[0001] Die Erfindung betrifft eine Wandablaufrinne für eine Dusche, die in Vorwandtechnik
anbringbar ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 10 2011 053 644 A1 bekannte Ablaufrinnen werden in die Bodenfläche einer Dusche eingebaut, um das während
einer Benutzung der Dusche anfallende Wasser abzuleiten und einem Abfluss zuzuführen.
Derartige Ablaufrinnen sind so gestaltet, dass sie möglichst wenig in der Dusche in
Erscheinung treten und das Gesamtbild der Dusche möglichst wenig stören. Zudem zeichnen
sich die bekannten Ablaufrinnen durch eine besondere Variabilität aus, da die dem
Installateur zur Verfügung gestellten Materialien in einer größeren Länge zur Verfügung
gestellt werden und die Materialien auf der Baustelle an die gewünschte Länge angepasst
werden können. Nachteilig wird bei diesen Ablaufrinnen aber immer noch empfunden,
dass die nach außen sichtbare Konstruktion der Ablaufrinne einen Teil der Bodenfläche
einnimmt.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind auch Wandablaufrinnen mit einem fest vorgegebenen
Spalt in der Eckkante (Kehle) zwischen der senkrechten Wand und dem Boden als Wasserdurchlauf
bekannt. Dieser Wasserablauf nimmt zwar keine Fläche des Bodens in Anspruch, ist aber
in der Konstruktion aufwändig und unflexibel. Aufgrund der großen Einbautiefe dieser
Wandablaufrinnen ist zudem eine besondere Konstruktion des Rohbaumauerwerks oder des
Leichtbauständerwerks durch entsprechende Ausbildung von Vertiefungen erforderlich.
[0004] Die
DE 10 2013 101 207 A1 offenbart eine Ablaufvorrichtung, die angrenzend an eine Wand zumindest teilweise
in einem Boden eines Raumes angeordnet werden kann, so dass eine Ablauföffnung im
Bereich der Unterkante der Wand gebildet werden kann. Die Ablaufvorrichtung umfasst
ein in dem Boden eines Raumes einbringbares Ablaufgehäuse, das eine Wassereinlauföffnung
aufweist und strömungstechnisch mit einem Abflussrohr verbindbar ist. Des Weiteren
umfasst die Ablaufrichtung einen Geruchverschluss, durch den Wasser in das Ablaufgehäuse
und/oder das Abflussrohr fließen kann, sowie Aufnahmemittel für den Geruchverschluss,
die bei in den Boden eingebrachtem Ablaufgehäuse die Anordnung des Geruchverschlusses
in einer ersten und einer zweiten Position ermöglichen, wobei der Geruchverschluss
im eingebauten Zustand in der ersten Position mit dem Ablaufstutzen nach vorne und
in der zweiten Position mit dem Ablaufstutzen nach hinten zeigt. Die Ablaufvorrichtung
umfasst zudem eine Ablaufrinne, die einen L-förmigen Querschnitt aufweist, mit einem
im eingebauten Zustand vertikalen Schenkel, der in den Wandaufbau nach oben ragt,
und einen als Rinnenboden dienenden horizontalen Schenkel im Bereich der Wassereinlauföffnung.
