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(11) |
EP 2 165 347 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2016 Patentblatt 2016/11 |
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Anmeldetag: 02.06.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2008/056751 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/151959 (18.12.2008 Gazette 2008/51) |
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MAGNETISCHES ANTRIEBSSYSTEM FÜR EINE SCHALTEINRICHTUNG
MAGNETIC DRIVE SYSTEM FOR A SWITCHGEAR
SYSTÈME DE PROPULSION MAGNÉTIQUE POUR DISPOSITIF DE COMMUTATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
15.06.2007 DE 102007028203
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.03.2010 Patentblatt 2010/12 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Aktiengesellschaft |
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80333 München (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- VOLKMAR, Ralf-Reiner
23758 Oldenburg I. H. (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 3 332 093 US-A- 3 624 576
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DE-A1- 19 709 089
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein magnetisches Antriebssystem für eine Schalteinrichtung
der im Oberbegriff von Patentanspruch 1 angegebenen Art.
[0002] Eine derartiges bipolares Antriebssystem ist z. B. aus der
DE 197 09 089 A1 bereits bekannt. Der Anker besteht hierbei aus einem massiven magnetischen Eisenwerkstoff,
wodurch er sich kostengünstiger fertigen lässt als ein aus geschichteten Elektroblechen
zusammengesetzter Anker und häufig auch eine größere Langzeitstabilität aufweisen
wird. Dafür hat der massive Anker an sich den Nachteil, dass gegenüber Ankern aus
geschichtetem Elektroblech mehr Wirbelstromverluste auftreten und eine stärkere Remanenz
vorhanden ist, die u. a. das Lösen der Schaltkontakte beim Umschalten erschwert. Um
die Wirbelstromverluste zu reduzieren, ist der Anker mit länglichen Hohlkanälen versehen,
die aus schmalen Schlitzen bestehen und sich in Vorschubrichtung des Ankers und somit
in Richtung der magnetischen Feldlinien erstrecken. Die vorgesehenen Schlitze an den
Schmalseiten des Ankers schwächen den quaderförmigen Anker dabei über jeweils ein
Drittel seiner Querschnittsbreite und über seine gesamte Länge. Aus den Breitseiten
des Ankers sind zudem nebeneinander mehrere parallele Schlitze ausgespart, die sich
allerdings nicht über die gesamte Länge des Ankers erstrecken sondern in einem Abstand
zu den Stirnseiten des Ankers enden. Insgesamt ist die mechanische Stabilität des
Ankers aber durch die Schlitze erheblich beeinträchtigt. Deshalb ist vorgesehen, die
Stabilität des Ankers nach Einbringen der Schlitze durch Füllen derselben mit Isoliermaterial
wieder zu erhöhen. Gerade weil diese Schlitze aus technischen Gründen möglichst eng
sein sollen, ist das Auffüllen der Schlitze technisch aber entsprechend schwierig
und verteuert die Herstellung des Ankers erheblich.
Um der stärkeren Remanenz des Ankers zu begegnen, sollen die Übergänge zwischen der
Kontaktfläche des Ankers und den Jochblechen bedarfsgerecht angepasst werden können.
Eine Verminderung der Kontaktfläche führt zwar zu einem verbesserten Ansprechverhalten
im Sinne einer kürzeren Schaltzeit, muss jedoch mit dem Nachteil einer reduzierten
Haftkraft des Ankers erkauft werden. Da eine zu geringe Haftkraft des Ankers sich
jedoch nachteilig auf die Betriebssicherheit des magnetischen Antriebssystems auswirkt,
wird das bekannte Antriebssystem den konstruktiven Anforderungen bei vielen Anwendungsfällen
nicht gerecht werden können.
[0003] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein magnetisches Antriebssystem der
im Oberbegriff von Anspruch 1 angegebenen Art dahingehend weiterzuentwickeln, dass
die Stabilität des Ankers durch dessen Gestaltung zur Reduzierung der Wirbelstromverluste
nicht übermäßig reduziert ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Patentanspruch 1 gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0006] Das erfindungsgemäße magnetische Antriebssystem für eine Schalteinrichtung umfasst
ein Magnetjoch, in dem ein massiver Anker aus magnetischem Werkstoff zwischen zwei
entgegen gesetzten Endlagen linear schiebegeführt ist, und wenigstens einen Permanentmagneten
zur Erzeugung eines magnetischen Flusses in dem Magnet joch und wenigstens eine Spule,
durch die der Anker zwischen seinen Endlagen hin- und her bewegbar ist, wobei der
Anker zur Vermeidung von Wirbelstromverlusten mit länglichen Kanälen versehen ist
und die Kanäle im Anker an ihrem Umfang umlaufend geschlossen sind.
[0007] Durch die Anordnung von umlaufend geschlossenen Kanälen (Hohlkanälen) im Anker wird
auf einfache Weise erreicht, dass die Stabilität des Ankers kaum beeinträchtigt wird.
Somit kann das technisch aufwändige Füllen der Kanäle entfallen.
[0008] Vorzugsweise bestehen die in den Anker eingebrachten Kanäle aus Bohrungen mit relativ
geringem Hohlquerschnitt. Solche Bohrungen müssen nicht zwingend kreisrund sein, sondern
können auch z. B. einen ovalen Querschnitt aufweisen. Möglichst sollte der Hohlquerschnitt
aber so gestaltet sein, dass an der den Hohlquerschnitt begrenzende Umfangswand keine
scharfen Ecken vorhanden sind.
[0009] Bei nachträglich in den Ankerblock eingebrachten Bohrungen ist es aber vorteilhaft,
wenn die Bohrungen kreisrund sind, weil sie sich dann kostengünstig mit Drillbohrern
erzeugen lassen.
[0010] Vor der technischen Wirkung her und auch fertigungstechnisch ist es günstig, wenn
die Bohrungen im Anker gerade Durchgangsbohrungen sind. Alternativ können die Bohrungen
als Sacklochbohrungen ausgebildet sein, die von beiden Seitenflächen aus gebohrt werden.
[0011] Die technische Wirkung eines Spalts im Hinblick auf die Reduzierung der Wirbelstromverluste
lässt sich näherungsweise erreichen, wenn mehrere Kanäle des Ankers mit geringem Abstand
zu einer Lochreihe oder zu mehreren Lochreihen aneinandergereiht sind. Mehrere Lochreihen
werden dabei zweckmäßig parallel zueinander jeweils entlang einer geraden Linie ausgerichtet.
[0012] Besonders wirkungsvoll ist es, wenn die von den Ankerführungsstangen durchdrungenen
Stirnseiten des Ankerblocks über mindestens eine Lochreihe oder mehrere, insbesondere
zwei, drei oder vier parallele Lochreihen von Durchgangslöchern verbunden sind, die
parallel zu den Breitseiten des Ankers nahe dem Loch der Ankerführungsstange verlaufen.
Mittig zwischen diesen Lochreihen kann mindestens eine weitere Lochreihe oder mehrere,
insbesondere zwei, drei oder vier Lochreihen vorgesehen werden, die sich entlang der
Mittellängsebene des Ankers zwischen dessen Schmalseiten erstreckt bzw. erstrecken.
[0013] Eine weitere technische Verbesserung wird erzielt, wenn auch die Breitseiten des
Ankerblocks über mehrere Reihen weitgehend von Durchgangsbohrungen perforiert sind.
Hier können neben der Querebene der Ankerführungsstange zwei Felder mit Bohrungsreihen
angeordnet werden. Sind zwei Ankerführungsstangen in entgegen gesetzten Sacklochbohrungen
des Ankers befestigt, so kann ein zwischen den Sacklochenden verbleibender Ankerbereich
mit Vollmaterial zusätzlich noch für eine zentrale Anordnung einer Durchgangsbohrung
genutzt werden.
[0014] Der in allen drei Raumrichtungen von Bohrungen durchsetzte Ankerblock sorgt neben
der Reduzierung der Wirbelstromverluste auch bereits für eine deutliche Herabsetzung
der Remanenzneigung. Die Verminderung der Remanenz wird nochmals größer, wenn auch
die mit den Anschlagflächen des Ankers zusammenwirkenden Gegenflächen von jeweils
einer oder von jeweils mehreren Lochreihen perforiert sind.
[0015] Das Magnetsystem hat insgesamt gegenüber dem bekannten System mit Schlitzen als Hohlkanäle
den Vorteil, dass die Ausbildung von Wirbelströmen in allen drei Achsrichtungen behindert
und somit reduziert wird. Die Betriebssicherheit bleibt dabei nahezu ungeschmälert
erhalten, da sich die Haftkraft bei gleicher Gesamtinduktion nur unwesentlich reduziert
und gleichzeitig die Remanenzinduktion des Magnetkreises absinkt. Letzterer Effekt
beruht im Wesentlichen darauf, dass die magnetische Induktion im Anker lediglich lokal
gezielt in den Sättigungsbereich hinein erhöht und dadurch die lokale Permeabilität
abgesenkt wird. Infolge der zahlreichen Kanäle im Anker ist zudem die Ankermasse geringer,
so dass sich insgesamt eine geringere Remanenz verbunden mit verbesserten dynamischen
Eigenschaften des Ankers bzw. des gesamten Magnetsystems ergibt.
[0016] Weitere zweckmäßige Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels unter Bezug auf die Figuren der Zeichnung
zu entnehmen, wobei einander entsprechende Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen
sind.
[0017] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Tragstruktur eines magnetischen Antriebssystems in perspektivischer Schrägansicht,
- Fig. 2
- einen Anker der Tragstruktur in perspektivischer Einzelansicht schräg von links,
- Fig. 3
- den Anker der Tragstruktur in perspektivischer Einzelansicht schräg von rechts,
- Fig. 4
- eine Frontalansicht einer Schmalseite des separaten Ankerblocks,
- Fig. 5
- eine Frontalansicht einer Breitseite des separaten Ankerblocks,
- Fig. 6
- einen Schnitt durch den Ankerblock gemäß der Schnittlinie VI-VI in Fig. 5 und
- Fig. 7
- eine Frontalansicht einer Stirnseite des separaten Ankerblocks.
[0018] In Figur 1 ist eine tragende Struktur 1 eines nicht in der Gesamtheit dargestellten
permanentmagnetischen Antriebssystems zur Betätigung einer Schalteinrichtung zu sehen.
Diese Struktur 1 umfasst einen quaderförmigen Rahmen, der aus zwei Magnet jochen 2
und 3 unter Zwischenfügung von zwei Lagerplatten 4 und 5 zusammengesetzt ist. Beide
Magnetjoche 2 und 3 sind spiegelsymmetrisch gestaltet und besitzen an den beiden Enden
jeweils um 90 Grad abgewinkelte Jochschenkel, so dass sie hinsichtlich ihrer Grundform
etwa U-förmig gestaltet sind. Die planen Endflächen der gegeneinander gerichteten
Jochschenkel der Magnet joche 2 und 3 liegen oben flächig an der zugewandten Seitenfläche
der Lagerplatte 4 und unten an der zugewandten Seitenfläche der Lagerplatte 5 an,
wobei die korrespondierenden Jochschenkel über die Lagerplatten 4 bzw. 5 miteinander
verbunden sind. Im Mittelbereich zwischen den Jochschenkeln ragt von den Magnet jochen
2 und 3 jeweils ein vorspringender Polschenkel ab, wobei die einander gegenüberliegenden
Polschenkel entsprechend den Jochschenkeln gegeneinander gerichtet sind. Auf den einander
mit Abstand gegenüberliegenden Enden der Polschenkel sind plattenförmige Permanentmagnete
6 bzw. 7 befestigt.
[0019] Zwischen den planparallelen Permanentmagneten 6 und 7 liegt mit geringem Abstand
zu diesen ein quaderförmiger Anker 8 im Jochrahmen, der in der gezeichneten Position
an der Lagerplatte 5 aufliegt. Der Anker 8 umfasst auch zwei Ankerführungsstangen
9 die mittig von der Oberseite bzw. der Unterseite des Ankerblocks abstehen und geometrisch
koaxial zueinander angeordnet sind. Die Ankerführungsstangen 9 durchsetzen eine Lagerbohrung
10 in der ihnen zugeordneten Lagerplatte 4 bzw. 5 mit wenig Umfangsspiel und stehen
mit einem Endbereich aus der Lagerbohrung 10 ihrer Lagerplatte 4 bzw. 5 heraus, so
dass der Anker 8 mittels der Führungsstangen 9 vertikal linear schiebegeführt ist.
Der Jochrahmen wäre im Zusammenbau noch mit zwei Spulen den Polschenkeln und den Jochschenkeln
versehen, durch deren Magnetfeld der Anker 8 bei entsprechender Polrichtung nach Überwindung
seiner Anhaftung an der Lagerplatte 5 in seine obere Endlage verschoben würde, in
der sein Vorschub durch Anschlagen an der Unterseite der Lagerplatte 4 begrenzt würde.
Nach Umkehrung der Polrichtung des Magnetfeldes würde er nach Überwindung der Anhaftung
durch Magnetkräfte wieder nach unten in die gezeigte Endlage auf die Lagerplatte 5
niedergedrückt und in der Anlagestellung gehalten. Die Wirkungsweise solcher Magnetantriebe
ist als solche bekannt, so dass hier auf weitergehende Erläuterungen verzichtet wird.
[0020] Die Magnetjoche 2 und 3 bestehen hier aus einer Vielzahl dünner Jochbleche, die zu
dem gezeigten, dicken Jochblechstapel gefügt sind. Demgegenüber bestehen der Anker
8 sowie die Lagerplatten 4 und 5 aus Blöcken ferromagnetischen Materials bekannter
Art, insbesondere aus einer entsprechenden Eisenlegierung.
[0021] Zur Reduzierung der Wirbelstromverluste und der Remanenz des Ankers 8 sowie der Lagerplatten
4 und 5 sind in den massiven Block des Ankers 8 eine Vielzahl von Kanälen (Hohlkanälen)
11, 12 und 13 integriert, die hier einen übereinstimmenden Durchmesser von 2 mm bis
3 mm aufweisen, alle als Durchgangsbohrungen ausgebildet sind und sich nur hinsichtlich
ihrer Länge unterscheiden, da sie den Block des Ankers 8 in unterschiedlichen Richtungen
durchsetzen. Die Kanäle 11, 12 und 13 können alternativ auch als Sacklochbohrungen
ausgebildet sein, die von beiden Seitenflächen aus gebohrt werden.
[0022] Wie in Verbindung mit den Figuren 2 und 3 deutlicher zu erkennen ist, gehen die Kanäle
11 von der oberen Stirnseite des Ankers 8 aus, verlaufen parallel zur Mittellängsachse
der Ankerführungstangen 9 und somit rechtwinklig zur planen Stirnseite bis sie auf
der gegenüberliegenden Stirnseite münden. Dabei sind zwei Reihen mit jeweils sechs
Kanälen 11 vorhanden, wobei die Kanäle 11 in jeder der beiden Reihen jeweils einen
Abstand von ca. 4 mm zum benachbarten Kanal 11 aufweisen. Diese Reihen verlaufen parallel
zu den langen Seitenkanten der Stirnseiten und auf entgegen gesetzten Seiten einer
mittig in auf der Stirnseite angeordnete Sacklochbohrung 14 mit Innengewinde, in welche
die Ankerführungsstange 9 hineingedreht ist. Quer zu diesen Kanälen 11 sind die Kanäle
12 angeordnet, die von einer Schmalseite des Ankers 8 ausgehen und auf der gegenüberliegenden
Schmalseite des Ankers 8 münden. Diese insgesamt fünf Kanäle 12 bilden eine gerade
Reihe, die mittig zwischen den langen Seitenkanten der Schmalseite angeordnet ist,
wie in Verbindung mit Figur 4 zweifelsfrei zu sehen ist. Diese Kanäle 12 verlaufen
dadurch aber auch mittig zwischen den beiden Reihen mit den Kanälen 11 und durchdringen
auch die Anordnungsebene der Ankerführungsstangen 9. Falls keine Schwächung der Bohrungswand
der Sacklochbohrungen 14 erfolgen soll, können die Kanäle 12 deshalb alternativ auch
als Sacklochbohrungen ausgebildet sein und in einem Abstand vor der Sacklochbohrung
14 enden. Solche Sacklochbohrungen als Kanäle 12 sollten dann möglichst im gleichen
Abstand von der Sacklochbohrung 14 enden wie der seitliche Abstand der Kanäle 11 auf
der Stirnseite des Ankers 8. Dieser Abstand ist in der frontalen Draufsicht gemäß
Figur 7 gut zu erkennen. In diesem Fall müssten die Kanäle 12 aber von den entgegen
gesetzten Stirnseiten aus gebohrt werden, was einen entsprechenden Mehraufwand bei
der Herstellung des Ankers 8 zur Folge hätte.
[0023] Ebenfalls quer zu den Kanälen 11 und in erheblich größerer Anzahl sind die Kanäle
13 eingebracht, die sich alle rechtwinklig zur Längsmittelebene des Ankers 8 erstrecken.
Dabei gehen die Kanäle 13 von einer Breitseite des Ankers 8 aus und münden in die
gegenüberliegende Breitseite ein. Das Lochbild auf der Breitseite umfasst dabei zwei
rechteckige Lochfelder, die aus drei parallelen Reihen mit jeweils sechs Hohlkanälen
13 bestehen, wobei die Hohlkanäle 13 in der Reihe und seitlich einen übereinstimmenden
Abstand voneinander aufweisen. Diese Lochfelder liegen beidseitig eines Mittelbereichs
des Ankers 8, in dem die Ankerführungsstangen 9 angeordnet sind.
[0024] Zwischen den beiden Lochfeldern aus Hohlkanälen 13 ist zusätzlich zentral ein einzelner
Kanal 13' angeordnet, der ebenfalls eine die Breitseiten verbindende Durchgangsbohrung
bildet. Wie aus der Frontalansicht nach Figur 5 in Verbindung mit der Schnittdarstellung
nach Figur 6 zu ersehen ist, passiert der Hohlkanal 13' hierbei einen Vollmaterialbereich
des Ankerblocks, der zwischen den Enden der beiden Sacklochbohrungen 14 verblieben
ist. Somit wird die Stabilität des Ankers 8 durch den Kanal 13' nicht nennenswert
beeinträchtigt.
