[0001] Der Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Abschotten eines
Raumes gegen ein in den Raum oder aus dem Raum strömendes Fluid, insbesondere eine
brennbare Flüssigkeit.
[0002] Zum Schutz von Bauten, beispielsweise Bauwerken, Konstruktionen oder anderen Einrichtungen
werden unterschiedliche Brandschutzmaßnahmen vorgenommen. So ist beispielsweise durch
die
CH 544 044 eine flächige, flexible Brandschutzeinheit bekannt. Die Brandschutzeinheit ist in
Form einer Brandschutzfolie ausgebildet, die nicht brennbar und wärmeisolierend ist.
Die Brandschutzeinheit weist ein folienartiges Trägermaterial mit einer Glasfasermatte
auf. Auf die Glasfasermatte wird eine Schicht aus flüssigem und pulvrigem Wasserglas
aufgetragen und anschließend verfestigt. Die Verfestigung kann durch Aushärten beziehungsweise
Trocknen erfolgen. Der Vorteil einer solchen Brandschutzfolie nach der Druckschrift
CH 544 044 ist, dass diese auch bei Einwirkung von sehr hohen Temperaturen eine zusammenhängende,
geschlossene Schutzschicht aufweist, die auch bei längerer Hitzeeinrichtung keine
Rissbildung aufweist.
[0003] Durch die Druckschrift
EP 0123 255 A1 ist ein Feuerschutzbauteil bekannt, dass ein vor Feuer schützendes Material enthält.
Das Material besteht aus einem porösen, anorganischen Trägermaterial und einem bei
Hitze aufschäumenden Brandschutzmittel. Da Material ist zwischen zwei Oberflächen
des Bauteils sandwichartig angeordnet. Das Trägermaterial besteht aus Steinwolle oder
Aluminiumsilikat in faseriger Form. Das bei Hitze aufschäumende Material ist in den
Poren des Trägermaterials gleichmäßig verteilt, wobei das Material als Binder für
die Fasern dient. Durch die Druckschrift
DE 296 22 647 U1 ist ein Hochtemperaturdämmsystem bekannt. Das Dämmsystem weist ein Schottelement
zur Ausbildung eines Brandschutzes aus Metall auf. Zur Bildung einer in Brandeinwirkungsrichtung
vor dem Brandschott angeordneten Dämmabschirmung ist ein Isolationsmaterial aufweisendes
Dämmelement vorgesehen. Für das Dämmelement ist eine Abdeckung aus Blech oder/und
Folienmaterial vorgesehen. Jeweils ein Schottelement, ein Dämmelement und eine Blech-/Folienabdeckung
sind unter Einschluss des Dämmelementes zwischen dem Schottelement und der Blech-/Folienabdeckung
in ein Dämm/Schottelement als Bauelement integriert. Ein solches Dämmsystem ist insbesondere
zum Schutz von Flugzeugbauteilen gegen Brandeinwirkung geeignet.
[0004] Durch die
WO2007/057202 ist ein Klappschott sowie eine Vorrichtung zum Abschotten eines Raumes gegen ein
in den Raum oder aus dem Raum strömendes Fluid, insbesondere eine brennbare Flüssigkeit,
bekannt. Die Vorrichtung weist ein Klappschott auf, das aus einer ersten Position
in eine zweite Position um eine Achse verschwenkbar ist. Es ist eine flexible Dichtung
vorgesehen, die wenigstens einen über einen quer zur Achse verlaufenden Rand vorstehenden
Lappen aufweist, der mit dem Klappschott und einem Rahmen verbunden ist. Benachbart
zu dem wenigstens einem Lappen ist wenigstens ein Abschirmmittel vorgesehen.
