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(11) |
EP 2 928 641 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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17.02.2016 Patentblatt 2016/07 |
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Anmeldetag: 21.02.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/053456 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/124205 (27.08.2015 Gazette 2015/34) |
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BANDFINISHVORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR BEWEGUNGSSTEUERUNG EINES FINISHBANDS
BAND FINISHING APPARATUS AND METHOD FOR CONTROLLING THE MOVEMENT OF A FINISHING BAND
DISPOSITIF DE FINITION À BANDE ET PROCÉDÉ DE COMMANDE DU DÉPLACEMENT D'UNE BANDE DE
FINITION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.10.2015 Patentblatt 2015/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Supfina Grieshaber GmbH & Co. KG |
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77709 Wolfach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- WOLBER, Simon
77761 Schiltach (DE)
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| (74) |
Vertreter: DREISS Patentanwälte PartG mbB |
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Friedrichstrasse 6 70174 Stuttgart 70174 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 147 745 WO-A1-2009/049868 DE-C1- 4 328 006
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EP-A1- 2 324 955 DE-A1- 4 426 923 DE-U1-202013 005 504
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine aus der
EP 2 324 955 A1 bekannte Bandfinishvorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Bewegungssteuerung mindestens eines
Finishbands.
[0002] Aus der
WO 2009/049868 A1 ist eine Bandfinishvorrichtung mit einem Finishband bekannt. Bei dieser Bandfinishvorrichtung
wird ein Andrückband verwendet, an dessen Vorderseite Verrutschsicherungsmittel vorgesehen
sind, die ein Verrutschen des Finishbands gegenüber dem Andrückband bei angedrückter
Andrückeinrichtung erschweren sollen. Auf diese Weise soll in einem Bereich, in welchem
das Finishband mit dem Werkstück in Kontakt steht und in welchem das Finishband mittels
des Andrückbands gegen das Werkstück gedrückt wird, ein Verrutschen des Finishbands
relativ zu dem Andrückband verhindert werden.
[0003] Bei der aus der
WO 2009/049868 A1 bekannten Bandfinishvorrichtung ist die Wirksamkeit der Verrutschsicherungsmittel
von einer Vielzahl von Parametern abhängig, insbesondere von der Oberflächenbeschaffenheit
und und dem Abnutzungszustand des Andrückbands und der Rück- und Vorderseite des Finishbands,
von dem Zustand der zu bearbeitenden Werkstückoberfläche, von einem Eingriffswinkel,
in welchem das Finishband in Eingriff mit dem Werkstück steht und von dem auf das
Andrückband ausgeübten Anpressdruck.
[0004] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine einfache
und zuverlässige Bewegungssteuerung eines Finishbands zu ermöglichen.
[0005] Diese Aufgabe wird bei einer Bandfinishvorrichtung der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
[0006] Bei einem Verfahren der eingangs genannten Art wird die vorstehend genannte Aufgabe
dadurch gelöst, dass zur wahlweisen Blockierung oder Freigabe einer Bewegung des mindestens
einen Finishbands unterschiedliche Wirkflächenabschnitte des mindestens einen Finishbands
gegeneinander gedrückt oder relativ zueinander freigegeben werden.
[0007] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass die Wirkfläche eines Finishbands zur Bewegungssteuerung
eines Finishbands verwendet werden kann, indem zwei Wirkflächenabschnitte gegeneinander
gedrückt oder relativ zueinander freigegeben werden. Bei der Wirkfläche eines Finishbands
handelt es sich um die abrasiv wirkende Vorderseite, welche mit Schneidmitteln versehen
ist, die bei der finishenden Bearbeitung eines Werkstücks in Eingriff mit der zur
finishenden Werkstückoberfläche gebracht werden. Zumindest zwei Abschnitte dieser
Wirkfläche werden erfindungsgemäß verwendet, um wahlweise gegeneinander gedrückt zu
werden, um eine Blockierung des Finishbands zu erreichen, oder um relativ zueinander
freigegeben zu werden, um eine Bewegung des Finishbands zu erlauben.