[0025] Neben den Kanälen im Anker 8 befinden sich auch in den Lagerplatten 4 und 5 Kanäle
15, die sich achsparallel zu den Kanälen 11 erstrecken. Von den Kanälen (Hohlkanälen)
15 sind zwei Reihen mit jeweils sechs Kanälen 15 vorhanden, die vorzugsweise kongruent
zu den Kanälen 11 im Anker 8 angeordnet sind.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Struktur
- 2
- Magnetjoch
- 3
- Magnetjoch
- 4
- Lagerplatte
- 5
- Lagerplatte
- 6
- Permanentmagnet
- 7
- Permanentmagnet
- 8
- Anker
- 9
- Ankerführungsstangen
- 10
- Lagerbohrung
- 11
- Kanal (Hohlkanal) Anker
- 12
- Kanal (Hohlkanal) Anker
- 13
- Kanal (Hohlkanal) Anker
- 13'
- Kanal (Hohlkanal) Anker
- 14
- Sacklochbohrung
- 15
- Kanal (Hohlkanal) Lagerplatte
1. Magnetisches Antriebssystem für eine Schalteinrichtung mit einem Magnetjoch (2, 3),
in dem ein massiver Anker (8) aus magnetischem Werkstoff zwischen zwei entgegengesetzten
Endlagen linear schiebegeführt ist, mit wenigstens einem Permanentmagneten (6, 7)
zur Erzeugung eines magnetischen Flusses in dem Magnetjoch (2, 3) und mit wenigstens
einer Spule, durch die der Anker (8) zwischen seinen Endlagen hin- und her bewegbar
ist, wobei der Anker (8) zur Vermeidung von Wirbelstromverlusten mit länglichen Kanälen
(11, 12, 13, 13') versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanäle (11, 12, 13, 13') im Anker (8) an ihrem Umfang umlaufend geschlossen sind.
2. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanäle (11, 12, 13, 13') des Ankers (8) aus Bohrungen bestehen.
3. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanäle (11, 12, 13, 13') des Ankers (8) Durchgangsbohrungen oder Sacklochbohrungen
sind.
4. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere umlaufend geschlossene Kanäle (11, 12, 13, 15) des Antriebssystems zu einer
Lochreihe aneinandergereiht sind.
5. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
mehrere von Kanälen (11, 12, 13, 15) gebildete Lochreihen parallel zueinander verlaufen.
6. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
die von Ankerführungsstangen (9) durchsetzten Stirnseiten des quaderförmigen Ankers
(8) mit mindestens einer Lochreihe von Kanälen (11) versehen sind.
7. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Anker (8) quer zu seiner Vorschubrichtung von einer Kanalanordnung durchsetzt
ist.
8. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanalanordnung mindestens eine mittig entlang den Schmalseiten des Ankers (8)
verlaufende Reihe von Kanälen (12) aufweist.
9. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Kanalanordnung zwei seitlich auf den Breitseiten des Ankers (8) in einem Abstand
voneinander angeordnete Lochfelder umfasst, die jeweils aus mehreren von Kanälen (13)
gebildeten Lochreihen zusammengesetzt sind.
10. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Breitseiten des Ankers (8) mittig über einen zentralen Kanal (13') miteinander
verbunden sind, der zwischen Sacklochbohrungen (14) zur Aufnahme der Ankerführungsstangen
(9) im Vollmaterial des Ankers (8) verläuft.
11. Magnetisches Antriebssystem nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mit den Anschlagflächen des Ankers (8) zusammenwirkenden Gegenflächen am Jochkreis
mindestens eine Lochreihe mit Kanälen (15) aufweisen.
1. Magnetic drive system for a switching device having a magnet yoke (2, 3) in which
a solid armature (8) composed of magnetic material is guided such that it can move
linearly between two opposite limit positions, having at least one permanent magnet
(6, 7) for production of a magnetic flux in the magnet yoke (2, 3), and having at
least one coil, by means of which the armature (8) can be moved backward and forward
between its limit positions, wherein the armature (8) is provided with elongated channels
(11, 12, 13, 13') in order to prevent eddy current losses,
characterized in that
the channels (11, 12, 13, 13') in the armature (8) are closed all the way round on
their circumference.
2. Magnetic drive system according to Claim 1,
characterized in that
the channels (11, 12, 13, 13') in the armature (8) comprise holes.
3. Magnetic drive system according to Claim 2,
characterized in that
the channels (11, 12, 13, 13') in the armature (8) are through-holes or blind holes.
