[0001] Die Erfindung betrifft einen Stuhl mit einer verformbaren Sitzschale, die einen Sitzteil
und eine Rückenlehne ausbildet, und einem Gestell, wobei der Sitzteil über ein erstes
Drehgelenk und die Rückenlehne über ein zweites Drehgelenk mit dem Gestell verbunden
sind, wobei die Drehgelenke ein durch ein Verformen der Sitzschale bedingtes Verdrehen
des Sitzteils und der Rückenlehne relativ zu dem Gestell ermöglichen.
[0002] Ein solcher Stuhl ist aus der
DE 10 2011 001 811 A1 bekannt. Das Gestell des darin offenbarten Stuhls umfasst einen Fußteil und eine
um eine vertikale Achse drehbar mit dem Fußteil verbundene Sitzbasis. Die Sitzbasis
ist über ein erstes Drehgelenk, das ein Verdrehen um eine in Hochrichtung des Stuhls
ausgerichtete Drehachse ermöglicht, mit dem Sitzteil in der Nähe der Sitzvorderkante
verbunden. Weiterhin ist ein Rückenlehnenträger vorgesehen, der zwei L-förmige Streben
umfasst. Jeweils ein Ende der Streben ist an jeweils einem Ende eines Drehstabs der
Sitzbasis drehbar befestigt. Die so definierte Drehachse erstreckt sich in Querrichtung
des Stuhls und schneidet die in Hochrichtung ausgerichtete Drehachse des erste Drehgelenks.
Die anderen Enden der Streben sind über jeweils ein Kugelgelenk außermittig mit der
Rückenlehne verbunden.
[0003] Ausgehend von diesem Stand der Technik hat der Erfindung die Aufgabe zugrunde gelegen,
einen Stuhl anzugeben, der die Beweglichkeit des aus der
DE 10 2011 001 811 A1 bekannten Stuhls aufweist, dabei jedoch kostengünstiger herzustellen ist.
[0004] Diese Aufgabe wird mittels eines Stuhls gemäß dem Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen davon sind Gegenstand der weiteren Patentansprüche und ergeben sich
aus der nachfolgenden Beschreibung der Erfindung.
[0005] Ein gattungsgemäßer Stuhl mit einer (im Rahmen einer vorgesehenen Nutzung) verformbaren
Sitzschale, die einen Sitzteil und eine Rückenlehne (vorzugsweise einstückig) ausbildet,
und einem Gestell, wobei der Sitzteil über ein erstes Drehgelenk und die Rückenlehne
über ein zweites Drehgelenk mit dem Gestell verbunden sind, wobei die Drehgelenke
ein durch ein Verformen der Sitzschale bedingtes Verdrehen des Sitzteils und der Rückenlehne
relativ zu dem Gestell ermöglichen, ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Drehgelenk mittig bezüglich der Querrichtung des Stuhls mit der Rückenlehne
verbunden ist.
[0006] Dabei wird unter der "Querrichtung" des Stuhls jede Richtung verstanden, die sich
von einer Seite des Stuhls (insbesondere einer Projektion des Stuhls in eine neben
dieser Seite des Stuhls angeordnete, vertikal ausgerichtete Ebene) in Richtung der
anderen Seite des Stuhls (insbesondere einer Projektion des Stuhls in eine neben dieser
anderen Seiten des Stuhls angeordnete, vertikal ausgerichtete Ebene) erstreckt.
[0007] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Stuhls sieht somit eine Anordnung der zwei
die Sitzschale mit dem Gestell verbindenden Drehgelenke in der Sagittalebene eines
Nutzers des Stuhl vor. Dies ermöglicht die Verwirklichung der gewünschten Beweglichkeit
in Verbindung mit der verformbaren Sitzschale, wobei die Anzahl der für die Ausbildung
des Gestells benötigten Teile im Vergleich zu dem aus der
DE 10 2011 001 811 A1 bekannten Stuhl reduziert ist. Insbesondere kann anstelle der zwei, einen Rückenlehnenträger
ausbildenden Streben, die bei dem Stuhl gemäß der
DE 10 2011 001 811 A1 über jeweils zwei Drehgelenke mit einer Sitzbasis sowie der Rückenlehne verbunden
sind, ein einteiliger Rückenlehnenträger verwendet werden, der über lediglich ein
Drehgelenk, das vorzugsweise in Form eines Kugelgelenks ausgebildet sein kann, mit
der Rückenlehne verbunden ist. Zudem kann vorgesehen sein, dass der Rückenlehnenträger
auch das erste Drehgelenk integriert, über das das Gestell mit dem Sitzteil der Sitzschale
verbunden ist.
