[0001] Die Erfindung betrifft ganz allgemein ein Befestigungssystem zur Windsogsicherung
oder Befestigung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen an einer Dach-
oder Wandunterkonstruktion und sie betrifft speziell ein System zur Herstellung einer
Dacheindeckung oder Wandbekleidung mit Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen,
insbesondere Dachsteine, Dachziegel, Dach- oder Wandplatten, Schindeln oder Formsteine,
zur überlappenden Verlegung mit anderen Dach- bzw. Wandbekleidungselementen, eine
zumindest teilweise mit solchen Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen des
Systems hergestellte Dacheindeckung oder Wandbekleidung, und ein Verfahren zur Verlegung
von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen des Systems zur Herstellung einer
Dacheindeckung oder Wandbekleidung.
[0002] Dacheindeckungselemente der vorgenannten Art, auf die sich die Erfindung bezieht,
also Dachsteine oder Dachplatten (üblicherweise aus Beton oder zementgebundenem Material),
Dachziegel (üblicherweise aus keramischem Material) oder Schindeln (beispielsweise
aus Metall oder Holz oder Naturstein wie Schiefer), kleinformatige Dacheindeckungselemente
aus Metall oder Kunststoff oder Naturstein (Schiefer) und/oder zugehörige Formsteine
und Formteile sind in verschiedenen Formen bekannt. Derartige Dacheindeckungselemente
werden teilweise überlappend mit anderen identischen oder gleichartigen Dacheindeckungselementen
auf Dächern von Gebäuden verlegt und bilden so eine Dacheindeckung. Die Verlegung
kann dabei im Verband oder nicht im Verband erfolgen.
[0003] In Abhängigkeit von der Lage des Gebäudes, der Gebäudehöhe, der Konstruktion des
Gebäudes und der Dachform sowie der Deckunterlage und dem geografischen Gebäudestandort
ist eine Windsogsicherung bzw. Sturmsicherung der Dacheindeckung sinnvoll, erforderlich
oder, in Abhängigkeit von verschiedenen Windzonen, sogar baugesetzlich vorgeschrieben.
[0004] Bisher erfolgte die Windsogsicherung durch sogenannte Sturmklammern, die einerseits
in der Traglattung einer Dachunterkonstruktion eingehängt und andererseits in einen
Seitenfalz der Dacheindeckungselemente eingehängt werden. Alternativ werden Dacheindeckungselemente
auch durch solche Sturmklammern gesichert, die in den Seiten- oder Kopffalz des Dacheindeckungselements
eingehängt und in die Traglattung der Dachunterkonstruktion eingeschlagen werden.
[0005] Um eine anforderungsgerechte Windsogsicherung bzw. Sturmsicherung zu erreichen, ist
bei einer Dacheindeckung beispielsweise jedes einzelne, jedes zweite oder jedes dritte
Dacheindeckungselement mit einer solchen Sturmklammer zu befestigen. Unabhängig von
einer eventuell erforderlichen Windsogsicherung der Flächen-Eindeckungselemente ist
üblicherweise jeder Dach- und Formstein an Dachrändern mechanisch zu befestigen und
zu sichern. Dies gilt insbesondere für Formsteine an Ortgang, Grat, First und Pult.
[0006] Ein Nachteil der Windsogsicherung von Dacheindeckungselementen in der bekannten Weise
mit Sturmklammern besteht darin, dass die Verlegung aufwändig ist, weil regelmäßig
zwei Arbeiter für die Verlegung erforderlich sind: einer zum Anbringen der Dacheindeckungselemente
und ein zweiter zum Befestigen der Sturmklammern.
[0007] Außerdem kommt es zunehmend häufig vor, dass auf bestehenden Dächern eine photovoltaische-
oder solarthermische Anlage nachträglich montiert oder bei Dachinspektionen defekte
Dacheindeckungselemente ausgetauscht werden müssen. Sind diese Dacheindeckungselemente
aber in der bekannten Weise durch Sturmklammern zum Einhängen oder zum Einschlagen
in die Dachunterkonstruktion gesichert, ist ein nachträgliches Lösen dieser Verbindung
erfahrungsgemäß nur sehr schwer möglich, wobei teilweise die so gesicherten Dacheindeckungselemente
zertrümmert werden müssen, um die Verklammerung zu lösen.
[0008] Klammern zur Befestigung von Dacheindeckungselementen sind beispielsweise in der
DE 3509077 A1 und in der
DE 20 2008 015 113 U1 beschrieben. Diese Klammern stellen eine Abwandlung der beschriebenen Sturmklammern
zum Einhängen oder zum Einschlagen in die Dachunterkonstruktion dar und beruhen allesamt
auf verschiedenen mechanischen formschlüssigen Verbindungen zwischen Dacheindeckungselement
und Dachunterkonstruktion.
[0009] Bekannt sind grundsätzlich auch Wandbekleidungen, die mit ähnlich gestalteten Elementen
wie bei Dacheindeckungen in entsprechender Verlegung im Verband oder nicht im Verband
aber normalerweise auch mit teilweiser Überlappung zwischen Elementen benachbarter
Reihen an Wandunterkonstruktionen montiert werden. Auch hierauf bezieht sich die vorliegende
Erfindung weil auch dort eine mechanische Befestigung der Elemente an einer Unterkonstruktion
erforderlich ist und die vorher beschriebenen Probleme bei nachträglichen Umbauten
oder beim Austausch einzelner Elemente auftreten.
[0010] Aus der
EP 2363547 A1 ist auch ein Steildach-Eindecksystem für eine sturmsichere Befestigung bekannt, bei
dem an der Unterseite von Dacheindeckungselementen flexible Klettbandstreifen lose
herabhängend befestigt sind, und das Klettband nach dem Verlegen der Dacheindeckungselemente
auf den Dachlatten jeweils zu einer in Dach-Gefällerichtung unterhalb angrenzenden
Dachlatte geführt und an dieser mit einem an der Unterseite der Dachlatte befestigten
passenden Klettelement lösbar befestigt werden. Bei diesem System können die lose
herabhängenden Klettbandstreifen leicht beschädigt oder abgerissen werden. Außerdem
müssen die Klettbandstreifen generell vorsorglich lang ausgebildet und dann ggf. unter
Inkaufnahme von Abfall und Zusatzarbeit abgeschnitten werden, oder sie sind unter
Umständen zu kurz und die Windsogsicherung kann nicht hergestellt werden. Schließlich
ist es auch praktisch sehr schwierig und arbeitsintensiv, die Klettelemente vor Ort
auf der Baustelle bzw. auf dem Dach an der Unterseite der Dachlatten anzubringen.
