachdem zuvor der zweite Anschlag 35" in die Führungsebene 3 der Vorrichtung
2" angehoben worden ist. Durch entsprechende Beaufschlagung lediglich der stromaufwärtigen
Segmente 32" der Drucklufteinrichtung 10 wird dieser Druckbogen 1" anschliessend ebenfalls
zu den Falzwalzen 5 gefördert, dort gefalzt und der zweiten Abtransportstrecke 28"
übergeben. Durch die auf diese Weise erfolgende Aufteilung der Druckbogen 1 in zwei
separat zu falzende und an separate Abtransportstrecken 28', 28" weiterzuleitende
Produktströme können die Druckbogen 1', 1" in der Vorrichtung 2" bereits zur Bildung
jeweils zusammengehörender Druckbogen 1', 1", welche später jeweils einen gemeinsamen
Buchblock ergeben sollen, getrennt werden. Dabei kann die die Vorrichtung 2" mittels
der Steuereinheit 16 je nach aktuellem Fertigungsauftrag derart betrieben werden,
dass die Druckbogen 1', 1" jeweils alternativ in einer der beiden Falzpositionen 33',
33" bereitgestellt und damit der entsprechenden Abtransportstrecke 28', 28" zugeführt
werden. Zusätzlich zum bereits oben beschriebenen Ausschleusen ungefalzter Druckbogen
1', 1" auf der Ausschleusstrecke 29 können hier auch bereits gefalzte, den Qualitätsanforderungen
nicht entsprechende Druckbogen 1', 1" auf einer der Abtransportstrecken 28', 28" ausgeschleust
werden, während die Produktion auf der anderen Abtransportstrecke 28", 28' weiter
läuft.
[0059] Bei entsprechender Ausbildung der zweiten Transporteinheit 24', beispielsweise mit
einem oberen und mit unteren Transportbändern 25, 25', 25", kann die Vorrichtung 2"
natürlich auch ohne die Anschläge 35', 35" betrieben werden. In diesem Fall erfolgt
die Bereitstellung der Druckbogen 1', 1" in der jeweiligen Falzposition 33', 33" ausschliesslich
mittels der zweiten Transporteinheit 24' und der Führungselemente 21, 23. Die Anschläge
35', 35" können dann optional zur Unterstützung der Bereitstellung der Druckbogen
1', 1" dienen.
[0060] Die Fig. 6c und 6d zeigen ein weiteres ähnliches Ausführungsbeispiel, mit einer Vorrichtung
2"', mit der statt der beiden voneinander beabstandeten Falzpositionen 33', 33" der
Fig. 6a und 6b zwei einander in der zweiten Zuführrichtung 26' überlappende Falzpositionen
36', 36" und eine gemeinsame Abtransportstrecke 37 für einander überlappende Druckbogen
1', 1" ausgebildet sind. Dazu sind die beiden Anschläge 35', 35" um einen unterformatigen
Wert beabstandet voneinander angeordnet. Je nach anschliessender Weiterverarbeitung
kann damit auf der gemeinsamen Abtransportstrecke 37 vorteilhaft ein Produktstrom
38 aus einander in der zweiten Zuführrichtung 26' teilweise überlappenden, gefalzten
Druckbogen 1', 1" erzeugt werden, welche später entweder einen gemeinsamen Buchblock
bilden oder aber wieder voneinander getrennt werden sollen. Natürlich kann mit dieser
Vorrichtung 2'" durch mehrmalig hintereinander erfolgendes Bereitstellen von Druckbogen
1' in der ersten Falzposition 36' bzw. durch mehrmalig hintereinander erfolgendes
Bereitstellen von Druckbogen 1" in der zweiten Falzposition 36" auch ein nicht dargestellter,
zweiter Produktstrom aus einander in der zweiten Zuführrichtung 26' teilweise überlappenden
Druckbogen 1', 1" erzeugt werden, bei dem sich mehrere aufeinander folgende Druckbogen
1' bzw. mehrere aufeinander folgende Druckbogen 1" zudem quer zur zweiten Zuführrichtung
26' teilweise überlappen.
[0061] Bei den Vorrichtungen 2" und 2" kann ein Druckluftstoss 12' auch bereits vor Erreichen
der jeweiligen Falzposition 33, 33', 33" ausgelöst werden, um den Druckbogen 1, 1',
1" durch eine dementsprechende, quer zur Zuführrichtung 26' erfolgende Verformung
derart zu versteifen, dass die durch Anstossen des Druckbogens 1, 1', 1" an die Anschläge
35', 35" bestehende Gefahr einer Verformung in Zuführrichtung 26' ausgeschlossen werden
kann.
[0062] Bei entsprechender Ausbildung der zweiten Transporteinheit 24', beispielsweise mit
einem oberen und mit unteren Transportbändern 25, 25', 25", kann natürlich auch die
Vorrichtung 2'" ohne die Anschläge 35', 35" betrieben werden. In diesem Fall erfolgt
die Bereitstellung der Druckbogen 1', 1" in der jeweiligen Falzposition 36', 36" ausschliesslich
mittels der zweiten Transporteinheit 24' und der Führungselemente 21, 23. Die Anschläge
35', 35" können dann optional zur Unterstützung der Bereitstellung der Druckbogen
1', 1" dienen.
[0063] Wie in Fig. 7 durch Doppelpfeile angedeutet, ist die ebenfalls drei Segmente 32 aufweisende
Drucklufteinrichtung 10 in einer parallel und beabstandet zur nicht dargestellten
Führungsebene 3 der Vorrichtung 2' verlaufenden Ausrichtebene 39 beispielsweise motorisch
verschiebbar und/oder schwenkbar ausgebildet. Daher kann auch ein der Vorrichtung
2' etwas verschoben oder verdreht zugeführter Druckbogen 1, dessen Falzlinie 8 von
der Reihe 31 der Austrittsöffnungen 11 abweicht, durch entsprechendes Verschieben
und/oder Schwenken der Drucklufteinrichtung 10 genau an der Falzlinie 8 mit Druckluft
12 beaufschlagt und in den zwischen den hier nicht dargestellten Falzwalzen 5 ausgebildeten
Falzspalt 7 befördert werden. Der entsprechende Versatz, d.h. der absolute Betrag,
um den ein zu falzender Druckbogen 1 in der Führungsebene 3 verschoben oder verdreht
ist, wird dazu mittels nicht gezeigter Sensoren festgestellt und an die Steuereinheit
16 weitergeleitet. Daraufhin beaufschlagt die Steuereinheit 16 einen ebenfalls nicht
gezeigten Stellmotor, welcher die Drucklufteinrichtung 10 in der Ausrichtebene 39
verschiebt und/oder schwenkt und somit den Versatz des Druckbogens 1 ausgleicht.
