[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Temperaturregulierung in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer,
welcher in seinem Scheinwerfer-Innenraum eine Anzahl von LED-Lichtquellen zur Erzeugung
von einer oder mehreren Lichtfunktionen aufweist.
[0002] Weiters betrifft die Erfindung ein Steuergerät zur Temperaturregulierung in einem
Kraftfahrzeugscheinwerfer, welcher in seinem Scheinwerfer-Innenraum eine Anzahl von
LED-Lichtquellen zur Erzeugung von einer oder mehreren Lichtfunktionen aufweist.
[0003] Außerdem betrifft die Erfindung auch noch einen Fahrzeugscheinwerfer mit einem oben
genannten Steuergerät.
[0004] Leuchtdioden (LED) haben in den letzten Jahren im Kraftfahrzeugbau zunehmend an Bedeutung
als Lichtquellen für Fahrzeugleuchten und auch für Scheinwerfer gewonnen, und LED's
kommen nun vermehrt auch in Hauptscheinwerfern zum Einsatz. Allerdings erfordern die
engen thermischen Auslegungsgrenzen von LED-Hauptscheinwerfern ein aktives Thermomanagement,
um das Überhitzen dieser Scheinwerfer zu verhindern.
[0005] Ein Überhitzen des Scheinwerfer-Innenraums hat zur Folge, dass der von den Leuchtdioden
emittierte Lichtstrom abnimmt. Bei Überschreiten einer spezifizierten Temperatur wird
weiters die Lebensdauer der LED reduziert.
[0006] Die
DE 10 2004 011 939 B4 liefert eine Lösung dieses Problems. Bei dem in diesem Dokument beschriebenen Scheinwerfer
wird, damit die LED's ihr Licht ordnungsgemäß emittieren können, mittels einer Stromsteuereinheit
basierend auf der Geschwindigkeit des Fahrzeuges der den LED's zugeführte Strom geändert.
Im Detail wird dabei der Strom reduziert, falls die Geschwindigkeit des Fahrzeuges
einen vorbestimmten Wert unterschreitet, und die Temperatur der Fahrzeugleuchte eine
vorbestimmte Temperatur übersteigt.
[0007] Die
DE 103 35 293 A1 zeigt die Leistungsreglung eines KF2-Scheinwerfers unter Berücksichtigung der Someneinstrahlung.
[0008] Die in diesem Dokument beschriebene Lösung arbeitet auf der Basis von Grenzwerten,
wobei bei Über- bzw. Unterschreiten dieser Grenzwerte durch Ändern der Stromzufuhr
die von den Leuchtdioden abgegebene Wärme reduziert und dementsprechend dafür gesorgt
wird, dass der Scheinwerfer abkühlt oder sich zumindest nicht weiter erwärmt.
[0009] Nachteilig an dieser Vorgangsweise ist allerdings, dass es relativ schwierig ist,
entsprechende Grenzwerte zu definieren, welche außerdem nicht an unterschiedliche
äußere Gegebenheiten angepasst werden können. Werden die Grenzwerte somit zu großzügig
bemessen, so kann die Stromreduzierung unter Umständen bereits zu spät erfolgen, oder
die Grenzwerte werden zu eng gesetzt, was dann oftmals in einer nicht notwendigen,
zu frühen Stromreduzierung und dementsprechend in einer nicht notwendigen Verschlechterung
des Lichtbildes resultiert.
[0010] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, die beschriebenen Nachteile zu beheben und das
Thermomanagement für LED-Scheinwerfer deutlich zu verbessern.
[0011] Diese Aufgabe wird mit einem eingangs erwähnten Verfahren dadurch gelöst, dass erfindungsgemäß
im Betrieb des Scheinwerfers laufend die aktuell dem Scheinwerfer-Innenraum zugeführte
Leistungszufuhr ermittelt wird, weiters laufend die aktuell mögliche Leistungsabgabe
aus dem Scheinwerfer-Innenraum ermittelt wird, aus der ermittelten zugeführten Leistungszufuhr
und der möglichen Leistungsabgabe eine Leistungsbilanz gebildet wird, und an Hand
der Leistungsbilanz eine Entscheidung getroffen wird, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen
für den Scheinwerfer-Innenraum durchzuführen sind.
[0012] Basierend auf der zugeführten Leistung und der aktuell möglichen Leistungsabgabe
wird entsprechend der Erfindung laufend die Entscheidung getroffen, welche Kühlstrategie
für den Scheinwerfer aktiv ist keine aktive Kühlung, Kühlung über Lüfter, Dimmen der
LEDs, Kühlung über Lüfter und zusätzliches Dimmen der LEDs. Das Dimmen kann dabei
in einer oder mehreren Stufen (auch stufenlos) erfolgen, natürlich kann entsprechend
auch der Lüfter mit unterschiedlicher Kühlleistung betrieben werden.
[0013] Im Gegensatz zu bekannten Verfahren, wo an Hand von Einzelparametern, welche über-/
unterschritten werden, entsprechende Schritte eingeleitet werden, wird bei der vorliegen-den
Erfindung permanent die Leistungsbilanz überwacht, sodass bereits lange bevor der
Scheinwerfer-Innenraum zu überhitzen beginnt, entsprechende Kühlungsmaßnahmen gesetzt
werden können. Eine Überhitzung und Schädigung der LEDs wird mit der Erfindung bereits
im Ansatz erstickt, und entsprechend können diese Maßnahme wesentlich moderater ausfallen
wie im Falle des Über-/Unterschreitens von Grenzwerten, sodass Kühlungsmaßnahme entsprechend
der Erfindung in der Regel ohne größere Beeinträchtigung des Lichtbildes vor sich
gehen.
