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(11) |
EP 2 199 443 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2016 Patentblatt 2016/11 |
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Anmeldetag: 19.12.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Mobile Einzieheinheit
Mobile drawing-in unit
Unité mobile pour le rentrage de la chaine
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.06.2010 Patentblatt 2010/25 |
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Patentinhaber: Stäubli AG Pfäffikon |
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8808 Pfäffikon (CH) |
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Erfinder: |
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- Hunziker, Martin
7304 Maienfeld (CH)
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| (74) |
Vertreter: EGLI-EUROPEAN PATENT ATTORNEYS |
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Horneggstrasse 4
Postfach 8034 Zürich 8034 Zürich (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 384 801 WO-A-00/61847 CH-A- 506 643 US-A- 5 136 762
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WO-A-00/15888 WO-A-00/68479 JP-A- 6 057 595
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine mobile Einzieheinheit zum Einziehen von Kettfäden einer
Webkette in Elemente eines Webgeschirrs nach Anspruch 1, eine Anordnung, bestehend
aus einer Einzieheinheit und Elementen eines Webgeschirrs, nach Anspruch 7, eine Einziehmaschine
mit einem stationären und einem mobilen Teil nach Anspruch 10, ein entsprechendes
Einziehverfahren nach Anspruch 12 und eine bevorzugte Verwendung der Einzieheinheit
nach Anspruch 15.
[0002] Bevor auf einer Webmaschine durch die Verbindung von Kettfäden und Schussfäden ein
Gewebe oder ein Stoff entsteht, müssen die Kettfäden, einer bestimmten Ordnung folgend,
in ein Webgeschirr eingezogen werden. Zu den Elementen des Webgeschirrs zählen normalerweise
Webschäfte, Weblitzen, Kettfadenwächterlamellen sowie das Webblatt. Einziehen bedeutet
dabei, jeden einzelnen Kettfaden, der normalerweise auf einem Kettbaum in der benötigten
Länge aufgewickelt ist, jeweils in das Fadenauge einer Kettfadenwächterlamelle, einer
Weblitze sowie einer Lücke zwischen zwei Zähnen des Webblatts hindurchzuführen, so
dass das Ende des eingezogenen Kettfadens anschliessend aus dem Webblatt herausragt.
Das Gewebemuster wird dabei vorgegeben, indem die Weblitze einem bestimmten Webschaft
zugeordnet ist bzw. in einen solchen eingeführt wird.
[0003] Da Kettfäden normalerweise zu mehreren Hundert bis mehreren Tausend über eine bestimmte
Breite parallel auf einem Kettbaum aufgewickelt sind, muss dieser Vorgang genauso
oft wiederholt werden, bis eine Webkette vollständig in ein Webgeschirr eingezogen
ist. Dies wurde und wird nach wie vor von Hand ausgeführt, es stehen aber auch Maschinen
in verschiedenen Ausführungen zur Verfügung, die entweder einen Teil der Vorgänge
(halbautomatische Einziehmaschinen) oder den ganzen Ablauf automatisch ausführen (automatische
Einziehmaschinen).
[0004] Halbautomatische Einziehmaschinen sind zwar relativ kostengünstig, haben gegenüber
automatischen Einziehmaschinen aber den grossen Nachteil, dass eine Bedienperson zu
100% an der Maschine beschäftigt ist und den Einziehvorgang teilweise manuell ausführt.
Auf diese Weise lässt sich gegenüber dem Einziehen von Hand nur eine geringe Produktivitätssteigerung
erreichen, und die Fehlerrate ist relativ hoch.
[0005] Automatische Einziehmaschinen sind bekannt und auf dem Markt in verschiedenen Ausführungsformen
erhältlich. Sie verfügen über eine selbsttätige Steuerung für alle Vorgänge, die für
das Einziehen von Kettfäden in ein Webgeschirr notwendig sind. Die Aufgaben des Bedienpersonals
beschränken sich auf die Vorbereitung und Überwachung des Ablaufs und der Funktionen
sowie die Zu- und Abfuhr des Ausgangsmaterials. Die Produktivität kann damit gegenüber
dem Einziehen von Hand um ein Mehrfaches gesteigert und die Fehlerrate stark reduziert
werden.
[0006] Aus der
Patentschrift EP 0 460 129 ist eine Einziehmaschine bekannt, die ein oszillierend antreibbares, nadelförmiges
Einziehorgan mit einem flexiblen Greiferband aufweist, das einen Klemmgreifer trägt,
und die eine kanalartige Führung für das Einziehorgan aufweist. Dadurch soll ein sicherer
und zuverlässiger Einzug von Kettfäden aller Art gewährleistet sein.
[0007] Bekannte Nachteile solch automatischer Einziehmaschinen sind allerdings ihr hoher
Preis, ihr relativ hoher Platzbedarf und der fixe Standort innerhalb der Weberei.
Dieser muss so gewählt werden, dass ein rationeller Materialfluss möglich ist. Eine
spätere Veränderung des Standorts einer Einziehmaschine ist nur mit erheblichem Installations-
und Zeitaufwand sowie Produktionsunterbruch möglich. Dies führt zu hohen Initialkosten
und grossen Kapazitäten, die u.U. nicht genutzt werden.
[0008] Die Druckschrift
JP 06 057595 A offenbart eine Einziehmaschine mit einer stationären Einzieheinheit, welche entlang
einer Aufspanneinheit verfahrbar einzelne Kettfäden einzieht.
[0009] Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die vorstehenden Nachteile
überwunden und insbesondere ein besonders flexibles Einziehen von Webketten auf zudem
einfache und kostengünstige Art und Weise ermöglicht wird.
[0010] Dies wird zunächst durch eine Einzieheinheit nach Anspruch 1 erreicht.
[0011] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung besteht dabei darin, dass die erfindungsgemässe
Einzieheinheit flexibel bezüglich des Standorts ist und zudem einen geringen Platzbedarf
erfordert. Ihre Kapazität ist dabei ausbaubar, d.h. schon für einen geringen Bedarf
geeignet, aber bis zu hohen Leistungen erweiterungsfähig. Weiterhin sind nur geringe
Grundinvestitionskosten für deren Anschaffung und Betrieb notwendig.