[0064] Alternativ zur Lösung gemäss Fig. 7 zeigt die Fig. 8 ein weiteres Ausführungsbeispiel
mit einer gleichfalls drei Segmente 32 aufweisenden Drucklufteinrichtung 10, deren
Austrittsöffnungen 11 in drei parallel zum Falzspalt 7 verlaufenden Reihen 31', 31",
31'" angeordnet sind. Wird hier mittels ebenfalls nicht gezeigten Sensoren ein Versatz
des zu falzenden Druckbogens 1 in der Führungsebene 3 festgestellt, muss die Drucklufteinrichtung
10 zur Anpassung der Position der Austrittsöffnungen 11 nicht wie bei dem in Fig.
7 gezeigten Ausführungsbeispiel in einer Ausrichtebene 39 verschoben und/oder geschwenkt
werden. Vielmehr genügt zum Ausgleich des Versatzes eine entsprechende Ansteuerung
der in den jeweiligen Reihen 31', 31", 31'" befindlichen Austrittsöffnungen 11, die
dazu parallel zum Falzspalt 7 und segmentweise versetzt mit Druckluft 12 beaufschlagt
werden. Bei dem in Fig. 8 gezeigten Versatz des Druckbogens 1 könnten beispielsweise
die in der ersten Reihe 31' angeordneten Austrittsöffnungen 11 des stromaufwärtigen
Segments 32, die in der zweiten Reihe 31" angeordneten Austrittsöffnungen 11 des mittlerem
Segments 32 und die in der dritten Reihe 31'" angeordneten Austrittsöffnungen 11 des
stromabwärtigen Segments 32 mit Druckluft 12 angesteuert werden. Zur Realisierung
dieser Lösung können die Austrittsöffnungen 11 der Drucklufteinrichtung 10 natürlich
auch in zwei oder in mehr als drei, jeweils parallel zum Falzspalt 7 ausgerichteten
Reihen 31 und in mehr als drei Segmenten 32 angeordnet sein.
[0065] Bei allen Ausführungsbeispielen kann zur Verbesserung der Falzqualität, insbesondere
zur Vermeidung von Eselsohren im gefalzten Druckbogen 1, 1', 1", nach dem Druckluftstoss
12' mindestens ein zweiter auf den gleichen Druckbogen 1 gerichteter Druckluftstoss
12" erfolgen (vgl. Figuren 1, 2, 4 und 6a bis 6c), dessen Druck und/oder Zeitdauer
gegenüber dem ersten Druckluftstoss vorzugsweise unterschiedlich gewählt wird. Damit
kann die Falzqualität des Druckbogens weiter verbessert werden.
1. Vorrichtung zum Falzen von Druckbogen,
• mit einer Führungsebene (3), in welcher ein Druckbogen (1, 1', 1") in einer Falzposition
(33, 33', 33", 36', 36") bereitstellbar ist,
• mit mindestens zwei auf einer ersten Seite (4) der Führungsebene (3) angeordneten,
jeweils eine Drehachse (6) aufweisenden und zwischen sich einen Falzspalt (7) für
den zu falzenden Druckbogen (1, 1', 1") bildenden Falzwalzen (5), deren Drehachsen
(6) sowohl parallel zueinander als auch im Wesentlichen parallel zur Führungsebene
(3) ausgerichtet sind,
• mit einer im Wesentlichen parallel zu den Drehachsen (6) der Falzwalzen (5) ausgerichteten,
auf einer der ersten Seite (4) der Führungsebene (3) gegenüberliegenden zweiten Seite
(9) der Führungsebene (3) und im Bereich des Falzspalts (7) angeordneten Drucklufteinrichtung
(10), welche mit einer Druckluftquelle (14) sowie mit einer Steuereinheit (16) verbunden
ist und mindestens eine auf den Falzspalt (7) gerichtete Austrittsöffnung (11, 11',
11") für Druckluft (12) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2, 2', 2", 2'") mit der Druckluftquelle (14) und der Steuereinheit
(16) verbundene Steuerelemente (17, 18, 20; 17', 17", 20') zum Verändern einer Zeitdauer
der Beaufschlagung der mindestens einen Austrittsöffnung (11, 11', 11") der Drucklufteinrichtung
(10) mit Druckluft (12) und/oder zum Verändern einer Querschnittsfläche (19, 19',
19") dieser Austrittsöffnung (11, 11', 11") und/oder zum Verändern eines Druckes der
dieser Austrittsöffnung (11, 11', 11") zuführbaren Druckluft (12) aufweist, wobei
die Steuerelemente (17, 18, 20; 17', 17", 20') über die Steuereinheit (16) derart
ansteuerbar sind, dass die Zeitdauer der Beaufschlagung der mindestens einen Austrittsöffnung
(11, 11', 11") mit Druckluft (12) und/oder die Querschnittsfläche (19, 19', 19") dieser
Austrittsöffnung (11, 11', 11") und/oder der Druck der dieser Austrittsöffnung (11,
11', 11") zuführbaren Druckluft (12) an die Eigenschaften des bereitgestellten Druckbogens
(1, 1', 1 ") anpassbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklufteinrichtung (10)
• mindestens zwei erste Austrittsöffnungen (11') mit gleich grossen Querschnittsflächen
(19') und mindestens zwei zweite Austrittsöffnungen (11") mit gleich grossen Querschnittsflächen
(19") aufweist, wobei die Querschnittsflächen (19') der ersten Austrittsöffnungen
(11') vorzugsweise eine unterschiedliche Grösse zu den Querschnittsflächen (19") der
zweiten Austrittsöffnungen (11 ") besitzen,
• mindestens ein Steuerelement (17') und mindestens ein anderes Steuerelement (17")
zum Verändern der Zeitdauer der Beaufschlagung der Austrittsöffnungen (11', 11") mit
Druckluft (12) und zum Verändern der Querschnittsflächen (19', 19") der Austrittsöffnungen
(11', 11") aufweist, wobei die ersten Austrittsöffnungen (11') mit dem einen Steuerelement
(17') und die zweiten Austrittsöffnungen (11 ") mit dem anderen Steuerelement (17")
verbunden sind,
• mindestens ein mit den Austrittsöffnungen (11', 11") verbundenes, weiteres Steuerelement
(20') zum Verändern eines Druckes der den Austrittsöffnungen (11', 11") zuführbaren
Druckluft (12) aufweist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (2, 2', 2", 2'") zum Bereitstellen des Druckbogens (1, 1', 1") eine
im Wesentlichen rechtwinklig zu den Drehachsen (6) der Falzwalzen (5) verlaufende,
erste Zuführrichtung (26) oder eine im Wesentlichen parallel zu den Drehachsen (6)
der Falzwalzen (5) verlaufende, zweite Zuführrichtung (26') aufweist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklufteinrichtung (10) mindestens zwei in der ersten Zuführrichtung (26) nebeneinander
oder in der zweiten Zuführrichtung (26') hintereinander angeordnete, jeweils mindestens
eine mit einer Querschnittsfläche (19) versehene Austrittsöffnung (11, 11', 11") aufweisende
Segmente (32, 32', 32") besitzt, wobei jedes Segment (32, 32', 32") mit der Druckluftquelle
