[0001] Die Erfindung betrifft ein Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung für eine Öffnung
gemäß den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1.
[0002] Derartige Kühlgeräte mit einer Verschlussanordnung sind im Stand der Technik bereits
beschrieben.
[0003] So offenbart die
DE 102009016208 A1 bspw. eine Verschlussanordnung für Kühlgeräte. Diese Verschlussanordnung weist einen
ersten und einen zweiten Deckelteil auf, von denen wenigstens ein Deckelteil bewegbar
ausgeführt ist und wobei die Deckelteile im geschlossenen Zustand in einer Ebene liegen.
Bei diesem Schiebedeckelsystem ist die Führung des bewegbaren Deckelteils über Rollen
realisiert, die in einer oder mehrerer Rollenbahnen laufen. Dadurch soll die Reibung
beim Bewegen eines Deckelteils verringert werden und die Möglichkeit einer optimalen
Abdichtung sowie eine präzise Deckelführung möglich sein. Die Verschlussanordnungen
sind so ausgelegt, dass diese manuell durch den Benutzer zu bedienen sind, indem der
jeweils zu öffnende Deckelteil von Hand von einer Geschlossenstellung in eine Offenstellung
bewegbar ist.
Nachteilig bei dieser Verschlussanordnung für Kühlgeräte wird gesehen, dass durch
die manuelle Bewegung der Deckelteile von einer Geschlossenstellung in eine Offenstellung
die in dem Kühlgerät befindlichen Waren zwar entnommen werden können, dass aber bei
der Bewegung bedingt durch die verwendeten Rollen sehr hohe Verschiebekräfte für Verschlusselemente
auftreten, die es dem Nutzer erschweren, die einzelnen Deckelteile der Verschlussanordnung
einfach zu bewegen.
Ein weiterer Nachteil der Verschlussanordnung nach dem Stand der Technik wird darin
gesehen, dass eine Verbesserung der Bewegung der Deckelteile durch die Verwendung
von mit Kugellagern gelagerten Rollen die Kosten eines derartigen Kühlgerätes erhöhen,
ohne dass die Verschiebekräfte für Verschlusselemente entscheidend reduziert sind.
Weiterhin nachteilig wird gesehen, dass bei längerem Gebrauch die Rollenbahnen verschmutzen
können, indem Staub oder auch feinkörnige Materialien wie beispielsweise Zucker, Salz
und dergleichen in diese hineinkommen und zu einer Erhöhung der Verschiebekräfte für
Verschlusselemente führen bis hin zum Blockieren der Rollen.
Ebenfalls nachteilig bei den Kühlgeräten ist, dass diese zum Befüllen der dahinter
oder darüber positionierten Regale vom Personal so genutzt werden, dass diese die
Verschlussanordnung betreten. Durch das Gewicht der Personen auf den Verschlussanordnungen
werden die Rollen sehr hohen Kräften ausgesetzt, was einerseits zu einer Beschädigung
der Rollen bzw. der Rollenbahnen führen kann und andererseits auch zu einer Beschädigung
der Deckelteile selbst.
[0004] Eine weitere Verschlussanordnung für Kühlgeräte ist in der
DE 10118437 A1 offenbart. Dieses Kühlgerät, welches auch als Warenpräsentationsmöbel bezeichnet
ist, weist eine Warenraumöffnung auf, die mittels eines oder mehrerer verfahrbarer
Schiebedeckel zumindest teilweise verschließbar ist. Weiterhin weist dieses Kühlgerät
Mittel zum automatischen Verfahren des oder der Schiebedeckel auf, die beispielsweise
als Seil- und / oder Riemensystem ausgebildet sein können, bei dem der oder die Schiebedeckel
mittels eines Antriebes über das Seil- und / oder Riemensystem verfahrbar sind. Es
wird weiter offenbart, dass das Verfahren der Schiebedeckel von einer Geschlossenstellung
in eine Offenstellung durch Zahnräder und / oder Zahnstangendirektantriebe erfolgen
kann oder auch über Reibradantriebe und / oder über Hydraulik- oder Pneumatikzylinder.
Nachteilig bei diesen motorisch angetriebenen Verschlussanordnungen sind einerseits
die sehr hohen Anschaffungs-, aber auch Wartungskosten sowie die hohe Störungsanfälligkeit
im Dauerbetrieb.
Ein weiterer Nachteil wird darin gesehen, dass bei derartigen Verschlussanordnungen
die Führungselemente, auf denen beispielsweise die Rollen der Türelemente gelagert
sind bzw. auf denen sie verlaufen, nie exakt horizontal bzw. parallel zueinander angeordnet
sind. Die für das Schließen der Türelemente erforderlichen Antriebsvorrichtungen wie
Schraubenfedern, Schließgewichte, Seile usw. müssen dabei so dimensioniert werden,
dass sich die Türelemente auch bei diesen ungünstigen Bedingungen immer noch sicher
verschließen. Dies führt nachteiligerweise dazu, dass diese Antriebsvorrichtungen
überdimensioniert sind, was zum einen die Kosten erhöht und zum anderen dazu führt,
dass beim Verschließen der Türelemente diese an der Seitenwand anschlagen.
[0005] Die
US 2006/090401 A1 beschreibt ein Türsystem für einen Kühlraum, das nachgiebige Türblätter umfasst,
die sich biegen und eine erhöhte Festigkeit gegen Beschädigungen aufweisen, wenn sie
von einem Gabelstapler gerammt werden. Ein hoher Grad an Isolierung wird durch die
Auswahl und die Dicke des nachgiebigen Schaumes darin erreicht.
[0006] Auch werden die Türblätter magnetisch zu einer Dichtung an einem Türrahmen angezogen,
um eine Abdichtung herbeizuführen. Eine aktive magnetische Steuerung kann die Anziehung
(Verschluss der Tür) oder die Abstoßung (Öffnung der Tür) des Türblattes verbessern,
jedoch keinen Einfluss auf das Verschieben der Türen nehmen. Dabei werden Dauermagnete
oder elektrisch gesteuerte Magnete eingesetzt, um die Türblätter im geschlossenen
Zustand anzuziehen und gegen die gegenüberliegend angeordnete Dichtung zu pressen.