[0008] Um eine möglichst weitgehende Verformung der Sitzschale zuzulassen, kann vorzugsweise
vorgesehen sein, dass das erste Drehgelenk ein Verdrehen um zumindest eine (gegebenenfalls
ausschließlich diese eine) in Hochrichtung des Stuhls ausgerichtete erste Drehachse
ermöglicht. Ebenso kann vorgesehen sein, dass das zweite Drehgelenk ein Verdrehen
um zumindest eine (gegebenenfalls ausschließlich diese eine) in Längsrichtung des
Stuhls ausgerichtete zweite Drehachse ermöglicht.
[0009] Dabei wird unter der "Hochrichtung" des Stuhls jede Richtung verstanden, die sich
von einer Unterseite des Stuhls (insbesondere einer Projektion des Stuhls in eine
unterhalb des Stuhls angeordnete, horizontal ausgerichtete Ebene) in Richtung einer
Oberseite des Stuhls (insbesondere einer Projektion des Stuhls in eine oberhalb des
Stuhls horizontal ausgerichtete Ebene) erstreckt. Dementsprechend wird unter Längsrichtung
des Stuhls jede Richtung verstanden, die sich von einer Rückseite des Stuhls (insbesondere
einer Projektion des Stuhls in eine hinter dem Stuhl angeordnete, vertikal ausgerichtete
Ebene) in Richtung einer Vorderseite des Stuhls (insbesondere einer Projektion des
Stuhls in eine auf der Vorderseite des Stuhls vertikal ausgerichtete Ebene) erstreckt.
[0010] In einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Stuhls kann vorgesehen sein,
dass der Sitzteil noch über mindestens ein Lager mit dem Gestell verbunden ist, wobei
das Lager derart ausgebildet ist, dass dieses ein Verdrehen des Sitzteils um eine
in Längsrichtung des Stuhls ausgerichtete Achse behindert. Dadurch wird der Sitzschale
im Bereich des Sitzteils eine Stabilität gegeben, die ein seitliches Verkippen der
Sitzschale im Bereich der Sitzvorderkante bei einer außermittigen Belastung durch
den Nutzer behindert. Bei entsprechender Positionierung des Lagers, insbesondere in
der Nähe der Sitzvorderkante, behindert dieses dabei auch nicht die vorgesehene Verformbarkeit
der Sitzschale im Rahmen der Nutzung des Stuhls.
[0011] Das Lager kann funktional in das erste Drehgelenk integriert sein. Vorteilhaft kann
jedoch sein, wenn das Lager separat von dem ersten Drehgelenk ausgebildet ist und
insbesondere von diesem in Querrichtung des Stuhls beabstandet angeordnet ist. Besonders
bevorzugt können mindestens zwei solcher Lager vorgesehen sein, die beidseitig beabstandet
des ersten Drehlagers angeordnet sind.
[0012] Eine konstruktiv einfache und funktional vorteilhafte Ausgestaltung des oder der
Lager kann vorsehen, dass zwei Lagerteile, von denen eines mit dem Gestell und das
andere mit der Sitzschale verbunden ist, zueinander in einer sich in Querrichtung
und Längsrichtung des Stuhls erstreckenden Ebene verschiebbar sind.
[0013] Um eine möglichst weitgehende Verformung der Sitzschale zuzulassen, kann bei dem
erfindungsgemäßen Stuhl weiterhin vorgesehen sein, dass das erste Drehgelenk in der
die Sitzvorderkante umfassenden Hälfte, vorzugsweise in dem die Sitzvorderkante umfassenden
Drittel oder Viertel und besonders bevorzugt in dem die Sitzvorderkante umfassenden
Fünftel (jeweils bezogen auf die Erstreckung des Sitzteils in Längsrichtung des Stuhls)
des Sitzteils angeordnet ist.
[0014] Dem gleichen Zweck kann dienen, wenn das zweite Drehgelenk oberhalb des Körperschwerpunkts
eines (Norm-)Nutzers angeordnet ist. Dabei kann das zweite Drehgelenk insbesondere
in der die obere Rückenlehnenkante aufweisenden Hälfte (bezogen auf die Erstreckung
der Rückenlehne in Hochrichtung des Stuhls) der Rückenlehne angeordnet sein.
[0015] Dabei wird unter "(Norm-)Nutzer" beispielsweise das P95-Perzentil der erwachsenen
Personen verstanden.
[0016] In einer weiterhin bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Stuhls kann vorgesehen
sein, dass ein über das zweite Drehgelenk mit der Rückenlehne verbundener Rückenlehnenträger
des Gestells über ein drittes Drehgelenk mit einer über das erste Drehgelenk mit dem
Sitzteil verbundenen Sitzbasis des Gestells verbunden ist. Dabei definiert das dritte
Drehgelenk eine in Querrichtung des Stuhls ausgerichtete Drehachse. Insbesondere kann
vorgesehen sein, dass das dritte Drehgelenk in Längsrichtung des Stuhls von dem ersten
Drehgelenk beabstandet ist, sich somit die von dem ersten Drehgelenk definierte, mindestens
eine Drehachse und die von dem dritten Drehgelenk definierte, mindestens eine Drehachse
nicht schneiden. Durch eine solche Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Stuhls wird
eine Neigungsbeweglichkeit für den Stuhl geschaffen, die von Nutzern regelmäßig als
komfortabel empfunden wird.