[0008] Im Rahmen der Erfindung ist es möglich, dass zwei Wirkflächenabschnitte desselben
Finishbands wahlweise gegeneinander gedrückt oder relativ zueinander freigegeben werden.
[0009] Alternativ hierzu ist es möglich, dass Wirkflächenabschnitte unterschiedlicher Finishbänder
gegeneinander gedrückt oder relativ zueinander freigegeben werden, um eine Blockierung
oder Freigabe unterschiedlicher Finishbänder zu ermöglichen.
[0010] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass das mindestens
eine Finishband einen ersten Werkstückkontaktbereich und einen zweiten Werkstückkontaktbereich
durchläuft, und dass die Blockiereinrichtung außerhalb der Werkstückkontaktbereiche
angeordnet ist. Dies ermöglicht eine von der Geometrie und den örtlichen Bedingungen
der Werkstückkontaktbereiche unabhängige Blockierung und Freigabe des mindestens einen
Finishbands.
[0011] Es ist möglich, dass die mindestens eine Blockiereinrichtung eingangs des ersten
Werkstückkontaktbereichs und ausgangs des zweiten Werkstückkontaktbereichs angeordnet
ist. Dies hat den Vorteil, dass einer der Wirkflächenabschnitte, der die Werkstückkontaktbereiche
noch nicht durchlaufen hat, noch unbenutzt ist und daher einen besonders hohen Reibungskoeffizienten
bereitstellen kann.
[0012] Zusätzlich oder alternativ hierzu ist es möglich, dass die mindestens eine Blockiereinrichtung
ausgangs des ersten Werkstückkontaktbereichs und eingangs des zweiten Werkstückkontaktbereichs
angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass die miteinander zusammenwirkenden Wirkflächenabschnitte
nach Durchlauf des ersten Werkstückkontaktbereichs denselben Abnutzungszustand aufweisen.
[0013] Bevorzugt ist es ferner, wenn eine Umlenkeinheit zur Umlenkung des Finishbands vorgesehen
ist und wenn die mindestens eine Blockiereinrichtung zwischen der Umlenkeinheit und
den Werkstückkontaktbereichen angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass die Blockiereinrichtung
in einem Vorrichtungsbereich angeordnet werden kann, in welchem einander zugewandte
Wirkflächenabschnitte eines Finishbands parallel oder zumindest im Wesentlichen parallel
zueinander verlaufen. Um diese Wirkflächenabschnitte miteinander in Eingriff zu bringen,
genügt es, zumindest einen der Wirkflächenabschnitte quer zur Finishbandlaufrichtung
gesehen in Richtung auf einen gegenüberliegenden Wirkflächenabschnitt zu drücken.
[0014] Eine besonders einfach aufgebaute Bandfinishvorrichtung ergibt sich, wenn genau ein
Finishband vorgesehen ist, welches vorzugsweise mindestens zwei Werkstückkontaktbereiche,
insbesondere genau zwei Werkstückkontaktbereiche, durchläuft.
[0015] Die Blockiereinrichtung umfasst Andrückelemente, welche mit rückseitigen Abschnitten
des mindestens einen Finishbands zusammenwirken. Die Andrückelemente sind vorzugsweise
quer, insbesondere senkrecht, zur Verlaufsrichtung des Finishbands bewegbar, um das
Finishband wahlweise zu blockieren oder freizugeben.
[0016] Es ist vorteilhaft, wenn mindestens eines der Andrückelemente als Andrückrolle ausgebildet
ist. Dies ermöglicht einen reibungsfreien Andrückkontakt zwischen dem Andrückelement
und der Rückseite des Finishbands.
[0017] Bevorzugt ist es ferner, wenn mindestens eines der Andrückelemente einen Führungsabschnitt
zur seitlichen Führung des mindestens einen Finishbands aufweist. Auf diese Weise
kann im Bereich der Blockiereinrichtung ein seitliches Auswandern des mindestens einen
Finishbands verhindert werden.
