(19)
(11) EP 2 199 443 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
16.03.2016  Patentblatt  2016/11

(21) Anmeldenummer: 08405309.9

(22) Anmeldetag:  19.12.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
D03J 1/14(2006.01)

(54)

Mobile Einzieheinheit

Mobile drawing-in unit

Unité mobile pour le rentrage de la chaine


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
23.06.2010  Patentblatt  2010/25

(73) Patentinhaber: Stäubli AG Pfäffikon
8808 Pfäffikon (CH)

(72) Erfinder:
  • Hunziker, Martin
    7304 Maienfeld (CH)

(74) Vertreter: EGLI-EUROPEAN PATENT ATTORNEYS 
Horneggstrasse 4 Postfach
8034 Zürich
8034 Zürich (CH)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 384 801
WO-A-00/61847
CH-A- 506 643
US-A- 5 136 762
WO-A-00/15888
WO-A-00/68479
JP-A- 6 057 595
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine mobile Einzieheinheit zum Einziehen von Kettfäden einer Webkette in Elemente eines Webgeschirrs nach Anspruch 1, eine Anordnung, bestehend aus einer Einzieheinheit und Elementen eines Webgeschirrs, nach Anspruch 7, eine Einziehmaschine mit einem stationären und einem mobilen Teil nach Anspruch 10, ein entsprechendes Einziehverfahren nach Anspruch 12 und eine bevorzugte Verwendung der Einzieheinheit nach Anspruch 15.

    [0002] Bevor auf einer Webmaschine durch die Verbindung von Kettfäden und Schussfäden ein Gewebe oder ein Stoff entsteht, müssen die Kettfäden, einer bestimmten Ordnung folgend, in ein Webgeschirr eingezogen werden. Zu den Elementen des Webgeschirrs zählen normalerweise Webschäfte, Weblitzen, Kettfadenwächterlamellen sowie das Webblatt. Einziehen bedeutet dabei, jeden einzelnen Kettfaden, der normalerweise auf einem Kettbaum in der benötigten Länge aufgewickelt ist, jeweils in das Fadenauge einer Kettfadenwächterlamelle, einer Weblitze sowie einer Lücke zwischen zwei Zähnen des Webblatts hindurchzuführen, so dass das Ende des eingezogenen Kettfadens anschliessend aus dem Webblatt herausragt. Das Gewebemuster wird dabei vorgegeben, indem die Weblitze einem bestimmten Webschaft zugeordnet ist bzw. in einen solchen eingeführt wird.

    [0003] Da Kettfäden normalerweise zu mehreren Hundert bis mehreren Tausend über eine bestimmte Breite parallel auf einem Kettbaum aufgewickelt sind, muss dieser Vorgang genauso oft wiederholt werden, bis eine Webkette vollständig in ein Webgeschirr eingezogen ist. Dies wurde und wird nach wie vor von Hand ausgeführt, es stehen aber auch Maschinen in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, die entweder einen Teil der Vorgänge (halbautomatische Einziehmaschinen) oder den ganzen Ablauf automatisch ausführen (automatische Einziehmaschinen).

    [0004] Halbautomatische Einziehmaschinen sind zwar relativ kostengünstig, haben gegenüber automatischen Einziehmaschinen aber den grossen Nachteil, dass eine Bedienperson zu 100% an der Maschine beschäftigt ist und den Einziehvorgang teilweise manuell ausführt. Auf diese Weise lässt sich gegenüber dem Einziehen von Hand nur eine geringe Produktivitätssteigerung erreichen, und die Fehlerrate ist relativ hoch.

    [0005] Automatische Einziehmaschinen sind bekannt und auf dem Markt in verschiedenen Ausführungsformen erhältlich. Sie verfügen über eine selbsttätige Steuerung für alle Vorgänge, die für das Einziehen von Kettfäden in ein Webgeschirr notwendig sind. Die Aufgaben des Bedienpersonals beschränken sich auf die Vorbereitung und Überwachung des Ablaufs und der Funktionen sowie die Zu- und Abfuhr des Ausgangsmaterials. Die Produktivität kann damit gegenüber dem Einziehen von Hand um ein Mehrfaches gesteigert und die Fehlerrate stark reduziert werden.

    [0006] Aus der Patentschrift EP 0 460 129 ist eine Einziehmaschine bekannt, die ein oszillierend antreibbares, nadelförmiges Einziehorgan mit einem flexiblen Greiferband aufweist, das einen Klemmgreifer trägt, und die eine kanalartige Führung für das Einziehorgan aufweist. Dadurch soll ein sicherer und zuverlässiger Einzug von Kettfäden aller Art gewährleistet sein.

    [0007] Bekannte Nachteile solch automatischer Einziehmaschinen sind allerdings ihr hoher Preis, ihr relativ hoher Platzbedarf und der fixe Standort innerhalb der Weberei. Dieser muss so gewählt werden, dass ein rationeller Materialfluss möglich ist. Eine spätere Veränderung des Standorts einer Einziehmaschine ist nur mit erheblichem Installations- und Zeitaufwand sowie Produktionsunterbruch möglich. Dies führt zu hohen Initialkosten und grossen Kapazitäten, die u.U. nicht genutzt werden.

    [0008] Die Druckschrift JP 06 057595 A offenbart eine Einziehmaschine mit einer stationären Einzieheinheit, welche entlang einer Aufspanneinheit verfahrbar einzelne Kettfäden einzieht.

    [0009] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die vorstehenden Nachteile überwunden und insbesondere ein besonders flexibles Einziehen von Webketten auf zudem einfache und kostengünstige Art und Weise ermöglicht wird.

    [0010] Dies wird zunächst durch eine Einzieheinheit nach Anspruch 1 erreicht.

    [0011] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung besteht dabei darin, dass die erfindungsgemässe Einzieheinheit flexibel bezüglich des Standorts ist und zudem einen geringen Platzbedarf erfordert. Ihre Kapazität ist dabei ausbaubar, d.h. schon für einen geringen Bedarf geeignet, aber bis zu hohen Leistungen erweiterungsfähig. Weiterhin sind nur geringe Grundinvestitionskosten für deren Anschaffung und Betrieb notwendig.

