[0001] Die Erfindung betrifft eine Schalung zur Herstellung von Betonfertigteilen mit zumindest
einer in dem Betonfertigteil eingebetteten Ankerschiene der im Oberbegriff des Anspruchs
1 angegebenen Gattung. Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren mit den Merkmalen
des Oberbegriffs des Anspruchs 11.
[0002] Zur Herstellung von Betonfertigteilen dienen Schalungen, bei denen ein Schalungsboden
von Schalungsseitenwänden umgeben ist. In das von der Schalung gebildete Volumen wird
eine Bewehrung insbesondere ein Bewehrungskorb aus Bewehrungsstäben eingesetzt. Dann
wird in das Volumen der Schalung Beton eingefüllt. Nach dem Aushärten des Betons werden
die Schalungsseitenwände weggeklappt und das Betonfertigteil der Schalung entnommen.
Danach wird die Schalung gereinigt und das nächste Betonfertigteil produziert.
[0003] Aus der
DE 10 2007 047 826 A1 sind eine Schalung und ein Verfahren zur Herstellung präziser Betonfertigteile bekannt.
Solche präzisen Betonfertigteile sind insbesondere Tübbinge, die beim Tunnelbau benötigt
werden. Diese Schalung dient der Herstellung von Tübbingen in Umlauffertigung, wobei
die Schalung auf einem Fahrgestell zum Transport der Schalung auf einer Fahrbahn angeordnet
ist. Zwischen der Schalung und dem Fahrgestell ist eine Einrichtung zum Ausgleich
von Unebenheiten der Fahrbahn, insbesondere eine Drei-Punkt-Lagerung angeordnet.
[0004] Aus der
DE 10 2007 014 842 B4 ist eine Schalung zur Herstellung von Tübbingen bekannt, wobei die Schalung einen
Grundkörper, an dem Seitenwände der Tübbingschalung beweglich befestigt sind, umfasst,
wobei der Grundkörper auf einer Stützanordnung abgestützt ist. Dabei ist der Grundkörper
über genau drei Auflagepunkte auf der Stützanordnung abgestützt.
[0005] Bei der Serienfertigung von Betonfertigteilen ist es bekannt Ankerschienen einzusetzen,
die mittels Ankern in dem Beton verankert werden. Diese Ankerschienen dienen zur Auf-nahme
von standardisierten Befestigungsmitteln, so dass auf einfache Weise die Bauelemente
an dem an seinem Bestimmungsort installierten Betonfertigteil anbringbar sind. Auch
für den Innenausbau eines Tunnels sind eine Vielzahl von Komponenten erforderlich,
die an der Innenwandung der Tübbinge befestigt werden.
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schalung zur Herstellung
von Betonfertigteilen mit zumindest einer in dem Betonfertigteil eingebetteten Ankerschiene
der eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei der das Positionieren und Fixieren
der Ankerschiene auf einfache Weise möglich ist. Ferner liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit zumindest einer in dem Betonfertigteil
einzubettenden Ankerschiene der eingangs genannten Gattung zu schaffen.
[0007] Diese Aufgabe wird bezüglich der Schalung durch eine solche mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 und bezüglich des Verfahrens durch ein solches mit den Merkmalen des Anspruchs
11 gelöst.
[0008] Durch die Erfindung ist es möglich, Betonfertigteile und insbesondere Tübbinge mit
gekrümmter Wandung so herzustellen, dass Ankerschienen integriert sind, wobei die
Ankerschienen auf einfache Weise sehr präzise positioniert und fixiert werden. Auch
das Lösen der Halteelemente von der Ankerschiene ist auf einfache Weise möglich. Durch
den Verbleib der Halteelemente an der Schalung steht die Vorrichtung zur Positionierung
und Fixierung von Ankerschienen bei der Produktion des nächsten Betonfertigteils wieder
zur Verfügung.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schalung ist vorgesehen,
dass das Halteelement eine an der Schalung anliegende Unterseite mit einer von dieser
ausgehenden Gewindebohrung aufweist und dass das Halteelement mittels einer durch
die Schalung ragenden Schraube an der Schalung befestigt ist. Durch diese Art der
Befestigung ist das Halteelement sicher an der Schalung befestigt. Im Bedarfsfall
kann das Halteelement, wenn keine Ankerschiene an dieser Stelle vorgesehen ist, demontiert
und die Bohrung in der Schalung geschlossen werden. Außerdem ist es zweckmäßig, dass
das Halteelement eine dem Schienenrücken zugewandte Oberseite aufweist, mit einer
von dieser ausgehenden Bohrung und dass ein durch den Schienenrücken geführtes, in
die Bohrung greifendes Befestigungselement vorgesehen ist. Dies ist eine einfache
und kostengünstige Verbindung.
