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(11) |
EP 2 397 287 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.01.2016 Patentblatt 2016/03 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.06.2011 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Einwechselbares Beschichtungsaggregat
Removable machining tool
Agrégat de revêtement interchangeable
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
17.06.2010 DE 202010009174 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.12.2011 Patentblatt 2011/51 |
| (73) |
Patentinhaber: Homag Holzbearbeitungssysteme AG |
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72296 Schopfloch (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Sturm, Gotthilf
72293 Glatten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hoffmann Eitle |
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Patent- und Rechtsanwälte PartmbB
Arabellastraße 30 81925 München 81925 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 4 025 932 DE-A1-102006 022 588 DE-U1-202009 016 509
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DE-A1-102004 050 270 DE-B3-102005 018 885 US-A1- 2004 169 016
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Technisches Gebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein einwechselbares Bearbeitungsaggregat
für ein Bearbeitüngszentrum zum Bearbeiten plattenförmiger Werkstücke, die bevorzugt
zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen.
Stand der Technik
[0002] Bearbeitungsaggregate, die in die Hauptspindel eines Bearbeitungszentrums einwechselbar
sind, sind beispielsweise aus der
DE 100 39 413 A1 und der
DE 102 29 775 C1 bekannt. Für einen gewünschten, auszuführenden Bearbeitungsvorgang kann ein entsprechendes
Bearbeitungsaggregat aus einer Speichereinrichtung manuell oder automatisch in die
Spindeleinheit des Bearbeitungszentrums eingewechselt werden.
[0003] Bearbeitungszentren zum Bearbeiten von plattenförmigen Werkstücken, insbesondere
aus Holz bzw. Holzwerkstoffen, weisen häufig ein Beschichtungsaggregat, zum Beispiel
ein Anleimaggregat zum Anleimen eines Kantenmäterials an eine Schmalfläche des Werkstücks
auf. Dadurch kann eine spanende Bearbeitung, zum Beispiel einer Schmalfläche oder
einer Kante des Werkstücks, mit einem Anleimen des Kantenmaterials kombiniert werden,
so dass eine neue Aufspannung des Werkstücks in einer separaten Kantenanleimmaschine
nicht erforderlich ist. Für die Anleimaggregate kommen verschiedene Techniken zum
Einsatz, zum Beispiel wird Leim mittels Walzen auf eine Werkstückschmalfläche aufgetragen
und anschließend Kantenmaterial auf die Werkstückschmalfläche aufgelegt und dann beispielsweise
unter Einsatz von Andrückrollen an die Werkstückschmalfläche angedrückt. Eine folgende
Aushärtung des Leims ermöglicht einen festen Sitz des Kantenmaterials. Andere Anleimaggregate
arbeiten mit einem Laser zum Bestrahlen und Erweichen einer bereits am eingesetzten
Kantenmaterial vorgesehenen Beschichtung, um eine Verbindung zwischen Kantenmaterial
und Werkstückschmalfläche durch anschließendes Andrücken des Kantenmaterials an das
Werkstück zu erzielen. Bearbeitungszentren mit Anleimaggregat sind beispielsweise
aus der
DE 10 2005 018 885 B3 und der
EP 0 728 561 A1 bekannt.
[0004] Die genannten Beschichtungsaggregate haben gemeinsam, dass für den Beschichtungsvorgang
zum Erweichen bzw. Aktivieren des Beschichtungsmaterials bzw. einer Klebstoffschicht
auf dem Beschichtungsmaterial, Energie in das Kantenmaterial bzw. die Klebstoffschicht
eingebracht werden muss. Die zum Einsatz kommenden flüssigen Klebstoffe bzw. Leime
zum Anleimen von Kantenmaterial werden ebenfalls in der Regel in einem erwärmten Zustand
aufgetragen und härten nach dem Auftragen aus. Daher weisen die Beschichtungsaggregate
eine elektrische Schnittstelle bzw. Kabelverbindung auf, um die für die Erwärmung
des Beschichtungsmaterials erforderliche Energie als elektrische Energie dem Beschichtungsaggregat
zuzuführen. Eine reine mechanische Anbindung eines Beschichtungsaggregats reicht daher
bisher nicht aus, um ein Beschichtungsaggregat am Bearbeitungszentrum zu betreiben.