    [0012] Vorteilhafte Ausführungsformen der Einzieheinheit sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0013] Zum Betrieb der Einzieheinheit wird diese bevorzugt mit einer autonomen Druckluftversorgung und/oder einer elektrischen Energiequelle ausgestattet. Dadurch steigt deren Flexibilität erheblich, da sie von Kabeln befreit und von externen Anschlüssen unabhängig, also autonom betreibbar und damit räumlich flexibel ist.

    [0014] Darüber hinaus kann auch ein Steuermodul zur automatischen Steuerung der Einzieheinheit vorgesehen sein, insbesondere z.B. von deren Einziehmodul. Ein besonders leichtes Fortbewegen der Einzieheinheit wird bevorzugt dadurch gewährleistet, indem diese mit einem elektrischen Motor für den Fahrbetrieb ausgestattet ist. Durch beides wird eine weitgehend automatisierte Führung der Einheit in einem Produktionsbetrieb mit z.B. mehreren räumlich getrennten Webmaschinen und Kettbäumen unterstützt.

    [0015] Zur Führung einer solchen Einzieheinheit ist diese bevorzugt mit einem Kommunikationsmodul zu deren draht- und/oder funkbasierten Steuerung ausgestattet. In besonders bevorzugter Weise sind dabei Führungskabel für die Einzieheinheit im Boden einer Produktionsstätte verlegt, entlang sich die Einheit drahtlos autonom fortbewegt. Fahraufträge können der Einheit dabei drahtlos via Funksignal übermittelt werden.

    [0016] Grundsätzlich muss die Einzieheinheit kein bestimmtes Fahrwerk aufweisen. Sie kann z.B. auf Gleisen bewegt werden, die allerdings eine vorherige Verlegung erfordern. Zur Fortbewegung der Einheit ist diese aber bevorzugt mit Rädern ausgestattet, so dass eine besonders grosse Flexibilität gewährleistet ist.

    [0017] Der eingangs genannte Vorteil der vorliegenden Erfindung wird auch durch eine Anordnung, bestehend aus einer Einziehmaschine und Elementen eines Webgeschirrs, nach Anspruch 7 erzielt, wobei die Elemente des Webgeschirrs wenigstens ein Paar Litzentragschienen und an diesen Litzentragschienen platzierbare Litzen umfassen, und die Litzentragschienen in der wenigstens einen Aufnahmevorrichtung aufnehmbar und die Litzen in einer Bereitstellungsvorrichtung bereitstellbar sind, und bei welcher das Einziehmodul zum Platzieren der Litzen an den Litzentragschienen ausgebildet ist. Die Litzentragschienen können dabei auch bereits so vorbereitet sein, dass sie in seitlichen Webschäften gehalten sind und zusammen mit diesen in die Aufnahmevorrichtung eingesetzt werden. Damit lassen sich die Grundelemente eines Webgeschirrs an der Einzieheinheit aufnehmen und einziehen. Die Rüstzeiten beschränken sich dadurch auf diese Einheit und nicht auf die Vorbereitung eines Kettbaums, der die einzuziehende Webkette trägt.

    [0018] Die Einheit kann dadurch besonders schnell und flexibel zum Einziehen weiterer Fadenschichten zur Verfügung gestellt werden.

    [0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anordnung ist es zudem vorgesehen, dass die Elemente des Webgeschirrs wenigstens eine Lamellentragschiene und an dieser Lamellentragschiene platzierbare Lamellen umfassen, bei welcher die Lamellentragschiene in einer Aufnahmevorrichtung aufnehmbar und die Lamellen in der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung bereitstellbar sind, und das Einziehmodul zum Platzieren der Lamellen an der Lamellentragschiene ausgebildet ist. Dadurch werden weitere Elemente eines Webgeschirrs an der Einzieheinheit aufnehmbar und einziehbar, abhängig von den jeweiligen Anforderungen des gewünschten Webvorgangs. Die Einzieheinheit wird dadurch noch flexibler einsetzbar.

    [0020] In einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anordnung ist es ausserdem vorgesehen, dass die Elemente des Webgeschirrs ein Webblatt umfassen, das in einer anderen Aufnahmevorrichtung aufnehmbar ist, die in Bewegungsrichtung der Kettfäden gesehen hinter den Litzen angeordnet ist, und das Einziehmodul zum Einziehen des jeweiligen Kettfadens in zugehörige Lücken des Webblatts und zum schrittweisen Weiterbewegen des Webblatts um eine jeweilige Lücke ausgebildet ist. Auch dadurch wird die Einzieheinheit flexibel einsetzbar. Das Webblatt kann dabei in der Aufnahmevorrichtung gehalten sein und durch einen geeigneten Mechanismus des Einziehmoduls z.B. entgegen der Verfahrrichtung der Einzieheinheit weiterbewegt werden, so dass es praktisch raumfest zu der Webkette positioniert bleibt.

    [0021] Der eingangs genannte Vorteil der vorliegenden Erfindung wird auch durch eine Einziehmaschine nach Anspruch 10 erzielt, die einen stationären und einen mobilen Teil aufweist, wobei erster eine Aufspanneinheit für eine Kettfadenschicht und letzter die Anordnung umfasst.

    [0022] Ein wesentlicher Punkt der Einziehmaschine besteht dabei darin, dass die Position der Aufspanneinheit so gewählt werden kann, dass sie optimal auf den Materialfluss in der Weberei abgestimmt ist. Durch den erfindungsgemässen Aufbau der Maschine entsteht somit eine besonders grosse Flexiblität.

    [0023] Der stationäre Teil der Einziehmaschine umfasst dabei bevorzugt eine Aufspannvorrichtung für die Kettfadenschicht. Ausserdem kann eine Halteeinheit für ein Webblatt vorgesehen sein. Die Einzieheinheit ist zum Einziehen der Kettfäden in Elemente des Webgeschirrs entlang der Fadenschicht und des Webblatts verfahrbar, und das Einziehmodul ist zum Einziehen des jeweiligen Kettfadens in Litzen und/oder Lamellen und/ oder zugehörige Lücken des Webblatts ausgebildet.

