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(11) |
EP 2 166 187 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2016 Patentblatt 2016/11 |
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Anmeldetag: 17.09.2009 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Fenster oder Tür
Window or door
Fenêtre ou porte
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
23.09.2008 DE 202008012652 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.03.2010 Patentblatt 2010/12 |
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Patentinhaber: SCHÜCO International KG |
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33609 Bielefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Wilker, Burkhard
32760 Detmold (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
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Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2004/063511 DE-A1- 19 603 768 SI-A- 21 238
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DE-A1- 10 113 784 DE-U1-202006 014 591 US-A1- 2007 068 082
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tür nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Es gibt automatische Beschläge, die mittels Elektromotoren Fenster in eine Kippstellung
öffnen oder schließen. Solche Fenster können über motorisch betriebene Verriegelungselemente
auch gesichert werden. Allerdings ist die Öffnungsbewegung auf die Kippstellung beschränkt.
Eine Öffnung des Fensters durch Drehen um eine vertikale Achse ist nicht möglich.
[0003] Die
DE 101 13 784 offenbart einen Fenster- oder Türaufbau, bei dem in einem Rahmen ein beweglich angebrachter
Flügel vorgesehen ist, der durch Steuerungsbewegungen in verschiedene Positionen relativ
zum Rahmen bewegt werden kann. Hierfür sind eine Vielzahl von Beschlagsmodulen vorgesehen,
die die einzelnen Halte- und Bewegungsfunktionen erfüllen.
[0004] Die
US 2007/0068082 offenbart ein Dreh-Kipp-Fenster mit einem Beschlag, der elektromechanische Funktionselemente
aufweist. Über diese Funktionselemente kann gesteuert werden, ob ein Flügel gedreht
oder gekippt wird.
[0005] Schließlich offenbart die
DE 20 2006 014 591 einen motorischen Antrieb für einenschwenkbaren Flügel, bei dem ein Antriebsgehäuse
außen auf einem Blendrahmen festgelegt ist. Aus dem Antriebsgehäuse steht eine Kette
hervor, um den Flügel in eine Öffnungs- oder Schließposition zu bewegen.
[0006] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Fenster oder eine Tür zu schaffen,
die einen automatisch bewegbaren Flügel mit einer erweiterten Funktionalität aufweist.
[0007] Diese Aufgabe wird mit einem Fenster oder einer Tür mit den Merkmalen des Anspruches
1 gelöst.
[0008] Erfindungsgemäß ist der Flügel über eine schaltbare Dreh-Kipp-Lagerung am Blendrahmen
gelagert, wobei der Flügel über einen Antrieb sowohl um eine horizontale Achse in
eine geöffnete Kippstellung als auch um eine vertikale Achse in eine Drehöffnungsstellung
bewegbar ist. Dadurch kann der Benutzer entscheiden, ob der Flügel in eine Kippstellung
oder eine Drehöffnungsstellung gebracht wird. Hierfür wird lediglich die Dreh-Kipp-Lagerung
entsprechend geschaltet, so dass die Öffnungsbewegung des Flügels vorgegeben ist.
Über den Antrieb kann dann der Flügel entsprechend geöffnet und geschlossen werden.
Mit nur wenigen Bauteilen kann somit eine erhöhte Funktionalität erreicht werden.
[0009] Gemäß der Erfindung ist die Dreh-Kipp-Lagerung in der geschlossenen Position des
Flügels über eine Steuerung schaltbar, um den Flügel entweder in eine Kippstellung
oder eine Drehöffnungsstellung zu bewegen. Dabei kann die Steuerung sowohl im Fenster
oder der Tür integriert sein als auch beabstandet angeordnet sein.
[0010] Ferner sind zur Lagerung des Flügels mindestens ein Dreh-Kipp-Ecklager und zwei schaltbare
Fingerriegel vorgesehen. Dadurch können auch größere Flügel mit höherem Gewicht sicher
gelagert werden, wobei dann einerseits eine Lagerung an dem Dreh-Kipp-Ecklager und
andererseits an einem der Fingerriegel erfolgt. Die Fingerriegel sind hierfür über
einen Antrieb zwischen einer Eingriffsposition und einer Nicht-Eingriffsposition bewegbar.