Eine Anbringung an den Dachlatten vorab am Boden ist ebenfalls kaum praktikabel, weil
sie leicht verschmutzen oder beschädigt werden können, weil nicht vorhersehbar ist,
an welchen Stellen das Klettverbindungselement benötigt wird, so dass Klettverbindungselemente
praktisch an der gesamten Unterseite vorgesehen werden müssen, und weil die Verwendbarkeit
der Dachlatten insbesondere die Befestigungslage auf den Dachsparren dann genau eingehalten
werden muss.
[0011] Die
EP 2133485 A1 beschreibt ein Steildach-Eindecksystem mit Abdeckmitteln, beispielsweise Ziegeln,
Platten oder Schiefer, die überlappend verlegt werden und bei dem die einzelnen Abdeckmittel
jeweils vollflächig mit einem Klettmaterial an Dachlatten befestigt werden. Dazu ist
jedes Abdeckmittel im Bereich seiner Auflage auf der Dachlatte mit einem vorzugsweise
Kunststoff-basierten Klettmaterial durch Kleben, Laminieren, Giessen oder Einlassen
versehen und die dazu passende Flauschschicht ist an der Oberseite der Dachlatte befestigt.
[0012] Die
DE 202010010457 U1 beschreibt ein weiteres Steildach-Eindecksystem, bei dem die zwischen First und Traufe
überlagernd verlegten Eindeckelemente jeweils sturmhakenfrei an einem benachbarten
Eindeckelement über eine lösbare Haken-Ösen-Verbindung befestigt sind, wobei die Haken-Ösen-Verbindung
durch an den einander zugewandten Bereichen der Ober- bzw. Unterseiten der Eindeckelemente
angeklebte Verbindungsstreifen realisiert ist.
[0013] Aufgabe der Erfindung ist die Bereitstellung eines Systems und eines Verfahrens zur
Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung mit Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen,
das zumindest einige der oben genannten Nachteile beseitigt, insbesondere beim ersten
Verlegen in einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung schnell zu montieren ist, bei
nachträglichen Änderungen einfach zu demontieren ist und eine zuverlässige Windsogsicherung
bzw. Sturmsicherung bereitstellt.
[0014] Erfindungsgemäß wird zur Lösung dieses Problems ein System zur Herstellung einer
Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 1 in Vorschlag gebracht. Bevorzugte
Ausgestaltungen des Systems zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung
sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.
[0015] Ferner betrifft die Erfindung auch eine Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß
Anspruch 13, und ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen
zur Bildung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung mit dem erfindungsgemäßen System
gemäß Anspruch 14.
[0016] Zur terminologischen Vereinfachung wird im Folgenden nur noch auf Dacheindeckungselemente
Bezug genommen, wobei die Ausführungen aber immer auch für Wandbekleidungselemente
entsprechend gelten.
[0017] Das bei dem erfindungsgemäßen System verwendete Dacheindeckungselement ist im Wesentlichen
dadurch gekennzeichnet, dass ein Klettverbindungselement an dem Dacheindeckungselement
so angeordnet und befestigt ist,
nämlich flächig, dass es mit einem an einem in einem Überlappungsbereich darunterliegenden
Dacheindeckungselement oder einer Dachunterkonstruktion anzubringenden komplementären
Befestigungselement ebenfalls mit einem dazu passenden Klettverbindungselement zusammenwirken
kann, um das Dacheindeckungselement durch Herstellen einer reversibel lösbaren mechanischen
Klettverbindung zwischen diesen beiden Elementen an dem darunterliegenden Dacheindeckungselement
oder der Dachunterkonstruktion zu sichern.
[0018] Die bei dem erfindungsgemäßen System verwendeten Dacheindeckungselemente haben den
Vorteil, dass sie von einer einzigen Person schnell zu verlegen sind, weil die Dacheindeckungselemente
nur noch in an sich bekannter Weise auf der Dachunterkonstruktion verlegt werden und
die Befestigungselemente, die Klammern, vorzugsweise etwa C-förmige Klammern sind,
einerseits auf die Dachunterkonstruktion und andererseits auf die Oberseite des jeweiligen
Dacheindeckungselements aufgeschoben werden. Dieser Montagevorgang ist erheblich einfacher
und schneller zu bewerkstelligen als das Einhängen und Einschlagen bisheriger Windsogsicherungen.
[0019] Die darüber verlegten Dacheindeckungselemente werden sodann nur auf die jeweils darunter
befindlichen Befestigungselemente teilweise überlappend aufgelegt, wobei durch die
Ausrichtung der Klettverbindungselemente an den Dacheindeckungselementen und den Befestigungselementen
eine mechanische Interaktion auftritt und der mechanische Einhakvorgang das jeweils
darüber liegende Dacheindeckungselement an das Befestigungselement befestigt und es
über das Befestigungselement an dem darunterliegenden Dacheindeckungselement oder
der Dachunterkonstruktion sichert.
[0020] Insbesondere bei nachträglichen Änderungen der verlegten Dacheindeckung, beispielsweise
zur Montage von Photovoltaikanlagen oder anderen Einbauten in die Dachhaut, können
die betroffenen Dacheindeckungselemente einfach in der Ebene der Dachhaut nach oben
verschoben werden und die hierfür erforderliche Kraft ist lediglich diejenige, die
zur Überwindung der Reibung zwischen dem Befestigungselement und der Dachunterkonstruktion
oder dem darunter liegenden Dacheindeckungselement erforderlich ist, weil das Befestigungselement
über die Klettverbindung mit dem zu verschiebenden Dacheindeckungselement verbunden
bleibt. Alternativ müsste die mechanische Haltekraft der Klettverbindung überwunden
werden, wenn das Dacheindeckungselement ohne das Befestigungselement entfernt werden
soll.