(14) sowie der Steuereinheit (16) verbunden ist, mindestens ein Steuerelement (17,
18, 20; 17', 17", 20') aufweist und separat mit Druckluft (12) ansteuerbar ausgebildet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (32, 32', 32") jeweils mindestens ein erstes Steuerelement (17) zum
Verändern der Zeitdauer der Beaufschlagung der mindestens einen Austrittsöffnung (11,
11', 11") mit Druckluft (12) und/oder mindestens ein zweites Steuerelement (18) zum
Verändern der Querschnittsfläche (19) dieser Austrittsöffnung (11, 11', 11") und/oder
mindestens ein drittes Steuerelement (20) zum Verändern eines Druckes der dieser Austrittsöffnung
(11, 11', 11") zuführbaren Druckluft (12) aufweisen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Wesentlichen in der Führungsebene (3) mindestens ein erstes Führungselement (21)
für den Druckbogen (1, 1', 1") und zwischen dem mindestens einen, ersten Führungselement
(21) sowie der Drucklufteinrichtung (10) mindestens ein zweites Führungselement (23)
für den Druckbogen (1, 1', 1") angeordnet ist, wobei das zweite Führungselement (23)
bis unmittelbar in den bereich der Austrittsöffnungen (11, 11', 11") der Drucklufteinrichtung
(10) reicht.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Führungsebene (3), in der zweiten Zuführrichtung (26') hintereinander, mindestens
eine erste und eine zweite Falzposition (33', 33") ausgebildet und die Falzpositionen
(33', 33") beabstandet voneinander angeordnet sind, wobei stromab der Falzwalzen (5)
mindestens zwei Abtransportstrecken (28', 28") angeordnet sind, und wobei eine erste
Abtransportstrecke (28') mindestens einen in der ersten Falzposition (33') bereitgestellten
Druckbogen (1') und eine zweite Abtransportstrecke (28") mindestens einen in der zweiten
Falzposition (33") bereitgestellten Druckbogen (1 ") aufnehmbar ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in der Führungsebene (3), in der zweiten Zuführrichtung (26') hintereinander, mindestens
eine erste und eine zweite Falzposition (36', 36") ausgebildet und die Falzpositionen
(36', 36") einander überlappend angeordnet sind, wobei stromab der Falzwalzen (5)
eine gemeinsame Abtransportstrecke (37) angeordnet ist, welche mindestens einen in
der ersten Falzposition (36') bereitgestellten Druckbogen (1') und mindestens einen
in der zweiten Falzposition (36") bereitgestellten Druckbogen (1 ") einander in der
zweiten Zuführrichtung (26') überlappend aufnehmbar ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Führungsebene (3) mindestens ein erster und mindestens ein zweiter Anschlag
(35', 35") ausgebildet sind, wobei der zweite Anschlag (35") in der zweiten Zuführrichtung
(26') stromauf des ersten Anschlags (35') angeordnet ist, und wobei beide Anschläge
(35', 35") über die Führungsebene (3) anhebbar und/oder unter die Führungsebene (3)
absenkbar ausgebildet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklufteinrichtung (10) eine parallel und beabstandet zur Führungsebene (3)
verlaufende Ausrichtebene (39) aufweist und in dieser Ausrichtrebene (39) verschiebbar
und/oder schwenkbar angeordnet ist.
11. Verfahren zum Falzen von Druckbogen, bei dem
• ein Druckbogen (1, 1', 1") in einer in einer Führungsebene (3) befindlichen Falzposition
(33, 33', 33", 36', 36") bereitgestellt wird,
• der Druckbogen (1, 1', 1") auf einer ersten Seite (4) der Führungsebene (3) in einem
Falzspalt (7) zwischen mindestens zwei, jeweils eine Drehachse (6) aufweisenden, rotierenden
Falzwalzen (5) gefalzt wird, wobei die Drehachsen (6) sowohl parallel zueinander als
auch parallel zur Führungsebene (3) ausgerichtet sind,
• im Bereich des Falzspalts (7), von einer der ersten Seite (4) gegenüberliegenden
zweiten Seite (9) der Führungsebene (3) aus, ein auf den in der Falzposition (33,
33', 33", 36', 36") bereitgestellten Druckbogen (1, 1', 1") mit ebenfalls bereitgestellter
Druckluft (12) gerichteter Druckluftstoss (12') aus mindestens einer Austrittsöffnung
(11, 11', 11") einer mit einer Druckluftquelle (14) sowie mit einer Steuereinheit
(16) verbundenen Drucklufteinrichtung (10) ausgelöst und der bereitgestellte Druckbogen
(1, 1', 1") unter Einwirkung des Druckluftstosses (12') aus der Führungsebene (3)
heraus zu den rotierenden Falzwalzen (5) transportiert wird,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Zeitdauer der Beaufschlagung der mindestens einen Austrittsöffnung (11, 11',
11") der Drucklufteinrichtung (10) mit Druckluft (12) und/oder eine Querschnittsfläche
(19) dieser Austrittsöffnung (11, 11'. 11") und/oder ein Druck der dieser Austrittsöffnung
(11, 11', 11") zugeführten Druckluft (12) an die Eigenschaften des bereitgestellten
Druckbogens (1, 1', 1") angepasst und dazu mittels der Steuereinheit (16) verändert
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklufteinrichtung (10) mindestens zwei erste Austrittsöffnungen (11') mit
gleich grossen Querschnittsflächen (19') und mindestens zwei zweite Austrittsöffnungen
(11 ") mit gleich grossen Querschnittsflächen (19") aufweist, wobei die Querschnittsflächen
(19') der ersten Austrittsöffnungen (11') vorzugsweise eine unterschiedliche Grösse
zu den Querschnittsflächen (19") der zweiten Austrittsöffnungen (11") besitzen, mindestens
einem Steuerelement (17') und mindestens einem anderen Steuerelement (17") zum Verändern
der Zeitdauer der Beaufschlagung der Austrittsöffnungen (11', 11") mit Druckluft (12)
und zum Verändern der Querschnittsflächen (19', 19") der Austrittsöffnungen (11',
11"), wobei die Zeitdauer der Beaufschlagung der ersten und zweiten Austrittsöffnungen
(11', 11") mit Druckluft (12) und die Querschnittsflächen (19', 19") der Austrittsöffnungen
(11', 11") jeweils dadurch verändert werden, dass die ersten Austrittsöffnungen (11')
durch das eine Steuerelement (17') und die zweiten Austrittsöffnungen (11") durch
das andere Steuerelement (17") beaufschlagt werden, wobei zudem wahlweise ein Druck
der den Austrittsöffnungen (11', 11") zugeführten Druckluft (12) durch Beaufschlagen