[0018] Vorzugsweise ist mindestens eines der Andrückelemente federbeaufschlagt. Auf diese
Weise ist es möglich, einen rückseitigen Abschnitt eines Finishbands mit einer Andrückkraft
zu beaufschlagen, sodass der dem rückseitigen Abschnitt abgewandte Wirkflächenabschnitt
des Finishbands gegen einen weiteren Wirkflächenabschnitt andrückbar ist.
[0019] Es ist ferner bevorzugt, dass die Bandfinishvorrichtung mindestens eine Andrückeinheit
umfasst, welche eine Wirkfläche des Finishbands in einem Werkstückkontaktbereich gegen
ein finishend zu bearbeitendes Werkstück drückt und dass die mindestens eine Blockiereinrichtung
zumindest mittelbar mit der Andrückeinheit verbunden und gemeinsam mit der Andrückeinheit
bewegbar ist. Dies hat den Vorteil, dass die Blockiereinrichtung gemeinsam mit der
Andrückeinheit handhabbar ist und die Bewegungssteuerung der Andrückeinheit auch zur
Steuerung und Auswahl der Blockierstellung und Freigabestellung der Blockiereinrichtung
verwendet werden kann.
[0020] Es ist aber auch möglich, dass die Bandfinishvorrichtung mindestens eine Andrückeinheit
umfasst, welche eine Wirkfläche des Finishbands in einem Werkstückkontaktbereich gegen
ein finishend zu bearbeitendes Werkstück drückt und dass die mindestens eine Blockiereinrichtung
an einem von der Andrückeinheit bewegungsunabhängigen Träger angeordnet ist. Dies
ermöglicht eine von der Bewegung der Andrückeinheit unabhängige Steuerung und Auswahl
der Blockierstellung und Freigabestellung der Blockiereinrichtung.
[0021] Im Prinzip ist zur Auswahl der Blockierstellung und Freigabestellung der Blockiereinrichtung
eine manuelle Betätigung der Blockiereinrichtung denkbar. Es ist jedoch bevorzugt,
dass die mindestens eine Blockiereinrichtung eine Aktoreinheit zur wahlweisen Überführung
der Blockiereinrichtung in die Blockierstellung und in die Freigabestellung umfasst.
Hierfür kommen insbesondere elektromotorische, pneumatische oder hydraulische Aktoreinheiten
in Betracht.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und der zeichnerischen Darstellung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels.
[0023] In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Ausführungsform einer Bandfinishvorrichtung;
Fig. 2 einen Längsschnitt eines Ausschnitts der Bandfinishvorrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 3 eine Rückansicht eines Teils einer Blockiereinrichtung entsprechend einer in
Fig. 2 mit III bezeichneten Blickrichtung; und
Fig. 4 einen Querschnitt eines Teils der Blockiereinrichtung entsprechend einer in
Fig. 2 mit IV bezeichneten Blickrichtung.
[0024] Eine Ausführungsform einer Bandfinishvorrichtung ist in der Zeichnung insgesamt mit
dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Die Bandfinishvorrichtung 10 umfasst ein Finishband
12, welches aus einem Bandfinishvorrat 14 in einen ersten Werkstückkontaktbereich
16 und aus diesem herausgeführt wird. Anschließend wird das Finishband 12 mittels
einer Umlenkeinheit 18 umgelenkt und einem zweiten Werkstückkontaktbereich 20 zugeführt,
um von dort aus einer Sammeleinrichtung 22 für verbrauchtes Finishband 12 zugeführt
zu werden.
[0025] In den Werkstückkontaktbereichen 16 und 20 stehen abrasive Wirkflächen 24 des Finishbands
12 in Kontakt mit einer finishend zu bearbeitenden Werkstückoberfläche 26 eines Werkstücks
28.
[0026] Während der finishenden Bearbeitung des Werkstücks 28 rotiert das Werkstück 28 um
eine Rotationsachse 30. Dieser Rotationsbewegung wird mittels eines an sich bekannten
und daher nicht dargestellten Oszillationsantriebs eine oszillierende Bewegung des
Werkstücks 28 und/oder des Finishbands 12 in einer zu der Werkstückachse 30 parallelen
Richtung überlagert. Hierdurch wird eine für ein Finishverfahren charakteristische
Kreuzschliffstruktur der Werkstückoberfläche 26 erzeugt.
