[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer beschichteten
Auszugsführung, insbesondere für Backöfen, mit einer Schiene, an der über Wälzkörper
mindestens eine weitere Schiene verfahrbar gelagert ist, wobei die Wälzkörper entlang
von Laufbahnen an den Schienen geführt sind.
[0002] Die
EP 1 607 685 offenbart ein Beschichtungsverfahren für eine Teleskopschiene bei der auf chromierten
Baustahl oder Edelstahl eine PTFE Beschichtung aufgebracht wird. Zur Vorbehandlung
der Teleskopschiene erfolgt zunächst ein Reinigungsprozess durch eine Temperaturbehandlung
und anschließend eine Oberflächenbehandlung zum Aufrauen der Oberfläche durch Sandstrahlen.
Diese Art der Vorbehandlung ist jedoch arbeitsintensiv und es besteht die Gefahr,
dass auf den Laufflächen der Teleskopschiene Strahlgutrückstände verbleiben, die die
Laufgüte einer mit der Schiene hergestellten Auszugsführung nachteilig beeinflussen.
Zudem muss ein hoher Energieaufwand bei der thermischen Oberflächenvorbehandlung aufgewendet
werden. Es erfolgt eine Behandlung der einzelnen Teile einer Auszugsführung, erst
nach der Anwendung des beschriebenen Verfahrens, werden die Teleskopschienen montiert.
[0003] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Herstellen einer beschichteten
Auszugsführung zu schaffen, welches prozesstechnisch, kostenoptimiert und energetisch
effizient ausgestaltet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird eine beschichtete Auszugsführung hergestellt,
die aus einer Schiene, an der über Wälzkörper mindestens eine weitere Schiene verfahrbar
gelagert ist, wobei die Wälzkörper entlang von Laufbahnen an den 'Schienen geführt
sind, besteht. Die Auszugsführung mit den Schienen und den Wälzkörpern wird dabei
zunächst zu einer Einheit montiert. Anschließend wird eine metallische Oberfläche
mindestens einer Schiene durch ein mechanisches und/oder chemisches Reinigungsverfahren
gereinigt, bevor eine Beschichtung auf die gereinigte metallische Oberfläche aufgebracht
wird.
[0006] Die
EP 1 873 460 A2 offenbart ein Auszugssystem für ein Haushaltsgerät, bei dem die Laufeigenschaften
durch Reinigungsmittel nicht verändert werden sollen. Hierfür wird eine Beschichtung
mit Polyetherketon an einem Wälzkörperkäfig oder einem Kontaktelement vorgesehen.
[0007] Die
US 2003/207145 offenbart ein Verfahren zum Verkleben eines Polymers an einem Substrat, wobei die
Oberfläche des Substrats vor dem Aufbringen der Beschichtung gereinigt wird.
[0008] In der
US 2003/0172952 wird ein Verfahren zur Reinigung einer Oberfläche über einen Plasmaherstellungsapparat
offenbart.
[0009] Die
WO 2004/044257 offenbart ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Reinigen einer Metalloberfläche,
wobei für die Reinigung chemische Mittel, Bürsten oder eine Plasmareinigung eingesetzt
werden kann.
[0010] In der
US 2008/0092806 ist ein Entfernen von Partikeln von einem Substrat offenbart.
[0011] Schließlich wird in der
WO 2006/022858 eine Sol-Gel-Antihaft-Beschichtung für eine Backofenmuffel offenbart. Die Beschichtung
soll sowohl chemischen Reinigungsprozessen als auch mechanischen Belastungen standhalten.
[0012] Durch die mechanische und/oder chemische Reinigung kann eine zusätzliche thermische
Behandlung vermieden werden, welche einen hohen Energieverbrauch und längere Verweilzeit
in einer Hitzekammer bedeutet. Bei den chemischen und mechanischen Reinigungsverfahren
werden die Haftkräfte von Verunreinigungen auf der metallischen Oberfläche derart
herabgesetzt, dass die Verunreinigungen durch Wischen entfernt werden können oder
durch das Reinigungsmittel abtransportiert werden. Bei Einsatz eines mechanischen
Reinigungsverfahrens kann ein zusätzlicher optionaler Schritt zur Aufrauung der metallischen
Oberfläche entfallen. Denn bei dem Reinigungsverfahren kann die Oberflächenreinigung
und Aufrauung gleichzeitig in einem Schritt erfolgen. Dabei kann auch eine Kombination
aus chemischer und mechanischer Reinigung durchgeführt werden, beispielsweise indem
flüssiges Reinigungsmittel zusätzlich durch einen Ultraschallgeber in Schwingungen
versetzt wird. Durch die nachfolgende Beschichtung der metallischen Oberfläche wird
eine Verringerung der Schmutzanhaftung; eine Erhöhung des Verzunderungsschutzes, eine
Erhöhung des Korrosionsschutzes und/oder eine erhöhte Kratzfestigkeit erzielt.
[0013] Vorzugsweise erfolgt die Reinigung der metallischen Oberfläche bei einer Temperatur
von 0 bis 200° C, insbesondere bei Umgebungstemperatur. Dadurch wird eine etwaige
Erhitzung der Auszugsführung beim Reinigen auf ein Minimum reduziert.