Im fertig eingebauten Zustand ragt der vertikale Schenkel der Ablaufrinne hinter die
unterste Wandfliese und ist von zwei Dichtbändern umgeben. Der als Rinnenboden dienende
horizontale Schenkel der Ablaufrinne ist dann unterhalb der untersten Wandfliese angeordnet,
so dass die Ablaufrinne nicht über die Wandfliese hinaus in den Raum ragt. Dabei ist
an der Unterkante der untersten Wandfliese eine Fliesenabschlussleiste angeordnet,
die nach oben eine Abflussöffnung begrenzt, durch die Wasser in die in den Wandaufbau
integrierte Ablaufrinne hineinfließen kann. Hinsichtlich der Montage der Fliesenabschlussleiste
enthält die
DE 10 2013 101 207 A1 keine näheren Angaben.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Wandablaufrinne der eingangs genannten
Art zu schaffen, die gegenüber herkömmlichen Wandablaufrinnen vereinfacht und flexibler
in der Installation ist, und deren Spalthöhe sich variabel und komfortabel einstellen
lässt.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Wandablaufrinne mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen gelöst. Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen
Wandablaufrinne sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0007] Die erfindungsgemäße, in Vorwandtechnik installierbare Wandablaufrinne für eine Dusche
umfasst eine Ablaufrinne, eine über der Ablaufrinne angeordnete Wandeinheit zum Anbringen
eines Wandbelags, insbesondere von Fliesen, und eine neben der Ablaufrinne angeordnete
Bodeneinheit zum Verlegen eines Bodenbelags, insbesondere von Fliesen, wobei die Dimensionen
der Ablaufrinne, der Wandeinheit und der Bodeneinheit so gewählt sind, dass in der
Eckkante (Kehle) zwischen dem Wandbelag und dem Bodenbelag ein vertikaler Spalt als
Wasserablauf ausgebildet ist, wobei der Wasserablauf strömungstechnisch mit der Ablaufrinne
verbunden ist, wobei die Wandeinheit in Vorwandtechnik an einer Wandkonstruktion anbringbar
ist, und wobei eine Wandbelagsleiste vorgesehen ist, die an einem vertikalen Flanschabschnitt
der Wandeinheit in einer variablen Höhe anbringbar ist und eine unten angeordnete
Anschlagkante zur Anbringung eines Wandbelags aufweist, so dass die Höhe des vertikalen
Spalts vor dem Anbringen des Wandbelags und des Bodenbelags einstellbar ist. Die erfindungsgemäße
Wandablaufrinne ist zudem dadurch gekennzeichnet, dass die Wandbelagsleiste mindestens
zwei Reihen von Bohrungen aufweist, die jeweils ein vorgegebenes Raster von Abständen
von der Anschlagkante aufweisen, und dass in dem vertikalen Flanschabschnitt der Wandeinheit
mindestens eine sich längs erstreckende Nut vorgesehen ist, in die eine oder mehrere
in die Bohrungen einsetzbare Schrauben einschraubbar sind. Unter Vorwandtechnik wird
im Rahmen dieser Anmeldung verstanden, dass die verwendeten Konstruktionsmaterialien
auf eine vorhandene bauliche Einheit aufgebracht werden können, ohne dass die bauliche
Einheit an sich verändert werden muss. Somit müssen in ein bestehendes Mauerwerk insbesondere
keine Vertiefungen zur Aufnahme der Ablaufrinne oder anderer Bauelemente eingebracht
werden. Unter einer baulichen Einheit werden zum einen Wandkonstruktionen wie eine
Rohbauwand vor dem Aufbringen eines Putzes bzw. Rohbaufußboden vor dem Verlegen eines
Bodenbelags in Form von beispielsweise Fliesen verstanden. Zum anderen werden unter
einer baulichen Einheit auf ein aufgestelltes Ständerwerk einer Leichtbauwand bzw.
eines Leichtbaufußbodens vor dem Anbringen eines Belags in Form von Platten einer
Beplankung aufgebracht werden können.
[0008] Erfindungsgemäß wird somit in Vorwandtechnik ein vertikaler Spalt als Wasserablauf
realisiert, durch den während der Benutzung der Dusche das anfallende Wasser ablaufen
kann. Die gesamte Bodenfläche kann daher durch den Bodenbelag, vorzugsweise mit Fliesen,
eingenommen werden und keine andersartige Oberflächenbeschaffenheit eines sich horizontal
erstreckenden Ablaufes ist vorhanden. Denn das Wasser fließt seitlich einer Kante
zwischen Wand und Boden durch den ausgebildeten Spalt ab. Die Höhe des Spaltes beträgt
bevorzugt ca. 15 mm bis 25 mm, insbesondere 20 mm.
[0009] Somit ist eine erfindungsgemäße Wandablaufrinne aufgrund einer geringen Einbautiefe
von beispielsweise 25 mm in einem Putz oder in einer Leichtbauwand einsetzbar, so
dass insbesondere die Mauerwerksordnung DIN 1053-1 eingehalten werden kann. Daher
sind auch keine besonderen Vertiefungen oder Trägerelemente in der Wandkonstruktion
nötig. Des Weiteren ist es vorteilhaft, dass die Entwässerung über gesamte Fläche
des Spalts erfolgt und somit keine Gefälleschnitte im Bodenbelag notwendig sind. Ebenso
ist ein ausreichender Schallschutz durch die geringe Einbautiefe bauseits realisierbar.
Schließlich vermittelt ein schmaler Spalt des Wasserablaufs einen diskreten und edlen
Eindruck.