[0012] Vorteilhafte Ausführungsformen der Einzieheinheit sind in den abhängigen Ansprüchen
angegeben.
[0013] Zum Betrieb der Einzieheinheit wird diese bevorzugt mit einer autonomen Druckluftversorgung
und/oder einer elektrischen Energiequelle ausgestattet. Dadurch steigt deren Flexibilität
erheblich, da sie von Kabeln befreit und von externen Anschlüssen unabhängig, also
autonom betreibbar und damit räumlich flexibel ist.
[0014] Darüber hinaus kann auch ein Steuermodul zur automatischen Steuerung der Einzieheinheit
vorgesehen sein, insbesondere z.B. von deren Einziehmodul. Ein besonders leichtes
Fortbewegen der Einzieheinheit wird bevorzugt dadurch gewährleistet, indem diese mit
einem elektrischen Motor für den Fahrbetrieb ausgestattet ist. Durch beides wird eine
weitgehend automatisierte Führung der Einheit in einem Produktionsbetrieb mit z.B.
mehreren räumlich getrennten Webmaschinen und Kettbäumen unterstützt.
[0015] Zur Führung einer solchen Einzieheinheit ist diese bevorzugt mit einem Kommunikationsmodul
zu deren draht- und/oder funkbasierten Steuerung ausgestattet. In besonders bevorzugter
Weise sind dabei Führungskabel für die Einzieheinheit im Boden einer Produktionsstätte
verlegt, entlang sich die Einheit drahtlos autonom fortbewegt. Fahraufträge können
der Einheit dabei drahtlos via Funksignal übermittelt werden.
[0016] Grundsätzlich muss die Einzieheinheit kein bestimmtes Fahrwerk aufweisen. Sie kann
z.B. auf Gleisen bewegt werden, die allerdings eine vorherige Verlegung erfordern.
Zur Fortbewegung der Einheit ist diese aber bevorzugt mit Rädern ausgestattet, so
dass eine besonders grosse Flexibilität gewährleistet ist.
[0017] Der eingangs genannte Vorteil der vorliegenden Erfindung wird auch durch eine Anordnung,
bestehend aus einer Einziehmaschine und Elementen eines Webgeschirrs, nach Anspruch
7 erzielt, wobei die Elemente des Webgeschirrs wenigstens ein Paar Litzentragschienen
und an diesen Litzentragschienen platzierbare Litzen umfassen, und die Litzentragschienen
in der wenigstens einen Aufnahmevorrichtung aufnehmbar und die Litzen in einer Bereitstellungsvorrichtung
bereitstellbar sind, und bei welcher das Einziehmodul zum Platzieren der Litzen an
den Litzentragschienen ausgebildet ist. Die Litzentragschienen können dabei auch bereits
so vorbereitet sein, dass sie in seitlichen Webschäften gehalten sind und zusammen
mit diesen in die Aufnahmevorrichtung eingesetzt werden. Damit lassen sich die Grundelemente
eines Webgeschirrs an der Einzieheinheit aufnehmen und einziehen. Die Rüstzeiten beschränken
sich dadurch auf diese Einheit und nicht auf die Vorbereitung eines Kettbaums, der
die einzuziehende Webkette trägt.
[0018] Die Einheit kann dadurch besonders schnell und flexibel zum Einziehen weiterer Fadenschichten
zur Verfügung gestellt werden.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anordnung ist es zudem vorgesehen,
dass die Elemente des Webgeschirrs wenigstens eine Lamellentragschiene und an dieser
Lamellentragschiene platzierbare Lamellen umfassen, bei welcher die Lamellentragschiene
in einer Aufnahmevorrichtung aufnehmbar und die Lamellen in der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung
bereitstellbar sind, und das Einziehmodul zum Platzieren der Lamellen an der Lamellentragschiene
ausgebildet ist. Dadurch werden weitere Elemente eines Webgeschirrs an der Einzieheinheit
aufnehmbar und einziehbar, abhängig von den jeweiligen Anforderungen des gewünschten
Webvorgangs. Die Einzieheinheit wird dadurch noch flexibler einsetzbar.
[0020] In einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der Anordnung ist es ausserdem
vorgesehen, dass die Elemente des Webgeschirrs ein Webblatt umfassen, das in einer
anderen Aufnahmevorrichtung aufnehmbar ist, die in Bewegungsrichtung der Kettfäden
gesehen hinter den Litzen angeordnet ist, und das Einziehmodul zum Einziehen des jeweiligen
Kettfadens in zugehörige Lücken des Webblatts und zum schrittweisen Weiterbewegen
des Webblatts um eine jeweilige Lücke ausgebildet ist. Auch dadurch wird die Einzieheinheit
flexibel einsetzbar. Das Webblatt kann dabei in der Aufnahmevorrichtung gehalten sein
und durch einen geeigneten Mechanismus des Einziehmoduls z.B. entgegen der Verfahrrichtung
der Einzieheinheit weiterbewegt werden, so dass es praktisch raumfest zu der Webkette
positioniert bleibt.
[0021] Der eingangs genannte Vorteil der vorliegenden Erfindung wird auch durch eine Einziehmaschine
nach Anspruch 10 erzielt, die einen stationären und einen mobilen Teil aufweist, wobei
erster eine Aufspanneinheit für eine Kettfadenschicht und letzter die Anordnung umfasst.
[0022] Ein wesentlicher Punkt der Einziehmaschine besteht dabei darin, dass die Position
der Aufspanneinheit so gewählt werden kann, dass sie optimal auf den Materialfluss
in der Weberei abgestimmt ist. Durch den erfindungsgemässen Aufbau der Maschine entsteht
somit eine besonders grosse Flexiblität.
[0023] Der stationäre Teil der Einziehmaschine umfasst dabei bevorzugt eine Aufspannvorrichtung
für die Kettfadenschicht. Ausserdem kann eine Halteeinheit für ein Webblatt vorgesehen
sein. Die Einzieheinheit ist zum Einziehen der Kettfäden in Elemente des Webgeschirrs
entlang der Fadenschicht und des Webblatts verfahrbar, und das Einziehmodul ist zum
Einziehen des jeweiligen Kettfadens in Litzen und/oder Lamellen und/ oder zugehörige
Lücken des Webblatts ausgebildet.