[0014] Erfolgt die Stromreduktion erst nach Überschreiten einer Temperaturgrenze, wie dies
aus dem Stand der Technik bekannt ist, so bedeutet dies, dass erst im Nachhinein reagiert
wird und nicht bereits vorab eine Erhöhung der Temperatur verhindert wird, wie dies
bei der vorliegenden Erfindung geschieht. Die Stromreduktion bei Überschreiten einer
bestimmten Temperaturgrenze hat insbesondere in dem Fall negative Auswirkungen auf
das Lichtbild, wenn beim Losfahren der des Kraftfahrzeuges der Strom erst wieder erhöht
werden kann, wenn der Scheinwerfer weit genug abgekühlt ist.
[0015] Besonders Ziel führend ist es, wenn Wärmeregulierungsmaßnahmen dann durchgeführt
werden, wenn die Leistungsbilanz größer und/oder größer gleich Null ist. Eine positive
Leistungsbilanz führt unweigerlich zu einer Erwärmung des Innenraums des Fahrzeugscheinwerfers;
dementsprechend ist es in diesem Fall sinnvoll, geeignete Wärmeregulierungsmaßnahmen
zur Kühlung des Innenraums zu setzen.
[0016] Für den Fall, dass der Innenraum des Scheinwerfers bereits eine relativ hohe Temperatur
aufweist, die in der Nähe der vorgegebenen Maximaltemperatur für den Innenraum liegt,
kann auch vorgesehen sein, dass bei einer ausgeglichenen Leistungsbilanz oder auch
bei einer negativen Bilanz gekühlt wird, um den Temperatur abzusenken und so wieder
mehr Spielraum für entsprechende Wärmeregulierungsmaßnahmen zu bekommen.
[0017] Besonders gezielt kann gekühlt werden, wenn die Entscheidung, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen
für den Scheinwerfer-Innenraum durchzuführen sind, weiters von der Temperatur im Scheinwerfer-Innenraum
sowie von dem Ausmaß der Leistungsbilanz abhängig gemacht wird.
[0018] Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der Scheinwerfer-Innenraum gekühlt wird,
sobald die Leistungsbilanz positiv ist, damit der Scheinwerfer keine Möglichkeit hat,
sich aufzuheizen. Unter Umständen kann es aber zweckmäßig oder (noch) nicht notwendig
sein, zu kühlen, etwa wenn die Temperatur im Innenraum noch weit von der kritischen
Temperatur entfernt ist und/oder die Leistungsbilanz nur leicht positiv ist. Auch
solange sich die Temperatur im Innenraum des Scheinwerfers unter der Betriebstemperatur
befindet, sind Kühlungsmaßnahmen nicht oder nur dann notwendig, wenn eine stark positive
Leistungsbilanz vorliegt.
[0019] Als Wärmeregulierungsmaßnahme kommen das Aktivieren von zumindest einem Lüfter für
den Innenraum des Fahrzeugscheinwerfers und das Dimmen von einer, mehreren oder allen
LED-Lichtquellen in Frage.
[0020] Günstig ist es dabei, wenn bei niedrigeren Temperaturen bei einer positiven Leistungsbilanz
vorerst der oder die Lüfter aktiviert wird/werden, bevor alternativ oder zusätzlich
LED-Lichtquellen gedimmt werden. Dimmen der LED-Leuchtquellen führt zu einer Verschlechterung
des Lichtbildes; solange dies mit anderen Kühlmaßnahmen verhindert werden kann, eben
durch Aktivierung eines Lüfters, werden diese Maßnahmen gesetzt, und die Lichtquellen
erst dann zusätzlich oder alternativ gedimmt, wenn dies unbedingt notwendig erscheint.
[0021] Die Leistungsbilanz ist nicht direkt messbar und muss rechnerisch ermittelt werden.
Für diese rechnerische Ermittlung der Leistungsbilanz wird daher einerseits zur Ermittlung
der Leistungszufuhr ein Satz von für die Leistungszufuhr des Scheinwerfers relevanten
Leistungszufuhr-Parametern gemessen, andererseits wird ein Satz von für die Leistungsabgabe
des Scheinwerfers relevanten Leistungsabgabe-Parametern gemessen.
[0022] Der Satz von Leistungszufuhr-Parametern umfasst dabei zumindest einen Parameter,
welcher aus der folgenden Menge stammt: Leistungsabgabe der Lichtquellen, Temperatur
im Motorraum des Kraftfahrzeuges, Sonneneinstrahlung (die pro Fläche eingestrahlte
Energie). In modernen Personenkraftwagen kann die Sonneneinstrahlung üblicherweise
über die Klimaanlage gemessen werden, diese Werte können verwendet werden.
[0023] Der Satz von Leistungsabgabe-Parametern umfasst zumindest einen Parameter, welcher
aus der folgenden Menge stammt: Fahrzeuggeschwindigkeit, Motorraumtemperatur des Kraft
fahrzeuges, Außentemperatur, Sonneneinstrahlung, Niederschlag (Regen). Die Niederschlagsmenge
kann z.B. über einen Regensensor für die Scheibenwischerautomatik ermittelt und diese
Daten verwendet werden.
