[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Siebmaschine mit einem durch einen Schwingantrieb
in Schwingungen versetzbaren Maschinenrahmen und mit mehreren zwischen zwei parallelen
Seitenwänden des Maschinerahmens in Längsrichtung der Siebmaschine hintereinander
angeordneten kassettenartigen Siebflächenabschnitten, die einzeln mit dem in Schwingungen
versetzbaren Maschinenrahmen lösbar verbunden sind, wobei jeder Siebflächenabschnitt
einen Kassettenrahmen aufweist, wobei innerhalb jedes Siebflächenabschnitts quer verlaufend
mehrere parallele Spannleisten angeordnet sind, wobei abwechselnd erste Spannleisten
über starre Befestigungselemente und zweite Spannleisten über Federelemente an dem
Kassettenrahmen gelagert sind und wobei an den Spannleisten eine über diese verlaufende
flexible Siebmatte befestigt ist.
[0002] Eine Siebmaschine der vorstehend angegebenen Art ist aus der
EP 0 496 063 B2 bekannt. Die Federelemente verlaufen dabei in einer mit den Spannleisten fluchtenden,
quer zur Längsrichtung der Siebflächenabschnitte verlaufenden Richtung, was nachteilig
dazu führt, dass die maximale mögliche Breite der Siebmatte deutlich kleiner ist als
die Breite des Kassettenrahmens und als die Breite der Siebmaschine. Wenn eine bestimmte
Siebmattenbreite vorgegeben ist, führt dies zu einer relativ großen Baubreite der
Siebmaschine und zu einer unökonomischen Flächen- oder Raumausnutzung.
[0003] Für die vorliegende Erfindung stellt sich daher die Aufgabe, eine Siebmaschine der
eingangs genannten Art zu schaffen, welche die angegebenen Nachteile des Standes der
Technik vermeidet und insbesondere eine kompakte Bauweise und damit eine verbesserte
Flächen- oder Raumausnutzung bietet.
[0004] Die Lösung der Aufgabe gelingt erfindungsgemäß mit einer Siebmaschine der eingangs
genannten Art, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Kassettenrahmen jeweils bis
unmittelbar an die Seitenwände des Maschinenrahmens reicht und dort mit diesen verbunden
ist, dass die Federelemente jeweils unterhalb der Spannleisten angeordnet sind und
dass jede Spannleiste in Querrichtung der Siebmaschine gesehen eine Länge aufweist,
die dem Abstand der beiden Seitenwände voneinander abzüglich eines nötigen Bewegungsspiels
entspricht.
[0005] Mit der Erfindung wird vorteilhaft die Breite der Siebmaschine annähernd vollständig
für die Anordnung der Siebmatte ausgenutzt, sodass die Siebmaschine praktisch kaum
breiter ist als die Siebmatte. Hierdurch benötigt die Siebmaschine bei vorgegebener
Breite der Siebmatte nur relativ wenig Bauraum, was zu einer effektiven Flächen- bzw.
Raumausnutzung wesentlich beiträgt.
[0006] Da die Siebflächenabschnitte mit ihrem jeweiligen Kassettenrahmen eigenständige Baueinheiten
bilden, können sie schnell und einfach in die Siebmaschine eingebaut und aus der Siebmaschine
ausgebaut werden. Dies erlaubt eine zeitsparende Aus- und Umrüstung der Siebmaschine.
Wenn Siebflächenabschnitte mit gleichen äußeren Abmessungen und unterschiedlichen
Siebbelägen unterschiedlicher Siebeigenschaften vorgehalten werden, kann eine Siebmaschine
sehr flexibel und schnell für wechselnde Siebaufgaben umgerüstet werden. Auch eine
Nachrüstung von bereits im Einsatz stehenden Siebmaschinen auf die erfindungsgemäße
Ausführung mit auswechselbaren Siebflächenabschnitten ist vorteilhaft ohne weiteres
möglich, wobei lediglich die Siebflächenabschnitte maßlich passend gefertigt werden
müssen.