[0024] Der eingangs genannte Vorteil der vorliegenden Erfindung wird auch durch ein Verfahren
nach Anspruch 12 gelöst.
[0025] Bevorzugte Ausprägungen des Verfahrens sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0026] In einer bevorzugten Ausprägung des Verfahrens wird jeder der Kettfäden durch jeweils
eine zugehörige Litze und/oder jeweils eine zugehörige Lamelle und/oder eine jeweils
zugehörige Lücke eines Webblatts gezogen. Damit sind optional alle wesentliche Elemente
eines Webgeschirrs in den Einziehprozess integrierbar, wodurch eine erhebliche Flexibilität
hinsichtlich der Anforderungen des gewünschten Webvorgangs gewährleistet ist.
[0027] Im Anschluss an das Einziehen der Webkette in die Elemente des Webgeschirrs wird
das Webgeschirr mit den eingezogenen Kettfäden aus der Einziehmaschine entnommen und
die Einzieheinheit bevorzugt an einer weiteren Fadenschicht bzw. Aufspanneinheit positioniert.
Die Einzieheinheit steht damit besonders schnell wieder für einen weiteren Einziehvorgang
zur Verfügung, wobei sie räumlich völlig flexibel einsetzbar ist.
[0028] Die erfindungsgemässe mobile Einzieheinheit soll demgemäss auch zum Bedienen räumlich
verteilter Aufspanneinheiten mit in einer Fadenschicht aufgespannten Kettfäden Verwendung
finden.
[0029] Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher
erläutert werden. Die Figuren verdeutlichen die einzelnen Verfahrensschritte samt
den dabei zur Anwendung kommenden Einheiten. Auf Grund der Vielzahl gleicher oder
gleichwirkender Teile sind diese mit gleichen Bezugsziffern gekennzeichnet, so dass
ein guter Überblick gewahrt bleibt. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Aufspanneinheit mit einer darin eingelegten Kettfadenschicht
eines Kettbaums in Vorbereitungsstellung;
- Figur 2
- die Aufspanneinheit der Figur 1 in Einziehstellung, zum Positionieren einer erfindungsgemässen
Einzieheinheit;
- Figur 3
- eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Einziehmaschine mit einer Einzieheinheit
und der Aufspanneinheit der Figuren 1 und 2;
- Figur 4
- eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls der Einzieheinheit der Figur 3 mit einer
Bereitstellungs- und Aufnahmevorrichtung für Litzen;
- Figur 5
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Einziehmaschine der Figuren 3
und 4 mit einer Halteeinheit für ein Webblatt;
- Figur 6
- eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls der Einzieheinheit der Figuren 3 bis 5
mit einer Aufnahmevorrichtung für das Webblatt, und
- Figur 7
- eine perspektivische Ansicht der Einziehmaschine der Figuren 3 bis 6 mit einer Bereitstellungs-
und Aufnahmevorrichtung für Lamellen.
[0030] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Aufspanneinheit 60 mit einer
darin eingelegten Kettfadenschicht 21 eines Kettbaums 61 in Vorbereitungsstellung.
Die normalerweise ortsfeste Aufspanneinheit 60 verfügt über einen in die Senkrechte
oder Wagrechte schwenkbaren Fadenrahmen 62 zum Aufspannen einer Kettfadenschicht 21
aus einzelnen Kettfäden 20, 20' des Kettbaums 61. Die Breite entspricht mindestens
der breitesten zu verarbeitenden Fadenschicht 21. Der Fadenrahmen 62 verfügt über
Mittel, die Fadenschicht 21 mit der für die Verarbeitung notwendigen Spannung zu versehen.
Die Aufspanneinheit 60 kann auf der Seite des Fadenrahmens 62 zusätzlich mit einer
Halterung 70, in Figur 7 gezeigt, für ein Webblatt versehen werden, in das die Kettfäden
20, 20' während des Einziehens simultan eingezogen werden können.
[0031] Die Figur 2 zeigt die Aufspanneinheit 60 der Figur 1 in Einziehstellung, zum Positionieren
einer erfindungsgemässen Einzieheinheit 10. Dabei ist der Fadenrahmen 62 mit der aufgespannten
Kettfadenschicht 21 zum Einziehen der einzelnen Fäden 21, 21' senkrecht nach unten
geklappt.
[0032] Die Figur 3 zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemässen Einziehmaschine
mit einer Einzieheinheit 10 und der Aufspanneinheit 60 der Figuren 1 und 2. Die Einzieheinheit
ist auf einem fahrbaren Chassis mit Rädern 12 ... 12" aufgebaut und besteht aus einer
Aufnahmevorrichtung 32 für Litzentragschienen 30, 30', an denen Weblitzen 31 platzierbar
sind. Zur Magazinierung der Litzen 31 ist eine Bereitstellungsvorrichtung 33 vorgesehen.
Zwischen der Bereitstellungsvorrichtung 33 für die Litzen 31 und der Aufnahmevorrichtung
32 für die Litzen mit eingezogenem Kettfaden 20, 20' ist ein Einziehmodul 11 angeordnet,
das eine Separierung der Litzen 31 aus der Bereitstellungsvorrichtung 33, das Einziehen
eines jeweiligen Kettfadens 20, 20' in Fadenaugen der Litzen 31, und eine Verteilung
der Litzen 31 an die einzelnen Litzentragschienen 30, 30' vornimmt. Das Einziehmodul
11 verfügt dabei weiterhin über Mittel zur Programmierung, Bedienung und Steuerung
der Einziehmaschine.
[0033] Die Figur 4 zeigt eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls 11 der Einzieheinheit
10 der Figur 3 mit einer Bereitstellungsvorrichtung 33 und Aufnahmevorrichtung 32
für Litzen 31. Räumlich dahinter ist die Aufspanneinheit 60 dargestellt, in deren
senkrecht gestellten Fadenrahmen 62 eine Fadenschicht 21 aus einzelnen Kettfäden 20,
20' aufgespannt ist. Die von dem Einziehmodul 11 aus nacheinander aus der Fadenschicht
21 gegriffenen Fäden 20, 20' werden in die Litzen 31 eingezogen, die dazu einzeln
aus der Bereitstellungsvorrichtung 33 separiert und schliesslich mit eingezogenem
Kettfaden 20, 20' an Litzentragschienen 30, 30' verteilt werden.