mindestens eines mit den Austrittsöffnungen (11', 11") verbundenen, weiteren Steuerelements
(20') verändert wird.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckbogen (1, 1', 1") in einer ersten, im Wesentlichen rechtwinklig zu den Drehachsen
(6) der Falzwalzen (5) verlaufenden Zuführrichtung (26) oder in einer zweiten, im
Wesentlichen parallel zu den Drehachsen (6) der Falzwalzen (5) verlaufenden Zuführrichtung
(26') bereitgestellt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklufteinrichtung (10) mindestens zwei in der ersten Zuführrichtung (26) nebeneinander
oder in der zweiten Zuführrichtung (26') hintereinander angeordnete, jeweils mindestens
eine mit einer Querschnittsfläche (19) versehene Austrittsöffnung (11, 11', 11") aufweisende
Segmente (32, 32', 32") besitzt, wobei jedes Segment (32, 32', 32") separat mit Druckluft
(12) angesteuert wird und die Steuereinheit (16) einen entsprechend den Eigenschaften
des bereitgestellten Druckbogens (1, 1', 1") modifizierten Druckluftstoss (12') aus
der mindestens einen Austrittsöffnung (11, 11', 11") mindestens eines der Segmente
(32, 32', 32") der Drucklufteinrichtung (10) auf den bereitgestellten Druckbogen (1,
1', 1") auslöst.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucklufteinrichtung (10) zum Ausgleich eines in der Führungsebene (3) verschoben
und/oder geschwenkt zur Zuführrichtung (26, 26') bereitgestellten Druckbogens (1,
1', 1") dementsprechend parallel zur Führungsebene (3) verschoben und/oder geschwenkt
wird.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckbogen (1, 1', 1") in einer von mindestens zwei in der zweiten Zuführrichtung
(26') hintereinander vorgesehenen Falzpositionen (33', 33") bereitgestellt wird, wobei
die jeweilige Falzposition (33', 33") entsprechend eines vorgegebenen Fertigungsauftrags
ausgewählt wird und der Druckluftstoss (12') lediglich auf den in der in Falzposition
(33', 33") bereitgestellten Druckbogen (1, 1', 1") erfolgt, und wobei der Druckbogen
(1, 1', 1") nach dem Falzen von einer von mindestens zwei Abtransportstrecken (28',
28") aufgenommen wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei aufeinander folgende Druckbogen (1', 1") jeweils in einer anderen
von mindestens zwei in der zweiten Zuführrichtung (26') hintereinander vorgesehenen
Falzpositionen (33', 33") beabstandet voneinander bereitgestellt werden, wobei die
jeweilige Falzposition (33', 33") entsprechend eines vorgegebenen Fertigungsauftrags
ausgewählt wird und der Druckluftstoss (12') jeweils lediglich auf in der Falzposition
(33', 33") befindliche Druckbogen (1', 1") erfolgt, und wobei die Druckbogen (1',
1") nach dem Falzen von jeweils einer anderen von mindestens zwei Abtransportstrecken
(28', 28") aufgenommen werden.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei aufeinander folgende Druckbogen (1', 1") jeweils in einer anderen
von mindestens zwei in der zweiten Zuführrichtung (26') hintereinander vorgesehenen
Falzpositionen (36', 36") einander überlappend bereitgestellt werden, wobei die jeweilige
Falzposition (36', 36") entsprechend eines vorgegebenen Fertigungsauftrags ausgewählt
wird und der Druckluftstoss (12') jeweils lediglich auf in der Falzposition (36',
36") befindliche Druckbogen (1', 1") erfolgt, und wobei die Druckbogen (1', 1") nach
dem Falzen von einer gemeinsamen Abtransportstrecke (37) einander überlappend aufgenommen
werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Druckluftstoss (12') mindestens ein zweiter auf den gleichen Druckbogen
(1, 1', 1") gerichteter Druckluftstoss (12") erfolgt, wobei vorzugsweise Druck und/oder
Zeitdauer des zweiten Druckluftstosses (12") gegenüber dem Druckluftstoss (12') verändert
werden.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckluftstoss (12') auf einen bereitgestellten Druckbogen (1, 1', 1") unterdrückt
und dieser Druckbogen (1, 1', 1") in der Führungsebene (3) ausgeschleust wird.
1. An apparatus for folding printed sheets, comprising
• a guide plane (3), in which a printed sheet (1, 1', 1") can be made available in
a folding position (33, 33', 33", 36', 36"),
• at least two folding rollers (5) disposed on a first side (4) of the guide plane
(3), each having a rotational axis (6) and between them forming a folding gap (7)
for the printed sheet (1, 1', 1") that is to be folded, the rotational axes (6) of
said folding rollers (5) being oriented parallel to one another as well as substantially
parallel to the guide plane (3),
• a compressed-air device (10), oriented substantially parallel to the rotational
axes (6) of the folding rollers (5) and located on a second side (9) lying opposite
the first side (4) of the guide plane (3) in the region of the folding gap (7), said
compressed-air device (10) being connected to a compressed-air source (14) and to
a control unit (16) and having at least one outlet (11, 11', 11 ") for compressed
air (12), which is directed at the folding gap (7),
characterized in that the apparatus (2, 2', 2", 2"') includes control elements (17, 18, 20; 17', 17", 20'),
connected to the compressed-air source (14) and to the control unit (16), for varying
the duration of the supply of compressed air (12) to the at least one outlet (11,
11', 11") of the compressed-air device (10) and/or for varying the cross-sectional
area (19, 19', 19") of said outlet (11, 11', 11") and/or for varying the pressure
of the compressed air (12) delivered to said outlet (11, 11', 11"), in which case
the control elements (17, 18, 20; 17', 17", 20') can be controlled via the control
unit (16) in such a way that the duration of the supply of compressed air (12) to
the at least one outlet (11, 11', 11") and/or the cross-sectional area (19, 19', 19")
of said outlet (11, 11', 11") and/or the pressure of the compressed air (12) delivered
to said outlet (11, 11', 11") can be adapted to the properties of the available printed
sheet (1, 1', 1 ").