[0010] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die von der Unterseite ausgehende
Gewindebohrung und die von der Oberseite ausgehende Bohrung eine gemeinsame Durchgangsbohrung
bilden. Damit wird der Herstellungsaufwand der Positionier- und Fixiermittel weiter
verringert.
[0011] Besonders zweckmäßig erscheint es, dass das Halteelement kegelstumpfförmig gestaltet
ist, wobei die Unterseite die Basis des Kegelstumpfes bildet. Alternativ dazu ist
vorgesehen, dass das Halteelement in Längsrichtung der Ankerschiene länglich gestaltet
ist und dass die Oberseite des Halteelementes schmaler ist als die Unterseite. Eine
kostengünstige Art der Verbindung der Ankerschiene mit dem Halteelement besteht darin,
dass die Bohrung eine Gewindebohrung ist und das Befestigungsmittel eine Schraube
aus einem Kunststoff mit geringer Bruchfestigkeit ist. Das Halteelement sollte langlebig
und insbesondere bruchfest sein, so dass vorgesehen ist, dass das Halteelement aus
Metall, insbesondere aus einem Stahl besteht, oder alternativ hierzu aus einem Kunststoff
mit hoher Bruchfestigkeit besteht.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Halteelement eine Hammerkopfschraube,
die einen zur Einführung in die Ankerschiene vorgesehenen Kopf und einen durch die
Schalung geführten Schaft umfasst, wobei der Schaft mit einem Gewinde versehen ist,
so dass auf den Schaft eine Spannmutter schraubbar ist.
[0013] Als eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass durch
eine Öffnung im Schienenrücken ein Befestigungselement in eine Bohrung im Halteelement
gesteckt oder geschraubt wird. Ein solches Befestigungselement besteht vorzugsweise
aus Kunststoff. Nach dem Aushärten des Betons wird das Befestigungsmittel aus der
Bohrung im Halteelement entfernt oder durch Krafteinwirkung zerstört.
[0014] Es ist außerdem von Vorteil, dass zwischen Randabschnitten der Ankerschiene und der
Schalung eine Dichtung angeordnet wird. Die Dichtung kann als Dichtungsstreifen oder
Dichtungsband aus einem flexiblen, elastischen Material ausgeführt sein. Dieses elastische
Material wird durch die Spannkraft zwischen der Schalung und der Montageschiene bzw.
deren Randabschnitten zusammengedrückt. Die Dichtung verhindert das Eindringen des
noch nicht erhärteten Betons in einen Innenraum der Montageschiene. Eine solche Dichtung
kann über die gesamte Länge der Ankerschiene oder aber lediglich partiell über Abschnitte
angeordnet sein.
[0015] Als eine alternative Ausgestaltung des Verfahrens, bei der das Halteelement als Hammerkopfschraube
ausgeführt ist, wird vorgeschlagen, dass wenn sich der Kopf der Hammerkopfschraube
innerhalb der Ankerschiene befindet, die Hammerkopfschraube um die Längsachse ihres
Schaftes so weit gedreht wird, dass der Kopf bezüglich seiner Längserstreckung quer
zum Längsschlitz der Ankerschiene liegt und dass dann eine Spannmutter auf einem Gewinde
des Schaftes so weit geschraubt wird, dass eine Spannkraft in die Schalung eingeleitet
und der Kopf gegen Randabschnitte der Ankerschiene und letztere gegen die Schalung
gepresst werden. Dabei ist es vorteilhaft, dass nach dem Aushärten des Betons die
Spannmutter gelöst und der Kopf der Hammerkopfschraube durch Drehung des Schaftes
in eine Lage gebracht wird, die es erlaubt, die Ankerschiene mit dem Betonfertigteil
von der Schalung abzuheben und den Kopf durch den Längsschlitz aus der Ankerschiene
zu entfernen.