[0027] Um das Finishband 12 in den Werkstückkontaktbereichen 16 und 20 gegen die Werkstückoberfläche
26 zu drücken, umfasst die Bandfinishvorrichtung 10 Andrückeinheiten 32 und 34. Die
Andrückeinheiten 32 und 34 umfassen jeweils einen Andrückarm 36, 38, welcher um zugeordneten
Andrückarmschwenkachsen 40, 42 verschwenkbar sind. Die Andrückeinheiten 32 und 34
umfassen ferner mit den Andrückarmen 36, 38 verbundene Finishbandandrückschalen 44,
46.
[0028] Zum Antrieb der Andrückarme 36, 38 um die Andrückarmschwenkachsen 40, 42 ist ein
an sich bekannter und daher nicht dargestellter Antrieb vorgesehen, welcher die Andrückarme
36, 38 mit einer Kraft beaufschlagt, sodass die Finishbandandrückschalen 44, 46 mit
ihren schalenförmigen Ausnehmungen 48, 50 gegen die Rückseite des Finishbands 12 drücken
und somit die Wirkfläche 24 des Finishbands 12 gegen die Werkstückoberfläche 26 des
Werkstücks 28 drücken.
[0029] Die Bandfinishvorrichtung 10 weist zur Bewegungssteuerung des Finishbands 12 eine
Blockiereinrichtung 52 auf. Diese ist bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
in Laufrichtung des Finishbands 12 gesehen ausgangs des ersten Werkstückkontaktbereichs
16 und eingangs des zweiten Werkstückkontaktbereichs 20 angeordnet. Räumlich ist die
Blockiereinrichtung 52 zwischen den Werkstückkontaktbereichen 16 und 20 einerseits
und der Umlenkeinheit 18 andererseits angeordnet.
[0030] Die Blockiereinrichtung 52 umfasst zwei relativ zueinander bewegbare Baugruppen 54
und 56. Die erste Baugruppe 54 ist gemeinsam mit dem Andrückarm 36 der Andrückeinheit
32 bewegbar. Die zweite Baugruppe 56 ist gemeinsam mit dem Andrückarm 38 der Andrückeinheit
34 bewegbar.
[0031] Die Baugruppen 54 und 56 umfassen jeweils ein Andrückelement 58, 60, welches jeweils
mit der Rückseite eines Abschnitts des Finishbands 12 zusammenwirkt. Die Andrückelemente
58, 60 sind als Andrückrollen 62, 64 ausgebildet. Diese Rollen weisen rotationssymmetrische
Andrückflächen auf, welche sich durchgängig über die gesamte Breite des Finishbands
12 erstrecken können, oder wie in der Zeichnung dargestellt, in Querrichtung des Finishbands
12 gesehen voneinander getrennte Andrückflächenabschnitte 66a, 66b, 66c aufweisen.
[0032] Die Andrückrollen 62, 64 sind um jeweilige Achsen 68, 70 drehbar, deren Lage von
Haltern 72, 74 vorgegeben ist. Die Halter 72, 74 sind jeweils quer zu der Verlaufsrichtung
des Finishbands 12 verschiebbar innerhalb von Halteraufnahmen 76, 78 geführt.
[0033] Zur Beaufschlagung der Halter 72, 74 und der Andrückelemente 58 und 60 mit einer
in Richtung auf die jeweilige Rückseite des Finishbands 12 gerichteten Kraft sind
Federn 80, 82 vorgesehen, welche eine Andrückkraft auf die Andrückelemente 58 und
60 ausüben. Auf diese Weise kann mittels der Andrückflächen 66a, 66b, 66c jeweils
eine Andrückkraft auf rückseitige Abschnitte 84 des Finishbands 12 ausgeübt werden.