[0010] Durch vertikale Einstellung der Wandeinheit der erfindungsgemäßen Wandablaufrinne
kann die Höhe des vertikalen Spalts vor dem Anbringen des Wandbelags und des Bodenbelags
eingestellt werden. Durch diese Variabilität können die Dicken insbesondere der Bodenbeläge
berücksichtigt und jeweils eine geeignete Spalthöhe eingestellt werden. Denn unterschiedlich
dicke Bodenbeläge ergeben sich aus der Auswahl des Bodenbelags, beispielsweise bei
einem aus besonders dünnen Glas- oder Keramikmaterialien bestehenden Bodenbelag im
Vergleich zu einem aus Natursteinplatten bestehenden Bodenbelag.
[0011] Für die variable Höheneinstellung ist eine Wandbelagsleiste vorgesehen, die an dem
vertikalen Flanschabschnitt der Wandeinheit in einer variablen Höhe anbringbar ist
und eine unten angeordnete Anschlagkante zur Anbringung eines Wandbelags aufweist.
Die Wandbelagsleiste gibt somit den unteren Rand der unteren Elemente des Wandbelags
vor, so dass durch unterschiedliche vertikale Positionen der Wandbelagsleiste die
Höhe des Spaltes eingestellt werden kann.
[0012] Dadurch, dass die Wandbelagsleiste erfindungsgemäß mindestens zwei Reihen von Bohrungen
aufweist, die jeweils ein vorgegebenes Raster von Abständen von der Anschlagkante
aufweisen, und in dem vertikalen Flanschabschnitt der Wandeinheit mindestens eine
sich längs erstreckende Nut vorgesehen ist, in die eine oder mehrere in die Bohrungen
einsetzbare Schrauben einschraubbar sind, lässt sich der vertikale Spalt variabel,
komfortabel und zuverlässig einstellen. Ein Abrutschen der Wandbelagsleiste in Richtung
des Bodenbelags vor dem Aushärten von zur Anbringung des Wandbelags verwendetem Klebers
kann aufgrund der erfindungsgemäßen Schraubverbindung sicher ausgeschlossen werden.
[0013] Eine bevorzugte konstruktive Lösung der erfindungsgemäßen Wandablaufrinne ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Wandeinheit, die Bodeneinheit und die Ablaufrinne als ein
zusammenhängendes Element ausgebildet sind. Daher kann ein wesentlicher Teil der Wandablaufrinne
als ablängbares Teil hergestellt und geliefert werden, das auf der Baustelle bei der
Installation einer neuen Dusche auf die vorgegebenen Länge eingestellt werden kann.
Die Wandablaufrinne ist also bevorzugt so konstruiert sein, dass das bekannte flexible
Konzept einer variablen Duschrinne angewendet wird.
[0014] Weiter ist es bevorzugt, dass die Bodeneinheit einen horizontal verlaufenden Flanschabschnitt
aufweist, wobei der vertikale Flanschabschnitt oberhalb der Ablaufrinne angeordnet
ist und der horizontale Flanschabschnitt seitlich neben der Ablaufrinne angeordnet
ist. Dabei dienen der vertikale Flanschabschnitt einem Anbringen von Wandbelagselementen
und der horizontale Flanschabschnitt einem Anbringen von Bodenbelagselementen.
[0015] Der vertikale Flanschabschnitt kann durch geeignete, an sich bekannte Mittel mit
der Wandkonstruktion und der Bodenkonstruktion verbunden werden, bevor die Wand- und
Bodenbeläge, vorzugsweise die Fliesen angebracht werden. Durch entsprechend ausgebildete
Anschlagleisten oder Anschlagstege können dann die Begrenzungen der anzubringenden
Elemente des Belags, vorzugsweise der Fliesen festgelegt werden.
[0016] In bevorzugter Weise ist die Dicke insbesondere des vertikalen Flanschabschnitts
so gewählt, dass der auf die Rohbauwandkonstruktion aufzubringende Putz und die aufzubringenden
Platten im Wesentlichen mit dem Flanschabschnitt fluchten, so beim Aufkleben der Wandbelagselemente
eventuelle Unebenheiten ausgeglichen werden können.
[0017] Der horizontale Flanschabschnitt kann mit an sich bekannten Befestigungs- oder Trägerelementen
am Unterboden angeordnet werden, so dass ein Zwischenraum zwischen dem horizontalen
Flanschabschnitt und dem Unterboden zur Anordnung einer Abwasserleitung und eines
Siphons ausgebildet wird.