2. An apparatus according to Claim 1,
characterized in that the compressed-air device (10) includes
• at least two first outlets (11') having cross-sectional areas (19') of equal size
and at least two second outlets (11") having cross-sectional areas (19") of equal
size, the cross-sectional areas (19') of the first outlets (11') preferably differing
in size from the cross-sectional areas (19") of the second outlets (11"),
• at least one control element (17') and at least one other control element (17")
for varying the duration of the supply of compressed air (12) to the outlets (11',
11") and for varying the cross-sectional areas (19', 19") of the outlets (11', 11"),
the first outlets (11') being connected to one control element (17') and the second
outlets (11") being connected to the other control element (17"),
• at least one additional control element (20') connected to the outlets (11', 11")
for varying the pressure of the compressed air (12) supplied to said outlets (11',
11").
3. An apparatus according to Claim 1 or 2, characterized in that, for the supply of the printed sheets (1, 1', 1"), the apparatus (2, 2'. 2", 2"')
has a first feed direction (26) extending substantially perpendicular to the rotational
axes (6) of the folding rollers (5) or a second feed direction (26') extending substantially
parallel to the rotational axes (6) of the folding rollers (5).
4. An apparatus according to Claim 3, characterized in that the compressed-air device (10) has at least two segments (32, 32', 32"), disposed
side by side in the first feed direction (26) or one behind the other in the second
feed direction (26'), each having at least one outlet (11, 11', 11") provided with
a cross-sectional area (19) and each segment (32, 32', 32") being connected to the
compressed-air source (14) and to the control unit (16) and including at least one
control element (17, 18, 20; 17', 17", 20') and being designed in such a way that
it can be activated separately with compressed air (12).
5. An apparatus according to Claim 4, characterized in that the segments (32, 32', 32") each include at least one first control element (17)
for varying the duration of the supply of compressed air (12) to the at least one
outlet 11, 11', 11") and/or at least one second control element (18) for varying the
cross-sectional area (19) of said outlet (11, 11', 11") and/or at least one third
control element (20) for varying the pressure of the compressed air (12) supplied
to said outlet (11, 11', 11 ").
6. An apparatus according to one of Claims 1 to 5, characterized in that at least one first guide element (21) for the printed sheet (1, 1', 1") is disposed
substantially in the guide plane (3), and at least one second guide element (23) for
the printed sheet (1, 1', 1") is disposed between the at least one first guide element
(21) and the compressed-air device (10), the second guide element (23) extending directly
into the region of the outlets (11, 11', 11 ") of the compressed-air device (10).
7. An apparatus according to one of Claims 3 to 6, characterized in that at least a first and a second folding position (33', 33") are formed in the guide
plane (3), these being arranged one behind the other in the second feed direction
(26') and disposed a distance apart from one another, in which case, located downstream
of the folding rollers (5), there are at least two delivery sections (28', 28"), a
first delivery section (28') being designed to receive at least one printed sheet
(1') made available in the first folding position (33') and a second delivery section
(28") being designed to receive at least one printed sheet (1") made available in
the second folding position (33").
8. An apparatus according to one of Claims 3 to 6, characterized in that at least a first and a second folding position (36', 36") are formed in the guide
plane (3), these being disposed one behind the other in the second feed direction
(26') in such a way as to overlap one another, in which case, located downstream of
the folding rollers (5), there is a shared delivery section (37) designed to receive
at least one printed sheet (1') made available in the first folding position (36')
and at least one printed sheet (1") made available in the second folding position
(36"), said printed sheets overlapping one another in the second feed direction (26').
9. An apparatus according to one of Claims 3 to 8, characterized in that at least one first and at least one second limit stop (35', 35") are provided in
the guide plane (3), the second limit stop (35") being provided upstream of the first
limit stop (35') in the second feed direction (26') and both limit stops (35', 35")
being formed so that they can be raised above the guide plane (3) and/or lowered below
the guide plane (3).
10. An apparatus according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the compressed-air device (10) has an alignment plane (39), extending parallel to,
and at a distance from, the guide plane (3), and said compressed-air device (10) is
designed to be displaceable and/or capable of swivelling in said alignment plane (39).
11. A method of folding printed sheets, in which
• a printed sheet (1, 1', 1") is made available in a folding position (33, 33', 33",
36', 36") located in a guide plane (3),
• the printed sheet (1, 1', 1") is folded on a first side (4) of the guide plane (3)
in a folding gap (7) formed between at least two rotating folding rollers (5), each
of said rollers (5) having a rotational axis (6) and said rotational axes (6) being
oriented parallel to one another as well as parallel to the guide plane (3),
• in the region of the folding gap (7), from a second side (9) of the guide plane
(3) located opposite the first side (4), a blast of compressed air (12') is released
from at least one outlet (11, 11', 11") of a compressed-air device (10) connected
to a compressed-air source (14) and to a control unit (16) and is directed at the
printed sheet (1, 1', 1") made available in the folding position (33, 33', 33", 36',
36"), and the printed sheet (1, 1', 1"), under the effect of the blast of compressed
air (12'), is conveyed from the guide plane (3) to the rotating folding rollers (5),
characterized in that the duration of the supply of compressed air (12) to the at least one outlet (11,
11', 11") of the compressed-air device (10) and/or the cross-sectional area (19) of
said outlet (11, 11', 11") and/or the pressure of the compressed air (12) delivered
to said outlet (11, 11', 11") are/is adapted to the properties of the available printed
sheets (1, 1', 1") and is varied accordingly by means of the control unit (16).
12. A method according to Claim 11, characterized in that the compressed-air device (10) has at least two first outlets (11') having cross-sectional
areas (19') of equal size and at least two second outlets (11") having cross-sectional
areas (19") of equal size, the cross-sectional areas (19') of the first outlets (11')
preferably differing in size from the cross-sectional areas (19") of the second outlets
(11"), with at least one control element (17') and at least one other control element
(17") for varying the duration of the supply of compressed air (12) to the outlets
(11', 11") and for varying the cross-sectional areas (19', 19") of the outlets (11',
11"), in which case the duration of the supply of compressed air (12) to the first
and second outlets (11', 11") and the cross-sectional areas (19', 19") of said outlets
(11', 11") respectively are varied in that the first outlets (11'), are acted on by one control element (17') and the second
outlets (11") are acted on by the other control element (17"), and in addition the
pressure of the compressed air (12) supplied to the outlets (11', 11") is optionally
varied by means of at least one additional control element (20') connected to said
outlets (11', 11 ").
