[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern einer Etikettiervorrichtung,
wobei die Etikettiervorrichtung Teil eines Blocksystems ist, das außerdem eine Bereitstellvorrichtung
zum Bereitstellen der zu etikettierenden Artikel umfasst, gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 und wie aus der
DE 10 2008 021 527 A bekannt. Vor Produktionsbeginn werden üblicherweise die Einstellungen einer Etikettiervorrichtung
kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert. Dazu wird die Etikettiervorrichtung in
einer langsamen Geschwindigkeit betrieben, so dass eine Bedienperson die einzelnen
Verfahrensschritte, die von der Etikettiervorrichtung durchgeführt werden, und deren
Ergebnisse kontrollieren kann.
[0002] Bekannte Anlaufverfahren für Etikettiervorrichtungen in einem Blocksystem mit einer
Blasmaschine erfordern hierfür, dass eine Bedienperson zunächst einzelne Artikel,
beispielsweise Flaschen, manuell in die Etikettiervorrichtung einbringt.
[0003] Dies hat jedoch den Nachteil, dass das manuelle Eingeben der Artikel in die Etikettiervorrichtung
einen zusätzlichen Arbeitsaufwand bedeutet.
[0004] Daher ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein effizienteres Anlaufverfahren
für eine Etikettiervorrichtung bereitzustellen. Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren
nach Patentanspruch 1 gelöst.
[0005] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Steuern einer Etikettiervorrichtung, wobei die
Etikettiervorrichtung Teil eines Blocksystems ist, das außerdem eine Bereitstellvorrichtung
zum Bereitstellen der zu etikettierenden Artikel umfasst, umfasst die Schritte:
Bereitstellen einer vorherbestimmten Anzahl von Artikeln durch die Bereitstellvorrichtung,
wobei die Etikettiervorrichtung und die Bereitstellvorrichtung in einer ersten Betriebsgeschwindigkeit
betrieben werden,
automatisches Übergeben der vorherbestimmten Anzahl von Artikeln an die Etikettiervorrichtung,
Entkoppeln eines Antriebs der Etikettiervorrichtung von einem Antrieb der Bereitstellvorrichtung,
und
Betreiben der Etikettiervorrichtung in einer anderen, zweiten Betriebsgeschwindigkeit.
[0006] Da eine vorherbestimmte Anzahl von Artikeln automatisch von einer Bereitstelleinrichtung
an die Etikettiervorrichtung übergeben wird, ermöglicht dieses Verfahren ein effizienteres
Anlaufverfahren für die Etikettiervorrichtung.
[0007] Das Blocksystem kann mehrere Teilmaschinen zur Herstellung und/oder Bearbeitung der
Artikel umfassen. Insbesondere kann das Blocksystem eine Blasmaschine zur Herstellung
von Kunststoffbehältnissen aus Vorformlingen umfassen. Mit anderen Worten kann die
Bereitstellvorrichtung einer Blasmaschine entsprechen. Die Bereitstellvorrichtung
kann auch eine Abfüllanlage sein, insbesondere umfassend einen Füller und eine Verschließvorrichtung.
[0008] Das oben beschriebene Verfahren kann insbesondere ein Verfahren zum Steuern eines
Anlaufverfahrens eines Blocksystems sein. Insbesondere kann das Verfahren vor Produktionsbeginn
durchgeführt werden.
[0009] Die Artikel können insbesondere Gefäße für Flüssigkeiten, beispielsweise Flaschen
oder Dosen, sein. Im Falle, dass die Bereitstellvorrichtung einer Blasmaschine entspricht,
entsprechen die Artikel Kunststoffbehältnissen, insbesondere leeren Kunststoffflaschen.
[0010] Im Falle, dass die Bereitstellvorrichtung einer Abfüllanlage entspricht, entsprechen
die Artikel gefüllten und verschlossenen Behältnissen, insbesondere Flaschen.
[0011] Die Etikettiervorrichtung dient zur Ausstattung von Artikeln mit einem oder mehreren
Etiketten.
[0012] Die zweite Betriebsgeschwindigkeit kann geringer sein als die erste Betriebsgeschwindigkeit.
Insbesondere kann die erste Betriebsgeschwindigkeit der Produktionsgeschwindigkeit
des Blocksystems entsprechen. Im Blockbetrieb können insbesondere alle Maschinen des
Blocksystems in der Produktionsgeschwindigkeit des Blocksystems betrieben werden.