[0034] Die Figur 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemässen Einziehmaschine
der Figuren 3 und 4 mit einer Halteeinheit 70 für ein Webblatt 50. Wenn ein solches
Webblatt 50 verwendet werden soll, wird es in die Halteeinheit 70 eingelegt oder eingespannt
und in einer Aufnahmevorrichtung 51 des Einziehmoduls 11 aufgenommen, wenn die Einzieheinheit
10 vor der Aufspanneinheit 60 positioniert wird. Die Einziehmaschine besteht nun aus
dem stationären Aufspannrahmen 60 und der stationären Halteeinheit 70 (mit Webblatt
50) sowie der mobilen Einzieheinheit 10. Das Einziehmodul 11 ist dabei so ausgelegt,
dass mit schrittweisen Verfahren der Einzieheinheit 10 entlang der Fadenschicht 21
jeder Kettfaden 20, 20' in eine Litze 31 und in eine Blattlücke des Webblatts 50 eingezogen
wird.
[0035] Die Figur 6 zeigt eine vergrösserte Ansicht des Einziehmoduls 11 der Einzieheinheit
10 der Figuren 3 bis 5 mit einer Aufnahmevorrichtung 51 für das Webblatt 50, das wiederum
an der Halteeinheit 70 gehalten ist. Das Einziehmodul 11 separiert einzelne Litzen
31 aus der Bereitstellungseinheit 33, ergreift einen Kettfaden 20 aus der Fadenschicht
21 an der Aufspanneinheit 60, zieht diesen Faden 20 in ein Fadenauge der separierten
Litze 31 und in eine Lücke 52 des Webblatts 50 ein und platziert die Litze 31 an den
Litzentragschienen 30, 30' der Aufnahmevorrichtung 32. Danach rückt die Einzieheinheit
10 zum nächsten Kettfaden 20' weiter und wiederholt den Einziehvorgang, bis schliesslich
der letzte Kettfaden der Schicht 21 verarbeitet ist.
[0036] Die Figur 7 zeigt eine perspektivische Ansicht der Einziehmaschine der Figuren 3
bis 6 mit einer Bereitstellungs- und Aufnahmevorrichtung 43, 42 für Lamellen 41. Das
Einziehmodul ist dabei zudem zum schrittweisen Separieren der Lamellen 41 und zum
Einziehen eines Kettfadens 20 aus der Fadenschicht 21 der Aufspanneinheit 60 in eine
Litze 31, eine Lamelle 41 und auch in eine Lücke 52 des Webblatts 50, sowie zum Platzieren
der Lamelle 41 an einer Lamellentragschiene 40 der Aufnahmevorrichtung 42 ausgebildet.
Grundsätzlich kann das Modul 11 dabei auch ein Schneiden der Kettfäden 20, 20' vornehmen
und mit einer entsprechenden Schneidvorrichtung versehen sein.
[0037] Ein Einziehvorgang unter Verwendung der vorstehend beschriebenen Einziehmaschine
kann dementsprechend wie folgt vorbereitet und durchgeführt werden.
[0038] Zunächst wird die einzuziehende Webkette zur Aufspanneinheit 60 gebracht und die
Kettfadenschicht 21 auf dem Fadenrahmen 62 aufgespannt. Je nach bevorzugter Arbeitsweise
kann dies in horizontaler oder vertikaler Lage des Fadenrahmens 62 geschehen. Nach
Fertigstellung wird der Fadenrahmen 62 in die Senkrechte geschwenkt. Bei Verwendung
eines Webblatts 50 kann dieses in die dafür vorgesehene Halteeinheit 70 eingespannt
werden.
[0039] Danach wird die Einzieheinheit 10 an den Anfang der Kettfadenschicht 21 gefahren.
Spätestens jetzt wird die Einzieheinheit für das Einziehen vorbereitet, indem gemäss
eines Einzugsrapports eine benötigte Anzahl von Litzentragschienen oder Webschäfte
30, 30' bzw. Lamellentragschienen 40 in die dafür vorgesehene Aufnahmevorrichtung
32, 42 eingelegt werden. Zudem wird die Bereitstellungsvorrichtung 33 bzw. 43 für
Litzenstapel und Lamellenstapel aufgefüllt und eine Programmierung und / oder Eingabe
des Einzugsrapports vorgenommen.
[0040] Danach wird der Start des Einziehprozesses ausgelöst. Das Einziehen der Kettfäden
20, 20' erfolgt auf an sich bekannte Weise in Litzen 31, Lamellen 41 und das Webblatt
50 bis zum letzten gemäss Einzugsrapport programmierten Kettfaden. Die Litzen 31 und
Lamellen 41 mit darin eingezogenen Kettfäden 20, 20' werden an die dafür gemäss Einzugsrapport
vorgesehenen Litzentragschienen 30, 30' bzw. Lamellentragschienen 40 verteilt. Die
zuletzt in die Blattlücken 52 des Webblatts 50 eingezogenen Kettfäden 20, 20' ragen
vorne aus dem Webblatt 50 heraus.
[0041] Die Einzieheinheit 10 bewegt sich während des Einziehens seitwärts vom Anfang zum
Ende der Kettfadenschicht 21 entsprechend des Einzugsfortschritts. Ist das Ende der
Kettfadenschicht 21 erreicht und der letzte Kettfaden 20, 20' eingezogen, steht die
Einzieheinheit 10 direkt vor dem Kettbaum 61.
[0042] Zum Abrüsten werden das Webblatt 50 aus der Halteeinheit 70 gelöst, die Litzentragschienen
30, 30' mit den Litzen 31 sowie die Lamellentragschienen 40 mit den Lamellen 41 herausgehoben
und samt der Webkette von der Aufspanneinheit 60 entfernt. Gleichzeitig kann die Einzieheinheit
10 weggefahren werden. Aufspanneinheit 60 und Einzieheinheit 10 sind damit wieder
frei für einen nächsten Einziehprozess bzw. dessen Vorbereitung.
