[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät,
mit Intensivkühlfunktion.
[0002] Herkömmliche Haushaltskältegeräte wie etwa Kühl- oder Gefrierschränke haben meist
einen Kälteerzeuger, der mit Hilfe von Messwerten eines an einer Lagerkammer des Geräts
angeordneten Temperatursensor ein- und ausgeschaltet wird, um die Temperatur der Lagerkammer
in einem Sollbereich zu halten. Darüber hinaus verfügen viele derartige Kältegeräte
über einen Intensivkühlmodus, in dem der Kälteerzeuger kontinuierlich arbeitet, auch
wenn dies dazu führt, dass die Temperatur der Lagerkammer unter den Sollbereich abfällt.
Die Nutzung des Intensivkühlmodus wird empfohlen, um große Mengen von neu eingelagertem,
warmem Kühlgut, zum Beispiel für mehrere Tage eingekaufte Vorräte, schnell in den
Sollbereich herunterzukühlen.
[0003] Viele Benutzer aktivieren den Intensivkühlmodus erst dann, wenn sie in Begriff sind,
ihre Einkäufe in das Kältegerät einzulagern. Eine solche Vorgehensweise ist nicht
sehr effizient. Bei den meisten herkömmlichen Kälteerzeugern ist die Leistung nicht
zwischen verschiedenen nicht verschwindenden Stufen umschaltbar, sondern es kann nur
die mittlere Leistung über die Dauer von Ein- und Ausschaltphasen des Kälteerzeugers
geregelt werden. Wenn ein Benutzer eine große Menge an warmem Kühlgut in ein solches
Kältegerät lädt und den Intensivkühlmodus einschaltet, dann startet der Kälteerzeuger
und arbeitet kontinuierlich einige Stunden lang, ohne bei Unterschreitung der Untergrenze
des Sollbereichs auszuschalten. Unterlässt es der Benutzer, beim Einladen des Kühlguts
den Intensivkühlmodus zu aktivieren, dann können zwar einige Minuten verstreichen,
bis die Temperatur der Lagerkammer die obere Grenze des Sollbereichs erreicht und
der Kälteerzeuger eingeschaltet wird, doch wenn er eingeschaltet ist, arbeitet er
so lange mit derselben Leistung wie im Intensivkühlmodus, bis die untere Grenze des
Sollbereichs erreicht ist. Eine Erwärmung von bereits vorher in der Lagerkammer befindlichen
Kühlgut durch das neu eingeladene kann im einen wie im anderen Falle nicht verhindert
werden. D.h. wenn der Intensivkühlmodus erst beim Einladen eingeschaltet wird, ist
sein Nutzeffekt gering. Um den Intensivkühlmodus effizient zu nutzen, ist es erforderlich,
ihn zu aktivieren, bevor das warme Kühlgut eingeladen wird. Dann kann die Lagerkammer
zu dem Zeitpunkt, an dem das warme Kühlgut eingeladen wird, nämlich bereits unter
den Sollbereich abgekühlt sein, das warme Kühlgut kühlt in der kalten Umgebung schneller
ab, und auch wenn bereits vorher in der Lagerkammer befindliches Kühlgut sich dadurch
erwärmt, erreicht es nicht eine so hohe Temperatur wie in dem Fall, dass der Intensivkühlmodus
erst beim Einladen eingeschaltet wird.
[0005] Um bei einem herkömmlichen Kältegerät den Intensivkühlmodus gut zu nutzen, müsste
ein Benutzer daher ihn aktivieren, wenn er zum Einkaufen das Haus verlässt, und mit
den Einkäufen zurückkehren, sobald die Lagerkammer deutlich unter den Sollbereich
abgekühlt ist. Eine solche Anforderung ist offensichtlich praxisfremd.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, ein Kältegerät zu schaffen, bei dem
eine effiziente Nutzung des Intensivkühlmodus erleichtert ist.