    [0024] Der eingangs genannte Vorteil der vorliegenden Erfindung wird auch durch ein Verfahren nach Anspruch 12 gelöst.

    [0025] Bevorzugte Ausprägungen des Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

    [0026] In einer bevorzugten Ausprägung des Verfahrens wird jeder der Kettfäden durch jeweils eine zugehörige Litze und/oder jeweils eine zugehörige Lamelle und/oder eine jeweils zugehörige Lücke eines Webblatts gezogen. Damit sind optional alle wesentliche Elemente eines Webgeschirrs in den Einziehprozess integrierbar, wodurch eine erhebliche Flexibilität hinsichtlich der Anforderungen des gewünschten Webvorgangs gewährleistet ist.

    [0027] Im Anschluss an das Einziehen der Webkette in die Elemente des Webgeschirrs wird das Webgeschirr mit den eingezogenen Kettfäden aus der Einziehmaschine entnommen und die Einzieheinheit bevorzugt an einer weiteren Fadenschicht bzw. Aufspanneinheit positioniert. Die Einzieheinheit steht damit besonders schnell wieder für einen weiteren Einziehvorgang zur Verfügung, wobei sie räumlich völlig flexibel einsetzbar ist.

    [0028] Die erfindungsgemässe mobile Einzieheinheit soll demgemäss auch zum Bedienen räumlich verteilter Aufspanneinheiten mit in einer Fadenschicht aufgespannten Kettfäden Verwendung finden.

    [0029] Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert werden. Die Figuren verdeutlichen die einzelnen Verfahrensschritte samt den dabei zur Anwendung kommenden Einheiten. Auf Grund der Vielzahl gleicher oder gleichwirkender Teile sind diese mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet, so dass ein guter Überblick gewahrt bleibt. Es zeigen:
    Figur 1
    eine perspektivische Ansicht einer Aufspanneinheit mit einer darin eingelegten Kettfadenschicht eines Kettbaums in Vorbereitungsstellung;
    Figur 2
    die Aufspanneinheit der Figur 1 in Einziehstellung, zum Positionieren einer erfindungsgemässen Einzieheinheit;
    Figur 3
    eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Einziehmaschine mit einer Einzieheinheit und der Aufspanneinheit der Figuren 1 und 2;
    Figur 4
    eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls der Einzieheinheit der Figur 3 mit einer Bereitstellungs- und Aufnahmevorrichtung für Litzen;
    Figur 5
    eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Einziehmaschine der Figuren 3 und 4 mit einer Halteeinheit für ein Webblatt;
    Figur 6
    eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls der Einzieheinheit der Figuren 3 bis 5 mit einer Aufnahmevorrichtung für das Webblatt, und
    Figur 7
    eine perspektivische Ansicht der Einziehmaschine der Figuren 3 bis 6 mit einer Bereitstellungs- und Aufnahmevorrichtung für Lamellen.


    [0030] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Aufspanneinheit 60 mit einer darin eingelegten Kettfadenschicht 21 eines Kettbaums 61 in Vorbereitungsstellung. Die normalerweise ortsfeste Aufspanneinheit 60 verfügt über einen in die Senkrechte oder Wagrechte schwenkbaren Fadenrahmen 62 zum Aufspannen einer Kettfadenschicht 21 aus einzelnen Kettfäden 20, 20' des Kettbaums 61. Die Breite entspricht mindestens der breitesten zu verarbeitenden Fadenschicht 21. Der Fadenrahmen 62 verfügt über Mittel, die Fadenschicht 21 mit der für die Verarbeitung notwendigen Spannung zu versehen. Die Aufspanneinheit 60 kann auf der Seite des Fadenrahmens 62 zusätzlich mit einer Halterung 70, in Figur 7 gezeigt, für ein Webblatt versehen werden, in das die Kettfäden 20, 20' während des Einziehens simultan eingezogen werden können.

    [0031] Die Figur 2 zeigt die Aufspanneinheit 60 der Figur 1 in Einziehstellung, zum Positionieren einer erfindungsgemässen Einzieheinheit 10. Dabei ist der Fadenrahmen 62 mit der aufgespannten Kettfadenschicht 21 zum Einziehen der einzelnen Fäden 21, 21' senkrecht nach unten geklappt.

    [0032] Die Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Einziehmaschine mit einer Einzieheinheit 10 und der Aufspanneinheit 60 der Figuren 1 und 2. Die Einzieheinheit ist auf einem fahrbaren Chassis mit Rädern 12 ... 12" aufgebaut und besteht aus einer Aufnahmevorrichtung 32 für Litzentragschienen 30, 30', an denen Weblitzen 31 platzierbar sind. Zur Magazinierung der Litzen 31 ist eine Bereitstellungsvorrichtung 33 vorgesehen. Zwischen der Bereitstellungsvorrichtung 33 für die Litzen 31 und der Aufnahmevorrichtung 32 für die Litzen mit eingezogenem Kettfaden 20, 20' ist ein Einziehmodul 11 angeordnet, das eine Separierung der Litzen 31 aus der Bereitstellungsvorrichtung 33, das Einziehen eines jeweiligen Kettfadens 20, 20' in Fadenaugen der Litzen 31, und eine Verteilung der Litzen 31 an die einzelnen Litzentragschienen 30, 30' vornimmt. Das Einziehmodul 11 verfügt dabei weiterhin über Mittel zur Programmierung, Bedienung und Steuerung der Einziehmaschine.

    [0033] Die Figur 4 zeigt eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls 11 der Einzieheinheit 10 der Figur 3 mit einer Bereitstellungsvorrichtung 33 und Aufnahmevorrichtung 32 für Litzen 31. Räumlich dahinter ist die Aufspanneinheit 60 dargestellt, in deren senkrecht gestellten Fadenrahmen 62 eine Fadenschicht 21 aus einzelnen Kettfäden 20, 20' aufgespannt ist. Die von dem Einziehmodul 11 aus nacheinander aus der Fadenschicht 21 gegriffenen Fäden 20, 20' werden in die Litzen 31 eingezogen, die dazu einzeln aus der Bereitstellungsvorrichtung 33 separiert und schliesslich mit eingezogenem Kettfaden 20, 20' an Litzentragschienen 30, 30' verteilt werden.