[0014] In einer Ausgestaltung bleiben die Laufbahnen an den Schienen bei der Beschichtung
beschichtungsfrei, so dass eine hohe Laufgüte erhalten bleibt. Die beschichtungsfreien
Laufbahnen können beispielsweise durch Abkleben oder Abdecken der Laufbahnen oder
durch Zusammenschieben der Schienen während des Beschichtungsprozesses ausgebildet
werden. Die Auszugsführungen befinden sich während des Beschichtungsprozesses bevorzugt
im montierten, eingeschobenen Zustand, insbesondere bei einer Beschichtung im Sprühverfahren
können die Laufbahnen und Wälzkörper nicht durch Beschichtungsmaterial verunreinigt
werden.
[0015] Wenn das chemische Reinigungsverfahren der metallischen Oberfläche eingesetzt wird,
weist dieses vorzugsweise folgende Schritte auf:
- i) Einbringen der Auszugsführung in eine Reinigungskammer,
- ii) Reinigen der Auszugsführung von Verunreinigungen durch Benetzen der Oberfläche
mit einer Reinigungslösung,
- iii) Überführen der verschmutzten Reinigungslösung in eine Aufarbeitungseinheit,
- iv) Aufarbeiten der Reinigungslösung, durch Entfernen von Verunreinigungen aus der
Reinigungslösung,
- v) Überführen der aufgearbeiteten Reinigungslösung in einen Vorratstank,
- vi) Rückführen der Reinigungslösung in die Reinigungskammer.
Durch die Zirkulierung des Reinigungsmittels beim Reinigungsverfahren können Abfallprodukte
des Reinigungsmittels weitgehend vermieden werden. Die Prozessführung ermöglicht zudem
eine vollautomatische Reinigung vor dem Beschichtungsschritt.
[0016] Das Reinigen der metallischen Oberfläche kann durch ein Strahlverfahren erfolgen.
Dabei kann Eisstrahlen, Eisstrahlen mit Strahlmittelzusatz, Kohlenstoffdioxid-Pelletstrahlen
und/oder Kohlstoffdioxid-Schneestrahlen eingesetzt werden. Diese Verfahren sind besonders
vorteilhaft, da sie sowohl Verunreinigungen abtragen, als auch abrasiv wirken, so
dass Reinigung und Oberflächenaufrauung in einem Schritt erfolgen. Zugleich bleiben
keine Strahlmittelrückstände auf den Laufbahnen und anderen Bereichen der Schienen
zurück. Durch Einsatz eines Strahlmittelzusatzes beim Eisstrahlen kann ein Spülschritt
zum Auflösen und/oder Abspülen des Strahlmittelzusatzes erforderlich sein. Vorteilhaft
werden Salze mit einer geringen Wasserlöslichkeit dem Eisstrom als Strahlmittel zugesetzt,
sie erhöhen die Abrasivität und können bei Bedarf durch einen Spülschritt rückstandsfrei
entfernt werden.
[0017] Das Reinigen der metallischen Oberfläche kann vorzugsweise durch ein Ultraschall-Verfahren
erfolgen. Dabei kann ein Lösungsmittel auf die Oberfläche aufgebracht werden, welches
durch Ultraschallwellen initiierte Kavitation Verunreinigungen von dieser Oberfläche
löst. Zusätzlich oder alternativ können neben dem Lösungsmittel auch Reinigungszusätze
oder Lösungsmittelgemische verwandt werden, welche die Reinigungswirkung des Lösungsmittels
verstärken. Dieses können beispielsweise andere Lösungsmittel unterschiedlicher Polarität,
Tenside, Säuren oder Laugen und Salze sein.
[0018] Ferner kann das Reinigen der metallischen Oberfläche durch ein Plasmaverfahren erfolgen.
Dabei wird Plasma durch Ionisation von Sauerstoff bei Raumtemperatur unter Vakuum
(Niederdruckplasma), Umgebungsdruck (Atmosphärisches Plasma) oder Überdruck (Hockdruckplasma)
erzeugt. Die reaktionsfreudigen Sauerstoffionen verbrennen organische Verunreinigungen
kalt zu Kohlenstoffdioxid ohne zusätzliche Wärmebelastung der Auszugsführung. Somit
ist das Verfahren sehr umweltfreundlich, da zum Reinigen lediglich Sauerstoff eingesetzt
wird und als Reaktionsprodukt überwiegend ungiftiges Kohlenstoffdioxid (CO
2) und Wasser (H
2O) entsteht. Zudem kann die Vakuumtechnik des Plasmareinigungsverfahrens für ein anschließendes
Plasmabeschichtungsverfahren der Auszugsführung genutzt werden, was eine Reduzierung
des apparativen Aufwands ermöglicht.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung erfolgt das Reinigen der metallischen Oberfläche
durch eine Laserreinigung, die besonders präzise auch starke Verunreinigungen beseitigen
kann.