[0017] Als besonders komfortabel wird eine solche Neigungsbeweglichkeit empfunden, wenn
ein Zurücklehnen mit einer zumindest geringfügigen Körperstreckung verbunden ist.
Demnach kann bei dem erfindungsgemäßen Stuhl vorzugsweise vorgesehen sein, dass dieser
zwischen wenigstens einer aufrechten ersten Stellung und einer zurückgeneigten zweiten
Stellung verstellbar ist, wobei ein Winkel zwischen Sitzteil und Rückenlehne in der
zweiten Stellung größer als in der ersten Stellung ist.
[0018] Eine solche Winkelveränderung zwischen dem Sitzteil und der Rückenlehne kann auf
konstruktiv einfache Weise realisiert werden, indem der Rückenlehnenträger L-förmig
oder bogenförmig ausgebildet ist, wobei ein erster Schenkel des L-förmigen Rückenlehnenträgers
oder eine erste Hälfte des bogenförmigen Rückenlehnenträgers über das dritte Drehgelenk
mit der Sitzbasis und ein zweiter Schenkel des L-förmigen Rückenlehnenträgers oder
eine zweite Hälfte des bogenförmigen Rückenlehnenträgers über das zweite Drehgelenk
mit der Rückenlehne verbunden ist.
[0019] Um insbesondere bei der Realisierung einer Neigungsbeweglichkeit des Stuhls eine
unvorteilhafte Verformung der Sitzschale zu vermeiden, kann weiterhin bevorzugt vorgesehen
sein, dass das erste Drehgelenk ein Verdrehen des Sitzteils relativ zu dem entsprechenden
Abschnitt des Gestells um eine in Querrichtung des Stuhls ausgerichtete Drehachse
und/oder das zweite Drehgelenk ein Verdrehen der Rückenlehne relativ zu dem entsprechenden
Abschnitt des Gestells um eine in Querrichtung des Stuhls ausgerichtete Drehachse
ermöglicht.
[0020] Als besonders komfortabel wird möglicherweise empfunden, wenn bei einem Zurückneigen
der Rückenlehne gleichzeitig ein Anheben des Sitzteils, insbesondere der Sitzvorderkante
des Sitzteils erfolgt. Demnach kann vorzugsweise vorgesehen sein, dass das Gestell
derart ausgebildet ist, dass ein Verdrehen des Rückenlehnenträgers um die Drehachse
des dritten Drehgelenks zu einer Bewegung der Sitzvorderkante, gegebenenfalls auch
des ersten Drehgelenks, in Hochrichtung des Stuhls führt.
[0021] Diese Funktionalität des Stuhls kann konstruktiv vorteilhaft umgesetzt werden, wenn
das Sitzteil, insbesondere über das erste Drehgelenk, an einem Querträger fixiert
ist, wobei der Querträger drehbar mit einem Hebel (insbesondere an einem Ende dieses
Hebels) und der Hebel (insbesondere an seinem anderen Ende) drehbar mit der Sitzbasis
verbunden ist und wobei eine Drehbewegung des Hebels relativ zu der Sitzbasis über
eine Stange mit einer Drehbewegung des Rückenlehnenträger um die Drehachse des dritten
Drehgelenks gekoppelt ist.
[0022] Wiederum um den Komfort bei der Nutzung des Stuhls zu verbessern, kann dieser vorzugsweise
als Drehstuhl ausgebildet sein, bei dem eine über das erste Drehgelenk mit dem Sitzteil
verbundene Sitzbasis des Gestells über ein Drehgelenk mit einem Fußteil des Gestells
verbunden ist.
[0023] Die Sitzschale des Stuhls kann vorzugsweise integral ausgebildet sein, so dass der
Sitzteil und die Rückenlehne (weiterhin bevorzugt einstückig) ineinander übergehen.
[0024] Alternativ kann aber auch vorgesehen sein, dass die Sitzschale einen Sitzteil und
eine Rückenlehne, die als separate Bauteile ausgebildet sind, sowie einen den Sitzteil
und die Rückenlehne verbindenden Rahmen umfasst. Der Rahmen kann vorzugsweise als
mittig bezüglich der Querrichtung des Stuhls angeordneter, beispielsweise L-förmiger
oder bogenförmig verlaufender Balken ausgebildet sein. Dabei kann weiterhin bevorzugt
vorgesehen sein, dass die Deformation der Sitzschale insbesondere von dem Rahmen ermöglicht
bzw. aufgenommen wird. Dafür kann beispielsweise eine Ausgestaltung des Rahmens in
Form einer (ein- oder mehrschichtigen) Blattfeder vorteilhaft sein. Eine solche Ausgestaltung
der Sitzschale des erfindungsgemäßen Stuhls ermöglicht, den Sitzteil und die Rückenlehne
als relativ steife Bauteile auszubilden, während der leicht deformierbare Rahmen die
Deformierbarkeit der Sitzschale insgesamt bei relativ geringen Kräften gewährleistet.