Die Magnete sind dabei punktuell an den Türblättern, und zwar rechtwinklig zu der
Gewichtskraft dieser Türblätter angeordnet. Die
US 2006/090401 A1 offenbart ein Kühlgerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0007] Eine weitere Verschlussanordnung für bspw. Schrankmöbel ist in der
DE 29907856 U1 offenbart.
Es wird eine Verschlussanordnung beschrieben, zur Aufnahme von Gleit- und Schiebeelementen,
wie beispielsweise Jalousien, Rollläden oder Schiebetüren, in zumindest einer U-schienenförmigen
Leitbahn an Möbeln mit einem am Möbelkorpus befestigbaren Basisprofil und einem mit
diesem verbindbaren Abdeckprofil zur Abdeckung der Befestigung des Basisprofils am
Möbelkorpus.
Diese Verschlussanordnung für gattungsgemäße Schrankmöbel soll preisgünstig hergestellt
werden können, sowie auf einfache Weise an den jeweiligen Einsatzzweck anpassbar sein
und somit grundsätzlich eine Option zur Aufnahme verschiedener Gleit- oder Schiebeelemente
ermöglichen. Realisiert werden soll dies dadurch, dass die Gleitbahn in einem separaten
Schienenelement ausgebildet ist, das lösbar in einer Ausnehmung des Basisprofils eingesetzt
ist. Das Basisprofil kann dabei eine vordere und eine weitere hintere Ausnehmung aufweisen.
Nachteilig bei dieser Führungsvorrichtung für Schrankmöbel wird gesehen, dass die
Bereitstellung eines Basisprofils sowie eines Abdeckprofils und eines zusätzlichen
Schienenelementes zu hohen Herstellungs- und Montagekosten, sowie zu einem beträchtlichen
Logistikaufwand in der Lagerhaltung führt. Dies insbesondere unter der Tatsache, dass
verschiedene Schrankabmessungen in verschiedenen Dekoren mit derartigen Führungsvorrichtungen
bestückt werden müssen.
Ein weiterer Nachteil wird darin gesehen, dass das Basisprofil und das dem zugeordnete
Schienenelement jeweils nur für eine definierte Breite von Gleit- und Schiebeelementen
einsetzbar ist.
Die Verschlussanordnung kann nachteiligerweise auch nur an solche Schrankmöbel montiert
werden, bei denen die Gleit- und Schiebeelemente vor dem Korpus des Schrankmöbels
bewegbar sind. Beim Einbau von Gleit- und Schiebeelementen wie beispielsweise Jalousien
bzw. Rollläden, welche innerhalb des Korpusses des Schrankmöbels bewegbar sein sollen,
sind diese Verschlussanordnungen nicht einsetzbar.
Weiterhin nachteilig beim Stand der Technik wird gesehen, dass insbesondere beim Einsatz
von Gleit- und Schiebeelementen wie beispielsweise Jalousien bzw. Rollläden mit der
Verschlussanordnung bestimmte Umlenkelemente montiert werden müssen, in denen diese
Gleit- und Schiebeelemente im Schrankinneren aufgenommen werden müssen, wie beispielsweise
Führungsschnecken bzw. Winkelelemente.
Beim Einsatz der Verschlussanordnung gemäß dem Stand der Technik ist hier ein hoher
Montage- und Konfektionsaufwand zu realisieren, um eine Anpassung der Führungsvorrichtung
zu den entsprechenden Gleit- und Schiebeelementen sowie zum Korpus des Schrankmöbels
zu realisieren. Dies betrifft sowohl das Basisprofil, als auch das Abdeckprofil sowie
die separat einzusetzenden Schienenelemente und auch an den freien Enden der Führungsvorrichtung
einzusetzende Endstücke.
Ebenfalls nachteilig wird gesehen, dass die Kräfte zur Verschiebung der Gleit- und
Schiebeelemente in der Verschlussanordnung sehr hoch sind und bedingt durch den Abrieb
der einzelnen Elemente bzw. durch Verschmutzung bedingt durch Schmiermittel in den
Führungsschienen, die gleichen Nachteile aufweisen, wie die Verschlussanordnungen
bei Kühlgeräten.
[0008] Hier setzt die Erfindung ein, die sich die Aufgabe gestellt hat, die Nachteile des
Standes der Technik zu überwinden und Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung aufzuzeigen,
welche wirtschaftlich und kostengünstig herstellbar ist, die eine geräuscharme, schnelle
und schonende Schließbewegung der Türelemente ermöglicht, die nachträglich auch an
bereits bestehende Öffnungen kostengünstig anbringbar ist, die eine für den Nutzer
ansprechende bzw. veränderbare Optik bzw. Design realisiert und die eine lange Lebensdauer
aufweist.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruches 1 gelöst. Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0010] Das erfindungsgemäße Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung für eine Öffnung, mit
wenigstens einem Verschlusselement, welches an der Öffnung bewegbar, insbesondere
in oder an wenigstens einem Führungselement, geführt ist, zeichnet sich dadurch aus,
dass wenigstens ein freies Ende des Verschlusselementes und des Führungselementes
über eine magnetische Anziehungskraft, ausgehend von wenigstens einem Magneten, so
miteinander in Wirkverbindung stehen, das die Anziehungskraft deren natürlich wirkender
Gewichtskraft entgegen wirkt und die Normalkraft der Verschlussanordnung reduziert
ist. Hierdurch kann vorteilhafterweise erreicht werden, dass die Verschiebekräfte
für Verschlusselemente deutlich reduziert sind, in einer Größenordnung von etwa 20
bis 95 %, bevorzugt 50 bis 80%. Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass das
erfindungsgemäße Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung einen wesentlich reduzierten
Verschleiß der einzelnen Elemente aufweist.
[0011] Dabei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass der Magnet am Verschlusselement
und am Führungselement angeordnet ist. Hierdurch kann vorteilhafterweise in Abhängigkeit
von der Geometrie bzw. dem Gewicht der einzelnen Verschlusselemente eine wartungsarme
und kostengünstige Verschlussanordnung zur Verfügung gestellt werden, die sowohl die
Öffnungen von Schrankmöbeln, von Kühlgeräten, von Gebäuden und dergleichen optimal
verschließt.