[0013] Durch ein Entkoppeln eines Antriebs der Etikettiervorrichtung von einem Antrieb der
Bereitstelleinrichtung kann die Etikettiervorrichtung in einer anderen, insbesondere
in einer zweiten Betriebsgeschwindigkeit betrieben werden.
[0014] Der Antrieb der Bereitstellvorrichtung kann nach dem Schritt des Entkoppelns mit
der ersten Betriebsgeschwindigkeit weiterbetrieben werden. Dadurch kann die Bereitstellvorrichtung
produktionsbereit gehalten werden. Insbesondere können alle Antriebe der Bereitstellvorrichtung
nach dem Schritt des Entkoppelns mit der ersten Betriebsgeschwindigkeit weiterbetrieben
werden.
[0015] Nach dem Bereitstellen der vorherbestimmten Anzahl von Artikeln kann die Bereitstellung
weiterer Artikel unterbrochen werden. Dadurch kann die Bereitstellvorrichtung, insbesondere
ein oder mehrere Antriebe der Bereitstellvorrichtung, nach dem Schritt des Entkoppelns
mit der ersten Betriebsgeschwindigkeit weiterbetrieben werden, ohne dass weitere Artikel
bereitgestellt werden.
[0016] Nach dem Schritt des Entkoppelns kann die Betriebsgeschwindigkeit der Etikettiervorrichtung
reduziert werden, insbesondere wobei die Etikettiervorrichtung nach dem Schritt des
Entkoppelns und vor dem Schritt des Betreibens in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit
gestoppt wird. Nach dem Stoppen der Etikettiervorrichtung kann das Betreiben der Etikettiervorrichtung
in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit durch eine Bedienperson oder automatisch gestartet
werden. Das Reduzieren der Betriebsgeschwindigkeit der Etikettiervorrichtung kann
insbesondere kontinuierlich geschehen. Mit anderen Worten kann ein Antrieb der Etikettiervorrichtung
nach dem Entkoppeln kontinuierlich gedrosselt beziehungsweise gebremst und schließlich
gestoppt werden.
[0017] Das Betreiben der Etikettiervorrichtung in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit kann
insbesondere ein Betreiben der Etikettiervorrichtung in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit
für eine vorherbestimmte Zeitdauer und nach Ablauf der vorherbestimmten Zeitdauer
ein Stoppen der Etikettiervorrichtung umfassen. Durch das Stoppen der Etikettiervorrichtung
nach Ablauf der vorherbestimmten Zeitdauer kann eine Bedienperson ein Zwischenergebnis
des Etikettiervorgangs kontrollieren und gegebenenfalls Einstellungen der Etikettiervorrichtung
korrigieren.
[0018] Die Schritte des Betreibens der Etikettiervorrichtung in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit
und der Schritt des Stoppens der Etikettiervorrichtung können mehrfach, insbesondere
abwechselnd, durchgeführt werden. Dadurch kann der Etikettiervorgang in einzelnen
Schritten durchgeführt werden, insbesondere bei niedriger Betriebsgeschwindigkeit,
so dass einzelne Schritte des Etikettiervorgangs kontrolliert werden können.
[0019] Der Schritt des Betreibens der Etikettiervorrichtung in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit
für eine vorherbestimmte Zeitdauer kann durch eine Bedienperson gesteuert werden.
So kann die Bedienperson beispielsweise mit Hilfe eines Steuerelements das Betreiben
der Etikettiervorrichtung in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit für eine vorherbestimmte
Zeitdauer auslösen. Alternativ oder zusätzlich kann die Bedienperson die vorherbestimmte
Zeitdauer bestimmen. Beispielsweise kann die Bedienperson ein Steuerelement aktivieren,
wobei die Etikettiervorrichtung in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit betrieben wird,
solange das Steuerelement aktiviert ist.
[0020] Wenn die Bedienperson das Steuerelement deaktiviert, kann die Etikettiervorrichtung
gestoppt werden.
[0021] Die Etikettiervorrichtung kann nach dem Entkoppeln also in einem Tippbetrieb betrieben
werden.