[0016] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachstehend anhand der Zeichnung näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- einen Schnitt durch einen Ausschnitt einer Schalung mit daran befestigter Ankerschiene
in einem Betonprodukt wie beispielsweise einem Tübbing,
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht eines zur Positionierung und Fixierung einer Ankerschiene
dienenden Halteelementes,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf das Halteelement gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Seitenansicht des Halteelementes gemäß Pfeil IV in Fig. 3,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsvariante zum Halteelement in Fig. 2,
- Fig. 6
- eine Ansicht auf die Unterseite des Halteelementes in Fig. 5,
- Fig. 7
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils VII in Fig. 6,
- Fig. 8
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils VIII in Fig. 6,
- Fig. 9
- einen Schnitt durch einen Ausschnitt einer Schalung mit daran befestigter Ankerschiene
und einer Dichtung,
- Fig. 10
- eine Ausführungsvariante zu Fig. 1, bei der zur Positionierung und Fixierung der Ankerschiene
an der Schalung eine Hammerkopfschraube vorgesehen ist.
[0017] In Fig. 1 ist ein Ausschnitt einer Schalung 1 mit einer daran befestigten Ankerschiene
2 im Schnitt dargestellt. Die Schalung insgesamt umfasst den als Ausschnitt gezeigten
Boden sowie den Boden jeweils umgebende Seitenwände, so dass ein sich über dem Boden
erstreckendes Volumen zum Ausgießen durch Beton definiert ist. Der Einfachheit halber
wird nachfolgend mit Schalung 1 lediglich der Boden bezeichnet. Die Ankerschiene 2
weist einen im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt auf, wobei ein Schienenrücken 3
der Schalung 1 abgewandt ist und ein dem Schienenrücken 3 gegenüberliegender Längsschlitz
4 der Schalung 1 zugewandt ist. Am Schienenrücken 3 sind Anker 5 befestigt, die zum
Halten der Ankerschiene 2 in einem in Fig. 1 auf dem Boden der Schalung 1 zu gießenden
Betonteil 6 dienen. Die Schnittdarstellung in Fig. 1 zeigt lediglich einen dieser
Anker 5, es sind jedoch bezogen auf die Länge der Ankerschiene 2 in vorzugsweise regelmäßigen
Abständen solche Anker 5 vorgesehen. Die Ankerschiene 2 und die Anker 5 bestehen vorzugsweise
aus Stahl und sind miteinander durch Schweißung fest verbunden. Die Anker 5 ragen
in das Betonteil 6 zwischen Bewehrungsstäbe 7,8 einer im Betonteil 6 vorgesehenen
Bewehrung. Der Boden der Schalung 1 kann je nach gewünschter Form des zu produzierenden
Betonteils 6 gewölbt sein und ebenso die Ankerschiene 2 beispielsweise gewölbt um
eine Achse orthogonal zur Längsrichtung der Ankerschiene 2.
[0018] Zur Positionierung und Fixierung der Ankerschiene 2 auf der Schalung 1, bei der es
sich insbesondere um eine Stahlschalung handeln kann, sind gemäß dem in Fig. 1 gezeigten
Beispiel Halteelemente 9 vorgesehen, die auf der Schalung 1 angeordnet sind und durch
den Längsschlitz 4 in die Ankerschiene 2 ragen. Fig. 1 zeigt lediglich ein Halteelement
9; über die Länge der Ankerschiene 2 verteilt sind jedoch mehrere Halteelemente vorgesehen.