Es muss zusätzlich eine elektrische Schnittstelle bzw. Kabelverbindung vorgesehen
werden. Dadurch wird der flexible Einsatz der genannten Beschichtungsaggregate an
verschiedenen Bearbeitungszentren auf Grund der Schnittstellenanforderungen erschwert.
Der flexible Einsatz von Beschichtungsaggregaten ist somit mit den Beschichtungsaggregaten
des Standes der Technik nur unzureichend gegeben.
[0005] Als weiteres Dokument ist die
DE 10 2006 022 588 A1 bekannt, die eine Vorrichtung zum Lösen von Verunreinigungen von einer Oberfläche
einer Werkzeugmaschine zeigt.
[0006] Ferner ist die
US2004/0169016 A1 zu nennen, die als nächstliegender Stand der Technik angesehen werden Kann und ein
an einer Spindel eines Bearbeitungswerkzeugs angebrachtes Werkzeug zeigt, welches
angetrieben werden kann, ohne mit einer externen Energieversorgung verbunden zu werden.
[0007] Als weiteres Dokument ist die
DE 40 25 932 A1 zu nennen, die ein Verstellwerkzeug für den Einsatz in Werkzeugmaschinen zeigt. Das
Verstellwerkzeug ist mit einem relativ zum rotierenden Grundkörper des Werkzeugkopfs
quer zu Drehachse verstellbaren, mit mindestens einem Schneidwerkzeug bestückbaren
Schieber versehen. Weiter ist diese Vorrichtung zur direkten Messung des Verstellwegs
mit einem, mit einer elektronisch abtastbaren Meßskala bestückten Schiebers versehen,
die eine innerhalb des rotierenden Grundkörpers befindliche, batteriebetriebene Auswerteelektronik
aufweist. Der Veschiebeweg kann an einer Digitalanzeige abgelesen werden, die ebenfalls
im Werkzeugkopf angeordnet ist.
Darstellung der Erfindung
[0008] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einwechselbares Beschichtungsaggregat
für ein Bearbeitungszentrum zum Bearbeiten von Werkstücken, die bevorzugt zumindest
abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen, Kunststoff oder dergleichen bestehen, zur
Verfügung zu stellen, das besonders flexibel an verschiedensten Bearbeitungszentren
zum Einsatz kommen kann, indem die Energieversorgung des Beschichtungsaggregats im
Hinblick auf seine Schnittstellenanforderungen vereinfacht ist.
[0009] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein einwechselbares Bearbeitungsaggregat,
das ein Beschichtungsaggregat ist, mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
In den Unteransprüchen finden sich vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen
der Erfindung.
[0010] Der Begriff "Generator" in Sinne dieser Anmeldung bedeutet einen Energiewandler im
Allgemeinen. Mit diesem wird aus mechanischer Energie, also der Drehbewegung der Hauptspindel,
eine andere Energieform gewonnen. Beispielhaft wurden in diesem Zusammenhang bereits
elektrische, hydraulische, pneumatische, thermische Energie sowie Strahlungs- und
Schwingungsenergie aufgeführt.
[0011] Ferner ist das genannte Mittel ein energieverbrauchendes Mittel. Insbesondere kann
durch den Verbrauch der Energie ein Haftmittel erwärmt werden.
[0012] Der Begriff "Energie" ist in diesem Zusammenhang so auszulagen, dass es sich rein
beispielhaft um mechanische, elektrische, hydraulische, pneumatische, thermische Energie
sowie Strahlungs- und Schwingungsenergie handeln kann.
[0013] Erfindungsgemäß ist der Generator eingerichtet, mittels des Drehmoments angetrieben
zu werden. Die Energie, die zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials genutzt wird,
wird somit beispielhaft als mechanische Energie zum Bearbeitungsaggregat zugeführt.