[0024] An Hand des Satzes von Leistungszufuhr-Parametern wird die dem Scheinwerfer-Innenraum
zugeführte Leistungszufuhr ermittelt, und an Hand des Satzes von Leistungsabgabe-Parametern
wird die aus dem Scheinwerfer-Innenraum abgebbare Leistungsabgabe ermittelt.
[0025] Die Ermittlung der Leistungszufuhr und der Leistungsabgabe erfolgt dabei mittels
eines mathematischen Modells des Scheinwerfers. Diese mathematische Modell umfasst
einerseits konkrete Rechenvorschriften, andererseits gehen eine Reihe von Eigenschaften
des Scheinwerfers an sich in dieses Modell ein, etwa Materialparameter wie Wärmeleitkoeffizienten,
die Dicke von Materialien, die Größe und geometrische Form von Flächen (Frontscheibe,
Gehäuse,...), die spezielle Strömungssituation im SW (Wärmeübergangskoeffizienten),
sowie z.B. die Oberflächen im Scheinwerfer für die Absorption von Sonneneinstrahlung.
[0026] Diese Parameter werden in den thermischen Übergangswiderständen zusammengefasst.
Während sich die Rechenvorschriften zwischen unterschiedlichen Scheinwerfern nicht
ändern, ändern sich natürlich diese Übergangswiderstände.
[0027] Die oben genannten Parameter bzw. Übergangswiderstände für einen Scheinwerfer werden
empirisch oder in Simulationen, z.B. durch Finite-Elemente-Simulationen ermittelt.
[0028] Zur Berechnung der Leistungszufuhr und der abgeführten Leistung wird ein mathematisches
Modell verwendet, welches aus 2 Teilen besteht, einem Teil, mit welchem die Leistungszufuhr
und einem Teil, mit welchem die Leistungsabfuhr berechnet wird.
[0029] Sofern Scheinwerfer gleich aufgebaut sind, wird auch ihr thermisches Verhalten im
Rahmen der Toleranzen gleich sein. Was die Toleranzen betrifft, sollte das Modell
auf den "worst case" ausgelegt sein, damit die theoretisch mögliche Leistungsabgabe
nicht über der tatsächlich erreichten Abgabe liegt.
[0030] Um den oder die Lüfter in kritischen temperaturkritischen Situation, auch wenn der
Scheinwerfer nicht in Betrieb ist, aktivieren zu können, ist es noch von Vorteil,
wenn die Leistungsbilanz bereits vor Inbetriebnahme und/oder nach der Außerbetriebnahme
des Scheinwerfers ermittelt wird.
[0031] Im Betrieb des Scheinwerfers erfolgt die laufende Ermittlung der Leistungsbilanz
in regelmäßigen Abständen erfolgt. Typische Zeitabstände für die Ermittlung liegen
im Bereich von ca. 100ms.
[0032] In der Regel nicht notwendig, insbesondere nicht bei kleinen Zeitabständen, aber
prinzipiell trotzdem denkbar ist es, die Zeitabstände anzupassen, beispielsweise können
die Zeitabstände bei höheren Temperaturen verringert werden, damit in kritischen Bereichen
nahe der maximal zulässigen Temperatur im Scheinwerfer-Innenraum eine höhere Auflösung
bei der Berechung der Leistungsbilanz erzielt werden kann.
[0033] Im Folgenden ist die Erfindung an Hand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
Fig.1 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugscheinwerfers in einem Vertikalschnitt,
Fig. 2 ein Flussdiagramm betreffend die Ermittlung der aus dem Scheinwerfer abgebbaren
Leistung,
Fig. 3 ein Flussdiagramm betreffend die Ermittlung der in dem Scheinwerfer zugeführten
Leistung,
Fig. 4 ein Flussdiagramm betreffend die Ermittlung der Leistungsbilanz,
Fig. 5 ein Zustandsdiagramm der möglichen Kühlungsstufen, und
Fig. 6 ein Temperaturschwellendiagramm.
[0034] Figur 1 zeigt schematisch einen Kraftfahrzeugscheinwerfer 1 mit Leuchtdioden 2, welche
in einem Gehäuse 5 des Scheinwerfers untergebracht sind. Die Leuchtdioden 2 sind auf
einem Trägerelement 4, welches einen Kühlkörper umfasst oder als solcher ausgebildet
ist, montiert. Zur Umgebung 8 hin ist das Gehäuse 5 mit einer Abdeckscheibe 6 verschlossen,
nach hinten zum Motorraum 7 weist das Gehäuse 5 einen entsprechenden Wandabschnitt
6 auf.
[0035] Zum Durchführen des Verfahrens wie im Folgenden beschrieben ist beispielweise ein
Steuergerät 100 vorgesehen, welches an Hand der relevanten Daten eine Entscheidung
trifft, welche Kühlungsmaßnahmen zu treffen sind und die entsprechenden Maßnahmen
dann veranlasst.
[0036] Die Temperatur im Scheinwerfer-Innenraum 3 ist mit Ti bezeichnet, jene der Umgebung
8 mit Tu, weiters bezeichnet Tm die Temperatur im Motorraum 7.
[0037] Der thermische Widerstand des Gehäuses ist mit RB bezeichnet, jener der Abdeckscheibe
mit RF.