[0025] Ein solcher erfindungsgemäßer Stuhl kann zudem weiter vorteilhaft derart konstruiert
sein, dass der Sitzteil in Längsrichtung des Stuhls und/oder die Rückenlehne in Hochrichtung
des Stuhls verschiebbar an dem Rahmen gelagert ist/sind. Dabei kann die Verschiebbarkeit
nur temporär nach einem Lösen einer Sperrvorrichtung vorgesehen sein. Dies ermöglicht
eine möglichst optimale Anpassung der Sitzschale an unterschiedliche Körperdimensionen
von Nutzern.
[0026] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigt, jeweils schematisch:
- Fig. 1:
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Stuhls in einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 2:
- eine Ansicht von hinten auf den Stuhl gemäß der Fig. 1 mit unverformter Sitzschale;
- Fig. 3:
- eine Ansicht gemäß der Fig. 2 bei verformter Sitzschale des Stuhls;
- Fig. 4:
- eine Ansicht von oben auf den Stuhl gemäß der Fig. 1 mit unverformter Sitzschale;
- Fig. 5:
- eine Ansicht gemäß der Fig. 4 bei verformter Sitzschale des Stuhls;
- Fig. 6:
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Stuhls in einer zweiten Ausführungsform
in aufrechter Stellung der Sitzschale;
- Fig. 7:
- eine Ansicht gemäß der Fig. 6 in zurückgeneigter Stellung der Sitzschale;
- Fig. 8:
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Stuhls in einer dritten Ausführungsform
in aufrechter Stellung der Sitzschale;
- Fig. 9:
- eine Ansicht gemäß der Fig. 8 in zurückgeneigter Stellung der Sitzschale;
- Fig. 10:
- eine Ansicht von hinten auf einen Stuhl gemäß den Fig. 6 bis 9 mit unverformter Sitzschale;
- Fig. 11:
- eine Ansicht gemäß der Fig. 10 bei verformter Sitzschale;
- Fig. 12:
- eine Ansicht von oben auf einen Stuhl gemäß den Fig. 6 bis 9 mit unverformter Sitzschale
in aufrechter Stellung;
- Fig. 13:
- eine Ansicht gemäß der Fig. 12 bei verformter Sitzschale und in zurückgeneigter Stellung;
- Fig. 14:
- eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Stuhls in einer vierten Ausführungsform
in aufrechter Stellung der Sitzschale; und
- Fig. 15:
- eine Ansicht gemäß der Fig. 14 in zurückgeneigter Stellung der Sitzschale;
[0027] Der in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Stuhl umfasst ein Gestell 1 und eine mit dem
Gestell 1 verbundene Sitzschale 2.
[0028] Das Gestell 1 ist im Wesentlichen starr ausgebildet. Dieses ist somit derart ausgelegt,
dass es sich bei einer bestimmungsgemäßen Benutzung des Stuhls nicht funktional deformiert.
Das Gestell 1 kann einteilig, beispielsweise aus miteinander verschweißten Rohren
ausgebildet sein. Es bildet beispielsweise, wie dargestellt, vier Füße aus, über die
der Stuhl auf einem Untergrund abstellbar ist.
[0029] Die Sitzschale 2 ist integral ausgebildet, so dass ein als Sitzteil 3 genutzter Abschnitt
in einen als Rückenlehne 4 genutzten Abschnitt der Sitzschale 2 übergeht. Dabei kann
die Sitzschale 2 ein- oder mehrteilig (insbesondere mit einem dann vorzugsweise einteiligen
Sitzschalenoberteil und einem das Sitzschalenoberteil tragenden Rahmen) ausgebildet
sein (vgl. auch Fig. 14 und 15).
[0030] Die Sitzschale ist über zwei Drehgelenke 5, 6 mit dem Gestell 1 verbunden. Dabei
ist ein erstes Drehgelenk 5 in der Nähe der Sitzvorderkante 7 der Sitzschale 2 angeordnet.