[0022] Das Entkoppeln eines Antriebs der Etikettiervorrichtung kann einem elektronischen
Entkoppeln entsprechen. Mit anderen Worten kann ein Steuerungselement den Betrieb
eines Antriebs der Etikettiervorrichtung vom Betrieb eines Antriebs der Bereitstellvorrichtung
elektronisch entkoppeln. Dies kann insbesondere bedeuten, dass die Etikettiervorrichtung
unabhängig vom Antrieb der Bereitstellvorrichtung betrieben beziehungsweise gesteuert
werden kann.
[0023] Die Etikettiervorrichtung kann wenigstens ein zwischen der Etikettiervorrichtung
und der Bereitstellvorrichtung angeordnetes Transferelement umfassen, wobei das automatische
Übergeben der vorherbestimmten Anzahl von Artikeln ein Einbringen der Artikel in das
wenigstens eine Transferelement umfasst.
[0024] Das wenigstens eine Transferelement kann beispielsweise ein Transferstern sein. Die
vorherbestimmte Anzahl von Artikeln kann von der Bereitstellvorrichtung direkt in
das Transferelement eingebracht werden oder über ein Ausgangselement der Bereitstellvorrichtung
in das Transferelement eingebracht werden.
[0025] Die vorherbestimmte Anzahl kann beispielsweise 1 bis 8, insbesondere 3 bis 5, Artikeln
entsprechen. Die vorherbestimmte Anzahl kann in Abhängigkeit von der Aufnahmekapazität
des wenigstens einen zwischen der Etikettiervorrichtung und der Bereitstellvorrichtung
angeordneten Transferelements gewählt werden. Insbesondere kann die vorherbestimmte
Anzahl der Artikel kleiner oder gleich der Aufnahmekapazität des wenigstens einen
Transferelements sein.
[0026] Die Etikettiervorrichtung kann mehrere Antriebe umfassen. Insbesondere kann jedes
der Transferelemente einen eignen Antrieb umfassen. Es können mehrere, insbesondere
alle, Antriebe der Etikettiervorrichtung im Entkopplungsschritt von der Bereitstellvorrichtung,
insbesondere von einem oder allen Antrieben der Bereitstelleinrichtung, entkoppelt
werden.
[0027] Das automatische Übergeben der vorherbestimmten Anzahl von Artikeln kann ein Bestimmen,
ob die vorherbestimmte Anzahl von Artikeln im Transferelement angeordnet ist, umfassen.
Insbesondere kann der Schritt des Entkoppelns durchgeführt werden, sobald bestimmt
wurde, dass die vorherbestimmte Anzahl von Artikeln im Transferelement angeordnet
worden ist.
[0028] Nach dem Schritt des Betreibens der Etikettiervorrichtung in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit
kann ein Synchronisieren eines Antriebs der Etikettiervorrichtung mit einem Antrieb
der Bereitstellvorrichtung und ein Betreiben der Etikettiervorrichtung und der Bereitstellvorrichtung
in der ersten Betriebsgeschwindigkeit stattfinden. Dadurch kann, sobald die Einstellungen
der Etikettiervorrichtung kontrolliert und gegebenenfalls korrigiert wurden das Blocksystem
in Produktionsgeschwindigkeit betrieben werden.
[0029] Nach dem Synchronisieren eines Antriebs der Etikettiervorrichtung mit einem Antrieb
der Bereitstellvorrichtung kann eine Unterbrechung der Bereitstellung weiterer Artikel
durch die Bereitstellvorrichtung aufgehoben werden. Mit anderen Worten kann die Bereitstellvorrichtung
nach dem Synchronisieren weitere Artikel bereitstellen.
[0030] Die Erfindung stellt außerdem ein Steuerungselement zum Steuern einer Etikettiervorrichtung
bereit, wobei das Steuerungselement zur Durchführung eines oben beschriebenen Verfahrens
konfiguriert oder ausgebildet ist.
[0031] Die Erfindung stellt außerdem ein Blocksystem umfassend eine Etikettiervorrichtung
zum Ausstatten von Artikeln, insbesondere Flaschen, mit einem Etikett und eine Bereitstellvorrichtung
zum Bereitstellen der zu etikettierenden Artikel bereit, wobei das Blocksystem außerdem
ein Steuerungselement zum Steuern des Blocksystems, insbesondere der Etikettiervorrichtung,
nach einem der oben beschriebenen Verfahren umfasst.