Diese Andrückkräfte werden durch den Querschnitt des Finishbands 12 hindurch auf die
Wirkfläche 24 des Finishbands 12 übertragen, sodass in einem Kontaktbereich Wirkflächenabschnitte
24a und 24b blockierend miteinander in Eingriff stehen.
[0034] Eine Freigabe des Finishbands 12 im Bereich der Blockiereinrichtung 52 erfolgt, indem
die Andrückarme 36 und 38 der Andrückeinheiten 32 und 34 voneinander wegbewegt werden,
sodass der Abstand der Andrückflächenabschnitte 66a, 66b, 66c der Andrückelemente
58 und 60 vergrößert wird.
[0035] Um ein seitliches Auswandern des Finishbands 12 im Bereich der Blockiereinrichtung
52 zu verhindern, können die Andrückrollen 62, 64 Führungsabschnitte 86, 88 in Form
von Ringflanschen aufweisen, welche den Kontaktbereich der Wirkflächenabschnitte 24a
und 24b in seitlicher Richtung begrenzen.
1. Bandfinishvorrichtung (10) mit mindestens einem Finishband (12), wobei mindestens
eine Blockiereinrichtung (52) vorgesehen ist, welche in einer Blockierstellung eine
Bewegung des mindestens einen Finishbands (12) verhindert und welche in einer Freigabestellung
eine Bewegung des mindestens einen Finishbands (12) erlaubt, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinrichtung (52) Andrückelemente (58, 60) umfasst, welche mit rückseitigen
Abschnitten (84) des mindestens einen Finishbands (12) zusammenwirken und in der Blockierstellung
der Blockiereinrichtung (52) zwei Wirkflächenabschnitte (24a, 24b) des mindestens
einen Finishbands (12) gegeneinander drücken.
2. Bandfinishvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Finishband (12) einen ersten Werkstückkontaktbereich (16) und
einen zweiten Werkstückkontaktbereich (20) durchläuft, und dass die Blockiereinrichtung
(52) außerhalb der Werkstückkontaktbereiche (16, 20) angeordnet ist.
3. Bandfinishvorrichtung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Blockiereinrichtung (52) eingangs des ersten Werkstückkontaktbereichs
(16) und ausgangs des zweiten Werkstückkontaktbereichs (20) angeordnet ist.
4. Bandfinishvorrichtung (10) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Blockiereinrichtung (52) ausgangs des ersten Werkstückkontaktbereichs
(16) und eingangs des zweiten Werkstückkontaktbereichs (20) angeordnet ist.
5. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umlenkeinheit (18) zur Umlenkung des Finishbands (12) vorgesehen ist und dass
die mindestens eine Blockiereinrichtung (52) zwischen der Umlenkeinheit (18) und den
Werkstückkontaktbereichen (16, 20) angeordnet ist.
6. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass genau ein Finishband (12) vorgesehen ist, welches vorzugsweise mindestens zwei Werkstückkontaktbereiche
(16, 20), insbesondere genau zwei Werkstückkontaktbereiche (16, 20), durchläuft.
7. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Andrückelemente (58, 60) als Andrückrolle (62, 64) ausgebildet
ist.
8. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Andrückelemente (58, 60) einen Führungsabschnitt (86, 88) zur
seitlichen Führung des mindestens einen Finishbands (12) aufweist.
9. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Andrückelemente (58, 60) federbeaufschlagt ist.
10. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandfinishvorrichtung (10) mindestens eine Andrückeinheit (32, 34) umfasst, welche
eine Wirkfläche (24) des Finishbands (12) in einem Werkstückkontaktbereich (16, 20)
gegen ein finishend zu bearbeitendes Werkstück (28) drückt und dass die mindestens
eine Blockiereinrichtung (52) zumindest mittelbar mit der Andrückeinheit (32, 34)
verbunden und gemeinsam mit der Andrückeinheit (32, 34) bewegbar ist.
11. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bandfinishvorrichtung (10) mindestens eine Andrückeinheit (32, 34) umfasst, welche
eine Wirkfläche (24) des Finishbands (12) in einem Werkstückkontaktbereich (16, 20)
gegen ein finishend zu bearbeitendes Werkstück (28) drückt und dass die mindestens
eine Blockiereinrichtung (52) an einem von der Andrückeinheit (32, 34) bewegungsunabhängigen
Träger angeordnet ist.
12. Bandfinishvorrichtung (10) nach einem der voranstehenden Ansprüche, insbesondere nach
Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Blockiereinrichtung (52) eine Aktoreinheit zur wahlweisen Überführung
der Blockiereinrichtung (52) in die Blockierstellung und in die Freigabestellung umfasst.
13. Verfahren zur Bewegungssteuerung mindestens eines Finishbands (12), dadurch gekennzeichnet, dass zur wahlweisen Blockierung oder Freigabe einer Bewegung des mindestens einen Finishbands
(12) unterschiedliche Wirkflächenabschnitte (24a, 24b) des mindestens einen Finishbands
(12) gegeneinander gedrückt oder relativ zueinander freigegeben werden.
1. Band finishing apparatus (10) with at least one finishing band (12), wherein at least
one blocking device (52) is provided which in a blocking position prevents a movement
of the at least one finishing band (12) and which in a release position permits a
movement of the at least one finishing band (12), characterised in that the blocking device (52) comprises pressing elements (58, 60) which interact with
rear-side sections (84) of the at least one finishing band (12) and, in the blocking
position of the blocking device (52), press together two active surface sections (24a,
24b) of the at least one finishing band (12).
2. Band finishing apparatus (10) according to claim 1, characterised in that the at least one finishing band (12) runs through a first workpiece contact region
(16) and a second workpiece contact region (20), and that the blocking device (52)
is arranged outside of the workpiece contact regions (16, 20).
3. Band finishing apparatus (10) according to claim 2, characterised in that the at least one blocking device (52) is arranged at the beginning of the first workpiece
contact region (16) and at the end of the second workpiece contact region (20).
4. Band finishing apparatus (10) according to claim 2 or 3, characterised in that the at least one blocking device (52) is arranged at the end of the first workpiece
contact region (16) and at the beginning of the second workpiece contact region (20).
5. Band finishing apparatus (10) according to one of the claims 2 to 4, characterised in that a return pulley unit (18) is provided for redirection of the finishing band (12)
and that the at least one blocking device (52) is arranged between the return pulley
unit (18) and the workpiece contact regions (16, 20).
6. Band finishing apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterised in that exactly one finishing band (12) is provided which preferably runs through at least
two workpiece contact regions (16, 20), in particular exactly two workpiece contact
regions (16, 20).
7. Band finishing apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterised in that at least one of the pressing elements (58, 60) is designed as a pressure roller (62,
64).
8. Band finishing apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterised in that at least one of the pressing elements (58, 60) has a guide section (86, 88) for lateral
guidance of the at least one finishing band (12).
9. Band finishing apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterised in that at least one of the pressing elements (58, 60) is spring-loaded.
10. Band finishing apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the band finishing apparatus (10) includes at least one pressing unit (32, 34) which,
in a workpiece contact region (16, 20), presses an active surface (24) of the finishing
band (12) against a workpiece (28) which is to be finished, and that the at least
one blocking device (52) is connected, at least indirectly, to the pressing unit (32,
34) and can be moved jointly with the pressing unit (32, 34).
11. Band finishing apparatus (10) according to one of the preceding claims, characterised in that the band finishing apparatus (10) includes at least one pressing unit (32, 34) which,
in a workpiece contact region (16, 20), presses an active surface (24) of the finishing
band (12) against a workpiece (28) which is to be finished, and that the at least
one blocking device (52) is arranged on a support which is independent of the pressing
unit (32, 34) in terms of movement.
12. Band finishing apparatus (10) according to one of the preceding claims, in particular
according to claim 12, characterised in that the at least one blocking device (52) includes an actuator unit for selective switching
of the blocking device (52) into the blocking position and into the release position.