Das Halteelement 9 weist an seiner auf der Schalung 1 liegenden Unterseite 17 eine
Gewindebohrung 10 auf, in die eine durch eine Bohrung 11 in der Schalung 1 ragende
Befestigungsschraube 12 geschraubt ist. An einer dem Schienenrücken 3 zugewandten
Oberseite 18 weist das Halteelement 9 eine weitere Gewindebohrung 13 auf, in die eine
durch eine Öffnung 14 im Schienenrücken 3 geführte Schraube 15 geschraubt ist. Die
Befestigung des Halteelements 9 an der Schalung 1 (vorzugsweise Stahlschalung) mittels
der Befestigungsschraube 12 ist als dauerhafte Befestigung vorgesehen, das heißt,
das Halteelement 9 verbleibt auch nach einer Entnahme des gegossenen Betonfertigteils
6 an der Schalung 1. Selbstverständlich ist es auch möglich, durch Lösen der Befestigungsschraube
12 das Halteelement 9 zu entfernen, wenn ein solcher Bedarf besteht. Die Bohrung 11
in der Schalung 1 kann dann mittels eines Stopfens verschlossen werden.
[0019] Zur Herstellung eines Betonfertigteils 1, insbesondere eines Tübbings wird am in
Fig. 1 gezeigten Beispiel wie folgt vorgegangen:
[0020] Die Ankerschiene 2 wird der Schalung 1 so zugeführt, dass der Längsschlitz 4 der
Schalung 1 zugewandt ist, wobei die Ankerschiene 2 so ausgerichtet wird, dass das
an der Schalung 1 befestigte Halteelement 9 durch den Längsschlitz 4 in die Ankerschiene
2 ragt und die Ankerschiene 2 mit ihren seitlich des Längsschlitzes 4 befindlichen
Randabschnitten an der Schalung 1 aufliegt. Wie bereits erwähnt, sind über die Länge
der Ankerschiene 2 verteilt mehrere Halteelemente 9 vorgesehen. Die Ankerschiene 2
wird in ihrer Längsrichtung so zu den Halteelementen 9 ausgerichtet, dass die Öffnung
14 im Schienenrücken 3 mindestens etwa deckungsgleich mit der Gewindebohrung 13 im
Halteelement 9 ist. Dann wird eine Schraube 15 durch die Öffnung 14 gesteckt und in
die Gewindebohrung 13 geschraubt. Dadurch ist eine Fixierung der Ankerschiene 2 an
der Schalung 1 vor dem Gießen des Betonfertigteils 6 erreicht.
[0021] Da die Befestigung des Halteelementes 9 an der Schalung 1 vorzugsweise als dauerhafte
Befestigung in Betracht gezogen wird, ist die Bemessung der Schraubverbindung bezüglich
der Festigkeit derart, dass sie eine große Bruchfestigkeit aufweist. Die Befestigung
der Ankerschiene 2 mit dem Halteelement 9 ist so gestaltet, dass sie lediglich einer
definierten kleineren Bruchlast standhält, was vorzugsweise durch die Abmessung und/oder
den Werkstoff der Schraube 15 festgelegt werden kann. Die Schraube 15 besteht vorzugsweise
aus einem leicht verformbaren Kunststoff.
[0022] Nachdem die Ankerschiene 2 bzw. alle vorgesehenen Ankerschienen an der Schalung 1
positioniert und fixiert sind, wird die aus den Bewehrungsstäben 7, 8 gebildete Bewehrung
vorzugsweise in Form eines Bewehrungskorbs in den über dem Boden der Schalung gebildeten
Raum eingelegt. Dann wird das durch die Schalung definierte Volumen mit Beton ausgegossen,
wodurch die Ankerschienen 2 mit ihren Ankern 5 in den Beton eingebettet und fest verankert
werden. Nach dem Aushärten des Betons werden die bereits erwähnten Seitenwände der
Schalung entfernt oder weggeklappt und das Betonteil, beispielsweise ein Tübbing,
kann der Schalung entnommen werden. Wegen der geringen Bruchfestigkeit der Schraube
15 wird die Verbindung der Schraube 15 mit dem Halteelement 9 zerstört oder durch
Aufhebung des Formschlusses gelöst. Das Halteelement 9 verbleibt fest an der Schalung
1 und dient für die Fertigung des nächsten Betonfertigteils 6 wieder zur Positionierung
und Fixierung einer Ankerschiene 2.