In diesem Falle wird ein Drehmoment zum Bearbeitungsaggregat übertragen, das einen
Generator antreibt. Erfindungsgemäß verfügt das Bearbeitungsaggregat in einer Ausführungsform
über keine Kabelverbindung zur Maschine.
[0014] Der Generator wiederum erzeugt elektrische Energie, die genutzt wird, ein Mittel
zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial mit Energie zu versorgen. Das Mittel zum Erwärmen
von Beschichtungsmaterial wandelt somit die durch den Generator erzeugte elektrische
Energie in Wärmeenergie um.
[0015] Die Übertragung von elektrischer Energie zum Bearbeitungsaggregat zum Erwärmen des
Beschichtungsmaterials kann entfallen, da sich das Bearbeitungsaggregat die elektrische
Energie mittels des Generators aus der auf das Bearbeitungsaggregat übertragenen mechanischen
Energie selbst erzeugt. Dadurch wird die Anbindung des einwechselbaren Bearbeitungsaggregats
an ein Bearbeitungszentrum besonders einfach, da lediglich eine mechanische Anbindung
erforderlich ist und die elektrische Anbindung in Form von Kabeln und Steckverbindern
sowie eine steuerungstechnischen Anbindung des Bearbeitungsaggregats entfallen kann.
Dadurch kann das Bearbeitungsaggregat besonders einfach in bestehende Bearbeitungszentren
integriert werden.
[0016] Die Drehmomentschnittstelle zum Übertragen des Drehmoments von Außen zum Bearbeitungsaggregat
ist bevorzugt lösbar ausgebildet, um den Wunsch nach einem flexiblen Anbringen des
Bearbeitungsaggregats an einem Bearbeitungszentrum Rechnung zu tragen. Als lösbare
Drehmomentschnittstelle kommen gängige Schnittstellensysteme, wie zum Beispiel lösbare
Welle-Nabe-Verbindungen, Kupplungen und entsprechende Getriebeelemente zum Einsatz.
[0017] Erfindungsgemäß ist somit zum Einwechseln des Bearbeitungsaggregats keine zusätzliche
Vorbereitung der Maschine in Form einer Realisierung einer Elektroschnittstelle erforderlich.
Es ist daher möglich, jedes gängige Bearbeitungszentrum mit verhältnismäßig geringem
Aufwand für ein Einwechseln des erfindungsgemäßen Bearbeitungsaggregats nachzurüsten.
Durch den geringen Schnittstellenaufwand zum Einwechseln eines erfindungsgemäßen Bearbeitungsaggregats
sind die Kosten zum Erweitern eines bestehenden Bearbeitungszentrums mit einem Bearbeitungsaggregat
gering.
[0018] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen einwechselbaren Bearbeitungsaggregats
ist die Drehmomentschnittstelle eingerichtet, das Drehmoment von der Bearbeitungsspindel
des Bearbeitungszehtrums aufzunehmen. Dadurch kann der Generator durch das Drehmoment
der Antriebsspindel angetrieben werden. Ein zusätzlicher Energieeintrag in das Bearbeitungsaggregat
zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials ist dann nicht erforderlich. Bevorzugt wird
eine Drehmomentaufzweigung vorgesehen, die einen Teil des Drehmoments der Antriebsspindel
in die Drehmomentschnittstelle zum Antreiben des Generators überträgt und das restliche
Drehmoment für die Bearbeitungsaufgabe belässt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung weist das einwechselbare Bearbeitungsaggregat ein beheizbares
Behältnis für das Beschichtungsmaterial auf. Mittels des Behältnisses kann erwärmtes
Beschichtungsmaterial zur Verfügung gestellt und gespeichert werden. Besonders bevorzugt
ist das Mittel zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials in das Behältnis integriert.
Dadurch ergibt sich ein technisch besonders einfacher Aufbau mit wenigen Systemschnittstellen.