[0032] Das Blocksystem kann als Bereitstellvorrichtung eine Blasmaschine und/oder eine Abfüllanlage
umfassen.
[0033] Das Blocksystem kann außerdem ein Sperrelement umfassen, das derart ausgebildet ist,
dass nach dem Bereitstellen der vorherbestimmten Anzahl von Artikeln die Bereitstellung
weiterer Artikel unterbrochen werden kann. Das Sperrelement kann beispielsweise eine
Preformsperre sein, die, wenn aktiviert, verhindert, dass Vorformlinge in eine Blasmaschine
eingebracht werden.
[0034] Weitere Merkmale und Vorteile werden nachfolgend anhand der beispielhaften Figuren
erläutert. Dabei zeigt
Figur 1 eine Illustration eines beispielhaften Verfahrens zum Steuern eines Blocksystems
in Form eines Flussdiagramms; und
Figur 2 eine Illustration eines beispielhaften Blocksystems.
[0035] Figur 1 illustriert ein beispielhaftes Verfahren zum Steuern eines Blocksystems.
Im Folgenden wird angenommen, dass das beispielhafte Blocksystem eine Etikettiervorrichtung
zum Ausstatten von Flaschen mit einem Etikett und eine Blasmaschine zum Erzeugen der
zu etikettierenden Flaschen, insbesondere Kunststoffflaschen, umfasst. Es sind prinzipiell
jedoch auch andere Artikel, beispielsweise Dosen oder ähnliches, sowie andere Bereitstellvorrichtungen,
beispielsweise Abfüllanlagen, möglich.
[0036] In Schritt 101 des beispielhaften Verfahrens werden durch die Blasmaschine eine vorherbestimmte
Anzahl von Flaschen erzeugt, beispielsweise 1 - 8, insbesondere 3 - 5, Stück. Um das
Erzeugen weiterer Flaschen zu unterbrechen, kann eine Preformsperre aktiviert werden,
die verhindert, dass weitere Kunststoffvorformlinge in die Blasmaschine eingebracht
werden.
[0037] In Schritt 102 werden die erzeugten Flaschen in wenigstens einen Transferstern eingebracht.
Nach der Übergabe der letzten Flasche aus der Blasmaschine an den wenigstens einen
Transferstern wird die Etikettiervorrichtung in Schritt 103 elektronisch von der Blasmaschine
abgekoppelt, gebremst und gestoppt. Dies bedeutet, dass die Antriebe der Etikettiervorrichtung
elektronisch von den Antrieben der Blasmaschine abgekoppelt werden.
[0038] Währenddessen wird die Blasmaschine in Produktionsgeschwindigkeit weiter betrieben.
Es werden jedoch keine weiteren Flaschen erzeugt, da die Preformsperre ein Einbringen
von Vorformlingen in die Blasmaschine unterbricht.
[0039] Die in den Transfersternen befindlichen Flaschen werden in Schritt 104 zum Betreiben
der Etikettiervorrichtung in der zweiten Geschwindigkeit verwendet.
[0040] Insbesondere können die Flaschen für einen Einstellvorgang der Etikettiervorrichtung
verwendet werden. Dazu kann die Etikettiervorrichtung im Tippbetrieb betrieben werden.
Als Tippbetrieb wird ein Betreiben der Etikettiervorrichtung gesteuert durch eine
Bedienperson bezeichnet, wobei die Bedienperson das Betreiben der Etikettiervorrichtung
in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit für eine vorherbestimmte Zeit oder für eine
vorherbestimmte Aktion steuert. Beispielsweise kann die Etikettiervorrichtung solange
in der zweiten Geschwindigkeit betrieben werden, wie die Bedienperson ein Steuerelement
aktiviert hält. Nach dem Deaktivieren des Steuerelements wird die Etikettiervorrichtung
gestoppt. Dies kann insbesondere mehrfach hintereinander durchgeführt werden, so dass
die Bedienperson die einzelnen Betriebsschritte der Etikettiervorrichtung beobachten
und gegebenenfalls Einstellungen korrigieren kann.