[0021] Der besondere Vorteil ergibt sich insbesondere bei kleinformatigen, überlappend verlegten
Dacheindeckungselementen, bei denen der Aufwand zum Anbringen herkömmlicher Windsogsicherungen
verhältnismäßig hoch ist.
[0022] Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Klettverbindungselemente im Außenbereich
ist diejenige nach dem Pilzkopf-Pilzkopf-Klettprinzip, da hier nur ein Typ Klettverbindungselement
benötigt wird. Diese Verbindungselemente besitzen einen definiertem Druckpunkt, was
bei der Montage auf dem Dach besonders hilfreich ist, um die Verbindung sicherzustellen,
und sie können mit Zug- und Scherkräften belastet werden.
[0023] Eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung sind Klettverbindungselement nach
dem Widerhaken-Schlaufen-Klettprinzip, hierbei insbesondere solche, die aus Metall
oder Kunststoff hergestellt sind, weil sie haltbar sind, eine hohe Haftung und eine
sehr hohe Beständigkeit gegen thermische und chemische Einflüsse besitzen. Derartige
Verbindungselemente sind beispielsweise unter der Bezeichnung "Metaklett"-Verbinder
bekannt.
[0024] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer Ausführungsform und unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung beispielhaft erläutert. Darin zeigen:
Fig. 1a eine Draufsicht auf eine nicht im Verband verlegte Anordnung von Dacheindeckungselementen
des erfindungsgemäßen Systems,
Fig. 1b eine Draufsicht auf eine im Verband verlegte Anordnung von Dacheindeckungselementen
des erfindungsgemäßen Systems,
Fig. 2 eine Seitenansicht im Schnitt entlang der Linie I-I von Fig. 1a und 1b,
Fig. 3 eine Modifikation der Ausführungsform von Fig. 2 in Seitenansicht mit einem
abgewandelten Befestigungselement, und
Fig. 4 eine weitere Modifikation der Ausführungsform von Fig. 2 in Seitenansicht mit
einem abgewandelten Befestigungselement in zwei Varianten.
[0025] Die in den Figuren 1a und 1b schematisch dargestellten Anordnungen von Dacheindeckungselementen
1 des erfindungsgemäßen Systems zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung
umfassen die mit den Klettverbindungselementen 2 versehenen Dacheindeckungselemente
an jeder zweiten Stelle in einer Reihe. Alternativ kann jedes Dacheindeckungselement
oder es können beliebige Elemente innerhalb einer solchen Anordnung mit den Klettverbindungselementen
versehen sein. Die zu den jeweiligen Dacheindeckungselementen 1 mit Klettverbindungselement
2 komplementären Befestigungselemente in Form einer in Seitenansicht etwa C-förmigen
Klammer, die ebenfalls mit dem Klettverbindungselement versehen sind, sind mit 3 bezeichnet
und weiter unten detailliert beschrieben sowie in den Figuren 2 und 3 in zwei Varianten
gezeigt. Die Dachunterkonstruktion ist in Form von Latten 4 dargestellt. Dargestellt
und beschrieben ist hier nur die Ausführungsform, bei der das Klettverbindungselement
2 an dem Dacheindeckungselement 1 befestigt und das komplementäre Klettverbindungselement
an dem Befestigungselement vorgesehen bzw. durch dieses selbst gebildet ist, beispielsweise
indem die Widerhaken integral bzw. materialeinheitlich eingeformt sind.
[0026] Die Klettverbindungselemente umfassen häufig ein Element, das Widerhaken besitzt,
und ein damit zusammenwirkendes Element, das Schlaufen besitzt, beispielsweise in
Form eine Veloursbandes, eines Flauschbandes, eines Filzbandes, wobei das auch metallische
Gewirke oder aus Metallblech ausgestanzte und ausgeformte relativ starre Schlaufen
jeder Form umfasst. Das Element mit den Schlaufen wird vorzugsweise an dem Dacheindeckungselement
flächig befestigt, weil es in der Regel flacher ist und weniger aufträgt. Das mit
Widerhaken versehene Element wird dann an dem Befestigungselement angebracht oder
integral an diesem ausgeformt, was dort mit Metall- und Kunststoffmaterialien relativ
einfach und kostengünstig realisierbar ist. Die Anordnung der Klettverbindungselemente
kann aber erfindungsgemäß auch vertauscht sein. In diesem Fall ist das mit Widerhaken
versehene Element beispielsweise ein an dem Dacheindeckungselement befestigtes oder
darin integriertes Metall- oder Kunststoffteil während das mit Schlaufen versehene
Element an dem Befestigungselement, z.B. der Klammer befestigt oder ebenfalls integral
bzw. materialeinheitlich daran ausgebildet ist.
[0027] Das jeweilige Klettverbindungselement 2 kann mit dem Dacheindeckungselement form-
und/oder kraftschlüssig verbunden sein. In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung
wird das Klettverbindungselement an der Unterseite des Dacheindeckungselements 1 durch
Kleben befestigt, insbesondere mit einem Zwei-Komponentenkleber, kann aber auch bereits
bei der Herstellung des jeweiligen Dacheindeckungselements integral bzw. materialeinheitlich
in dieses eingeformt oder mechanisch befestigt werden.
[0028] Die Form der Klettverbindungselemente ist an sich beliebig - die Größe bzw. Fläche
wird üblicherweise durch die geforderten Haltekräfte bestimmt.
[0029] Das Befestigungselement 3 ist eine Klammer, vorzugsweise eine Metallklammer, beispielsweise
aus verzinktem Stahl oder Edelstahl. Das Befestigungselement bzw. die Befestigungsklammer
kann auch im Wesentlichen aus Kunststoff, z.B. einem recycelten Kunststoffmaterial,
gefertigt sein und das Klettverbindungselement kann wie bereits beschrieben integral
in die Klammer eingearbeitet oder daran in anderer Weise (z.B. durch form- und/oder
kraftschlüssiges Verbinden, durch Kleben oder mechanische Befestigungselemente) befestigt
sein.
[0030] Die Befestigungsklammer 3 besitzt üblicherweise eine C-Form, deren erster Schenkel
3b an der Dachunterkonstruktion, beispielsweise einer Querlatte 4, zu befestigen ist,
und deren zweiter Schenkel 3a im Einbauzustand am Rand des Dacheindeckungselements
angreift und einen Teil der Oberseite desselben übergreift, wie in Fig.2 gezeigt ist.