Die Fingerriegel können dabei als Zapfen ausgebildet sein, die am Blendrahmen oder
Flügelrahmen eine horizontale Drehachse oder eine vertikale Drehachse für den Flügel
ausbilden.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung umfasst der Antrieb für den Flügel
eine auf Zug und Druck belastbare Kette. Dadurch kann sowohl die Öffnungsbewegung
als auch die Schließbewegung durch die Kette bewirkt werden. Die Kette kann dabei
in eine Richtung biegbar ausgebildet sein, so dass sie zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen
oder in einem Rahmenprofil untergebracht werden kann. Ferner kann der Antrieb für
den Flügel ein Gehäuse umfassen, das am Flügel- und/oder Blendrahmen verdeckt liegend
ebenfalls zwischen Blendrahmen und Flügelrahmen oder zumindest teilweise in einem
Rahmenprofil festgelegt ist. Dies ermöglicht eine kompakte Bauweise, wobei Betätigungselemente
in Form von Tasten auch beabstandet von Fenster oder Tür eingesetzt werden können.
Ein drehbarer Griff muss nicht am Flügel vorgesehen sein, kann aber natürlich ebenfalls
zum Schalten aller Funktionen des Fensters oder der Tür, wie Öffnen, Schließen und
Verriegeln, eingesetzt werden.
[0012] Vorzugsweise ist eine von außen nicht sichtbare integrierte Steuerung vorgesehen,
mittels der die Dreh-Kipp-Lagerung, die Verriegelungen und der Antrieb für den Flügel
betätigbar sind. Die Steuerung kann dabei mit weiteren Sensoren, wie Rauchmeldern,
Alarmschaltern oder Zeitschaltern gekoppelt sein.
[0013] Um die Einbruchshemmung zu erhöhen, kann mittels der Steuerung mindestens ein Riegel
zum Verriegeln des Flügels in der geschlossenen Position betätigt werden. Ferner können
Sensoren zur Positionserfassung des Flügels vorgesehen sein, die eine Manipulation
oder Fehlbetätigung verhindern.
[0014] Um die Öffnungsbewegung in jedem Fall sicherzustellen, beispielsweise auch bei anstehendem
Winddruck, kann ein Federelement zum Vorspannen des Flügels in eine geöffnete Position
vorgesehen sein. Auch das Federelement kann verdeckt liegend zwischen Blendrahmen
und Flügel angeordnet sein.
[0015] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen Blendrahmen und Flügel
eine Sicherungsschere zur Begrenzung der maximalen Kipp-Öffnungsstellung des Flügels
vorgesehen, so dass auch bei einem Ausfall des Antriebes die Öffnungsposition des
Flügels begrenzt wird. Ebenfalls wird der Flügel bei Ausfall der Fingerriegel gehalten.
[0016] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figuren 1A und 1B
- zwei Ansichten eines erfindungsgemäßen Fensters mit seitlichem Antrieb;
- Figuren 2A bis 2C
- mehrere Ansichten eines erfindungsgemäßen Fensters mit einem Antrieb an der Oberseite;
- Figur 3
- eine schematische Draufsicht auf ein Fenster oder eine Tür;
- Figur 4
- eine Detailansicht eines Fingerriegels des Fensters der Figur 3, und
- Figur 5
- eine Ansicht auf einen weiteren Fingerriegel des Fensters der Figur 3.
[0017] Ein Fenster 1 oder eine Tür umfasst einen Blendrahmen 2 in dem ein Flügel 3 aufgenommen
ist. Der Flügel 3 ist über einen Antrieb 12 in eine geöffnete Position bewegbar, wobei
der Antrieb 12 eine Kette 25 umfasst, die auf Zug und Druck belastbar ist.
[0018] Bei dem Ausführungsbeispiel der Figuren 1A und 1B ist der Antrieb 12 an einem vertikalen
Profil eines Flügelrahmens des Flügels 3 festgelegt. Die Kette 25 ist am Ende an einem
vertikalen Profil des Blendrahmens 2 gelagert, so dass bei einer entsprechenden Druckbelastung
der Flügel 3 in eine geöffnete Stellung bewegbar ist. Abhängig von der Position einer
Dreh-Kipp-Lagerung wird der Flügel 3 entweder um eine vertikale Achse 7 gedreht (Figur
1A) oder um eine horizontale Achse 5 (Figur 1B) in eine Kippstellung bewegt.
[0019] Bei dem in den Figuren 2A bis 2C gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Antrieb 12
statt in einem oberen Bereich eines vertikalen Profils an einem oberen horizontalen
Profil eines Flügelrahmens des Flügels 3 montiert. Die Kette 25 überbrückt den Weg
zwischen Antrieb 12 und einem oberen horizontalen Profil des Blendrahmens 2. Auch
hier ist der Flügel 3 wahlweise um eine vertikale Achse 7 oder horizontale Achse 5
drehbar. In der Kippstellung (Figuren 2B und 2C) ist der maximale Öffnungsweg L der
Kette 25 vorzugsweise in einem Bereich von 400 bis 800 mm.