13. A method according to Claim 11 or 12, characterized in that the printed sheet (1, 1', 1") is made available in a first feed direction (26) extending
substantially perpendicular to the rotational axes (6) of the folding rollers (5)
or in a second feed direction (26') extending substantially parallel to the rotational
axes (6) of the folding rollers (5).
14. A method according to Claim 13, characterized in that the compressed-air device (10) has at least two segments (32, 32', 32"), which are
disposed side by side in the first feed direction (26) or one behind the other in
the second feed direction (26'), each segment (32, 32', 32") having at least one outlet
(11, 11'. 11") which is provided with a cross-sectional area (19) and is activated
separately with compressed air (12), the control unit (16) triggering a blast of compressed
air (12'), modified according to the properties of the available printed sheet (1,
1', 1"), from the at least one outlet (11, 11', 11") of at least one of the segments
(32, 32', 32") of the compressed-air device (10) onto the provided printed sheet (1,
1', 1").
15. A method according to Claim 13 or 14, characterized in that, in order to compensate for a printed sheet (1, 1', 1") made available in the guide
plane (3) but displaced and/or skewed relative to the feed direction (26, 26'), the
compressed-air device (10) is displaced and/or swivelled parallel to the guide plane
(3) as appropriate.
16. A method according to one of Claims 13 to 15, characterized in that the printed sheet (1, 1', 1") is made available in one of at least two folding positions
(33', 33") disposed one behind the other in the second feed direction (26'), the actual
folding position (33', 33") being selected in accordance with a given production order
and the blast of compressed air (12') being directed only at the printed sheet (1,
1', 1") made available in said folding position (33', 33"), and, after the folding
process, the printed sheet (1, 1', 1") is received by one of at least two delivery
sections (28', 28").
17. A method according to one of Claims 13 to 15, characterized in that at least two successive printed sheets (1', 1") are provided a distance apart from
one another, each in a different one of at least two folding positions (33', 33")
disposed one behind the other in the second feed direction (26'), the actual folding
position (33', 33") being selected in accordance with a given production order and
the blast of compressed air (12') in each case being directed only at printed sheets
(1', 1") placed in said folding position (33', 33") and, after the folding process,
the printed sheets (1', 1") are respectively received by a different one of at least
two delivery sections (28', 28").
18. A method according to one of Claims 13 to 15, characterized in that at least two successive printed sheets (1', 1"), are each made available in a different
one of at least two folding positions (36', 36") disposed one behind the other in
the second feed direction (26') and overlapping one another, the actual folding position
(36', 36") being selected in accordance with a given production order and the blast
of compressed air (12') in each case being directed only at printed sheets (1', 1")
placed in said folding position (36', 36") and then, after the folding process, the
printed sheets (1', 1") are received, overlapping one another, by a shared delivery
section (37).
19. A method according to one of Claims 11 to 18, characterized in that, after the blast of compressed air (12'), at least a second blast of compressed air
(12") is directed at the same printed sheets (1, 1', 1"), pressure and/or duration
of the second blast of compressed air (12") preferably differing from the first blast
of compressed air (12').
20. A method according to one of Claims 11 to 19, characterized in that the blast of compressed air (12') for an available printed sheet (1, 1', 1") is suppressed
and said printed sheet (1, 1', 1") is ejected in the guide plane (3).
1. Dispositif dévolu au pliage de feuillets imprimés, comprenant
• un plan de guidage (3), dans lequel un feuillet imprimé (1, 1', 1") peut être tenu
en attente en un emplacement de pliage (33, 33', 33", 36', 36"),
• au moins deux cylindres plieurs (5) qui sont situés sur un premier côté (4) dudit
plan de guidage (3), sont respectivement munis d'un axe de rotation (6), réservent
entre eux un interstice de pliage (7) destiné au feuillet imprimé (1, 1', 1") à plier,
et dont les axes de rotation (6) sont orientés tant parallèlement l'un à l'autre,
que pour l'essentiel parallèlement audit plan de guidage (3),
• un système (10) à air comprimé, qui est orienté pour l'essentiel parallèlement auxdits
axes de rotation (6) desdits cylindres plieurs (5), est situé sur un second côté (9)
du plan de guidage (3) pointant à l'opposé dudit premier côté (4) dudit plan de guidage
(3), et dans la région de l'interstice de pliage (7), est raccordé à une source (14)
d'air comprimé, ainsi qu'à une unité de commande (16), et est doté d'au moins un orifice
(11, 11', 11") de sortie d'air comprimé (12), dirigé vers ledit interstice de pliage
(7),
caractérisé par le fait que ledit dispositif (2, 2', 2", 2"') comporte des éléments de commande (17, 18, 20 ;
17', 17", 20') reliés à la source (14) d'air comprimé et à l'unité de commande (16)
en vue de faire varier une durée de la sollicitation, par de l'air comprimé (12),
de l'orifice de sortie (11, 11', 11") à présence minimale dans le système (10) à air
comprimé, et/ou de faire varier une aire de section transversale (19, 19', 19") de
cet orifice de sortie (11, 11', 11"), et/ou de faire varier une pression de l'air
comprimé (12) pouvant être délivré à cet orifice de sortie (11, 11', 11"), lesdits
éléments de commande (17, 18, 20 ; 17', 17", 20') pouvant être activés, par l'intermédiaire
de ladite unité de commande (16), de façon telle que la durée de la sollicitation,
par de l'air comprimé (12), de l'orifice de sortie (11, 11', 11") à présence minimale,
et/ou l'aire de section transversale (19, 19', 19") de cet orifice de sortie (11,
11', 11 "), et/ou la pression de l'air comprimé (12) pouvant être délivré à cet orifice
de sortie (11, 11', 11"), puisse(nt) être adaptée(s) aux propriétés du feuillet imprimé
(1, 1', 1") tenu en attente.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé par le fait que le système (10) à air comprimé comprend
• au moins deux premiers orifices de sortie (11') à aires de section transversale
(19') identiques et au moins deux seconds orifices de sortie (11") à aires de section
transversale (19") identiques, les aires de section transversale (19') desdits premiers
orifices de sortie (11') présentant, de préférence, une grandeur différant de celle
des aires de section transversale (19") desdits seconds orifices de sortie (11"),
• au moins un élément de commande (17') et au moins un autre élément de commande (17"),
en vue de faire varier la durée de la sollicitation des orifices de sortie (11', 11")
par de l'air comprimé (12), et de faire varier les aires de section transversale (19',
19") desdits orifices de sortie (11', 11"), les premiers orifices de sortie (11')
étant reliés à l'un (17') desdits éléments de commande, et les seconds orifices de
sortie (11") étant reliés à l'autre élément de commande (17"),
• au moins un élément supplémentaire de commande (20'), relié auxdits orifices de
sortie (11', 11 ") et conçu pour faire varier une pression de l'air comprimé (12)
pouvant être délivré auxdits orifices de sortie (11', 11").