[0012] Es hat sich weiterhin als vorteilhaft herausgestellt, dass der Magnet als Dauermagnet
und / oder Elektromagnet ausgebildet ist, wobei der Dauermagnet aus einem hartmagnetischen
Material besteht. Vorteilhafterweise ist der Dauermagnet axial magnetisiert. Hierdurch
lassen sich sowohl neue erfindungsgemäße Kühlgeräte mit einer Verschlussanordnung
für das Öffnen bzw. Verschließen von Öffnungen kostengünstig herstellen, aber auch
bereits bestehende Öffnungen von Kühlgeräten preiswert mit einer Verschlussanordnung
nachrüsten bzw. sanieren.
[0013] Es hat sich ebenfalls als vorteilhaft herausgestellt, dass der Magnet hergestellt
ist aus metallischen Legierungen aus Eisen und/oder Nickel und/oder Kobalt mit Zusätzen
von Aluminium und/oder Mangan und/oder Silizium und/oder Kupfer; aus Ferriten auf
Basis von Metalloxiden wie Barium-, Strontiumhexaferrit; aus Samarium-Kobalt; aus
Neodym-Eisen-Bor; aus Mischungen dieser mit polymeren Werkstoffen; sowie aus Kombinationen
dieser miteinander und dgl.
Somit lassen sich die Herstellungskosten für derartige Magneten entsprechend den Anforderungen,
wie bspw. das Gewicht der Verschlusselemente sowie die Geometrie der Öffnungen eines
Kühlgerätes optimal mit kostengünstigen Magneten, die eine ausreichende Haftkraft
bzw. Koerzitivkraft aufweisen, ausrüsten.
[0014] Das erfindungsgemäße Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung zeichnet sich weiter
dadurch aus, dass das Verschlusselement und / oder das Führungselement wenigstens
teilweise aus einem ferromagnetischen Werkstoff besteht. Hierdurch lässt sich das
Zusammenspiel zwischen den Verschlusselementen und den erforderlichen Führungselementen
ausreichend und wartungsarm dimensionieren.
[0015] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das erfindungsgemäße Kühlgerät
mit einer Verschlussanordnung so ausgebildet, dass das Verschlusselement und / oder
das Führungselement wenigstens teilweise ein ferromagnetisches Element aufweist.
[0016] Dabei kann vorteilhafterweise das erfindungsgemäße Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung
auch so ausgebildet sein, dass das Verschlusselement beabstandet zum Führungselement
angeordnet ist. Hierdurch lassen sich die einzelnen Verschlusselemente des erfindungsgemäßen
Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung einfacher und mit sehr geringen Verschiebekräften
für Verschlusselemente bewegen.
[0017] Das erfindungsgemäße Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung weist weiterhin am Verschlusselement
und / oder am Führungselement wenigstens ein Distanzelement auf. Hierdurch ist es
vorteilhafterweise möglich eine Verschlussanordnung bereit zu stellen, die neben einer
vollflächigen Anlage der Verschlusselemente an den Führungselementen auch eine punktuelle
Anlage mit noch weiter reduzierten Verschiebekräften für Verschlusselemente zu realisieren.
[0018] In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltungsform des erfindungsgemäßen Kühlgerätes
mit einer Verschlussanordnung ist am Verschlusselement und / oder am Führungselement
wenigstens ein Dichtelement angeordnet. Dieses führt vorteilhafterweise dazu, dass
beispielsweise beim Einsatz der Verschlussanordnung in einem Kühlgerät die gekühlte
Luft im Innenraum nicht über die Verschlussanordnung in den warmen Verkaufsraum entweichen
kann.
[0019] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung
wird darin gesehen, dass, wenn wenigstens ein freies Ende des Verschlusselementes
über wenigstens einen Magneten, umfassend hartmagnetischen und / oder weichmagnetische
Werkstoffe, mit dem Führungselement in Wirkverbindung steht, das Dichtelement entsprechend
entlastet ist, wodurch sich die Verschiebekräfte für Verschlusselemente nochmals reduzieren.
[0020] Dabei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, dass das Dichtelement einen Spalt
zwischen dem Verschlusselement und dem Führungselement luftdicht und / oder flüssigkeitsdicht
verschließt, was beispielsweise die Energiekosten beim Einsatz des erfindungsgemäßen
Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung reduziert.
[0021] Weiterhin als vorteilhaft erweist sich, dass das Dichtelement aus einem elastischen
Material hergestellt ist und wenigstens ein Gleitelement aufweist. Dies führt neben
der einfachen Herstellung derartiger Dichtelemente zu optimalen Dichtfunktionen und
reduzierten Verschiebekräfte für Verschlusselemente.
[0022] Der Einsatz des erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung für eine
Öffnung führt somit zu einer deutlichen Reduzierung der Verschiebekräfte für Verschlusselemente
und im Vergleich zum Stand der Technik insbesondere bei der Verwendung von Rollen
dazu, dass keine zulässigen Verschleißteile integriert sind und dass auch keine Beschädigung
des erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung bei dem unsachgemäßen
Betreten durch Personal erfolgt.
[0023] Weiterhin vorteilhaft wird gesehen, dass eine Integration von Selbstschließmechanismen,
die auf Speicherung von Energie beruhen, wie z.B. Federn oder Gewichte, möglich ist,
ohne dass sich gegenüber den Lösungen des Standes der Technik die Verschiebekräfte
für Verschlusselemente erhöhen.
[0024] Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung
wird darin gesehen, dass im Vergleich zur bisher angewendeten Linearlagerung und der
dabei angewandten repulsiven Methode nun eine deutliche Reduzierung der benötigten
Anzahl bzw. Menge von Magneten möglich ist, was zu einer Kostenreduzierung der Verschlussanordnungen
führt.