[0020] Alternativ oder zusätzlich kann eine chemische Reinigung der metallischen Oberfläche
erfolgen. Hierfür kann flüssiges Kohlenstoffdioxid, alkalische Lösungen, und/oder
Beize verwendet werden. Ferner kann eine elektrolytische Reinigung mit alkalischer
und/oder saurer Lösung erfolgen. Beim Einsatz von Kohlenstoffdioxid ist vorteilhaft,
dass dieses ungefährlich und leicht von den abgelösten Verunreinigungen zu trennen
ist. Alkalische und saure Lösungen sind leicht verfügbar, so dass deren Verwendung
kostengünstig ist. Eine Aufarbeitung dieser Lösungen ist ebenfalls problemlos möglich.
Reinigungslösungen, welche bei der Kaltreinigung und Spritzentfettung zum Einsatz
kommen, enthalten je nach Art der Verunreinigungen einen unterschiedlichen Anteil
an unpolaren Lösungsmitteln. Diese Reinigungslösungen können destillativ aufgearbeitet
und anschließend in den Kreislauf rückgeführt werden. Insbesondere ein Beizprozess
kann auch zu einer gezielten Aufrauung der Oberfläche führen. Somit kann die Reinigung
und eine eventuelle Aufrauung der Oberfläche in einem Verfahrensschritt erfolgen.
[0021] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Beschichtung PTFE, PEEK, PEK und/oder anorganisch-organische
hybridpolymerhaltige Materialien umfasst. Diese Beschichtungen haben sich für lebensmitteltechnische
Anwendungsgebiete als günstig erwiesen. Gleichzeitig können insbesondere Beschichtungen
die anorganisch-organische hybridpolymerhaltige Materialien beinhalten auch Temperaturen
oberhalb von 300°C, welche ein herkömmlicher Haushaltsofen im Pyrolysebetrieb entwickelt,
standhalten.
[0022] Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Aufbringen der Beschichtung durch ein Plasmabeschichtungsverfahren
erfolgt, da das Plasmabeschichtungsverfahren eine bessere Materialhaftung mit der
metallischen Oberfläche der Auszugsführung aufweist. Das Sprühverfahren erweist sich
als vorteilhaft, da hier nur die Außenflächen der montierten Auszugsführung beschichtet
werden und die Laufbahnen, die Wälzkörper und Wälzkörperkäfige im Gegensatz zum herkömmlichen
Tauchverfahren beschichtungsfrei bleiben. Die Laufeigenschaften der Auszugsführung
werden nicht negativ beeinflusst. Eine Verbesserung der Materialhaftung wird ebenfalls
vorteilhaft durch das Aufbringen einer Funktionsbeschichtung nach einem Sol-Gel-Verfahren
gewährleistet. Eine Beschichtung nach dem Sol-Gel-Verfahren kann ebenfalls im Sprühverfahren
aufgebracht werden.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen erläutert. Sie zeigen:
- Figuren 1 bis 3
- mehrere Ansichten eines Ausführungsbeispiels einer mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellten Auszugsführung.
[0024] Eine Auszugsführung 1 umfasst eine Führungsschiene 2, die an einem Seitengitter in
einem Backofen, einer Seitenwand eines Backofens oder einem Möbelkorpus festlegbar
ist. An der Führungsschiene 2 ist eine Mittelschiene 3 über Wälzkörper 6 verfahrbar
gelagert. Die Mittelschiene 3 dient zur Lagerung einer Laufschiene 4. Zur Lagerung
der Schienen 2, 3 und 4 sind an der Führungsschiene 2 und der Laufschiene 4 jeweils
mindestens zwei, im Ausführungsbeispiel drei Laufbahnen 9 für Wälzkörper 6 ausgebildet.
Die Wälzkörper 6 sind an einem Wälzkörperkäfig 7 als Einheit gehalten. Ferner sind
an der Mittelschiene 3 insgesamt mindestens vier Laufbahnen, im Ausführungsbeispiel
acht Laufbahnen Laufbahnen 8 für Wälzkörper 6 ausgebildet, wobei jeweils mindestens
zwei Laufbahnen 8 der Führungsschiene 2 und mindestens zwei Laufbahnen 8 der Laufschiene
4 zugeordnet sind.
[0025] Zur Befestigung der Auszugsführung 1 an einem Seitengitter eines Backofens sind zwei
Klammern 5 an der Führungsschiene 2 festgelegt. Auch andere Befestigungsmittel bzw.
Befestigungsstellen können an der Führungsschiene 2 vorgesehen sein.
[0026] Die Auszugsführung 1 ist an dem von außen zugänglichen Bereich, also an der Außenseite
der Führungsschiene 2 und der Laufschiene 4 mit z.B. einer PTFE-haltigen Beschichtung
versehen (Polytetrafluorethylen). Ein an der Laufschiene 4 festgelegter Stopfen 10
ist an seinen von außen zugänglichen Bereichen ebenfalls z.B. mit einer PTFE-haltigen
Beschichtung überzogen. Auch ein Haltebolzen 11 ist z.B. mit einer PTFE-haltigen Beschichtung
ausgestattet. Die Innenseite der Laufschiene 4 und der Führungsschiene 2, an denen
die Laufbahnen 9 für die Wälzkörper 6 ausgebildet sind, weist keine Beschichtung auf.
Auch die Mittelschiene 3, die vollständig im Innenbereich der Auszugsführung 1 angeordnet
ist, wenn die Laufschiene 4 in der eingefahrenen Position angeordnet ist, besitzt
mindestens im Bereich der Laufbahnen 8 keine Beschichtung. Dadurch können die Laufbahnen
8 durch das Material der Schienen 2, 3 und 4 gebildet sein, meist werden die Laufbahnen
8 und 9 aus einem gebogenen Stahlblech hergestellt. An der Außenseite wird durch die
z.B. PTFE-haltige Beschichtung an den Schienen 2 und 4 eine leichte Reinigung ermöglicht.
Dadurch kann die Auszugsführung 1 besonders gut in einem Backofen eingesetzt werden,
wobei über eine lange Lebensdauer eine hohe Laufgüte erreicht wird. In den Fig. 1
bis 3 ist ein Überauszug mit drei Schienen, 2, 3, und 4 gezeigt. Eine Ausführung mit
mindesten drei Schienen als Vollauszug ist ebenfalls denkbar. Es ist auch möglich,
die Auszugsführung als Teilauszug mit nur zwei Schienen (ohne die Mittelschiene 3)
oder mit mehr als drei Schienen auszubilden.
[0027] Neben der PTFE-haltigen Beschichtung kann die Auszugsführung auch eine PEEK-haltige
Beschichtung (Polyether-Ether-Keton) und/oder eine anorganisch-organische hybridpolymerhaltige
Beschichtung aufweisen.
[0028] Die in den Figuren 1-3 abgebildete Auszugsführung wird nach einem ersten erfindungsgemäßen
Verfahren zunächst zu einer Einheit montiert. Dabei kann sowohl das Montageverfahren
als auch das Beschichtungsverfahren vollständig automatisiert werden.
[0029] In der ersten Verfahrensvariante erfolgt das Reinigen der montierten Auszugsführung
ohne Veränderung der Rauigkeit durch ein nicht abrasives Reinigungsverfahren. Hierzu
zählen u.a. nicht abrasive Strahlverfahren, Ultraschallreinigung, Plasmareinigung,
Laserreinigung, Dampfreinigung und die chemische Reinigung.
[0030] Dabei werden die montierten Auszugsführungen zur Reinigung in einer besonders bevorzugten
Ausführungsvariante des Verfahrens in ein Ultraschallbad getaucht und vorzugsweise
2-30 min lang einer Reinigung durch Kavitätseffekte ausgesetzt. Die Reinigungslösung
im Ultraschallbad ist vollentsalztes Wasser (VE-Wasser) mit einem pH-Wert von 6-13,
vorzugsweise jedoch von 7-12.
[0031] Zur Einstellung eines basischen pH-Wertes wird eine Natriumhydroxidlösung genutzt.
[0032] Bevorzugtes Lösungsmittel einer chemischen Reinigung ist Isopropanol.
[0033] Anschließend erfolgt ggfs. eine Trocknung der Oberfläche. Danach kommt es zumindest
bereichsweise zum Aufbringen einer Beschichtung auf die gereinigte Oberfläche der
Auszugsführung.
[0034] Das nachträgliche Aufbringen der Beschichtung umfasst dabei den Auftrag des Beschichtungsmittels
und anschließend das Aushärten der Beschichtung, durch stufenweises Erwärmen der Beschichtung
auf Temperaturen oberhalb von 200 °C. Im Anschluss an die Beschichtung kann Schmiermittel
auf die Laufbahnen aufgebracht werden, um eine hohe Laufgüte der Auszugsführung zu
gewährleisten.
[0035] In einer weiteren Verfahrensvariante erfolgt das Reinigen der montierten Auszugsführung
durch ein abrasives Strahlverfahren auf der zu beschichtenden Oberfläche. Hierzu kann
Eis oder Trockeneis genutzt werden. Das Eis bzw. Trockeneis wird mit Körner mit einer
durchschnittlichen Größe zwischen 0,5 mm und 3 mm auf die zu reinigende Oberfläche
mit einem Druck von z.B. zwischen 2000 hPa und 20000 hPa, insbesondere 5000 hPa bis
15000 hPa, bestrahlt. Dieses Reinigungsverfahren bewirkt zugleich eine Reinigung als
auch eine Oberflächenaufrauhung in einem Prozessschritt. Dabei werden Verunreinigungen
durch mechanische Erschütterungen angelöst und anschließend beispielsweise durch Schmelzwasser
abtransportiert. Abschließend erfolgt ein Trocknen der gereinigten Oberfläche und
das Aufbringen der Beschichtung.
[0036] In einer ersten besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Reinigung wird mit
Hilfe von flüssigem Kohlenstoffdioxid aus einer Steigrohrflasche CO
2-Schnee erzeugt und auf die Auszugsführung aufgeblasen. Hierzu wird ein CO
2-Schnee in einen Druckluftstrahl gebracht und unter einem Winkel zwischen 30-90° auf
die Oberfläche der Auszugsführung aufgeblasen. Der bevorzugte Arbeitsabstand beträgt
dabei 10-30 mm und der Druckluftstrahl weist 4000-8000 hPa sowie einen Volumenstrom
zwischen 1 und 8 m
3/h auf. Die Vorschubgeschwindigkeit der Düsen, mit welchen der CO
2-Schnee auf die Auszugsführung aufgeblasen wird, beträgt vorzugsweise zwischen 80-120
mm/s. Der Verbrauch von flüssigen Kohlenstoffdioxid beträgt bei dieser Methode zwischen
10-25 kg/h.
[0037] In einer zweiten besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Reinigung werden CO
2-Pellets mit einem Druck von vorzugsweise 4000-6000 hPa auf die Auszugsführung aufgeblasen.
Der Trockeneisverbrauch liegt dabei zwischen 25-50 kg/h. Zwar ist der Verbrauch in
diesem Verfahren höher, allerdings werden härter anhaftende Verschmutzungen dadurch
entfernt. Bei diesem Verfahren kann ein Messersatz in den CO
2-Pelletstrom eingebracht werden, um die Pellets vor dem Auftreffen auf die zu reinigende
Oberfläche in kleine, harte Partikel aufzuspalten. Diese meist scharfkantigen Partikel
erhöhen die Reinigungswirkung. Beim Auftreffen auf die Verschmutzung, wird diese bis
zur Versprödung herabgekühlt. Das nächste auftreffende CO
2-Partikel löst dann die Verschmutzung. Die Druckluft unterstützt den Abtransport der
versprödeten Verschmutzung von der zu reinigenden Oberfläche. Weiterhin kann die kurzeitige
Existenz von flüssigem CO
2 beim Auftreffen auf die zu reinigende Oberfläche angenommen werden, was zu einer
erhöhten Reinigungswirkung bei fettigen Anschmutzungen führt.
[0038] Weiterhin können die CO
2-Pellets mit einem Förderluftstrom getrennt bis zu einer Zweistoffdüse geleitet werden,
um ein Aufreiben und Agglomerieren der Pellets während des Transports zur Einsatzstelle
zu vermeiden. Durch einen zweiten Schlauch wird der Zweistoffdüse Druckluft zur Beschleunigung
der CO
2-Pellets für den Reinigungsprozess zugeführt. Diese Anordnung führt zu einer weiteren
Erhöhung der Reinigungsleistung, insbesondere gegenüber partikelförmigen, festanhaftenden
Verschmutzungen.
[0039] Um eine abrasive Komponente den CO
2-Reinigungsverfahren zuzufügen kann eine Zuführung von abrasiven Partikeln in den
CO
2-Schnee- oder CO
2-Pelletstrom erfolgen. Carbonate eignen sich beispielsweise als abrasive Komponente
in CO
2-Reinigungsverfahren. Carbonate können in einem weiteren wässrigen Reinigungsschritt
rückstandsfrei wieder von der zu reinigenden Oberfläche beseitigt werden, somit besteht
keine Gefahr der Beschädigung der Laufbahnen der zu reinigenden Auszugsführungen.
Weiterhin können insbesondere Salze als Strahlmittelzusatz bei CO
2-Reinigungsverfahren eingesetzt werden. Diese Salze weisen bevorzugt keine oder nur
eine geringe Löslichkeit in CO
2 auf sind jedoch gut wasserlöslich. Somit können sie nach der CO
2-Reinigung gut in einem nachgelagertem wässrigen Reinigungsschritt von der zu reinigenden
Oberfläche rückstandsfrei entfernt werden.
[0040] In einer weiteren Verfahrensvariante kann die Rauigkeit der Oberfläche durch elektrolytische
Reinigung verändert werden. Nach der Trocknung kann auch auf dieser Oberfläche das
Aufbringen einer Beschichtung erfolgen.
[0041] In einer weiteren Ausführungsvariante erfolgt eine chemische Reinigung der Oberfläche
der Auszugsführung im Anschluss an deren Montage.
[0042] Das mit den Verunreinigungen beladene Reinigungsmittel kann zur Wiederverwendung
recycelt werden. Dies erfolgt beispielsweise durch eine Destillation.
[0043] Eine Reinigung der Auszugsführung mit anschließender Aufarbeitung eines Reinigungsmittels
kann folgendermaßen erfolgen:
- a. In einer Reinigungskammer wird die zu reinigende Auszugsführung entweder durch
Sprühen oder durch Eintauchen der Auszugsführung in ein Bad mit Reinigungsmitteln
gereinigt. Die Reinigungskraft kann optional durch den Einsatz von Ultraschall verbessert
werden.
- b. Entleerung der Reinigungskammer und Transfer des Reinigungsmittels zur Destillations-Einheit.
- c. Zusätzliche Dampfreinigung der Auszugsführung, wobei reiner Lösemitteldampf der
Reinigungsmittelbestandteile, der durch die Destillationseinheit erzeugt wird, in
die Reinigungskammer geleitet wird und auf den kälteren Teilen der Auszugsführung
kondensiert. Die Ölfilm-Rückstände werden somit vollständig beim Ablaufen des Kondensats
von der Oberfläche entfernt.
- d. durch die Erzeugung eines Vakuums in der Reinigungskammer wird die Verdampfung
des Lösemittels beschleunigt und die lösemittelhaltige Luft aus der Arbeitskammer
evakuiert.
- e. Belüftung der Reinigungskammer, insbesondere unter normalen atmosphärische Bedingungen.
Die Lösemittelkonzentration in der Reinigungskammer wird überwacht, und die Lade-
und Entladezone wird erst dann freigegeben, wenn die Konzentration unter den durch
die VOC-Richtlinie spezifizierten Werten liegt.
[0044] Für die Reinigung der metallischen Oberfläche der Auszugsführung kann auch CO
2-Schnee verwendet werden. Der Kohlenstoffdioxidschnee ist dabei nicht toxisch und
ökologisch unbedenklich. Anders als beim Sandstrahlverfahren, bei dem Sandrückstände
auf den Schienen verbleiben und die Laufgüte negativ beeinflussen können, sublimiert
CO
2-Schnee nach der Reinigung rückstandslos. Kohlenwasserstoffe, Fette aber auch Silikone
können durch den CO
2-Schnee effektiv entfernt werden. Dabei werden Kohlenstoffdioxid-Partikeln durch eine
Düse auf die zu reinigende Oberfläche aufgestrahlt und gasförmiges Kohlenstoffdioxid
freigesetzt. Durch Impulsübertragung der CO
2-Schneeteilchen werden die Adhäsionskräfte der Verunreinigungen auf der Oberfläche
aufgehoben. Dabei treten keine chemischen Wechselwirkungen des Kohlenstoffdioxidschnees
mit der Oberfläche auf. Diese materialschonende Vorgehensweise ist insbesondere im
Bereich der Laufbahnen der Auszugsführung von Vorteil und gewährleistet eine hohe
Laufgüte. Dabei ist die Kohlenstoffdioxidreinigung der herkömmlichen Reinigung mit
Reinigungsmitteln auf Lösungsmittelbasis überlegen.
[0045] Eine mittelfeine Reinigung unter Entfernung von Partikeln der Partikelgrößen 10-50
µm kann durch die Behandlung einer Oberfläche mit CO
2-Schnee mit anschließendem Wischverfahren nach VDI 2083-4 und z.T. unter den in DIN
EN ISO 14644-5 genannten Hinweisen auf Verfahren zur Grob-, Mittel- und Feinreinigung
erfolgen. Weiterhin kann der Reinigungseffekt des Kohlenstoffdioxidschnees auf das
Ablösen von Verunreinigungen aufgrund unterschiedlich starker thermischer Ausdehnung
von Verunreinigungen und Oberflächen durch den rapiden Temperaturabfall, verbunden
mit Versprödungseffekten zurückgeführt werden.
[0046] Dabei kann eine Vermischung von CO
2-Schnee und Druckluft nach dem Austritt aus den separaten Düsen erfolgen oder vorteilhaft
bereits vor dem Austritt aus einer einzigen Düse erfolgen. Der Reinigungseffekt durch
den Kohlenstoffdioxidschnee kann durch Reinigungszusätze erhöht werden, beispielsweise
durch Vorbehandlung der Oberfläche mit dem ökologisch und toxikologisch unbedenklichen
Reinigungszusatz Bernsteinsäuredimethylester.
[0047] Die Beurteilung der Haftfestigkeit der Beschichtung wurde gemäß DIN EN ISO 2409 durchgeführt.
Es hat sich gezeigt, dass beschichtete Auszugsführungen mit einem Gitterschnitt-Kennwert
von "1" eine gute Praxiseignung zeigen. Bei der erfindungsgemäß aufgebrachten Beschichtungen
wurde der Gitterschnitt-Kennwert von "0" vorwiegend jedoch nicht überschritten.
[0048] Vor der Reinigung und der Beschichtung wurden auf den Auszugsführungen eine Rauheit
R
a kleiner 2 µm gemäß DIN 4768 ermittelt. Bevorzugt lagen die Messwerte zwischen 0,04
µm und 1,5 µm. Es hat sich gezeigt, dass die Oberflächenrauheit für den überwiegenden
Teil der Beschichtungen eine genügende Struktur für eine hohe Haftfestigkeit aufweist.
[0049] Die Beschichtungen weisen bevorzugt eine Schichtdicke zwischen 8 und 50 µm auf.
[0050] Je nach Einsatzzweck weisen die Beschichtungen eine Temperaturbeständigkeit von bis
zu 600 °C auf.
Messmethoden und Definitionen
Haftfestigkeit
[0051] Die Haftfestigkeit der Beschichtung wurde in der Gitterschnittprüfung nach DIN EN
ISO 2409 (1994) untersucht. Bei diesem Test wird ein Schneidgerät mit genormten Klingen
unter festgelegten Bedingungen über die Beschichtung gezogen. Für die vorliegenden
Untersuchungen der Haftfestigkeit wird ein Schneidgerät mit 6 Klingen verwendet. Die
Schnittführung wird in einem Winkel von 90° zur vorausgegangenen Schnittprüfung wiederholt,
so dass die durch die Klingen erzeugten Einschnitte in der Oberfläche ein Gitternetz
bilden.
Anschließend wird ein genormtes transparentes Selbstklebeband mit einer Klebkraft
von 10 ± 1 N je 25 mm Breite auf die Oberfläche aufgeklebt und abgezogen. Die Schnittränder
werden anschließend hinsichtlich Abplatzern der Beschichtung untersucht. Die Einstufung
der Prüfergebnisse erfolgt in Gitterschnittkennwerte von 0 bis 5, wobei der Gitterschnittkennwert
von 0 bedeutet, dass keine Abplatzer festgestellt wurden.
Rauheit Ra
[0052] Die im Zusammenhang mit dieser Erfindung angegebene Oberflächenrauheit bezieht sich
auf den Mittenrauhwert R
a[µm] nach DIN 4768. Der Mittenrauhwert R
a ist der arithmetische Mittelwert der absoluten Beträge der Abstände y des Rauheitsprofils
von der mittleren Linie innerhalb einer Messstrecke. Die Rauheitsmessung erfolgt mit
elektrischen Tastschnittgeräten nach DIN 4772. Für die Messung des Mittenrauhwertes
R
a sind die Messbedingungen nach DIN 4768 T1 festgelegt.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Auszugsführung
- 2
- Führungsschiene
- 3
- Mittelschiene
- 4
- Laufschiene
- 5
- Klammer
- 6
- Wälzkörper
- 7
- Wälzkörperkäfig
- 8
- Laufbahnen
- 9
- Laufbahnen
- 10
- Stopfen
- 11
- Haltebolzen
1. Verfahren zum Herstellen einer beschichteten Auszugsführung (1), insbesondere für
Backöfen, mit einer Schiene (2), an der über Wälzkörper (6) mindestens eine weitere
Schiene (3, 4) verfahrbar gelagert ist, wobei die Wälzkörper (6) entlang von Laufbahnen
(8, 9) an den Schienen (2, 3, 4) geführt sind
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
i) Montieren der Auszugsführung (1) zunächst zu einer Einheit;
ii) Anschließendes Reinigen einer metallischen Oberfläche mindestens einer Schiene
(2, 3, 4) der Auszugsführung durch ein mechanisches und/oder chemisches Reinigungsverfahren; und
iii) Anschließendes Aufbringen einer Beschichtung auf die gereinigte metallische Oberfläche.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigen der metallischen Oberfläche bei einer Temperatur von 0 bis 200° C, vorzugsweise
bei Umgebungstemperatur, stattfindet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufbahnen (8, 9) durch Abkleben oder Abdecken der Laufbahnen oder durch Zusammenschieben
der Schienen während des Beschichtungsprozesses beim Aufbringen der Beschichtung beschichtungsfrei
bleiben.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das chemische Reinigungsverfahren der Oberfläche folgende Schritte aufweist:
i) Einbringen der Auszugsführung in eine Reinigungskammer,
ii) Reinigen der Auszugsführung von Verunreinigungen durch Benetzen der Oberfläche
mit einer Reinigungslösung,
iii) Überführen der verschmutzten Reinigungslösung in eine Aufarbeitungseinheit,
iv) Aufarbeiten der Reinigungslösung, durch Entfernen von Verunreinigungen aus der
Reinigungslösung,
v) Überführen der aufgearbeiteten Reinigungslösung in einen Vorratstank,
vi) Rückführen der Reinigungslösung in die Reinigungskammer.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigen der metallischen Oberfläche durch ein Strahlverfahren erfolgt.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Strahlverfahren Eisstrahlen, Eisstrahlen mit Strahlmittelzusatz, Kohlenstoffdioxid-Pelletstrahlen
und/oder Kohlstoffdioxid-Schneestrahlen umfasst.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigen der metallischen Oberfläche durch ein Ultraschall-Verfahren erfolgt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigen der metallischen Oberfläche durch ein Plasmaverfahren erfolgt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Reinigen der metallischen Oberfläche durch eine Laserreinigung erfolgt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung der metallischen Oberfläche durch ein chemisches Verfahren mittels
flüssigen Kohlenstoffdioxid, alkalische Lösungen, Kalk und/oder Beize erfolgt.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung der metallischen Oberfläche durch elektrolytische Reinigung mit alkalischer
und/oder saurer Lösung erfolgt.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung PTFE, PEEK und/oder anorganisch-organische hybridpolymerhaltige
Beschichtung umfasst.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Beschichtung durch ein Plasmabeschichtungsverfahren erfolgt.
14. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufbringen der Beschichtung nach einem Sol-Gel-Verfahren und/oder einem Sprühverfahren
erfolgt.