[0007] Die Aufgabe wird gelöst, in dem bei einem Kältegerät, insbesondere einem Haushaltskältegerät,
mit einer Lagerkammer, einen die Lagerkammer kühlenden Kälteerzeuger und einer die
Leistung des Kälteerzeugers regelnden Regeleinheit, die zwischen einem Betriebszustand
niedriger mittlerer Leistung, in dem die Leistung des Kälteerzeugers geregelt wird,
um die Temperatur der Lagerkammer innerhalb eines Sollbereichs zu halten, und einen
Betriebszustand hoher mittlerer Leistung des Kälteerzeugers umschaltbar ist, in dem
die Temperatur der Lagerkammer unter den Sollbereich abfällt, ein Zeitgeber vorgesehen
ist, der eingerichtet ist, ein Umschalten in den Betriebszustand hoher mittlerer Leistung
periodisch zu durch einen Benutzer festlegbaren Zeiten herbeizuführen. Ein Benutzer,
der zu regelmäßig wiederkehrenden Zeiten einkaufen geht, zum Beispiel auf dem Heimweg
von der Arbeit, und infolgedessen zu einigermaßen reproduzierbaren Zeiten mit seinen
Einkäufen daheim eintrifft, kann das erfindungsgemäße Kältegerät so programmieren,
dass dieses rechtzeitig vor seinem Eintreffen in den Betriebszustand hoher mittlerer
Leistung umschaltet, so dass die Lagerkammer bei seinem Eintreffen gut vorgekühlt
ist.
[0008] Da die Zeiten, zu denen die meisten Benutzer ihre Einkäufe erledigen, im Wochenrhythmus
wiederkehren, sollten auch die vom Benutzer festlegbaren Umschaltzeiten des Kältegeräts
im Wochenrhythmus periodisch sein.
[0009] Um die Umschaltzeiten festzulegen, kann eine Anfangszeit des Betriebszustands hoher
mittlerer Leistung an einer Benutzerschnittstelle des Kältegeräts eingebbar sein.
Es obliegt dann dem Benutzer selber, diese Anfangszeit rechtzeitig vor seinem voraussichtlichen
Eintreffen zu wählen.
[0010] Eine andere, komfortablere Möglichkeit ist, dem Benutzer die Möglichkeit zu geben,
an der Benutzerschnittstelle eine Zeit einzugeben, die später ist als die Anfangszeit
des Betriebszustands hoher mittlerer Leistung, insbesondere die Zeit seines voraussichtlichen
Eintreffens. In diesem Fall ist es Sache der Regeleinheit, rechtzeitig vor der vom
Benutzer festgelegten Zeit in den Betriebszustand hoher mittlerer Leistung umzuschalten,
so dass zum festgelegten Zeitpunkt die Lagerkammer ausreichend vorgekühlt und vorzugsweise
auf einer Temperatur unterhalb des Sollbereichs ist.
[0011] Wenn kein warmes Kühlgut eingeladen wird, während der Betriebszustand hoher mittlerer
Leistung anhält, dann kann anschließend der Kälteerzeuger lange Zeit ausgeschaltet
bleiben, bevor die Temperatur der Lagerkammer wieder den oberen Rand des Sollbereichs
erreicht. Ein Benutzer kann sich dies zu Nutze machen, in dem er für den Betrieb mit
hoher mittlerer Leistung eine Zeit festlegt, die vor einer Zeitspanne liegt, in der
er sich voraussehbar selber in unmittelbarer Nähe des Kältegeräts aufhalten wird und
nicht durch Betriebsgeräusch des Kälteerzeugers gestört werden möchte.
[0012] Die Zeit, in der eine Störung durch Betriebsgeräusche des Kälteerzeugers vermieden
werden kann, kann sogar noch verlängert werden, wenn im Anschluss an den Betriebszustand
hoher mittlerer Leistung der Kälteerzeuger ausgeschaltet bleibt, bis die Temperatur
der Lagerkammer über den Sollbereich hinaus angestiegen ist. Da ein solcher starker
Temperaturanstieg jedoch nicht generell wünschenswert ist, sollte zweckmäßigerweise
an der Benutzerschnittstelle einstellbar sein, ob auf den Betriebszustand hoher mittlerer
Leistung sofort wieder der Betriebszustand niedriger mittlerer Leistung folgen soll,
oder ob der Kälteerzeuger ausgeschaltet bleiben soll, bis die Temperatur über den
Sollbereich hinaus angestiegen ist.