[0018] Des Weiteren ist es bevorzugt, dass zwischen der Ablaufrinne und der Bodeneinheit
ein Steg angeordnet ist und dass die obere Seite des Stegs einen Teil der unteren
Begrenzung des vertikalen Spalts des Wasserablaufs bildet. Der Steg bildet daher die
Anschlagposition der Elemente des Bodenbelags. Wenn der Steg nicht höher als die minimale
Höhe des zu verlegenden Bodenbelags ist, dann wird bei sämtlichen Bodenbelägen erreicht,
dass der Steg im vertikalen Spalt nicht oder nur kaum zu sehen ist. Gleichwohl begrenzt
der Steg zu einem Teil den Spalt, durch den das Wasser in die Ablaufrinne fließt.
[0019] Des Gleichen bildet die untere Seite der Anschlagkante der Wandbelagsleiste einen
Teil der oberen Begrenzung des vertikalen Spalts des Wasserablaufs. Da die Anschlagkante
ebenfalls bevorzugt nicht breiter als die minimale Dicke der anzubringenden Elemente
des Wandbelags ist, steht auch die Anschlagkante nicht über den Wandbelag, insbesondere
nicht über die Fliesen hinaus vor.
[0020] Des Weiteren kann die Ablaufrinne eine Breite aufweisen, die an die Dicke des vertikalen
Flanschabschnitts angepasst ist. Somit ist sichergestellt, dass dann, wenn die Wandbelagselemente
und die Bodenbelagselemente verlegt worden sind, die gesamte Breite der Ablaufrinne
von der Konstruktion des vertikalen Flanschabschnittes und den Wandbelagselementen
überdeckt ist. Dadurch kann auch gewährleistet werden, dass die Bodenbelagselemente
an ihrer der Ablaufrinne zugeordneten Kante ebenfalls zum Teil zumindest von den Wandbelagselementen
überdeckt sind.
[0021] Weiterhin ist es bevorzugt, dass mindestens eine Stegleiste in der Öffnung des vertikalen
Spaltes vorgesehen ist. Diese Stegleiste ist vorzugsweise abnehmbar gehalten und kann
als Schutzgitter wirken, so dass ein Benutzer nicht mit seinen Zehen in den Spalt
geraten kann und auch kleinere Gegenstände nicht durch den Spalt weggespült werden
können. Andererseits ist der Steg abnehmbar ausgebildet, so dass die Stegleiste zu
Reinigungszwecken abgenommen werden kann und die Ablaufrinne zugänglich wird.
[0022] Der Schlitz des Wasserablaufs kann beispielsweise eine Höhe von insgesamt 20 mm aufweisen,
die sich auf 2 x 8 mm freie Fläche + 4 mm Höhe des Steges aufteilen. Die Gestaltung
des Steges und die Spalthöhe bzw. die freie Fläche des Spaltes sowie unterschiedliche
Designs sind frei wählbar.
[0023] Zudem kann die Stegleiste in ihrer horizontalen Position einstellbar und somit in
der Einbautiefe variabel ausgebildet sein, so dass die vordere zur Dusche hin gerichtete
Kante der Stegleiste an die Dicke des anzubringenden Wandbelags angepasst und zum
Beispiel fluchtend ausgerichtet werden kann. Dadurch wird auch erreicht, dass der
wasserführende Teil der Wandablaufrinne optisch für einen Benutzer der Dusche verdeckt
wird.
[0024] Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Wandablaufrinne ist
dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Reihe von Bohrungen der Wandbelagsleiste
im montierten Zustand der Wandbelagsleiste schräg zur Horizontalen verläuft und mit
der Horizontalen einen Winkel im Bereich von 10° bis 45°, vorzugsweise 10° bis 35°
einschließt. Hierdurch lässt sich das durch den Abstand der Bohrungen voneinander
resultierende Raster hinsichtlich der vertikalen Höheneinstellung des vertikalen Spaltes
minimieren. Somit lässt sich der vertikale Spalt gegebenenfalls nahezu stufenlos einstellen.