[0038] Ein Überhitzen des Scheinwerfer-Innenraums hat zur Folge, dass der von den Leuchtdioden
emittierte Lichtstrom abnimmt. Bei Überschreiten einer spezifizierten Temperatur wird
weiters die Lebensdauer der LED reduziert. Ein solches Überhitzen soll mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren verhindert werden.
[0039] Dazu wird zumindest im Betrieb des Scheinwerfers laufend die aktuell dem Scheinwerfer-Innenraum
zugeführte Leistungszufuhr ermittelt wird, wie dies schematisch in Figur 2 dargestellt
ist.
[0040] Weiters wird laufend die aktuell mögliche Leistungsabgabe aus dem Scheinwerfer-Innenraum
ermittelt wird (Figur 3).
[0041] Aus der ermittelten zugeführten Leistungszufuhr und der möglichen Leistungsabgabe
wird entsprechend Figur 4 eine Leistungsbilanz ermittelt, und an Hand der Leistungsbilanz
wird eine Entscheidung getroffen, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen für den
Scheinwerfer-Innenraum (3) durchzuführen sind.
[0042] Basierend auf der zugeführten Leistung der aktuell möglichen Leistungsabgabe kann
dann entsprechend der Erfindung laufend die Entscheidung getroffen werden, welche
Kühlstrategie für den Scheinwerfer aktiv ist: keine aktive Kühlung, Kühlung über Lüfter,
Dimmen der LEDs, Kühlung über Lüfter und zusätzliches Dimmen der LEDs. Weiters können
unterschiedliche Dimmstufen vorgesehen sein, etwa dass zuerst nur das Fernlicht gedimmt
wird, anschließend auch das Abblendlicht gedimmt wird, anschließend das Fernlicht
ganz ausgeschaltet wird; die Übergänge können auch stufenlos erfolgen.
[0043] Wie Figur 2 im Detail entnommen werden kann, wird für die rechnerische Ermittlung
der Leistungsbilanz einerseits zur Ermittlung der Leistungszufuhr ein Satz von für
die Leistungszufuhr in den Innenraum des Scheinwerfers relevanten Leistungszufuhr-Parametern
gemessen. Der Satz von Leistungsaufnahme-Parametern umfasst dabei zumindest einen
Parameter, welcher aus der folgenden Menge stammt: Leistungsabgabe der Lichtquellen,
Temperatur im Motorraum des Kraftfahrzeuges, mittels welcher auf den Leistungseintrag
aus dem Motorraum geschlossen werden kann, Sonneneinstrahlung (die pro Fläche eingestrahlte
Energie). In modernen Personenkraftwagen kann die Sonneneinstrahlung üblicherweise
über die Klimaanlage gemessen werden, diese Werte können verwendet werden.
[0044] Unter Verwendung eines mathematischen Modells werden die zugeführte Leistungsbeiträge
in den Innenraum des Scheinwerfers ermittelt und aufsummiert (Figur 2).
[0045] Weiters wird ein Satz von für die Leistungsabgabe des Scheinwerfers 1 relevanten
Leistungsabgabe-Parametern gemessen.
[0046] Der Satz von Leistungsabgabe-Parametern umfasst zumindest einen Parameter, welcher
aus der folgenden Menge stammt Fahrzeuggeschwindigkeit, Motorraumtemperatur des Kraftfahrzeuges,
Außentemperatur, Sonneneinstrahlung, Niederschlag (Regen), die letzten drei Punkte
in Figur 3 zusammengefasst unter dem Begriff "Witterungsbedingungen". Die Niederschlagsmenge
kann z.B. über einen Regensensor für die Scheibenwischerautomatik ermittelt und diese
Daten verwendet werden.
[0047] An Hand des Satzes von Leistungsaufnahme-Parametern wird die dem Scheinwerfer-Innenraum
3 zugeführte Leistung mittels eines mathematischen Modells ermittelt (Figur 3). Die
Ermittlung der Leistungszufuhr und der Leistungsabgabe erfolgt dabei mittels eines
mathematischen Modells des Scheinwerfers. Diese mathematische Modell umfasst einerseits
konkrete Rechenvorschriften, andererseits gehen eine Reihe von Eigenschaften des Scheinwerfers
an sich in dieses Modell ein, etwa Materialparameter wie Wärmeleitkoeffizienten, die
Dicke von Materialien, die Größe und geometrische Form von Flächen (Frontscheibe,
Gehäuse,...), die spezielle Strömungssituation im SW (Wärmeübergangskoeffizienten),
sowie z.B. die Oberflächen im Scheinwerfer für die Absorption von Sonneneinstrahlung.
[0048] Diese Parameter werden in den thermischen Übergangswiderständen RB und RF zusammengefasst.
Während sich die Rechenvorschriften zwischen unterschiedlichen Scheinwerfern nicht
ändern, ändern sich natürlich diese Übergangswiderstände.
[0049] Die oben genannten Parameter bzw. Übergangswiderstände für einen Scheinwerfer werden
empirisch oder in Simulationen, z.B. durch Finite-Elemente-Simulationen ermittelt.
[0050] Zur Berechnung der Leistungszufuhr und der abgeführten Leistung wird ein mathematisches
Modell verwendet, welches aus 2 Teilen besteht, einem Teil, mit welchem die Leistungszufuhr
und einem Teil, mit welchem die Leistungsabfuhr berechnet wird.