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait que ledit dispositif (2, 2', 2", 2"') comprend, pour la tenue en attente du feuillet
imprimé (1, 1', 1"), une première direction d'amenée (26) s'étendant pour l'essentiel
perpendiculairement aux axes de rotation (6) des cylindres plieurs (5), ou une seconde
direction d'amenée (26') s'étendant pour l'essentiel parallèlement auxdits axes de
rotation (6) desdits cylindres plieurs (5).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé par le fait que le système (10) à air comprimé compte au moins deux segments (32, 32', 32") qui sont
placés en juxtaposition dans la première direction d'amenée (26) ou en succession
dans la seconde direction d'amenée (26'), et sont respectivement pourvus d'au moins
un orifice de sortie (11, 11', 11") présentant une aire de section transversale (19),
sachant que chaque segment (32, 32', 32") est relié à la source (14) d'air comprimé,
ainsi qu'à l'unité de commande (16), comporte au moins un élément de commande (17,
18, 20 ; 17', 17", 20') et est réalisé pour pouvoir être activé distinctement par
de l'air comprimé (12).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé par le fait que les segments (32, 32', 32") comprennent, à chaque fois, au moins un premier élément
de commande (17) conçu pour faire varier la durée de la sollicitation, par de l'air
comprimé (12), de l'orifice de sortie (11, 11', 11") à présence minimale, et/ou au
moins un deuxième élément de commande (18) conçu pour faire varier l'aire de section
transversale (19) de cet orifice de sortie (11, 11', 11 "), et/ou au moins un troisième
élément de commande (20) conçu pour faire varier une pression de l'air comprimé (12)
pouvant être délivré à cet orifice de sortie (11, 11', 11").
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait qu'au moins un premier élément (21) de guidage du feuillet imprimé (1, 1', 1") et, entre
ledit premier élément de guidage (21) à présence minimale et le système (10) à air
comprimé, au moins un second élément (23) de guidage dudit feuillet imprimé (1, 1',
1"), sont situés pour l'essentiel dans le plan de guidage (3), ledit second élément
de guidage (23) s'étendant directement jusque dans la région des orifices de sortie
(11, 11', 11") dudit système (10) à air comprimé.
7. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé par le fait qu'au moins des premier et second emplacements de pliage (33', 33") sont ménagés dans
le plan de guidage (3), l'un derrière l'autre dans la seconde direction d'amenée (26'),
et lesdits emplacements de pliage (33', 33") sont implantés à distance l'un de l'autre,
au moins deux trajets d'enlèvement (28', 28") étant situés en aval des cylindres plieurs
(5), sachant qu'un premier trajet d'enlèvement (28') est réalisé pour pouvoir recevoir
au moins un feuillet imprimé (1') tenu en attente audit premier emplacement de pliage
(33'), et qu'un second trajet d'enlèvement (28") est réalisé pour pouvoir recevoir
au moins un feuillet imprimé (1") tenu en attente audit second emplacement de pliage
(33").
8. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé par le fait qu'au moins des premier et second emplacements de pliage (36', 36") sont ménagés dans
le plan de guidage (3), l'un derrière l'autre dans la seconde direction d'amenée (26'),
et lesdits emplacements de pliage (36', 36") sont agencés avec chevauchement mutuel,
au moins un trajet commun d'enlèvement (37) étant situé en aval des cylindres plieurs
(5) et étant réalisé pour pouvoir recevoir, avec chevauchement mutuel dans ladite
seconde direction d'amenée (26'), au moins un feuillet imprimé (1') tenu en attente
audit premier emplacement de pliage (36'), et au moins un feuillet imprimé (1") tenu
en attente audit second emplacement de pliage (36").
9. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 8, caractérisé par le fait qu'au moins des première et seconde butées (35', 35") sont ménagées dans le plan de guidage
(3), la seconde butée (35") étant située en amont de la première butée (35') dans
la seconde direction d'amenée (26'), et les deux butées (35', 35") étant réalisées
avec faculté de soulèvement au-dessus du plan de guidage (3) et/ou d'abaissement au-dessous
dudit plan de guidage (3).
10. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que le système (10) à air comprimé présente un plan d'alignement (39) s'étendant parallèlement
au plan de guidage (3), à distance de ce dernier, et est agencé avec aptitude au coulissement
et/ou au pivotement dans ce plan d'alignement (39).
11. Procédé dévolu au pliage de feuillets imprimés, dans lequel
• un feuillet imprimé (1, 1', 1") est tenu en attente en un emplacement de pliage
(33, 33', 33", 36', 36") situé dans un plan de guidage (3),
• ledit feuillet imprimé (1, 1', 1") est plié, sur un premier côté (4) dudit plan
de guidage (3), dans un interstice de pliage (7) réservé entre au moins deux cylindres
plieurs rotatifs (5) respectivement munis d'un axe de rotation (6), les axes de rotation
(6) étant orientés tant parallèlement l'un à l'autre, que parallèlement audit plan
de guidage (3),
• dans la région dudit interstice de pliage (7), à partir d'un second côté (9) dudit
plan de guidage (3) pointant à l'opposé dudit premier côté (4), une insufflation (12')
d'air comprimé, dirigée vers ledit feuillet imprimé (1, 1', 1") tenu en attente audit
emplacement de pliage (33, 33', 33", 36', 36") et renfermant de l'air comprimé (12)
pareillement tenu en attente, est libérée hors d'un orifice de sortie (11, 11', 11")
d'un système (10) à air comprimé raccordé à une source (14) d'air comprimé, ainsi
qu'à une unité de commande (16), et ledit feuillet imprimé (1, 1', 1") tenu en attente
est transporté hors dudit plan de guidage (3), en direction desdits cylindres plieurs
rotatifs (5), sous l'effet de ladite insufflation (12') d'air comprimé,
caractérisé par le fait qu'une durée de la sollicitation, par de l'air comprimé (12), de l'orifice de sortie
(11, 11', 11") à présence minimale dans le système (10) à air comprimé, et/ou une
aire de section transversale (19) de cet orifice de sortie (11, 11', 11"), et/ou une
pression de l'air comprimé (12) délivré à cet orifice de sortie (11, 11', 11"), est
(sont) adaptée(s) aux propriétés du feuillet imprimé (1, 1', 1") tenu en attente et
est (sont) modifiée(s), à cette fin, au moyen de l'unité de commande (16).