4. Magnetic drive system according to Claim 1,
characterized in that
a plurality of channels (11, 12, 13, 15), which are closed all the way round, in the
drive system are arranged in a row to form a row of holes.
5. Magnetic drive system according to Claim 4,
characterized in that
a plurality of rows of holes which are formed by channels (11, 12, 13, 15) run parallel
to one another.
6. Magnetic drive system according to Claim 5,
characterized in that
the end faces of the cuboid armature (8) through which armature guide rods (9) pass
are provided with at least one row of holes of channels (11).
7. Magnetic drive system according to Claim 2,
characterized in that
a channel arrangement passes through the armature (8), transversely with respect to
its forward-movement direction.
8. Magnetic drive system according to Claim 7,
characterized in that
the channel arrangement has at least one row of channels (12) running centrally along
the narrow faces of the armature (8).
9. Magnetic drive system according to Claim 7,
characterized in that
the channel arrangement has two hole arrays which are arranged at a distance from
one another at the side on the broad faces of the armature (8) and each comprise a
plurality of rows of holes formed by channels (13).
10. Magnetic drive system according to Claim 7,
characterized in that
the broad faces of the armature (8) are connected to one another centrally via a central
channel (13') which runs between blind holes (14) for holding the armature guide rods
(9) in the solid material of the armature (8).
11. Magnetic drive system according to Claim 1,
characterized in that
the opposing surfaces on the yoke circuit which interact with the stop surfaces of
the armature (8) have at least one row of holes with channels (15).
1. Système magnétique d'entraînement d'un dispositif de commutation, comprenant une culasse
(2, 3) magnétique dans laquelle une armature (8) massive en matériau magnétique est
guidée en déplacement linéaire entre deux positions d'extrémité opposées, comprenant
au moins un aimant (6, 7) permanent de production d'un flux magnétique dans la culasse
(2, 3) magnétique et au moins une bobine par laquelle l'armature peut aller et venir
entre ses positions d'extrémité, l'armature (8) étant, pour empêcher des pertes par
courant de Foucault, pourvue de canaux (11, 12, 13, 13') oblongs,
caractérisé en ce que
les canaux (11, 12, 13, 13') sont fermés tout autour dans l'armature (8) sur son pourtour.
2. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que les canaux (11, 12, 13, 13') de l'armature (8) sont constitués de trous.
3. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que les canaux (11, 12, 13, 13') de l'armature (8) sont des trous traversant ou des trous
borgnes.
4. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que plusieurs canaux (11, 12, 13, 15) fermés tout autour du système d'entraînement sont
rangés les uns à côtés des autres en une rangée de trous.
5. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 4,
caractérisé en ce que plusieurs rangées de trous formés de canaux (11, 12, 13, 15) s'étendent parallèlement
les unes aux autres.
6. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 5,
caractérisé en ce que les faces frontales, traversées par des tiges (9) de guidage de l'armature, de l'armature
(8) parallélépipédique sont pourvues d'au moins une rangée de trous de canaux (11).
7. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 2,
caractérisé en ce que l'armature (8) est traversée transversalement à sa direction d'avance par un agencement
de canal.
8. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que l'agencement de canal a au moins une rangée de canaux (12) s'étendant au milieu le
long des petites faces de l'armature (8).
9. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que l'agencement de canal comprend deux champs de trous, qui sont disposés à distance
l'un de l'autre latéralement sur les grandes faces de l'armature (8) et qui sont composés
respectivement de plusieurs rangées de trous formés de canaux (13).
10. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 7,
caractérisé en ce que les grandes faces de l'armature (8) sont reliées entre elles au milieu par un canal
(13') central, qui s'étend dans le matériau plein de l'armature (8) entre des trous
(14) borgnes de réception des barres (9) de guidage de l'armature.
11. Système magnétique d'entraînement suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que les surfaces antagonistes du circuit de culasse coopérant avec les surfaces de butée
de l'armature (8) ont au moins une rangée de trous ayant des canaux (15).
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