[0005] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Zielsetzung zugrunde, eine
Vorrichtung zum Abschotten eines Raumes gegen ein in den Raum oder aus dem Raum strömendes
Fluid, insbesondere eine brennbare Flüssigkeit bereit zu stellen. welche verbesserte
Brandschutzeigenschaften aufweist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine eine Vorrichtung zum Abschotten eines
Raumes gegen ein in den Raum oder aus dem Raum strömendes Fluid, insbesondere eine
brennbare Flüssigkeit mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
und Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0007] Die Vorrichtung weist wenigstens eine flexible Brandschutzeinheit auf. Die Brandschutzeinheit
umfasst wenigstens eine poröse Tragstruktur, wobei die Poren der Tragstruktur wenigstens
teilweise mit wenigstens einem Mittel gefüllt sind, welches unter Wärmeeinwirkung
wenigstens einen Schmelz- und/oder Verdampfungsvorgang durchführt. Die Vorrichtung
umfasst ein Klappschott, wobei die Brandschutzeinheit mit dem Klappschott verbunden
ist.
[0008] Die Poren der Tragstruktur können unterschiedlich groß sein. Die Tragstruktur ist
vorzugsweise wenigstens teilweise aus mineralischen Faser gebildet. Die Poren der
Tragstruktur können auch in Form von Kanälen vorliegen.
[0009] Durch den Schmelz- und/oder Verdampfungsvorgang wird erreicht, dass die Temperatur
der Brandschutzeinheit für eine gewisse Zeit nicht oder nur unwesentlich ansteigt,
so dass die Zeitspanne, innerhalb der die Brandschutzeinheit wirksam ist, vergrößert
werden kann.
[0010] Die Wirksamkeit der flächigen Brandschutzeinheit kann noch weiter dadurch gesteigert
werden, dass das Mittel, welches eine Aggregatszustandsänderung durchführt, über eine
vorzugsweise hohe Wärmekapazität verfügt. Vorteilhaft ist es, wenn die Tragstruktur
aus einem Werkstoff gebildet ist, der eine geringe Wärmeleitfähigkeit aufweist. Hierdurch
wird der Wärmetransport in das Mittel verringert. Die Wirksamkeit der Brandschutzeinheit
wird hierdurch erhöht.
[0011] Das Mittel kann in fester, beispielsweise in körniger Form vorliegen. Es besteht
auch die Möglichkeit, dass das Mittel eine Flüssigkeit oder eine pastöse Flüssigkeit
ist. Gegebenenfalls wird das Mittel gebunden vorliegen. Dies kann vorzugsweise dadurch
erreicht werden, dass das Mittel zusammen mit Absorbern eingesetzt wird. Bei den Absorbern
kann es sich um organische oder anorganische Absorber handeln.
[0012] Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Vorrichtung wird vorgeschlagen,
dass die Tragstruktur wenigstens teilweise von einer Dampfsperre umgeben ist. Hierdurch
wird sicher gestellt, dass das Mittel, welches beispielsweise unter Wärmeeinwirkung
verdampft, länger in der Tragstruktur verbleibt. Darüber hinaus hat das Vorsehen der
Dampfsperre den Vorteil, dass hierdurch eine verbesserte Lagehaltung der Brandschutzeinheit
erreicht wird.
[0013] Bei der Dampfsperre handelt es sich vorzugsweise um eine solche, die wenigstens teilweise
durch eine Folie gebildet ist.
[0014] Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung, bei der die Dampfsperre die Tragstruktur
im Wesentlichen hermetisch gegenüber der Umgebung abschließt.
[0015] Zur Erhöhung der Standzeit der Brandschutzeinheit wird gemäß einer noch weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung vorgeschlagen, dass wenigstens zwei relativ zueinander
verschiebbare Tragstrukturen vorgesehen sind.
[0016] Die Tragstruktur kann auch derart ausgebildet sein, dass diese Kammern aufweist,
die durch vorzugsweise flexible Stege voneinander getrennt sind. Die einzelnen Kammern
können mit gleichen oder unterschiedlichen Mitteln befüllt sein.
[0017] Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung der Brandschutzeinheit, bei der die Stege
dampfdurchlässig sind. Hierdurch wird ein gewisser Druckausgleich innerhalb der Kammern
erreicht, wenn unter Wärmeeinwirkung das Mittel verdampft.