Die Position ist dabei so gewählt, dass die Klammer oder zumindest der als Klettverbindungselement
wirkende Bereich davon mit der Position des Klettverbindungselements2 an der Unterseite
des überlappend darüber verlegten Dacheindeckungselements fluchtet, damit eine maximale
mechanische Haltekraft dazwischen erzielt wird.
[0031] Die Befestigungsklammer kann alternativ auch so gestaltet sein, dass sie nur an dem
Dacheindeckungselement und nicht auch an der Dachunterkonstruktion angreift. Diese
Variante ist in Fig. 3 gezeigt. In diesem Fall ist die wesentliche Funktion diejenige,
dass ein Schenkel 3a der Klammer den oberen Bereich des Dacheindeckungselements übergreift
und dort das Klettverbindungselement an der gewünschten Position anordnet und der
andere Schenkel 3b den Rand des Dacheindeckungselements umgreift, so dass die Klammer
insgesamt nur an dem Dacheindeckungselement befestigt ist. Bei dieser Variante werden
die überlappend verlegten Dacheindeckungselemente über die reversibel lösbare mechanische
Haltekraft der Klettverbindungselemente aneinander befestigt. Eine Windsogsicherung
erfolgt insofern durch die Masse des Verbunds. Je nach Anwendungsfall ist auch eine
Verwendung von beiden Arten von Befestigungsklammern innerhalb einer Dacheindeckung
möglich.
[0032] Außerdem stellen die beschriebenen und dargestellten Befestigungsklammern nur eine
Grundform geeigneter Klammern dar. Weitere Abwandlungen sind möglich, sofern die erfindungsgemäße
Funktion gewährleistet ist.
[0033] Eine andere Abwandlung der Befestigungsklammer ist im oberen Bereich der Fig. 1a
in Form der Klammer 5 angedeutet und sie besteht darin, dass die Klammer 5 zumindest
im Bereich des auf der Oberseite der Dacheindeckungselemente liegenden Schenkels breiter
ausgestaltet ist und mehrere Dacheindeckungselemente übergreift. Das Klettverbindungselement
kann hierbei durchgehend oder bereichsweise vorgesehen sein.
[0034] In einer in Fig. 4 schematisch in wiederum zwei Varianten dargestellten Abwandlung
der Klammer 6,9 kann diese einen von den ersten und zweiten Schenkeln 6a,6b,9a,9b
abgesetzten Abschnitt 6c,9c besitzen, der eine Befestigungsfläche 6e,9e besitzt, an
dem das Klettverbindungselement 2 vorgesehen ist und die, wie in der Darstellung der
Figur 4 von der Seite gesehen, über eine durch den ersten Schenkel 6a,9a definierte
Ebene erhaben ist. Dazu erstreckt sich der abgesetzte Abschnitt 6c,9c integral von
dem zweiten Schenkel 6b,9b zunächst nach oben bis zu einer Hinterkante eines Dacheindeckungselements,
an dem die Klammer zu befestigen ist, und dann von der Hinterkante weg schräg nach
oben. Der abgesetzte Abschnitt 6c,9c erstreckt sich sodann zurück zu dem ersten Schenkel
6a,9a und bildet dabei die Befestigungsfläche 6e,9e, die gegenüber der Ebene des ersten
Schenkels 6a,9a um eine Stufe erhöht ist. Der abgesetzte Abschnitt 6c,9c kann Ausformungen
und Höhenunterschiede zwischen der Oberseite und der Unterseite von übereinander verlegten
Dacheindeckungselementen ggf. unter Berücksichtigung der Dicke der Klettverbindungselemente
2 ausgleichen. Außerdem kann der abgesetzte Abschnitt 6c,9c vorzugsweise aufgrund
seiner Formgebung insgesamt elastisch federnd ausgestaltet sein, so dass er beim Auflegen
eines Dacheindeckungselements elastisch verformt wird, dabei einen Stoß dämpft und
aufgrund der Elastizität dazu beiträgt, die Klettverbindungselemente sicher in Eingriff
zu bringen und zu halten. Außerdem ist es möglich, die Klammer am abgesetzten Abschnitt
6c,9c von Hand festzuhalten, wenn das damit über die Klettverbindung verbundene Dacheindeckungselement
abgehoben werden soll. Dadurch wird eine Demontage erleichtert und die Verformung
der Klammer und/oder eine Beschädigung des Dacheindeckungselements vermieden.
[0035] In einer weiteren anhand der Klammer 6 verdeutlichten Variante ist der erste Schenkel
6a der Klammer 6 so ausgeführt, dass er, im Einbauzustand, aus dem Überdeckungsbereich
übereinanderliegender Dacheindeckungselemente 1 herausragt und einen über die Oberseite
des Dacheindeckungselements, auf dem er aufliegt, nach oben vorstehenden Vorsprung
6d aufweist, der als Schneestopper dient. Dieser Vorsprung kann integral an dem Schenkel
6a angeformt sein, indem dieser, wenn er beispielsweise aus einem flachen, streifenartigen
Band gebildet ist, zu einem Dreieck abgebogen wird. Alternativ kann der Vorsprung
aber auch als separates Element an dem Schenkel befestigt sein, beispielsweise durch
eine mechanische Verbindung wie Schrauben, Nieten oder dergleichen oder durch Löten,
Schweißen, Kleben oder entsprechende Verbindungstechniken. Die Höhe des Vorsprungs
6d beträgt beispielsweise ca. 5-10cm, wobei sowohl die Höhe als auch die Form an sich
beliebig sind, sofern die Funktion als Schneestopper gewährleistet ist.
[0036] Die Länge des Schenkels 6a bzw. die Position des als Schneestopper dienenden Vorsprungs
ist vorzugsweise so gewählt, dass der Druckpunkt über der Dachlattung 4 liegt, um
Schäden an den Dacheindeckungselementen durch eine Last zu verhindern. Da nicht an
allen Position von Klammern Schneestopper erforderlich sind, können bei einer Dacheindeckung
unterschiedliche Varianten der Klammer verwendet werden.
[0037] In einer weiteren (nicht gezeigten) Ausgestaltung ist das Klettverbindungselement
als flächiges Textil-, Kunststoff- oder Metallband ausgebildet. Diese Ausführung hat
den Vorteil, dass das Band einfach an der Unterseite des Dacheindeckungselements oder
der Oberseite der Befestigungsklammer flächig befestigt werden kann und in der Höhe
nur geringfügig aufträgt. Bei dieser Ausgestaltung können bisherige Dacheindeckungselemente
mit vorgegebenem Profil im Wesentlichen unverändert beibehalten und zum Dacheindeckungselement
nachgerüstet werden. Durch die geringe Höhe eignet sich diese Variante besonders für
flache und kleinformatige Elemente wie Dach- und Wandplatten, Schindeln und Platten
aus Metall.
[0038] Der in dieser Beschreibung verwendete Begriff "Klettverbindungselement" soll jeweils
beide Elemente einer Klettverbindung bezeichnen, die gemäß obiger Beschreibung unterschiedlich
oder, z.B. bei dem "Pilzkopf-Prinzip", auch identisch sein können aber in jedem Fall
komplementär zum Zwecke der Herstellung der reversibel lösbaren mechanischen Eingriffsverbindung.
[0039] Erfindungsgemäß kann ein in herkömmlicher Weise und Form bzw. Profil hergestelltes
Dacheindeckungselement, beispielsweise ein Dachstein oder eine Dachplatte oder ein
Dachziegel oder Formstein, nachträglich mit einem Klettverbindungselement versehen
werden. Hierzu kann es erforderlich sein, auf der Rückseite des Dacheindeckungselements
an der gewünschten Stelle, die im verlegten Zustand mit einem darunter liegenden Dacheindeckungselement
gleicher Art überlappt, einen Teilbereich, beispielsweise an einer Fußrippe, abzutragen,
um einen Einbau unter Berücksichtigung der Höhe des Klettverbindungselements vorzusehen.
Bereichsweise Vertiefungen können aber auch in die üblichen Formen der Dacheindeckungselemente
sehr einfach an einer definierten Stelle eingeformt werden. Die Klettverbindungselemente
werden dann mit einem Kleber, vorzugsweise einem ZweiKomponenten-Epoxykleber nach
Wunsch in den bereits vordefinierten vertieften Bereich eingeklebt. Diese Vorgänge
können selbstverständlich auch ganz oder teilweise automatisiert werden.
[0040] Die jeweiligen Befestigungsflächen für die Klettverbindungselemente an den Dacheindeckungselementen
müssen nicht eben sein sondern können auch gekrümmt oder gezackt oder gezahnt sein.
Wenn die Befestigungselemente dann eine komplementäre gekrümmte Befestigungsfläche
haben, wird eine zusätzliche formschlüssige Verbindung zu der reversibel lösbaren
mechanischen Verbindung der Klettverbindungselemente erreicht.
[0041] Sofern möglich kann die Verbindung des Klettverbindungselements mit dem jeweiligen
Dacheindeckungselement bereits im Rahmen der Herstellung des Dacheindeckungselements
aus dem jeweiligen Ausgangsmaterial, also z.B. Ton, Beton, Faserzement, Kunststoff
und dergleichen erreicht werden. Bei Elementen aus Naturstein wie Schiefer, aus Metall
oder aus Holz oder bei anderweitig vorgefertigten (z.B. gebrannten Elementen) bietet
sich u.U. eine nachträgliche Befestigung an. Besonders bevorzugt ist das Element aus
zementgebundenem Material, aus keramischem Material, aus Kunststoffmaterial, aus Metall,
aus Naturstein, insbesondere Schiefer, oder aus Holz als Grundmaterial hergestellt.
Bei Verwendung von Metall oder Kunststoff können die Schlaufen oder Widerhaken bzw.
Pilzköpfe auch integral beim Herstellungsprozess eingeformt werden.
[0042] Besonders vorteilhaft ist die erfindungsgemäße Lösung bei Formsteinen, die üblicherweise
komplexe Konturen oder Formen besitzen und mit Standard-Windsicherungsklammern oder
Bügel nicht oder nur unzureichend gesichert werden können. Bei dem Dacheindeckungselement
ist lediglich ein gewisser Überlappungsbereich mit einem darunter liegenden Dacheindeckungselement
erforderlich, wobei in diesem Bereich die Paarung der komplementären Klettverbindungselemente
an Dacheindeckungselementen bzw. Befestigungselementen vorzusehen ist.
[0043] Ein Vorteil dieser Ausgestaltung ist der, dass die Sturmsicherung von der Außenseite
der Dachhaut nicht sichtbar ist, weil das Klettverbindungselement an der Unterseite
des Dacheindeckungselements vorgesehen ist und das Befestigungselement in Form der
Klammer so dimensioniert werden kann, dass es über den überlappenden Bereich nicht
hinaussteht. Außerdem ist dabei die Funktion der Regensicherheit der Dacheindeckung
voll erfüllt, weil die Elemente den Ablauf von Regenwasser in keiner Weise beeinträchtigen,
weil sie ausschließlich in dem Überlappungsbereich vorgesehen sind.
[0044] Die Erfindung betrifft sodann auch eine Dacheindeckung oder entsprechend eine Wandbekleidung
mit mehreren Reihen von nebeneinander verlegten Dacheindeckungselementen, wobei sich
die Dacheindeckungselemente benachbarter Reihen teilweise überlappen und wobei zumindest
einige, ggf. aber auch alle, Dacheindeckungselemente in dem Anordnung in der oben
beschriebenen Weise ausgebildet sind. Diese Dacheindeckungselemente sind in der Anordnung
mit dem jeweiligen an einer Dachunterkonstruktion angebrachten oder anzubringenden
komplementären Befestigungselement durch reversibel lösbare mechanische Verbindung
in der beschriebenen Weise an der Dachunterkonstruktion befestigt oder zu befestigen.
[0045] Die Erfindung betrifft aber auch ein Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungselementen
zur Herstellung einer Dacheindeckung bzw. Wandbekleidung, wobei zuerst eine erste
Reihe von Dacheindeckungselementen nebeneinander verlegt wird und ausgewählte Dacheindeckungselemente
mittels eines Befestigungselements in der oben beschriebenen Weise, also mittels einer
Befestigungsklammer mit einem Klettverbindungselement am oberen Randbereich an der
Dachunterkonstruktion gesichert werden. Sodann wird eine zweite Reihe von Dacheindeckungselementen
nebeneinander so verlegt, dass sie die Dacheindeckungselemente der ersten Reihe zumindest
teilweise im oberen Bereich überlappen. Dabei werden entweder für alle oder zumindest
für einige der Dacheindeckungselemente der zweiten Reihe solche gewählt, die an ihrer
Unterseite das komplementäre Klettverbindungselement besitzen, und diese werden so
angeordnet, dass diese mit dem an dem zugeordneten Befestigungselement der ersten
Reihe vorgesehenen Klettverbindungselement im Wesentlichen ausgerichtet sind und mit
diesem zusammenwirken, um die Dacheindeckungselemente durch die reversibel lösbare
mechanische Verbindung über die Befestigungsklammern an der Dachunterkonstruktion
zu befestigen. Weitere Reihen werden entsprechend verlegt.
[0046] In Abhängigkeit von der Anforderung der Windsogsicherung können alle Dacheindeckungselemente
eines Verbundes mit der reversibel lösbaren mechanischen Windsogsicherung auf Basis
der Klettverbindung ausgebildet sein. Alternativ können Bestimmte ausgewählt werden,
also beispielsweise jedes zweite, jedes dritte oder eine beliebige Auswahl.
1. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung, mit:
einem ersten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1), insbesondere Dachstein,
Dachziegel, Dach- oder Wandplatte, Schindel, oder Formstein, zur überlappenden Verlegung
mit anderen Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen (1), und
einem komplementären Befestigungselement (3;5;6;9), das eine Klammer (3;5;6;9) aufweist,
die so ausgestaltet ist, dass sie bei überlappender Verlegung an einem unter dem ersten
Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) liegenden zweiten Dacheindeckungs-
oder Wandbekleidungselement (1) oder an einer Dach- oder Wandunterkonstruktion (4)
anzubringen ist,
wobei das erste Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) ein an dem Dacheindeckungs-
oder Wandbekleidungselement (1)
flächig befestigtes erstes Klettverbindungselement (2) aufweist, das so angeordnet ist, dass
es bei überlappender Verlegung mit der an dem darunterliegenden zweiten Dacheindeckungs-
oder Wandbekleidungselement (1) oder der Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) angebrachten
Klammer (3;5;6;9), die ein zweites Klettverbindungselement (2) aufweist, zusammenwirken
kann, um das erste Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) reversibel lösbar
mechanisch an dem darunterliegenden zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement
(1) oder der Dach- oder Wandunterkonstruktion (4) zu sichern.
2. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 1,
wobei das erste Klettverbindungselement (2) mit dem ersten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement
(1) form- und/oder kraftschlüssig verbunden, insbesondere eingeformt, angeklebt oder
mechanisch befestigt ist/sind.
3. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 1 oder
2, wobei die Klammer (3;5;6;9) aus Metall oder aus einem Kunststoffmaterial gebildet
ist und das zweite Klettverbindungselement (2) daran befestigt oder integral angeformt
ist.
4. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei die Klammer (3;5;6;9), von der Seite betrachtet, insgesamt eine C-Form
aufweist.
5. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 3 oder
4, wobei die Klammer (3;5;6;9) einen ersten Schenkel (3b;6b;9b), der an der Dach-
oder Wandunterkonstruktion (4) zu haltern ist, und einen zweiten Schenkel (3a;6a;9a)
aufweist, der im Einbauzustand am Rand des zweiten Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements
(1) angreift und einen Teil der Oberseite desselben übergreift.
6. System zur Herstellung einer Dacheindeckung öder Wandbekleidung nach Anspruch 5, wobei
die Klammer (6;9) einen von den ersten und zweiten Schenkeln (6a,6b;9a,9b) abgesetzten
Abschnitt (6c;9c) besitzt, der, von der Seite gesehen, über eine durch den ersten
Schenkel (6a;9a) definierte Ebene erhaben ist und an dem das zweite Klettverbindungselement
(2) vorgesehen ist.
7. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach Anspruch 6, wobei
der abgesetzten Abschnitt (6c;9c) insgesamt elastisch federnd ausgestaltet ist.
8. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach Anspruch 5, 6
oder 7, wobei der erste Schenkel (6a) der Klammer (6) so ausgeführt ist, dass er,
im Einbauzustand, aus dem Überdeckungsbereich übereinanderliegender Dacheindeckungs-
oder Wandbekleidungselemente (1) herausragt und einen über die Oberseite des zweiten
Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselements (1), auf dem er aufliegt, nach oben
vorstehenden Vorsprung (6d) aufweist, der vorzugsweise als Schneestopper dient.
9. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche
1 bis 8, wobei das Klettverbindungselement (2) an dem ersten Dacheindeckungs- oder
Wandbekleidungselement (1) im Bereich der Unterseite desselben vorgesehen ist, vorzugsweise
in dem Bereich, der bei überlappender Verlegung mit dem darunterliegenden zweiten
Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselement (1) überlappt.
10. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche
1 bis 9, wobei das erste und das zweite Klettverbindungselement (2) mechanisch miteinander
verhakbare Elemente nach dem Widerhaken-Schlaufen-Klettprinzip oder nach dem Pilzkopf-Pilzkopf-Klettprinzip
sind.
11. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß Anspruch 10,
wobei das erste und das zweite Klettverbindungselement (2) aus Metall oder Kunststoff
gebildet sind.
12. System zur Herstellung einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung nach einem der vorstehenden
Ansprüche, wobei die Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselemente (1) aus zementgebundenem
Material, aus keramischem Material, aus Kunststoffmaterial, aus Metall, aus Naturstein,
insbesondere Schiefer, oder aus Holz als Grundmaterial hergestellt sind.
13. Dacheindeckung oder Wandbekleidung, hergestellt mit dem System zur Herstellung einer
Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, mit mehreren
Reihen von aneinander angrenzenden, überlappend verlegten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselementen
(1), die mit den jeweiligen an einer Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) angebrachten
Klammern (3;5;6;9) reversibel lösbar mechanisch an der Dach- bzw. Wandunterkonstruktion
(4) befestigt sind.