[0043] Mit einer einzigen Einzieheinheit 10 können damit eine oder mehrere Aufspanneinheiten
60 bedient werden. Dies hat den Vorteil, dass die Kapazität der Einzieheinheit 10
im Bedarfsfall voll genutzt werden kann, indem praktisch ohne Unterbrechung an einer
der Aufspanneinheiten 60 eingezogen werden kann und nur kurz für das Vorbereiten und
Abrüsten und Umplatzieren der Einzieheinheit 10 unterbrochen werden muss.
[0044] Während des Einziehens bleiben die oft schweren Kettbäume 61 stationär. Motorische
Antriebe zu deren Vorwärtsbewegung entfallen dadurch.
[0045] Je nach Materialfluss oder topologischer Auslegung der Weberei kann eine Einzieheinheit
10 mehrere, auch voneinander entfernte wie z.B. in unterschiedlichen Websälen befindliche
Aufspanneinheiten 60 bedienen. Damit können Investitionskosten niedrig gehalten und
lange Transportwege beispielsweise für schwere Webketten vermieden werden.
[0046] Dank der Mobilität der Einzieheinheit 10 kann die Wartung der Maschine an beliebigem
Ort und unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden. Wartungsarbeiten werden dadurch
sehr effizient und in kurzer Zeit erledigt.
[0047] Zudem kann die Einzieheinheit 10 selbstfahrend ausgelegt werden. In einem entsprechend
gestalteten Umfeld und mit der zugehörigen Installation kann die Einzieheinheit 10
auch selbstlenkend ausgeführt werden und ihren nächsten Einsatzort selbständig und
ohne Begleitung durch eine Bedienperson finden.
[0048] Zur Bedienung ist nur für die Vorbereitung und das Abrüsten eine solche Person erforderlich.
Während des Einziehens läuft die Anlage autonom. Eine Person kann somit mehrere Einzieheinheiten
10 oder Aufspanneinheiten 60 bedienen.
1. Mobile Einzieheinheit (10) zum Einziehen von Kettfäden (20) einer ersten Webkette
in Elemente eines Webgeschirrs, wobei die erste Webkette an einem vorgegebenen Standort
platziert ist und die Kettfäden (20) der ersten Webkette mittels einer ersten Aufspanneinheit
(60) aufgespannt sind, mit
wenigstens einer Bereitstellungsvorrichtung (33, 43) zum Bereitstellen von Elementen
des Webgeschirrs;
wenigstens einer Aufnahmevorrichtung (32, 42) zur Aufnahme von Elementen des Webgeschirrs
mit eingezogenem Kettfaden (20);
einem Einziehmodul (11), das zum Separieren eines Elements aus der wenigstens einen
Bereitstellungsvorrichtung (33, 43), zum Ergreifen eines jeweiligen Kettfadens (20),
zum Einziehen dieses Kettfadens (20) in das separierte Element, und zum Platzieren
des Elements mit dem eingezogenem Kettfaden (20) an einer der Aufnahmevorrichtungen
(32, 42) ausgebildet ist, wobei
die Einzieheinheit (10) zum Einziehen einzelner Kettfäden (20) räumlich verfahrbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mobile Einzieheinheit (10) bezüglich des Standorts der ersten Webkette und bezüglich
der ersten Aufspanneinheit räumlich mobil ist, sodass die mobile Einzieheinheit (10)
bezüglich der ersten Aufspanneinheit (60) hin- und wegbewegbar ist, um zum Einziehen
von Kettfäden einer zweiten Webkette geeignet zu sein, welche zweite Webkette mittels
einer zweiten Aufspanneinheit (60) aufgespannt ist, welche zweite Aufspanneinheit
(60) von der ersten Aufspanneinheit (60) entfernt ist.
2. Mobile Einzieheinheit (10) nach Anspruch 1, die mit einer autonomen Druckluftversorgung
und/oder einer elektrischen Energiequelle zu deren Betrieb ausgestattet ist.
3. Mobile Einzieheinheit (10) nach Anspruch 1 oder 2, die mit einem Steuermodul zu deren
automatischer Steuerung ausgestattet ist.
4. Mobile Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die mit einem elektrischen
Motor zu deren Fortbewegung ausgestattet ist.
5. Mobile Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die mit einem Kommunikationsmodul
zu deren draht- und/oder funkbasierten Steuerung ausgestattet ist.
6. Mobile Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, die mit Rädern (12,
12', 12") zu deren Fortbewegung ausgestattet ist.
7. Anordnung, bestehend aus einer mobilen Einzieheinheit (10) nach einem der vorstehenden
Ansprüche und Elementen eines Webgeschirrs, bei welcher die Elemente des Webgeschirrs
wenigstens ein Paar Litzentragschienen (30, 30') und an diesen Litzentragschienen
(30, 30') platzierbare Litzen (31) umfassen, und die Litzentragschienen (30, 30')
in der wenigstens einen Aufnahmevorrichtung (32) aufnehmbar und die Litzen (31) in
der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung (33) bereitstellbar sind, und bei
welcher das Einziehmodul (11) zum Platzieren der Litzen (31) an den Litzentragschienen
(30, 30') ausgebildet ist.
8. Anordnung, bestehend aus einer mobilen Einzieheinheit (10) nach einem der Ansprüche
1 bis 6 und Elementen eines Webgeschirrs, bei welcher die Elemente des Webgeschirrs
wenigstens eine Lamellentragschiene (40) und an dieser Lamellentragschiene (40) platzierbare
Lamellen (41) umfassen, bei welcher die Lamellentragschiene (40) in einer Aufnahmevorrichtung
(42) aufnehmbar und die Lamellen (41) in der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung
(43) bereitstellbar sind, und bei welcher das Einziehmodul (11) zum Platzieren der
Lamellen (41) an der Lamellentragschiene (40) ausgebildet ist.