[0023] Die Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines in Form eines Kegelstumpfes gestalteten
Halteelements 19, wobei an der dem in Fig. 1 gezeigten Schienenrücken zugewandten
Oberseite 18 die Gewindebohrung 13 vorgesehen ist, an deren äußerem Ende ein Einführkonus
16 für die Schraube ausgebildet ist. Als Material für das Halteelement kommen metallische
Werkstoffe wie beispielsweise Stahl oder Kunststoffe mit hoher Bruchfestigkeit in
Betracht. Die Befestigung des Halteelementes 9 oder 19 an der Schalung 1 kann auch
auf andere geeignete Weise erfolgen, wobei hierfür je nach Werkstoff das Kleben, Schweißen,
mechanisches Verbinden oder mittels Magneten in Betracht kommt.
[0024] In Fig. 3 ist die Draufsicht auf das Halteelement 19 in Fig. 2 gezeigt, das heißt
mit Blick auf die Oberseite 18 des kegelstumpfförmigen Halteelementes 19. An der Oberseite
18 sind koaxial und zentrisch der Einführkonus 16 und die Gewindebohrung 13 angeordnet.
[0025] Die Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils IV auf das Halteelement
19 in Fig. 3. Dabei sind die von der Unterseite 17 ausgehende Gewindebohrung 10 und
die von der gegenüberliegenden Oberseite 18 ausgehende Gewindebohrung 13 als in dieser
Ansicht unsichtbar mit gestrichelten Linien dargestellt.
[0026] In Fig. 5 ist als Ausführungsvariante zu Fig. 3 ein Halteelement 20 dargestellt,
das eine im Wesentlichen rechteckige Unterseite 21, die der Schalung 1 in Fig. zugewandt
ist, und eine ebenfalls rechteckige Oberseite 22, die dem in Fig. 1 gezeigten Schienenrücken
zugewandt ist, umfasst. Die Längserstreckung der Seiten 21 und 22 ist gleich, aber
die Breite der Seiten 21 und 22 ist unterschiedlich, so dass das Halteelement 20 von
der Unterseite 21 zur Oberseite 22 hin verjüngt ausgebildet ist. In der Mitte der
von der Oberseite 22 gebildeten Fläche befinden sich eine Gewindebohrung 23 und ein
Einführkonus 24.
[0027] Die Fig. 6 zeigt eine Ansicht auf die Unterseite 21 des Halteelements 20, woraus
ersichtlich ist, dass im Flächenschwerpunkt der Unterseite die Gewindebohrung 23 und
der Einführkonus 24 angeordnet sind. Die Fig. 7 zeigt eine Ansicht auf das Halteelement
20 in Richtung des Pfeils VII in Fig. 6. Mit gestrichelten Linien ist die Gewindebohrung
23 als in dieser Ansicht unsichtbar angegeben, wobei deutlich wird, dass die Gewindebohrung
23 als Durchgangsbohrung zur Unterseite 21 und Oberseite 22 offen ist und endseitig
den Einfiihrkonus 16 und den Einführkonus 24 aufweist.
[0028] Die Fig. 8 zeigt eine Ansicht auf das Halteelement 20 in Richtung des Pfeils VIII
in Fig. 6, wobei für gleiche Teile die Bezugszeichen mit denjenigen der Figuren 6
und 7 übereinstimmen. Als Material für das Halteelement 20 kommen die gleichen Werkstoffe
in Betracht, wie zu Fig. 2 beschrieben. Die Herstellung des Betonfertigteils und die
Positionierung und Fixierung der Ankerschiene mittels des Halteelementes 20 erfolgt
auf die gleiche Weise wie zu Fig. 1 beschrieben. Aufgrund der länglichen Form der
Halteelemente 20 müssen diese in Längsrichtung der Ankerschiene 2 ausgerichtet werden,
um durch den Längsschlitz 4 (vgl. Fig. 1) in die Ankerschiene 2 eingeführt zu werden.