[0025] Der Einsatz des erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung für eine
Öffnung mit wenigstens einem Verschlusselement, welches an der Öffnung bewegbar, insbesondere
in oder an wenigstens einem Führungselement geführt ist, wobei wenigstens ein freies
Ende des Verschlusselementes über wenigstens einen Magneten, umfassend hartmagnetische
und / oder weichmagnetische Werkstoffe, mit dem Führungselement in Wirkverbindung
steht, führt dazu, dass bspw. bei Einsatz eines ferromagnetischen Elementes für das
Verschlusselement und / oder das Führungselement durch den Magneten im Verschlusselement
und / oder dem Führungselement ein Gegenpol induziert wird, bedingt durch das ferromagnetische
Element.
Die dadurch erfindungsgemäß entstehenden Anziehungskräfte auf das Verschlusselement
und / oder das Führungselement wirken deren natürlich wirkender Gewichtskraft entgegen,
so dass sich an den Auflageflächen die Normalkräfte deutlich reduzieren, was wiederum
zu einer Verringerung der Verschiebekräfte für Verschlusselemente führt.
[0026] Dabei kann vorteilhafterweise ein am Verschlusselement und / oder dem Führungselement
angeordnetes Distanzelement verhindern, dass das Verschlusselement und / oder das
Führungselement an dem ferromagnetischen Element anhaftet.
[0027] Das erfindungsgemäße Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung soll nun an Ausführungsbeispielen,
die die Erfindung aber nicht einschränken, näher beschrieben werden.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- perspektivische Darstellung eines erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung
- Fig. 2
- Schnittdarstellung einer Wand eines erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung
- Fig. 3
- Schnittdarstellung einer Wand eines weiteren erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer
Verschlussanordnung
- Fig. 4
- Schnittdarstellung einer Wand eines weiteren erfindungsgemäßen Kühlgerätes mit einer
Verschlussanordnung
- Fig. 5
- perspektivische Darstellung eines Schrankmöbels mit einer Verschlussanordnung
- Fig. 6
- Schnittdarstellung einer Wand eines Schrankmöbels mit einer Verschlussanordnung
[0029] In der Fig. 1 ist eine Verschlussanordnung 1 für eine Öffnung 2 eines Kühlgerätes
dargestellt. Das an sich bekannte Kühlgerät weist insgesamt vier Außenwände 11 auf,
die durch ihre rechtwinklige Anordnung zueinander den Aufbewahrungsraum für Kühlgut
bilden. Die Öffnung 2 des Kühlgerätes wird durch eine Verschlussanordnung 1 verdeckt,
die in diesem Ausführungsbeispiel aus zwei gegeneinander verschiebbaren Verschlusselementen
4 besteht, die in Führungselementen 3 führbar gelagert, welche wiederum in an den
Außenwänden 11 angebrachten Rahmenelementen 14 angeordnet sind. Die Verschlusselemente
4 sind in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass sie aus einem vierseitigen
Rahmen aus einem ersten Profilelement 30 bestehen, welcher eine Platte 40 aus einem
transparenten Glasmaterial umfasst. Die Verschlusselemente 4 sind horizontal in den
Führungselementen 3 gegeneinander bewegbar angeordnet.
[0030] In der Fig. 2 ist eine Schnittdarstellung einer Wand 10 eines erfindungsgemäßen Kühlgerätes
gemäß der Fig. 1 mit einer Verschlussanordnung 1 dargestellt. Die Wand 10 des Kühlgerätes
besteht aus einer Außenwand 11, einer Innenwand 12 und einem dazwischen angeordneten
Isolierelement 13. An der Schmalseite der Wand 10 ist ein Rahmenelement 14 angeordnet,
welches in diesem Ausführungsbeispiel das freie Ende der Außenwand 11 und das freie
Ende der Innenwand 12 übergreift.
Die Verschlussanordnung 1 für die Öffnung 2 des Kühlgerätes weist zwei Verschlusselemente
4 auf, welche an der Öffnung 2 bewegbar in dem Führungselement 3 geführt sind. Das
Führungselement 3 in diesem Ausführungsbeispiel ist so ausgebildet, dass es zwei nebeneinander
angeordnete, etwa U-förmige Führungsbahnen aufweist.
An den freien Enden des Verschlusselementes 4 sind Magneten 5 angeordnet, welche als
Dauermagnet ausgebildet sind und aus einem Neodym-Eisen-Bor bestehen. Die Magnete
5 sind in diesem Ausführungsbeispiel im zweiten Profilelement 41 integriert und erstrecken
sich über die gesamte hier nicht dargestellte Länge bzw. Tiefe des Verschlusselementes
4. In dem etwa U-förmig ausgebildeten Führungsbahnen des Führungselementes 3 ist etwa
dem Magneten 5 gegenüberliegend ein Streifen 31 angeordnet, welcher ebenfalls über
die gesamte nicht dargestellte Länge des Rahmenelements 14 des Kühlgerätes verläuft.
Zwischen dem Streifen 31 und dem zweiten Profilelement 41 sind die Distanzelemente
6 angeordnet, welche partiell bzw. punktuell am Streifen 31 angeordnet sind.
An der dem Distanzelement 6 gegenüberliegenden Seite des zweiten Profilelements 41
ist ein Dichtelement 7 angeordnet, welches den Spalt zum Innenraum des Kühlgerätes
luftdicht und flüssigkeitsdicht verschließt.
Die Verschlussanordnung 1 in diesem Ausführungsbeispiel besteht aus zwei etwa parallel
zueinander beabstandet angeordneten Verschlusselementen 4, die gegeneinander bewegbar
angeordnet sind. Das erste Verschlusselement 4 ist dabei oberhalb des zweiten Verschlusselementes
4 angeordnet.
Das Führungselement 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel im Rahmenelement 14 des Kühlgerätes
angeordnet.
Das zweite Verschlusselement 4 weist ebenfalls an seinem freien Ende ein zweites Profilelement
41 auf, an dem der Magnet 5 angeordnet ist. In der U-förmigen Führungsbahn des Führungselementes
3 für das zweite Verschlusselement 41 ist in diesem Ausführungsbeispiel ein erstes
Profilelement 30 angeordnet, welches im Querschnitt gesehen etwa rechtwinklig ausgebildet
ist. Dieses erste Profilelement 30 dient dazu, das an ihm anliegende Gleitelement
8 des zweiten Verschlusselementes 41 zu führen.