Bezüglich der Querrichtung des Stuhls ist das erste Drehgelenk 5 mittig und damit
in etwa in der Sagittalebene eines Nutzers des Stuhls positioniert. Das erste Drehgelenk
5 ermöglicht ein Verdrehen des mit diesem Drehgelenk 5 verbundenen Abschnitts der
Sitzschale 2, konkret im Wesentlichen des gesamten Sitzteils 3, relativ zu dem entsprechenden
Abschnitt des Gestells 1 (der Sitzbasis 8) um eine erste Drehachse 9. Diese erste
Drehachse 9 verläuft in Hochrichtung des Stuhls. Konkret ist diese in etwa vertikal
(bei auf einem horizontalen Untergrund stehenden Stuhl) ausgerichtet. Das erste Drehgelenk
5 kann derart ausgebildet sein, dass ein mit der Sitzbasis 8 (oder dem Sitzteil 3)
verbundener Zapfen 10 drehbar in einem mit dem Sitzteil 3 (oder der Sitzbasis 8) verbundenen
Hülse 11 gelagert ist.
[0031] Ein zweites Drehgelenk 6 verbindet die Sitzschale 2 im Bereich der Rückenlehne 4
mit einem Rückenlehnenträger 12 des Gestells 1. Dabei ist das zweite Drehgelenk 6
mittig bezüglich der Querrichtung des Stuhls und somit - ebenso wie das erste Drehgelenk
5 - in etwa in der Sagittalebene eines Nutzers des Stuhls angeordnet. Das zweite Drehgelenk
6 ist als Kugelgelenk ausgebildet. Dieses ermöglicht demnach ein Verdrehen der Rückenlehne
4 relativ zu dem Rückenlehnenträger 12 um eine Vielzahl von Achsen, unter anderem
um mindestens eine sich in Längsrichtung des Stuhls erstreckende zweite Drehachse
13.
[0032] Die erfindungsgemäße Lagerung der Sitzschale 2 ermöglicht eine durch eine Gewichtverlagerung
eines Nutzers hervorgerufene Verformung der Sitzschale 2, bei der diese im Übergang
von dem Sitzteil 3 zu der Rückenlehne 4 zu einer Seite bewegt wird, während die Sitzvorderkante
7 und die Rückenlehnenkante 14 in Richtung der anderen Seite geneigt werden (vgl.
Fig. 3 und 11).
[0033] Der Sitzteil 3 der Sitzschale 2 ist weiterhin noch über zwei Lager 15 mit dem Gestell
1 verbunden. Jeweils ein Lager 15 ist in Querrichtung des Stuhls beabstandet von dem
ersten Drehlager 5 angeordnet. Hinsichtlich der Längsrichtung des Stuhls befinden
sich die Lager 15 in der Höhe des ersten Drehlagers 5 und der Sitzvorderkante 7. Die
beiden Lager 15 sind derart ausgebildet, dass diese zumindest eine Belastung entgegen
der Hochrichtung, d.h. von oben nach unten, abstützen, d.h. verhindern. Dadurch wird
ein Verdrehen des vorderen Abschnitts des Sitzteils 3 um eine in Längsrichtung des
Stuhls ausgerichtete Achse und folglich ein zur Seite Kippen eines Nutzers mitsamt
der Sitzschale 2 verhindert. Die Lager 15 sind dabei derart ausgebildet, dass eine
Relativbeweglichkeit des Sitzteils 3 zu dem Gestell 1 im Bereich der Lager 15 in einer
Ebene, die sich in Längsrichtung und Querrichtung des Stuhls erstreckt, möglich ist
(vgl. Fig. 4 und 5 sowie Fig. 12 und 13). Dadurch wird die gewünschte Verformbarkeit
der Sitzschale 2 durch die Lager 15 nicht behindert. Diese Beweglichkeit der Lager
15 kann dadurch erreicht werden, dass jeweils zwei Lagerteile gleitend aufeinander
aufliegen und dadurch ein entsprechendes Gleitlager ausbilden. Dabei kann ein Lagerteil
mit dem Gestell 1 verbunden oder von diesem ausgebildet und das andere Lagerteil mit
dem Sitzteil 3 der Sitzschale 2 verbunden oder von diesem ausgebildet sein.
[0034] Sofern die Lager 15 auch jeweils eine Belastung in Hochrichtung, d.h. von unten nach
oben, abstützen sollen, kann vorgesehen sein, dass eines der Lagerteile jedes Lagers
15 ein Langloch ausbildet, durch das sich ein Führungsbolzen des anderen Lagerteils
erstreckt, wobei der Rand des Langlochs zumindest einseitig, vorzugsweise zweiseitig
in eine von dem Führungsbolzen in seinem Mantel ausgebildete Nut eingreift.
[0035] Der in den Fig. 6 und 7 sowie 10 bis 13 dargestellte Stuhl unterscheidet sich von
dem in den Fig. 1 bis 5 dargestellten Stuhl zum einen durch die Integration einer
Neigungsbeweglichkeit für die Sitzschale 2. Dazu ist der Rückenlehnenträger 12 des
Gestells 1 strukturell von der Sitzbasis 8 des Gestells 1 getrennt ausgebildet und
über ein drittes Drehgelenk 16 um eine dritte Drehachse 17, die sich in Querrichtung
des Stuhls erstreckt, drehbar mit der Sitzbasis 8 verbunden. Die dritte Drehachse
17 verläuft dabei in der Nähe des ersten Drehgelenks 5. Insbesondere kann vorgesehen
sein, dass die dritte Drehachse 17 die in Hochrichtung verlaufende, von dem ersten
Drehgelenk 5 ausgebildete erste Drehachse 9 schneidet.