9. Anordnung gemäss Anspruch 7, bei welcher die Elemente des Webgeschirrs ein Webblatt
(50) umfassen, das in einer anderen Aufnahmevorrichtung (51) aufnehmbar ist, die in
Bewegungsrichtung der Kettfäden (20) gesehen hinter den Litzen (31) angeordnet ist,
und das Einziehmodul (11) zum Einziehen des jeweiligen Kettfadens (20) in zugehörige
Lücken (52) des Webblatts (50) und zum schrittweisen Weiterbewegen des Webblatts (50)
um eine jeweilige Lücke (52) ausgebildet ist.
10. Einziehmaschine zum Einziehen von Kettfäden (20) einer Webkette in Elemente eines
Webgeschirrs, mit einem stationären Teil und einem mobilen Teil, wobei der mobile
Teil eine Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 umfasst und der stationäre Teil
die erste Aufspanneinheit (60) zum Aufspannen der Kettfäden (20) der ersten Webkette
in einer Fadenschicht (21) umfasst, und wobei die mobile Einzieheinheit (10) zum Einziehen
der Kettfäden (20) in Elemente des Webgeschirrs entlang der Fadenschicht (21) verfahrbar
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
die mobile Einzieheinheit (10) bezüglich des Standorts der ersten Webkette und der
ersten Aufspanneinheit (60) räumlich mobil ist, sodass die mobile Einzieheinheit (10)
bezüglich der ersten Aufspanneinheit (60) hin- und wegbewegbar ist, um zum Einziehen
von Kettfäden einer zweiten Webkette geeignet zu sein, welche zweite Webkette mittels
einer zweiten Aufspanneinheit (60) aufgespannt ist, welche zweite Aufspanneinheit
von der ersten Aufspanneinheit (60) entfernt ist.
11. Einziehmaschine nach Anspruch 10, bei welcher der stationäre Teil weiterhin eine Halteeinheit
(70) für ein Webblatt (50) umfasst, und die mobile Einzieheinheit (10) zum Einziehen
der Kettfäden (20) in Elemente des Webgeschirrs entlang von Fadenschicht (21) und
Webblatt (50) verfahrbar ist, und das Einziehmodul (11) zum Einziehen des jeweiligen
Kettfadens (20) in zugehörige Lücken (52) des Webblatts (50) ausgebildet ist.
12. Verfahren zum Einziehen von Kettfäden (20) einer Webkette in Elemente eines Webgeschirrs
mit einer mobilen Einzieheinheit (10) nach einem der Ansprüche 1-6, wobei die erste
Webkette an einem vorgegebenen Standort platziert ist, umfassend die Schritte:
Aufspannen von Kettfäden (20) der ersten Webkette in einer Fadenschicht (21) und Positionieren
der mobilen Einzieheinheit (10) an der Fadenschicht (21);
Separieren eines Elements aus der wenigstens einen Bereitstellungsvorrichtung (33,
43), Ergreifen eines ersten Kettfadens (20), Einziehen dieses Kettfadens (20) in das
separierte Element, und Platzieren des Elements mit dem eingezogenem Kettfaden (20)
an der wenigstens einen Aufnahmevorrichtung (32, 42), wobei die Schritte zum Separieren,
Ergreifen, Einziehen und Platzieren in dem Einziehmodul (11) durchgeführt werden;
Räumliches Verfahren der mobilen Einzieheinheit (10) entlang der Fadenschicht (21)
von einem Kettfaden (20) zum nächsten Kettfaden (20') unter jeweiliger Durchführung
des vorstehenden Schritts, bis der letzte Kettfaden (20) der ersten Webkette eingezogen
ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem jeder der Kettfäden (20) durch jeweils eine zugehörige
Litze (31) und/oder jeweils eine zugehörige Lamelle (41) und/oder eine jeweils zugehörige
Lücke (52) eines Webblatts (50) gezogen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, bei dem das Webgeschirr mit den eingezogenen Kettfäden
(20) aus der mobilen Einzieheinheit (10) entnommen, die mobile Einzieheinheit (10)
vom Standort der ersten Webkette weggefahren wird und an einer weiteren Fadenschichtpositioniert
wird, welche aus Kettfäden einer zweiten Webkette besteht und mittels einer zweiten
Aufspanneinheit (60) aufgespannt ist, die von der ersten Aufspanneinheit (60) entfernt
ist.
15. Verwendung einer Anordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 zum Bedienen mehrerer
räumlich verteilter Aufspanneinheiten (60), wobei jede der Aufspanneinheiten (60)
in einer Fadenschicht (21) aufgespannte Kettfäden (20) umfasst.
1. A mobile drawing-in unit (10) for drawing-in warp threads (20) of a first warp into
elements of a weaving harness, wherein the first warp is placed at a predetermined
location, and the warp threads (20) of the first warp are tensioned by means of a
first tensioning unit (60), with
at least one feeding device (33, 43) for feeding elements of the weaving harness;
at least one receiving device (32, 42) for receiving elements of the weaving harness
with drawn-in warp thread (20);
a drawing-in module (11) that is configured to separate an element from the at least
one feeding device (33, 43), for gripping a respective warp thread (20), for drawing-in
this warp thread (20) into the separated element, and for placing the element with
the drawn-in warp thread (20) on one of the receiving devices (32, 42); wherein
the drawing-in unit (10) for drawing in individual warp threads (20) is spatially
transportable,
characterised in that
the mobile drawing-in unit (10) is spatially mobile with reference to the location
of the first warp and with reference to the first tensioning unit, so that the mobile
drawing-in unit (10) can be moved to and away with reference to the first tensioning
unit (60), in order to be suitable for drawing in warp threads of a second warp, which
second warp is tensioned by means of a second tensioning unit (60), which second tensioning
unit (60) is distanced from the first tensioning unit (60).
2. The mobile drawing-in unit (10) according to claim 1, which is equipped with an independent
compressed air supply and/or an electric power source for the operation of said unit.
3. The mobile drawing-in unit (10) according to claim 1 or 2, which is equipped with
a control module for automatic control of said unit.
4. The mobile drawing-in unit (10) according to any one of the preceding claims, which
is equipped with an electric motor for the movement of said unit.
5. The mobile drawing-in unit (10) according to any one of the preceding claims, which
is equipped with a communication module for the wire-based and/or radio-based control
of said unit.