[0051] Sofern Scheinwerfer gleich aufgebaut sind, wird auch ihr thermisches Verhalten im
Rahmen der Toleranzen gleich sein. Was die Toleranzen betrifft, sollte das Modell
auf den "worst case" ausgelegt sein, damit die theoretisch mögliche Leistungsabgabe
nicht über der tatsächlich erreichten Abgabe liegt.
[0052] Durch Ermitteln der Leistungszufuhr in den Scheinwerfer-Innenraum 3 kann ermittelt
werden, wie sich die aktuelle Temperatur im Innenraum entwickeln wird und es können
entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.
[0053] Die Temperatur im Innenraum ergibt sich dabei in einer einfachen Näherung wie folgt:

[0054] Der Leistungsanteil steckt dabei im Anteil dQ/dt, d.h. der pro Zeiteinheit dem Scheinwerferinnenraum
zu- bzw. abgeführten Energiemenge (Energie/Zeiteinheit).
[0055] Im Gegensatz zu bekannten Verfahren, wo an Hand von Einzelparametern, welche über-/unterschritten
werden, entsprechende Schritte eingeleitet werden, wird bei der vorliegenden Erfindung
permanent die Leistungsbilanz überwacht, sodass bereits lange bevor der Scheinwerfer-Innenraum
zu überhitzen beginnt, entsprechende Kühlungsmaßnahmen gesetzt werden können. Eine
Überhitzung und Schädigung der LEDs wird mit der Erfindung bereits im Ansatz erstickt,
und entsprechend können diese Maßnahme wesentlich moderater ausfallen wie im Falle
des Über-/Unterschreitens von Grenzwerten, sodass Kühlungsmaßnahme entsprechend der
Erfindung in der Regel ohne größere Beeinträchtigung des Lichtbildes vor sich gehen.
[0056] Besonders Ziel führend ist es, wenn Wärmeregulierungsmaßnahmen dann durchgeführt
werden, wenn die Leistungsbilanz größer und/oder größer gleich Null ist. Eine positive
Leistungsbilanz führt unweigerlich zu einer Erwärmung des Innenraums des Fahrzeugscheinwerfers;
dementsprechend ist es in diesem Fall sinnvoll, geeignete Wärmeregulierungsmaßnahmen
zur Kühlung des Innenraums zu setzen.
[0057] Figur 5 und Figur 6 zeigen, welche Entscheidung bezüglich der zu wählenden Kühlstrategie
getroffen werden können: Basierend auf der zugeführten Leistung und der möglichen
Leistungsabgabe sowie der aktuellen Scheinwerfer - Innentemperatur wird die Entscheidung
getroffen, welche Kühlstrategie aktiv ist. Dabei sind 3 Stufen möglich: Keine aktive
Kühlung; Kühlung über Lüfter; Kühlung über Lüfter und zusätzliches Dimmen. Das Diagramm
aus Figur 5 zeigt das Zustandsdiagramm für diese 3 Stufen, Figur 6 zeigt die Zusammenhänge
in Abhängigkeit von der Temperatur im Innenraum des Fahrzeugscheinwerfers.
[0058] Die Übergänge sind dabei wie folgt definiert:
Ü1: Lüfter auf volle Leistung, wenn die Temperaturreserve (TiMax - Ti_akt) im Scheinwerfer
einen 1. Grenzwert unterschreitet (TiMax - Ti_akt < dTL_Max) oder die Leistungsbilanz
ohne Dimmung und ohne aktiviertem Lüfter größer Null ist (Pzu > Pab)
Ü2: Lüfter auf reduzierte Leistung, wenn die Temperaturreserve im Scheinwerfer einen
2. Grenzwert überschreitet (TiMax-Ti_akt > dTL_MIN) und die Leistungsbilanz ohne Dimmung
und ohne aktivierten Lüfter kleiner Null ist (Pzu < Pab)
Ü3: Scheinwerfer dimmen, wenn die Temperaturreserve im Scheinwerfer einen 3. Grenzwert
unterschreitet (TiMax - Ti_akt < dTD_MAX) und die Leistungsbilanz ohne Dimmung und
ohne aktiviertem Lüfter größer oder gleich Null ist (Pzu >= Pab)
Ü4: Scheinwerfer auf volle Leistung wenn die Temperaturreserve im Scheinwerfer einen
4. Grenzwert überschreitet (TiMax - Ti_akt > dTD_MIN) oder die Leistungsbilanz oh
ne Dimmung und ohne aktiviertem Lüfter kleiner Null ist
Ü5: Scheinwerfer auf volle Leistung, wenn die Temperaturreserve im Scheinwerfer einen
5. Grenzwert unterschreitet (TiMax - Ti_akt < dTD_MINHIGH) und die Leistungsbilanz
bei aktiviertem Lüfter kleiner Null ist
Ü6: Scheinwerfer auf volle Leistung, wenn die Temperaturreserve im Scheinwerfer den
5. Grenzwert überschreitet (TiMax - Ti_akt > dTD_MIN) und die Leistungsbilanz bei
Dimmung kleiner Null (Pzu < Pab) und die Fahrzeuggeschwindigkeit größer einem festgelegten
Wert ist.
[0059] Dabei ist die Temperaturreserve die Differenz zwischen maximal erlaubter (TIMax)
und aktueller (Ti_akt) Temperatur im Scheinwerfer - Innenraum. Pzu ist die aktuell
zugeführte Leistung und Pab die abgeführte Leistung.
[0060] TD_Min stellt eine Differenz zur maximal erlaubten Temperatur TiMax dar. Das ist
insofern wichtig, da die die Temperaturgrenzen immer relativ zur maximalen Temperatur
gesehen werden, sich die maximale Temperatur aber laufend ändert abhängig von der
Leistung in den LEDs. Z.B. könnte bei voller Lichtleistung ein TiMAX von 100°C und
somit ein TD_Min von 100°C - 20°C = 80°C zulässig sein, jedoch bei gedimmtem Betrieb
ein TiMax von 110°, womit sich entsprechend ein TD_Min = 110° - 20° = 90° ergeben
würde (siehe dazu Figur 6).
[0061] Für den Fall, dass der Innenraum des Scheinwerfers bereits eine relativ hohe Temperatur
aufweist, die in der Nähe der vorgegebenen Maximaltemperatur für den Innenraum liegt,
kann auch vorgesehen sein, dass bei einer ausgeglichenen Leistungsbilanz oder auch
bei einer negativen Bilanz gekühlt wird, um den Temperatur abzusenken und so wieder
mehr Spielraum für entsprechende Wärmeregulierungsmaßnahmen zu bekommen.
[0062] Besonders gezielt kann gekühlt werden, wenn die Entscheidung, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen
für den Scheinwerfer-Innenraum 3 durchzuführen sind, weiters von der Temperatur im
Scheinwerfer-Innenraum 3 sowie von dem Ausmaß der Leistungsbilanz abhängig gemacht
wird.
[0063] Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass der Scheinwerfer-Innenraum gekühlt wird,
sobald die Leistungsbilanz positiv ist, damit der Scheinwerfer keine Möglichkeit hat,
sich aufzuheizen. Unter Umständen kann es aber zweckmäßig oder (noch) nicht notwendig
sein, zu kühlen, etwa wenn die Temperatur im Innenraum noch weit von der kritischen
Temperatur entfernt ist und/oder die Leistungsbilanz nur leicht positiv ist. Auch
solange sich die Temperatur im Innenraum des Scheinwerfers unter der Betriebstemperatur
befindet, sind Kühlungsmaßnahmen nicht oder nur dann notwendig, wenn eine stark positive
Leistungsbilanz vorliegt.
[0064] Günstig ist es dabei, wenn bei niedrigeren Temperaturen bei einer positiven Leistungsbilanz
vorerst der oder die Lüfter aktiviert wird/werden, bevor alternativ oder zusätzlich
LED-Lichtquellen gedimmt werden. Dimmen der LED-Leuchtquellen führt zu einer Verschlechterung
des Lichtbildes; solange dies mit anderen Kühlmaßnahmen verhindert werden kann, eben
durch Aktivierung eines Lüfters, werden diese Maßnahmen gesetzt, und die Lichtquellen
erst dann zusätzlich oder alternativ gedimmt, wenn dies unbedingt notwendig erscheint.
[0065] Um den oder die Lüfter in kritischen temperaturkritischen Situation, auch wenn der
Scheinwerfer nicht in Betrieb ist, aktivieren zu können, ist es noch von Vorteil,
wenn die Leistungsbilanz bereits vor Inbetriebnahme und/oder nach der Außerbetriebnahme
des Scheinwerfers ermittelt wird.
[0066] Im Betrieb des Scheinwerfers erfolgt die laufende Ermittlung der Leistungsbilanz
in regelmäßigen Abständen erfolgt. Typische Zeitabstände für die Ermittlung liegen
im Bereich von ca.100ms.
[0067] In diesem Zusammen wichtig von Bedeutung ist auch, dass die Entscheidung hinsichtlich
der Frage, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen für den Scheinwerfer-Innenraum
3 durchzuführen sind, ebenfalls laufend getroffen wird. D.h., es wird praktisch permanent
neu entschieden, welche Maßnahmen zu treffen sind, sodass rasch auf sich ändernde
Situationen reagiert werden kann.
[0068] Besonders rasch kann reagiert werden, wenn für jede ermittelte Leistungsbilanz die
Entscheidung hinsichtlich der Kühlmaßnahmen neu getroffen wird, d.h. dass - etwa bei
100 ms Abstand für die Berechnung der Leistungsbilanz - auch alle 100 ms die Entscheidung
hinsichtlich der Kühlstrategie neu "überdacht" wird.
[0069] Falls die Zeitabstände der Ermittlung der Leistungsbilanz zu kurz sind, kann aber
auch vorgesehen sein, dass nur für bestimmte ermittelte Leistungsbilanzen, z.B. für
jede 10te Leistungsbilanz, die Entscheidung neu getroffen wird.