[0020] In Figur 3 ist eine schematische Draufsicht eines Fensters 1 entsprechend dem Ausführungsbeispiel
der Figuren 2A bis 2C gezeigt. Das Fenster 1 umfasst ein Dreh-Kipp-Ecklager 8, so
dass der Flügel 3 wahlweise um die vertikale Achse 7 oder horizontale Achse 5 drehbar
ist. Die entsprechenden Öffnungsstellungen werden durch ein Dreieck 4 für die Kippstellung
und ein Dreieck 6 für die Drehöffnungsstellung symbolisiert.
[0021] Zur Lagerung des Flügels 3 ist ferner ein elektromotorisch angetriebener Fingerriegel
9 vorgesehen, der im oberen Bereich an einer Seite des Flügels 3 vorgesehen ist und
bei einer Eingriffsstellung eine Drehachse des Flügels 3 ausbildet. In der Eingriffsstellung
ist eine Verbindung zwischen Blendrahmen 2 und Flügel 3 durch den Fingerriegel 9 hergestellt.
Um den Flügel 3 auch in eine Kippstellung bringen zu können, kann der Fingerriegel
9 in eine Nicht-Eingriffsstellung gebracht werden, so dass sich der Flügel 3 um die
horizontale Achse 5 verschwenken lässt.
[0022] Ferner ist zur Lagerung des Flügels 3 ein zweiter Fingerriegel 14 im unteren Bereich
des Flügels 3 vorgesehen, der ebenfalls elektromotorisch angetrieben ist. Bei einer
Eingriffsstellung des Fingerriegels 14 bildet dieser eine horizontale Achse aus, um
den Flügel 3 in eine Kippstellung zu bringen. Die Fingerriegel 9 und 14 werden dabei
reziprok geschaltet, so dass zum Öffnen des Flügels 3 jeweils nur einer der Fingerriegel
9 und 14 in Eingriff ist und der andere in einer Nicht-Eingriffsposition angeordnet
ist. Zum Verriegeln kommen beide Fingerriegel 9 und 14 synchron zum Eingriff.
[0023] Der Fingerriegel 9 greift in der Nicht-Eingriffsposition an einer Sicherungsschere
11 an, die über ein Kopplungsglied, beispielsweise einen Bolzen 10 mit dem Fingerriegel
9 verbindbar ist. Die Sicherungsschere begrenzt zusätzlich den maximalen Öffnungsweg
des Flügels 3 in der Kippposition. Der Fingerriegel 9 kann aber auch direkt am Blendrahmen
2 angreifen.
[0024] Ferner ist eine Steuerung 13 vorgesehen, die verdeckt liegend am Blendrahmen 2 oder
dem Flügelrahmen montiert ist. Die Steuerung 13 ist über verdeckt liegende Kabel und
Leitungen mit den Fingerriegeln 9 und 14 verbunden. Die Steuerung 13 ist zudem mit
Verriegelungen 16 gekoppelt, die einen Antrieb umfassen, um den Flügel 3 in einer
geschlossenen Position zu verriegeln. Die Verriegelungen 16 sind ebenfalls verdeckt
liegend zwischen Blendrahmen 2 und Flügel 3 angeordnet.
[0025] Zur Versorgung der Antriebe und der Steuerung 13 mit Elektrizität ist ein Kabelübergang
17 vorgesehen, der über nicht im Detail dargestellte Leitungen mit einer Stromversorgung
verbunden ist. Es ist aber auch möglich, die Bauteile im Blendrahmen 2 anzuordnen,
wodurch sich der Kabelübergang in den Flügelrahmen erübrigt.
[0026] Zur Schaltsicherheit ist die Steuerung 13 mit einem Magnetschalter 18 gekoppelt,
der beispielsweise auf der zur vertikalen Drehachse 7 gegenüberliegenden Seite angeordnet
ist.
[0027] Zudem ist an dem Blendrahmen 2 eine Feder 15 vorgesehen, die als Gasdruckfeder ausgebildet
ist und den Flügel 3 zusätzlich in die geöffnete Position drückt. Dies ist insbesondere
für die Anordnung nach Fig. 2A vorteilhaft, weil dadurch die Kette 25 gestreckt bleibt.