[0041] Alternativ oder zusätzlich kann die Bedienperson durch Aktivieren eines Steuerelements
ein Betreiben der Etikettiervorrichtung in der zweiten Geschwindigkeit für eine vorherbestimmte
Zeit oder für einen vorherbestimmten Etikettierschritt veranlassen. Die vorherbestimmte
Zeit kann beispielsweise eine oder mehrere Sekunden bis zu einer Minute, insbesondere
5 Sekunden bis 20 Sekunden, betragen.
[0042] Nach erfolgreicher Einstellung der Etikettiervorrichtung wird das Blocksystem auf
Produktionsgeschwindigkeit geschaltet, insbesondere indem die Etikettiervorrichtung
wieder auf die Blasmaschine aufsynchronisiert wird. Außerdem kann die Preformsperre,
die nach dem Erzeugen der vorherbestimmten Anzahl von Flaschen eine weitere Produktion
verhindert hat, wieder geöffnet werden, und somit die Produktion von Flaschen wieder
in Gang gesetzt werden.
[0043] Figur 2 zeigt ein beispielhaftes Blocksystem, für welches ein oben beschriebenes
Verfahren als Anlaufverfahren, d.h. vor dem Produktionsbetrieb, durchgeführt werden
kann.
[0044] Figur 2 zeigt insbesondere eine Blasmaschine 205, welche aus Kunststoffvorformlingen,
die über ein Transportelement 211 und einen Einlaufstern 210 in die Blasmaschine geleitet
werden, Flaschen bläst. Die geblasenen Flaschen können über Transfersterne 207, 208,
209 an eine Etikettiervorrichtung 206 geleitet werden. In der Etikettiervorrichtung
206 werden die Flaschen mit je einem oder mehreren Etiketten versehen und schließlich
über einen Auslaufstern 212 an eine weitere Transportstrecke 213 zum weiteren Transport
übergeben.
[0045] Wenn das Blocksystem mit einem oben beschriebenen Verfahren betrieben wird, wird
durch die Blasmaschine 205 eine vorherbestimmte Anzahl von Flaschen produziert. Ein
Sperrelement, beispielsweise im Transportelement 211, kann eine weitere Zuführung
von Vorformlingen an die Blasmaschine 205 temporär verhindern. Dadurch kann die Blasmaschine
205 in Produktionsgeschwindigkeit weiter betrieben werden, während die Etikettiervorrichtung
206 abgekoppelt ist, ohne dass Flaschen durch die Blasmaschine 205 produziert werden.
[0046] Das Entkoppeln der Etikettiervorrichtung 206, insbesondere das Entkoppeln eines Antriebs
der Etikettiervorrichtung 206 von einem Antrieb der Blasmaschine 205, kann dann durchgeführt
werden, wenn die letzte der vorherbestimmten Anzahl von Flaschen von der Blasmaschine
205 an die Transportelemente 207, 208 und 209 übergeben wurde.
[0047] Nach erfolgreicher Einstellung der Etikettiervorrichtung 206 kann die Etikettiervorrichtung
206 wieder auf die Blasmaschine 205 aufsynchronisiert werden. Das Sperrelement, d.h.
die Preformsperre, kann daraufhin geöffnet werden, wodurch die Produktion der Flaschen
und die Etikettierung der Flaschen im Produktionsbetrieb aufgenommen werden kann.
1. Verfahren zum Steuern einer Etikettiervorrichtung (206), wobei die Etikettiervorrichtung
(206) Teil eines Blocksystems ist, das außerdem eine Bereitstellvorrihtung zum Bereitstellen
der zu etikettierenden Artikel umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:
Bereitstellen einer vorherbestimmten Anzahl von Artikeln durch die Bereitstellvorrichtung,
wobei die Etikettiervorrichtung (206) und die Bereitstellvorrichtung in einer ersten
Betriebsgeschwindigkeit betrieben werden;
automatisches Übergeben der vorherbestimmten Anzahl von Artikeln an die Etikettiervorrichtung
(206);
Entkoppeln eines Antriebs der Etikettiervorrichtung (206) von einem Antrieb der Bereitstellvorrichtung;
und
Betreiben der Etikettiervorrichtung (206) in einer anderen, zweiten Betriebsgeschwindigkeit.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die zweite Betriebsgeschwindigkeit geringer ist als
die erste Betriebsgeschwindigkeit.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Antrieb der Bereitstellvorrichtung nach
dem Schritt des Entkoppelns mit der ersten Betriebsgeschwindigkeit weiterbetrieben
wird.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei nach dem Schritt des Entkoppelns
die Betriebsgeschwindigkeit der Etikettiervorrichtung (206) reduziert wird, insbesondere
wobei die Etikettiervorrichtung (206) nach dem Schritt des Entkoppeins und vor dem
Schritt des Betreibens in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit gestoppt wird.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Betreiben der Etikettiervorrichtung
(206) in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit umfasst:
Betreiben der Etikettiervorrichtung (206) in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit für
eine vorherbestimmte Zeitdauer; und
nach Ablauf der vorherbestimmten Zeitdauer, Stoppen der Etikettiervorrichtung (206).