An der dem Magneten 5 des zweiten Verschlusselementes 4 gegenüberliegend angeordneten
Seite der U-förmigen Führungsbahn des Führungselementes 3 ist ein Distanzelement 6
angeordnet, welches sich über die gesamte Länge, hier nicht sichtbar dargestellt,
erstreckt. In der U-förmigen Führungsbahn des Führungselementes 3, in dem das erste
Verschlusselement 4 angeordnet ist, ist dem Dichtelement 7 des zweiten Profilelementes
41 gegenüber ein Streifen 31 angeordnet.
Das freie Ende des zweiten Verschlusselementes 4 ist somit über den Magneten 5, welcher
aus einem hartmagnetischen Werkstoff besteht, mit dem Führungselement 3 in Wirkverbindung
stehend angeordnet. Bedingt durch die Kraft der Magneten 5 der Verschlusselemente
4, welche von den im Führungselement 3 angeordneten Streifen 31 angezogen werden,
wird die Gewichtskraft der aus dem ersten Verschlusselement 4 und dem zweiten Verschlusselement
4 gebildeten Verschlussanordnung 1 reduziert, so dass die Verschlussanordnung 1 im
Führungselement 3 leichtgängig und problemlos bewegbar ist.
Dabei ist der Magnet 5 des ersten Verschlusselementes 4 so angeordnet, dass die Polarität
des Nordpols direkt gegenüber dem im Führungselement 3 über das Distanzelement 6 beabstandet
angeordneten Streifen 31 zugeordnet ist, während der sich Südpol an der gegenüberliegenden
Position des Magneten 5 befindet. Der Magnet 5 des zweiten Verschlusselementes 4 ist
so angeordnet, dass die Polarität des Südpols gegenüber dem im Führungselement 3 angeordneten
zweiten Streifen 31 zugeordnet ist, so dass der Südpol des Magneten 5 des zweiten
Verschlusselementes 4 direkt gegenüber dem Südpol des Magneten 5 des ersten Verschlusselementes
4 angeordnet ist. Durch diese vorteilhafte Ausgestaltung wird vermieden, dass die
Anziehungskraft der Magneten 5 sich gegenseitig beeinflusst.
Der im Führungselement 3 angeordnete Streifen 31 ist dabei als weichmagnetisches Element
ausgebildet, hier aus einem Weicheisen.
Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass der Magnet 5 am Führungselement
3 angeordnet ist und am Verschlusselement 4 ein als Streifen 31 ausgebildetes ferromagnetisches
Element angeordnet ist.
[0031] In Fig. 3 ist eine Schnittdarstellung einer Wand 10 eines weiteren erfindungsgemäßen
Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung 1 dargestellt. Die Wand 10 des Kühlgerätes
besteht aus einer Außenwand 11, einer Innenwand 12 und einem dazwischen angeordneten
Isolierelement 13.
[0032] An einer Schmalseite der Wand 10 ist ein Rahmenelement 14 angeordnet, welches das
freie Ende der Außenwand 11 und das freie Ende der Innenwand 12 übergreift.
Die Verschlussanordnung 1 für die Öffnung 2 des Kühlgerätes weist zwei Verschlusselemente
4 auf, welche in dem Führungselement 3 geführt sind.
Das Führungselement 3 ist in diesem Ausführungsbeispiel so ausgebildet, dass es zwei
untereinander angeordnete, etwa U-förmige Führungsbahnen aufweist.
In diesem Ausführungsbeispiel weist die Verschlussanordnung 1 ein erstes Verschlusselement
4 auf, welches oberhalb eines zweiten Verschlusselementes 4 im Führungselement 3 bewegbar
angeordnet ist.
Das erste und das zweite Verschlusselement 4 sind in diesem Ausführungsbeispiel so
ausgebildet, dass sie an ihren freien Enden ein zweites Profilelement 41 aufweisen,
an dem eine Platte 40 angeordnet ist, welche aus Glas besteht.
Das zweite Profilelement 41 der Verschlusselemente 4 ist in diesem Ausführungsbeispiel
im Querschnitt als Hohlprofil ausgebildet und weist an seiner Unterseite eine Öffnung
auf, in der ein Dichtelement 7 eingebracht ist.
Gegenüber dem Dichtelement 7 des zweiten Profilelementes 41 ist in der U-förmigen
Führungsbahn des Führungselementes 3 ein Streifen 31 angeordnet. Dieser Streifen 31
des Führungselementes 3 ist in der jeweiligen Wand des aus Kunststoff hergestellten
Rahmenelementes 14 eingebracht und durch eine dünne Schicht Kunststoff zum Führungselement
3 abgedeckt. Der Streifen 31 ist über seine gesamte hier nicht dargestellte Länge
bzw. Tiefe von mehreren in Längsrichtung des zweiten Profilelementes 41 voneinander
beabstandet angeordneten Distanzelementen 6 abgedeckt. Die Distanzelemente 6 sind
am zweiten Profilelement 41 angeordnet.
Im zweiten Profilelement 41 der Verschlusselemente 4 sind über die gesamte Länge des
Kühlgerätes jeweils vier Magneten 5 angeordnet, zwischen denen in Profillängsrichtung
nur die Hohlkammer des zweiten Profilelementes 41 angeordnet ist.
Bedingt durch die von den Magneten 5 ausgehende Anziehungskraft werden die Verschlusselemente
4 jeweils zu dem im Führungselement 3 angeordneten Streifen 31 angezogen, so dass
das am zweiten Profilelement 41 angeordnete Dichtelement 7 entlastet ist und die Verschlusselemente
4 leicht und ohne hohe Verschiebekräfte im Führungselement 3 bewegbar sind.
In diesem Ausführungsbeispiel sind die im Führungselement 3 angeordneten Streifen
31 seitlich zueinander versetzt angeordnet, so dass die über die Anziehungskraft der
Magneten 5 entstehende Wirkverbindung zwischen dem freien Ende des ersten und zweiten
Verschlusselementes 4 mit dem im Führungselement 3 angeordneten Streifen 31 unabhängig
voneinander und unbeeinflusst wirkt.