13. Method for controlling the movement of at least one finishing band (12), characterised in that different active surface sections (24a, 24b) of the at least one finishing band (12)
are pressed together or released relative to one another for the selective blocking
or release of a movement of the at least one finishing band (12).
1. Dispositif de finition à bande (10) comprenant au moins une bande de finition (12),
au moins un dispositif de blocage (52) étant prévu qui, dans une position de blocage,
empêche un mouvement de ladite au moins une bande de finition (12) et qui, dans une
position de libération, permet un mouvement de ladite au moins une bande de finition
(12), caractérisé par le fait que ledit dispositif de blocage (52) comprend des éléments de pression (58, 60) qui agissent
de concert avec des sections (84) côté arrière de ladite au moins une bande de finition
(12) et qui, dans la position de blocage du dispositif de blocage (52), plaquent l'une
contre l'autre deux sections de surface active (24a, 24b) de ladite au moins une bande
de finition (12).
2. Dispositif de finition à bande (10) selon la revendication 1, caractérisé par le fait que ladite au moins une bande de finition (12) passe à travers une première zone de contact
de pièce (16) et une deuxième zone de contact de pièce (20) et que ledit dispositif
de blocage (52) est disposé hors des zones de contact de pièce (16, 20).
3. Dispositif de finition à bande (10) selon la revendication 2, caractérisé par le fait que ledit au moins un dispositif de blocage (52) est disposé en entrée de la première
zone de contact de pièce (16) et en sortie de la deuxième zone de contact de pièce
(20).
4. Dispositif de finition à bande (10) selon la revendication 2 ou 3, caractérisé par le fait que ledit au moins un dispositif de blocage (52) est disposé en sortie de la première
zone de contact de pièce (16) et en entrée de la deuxième zone de contact de pièce
(20).
5. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications 2 à
4, caractérisé par le fait qu'une unité de renvoi (18) destinée à faire changer la direction de la bande de finition
(12) est prévue et que ledit au moins un dispositif de blocage (52) est disposé entre
ladite unité de renvoi (18) et les zones de contact de pièce (16, 20).
6. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'on prévoit exactement une bande de finition (12) qui, de préférence, passe à travers
au moins deux zones de contact de pièce (16, 20), en particulier exactement deux zones
de contact de pièce (16, 20).
7. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'un au moins des éléments de pression (58, 60) est réalisé en tant que rouleau de
pression (62, 64) .
8. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'un au moins des éléments de pression (58, 60) présente une section de guidage (86,
88) pour le guidage latéral de ladite au moins une bande de finition (12).
9. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que l'un au moins des éléments de pression (58, 60) est sollicité par ressort.
10. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que le dispositif de finition à bande (10) comprend au moins une unité de pression (32,
34) qui plaque une surface active (24) de la bande de finition (12), dans une zone
de contact de pièce (16, 20), contre une pièce (28) à usiner par finition, et que
ledit au moins un dispositif de blocage (52) est relié au moins indirectement à ladite
unité de pression (32, 34) et est déplaçable conjointement avec ladite unité de pression
(32, 34).
11. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé par le fait que le dispositif de finition à bande (10) comprend au moins une unité de pression (32,
34) qui plaque une surface active (24) de la bande de finition (12), dans une zone
de contact de pièce (16, 20), contre une pièce (28) à usiner par finition, et que
ledit au moins un dispositif de blocage (52) est disposé sur un support indépendant
en mouvement de ladite unité de pression (32, 34).
12. Dispositif de finition à bande (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
en particulier selon la revendication 12, caractérisé par le fait que ledit au moins un dispositif de blocage (52) comprend une unité à actionneur pour
faire passer au choix le dispositif de blocage (52) à la position de blocage et à
la position de libération.
13. Procédé de commande de mouvement d'au moins une bande de finition (12), caractérisé par le fait que, pour bloquer ou libérer au choix un mouvement de ladite au moins une bande de finition
(12), des sections de surface active (24a, 24b) différentes de ladite au moins une
bande de finition (12) sont pressées les unes contre les autres ou sont libérées les
unes par rapport aux autres.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente