(19)
(11) EP 2 792 808 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.04.2016  Patentblatt  2016/17

(21) Anmeldenummer: 13178772.3

(22) Anmeldetag:  31.07.2013
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04D 1/34(2006.01)

(54)

System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung, Dacheindeckung oder Wandbekleidung, Verfahren zur Verlegung und Herstellung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen

System for forming a roof cover or wall cladding, roof covering or wall cladding, method for placing and the preparation of roof cover or wall cladding elements

Système de formation de couverture de toit ou d'habillage mural, couverture de toit ou habillage mural, procédé de pose et fabrication d'éléments de couverture de toit ou d'habillage mural


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 17.04.2013 DE 102013006616

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.10.2014  Patentblatt  2014/43

(73) Patentinhaber: Eternit AG
69126 Heidelberg (DE)

(72) Erfinder:
  • Häckl, Albert
    86633 Neuburg (DE)
  • Hartmann, Florian
    70597 Stuttgart (DE)
  • Hühnerkopf, Uwe
    69214 Eppelheim (DE)
  • Stumpe, Sven
    69124 Heidelberg (DE)

(74) Vertreter: Van Steenlandt, Wim August Maria 
Redco NV-SA Research And Development Company Kuiermansstraat 1
1880 Kapelle-op-den-Bos
1880 Kapelle-op-den-Bos (BE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 133 485
DE-A1- 10 001 568
EP-A1- 2 685 023
DE-U1-202010 010 457
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ganz allgemein ein Befestigungssystem zur Windsogsicherung oder Befestigung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen an einer Dach- oder Wandunterkonstruktion und sie betrifft speziell ein System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung mit Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen, insbesondere Dachsteine, Dachziegel, Dach- oder Wandplatten, Schindeln oder Formsteine, zur überlappenden Verlegung mit anderen Dach- bzw. Wandbekleidungselementen, eine zumindest teilweise mit solchen Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen des Systems hergestellte Dacheindeckung oder Wandbekleidung, und ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen des Systems zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung.

    [0002] Dacheindeckungselemente der vorgenannten Art, auf die sich die Erfindung bezieht, also Dachsteine oder Dachplatten (üblicherweise aus Beton oder zementgebundenem Material), Dachziegel (üblicherweise aus keramischem Material) oder Schindeln (beispielsweise aus Metall oder Holz oder Naturstein wie Schiefer), kleinformatige Dacheindeckungselemente aus Metall oder Kunststoff oder Naturstein (Schiefer) und/oder zugehörige Formsteine und Formteile sind in verschiedenen Formen bekannt. Derartige Dacheindeckungselemente werden teilweise überlappend mit anderen identischen oder gleichartigen Dacheindeckungselementen auf Dächern von Gebäuden verlegt und bilden so eine Dacheindeckung. Die Verlegung kann dabei im Verband oder nicht im Verband erfolgen.

    [0003] In Abhängigkeit von der Lage des Gebäudes, der Gebäudehöhe, der Konstruktion des Gebäudes und der Dachform sowie der Deckunterlage und dem geografischen Gebäudestandort ist eine Windsogsicherung bzw. Sturmsicherung der Dacheindeckung sinnvoll, erforderlich oder, in Abhängigkeit von verschiedenen Windzonen, sogar baugesetzlich vorgeschrieben.

    [0004] Bisher erfolgte die Windsogsicherung durch sogenannte Sturmklammern, die einerseits in der Traglattung einer Dachunterkonstruktion eingehängt und andererseits in einen Seitenfalz der Dacheindeckungselemente eingehängt werden. Alternativ werden Dacheindeckungselemente auch durch solche Sturmklammern gesichert, die in den Seiten- oder Kopffalz des Dacheindeckungselements eingehängt und in die Traglattung der Dachunterkonstruktion eingeschlagen werden.

    [0005] Um eine anforderungsgerechte Windsogsicherung bzw. Sturmsicherung zu erreichen, ist bei einer Dacheindeckung beispielsweise jedes einzelne, jedes zweite oder jedes dritte Dacheindeckungselement mit einer solchen Sturmklammer zu befestigen. Unabhängig von einer eventuell erforderlichen Windsogsicherung der Flächen-Eindeckungselemente ist üblicherweise jeder Dach- und Formstein an Dachrändern mechanisch zu befestigen und zu sichern. Dies gilt insbesondere für Formsteine an Ortgang, Grat, First und Pult.

    [0006] Ein Nachteil der Windsogsicherung von Dacheindeckungselementen in der bekannten Weise mit Sturmklammern besteht darin, dass die Verlegung aufwändig ist, weil regelmäßig zwei Arbeiter für die Verlegung erforderlich sind: einer zum Anbringen der Dacheindeckungselemente und ein zweiter zum Befestigen der Sturmklammern.

    [0007] Außerdem kommt es zunehmend häufig vor, dass auf bestehenden Dächern eine photovoltaische- oder solarthermische Anlage nachträglich montiert oder bei Dachinspektionen defekte Dacheindeckungselemente ausgetauscht werden müssen. Sind diese Dacheindeckungselemente aber in der bekannten Weise durch Sturmklammern zum Einhängen oder zum Einschlagen in die Dachunterkonstruktion gesichert, ist ein nachträgliches Lösen dieser Verbindung erfahrungsgemäß nur sehr schwer möglich, wobei teilweise die so gesicherten Dacheindeckungselemente zertrümmert werden müssen, um die Verklammerung zu lösen.

    [0008] Klammern zur Befestigung von Dacheindeckungselementen sind beispielsweise in der DE 3509077 A1 und in der DE 20 2008 015 113 U1 beschrieben. Diese Klammern stellen eine Abwandlung der beschriebenen Sturmklammern zum Einhängen oder zum Einschlagen in die Dachunterkonstruktion dar und beruhen allesamt auf verschiedenen mechanischen formschlüssigen Verbindungen zwischen Dacheindeckungselement und Dachunterkonstruktion.

    [0009] Bekannt sind grundsätzlich auch Wandbekleidungen, die mit ähnlich gestalteten Elementen wie bei Dacheindeckungen in entsprechender Verlegung im Verband oder nicht im Verband aber normalerweise auch mit teilweiser Überlappung zwischen Elementen benachbarter Reihen an Wandunterkonstruktionen montiert werden. Auch hierauf bezieht sich die vorliegende Erfindung weil auch dort eine mechanische Befestigung der Elemente an einer Unterkonstruktion erforderlich ist und die vorher beschriebenen Probleme bei nachträglichen Umbauten oder beim Austausch einzelner Elemente auftreten.

    [0010] Aus der EP 2363547 A1 ist auch ein Steildach-Eindecksystem für eine sturmsichere Befestigung bekannt, bei dem an der Unterseite von Dacheindeckungselementen flexible Klettbandstreifen lose herabhängend befestigt sind, und das Klettband nach dem Verlegen der Dacheindeckungselemente auf den Dachlatten jeweils zu einer in Dach-Gefällerichtung unterhalb angrenzenden Dachlatte geführt und an dieser mit einem an der Unterseite der Dachlatte befestigten passenden Klettelement lösbar befestigt werden. Bei diesem System können die lose herabhängenden Klettbandstreifen leicht beschädigt oder abgerissen werden. Außerdem müssen die Klettbandstreifen generell vorsorglich lang ausgebildet und dann ggf. unter Inkaufnahme von Abfall und Zusatzarbeit abgeschnitten werden, oder sie sind unter Umständen zu kurz und die Windsogsicherung kann nicht hergestellt werden. Schließlich ist es auch praktisch sehr schwierig und arbeitsintensiv, die Klettelemente vor Ort auf der Baustelle bzw. auf dem Dach an der Unterseite der Dachlatten anzubringen. Eine Anbringung an den Dachlatten vorab am Boden ist ebenfalls kaum praktikabel, weil sie leicht verschmutzen oder beschädigt werden können, weil nicht vorhersehbar ist, an welchen Stellen das Klettverbindungselement benötigt wird, so dass Klettverbindungselemente praktisch an der gesamten Unterseite vorgesehen werden müssen, und weil die Verwendbarkeit der Dachlatten insbesondere die Befestigungslage auf den Dachsparren dann genau eingehalten werden muss.

    [0011] Die EP 2133485 A1 beschreibt ein Steildach-Eindecksystem mit Abdeckmitteln, beispielsweise Ziegeln, Platten oder Schiefer, die überlappend verlegt werden und bei dem die einzelnen Abdeckmittel jeweils vollflächig mit einem Klettmaterial an Dachlatten befestigt werden. Dazu ist jedes Abdeckmittel im Bereich seiner Auflage auf der Dachlatte mit einem vorzugsweise Kunststoff-basierten Klettmaterial durch Kleben, Laminieren, Giessen oder Einlassen versehen und die dazu passende Flauschschicht ist an der Oberseite der Dachlatte befestigt.

    [0012] Die DE 202010010457 U1 beschreibt ein weiteres Steildach-Eindecksystem, bei dem die zwischen First und Traufe überlagernd verlegten Eindeckelemente jeweils sturmhakenfrei an einem benachbarten Eindeckelement über eine lösbare Haken-Ösen-Verbindung befestigt sind, wobei die Haken-Ösen-Verbindung durch an den einander zugewandten Bereichen der Ober- bzw. Unterseiten der Eindeckelemente angeklebte Verbindungsstreifen realisiert ist.

    [0013] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Systems und eines Verfahrens zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung mit Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen, das zumindest einige der oben genannten Nachteile beseitigt, insbesondere beim ersten Verlegen in einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung schnell zu montieren ist, bei nachträglichen Änderungen einfach zu demontieren ist und eine zuverlässige Windsogsicherung bzw. Sturmsicherung bereitstellt.

    [0014] Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieses Problems ein System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 1 in Vorschlag gebracht. Bevorzugte Ausgestaltungen des Systems zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

    [0015] Ferner betrifft die Erfindung auch eine Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 13, und ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen zur Bildung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung mit dem erfindungsgemäßen System gemäß Anspruch 14.

    [0016] Zur terminologischen Vereinfachung wird im Folgenden nur noch auf Dacheindeckungselemente Bezug genommen, wobei die Ausführungen aber immer auch für Wandbekleidungselemente entsprechend gelten.

    [0017] Das bei dem erfindungsgemäßen System verwendete Dacheindeckungselement ist im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dass ein Klettverbindungselement an dem Dacheindeckungselement so angeordnet und befestigt ist, nämlich flächig, dass es mit einem an einem in einem Überlappungsbereich darunterliegenden Dacheindeckungselement oder einer Dachunterkonstruktion anzubringenden komplementären Befestigungselement ebenfalls mit einem dazu passenden Klettverbindungselement zusammenwirken kann, um das Dacheindeckungselement durch Herstellen einer reversibel lösbaren mechanischen Klettverbindung zwischen diesen beiden Elementen an dem darunterliegenden Dacheindeckungselement oder der Dachunterkonstruktion zu sichern.

    [0018] Die bei dem erfindungsgemäßen System verwendeten Dacheindeckungselemente haben den Vorteil, dass sie von einer einzigen Person schnell zu verlegen sind, weil die Dacheindeckungselemente nur noch in an sich bekannter Weise auf der Dachunterkonstruktion verlegt werden und die Befestigungselemente, die Klammern, vorzugsweise etwa C-förmige Klammern sind, einerseits auf die Dachunterkonstruktion und andererseits auf die Oberseite des jeweiligen Dacheindeckungselements aufgeschoben werden. Dieser Montagevorgang ist erheblich einfacher und schneller zu bewerkstelligen als das Einhängen und Einschlagen bisheriger Windsogsicherungen.

    [0019] Die darüber verlegten Dacheindeckungselemente werden sodann nur auf die jeweils darunter befindlichen Befestigungselemente teilweise überlappend aufgelegt, wobei durch die Ausrichtung der Klettverbindungselemente an den Dacheindeckungselementen und den Befestigungselementen eine mechanische Interaktion auftritt und der mechanische Einhakvorgang das jeweils darüber liegende Dacheindeckungselement an das Befestigungselement befestigt und es über das Befestigungselement an dem darunterliegenden Dacheindeckungselement oder der Dachunterkonstruktion sichert.

    [0020] Insbesondere bei nachträglichen Änderungen der verlegten Dacheindeckung, beispielsweise zur Montage von Photovoltaikanlagen oder anderen Einbauten in die Dachhaut, können die betroffenen Dacheindeckungselemente einfach in der Ebene der Dachhaut nach oben verschoben werden und die hierfür erforderliche Kraft ist lediglich diejenige, die zur Überwindung der Reibung zwischen dem Befestigungselement und der Dachunterkonstruktion oder dem darunter liegenden Dacheindeckungselement erforderlich ist, weil das Befestigungselement über die Klettverbindung mit dem zu verschiebenden Dacheindeckungselement verbunden bleibt. Alternativ müsste die mechanische Haltekraft der Klettverbindung überwunden werden, wenn das Dacheindeckungselement ohne das Befestigungselement entfernt werden soll.

    [0021] Der besondere Vorteil ergibt sich insbesondere bei kleinformatigen, überlappend verlegten Dacheindeckungselementen, bei denen der Aufwand zum Anbringen herkömmlicher Windsogsicherungen verhältnismäßig hoch ist.

    [0022] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Klettverbindungselemente im Außenbereich ist diejenige nach dem Pilzkopf-Pilzkopf-Klettprinzip, da hier nur ein Typ Klettverbindungselement benötigt wird. Diese Verbindungselemente besitzen einen definiertem Druckpunkt, was bei der Montage auf dem Dach besonders hilfreich ist, um die Verbindung sicherzustellen, und sie können mit Zug- und Scherkräften belastet werden.

    [0023] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung sind Klettverbindungselement nach dem Widerhaken-Schlaufen-Klettprinzip, hierbei insbesondere solche, die aus Metall oder Kunststoff hergestellt sind, weil sie haltbar sind, eine hohe Haftung und eine sehr hohe Beständigkeit gegen thermische und chemische Einflüsse besitzen. Derartige Verbindungselemente sind beispielsweise unter der Bezeichnung "Metaklett"-Verbinder bekannt.

    [0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform und unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung beispielhaft erläutert. Darin zeigen:

    Fig. 1a eine Draufsicht auf eine nicht im Verband verlegte Anordnung von Dacheindeckungselementen des erfindungsgemäßen Systems,

    Fig. 1b eine Draufsicht auf eine im Verband verlegte Anordnung von Dacheindeckungselementen des erfindungsgemäßen Systems,

    Fig. 2 eine Seitenansicht im Schnitt entlang der Linie I-I von Fig. 1a und 1b,

    Fig. 3 eine Modifikation der Ausführungsform von Fig. 2 in Seitenansicht mit einem abgewandelten Befestigungselement, und

    Fig. 4 eine weitere Modifikation der Ausführungsform von Fig. 2 in Seitenansicht mit einem abgewandelten Befestigungselement in zwei Varianten.



    [0025] Die in den Figuren 1a und 1b schematisch dargestellten Anordnungen von Dacheindeckungselementen 1 des erfindungsgemäßen Systems zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung umfassen die mit den Klettverbindungselementen 2 versehenen Dacheindeckungselemente an jeder zweiten Stelle in einer Reihe. Alternativ kann jedes Dacheindeckungselement oder es können beliebige Elemente innerhalb einer solchen Anordnung mit den Klettverbindungselementen versehen sein. Die zu den jeweiligen Dacheindeckungselementen 1 mit Klettverbindungselement 2 komplementären Befestigungselemente in Form einer in Seitenansicht etwa C-förmigen Klammer, die ebenfalls mit dem Klettverbindungselement versehen sind, sind mit 3 bezeichnet und weiter unten detailliert beschrieben sowie in den Figuren 2 und 3 in zwei Varianten gezeigt. Die Dachunterkonstruktion ist in Form von Latten 4 dargestellt. Dargestellt und beschrieben ist hier nur die Ausführungsform, bei der das Klettverbindungselement 2 an dem Dacheindeckungselement 1 befestigt und das komplementäre Klettverbindungselement an dem Befestigungselement vorgesehen bzw. durch dieses selbst gebildet ist, beispielsweise indem die Widerhaken integral bzw. materialeinheitlich eingeformt sind.

    [0026] Die Klettverbindungselemente umfassen häufig ein Element, das Widerhaken besitzt, und ein damit zusammenwirkendes Element, das Schlaufen besitzt, beispielsweise in Form eine Veloursbandes, eines Flauschbandes, eines Filzbandes, wobei das auch metallische Gewirke oder aus Metallblech ausgestanzte und ausgeformte relativ starre Schlaufen jeder Form umfasst. Das Element mit den Schlaufen wird vorzugsweise an dem Dacheindeckungselement flächig befestigt, weil es in der Regel flacher ist und weniger aufträgt. Das mit Widerhaken versehene Element wird dann an dem Befestigungselement angebracht oder integral an diesem ausgeformt, was dort mit Metall- und Kunststoffmaterialien relativ einfach und kostengünstig realisierbar ist. Die Anordnung der Klettverbindungselemente kann aber erfindungsgemäß auch vertauscht sein. In diesem Fall ist das mit Widerhaken versehene Element beispielsweise ein an dem Dacheindeckungselement befestigtes oder darin integriertes Metall- oder Kunststoffteil während das mit Schlaufen versehene Element an dem Befestigungselement, z.B. der Klammer befestigt oder ebenfalls integral bzw. materialeinheitlich daran ausgebildet ist.

    [0027] Das jeweilige Klettverbindungselement 2 kann mit dem Dacheindeckungselement form- und/oder kraftschlüssig verbunden sein. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung wird das Klettverbindungselement an der Unterseite des Dacheindeckungselements 1 durch Kleben befestigt, insbesondere mit einem Zwei-Komponentenkleber, kann aber auch bereits bei der Herstellung des jeweiligen Dacheindeckungselements integral bzw. materialeinheitlich in dieses eingeformt oder mechanisch befestigt werden.

    [0028] Die Form der Klettverbindungselemente ist an sich beliebig - die Größe bzw. Fläche wird üblicherweise durch die geforderten Haltekräfte bestimmt.

    [0029] Das Befestigungselement 3 ist eine Klammer, vorzugsweise eine Metallklammer, beispielsweise aus verzinktem Stahl oder Edelstahl. Das Befestigungselement bzw. die Befestigungsklammer kann auch im Wesentlichen aus Kunststoff, z.B. einem recycelten Kunststoffmaterial, gefertigt sein und das Klettverbindungselement kann wie bereits beschrieben integral in die Klammer eingearbeitet oder daran in anderer Weise (z.B. durch form- und/oder kraftschlüssiges Verbinden, durch Kleben oder mechanische Befestigungselemente) befestigt sein.

    [0030] Die Befestigungsklammer 3 besitzt üblicherweise eine C-Form, deren erster Schenkel 3b an der Dachunterkonstruktion, beispielsweise einer Querlatte 4, zu befestigen ist, und deren zweiter Schenkel 3a im Einbauzustand am Rand des Dacheindeckungselements angreift und einen Teil der Oberseite desselben übergreift, wie in Fig.2 gezeigt ist. Die Position ist dabei so gewählt, dass die Klammer oder zumindest der als Klettverbindungselement wirkende Bereich davon mit der Position des Klettverbindungselements2 an der Unterseite des überlappend darüber verlegten Dacheindeckungselements fluchtet, damit eine maximale mechanische Haltekraft dazwischen erzielt wird.

    [0031] Die Befestigungsklammer kann alternativ auch so gestaltet sein, dass sie nur an dem Dacheindeckungselement und nicht auch an der Dachunterkonstruktion angreift. Diese Variante ist in Fig. 3 gezeigt. In diesem Fall ist die wesentliche Funktion diejenige, dass ein Schenkel 3a der Klammer den oberen Bereich des Dacheindeckungselements übergreift und dort das Klettverbindungselement an der gewünschten Position anordnet und der andere Schenkel 3b den Rand des Dacheindeckungselements umgreift, so dass die Klammer insgesamt nur an dem Dacheindeckungselement befestigt ist. Bei dieser Variante werden die überlappend verlegten Dacheindeckungselemente über die reversibel lösbare mechanische Haltekraft der Klettverbindungselemente aneinander befestigt. Eine Windsogsicherung erfolgt insofern durch die Masse des Verbunds. Je nach Anwendungsfall ist auch eine Verwendung von beiden Arten von Befestigungsklammern innerhalb einer Dacheindeckung möglich.

    [0032] Außerdem stellen die beschriebenen und dargestellten Befestigungsklammern nur eine Grundform geeigneter Klammern dar. Weitere Abwandlungen sind möglich, sofern die erfindungsgemäße Funktion gewährleistet ist.

    [0033] Eine andere Abwandlung der Befestigungsklammer ist im oberen Bereich der Fig. 1a in Form der Klammer 5 angedeutet und sie besteht darin, dass die Klammer 5 zumindest im Bereich des auf der Oberseite der Dacheindeckungselemente liegenden Schenkels breiter ausgestaltet ist und mehrere Dacheindeckungselemente übergreift. Das Klettverbindungselement kann hierbei durchgehend oder bereichsweise vorgesehen sein.

    [0034] In einer in Fig. 4 schematisch in wiederum zwei Varianten dargestellten Abwandlung der Klammer 6,9 kann diese einen von den ersten und zweiten Schenkeln 6a,6b,9a,9b abgesetzten Abschnitt 6c,9c besitzen, der eine Befestigungsfläche 6e,9e besitzt, an dem das Klettverbindungselement 2 vorgesehen ist und die, wie in der Darstellung der Figur 4 von der Seite gesehen, über eine durch den ersten Schenkel 6a,9a definierte Ebene erhaben ist. Dazu erstreckt sich der abgesetzte Abschnitt 6c,9c integral von dem zweiten Schenkel 6b,9b zunächst nach oben bis zu einer Hinterkante eines Dacheindeckungselements, an dem die Klammer zu befestigen ist, und dann von der Hinterkante weg schräg nach oben. Der abgesetzte Abschnitt 6c,9c erstreckt sich sodann zurück zu dem ersten Schenkel 6a,9a und bildet dabei die Befestigungsfläche 6e,9e, die gegenüber der Ebene des ersten Schenkels 6a,9a um eine Stufe erhöht ist. Der abgesetzte Abschnitt 6c,9c kann Ausformungen und Höhenunterschiede zwischen der Oberseite und der Unterseite von übereinander verlegten Dacheindeckungselementen ggf. unter Berücksichtigung der Dicke der Klettverbindungselemente 2 ausgleichen. Außerdem kann der abgesetzte Abschnitt 6c,9c vorzugsweise aufgrund seiner Formgebung insgesamt elastisch federnd ausgestaltet sein, so dass er beim Auflegen eines Dacheindeckungselements elastisch verformt wird, dabei einen Stoß dämpft und aufgrund der Elastizität dazu beiträgt, die Klettverbindungselemente sicher in Eingriff zu bringen und zu halten. Außerdem ist es möglich, die Klammer am abgesetzten Abschnitt 6c,9c von Hand festzuhalten, wenn das damit über die Klettverbindung verbundene Dacheindeckungselement abgehoben werden soll. Dadurch wird eine Demontage erleichtert und die Verformung der Klammer und/oder eine Beschädigung des Dacheindeckungselements vermieden.

    [0035] In einer weiteren anhand der Klammer 6 verdeutlichten Variante ist der erste Schenkel 6a der Klammer 6 so ausgeführt, dass er, im Einbauzustand, aus dem Überdeckungsbereich übereinanderliegender Dacheindeckungselemente 1 herausragt und einen über die Oberseite des Dacheindeckungselements, auf dem er aufliegt, nach oben vorstehenden Vorsprung 6d aufweist, der als Schneestopper dient. Dieser Vorsprung kann integral an dem Schenkel 6a angeformt sein, indem dieser, wenn er beispielsweise aus einem flachen, streifenartigen Band gebildet ist, zu einem Dreieck abgebogen wird. Alternativ kann der Vorsprung aber auch als separates Element an dem Schenkel befestigt sein, beispielsweise durch eine mechanische Verbindung wie Schrauben, Nieten oder dergleichen oder durch Löten, Schweißen, Kleben oder entsprechende Verbindungstechniken. Die Höhe des Vorsprungs 6d beträgt beispielsweise ca. 5-10cm, wobei sowohl die Höhe als auch die Form an sich beliebig sind, sofern die Funktion als Schneestopper gewährleistet ist.

    [0036] Die Länge des Schenkels 6a bzw. die Position des als Schneestopper dienenden Vorsprungs ist vorzugsweise so gewählt, dass der Druckpunkt über der Dachlattung 4 liegt, um Schäden an den Dacheindeckungselementen durch eine Last zu verhindern. Da nicht an allen Position von Klammern Schneestopper erforderlich sind, können bei einer Dacheindeckung unterschiedliche Varianten der Klammer verwendet werden.

    [0037] In einer weiteren (nicht gezeigten) Ausgestaltung ist das Klettverbindungselement als flächiges Textil-, Kunststoff- oder Metallband ausgebildet. Diese Ausführung hat den Vorteil, dass das Band einfach an der Unterseite des Dacheindeckungselements oder der Oberseite der Befestigungsklammer flächig befestigt werden kann und in der Höhe nur geringfügig aufträgt. Bei dieser Ausgestaltung können bisherige Dacheindeckungselemente mit vorgegebenem Profil im Wesentlichen unverändert beibehalten und zum Dacheindeckungselement nachgerüstet werden. Durch die geringe Höhe eignet sich diese Variante besonders für flache und kleinformatige Elemente wie Dach- und Wandplatten, Schindeln und Platten aus Metall.

    [0038] Der in dieser Beschreibung verwendete Begriff "Klettverbindungselement" soll jeweils beide Elemente einer Klettverbindung bezeichnen, die gemäß obiger Beschreibung unterschiedlich oder, z.B. bei dem "Pilzkopf-Prinzip", auch identisch sein können aber in jedem Fall komplementär zum Zwecke der Herstellung der reversibel lösbaren mechanischen Eingriffsverbindung.

    [0039] Erfindungsgemäß kann ein in herkömmlicher Weise und Form bzw. Profil hergestelltes Dacheindeckungselement, beispielsweise ein Dachstein oder eine Dachplatte oder ein Dachziegel oder Formstein, nachträglich mit einem Klettverbindungselement versehen werden. Hierzu kann es erforderlich sein, auf der Rückseite des Dacheindeckungselements an der gewünschten Stelle, die im verlegten Zustand mit einem darunter liegenden Dacheindeckungselement gleicher Art überlappt, einen Teilbereich, beispielsweise an einer Fußrippe, abzutragen, um einen Einbau unter Berücksichtigung der Höhe des Klettverbindungselements vorzusehen. Bereichsweise Vertiefungen können aber auch in die üblichen Formen der Dacheindeckungselemente sehr einfach an einer definierten Stelle eingeformt werden. Die Klettverbindungselemente werden dann mit einem Kleber, vorzugsweise einem ZweiKomponenten-Epoxykleber nach Wunsch in den bereits vordefinierten vertieften Bereich eingeklebt. Diese Vorgänge können selbstverständlich auch ganz oder teilweise automatisiert werden.

    [0040] Die jeweiligen Befestigungsflächen für die Klettverbindungselemente an den Dacheindeckungselementen müssen nicht eben sein sondern können auch gekrümmt oder gezackt oder gezahnt sein. Wenn die Befestigungselemente dann eine komplementäre gekrümmte Befestigungsfläche haben, wird eine zusätzliche formschlüssige Verbindung zu der reversibel lösbaren mechanischen Verbindung der Klettverbindungselemente erreicht.

    [0041] Sofern möglich kann die Verbindung des Klettverbindungselements mit dem jeweiligen Dacheindeckungselement bereits im Rahmen der Herstellung des Dacheindeckungselements aus dem jeweiligen Ausgangsmaterial, also z.B. Ton, Beton, Faserzement, Kunststoff und dergleichen erreicht werden. Bei Elementen aus Naturstein wie Schiefer, aus Metall oder aus Holz oder bei anderweitig vorgefertigten (z.B. gebrannten Elementen) bietet sich u.U. eine nachträgliche Befestigung an. Besonders bevorzugt ist das Element aus zementgebundenem Material, aus keramischem Material, aus Kunststoffmaterial, aus Metall, aus Naturstein, insbesondere Schiefer, oder aus Holz als Grundmaterial hergestellt. Bei Verwendung von Metall oder Kunststoff können die Schlaufen oder Widerhaken bzw. Pilzköpfe auch integral beim Herstellungsprozess eingeformt werden.

    [0042] Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Lösung bei Formsteinen, die üblicherweise komplexe Konturen oder Formen besitzen und mit Standard-Windsicherungsklammern oder Bügel nicht oder nur unzureichend gesichert werden können. Bei dem Dacheindeckungselement ist lediglich ein gewisser Überlappungsbereich mit einem darunter liegenden Dacheindeckungselement erforderlich, wobei in diesem Bereich die Paarung der komplementären Klettverbindungselemente an Dacheindeckungselementen bzw. Befestigungselementen vorzusehen ist.

    [0043] Ein Vorteil dieser Ausgestaltung ist der, dass die Sturmsicherung von der Außenseite der Dachhaut nicht sichtbar ist, weil das Klettverbindungselement an der Unterseite des Dacheindeckungselements vorgesehen ist und das Befestigungselement in Form der Klammer so dimensioniert werden kann, dass es über den überlappenden Bereich nicht hinaussteht. Außerdem ist dabei die Funktion der Regensicherheit der Dacheindeckung voll erfüllt, weil die Elemente den Ablauf von Regenwasser in keiner Weise beeinträchtigen, weil sie ausschließlich in dem Überlappungsbereich vorgesehen sind.

    [0044] Die Erfindung betrifft sodann auch eine Dacheindeckung oder entsprechend eine Wandbekleidung mit mehreren Reihen von nebeneinander verlegten Dacheindeckungselementen, wobei sich die Dacheindeckungselemente benachbarter Reihen teilweise überlappen und wobei zumindest einige, ggf. aber auch alle, Dacheindeckungselemente in dem Anordnung in der oben beschriebenen Weise ausgebildet sind. Diese Dacheindeckungselemente sind in der Anordnung mit dem jeweiligen an einer Dachunterkonstruktion angebrachten oder anzubringenden komplementären Befestigungselement durch reversibel lösbare mechanische Verbindung in der beschriebenen Weise an der Dachunterkonstruktion befestigt oder zu befestigen.

    [0045] Die Erfindung betrifft aber auch ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungselementen zur Herstellung einer Dacheindeckung bzw. Wandbekleidung, wobei zuerst eine erste Reihe von Dacheindeckungselementen nebeneinander verlegt wird und ausgewählte Dacheindeckungselemente mittels eines Befestigungselements in der oben beschriebenen Weise, also mittels einer Befestigungsklammer mit einem Klettverbindungselement am oberen Randbereich an der Dachunterkonstruktion gesichert werden. Sodann wird eine zweite Reihe von Dacheindeckungselementen nebeneinander so verlegt, dass sie die Dacheindeckungselemente der ersten Reihe zumindest teilweise im oberen Bereich überlappen. Dabei werden entweder für alle oder zumindest für einige der Dacheindeckungselemente der zweiten Reihe solche gewählt, die an ihrer Unterseite das komplementäre Klettverbindungselement besitzen, und diese werden so angeordnet, dass diese mit dem an dem zugeordneten Befestigungselement der ersten Reihe vorgesehenen Klettverbindungselement im Wesentlichen ausgerichtet sind und mit diesem zusammenwirken, um die Dacheindeckungselemente durch die reversibel lösbare mechanische Verbindung über die Befestigungsklammern an der Dachunterkonstruktion zu befestigen. Weitere Reihen werden entsprechend verlegt.

    [0046] In Abhängigkeit von der Anforderung der Windsogsicherung können alle Dacheindeckungselemente eines Verbundes mit der reversibel lösbaren mechanischen Windsogsicherung auf Basis der Klettverbindung ausgebildet sein. Alternativ können Bestimmte ausgewählt werden, also beispielsweise jedes zweite, jedes dritte oder eine beliebige Auswahl.


    Ansprüche

    1. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung, mit:

    einem ersten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1), insbesondere Dachstein, Dachziegel, Dach- oder Wandplatte, Schindel, oder Formstein, zur überlappenden Verlegung mit anderen Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen (1), und

    einem komplementären Befestigungselement (3;5;6;9), das eine Klammer (3;5;6;9) aufweist, die so ausgestaltet ist, dass sie bei überlappender Verlegung an einem unter dem ersten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) liegenden zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) oder an einer Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) anzubringen ist,

    wobei das erste Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) ein an dem Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) flächig befestigtes erstes Klettverbindungselement (2) aufweist, das so angeordnet ist, dass es bei überlappender Verlegung mit der an dem darunterliegenden zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) oder der Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) angebrachten Klammer (3;5;6;9), die ein zweites Klettverbindungselement (2) aufweist, zusammenwirken kann, um das erste Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) reversibel lösbar mechanisch an dem darunterliegenden zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) oder der Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) zu sichern.
     
    2. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 1, wobei das erste Klettverbindungselement (2) mit dem ersten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) form- und/oder kraftschlüssig verbunden, insbesondere eingeformt, angeklebt oder mechanisch befestigt ist/sind.
     
    3. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die Klammer (3;5;6;9) aus Metall oder aus einem Kunststoffmaterial gebildet ist und das zweite Klettverbindungselement (2) daran befestigt oder integral angeformt ist.
     
    4. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Klammer (3;5;6;9), von der Seite betrachtet, insgesamt eine C-Form aufweist.
     
    5. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 3 oder 4, wobei die Klammer (3;5;6;9) einen ersten Schenkel (3b;6b;9b), der an der Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) zu haltern ist, und einen zweiten Schenkel (3a;6a;9a) aufweist, der im Einbauzustand am Rand des zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements (1) angreift und einen Teil der Oberseite desselben übergreift.
     
    6. System zur Herstellung einer Dacheindeckung öder Wandbekleidung nach Anspruch 5, wobei die Klammer (6;9) einen von den ersten und zweiten Schenkeln (6a,6b;9a,9b) abgesetzten Abschnitt (6c;9c) besitzt, der, von der Seite gesehen, über eine durch den ersten Schenkel (6a;9a) definierte Ebene erhaben ist und an dem das zweite Klettverbindungselement (2) vorgesehen ist.
     
    7. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach Anspruch 6, wobei der abgesetzten Abschnitt (6c;9c) insgesamt elastisch federnd ausgestaltet ist.
     
    8. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach Anspruch 5, 6 oder 7, wobei der erste Schenkel (6a) der Klammer (6) so ausgeführt ist, dass er, im Einbauzustand, aus dem Überdeckungsbereich übereinanderliegender Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselemente (1) herausragt und einen über die Oberseite des zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements (1), auf dem er aufliegt, nach oben vorstehenden Vorsprung (6d) aufweist, der vorzugsweise als Schneestopper dient.
     
    9. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Klettverbindungselement (2) an dem ersten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) im Bereich der Unterseite desselben vorgesehen ist, vorzugsweise in dem Bereich, der bei überlappender Verlegung mit dem darunterliegenden zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) überlappt.
     
    10. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das erste und das zweite Klettverbindungselement (2) mechanisch miteinander verhakbare Elemente nach dem Widerhaken-Schlaufen-Klettprinzip oder nach dem Pilzkopf-Pilzkopf-Klettprinzip sind.
     
    11. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 10, wobei das erste und das zweite Klettverbindungselement (2) aus Metall oder Kunststoff gebildet sind.
     
    12. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselemente (1) aus zementgebundenem Material, aus keramischem Material, aus Kunststoffmaterial, aus Metall, aus Naturstein, insbesondere Schiefer, oder aus Holz als Grundmaterial hergestellt sind.
     
    13. Dacheindeckung oder Wandbekleidung, hergestellt mit dem System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, mit mehreren Reihen von aneinander angrenzenden, überlappend verlegten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselementen (1), die mit den jeweiligen an einer Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) angebrachten Klammern (3;5;6;9) reversibel lösbar mechanisch an der Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) befestigt sind.
     
    14. Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen (1) zur Herstellung einer Dacheindeckung bzw. Wandbekleidung mit dem System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, mit den Schritten:

    Verlegen von zweiten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselementen (1) nebeneinander in einer ersten Reihe und Befestigen von ausgewählten der Dacheindeckungs-bzw. Wandbekleidungselemente (1) an einer Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) mittels den Klammern (3;5;6;9), und

    Verlegen von ersten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselementen (1) nebeneinander in einer zweiten Reihe, die die zweiten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente (1) der ersten Reihe teilweise überlappen, wobei zumindest einige, vorzugsweise alle der ersten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente (1) der zweiten Reihe so angeordnet werden, dass die an diesen vorgesehenen ersten Klettverbindungselemente (2) mit den an den Klammern (3;5;6;9) der ersten Reihe vorgesehenen zweiten Klettverbindungselementen (2) im Wesentlichen ausgerichtet sind und zusammenwirken, um die ersten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente (1) reversibel lösbar mechanisch an der Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) zu befestigen.


     


    Claims

    1. System for producing a roof covering or wall cladding, comprising:

    a first roof-covering or wall-cladding element (1), in particular a concrete roof tile, a clay roof tile, a roof or a wall slab, a shingle or a shaped block, for overlapping laying with other roof covering or wall covering elements (1), and

    a complementary fastening element (3; 5; 6; 9) which comprises a clip (3; 5; 6; 9) which is configured such that it can be mounted in the course of overlapping laying on a second roof-covering or wall-cladding element (1) lying below the first roof-covering or wall-cladding element (1) or on a roof or wall substructure (4),

    wherein the first roof-covering or wall-cladding element (1) has a first touch-and-close connection element (2) which is fastened flat on the roof-covering or wall-cladding element (1) and which is arranged such that it can interact in the course of overlapping laying with the clip (3; 5; 6; 9) which is mounted on the underlying second roof-covering or wall-cladding element (1) or the roof or wall substructure (4), which clip comprises a second touch-and-close connection element (2), in order to mechanically secure the first roof-covering or wall-cladding element (1) in a reversibly releasable manner on the underlying second roof-covering or wall-cladding element (1) or the roof or wall substructure (4).
     
    2. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 1, wherein the first touch-and-close connection element (2) is/are positively and/or non-positively connected to the first roof-covering or wall-cladding element (1), in particular being incorporated, adhesively bonded or mechanically fastened.
     
    3. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 1 or 2, wherein the clip (3; 5; 6; 9) is formed from metal or from a plastics material and the second touch-and-close connection element (2) is fastened or integrally formed thereon.
     
    4. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of the preceding claims, wherein, as viewed from the side, the clip (3; 5; 6; 9) has a C shape overall.
     
    5. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 3 or 4, wherein the clip (3; 5; 6; 9) has a first leg (3b; 6b; 9b), which can be held on the roof or wall substructure (4), and a second leg (3a; 6a; 9a) which, in the installed state, engages on the edge of the second roof-covering or wall-cladding element (1) and overlaps part of the upper side thereof.
     
    6. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 5, wherein the clip (6; 9) has a portion (6c; 9c) which is offset from the first and second legs (6a, 6b; 9a, 9b) and which, as seen from the side, is raised over a plane defined by the first leg (6a; 9a), and on which portion the second touch-and-close connection element (2) is provided.
     
    7. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 6, wherein the offset portion (6c; 9c) is designed to be elastically resilient overall.
     
    8. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 5, 6 or 7, wherein the first leg (6a) of the clip (6) is configured such that, in the installed state, it projects from the overlapping region of roof-covering or wall-cladding elements (1) lying over one another and has a projection (6d) which projects upwardly over the upper side of the second roof-covering or wall-cladding element (1) on which said leg rests, which projection preferably serves as a snow guard.
     
    9. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of Claims 1 to 8, wherein the touch-and-close connection element (2) is provided on the first roof-covering or wall-cladding element (1) in the region of the underside thereof, preferably in the region which in the course of overlapping laying overlaps with the underlying second roof-covering or wall-cladding element (1).
     
    10. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of Claims 1 to 9, wherein the first and the second touch-and-close connection element (2) are elements which can be mechanically interlocked with one another according to the barb/loop touch-and-close principle or according to the mushroom head/mushroom head touch-and-close principle.
     
    11. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 10, wherein the first and the second touch-and-close connection element (2) are formed from metal or plastic.
     
    12. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of the preceding claims, wherein the roof-covering or wall-cladding elements (1) are produced from cement-bonded material, from ceramic material, from plastics material, from metal, from natural stone, in particular slate, or from wood as base material.
     
    13. Roof covering or wall cladding produced by the system for producing a roof covering or wall cladding according to one of Claims 1 to 12, comprising
    a plurality of rows of mutually adjoining, overlappingly laid roof-covering or wall-cladding elements (1) which are mechanically fastened to a roof or wall substructure (4) in a reversibly releasable manner using the respective clips (3; 5; 6; 9) mounted on the roof or wall substructure (4) .
     