    [0034] Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Einziehmaschine der Figuren 3 und 4 mit einer Halteeinheit 70 für ein Webblatt 50. Wenn ein solches Webblatt 50 verwendet werden soll, wird es in die Halteeinheit 70 eingelegt oder eingespannt und in einer Aufnahmevorrichtung 51 des Einziehmoduls 11 aufgenommen, wenn die Einzieheinheit 10 vor der Aufspanneinheit 60 positioniert wird. Die Einziehmaschine besteht nun aus dem stationären Aufspannrahmen 60 und der stationären Halteeinheit 70 (mit Webblatt 50) sowie der mobilen Einzieheinheit 10. Das Einziehmodul 11 ist dabei so ausgelegt, dass mit schrittweisen Verfahren der Einzieheinheit 10 entlang der Fadenschicht 21 jeder Kettfaden 20, 20' in eine Litze 31 und in eine Blattlücke des Webblatts 50 eingezogen wird.

    [0035] Die Figur 6 zeigt eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls 11 der Einzieheinheit 10 der Figuren 3 bis 5 mit einer Aufnahmevorrichtung 51 für das Webblatt 50, das wiederum an der Halteeinheit 70 gehalten ist. Das Einziehmodul 11 separiert einzelne Litzen 31 aus der Bereitstellungseinheit 33, ergreift einen Kettfaden 20 aus der Fadenschicht 21 an der Aufspanneinheit 60, zieht diesen Faden 20 in ein Fadenauge der separierten Litze 31 und in eine Lücke 52 des Webblatts 50 ein und platziert die Litze 31 an den Litzentragschienen 30, 30' der Aufnahmevorrichtung 32. Danach rückt die Einzieheinheit 10 zum nächsten Kettfaden 20' weiter und wiederholt den Einziehvorgang, bis schliesslich der letzte Kettfaden der Schicht 21 verarbeitet ist.

    [0036] Die Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der Einziehmaschine der Figuren 3 bis 6 mit einer Bereitstellungs- und Aufnahmevorrichtung 43, 42 für Lamellen 41. Das Einziehmodul ist dabei zudem zum schrittweisen Separieren der Lamellen 41 und zum Einziehen eines Kettfadens 20 aus der Fadenschicht 21 der Aufspanneinheit 60 in eine Litze 31, eine Lamelle 41 und auch in eine Lücke 52 des Webblatts 50, sowie zum Platzieren der Lamelle 41 an einer Lamellentragschiene 40 der Aufnahmevorrichtung 42 ausgebildet. Grundsätzlich kann das Modul 11 dabei auch ein Schneiden der Kettfäden 20, 20' vornehmen und mit einer entsprechenden Schneidvorrichtung versehen sein.

    [0037] Ein Einziehvorgang unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Einziehmaschine kann dementsprechend wie folgt vorbereitet und durchgeführt werden.

    [0038] Zunächst wird die einzuziehende Webkette zur Aufspanneinheit 60 gebracht und die Kettfadenschicht 21 auf dem Fadenrahmen 62 aufgespannt. Je nach bevorzugter Arbeitsweise kann dies in horizontaler oder vertikaler Lage des Fadenrahmens 62 geschehen. Nach Fertigstellung wird der Fadenrahmen 62 in die Senkrechte geschwenkt. Bei Verwendung eines Webblatts 50 kann dieses in die dafür vorgesehene Halteeinheit 70 eingespannt werden.

    [0039] Danach wird die Einzieheinheit 10 an den Anfang der Kettfadenschicht 21 gefahren. Spätestens jetzt wird die Einzieheinheit für das Einziehen vorbereitet, indem gemäss eines Einzugsrapports eine benötigte Anzahl von Litzentragschienen oder Webschäfte 30, 30' bzw. Lamellentragschienen 40 in die dafür vorgesehene Aufnahmevorrichtung 32, 42 eingelegt werden. Zudem wird die Bereitstellungsvorrichtung 33 bzw. 43 für Litzenstapel und Lamellenstapel aufgefüllt und eine Programmierung und / oder Eingabe des Einzugsrapports vorgenommen.

    [0040] Danach wird der Start des Einziehprozesses ausgelöst. Das Einziehen der Kettfäden 20, 20' erfolgt auf an sich bekannte Weise in Litzen 31, Lamellen 41 und das Webblatt 50 bis zum letzten gemäss Einzugsrapport programmierten Kettfaden. Die Litzen 31 und Lamellen 41 mit darin eingezogenen Kettfäden 20, 20' werden an die dafür gemäss Einzugsrapport vorgesehenen Litzentragschienen 30, 30' bzw. Lamellentragschienen 40 verteilt. Die zuletzt in die Blattlücken 52 des Webblatts 50 eingezogenen Kettfäden 20, 20' ragen vorne aus dem Webblatt 50 heraus.

    [0041] Die Einzieheinheit 10 bewegt sich während des Einziehens seitwärts vom Anfang zum Ende der Kettfadenschicht 21 entsprechend des Einzugsfortschritts. Ist das Ende der Kettfadenschicht 21 erreicht und der letzte Kettfaden 20, 20' eingezogen, steht die Einzieheinheit 10 direkt vor dem Kettbaum 61.

    [0042] Zum Abrüsten werden das Webblatt 50 aus der Halteeinheit 70 gelöst, die Litzentragschienen 30, 30' mit den Litzen 31 sowie die Lamellentragschienen 40 mit den Lamellen 41 herausgehoben und samt der Webkette von der Aufspanneinheit 60 entfernt. Gleichzeitig kann die Einzieheinheit 10 weggefahren werden. Aufspanneinheit 60 und Einzieheinheit 10 sind damit wieder frei für einen nächsten Einziehprozess bzw. dessen Vorbereitung.