[0007] Damit die unter den Spannleisten und somit unter der Siebmatte angeordneten Federelemente
nicht durch das durch die Siebmatte hindurchtretende Siebgut in ihrer Funktion beeinträchtigt
oder beschädigt werden, ist erfindungsgemäß weiter vorgesehen, dass zumindest unter
jeder federnd gelagerten, zweiten Spannleiste zwei jeweils das zugehörige Federelement
abdeckende Schutzwände angeordnet sind. Zweckmäßig sind die Schutzwände von außen
nach innen schräg abwärts verlaufend ausgebildet, damit auftreffendes Siebgut einfach
durch Schwerkraftwirkung über die Schutzwände nach unten rutscht und dann von diesen
abfällt. Dabei kann jedem Federelement je eine eigene Schutzwand entsprechend geringer,
passender Ausdehnung zugeordnet sein. Alternativ kann an jeder Längsseite des Siebflächenabschnitts
auch je eine sich über mehrere Federelemente erstreckende, durchgehende Schutzwand
vorgesehen sein.
[0008] Weiter schlägt die Erfindung vor, dass die Schutzwände zugleich jeweils als tragende
Verbindungen zwischen der federnd gelagerten, zweiten Spannleiste und den zugehörigen
Federelementen dienen. Die Schutzwände erfüllen hier zwei technische Funktionen gleichzeitig,
was eine vorteilhaft einfache Konstruktion mit wenigen Einzelteilen ermöglicht.
[0009] Ein weiterer Beitrag zu einer einfachen und doch stabilen Konstruktion der Siebmaschine
besteht darin, dass bevorzugt jeder Kassettenrahmen in Draufsicht rechteckig aus vier
Profilabschnitten gebildet ist. Die Profilabschnitte können vorteilhaft gängige Profile
sein, z.B. Winkel- oder C- oder Rechteckprofile mit je einem oberen und einem unteren
Profilteil, was eine besonders hohe mechanische Stabilität gewährleistet. Die Profilabschnitte
sind zweckmäßig miteinander verschweißte Stahlteile, was aufwändige und teure Sonderanfertigungen
vermeidet.
[0010] Eine Ausführung der Profilabschnitten mit je einem oberen und einem unteren Profilteil
erlaubt vorteilhaft eine einfache und übersichtliche Zuordnung der Spannleisten zum
Kassettenrahmen. Dabei sind vorzugsweise jeweils die ersten Spannleisten über die
starre Befestigungselemente unmittelbar mit dem oberen Profilteil verbunden.
[0011] Weiter ist dabei bevorzugt jeweils das einerseits mit der zweiten Spannleiste verbundene
Federelement andererseits mit einem unteren Profilteil verbunden.
[0012] Für die erfindungsgemäße Siebmaschine wird weiterhin vorgeschlagen, dass in Längsrichtung
der Siebmaschine gesehen jeweils eine vorderste und eine hinterste Spannleiste des/jedes
Siebflächenabschnitts federnd an dem Kassettenrahmen gelagerte Spannleisten sind.
Federnd gelagerte, d.h. dynamische, Spannleisten neigen deutlich weniger zu Schmutzanlagerungen
als starr angeordnete Spannleisten. Somit schafft diese Gestaltung Abhilfe gegen Schmutzablagerungen
am Anfang und am Ende des Siebflächenabschnitts. Außerdem erhält man so bei gleicher
Siebfläche immer eine um eine federnd gelagerte, dynamische Spannleiste höhere Anzahl
gegenüber den starr gelagerten, statischen Spannleisten. Gerade bei Siebflächenabschnitten,
welche nur aus wenigen, z. B. drei, Spannleisten bestehen, wird so die schwingende
Masse deutlich höher, was die Auflastempfindlichkeit des Siebflächenabschnitts deutlich
senkt.
[0013] Bei der Siebmaschine gemäß Erfindung sind die Federelemente unter der Siebmatte angeordnet,
was ein unmittelbares Beobachten der Federelemente von oben her verhindert. Um dennoch
im Betrieb der Siebmaschine ein Beobachten der Federelemente auf einen ordnungsgemäßen
Zustand und bedarfsweise einen einfachen Austausch von Federelementen zu ermöglichen,
wird vorgeschlagen, dass in den Seitenwänden der Siebmaschine im Bereich der Federelemente
jeweils ein Ausschnitt angebracht ist, durch welchen das Federelement jeweils beobachtbar
und ohne eine Demontage der Siebmatte austauschbar ist.