[0019] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist
das Mittel zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials eingerichtet, das Beschichtungsmaterial
an schon mit Beschichtungsmaterial beschichteten Werkstücken zu erwärmen. Dadurch
ist es möglich, Beschichtungsmaterial oder Werkstücke zu verwenden, die eine Leim-
bzw. Klebstoffschicht aufweisen, die mittels Wärme aktivierbar ist. Das Mittel zum
Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial weist dazu eine geeignete Energiequelle auf,
mit der Energie zum Übertragen zum Beschichtungsmaterial erzeugt werden kann. Für
das Übertragen der Energie auf das Beschichtungsmaterial können daher erfindungsgemäß
unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden. So kann zum Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial
beispielsweise mittels eines Lasers, einer Infrarot-Strahlenquelle, einer Ultraschallquelle,
einer Mikrowellenquelle oder einer PlasmaQuelle, Energie auf das Beschichtungsmaterial
übertragen. Möglich ist auch der Einsatz einer Heißluftquelle oder einer Begasungsquelle
zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials. Wesentliches Merkmal dieser Energieübertragungstechniken
durch das Mittel zum Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial ist, dass die Energie
über eine Distanz von der Energiequelle auf das Beschichtungsmaterial übertragen werden
kann.
[0020] Erfindungsgemäß weist das einwechselbare Bearbeitungsaggregat eine berührungslose
Datenübertragungsschnittstelle, zur Übermittlung von Zustandsdaten des einwechselbaren
Bearbeitungsaggregats an eine Maschinensteuerung auf. Für den Einsatz des einwechselbaren
Bearbeitungsaggregats ist es vorteilhaft, bestimmte Zustandsdaten von dem einwechselbaren
Bearbeitungsaggregat, zum Beispiel in einer Maschinensteuerung, zu erfassen. So ist
für die Prozesssteuerung beispielsweise die Temperatur des Beschichtungsmaterials
oder auch die Menge von dem im einwechselbaren Bearbeitungsaggregat zwischengespeicherten
Beschichtungsmaterial relevant. Bevorzugt wird die Datenübertragungsschnittstelle
ebenfalls von dem Generator mit Energie versorgt und die Übertragung der Daten erfolgt
berührungslos an eine Steuerung, beispielsweise die Steuerung des Bearbeitungszentrums.
Dadurch kann dann auch für die Datenübertragung am einwechselbaren Bearbeitungsaggregat
eine Steckverbindung zum Übertragen der Daten weggelassen werden. Dadurch kann die
Schnittstelle des einwechselbaren Bearbeitungsaggregats auf die mechanische Schnittstelle
beschränkt bleiben, was den Aufbau des einwechselbaren Bearbeitungsaggregats im Hinblick
auf seine Schnittstellenanforderungen einfach hält. Bevorzugt ist zur Datenübertragung
am einwechselbaren Bearbeitungsaggregat eine Standarddatenübertragungsschnittstelle,
wie zum Beispiel Funk-Ethernet, Bluetooth oder Wireless LAN (Wireless Local Area Network)
vorgesehen.
[0021] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine zusätzliche Antriebseinheit
am Bearbeitungsaggregat vorgesehen, und die Drehmomentschnittstelle ist eingerichtet,
das Drehmoment von der Antriebseinheit aufzunehmen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0022] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegenden Figuren der Zeichnungen näher erläutert.
[0023] Von den Figuren zeigen.
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines an einem Bearbeitungszentrum angebrachten erfindungsgemäßen
einwechselbaren Beschichtungsaggregats gemäß einer ersten Ausführungsform; und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des Aufbaus eines erfindungsgemäßen einwechselbaren
Beschichtungsaggregats gemäß einer zweiten Ausführungsform.