[0025] Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist die erfindungsgemäße Wandablaufrinne
zur Montage an einer Wand oder an einem Vorwandelement mit mindestens einem Winkelelement
versehen, wobei die Wandablaufrinne in dem Winkelelement horizontal verschiebbar gehalten
ist. Hierdurch kann die horizontale Position der Wandablaufrinne beispielsweise in
Bezug auf eine Ablaufleitung und/oder in Bezug auf ein Fliesenfugenraster komfortabel
justiert werden. Hierzu weist das jeweilige Winkelelement vorzugsweise einen Absatz
auf, auf den die Wandablaufrinne im montierten Zustand des Winkelelements formschlüssig
aufsetzbar ist. Des Weiteren ist das jeweilige Winkelelement vorzugsweise mit einem
vertikal verschiebbaren Klemmstück versehen, welches mit einer oberseitigen Kante
der Wandeinheit formschlüssig verbindbar und mittels einer Schraube fixierbar ist.
[0026] Die vorliegende Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher
erläutert, wobei auf die beigefügte Zeichnung Bezug genommen wird. In der Zeichnung
zeigen
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Wandablaufrinne;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsdarstellung der Wandablaufrinne nach Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Detaildarstellung der Wandablaufrinne nach Fig. 1;
- Fig. 4
- eine perspektivische Detaildarstellung der Wandablaufrinne nach Fig. 1 mit eingebautem
Steg; und
- Fig. 5
- die Wandablaufrinne gemäß Fig. 1 in einer Seitenansicht, teilweise geschnitten.
[0027] In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Wandablaufrinne
10 für eine Dusche dargestellt, die in Vorwandtechnik anbringbar ist. Somit kann die
Wandablaufrinne 10 ohne Eingriff in die Wandkonstruktion in eine neu zu bauende oder
zu renovierende Dusche eingebaut werden.
[0028] Die Wandablaufrinne 10 weist eine Ablaufrinne 20 und eine über der Ablaufrinne 20
angeordneten Wandeinheit 30 zum Anbringen eines Wandbelags, insbesondere von Fliesen,
und eine neben der Ablaufrinne 20 angeordneten Bodeneinheit 40 zum Verlegen eines
Bodenbelags, insbesondere von Fliesen auf.
[0029] Dabei sind die Dimensionen der Ablaufrinne 20, der Wandeinheit 30 und der Bodeneinheit
40 so gewählt sind, dass nach dem Anbringen des Wandbelags und des Bodenbelags in
der, auch Kehle genannten Eckkante zwischen dem Wandbelag und dem Bodenbelag ein vertikaler
Spalt 50 als Wasserablauf ausgebildet ist. Der Wasserablauf ist somit strömungstechnisch
mit der Ablaufrinne 20 verbunden.
[0030] Die Ablaufrinne 20 ist mit einer Abflusseinheit 21 verbunden, so dass über den vertikalen
Spalt 50 abfließendes Wasser einer Wasserentsorgung, insbesondere einer Abflussleitung
zugeführt werden kann. Vor dem Einlauf in die Abflusseinheit 21 ist ein Sieb 22 angeordnet,
um grobe Partikel sowie kleine Gegenstände, wie z.B. Schraubkappen von Duschgel- oder
Haarshampooflaschen, vor dem Einlauf in die Abflusseinheit zurückzuhalten.
[0031] Die Wandeinheit 30, die Bodeneinheit 40 und die Ablaufrinne 50 sind in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel als ein integral ausgebildetes durchgängiges Element ausgebildet,
so dass dieses Element als ablängbares Material auf einer Baustelle an die gegebenen
Abmessungen angepasst werden kann. Die Wandablaufrinne 10 ist beispielsweise aus Kunststoff
durch Spritzgießen oder aus Leichtmetall durch Druckgießen hergestellt.
Die Wandeinheit 30 weist einen vertikal verlaufenden Flanschabschnitt 31 und die Bodeneinheit
40 einen horizontal verlaufenden Flanschabschnitt 41 auf. Der vertikale Flanschabschnitt
31 ist dabei oberhalb der Ablaufrinne 20 angeordnet und der horizontale Flanschabschnitt
41 ist seitlich neben der Ablaufrinne 20 angeordnet. Der vertikale Flanschabschnitt
31 und der horizontale Flanschabschnitt 41 begrenzen also die Ablaufrinne 20.
[0032] Der vertikale Flanschabschnitt 31 der Wandeinheit 30 ist an einer (nicht dargestellten)
Wandkonstruktion befestigbar und dient dem Anbringen von Wandbelagselementen. Der
horizontale Flanschabschnitt 41 der Bodeneinheit 40 dient dagegen dem Anbringen von
Bodenbelagselementen.