    [0043] Mit einer einzigen Einzieheinheit 10 können damit eine oder mehrere Aufspanneinheiten 60 bedient werden. Dies hat den Vorteil, dass die Kapazität der Einzieheinheit 10 im Bedarfsfall voll genutzt werden kann, indem praktisch ohne Unterbrechung an einer der Aufspanneinheiten 60 eingezogen werden kann und nur kurz für das Vorbereiten und Abrüsten und Umplatzieren der Einzieheinheit 10 unterbrochen werden muss.

    [0044] Während des Einziehens bleiben die oft schweren Kettbäume 61 stationär. Motorische Antriebe zu deren Vorwärtsbewegung entfallen dadurch.

    [0045] Je nach Materialfluss oder topologischer Auslegung der Weberei kann eine Einzieheinheit 10 mehrere, auch voneinander entfernte wie z.B. in unterschiedlichen Websälen befindliche Aufspanneinheiten 60 bedienen. Damit können Investitionskosten niedrig gehalten und lange Transportwege beispielsweise für schwere Webketten vermieden werden.

    [0046] Dank der Mobilität der Einzieheinheit 10 kann die Wartung der Maschine an beliebigem Ort und unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden. Wartungsarbeiten werden dadurch sehr effizient und in kurzer Zeit erledigt.

    [0047] Zudem kann die Einzieheinheit 10 selbstfahrend ausgelegt werden. In einem entsprechend gestalteten Umfeld und mit der zugehörigen Installation kann die Einzieheinheit 10 auch selbstlenkend ausgeführt werden und ihren nächsten Einsatzort selbständig und ohne Begleitung durch eine Bedienperson finden.

    [0048] Zur Bedienung ist nur für die Vorbereitung und das Abrüsten eine solche Person erforderlich. Während des Einziehens läuft die Anlage autonom. Eine Person kann somit mehrere Einzieheinheiten 10 oder Aufspanneinheiten 60 bedienen.


    Ansprüche

    1. Mobile Einzieheinheit (10) zum Einziehen von Kettfäden (20) einer ersten Webkette in Elemente eines Webgeschirrs, wobei die erste Webkette an einem vorgegebenen Standort platziert ist und die Kettfäden (20) der ersten Webkette mittels einer ersten Aufspanneinheit (60) aufgespannt sind, mit
    wenigstens einer Bereitstellungsvorrichtung (33, 43) zum Bereitstellen von Elementen des Webgeschirrs;
    wenigstens einer Aufnahmevorrichtung (32, 42) zur Aufnahme von Elementen des Webgeschirrs mit eingezogenem Kettfaden (20);
    einem Einziehmodul (11), das zum Separieren eines Elements aus der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung (33, 43), zum Ergreifen eines jeweiligen Kettfadens (20), zum Einziehen dieses Kettfadens (20) in das separierte Element, und zum Platzieren des Elements mit dem eingezogenem Kettfaden (20) an einer der Aufnahmevorrichtungen (32, 42) ausgebildet ist, wobei
    die Einzieheinheit (10) zum Einziehen einzelner Kettfäden (20) räumlich verfahrbar ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die mobile Einzieheinheit (10) bezüglich des Standorts der ersten Webkette und bezüglich der ersten Aufspanneinheit räumlich mobil ist, sodass die mobile Einzieheinheit (10) bezüglich der ersten Aufspanneinheit (60) hin- und wegbewegbar ist, um zum Einziehen von Kettfäden einer zweiten Webkette geeignet zu sein, welche zweite Webkette mittels einer zweiten Aufspanneinheit (60) aufgespannt ist, welche zweite Aufspanneinheit (60) von der ersten Aufspanneinheit (60) entfernt ist.
     
    2. Mobile Einzieheinheit (10) nach Anspruch 1, die mit einer autonomen Druckluftversorgung und/oder einer elektrischen Energiequelle zu deren Betrieb ausgestattet ist.
     
    3. Mobile Einzieheinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2, die mit einem Steuermodul zu deren automatischer Steuerung ausgestattet ist.
     
    4. Mobile Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die mit einem elektrischen Motor zu deren Fortbewegung ausgestattet ist.
     
    5. Mobile Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die mit einem Kommunikationsmodul zu deren draht- und/oder funkbasierten Steuerung ausgestattet ist.
     
    6. Mobile Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die mit Rädern (12, 12', 12") zu deren Fortbewegung ausgestattet ist.
     
    7. Anordnung, bestehend aus einer mobilen Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche und Elementen eines Webgeschirrs, bei welcher die Elemente des Webgeschirrs wenigstens ein Paar Litzentragschienen (30, 30') und an diesen Litzentragschienen (30, 30') platzierbare Litzen (31) umfassen, und die Litzentragschienen (30, 30') in der wenigstens einen Aufnahmevorrichtung (32) aufnehmbar und die Litzen (31) in der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung (33) bereitstellbar sind, und bei welcher das Einziehmodul (11) zum Platzieren der Litzen (31) an den Litzentragschienen (30, 30') ausgebildet ist.
     
    8. Anordnung, bestehend aus einer mobilen Einzieheinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 6 und Elementen eines Webgeschirrs, bei welcher die Elemente des Webgeschirrs wenigstens eine Lamellentragschiene (40) und an dieser Lamellentragschiene (40) platzierbare Lamellen (41) umfassen, bei welcher die Lamellentragschiene (40) in einer Aufnahmevorrichtung (42) aufnehmbar und die Lamellen (41) in der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung (43) bereitstellbar sind, und bei welcher das Einziehmodul (11) zum Platzieren der Lamellen (41) an der Lamellentragschiene (40) ausgebildet ist.
     
    9. Anordnung gemäss Anspruch 7, bei welcher die Elemente des Webgeschirrs ein Webblatt (50) umfassen, das in einer anderen Aufnahmevorrichtung (51) aufnehmbar ist, die in Bewegungsrichtung der Kettfäden (20) gesehen hinter den Litzen (31) angeordnet ist, und das Einziehmodul (11) zum Einziehen des jeweiligen Kettfadens (20) in zugehörige Lücken (52) des Webblatts (50) und zum schrittweisen Weiterbewegen des Webblatts (50) um eine jeweilige Lücke (52) ausgebildet ist.
     