[0036] Der Rückenlehnenträger 12 ist L-förmig ausgebildet, wobei das freie Ende des einen
Schenkels über das zweite Drehgelenk 6 mit der Rückenlehne 4 der Sitzschale 2 und
das freie Ende des anderen Schenkels über das dritte Drehgelenk 16 mit der Sitzbasis
8 verbunden ist. Der Rückenlehnenträger 12 kann aber ebenso gut auch bogenförmig ausgebildet
sein.
[0037] Um die Neigungsbeweglichkeit der Sitzschale 2 nicht zu behindern, sind das erste
Drehgelenk 5 und das zweite Drehgelenk 6 so ausgebildet, dass diese ein Verdrehen
des entsprechenden Abschnitts der Sitzschale 2 relativ zu dem entsprechenden Abschnitt
des Gestells 1 jeweils auch um eine in Querrichtung des Stuhls ausgerichtete, vierte
Drehachse 18 beziehungsweise fünfte Drehachse 19 ermöglichen. Diese Drehbarkeit ergibt
sich bei dem zweiten Drehgelenk 6 aus dessen Ausgestaltung als Kugelgelenk. Für das
erste Drehgelenk 5 ergibt sich diese Drehbarkeit dagegen aus der Verformbarkeit der
Sitzschale, wie dies in den Fig. 6 und 7 gezeigt ist. Es besteht aber auch die Möglichkeit,
das erste Drehgelenk 5 als Kugelgelenk oder auf andere Weise mit zwei um die entsprechenden
Drehachsen 9, 18 beweglich miteinander verbundenen Drehgelenkteilen auszubilden. Insbesondere
kann bei einer Ausgestaltung des ersten Drehgelenks 5, bei dem dieses einen mit der
Sitzbasis 8 (oder dem Sitzteil 3 der Sitzschale 2) verbundenen Zapfen 10, der drehbar
in einer mit dem Sitzteil 3 (oder der Sitzbasis 8) verbundenen Hülse 11 gelagert ist,
aufweist, auch vorgesehen sein, dass der Zapfen 10 (oder die Hülse 11) mit einem Querträger
verbunden ist, an dessen Ende auch das entsprechende Ende des L-förmigen Rückenlehnenträger
12 angreift. Dabei kann der Querträger drehbar in der Sitzbasis 8 gelagert sein, während
der Rückenlehnenträger 12 und/oder der Zapfen 10 (oder die Hülse 11) fest an dem Querträger
angreifen können. Der in der Sitzbasis 8 drehbar gelagerte Querträger bildet in diesem
Fall das dritte Drehgelenk 16 sowie einen Teil des ersten Drehgelenks 5 aus. Möglich
ist auch, dass der Querträger fest in die Sitzbasis 8 integriert ist, während der
Rückenlehnenträger 12 und der Zapfen 10 (oder die Hülse 11) drehbar an diesem befestigt
sind.
[0038] Durch den Abstand der dritten Drehachse 17 von der von dem ersten Drehgelenk 5 ausgebildeten,
sich in Querrichtung des Stuhls erstreckenden vierten Drehachse 18 verändert sich
der (direkte) Abstand zwischen der vierten Drehachse 18 und dem zweiten Drehlager
6 bei einem Zurückneigen der Sitzschale 2. Dies führt zu einer Deformation der Sitzschale
2, bei der sich ein zwischen dem Sitzteil 3 und der Rückenlehne 4 ausgebildeter Winkel
α vergrößert (α
1 < α
2).
[0039] Der in den Fig. 6 und 7 sowie 10 bis 13 dargestellte Stuhl ist zudem als Drehstuhl
ausgebildet. Dazu ist die Sitzbasis 8 des Gestells 1 über ein viertes Drehgelenk 20
um eine sich in Hochrichtung des Stuhls erstreckende, konkret in etwa vertikal ausgerichtete
sechste Drehachse 21 drehbar mit einem nur teilweise dargestellten Fußteil 22 des
Gestells 1 verbunden.
[0040] Der in den in den Fig. 8 und 9 sowie 10 bis 13 dargestellte Stuhl unterscheidet sich
von dem in den Fig. 6 und 7 sowie 10 bis 13 dargestellten Stuhl insbesondere durch
eine zusätzliche Kinematik, die dafür sorgt, dass ein Zurückneigen der Sitzschale
2 mit einem Anheben (in Hochrichtung) des ersten Drehgelenks 5 und damit der Sitzvorderkante
7 einhergeht.