6. The mobile drawing-in unit (10) according to any one of the preceding claims, which
is equipped with wheels (12, 12', 12") for the movement of said unit.
7. An arrangement, consisting of a mobile drawing-in unit (10) according to any one of
the preceding claims and elements of a weaving harness, in which the elements of the
weaving harness comprise at least one pair of heald bars (30, 30') and healds (31)
which can be placed on these heald bars (30, 30') and the heald bars (30, 30') can
be received in the at least one receiving device (32) and the healds (31) can be fed
in the at least one feeding device (33), and in which the drawing-in module (11) is
configured for placing the healds (31) on the heald bars (30, 30').
8. The arrangement, consisting of a mobile drawing-in unit (10) according to any one
of the claims 1 to 6, and elements of a weaving harness, in which the elements of
the weaving harness comprise at least one drop wire supporting rail (40) and drop
wires (41) which can be placed on this drop wire supporting rail (40), in which the
drop wire supporting rail (40) can be received in a receiving device (42) and the
drop wires (41) can be fed in the at least one feeding device (43), and in which the
drawing-in module (11) is configured for placing the drop wires (41) on the drop wire
supporting rail (40).
9. The arrangement according to claim 7, in which the elements of the weaving harness
comprise a reed (50) which can be received in another receiving device (51), which
is disposed after the healds (31) when viewed in the direction of movement of the
warp threads (20), and the drawing-in module (11) is configured for drawing in the
respective warp thread (20) into related gaps (52) of the reed (50) and for gradually
moving the reed (50) further by a respective gap (52).
10. A drawing-in machine for drawing in warp threads (20) of a warp into elements of a
weaving harness, comprising a stationary part and a mobile part, wherein the mobile
part comprises an arrangement according to any one of the claims 7 to 9, and the stationary
part comprises the first tensioning unit (60) for tensioning the warp threads (20)
of the first warp in a thread layer (21), and wherein the mobile drawing-in unit (10)
can be transported along the thread layer (21) for drawing in the warp threads (20)
into elements of the weaving harness,
characterised in that
the mobile drawing-in unit (10) is spatially mobile with reference to the location
of the first warp and the first tensioning unit (60), so that the mobile drawing-in
unit (10) can be moved to and away with reference to the first tensioning unit (60),
in order to be suitable for drawing in warp threads of a second warp, which second
warp is tensioned by means of a second tensioning unit (60), which second tensioning
unit (60) is distanced from the first tensioning unit (60).
11. The drawing-in machine according to claim 10, in which the stationary part further
comprises a retaining unit (70) for a reed (50), and the mobile drawing-in unit (10)
can be transported along the thread layer (21) and reed (50) for drawing in the warp
threads (20) into elements of the weaving harness, and the drawing-in module (11)
is configured for drawing in the respective warp thread (20) into related gaps (52)
of the reed (50).
12. A method for drawing-in warp threads (20) of a warp into elements of a weaving harness,
comprising a mobile drawing-in unit (10) according to one of claims 1 to 6, wherein
the warp is placed at a predetermined location, comprising the steps:
tensioning warp threads (20) of the first warp in a thread layer (21), and positioning
the mobile drawing-in unit (10) on the thread layer (21);
separating an element from the at least one feeding device (33, 43), gripping a first
warp thread (20), drawing in this warp thread (20) into the separated element, and
placing the element with the drawn-in warp thread (20) on the at least one receiving
device (32, 42), wherein the steps for separating, gripping, drawing in and placing
are carried out in the drawing-in module (11);
spatially transporting the mobile drawing-in unit (10) along the thread layer (21)
from one warp thread (20) to the next warp thread (20') whilst respectively executing
the preceding step until the last warp thread (20) of the warp is drawn in.
13. The method according to claim 12, in which each of the warp threads (20) is drawn
by respectively one related heald (31) and/or respectively one related drop wire (41)
and/or respectively one related gap (52) of a reed (50).
14. The method according to claim 12 or 13, in which the weaving harness with the drawn-in
warp threads (20) is removed from the mobile drawing-in unit (10), the mobile drawing-in
unit (10) is removed from the location of the first warp, and positioned on a further
thread layer, which consists of warp threads of a second warp, and is tensioned by
means of a second tensioning unit (60), which is distanced from the first tensioning
unit (60).
15. Use of an arrangement according to any one of the claims 7 to 9 for operating a plurality
of spatially distributed tensioning units (60), wherein each of the tensioning units
(60) comprises warp threads (20) tensioned in a thread layer (21).
1. Unité de remettage mobile (10) pour le remettage des fils de chaîne (20) d'une première
chaîne dans des éléments d'un cadre de lisses, sachant que la première chaîne est
placée à un emplacement prédéfini, et les fils de chaîne (20) de la première chaîne
sont serrés au moyen d'une première unité de serrage (60), comprenant
au moins un dispositif de fourniture (33, 43) pour fournir des éléments du cadre de
lisses ;
au moins un dispositif de réception (32, 42) pour recevoir des éléments du cadre de
lisses avec des fils de chaîne remis (20) ;
un module de remettage (11) qui est conçu pour séparer un élément de l'au moins un
dispositif de fourniture (33, 43), pour saisir un fil de chaîne respectif (20), pour
remettre ce fil de chaîne (20) dans l'élément séparé, et pour placer l'élément avec
le fil de chaîne (20) remis sur un des dispositifs de réception (32, 42), sachant
que
l'unité de remettage (10) peut être déplacée dans l'espace pour remettre des fils
de chaîne (20) individuels,
caractérisé en ce que
l'unité de remettage mobile (10) est mobile dans l'espace par rapport à l'emplacement
de la première chaîne et par rapport à la première unité de serrage, de telle sorte
que l'unité de remettage mobile (10) puisse être déplacée d'avant en arrière par rapport
à l'unité de serrage (60) afin d'être appropriée pour le remettage de fils de chaîne
d'une seconde chaîne, laquelle seconde chaîne est serrée au moyen d'une seconde unité
de serrage (60), laquelle seconde unité de serrage (60) est éloignée de la première
unité de serrage (60).