    10. Einziehmaschine zum Einziehen von Kettfäden (20) einer Webkette in Elemente eines Webgeschirrs, mit einem stationären Teil und einem mobilen Teil, wobei der mobile Teil eine Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 umfasst und der stationäre Teil die erste Aufspanneinheit (60) zum Aufspannen der Kettfäden (20) der ersten Webkette in einer Fadenschicht (21) umfasst, und wobei die mobile Einzieheinheit (10) zum Einziehen der Kettfäden (20) in Elemente des Webgeschirrs entlang der Fadenschicht (21) verfahrbar ist,
    dadurch gekennzeichnet, dass
    die mobile Einzieheinheit (10) bezüglich des Standorts der ersten Webkette und der ersten Aufspanneinheit (60) räumlich mobil ist, sodass die mobile Einzieheinheit (10) bezüglich der ersten Aufspanneinheit (60) hin- und wegbewegbar ist, um zum Einziehen von Kettfäden einer zweiten Webkette geeignet zu sein, welche zweite Webkette mittels einer zweiten Aufspanneinheit (60) aufgespannt ist, welche zweite Aufspanneinheit von der ersten Aufspanneinheit (60) entfernt ist.
     
    11. Einziehmaschine nach Anspruch 10, bei welcher der stationäre Teil weiterhin eine Halteeinheit (70) für ein Webblatt (50) umfasst, und die mobile Einzieheinheit (10) zum Einziehen der Kettfäden (20) in Elemente des Webgeschirrs entlang von Fadenschicht (21) und Webblatt (50) verfahrbar ist, und das Einziehmodul (11) zum Einziehen des jeweiligen Kettfadens (20) in zugehörige Lücken (52) des Webblatts (50) ausgebildet ist.
     
    12. Verfahren zum Einziehen von Kettfäden (20) einer Webkette in Elemente eines Webgeschirrs mit einer mobilen Einzieheinheit (10) nach einem der Ansprüche 1-6, wobei die erste Webkette an einem vorgegebenen Standort platziert ist, umfassend die Schritte:

    Aufspannen von Kettfäden (20) der ersten Webkette in einer Fadenschicht (21) und Positionieren der mobilen Einzieheinheit (10) an der Fadenschicht (21);

    Separieren eines Elements aus der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung (33, 43), Ergreifen eines ersten Kettfadens (20), Einziehen dieses Kettfadens (20) in das separierte Element, und Platzieren des Elements mit dem eingezogenem Kettfaden (20) an der wenigstens einen Aufnahmevorrichtung (32, 42), wobei die Schritte zum Separieren, Ergreifen, Einziehen und Platzieren in dem Einziehmodul (11) durchgeführt werden;

    Räumliches Verfahren der mobilen Einzieheinheit (10) entlang der Fadenschicht (21) von einem Kettfaden (20) zum nächsten Kettfaden (20') unter jeweiliger Durchführung des vorstehenden Schritts, bis der letzte Kettfaden (20) der ersten Webkette eingezogen ist.


     
    13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem jeder der Kettfäden (20) durch jeweils eine zugehörige Litze (31) und/oder jeweils eine zugehörige Lamelle (41) und/oder eine jeweils zugehörige Lücke (52) eines Webblatts (50) gezogen wird.
     
    14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, bei dem das Webgeschirr mit den eingezogenen Kettfäden (20) aus der mobilen Einzieheinheit (10) entnommen, die mobile Einzieheinheit (10) vom Standort der ersten Webkette weggefahren wird und an einer weiteren Fadenschichtpositioniert wird, welche aus Kettfäden einer zweiten Webkette besteht und mittels einer zweiten Aufspanneinheit (60) aufgespannt ist, die von der ersten Aufspanneinheit (60) entfernt ist.
     
    15. Verwendung einer Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 zum Bedienen mehrerer räumlich verteilter Aufspanneinheiten (60), wobei jede der Aufspanneinheiten (60) in einer Fadenschicht (21) aufgespannte Kettfäden (20) umfasst.
     


    Claims

    1. A mobile drawing-in unit (10) for drawing-in warp threads (20) of a first warp into elements of a weaving harness, wherein the first warp is placed at a predetermined location, and the warp threads (20) of the first warp are tensioned by means of a first tensioning unit (60), with
    at least one feeding device (33, 43) for feeding elements of the weaving harness;
    at least one receiving device (32, 42) for receiving elements of the weaving harness with drawn-in warp thread (20);
    a drawing-in module (11) that is configured to separate an element from the at least one feeding device (33, 43), for gripping a respective warp thread (20), for drawing-in this warp thread (20) into the separated element, and for placing the element with the drawn-in warp thread (20) on one of the receiving devices (32, 42); wherein
    the drawing-in unit (10) for drawing in individual warp threads (20) is spatially transportable,
    characterised in that
    the mobile drawing-in unit (10) is spatially mobile with reference to the location of the first warp and with reference to the first tensioning unit, so that the mobile drawing-in unit (10) can be moved to and away with reference to the first tensioning unit (60), in order to be suitable for drawing in warp threads of a second warp, which second warp is tensioned by means of a second tensioning unit (60), which second tensioning unit (60) is distanced from the first tensioning unit (60).
     
    2. The mobile drawing-in unit (10) according to claim 1, which is equipped with an independent compressed air supply and/or an electric power source for the operation of said unit.
     
    3. The mobile drawing-in unit (10) according to claim 1 or 2, which is equipped with a control module for automatic control of said unit.
     
    4. The mobile drawing-in unit (10) according to any one of the preceding claims, which is equipped with an electric motor for the movement of said unit.
     
    5. The mobile drawing-in unit (10) according to any one of the preceding claims, which is equipped with a communication module for the wire-based and/or radio-based control of said unit.
     
    6. The mobile drawing-in unit (10) according to any one of the preceding claims, which is equipped with wheels (12, 12', 12") for the movement of said unit.
     