[0033] Wenn die Wandeinheit 30 an einer Wandkonstruktion wie einer Rohbauwand oder einer
Leichtbauständerkonstruktion mittels Befestigungsmitteln 60 und die Bodeneinheit 40
am Untergrund mittels Befestigungsmitteln 70 befestigt bzw. angeordnet sind, dann
können die Elemente eines Wandbelags, beispielsweise Fliesen mit dem vertikalen Flanschabschnitt
31 verbunden werden, wobei eine untere Kante des Wandbelags durch die Wandbelagselemente
gebildet wird. Des Weiteren können Bodenbelagselemente, ebenfalls vorzugsweise in
Form von Fliesen auf der Bodeneinheit 40 befestigt werden. Wenn die Wandbelagselemente
so positioniert werden, dass diese mit ihrer unteren Kante mit einem Abstand von den
Bodenbelagselementen angeordnet sind, so wird in der Eckkante zwischen dem Wandbelag
und dem Bodenbelag der vertikaler Spalt 50 als Wasserablauf ausgebildet. Die Befestigungsmittel
60 und 70 sind vorliegend über ein gemeinsames Winkelelement 61 ausgestaltet bzw.
miteinander verbunden. Die Befestigungsmittel 70 ermöglichen eine Höhenverstellung
der Wandablaufrinne relativ zu einem Rohboden, beispielsweise Betonboden. Hierzu umfasst
das Befestigungsmittel 70 eine Gewindestange 71, die am unteren Ende mit einem Fußelement
72 versehen ist. Das Winkelelement 61 weist in einem im Wesentlichen horizontal abgewinkelten
Abschnitt 62 eine Durchgangsöffnung oder Ausnehmung 63 zur Durchführung der Gewindestange
71 sowie zum Festspannen von auf der Gewindestange aufgeschraubten Muttern 73 auf,
[0034] Das bzw. die Winkelelemente 61 sind so ausgeführt, dass die Wandablaufrinne 10 darin
horizontal verschiebbar einsetzbar bzw. vormontierbar ist. Hierzu weist das jeweilige
Winkelelement 61 einen Absatz 64 auf, auf den die Wandablaufrinne 10 im montierten
Zustand des Winkelelements 61 aufgesetzt werden kann. Der Absatz 64 ist mit einer
nach oben vorstehenden Rippe 65 versehen, die als Anschlag und Führung für eine an
der Unterseite der Wandablaufrinne 10 ausgebildete Längskante 25 dient, die vorzugsweise
an der Unterseite der Ablaufrinne 20 horizontal etwas vorsteht. An dem vertikalen
Abschnitt des Winkelelements 61 ist eine rinnenförmige Gleitführung 66 vorgesehen,
in die ein an der Rückseite der Wandeinheit 30 ausgebildeter Längssteg oder Längswulst
38 eingreift, der im vormontierten Zustand der Wandablaufrinne 10 im Wesentlichen
horizontal verläuft. Der Längssteg oder Längswulst 38 erstreckt sich vorzugsweise
über die Gesamtlänge der Wandeinheit 30. Die Befestigungsmittel 60 weisen Klemmstücke
67 auf, welche an dem Winkelelement 61 vertikal verschiebbar sind und im vormontierten
sowie im fertig montierten Zustand die obere Kante der Wandeinheit 30 an der Vorderseite
umgreifen oder in eine oberseitige Längsnut 39 der Kante eingreifen. Durch Eindrehen
oder Anziehen mindestens einer in das Klemmstück 67 eingesetzten Schraube 68 wird
die Wandablaufrinne an dem betreffenden Winkelelement 61 lösbar befestigt und insbesondere
gegen horizontales Verschieben gesichert.
[0035] Da die Konstruktion insbesondere der Wandeinheit 30 und auch der Bodeneinheit 40
flach ausgebildet ist, beispielsweise wird eine Dicke von 25 mm nicht überschritten,
kann die beschriebene Konstruktion mit Vorwandtechnik eingebaut werden.
[0036] Wie nachfolgend am dargestellten Beispiel erläutert wird, ist die Höhe des vertikalen
Spalts 50 vor dem Anbringen des Wandbelags und des Bodenbelags einstellbar. Dazu ist
eine Wandbelagsleiste 32 vorgesehen, die an dem vertikalen Flanschabschnitt 31 in
einer variablen Höhe anbringbar ist und eine unten angeordnete Anschlagkante 33 zur
Anbringung eines Wandbelags aufweist.