[0041] Dazu ist das dritte Drehgelenk 16, über das der Rückenlehnenträger 12 mit der Sitzbasis
8 verbunden ist, zurückversetzt angeordnet. Zudem sind an demselben Ende wie das dritte
Drehgelenk 16 noch zwei (jeweils eines auf jeder Seite des Rückenlehnenträger 12)
Stangen 23 um eine siebte Drehachse 24 drehbar mit dem Rückenlehnenträger 12 verbunden.
Dabei ist die siebte Drehachse 24 von der von dem dritten Drehlager 16 ausgebildeten
dritten Drehachse 17 beabstandet angeordnet.
[0042] Die Stangen 23 erstrecken sich bis zu einem Ende von jeweils einem Hebel 25, mit
dem diese um eine sich in Querrichtung des Stuhls erstreckende achte Drehachse 26
drehbar verbunden sind. Das jeweils andere Ende der Hebel 25 ist um eine sich in Querrichtung
des Stuhls erstreckende neunte Drehachse 27 drehbar mit der Sitzbasis 8 verbunden.
Somit ergibt sich auch ein Abstand zwischen der achten Drehachse 26 und der neunten
Drehachse 27. Dabei ist die neunte Drehachse 27 in etwa so positioniert, wie die dritte
Drehachse 17 bei dem Stuhl gemäß den Fig. 6 und 7.
[0043] Das erste Drehgelenk 5 ist über einen Querträger mit den beiden Stangen 23 in der
Nähe der achten Drehachse verbunden. Dieser kann jedoch auch, wiederum in der Nähe
der achten Drehachse, mit den beiden Hebel 25 verbunden sein. Durch diese Anbindung
des ersten Drehgelenks 5 in Verbindung mit den Abständen, die zwischen der dritten
Drehachse 17 und der siebten Drehachse 24 einerseits sowie der achten Drehachse 26
und der neunten Drehachse 27 andererseits ausgebildet sind, ergibt sich die gewünschte,
an eine Neigungsverstellung der Sitzschale 2 gekoppelte Höhenverstellung des ersten
Drehlagers 5 und damit der Sitzvorderkante 7.
[0044] Auch bei dem Stuhl gemäß den Fig. 8 und 9 führt ein Zurückneigen der Sitzschale 2
zu einer Vergrößerung eines zwischen dem Sitzteil und der Rückenlehne ausgebildeten
Winkels α (α
1 < α
2).
[0045] Die Fig. 14 und 15 zeigen eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Stuhls, der
sich von demjenigen der Fig. 8 und 9 dahingehend unterscheidet, dass die Sitzschale
2 nicht integral sondern mehrteilig ausgebildet ist. Diese umfasst einen Sitzteil
3 und eine Rückenlehne 4, die als separate und voneinander beabstandete Bauteile ausgebildet
sind, die über einen Rahmen miteinander verbunden sind. Der Rahmen stellt dabei im
wesentlichen dasjenige Bauteil der Sitzschale 2 dar, das die Verformbarkeit der Sitzschale
2 ermöglicht. Der Rahmen ist als eine mittig bezüglich der Querrichtung des Stuhls
angeordnete Führungsschiene ausgebildet, an der der Sitzteil 3 und die Rückenlehne
4 längsverschiebbar geführt sind. Durch ein solches Verschieben und die Möglichkeit,
den Sitzteil 3 und die Rückenlehne 4 in verschiedenen Verschiebepositionen durch eine
(nicht gezeigte) formschlüssig oder kraftschlüssig wirkende Sperrvorrichtung festzulegen,
ermöglicht eine vorteilhafte Anpassung des Stuhls an sich unterscheidende Körperdimensionen
von Nutzern.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Gestell
- 2
- Sitzschale
- 3
- Sitzteil
- 4
- Rückenlehne
- 5
- erstes Drehgelenk
- 6
- zweites Drehgelenk
- 7
- Sitzvorderkante
- 8
- Sitzbasis
- 9
- erste Drehachse
- 10
- Zapfen
- 11
- Hülse
- 12
- Rückenlehneträger
- 13
- zweite Drehachse
- 14
- Rückenlehnenkante
- 15
- Lager
- 16
- drittes Drehgelenk
- 17
- dritte Drehachse
- 18
- vierte Drehachse
- 19
- fünfte Drehachse
- 20
- viertes Drehgelenk
- 21
- sechste Drehachse
- 22
- Fußteil
- 23
- Stange
- 24
- siebte Drehachse
- 25
- Hebel
- 26
- achte Drehachse
- 27
- neunte Drehachse
- 28
- Rahmen
1. Stuhl mit einer verformbaren Sitzschale (2), die einen Sitzteil (3) und eine Rückenlehne
(4) ausbildet, und einem Gestell (1), wobei der Sitzteil (3) über ein erstes Drehgelenk
(5) und die Rückenlehne (4) über ein zweites Drehgelenk (6) mit dem Gestell (1) verbunden
sind, wobei die Drehgelenke (5, 6) ein durch ein Verformen der Sitzschale (2) bedingtes
Verdrehen des Sitzteils (3) und der Rückenlehne (4) relativ zu dem Gestell (1) ermöglichen,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite Drehgelenk (6) mittig bezüglich der Querrichtung des Stuhls mit der Rückenlehne
(4) verbunden ist.
2. Stuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Drehgelenk (5) ein Verdrehen um eine in Hochrichtung des Stuhls ausgerichtete
erste Drehachse (9) ermöglicht.
3. Stuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzteil (3) über mindestens ein Lager (15) mit dem Gestell (1) verbunden ist,
wobei das Lager (15) derart ausgebildet ist, dass dieses ein Verdrehen des Sitzteils
(3) um eine in Längsrichtung des Stuhls ausgerichtete Achse behindert.
4. Stuhl nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (15) in Querrichtung des Stuhls beabstandet von dem ersten Drehgelenk (5)
angeordnet ist, wobei zwei Lagerteile zueinander in einer sich in Querrichtung und
Längsrichtung des Stuhls erstreckenden Ebene verschiebbar sind.
5. Stuhl nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein über das zweite Drehgelenk (6) mit der Rückenlehne (4) verbundener Rückenlehnenträger
(12) des Gestells (1) über ein drittes Drehgelenk (16) um eine in Querrichtung des
Stuhls ausgerichtete Drehachse (17) drehbar mit einer über das erste Drehgelenk (5)
mit dem Sitzteil (3) verbundenen Sitzbasis (8) des Gestells (1) verbunden ist.
6. Stuhl nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dieser zwischen wenigstens einer aufrechten, ersten Stellung und einer zurückgeneigten,
zweiten Stellung verstellbar ist, wobei ein Winkel (α) zwischen Sitzteil (3) und Rückenlehne
(4) in der zweiten Stellung größer als in der ersten Stellung ist.
7. Stuhl nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückenlehnenträger (12) L-förmig oder bogenförmig ausgebildet ist, wobei ein
erster Schenkel des L-förmigen Rückenlehnenträgers (12) oder eine erste Hälfte des
bogenförmigen Rückenlehnenträgers über das dritte Drehgelenk (16) mit der Sitzbasis
(8) und ein zweiter Schenkel des L-förmigen Rückenlehnenträgers (12) oder eine zweite
Hälfte des bogenförmigen Rückenlehnenträgers über das zweite Drehgelenk (6) mit der
Rückenlehne (4) verbunden ist.
8. Stuhl nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Drehgelenk (5) ein Verdrehen des Sitzteils (3) um eine in Querrichtung
des Stuhls ausgerichtete Drehachse (18) und/oder das zweite Drehgelenk (6) ein Verdrehen
der Rückenlehne um eine in Querrichtung des Stuhls ausgerichtete Drehachse (19) ermöglicht.
9. Stuhl nach Anspruch 5 oder einem der von Anspruch 5 abhängigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gestell (1) derart ausgebildet ist, dass ein Verdrehen des Rückenlehnenträgers
(12) um die Drehachse (17) des dritten Drehgelenks (16) zu einer Bewegung einer Sitzvorderkante
(7) in Hochrichtung des Stuhls führt.
10. Stuhl nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzteil (3) an einem Querträger fixiert ist, wobei der Querträger mit einem
Hebel (25) oder einer Stange (23) verbunden ist, und wobei der Hebel (25) drehbar
mit der Sitzbasis (8) verbunden ist und eine Drehbewegung des Hebels (25) relativ
zu der Sitzbasis (8) über die Stange (23) mit einer Drehbewegung des Rückenlehnenträger
(12) gekoppelt ist.
11. Stuhl nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Drehgelenk (5) in der eine Sitzvorderkante (7) umfassenden Hälfte des Sitzteils
(3) angeordnet ist.
12. Stuhl nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Drehgelenk (6) oberhalb des Körperschwerpunkts eines Nutzers angeordnet
ist.
13. Stuhl nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine über das erste Drehgelenk (5) mit dem Sitzteil (3) verbundene Sitzbasis (8)
des Gestells (1) über ein Drehgelenk (20) mit einem Fußteil (22) des Gestells (1)
verbunden ist.
14. Stuhl nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sitzschale einen Sitzteil (3), eine Rückenlehne (4) und einen den Sitzteil (3)
und die Rückenlehne (4) verbindenden Rahmen (28) umfasst.
15. Stuhl nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitzteil (3) in Längsrichtung des Stuhls und/oder die Rückenlehne (4) in Hochrichtung
des Stuhls verschiebbar an dem Rahmen (28) gelagert ist/sind.