2. Unité de remettage mobile (10) selon la revendication 1, qui est dotée d'une alimentation
en air comprimé autonome et/ou d'une source d'énergie électrique pour son fonctionnement.
3. Unité de remettage mobile (10) selon la revendication 1 ou 2, qui est dotée d'un module
de commande pour sa commande automatique.
4. Unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications précédentes, qui est
dotée d'un moteur électrique pour son déplacement.
5. Unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications précédentes, qui est
dotée d'un module de communication pour sa commande filaire et/ou radio.
6. Unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications précédentes, qui est
dotée de roues (12, 12', 12") pour son déplacement.
7. Agencement, composé d'une unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications
précédentes, et d'éléments d'un cadre de lisses, dans lequel les éléments du cadre
de lisses comprennent au moins une paire de rails de support de lisses (30, 30') et
des lisses (31) pouvant être placées sur ces rails de support de lisses (30, 30'),
et les rails de support de lisses (30, 30') peuvent être reçus dans l'au moins un
dispositif de réception (32), et les lisses (31) peuvent être fournies dans l'au moins
un dispositif de fourniture (33), et dans lequel le module de remettage (11) est conçu
pour placer les lisses (31) sur les rails de support de lisses (30, 30').
8. Agencement, composé d'une unité de remettage mobile (10) selon l'une des revendications
1 à 6, et d'éléments d'un cadre de lisses, dans lequel les éléments du cadre de lisses
comprennent au moins un rail de support de lamelles (40) et des lamelles (41) pouvant
être placées sur ce rail de support de lamelles (40), dans lequel le rail de support
de lamelles (40) peut être reçu dans un dispositif de réception (42) et les lamelles
(41) peuvent être fournies dans l'au moins un dispositif de fourniture (43), et dans
lequel le module de remettage (11) est conçu pour placer les lamelles (41) sur le
rail de support de lamelles (40).
9. Agencement selon la revendication 7, dans lequel les éléments du cadre de lisses comprennent
un peigne miseur (50) qui peut être reçu dans un autre dispositif de réception (51),
qui est disposé derrière les lisses (31) vu dans le sens de déplacement des fils de
chaîne (20), et le module de remettage (11) est conçu pour remettre le fil de chaîne
(20) respectif dans des interstices (52) correspondants du peigne miseur (50) et pour
poursuivre le déplacement pas à pas du peigne miseur (50) par interstice (52) respectif.
10. Machine de remettage pour le remettage de fils de chaîne (20) d'une chaîne dans des
éléments d'un cadre de lisses, comprenant une partie fixe et une partie mobile, sachant
que la partie mobile comprend un agencement selon l'une des revendications 7 à 9 et
la partie fixe comprend la première unité de serrage (60) pour serrer les fils de
chaîne (20) de la première chaîne dans une séquence de bobinage (21), et sachant que
l'unité de remettage mobile (10) peut être déplacée le long de la séquence de bobinage
(21) pour le remettage des fils de chaîne (20) dans des éléments du cadre de lisses,
caractérisé en ce que
l'unité de remettage mobile (10) est mobile dans l'espace par rapport à l'emplacement
de la première chaîne et de la première unité de serrage (60), de telle sorte que
l'unité de remettage mobile (10) peut être déplacée d'avant en arrière par rapport
à la première unité de serrage (60) afin d'être appropriée pour le remettage de fils
de chaîne d'une seconde chaîne, laquelle seconde chaîne est serrée au moyen d'une
seconde unité de serrage (60), laquelle seconde unité de serrage (60) est éloignée
de la première unité de serrage.
11. Machine de remettage selon la revendication 10, dans laquelle la partie fixe comprend
en outre une unité de fixation (70) pour un peigne miseur (50), et l'unité de remettage
mobile (10) peut être déplacée le long de la séquence de bobinage (21) et du peigne
miseur (50) pour le remettage des fils de chaîne (20) dans des éléments du cadre de
lisses, et le module de remettage (11) est conçu pour remettre le fil de chaîne (20)
respectif dans des interstices correspondants (52) du peigne miseur (50).
12. Procédé de remettage de fils de chaîne (20) d'une chaîne dans des éléments d'un cadre
de lisses, comprenant une unité de remettage mobile (10) selon les revendications
1 à 6, dans lequel la première chaîne est placée en un emplacement prédéfini, comprenant
les étapes :
de serrage de fils de chaîne (20) de la première chaîne dans une séquence de bobinage
(21) et de positionnement de l'unité de remettage mobile (10) sur la séquence de bobinage
(21) ;
de séparation d'un élément de l'au moins un dispositif de fourniture (33, 43), de
saisie d'un premier fil de chaîne (20), de remettage de ce fil de chaîne (20) dans
l'élément séparé, et de placement de l'élément avec le fil de chaîne (20) remis sur
l'au moins un dispositif de réception (32, 42), sachant que les étapes de séparation,
de saisie, de remettage et de placement sont effectuées dans le module de remettage
(11) ;
de déplacement dans l'espace de l'unité de remettage mobile (10) le long de la séquence
de bobinage (21) d'un fil de chaîne (20) au fil de chaîne (20') suivant par l'exécution
respective de l'étape précédente, jusqu'à ce que le dernier fil de chaîne (20) de
la première chaîne soit remis.
13. Procédé selon la revendication 12, dans lequel chacun des fils de chaîne (20) est
remis à travers respectivement une lisse correspondante (31) et/ou respectivement
une lamelle correspondante (41) et/ou un interstice correspondant respectif (52) d'un
peigne miseur (50).
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, dans lequel le cadre de lisses avec les chaînes
de fil remis (20) est enlevé de l'unité de remettage mobile (10), l'unité de remettage
mobile (10) est éloignée de l'emplacement de la première chaîne et positionnée sur
une autre séquence de bobinage, qui est composée de fils de chaîne d'une seconde chaîne
et est serrée au moyen d'une seconde unité de serrage (60) qui est éloignée de la
première unité de serrage (60).
15. Emploi d'un agencement selon l'une des revendications 7 à 9 pour desservir plusieurs
unités de serrage (60) réparties dans l'espace, sachant que chacune des unités de
serrage (60) comprend des fils de chaîne (20) serrés dans une séquence de bobinage
(21).
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