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé par le fait que le système (10) à air comprimé comprend au moins deux premiers orifices de sortie
(11') à aires de section transversale (19') identiques et au moins deux seconds orifices
de sortie (11") à aires de section transversale (19") identiques, les aires de section
transversale (19') desdits premiers orifices de sortie (11') présentant, de préférence,
une grandeur différant de celle des aires de section transversale (19") desdits seconds
orifices de sortie (11"), en association avec au moins un élément de commande (17')
et au moins un autre élément de commande (17"), en vue de faire varier la durée de
la sollicitation des orifices de sortie (11', 11") par de l'air comprimé (12), et
de faire varier les aires de section transversale (19', 19") desdits orifices de sortie
(11', 11"), ladite durée de la sollicitation des premiers et seconds orifices de sortie
(11', 11") par de l'air comprimé (12), et lesdites aires de section transversale (19',
19") desdits orifices de sortie (11', 11 "), étant respectivement modifiées par sollicitation
desdits premiers orifices de sortie (11') par l'un (17') desdits éléments de commande,
et desdits seconds orifices de sortie (11") par l'autre élément de commande (17"),
sachant que, de surcroît, une pression de l'air comprimé (12) délivré aux orifices
de sortie (11', 11") est modifiée, sélectivement, par sollicitation d'au moins un
élément supplémentaire de commande (20') relié auxdits orifices de sortie (11', 11").
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12, caractérisé par le fait que le feuillet imprimé (1, 1', 1") est tenu en attente dans une première direction d'amenée
(26) s'étendant pour l'essentiel perpendiculairement aux axes de rotation (6) des
cylindres plieurs (5), ou dans une seconde direction d'amenée (26') s'étendant pour
l'essentiel parallèlement auxdits axes de rotation (6) desdits cylindres plieurs (5).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé par le fait que le système (10) à air comprimé compte au moins deux segments (32, 32', 32") qui sont
placés en juxtaposition dans la première direction d'amenée (26) ou en succession
dans la seconde direction d'amenée (26'), et sont respectivement pourvus d'au moins
un orifice de sortie (11, 11', 11") présentant une aire de section transversale (19),
sachant que chaque segment (32, 32', 32") est activé distinctement par de l'air comprimé
(12) et que l'unité de commande (16) libère, sur le feuillet imprimé (1, 1', 1") tenu
en attente, une insufflation (12') d'air comprimé qui émane de l'orifice de sortie
(11, 11', 11") à présence minimale dans au moins l'un desdits segments (32, 32', 32")
dudit système (10) à air comprimé, et est modifiée pour correspondre aux propriétés
dudit feuillet imprimé (1, 1', 1") tenu en attente.
15. Procédé selon la revendication 13 ou 14, caractérisé par le fait qu'en vue de l'égalisation d'un feuillet imprimé (1, 1', 1") tenu en attente, animé d'un
coulissement et/ou d'un pivotement dans le plan de guidage (3) par rapport à la direction
d'amenée (26, 26'), le système (10) à air comprimé est animé d'un coulissement et/ou
d'un pivotement correspondant(s), parallèlement audit plan de guidage (3).
16. Procédé selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé par le fait que le feuillet imprimé (1, 1', 1") est tenu en attente en l'un d'au moins deux emplacements
de pliage (33', 33") prévus l'un derrière l'autre dans la seconde direction d'amenée
(26'), l'emplacement de pliage (33', 33") considéré étant sélectionné pour correspondre
à une tâche de production préétablie, l'insufflation (12') d'air comprimé ciblant
uniquement le feuillet imprimé (1, 1', 1") tenu en attente audit emplacement de pliage
(33', 33"), et ledit feuillet imprimé (1, 1', 1") étant prélevé, à l'issue du pliage,
par l'un d'au moins deux trajets d'enlèvement (28', 28").
17. Procédé selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé par le fait qu'au moins deux feuillets imprimés (1', 1") en succession mutuelle sont tenus en attente,
à distance l'un de l'autre, en un emplacement respectivement différent au sein d'au
moins deux emplacements de pliage (33', 33") prévus l'un derrière l'autre dans la
seconde direction d'amenée (26'), l'emplacement de pliage (33', 33") considéré étant
sélectionné pour correspondre à une tâche de production préétablie, l'insufflation
(12') d'air comprimé ciblant, à chaque fois, uniquement des feuillets imprimés (1',
1") situés audit emplacement de pliage (33', 33"), et lesdits feuillets imprimés (1',
1") étant prélevés, à l'issue du pliage, par l'un respectivement différent au sein
d'au moins deux trajets d'enlèvement (28', 28").
18. Procédé selon l'une des revendications 13 à 15, caractérisé par le fait qu'au moins deux feuillets imprimés (1', 1") en succession mutuelle sont tenus en attente,
avec chevauchement mutuel, en un emplacement respectivement différent au sein d'au
moins deux emplacements de pliage (36', 36") prévus l'un derrière l'autre dans la
seconde direction d'amenée (26'), l'emplacement de pliage (36', 36") considéré étant
sélectionné pour correspondre à une tâche de production préétablie, l'insufflation
(12') d'air comprimé ciblant, à chaque fois, uniquement des feuillets imprimés (1',
1") situés audit emplacement de pliage (36', 36"), et lesdits feuillets imprimés (1',
1") étant prélevés par un trajet commun d'enlèvement (37) à l'issue du pliage, avec
chevauchement mutuel.
19. Procédé selon l'une des revendications 11 à 18, caractérisé par le fait que l'insufflation (12') d'air comprimé est suivie d'au moins une seconde insufflation
(12") d'air comprimé ciblant le même feuillet imprimé (1, 1', 1"), la pression et/ou
la durée de ladite seconde insufflation (12") d'air comprimé étant, de préférence,
modifiée(s) par rapport à ladite insufflation (12') d'air comprimé.
20. Procédé selon l'une des revendications 11 à 19, caractérisé par le fait qu'il est mis un terme à l'insufflation (12') d'air comprimé ciblant un feuillet imprimé
(1, 1', 1") tenu en attente, et ce feuillet imprimé (1, 1', 1") est évacué dans le
plan de guidage (3).
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