Durch eine entsprechende Öffnung im Schienenrücken kann dann mittels einer Schraube
eine Befestigung der Ankerschiene 2 am Halteelement 20 erfolgen, wobei auch diese
Verbindung eine geringe Bruchfestigkeit aufweisen soll, damit beim Entnehmen des gegossenen
Betonfertigteils die Ankerschiene 2 vom Halteelement 20 gelöst wird.
[0029] Die Fig. 9 zeigt einen Schnitt durch einen Ausschnitt der Schalung 1 mit daran befestigter
Ankerschiene 2, wie sie zur Fig. 1 ausführlich beschrieben sind. Zusätzlich zu der
Ausführung gemäß Fig. 1 ist in Fig. 9 zwischen Randabschnitten 38 der Ankerschiene
2 und der Schalung 1 eine Dichtung 39 angeordnet. Die Dichtung 39 kann ein Dichtungsstreifen
oder Dichtungsband aus einem flexiblen, elastischen Material sein, das durch die Spannkraft
zwischen der Schalung 1 und der Montageschiene 2 bzw. deren Randabschnitten 38 zusammengedrückt
wird. Die Dichtung 39 verhindert das Eindringen des noch nicht erhärteten Betons in
einen Innenraum 40 der Montageschiene 2. Eine solche Dichtung 39 kann über die gesamte
Länge der Ankerschiene 2 oder aber lediglich partiell über Abschnitte angeordnet werden.
Die übrigen Bezugszeichen in Fig. 9 stimmen für gleiche Teile mit denjenigen der Fig.
1 überein.
[0030] In Fig. 10 ist eine Ausführungsvariante zur Positionierung und Fixierung einer Ankerschiene
25 an einer Schalung 26 gezeigt, wobei von der Schalung 26 lediglich ein Ausschnitt
eines Bodens der Schalung 26 dargestellt ist. Über dem Boden der Schalung 26 ist ein
Volumen zum Ausgießen durch Beton definiert, das heißt die Schalung dient zur Herstellung
eines Betonfertigteils, beispielsweise eines Tübbings, mit darin integrierten Ankerschienen.
Durch den Boden der Schalung 26 ragt ein mit einem Gewinde 29 versehener Schaft 28
einer Hammerkopfschraube 27. Die Hammerkopfschraube 27 ist an ihrem Schaft 28 mit
einer Spannmutter 31 versehen, die gegen die Unterseite der Schalung 1 spannbar ist.
Über dem Boden der Schalung 1 befindet sich ein Kopf 30 der Hammerkopfschraube 27,
der innerhalb der Ankerschiene 25 mit im Wesentlichen C-förmigem Querschnitt legt.
Die Ankerschiene 25 weist einen Schienenrücken 34 und einen diesem gegenüberliegenden
und der Schalung 26 zugewandten Längsschlitz 33 auf, durch den der Schaft 28 ragt.
Der Kopf 30 der Hammerkopfschraube 27 hat in einer Richtung quer zur Längsachse L
des Schaftes 28 eine Ausdehnung A, die größer ist als eine Breite B des Längsschlitzes
33, so dass der Kopf 30 sich neben dem Längsschlitz 33 erstreckende Randabschnitte
32 der Ankerschiene 25 hintergreift und beim Spannen der Spannmutter 31 die Ankerschiene
25 gegen die Schalung 26 presst. Die Hammerkopfschraube 27 dient bei dieser Ausführung
als Halteelement 37 für die Ankerschiene 25 an der Schalung 26. Am Schienenrücken
34 sind Anker 35 befestigt, die zum Halten der Ankerschiene 25 in einem zu gießenden
Betonfertigteil dienen. Über dem Schienenrücken 34 ist eine aus Bewehrungsstäben 36
gebildete Bewehrung angeordnet.
[0031] Zur Herstellung eines Betonfertigteils wird am in Fig. 10 gezeigten Beispiel wie
folgt vorgegangen. Die Ankerschiene 25 wird der Schalung 26 derart zugeführt, dass
der Längsschlitz 33 der Hammerkopfschraube 27 zugewandt ist. Die Hammerkopfschraube
27 ist um die Längsachse ihres Schafts 28 so gedreht, dass der Kopf 30 eine Lage einnimmt,
bei der die Längsrichtung des Kopfes 30 der Längsrichtung des Schlitzes 33 entspricht.