[0037] Die Variabilität der Höheneinstellung der Wandbelagsleiste 32 wird durch mindestens
zwei Reihen von Löchern oder Bohrungen 34 ermöglicht, die jeweils ein vorgegebenes
Raster von Abständen von der Anschlagkante 33 aufweisen. Mittels mindestens einer
Schraube 35, bevorzugt mehrerer Schrauben 35, kann die Wandbelagsleiste 32 in einer
sich längs erstreckenden Nut 36 des vertikalen Flanschabschnitts 31 befestigt werden.
Je nach gewählter Bohrung 34 ergibt sich dann eine bestimmte Höheneinstellung zwischen
der Unterkante der Anschlagkante 33 und der horizontalen Flanscheinheit 41. Dadurch
wird letztlich die Höhe des Spaltes 50 definiert.
[0038] Die Löcher oder Bohrungen 34 der jeweiligen Reihe liegen im Wesentlichen auf einer
Geraden. Die Gerade bzw. Lochreihe verläuft vorzugsweise nicht vertikal, sondern schräg
zur Horizontalen. Beispielsweise schließt die Gerade bzw. Lochreihe mit der Horizontalen
einen Winkel α im Bereich von 10° bis 45°, vorzugsweise 10° bis 35° ein (vgl. Fig.
1).
[0039] Im fixierten Zustand einer bestimmten Höheneinstellung dichtet der sich in Richtung
des vertikalen Flanschabschnitts 31 erstreckende Abschnitt 37 der Wandbelagsleiste
32 die Anordnung gegen Eindringen von Flüssigkeit ab.
[0040] Des Weiteren ist ein zwischen der Ablaufrinne 20 und der Bodeneinheit 40 bzw. der
horizontalen Flanscheinheit 41 angeordneter Steg 23 vorgesehen. Die obere Seite 24
des Stegs 23 bildet einen Teil der unteren Begrenzung des vertikalen Spalts 50 des
Wasserablaufs. Gleichzeitig bildet - wie beschrieben - die untere Seite der Anschlagkante
33 der Wandbelagsleiste 32 einen Teil der oberen Begrenzung des vertikalen Spalts
50 des Wasserablaufs. Somit ergibt sich nach dem Anbringen der Wandbelagselemente
und der Bodenbelagselemente der verbleibende Spalt 50 in der Dusche, durch den das
Wasser bei der Benutzung der Dusche ablaufen kann.
[0041] Der vertikale Flanschabschnitt 31 weist insgesamt eine Dicke auf, die an die Dicke
eines auf die Wandkonstruktion aufgebrachten Putzes oder an die Dicke einer auf die
Wandkonstruktion aufgebrachten Plattenkonstruktion angepasst ist. Vorzugsweise beträgt
die Dicke ca. 25 mm.
[0042] Des Weiteren weist die Ablaufrinne 20 eine Breite auf, die an die Dicke des vertikalen
Flanschabschnitts 31 so angepasst ist, dass auch dann, wenn ein dünnstmöglicher Wandbelag
angebracht ist, die Wandbelagselemente die Ablaufrinne 20 überdecken. Somit ist die
eigentliche Ablaufrinne 20 nur wenig oder gar nicht zu erkennen. Lediglich ein in
einer unteren Kante der Duschkabine verlaufender Spalt 50 wird wahrgenommen.
[0043] In bevorzugter Weise zeigen die Fig. 1 bis 5 eine Stegleiste 51, die in der Öffnung
des vertikalen Spaltes 50 vorgesehen ist. Dazu sind endseitig Halterungen 52 und entlang
der Längserstreckung in vorzugsweise regelmäßigen Abständen angeordnete Halterung
53 vorgesehen, die die Stegleiste 51 in einer vertikalen Position, vom optischen Eindruck
her schwebend festhalten. Die Halterungen 52 und 53 weisen dazu jeweils eine an die
Dicke der Stegleiste 51 angepasste Haltenut auf.
[0044] Wie sich aus Fig. 2 weiter ergibt, kann die Wandablaufrinne 10 noch weitere Einzelteile
wie eine Dichtung 90, einen Eckabschluss 91 und einen Wandabschluss 92 aufweisen.
1. Wandablaufrinne für eine Dusche,
- mit einer Ablaufrinne (20),
- mit einer über der Ablaufrinne (20) angeordneten Wandeinheit (30) zum Anbringen
eines Wandbelags, insbesondere von Fliesen, und
- mit einer neben der Ablaufrinne (20) angeordneten Bodeneinheit (40) zum Verlegen
eines Bodenbelags, insbesondere von Fliesen,
- wobei die Dimensionen der Ablaufrinne (20), der Wandeinheit (30) und der Bodeneinheit
(40) so gewählt sind, dass in der Eckkante zwischen dem Wandbelag und dem Bodenbelag
ein vertikaler Spalt (50) als Wasserablauf ausgebildet ist,
- wobei der Spalt (50) strömungstechnisch mit der Ablaufrinne (20) verbunden ist,
- wobei die Wandeinheit (30) in Vorwandtechnik an einer Wandkonstruktion anbringbar
ist, und
- wobei eine Wandbelagsleiste (32) vorgesehen ist, die an einem vertikalen Flanschabschnitt
(31) der Wandeinheit (30) in einer variablen Höhe anbringbar ist und eine unten angeordnete
Anschlagkante (33) zur Anbringung eines Wandbelags aufweist, so dass die Höhe des
vertikalen Spalts (50) vor dem Anbringen des Wandbelags und des Bodenbelags einstellbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandbelagsleiste (32) mindestens zwei Reihen von Bohrungen (34) aufweist, die
jeweils ein vorgegebenes Raster von Abständen von der Anschlagkante (33) aufweisen,
und
dass in dem vertikalen Flanschabschnitt (31) der Wandeinheit (30) mindestens eine sich
längs erstreckende Nut (36) vorgesehen ist, in die eine oder mehrere in die Bohrungen
(34) einsetzbare Schrauben (35) einschraubbar sind.
2. Wandablaufrinne nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wandeinheit (30), die Bodeneinheit (40) und die Ablaufrinne (20) als ein zusammenhängendes
Element ausgebildet sind.
3. Wandablaufrinne nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Bodeneinheit (40) einen horizontal verlaufenden Flanschabschnitt (41) aufweist,
wobei der vertikale Flanschabschnitt (31) oberhalb der Ablaufrinne (20) angeordnet
und der horizontale Flanschabschnitt (41) seitlich neben der Ablaufrinne (20) angeordnet
ist.
4. Wandablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zwischen der Ablaufrinne (20) und der Bodeneinheit (40) angeordneter Steg (23)
angeordnet ist und dass die obere Seite (24) des Stegs (23) einen Teil der unteren
Begrenzung des vertikalen Spalts (50) bildet.
5. Wandablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die untere Seite der Anschlagkante (33) der Wandbelagsleiste (32) einen Teil der
oberen Begrenzung des vertikalen Spalts (50) bildet.
6. Wandablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ablaufrinne (20) eine Breite aufweist, die an die Dicke des vertikalen Flanschabschnitts
(31) angepasst ist.
7. Wandablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Stegleiste (51) in der Öffnung des vertikalen Spaltes (50) vorgesehen
ist.
8. Wandablaufrinne nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stegleiste (51) in ihrer horizontalen Position einstellbar ist.
9. Wandablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die jeweilige Reihe von Bohrungen (34) im montierten Zustand der Wandbelagsleiste
(32) schräg zur Horizontalen verläuft und mit der Horizontalen einen Winkel (α) im
Bereich von 10° bis 45°, vorzugsweise 10° bis 35° einschließt.
10. Wandablaufrinne nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie zur Montage an einer Wand oder an einem Vorwandelement mit mindestens einem Winkelelement
(61) versehen ist, wobei die Wandablaufrinne (10) in dem Winkelelement (61) horizontal
verschiebbar gehalten ist.
11. Wandablaufrinne nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Winkelelement (61) einen Absatz (64) aufweist, auf den die Wandablaufrinne
(10) im montierten Zustand des Winkelelements (61) formschlüssig aufsetzbar ist.
12. Wandablaufrinne nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Winkelelement (61) mit einem vertikal verschiebbaren Klemmstück (67)
versehen ist, welches mit einer oberseitigen Kante oder Längsnut (39) der Wandeinheit
(30) formschlüssig verbindbar und mittels einer Schraube (68) fixierbar ist.