[0014] Zur Vermeidung eines unerwünschten Austritts von Siebgut durch die Ausschnitte in
den Seitenwänden ist zweckmäßig an jedem Ausschnitt in den Seitenwänden eine entfernbare
Abdeckung, vorzugsweise aus einem durchsichtigen Material, angebracht. Im Betrieb
verdeckt die Abdeckung den Ausschnitt, sodass Siebgut nicht durch den Ausschnitt in
die Umgebung gelangen kann. Bei durchsichtiger Abdeckung kann das dahinter angeordnete
Federelement kontinuierlich beobachtet werden. Wenn die Abdeckung undurchsichtig ist,
kann sie zwecks Besichtigung des Federelements in geeigneten Zeitabständen geöffnet
oder entfernt werden, zweckmäßig in Stillstandsphasen der Siebmaschine.
[0015] Alternativ oder zusätzlich kann an ausgewählten oder allen Federelementen je ein
Schwingungsüberwachungssensor angeordnet sein, der über eine Signalübertragungsstrecke
mit einer Überwachungseinrichtung verbunden ist, in der von dem Schwingungsüberwachungssensor
abgegebene Signale auswertbar sind und von welcher bei Schäden an einem Federelement
bedeutenden Auswertungsergebnissen eine entsprechende Warnmeldung ausgebbar ist. Auf
diese Weise können sich anbahnende Schäden an einem Federelement frühzeitig erkannt
werden und entsprechende Reparatur- oder Austauscharbeiten können vorgenommen werden,
bevor größere Schäden an den Federelementen oder Folgeschäden, z. B. an der Siebmatte,
entstehen.
[0016] Je nach Einsatzzweck der Siebmaschine sind unterschiedliche, bestimmte Arten von
Schwingungen zweckmäßig. Bevorzugt sind daher die Federelemente eine Bewegung der
federnd gelagerten, zweiten Spannleisten nur in einer gewünschten Schwingungsebene
oder Schwingungsrichtung erlaubend ausgebildet. In den meisten Einsatzfällen ist dabei
eine Schwingung der zweiten Spannleisten zweckmäßig, die zu einer periodischen Veränderung
des Abstandes je zweier einander benachbarter Spannleisten führt und ein periodisches
Spannen und Entspannen der Siebmatte in ihren jeweils zwischen zwei Spannleisten liegenden
Mattenabschnitten bewirkt. Dazu können die Federelemente beispielsweise Elastomer-
oder Blatt- oder Zungenfedern mit richtungsabhängigen Federeigenschaften in geeigneter
Ausrichtung sein.
[0017] Damit die Siebmaschine flexibel an unterschiedliche, wechselnde Siebgüter und Siebaufgaben
angepasst werden kann, weist sie vorzugsweise als Schwingantrieb wenigstens einen
in seiner Schwingungsfrequenz und/oder -amplitude und/oder -form und/oder -richtung
verstellbaren, an den Maschinenrahmen angekoppelten oder ankoppelbaren Unwuchtmotor
oder Unwuchterreger auf.
[0018] Die gesamte Siebmaschine kann auch problemlos staubdicht eingehaust werden, z. B.
wenn sie für ein Sieben von schädliche Stäube abgebenden Siebgütern eingesetzt wird,
weil die Siebflächenabschnitte mit ihren Kassettenrahmen komplett zwischen den Seitenwänden
der Siebmaschine unterzubringen sind.
[0019] Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung erläutert.
Die Figuren der Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- eine Siebmaschine mit drei Siebflächenabschnitten, in einem vertikalen Längsschnitt,
- Figur 2
- einen Siebflächenabschnitt ohne Siebmatte, als Teil der Siebmaschine aus Figur 1,
in Ansicht schräg von oben,
- Figur 3
- den Siebflächenabschnitt aus Figur 2, mit Siebmatte, in Seitenansicht,
- Figur 4
- den Siebflächenabschnitt aus Figur 3, im Querschnitt gemäß der Schnittlinie A-A in
Figur 3, und
- Figur 5
- den Siebflächenabschnitt aus Figur 3, im Querschnitt gemäß der Schnittlinie B-B in
Figur 3.