Die Magneten 5, welche im zweiten Profilelement 41 der Verschlusselemente 4 angeordnet
sind, sind in diesem Ausführungsbeispiel als axial magnetisierte Dauermagneten ausgebildet
und aus Neodym-Eisen-Bor hergestellt.
Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass die Magneten 5 in den U-förmigen
Führungsbahnen des Führungselementes 3 angeordnet sind und an bzw. in dem zweiten
Profilelement 41 der Verschlusselemente 4 bspw. ein als ferromagnetisches Element
ausgebildeter weichmagnetischer Streifen angeordnet ist, welcher aus Eisen besteht.
[0033] In der Fig. 4 ist eine Schnittdarstellung einer Wand 10 eines weiteren erfindungsgemäßen
Kühlgerätes mit einer Verschlussanordnung 1 dargestellt. Das Kühlgerät weist in diesem
Ausführungsbeispiel eine einschichtige Wand 10 auf, die an ihrem freien Ende etwa
treppenartig angeordnete Führungselemente 3 aufweist.
Die Verschlussanordnung 1 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus zwei Verschlusselementen
4, welche eine Öffnung 2 des Kühlgerätes verschließen und in den Führungselementen
3 verschieblich gelagert sind. Wenigstens ein freies Ende der Verschlusselemente 4
steht über wenigstens einen Magneten 5 mit dem Führungselement 3 in Wirkverbindung.
Der Magnet 5 ist dabei in diesem Ausführungsbeispiel am freien Ende des Verschlusselementes
4 angeordnet.
Es liegt jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass der Magnet 5 am Führungselement
3 angeordnet ist.
Die Verschlussanordnung 1 besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus zwei gegeneinander
verschieblich angeordneten Verschlusselementen 4, wobei ein erstes Verschlusselement
4 oberhalb des zweiten Verschlusselementes 4 im Führungselement 3 verschieblich angeordnet
ist. Das erste und das zweite Verschlusselement 4 sind in diesem Ausführungsbeispiel
so ausgebildet, dass sie an ihren freien Enden ein zweites Profilelement 41 aufweisen,
welches aus einem polymeren Werkstoff hergestellt ist, wobei im zweiten Profilelement
41, welches in diesem Ausführungsbeispiel einen etwa U-förmigen Querschnitt aufweist,
partiell beabstandet voneinander angeordnete Magnete 5 angeordnet sind.
An der dem zweiten Profilelement 41 gegenüberliegenden Seite des Führungselementes
3 sind Dichtelemente 7 angeordnet, welche aus einem elastischen Material hergestellt
sind und an ihrer Oberseite dem zweiten Profilelement 41 gegenüberliegend Gleitelemente
91 aufweisen.
[0034] Gegenüber dem zweiten Profilelement 41 des zweiten Verschlusselementes 4 ist das
erste Profilelement 30 angeordnet, welches aus einem metallischen Werkstoff besteht
und als ferromagnetisches Element ausgebildet ist.
Zwischen dem ersten Profilelement 30 und dem zweiten Profilelement 41 sind Distanzelemente
6 angeordnet, welche punktuell voneinander beabstandet am zweiten Profilelement 41
befestigt sind.
Die partiell im zweiten Profilelement 41 angeordneten Magnete 5 stehen somit mit dem
Führungselement 3 in Wirkverbindung, welches als erstes Profilelement 30 aus einem
ferromagnetischen Werkstoff hergestellt ist. Durch die Anziehungskraft wird das zweite
Verschlusselement 4 gegen die Distanzelemente 6 an das erste Profilelement 30 angezogen,
so dass das an der Wand 10 des Kühlgerätes angeordnete Dichtelement 7 entlastet und
die Verschiebekräfte für Verschlusselemente für das zweite Verschlusselement 4 erheblich
reduziert sind.
Das erste Verschlusselement 4 weist in diesem Ausführungsbeispiel ein zweites Profilelement
41 auf, welches analog zum zweiten Profilelement 41 des zweiten Verschlusselementes
4 ausgebildet ist. Das zweite Profilelement 41 des ersten Verschlusselementes 4 ist
in diesem Ausführungsbeispiel aus einem ferromagnetischen Werkstoff hergestellt und
umfasst eine Platte 40, die aus durchsichtigem Glas hergestellt ist, an allen vier
Seiten.
Das freie Ende des ersten Verschlusselementes 4 steht über einen Magneten 5, welcher
aus einem hartmagnetischen Werkstoff hergestellt ist, mit dem Führungselement 3 in
Wirkverbindung.
In diesem Ausführungsbeispiel weist das Führungselement 3 ein erstes Profilelement
30 auf, welches im Querschnitt etwa rechtwinklig ausgebildet ist und aus einem polymeren
Werkstoff besteht.
An der dem zweiten Profilelement 41 zugewandten Seite des ersten Profilelementes 30
sind Distanzelemente 6 angeordnet. An der den Distanzelementen 6 des ersten Profilelementes
30 gegenüberliegenden Seite ist ein Streifen 31 angeordnet, welcher aus einem weichmagnetischen
Werkstoff wie Eisen hergestellt ist.
Das freie Ende des ersten Verschlusselementes 4 steht somit über den Magnet 5 mit
dem als Führungselement 3 ausgebildeten ersten Profilelement 30 in Wirkverbindung,
bedingt durch die Anziehungskräfte des Magneten 5, zum Streifen 31.
Das erste Verschlusselement 4 ist somit im Führungselement 3 leicht und ohne große
Deckelschiebekräfte beweglich angeordnet.
[0035] Durch die Verschlussanordnung 1 wird im Zusammenspiel mit den freien Enden des Verschlusselementes
4, des Magneten 5 sowie dem Führungselement 3 im Verschlusselement 4 ein Gegenpol
induziert.
Die dadurch erfindungsgemäß entstehenden Anziehungskräfte, die auf das Verschlusselement
4 wirken, wirken genau der natürlichen Gewichtskraft der Verschlusselemente 4 entgegen,
so dass sich an den Auflageflächen, beispielsweise der Dichtelemente 7, die Normalkräfte
deutlich reduzieren, welche wiederum zu einer Verringerung der Verschiebekräfte für
Verschlusselemente 4 der Verschlussanordnung 1 führen.