[0028] In Figur 4 ist der elektromotorische Fingerriegel 9 im Detail dargestellt. Der Fingerriegel
9 umfasst ein Gehäuse, in dem ein Motor vorgesehen ist, um einen gabelförmigen Finger
19 entsprechend dem Pfeil 20 linear zu bewegen. In einer ausgefahrenen Position greift
der gabelförmige Finger 19 um einen Bolzen 10, so dass eine Kopplung zwischen dem
Fingerriegel 9 und der Sicherungsschere 11 hergestellt ist. In der eingefahrenen Position
des Fingerriegels 9 kann der Fingerriegel 14 mit dem Dreh-Kipp-Ecklager 8 die vertikale
Drehachse 7 ausbilden.
[0029] In Figur 5 ist der Fingerriegel 14 im Detail dargestellt, der einen Finger 21 aufweist,
der durch einen Elektromotor in dem Gehäuse des Fingerriegels 14 linear bewegbar ist,
wie dies durch den Pfeil 22 dargestellt ist. Der Finger 21 kann in einer ausgefahrenen
Position einen Vorsprung, wie eine Profilkante oder ein Beschlagteil hintergreifen.
Ist der Finger 21 entsprechend mit dem Blendrahmen 2 verhakt, kann der Flügel 3 in
Kippstellung gebracht werden. Bei einem Einfahren des Fingers 21 in das Gehäuse des
Fingerriegels 14 kann der Flügel 2 in eine Öffnungsstellung gebracht werden und um
die vertikale Achse 7 verschwenkt werden.
[0030] Statt der gezeigten Fingerriegel 9 und 14 können auch andere Fingerriegel eingesetzt
werden, die eine mechanische Kopplung zwischen Blendrahmen 2 und dem Flügel 3 herstellen.
Zudem kann bei dem Fingerriegel 9 auf eine Kopplung mit einer Sicherungsschere 11
auch verzichtet werden, falls eine solche Sicherungsfunktion nicht gewünscht ist,
und der Fingerriegel 9 kann direkt mit dem Blendrahmen 2 oder einem Beschlagsteil
am Blendrahmen gekoppelt werden.
[0031] Die Steuerung 13 kann mit Sensoren gekoppelt sein, die ein automatisches Öffnen und
Schließen des Flügels 3 bewirken können. Solche Sensoren können beispielsweise Rauchmelder,
Alarmschalter oder Zeitschalter sein.
1. Fenster (1) oder Tür, mit einem Flügel und einem Blendrahmen (2), in dem der Flügel
(3) aufgenommen ist, wobei der Flügel (3) über einen Antrieb (12) in eine geöffnete
Stellung bewegbar ist, wobei der Flügel (3) über eine schaltbare Dreh-Kipp-Lagerung
am Blendrahmen (2) gelagert ist und der Flügel (3) über den Antrieb (12) wahlweise
um eine horizontale Achse (5) in eine geöffnete Kippstellung oder um eine vertikale
Achse (7) in eine Drehöffnungsstellung bewegbar ist, und die Dreh-Kipp-Lagerung in
der geschlossenen Position des Flügels (3) über eine Steuerung schaltbar ist, um den
Flügel (3) entweder in eine Kippstellung oder in eine Drehöffnungsstellung zu bewegen,
wobei zur Lagerung des Flügels ein Dreh-Kipp-Ecklager (8) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Lagerung des Flügels (3) ein erster schaltbarer Fingerriegel (9) vorgesehen ist,
der am Flügel (3) mit dem Blendrahmen (2) eine vertikale Drehachse (7) für den Flügel
(3) ausbildet und über einen Antrieb zwischen einer Eingriffsposition und einer Nicht-Eingriffsposition
bewegbar ist, und zur Lagerung des Flügels (3) ein zweiter schaltbarer Fingerriegel
(14) vorgesehen ist, der am Flügel (3) mit dem Blendrahmen (2) eine horizontale Drehachse
(5) für den Flügel (3) ausbildet und über einen Antrieb zwischen einer Eingriffsposition
und einer Nicht-Eingriffsposition bewegbar ist, wobei der erste und zweite schaltbare
Fingerriegel (9, 14) jeweils ein Gehäuse und einen Elektromotor umfasst und die Fingerriegel
(9, 14) verdeckt liegend zwischen dem Flügelrahmen und dem Blendrahmen oder zumindest
teilweise in einem Rahmenprofil angeordnet sind und der Antrieb (12) für den Flügel
ein Gehäuse umfasst, das am Flügel- und/oder Blendrahmen verdeckt liegend ebenfalls
zwischen Blendrahmen (2) und Flügelrahmen (3) oder zumindest teilweise in einem Rahmenprofil
festgelegt ist.