    14. Method for laying roof-covering or wall-cladding elements (1) for producing a roof covering or wall cladding using the system for producing a roof covering or wall cladding according to one of Claims 1 to 12, comprising the following steps:

    laying second roof-covering or wall-cladding elements (1) next to one another in a first row and fastening selected ones of the roof-covering or wall-cladding elements (1) to a roof or wall substructure (4) by means of the clips (3; 5; 6; 9), and

    laying first roof-covering or wall-cladding elements (1) next to one another in a second row, which elements partially overlap the second roof-covering or wall-cladding elements (1) of the first row, wherein at least some, preferably all, of the first roof-covering or wall-cladding elements (1) of the second row are arranged such that the first touch-and-close connection elements (2) provided thereon are substantially aligned and interact with the second touch-and-close connection elements (2) provided on the clips (3; 5; 6; 9) of the first row, in order to mechanically fasten the first roof-covering or wall-cladding elements (1) in a reversibly releasable manner on the roof or wall substructure (4).


     


    Revendications

    1. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural, avec:

    un premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1), en particulier tuile, tuile plate, plaque de toit ou de mur, bardeau, ou brique moulée, pour la pose à recouvrement avec d'autres éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1), et

    avec un élément de fixation complémentaire (3; 5; 6; 9), qui présente une attache (3; 5; 6; 9), qui est configurée de telle manière que, lors de la pose à recouvrement, elle doive être placée sur un deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) situé en dessous du premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) ou sur une infrastructure de toit ou de mur (4),

    dans lequel le premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) présente un premier élément d'assemblage velcro® (2) fixé à plat sur l'élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1), qui est disposé de telle manière que, lors de la pose à recouvrement, il puisse coopérer avec l'attache (3; 5; 6; 9) placée sur le deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) ou sur l'infrastructure de toit ou de mur (4), qui présente un deuxième élément d'assemblage velcro® (2), afin de fixer mécaniquement, de façon amovible réversible, le premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) au deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) sous-jacent ou sur l'infrastructure de toit ou de mur (4).
     
    2. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication 1, dans lequel le premier élément d'assemblage velcro® (2) est/sont assemblé par emboîtement et/ou adhérence au premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1), en particulier par formage, collage ou fixation mécanique.
     
    3. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication 1 ou 2, dans lequel l'attache (3; 5; 6; 9) est formée en métal ou en une matière plastique et le deuxième élément d'assemblage velcro® (2) est fixé ou formé intégralement sur celle-ci.
     
    4. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'attache (3; 5; 6; 9), considérée latéralement, présente globalement une forme en C.
     
    5. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication 3 ou 4, dans lequel l'attache (3; 5; 6; 9) présente une première branche (3b; 6b; 9b), qui doit être fixée à l'infrastructure de toit ou de mur (4), et une deuxième branche (3a; 6a; 9a), qui s'accroche dans l'état monté au bord du deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) et recouvre une partie de la face supérieure de celui-ci.
     
    6. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication 5, dans lequel l'attache (6; 9) possède une partie (6c; 9c) décalée de la première et de la deuxième branches (6a, 6b; 9a, 9b) qui, vue latéralement, est surélevée au-dessus d'un plan défini par la première branche (6a; 9a) et sur laquelle le deuxième élément d'assemblage velcro® (2) est prévu.
     
    7. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication 6, dans lequel la partie décalée (6c; 9c) est dans l'ensemble élastiquement déformable.
     
    8. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication 5, 6 ou 7, dans lequel la première branche (6a) de l'attache (6) est réalisée de telle manière que, dans l'état monté, elle sorte de la région de recouvrement d'éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) superposés et présente une protubérance (6d) saillante vers le haut au-dessus de la face supérieure du deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1), sur lequel elle est appliquée, et qui sert de préférence de bec-à-neige.
     
    9. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel l'élément d'assemblage velcro® (2) sur le premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) est prévu dans la région de la face inférieure de celui-ci, de préférence dans la région qui, lors de la pose à recouvrement, est en recouvrement avec le deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage mural sous-jacent (1).
     
    10. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel le premier et le deuxième éléments d'assemblage velcro® (2) sont des éléments pouvant s'accrocher mécaniquement l'un à l'autre selon le principe de l'accrochage par boucles et crochets ou selon le principe de l'accrochage par têtes de champignon.
     
    11. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication 10, dans lequel le premier et le deuxième éléments d'assemblage velcro® (2) sont fabriqués en métal ou en matière plastique.
     
    12. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans lequel les éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) sont fabriqués avec, comme matériau de base, un matériau lié au ciment, un matériau céramique, un matériau plastique, un métal, une pierre naturelle, en particulier de l'ardoise, ou du bois.
     
    13. Couverture de toit ou habillage mural, formé(e) avec le système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, avec
    plusieurs rangées d'éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) jointifs l'un à l'autre, posés à recouvrement, qui sont fixés mécaniquement, de façon amovible réversible, à l'infrastructure de toit ou de mur (4) avec les attaches respectives (3; 5; 6; 9) placées sur une infrastructure de toit ou de mur (4).
     
    14. Procédé de pose d'éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) pour la formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural avec le système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, avec les étapes suivantes:

    pose de deuxièmes éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) l'un à côté de l'autre en une première rangée et fixation d'éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) sélectionnés parmi ceux-ci à une infrastructure de toit ou de mur (4) au moyen des attaches (3; 5; 6; 9), et

    pose de premiers éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) l'un à côté de l'autre en une deuxième rangée, qui recouvrent les deuxièmes éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) de la première rangée, dans lequel au moins certains, de préférence tous les premiers éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) de la deuxième rangée sont disposés de telle manière que les éléments d'assemblage velcro® (2) prévus sur ceux-ci soient essentiellement alignés et coopèrent avec les deuxièmes éléments d'assemblage velcro® (2) prévus sur les attaches (3; 5; 6; 9) de la première rangée, afin de fixer mécaniquement de façon amovible réversible les premiers éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) à l'infrastructure de toit ou de mur (4).


     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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