[0024] In den Figuren bezeichnen die selben Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche
Komponenten, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
[0025] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines an einem Bearbeitungszentrum
2 angebrachten erfindungsgemäßen einwechselbaren Beschichtungsaggregats 1 (Bearbeitungsaggregat)
gemäß einer ersten Ausführungsform. Das Beschichtungsaggregat 1 ist im Bild unten
dargestellt und an dem darüber ausschnittsweise dargestellten Bearbeitungszentrum
2 angebracht. Das Beschichtungsaggregat 1 gemäß diesem Ausführungsbeispiel hat die
Aufgabe Kanten 4, die mit Beschichtungsmaterial 6 beschichtet sind, auf das Werkstück
5 aufzubringen. Das Beschichtungsaggregat 1 wird von einer Antriebsspindel 3 des Bearbeitungszentrums
2 angetrieben. Das Beschichtungsaggregat weist ferner ein Mittel 12 zum Erwärmen des
Beschichtungsmaterials 6 auf. Das Mittel 12 zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials
6 weist einen Generator 10 auf, der über eine Drehmomentschnittstelle 14 von der Arbeitsspindel
3 des Bearbeitungszentrums 2 angetrieben wird.
[0026] Im Betrieb wird das Beschichtungsmaterial 6 mittels eines Mittels 12 zum Erwärmen
des Beschichtungsmaterials 6 erwärmt und dadurch in seiner Klebewirkung aktiviert.
Anschließend wird die Kante 4 mit dem Beschichtungsmaterial 6 an das Werkstück 5 angedrückt.
Nach dem Abkühlen härtet die Verbindung von Kante 4 mit Beschichtungsmaterial 6 und
Werkstück 5 aus. Das Bearbeitungszentrum 2 ist bei diesem Ausführungsbeispiel ein
5-Achsbearbeitungszentrum. Das Beschichtungsaggregat 1 kann erfindungsgemäß an Bearbeitungszentren
2 mit anderen Kinematiken betrieben werden.
[0027] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung des Aufbaus eines erfindungsgemäßen einwechselbaren
Beschichtungsaggregats 1 gemäß einer zweiten Ausführungsform. Wie in Fig. 1 ist oben
im Bild das Bearbeitungszentrum 2 und unten ein einwechselbares Beschichtungsaggregat
1 dargestellt. Am Bearbeitungzentrum 2 ist eine Antriebsspindel 3 vorgesehen, die
mit einer Drehmomentschnittstelle 14 des Beschichtungsaggregates 1 verbunden ist.
Die Drehmomentschnittstelle 14 des Beschichtungsaggregates 1 ist mit einem Generator
10 für die Erzeugung elektrischer Energie des Beschichtungsaggregates 1 verbunden.
Eine als gepunktete Linie dargestellte elektrische Leitung 8 verbindet den Generator
10 mit einem Mittel 12 zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12, um dem Mittel 12
zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12 elektrische Energie zuzuführen. Mittels
einer Energiequelle 9 am Mittel 12 zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12 kann
das Beschichtungsmaterial 6, das bei diesem Ausführungsbeispiel in einem Behältnis
7 am Mittel 12 zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial 12 angeordnet ist, erwärmt werden.
Mittels einer Datenübertragungsschnittstelle 11 werden Zustandsdaten, z.B. die Temperatur
des Beschichtungsmaterials 12 an eine Steuerung, beispielsweise die Steuerung des
Bearbeitungszentrums 2 übertragen, um eine optimale Prozessteuerung der Erwärmung
des Beschichtungsmaterials 6 zu ermöglichen.
[0028] Das erfindungsgemäße einwechselbare Beschichtungsaggregat 1 ermöglicht es, ein Bearbeitungszentrum
2 mit dem Beschichtungsaggregat auszurüsten, ohne dass eine elektrische Energieversorgung
zwischen dem Bearbeitungszentrum 2 und dem Beschichtungsaggregat 1 zum Erwärmen von
Beschichtungsmaterial 6 realisiert werden muss. Die zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials
6 notwendige Energie kann dafür mittels eines Generators 10 des Beschichtungsaggregates
1 aus der von dem Bearbeitungszentrum 2 auf das Beschichtungsaggregat 1 übertragenen
mechanischen Energie erzeugt werden. Dadurch kann das Beschichtungsaggregat 1 am Bearbeitungszentrum
2 besonders flexibel eingesetzt werden. Ferner kann das Beschichtungsaggregat 1 universell
auch an Bearbeitungszentren 2 eingesetzt werden, an denen entsprechende elektrische
Schnittstellen zum Übertragen von Energie zum Beschichtungsaggregat 1 nicht vorgesehen
sind.