2. Fenster oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (12) für den Flügel (3) eine auf Zug und Druck belastbare Kette (25)
umfasst.
3. Fenster oder Tür nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb (12) für den Flügel (3) ein Gehäuse umfasst, das am Flügel (3) verdeckt
liegend festgelegt ist.
4. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerung (13) vorgesehen ist, mittels der die Fingerriegel (9, 14) und der
Antrieb (12) für den Flügel (3) betätigbar sind.
5. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (13) mit Sensoren, wie Rauchmeldern, Alarmschaltern und/oder Zeitschaltern
gekoppelt ist.
6. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Steuerung (13) mindestens ein Riegel (16) zum Verriegeln des Flügels
(3) in der geschlossenen Position betätigbar ist.
7. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sensor zur Erfassung der Position des Flügels (3) vorgesehen ist.
8. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Federelement (15) zum Drücken des Flügels (3) in eine geöffnete Position vorgesehen
ist.
9. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Blendrahmen (2) und Flügel (3) eine Sicherungsschere (11) vorgesehen ist.
10. Fenster oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreh-Kipp-Lagerung und/oder der Antrieb (12) verdeckt liegend zwischen dem Flügelrahmen
und dem Blendrahmen oder zumindest teilweise in einem Rahmenprofil angeordnet sind.
1. Window (1) or door, having a casement or leaf, and a window frame or door frame (2),
respectively, in which the casement or leaf (3) is received, wherein the casement
or leaf (3) is movable by a drive (12) to an opened position, wherein the casement
or leaf (3) is mounted on the window frame or door frame (2), respectively, by way
of a switchable rotate-and-tilt mounting and the casement or leaf (3) by way of the
drive (12) is selectively movable about a horizontal axis (5) to an opened tilt position
or about a vertical axis (7) to a rotated opening position, and the rotate-and-tilt
mounting in the closed position of the casement or leaf (3) is switchable by way of
a controller so as to move the casement or leaf (3) either to a tilt position or to
a rotated opening position, wherein a rotate-and-tilt corner bearing (8) is provided
for mounting the casement or leaf, characterized in that a first switchable finger-type latch (9), which on the casement or leaf (3) together
with the window frame or door frame (2) configures a vertical rotation axis (7) for
the casement or leaf (3) and by way of a drive is movable between an engaging position
and a non-engaging position, is provided for mounting the casement or leaf (3), and
a second switchable finger-type latch (14), which on the casement or leaf (3) together
with the window frame or door frame (2) configures a horizontal rotation axis (5)
for the casement or leaf (3) and by way of a drive is movable between an engaging
position and a non-engaging position, is provided for mounting the casement or leaf
(3), wherein the first and second switchable finger-type latch (9, 14) in each case
comprise a housing and an electric motor, and the finger-type latches (9, 14) are
disposed so as to lie obscured between the casement frame or leaf frame and the window
frame or door frame, respectively, or are at least partially disposed in a frame profile,
and the drive (12) for the casement or leaf comprises a housing which is fixed on
the casement frame or leaf frame and/or on the window frame or door frame, respectively,
so as to likewise lie obscured between the window frame or door frame (2) and the
casement frame or leaf frame (3), respectively, or so as to be at least partially
in a frame profile.
2. Window or door according to Claim 1, characterized in that the drive (12) for the casement or leaf (3) comprises a chain (25) which is stressable
by traction and compression.
3. Window or door according to Claim 1 or 2, characterized in that the drive (12) for the casement or leaf (3) comprises a housing which is fixed on
the casement or leaf (3) so as to lie obscured.
4. Window or door according to one of Claims 1 to 3, characterized in that a controller (13) by means of which the finger-type latches (9, 14) and the drive
(12) for the casement or leaf (3) are actuatable is provided.
5. Window or door according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the controller (13) is linked to sensors such as smoke detectors, alarm switches,
and/or time switches.
6. Window or door according to one of Claims 1 to 5, characterized in that at least one latch (16) for latching the casement or leaf (3) in the closed position
is actuatable by means of the controller (13).
7. Window or door according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a sensor for detecting the position of the casement or leaf (3) is provided.
8. Window or door according to one of Claims 1 to 7, characterized in that a spring element (15) for pushing the casement or leaf (3) to an opened position
is provided.