[0020] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung sind gleiche Teile in den verschiedenen
Zeichnungsfiguren stets mit den gleichen Bezugsziffern versehen, sodass nicht jede
Bezugsziffer in jeder Zeichnungsfigur neu erläutert werden muss.
[0021] Figur 1 der Zeichnung zeigt eine Siebmaschine 1 mit mehreren, hier drei, hintereinander
angeordneten Siebflächenabschnitten 2 in einem vertikalen Längsschnitt. Den tragenden
Teil der Siebmaschine 1 bildet ein Maschinenrahmen 10, der in bekannter Weise schwingfähig
gelagert ist und der mittels eines Schwingantriebes 13 in Schwingung versetzbar ist.
Ein Teil des Maschinenrahmens 1 ist durch eine im Hintergrund sichtbare Seitenwand
11 gebildet. Eine zweite, hier nicht sichtbare Seitenwand 12 liegt spiegelsymmetrisch
zur ersten Seitenwand 11 über der Schnittebene der Figur 1.
[0022] Die Siebflächenabschnitte 2 weisen jeweils einen Kassettenrahmen 20 auf, der einerseits
an dem Maschinenrahmen 10, konkret an dessen Seitenwänden 11 und 12 und/oder an zwischen
diesen verlaufenden Querstreben, starr, aber lösbar, angebracht ist und an dem andererseits
jeweils mehrere, hier drei, Spannleisten 21, 22 quer zur Längsrichtung der Siebmaschine
1, d. h. in Figur 1 senkrecht zur Zeichnungsebene, angebracht sind. Dabei sind erste
Spannleisten 21 starr am Kassettenrahmen 20 befestigt und zweite Spannleisten 22 federnd
am Kassettenrahmen 20 befestigt. Im gezeigten Beispiel ist jeweils die mittlere der
drei Spannleisten eine starr befestigte Spannleiste 21 und sind jeweils die beiden
äußeren Spannleisten federnd befestigte Spannleisten 22.
[0023] Weiterhin weist jeder Siebflächenabschnitt 2 eine flexible Siebmatte 23 auf, die
über die Spannleisten 21 und 22 verläuft und an diesen befestigt ist. Mittels quer
verlaufender Profilabschnitte 27 der Kassettenrahmen 20 sind die Siebflächenabschnitte
2 mit dem Maschinenrahmen 10 starr verbunden, insbesondere zwecks leichter Austauschbarkeit
verschraubt.
[0024] Im Betrieb der Siebmaschine 1 versetzt der Schwingantrieb 13 den Maschinenrahmen
10 mit den beiden Seitenwänden 11, 12 und den drei Kassettenrahmen 20 in Schwingungen.
Die starr mit den Kassettenrahmen 20 verbundenen ersten Spannleisten 21 schwingen
dabei in Übereinstimmung mit dem Maschinenrahmen 10. Die zweiten, federnd mit den
Kassettenrahmen 20 verbundenen Spannleisten 22 schwingen dagegen wegen ihrer federnden
Lagerung mit einer Phasenverschiebung zu der Schwingung der Kassettenrahmen 20 und
des Maschinenrahmens 10. Dies hat zur Folge, dass sich die Siebmatte 23 in ihren jeweils
zwischen zwei benachbarten Spannleisten 21, 22 liegenden Mattenbereichen abwechselnd
spannt und entspannt. Das wechselnde Spannen und Entspannen der Siebmatte 23 in ihren
verschiedenen Bereichen sorgt für eine intensive Bewegung von Siebgut auf der Siebmatte
23 und für einen zügigen und gründlichen Siebvorgang. Bei geeigneter Schrägstellung
der Siebflächenabschnitte 2, wie in Figur 1 dargestellt, bewirkt dieses wechselnde
Spannen und Entspannen der Siebmatte 23 zudem eine gewünschte Förderung des Siebguts
durch die Siebmaschine 1.
[0025] Im gezeigten Beispiel nach Figur 1 ist das rechte, obere Ende der Siebmaschine 1
das Aufgabeende, wo das zu siebende Siebgut aufgegeben wird. Feinere Teile des Siebguts
fallen durch die Siebmatten 23 hindurch nach unten und werden dort in geeigneter,
an sich bekannter Weise aufgefangen und ggf. abgeführt. Die größeren Teile des Siebguts
gelangen bis zum in Figur 1 linken, unteren Ende der Siebmaschine 1 und werden dort
als Siebrest ausgeworfen.
[0026] Figur 2 zeigt einen Siebflächenabschnitt 2 mit dem zugehörigen Kassettenrahmen 20,
aber ohne die Siebmatte 23, als Teil der Siebmaschine aus Figur 1, in Ansicht schräg
von oben, um die unter der Siebmatte 23 liegenden Teile des Siebflächenabschnitts
2 sichtbar zu machen.
[0027] Der Kassettenrahmen 20 hat eine in Draufsicht rechteckige Grundform und ist aus mehreren
Profilabschnitten 26, 27 zusammengesetzt, vorzugsweise zusammengeschweißt. Weiter
zeigt die Figur 2, dass die mittlere Spannleiste 21 starr mit den seitlichen Teilen
des Kassettenrahmens 20 verbunden ist, z.B. durch Verschweißen oder Verschrauben.
Im Unterschied dazu sind die beiden äußeren, zweiten Spannleisten 22 über je ein Paar
von links und rechts seitlich angeordneten Federelementen 24 mit dem Kassettenrahmen
20 verbunden, sodass die zweiten Spannleisten 22 relativ zum Kassettenrahmen 20 schwingfähig
sind. Dabei sind die in der Zeichnung nur schematisch dargestellten Federelemente
24 zweckmäßig so ausgebildet, dass die zweiten Spannleisten 22 quer zu ihrer Längsrichtung
in der Ebene des Kassettenrahmens 20 schwingen können, um im Betrieb mittels dieser
Schwingung den Abstand zwischen je zwei einander benachbarten Spannleisten 21 und
22 periodisch zu verändern.
[0028] In dem in Figur 2 gezeigten Beispiel sind die seitlichen Profilabschnitte 26 mit
einem oberen Profilteil 26.1 und einem unteren Profilteil 26.2 ausgeführt. Mit dem
unteren Profilteil 26.1 sind jeweils die Federelemente 24 an ihrer Oberseite rahmenseitig
verbunden. An ihrer Unterseite sind die Federelemente 24 mit einem unteren Abschnitt
je einer linken und rechten Schutzwand 25 verbunden. Die Schutzwände 25 erstrecken
sich von den Federelementen 24 ausgehend zunächst in der Flächenebene des Kassettenrahmens
20 nach innen, sind dann etwa rechtwinklig nach oben abgebogen und verlaufen dann
in ihrem oberen Abschnitt schräg nach außen, wo sie mit den zweiten Spannleisten 22
verbunden sind. Die Schutzwände 25 haben hier zwei Funktionen, nämlich zum einen den
Schutz der Federelemente 24 gegen herabfallendes Siebgut und zum anderen die mechanische
Verbindung zwischen den Federelementen 24 und den zweiten Spannleisten 22.
[0029] Die an der Vorder- und Hinterseite des Kassettenrahmens 20 quer verlaufenden Profilabschnitte
27 dienen der Verbindung der Siebflächenabschnitte 2 mit dem Maschinenrahmen 10, wie
in Figur 1 sichtbar ist.
[0030] Die Figur 3 zeigt den Siebflächenabschnitt 2 aus Figur 2, nun mit Siebmatte 23, in
Seitenansicht. Oben in Figur 3 ist die Siebmatte 23 sichtbar, die über die hier senkrecht
zur Zeichnungsebene verlaufenden Spannleisten 21 und 22 geführt ist und an diesen
befestigt ist. Unter den Spannleisten 21, 22 liegen die Schutzwände, von denen hier
die vordere sichtbar ist, welche den jeweils unteren Teil der Spannleisten 21, 22
verdeckt.
[0031] Ganz links und ganz rechts in Figur 3 sind die quer verlaufenden Profilabschnitte
27 des Kassettenrahmens 20 sichtbar, welche in ihrem unteren Bereich jeweils mit den
seitlichen, längs verlaufenden Profilabschnitten 26 verbunden sind. Mit dem unteren
Profilteil 26.2 sind die zwei hier sichtbaren Federelemente 24 mit ihrer Oberseite
verbunden. Mit der Unterseite der Federelemente 24 ist die hier sichtbare eine Schutzwand
25 verbunden. Mit dem oberen, in Figur 3 über dem Profilabschnitt 26 liegenden Teil
der Schutzwand 25 sind die zweiten, federnd gelagerten Spannleisten 22 verbunden.
[0032] Zur Überwachung der Siebmaschine 1 im Betrieb kann an einem oder mehreren oder allen
Siebabschnitten 2 eine Überwachungseinrichtung 3 angeordnet sein, die zumindest einen
Schwingungsüberwachungssensor 30 sowie eine Signalübertragungsstrecke 31, hier ein
abschnittsweise dargestelltes Kabel, zu einer nicht eigens dargestellten elektronischen
Auswerte- und Anzeigeeinrichtung aufweist.
[0033] Figur 4 zeigt den Siebflächenabschnitt 2 aus Figur 3 im Querschnitt gemäß der Schnittlinie
A-A in Figur 3, wobei dieser Schnitt durch die erste, starre Spannleiste 21 verläuft.
Ganz links und ganz rechts in Figur 4 sind die Seitenwände 11 und 12 des Maschinenrahmens
10 der Siebmaschine 1 sichtbar.
[0034] Innen von den beiden Seitenwänden 11, 12 sind die zwei Schutzwände 25 sichtbar, die
von oben nach unten gesehen schräg nach innen, dann nach unten und schließlich nach
außen verlaufen, wo sie mit der Unterseite der Federelemente 24 verbunden sind. Die
Spannleiste 21 ist mit dem Kassettenrahmen 20 starr, aber zweckmäßig lösbar, verbunden,
hat aber keine Verbindung zu den Schutzwänden 25.
[0035] Mit der Oberseite der Spannleiste 21 ist die Siebmatte 23 verbunden, die hier geschnitten
sichtbar ist. Hierbei wird deutlich, dass vorteilhaft die Siebmatte 23 sich praktisch
über die gesamte lichte Weite zwischen den beiden Seitenwänden 11 und 12 erstreckt,
was dadurch ermöglicht wird, dass die Federelemente 24 räumlich unter den Spannleisten
21, 22 angeordnet sind.
[0036] An dem in der Figur 4 rechts liegenden unteren Abschnitt der dortigen Schutzwand
25 ist wieder die Überwachungseinrichtung 3 mit dem Schwingungsüberwachungssensor
30 und einem Abschnitt der zugehörigen, als Kabel ausgeführten Signalübertragungsstrecke
31 sichtbar.
[0037] Figur 5 der Zeichnung zeigt den Siebflächenabschnitt 2 aus Figur 3 im Querschnitt
gemäß der Schnittlinie B-B in Figur 3. Links und rechts sind auch hier die beiden
Seitenwände 11 und 12 des Maschinenrahmens 10 der Siebmaschine 1 im Schnitt sichtbar.
Die in Figur 3 rechte, beweglich gelagerte Spannleiste 22 ist in Figur 5 in Ansicht
sichtbar. An ihren Stirnseiten ist die Spannleiste 22 starr mit den beiden seitlichen
Schutzwänden 25 verbunden, zweckmäßig durch lösbare Verbindungsmittel, wie Schrauben.
Über die Spannleiste 22 verläuft die hier wieder im Schnitt sichtbare, mit der Spannleiste
22 verbundene Siebmatte 23.
[0038] Innerhalb des von den beiden Schutzwänden 25 jeweils umgrenzten Raums sind zwei der
Federelemente 24 im Schnitt sichtbar. Die Federelemente 24 sind an ihrer Oberseite
mit dem unteren Profilteil 26.2 des Kassettenrahmens 20 verbunden, der seinerseits
starr mit den Seitenwänden 11 und 12 verbunden ist. An ihrer Unterseite sind die Federelemente
24 mit dem unteren Abschnitt der Schutzwände 25 verbunden. Hierdurch ergibt sich eine
schwingfähige Lagerung der Spannleiste 22 relativ zum Kassettenrahmen 20 und zu den
Seitenwänden 11 und 12.
[0039] Die hier nur schematisch dargestellten Federelemente 24 sind dabei zweckmäßig so
ausgebildet, dass sie im Wesentlichen nur eine Schwingung der Spannleiste 22 senkrecht
zur Zeichnungsebene der Figur 5 erlauben. Dies ergibt im Betrieb der Siebmaschine
1 einen sich periodisch mit der Schwingungsfrequenz verändernden Abstand zwischen
einander benachbarten Spannleisten 21 und 22. Hierdurch wird die über die Spannleisten
21 und 22 verlaufende Siebmatte 23 in ihren jeweils zwischen zwei einander benachbarten
Spannleisten 21 und 22 liegenden Bereichen periodisch gespannt und entspannt, was
zu einer intensiven Bewegung und Lockerung des auf der Siebmatte 23 befindlichen Siebguts
führt. Auf diese Weise wird ein wirksamer Siebvorgang innerhalb der Siebmaschine 1
gefördert. Durch die Schutzwände 25 wird dabei gewährleistet, dass kein durch die
Siebmatte 23 hindurchgetretenes Siebgut sich auf den Federelementen 24 ablagern und
diese in ihrer Funktion stören kann.
[0040] Um die Federelemente 24 möglichst einfach und ohne Demontage von funktionswesentlichen
Teilen der Siebmaschine 1 auf ihren ordnungsgemäßen Zustand in Augenschein nehmen
zu können, sind in den beiden Seitenwänden 11 und 12 jeweils im Bereich der Federelemente
24 Ausschnitte 14 angebracht. Um einen Austritt von möglicherweise schädlichen oder
gefährlichen Siebgutteilen durch die Ausschnitte 14 in die Umgebung zu vermeiden,
sind die Ausschnitte 14 hier außenseitig mittels leicht entfernbarer, zum Beispiel
verschwenkbarer, Abdeckungen 15 abgedeckt, die aus einem durchsichtigen Material,
wie Plexiglas, bestehen können. Außer als Beobachtungsöffnungen können die Ausschnitte
14 auch dazu genutzt werden, im Falle von Verschleiß oder anderen Schäden die betreffenden
Federelemente 24 auszutauschen, ohne dass weitere Teile der Siebmaschine 1 dazu abgebaut
und später wieder angebaut werden müssen.
Bezugszeichenliste:
[0041]
| Zeichen |
Bezeichnung |
| 1 |
Siebmaschine |
| 10 |
Maschinenrahmen |
| 11, 12 |
Seitenwände |
| 13 |
Schwingantrieb |
| 14 |
Ausschnitte in 11, 12 |
| 15 |
Abdeckungen an 14 |
| |
|
| 2 |
Siebflächenabschnitt |
| 20 |
Kassettenrahmen |
| 21 |
erste Spannleisten (starr an 20 befestigt) |
| 22 |
zweite Spannleisten (federnd an 20 befestigt) |
| 23 |
Siebmatte |
| 24 |
Federelemente |
| 25 |
Schutzwände |
| 26 |
seitliche Profilabschnitte |
| 26.1 |
oberer Profilteil |
| 26.2 |
unterer Profilteil |
| 27 |
quer verlaufende Profilabschnitte |
| |
|
| 3 |
Überwachungseinrichtung |
| 30 |
Schwingungsüberwachungssensor |
| 31 |
Signalübertragungsstrecke |
1. Siebmaschine (1) mit einem durch einen Schwingantrieb (13) in Schwingungen versetzbaren
Maschinenrahmen (10) und mit mehreren zwischen zwei parallelen Seitenwänden (11, 12)
des Maschinerahmens (10) in Längsrichtung der Siebmaschine (1) hintereinander angeordneten
kassettenartigen Siebflächenabschnitten (2), die einzeln mit dem in Schwingungen versetzbaren
Maschinenrahmen (10) lösbar verbunden sind, wobei jeder Siebflächenabschnitt (2) einen
Kassettenrahmen (20) aufweist, wobei innerhalb jedes Siebflächenabschnitts (2) quer
verlaufend mehrere parallele Spannleisten (21, 22) angeordnet sind, wobei abwechselnd
erste Spannleisten (21) über starre Befestigungselemente und zweite Spannleisten (22)
über Federelemente (24) an dem Kassettenrahmen (20) gelagert sind und wobei an den
Spannleisten (21, 22) eine über diese verlaufende flexible Siebmatte (23) befestigt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Kassettenrahmen (20) jeweils bis unmittelbar an die Seitenwände (11, 12) des
Maschinenrahmens (10) reicht und dort mit diesen verbunden ist, dass die Federelemente
(24) jeweils unterhalb der Spannleisten (21, 22) angeordnet sind und dass jede Spannleiste
(21, 22) in Querrichtung der Siebmaschine (1) gesehen eine Länge aufweist, die dem
Abstand der beiden Seitenwände (11, 12) voneinander abzüglich eines nötigen Bewegungsspiels
entspricht.
2. Siebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest unter jeder federnd gelagerten, zweiten Spannleiste (22) zwei jeweils die
zugehörigen Federelemente (24) abdeckende Schutzwände (25) angeordnet sind.
3. Siebmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzwände (25) zugleich jeweils als tragende Verbindungen zwischen der federnd
gelagerten, zweiten Spannleiste (22) und den zugehörigen Federelementen (24) dienen.
4. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Kassettenrahmen (20) in Draufsicht rechteckig aus vier Profilabschnitten (26)
gebildet ist.
5. Siebmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die ersten Spannleisten (21) über die starre Befestigungselemente unmittelbar
mit einem oberen Profilteil (26.1) verbunden sind.
6. Siebmaschine nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils das einerseits mit der zweiten Spannleiste (22) verbundene Federelement (24)
andererseits mit einem unteren Profilteil (26.2) verbunden ist.
7. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Längsrichtung der Siebmaschine (1) gesehen jeweils eine vorderste und eine hinterste
Spannleiste des/jedes Siebflächenabschnitts (2) federnd an dem Kassettenrahmen (20)
gelagerte Spannleisten (22) sind.
8. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass in den Seitenwänden (11, 12) der Siebmaschine im Bereich der Federelemente (24) jeweils
ein Ausschnitt (14) angebracht ist, durch welchen das Federelement (24) jeweils beobachtbar
und ohne eine Demontage der Siebmatte (23) austauschbar ist.
9. Siebmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass an jedem Ausschnitt (14) in den Seitenwänden (11, 12) eine entfernbare Abdeckung
(15), vorzugsweise aus einem durchsichtigen Material, angebracht ist.
10. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass an ausgewählten oder allen Federelementen (24) je ein Schwingungsüberwachungssensor
(30) angeordnet ist, der über eine Signalübertragungsstrecke (31) mit einer Überwachungseinrichtung
(3) verbunden ist, in der von dem Schwingungsüberwachungssensor (30) abgegebene Signale
auswertbar sind und von welcher bei Schäden an einem Federelement (24) bedeutenden
Auswertungsergebnissen eine entsprechende Warnmeldung ausgebbar ist.
11. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Federelemente (24) eine Bewegung der federnd gelagerten, zweiten Spannleisten
(22) nur in einer gewünschten Schwingungsebene oder Schwingungsrichtung erlaubend
ausgebildet sind.
12. Siebmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Schwingantrieb (13) wenigstens einen in seiner Schwingungsfrequenz und/oder
-amplitude und/oder -form und/oder -richtung verstellbaren, an den Maschinenrahmen
(10) angekoppelten oder ankoppelbaren Unwuchtmotor oder Unwuchterreger aufweist.