[0029] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorliegend
beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise
modifizierbar.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Einwechselbares Beschichtungsaggregat
- 2
- Bearbeitungszentrum
- 3
- Antriebsspindel
- 4
- Kante
- 5
- Werkstück
- 6
- Beschichtungsmaterial
- 7
- Behältnis
- 8
- Leitung
- 9
- Energiequelle
- 10
- Generator
- 11
- Datenübertragungsschnittstelle
- 12
- Mittel zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial
- 14
- Drehmomentschnittstelle
1. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat für ein Bearbeitungszentrüm (2) zum Bearbeiten
von Werkstücken (5), die bevorzugt zumindest abschnittsweise aus Holz, Holzwerkstoffen,
Kunststoff oder dergleichen bestehen, mit
einem Generator (10) für die Erzeugung von Energie ausgewählt aus der Gruppe von elektrischer,
hydraulischer, pneumatischer, thermischer Energie sowie Strahlungs- und Schwingungsenergie,
aus mechanischer Rotationsenergie einer Hauptspindel,
einem Mittel (12), das mittels des Generators (10) mit Energie versorgt wird, und
diese Energie zur Bearbeitung des Werkstücks umsetzt, und
einer insbesondere lösbaren Drehmomentschnittstelle (14) zum Übertragen eines Drehmoments
von außen zum Beschichtungsaggregat (1), wobei
der Generator (10) eingerichtet ist, mittels des Drehmoments angetrieben zu werden,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Bearbeitungsaggregat (1) ein Beschichtungsaggregat (1) ist, dass
das Mittel (12) zum Erwärmen von Beschichtungsmaterial (6) vorgesehen ist, und dass
das einwechselbare Bearbeitungsaggregat (1) eine berührungslose Datenübertragungsschnittstelle
(11) zur Übermittlung von Zustandsdaten des einwechselbaren Beschichtungsaggregates
(1) an eine Maschinensteuerung aufweist.
2. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmomentschnittstelle (14) eingerichtet ist, das Drehmoment von der Antriebsspindel
(3) des Bearbeitungszentrums (2) aufzunehmen.
3. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das einwechselbares Beschichtungsaggregat (1) ein beheizbares Behältnis (7) für das
Beschichtungsmaterial (6) aufweist.
4. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Bearbeitungsaggregat zum Erwärmen des Beschichtungsmaterials (6) ein Behältnis
(7) aufweist, welches Behältnis (7) insbesondere am Mittel (12) vorgesehen ist.
5. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (12) zum Erwärmen von dem Beschichtungsmaterial (6) eingerichtet ist,
das Beschichtungsmaterial (6) an schon mit Beschichtungsmaterial (6) Werkstücken (5)
zu erwärmen.
6. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass an dem einwechselbaren Bearbeitungsaggregat (1) eine Energiequelle (9) vorgesehen
ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus: Laser, Heißluftquelle, Infrarotquelle,
Ultraschallquelle, Magnetfeldquelle, Mikrowellenquelle, Plasmaquelle, und Begasungsquelle.
7. Einwechselbares Bearbeitungsaggregat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Antriebseinheit vorgesehen ist und die Drehmomentschnittstelle (14)
eingerichtet ist, das Drehmoment von der Antriebseinheit aufzunehmen.
1. Exchangeable machining unit for a machining centre (2) for machining workpieces (5)
which preferably consist at least in sections of wood, derived timber products, plastic
or the like, having a generator (10) for producing energy selected from the group
of electrical, hydraulic, pneumatic, thermal energy and radiation energy and oscillation
energy, from mechanical rotational energy of a main spindle, a means (12) which is
supplied with energy by means of the generator (10), and converts this energy for
machining the workpiece, and an in particular releasable torque interface (14) for
transferring a torque from the outside to the coating unit (1), wherein the generator
(10) is equipped to be driven by means of the torque, characterised in that the machining unit (1) is a coating unit (1), in that the means (12) for heating coating material (6) is provided, and in that the exchangeable machining unit (1) has a contact-less data-transmission interface
(11) for transmitting status data of the exchangeable coating unit (1) to a machine
control.