    7. An arrangement, consisting of a mobile drawing-in unit (10) according to any one of the preceding claims and elements of a weaving harness, in which the elements of the weaving harness comprise at least one pair of heald bars (30, 30') and healds (31) which can be placed on these heald bars (30, 30') and the heald bars (30, 30') can be received in the at least one receiving device (32) and the healds (31) can be fed in the at least one feeding device (33), and in which the drawing-in module (11) is configured for placing the healds (31) on the heald bars (30, 30').
     
    8. The arrangement, consisting of a mobile drawing-in unit (10) according to any one of the claims 1 to 6, and elements of a weaving harness, in which the elements of the weaving harness comprise at least one drop wire supporting rail (40) and drop wires (41) which can be placed on this drop wire supporting rail (40), in which the drop wire supporting rail (40) can be received in a receiving device (42) and the drop wires (41) can be fed in the at least one feeding device (43), and in which the drawing-in module (11) is configured for placing the drop wires (41) on the drop wire supporting rail (40).
     
    9. The arrangement according to claim 7, in which the elements of the weaving harness comprise a reed (50) which can be received in another receiving device (51), which is disposed after the healds (31) when viewed in the direction of movement of the warp threads (20), and the drawing-in module (11) is configured for drawing in the respective warp thread (20) into related gaps (52) of the reed (50) and for gradually moving the reed (50) further by a respective gap (52).
     
    10. A drawing-in machine for drawing in warp threads (20) of a warp into elements of a weaving harness, comprising a stationary part and a mobile part, wherein the mobile part comprises an arrangement according to any one of the claims 7 to 9, and the stationary part comprises the first tensioning unit (60) for tensioning the warp threads (20) of the first warp in a thread layer (21), and wherein the mobile drawing-in unit (10) can be transported along the thread layer (21) for drawing in the warp threads (20) into elements of the weaving harness,
    characterised in that
    the mobile drawing-in unit (10) is spatially mobile with reference to the location of the first warp and the first tensioning unit (60), so that the mobile drawing-in unit (10) can be moved to and away with reference to the first tensioning unit (60), in order to be suitable for drawing in warp threads of a second warp, which second warp is tensioned by means of a second tensioning unit (60), which second tensioning unit (60) is distanced from the first tensioning unit (60).
     
    11. The drawing-in machine according to claim 10, in which the stationary part further comprises a retaining unit (70) for a reed (50), and the mobile drawing-in unit (10) can be transported along the thread layer (21) and reed (50) for drawing in the warp threads (20) into elements of the weaving harness, and the drawing-in module (11) is configured for drawing in the respective warp thread (20) into related gaps (52) of the reed (50).
     
    12. A method for drawing-in warp threads (20) of a warp into elements of a weaving harness, comprising a mobile drawing-in unit (10) according to one of claims 1 to 6, wherein the warp is placed at a predetermined location, comprising the steps:

    tensioning warp threads (20) of the first warp in a thread layer (21), and positioning the mobile drawing-in unit (10) on the thread layer (21);

    separating an element from the at least one feeding device (33, 43), gripping a first warp thread (20), drawing in this warp thread (20) into the separated element, and placing the element with the drawn-in warp thread (20) on the at least one receiving device (32, 42), wherein the steps for separating, gripping, drawing in and placing are carried out in the drawing-in module (11);

    spatially transporting the mobile drawing-in unit (10) along the thread layer (21) from one warp thread (20) to the next warp thread (20') whilst respectively executing the preceding step until the last warp thread (20) of the warp is drawn in.


     
    13. The method according to claim 12, in which each of the warp threads (20) is drawn by respectively one related heald (31) and/or respectively one related drop wire (41) and/or respectively one related gap (52) of a reed (50).
     
    14. The method according to claim 12 or 13, in which the weaving harness with the drawn-in warp threads (20) is removed from the mobile drawing-in unit (10), the mobile drawing-in unit (10) is removed from the location of the first warp, and positioned on a further thread layer, which consists of warp threads of a second warp, and is tensioned by means of a second tensioning unit (60), which is distanced from the first tensioning unit (60).
     
    15. Use of an arrangement according to any one of the claims 7 to 9 for operating a plurality of spatially distributed tensioning units (60), wherein each of the tensioning units (60) comprises warp threads (20) tensioned in a thread layer (21).
     


    Revendications

    1. Unité de remettage mobile (10) pour le remettage des fils de chaîne (20) d'une première chaîne dans des éléments d'un cadre de lisses, sachant que la première chaîne est placée à un emplacement prédéfini, et les fils de chaîne (20) de la première chaîne sont serrés au moyen d'une première unité de serrage (60), comprenant
    au moins un dispositif de fourniture (33, 43) pour fournir des éléments du cadre de lisses ;
    au moins un dispositif de réception (32, 42) pour recevoir des éléments du cadre de lisses avec des fils de chaîne remis (20) ;
    un module de remettage (11) qui est conçu pour séparer un élément de l'au moins un dispositif de fourniture (33, 43), pour saisir un fil de chaîne respectif (20), pour remettre ce fil de chaîne (20) dans l'élément séparé, et pour placer l'élément avec le fil de chaîne (20) remis sur un des dispositifs de réception (32, 42), sachant que
    l'unité de remettage (10) peut être déplacée dans l'espace pour remettre des fils de chaîne (20) individuels,
    caractérisé en ce que
    l'unité de remettage mobile (10) est mobile dans l'espace par rapport à l'emplacement de la première chaîne et par rapport à la première unité de serrage, de telle sorte que l'unité de remettage mobile (10) puisse être déplacée d'avant en arrière par rapport à l'unité de serrage (60) afin d'être appropriée pour le remettage de fils de chaîne d'une seconde chaîne, laquelle seconde chaîne est serrée au moyen d'une seconde unité de serrage (60), laquelle seconde unité de serrage (60) est éloignée de la première unité de serrage (60).
     
    2. Unité de remettage mobile (10) selon la revendication 1, qui est dotée d'une alimentation en air comprimé autonome et/ou d'une source d'énergie électrique pour son fonctionnement.
     