Dabei kann vorteilhafterweise ein am Verschlusselement 4 und / oder dem Führungselement
3 angeordnetes Distanzelement 6 verhindern, dass ein Verschlusselement 4 an dem als
ferromagnetisches Element ausgebildeten Führungselement 3 anhaftet.
[0036] In Fig. 5 ist eine perspektivische Darstellung eines Schrankmöbels mit einer Verschlussanordnung
1 dargestellt. Der Schrankmöbel weist einen Unterboden 24 auf, an dem die Seitenwand
21, die Seitenwand 23 und die Rückwand 25 befestigt sind. Zwischen den freien Enden
der Seitenwände 21, 23 und der Rückwand 25 ist der Oberboden 22 angeordnet. Der Unterboden
24, die Seitenwände 21, 23 und der Oberboden 22 begrenzen eine Öffnung 2 des Schrankmöbels.
Die Öffnung 2 des Schrankmöbels ist mit einer Verschlussanordnung 1 versehen, welche
ein Verschlusselement 4 aufweist, welches an der Öffnung 2 in zwei Führungselementen
3 bewegbar angeordnet ist und wobei das Verschlusselement 4 in diesem Ausführungsbeispiel
aus mehreren miteinander verbundenen dritten Profilelementen 42 gebildet ist. Das
Verschlusselement 4 ist horizontal in der Öffnung 2 des Schrankmöbels 1 in den Führungselementen
3 bewegbar angeordnet und von einer nicht dargestellten Geschlossenstellung in eine
Offenstellung bewegbar.
[0037] In der Fig. 6 ist eine Schnittdarstellung einer Seitenansicht des Schrankmöbels dargestellt.
Dabei ist die Seitenwand 21 erkennbar, an der der Oberboden 22 und gegenüber der Unterboden
24 angeordnet ist.
Im Oberboden 22 ist ein als Führungselement 3 ausgebildetes erstes Profilelement 30
angeordnet, welches einen etwa U-förmigen Querschnitt aufweist und dabei in einer
Nut des Oberbodens 22 des Schrankmöbels eingefügt ist.
In dem als Führungselement 3 ausgebildeten ersten Profilelement 30 ist ein freies
Ende des Verschlusselementes 4 angeordnet, welches in diesem Ausführungsbeispiel ein
als Hohlprofil ausgebildetes drittes Profilelement 42 ist.
[0038] Am freien Ende des als Verschlusselement 4 ausgebildeten dritten Profilelementes
42 ist in dem Hohlraum 43 ein Magnet 5 angeordnet, welcher aus einem keramischen Werkstoff
hergestellt ist.
Am ersten Profilelement 30 ist ein Streifen 31 angeordnet, der in diesem Ausführungsbeispiel
aus einem ferromagnetischen Werkstoff hergestellt ist, so dass das freie Ende des
als Verschlusselement 4 ausgebildeten dritten Profilelementes 42 über den Magneten
5 mit dem am Führungselement 3 ausgebildeten ersten Profilelement 30 angeordneten
Streifen 31 in Wirkverbindung steht. Der Magnet 5 ist dabei in diesem Ausführungsbeispiel
aus einem hartmagnetischen Werkstoff wie Neodym-Eisen-Bor hergestellt.
Die Verschlussanordnung 1 zeichnet sich dadurch aus, dass durch wenigstens einen am
Führungselement 3 ausgebildeten erste Profilelement 30 angeordneten Streifen 31 aus
einem ferromagnetischen Werkstoff durch den Magneten 5 im als Verschlusselement 4
ausgebildeten dritten Profilelement 42 ein Gegenpol induziert wird, bedingt durch
den als ferromagnetisches Element ausgebildeten Streifen 31.
Die dabei bei der Verschlussanordnung 1 entstehenden Anziehungskräfte wirken auf das
als Verschlusselement 4 ausgebildete dritte Profilelement 42 und wirken deren natürlicher
Gewichtskraft entgegen, so dass sich an den Auflageflächen insbesondere des Verschlusselementes
4 die Normalkräfte deutlich reduzieren, welche wiederum zu einer Verringerung der
Verschiebekräfte führen. Die Verschlussanordnung 1 ist in diesem Ausführungsbeispiel
so ausgebildet, dass in jedem der zu einem Verschlusselement 4 zusammengefügten dritten
Profilelemente 42 jeweils an deren freiem Ende im Hohlraum 43 ein Magnet 5 angeordnet
ist.
Dieser Magnet 5 kann dabei stoffschlüssig durch Kleben bzw. auch durch Verschweißen
fixiert sein.
Zur besseren Verschiebbarkeit der Verschlussanordnung 1 sind sowohl im Oberboden 22
als auch im Unterboden 24 als Führungselemente 3 ausgebildete erste Profilelemente
30 angeordnet.
Im Unterboden 24 ist ein als Führungselement 3 ausgebildetes erstes Profilelement
30 angeordnet, welches ebenfalls U-förmig ausgebildet ist. Die das Verschlusselement
4 bildenden dritten Profilelemente 42 weisen einen Hohlraum 43 auf, in dem an dem
dem Unterboden 24 zugeordneten freien Ende ein Gleitelement 8 angeordnet ist. Das
Gleitelement 8 wird bei der Bewegung des aus den zweiten Profilelementen 42 gebildeten
Verschlusselementes 4 in dem als Führungselement 3 ausgebildeten zweiten Profilelement
30 bewegt. Bedingt durch die Anziehungskraft des am anderen freien Ende des Profilelementes
42 angeordneten Magneten 5 mit dem am Führungselement 3 ausgebildeten ersten Profilelement
30 angeordneten Streifen 31 wird die Gewichtskraft der Verschlussanordnung 4 auf die
in den Profilelementen 42 angeordneten Gleitelemente 8 reduziert und die Verschlussanordnung
1 lässt sich leicht und mit geringen Verschiebekräften bewegen.