[0018] Besonders bevorzugt ist eine weitere Ausgestaltung der Brandschutzeinheit, bei der
die wenigstens eine Folie wenigstens teilweise selektivpermeabel, vorzugsweise permeabel
ist.
[0019] Kommt es während einer Wärmeeinwirkung auf die Brandschutzeinheit zu einem Verdampfen
des Mittels, so steigt der Druck innerhalb der Kammer beziehungsweise der Kammern
an. Um sicher zu stellen, dass bei Überschreitung eines zulässigen maximalen Drucks
die Folien nicht zerstört werden, kann ein gewisser Druckausgleich dadurch erreicht
werden, dass die wenigstens eine Folie wenigstens teilweise selektivpermeabel ist.
Diese Ausgestaltung hat des Weiteren den Vorteil, dass die Oberfläche der Folie mit
einem Dampffilm oder Flüssigkeitsfilm, und zwar in Abhängigkeit vom Mittel und der
Permeabilität der Folie versehen wird. Diese Dampf- oder Flüssigkeitsschicht erhöht
die Wirksamkeit der Brandschutzeinheit.
[0020] Das Mittel ist vorzugsweise durch eine Flüssigkeit oder ein Gemisch aus wenigstens
zwei Flüssigkeiten gebildet. Die Flüssigkeiten oder die wenigstens eine Flüssigkeit
weist vorzugsweise eine hohe Viskosität auf. Die Flüssigkeit kann insbesondere in
Zusammenhang mit einem flexiblen Gewebe, vorzugsweise Quarz/Glasfaser verwendet werden.
Hierbei sind die Fasern vorzugsweise parallel zum schützenden Teil der Folie angebracht,
so dass der Zwischenraum mit der Flüssigkeit aufgenommen werden kann.
[0021] Gemäß einer noch weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
wird vorgeschlagen, dass das Mittel wenigstens teilweise durch einen beladenen Absorber
gebildet ist.
[0022] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele erläutert, ohne dass der Gegenstand der Erfindung
auf diese konkreten Ausführungsbeispiele beschränkt ist.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1:
- schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel einer Brandschutzeinheit im Schnitt,
- Fig. 2:
- eine zweite Ausführungsform einer Brandschutzeinheit in einer Vorderansicht,
- Fig. 3:
- die Brandschutzeinheit nach Figur 2 im Schnitt,
- Fig. 4:
- ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zum Abschotten eines Raumes und
- Fig. 5:
- schematisch den Temperaturverlauf über der Zeit.
[0024] Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer flächigen, flexiblen Brandschutzeinheit
im Schnitt. Die Brandschutzeinheit 1 weist eine Tragstruktur 2 auf. Die Tragstruktur
2 ist gebildet durch eine Fasermatte, die porös ist. Innerhalb der Poren 3 ist ein
Mittel 4 angeordnet, welches sich unter Wärmeeinwirkung so verändert, dass es beispielsweise
verdampft. Die Struktur 2 ist umgeben von Folien 5, 6, die eine Dampfsperre bilden.
[0025] Die schematisch in der Figur 1 dargestellte Brandschutzeinheit kann beispielsweise
dadurch hergestellt werden, dass zunächst die poröse Tragstruktur 2 bereitgestellt
wird. In die Tragstruktur 2 wird das Mittel 4 eingebracht. Die Einbringung des Mittels
kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Tragstruktur 2 in beispielsweise ein
Bad mit dem Mittel eingetaucht wird. Das Mittel kann auch mittels wenigstens einer
Walze oder einem vergleichbaren Gerät in die Tragstruktur eingebracht werden. Hierzu
wird das Mittel auf die Tragstruktur aufgebracht. Das überschüssige Mittel wird von
der Oberfläche der Tragstruktur entfernt. Anschließend wird die Tragstruktur mit dem
Mittel in eine Folie eingebracht, in der die Tragstruktur vorzugsweise hermetisch
abgeschlossen wird. Zur Verbesserung der Brandschutzeigenschaften der Brandschutzeinheit
wird des Weiteren bei der Herstellung die Struktur unter Vakuum gesetzt, so dass die
Folie dicht an der Oberfläche der Tragstruktur anliegt. Das Vakuum wird so angebracht,
dass die Brandschutzeinheit eine Flexibilität beibehält. Die zur Einbringung des Vakuums
notwendige Öffnung wird anschließend verschweißt bzw. verklebt.