    3. Unité de remettage mobile (10) selon la revendication 1 ou 2, qui est dotée d'un module de commande pour sa commande automatique.
     
    4. Unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications précédentes, qui est dotée d'un moteur électrique pour son déplacement.
     
    5. Unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications précédentes, qui est dotée d'un module de communication pour sa commande filaire et/ou radio.
     
    6. Unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications précédentes, qui est dotée de roues (12, 12', 12") pour son déplacement.
     
    7. Agencement, composé d'une unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications précédentes, et d'éléments d'un cadre de lisses, dans lequel les éléments du cadre de lisses comprennent au moins une paire de rails de support de lisses (30, 30') et des lisses (31) pouvant être placées sur ces rails de support de lisses (30, 30'), et les rails de support de lisses (30, 30') peuvent être reçus dans l'au moins un dispositif de réception (32), et les lisses (31) peuvent être fournies dans l'au moins un dispositif de fourniture (33), et dans lequel le module de remettage (11) est conçu pour placer les lisses (31) sur les rails de support de lisses (30, 30').
     
    8. Agencement, composé d'une unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications 1 à 6, et d'éléments d'un cadre de lisses, dans lequel les éléments du cadre de lisses comprennent au moins un rail de support de lamelles (40) et des lamelles (41) pouvant être placées sur ce rail de support de lamelles (40), dans lequel le rail de support de lamelles (40) peut être reçu dans un dispositif de réception (42) et les lamelles (41) peuvent être fournies dans l'au moins un dispositif de fourniture (43), et dans lequel le module de remettage (11) est conçu pour placer les lamelles (41) sur le rail de support de lamelles (40).
     
    9. Agencement selon la revendication 7, dans lequel les éléments du cadre de lisses comprennent un peigne miseur (50) qui peut être reçu dans un autre dispositif de réception (51), qui est disposé derrière les lisses (31) vu dans le sens de déplacement des fils de chaîne (20), et le module de remettage (11) est conçu pour remettre le fil de chaîne (20) respectif dans des interstices (52) correspondants du peigne miseur (50) et pour poursuivre le déplacement pas à pas du peigne miseur (50) par interstice (52) respectif.
     
    10. Machine de remettage pour le remettage de fils de chaîne (20) d'une chaîne dans des éléments d'un cadre de lisses, comprenant une partie fixe et une partie mobile, sachant que la partie mobile comprend un agencement selon l'une des revendications 7 à 9 et la partie fixe comprend la première unité de serrage (60) pour serrer les fils de chaîne (20) de la première chaîne dans une séquence de bobinage (21), et sachant que l'unité de remettage mobile (10) peut être déplacée le long de la séquence de bobinage (21) pour le remettage des fils de chaîne (20) dans des éléments du cadre de lisses,
    caractérisé en ce que
    l'unité de remettage mobile (10) est mobile dans l'espace par rapport à l'emplacement de la première chaîne et de la première unité de serrage (60), de telle sorte que l'unité de remettage mobile (10) peut être déplacée d'avant en arrière par rapport à la première unité de serrage (60) afin d'être appropriée pour le remettage de fils de chaîne d'une seconde chaîne, laquelle seconde chaîne est serrée au moyen d'une seconde unité de serrage (60), laquelle seconde unité de serrage (60) est éloignée de la première unité de serrage.
     
    11. Machine de remettage selon la revendication 10, dans laquelle la partie fixe comprend en outre une unité de fixation (70) pour un peigne miseur (50), et l'unité de remettage mobile (10) peut être déplacée le long de la séquence de bobinage (21) et du peigne miseur (50) pour le remettage des fils de chaîne (20) dans des éléments du cadre de lisses, et le module de remettage (11) est conçu pour remettre le fil de chaîne (20) respectif dans des interstices correspondants (52) du peigne miseur (50).
     
    12. Procédé de remettage de fils de chaîne (20) d'une chaîne dans des éléments d'un cadre de lisses, comprenant une unité de remettage mobile (10) selon les revendications 1 à 6, dans lequel la première chaîne est placée en un emplacement prédéfini, comprenant les étapes :

    de serrage de fils de chaîne (20) de la première chaîne dans une séquence de bobinage (21) et de positionnement de l'unité de remettage mobile (10) sur la séquence de bobinage (21) ;

    de séparation d'un élément de l'au moins un dispositif de fourniture (33, 43), de saisie d'un premier fil de chaîne (20), de remettage de ce fil de chaîne (20) dans l'élément séparé, et de placement de l'élément avec le fil de chaîne (20) remis sur l'au moins un dispositif de réception (32, 42), sachant que les étapes de séparation, de saisie, de remettage et de placement sont effectuées dans le module de remettage (11) ;

    de déplacement dans l'espace de l'unité de remettage mobile (10) le long de la séquence de bobinage (21) d'un fil de chaîne (20) au fil de chaîne (20') suivant par l'exécution respective de l'étape précédente, jusqu'à ce que le dernier fil de chaîne (20) de la première chaîne soit remis.


     
    13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel chacun des fils de chaîne (20) est remis à travers respectivement une lisse correspondante (31) et/ou respectivement une lamelle correspondante (41) et/ou un interstice correspondant respectif (52) d'un peigne miseur (50).
     
    14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, dans lequel le cadre de lisses avec les chaînes de fil remis (20) est enlevé de l'unité de remettage mobile (10), l'unité de remettage mobile (10) est éloignée de l'emplacement de la première chaîne et positionnée sur une autre séquence de bobinage, qui est composée de fils de chaîne d'une seconde chaîne et est serrée au moyen d'une seconde unité de serrage (60) qui est éloignée de la première unité de serrage (60).
     
    15. Emploi d'un agencement selon l'une des revendications 7 à 9 pour desservir plusieurs unités de serrage (60) réparties dans l'espace, sachant que chacune des unités de serrage (60) comprend des fils de chaîne (20) serrés dans une séquence de bobinage (21).
     




    Zeichnung


























    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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