In diesem Ausführungsbeispiel ist das dritte Profilelement 42 aus einem polymeren
Werkstoff hergestellt und durch an sich bekannte Nut- Federverbindungen zu einem Verschlusselement
4 zusammengefügt, welches als Jalousie oder Rollladenmatte bezeichnet wird. Es liegt
jedoch auch im Rahmen der Erfindung, dass das dritte Profilelement 42 aus einem ferromagnetischen
Werkstoff hergestellt ist und, in dieser Darstellung nicht ersichtlich, der Magnet
5 an dem als Führungselement 3 ausgebildeten ersten Profilelement 30 angeordnet ist.
Es liegt ebenfalls im Rahmen der Erfindung, dass der Magnet 5 zwischen dem Verschlusselement
4 und dem Führungselement 3 angeordnet ist.
Somit kann vorteilhafterweise der Magnet 5, welcher über die gesamte Länge des als
Führungselement 3 ausgebildeten ersten Profilelementes 30 angeordnet ist, gleichzeitig
als Distanzelement wirken.
1. Kühlgerät mit einer Öffnung (2) mit wenigstens einem Führungselement (3) und einer
Verschlussanordnung (1) für die Öffnung (2), wobei die Verschlussanordnung (1) wenigstens
ein Verschlusselement (4) aufweist, welches an der Öffnung (2) in oder an dem wenigstens
einen Führungselement (3) bewegbar geführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein freies Ende des Verschlusselementes (4) und des Führungselementes
(3) über eine magnetische Anziehungskraft, ausgehend von wenigstens einem Magneten
(5), so miteinander in Wirkverbindung stehen, dass die Anziehungskraft der natürlich
wirkenden Gewichtskratf das Verschlusselements (4) entgegen wirkt und die Normalkraft
der Verschlussanordnung (1) reduziert ist.
2. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (5) am Verschlusselement (4) und am Führungselement (3) angeordnet ist.
3. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (5) als Dauermagnet und / oder Elektromagnet ausgebildet ist.
4. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (5) hergestellt ist:
• aus metallischen Legierungen aus Eisen und/oder Nickel und/oder Kobalt mit Zusätzen
von Aluminium und/oder Mangan und/oder Silizium und/oder Kupfer;
• aus Ferriten auf Basis von Metalloxiden wie Barium-, Strontiumhexaferrit;
• aus Samarium-Kobalt;
• aus Neodym-Eisen-Bor;
• aus Mischungen dieser mit polymeren Werkstoffen;
sowie aus Kombinationen dieser miteinander und dgl.
5. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4) und / oder das Führungselement (3) wenigstens teilweise
aus einem ferromagnetischen Werkstoff besteht.
6. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4) und / oder das Führungselement (3) wenigstens teilweise
ein ferromagnetisches Element aufweist.
7. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4) beabstandet zum Führungselement (3) angeordnet ist.
8. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass am Verschlusselement (4) und / oder am Führungselement (3) wenigstens ein Distanzelement
(6) angeordnet ist.
9. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass am Verschlusselement (4) und / oder am Führungselement (3) wenigstens ein Gleitelement
(8) angeordnet ist.
10. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass am Verschlusselement (4) und / oder am Führungselement (3) wenigstens ein Dichtelement
(7) angeordnet ist.
11. Kühlgerät mit einer Verschlussanordnung (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtelement (7) einen Spalt zwischen Verschlusselement (4) und Führungselement
(3) luftdicht und/oder flüssigkeitsdicht verschließt.
1. Réfrigérateur comprenant une ouverture (2) avec au moins un élément de guidage (3)
et un agencement de fermeture (1) pour l'ouverture (2), l'agencement de fermeture
(1) présentant au moins un élément de fermeture (4) qui est guidé de manière déplaçable
au niveau de l'ouverture (2) dans ou sur l'au moins un élément de guidage (3), caractérisé en ce qu'au moins une extrémité libre de l'élément de fermeture (4) et de l'élément de guidage
(3) sont en liaison fonctionnelle l'une avec l'autre par le biais d'une force d'attraction
magnétique provenant d'au moins un aimant (5) de telle sorte que la force d'attraction
agisse à l'encontre de la force de pesanteur, agissant naturellement, de l'élément
de fermeture (4) et que la force normale de l'agencement de fermeture (1) soit réduite.
2. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'aimant (5) est disposé au niveau de l'élément de fermeture (4) et au niveau de
l'élément de guidage (3).
3. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce que l'aimant (5) est réalisé sous forme d'aimant permanent et/ou d'électroaimant.
4. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'aimant (5) est fabriqué :
- en alliages métalliques de fer et/ou de nickel et/ou de cobalt avec addition d'aluminium
et/ou de manganèse et/ou de silicium et/ou de cuivre ;
- en ferrites à base d'oxydes métalliques telles que l'hexaferrite de baryum, l'hexaferrite
de strontium ;
- en samarium-cobalt ;
- en néodyme-fer-bore ;
- en mélanges de ceux-ci avec des matériaux polymères ;
ainsi qu'en combinaisons de ceux-ci les uns avec les autres et similaires.
5. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de fermeture (4) et/ou l'élément de guidage (3) se composent au moins en
partie d'un matériau ferromagnétique.
6. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de fermeture (4) et/ou l'élément de guidage (3) présentent au moins en
partie un élément ferromagnétique.
7. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément de fermeture (4) est disposé de manière espacée de l'élément de guidage
(3).
8. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément d'espacement (6) est disposé au niveau de l'élément de fermeture
(4) et/ou au niveau de l'élément de guidage (3).
9. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément de glissement (8) est disposé au niveau de l'élément de fermeture
(4) et/ou au niveau de l'élément de guidage (3).
10. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon l'une quelconque des
revendications précédentes, caractérisé en ce qu'au moins un élément d'étanchéité (7) est disposé au niveau de l'élément de fermeture
(4) et/ou au niveau de l'élément de guidage (3).
11. Réfrigérateur comprenant un agencement de fermeture (1) selon la revendication 9,
caractérisé en ce que l'élément d'étanchéité (7) ferme un interstice entre l'élément de fermeture (4) et
l'élément de guidage (3) de manière étanche à l'air et/ou de manière étanche aux liquides.