1. Method for producing a coated pull-out guide (1), in particular for baking ovens,
comprising a rail (2) on which at least one further rail (3, 4) is displaceably supported
by means of rolling elements (6), wherein the rolling elements (6) are guided along
tracks (8, 9) on the rails (2, 3, 4),
characterized by the following steps:
i) at first assembling the pull-out guide (1) into a unit;
ii) subsequently cleaning a metal surface of at least one rail (2, 3, 4) of the pull-out
guide by a mechanical and/or chemical cleaning method; and
iii) subsequently applying a coating to the cleaned metal surface.
2. The method according to claim 1, characterized in that the cleaning of the metal surface takes place at a temperature of 0 to 200°C, preferably
at ambient temperature.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that the tracks (8, 9) remain coating-free when applying the coating by masking or covering
the tracks or by pushing the rails together during the coating process.
4. The method according to any one of the preceding claims,
characterized in that the chemical cleaning process of the surface comprises the following steps:
i) inserting the pull-out guide into a cleaning chamber,
ii) cleaning the pull-out guide from impurities by wetting the surface with a cleaning
solution,
iii) transferring the contaminated cleaning solution into a processing unit,
iv) processing the cleaning solution by removing impurities from the cleaning solution,
v) transferring the processed cleaning solution into a storage tank,
vi) returning the cleaning solution into a cleaning chamber.
5. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the cleaning of the metal surface is accomplished by a blasting process.
6. The method according to claim 5, characterized in that the blasting process comprises ice blasting, ice blasting with blasting media additive,
carbon dioxide pellet blasting and/or carbon dioxide snow jets.
7. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the cleaning of the metal surface is accomplished by an ultrasound process.
8. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the cleaning of the metal surface is accomplished by a plasma process.
9. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the cleaning of the metal surface is accomplished by a laser cleaning.
10. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the cleaning of the metal surface is accomplished by a chemical process using liquid
carbon dioxide, alkaline solutions, chalk and/or mordants.
11. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the cleaning of the metal surface is accomplished by electrolytic cleaning using
alkaline and/or acidic solution.
12. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the coating comprises PTFE, PEEK and/or inorganic-organic hybrid polymer-containing
coating.
13. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the application of the coating is accomplished by a plasma coating process.
14. The method according to any one of the preceding claims, characterized in that the application of the coating is accomplished by a sol-gel process and/or a spray
process.
1. Procédé d'obtention d'un guidage d'extraction revêtu (1) en particulier pour des fours
comportant un rail (2) sur lequel au moins un autre rail (3, 4) est monté mobile par
l'intermédiaire de corps de galets (6), les corps de galets (6) étant guidés sur les
rails (2, 3, 4) le long de pistes de roulement (8, 9),
caractérisé en ce qu'
il comprend les étapes suivantes consistant à :
i) monter tout d'abord le guidage d'extraction (1) sous la forme d'une unité,
ii) puis nettoyage d'une surface métallique d'au moins un rail (2, 3, 4) du guidage
d'extraction par un procédé de nettoyage mécanique et/ou chimique, et
iii) puis application d'un revêtement sur la surface métallique nettoyée.
2. Procédé conforme à la revendication 1,
caractérisé en ce que
le nettoyage de la surface métallique est effectué à une température de 0 à 200°C,
de préférence à température ambiante.
3. Procédé conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
les pistes de roulement (8, 9) restent exemptes de revêtement lors de l'application
du revêtement par masquage ou recouvrement des pistes de roulement ou par repliage
et emboitement conjoint des rails pendant le procédé de revêtement.
4. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le procédé de nettoyage chimique de la surface comprend les étapes suivantes consistant
à :
i) placer le guidage d'extraction dans une chambre de nettoyage,
ii) débarrasser le guidage d'extraction des impuretés par mouillage de la surface
avec une solution de nettoyage,
iii) transférer la solution de nettoyage encrassée dans une unité de traitement,
iv) traiter la solution de nettoyage par élimination des impuretés de cette solution
de nettoyage,
v) transférer la solution de nettoyage traitée dans un réservoir de stockage,
vi) ramener la solution de nettoyage dans la chambre de nettoyage.
5. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le nettoyage de la surface métallique est effectué par un procédé de projection.
6. Procédé conforme à la revendication 5,
caractérisé en ce que
le procédé de projection comprend la projection de glace, la projection de glace avec
un auxiliaire de projection, la projection de pastilles de dioxyde de carbone et/ou
la projection de neige de dioxyde de carbone.
7. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le nettoyage de la surface métallique est effectué par un procédé aux ultrasons.
8. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le nettoyage de la surface métallique est effectué par un procédé au plasma.
9. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le nettoyage de la surface métallique est effectué par nettoyage laser.
10. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le nettoyage de la surface métallique est effectué par un procédé chimique au moyen
de dioxyde de carbone liquide, de solutions alcalines, de chaux et/ou d'agent corrosif.
11. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le nettoyage de la surface métallique est effectué par nettoyage électrolytique avec
une solution alcaline et/ou acide.
12. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le revêtement renferme du PTFE, du PEEK et/ou un revêtement renfermant un polymère
hybride inorganique-organique.
13. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'application du revêtement est effectuée par un procédé de revêtement au plasma.
14. Procédé conforme à l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'application du revêtement est effectuée par un procédé sol-gel et/ou par un procédé
de pulvérisation.