Die Spannmutter ist auf dem Schaft so weit nach unten gedreht, dass genügend Spiel
besteht, um den Kopf 30 durch den Längsschlitz 33 in die Ankerschiene 25 einzuführen.
Wenn sich der Kopf 30 innerhalb der Ankerschiene 25 befindet, wird die Hammerkopfschraube
27 um die Längsachse des Schaftes 28 so weit gedreht, dass der Kopf 30 bezüglich seiner
Längserstreckung quer zum Schlitz 33 liegt. Dann wird die Spannmutter 31 auf dem Gewinde
29 so weit gedreht, dass eine Spannkraft in die Schalung 26 eingeleitet und der Kopf
30 gegen die Randabschnitte 32 und letztere gegen die Schalung 26 gepresst werden.
Auf diese Weise dient die Hammerkopfschraube 27 als Halteelement 37 für die Ankerschiene
25 auf der Schalung 26.
[0032] Nachdem alle im Betonfertigteil vorgesehenen Ankerschienen entsprechend positioniert
und fixiert sind, wird die aus Bewehrungsstäben 36 gebildete Bewehrung in das mit
Beton ausgekleidete Volumen eingebracht. Dann kann das Gießen des Betonfertigteils
erfolgen. Nach dem Aushärten des Betons wird die Spannmutter 31 gelöst und der Kopf
30 der Hammerkopfschraube 26 in eine Lage gebracht, die es erlaubt, die Ankerschiene
25 von der Schalung 26 abzuheben und den Kopf 30 durch den Längsschlitz 33 aus der
Ankerschiene 25 zu entfernen. Dann wird die Gießform bzw. die Schalung 26 geöffnet
und das Betonfertigteil kann entnommen werden. Die Hammerkopfschraube 27 verbleibt
an der Schalung 26 und kann für das Positionieren und Fixieren einer Ankerschiene
25 zur Herstellung des nächsten Betonfertigteils benutzt werden. Selbstverständlich
kann auch bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 10 eine Dichtung 39, wie sie in
Fig. 9 gezeigt ist, vorgesehen werden.
1. Schalung zur Herstellung von Betonfertigteilen mit zumindest einer in dem Betonfertigteil
eingebetteten Ankerschiene (2, 25), wobei die Ankerschiene (2, 25) einen im Wesentlichen
C-förmigen Querschnitt aufweist, mit einem Schienenrücken (3, 34), an dem zur Einbettung
in das Betonfertigteil (6) vorgesehene Anker (35) angeordnet sind und einem der Schalung
(1, 26) zugewandten Längsschlitz (4, 33), dadurch gekennzeichnet, dass an der Schalung (1, 26) eine Vorrichtung zum Positionieren und Fixieren der Ankerschiene
(2, 25) vorgesehen ist, wobei die Vorrichtung für jede Ankerschiene (2, 25) mindestens
ein an der Schalung (1, 26) angeordnetes Halteelement (9, 19, 20, 37) umfasst, das
durch den Längsschlitz (4, 33) in die Ankerschiene (2, 25) ragt, wobei das Halteelement
(9, 19, 20, 37) mit der Ankerschiene (2, 25) vor dem Gießen des Betons in die Schalung
(1) verbunden ist und dass das Halteelement (9, 19, 20, 37) nach dem Aushärten des
Betons von der Ankerschiene (2, 25) lösbar und durch den Längsschlitz aus dieser entfernbar
ist.
2. Schalung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (19, 20) eine an der Schalung (1) anliegende Unterseite (17, 21)
mit einer von dieser ausgehenden Gewindebohrung (10) aufweist, und dass das Halteelement
(19, 20) mittels einer durch die Schalung (1) ragenden Schraube (12) an der Schalung
(1) befestigt ist.