[0070] Abschließend ist in der folgenden Tabelle zum besseren Verständnis rein exemplarisch
noch der Zusammenhang zwischen Lüfter ein - aus, voller Leistung der LEDs, und Dimmen
(Reduktion um 1 bzw. 2 Stufen) dargestellt. Gezeigt ist jeweils die Energie in Watt,
welche in den Scheinwerfer eingebracht wird, ein negatives Vorzeichen beschreibt eine
Energieabfuhr aus dem Scheinwerfer und liefert entsprechend einen Kühleffekt:
| |
|
Volle Leistung |
Dimmen Stufe 1 |
Dimmen Stufe 2 |
| Lüfter Ein |
Fahrtwind |
-30 W |
-60 W |
-63 W |
| Lüfter Aus |
Fahrtwind |
+120 W |
+98 W |
+67 W |
| Lüfter Ein |
kein Fahrtw. |
+22 W |
+1 W |
-8 W |
| Lüfter Aus |
kein Fahrtw. |
+140 W |
+110 W |
+82 W |
1. Verfahren zur Temperaturregulierung in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer (1), welcher
in seinem Scheinwerfer-Innenraum (3) eine Anzahl von LED-Lichtquellen (2) zur Erzeugung
von einer oder mehreren Lichtfunktionen aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Betrieb des Scheinwerfers laufend die aktuell dem Scheinwerfer-Innenraum (3) zugeführte
Leistungszufuhr ermittelt wird, weiters laufend die aktuell mögliche Leistungsabgabe
aus dem Scheinwerfer-Innenraum (3) ermittelt wird, aus der ermittelten zugeführten
Leistungszufuhr und der möglichen Leistungsabgabe eine Leistungsbilanz gebildet wird,
und an Hand der Leistungsbilanz eine Entscheidung getroffen wird, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen
für den Scheinwerfer-Innenraum (3) durchzuführen sind, wobei
zur Ermittlung der Leistungszufuhr ein Satz von für die Leistungszufuhr des Scheinwerfers
(1) relevanten Leistungszufuhr-Parametern gemessen wird, wobei der Satz von Leistungszufuhr-Parametern
folgende Parameter umfasst: Leistungsabgabe der Lichtquellen, Temperatur im Motorraum
des Kraftfahrzeuges, Sonneneinstrahlung,
und wobei
ein Satz von für die Leistungsabgabe des Scheinwerfers (1) relevanten Leistungsabgabe-Parametern
gemessen wird, wobei der Satz von Leistungsabgabe-Parametern folgende Parameter umfasst:
Fahrzeuggeschwindigkeit, Motorraumtemperatur des Kraftfahrzeuges, Außentemperatur,
Sonneneinstrahlung,
und wobei
an Hand des Satzes von Leistungszufuhr-Parametern die dem Scheinwerfer-Innenraum (3)
zugeführte Leistungszufuhr ermittelt wird und an Hand des Satzes von Leistungsabgabe-Parametern
die aus dem Scheinwerfer-Innenraum (3) abgebbare Leistungsabgabe ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass die Leistungsbilanz größer und/oder größer gleich Null ist, Wärmeregulierungsmaßnahmen
durchgeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Entscheidung, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen für den Scheinwerfer-Innenraum
(3) durchzuführen sind, weiters von der Temperatur im Scheinwerfer-Innenraum (3) sowie
von dem Ausmaß der Leistungsbilanz abhängig gemacht wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ermittlung der Leistungszufuhr und der Leistungsabgabe mittels eines mathematischen
Modells des Scheinwerfers erfolgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsbilanz bereits vor Inbetriebnahme und/oder nach der Außerbetriebnahme
des Scheinwerfers ermittelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die laufende Ermittlung der Leistungsbilanz in regelmäßigen Abständen erfolgt.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärmeregulierungsmaßnahme das Aktivieren von zumindest einem Lüfter für den Innenraum
des Fahrzeugscheinwerfers vorgesehen ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärmeregulierungsmaßnahme das Dimmen von einer, mehreren oder allen LED-Lichtquellen
vorgesehen ist.
9. Verfahren nach Anspruch 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass bei niedrigeren Temperaturen bei einer positiven Leistungsbilanz vorerst der oder
die Lüfter aktiviert wird/werden, bevor alternativ oder zusätzlich LED-Lichtquellen
gedimmt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Entscheidung hinsichtlich der Frage, ob und welche Wärmeregulierungsmaßnahmen
für den Scheinwerfer-Innenraum (3) durchzuführen sind, laufend getroffen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Entscheidung für jede ermittelte Leistungsbilanz oder für bestimmte ermittelte
Leistungsbilanzen neu getroffen wird/werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Satz von für die Leistungsabgabe des Scheinwerfers (1) relevanten Leistungsabgabe-Parametern
weiters den Parameter Niederschlag (Regen) umfasst.
1. A method for temperature regulation in a motor vehicle headlight (1), which in its
headlight interior (3) has a number of LED light sources (2) for generating one or
more light functions,
characterised in that
the power supply actually supplied to the headlight interior (3) is determined in
an ongoing manner during operation of the headlight, the power output actually possible
from the headlight interior (3) is also determined in an ongoing manner, a power balance
is formed from the determined supplied power supply and the possible power output,
and a decision is made on the basis of the power balance as to whether and which heat
regulation measures are to be carried out for the headlight interior (3), wherein
in order to determine the power supply, a set of power supply parameters relevant
for the power supply of the headlight (1) is measured, wherein the set of parameters
following power supply parameters comprises: power output of the light sources, temperature
in the engine compartment of the motor vehicle, solar radiation,
and wherein
a set of power output parameters relevant for the power output of the headlight (1)
is measured, wherein the set of parameters following the power output parameters comprises:
vehicle speed, engine compartment temperature of the motor vehicle, external temperature,
solar radiation,
and wherein
the power supply supplied to the headlight interior (3) is determined on the basis
of the set of power supply parameters and the power output that can be output from
the headlight interior (3) is determined on the basis of the set of power output parameters.