6. Verfahren nach Anspruch 5, wobei die Schritte des Betreibens der Etikettiervorrichtung
(206) in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit und der Schritt des Stoppens der Etikettiervorrichtung
(206) mehrfach, insbesondere abwechselnd, durchgeführt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, wobei der Schritt des Betreibens der Etikettiervorrichtung
(206) in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit für eine vorherbestimmte Zeitdauer durch
eine Bedienperson gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Entkoppeln eines Antriebs
der Etikettiervorrichtung (206) einem elektronischen Entkoppeln entspricht.
9. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Etikettiervorrichtung
(206) wenigstens ein zwischen Etikettiervorrichtung (206) und Bereitstellvorrichtung
angeordnetes Transferelement (207; 208; 209) umfasst und wobei das automatische Übergeben
der vorherbestimmten Anzahl von Artikeln ein Einbringen der Artikel in das wenigstens
eine Transferelement (207; 208; 209) umfasst.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei das automatisches Übergeben der vorherbestimmten
Anzahl von Artikeln ein Bestimmen, ob die vorherbestimmten Anzahl von Artikeln im
Transferelement (207; 208; 209) angeordnet ist, umfassen.
11. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, nach dem Schritt des Betreibens
der Etikettiervorrichtung (206) in der zweiten Betriebsgeschwindigkeit umfassend:
Synchronisieren eines Antriebs der Etikettiervorrichtung (206) mit einem Antrieb der
Bereitstellvorrichtung; und
Betreiben der Etikettiervorrichtung (206) und der Bereitstellvorrichtung in der ersten
Betriebsgeschwindigkeit.
12. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Bereitstellvorrichtung
eine Blasmaschine zum Erzeugen von Kunststoffbehältnissen ist.
1. Method for controlling a labelling device (206), wherein the labelling device (206)
is part of a block system that furthermore comprises a supply device for supplying
the articles to be labelled,
characterized in that the method comprises the following steps:
Supply of a predetermined number of articles by the supply device wherein the labelling
device (206) and the supply device are operated at a first operating speed;
Automatic delivery of the predetermined number of articles to the labelling device
(206);
Decoupling of a drive of the labelling device (206) from a drive of the supply device;
and
Operation of the labelling device (206) at a different, second operating speed.
2. Method according to Claim 1, wherein the second operating speed is less than the first
operating speed.
3. Method according to Claim 1 or 2, wherein the drive of the supply device continues
to be operated at the first operating speed after the step of the decoupling.
4. Method according to one of the preceding claims, wherein after the step of the decoupling,
the operating speed of the labelling device (206) is reduced, particularly wherein
the labelling device (206) is stopped after the step of the decoupling and before
the step of the operation at the second operating speed.
5. Method according to one of the preceding claims, wherein the operation of the labelling
device (206) at the second operating speed comprises:
Operation of the labelling device (206) at the second operating speed for a predetermined
length of time; and
after the expiration of the predetermined length of time, the stopping of the labelling
device (206).
6. Method according to Claim 5, wherein the steps of the operation of the labelling device
(206) at the second operating speed and the step of stopping the labelling device
(206) are carried out repeatedly, particularly alternatingly.
7. Method according to Claim 5 or 6, wherein the step of the operation of the labelling
device (206) at the second operating speed for a predetermined time is controlled
by an operator.
8. Method according to one of the preceding claims, wherein the decoupling of a drive
of the labelling device (206) corresponds to an electronic decoupling.
9. Method according to one of the preceding claims, wherein the labelling device (206)
comprises at least one transfer element (207; 208; 209) arranged between the labelling
device (206) and the supply device and wherein the automatic delivery of the predetermined
number of articles comprises a placement of the articles into the at least one transfer
element (207; 208; 209).