[0013] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von
Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
[0014] Aus dieser Beschreibung und den Figuren gehen auch Merkmale der Ausführungsbeispiele
hervor, die nicht in den Ansprüchen erwähnt sind. Solche Merkmale können auch in anderen
als den hier spezifisch offenbarten Kombinationen auftreten. Die Tatsache, dass mehrere
solche Merkmale in einem gleichen Satz oder in einer anderen Art von Textzusammenhang
miteinander erwähnt sind, rechtfertigt daher nicht den Schluss, dass sie nur in der
spezifisch offenbarten Kombination auftreten können; stattdessen ist grundsätzlich
davon auszugehen, dass von mehreren solchen Merkmalen auch einzelne weggelassen oder
abgewandelt werden können, sofern dies die Funktionsfähigkeit der Erfindung nicht
in Frage stellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Blockdiagramm des Kältegeräts, an dem die vorliegende Erfindung anwendbar ist;
- Fig. 2
- ein Flussdiagramm eines in einer Steuereinheit des Kältegeräts ablaufenden Verfahrens;
- Fig. 3
- eine Benutzerschnittstelle des Kältegeräts in einem Zustand, in dem sie bereit ist,
einen Befehl zum Umschalten in den Intensivkühlmodus von einem Benutzer entgegenzunehmen;
- Fig. 4
- die Schnittstelle während des Programmierens von Intensivkühlbetriebszeiten durch
einen Benutzer;
- Fig. 5
- ein Beispiel für eine mögliche Verteilung von Intensivkühlbetriebszeiten; und
- Fig. 6
- ein Beispiel für eine mögliche Verteilung von Zeiten des Intensivkühl- und des Lautlosbetriebs.
[0015] Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines Kältegeräts, insbesondere eines Haushaltskühlschranks
oder-gefriergeräts, an dem die vorliegende Erfindung anwendbar ist. Das Kältegerät
umfasst eine oder auch mehrere von einem wärmeisolierenden Gehäuse 1 umgebene Lagerkammern
2 für Kühlgut sowie einen Kälteerzeuger zum Kühlen jeder Lagerkammer 2, der in an
sich bekannter Weise einen Verdichter 3 für Kältemittel, einen Verflüssiger 4, in
dem vom Verdichter 3 adiabatisch verdichtetes Kältemittel Wärme an die Umgebung abgibt
und dabei kondensiert, sowie einen Verdampfer 5, in dem sich das kondensierte Kältemittel
unter Wärmeaufnahme entspannt und der dabei entstehende Kältemitteldampf vom Verdichter
3 wieder angesaugt wird. Der Verdampfer 5 ist hier der Einfachheit halber als Rückwandverdampfer
dargestellt, doch versteht sich, dass die Erfindung auch beliebige Verdampfertypen,
insbesondere auch auf NoFrost-Verdampfer anwendbar ist.
[0016] Der Verdichter 3 kann von beliebigem, an sich bekanntem Typ sein; am gebräuchlichsten
ist ein Kolbenverdichter mit einem durch einen Elektromotor angetriebenen Kolben.
Wenn der Verdichter 3 in Betrieb ist, erzeugen der Kolben, der Elektromotor sowie
das zwischen Verdichter 3, Verflüssiger 4 und Verdampfer 5 strömende Kältemittel Geräusche,
die außerhalb des Kältegeräts wahrnehmbar sein können. Bei ausgeschaltetem Verdichter
3 fallen diese Geräuschquellen weg, und allenfalls gelegentlich im flüssigen Kältemittel
des Verdampfers 5 aufsteigende Dampfblasen können noch zu außen hörbaren Geräuschen
führen.
[0017] Eine Steuereinheit 6 steuert den Betrieb des Verdichters 3 einerseits anhand einer
von einem Temperatursensor 7 an der Lagerkammer 2 gemessenen Temperatur und andererseits
anhand von Vorgaben, die ein Benutzer an einer Benutzerschnittstelle 8 eingeben kann.
[0018] Wie in der Fig. 1 schematisch angedeutet, umfasst die Benutzerschnittstelle 8 ein
alphanumerisches und/oder graphisches Anzeigeelement wie etwa ein LCD-Display 9 sowie
eine Mehrzahl von dem Anzeigeelement 9 zugeordneten Tasten 10. Die Tasten 10 sind
hier und in den nachfolgenden Figuren der besseren Übersichtlichkeit halber jeweils
vom Anzeigeelement getrennt 9 dargestellt, doch versteht sich, dass bei einem berührungsempfindlichen
Anzeigeelement die Tasten auch durch Bereiche von dessen Anzeigefläche selber gebildet
sein können.