3. Schalung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (9, 19) eine dem Schienenrücken (3) zugewandte Oberseite (18, 22)
aufweist, mit einer von dieser ausgehenden Bohrung (13) und dass ein durch den Schienenrücken
(3) geführtes, in die Bohrung (13) greifendes Befestigungselement (15) vorgesehen
ist.
4. Schalung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die von der Unterseite (21) ausgehende Gewindebohrung und die von der Oberseite (22)
ausgehende Bohrung eine gemeinsame Durchgangsbohrung (23) bilden.
5. Schalung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (19) kegelstumpfförmig gestaltet ist, wobei die Unterseite (17)
die Basis des Kegelstumpfes bildet.
6. Schalung nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (20) in Längsrichtung der Ankerschiene (2) länglich gestaltet ist,
und dass die Oberseite (22) des Halteelements (20) schmaler ist als die Unterseite
(21).
7. Schalung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung eine Gewindebohrung (13) ist und das Befestigungselement eine Schraube
(15) aus einem Kunststoff mit geringer Bruchfestigkeit ist.
8. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (19, 20) aus Metall, insbesondere aus einem Stahl besteht.
9. Schalung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (19, 20) aus einem Kunststoff mit hoher Bruchfestigkeit besteht.
10. Schalung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (37) eine Hammerkopfschraube (27) ist, die einen zur Einführung
in die Ankerschiene (25) vorgesehenen Kopf (30) und einen durch die Schalung (26)
geführten Schaft (28) umfasst, wobei der Schaft (28) mit einem Gewinde (29) versehen
ist, so dass auf den Schaft (28) eine Spannmutter (31) schraubbar ist.
11. Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen mit zumindest einer in dem Betonfertigteil
einzubettenden Ankerschiene (2, 25), wobei die Ankerschiene (2, 25) einen im Wesentlichen
C-förmigen Querschnitt aufweist, mit einem Schienenrücken (3,34), an dem zur Einbettung
in das Betonfertigteil (6) vorgesehene Anker (5, 35) angeordnet sind und einem der
Schalung (1, 26) zugewandten Längsschlitz (4, 33),
dadurch gekennzeichnet, dass die Ankerschiene (2, 25) an der Schalung (1, 26) positioniert und fixiert wird, wobei
mindestens ein an der Schalung angeordnetes Halteelement (9, 19, 20, 37) durch den
Längsschlitz (4, 33) in die Ankerschiene (2, 25) eingeführt wird und die Ankerschiene
mittels des Halteelementes in einer definierten Position an der Schalung (1, 26) fixiert
wird, dass dann Beton in die Schalung gegossen wird und nach Aushärten des Betons
das Halteelement (9, 19, 20, 37) von der Ankerschiene (3, 25) gelöst und durch den
Längsschlitz (4, 33) aus dieser entfernt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass durch eine Öffnung (14) im Schienenrücken (3) ein Befestigungselement (15) in eine
Bohrung (13) im Halteelement (9) gesteckt oder geschraubt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aushärten des Betons das Befestigungsmittel (15) aus der Bohrung (13) im
Halteelement (9) entfernt oder das Befestigungsmittel (15) durch Krafteinwirkung zerstört
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (37) eine Hammerkopfschraube (27) ist, die, wenn sich der Kopf (30)
innerhalb der Ankerschiene (25) befindet, um die Längsachse ihres Schaftes (28) so
weit gedreht wird, dass der Kopf (30) bezüglich seiner Längserstreckung quer zum Längsschlitz
(33) der Ankerschiene (25) liegt, und dass dann eine Spannmutter (31) auf einem Gewinde
(29) des Schaftes (28) so weit geschraubt wird, dass eine Spannkraft in die Schalung
(2) gleitet und der Kopf (30) gegen Randabschnitte (32) der Ankerschiene (25) und
letztere gegen die Schalung (26) gepresst werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Aushärten des Betons die Spannmutter (31) gelöst und der Kopf (30) der Hammerkopfschraube
(27) durch Drehung des Schaftes (28) in eine Lage gebracht wird, die es erlaubt, die
Ankerschiene (25) mit dem Betonfertigteil von der Schalung (26) abzuheben und den
Kopf durch den Längsschlitz aus der Ankerschiene zu entfernen.