[0026] In der Figur 2 ist schematisch eine flächige, flexible Brandschutzeinheit 1 in einer
Vorderansicht dargestellt. Die Brandschutzeinheit 1 weist eine Tragstruktur 2 auf,
die mehrere Kammern 3 aufweist. In jeder Kammer 3 ist jeweils ein Mittel 4 angeordnet,
welches unter Wärmeeinwirkung wenigstens eine Aggregatszustandsänderung durchführt.
[0027] Aus der Schnittdarstellung nach Figur 3 ist ersichtlich, dass die Tragstruktur 2
durch Folien 5, 6 und 8 gebildet ist. Die Folien 5, 6 und 8 sind beabstandet zu einander
ausgebildet. Die Folien 5, 8 sind mittels Stegen 7 miteinander verbunden. Die Folien
6, 8 sind mittels Stegen 9 miteinander verbunden. Sie bilden jeweils Kammern 3, 10,
die sich in dem dargestellten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen parallel zu einander
strecken. Die Stege 7, 9 können versetzt zu einander ausgebildet sein, so dass sich
die Kammern 3, 10 teilweise überlappen.
[0028] Bei dem Mittel 4, welches in den Kammern 3, 10 angeordnet ist, handelt es sich vorzugsweise
um ein solches Mittel, die einen Absorber aufweist, der mit einer Flüssigkeit beladen
ist. Der Absorber kann ein organischer oder anorganischer Absorber sein.
[0029] Zur Lagerung der Brandschutzeinheit sowie zur Formstabilisierung kann bei der Herstellung
der Brandschutzeinheit derart vorgegangen werden, dass die Kammern unter ein bestimmtes
Vakuum gesetzt werden und anschließend die Kammern luftdicht verschlossen werden.
Die Höhe des Vakuums hat Auswirkungen auf die Steifigkeit der Brandschutzeinheit 1.
[0030] Die Folien 5, 6 sind vorzugsweise semipermeabel ausgebildet, so dass die in den Kammern
gegebenenfalls gebundene Flüssigkeit nach einer Aggregatszustandsänderung in Form
von Dampf aus der Brandschutzeinheit 1 durch die Folien 5, 6 austreten kann.
[0031] In der Figur 4 ist schematisch eine Vorrichtung zum Abschotten eines Raumes gegen
ein in dem Raum oder aus den Raum strömendes Fluid dargestellt. Die Vorrichtung weist
ein Schott 11 auf, welches in dem dargestellten Ausführungsbeispiel verschwenkbar
um eine im Wesentlichen horizontal verlaufende Achse ist. Der Schott 11 ist zumindest
an der Ober- und Unterseite mit einer Brandschutzeinheit, wie sie beispielsweise in
der Figur 1 dargestellt ist, versehen. Beidseits des Schotts sind Abdeckungen 12 vorgesehen,
welche derart ausgebildet sind, dass diese flexibel sind und eine Tragstruktur mit
wenigstens einer Kammer aufweisen, in der wenigstens ein Mittel angeordnet ist, welches
unter Wärmeeinwirkung wenigstens eine Aggregatszustandsänderung durchführt.