[0019] Fig. 2 veranschaulicht anhand eines Flussdiagramms die Arbeitsweise der Steuereinheit
6. Die Steuereinheit unterstützt drei Betriebsmodi des Kältegeräts, einen Thermostatbetriebsmodus,
einen Intensivkühlbetriebsmodus und einen Lautlosbetriebsmodus. Sofern durch einen
Benutzer nichts anderes eingestellt ist, befindet sich das Kältegerät im Thermostatbetriebsmodus,
der die Schritte S1 bis S5 der Fig. 2 umfasst. Die Schritte S1 bis S5 werden zyklisch
wiederholt, so dass die Auswahl eines dieser Schritte als Anfangsschritt des Verfahrens
völlig willkürlich ist. Im Schritt S1 vergleicht die Steuereinheit 6 die vom Temperatursensor
7 gemessene Temperatur T der Lagerkammer 2 mit einer ersten oberen Grenztemperatur
T
+1. Im Falle einer Überschreitung dieser Grenztemperatur T
+1. wird der Verdichter eingeschaltet (S2), so dass die Temperatur T wieder sinkt. In
Schritt S3 wird die Temperatur T mit einer ersten unteren Grenztemperatur T
-1 verglichen, und im Falle der Unterschreitung wird der Verdichter 3 wieder ausgeschaltet
(S4). Eine der Grenztemperaturen, T
+1 oder T
-1, ist durch einen Benutzer an der Benutzerschnittstelle 8 einstellbar; die Differenz
zwischen den Grenztemperaturen ist im Allgemeinen fest vorgegeben. Insoweit entspricht
das Verfahren einer üblichen Thermostatregelung der Temperatur in der Lagerkammer
2.
[0020] In Schritt S5 wird geprüft, ob ein Wunsch nach lautlosem Betrieb des Kältegeräts
vorliegt, wobei, wie im Folgenden noch genauer erläutert wird, ein solcher Wunsch
sowohl vom Benutzer als auch von einem einen Bestandteil der Steuereinheit 6 bildenden
Zeitgeber 6a ausgehen kann. Wenn kein solcher Wunsch vorliegt, wird in Schritt S6
geprüft, ob ein Wunsch des Benutzers oder des Zeitgebers 6a nach Intensivkühlbetrieb
vorliegt. Wenn ja, wird in Schritt S7 der Verdichter eingeschaltet. Der Verdichter
3 bleibt unabhängig von der in der Lagerkammer 2 herrschenden Temperatur T so lange
in Betrieb, bis entweder in Schritt S8 festgestellt wird, dass eine vorgegebene maximal
zulässige Dauer des Intensivkühlbetriebs verstrichen ist, oder in Schritt S9 festgestellt
wird, dass nun ein Wunsch - der wiederum vom Benutzer oder vom Zeitgeber 6a ausgehen
kann - nach lautlosem Betrieb des Kältegeräts vorliegt. Während bei Ablauf der zulässigen
Dauer das Verfahren von Schritt S7 zum Ausgangspunkt S1 zurückspringt, d.h. das Gerät
zum Thermostatbetriebsmodus zurückkehrt, verzweigt es im Falle eines Wunsches nach
Lautlosbetrieb - genauso wie gegebenenfalls in Schritt S5 - zu einem Schritt S10.
[0021] In Schritt S10 wird die Temperatur T der Lagerkammer mit einer zweiten oberen Grenztemperatur
T
+2 verglichen, die höher als T
+1 ist. Sofern nicht eine Störung oder ein Benutzungsfehler wie etwa eine unzureichend
geschlossene Tür der Lagerkammer 2 vorliegt, wird dieser Vergleich, wenn zuvor Intensivkühlbetrieb
stattgefunden hat, zunächst ergeben, dass die Temperatur T unter der zweiten oberen
Grenztemperatur T
+2 liegt, und der Verdichter wird in Schritt S11 ausgeschaltet. Ausgeschaltet bleibt
er so lange, bis die Temperatur T der Lagerkammer 2 die zweite obere Grenztemperatur
T
+2 erreicht hat; dann kehrt das Verfahren zum Ausgang S1 zurück. Ein lautloser Betrieb
wird also dadurch erreicht, dass die Temperatur, bei deren Überschreitung der Verdichter
eingeschaltet wird, zeitweilig auf den gegenüber dem im Thermostatbetriebsmodus der
Schritte S1 bis S6 geltenden Wert T
+1 erhöhten Wert T
+2 gesetzt wird. Hierdurch und durch die Tatsache, dass im Falle vorhergehenden Intensivkühlbetriebs
die Temperatur der Lagerkammer im Allgemeinen niedriger als T
-1 ist, kann erreicht werden, dass der Verdichter 3 über eine lange Zeitspanne still
steht und das Kältegerät somit praktisch keine Betriebsgeräusche produziert.
[0022] Der Zeitgeber 6a ist gemäß der vorliegenden Erfindung programmierbar, um Befehle
zum Übergang in den Intensivkühlbetriebsmodus und gegebenenfalls auch in den lautlosen
Betriebsmodus zu regelmäßig wiederkehrenden Zeiten zu erzeugen. Entsprechende Befehle
können auch jederzeit an der Benutzerschnittstelle 8 von Hand eingegeben werden.
[0023] Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Ansicht der Benutzerschnittstelle 8 mit dem Anzeigeelement
9 und den zugeordneten Tasten 10 in einem Zustand, in dem die Benutzerschnittstelle
8 bereit ist, den Intensivkühlbetrieb betreffende Eingaben des Benutzers zu akzeptieren.
Ein variables, aktuell mit "Intensivkühlen" beschriftetes Statusfeld 11 zeigt dem
Benutzer, dass Eingaben, die er momentan an den Tasten 10 vornehmen kann, sich auf
den Intensivkühlmodus beziehen. Welche Funktionen im aktuellen Zustand der Benutzerschnittstelle
8 den Tasten 10 zugeordnet sind, ist für den Benutzer anhand von jeweils benachbart
zu den Tasten 10 auf dem Anzeigeelement 9 dargestellten Symbolen und gegebenenfalls
Beschriftungen erkennbar. Ein Pfeilsymbol 12 kennzeichnet die benachbarte Taste 10
als Rückkehrtaste, die betätigt werden kann, um zu einer anderen als der in der Fig.
3 dargestellten Menüebene zurückzukehren. Den anderen Tasten 10 benachbarte Kreissymbole
13 bis 17 zeigen jeweils einen aktivierten/ausgewählten bzw. deaktivierten/abgewählten
Zustand an. Die Symbole 13, 14 sind, wie an einem jeweils benachbart angezeigten Schriftzug
erkennbar, einem Kühlfach bzw. Gefrierfach zugeordnet; beide erscheinen als voller
Kreis, um dem Benutzer zu verdeutlichen, dass Einstellungen, die er gegenwärtig an
den Tasten 10 auf der rechten Seite der Benutzerschnittstelle 8 vornehmen kann, beide
Fächer gleichzeitig betreffen. Sofern der Benutzer Einstellungen für nur eines der
Fächer vornehmen will, kann er durch Betätigen der jeweils dem Symbol 13 bzw. 14 benachbarten
Taste 10 zwischen dem ausgewählten und dem abgewählten Zustand des betreffenden Fachs
umschalten.
[0024] Von den Symbolen 15 bis 17 auf der rechten Seite des Anzeigeelements 9 ist jeweils
nur eines gleichzeitig auswählbar; in der Darstellung der Fig. 3 ist dies das dem
Ausschaltzustand zugeordnete Symbol 17. Dies zeigt dem Benutzer, dass der Intensivkühlbetriebsmodus
gegenwärtig ausgeschaltet ist, das heißt das Kältegerät befindet sich im Thermostatbetriebsmodus.
Würde der Benutzer die dem Symbol 15 benachbarte Taste 10 drücken, dann würde im Symbol
15 ein voller Kreis erscheinen, um anzuzeigen, dass der Intensivkühlbetriebsmodus
eingeschaltet ist, und zwar, da Kühl- und Gefrierfach ausgewählt sind, für beide Fächer,
und das Symbol 17 würde als leerer Kreis erscheinen.
[0025] Wenn von den Symbolen 13, 14 auf der linken Seite nur eines den angewählten Zustand
anzeigen würde, dann wäre die Wahl des Intensivkühlbetriebsmodus nur für dieses Fach
wirksam, und für das andere Fach könnte ein anderer Betriebsmodus gewählt werden.
[0026] Mit den Tasten 10 auf der rechten Seite der Schnittstelle 8 kann der Benutzer den
Intensivkühlbetriebsmodus nicht nur ein- und ausschalten, sondern auch, mittels der
dem Symbol 16 benachbarten Taste, einen Automatikmodus anwählen, in welchem der Zeitgeber
6a steuert, ob bzw. zu welchem Zeitpunkt in den Intensivkühlbetriebsmodus umgeschaltet
wird.
[0027] Die Umschaltzeiten kann ein Benutzer an der Schnittstelle 8 programmieren, nachdem
er, geführt durch ein oder mehrere in den beigefügten Figuren nicht dargestellte Menüs,
die Schnittstelle 8 dazu gebracht hat, das in Fig. 4 gezeigte Menü darzustellen. Zu
den zwei mittleren Tasten 10 auf beiden Seiten des Anzeigeelements 9 benachbarte Pfeilsymbole
18 verdeutlichen dem Benutzer, dass er mit Hilfe dieser Tasten 10 nun einen Wochentag
auswählen kann, an dem er eine Anfangszeit für den Intensivkühlbetriebsmodus vorgeben
möchte. In der Darstellung der Fig. 4 ist der Donnerstag ausgewählt, wie an der von
den übrigen Wochentagen abweichenden Art der Darstellung zu erkennen. Mit Hilfe der
untersten Tasten 10 rechts und links vom Anzeigeelement 9 kann der Benutzer die Uhrzeit,
zu der er am ausgewählten Wochentag der Intensivkühlbetriebsmodus beginnen soll, inkrementieren
und dekrementieren. Die Bestätigung einer auf diese Weise ausgewählten Uhrzeit kann
erfolgen durch Betätigen einer OK-Taste oder durch Anwählen eines anderen Wochentages.
Wenn der Benutzer erfolgreich wenigstens einen Wochentag und eine Uhrzeit spezifiziert
hat, erzeugt der Zeitgeber 6a, sofern im Menü der Fig. 3 automatischer Betrieb für
wenigstens ein Fach des Kältegeräts spezifiziert ist, jedes Mal am angegebenen Wochentag
zur ausgewählten Uhrzeit einen Befehl, der die Steuereinheit im Verfahren der Fig.
2 von S6 nach S7 verzweigen lässt.
[0028] Fig. 5 zeigt in Form eines Screenshots der Benutzerschnittstelle 8 eine exemplarische
Übersicht über vom Benutzer eingestellte Zeiten für den Intensivkühlbetrieb. Ob die
Benutzerschnittstelle 8 tatsächlich in der Lage ist, eine Übersicht ähnlich der hier
dargestellten anzuzeigen, ist für das Funktionieren des Kältegeräts nicht ausschlaggebend;
wichtig ist lediglich, dass diese Zeiten im Zeitgeber 6a gespeichert werden können,
und dass ein Benutzer die Möglichkeit hat, sie abzufragen, um sie gegebenenfalls zu
ändern. Dargestellt sind hier die Nachmittagsstunden von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr aller
sieben Wochentage; das dargestellte Zeitfenster ist durch zu Pfeilsymbolen 19, 20
benachbarte Tasten 10 veränderbar. Wenn der Benutzer jeweils dienstags und freitags
auf dem Heimweg von der Arbeit Lebensmittel einkauft, wählt er zweckmäßigerweise,
wie dargestellt, eine Zeit, hier dienstags um 17:30 Uhr und freitags um 15:00 Uhr,
für den Beginn des Intensivkühlbetriebs aus, die lang genug vor seiner voraussichtlichen
Heimkehr liegt, damit, wenn er zu Hause eintrifft und das Kältegerät mit seinen Einkäufen
belädt, dieses deutlich unter T
-1 abgekühlt ist. So sind die Einkäufe nach dem Einladen in das Kältegerät schnell heruntergekühlt,
und die Dauer der Unterbrechung der Kühlkette bleibt auf ein Minimum beschränkt.
[0029] Die Dauer des Intensivkühlbetriebs ist in der Übersicht der Fig. 5 nicht spezifiziert,
da sie durch ein Betriebsprogramm der Steuereinheit 6 fest vorgegeben ist. Alternativ
könnte man natürlich auch dem Benutzer anheimstellen, das Ende des Intensivkühlbetriebs
in ähnlicher Weise wie seinen Anfang zu programmieren.
[0030] Denkbar ist natürlich auch, den Benutzer anstelle des Beginns des Intensivkühlbetriebs
jeweils einen Zeitpunkt programmieren zu lassen, an dem das Kältegerät bereits ausreichend
vorgekühlt sein soll, damit eine größere Menge an Neueinkäufen, die zu diesem Zeitpunkt
eingeladen wird, schnell herunter gekühlt werden kann. In diesem Fall erzeugt der
Zeitgeber 6a einen Befehl zum Umschalten in den Intensivkühlbetriebsmodus vor dem
eigentlich programmierten Zeitpunkt, wobei die Differenz zwischen beiden Zeitpunkten
jeweils passend zur Leistung des Kälteerzeugers festgelegt ist. So braucht sich der
Benutzer keine Gedanken darüber zu machen, wie lange vor dem voraussichtlichen Zeitpunkt
des Einladens des Kühlguts der Intensivkühlbetrieb beginnen muss, um eine ausreichende
Abkühlung zu erreichen.
[0031] Wie bereits in Verbindung mit der Beschreibung des Verfahrens der Fig. 2 deutlich
wurde, kann der Intensivkühlbetrieb sowohl genutzt werden, um neu eingelagertes Kühlgut
schnell abzukühlen, als auch, um anschließend lange Zeit einen Lautlosbetriebsmodus
aufrechterhalten zu können, in dem zwar die Steuereinheit 6 in Betrieb bleibt, sämtliche
motorisierten Komponenten des Kältegeräts, deren Bewegung Betriebsgeräusche erzeugt,
insbesondere der Verdichter 3 ausgeschaltet bleiben, ohne dass es zu einer übermäßigen
Erwärmung der Lagerkammer 2 kommt. Es kann vorgesehen werden, dass der Benutzer an
der Benutzerschnittstelle 8 die Möglichkeit hat, Zeiten, zu denen das Kältegerät in
den lautlosen Betriebsmodus übergehen soll, in ähnlicher Weise zu programmieren wie
mit Bezug auf Fig. 4 für die Startzeiten des Intensivkühlbetriebs beschrieben. Ein
Beispiel für eine daraus resultierende Übersicht von programmierten Zeiten zeigt Fig.
6. Der Benutzer hat hier, jeweils durch schraffierte Felder kenntlich gemacht, an
den Werktagen von Montag bis Freitag jeweils einen Beginn des geräuschlosen Betriebs
um 07:00 Uhr sowie samstags und sonntags um 08:30 Uhr, entsprechend z.B. voraussichtlichen
Frühstückszeiten, programmiert. Die Steuereinheit 6 hat diese Programmierung selbsttätig
ergänzt durch Anfangszeiten des Intensivkühlbetriebsmodus werktags um 06:30 Uhr und
an den Wochenenden um 08:00 Uhr. So kann sichergestellt werden, dass zu Beginn des
lautlosen Betriebs die Temperatur der Lagerkammer 2 deutlich unter T
-1 liegt und der Verdichter 3 lange Zeit ausgeschaltet bleiben kann.
1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit wenigstens einer Lagerkammer (2),
einem die Lagerkammer kühlenden Kälteerzeuger (3, 4, 5) und einer die Leistung des
Kälteerzeugers regelnden Regeleinheit (6), die zwischen einem Betriebszustand niedriger
mittlerer Leistung (S1-S6), in dem die Leistung des Kälteerzeugers (3, 4, 5) geregelt
wird, um die Temperatur der Lagerkammer (2) innerhalb eines Sollbereichs ([T-1, T+1]) zu halten, und einem Betriebszustand hoher mittlerer Leistung (S7-S9) des Kälteerzeugers
(3, 4, 5) umschaltbar ist, in dem die Temperatur der Lagerkammer (2) unter den Sollbereich
([T-1, T+1]) abfällt, gekennzeichnet durch einen Zeitgeber (6a), der eingerichtet ist, ein Umschalten in den Betriebszustand
hoher mittlerer Leistung periodisch zu durch einen Benutzer festlegbaren Zeiten herbeizuführen.
2. Kältegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeiten im Wochenrhythmus periodisch sind.
3. Kältegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Benutzerschnittstelle (8) eine Anfangszeit des Betriebszustands hoher mittlerer
Leistung eingebbar ist.
4. Kältegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Benutzerschnittstelle (8) eine Zeit eingebbar ist, die später ist als die
daraus berechnete Anfangszeit des Betriebszustands hoher mittlerer Leistung.
5. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Benutzerschnittstelle (8) einstellbar ist, ob auf den Betriebszustand hoher
mittlerer Leistung sofort wieder der Betriebszustand niedriger mittlerer Leistung
folgen soll, oder ob der Kälteerzeuger ausgeschaltet bleiben soll, bis die Temperatur
in der Lagerkammer (2) über den Sollbereich ([T-1, T+1]) hinaus angestiegen ist.
1. Refrigeration device, in particular domestic refrigeration device, having at least
one storage chamber (2), a cold generator (3, 4, 5) that cools the storage chamber
and a regulating unit (6) that regulates the power of the cold generator, which is
capable of being switched between an operating state of low average power (S1-S6),
in which the power of the cold generator (3, 4, 5) is regulated in order to keep the
temperature of the storage chamber (2) to within a target range ([T-1, T+1]), and an operating state of high average power (S7-S9) of the cold generator (3,
4, 5), in which the temperature of the storage chamber (2) drops to below the target
range ([T-1, T+1]), characterised by a timer (6a), which is configured to switch the refrigeration device periodically
into the operating state of high average power at times that can be set by the user.
2. Refrigeration device according to claim 1, characterised in that the times are periodic in the weekly cycle.
3. Refrigeration device according to claim 1 or 2, characterised in that a start time of the operating state of high average power can be entered at a user
interface (8).
4. Refrigeration device according to claim 1 or 2, characterised in that a time can be entered at a user interface (8), which is later than the start time
of the operating state of high average power which is calculated therefrom.
5. Refrigeration device according to one of the preceding claims, characterised in that it is possible to set at a user interface (8) whether the operating state of high
average power is immediately to be followed again by the operating state of low average
power, or whether the cold generator is to remain switched off, until the temperature
in the storage chamber (2) is increased to above the target range ([T-1, T+1]).
1. Appareil frigorifique, notamment appareil frigorifique à usage domestique, comprenant
au moins une chambre de stockage (2), un générateur de froid (3, 4, 5) réfrigérant
la chambre de stockage et une unité de réglage (6) réglant la puissance du générateur
de froid, laquelle unité de réglage est commutable entre un état de fonctionnement
de puissance moyenne moindre (S1 - S6), dans lequel la puissance du générateur de
froid (3, 4, 5) est réglée pour maintenir la température de la chambre de stockage
(2) dans une plage théorique (T-1, T+1), et un état de fonctionnement de puissance moyenne élevée (S7 - S9) du générateur
de froid (3, 4, 5), dans lequel la température de la chambre de stockage (2) tombe
en dessous de la plage théorique (T1, T+1), caractérisé par une horloge (6a) qui est agencée pour provoquer une commutation dans l'état de fonctionnement
de puissance moyenne élevée de manière périodique à des temps déterminables par un
utilisateur.
2. Appareil frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que les temps sont périodiques au rythme hebdomadaire.
3. Appareil frigorifique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un temps de départ de l'état de fonctionnement de puissance moyenne élevée peut être
entré sur une interface utilisateur (8).
4. Appareil frigorifique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'un temps peut être entré sur une interface utilisateur (8), lequel temps est plus
tard que le temps de départ de l'état de fonctionnement de puissance moyenne élevée,
calculé à partir de celui-ci.
5. Appareil frigorifique selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur une interface utilisateur (9) il est possible de régler si l'état de fonctionnement
de puissance moyenne moindre doit de nouveau tout de suite succéder à l'état de fonctionnement
de puissance moyenne élevée ou si le générateur de froid doit rester hors service
jusqu'à ce que la température dans la chambre de stockage (2) ait augmenté au-delà
de la plage théorique (T-1, T+1).