2. Exchangeable machining unit according to claim 1, characterised in that the torque interface (14) is equipped to absorb the torque from the drive spindle
(3) of the machining centre (2).
3. Exchangeable machining unit according to one of the preceding claims, characterised in that the exchangeable coating unit (1) has a heatable container (7) for the coating material
(6).
4. Exchangeable machining unit according to claim 3, characterised in that the machining unit for heating the coating material (6) has a container (7), which
container (7) is provided in particular on the means (12).
5. Exchangeable machining unit according to one of the preceding claims, characterised in that the means (12) for heating of the coating material (6) is equipped to heat the coating
material (6) on workpieces (5) already with coating material (6).
6. Exchangeable machining unit according to claim 5, characterised in that an energy source (9), which is selected from the group consisting of: laser, hot-air
source, infrared source, ultrasound source, magnetic field source, microwave source,
plasma source, and gassing source, is provided on the exchangeable machining unit
(1).
7. Exchangeable machining unit according to one of the preceding claims, characterised in that an additional drive unit is provided and the torque interface (14) is equipped to
absorb the torque from the drive unit.
1. Unité d'usinage interchangeable pour un centre d'usinage (2) destiné à l'usinage de
pièces (5), lesquelles sont de préférence au moins partiellement en bois, matériaux
ligneux, matière synthétique ou similaires, avec
un générateur (10) pour la production d'énergie sélectionnée dans le groupe comprenant
l'énergie électrique, hydraulique, pneumatique, thermique ainsi que l'énergie de rayonnement
et l'énergie vibratoire, à partir de l'énergie de rotation mécanique d'une broche
principale,
un moyen (12) alimenté en énergie par le générateur (10) et qui convertit cette énergie
pour l'usinage de la pièce, et
une interface de couple (14), en particulier amovible, pour la transmission d'un couple
de l'extérieur vers l'unité de revêtement (1), où
le générateur (10) est prévu pour être entraîné par le couple, caractérisée en ce que
l'unité d'usinage (1) est une unité de revêtement (1), en ce que
le moyen (12) est prévu pour chauffer le matériau de revêtement (6), et en ce que
l'unité d'usinage (1) interchangeable comporte une interface de transmission de données
(11) sans contact pour la transmission de données d'état de l'unité de revêtement(1)
interchangeable à une commande de machine.
2. Unité d'usinage interchangeable selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'interface de couple (14) est prévu pour recevoir le couple de la broche d'entraînement
(3) du centre d'usinage (2).
3. Unité d'usinage interchangeable selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de revêtement (1) interchangeable comprend un réservoir (7) pouvant être
chauffé pour le matériau de revêtement (6).
4. Unité d'usinage interchangeable selon la revendication 3, caractérisée en ce que l'unité d'usinage comprend un réservoir (7) pour le chauffage du matériau de revêtement
(6), ledit réservoir (7) étant en particulier prévu sur le moyen (12).
5. Unité d'usinage interchangeable selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le moyen (12) pour le chauffage du matériau de revêtement (6) est prévu pour chauffer
le matériau de revêtement (6) sur des pièces (5) déjà pourvues du matériau de revêtement
(6).
6. Unité d'usinage interchangeable selon la revendication 5, caractérisée en ce qu'une une source d'énergie (9) est prévue sur l'unité d'usinage (1) interchangeable,
laquelle est sélectionnée dans le groupe comprenant : laser, source d'air chaud, source
de lumière infrarouge, source d'ultra-sons, source de champ magnétique, source de
micro-ondes, source de plasma et source de gaz.
7. Unité d'usinage interchangeable selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une unité d'entraînement supplémentaire est prévue, et en ce que l'interface de couple (14) est prévue pour recevoir le couple de l'unité d'entraînement.


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