9. Window or door according to one of Claims 1 to 8, characterized in that a scissor-type security stay (11) is provided between the window frame or door frame
(2) and the casement or leaf (3), respectively.
10. Window or door according to one of Claims 1 to 9, characterized in that the rotate-and-tilt mounting and/or the drive (12) are/is disposed so as to lie obscured
between the casement frame or leaf frame and the window frame or door frame, respectively,
or at least partially in a frame profile.
1. Fenêtre (1) ou porte comprenant un vantail et un châssis dormant (2), dans lequel
est logé le vantail (3), le vantail (3) pouvant être déplacé par un système d'entraînement
(12) dans une position ouverte, étant monté sur le châssis dormant (2) par l'intermédiaire
d'un montage de rotation basculement commutable, et de manière sélective pouvant être
déplacé par l'intermédiaire du système d'entraînement (12), autour d'un axe horizontal
(5) dans une position de basculement ouverte ou autour d'un axe vertical (7) dans
une position d'ouverture par rotation, et le montage de rotation basculement pouvant
être commuté par l'intermédiaire d'une commande lorsque le vantail (3) est dans la
position fermée, pour pouvoir déplacer le vantail (3) soit dans une position de basculement,
soit dans une position d'ouverture par rotation, pour permettre le montage du vantail,
un palier d'angle de rotation basculement (8) étant prévu,
caractérisé en ce que
pour permettre le montage du vantail (3) il est prévu un premier verrou à doigt commutable
(9) qui définit sur le vantail (3), avec le châssis dormant (2) un axe de rotation
vertical (7) pour le vantail (3), et qui peut être déplacé par un système d'entraînement
entre une position de mise en prise et une position hors de prise, et, pour permettre
le montage du vantail (3) il est prévu un second verrou à doigt commutable (14) qui
définit sur le vantail (3) avec le châssis dormant (2) un axe de rotation horizontal
(5) pour le vantail (3) et peut être déplacé par l'intermédiaire d'un système d'entraînement
entre une position de mise en prise et une position hors de prise, le premier et le
second verrous à doigts commutables (9, 14) comprenant respectivement un boîtier et
un moteur électrique, et les verrous à doigts (9, 14) étant montés, en étant cachés
entre le châssis du vantail et le châssis dormant ou au moins partiellement dans un
profilé de châssis, et le système d'entraînement (12) pour le vantail comprenant un
boîtier qui est également fixé sur le châssis de vantail et/ou le châssis dormant
en étant caché, également entre le châssis dormant (2) et le châssis de vantail (3)
ou au moins partiellement dans un profilé de châssis.
2. Fenêtre ou porte conforme à la revendication 1,
caractérisée en ce que
le système d'entraînement (12) du vantail (3) comprend une chaîne (25) pouvant être
sollicitée en traction et en compression.
3. Fenêtre ou porte conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
le système d'entraînement (12) du vantail (3) comprend un boîtier qui est fixé sur
le vantail (3) en étant caché.
4. Fenêtre ou porte conforme à l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce qu'
il est prévu une commande (13) au moyen de laquelle les verrous à doigt (9, 14) et
le système d'entraînement (12) du vantail (3) peuvent être actionnés.
5. Fenêtre ou porte conforme à l'une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que
la commande (13) est accouplée à des détecteurs tels que des détecteurs de fumée,
des commutateurs d'alarme et/ou des commutateurs à minuteur.
6. Fenêtre ou porte conforme à l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
au moyen de la commande (13) au moins un verrou (16) peut être actionné dans la position
fermée pour permettre de verrouiller le vantail (3).
7. Fenêtre ou porte conforme à l'une des revendications 1 à 6,
caractérisée en ce qu'
il est prévu un détecteur pour permettre de détecter la position du vantail (3).
8. Fenêtre ou porte conforme à l'une des revendications 1 à 7,
caractérisée en ce qu'
il est prévu un élément élastique (15) pour permettre de serrer le vantail (3) dans
une position ouverte.
9. Fenêtre ou porte conforme à l'une des revendications 1 à 8,
caractérisée en ce qu'
entre le châssis dormant (2) et le vantail (3) il est prévu un ciseau de sécurité
(11).
10. Fenêtre ou porte conforme à l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
le palier de rotation basculement et/ou le système d'entraînement (12) sont montés
en étant cachés entre le châssis de vantail et le châssis dormant ou au moins partiellement
dans un profilé de châssis.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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