14. Verfahren zur Verlegung von Dacheindeckungs- oder Wandbekleidungselementen (1) zur
Herstellung einer Dacheindeckung bzw. Wandbekleidung mit dem System zur Herstellung
einer Dacheindeckung oder Wandbekleidung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, mit den
Schritten:
Verlegen von zweiten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselementen (1) nebeneinander
in einer ersten Reihe und Befestigen von ausgewählten der Dacheindeckungs-bzw. Wandbekleidungselemente
(1) an einer Dach- bzw. Wandunterkonstruktion (4) mittels den Klammern (3;5;6;9),
und
Verlegen von ersten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselementen (1) nebeneinander
in einer zweiten Reihe, die die zweiten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente
(1) der ersten Reihe teilweise überlappen, wobei zumindest einige, vorzugsweise alle
der ersten Dacheindeckungs- bzw. Wandbekleidungselemente (1) der zweiten Reihe so
angeordnet werden, dass die an diesen vorgesehenen ersten Klettverbindungselemente
(2) mit den an den Klammern (3;5;6;9) der ersten Reihe vorgesehenen zweiten Klettverbindungselementen
(2) im Wesentlichen ausgerichtet sind und zusammenwirken, um die ersten Dacheindeckungs-
bzw. Wandbekleidungselemente (1) reversibel lösbar mechanisch an der Dach- bzw. Wandunterkonstruktion
(4) zu befestigen.
1. System for producing a roof covering or wall cladding, comprising:
a first roof-covering or wall-cladding element (1), in particular a concrete roof
tile, a clay roof tile, a roof or a wall slab, a shingle or a shaped block, for overlapping
laying with other roof covering or wall covering elements (1), and
a complementary fastening element (3; 5; 6; 9) which comprises a clip (3; 5; 6; 9)
which is configured such that it can be mounted in the course of overlapping laying
on a second roof-covering or wall-cladding element (1) lying below the first roof-covering
or wall-cladding element (1) or on a roof or wall substructure (4),
wherein the first roof-covering or wall-cladding element (1) has a first touch-and-close
connection element (2) which is fastened
flat on the roof-covering or wall-cladding element (1) and which is arranged such that
it can interact in the course of overlapping laying with the clip (3; 5; 6; 9) which
is mounted on the underlying second roof-covering or wall-cladding element (1) or
the roof or wall substructure (4), which clip comprises a second touch-and-close connection
element (2), in order to mechanically secure the first roof-covering or wall-cladding
element (1) in a reversibly releasable manner on the underlying second roof-covering
or wall-cladding element (1) or the roof or wall substructure (4).
2. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 1, wherein
the first touch-and-close connection element (2) is/are positively and/or non-positively
connected to the first roof-covering or wall-cladding element (1), in particular being
incorporated, adhesively bonded or mechanically fastened.
3. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 1 or 2, wherein
the clip (3; 5; 6; 9) is formed from metal or from a plastics material and the second
touch-and-close connection element (2) is fastened or integrally formed thereon.
4. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of the preceding
claims, wherein, as viewed from the side, the clip (3; 5; 6; 9) has a C shape overall.
5. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 3 or 4, wherein
the clip (3; 5; 6; 9) has a first leg (3b; 6b; 9b), which can be held on the roof
or wall substructure (4), and a second leg (3a; 6a; 9a) which, in the installed state,
engages on the edge of the second roof-covering or wall-cladding element (1) and overlaps
part of the upper side thereof.
6. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 5, wherein
the clip (6; 9) has a portion (6c; 9c) which is offset from the first and second legs
(6a, 6b; 9a, 9b) and which, as seen from the side, is raised over a plane defined
by the first leg (6a; 9a), and on which portion the second touch-and-close connection
element (2) is provided.
7. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 6, wherein
the offset portion (6c; 9c) is designed to be elastically resilient overall.
8. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 5, 6 or 7,
wherein the first leg (6a) of the clip (6) is configured such that, in the installed
state, it projects from the overlapping region of roof-covering or wall-cladding elements
(1) lying over one another and has a projection (6d) which projects upwardly over
the upper side of the second roof-covering or wall-cladding element (1) on which said
leg rests, which projection preferably serves as a snow guard.
9. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of Claims 1
to 8, wherein the touch-and-close connection element (2) is provided on the first
roof-covering or wall-cladding element (1) in the region of the underside thereof,
preferably in the region which in the course of overlapping laying overlaps with the
underlying second roof-covering or wall-cladding element (1).
10. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of Claims 1
to 9, wherein the first and the second touch-and-close connection element (2) are
elements which can be mechanically interlocked with one another according to the barb/loop
touch-and-close principle or according to the mushroom head/mushroom head touch-and-close
principle.
11. System for producing a roof covering or wall cladding according to Claim 10, wherein
the first and the second touch-and-close connection element (2) are formed from metal
or plastic.
12. System for producing a roof covering or wall cladding according to one of the preceding
claims, wherein the roof-covering or wall-cladding elements (1) are produced from
cement-bonded material, from ceramic material, from plastics material, from metal,
from natural stone, in particular slate, or from wood as base material.
13. Roof covering or wall cladding produced by the system for producing a roof covering
or wall cladding according to one of Claims 1 to 12, comprising
a plurality of rows of mutually adjoining, overlappingly laid roof-covering or wall-cladding
elements (1) which are mechanically fastened to a roof or wall substructure (4) in
a reversibly releasable manner using the respective clips (3; 5; 6; 9) mounted on
the roof or wall substructure (4) .
14. Method for laying roof-covering or wall-cladding elements (1) for producing a roof
covering or wall cladding using the system for producing a roof covering or wall cladding
according to one of Claims 1 to 12, comprising the following steps:
laying second roof-covering or wall-cladding elements (1) next to one another in a
first row and fastening selected ones of the roof-covering or wall-cladding elements
(1) to a roof or wall substructure (4) by means of the clips (3; 5; 6; 9), and
laying first roof-covering or wall-cladding elements (1) next to one another in a
second row, which elements partially overlap the second roof-covering or wall-cladding
elements (1) of the first row, wherein at least some, preferably all, of the first
roof-covering or wall-cladding elements (1) of the second row are arranged such that
the first touch-and-close connection elements (2) provided thereon are substantially
aligned and interact with the second touch-and-close connection elements (2) provided
on the clips (3; 5; 6; 9) of the first row, in order to mechanically fasten the first
roof-covering or wall-cladding elements (1) in a reversibly releasable manner on the
roof or wall substructure (4).
1. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural, avec:
un premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1), en particulier
tuile, tuile plate, plaque de toit ou de mur, bardeau, ou brique moulée, pour la pose
à recouvrement avec d'autres éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1),
et
avec un élément de fixation complémentaire (3; 5; 6; 9), qui présente une attache
(3; 5; 6; 9), qui est configurée de telle manière que, lors de la pose à recouvrement,
elle doive être placée sur un deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage
mural (1) situé en dessous du premier élément de couverture de toit ou d'habillage
mural (1) ou sur une infrastructure de toit ou de mur (4),
dans lequel le premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) présente
un premier élément d'assemblage velcro® (2) fixé à plat sur l'élément de couverture
de toit ou d'habillage mural (1), qui est disposé de telle manière que, lors de la
pose à recouvrement, il puisse coopérer avec l'attache (3; 5; 6; 9) placée sur le
deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) ou sur l'infrastructure
de toit ou de mur (4), qui présente un deuxième élément d'assemblage velcro® (2),
afin de fixer mécaniquement, de façon amovible réversible, le premier élément de couverture
de toit ou d'habillage mural (1) au deuxième élément de couverture de toit ou d'habillage
mural (1) sous-jacent ou sur l'infrastructure de toit ou de mur (4).
2. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication
1, dans lequel le premier élément d'assemblage velcro® (2) est/sont assemblé par emboîtement
et/ou adhérence au premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1),
en particulier par formage, collage ou fixation mécanique.
3. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication
1 ou 2, dans lequel l'attache (3; 5; 6; 9) est formée en métal ou en une matière plastique
et le deuxième élément d'assemblage velcro® (2) est fixé ou formé intégralement sur
celle-ci.
4. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une
quelconque des revendications précédentes, dans lequel l'attache (3; 5; 6; 9), considérée
latéralement, présente globalement une forme en C.
5. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication
3 ou 4, dans lequel l'attache (3; 5; 6; 9) présente une première branche (3b; 6b;
9b), qui doit être fixée à l'infrastructure de toit ou de mur (4), et une deuxième
branche (3a; 6a; 9a), qui s'accroche dans l'état monté au bord du deuxième élément
de couverture de toit ou d'habillage mural (1) et recouvre une partie de la face supérieure
de celui-ci.
6. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication
5, dans lequel l'attache (6; 9) possède une partie (6c; 9c) décalée de la première
et de la deuxième branches (6a, 6b; 9a, 9b) qui, vue latéralement, est surélevée au-dessus
d'un plan défini par la première branche (6a; 9a) et sur laquelle le deuxième élément
d'assemblage velcro® (2) est prévu.
7. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication
6, dans lequel la partie décalée (6c; 9c) est dans l'ensemble élastiquement déformable.
8. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication
5, 6 ou 7, dans lequel la première branche (6a) de l'attache (6) est réalisée de telle
manière que, dans l'état monté, elle sorte de la région de recouvrement d'éléments
de couverture de toit ou d'habillage mural (1) superposés et présente une protubérance
(6d) saillante vers le haut au-dessus de la face supérieure du deuxième élément de
couverture de toit ou d'habillage mural (1), sur lequel elle est appliquée, et qui
sert de préférence de bec-à-neige.
9. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une
quelconque des revendications 1 à 8, dans lequel l'élément d'assemblage velcro® (2)
sur le premier élément de couverture de toit ou d'habillage mural (1) est prévu dans
la région de la face inférieure de celui-ci, de préférence dans la région qui, lors
de la pose à recouvrement, est en recouvrement avec le deuxième élément de couverture
de toit ou d'habillage mural sous-jacent (1).
10. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une
quelconque des revendications 1 à 9, dans lequel le premier et le deuxième éléments
d'assemblage velcro® (2) sont des éléments pouvant s'accrocher mécaniquement l'un
à l'autre selon le principe de l'accrochage par boucles et crochets ou selon le principe
de l'accrochage par têtes de champignon.
11. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon la revendication
10, dans lequel le premier et le deuxième éléments d'assemblage velcro® (2) sont fabriqués
en métal ou en matière plastique.
12. Système de formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une
quelconque des revendications précédentes, dans lequel les éléments de couverture
de toit ou d'habillage mural (1) sont fabriqués avec, comme matériau de base, un matériau
lié au ciment, un matériau céramique, un matériau plastique, un métal, une pierre
naturelle, en particulier de l'ardoise, ou du bois.
13. Couverture de toit ou habillage mural, formé(e) avec le système de formation d'une
couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications
1 à 12, avec
plusieurs rangées d'éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) jointifs
l'un à l'autre, posés à recouvrement, qui sont fixés mécaniquement, de façon amovible
réversible, à l'infrastructure de toit ou de mur (4) avec les attaches respectives
(3; 5; 6; 9) placées sur une infrastructure de toit ou de mur (4).
14. Procédé de pose d'éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) pour la
formation d'une couverture de toit ou d'un habillage mural avec le système de formation
d'une couverture de toit ou d'un habillage mural selon l'une quelconque des revendications
1 à 12, avec les étapes suivantes:
pose de deuxièmes éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) l'un à côté
de l'autre en une première rangée et fixation d'éléments de couverture de toit ou
d'habillage mural (1) sélectionnés parmi ceux-ci à une infrastructure de toit ou de
mur (4) au moyen des attaches (3; 5; 6; 9), et
pose de premiers éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) l'un à côté
de l'autre en une deuxième rangée, qui recouvrent les deuxièmes éléments de couverture
de toit ou d'habillage mural (1) de la première rangée, dans lequel au moins certains,
de préférence tous les premiers éléments de couverture de toit ou d'habillage mural
(1) de la deuxième rangée sont disposés de telle manière que les éléments d'assemblage
velcro® (2) prévus sur ceux-ci soient essentiellement alignés et coopèrent avec les
deuxièmes éléments d'assemblage velcro® (2) prévus sur les attaches (3; 5; 6; 9) de
la première rangée, afin de fixer mécaniquement de façon amovible réversible les premiers
éléments de couverture de toit ou d'habillage mural (1) à l'infrastructure de toit
ou de mur (4).