10. Method according to Claim 9, wherein the automatic delivery of the predetermined number
of articles comprises a determination of whether or not the predetermined number of
articles has been arranged in the transfer element (207; 208; 209).
11. Method according to one of the preceding claims, comprising, after the step of the
operation of the labelling device (206) at the second operating speed:
Synchronization of a drive of the labelling device (206) with a drive of the supply
device; and
Operation of the labelling device (206) and the supply device at the first operating
speed.
12. Method according to one of the preceding claims, wherein the supply device is a blow-moulding
machine for producing plastic containers.
1. Procédé pour commander un dispositif d'étiquetage (206), le dispositif d'étiquetage
(206) faisant partie intégrante d'un système à modules ou blocs comprenant en outre
un dispositif de fourniture destiné à fournir et mettre à disposition les articles
à étiqueter,
caractérisé en ce que le procédé comprend les étapes suivantes :
fourniture et mise à disposition d'un nombre prédéterminé d'articles par le dispositif
de fourniture, le dispositif d'étiquetage (206) et le dispositif de fourniture fonctionnant
avec une première vitesse de fonctionnement ;
transfert automatique du nombre prédéterminé d'articles au dispositif d'étiquetage
(206) ;
découplage d'un entraînement du dispositif d'étiquetage (206) d'un entraînement du
dispositif de fourniture ; et fonctionnement du dispositif d'étiquetage (206) avec
une autre, deuxième vitesse de fonctionnement.
2. Procédé selon la revendication 1, d'après lequel la deuxième vitesse de fonctionnement
est plus faible que la première vitesse de fonctionnement.
3. Procédé selon la revendication 1 ou la revendication 2, d'après lequel l'entraînement
du dispositif de fourniture continue à fonctionner avec la première vitesse de fonctionnement
après l'étape du découplage.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, d'après lequel après l'étape du
découplage, la vitesse de fonctionnement du dispositif d'étiquetage (206) est réduite,
et d'après lequel le dispositif d'étiquetage (206) est notamment arrêté après l'étape
du découplage et avant l'étape du fonctionnement avec la deuxième vitesse de fonctionnement.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, d'après lequel le fonctionnement
du dispositif d'étiquetage (206) avec la deuxième vitesse de fonctionnement, comprend
:
le fonctionnement du dispositif d'étiquetage (206) avec la deuxième vitesse de fonctionnement
pour une durée prédéterminée ; et
après écoulement de la durée prédéterminée, arrêt du dispositif d'étiquetage (206).
6. Procédé selon la revendication 5, d'après lequel les étapes du fonctionnement du dispositif
d'étiquetage (206) avec la deuxième vitesse de fonctionnement et l'étape d'arrêt du
dispositif d'étiquetage (206) sont effectuées de manière multiple, notamment de manière
alternée.
7. Procédé selon la revendication 5 ou la revendication 6, d'après lequel le fonctionnement
du dispositif d'étiquetage (206) avec la deuxième vitesse de fonctionnement pour une
durée prédéterminée, est commandé par une personne de service.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes, d'après lequel le découplage de
l'entraînement du dispositif d'étiquetage (206) correspond à un découplage électronique.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, d'après lequel le dispositif d'étiquetage
(206) comprend au moins un élément de transfert (207; 208; 209) agencé entre le dispositif
d'étiquetage (206) et le dispositif de fourniture, et d'après lequel le transfert
automatique du nombre prédéterminé d'articles comprend une introduction des articles
dans ledit au moins un élément de transfert (207; 208; 209).
10. Procédé selon la revendication 9, d'après lequel le transfert automatique du nombre
prédéterminé d'articles comprend la détermination de savoir si le nombre prédéterminé
d'articles sont agencés dans l'élément de transfert (207; 208; 209).
11. Procédé selon l'une des revendications précédentes, comprenant, après l'étape du fonctionnement
du dispositif d'étiquetage (206) avec la deuxième vitesse de fonctionnement :
la synchronisation d'un entraînement du dispositif d'étiquetage (206) avec un entraînement
du dispositif de fourniture ; et
le fonctionnement du dispositif d'étiquetage (206) et du dispositif de fourniture
avec la première vitesse de fonctionnement.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, d'après lequel le dispositif de
fourniture est une machine de moulage par soufflage pour produire des récipients ou
contenants en matière plastique.