2. The method according to Claim 1, characterised in that, if the power balance is greater than and/or greater than or equal to zero, heat
regulation measures are carried out.
3. The method according to Claim 1 or 2, characterised in that the decision as to whether and which heat regulation measures are to be carried out
for the headlight interior (3) is also made depending on the temperature in the headlight
interior (3) and on the magnitude of the power balance.
4. The method according to one of Claims 1 to 3, characterised in that the power supply and the power output are determined by means of a mathematical model
of the headlight.
5. The method according to one of Claims 1 to 4, characterised in that the power balance is determined already before the headlight is commissioned and/or
once the headlight has been decommissioned.
6. The method according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the power balance is determined in an ongoing manner at regular intervals.
7. The method according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the activation of at least one ventilator for the interior of the vehicle headlight
is provided as heat regulation measure.
8. The method according to one of Claims 1 to 7, characterised in that the dimming of one, more, or all LED light sources is provided as heat regulation
measure.
9. The method according to Claim 7 and 8, characterised in that, at low temperatures with a positive power balance, the ventilator or ventilators
is/are activated for the time being before LED light sources are dimmed alternatively
or additionally.
10. The method according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the decision with regard to the question whether and which heat regulation measures
are to be carried out for the headlight interior (3) is made in an ongoing manner.
11. The method according to Claim 10, characterised in that the decision is made anew for each determined power balance or for certain determined
power balances.
12. The method according to one of Claims 1 to 11, characterised in that the set of power output parameters relevant for the power output of the headlight
(1) also includes the parameter constituted by precipitation (rain).
1. Procédé de régulation de la température dans un phare (1) de véhicule automobile,
qui présente dans son espace interne (3) de phare un nombre de sources lumineuses
à DEL (2) pour générer une ou plusieurs fonctions d'éclairage,
caractérisé par le fait que
pendant le fonctionnement du phare, l'alimentation en puissance fournie actuellement
à l'espace interne (3) du phare est déterminée en continu, la sortie de puissance
actuellement possible provenant de l'espace interne (3) du phare est en outre déterminée
en continu, un bilan de puissance est réalisé à partir de l'alimentation en puissance
fournie déterminée et de la sortie de puissance possible, et une décision est prise
en fonction du bilan de puissance, concernant si et quelles mesures de régulation
thermique doivent être appliquées pour l'espace interne (3) du phare, dans lequel
un ensemble de paramètres d'alimentation en puissance pertinents pour l'alimentation
en puissance du phare (1) est mesuré pour déterminer l'alimentation en puissance,
l'ensemble de paramètres d'alimentation en puissance comprenant les paramètres suivants
: sortie de puissance des sources lumineuses, température dans le compartiment moteur
du véhicule automobile, ensoleillement,
et dans lequel
un ensemble de paramètres de sortie de puissance pertinents pour la sortie de puissance
du phare (1) est mesuré, l'ensemble de paramètres de sortie de puissance comprenant
les paramètres suivants : vitesse du véhicule, température du compartiment moteur
du véhicule automobile, température extérieure, ensoleillement,
et dans lequel
l'alimentation en puissance fournie à l'espace interne (3) du phare est déterminée
en fonction de l'ensemble de paramètres d'alimentation en puissance et la sortie de
puissance apte à être livrée en sortie à partir de l'espace interne (3) du phare est
déterminée en fonction de l'ensemble de paramètres de sortie de puissance.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé par le fait que, pour le cas dans lequel le bilan de puissance est supérieur et/ou supérieur ou égal
à zéro, des mesures de régulation thermique sont appliquées.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé par le fait que la décision concernant si et quelles mesures de régulation thermique doivent être
appliquées pour l'espace interne (3) du phare est en outre rendue dépendante de la
température dans l'espace interne (3) du phare ainsi que de l'ampleur du bilan de
puissance.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que la détermination de l'alimentation de puissance et de la sortie de puissance a lieu
au moyen d'un modèle mathématique du phare.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que le bilan de puissance est déterminé déjà avant la mise en service et/ou après la
mise hors service du phare.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que la détermination continue du bilan de puissance a lieu à des intervalles réguliers.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que l'activation d'au moins un ventilateur pour l'espace interne du phare de véhicule
est prévue comme mesure de régulation thermique.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait que la variation de l'intensité lumineuse d'une, de plusieurs ou de toutes les sources
lumineuses à DEL est prévue comme mesure de régulation thermique.
9. Procédé selon l'une des revendications 7 et 8, caractérisé par le fait que, à des températures inférieures, lors d'un bilan de puissance positif, le ou les
ventilateurs est/sont activés en premier lieu, avant que l'on fasse varier l'intensité
lumineuse des sources de lumière à DEL de manière alternative ou supplémentaire.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que la décision concernant la question de savoir si et quelles mesures de régulation
thermique doivent être appliquées pour l'espace interne (3) du phare est prise en
continu.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé par le fait que la décision est prise à nouveau pour chaque bilan de puissance déterminé ou pour
certains bilans de puissance déterminés.
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisé par le fait que l'ensemble de paramètres de sortie de puissance pertinents pour la sortie de puissance
du phare (1) comprend en outre le paramètre de précipitation (pluie).