[0032] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung zum Abschotten eines Raumes
gegen ein in den Raum oder aus dem Raum strömendes Fluid, insbesondere eine brennbare
Flüssigkeit, wird erreicht, dass die Brandschutzeinheit 1 zum einen eine flüssigkeitsdichte
Absperrung eines Durchgangs 13 bewirkt, so dass die Flüssigkeit nicht aus dem Raum
beziehungsweise in einen Raum strömen kann. Dadurch, dass die Brandschutzeinheit ein
Mittel aufweist, welches unter Wärmeeinwirkung wenigstens eine Aggregatszustandsänderung
durchführt, wird erreicht, dass die flüssigkeitsdichte Folie geschützt wird. Ein Zersetzen
der Folie durch Hitze wird im Wesentlichen vermieden.
[0033] Durch die öffnungsgemäße Ausgestaltung der Vorrichtung wird erreicht, dass das Schott,
insbesondere das Klappschott relativ leicht ausgebildet werden kann.
[0034] In der Figur 5 ist schematisch der Temperaturverlauf über der Zeit dargestellt. Die
Zeit ist in Minuten angegeben.
[0035] Gestrichelt zeigt die Figur 5 den Temperaturverlauf innerhalb eines Ofens. Der mit
Punkten versehene Verlauf des Temperaturanstiegs während der Zeit beschreibt die Änderung
der Temperatur in einer Brandschutzeinheit, die zweilagig ausgebildet ist. Der Temperaturverlauf
ist zwischen den beiden Lagen der Brandschutzeinheit gemessen. Die Brandschutzeinheit
umfasst zwei poröse Tragstrukturen, die Poren aufweisen. Diese sind mit einem Superabsorber
gefüllt. Die Tragstrukturen sind jeweils in einer Dampfsperre eingeschlossen. Aus
dem Verlauf der Temperatur zwischen diesen beiden Lagen ist ersichtlich, dass nach
circa 7 Minuten die Temperatur von 100 °C relativ rasch auf eine Temperatur von circa
500 °C ansteigt.
[0036] Aus dem mit Dreiecken gekennzeichneten Temperaturverlauf ist erkennbar, dass zwischen
zwei Lagen der Brandschutzeinheit die Temperatur für circa 15 Minuten auf einem Wert
von circa 100 °C verbleibt. Die beiden Lagen entsprechen im Wesentlichen der Ausgestaltung
des vorstehend genannten Ofentest, wobei die Dicke der Tragstruktur 6 mm beträgt.
[0037] Bei einer zweilagigen Brandschutzeinheit mit einer Tragstruktur von jeweils 12 mm
erfolgt erst nach circa 30 Minuten ein steiler Temperaturanstieg. Bis zu 30 Minuten
verharrt die Temperatur zwischen den beiden Lagen auf circa 100 °C.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Brandschutzeinheit
- 2
- Tragstruktur
- 3
- Kammer
- 4
- Mittel
- 5
- Folie
- 6
- Folie
- 7
- Steg
- 8
- Folie
- 9
- Steg
- 10
- Kammer
- 11
- Schott
- 12
- Abdeckung
- 13
- Durchgang
1. Vorrichtung zum Abschotten eines Raumes gegen ein in den Raum oder aus dem Raum strömendes
Fluid, insbesondere eine brennbare Flüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine flexible Brandschutzeinheit (1) umfasst, wobei die Brandschutzeinheit
(1) wenigstens eine poröse Tragstruktur (2) mit aufweist und die Poren (3) der Tragstruktur
(2) wenigstens teilweise mit wenigstens einem Mittel (4) gefüllt sind, welches unter
Wärmeeinwirkung wenigstens einen Schmelz- und/oder Verdampfungsvorgang durchführt,
wobei die Vorrichtung einen Klappschott (11) aufweist und die Brandschutzeinheit (1)
mit dem Klappschott (11) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (2) wenigstens teilweise von einer Dampfsperre (5, 6) umgeben ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfsperre (5, 6) wenigstens teilweise durch eine Folie gebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfsperre (5, 6) die Tragstruktur (2) im wesentlichen hermetisch gegenüber
der Umgebung abschließt.
5. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (2) wenigstens teilweise aus mineralischen Fasern gebildet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass diese wenigstens zwei relativ zueinander verschiebliche Tragstrukturen (2) aufweist.
7. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragstruktur (2) Kammern (3) aufweist, die durch Stege (7), vorzugsweise flexible
Stege, voneinander getrennt sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (7) dampfdurchlässig sind.
9. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (4) durch eine Flüssigkeit oder ein Gemisch aus wenigstens zwei Flüssigkeiten
gebildet ist.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel (4) wenigstens teilweise durch einen beladenen Absorber gebildet ist.
1. Device for shutting of a room against a fluid, especially an inflammable liquid, flowing
into the room or out of the room, characterized in that the device comprises a flexible fire protection unit (1), wherein the fire protection
unit (1) has at least one porous carrying structure (2), and the pores (3) of the
carrying structure (2) are filled at least partially with at least one medium (4)
which, under the action of heat, carries out at least one melting and/or evaporation
process, wherein the device has a folding bulkhead (11), and the fire protection unit
(1) is connected to the folding bulkhead (11).
2. Device as claimed in claim 1, characterized in that the carrying structure (2) is surrounded at least partially by a vapor barrier (5,
6).
3. Device as claimed in claim 2, characterized in that the vapor barrier (5, 6) is formed at least partially by a foil.
4. Device as claimed in claim 2 or 3, characterized in that the vapor barrier (5, 6) closes off the carrying structure (2) essentially hermetically
with respect to the surroundings.
5. Device as claimed in at least one of the preceding claims 1 to 4, characterized in that the carrying structure (2) is formed at least partially from mineral fibers.
6. Device as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in that it has at least two carrying structures (2) displaceable in relation to one another.
7. Device as claimed in at least one of the preceding claims 1 to 6, characterized in that the carrying structure (2) has chambers (3) which are separated from one another
by webs (7), preferably flexible webs.
8. Device as claimed in claim 7, characterized in that the webs (7) are vaporpermeable.
9. Device as claimed in at least one of the preceding claims 1 to 8, characterized in that the medium (4) is formed by a liquid or a mixture of at least two liquids.
10. Device as claimed in at least one of the preceding claims 1 to 9, characterized in that the medium (4) is formed at least partially by a charged absorber.
1. Dispositif pour fermer un espace vis-à-vis d'un fluide s'écoulant dans ou hors de
l'espace, en particulier un liquide combustible, caractérisé en ce que le dispositif comprend une unité flexible de protection contre les incendies (1),
l'unité de protection contre les incendies (1) présentant une structure porteuse poreuse
(2) et les pores (3) de la structure porteuse (2) étant remplis au moins partiellement
d'au moins un agent (4) qui, sous l'effet de la chaleur, réalise une opération de
fusion et/ou d'évaporation, le dispositif présentant une cloison rabattable (11) et
l'unité de protection contre les incendies (1) étant connectée à la cloison rabattable
(11).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la structure porteuse (2) est entourée au moins en partie par un pare-vapeur (5,6).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que le pare-vapeur (5, 6) est formé au moins en partie par un film.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que le pare-vapeur (5, 6) ferme essentiellement hermétiquement la structure porteuse
(2) vis-à-vis de l'environnement.
5. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 4, caractérisé en ce que la structure porteuse (2) est formée au moins en partie de fibres minérales.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que celui-ci présente au moins deux structures porteuses (2) déplaçables l'une par rapport
à l'autre.
7. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 6, caractérisé en ce que la structure porteuse (2) présente des chambres (3) qui sont séparées les unes des
autres par des nervures (7), de préférence des nervures flexibles.
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que les nervures (7) sont perméables à la vapeur.
9. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 8, caractérisé en ce que l'agent (4) est formé par un liquide ou un mélange d'au moins deux liquide.
10. Dispositif selon au moins l'une quelconque des revendications précédentes 1 à 9, caractérisé en ce que l'agent (4) est formé au moins en partie par un absorbeur chargé.